Big Brother is watching you!

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

"Big Brother is watching you!"

Beitragvon Wolfi » Mi 24. Okt 2007, 06:53

Nun, warum ich ausgerechnet dieses Thema aufgreife, könnt Ihr Euch wohl schon denken:

Die Reaktionen auf meine kleine Spionage-Aktion letzten Samstag fielen ja ziemlich unterschiedlich aus. Das motiviert mich dazu, mal das Thema der heutigen Überwachung aufzugreifen.
Wenn wir uns heute irgendwo draussen bewegen, müssen wir doch stets damit rechnen, dass irgendeine Kamera auf uns gerichtet sein könnte. Wir könnten also fast ständig durch Jemanden beobachtet sein. Für die Mehrheit von uns dürfte dies ein ziemlich ungewohntes Gefühl sein und deshalb zu gewissenn Irritationen führen. Eine häufige spontane Reaktion darauf ist dann irgendwelche Empörung. Genauso gut könnten wir uns doch auch über das Interesse/die Aufmerksamkeit, die man hat, freuen?-

Machtvolle Kräfte versuchen derzeit die Gunst der Stunde zu nutzen, um den Überwachungsstaat noch mehr ausbauen zu können. Ich möchte nicht wissen, was für Zugeständnisse die Schweizer Regierung diesbezüglich z.Bsp. den Amis gegenüber schon machen mussten ... :tongue:
Bestimmt schon existierende Spitzelaktionen im Telefonverkehr sollen nun ja auch mit Gesetzen legalisiert werden. Immerhin meint man damit ja Terroristen das Handwerk legen zu können, bevor es irgendwo wieder knallt. Muss sich die Gesellschaft tatsächlich wegen ein paar Knalltüten eine derartige Überwachung gefallen lassen?-

Klar, man kann sagen, wer nichts Unrechtes tut, hat sich nicht vor Überwachung zu fürchten. Was aber, wenn die durch Überwachung gesammelten Informationen in falsche Hände gerät?- Was, wenn das Informationsmaterial verwendet wird, um Personen gezielt auszugrenzen, zu manipulieren?-

Bis vor einigen Jahren standen unsere Bundesräte stets ohne irgendwelche Bodyguards in der Öffentlichkeit. Und heute?- Wieviele Bodyguards stehen denn den Bundesräten heute zur Seite?- Braucht es das überhaupt wirklich?- Wie weit hat Personen-/Persönlichkeitsschutz denn zu gehen, damit von einem gesunden Mass gesprochen werden kann?-

@ Foren-Treffler:
Nein, ich habe nicht das Gefühl, dass ich mit meiner Aktion irgendwelche Grenzen Euch gegenüber überschritten hätte, welche Empörung rechtfertigen würde. Hätte ich Bilder von Euch einfach nachher hier in´s Netz gestellt, dann okay. Aber selbst dann hätte ich dafür nicht belangt werden können. Denn Gruppen dürfen im öffentlichen Raum problemlos geknipst und die Bilder nachher verwendet werden. Heikel würde es erst, wenn ich das Bild einer Einzelperson verwenden würde. ;)

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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon parepidimos » Mi 24. Okt 2007, 14:55

Wolfi, sehnst du dich vielleicht zurueck nach einer Zeit, die laengst vorbei ist? Frueher hatten nicht nur Bundesraete keine Bodyguards, ein ganzer Haufen anderer Dinge war damals auch anders als heute. Der Hauptgrund, weshalb technologische Moeglichkeiten zur Ueberwachung der Buerger (und anderer Mitbewohner) genutzt werden: Weil man kann! Wo keine anderen Prinzipien da sind, da bestimmen die Moeglichkeiten darueber, was gemacht wird. Das westliche Sicherheitsbeduerfnis verlangt nach dem Ueberwachungsstaat, weil dies das einzige ist, was subjektiv gegen "Terrorismus" unternommen werden kann. Ob das effektiv ist oder nicht spielt keine Rolle, solange es Balsam fuer die Seele ist. Und sind die Daten erstmal gesammelt, so wird die Gesellschaft der Versuchung kaum widerstehen koennen, diese fuer andere Zwecke zu benutzen: Stell dir vor, der weisse Lieferwagen mit Ylenia waere auf einer Verkehrsleitkamera zu sehen gewesen - kannst du dir vorstellen, dass jemand in diesem Moment die Rechtmaessigkeit der Verwendung dieses Materials ueber das Interesse des Opfers gestellt haette? Ich bestimmt nicht, und ein Politiker wohl noch viel weniger. So laeuft das. Ich sehe da eine gewisse Unausweichlichkeit.

Und letztens: In einer Demokratur den Politikern die Schuld zu geben ist immer eine Selbstanklage.
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Krummi » Mi 24. Okt 2007, 14:57

Hallo Wolfi

Sag mal, wieviele Deiner über 5´000 Beiträge wurden eigentlich zensiert /editiert oder gleich gelöscht? Hast Du da eine ungefähre Statistik? Insbesondere der Anteil letzterer finde ich interessant - sozusagen psychologisch wertvoll.

Oder täusche ich mich so sehr, dass ich hier noch andere Beiträge von Dir gelesen habe? Ich meine, Wunder kann es ja immer wieder mal geben - und Halluzinationen auch.

Müsste das Threadthema aber dann nicht heissen, ABM-Massnahmen für Mods?

Gruss
Krummi

PS: Hattest Du eine Minikamera beim Treff dabei, oder was meinst Du mit "Spionageaktivität"?
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Robby » Mi 24. Okt 2007, 15:03

Original von Wolfi
Wenn wir uns heute irgendwo draussen bewegen, müssen wir doch stets damit rechnen, dass irgendeine Kamera auf uns gerichtet sein könnte.
Machtvolle Kräfte versuchen derzeit die Gunst der Stunde zu nutzen, um den Überwachungsstaat noch mehr ausbauen zu können.


Hallo Wolfi

Finde ich auch problematisch. Ebenso die Pässe mit biometrischen Daten, die Diskussion um DNS-Abnahmen bereits bei Babies etc. Dies alles geht in Richtung total control. Wenn man dies nun auch noch christlich betrachtet, kann man die Offenbarung lesen.

Lieber Gruss
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Mustikka » Mi 24. Okt 2007, 15:10

Ich denke, dass ist ein sehr zwiespältiges Thema. Wenn man einmal selbst bzw. durch einen Bekannten erlebt hat, was es heißt, Opfer eines Verbrechens zu werden, fängt man schonmal an, über die Vorteile gewisser Kontrollen nachzudenken. Ich persönlich fühle mich in videoüberwachten U-Bahnen beispielsweise wesentlich besser als an nicht überwachten Bushaltestellen.
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Krummi » Mi 24. Okt 2007, 18:13

Original von Robby


Finde ich auch problematisch. Ebenso die Pässe mit biometrischen Daten, die Diskussion um DNS-Abnahmen bereits bei Babies etc. Dies alles geht in Richtung total control. Wenn man dies nun auch noch christlich betrachtet, kann man die Offenbarung lesen.

Lieber Gruss
Robby


Ja, ja, die Offenbarung: :D immer diese Endzeitstimmung. :roll: Die kann man aber in der ganzen Geschichte der Menschheit haben - oder eben nicht.

Ein paar Beispiele: Völkerwanderung, Babarenüberfälle, , Mongolenangriffe, 30-jähriger Krieg, hundert-jähriger Krieg, Pest in Europa, 1. Weltkried, 2. Weltkrieg, Konzentrationslager, atomare Bedrohung, die jüngere amerikanische Geschichte, Hungersnöte in Afrika, Klimawandel

Wo und inwiefern will man da von den guten alten Zeiten sprechen?


Wo und wann hat sich die Menschheit nicht in einer Endzeit befunden?
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Robby » Mi 24. Okt 2007, 18:17

Original von Krummi
Wo und wann hat sich die Menschheit nicht in einer Endzeit befunden?


Wo und wann war die Welt technisch in der Lage dies wahr zu machen wenn nicht heute und morgen?

Lieber Gruss
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Krummi » Mi 24. Okt 2007, 18:23

Original von Mustikka
Ich denke, dass ist ein sehr zwiespältiges Thema. Wenn man einmal selbst bzw. durch einen Bekannten erlebt hat, was es heißt, Opfer eines Verbrechens zu werden, fängt man schonmal an, über die Vorteile gewisser Kontrollen nachzudenken. Ich persönlich fühle mich in videoüberwachten U-Bahnen beispielsweise wesentlich besser als an nicht überwachten Bushaltestellen.


Ja, die Frage ist nur, ob man wegen solcher irrationaler Gefühle (und da nehme ich mich keinesfalls aus, ich hatte insbesondere als Teenager auch noch Angst, abends alleine durch den Wald zu laufen) einen grossen Apparat aufbaut, der sehr schnell zum Selbstläufer wird, viel Geld kostet, den Staatsapparat aufbläht und äusserst schwer wieder abzubauen ist.

