Vortrag. Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

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Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon Vlad Tepes » Mi 19. Sep 2007, 16:47

Hallo Zusammen.

In der Berufsschule habe ich eine SVA(Selbstständige Vertiefungsarbeit), dass ist ein Vortrag den man zu zweit hällt und ein grosser Teil der Abschlussprüfung darstellt.

Oberthema war "Bewegung", ich kam zu dem entschluss, die Metalbewegung zu nehmen, da es was mit mir selbst zu tun hat.

Mich würde eure Meinungen sehr interessieren, z.B:
Was ihr denkt über solchen Leute die schwarz geschminkt sind etc.
Habt ihr Vorurteile etc.
Seht ihr sie als Randgruppe?
Schädigt es irgentwas?
Was denkt ihr, kann diese Musik anrichten?

Alle eure Meinugen interessieren mich sehr, ich werde demnächst noch eine Umfrage in verschiedenen Kirchen starten, nimmt mich sehr Wunder was die verschiedenen Glaubensrichtungen darüber denkt.

Vielen Dank für eure Hilfe.

Gruss
Vlad Tepes
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon kingschild » Mi 19. Sep 2007, 18:20

Original von Vlad Tepes
Hallo Zusammen.

In der Berufsschule habe ich eine SVA(Selbstständige Vertiefungsarbeit), dass ist ein Vortrag den man zu zweit hällt und ein grosser Teil der Abschlussprüfung darstellt.

Oberthema war "Bewegung", ich kam zu dem entschluss, die Metalbewegung zu nehmen, da es was mit mir selbst zu tun hat.

Mich würde eure Meinungen sehr interessieren, z.B:
Was ihr denkt über solchen Leute die schwarz geschminkt sind etc.
Habt ihr Vorurteile etc.
Seht ihr sie als Randgruppe?
Schädigt es irgentwas?
Was denkt ihr, kann diese Musik anrichten?

Alle eure Meinugen interessieren mich sehr, ich werde demnächst noch eine Umfrage in verschiedenen Kirchen starten, nimmt mich sehr Wunder was die verschiedenen Glaubensrichtungen darüber denkt.

Vielen Dank für eure Hilfe.

Gruss


Ich denke Christen sollten keine Vorurteile habe. Aber etwas beurteilen sollte man schon.

Was die Kleider und die Schminke anbelangt ist dies jedem seine Ding was er trägt. Das die Kleider auch getragen werden von Menschen um aufzufallen ist in der Welt normal. Die einen brauchen es stärker die anderen weniger stark oder gar nicht.

Das es bei den Kleidern und Schminke auch um Identifikation mit einer Gruppe geht ist logisch und man will sich outen..man möchte sich klar von den Krawattenträgern abgrenzen...wieso nicht ist legitim, nichts neues. Wer Gucci trägt gehört auch zu einer Randgruppe die sich outet LOL.

Was die Trends anbelangt früher waren es Punk´s mit der Bierflasche in der Hand die auffallen wollten, das zieht heute nicht mehr wenn man sieht wieviele mit dem Bier in der Hand um die Häuser ziehen.

Da Schminke und Kleider nicht so abhängig machen wie Bier wird es wohl nie zu einem Massentrend werden also wird es sich nicht so schnell verbreiten wie der Alkohol. Gruppentrends brauchen Zeit..aber da wir wissen das der Mensch im Rudel Dinge tut die gar nicht zu Ihm passen, mal schauen was draus wird.... 8-)

Die Texte dieser Musik haben zum Teil Inhalte die meiner Ansicht nach eine Gefahr darstellen..Es spielt keine Rolle ob sich eine Gruppe dem Satanismus zuordnet oder rein aus Profit Gier diese Texte verwendet. Die Texte könne dazu führen das man offener ist für die negativen Welten der Dämonen. Nicht jeder junge Mensch setzt sich mit dem auseinander aber einige öffnen sich halt für diese Welten.

Aber eins bleibt, es geht sehr oft um Anbetung des falschen Gottes und meist nicht um Götzen sondern ganz gezielt um den Vater aller Lüge. Selbstmord, Verfall in Okkulte Praktiken, Wahnsinn, Paranoia usw. können folgen sein wenn man sich zu fest öffnet. Zudem lenken die Texte vom wahren Gott ab auch wenn man sich nicht für Spiritismus oder andere Praktiken öffnet, also ein unbewusstes zustimmen zu unwahrheiten kann auch in eine Grauzone führen die tödlich wird.

Die Welten der Dämonen sind zerstörerisch und jeder der damit zu tun hatte weiss das Highway to Hell mehr ist als Party schmeissen.

Was die Musik als solches anbelangt, ohne Texte ist Sie neutral.

God bless
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » So 30. Sep 2007, 03:17

Original von Vlad Tepes
Mich würde eure Meinungen sehr interessieren, z.B:
Was ihr denkt über solchen Leute die schwarz geschminkt sind etc.


Das kommt vielleicht darauf an wie schwarz geschminkt wird oder was damit ausgesagt werden soll.
Der Mensch wurde nicht als Toter geschaffen sondern als ein lebendiges Wesen. Wenn ich also den Tod lustig, anziehend, wünschenswert finde ist das verkehrt bis hin zu einer Auflehnung gegen Gott und in dem Sinne dann böse.
Wenn zudem so geschminkt wird daß Dämonen nachgeahmnt werden (bzw. was man sich darunter vorstellt) sehe ich das ebenfalls als böse an.
Gegen schwarze Schminke an sich hab ich nichts einzuwenden - auch nicht gegen "schwarz in schwarz - Kleidung".



Schädigt es irgentwas?
Was denkt ihr, kann diese Musik anrichten?


Okkulte Musik bezeichne ich definitiv als schädlich. Selbst wenn man den Text nicht versteht - ich vermute die Dämonen tun´s vielleicht doch. Auch Musik welche den Tod oder perverse Handlungen im Zusammenhang damit bejubelt finde ich böse und gar nicht ungefährlich. Es gibt da aber einige Metallrichtungen und nicht jede Gruppe ist gleich.
Sofern der Text neutral bleibt oder überhaupt wegfällt hängt es dann denke ich auch von der Person ab und was die Musik im Menschen auslöst. Ich denke diese Richtung hat sehr wohl Potential auf die Psyche einzuwirken. Einer hört möglicherweise die Musik und denkt sich nicht viel dabei und findet sie ok/gut. Wieder ein anderer aber kommt dadurch in aggresivere Stimmung und ist versucht verstärkt das Gaspedal durchzutreten (um nur ein Beispiel zu nennen). Jemand der statt dessen lieber "zünftige Blasmusik" hat wird wohl wiederum anderes reagieren wenn er statt dessen die Musikrichtung Metal hört.


