Welt-Aids-Tag...

Über aktuelles in der Gesellschaft

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Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Wolfi » Do 1. Dez 2005, 09:07

Eure offene Meinung darüber ist gefragt: Wie steht Ihr dazu?- Würde mich nicht mal gross wundern, wenn Christen Aids als die gerechte Strafe Gottes abtun würden... :roll:

Ein Welt-Aids-Tag und ausgerechnet in der Adventzeit...

In der Schweiz sollen inzwischen jeden Tag durchschnittlich 6 Personen an Aids versterben. Das sind jährlich also über 2000 Personen. Und die Zahl der Infizierten sei in der Schweiz kontinuierlich am steigen (statistisch 2 neu Infizierte pro Tag, wobei die Dunkelziffer wohl um einiges höher liegen dürfte). Warum ist dem wohl so?- Fatalismus (ev. gar Resignation) dem Leben gegenüber?- Wie es um das Ausbreiten der Vogelgrippe ging, sprangen Alle gleich darauf an und reagierten z.T. recht hysterisch. Warum ist das bei AIDS nicht so der Fall?- Warum das "Russisch Roulette"-Spielen?-

Auch ich kam nicht drum herum, ein paar mal einen Aids-Test machen zu lassen. Wie es dazu kam: Nun, ich war noch als Reiseleiter in dieser Welt unterwegs, als Aids in der breiten Öffentlichkeit noch kein Thema war. Und da ich dieses ganze Gummi-Prozedere eher als lästig empfand, war ich jedesmal froh, wenn ich darauf verzichten konnte... Etwas mulmig war mir schon, als ich dann das erste Mal zu diesem Test schritt... Dann wurde von mir in Poona ein Aidstest abverlangt, um Einlass in den Ashram Osho´s zu erhalten. Danach war ich dann mir gegenüber fatalistisch genug drauf, dass es mir egal gewesen wäre, wenn mich meine damalige neue Freundin infiziert hätte; ich war ja so verliebt... :tongue: Und zuguterletzt gelangte ich dann an eine neue Freundin, die erst Klarheit haben wollte, bevor auf diese Lümmeltüten verzichtet werden durfte... 8-) Dieser Freundin bin ich dann auch bis heute treu geblieben, resp. es lief nichts Anderweitiges ohne Gummis mehr...
Würde mich auch interessieren, wie Ihr Aidskranken begegnet?- Bestimmt gibt´s doch auch in Euren Verwandten-/Bekanntenkreis davon Betroffene... Wie geht Ihr damit um?- Warum steht eigentlich nichts über den Umgang mit dieser Krankheit in der Bibel?- Hmmm...
Schönen Welt-AIDS-Tag allerseits!
lg, wolfi
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon marie-theres » Do 1. Dez 2005, 14:56

Hoi Wolfi

Danke für die Eröffnung des Thema´s. Ich denke, es lässt uns Christen nicht kalt und wir überheben uns nicht über Menschen, welche mit dieser Krankheit angesteckt wurden. Dabei denke ich an die Gnade, welche dem einen oder anderen zuteil wurde.

Heute, früh morgen´s bekam ich ein sms von einem Invizierte, welcher mich auf diesen Tag aufmerksam machte.

In der stillen Zeit tauschte ich meine Geanken mit dem Vater. Ich sah dort kein strafender Gott, sondern ich sah, ein Herz voller Trauer und grosser Barmherzigkeit für diese Menschen.
liebe grüsse und gottes segen

krea und noch mehr krea
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Cöna » Fr 2. Dez 2005, 00:40

Original von Wolfi
Eure offene Meinung darüber ist gefragt: Wie steht Ihr dazu?- Würde mich nicht mal gross wundern, wenn Christen Aids als die gerechte Strafe Gottes abtun würden... :roll:

Ein Welt-Aids-Tag und ausgerechnet in der Adventzeit...

Ich wüsste nicht, warum wir Aids als Gottesstrafe bewerten sollten? Dann wäre ja Krebs und alle weiteren Krankheiten auch Strafe, was ich nicht glaube. Aids ist eine ernstzunehmende Krankheit, ich unterstütze Präventionsarbeiten voll und ganz!
Warum steht eigentlich nichts über den Umgang mit dieser Krankheit in der Bibel?- Hmmm...
Meines Wissens wurden ein Grossteil der Krankheiten(inklusive Aids) erst im letzten Jahrhundert entdeckt, zu Bibelzeiten kannte man die noch nicht.
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon onThePath » Fr 2. Dez 2005, 01:14

Original von Wolfi


Dann wurde von mir in Poona ein Aidstest abverlangt, um Einlass in den Ashram Osho´s zu erhalten.
lg, wolfi



Offtopic

Ich hoffe Poona hat Dir damals nicht zu sehr den Kopf verdreht.
Da ging es ja ziemlich nur um freie Sexualität wie in einer Hippie-Commune.