Wenn ich in ständiger Angst lebe, dass meinem Sohn etwas passieren könnte und versuche, ihn davor komplett zu schützen, würde ich sehr wahrscheinlich genau das verlieren, was ich mir erhoffte, zu schützen. Das Leben ist nunmal ein Risiko - wenn wir nicht bereit sind, mit diesem Risiko zu leben, dann leben wir nicht. Zudem: unsere Risiken, tagtäglich mit einem Bein im Sarg zu stehen, sind bedeutend tiefer als dies noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war.
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Mustikka » Do 25. Okt 2007, 07:49

@ Krummi:
Wenn Du selbst einmal Opfer wirst (was ich nicht hoffe) wirst Du nicht mehr von "irrationalen" Gefühlen sprechen. Es geht hier ja nicht um die Angst vor Werwölfen oder bösen Kobolden, sondern vor real existierenden Verbrechern, denen man unter Umständen begegnet.
Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach. (Gerhard Uhlenbruck)
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Krummi » Do 25. Okt 2007, 09:08

Original von Mustikka
@ Krummi:
Wenn Du selbst einmal Opfer wirst (was ich nicht hoffe) wirst Du nicht mehr von "irrationalen" Gefühlen sprechen. Es geht hier ja nicht um die Angst vor Werwölfen oder bösen Kobolden, sondern vor real existierenden Verbrechern, denen man unter Umständen begegnet.


Doch, die Angst ist irrational, wenn man die Wahrscheinlichkeit betrachtet, dass einem so etwas passiert. Interessant ist, dass die Personen, die solche Angst haben, eher noch stärker gefährdet sind, weil diese Angst zu spüren ist.

Jedem Opfer würde ich derart versuchen zu helfen, dass es diese Angst überwindet und insbesondere nicht das Leben und persönliche Entscheidungen danach ausrichtet. Zugegeben: das ist nicht leicht, ich halte es aber für richtig.

Wenn Du in Darfur lebst, dann ist die Angst wohl nicht irrational, hier aber ist sie es. Das Problem: wenn man 20min und andere Zeitungen liest, wird diese Angst geschürt. Der Fall Ylena trägt auch dazu bei. Man erhält den Eindruck, die Welt würde nur noch aus Überfällen, Raub, Entführung und Mord bestehen. Das trifft jedoch nicht zu - insbesondere nicht hier in Zentraleuropa. Diese Fälle nehmen auch niccht zu. Man darf auch nicht vergessen, dass mit Fällen wie Ylena viele Zeitungen verkauft und viel Geld verdient wird.

Ich gebe jedoch zu, dass es keine eindeutige Antwort gibt auf dieses Thema. Z. B. halte ich das Installieren von Kameras in Zügen und in unterirdischen Fussgängerpassagen für sinnvoll - ja es geht beinahe nicht mehr ohne.

Gruss
Krummi
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Wolfi » Do 25. Okt 2007, 09:15

Hallo pare

Wolfi, sehnst du dich vielleicht zurueck nach einer Zeit, die laengst vorbei ist?

Um Gottes Willen, so alt bin ich nun doch noch nicht! :shock: :D

Frueher hatten nicht nur Bundesraete keine Bodyguards, ein ganzer Haufen anderer Dinge war damals auch anders als heute.

Klar gäb´s ncoh einen Haufen anderer Dinge aufzuzählen. Aber in dem Zusammenhang hier, erschien mir das halt gerade nennenswert. Denn ich bin wirklich der Meinung, dass Bodyguards auch heute noch keine Notwendigkeit darstellen bei uns in der Schweiz. In der Schweiz, wo eh Jede/r das Gefühl hat, als kleiner Polizist fungieren zu müssen, ginge das doch nach wie vor ohne diese Pseudo-Schutzschilder?- Okay, dass vielleicht mal Einer mit einem Ei oder einer Tomate beschmissen würde. Aber mit diesem Risiko konnten/mussten frühere Bunderäte ja auch leben. Oder führt das mit den Bodyguards etwa darauf zurück, dass wir inzwischen auch weibliche Bundesräte haben und es deshalb eben solche Schützlinge braucht?- Hmmm...?

Der Hauptgrund, weshalb technologische Moeglichkeiten zur Ueberwachung der Buerger (und anderer Mitbewohner) genutzt werden: Weil man kann! Wo keine anderen Prinzipien da sind, da bestimmen die Moeglichkeiten darueber, was gemacht wird.

Du meinst, wie mit der Atombombe damals?- Dann frage ich mich allerdings, warum die Wasserstoff- oder die Neutronenbombe noch nicht so eindrucksvoll zum Einsatz gekommen ist?- Diese Möglichkeiten bestünden ja auch ... ;)

Das westliche Sicherheitsbeduerfnis verlangt nach dem Ueberwachungsstaat, weil dies das einzige ist, was subjektiv gegen "Terrorismus" unternommen werden kann. Ob das effektiv ist oder nicht spielt keine Rolle, solange es Balsam fuer die Seele ist.

Das westliche Sicherheitsbedürfnis?- Wo ist denn ein Solches definiert (ausser in den Köpfen einiger macht- und kohlegeilen INdividuen)?-
Durch diese Entwicklung liefern wir uns doch bloss neuen Sachzwängen und Einschränkungen der individuellen Freiheit an´s Messer. :tongue:

Und sind die Daten erstmal gesammelt, so wird die Gesellschaft der Versuchung kaum widerstehen koennen, diese fuer andere Zwecke zu benutzen.

Auch hier wieder: Es ist nicht die Gesellschaft, sondern ein paar daraus persönlichen Nutzen ziehende Individuen. Warum aber soll das Bild der Gesellschaft denn stets durch ein paar Individuen bestimmt werden?-

Stell dir vor, der weisse Lieferwagen mit Ylenia waere auf einer Verkehrsleitkamera zu sehen gewesen - kannst du dir vorstellen, dass jemand in diesem Moment die Rechtmaessigkeit der Verwendung dieses Materials ueber das Interesse des Opfers gestellt haette? Ich bestimmt nicht, und ein Politiker wohl noch viel weniger. So laeuft das. Ich sehe da eine gewisse Unausweichlichkeit.

Ja, dieses Dilemma ist mir auch nicht fremd. Nur: Was ist wohl höher zu gewichten: Das Schicksal des Individuums, oder dasjenige einer Gesellschaft?- Was soll dereinst in den Geschichtsbüchern über unsere aktuelle Gesellschaft geschrieben sein. Dass Keiner dem Anderen mehr über den Weg traute und dass aus dieser Paranoia dann dank der technischen Möglichkeiten der Überwachungsstaat entstanden sei?- :tongue:

Und letztens: In einer Demokratur den Politikern die Schuld zu geben ist immer eine Selbstanklage.

Es war auch nicht meine Absicht, den Politikern hierfür die Schuld zu geben. Allerdings tragen sie nun mal durch ihr Amt eine grössere Verantwortung für die Entwicklung, als eine Mutter, die gerne ihr Kind rund um die Uhr durch irgendwelche Videokameras überwacht sehen würde ... ;)
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon parepidimos » Do 25. Okt 2007, 15:42

Original von Wolfi
Dann frage ich mich allerdings, warum die Wasserstoff- oder die Neutronenbombe noch nicht so eindrucksvoll zum Einsatz gekommen ist?- Diese Möglichkeiten bestünden ja auch ... ;)

Die Antwort haettest du dir eigentlich selber geben koennen: Es muessen hier demzufolge noch andere Prinzipien als nur die Machbarkeit am Werk sein. Zum Beispiel ein Quaentchen an Respekt fuer Menschenleben oder die Souveraenitaet anderer Staaten?

Das westliche Sicherheitsbedürfnis?- Wo ist denn ein Solches definiert (ausser in den Köpfen einiger macht- und kohlegeilen INdividuen)?-

Es ist faszinierend zu beobachten, mit welcher Leichtigkeit du ebendiese Kohle- und Machtgeilheit von dir weg auf andere schiebst.

Auch hier wieder: Es ist nicht die Gesellschaft, sondern ein paar daraus persönlichen Nutzen ziehende Individuen.

Was zu belegen waere. Welche Individuen? Welcher persoenliche Nutzen? Bis dahin ist das nur eine dumpfe Stammtischtheorie.

Nur: Was ist wohl höher zu gewichten: Das Schicksal des Individuums, oder dasjenige einer Gesellschaft?-

Das ist eine falsche Dichotomie. Eine Gesellschaft, welche sich ihrer Individuen nicht annimmt kann mE. keinen Anspruch stellen, eine Gesellschaft zu sein.

Es war auch nicht meine Absicht, den Politikern hierfür die Schuld zu geben.

Ich sehe: Du gibst zwar dauernd irgendwelchen "Individuen" die Schuld, aber wenn ich diese naeher zu identifizieren versuche, dann ziehst du den Schwanz ein. Komm schon, Wolfi: Wer bitteschoen soll es sein, der und mit der Sicherheitsproblematik im eigenen Interesse zu manipulieren versucht? Habe den Mut, deine Anklage konkret zu machen, und nicht bloss ein diffuses Netz von unbelegbaren Behauptungen und Theorien zu spinnen.