Mfg,
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Genussdenker » So 30. Sep 2007, 03:38

Original von Grasy
[...]
Okkulte Musik bezeichne ich definitiv als schädlich. [...]
Ich denke diese Richtung hat sehr wohl Potential auf die Psyche einzuwirken. [...]
Wieder ein anderer aber kommt dadurch in aggresivere Stimmung [...]


Reduktiv auf das Zitierte von "Grasy" stimme ich ihr zu.

Zwei grundlegende Dinge machen Musik aus : Das Instrumentalische und die menschlichen Stimmen.

Musik hat unbestritten eine psycho-aktive Wirkung. Ob einigermassen bewusst oder unbewusst.
Noch viel intensiver als in den bildnerischen Künsten/Medien sucht der Höhrer nach Klängen gemäss seiner entweder gewünschten oder gegebenen Stimmung. Dies läuft meist auf subtiler also halb unbewusst, halb bewusster Ebene statt.

Metal ist eine eindeutig asgressive Musik.
Und zwar musikalisch gemeint.
Dieser Agressivität kann der Höhrer nicht entkommen.

Wie erwähnt kann der Hörer der Musik aus einem bestimmten Grund nie entkommen : man hört nämlich immer. Man kann nicht "weghören"!

Musik zu hören ist meist eine "Bestätigung der eigenen Hörgewohnheit". Somit auch eine der momentanen Stimmung.

Da Agressivität kein Ideal ist, ist solche Musik mit Abstand zu "geniessen"!

Die bestätigende Wirkung von Musik fördert und steigert natürlich diese Agressivität.
Besonders Metal zielt bewusst darauf ab.

Obschon ich moralisch liberal bin, bin ich für Zensurierung derart agressiver Musik für Kinder.
Freiheit hat nichts damit zu tun, Agressivität in Form von Kunst/Kultur zu fördern!!

Okkultismus lehne ich sowieso ab. Und nicht "nur" aus religiösen Gründen.

Es gibt aber auch Bands, welche gemäss ihrem Erscheinungsbild okkult auftreten,es aber gar nicht sind. So etwa "The Cure". Weltschmerz ist nicht das Selbe wie Agressivität oder gar Okkultismus. Doch dies wird leider zu oft verwechselt.

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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » So 30. Sep 2007, 21:28

Original von Genussdenker
Musik hat unbestritten eine psycho-aktive Wirkung.


Wobei das nicht auf "Metal" beschränkt ist. Ich würde von der Wirkung hier z.B. "Hardcore Techno" durchaus mit Metal vergleichen.
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Lamdil » So 30. Sep 2007, 22:13

Original von Grasy
Der Mensch wurde nicht als Toter geschaffen sondern als ein lebendiges Wesen. Wenn ich also den Tod lustig, anziehend, wünschenswert finde ist das verkehrt bis hin zu einer Auflehnung gegen Gott und in dem Sinne dann böse.

Na dann wirf mal einen Blick in die mittelalterliche Kunst und Literatur. Damals ging man ganz anders mit dem Thema Tod um. Schau dich nur mal in einer alten Kirche nach Totenköpfen um, du wirfst bestimmt fündig. Und auch die Texte der Lieder waren nicht selten recht morbide.

Und jetzt ist man schon "verkehrt", wenn die Faszination "Tod" auf einen wirkt. :roll: Ihr seid aber auch echt zimperlich.



Original von Grasy
Original von Genussdenker
Musik hat unbestritten eine psycho-aktive Wirkung.


Wobei das nicht auf "Metal" beschränkt ist. Ich würde von der Wirkung hier z.B. "Hardcore Techno" durchaus mit Metal vergleichen.

Vergiss nicht die Volksmusik. Jedem, der mal "Musikantenstadl" gesehen hat, muss klar sein, dass Volksmusik extrem psychoaktiv ist. Es wirkt von "Gute Laune" über "Enthemmung" bis zur "endgültigen Demenz". Also verbieten wir doch den Umgang mit so schädlicher Musik oder stellen solche Musik unter Jugenschutz!

"Die Kinder! Kann denn nicht einmal jemand auch an die Kinder denken?!" (Helen Lovejoy) :D


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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » So 30. Sep 2007, 22:49

Original von Lamdil
Na dann wirf mal einen Blick in die mittelalterliche Kunst und Literatur.


Es bezog sich nicht auf "Kunst und Literatur" sondern auf Kleindung und Schminke. Daß der Tod in der Welt eine Rolle spielt ist ja überall in der Welt zu sehen. Es ist aber ein Unterschied ob ich das dokumentiere oder aber mich damit "schmücke". Ich finde letzteres schlicht verkehrt.



Vergiss nicht die Volksmusik. Jedem, der mal "Musikantenstadl" gesehen hat, muss klar sein, dass Volksmusik extrem psychoaktiv ist.


*lol* - Ja - ähh ist sehr psychoaktiv.



oder stellen solche Musik unter Jugenschutz!


Das ist bei Volksmusik nicht nötig. Dagegen "schützt" sich die Jugend weitgehend selbst. ;)

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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon Lamdil » So 30. Sep 2007, 23:40

Original von Grasy
Original von Lamdil
Na dann wirf mal einen Blick in die mittelalterliche Kunst und Literatur.


Es bezog sich nicht auf "Kunst und Literatur" sondern auf Kleindung und Schminke. Daß der Tod in der Welt eine Rolle spielt ist ja überall in der Welt zu sehen. Es ist aber ein Unterschied ob ich das dokumentiere oder aber mich damit "schmücke". Ich finde letzteres schlicht verkehrt.

Wo fängt das für dich an? Ein Lied über den Tod? Ein Totenkopf als T-Shirt Aufdruck? Das ist ja Im Rock und Metal Bereich nicht unüblich.



Original von Grasy

oder stellen solche Musik unter Jugenschutz!


Das ist bei Volksmusik nicht nötig. Dagegen "schützt" sich die Jugend weitgehend selbst. ;)

:D Stimmt auch wieder. Vielleicht weiß die Jugend ja auch, was wirklich schlecht für sie ist. ;)


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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Genussdenker » Mo 1. Okt 2007, 02:29

Ja, "Grasy".

Musik allgemein, also Stil-unabhängig und Geschäusche im Weitesten Sinn sind allesammt psycho-aktiv.