Das hatte alles nichts mit Hinduismus zu tun, nur mit dem teuflischen Charisma des dortigen Guru.

Als ich in Indien war, machte ich sowohl um Poona als auch um die Hippie-Hochburg Goa einen weiten Bogen.

Back to Topic
Ironischerweise bekam ich von einem Mann, der sich dann schnell als homosexuell herausstelle, ein Zimmer im besten Hotel von Bombay umsonst. Allerdings hielt ich ihn auf Distanz; wer weiß, vielleicht war das ja damals ein Angriff des Aids Virus auf mich.

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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon onThePath » Fr 2. Dez 2005, 12:25

Original von Cöna

Meines Wissens wurden ein Grossteil der Krankheiten(inklusive Aids) erst im letzten Jahrhundert entdeckt, zu Bibelzeiten kannte man die noch nicht.


Vor der modernen Medizin starben viele Menschen vorzeitig an Krankheiten.
Es war normal, daß von den Kindern nicht alle am Leben blieben.

Um so ärgerlicher, daß die Natur eine neue Krankheit erfunden hat, gegen die die moderne Medizin so schnell kein Mittel findet.

Noch ärgerlicher ist dabei, daß sie nicht so lange nach der sexuellen Revolution auftrat und verbreitet wird durch wahllosen Sexualverkehr.

Die Pille, die die neue Moral mitverursachte, führte also nicht zu dem Ziel sorgloser Auslebung von Sex, sondern mit Aids begann eine neue Sorge.

Ähnlich wie damals die Syphilis ist sie beinahe eine reine Geschlechtskrankheit.

Das sicherste Mittel gegen Aids, das auch dessen Ausbreitung verhindert hätte, wäre monogames Sexualverhalten.

Besonders traurig ist, daß mal wieder die Menschen in den armen Ländern am meisten leiden müssen.
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Lamdil » Fr 2. Dez 2005, 13:01

Original von onThePath
... vielleicht war das ja damals ein Angriff des Aids Virus auf mich.

Ich habe schon gestern überlegt, ob ich diese Aussage kommentiere, habe es mir dann aber erstmal verkniffen. :roll:

Ein Angriff des Aids-Virus? Sozusagen ein strategisch geplantes Vorgehen eines bösen Wesens gegen deine Existenz? So jedenfalls könnte man deine Worte verstehen und dann wäre das wohl das höchste Maß an Paranoia, das mir in letzter Zeit untergekommen ist. :D

Ob dieser Mann Hintergedanken hatte oder einfach nur freundlich sein wollte, lässt sich jetzt wohl genauso wenig ermitteln, wie die Frage, ob er auch Aids hatte. [list=1]
[*]Nicht alle Homosexuellen Männer denken nur an Sex.
[*]Homosexuelle sind nicht wahllos. Meinst du, dass du sein Typ gewesen wärst?
[*]Nicht alle Homosexuellen haben Aids.
[*]Nicht alle Aidskranken hatten homosexuellen Verkehr.
[/list=1] Soviel erstmal dazu.



Original von onThePath
Um so ärgerlicher, daß die Natur eine neue Krankheit erfunden hat, gegen die die moderne Medizin so schnell kein Mittel findet.

Ach - hier erfindet die böse Natur, ein anderes mal ist Gott der Schöpfer. Wenn ich mich recht entsinne, wolltest du dich in der Frage Schöpfung-ET nicht festlegen, weil es für dich nicht wichtig ist. Ich habe nun fast den Eindruck, du willst dich nicht festlegen, damit du einteilen kannst: Böse Schöpfung = Natur; gute Schöpfung = Gott.



Original von onThePath
Noch ärgerlicher ist dabei, daß sie nicht so lange nach der sexuellen Revolution auftrat und verbreitet wird durch wahllosen Sexualverkehr.

Aber so richtig ärgerlich ist, dass Aids auch durch Bluttransfusionen oder offene Wunden übertragen werden kann.


Die Macht des Wortes bezwingt das Chaos.

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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon onThePath » Fr 2. Dez 2005, 13:05

@ Lamdil

Zunächst mal: Komentiere doch bitte nicht das, was ich nicht gesagt habe.