Allerdings tragen sie nun mal durch ihr Amt eine grössere Verantwortung für die Entwicklung, als eine Mutter, die gerne ihr Kind rund um die Uhr durch irgendwelche Videokameras überwacht sehen würde ... ;)

Die Mutter ist fuer ihren Wahlzettel verantwortlich, und dieser Wahlzettel produziert die Politiker, nach welcher die Mutter verlangt.
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Wolfi » Do 25. Okt 2007, 18:44

Hallo parepidimos

Es muessen hier demzufolge noch andere Prinzipien als nur die Machbarkeit am Werk sein. Zum Beispiel ein Quaentchen an Respekt fuer Menschenleben oder die Souveraenitaet anderer Staaten?

Respekt für Menschenleben oder die Sovueränität anderer Staaten?- Wie sieht´s denn damit in der Realität aus?- Gibt´s da nicht genug Beispiele dafür, dass wir damit nicht unbedingt bei Allen rechnen können (leider auch nicht mal bei all Jenen, die aktuell im Besitz solcher technologischen Errungenschaften sind)?! -

Das westliche Sicherheitsbedürfnis?- Wo ist denn ein Solches definiert (ausser in den Köpfen einiger macht- und kohlegeilen INdividuen)?-

Es ist faszinierend zu beobachten, mit welcher Leichtigkeit du ebendiese Kohle- und Machtgeilheit von dir weg auf Andere schiebst.

Und ich find´s faszinierend zu beobachten, wie Du meine Frage umschifft hast. ;)
Nein, ich schiebe sie nicht weg auf Andere: Ich habe diese Eigenschaften noch nie besessen (und das wäre doch wohl die Voraussetzung, um etwas weg schieben zu können). Ich kann/muss sie aber sehr wohl wahrnehmen.

Auch hier wieder: Es ist nicht die Gesellschaft, sondern ein paar daraus persönlichen Nutzen ziehende Individuen.

Was zu belegen waere. Welche Individuen? Welcher persoenliche Nutzen? Bis dahin ist das nur eine dumpfe Stammtischtheorie.

Nun, lieber Pare, wer könnte denn daraus (einem Überwachungsstaat) grossen Nutzen ziehen?- Der kleine Bürger?- Mach Dir doch mal ´ne Liste aus dem Nutzen, welcher für den kleinen Bürger daraus erwachsen würde und dann noch eine Liste, wo Du den Nutzen der grossen Fische fest hältst!
Mit diesem Schachzug von wegen "Krieg gegen Terroristen" nehmen sich doch die Grosskapitalisten geschickt aus der potenziell vorhandenen Schusslinie des kleinen Bürgers.
Gleichzeitig wird ihnen damit ein Machtinstrument in die Hände gelegt, von dem sie bislang nur träumen durften. :roll:
Soll ich Dir jetzt wirklich konkrete Namen liefern müssen?- Nimm doch lieber wieder mal ´ne Zeitung zur Hand oder schau Dir die Nachrichten im Fernsehen an. :P ;)

Nur: Was ist wohl höher zu gewichten: Das Schicksal des Individuums, oder dasjenige einer Gesellschaft?-

Das ist eine falsche Dichotomie. Eine Gesellschaft, welche sich ihrer Individuen nicht annimmt kann mE. keinen Anspruch stellen, eine Gesellschaft zu sein.


Ha, endlich wieder mal ein cooles Fremdwort. Ich kann noch nicht mal beurteilen, ob Du´s auch richtig verwendet hast. :?
Aber von wegen sich der Gesellschaft annehmen: Ich habe mal irgendwo gehört, dass eine Gesellschaft, der man sich wirklich annehmen könnte, bloss eine Grösse von etwa max. 2000 Personen haben könnte...
Wie weit sollte sich denn ein Staat seinen Individuen annehmen?- Sollte das wirklich so weit gehen, dass er Dich mit Kameras und Lauschangriffen bespitzeln darf?- Sorry, aber mir kommt unwillkürlich die ehemalige "Däderädää" in den Sinn. :tongue:
Keine Frage, kriminelle Elemente sollen bespitzelt werden dürfen. Aber so breit gestreut, wie nun mal Kameras (und bestimmt auch Abhörgeräte) zum Einsatz kommen, schiesst das doch weit über das, was vernünftig vertretbar ist, hinaus.


Es war auch nicht meine Absicht, den Politikern hierfür die Schuld zu geben.

Ich sehe: Du gibst zwar dauernd irgendwelchen "Individuen" die Schuld, aber wenn ich diese naeher zu identifizieren versuche, dann ziehst du den Schwanz ein. Komm schon, Wolfi: Wer bitteschoen soll es sein, der und mit der Sicherheitsproblematik im eigenen Interesse zu manipulieren versucht? Habe den Mut, deine Anklage konkret zu machen, und nicht bloss ein diffuses Netz von unbelegbaren Behauptungen und Theorien zu spinnen.


Ich habe Dir ein paar Tipps gegeben, wie Du Dir selber eine Namenliste zusammen schustern kannst. Ich halte Dich für durchaus fähig, Dir Deine obige Frage selber beantworten zu können. Du müsstest es bloss wollen ... :P :)

Allerdings tragen sie nun mal durch ihr Amt eine grössere Verantwortung für die Entwicklung, als eine Mutter, die gerne ihr Kind rund um die Uhr durch irgendwelche Videokameras überwacht sehen würde ... ;)

Die Mutter ist fuer ihren Wahlzettel verantwortlich, und dieser Wahlzettel produziert die Politiker, nach welcher die Mutter verlangt.

Die Mutter trägt die Verantwortung für ihren einen Wahlzettel. Für wieviele Wahlzettel hätte nach der Wahl denn ein Politiker die Verantwortung zu tragen?- Oder ist das nun auch wieder eine falsche Dichotomie? - ;)
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Such_Find » Do 25. Okt 2007, 19:05

@Wolfi - Hallo :)
Aber von wegen sich der Gesellschaft annehmen: Ich habe mal irgendwo gehört, dass eine Gesellschaft, der man sich wirklich annehmen könnte, bloss eine Grösse von etwa max. 2000 Personen haben könnte...
Wir leben immer in einem Dörfli, egal wie weit/schnell wir reisen können...
Mit diesem Schachzug von wegen "Krieg gegen Terroristen" nehmen sich doch die Grosskapitalisten geschickt aus der potenziell vorhandenen Schusslinie des kleinen Bürgers.
Gleichzeitig wird ihnen damit ein Machtinstrument in die Hände gelegt, von dem sie bislang nur träumen durften.
Interessant finde ich wenn nur aufgrund von Kriegsgerüchten der Ölpreis hochgesetzt wird, das ist ja wie eine Gelddruckmaschine - die wären ja blöd wenn sie nicht für Beinahe-Kriege sorgen würden...
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
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Re: "Big Brother is watching you!"

Beitragvon Grasy » Do 25. Okt 2007, 23:40

Original von Mustikka
Ich denke, dass ist ein sehr zwiespältiges Thema. Wenn man einmal selbst bzw. durch einen Bekannten erlebt hat, was es heißt, Opfer eines Verbrechens zu werden, fängt man schonmal an, über die Vorteile gewisser Kontrollen nachzudenken.


Wenn man aber durch gewisse Kontrollen irgendwann einmal ein Opfer von Verbrechen wird dann könnte man schon wieder darüber nachdenken.

Videoüberwachung ist ein sehr mächtiges Instrument. Es fängt doch vieles einmal klein an. Die Geschichte hat gezeigt daß es nicht nur eine regierende Macht gab welche furchtbare Dinge vollbrachte. Konnten diese das immer von Anfang an ohne daß die Gesellschaft daran gewöhnt oder Schritt für Schritt vorgeschoben wurde? Hat das immer alles auf einen Schlag voll eingesetzt? Ist Hitler z.B. sofort losgerannt und sagte, wenn ihr mich wählt dann überfallen wir gleich mal Polen und bringen die Juden um? Wenn man aber die Türe einmal geöffnet hat ist´s manchmal schwer sie wieder zu schliessen. Stellt euch mal vor ihr wärt Jude und würdet im Nazi-deutschland leben wo vor 20 Jahren überall Kameras platziert wurden.
Man sollte sich vielleicht im vorhinein schon überlegen was es wirklich nützt, was es kostet und was es kosten könnte und ob es das wirklich wert ist.

Ich stehe der ganzen Sache sehr kritisch gegenüber. Es ist ja bitte nicht so daß man Menschen besser macht wenn man überall Kameras hinpflanzt. Sünde lässt sich nicht durch Kameras besiegen. Sogar in Gefängnissen wo die Menschen stark überwacht und eingeschränkt werden passieren Verbrechen.

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Re:

Beitragvon Wolfi » Fr 26. Okt 2007, 09:56

Hallo Grasy

Wenn man aber durch gewisse Kontrollen irgendwann einmal ein Opfer von Verbrechen wird dann könnte man schon wieder darüber nachdenken.

Muss man denn immer erst persönlich von etwas betroffen sein, bevor man sich Gedanken zu etwas macht?

Stellt euch mal vor ihr wärt Jude und würdet im Nazi-deutschland leben wo vor 20 Jahren überall Kameras platziert wurden.