Ich mag mich noch erinnern, als ich als Jugendlicher bei einem "Metaler" zuhause war. Zufälligerweise befand sich unmittelbar vom Haus eine Baustelle.
Es war Sommer und sehr heiss, die Fenster also weit geöffnet.

Da liess der damalige Bekannte Metal laufen und schloss dabei die Fenster . . .


Daraufhin sagte ich zu ihm,er könne ja die Fenster offen lassen, denn der Baustelenlärm sei ja schliesslcih mehr à la Metal . . .
Vieleicht fehlt ja noch die Stilrichtung Beton-Metal. Als Ergänzuntg zu Heavy-Metal. Oder (New-) Nu-Metal.

Eines ist klar : je höher die Dynamik und Lautstärke, desto psycho-aktiver die Wirkung von Geräuschen.
Das heisst, je lauter und schneller die Musik, desto weniger vermag das Ohr, "wegzuhören".
Dieses Phänomen kenne wir ja bei leiser Musik und gleichzeitiger hoher geistiger Kozentration, wenn man plötzlich feststellt, dass ja Musik läuft.

Ebenfalls für die Psycho-aktivität spielen die Frequenzen eine tragende Rolle. So kann es sein, das ein Ton im Ohr richtiggehend "kratzt". So etwa die berühmte frontale Kreide auf der Wandtafel.

Musik bedient sich solchen Elementen auch bewusst. Und die Effekte werden angedeutet.

Musik lässt sich emotional stets in drei Klassen/Wirkungen einteilen : neutral, beruhigend und anregend.

Triviale Musik ist es für mich dann, wenn die Musik emotional immer gleich bleibt. Sogenannt "stereotyp". hat aber nichts mit der Phonetik zu tun . . .
:)

Immer die gleichen textlichen Inhalte, die ewig selben Darbietungen , eine nie ändernde musikalische Tonalität oder Dynamik . . . Oh jeh . . :x
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 11:40

Original von Lamdil
Ein Totenkopf als T-Shirt Aufdruck? Das ist ja Im Rock und Metal Bereich nicht unüblich.


Ich denke diese T-Shirts haben nicht zwangsläufig was mit Metal zu tun. Ich hab in meinem Leben einige Zeit lang hauptsächlich Metal gehört ohne mir so ein T-Shirt zuzulegen (ist schon einige Zeit her). So manche Texte haben mir dann aber nach und nach die Suppe verdorben ohne daß ich mir noch viel Kopf über die psychoaktive Wirkung machte. Ich glaube zwar die Welt hat noch grössere Probleme als T-Shirts mit Totenköpfen drauf (nein nicht Volksmusik) finde solche T-Shirts aber weder faszinierend noch gut.
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Mustikka » Mo 1. Okt 2007, 12:31

Original von Grasy
Der Mensch wurde nicht als Toter geschaffen sondern als ein lebendiges Wesen. Wenn ich also den Tod lustig, anziehend, wünschenswert finde ist das verkehrt bis hin zu einer Auflehnung gegen Gott und in dem Sinne dann böse.

Warum glaubst Du, dass damit der Tod als lustig etc. angesehen wird? Ich denke eher, dass das eine ganz natürliche Reaktion auf die heutige Tabuisierung des Themas "Tod" ist. Man spricht nicht über den Tod, Menschen sterben nicht mehr in der Familie..... Der Tod ist zwar ein wesentlicher Bestandteil des Lebens, man kommt aber in der heutigen Gesellschaft kaum noch mit ihm in Berührung. Dadurch wird er aber für viele zu einem großen, unbekannten "Schreckgespenst" - die manchmal etwas exzessive Beschäftigung mit diesem Thema nimmt dem Ganzen dann wieder diesen Schrecken. Es ist oftmals ganz einfach der Versuch, etwas, das zum Leben "dazugehört" und dem man nicht entgehen kann, kennen- und verstehen zu lernen und als Bestandteil des Lebens zu akzeptieren.


Original von Genussdenker
Da Agressivität kein Ideal ist, ist solche Musik mit Abstand zu "geniessen"!

Die bestätigende Wirkung von Musik fördert und steigert natürlich diese Agressivität.
Besonders Metal zielt bewusst darauf ab.

Metal steigert nicht die Aggressivität. Metal-Konzerte sind die "friedlichsten", die ich je erlebt habe (und die einzigen, zu denen ich auch allein gehe); ein früherer Freund von mir arbeitete eine Zeitlang als Security bei solchen Veranstaltungen und war ebenfalls überrascht.

Ein gewisses Aggressionspotential liegt in jedem Menschen. Metal kann diesem ein Ventil bieten - ohne dass der Mensch dadurch selber aggressiv oder gewalttätig wird.

Ich selbst bin ein sehr ruhiger Mensch. Ich höre Metal als Ausgleich zu dieser Ruhe. Ruhige Musik wirkt auf mich auf die Dauer einschläfernd und ich fühle mich unausgeglichen.


Original von Genussdenker
Obschon ich moralisch liberal bin, bin ich für Zensurierung derart agressiver Musik für Kinder.
Freiheit hat nichts damit zu tun, Agressivität in Form von Kunst/Kultur zu fördern!!

Aggressivität soll nicht gefördert werden - aber sie sollte (ebenso wie der Tod) als ein natürlicher Bestandteil des Menschenlichen Lebens erkannt und nicht verdrängt werden. Ich halte es für wesentlich besser, wenn Menschen lernen, ihrer Aggressionen durch die Musik ein Ventil zu geben als dass sie diese permanent unterdrücken und diese dann irgendwann explodiert.

Wie stehst Du eigentlich zu Rap/HipHop?

Original von Genussdenker
Dieses Phänomen kenne wir ja bei leiser Musik und gleichzeitiger hoher geistiger Kozentration, wenn man plötzlich feststellt, dass ja Musik läuft.

Ich kann mich auch bei leiser Musik nicht gut konzentrieren, solange sie mir nicht gefällt. Aber dass Musik beim lernen helfen kann habe ich schon festgestellt: für meine Mathe-Abschlussprüfung habe ich mit Jimi Hendrix gelernt - wenn ich heute Jimi höre muss ich immer noch an Druckkostenrechnungen denken :D


Original von Genussdenker
Triviale Musik ist es für mich dann, wenn die Musik emotional immer gleich bleibt. Sogenannt "stereotyp". hat aber nichts mit der Phonetik zu tun . . .
:)

Immer die gleichen textlichen Inhalte, die ewig selben Darbietungen , eine nie ändernde musikalische Tonalität oder Dynamik . . . Oh jeh . . :x

Ah, also Volksmusik, Schlager, Techno...... :]

LG
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Lamdil » Di 2. Okt 2007, 00:24

Original von Mustikka
Aggressivität soll nicht gefördert werden - aber sie sollte (ebenso wie der Tod) als ein natürlicher Bestandteil des Menschenlichen Lebens erkannt und nicht verdrängt werden. Ich halte es für wesentlich besser, wenn Menschen lernen, ihrer Aggressionen durch die Musik ein Ventil zu geben als dass sie diese permanent unterdrücken und diese dann irgendwann explodiert.