Also lege mir bitte keine Aussagen und Schlußfolgerungen in den Mund, die ich nicht getätigt habe.

gleich mehr.

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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon onThePath » Fr 2. Dez 2005, 13:17

Original von Lamdil

Ein Angriff des Aids-Virus? Sozusagen ein strategisch geplantes Vorgehen eines bösen Wesens gegen deine Existenz? So jedenfalls könnte man deine Worte verstehen und dann wäre das wohl das höchste Maß an Paranoia, das mir in letzter Zeit untergekommen ist. :D


Sehr witzig. Du bist doch sicher gebildet genug, um eine blumige Aussage verstehen zu können.
Sonst würdest Du auch keine Metaphern in Gedichten richtig auffassen können.

Viren kommen eben als Teil der Natur vor und sind eine Bedrohung. Nun verstanden ?

Ob dieser Mann Hintergedanken hatte oder einfach nur freundlich sein wollte, lässt sich jetzt wohl genauso wenig ermitteln, wie die Frage, ob er auch Aids hatte.

Damit Du zufrieden bist: Dieser Homosexuelle war ein gebildeter Mann, der schon alleine deshalb auf Distanz blieb, weil er auch feinfühlig war.

Original von Lamdil
Original von onThePath
Um so ärgerlicher, daß die Natur eine neue Krankheit erfunden hat, gegen die die moderne Medizin so schnell kein Mittel findet.

Ach - hier erfindet die böse Natur, ein anderes mal ist Gott der Schöpfer. Wenn ich mich recht entsinne, wolltest du dich in der Frage Schöpfung-ET nicht festlegen, weil es für dich nicht wichtig ist. Ich habe nun fast den Eindruck, du willst dich nicht festlegen, damit du einteilen kannst: Böse Schöpfung = Natur; gute Schöpfung = Gott.


Das ist hier nur Dein eigener Hintergedanke.


Original von Lamdil
Original von onThePath
Noch ärgerlicher ist dabei, daß sie nicht so lange nach der sexuellen Revolution auftrat und verbreitet wird durch wahllosen Sexualverkehr.

Aber so richtig ärgerlich ist, dass Aids auch durch Bluttransfusionen oder offene Wunden übertragen werden kann.


Ha, ha.
Was für eine Beweisführung.
Aids wird hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen.
Bluttransfusionen können auf Aids getestet werden.
Offene Wunden, ja möglich, aber eine nebensächliche Ansteckungsquelle.
EDIT: Denn der Aids-Virus überlebt normalerweise außerhalb des Körpers nicht lange (oder ?)
EDIT2: Oh, ich sehe, daß ich hier auch Dir was in den Mund lege:
Nämlich daß es Dir nicht paßt, daß Aids hauptsächlich durch Sex übertragen wird.

mfg, oTp




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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon ahnungsloser » Sa 4. Feb 2006, 20:48

Und wo bitte steht in der Bibel geschrieben dass es Viren oder Bakterien gibt auf die man aufpassen sollte?

In den Pestzeiten starben viele Millionen von Menschen bis man erkannte dass es nur Hygienische Massnahmen sind die gegen diese Krankheiten helfen, früher wurde es aber als Strafe Gottes angesehen.

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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Wolfi » Sa 8. Nov 2008, 08:06

Bald ist es wieder so weit: 1. Dezember ist "Welt-Aids-Tag".
http://www.weltaidstag.com/

Dem HI-Virus scheint es nach wie vor egal zu sein, welcher Konfession Jemand angehört. Trotz Aufklärungskampagnen scheint er sich immer noch weiter auszubreiten. Wie stellt sich Eure christliche Gemeinde denn dazu?- Wie geht Eure Gemeinde mit Infizierten um?- Werden sie totgeschwiegen, bis sie tatsächlich tot sind, oder kümmert man sich in spezieller Weise um sie?-
Wie begegnet Ihr einem Aidskranken?- Habt Ihr persönliche Erfahrungen gemacht mit davon Betroffenen?- Wie würdet Ihr Euch verhalten, wenn Ihr selber erfahren müsstet, infiziert worden zu sein?- Würdet Ihr es zu verbergen suchen, solange es irgendwie möglich ist, oder würdet Ihr offen dazu stehen?- Weshalb würdet Ihr Euch so oder so verhalten?-
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Wolfi » Sa 8. Nov 2008, 12:42