Nazi-Deutschland vor 20 Jahren?- Hmmm ...
Und der Boom mit Kameras konnte ja auch erst los gehen, seit Kameras günstiger produziert werden können. Vor 20 Jahren noch wäre dies wohl kaum in dem Ausmass wie heute denkbar gewesen.

Man sollte sich vielleicht im vorhinein schon überlegen was es wirklich nützt, was es kostet und was es kosten könnte und ob es das wirklich wert ist.

Was ja eigentlich mit der Eröffnung dieses Threads eine meiner Kernabsichten gewesen wäre ...

Sünde lässt sich nicht durch Kameras besiegen. Sogar in Gefängnissen, wo die Menschen stark überwacht und eingeschränkt werden. passieren Verbrechen.

Ja, die "Sünde" müsste im Kopf besiegt werden. Nur ist das leider ein Ding, welches nicht ein Jeder anstrebt. Und das wäre wohl die Voraussetzung für einen wahren Sieg, nicht? -
Wenn nun aber die Sünde nicht so einfach zu besiegen ist?- Was dann?- Was für Massnahmen sind denn dann angebracht, um sich vor "Sündern" zu schützen?- Sollen wir uns denn überhaupt vor Sündern schützen, oder ist es vielleicht gar unsere Aufgabe/unsere Pflicht, uns diesen Sündern hie und da, wenn das Schicksal es von uns verlangt, zu stellen?- Führt das Aufstellen von Kameras und die noch rigoroseren Kontrollen nicht bloss noch zu mehr gesellschaftlicher Apathie?-
lg, wolfi
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Re:

Beitragvon Grasy » Sa 27. Okt 2007, 00:47

Original von Wolfi
Stellt euch mal vor ihr wärt Jude und würdet im Nazi-deutschland leben wo vor 20 Jahren überall Kameras platziert wurden.

Nazi-Deutschland vor 20 Jahren?- Hmmm ...
Und der Boom mit Kameras konnte ja auch erst los gehen, seit Kameras günstiger produziert werden können. Vor 20 Jahren noch wäre dies wohl kaum in dem Ausmass wie heute denkbar gewesen.


So war´s nicht gemeint Wolfi. Wenn wir heute in einem hypothetischem Nazideutschland als Juden leben würden, in dem schon vor vielen Jahren Kameras platziert wurden, wie würden wir das Angesichts der Verfolgung die es da gab, dann finden?
Das war nur ein Beispiel und sollte übertragen werden auf das hier und jetzt. Keiner von uns weiß was in 20 Jahren alles passiert und wer dann an der Macht ist.



Sünde lässt sich nicht durch Kameras besiegen. Sogar in Gefängnissen, wo die Menschen stark überwacht und eingeschränkt werden. passieren Verbrechen.

Ja, die "Sünde" müsste im Kopf besiegt werden.


Der Kopf ohne den Herrn Jesus taugt zur Sündenbekämpfung allein nicht viel. Unter Sünde verstehe ich nicht nur das was man tut sondern in gewissem Sinne auch einen Zustand getrennt von Gott.



Führt das Aufstellen von Kameras und die noch rigoroseren Kontrollen nicht bloss noch zu mehr gesellschaftlicher Apathie?-


Ich bin absolut kein Freund davon überall Kameras aufzustellen, weil ich meine daß hier ein zu mächtiges Werkzeug geschaffen wird das zu leicht missbraucht werden kann und im Gegenzug nur wenig Nutzen bringt (ich schreibe nicht daß es gar keinen Nutzen bringt).


Mfg,
Grasy
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Re:

Beitragvon Kantate » Sa 27. Okt 2007, 07:54

Original von Grasy
Stellt euch mal vor ihr wärt Jude und würdet im Nazi-deutschland leben wo vor 20 Jahren überall Kameras platziert wurden.





Mit dieser Aussage handelst du dir richtig Ärger ein. :x
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Re:

Beitragvon Grasy » Sa 27. Okt 2007, 21:33

Original von Kantate
Original von Grasy
Stellt euch mal vor ihr wärt Jude und würdet im Nazi-deutschland leben wo vor 20 Jahren überall Kameras platziert wurden.





Mit dieser Aussage handelst du dir richtig Ärger ein. :x


Ich verstehe nicht warum du dich hier ärgerst? Das ist ein hypothetisches Beispiel welches die Gefahr aufzeigen soll die ein solches Kamerasystem im Missbrauchsfall birgt. Es ist doch eine Tatsache daß damals Juden erbittert verfolgt wurden. Damals gab´s diese Kamerasysteme aber zum Glück nicht. Also stell dir vor die hätte es schon damals gegeben (und wie verheerend daß gewesen sein könnte). Heute aber wird unter dem Vorwand von irgend einer "Bösenbekämpfung" dieses System schöngeredet, ein System das sehr leicht missbraucht werden kann. Gibt´s eine weitere Judenverfolgung in der Geschichte? Ich weiß es nicht und hoffe es auch nicht. Aber ich bin mir gewiss daß der Antichrist kommen wird.
Ich hätte auch Stalin und Russland als Beispiel nehmen können mit den Opfern: Christen, Juden, Moslims. Ich denke die wurden alle drei weggesperrt (die Christen ganz bestimmt) und Lenin und/oder das Volk zum Gott erklärt und der Atheismus quasi zur "Staatsreligion". Der Glaube an Gott hatte auszusterben und auf ein -ja- (zum Glauben) hin wurden die Menschen zu 25 Jahren Zwangsarbeiterlager verurteilt (wenn man sie mal hatte).
Verfolgung gab´s auch ohne die Kameras und die war heftig. Das alles waren Greuel an den Menschen.
Folgendes Schema: Irgendjemand kam (warum auch immer) an die Macht (ob´s von vorherein bedrohlich aus sah oder nicht) und dann wurde umgesetzt was diesem Menschen gutdünkte. Daß die Menschen seit dem sündloser wurde denke ich absolut gar nicht. Also halte ich so ein Kamerasystem für überaus gefährlich mit - nochmal - sehr wenig Nutzen.
Denn wenn wir und/oder jemand anderes (vergleiche Hitler, Stalin, ...) mal in der bedrohlichen Lage sein sollten irgend einem System ein Dorn im Auge zu sein (warum auch immer) wären diese Kameras zusätzlich gegen uns gerichtet.

Oder anders ausgedrückt: Ich denke so ein System könnte uns etwas gegen die "kleinen Schurken" helfen die sicher auch einigen Schaden anzurichten in der Lage sind, aber wir können nicht garantieren daß nicht auch wieder einmal mit Trompeten unt Trara "grosse Schurken" kommen die dann nicht hunderte mit einer Bombe in die Luft jagen wollen, sondern mit Hilfe eines solchem Systems dann millionen Menschen verfolgen und ausradieren suchen.

Ich fürchte es leben heute nur noch sehr wenige Menschen die wie Corrie Ten Boom mithalfen Juden in Holland vor den Besatzern zu verstecken. Was meinst du würden solche Menschen heute zu so einem System sagen?
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Re:

Beitragvon Kantate » Sa 27. Okt 2007, 21:43

Original von Grasy
Original von Kantate
Original von Grasy
Stellt euch mal vor ihr wärt Jude und würdet im Nazi-deutschland leben wo vor 20 Jahren überall Kameras platziert wurden.





Mit dieser Aussage handelst du dir richtig Ärger ein. :x


Ich verstehe nicht warum du dich hier ärgerst? Das ist ein hypothetisches Beispiel welches die Gefahr aufzeigen soll die ein solches Kamerasystem im Missbrauchsfall birgt. Es ist doch eine Tatsache daß damals Juden erbittert verfolgt wurden. Damals gab´s diese Kamerasysteme aber zum Glück nicht. Also stell dir vor die hätte es schon damals gegeben (und wie verheerend daß gewesen sein könnte). Heute aber wird unter dem Vorwand von irgend einer "Bösenbekämpfung" dieses System schöngeredet, ein System das sehr leicht missbraucht werden kann. Gibt´s eine weitere Judenverfolgung in der Geschichte? Ich weiß es nicht und hoffe es auch nicht. Aber ich bin mir gewiss daß der Antichrist kommen wird.
Ich hätte auch Stalin und Russland als Beispiel nehmen können mit den Opfern: Christen, Juden, Moslims. Die wurden alle drei weggesperrt und Lenin und/oder das Volk zum Gott erklärt und der Atheismus quasi zur "Staatsreligion". Der Glaube an Gott hatte auszusterben und auf ein -ja- (zum Glauben) hin wurden die Menschen zu 25 Jahren Zwangsarbeiterlager verurteilt (wenn man sie mal hatte).
Verfolgung gab´s auch ohne die Kameras und die war heftig. Das alles waren Greuel an den Menschen.
Folgendes Schema: Irgendjemand kam (warum auch immer) an die Macht (ob´s von vorherein bedrohlich aus sah oder nicht) und dann wurde umgesetzt was diesem Menschen gutdünkte. Daß die Menschen seit dem sündloser wurde denke ich absolut gar nicht. Also halte ich so ein Kamerasystem für überaus gefährlich mit - nochmal - sehr wenig Nutzen.
Denn wenn wir und/oder jemand anderes (vergleiche Hitler, Stalin, ...) mal in der bedrohlichen Lage sein sollten irgend einem System ein Dorn im Auge zu sein (warum auch immer) wären diese Kameras zusätzlich gegen uns gerichtet.