:applause: Sehr gut geschrieben.

Kunst (z.B. Musik) kann reflektieren, kanalisieren und konfrontieren. Dabei hilft sie, sich mit Themen auseinander zu setzen, anstatt sie zu ignorieren. Man lernt im Idealfall, besser mit diesen Themen umzugehen. Verdrängung hingegen schafft Druck.

Ein Thema aufzugreifen, bedeutet nicht, es zu verherrlichen. Dabei kann Kunst überhöhen/übertreiben. Das bedeutet nicht, dass die Rezipienten automatisch diese Aussagen übernehmen. Eine radikale Aussage kann auch als Fixpunkt dienen, seinen eigenen, widersprechenden Standpunkt zu ermitteln.

An dieser Stelle möchte ich allerdings das Risiko benennen, dass Übertreibung (zum Beispiel beim Thema Gewalt) abstumpfen kann. Allerdings sehe ich hier noch viele andere Faktoren. Man wird nicht automatisch agressiv, weil man harte Musik hört. (Wenn das so einfach wäre, müsste nur jeder Mann genug Schnulzen hören, um Frauen zu verstehen. :D )

Dabei komme ich zu einer Fragestellung:

Angenommen (und vereinfacht ausgedrückt): Ein harter Kerl hört harte Musik. Ist er hart, weil er harte Musik hört, oder hört er harte Musik, weil er hart ist?

Ich vermute zweiteres, da auch ruhige, sanfte Leute zum ausgleich gerne harte Musik hören und dennoch ruhig und sanft bleiben.

Wer also meint, agressive Musik allein würde agressiv machen, der meint vielleicht auch, dass ein Ei Hühner legt. :P

Ich denke, dass es noch ganz andere Auslöser für Agressivität gibt. Es einfach auf die Musik zu schieben, ist vielleicht nur die dümmste Lösung, aber nicht die richtige.
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » Di 2. Okt 2007, 19:36

Original von Mustikka
Warum glaubst Du, dass damit der Tod als lustig etc. angesehen wird? Ich denke eher, dass das eine ganz natürliche Reaktion auf die heutige Tabuisierung des Themas "Tod" ist. Man spricht nicht über den Tod, Menschen sterben nicht mehr in der Familie.....


Lustig ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ständig wird von Toten auf der ganzen Welt berichtet. Menschen spielen zur Belustigung auf vielfache Weise in Filmen mit dem Thema Tod. Sei es der Verrückte der durckknallt oder der Held welcher einzeln die Bösewichte auf verschiedene Weise ausschaltet oder der das ganze Untersucht und dann feststellt: "Es war nicht nur Mord. Es war Folter!". Jugendliche lernen daß man in Computerspielen eher auf die Birne ballern muss (weil viel effizienter) usw. Wenn man sich dann noch geradezu in das Thema "Tod" einhüllt und sich damit schmückt sich bildlich schon fast darin wälzt finde ich das nicht gut. Die Tage dieser Welt sind gezählt.


"Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben." (Joh 14:19 - Lut1912)



Ein gewisses Aggressionspotential liegt in jedem Menschen. Metal kann diesem ein Ventil bieten - ohne dass der Mensch dadurch selber aggressiv oder gewalttätig wird.


Meine Eltern können Metal sicher ohne Bedenken hören (ich vermute die nervt das nur). Ich reagiere allerdings anders. Ich denke "aggressiv" im Sinne von "jetzt hauen die sich auf dem Konzert alle die Birne ein" ist Metal wirklich nicht unbedingt. Es ist mehr ein Motiv oder eine Stimmung wie ich dann auf die Welt reagiere und diese gilt es für mich auch nach christlichen Maßstäben zu bewerten.
Das ist jetzt aber rein auf den Instrumental-teil bezogen der bei mir mehr oder weniger so oder so wirkt. Wie schon geschrieben ich denke das wirkt nicht bei jedem gleich. Jemand der einmal Alkoholiker war reagiert anders auf Alkohol als jemand der mal ab und zu ein Bier zu ´nem "zünftigem Abendbrot" trinkt.
Was allerdings manche Richtung und viele Texte anbelangt ist für mich Metal aus christlicher Sicht zu einem Grossteil unbrauchbar bis böse. Zu müssig um es manchmal noch zu sortieren ohne Kompromisse zu machen. So weit ich mich richtig erinnere wird da in manchem Text auf den Messias gespuckt, manche besingen Sex mit "dem kalten Körper" (bewusst zweideutig?), manche singen okkulte dämonische Texte - und ich meine mich noch ziemlich wörtlich an den Text von ´ner CD erinnern zu können die ich mir mal kaufte und rein von der Melodie sehr gern hörte: "So full of hate I am of you..." - "Gitarre reinklampf...". Egal welche Musikrichtung das ist: Ich finde das ist böse und weit entfernt von der Nachfolge Christi - der selbst am Kreuz noch für die Menschen betete. Da hilft auch keine Melodie mehr die man toll findet - ob sie jetzt zusätzlich fragwürdige Stimmungen fördert (je nach Person) oder nicht.


Mfg,
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Genussdenker » Di 2. Okt 2007, 19:55

@"Mustikka".

Für Hip-Hop gilt das Selbe wie für Metal.

Und das mit dem Ausgleich stimmt so nicht. Es bedürfte wieder mal einen langen "Genussdenker"- Thread um dies zu erklären.
Der Begriff "Ausgleich" auf das Privatleben bezogen ist ist im Prinzip Unsinn. Jemand der etwa behauptet, er fahre nach der Arbeit Rad als Ausgleich zum Job, der sagt etwas Falsches. Denn es handelt sich nicht um einen Ausgleich, sondern rein um ein Bedürfnis.
Ebenso ist es mit der Agressivität. Agressivität ist und bleibt nichts als Agressivität. Oder führt man Kriege weil man sagt, man bräuche einen Ausgleich zum Frieden . . . ?