Ich fürchte es leben heute nur noch sehr wenige Menschen die wie Corrie Ten Boom mithalfen Juden in Holland vor den Besatzern zu verstecken. Was meinst du würden solche Menschen heute zu so einem System sagen?


Ich fand deine Aussage unter der Gürtellinie. Wir sind kein Nazi-Deutschland mehr. Und bei uns leben sehr viele Juden die sich pudelwohl hier fühlen. Auch wenn du das vielleicht nicht verstehst. Aber so ####### Aussagen wie "Nazi-Deutschland" und "Überwachungsstaat" - auch wenn du da andere Worte benutzt bringen mich auf die Palme und machen mich stinksauer. Und auch vor 20 Jahren haben schon Juden bei uns gelebt und sich wohlgefühlt. Hallo!!! Der Krieg ist schon ein paar Tage länger vorbei. Ich weiß ja nicht wie alt du bist. Aber das sollte auch bis zu dir durchgedrungen sein. Und es gab genug Deutsche die während des Krieges ihr Leben riskiert haben weil sie Juden versteckt haben.

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Beitragvon Grasy » Sa 27. Okt 2007, 22:12

Original von Kantate
Ich fand deine Aussage unter der Gürtellinie.


Wieso? Weil sie die Menschen nicht so rosarot zeichnet als ob wir jetzt alle so viel aus der Geschichte gelernt hätten daß wir mit bestimmter Gewissheit sagen könnten daß solche Dinge nie wieder kommen?



Wir sind kein Nazi-Deutschland mehr.


Hier geht´s doch nicht nur um Nazi-Deutschland. Meinst du denn die Bibel lügt wenn sie davon spricht daß der Antichrist kommt? Oder haben wir den durch Humanismus längst vorgebeugt? Ob der nächste Tyrann der Antichrist sein wird ist längst nicht gesagt - ebenso wenig wer dann die Opfer sein werden. Jugoslawien ist nicht weit weg und liegt auch nicht so lange zurück.



Aber so ####### Aussagen wie "Nazi-Deutschland" und "Überwachungsstaat" - auch wenn du da andere Worte benutzt bringen mich auf die Palme und machen mich stinksauer.


Nazi-Deutschland hat´s gegeben wie auch eine Judenverfolgung. Zu was der Mensch damals fähig war hat er ja demonstriert. Das kann man nicht einfach schönreden indem wir uns auf die Schulter klopfen und sagen die Menschen heute sind da sicher drüber weg. Hast du in der Schrift irgendwo einen Hinweis daß das Leben hier immer besser wird und die Menschen immer liebevoller bevor Jesus kommt?

"Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.
Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich,
lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unkeusch, wild, ungütig,
Verräter, Frevler, aufgeblasen, die mehr lieben Wollust denn Gott,
die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide." (2.Tim 3:1-5 - Lut1912)

"Ihr werdet hören Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschreckt euch nicht. Das muß zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da.
Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich gegen das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder.
Da wird sich allererst die Not anheben.
Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr müßt gehaßt werden um meines Namens willen von allen Völkern.
Dann werden sich viele ärgern und werden untereinander verraten und werden sich untereinander hassen.
Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verführen.
und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten.
Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.
Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen." (Mt 24:6-14 - Lut1912)

"Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens,
der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott.
Gedenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war?
Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbart werde zu seiner Zeit.
Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden;
und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der HERR umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen,
ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern
und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden." (2.Thess 2:3-10 - Lut1912)



Und auch vor 20 Jahren haben schon Juden bei uns gelebt und sich wohlgefühlt. Hallo!!! Der Krieg ist schon ein paar Tage länger vorbei.


Auch das römische Reich liegt schon eine Weile zurück. Haben denn die Menschen nicht daraus "gelernt"? Nützt es etwas für die Zukunft wenn man auf ein paar friedliche Jahre in der Vergangenheit verweist?



Und es gab genug Deutsche die während des Krieges ihr Leben riskiert haben weil sie Juden versteckt haben.


In der Tat die gab es - doch haben sie wohl nicht verhindern können daß Millionen starben - und die mussten zudem noch in keinem Staat leben der da schon total verkabelt war.


So oder so - ich denke durch unser diskutieren hier werden wir den Antichrist eh nicht verhindern.


Mfg,
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Re:

Beitragvon Kantate » Sa 27. Okt 2007, 22:53

Ich will dir mal was sagen Grasy,

kein Mensch hier in Deutschland würde ernsthaft behaupten dass es den Holocaust nicht gegeben hat. Aber wir haben es satt, dass es uns ständig und immer wieder aufs Butterbrot geschmiert wird. Ich bin ein Nachkriegskind. Ich habe weder Juden vergast noch Bomben geworfen. D.h. ich habe überhaupt nichts mit dem Krieg zu tun. Was aber nicht heißt dass ich nicht wachsam bin, damit es nicht wieder passiert. Und was, bitteschön, hat der Antichrist mit Deutschland zu tun?

Du willst keine Überwachung? Nun, seit die großen Plätze und U-Bahnstation videoüberwacht sind ist die Kriminalität dort um 80% zurückgegangen.
Gestern wurden 3 Islamisten hier bei uns verhaftet - dank Überwachung - die sich bereits 3 Ziel in Deutschland ausgesucht hatten. Und es hätte 1000de von Toten gegeben.

Nicht jeder und alles wird überwacht hier. Aber wo es nötig ist wird es getan und ich habe da auch keine Probleme mit. Mir ist mein Leben und das Leben meiner Familie und meiner Mitmenschen sehr wichtig und lieb. Und wenn es geschützt werden muss durch Überwachung, dann muss es so sein.
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Re:

Beitragvon Grasy » Sa 27. Okt 2007, 23:24

Original von Kantate
Aber wir haben es satt, dass es uns ständig und immer wieder aufs Butterbrot geschmiert wird.


Um die Vergangenheit geht´s doch hier gar nicht primär Kantate. Es geht um die Zukunft.



Ich bin ein Nachkriegskind. Ich habe weder Juden vergast noch Bomben geworfen.


Und was willst du damit meinen? Daß alle Menschen sich zum besseren gewandt haben und ab sofort ohne Sünde sind (oder viel weniger)? Daß niewieder eine Macht kommt die andere verfolgt?



Was aber nicht heißt dass ich nicht wachsam bin, damit es nicht wieder passiert.


Wie willst du den Antichrist verhindern? Indem du wachsam bist? Was nützte es denen in Jugoslawin daß der Holocaust zurücklag wenn dann viele Jahre danach dort die Greuel verübt wurden?



Nun, seit die großen Plätze und U-Bahnstation videoüberwacht sind ist die Kriminalität dort um 80% zurückgegangen.


Dort ist sie vielleicht zurückgegangen. Daß sie ein wenig nützt hab ich ja nicht bestritten.



Gestern wurden 3 Islamisten hier bei uns verhaftet - dank Überwachung - die sich bereits 3 Ziel in Deutschland ausgesucht hatten. Und es hätte 1000de von Toten gegeben.


Ich bleibe bei meiner Meinung. Wenn wir das Land immer mehr verkabeln und mit Videokameras versehen, dann können wir kleine Schurken vielleicht manchmal leichter fangen und tausend Tote heute vermeiden - mit dem Preis daß mit Hilfe des selben Mittels vielleicht in 5, 10 oder 20 Jahren leichter Millionen verfolgt werden können. Auch damals hat man Terroristen Dingfest gemacht und trotz Videokameras wird man Terroristen wohl niemals ganz ausschliessen können.



Nicht jeder und alles wird überwacht hier. Aber wo es nötig ist wird es getan und ich habe da auch keine Probleme mit.


Und wenn man damit nur den Schaden woanders hinschiebt? Die Menschen die von Hass und Bitterkeit durchtränkt sind oder die von anderen aus ihrer Sicht verletzt wurden und brodeln, oder die durch eine Ideologie der Meinung sind überall sind Feinde die man in die Luft jagen muss, werden ja wegen Überwachung nicht automatisch zufriedener, glücklicher oder friedfertiger? Auch Terroristen sind ja nicht dumm und gehen immer gerade dort hin wo die meiste Überwachung ist. Dann kracht es halt vielleicht das nächste mal ein paar Meter weiter - oder jemand setzt noch mehr sein Leben auf´s Spiel für irgend eine Sache. Ich finde Überwachung im kleinem Rahmen ok. Wenn man aber sagt das soll den Terrorismus bekämpfen dann ist´s entweder eine begrenzte lokale Angelegenheit die man schützt oder aber die Überwachung muss so weit gehen daß man kaum noch was auslässt das überwacht wird.


Ein Staat mit einem Tyrannen an der Macht kann - je nachdem wie weit die Überwachung getrieben wird - vielleicht nicht nur ein paar Terroristen leichter bekämpfen und möglicherweise einen Anschlag verhindern der tausenden das Leben rettet, sondern er kann dieses Instrument gegen millionen von Menschen anwenden um diese zu verfolgen. Und das können wir nicht verhindern indem wir die Menschen heute irgendwie übertünchen und sagen die sind ja doch ganz hübsch und über das Böse hinweg.
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Beitragvon Wolfi » So 28. Okt 2007, 07:12

Moin Kantate

Und es gab genug Deutsche die während des Krieges ihr Leben riskiert haben weil sie Juden versteckt haben.


Nun, mit dieser Aussage könntest Du Dir aber auch ganz schön Ärger einhandeln ... ;)
lg, wolfi
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Re:

Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 07:43

Original von Wolfi
Moin Kantate

Und es gab genug Deutsche die während des Krieges ihr Leben riskiert haben weil sie Juden versteckt haben.


Nun, mit dieser Aussage könntest Du Dir aber auch ganz schön Ärger einhandeln ... ;)
lg, wolfi


Ach!!! Was willst du tun Wolfi? Mich noch nachträglich an die Wand stellen und standrechtlich erschießen lassen weil auch meine Familie zu denen gehört hat die Juden versteckt hat, die den ganz Krieg in seiner Sinnlosigkeit mit einem irren Diktator z.K. fand?

Was soll ich davon halten wenn heute die Altnazis und deren Nachkommen unbehelligt in den USA und zum Teil auch in der Schweiz und anderen Ländern "unerkannt" ihr Leben genießen können und von da aus ihr Unwesen treiben dürfen ohne dass jemand einschreitet weil sie jetzt "gute Menschen" und unauffällig sind und sich ihrer Verantwortung entziehen?

Vielleicht braucht ihr in der Schweiz ja keine Überwachung weil die Welt so heil ist bei euch. Hier bei uns und in anderen Staaten brennt sie. Und ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit als mein Ehemann nachts nicht nach Hause kam weil mal wieder eine Terroristenfahndung anstand und er sich nicht melden konnte weil es Handys noch nicht gab. Wo ich mit den Kindern zu Hause saß und verrückt wurde vor Angst, die nächste Ehefrau zu sein an deren Tür die Kollegen klopften mit Tränen in den Augen und dem Satz auf den Lippen, "Es tut uns leid. Aber dein Mann wurde heute Nacht erschossen von Terroristen." Ich weiß nicht auf wievielen Kollegenbeerdigungen wir waren damals.

Oh ja, seid wachsam. Und wenn es sein muss mit Hilfe von Videokameras.
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Beitragvon Wolfi » So 28. Okt 2007, 08:05

Moin Kantate

Ach!!! Was willst du tun Wolfi? Mich noch nachträglich an die Wand stellen und standrechtlich erschießen lassen weil auch meine Familie zu denen gehört hat die Juden versteckt hat, die den ganz Krieg in seiner Sinnlosigkeit mit einem irren Diktator z.K. fand?

Schön zu sehen, dass Du noch die Alte bist! :) Jetzt komm aber bitte wieder auf den Teppich und lies doch noch mal, was Du geschrieben hast! Du sagtest, es habe genug Deutsche gegeben. Wenn ich nachlese, wieviele damals umgebracht wurde, kann ich doch nicht sagen, dass es genug gegeben hätte. Verstehst Du jetzt, worauf ich anspielte?- ;)

Was soll ich davon halten wenn heute die Altnazis und deren Nachkommen unbehelligt in den USA und zum Teil auch in der Schweiz und anderen Ländern "unerkannt" ihr Leben genießen können und von da aus ihr Unwesen treiben dürfen ohne dass jemand einschreitet weil sie jetzt "gute Menschen" und unauffällig sind und sich ihrer Verantwortung entziehen?

Nun ja, derweil dürfte es wirklich nicht mehr allzuviele davon geben. Diese Kriminellen müssten ja inzwischen wohl weit über 80 Jahre alt sein ...

Vielleicht braucht ihr in der Schweiz ja keine Überwachung weil die Welt so heil ist bei euch. Hier bei uns und in anderen Staaten brennt sie.

Ja, wir haben hier in der Schweiz tatsächlich eine Puppenstube, wenn wir´s mit dem Ausland vergleichen. Und trotzdem kannst Du die Gefahr, welche nun mal im Aufbau eines solchen Überwachungssystems steckt, nicht einfach unter den Teppich kehren.
Es ist ein Abwägen, was nun wohl "besser" ist. Und hat uns nicht die Geschichte gelehrt, dass der Mensch noch jede Erfindung im Positiven, wie leider auch im Negativen genutzt hat?-
Also vorschnell "ja" zu einer rigorosen Überwachung zu sagen, scheint mir genauso fatal zu sein, wie sie rundweg abzulehnen.
lg, wolfi
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Re:

Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 08:37

Original von Wolfi
Moin Kantate

Ach!!! Was willst du tun Wolfi? Mich noch nachträglich an die Wand stellen und standrechtlich erschießen lassen weil auch meine Familie zu denen gehört hat die Juden versteckt hat, die den ganz Krieg in seiner Sinnlosigkeit mit einem irren Diktator z.K. fand?

Schön zu sehen, dass Du noch die Alte bist! :) Jetzt komm aber bitte wieder auf den Teppich und lies doch noch mal, was Du geschrieben hast! Du sagtest, es habe genug Deutsche gegeben. Wenn ich nachlese, wieviele damals umgebracht wurde, kann ich doch nicht sagen, dass es genug gegeben hätte. Verstehst Du jetzt, worauf ich anspielte?- ;)

Was soll ich davon halten wenn heute die Altnazis und deren Nachkommen unbehelligt in den USA und zum Teil auch in der Schweiz und anderen Ländern "unerkannt" ihr Leben genießen können und von da aus ihr Unwesen treiben dürfen ohne dass jemand einschreitet weil sie jetzt "gute Menschen" und unauffällig sind und sich ihrer Verantwortung entziehen?

Nun ja, derweil dürfte es wirklich nicht mehr allzuviele davon geben. Diese Kriminellen müssten ja inzwischen wohl weit über 80 Jahre alt sein ...

Vielleicht braucht ihr in der Schweiz ja keine Überwachung weil die Welt so heil ist bei euch. Hier bei uns und in anderen Staaten brennt sie.

Ja, wir haben hier in der Schweiz tatsächlich eine Puppenstube, wenn wir´s mit dem Ausland vergleichen. Und trotzdem kannst Du die Gefahr, welche nun mal im Aufbau eines solchen Überwachungssystems steckt, nicht einfach unter den Teppich kehren.
Es ist ein Abwägen, was nun wohl "besser" ist. Und hat uns nicht die Geschichte gelehrt, dass der Mensch noch jede Erfindung im Positiven, wie leider auch im Negativen genutzt hat?-
Also vorschnell "ja" zu einer rigorosen Überwachung zu sagen, scheint mir genauso fatal zu sein, wie sie rundweg abzulehnen.
lg, wolfi



Tut mir leid Wolfi, aber bei diesem Thema kann ich schwer "auf dem Teppich" bleiben. Vor allem dann wenn ich Leute hören die sagen, dass Hitler auch Gutes bewirkt hat weil er schließlich Autobahnen gebaut hat und damit die Arbeitslosen von der Straße geholt hat. Oder eine Fernsehmoderatorin das Muttersein der Nazizeit glorifiziert. Dann kriege ich das K######. Dann packt mich die kalte Wut.
Ja, es haben nicht genug Deutsche den Aufstand geprobt. Du hattest aber auch nicht viele Möglichkeiten. Entweder dem Führer folgen oder erschossen werden. Das waren die Möglichkeiten die du hattest. Und sonst gar nichts.

Einer unserer Söhne hatte einen Kumpel der kam eines Tages mit Springerstiefeln und dem großen Verdienstkreuz am Bande bei uns an. Mein Sohn verstand überhaupt nicht warum ich diesen Knaben rausgeworfen hatte. Heute sitzt der junge Mann im Knast wegen Volksverhetzung. Ich habe mir meinen Sohn geschnappt und bin mit ihm ins Konzentrationslager in Hamburg gefahren wo er mit einem Überlebenden sprechen konnte. Ich habe meinen Sohn selten in der Öffentlichkeit weinen sehen. Da hat er Rotz und Wasser geheult. Er stand regelrecht unter Schock. Und er hat nie wieder ein Wort mit seinem Kumpel geredet.

Vielleicht gibt es keine Altnazis mehr oder nur noch uralte. Aber ihre Nachkommen verbreiten den gleichen Mist wie ihre Eltern. Aus den USA kommt jedes Jahr eine sehr alte Jüdin und besucht die Schulen hier und spricht mit den Schülern. Und erzählt was damals geschah. Und unsere Kinder sind geschockt weil das noch etwas anderes ist als das was in Büchern steht oder Lehrer erzählen.

Glaube bitte nicht dass ich bedingungslos "ja" sage zu Videoüberwachungen. Da sind auch noch ganz viele Gesetze davor. Die Vergangenheit und jetzt die neuesten Ereignisse haben aber gezeigt dass es an einigen Punkten dringend notwendig ist.