Das mit dem Ventil kann ich aber getrost unterstreichen. Somit ist das Ausleben von Agressiviät in Kultur nichts weiter als eine Gelegenheit Agressiviät auszuleben.

Den Begriff Agressiviät könnte man natürlich unendlich ausdeutschen und deuten. Ob aber etwa akute Wut gleich Agressiviät ist, bezweifle ich.

Agressiviät ist eine evokative Wut. Zudem hat sie bedrohenden Charakter, den sie richtet sich immer gegen etwas. Wut alleine aber noch nicht. Oder expressive Verzweiflung usw.
Laute/schnelle Musik muss also deswegen noch nicht agressiv sein!
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon onThePath » Di 2. Okt 2007, 21:19

Weiter so, lieber Genußdenker


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Du bringst wichtige Aspekte und Differenzierungen hier herein.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Mustikka » Do 4. Okt 2007, 13:35

@ grasy:
Original von Grasy
Lustig ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ständig wird von Toten auf der ganzen Welt berichtet. Menschen spielen zur Belustigung auf vielfache Weise in Filmen mit dem Thema Tod. Sei es der Verrückte der durckknallt oder der Held welcher einzeln die Bösewichte auf verschiedene Weise ausschaltet oder der das ganze Untersucht und dann feststellt: "Es war nicht nur Mord. Es war Folter!". Jugendliche lernen daß man in Computerspielen eher auf die Birne ballern muss (weil viel effizienter) usw. Wenn man sich dann noch geradezu in das Thema "Tod" einhüllt und sich damit schmückt sich bildlich schon fast darin wälzt finde ich das nicht gut. Die Tage dieser Welt sind gezählt.

Da muss man aber, meiner Meinung nach, schon ein wenig mehr differenzieren. Die von dir aufgeführten Beispiele (Nachrichten, Filme, PC-Spiele) bewirken nämlich genau das Gegenteil dessen, was das "Einhüllen" in dieses Thema bewirkt: Bei ersterem wird der Tod abstrahiert, von der eigenen Person abgeschnitten, während bei der intensiven Beschäftigung mit dem Tod die eigene Vergänglichkeit/Sterblichkeit betont und erlebt wird. Und eben dieses "sich damit schmücken" = den (eigenen) Tod, die eigene Sterblichkeit als einen Teil seiner selbst anzunehmen nimmt diesem ansonsten so unnahbaren Schreckgespenst den Schrecken.


Original von Grasy

Ein gewisses Aggressionspotential liegt in jedem Menschen. Metal kann diesem ein Ventil bieten - ohne dass der Mensch dadurch selber aggressiv oder gewalttätig wird.

Meine Eltern können Metal sicher ohne Bedenken hören (ich vermute die nervt das nur).

Was dann wahrscheinlich doch nach einer Weile Aggressionen auslösen könnte.... ;)



@ Genussdenker:
Original von Genussdenker
Und das mit dem Ausgleich stimmt so nicht. Es bedürfte wieder mal einen langen "Genussdenker"- Thread um dies zu erklären.
Der Begriff "Ausgleich" auf das Privatleben bezogen ist ist im Prinzip Unsinn. Jemand der etwa behauptet, er fahre nach der Arbeit Rad als Ausgleich zum Job, der sagt etwas Falsches. Denn es handelt sich nicht um einen Ausgleich, sondern rein um ein Bedürfnis.
Ebenso ist es mit der Agressivität. Agressivität ist und bleibt nichts als Agressivität. Oder führt man Kriege weil man sagt, man bräuche einen Ausgleich zum Frieden . . . ?

Nein, man hört Metal zum Ausgleich, um keinen Krieg zu führen ;)

"Ausgleich" ist die Herstellung eines Gleichgewichtes. Ein Mensch ist nie nur ruhig, aggressiv, fröhlich, traurig etc. Jemand, der ein sehr stressiges Leben hat brauch zum Ausgleich (= zum Gleichgewicht herstellen) etwas Ruhiges, beispielsweise klassische Musik, ein entspannendes Hobby etc. Es ist also durchaus legitim, das Wort "Ausgleich" in diesem Zusammenhang zu benutzen.

Da allerdings alle Menschen anders ticken ist auch das Gleichgewicht und die Art, dieses zu erreichen bei jedem Menschen anders.


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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon Boardchild » Sa 6. Okt 2007, 14:27

Hallo Vlad Tepes

Zuerst zu den geschminkten im Metalbereich. Diese findet man ja fast nur bei den Gohics oder den extremen Death Metalern, ich find^solche Menschen grenzen sich selber aus aber was solls wenn Fasnacht ist schminkt sich ja e jeder zweite.

Ich selber höre unter anderem Metalcore und mich beruigt diese Musik zum einen und kann mich zum andern auch sehr motivieren wenn ich zuhause arbeite oder Sport treibe.
Es kommt halt ganz auf die Band an was für eine message sie dem puplikum geben will oder was für eine stimmung sie schaffen will.

Viel Erfolg noch bei deiner SVA

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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » Sa 6. Okt 2007, 19:38

Original von Mustikka
die eigene Sterblichkeit als einen Teil seiner selbst anzunehmen nimmt diesem ansonsten so unnahbaren Schreckgespenst den Schrecken.


Ich weiß nicht recht Mustikka. Wenn´s ans sterben geht hilft die Schminke ja doch nichts mehr, nimmt auch nicht den Schrecken und lässt den Tod auch nicht als normal anfühlen. Das würde ich dann eher in die Kategorie Selbstbetrug einordnen (oder eine Unterkategorie davon). :)

Wie auch immer beim Thema Metaller kommt mir diesbezüglich spontan eher verzerrte E-Gitarren, langen Haare und aggressive z.T. schnelle, meist eher "nicht fröhliche" Melodie in den Sinn - nicht unbedingt Todesschminke. Wenn´s ans Outfit geht (meine Meinung): Viele Metaller haben lange Haare ansonsten aber weniger ein Einheitsoutfit.


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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Lamdil » So 7. Okt 2007, 01:29

Original von Grasy
Wenn´s ans sterben geht hilft die Schminke ja doch nichts mehr, nimmt auch nicht den Schrecken und lässt den Tod auch nicht als normal anfühlen. Das würde ich dann eher in die Kategorie Selbstbetrug einordnen (oder eine Unterkategorie davon). :)

Es ist ja nicht nur die Frage, wie wir im Sterben mit dem Tod* umgehen. Viel wichtiger finde ich, wie wir mit dem Tod leben. Er lässt sich nunmal nicht weglachen. ;)

Sich damit auseinander zu setzen, seinen Frieden mit der Sterblichkeit zu machen, hilft IMHO mehr, als das Thema immer wieder zu umschiffen wie eine bösartige Klippe. Die Tabuisierung würde nur die Angst verstärken und in Angst zu leben hemmt Geist und Seele.

*an alle: Gemeint ist der irdische Tod, bitte keine Kommentare zu "Tod im Geiste", das ist ein Thema für sich.



Original von Grasy
Wie auch immer beim Thema Metaller kommt mir diesbezüglich spontan eher verzerrte E-Gitarren, langen Haare und aggressive z.T. schnelle, meist eher "nicht fröhliche" Melodie in den Sinn - nicht unbedingt Todesschminke. Wenn´s ans Outfit geht (meine Meinung): Viele Metaller haben lange Haare ansonsten aber weniger ein Einheitsoutfit.

Todesschminke? Hat Uschi Glas nach ihrer Creme ein weiteres Produkt auf den Markt gebracht? :D

(Zur Erklärung: Das ist eine ironische Anspielung darauf, dass die Schauspielerin Uschi Glas eine Hautcreme mit ihrem Namen vertreibt, die angeblich hautschädigend sei. Mit der Ironie wollte ich nur einen Scherz machen, ich gebe hiermit die rechtliche Erklärung ab, dass ich die Hautschädlichkeit weder behaupte, noch wiederlege.)
Hui, wenn das mein Anwalt liest, wandert er aus. :D


Aber zur Sache: Vielleicht ist das generell ein Problem, wenn man versucht, irgendeiner Gruppe ein eindimensionales Etikett aufzudrücken. Die meisten Gruppen sind nicht homogen genug, um dabei zu zuverlässigen Resultaten zu kommen.

Um hier nicht vom Thema abzukommen, zurück zu den Anfangsfragen:

Original von Vlad Tepes
Oberthema war "Bewegung", ich kam zu dem entschluss, die Metalbewegung zu nehmen, da es was mit mir selbst zu tun hat.

Mich würde eure Meinungen sehr interessieren, z.B:
Was ihr denkt über solchen Leute die schwarz geschminkt sind etc.

Haben wir hier nicht schon das erste Vorurteil?



Original von Vlad Tepes
Habt ihr Vorurteile etc.

Wer ein Vorurteil als Vorurteil erkennt und trotzdem ernsthaft dran festhält kann nicht ganz dicht sein. Von daher könnte man das als Fangfrage ansehen. ;)



Original von Vlad Tepes
Seht ihr sie als Randgruppe?

Das kommt darauf an, was man unter einer Randgruppe versteht. Wenn man die Definition einer Gruppe nur eng genug fasst, ist es immer eine Randgruppe.

Leute, die mal Metal hören sind keine Randgruppe, dafür sind es zu viele. Leute, die gewisse Attribute aufweisen, wie z.B. lange Haare, schwarze Kleidung, Tätowierung, Drogenkonsum, Metalmusik hören ... sind sicher eine Randgruppe. Aber eine, die nicht alle Metalfans einschließt. Mehr eine Untergruppe unter den Metalfans.



Original von Vlad Tepes
Schädigt es irgentwas?

Gibt es etwas schadfreies? Wer zu laute Musik hört, schädigt seine Ohren, egal was für Musik es ist. ;)



Original von Vlad Tepes
Was denkt ihr, kann diese Musik anrichten?

Geräusche


Original von Vlad Tepes
Alle eure Meinugen interessieren mich sehr, ich werde demnächst noch eine Umfrage in verschiedenen Kirchen starten, nimmt mich sehr Wunder was die verschiedenen Glaubensrichtungen darüber denkt.

Hier sind ja bereits verschiedene Glaubensrichtungen vertreten, dies ist ja kein reines Christenforum, sondern ein Forum unter christlicher Schirmherrschaft, das auch Andersgläubigen wie mir die Möglichkeit zur Diskussion gibt.

Aber mich würde auch interessieren, was in anderen Foren dazu geschrieben wurde. Vielleicht kannst du mal dein Fazit hier zum besten geben.

Die Macht des Wortes bezwingt das Chaos.

Dem heiligen Gna!(Müslischnitzel.)
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon Vlad Tepes » Di 9. Okt 2007, 01:01

Original von Boardchild
Hallo Vlad Tepes

Zuerst zu den geschminkten im Metalbereich. Diese findet man ja fast nur bei den Gohics oder den extremen Death Metalern



Death Metaler schminken sich nicht:D


Also erstmals vielen Dank für eure Antworten, auch wenn sie ein wenig ausgeartet sind:D

Ich selbst höre Metal, sprich BM, Grindcore, Death, mich zieht es an weil Tabuthemen angesprochen werden.

Habe vorhin ein Post gelesen, indem geschrieben stand, an Metalkonzerten ging er harmlos her?;)
Du wars noch nie an nem Grindkonzert, oder?

Bei mir selbst steigt die agressivität, fange z.B an zu Moschen(wildes umherschlagen in den vordersten Reihen an Grindkonzerten)

Ehm, diese frage habe ich erst in diesem Forum gestellt, habe mich aber mit einer Musikwissenschaftlerin mal in Verbindung gesetzt, war auch sehr interessant.

Hatte auch Gespräche mit meinem Chef(er ist bei den Zeugen) dann mit zahlreichen aus Freikirchen und einem Refomierten (Pastor?)

In ca 5 Wochen ist der Vortrag fertig, ich würde ihn bei interesse zur verfügung stellen, mit den ganzen Interviews, meinungen etc.

Dann noch wie ich die Sache sehe. Ich denke, die ganzen "Gothics" tragen schminke, um ihre Emotionen zu zeigen, Black Metaler tragen das sogenannte "Corspepaint" oder "Warpaint" weil früher einige Stämme mit Kriegsbemalungen in den Kampf zogen. Naja, so denke ich mir das.

Auf weitere Antworten würde ich mich natürlich noch sehr freuen.

Was haltet ihr z.B von Unblack, bzw Christlichem Metal wie Virgin Black oder derartiges?

Oder distanziert ihr euch gezielt von "metalern" ?
Ein Kollege von mir sagte mal, wenn ein "Gothic" in seiner nähe ist, fühle er sich unwohl, weil er einere andere Macht spürt.

(er hatte Theologie studiert)
Finde sowas noch interessant.