Groß im Gespräch bei unserer Regierung ist die Computerüberwachung. LOL dann bin ich dann ja wohl auch ein Kandidat. Ich schreibe auch Emails an Menschen die dem Islam angehören, die aber alles andere als Terroristen sind. Da kann ich nur sagen, "Herzlich willkommen lieber Staat auf meinem Rechner. Vielleicht bekehre ich ja noch manchen Staatsschnüffler zum christlichen Glauben" :D
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Re:

Beitragvon bigbird » So 28. Okt 2007, 12:29

Hallo Wolfi und Kantate

Ich denke, wenn ihr euch schön sauber ans Thema haltet, könnt ihr beide auf dem Teppich bleiben.

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Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re:

Beitragvon Wolfi » So 28. Okt 2007, 16:05

@bb: Ich weiss gar nicht, was Du hast?- Kantate hat doch recht mit dem, was sie jetzt ergänzend noch geschrieben hat. Und wie sie da mit ihrem Pubertierenden reagiert hat, als dies mal ein direktes Thema wurde, ist doch klasse, findest Du nicht?-

@Kantate:
Ist schon klar, dass zu jener Nazi-Zeit extrem viel Zivilcourage verlangt war, um zum Feind gestempelten Menschen Unterschlupf zu bieten. Aber Du hättest mir ja trotzdem recht geben können für die von mir angebrachte Kritik von wegen "genug"...
Aber wie dem auch sei. Damals gab´s jedenfalls noch die Möglichkeit, Jemanden heimlich bei sich aufzunehmen. Bei dem nun geplanten Überwachungsnetz jedoch, wäre ein solcher Versuch glatter Selbstmord. Eben: "Big Brother is watching you."-
Solange der "Grosse Bruder" ein lieber und weiser Bruder ist, okay, Überwachung kein Problem. Was aber, wenn diese Instrumente in die Hände solcher fallen, welche nun mal nichts Gutes im Schilde führen?-

Aber um Dich noch etwas mehr zu verwirren: Ich seh´s eigentlich auch so, dass es gesünder wäre, mit Überwachung zu leben, als ohne sie. Und zudem belieben wir (meine Freundin und ich) zu sagen: Erst schreien, wenn´s weh tut. Schon traurig, dass wir gesellschaftlich schon so weit verkommen sind. :( :x

Gestern habe ich übrigens zufälligerweise auf einem Privatsender mitgekriegt, wie die deutschen Automobilisten inzwischen am Boden und aus der Luft überwacht werden. Ist ja echt stark! 8-) Die haben zum Beispiel ein Gerät, welches sämtliche Nummernschilder beim Vorbeifahren auf ihre Gültigkeit überprüft. Ist da also in der Zentrale irgendwas Negatives über den Wagenhalter gespeichert, wird sofort die Verfolgung aufgenommen und der Fahrer gestellt. So kämen sie auch immer wieder Jenen auf die Schliche, welche die Verkehrsgebühr nicht bezahlt hätten. So sollen in Deutschland etwa 680´000 Fahrzeughalter ohne gültige Versicherung unterwegs sein. Ist echt krass. :shock: Ich glaube nicht, dass wir´s da prozentual auch auf so Viele bringen hier in der Schweiz. Weiss vielleicht Jemand, der hier mitliest genauere Zahlen darüber?-

Also, bb: Schön zurück lehnen und cool bleiben. Kantate und ich haben doch derweil gelernt, klar zu kommen miteinander. (sind ja nicht Alle so schwierig, wie Pietà zum Beispiel ... :baby: )
lg, wolfi
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Re:

Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 16:33

Original von Wolfi
@bb: Ich weiss gar nicht, was Du hast?- Kantate hat doch recht mit dem, was sie jetzt ergänzend noch geschrieben hat. Und wie sie da mit ihrem Pubertierenden reagiert hat, als dies mal ein direktes Thema wurde, ist doch klasse, findest Du nicht?-

@Kantate:
Ist schon klar, dass zu jener Nazi-Zeit extrem viel Zivilcourage verlangt war, um zum Feind gestempelten Menschen Unterschlupf zu bieten. Aber Du hättest mir ja trotzdem recht geben können für die von mir angebrachte Kritik von wegen "genug"...
Aber wie dem auch sei. Damals gab´s jedenfalls noch die Möglichkeit, Jemanden heimlich bei sich aufzunehmen. Bei dem nun geplanten Überwachungsnetz jedoch, wäre ein solcher Versuch glatter Selbstmord. Eben: "Big Brother is watching you."-
Solange der "Grosse Bruder" ein lieber und weiser Bruder ist, okay, Überwachung kein Problem. Was aber, wenn diese Instrumente in die Hände solcher fallen, welche nun mal nichts Gutes im Schilde führen?-

Aber um Dich noch etwas mehr zu verwirren: Ich seh´s eigentlich auch so, dass es gesünder wäre, mit Überwachung zu leben, als ohne sie. Und zudem belieben wir (meine Freundin und ich) zu sagen: Erst schreien, wenn´s weh tut. Schon traurig, dass wir gesellschaftlich schon so weit verkommen sind. :( :x

Gestern habe ich übrigens zufälligerweise auf einem Privatsender mitgekriegt, wie die deutschen Automobilisten inzwischen am Boden und aus der Luft überwacht werden. Ist ja echt stark! 8-) Die haben zum Beispiel ein Gerät, welches sämtliche Nummernschilder beim Vorbeifahren auf ihre Gültigkeit überprüft. Ist da also in der Zentrale irgendwas Negatives über den Wagenhalter gespeichert, wird sofort die Verfolgung aufgenommen und der Fahrer gestellt. So kämen sie auch immer wieder Jenen auf die Schliche, welche die Verkehrsgebühr nicht bezahlt hätten. So sollen in Deutschland etwa 680´000 Fahrzeughalter ohne gültige Versicherung unterwegs sein. Ist echt krass. :shock: Ich glaube nicht, dass wir´s da prozentual auch auf so Viele bringen hier in der Schweiz. Weiss vielleicht Jemand, der hier mitliest genauere Zahlen darüber?-

Also, bb: Schön zurück lehnen und cool bleiben. Kantate und ich haben doch derweil gelernt, klar zu kommen miteinander. (sind ja nicht Alle so schwierig, wie Pietà zum Beispiel ... :baby: )
lg, wolfi


He großer böser Wolf, putz mal deine Brillengläser damit deine alten, müden Augen richtig lesen können :D Ich habe dir doch Recht gegeben in meiner zweiten Zusatzmeldung :P Ja, ja, ist nix wenn man alt wird. Das Sehvermögen lässt so langsam nach. Kenn ich von mir selbst :D :D :D

Zum Thema Überwachung. Seid ihr im Schweizer Ländle eigentlich so blauäugig (liebevoll gemeint) oder tut ihr bloß so oder habt ihr keine Lust über den Tellerrand zu schauen um das Elend nicht zu sehen. Die "Überwachung" ist bereits in Händen wo sie nicht hingehört. Und wenn wir von Überwachung sprechen ist das eigentlich nur Abwehr.

Was du über die Autos schreibst stimmt nur begrenzt. Was du sicherlich meinst ist die Maud-Gebühr. Auf den Autobahnen sind Radargeräte aufgestellt, die feststellen ob die Maudgebühr bezahlt wurde oder nicht. Was aber schizophren ist an dieser Geschichte, ist dass z.B. bei Verbrechen die Daten nicht an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden dürfen. Man fasst es nicht. :shock: Dadurch ging der Polizei bzw Staatsanwaltschaft vor kurzer Zeit ein Vergewaltiger durch die Lappen. :x Soviel zu Koplettüberwachung. Die eine Behörde hat noch lange nicht das Recht auf die Daten die eine andere Behörde von dir sammelt. :warn:

@bigbird

Liebe bigbird, Wolfi und ich sind die friedlichsten Menschen im Forum, keine Sorge :D
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Re:

Beitragvon bigbird » So 28. Okt 2007, 17:09

Na gut, dann habt euch lieb - das freut mich sehr - ich mag euch ja auch beide :)

bb
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re:

Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 17:12

Original von bigbird
Na gut, dann habt euch lieb - das freut mich sehr - ich mag euch ja auch beide :)

bb


:umarm: :D
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Re:

Beitragvon Wolfi » So 28. Okt 2007, 17:25

@ Kantate :

He großer böser Wolf, putz mal deine Brillengläser damit deine alten, müden Augen richtig lesen können :D

Touché! Meine Partnerin grinst sich auch immer einen, wenn ich mal nicht mehr so genau lese ... :shock: :tongue: Aber ich habe vor einem Jahr gezwungenermassen mal einen Sehtest gemacht beim Augenarzt und "yipiejehh!": Noch mal ohne Brille davon gekommen. 8-) :tongue:

Zum Thema Überwachung. Seid ihr im Schweizer Ländle eigentlich so blauäugig (liebevoll gemeint) oder tut ihr bloß so oder habt ihr keine Lust über den Tellerrand zu schauen um das Elend nicht zu sehen?

Von allem etwas vielleicht?- :baby: :tongue:

Und wenn wir von Überwachung sprechen ist das eigentlich nur Abwehr.

Im allgemeinen dürftest Du mit dieser Behauptung wohl gar recht haben. Es sei denn, wir befänden uns in einer Bank, einem AKW, einem Flughafen oder sonst einem besonders sensiblen Fleckchen Erde ...

Was du über die Autos schreibst, stimmt nur begrenzt.

Da scheinst Du nicht mehr ganz auf dem Laufenden zu sein. Okay, warst ja auch einige Tage aus dem Verkehr gezogen. :P ;)
Nein, ich meinte nicht die Mautgebühr und so, sondern tatsächlich eine Kamera, die sie am Strassenrand montiert hatten und die tatsächlich alle vorbeifahrenden Nummern überprüfen lässt. Ja, mit technischen Dingen ritten die Dütschen immer schon gerne auf der vordersten Welle mit ...

Die eine Behörde hat noch lange nicht das Recht auf die Daten die eine andere Behörde von dir sammelt. :warn:

Theoretisch ist das hier auch so: Die AHV (Alters- und Hinterbliebenenversicherung) darf zum Beispiel der Steuerbehörde keine Auskunft geben. Nur: Die ganzen Daten liegen in der Gemeinde auf dem gleichen Server und zudem liegen die Büros der Verwaltung sehr oft nur ein paar Türen auseinander. Nicht selten verbringt man so dann natürlich auch die Kaffeepause miteinander und da schweigt man scih ja auch nicht einfach an und Du weisst ja wohl auch, wie gerne Menschen über andere Menschen reden ... :tongue:

@bigbird

Liebe bigbird, Wolfi und ich sind die friedlichsten Menschen im Forum, keine Sorge :D

Ob sie uns deswegen wohl schon verkuppeln wollten?- Oder hast Du noch gar nicht gesehen, dass wir als Traumpaar vorgeschlagen wurden? - :shock: :tongue: ;)

Sag mal, Kantate: Kennst Du das Buch "1984" von George Orwell, oder "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley?- Ist ja schon ein bisschen gruselig, wenn man sieht, dass sich die Dinge so entwickeln, wie´s diese Schriftsteller in ihren Romanen schon vor langer Zeit prognostizierten, findest Du nicht?-
lg, wolfi
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Re:

Beitragvon Wolfi » So 28. Okt 2007, 17:38

@ bigbird :

Na gut, dann habt euch lieb

Wär ja noch schöner, wenn man sich hier noch nicht mal mehr lieb haben dürfte ... :roll: ;)

- das freut mich sehr - :)

Jaja, Liebe kommt immer gut an, ich weiss ... :baby:

ich mag euch ja auch beide


Wär noch interessant, eine Begründung dafür zu kriegen ... :baby: ;)
Schönen Abend noch allerseits. Ich verdrück mich mal wieder. Das Feld gehört also wieder Jenen, welche gerne noch etwas zum eigentlichen Thema beigetragen hätten ... ;)
lg, wolfi
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Re:

Beitragvon Grasy » So 28. Okt 2007, 18:13

Original von Kantate
Tut mir leid Wolfi, aber bei diesem Thema kann ich schwer "auf dem Teppich" bleiben. Vor allem dann wenn ich Leute hören die sagen, dass Hitler auch Gutes bewirkt hat weil er schließlich Autobahnen gebaut hat und damit die Arbeitslosen von der Straße geholt hat.


Vom Thema: "Hypothetisches Nazireich mit verkabeltem Staat und Überwachungskameras" zu "sind die Autobahnen böse" ist ja eigentlich noch ein weiter Weg. Es ist völlig egal ob man Deutschland oder Russland einsetzt oder Jugoslawien oder Nordkorea oder...
Nein - die Menschen auf der Welt sind heute nicht besser als damals. Stellt euch mal vor Hitler... oder nein - nehmen wir den Stalin. Stellt euch mal vor der Stalin hätte sein Leben lang Bilder gemalt und die nächsten 60 Jahre hätte kein Diktator die Macht an sich gerissen (bitte jetzt keine Anspielungen der Stalin konnte ja gar nicht malen). Ich denke die selben Menschen die da Menschen brutal verfolgten und die selben Menschen welche Christen zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilten und umbrachten, hätten zum erheblichem Grossteil einfach ein "normales Leben" geführt. Dann aber war aber eine Gelegenheit da und ein Strom zog in eine Richtung. Wer mitzog wurde belohnt und konnte sich - wenn überhaupt der Aufwand in Betracht gezogen wurde - sein Gewissen womöglich mit Beteuerungen wie "die Christen sind eine grosse Gefahr für das Volk und schlimmer noch als Mörder" abstumpfen. Das heißt dann im eigenen Gedanken: "Wer weiß denn schon was die wirklich anstellen können. Ich kenn mich mit dem Zeug ja nicht so aus.". Ganz so leicht macht man´s sich ja auch nicht immer.



Ja, es haben nicht genug Deutsche den Aufstand geprobt. Du hattest aber auch nicht viele Möglichkeiten. Entweder dem Führer folgen oder erschossen werden.


Oder nicht folgen und sich verstecken in einem Staat der damals noch nicht von Kameras zugepflastert war.



Glaube bitte nicht dass ich bedingungslos "ja" sage zu Videoüberwachungen. Da sind auch noch ganz viele Gesetze davor.


Gesetze? Bitte was helfen Gesetze gegen einen Tyrannen der die Macht an sich reißt und ein Volk aufhetzt?
Was sollte man denn tun bevor der Herrscher an die Macht kommt? Ihn bitten daß man doch wenn möglich noch vorher kurz die Kameres wegmachen darf?



Groß im Gespräch bei unserer Regierung ist die Computerüberwachung.


Mir kommt dieses Schrittweise vorschreiten wie ein langsames gewöhnen vom Volk vor.


Mfg,
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Re:

Beitragvon Grasy » So 28. Okt 2007, 18:20

Original von Wolfi
Die haben zum Beispiel ein Gerät, welches sämtliche Nummernschilder beim Vorbeifahren auf ihre Gültigkeit überprüft. Ist da also in der Zentrale irgendwas Negatives über den Wagenhalter gespeichert, wird sofort die Verfolgung aufgenommen und der Fahrer gestellt.


Womit dann natürlich sämtliche ...äähhh..."Terroristen" dingfest gemacht werden können die es wagen mit ungültigen Nummernschildern herumzufahren.


Was nehmen wir nun eher (zu dieser Nummernschildersache)?

    [*]Der Nutzen für das Volk ist gewaltig - der mögliche Missbrauchsfaktor minimal.
    [*]Der Nutzen für das Volk ist gewaltig gering - der mögliche Missbrauchsfaktor erheblich
    [/list]
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Re:

Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 18:27

Original von Grasy


Oder nicht folgen und sich verstecken in einem Staat der damals noch nicht von Kameras zugepflastert war.





Grasy wie alt bist du eigentlich? Würdest du mir diese Frage beantworten?
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Re:

Beitragvon cori » So 28. Okt 2007, 18:37

Original von Kantate
Original von Grasy


Oder nicht folgen und sich verstecken in einem Staat der damals noch nicht von Kameras zugepflastert war.





Grasy wie alt bist du eigentlich? Würdest du mir diese Frage beantworten?


Liebe Kantate

Du scheinst Grasy nicht ernst zu nehmen. Warum eigentlich?
Ist doch vernünftig, was er schreibt.
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Re:

Beitragvon Grasy » So 28. Okt 2007, 19:08

Original von Kantate
Grasy wie alt bist du eigentlich? Würdest du mir diese Frage beantworten?


Hmm... Nö . Was spielt denn das Alter vom Grasy hier für eine Rolle? Kann ich mir denn als 20 - 40 - 60 - oder 80 Jähriger weniger Gedanken machen was da noch kommen wird?

Vom Standpunkt her daß ich mir nur um den heutigen Tag Sorgen machen soll ist´s ein Anlass mir dennoch keine Sorgen zu machen. Aber wenn da solche Instrumente gebaut werden sollen, denke ich, darf man dennoch heute einen Einwand vorbringen.
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Re:

Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 19:49

Original von cori
Original von Kantate
Original von Grasy


Oder nicht folgen und sich verstecken in einem Staat der damals noch nicht von Kameras zugepflastert war.





Grasy wie alt bist du eigentlich? Würdest du mir diese Frage beantworten?


Liebe Kantate

Du scheinst Grasy nicht ernst zu nehmen. Warum eigentlich?
Ist doch vernünftig, was er schreibt.


Hallo Cori,

erst einmal nehme ich grundsätzlich jeden Menschen ernst. Wenn mir aber jemand sagt im Zusammenhang mit dem "Nazi-Thema und Hilfen damals" -
Oder nicht folgen und sich verstecken in einem Staat der damals noch nicht von Kameras zugepflastert war.
dann ist er entweder so jung, dass er nicht weiß was er redet, oder aber er ist ganz einfach nur gnadenlos dumm, weil das eine Attacke auf diejenigen ist die gestorben sind weil sie den Juden geholfen haben und unglaublich viel gelitten haben. Es ist ein Irrtum zu glauben dass nur die Juden im II Weltkrieg gelitten haben.
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