Naja, weis momentan nich was ich noch fragen könnte, ist schon so spät, bin müde:D

Liebe Grüsse
Vlad Tepes
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Vlad Tepes » Di 9. Okt 2007, 01:04

Original von Vlad Tepes
Was denkt ihr, kann diese Musik anrichten?

Geräusche




Vielen Danke -_-
Vlad Tepes
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon Mustikka » Di 9. Okt 2007, 09:21

Original von Vlad Tepes
Habe vorhin ein Post gelesen, indem geschrieben stand, an Metalkonzerten ging er harmlos her?;)
Du wars noch nie an nem Grindkonzert, oder?

Wohl nicht :)
(Obwohl ich mit der genauen Klassifizierung der Musikrichtungen manchmal ein bißchen Probleme habe....)

Eher bei BM, DM, VM Konzerten, und ja, da geht es recht gesittet zu. Außer natürlich im Moshpit, aber da muss man sich ja nicht hinstellen. Finde grade dieses Vorhersehen können, wo es eventuell wild wird ganz angenehm. Im Gegensatz zu diversen "Mainstream"-Konzerten, wo einfach von überall her gedrängelt und gedrückt wird, so dass man eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt ist, den eigenen Platz zu verteidigen und noch nicht mal mehr ohne Probleme aus der Masse rauskommt, wenns einem zuviel wird...


LG
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- die sich schon aufs nächste Konzert freut...


Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach. (Gerhard Uhlenbruck)
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon Grasy » Di 9. Okt 2007, 17:37

Original von Vlad Tepes
Ich selbst höre Metal, sprich BM, Grindcore, Death, mich zieht es an weil Tabuthemen angesprochen werden.


Angesprochen? Nene... :roll: - Wenn Sex mit Toten ähh "kalten Körpern" angesprochen wird finde ich das einfach nur krank. Wenn Dämonen beschwört oder bejubelt werden schlicht böse und schädlich. Mich hat derartiges bei Metal nie gereizt. Texte und Motive empfand ich als Beiwerk hingegen die Musik ansprechend (auch DM - rein von der Melodie her).
Aber ich hab etwas dagegen wenn vor ´ner Mahlzeit der Kellner nochmal in der Runde geht, in die Suppe spuckt und fragt: Noch ein bisschen mehr? Kompromisse können sehr widerlich sein. Wenn die Musik machen die zwar voll auf meiner Wellenlänge liegt aber dann gesungen wird wie auf den Messias gespuckt wird dann spuck ich lieber auf die CD wenn sie in der Mülltonne landet. Ich muss nicht alles weil ein Teil gefällt.



Habe vorhin ein Post gelesen, indem geschrieben stand, an Metalkonzerten ging er harmlos her?;)
Du wars noch nie an nem Grindkonzert, oder?


Ich halte die Richtung persönlich nicht für den Mainstream - was nicht minder heißt daß diese Musik auch "Psychoaktiv" ist (mit aggressiver Tendenz).



Bei mir selbst steigt die agressivität,


Jaja...



Dann noch wie ich die Sache sehe. Ich denke, die ganzen "Gothics" tragen schminke, um ihre Emotionen zu zeigen, Black Metaler tragen das sogenannte "Corspepaint" oder "Warpaint" weil früher einige Stämme mit Kriegsbemalungen in den Kampf zogen. Naja, so denke ich mir das.


So denk ich mir das nicht. Bei BM läuft der Hase gezielt in die Richtung Okkultismus. Das heißt gezielt in die falsche Richtung.



Was haltet ihr z.B von Unblack, bzw Christlichem Metal wie Virgin Black oder derartiges?


Ich glaub ich hatte da mal so ´ne "Christliche Death-Metal-CD" in den Händen (einige Jahre nach meiner "Metalzeit";) die dem Text in etwa folgendem entsprach: "wunderhübsche Blümchen tralala...". Das musst du aber erst mal raushören :"GROAARAWOOOOAHHHHH... RÖÖÖHR!!". Wenn ich da den Text zur Musik lese ist das irgendwie... hmmm... vielleicht sinnbildlich umschrieben "wie wenn jemand versucht ´ne hübsche Schlaufe in die Gehirnwindungen zu machen." ;)
Persönlich finde ich Metal z.T. immer noch ansprechend. Aber irgendwo ist der Metaller im Grasy ziemlich verhungert nachdem´s überwiegend christlich bedenkliches Zeug am Markt gab/gibt. Es ist auch nicht so daß ich angewiesen wäre auf Metal insofern ich dann jede CD nachlaufen müsste die´s gibt (aber nicht gefällt).
Zudem muss ich sagen sehe ich es heute schon kritischer WAS eine Musik für Gefühlsregungen in mir eher fördert.



Oder distanziert ihr euch gezielt von "metalern" ?


Ich hab fast so das Gefühl das würde dich für die Statistik freuen gell? :P -> Was willst du denn hören? "Klar - Metaller sind fiese Schurken und wir haben Vorurteile"?? Hmm?

Da will ich dir lieber was anderes erzählen: Ich meine Metaller können sehr "ethnozentrische Tendenzen" haben. Ich hatte mal ´nen Freund der mir und ´nem anderem Freund "noch ein schönes Leben wünschte" (ich glaube wir hatten da ´ne Techno-CD in der Hand). Das war auch nach vielen Jahren tatsächlich ein Ende.

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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur "Rock, Metal"

Beitragvon kingschild » Mi 10. Okt 2007, 12:53

Original von Vlad Tepes

Was haltet ihr z.B von Unblack, bzw Christlichem Metal wie Virgin Black oder derartiges?

Liebe Grüsse


Wenn die Message stimmt und der Sound wieso nicht. Allerdings ist Death Metal nicht meine Musik und von Virgin Black habe ich nur einen Ausschnitt gehört der mir nicht Anlass gab weiter zu hören.

Aber es gibt im Christlichen Bereich doch einige gute Metal Bands.

God bless
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Vlad Tepes » Mi 10. Okt 2007, 23:09

Grasy, ich denke für dich ist "Metal" In Flames, Dimmu Borgir und Children of Bodom:D

wie ich aus deinem Post herrausnehme, hast du nicht viel ahnung von der Musik:D
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » Do 11. Okt 2007, 11:44

Original von Vlad Tepes
Grasy, ich denke für dich ist "Metal" In Flames, Dimmu Borgir und Children of Bodom:D


Nö - das beschränkt sich durchaus nicht darauf (die von dir hier genannten kenn ich nicht mal). Selbst "harmlose" Bands (harmlos insofern die Musik auch von "Nichtmetallern" ohne viel einhören ertragen werden kann) sind hier aus meiner Sicht belastet und das gar nicht selten - sei es durch Lästerungen oder Ansätze ins Okkulte (überhaupt nicht auf BM beschränkt) usw.


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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Vlad Tepes » Fr 23. Nov 2007, 09:54

Gewalt fasziniert. Diese Aussage trifft nicht nur auf Metaler zu, sondern auf sehr viele Menschen: Computerspieler, Jäger, Zeitungsleser etc. Doch wer zugibt. sich f¨r Gewaltphänomene zu interessieren, gilt in dieser gesellschaft entwerder als Faschist oder als Geisteskrank. Kein Wunder also, dass die Metal Szene entsprechend eingeschätzt wird.
Im Prinzip jedoch sind die Metal Anhänger nur ehrlicher und konsequenter als so mancher Krimi- Gucker.

Die Black und Death Metal Anhänger machen sich nun dadurch unbeliebt, dass Aussenstehenden ein Bild der Gewalt übermitteln, das nicht gesehen werden will, auch, oder gerade weil es Realität ist. Denn die im Black und Death Metal dargestellte Gewalt entspringt einer realen Welt: "Die von Menschen an Menschen begangenen Verbrechen, wie sie in Horrorfilmen,- romanen und Heavy Metal - Texten dargestellt werden, seien es Kannibalismus, Nekophilie, Sadismus oder Massenmord, sind keineswegs nur Fiktion. Die Grausamkeit, zu der der Mensch fähig ist, kennt keine Grenzen".
Ich denke, dass den Black und Death Metal Hörern die Auseinandersetzung mit Gewaltphantasien oder Gewalterfahrungen wahrscheinlich hilft, mit reellen Gewaltphänomenen umzugehen oder diese durch die Musik zu verarbeiten. Die Black und Death Metal Hörer leben ihre Phantasien durch und in der Musik aus und nicht an anderen Menschen. Jedem Hörer ist klar, dass er seine Gewaltphantasien nicht realisieren kann und darf - und erwünscht sich das auch gar nicht. Bei Horrorfilme, Thrillen oder Krimis kommt in der Regel ja auch kein gesunder Mensch auf die Idee, die gewalttätigen Inhalte dieser Filme in die Realität umzusetzen.
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Vlad Tepes » Fr 23. Nov 2007, 10:33


Original von Mustikka
Aggressivität soll nicht gefördert werden - aber sie sollte (ebenso wie der Tod) als ein natürlicher Bestandteil des Menschenlichen Lebens erkannt und nicht verdrängt werden. Ich halte es für wesentlich besser, wenn Menschen lernen, ihrer Aggressionen durch die Musik ein Ventil zu geben als dass sie diese permanent unterdrücken und diese dann irgendwann explodiert.



Du meinst ganz einfach die Katharsis Theorie damit;)
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » Fr 23. Nov 2007, 12:41

Original von Vlad Tepes
Ich denke, dass den Black und Death Metal Hörern die Auseinandersetzung mit Gewaltphantasien oder Gewalterfahrungen wahrscheinlich hilft, mit reellen Gewaltphänomenen umzugehen oder diese durch die Musik zu verarbeiten.


Das denke ich nicht. Viele interessieren sich gar nicht für die Texte (oder verstehen sie auch gar nicht) - die bekommt man als Beiwerk mit oder sie dröhnen in die Welt raus. Wenn da Greueltaten besungen und Dämonen bejubelt oder der Messias bespuckt werden soll hat das im Haus eines Christen nichts zu suchen. Hier zudem zu behaupten jemand arbeite Gewaltphantasien dadurch auf daß er sich Musik anhört in der z.B. Sex mit dem kaltem Körper besungen wird ist in meinen Augen ein ziemliches "Schön-reden". Ich spreche jetzt mal weniger von der Melodie. Insoferf ist es in meinen Augen aus diesem Aspekt dann auch ziemlich Wurst ob das dann langweilige langsame Einschlafmusik ist oder eben schneller harter Metall. Der Inhalt vom Text wird dadurch nicht besser.
Willst du denn behaupten ein Kanibale der sich Musik mit kanibalischen Texten reinzieht wird dann plötzlich weniger kanibalisch drauf zu sein?! Wenn es die Situation nicht sogar fördert und verschärft insofern es Phantasien beflügelt und aufheizt dann wird es zumindest kaum hilfreich sein.


Mfg,
Grasy
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Mustikka » Fr 23. Nov 2007, 12:48

Original von Grasy
Willst du denn behaupten ein Kanibale der sich Musik mit kanibalischen Texten reinzieht wird dann plötzlich weniger kanibalisch drauf zu sein?!

Falsche Ausgangssituation. Die Frage müsste lauten: Wird jemand Kannibale, wenn er kannibalistische Texte hört?

BTW, wenn Metal so eine negative Auswirkung hat müsste es ja eigentlich überdurchschnittlich viele Verbrecher aus dieser Szene geben.
@ Vlad, gibt es da irgendwelche Statistiken? (wo Du dich ja grad intensiv mit dem Thema beschäftigt hast, könnte ja sein)

Ich habe nur mal vor einigen Jahren gelesen, dass besonders viele Studenten Metal hören. Weiß aber nicht, ob das eine ernstzunehmende Studie war. Deckt sich allerdings mit meiner eigenen Erfahrung, aber das kann ja auch Zufall sein...

Grüße,
Mustikka
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Re: Vortrag. Eure Meinungen über Subkultur

Beitragvon Grasy » Fr 23. Nov 2007, 17:51

Original von Mustikka
Original von Grasy
Willst du denn behaupten ein Kanibale der sich Musik mit kanibalischen Texten reinzieht wird dann plötzlich weniger kanibalisch drauf zu sein?!

Falsche Ausgangssituation. Die Frage müsste lauten: Wird jemand Kannibale, wenn er kannibalistische Texte hört?


Es hat doch nicht nur damit etwas zu tun - ob es gefördert wird sondern ob man dieses auch bewusst hören will. Würdest du dir zur Entspannung Naziparolen anhören weil du meinst du würdest trotzdem kein Nazi werden? Das ist jetzt nur ein Beispiel. Wenn man an etwas glaubt dann gibt es Dinge die Widersprechen sich einfach.
Wie soll ich es gut finden wenn Hass, Dämonen oder Greuel bejubelt oder praktisch beschrieben werden wenn ich es als Christ falsch finde? Das hat dann doch nichts mit "Tabu-Aufarbeitung" zu tun. Es ist in meinen Augen einfach falsch.
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