Alles Drückeberger hier in diesem Forum?-
Dieses Thema hier wurde sage und schreibe schon 850 mal angeklickt. Stellung bezogen haben jedoch gerade mal 3 Personen. Ich frage mich, ob AIDS in christlichen Kreisen ein Tabu-Thema ist?- Eigenartig, eigenartig ...
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon kingschild » Sa 8. Nov 2008, 16:31

Wolfi hat geschrieben:Bald ist es wieder so weit: 1. Dezember ist "Welt-Aids-Tag".
http://www.weltaidstag.com/

Dem HI-Virus scheint es nach wie vor egal zu sein, welcher Konfession Jemand angehört. Trotz Aufklärungskampagnen scheint er sich immer noch weiter auszubreiten. Wie stellt sich Eure christliche Gemeinde denn dazu?- Wie geht Eure Gemeinde mit Infizierten um?- Werden sie totgeschwiegen, bis sie tatsächlich tot sind, oder kümmert man sich in spezieller Weise um sie?-
Wie begegnet Ihr einem Aidskranken?- Habt Ihr persönliche Erfahrungen gemacht mit davon Betroffenen?- Wie würdet Ihr Euch verhalten, wenn Ihr selber erfahren müsstet, infiziert worden zu sein?- Würdet Ihr es zu verbergen suchen, solange es irgendwie möglich ist, oder würdet Ihr offen dazu stehen?- Weshalb würdet Ihr Euch so oder so verhalten?-


Hallo Wolfi

Haben den Thread angeklickt musste aber noch ausser Haus bevor ich antworten konnte.

Schlechte Aufklärungskampagnen nützen meist nicht viel und bewirken oft sogar das Gegenteil. Solange der Mensch nicht seine Haltung ändert und durch Kampagen nocht dazu ermuntert wird sein Verhalten nicht zu ändern, wird sich dort auch in Zukunft nicht viel ändern. Jeder kann betroffen sein aber Du weisst ja das Christen nach Werten leben, die der Verbreitung nicht förderlich sind und wir lehren ja auch Werte die einem helfen, wenn man danach lebt, das HIV nicht ein Thema für einem selbst wird.

Die meisten Christlichen Gemeinden haben offene Türen für Menschen die mit dieser Krankheit betroffen sind. Nun zur Frage wie gehe ich damit um wenn ich es weiss. Denn meisten Menschen kann man es hier in der Schweiz anvertrauen, mit klarer Betonung auf Schweiz. Aber es gibt immer noch ein paar Dummschwätzer denen würde ich es nicht persönlich anvertrauen aber die begegneten mir meist nicht in Kirchen.

In den Gemeinden die ich besuche wird für mich gebetet und auch sonst gibt es immer wieder engagierte Christen die auch praktisch weiterhelfen oder sich anerbieten falls dies die Situation erfordert.

Und ja ich erlebte schon einige male Diskriminerung aus Angst, aus Dummheit, aus Unwissenheit aber dies ist mir bis heute noch nie in einer Christlichen Gemeinde passiert sondern vielmehr dort wo man es am wenigsten erwarten würde.

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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Wolfi » Sa 8. Nov 2008, 20:07

Hallo Kingschild

Schlechte Aufklärungskampagnen nützen meist nicht viel und bewirken oft sogar das Gegenteil.

Ist "gut" und "schlecht" in diesem Zusammenhang denn so klar auszumachen?- Muss man nicht einfach verschiedene Varianten ausprobieren?- Ist doch schliesslich wie mit anderen Dingen auch: Der Eine begreifts einfach so, beim Anderen braucht's eben etwas anderes ...

Solange der Mensch nicht seine Haltung ändert und durch Kampagen nocht dazu ermuntert wird sein Verhalten nicht zu ändern, wird sich dort auch in Zukunft nicht viel ändern.

Entschuldige, aber es hat doch eine nachweisliche Verhaltensänderung stattgefunden. Heute greifen doch viel mehr Männer zur Lümmeltüte, als dies noch vor etwa 20 Jahren der Fall war?!- Klar, Dumpfbacken sterben wohl nie aus und so werden immer Welche nach wie vor lieber Russisches Roulette spielen ...

Jeder kann betroffen sein aber Du weisst ja das Christen nach Werten leben, die der Verbreitung nicht förderlich sind und wir lehren ja auch Werte die einem helfen, wenn man danach lebt, das HIV nicht ein Thema für einem selbst wird.

Stimmt. Nach jahrelanger Verweigerung hat der Papst dem Gebrauch von Präser ja auch noch zugestimmt. Allerdings hat er dies wohl erst gemacht, als er seine hauseigene Präserfabrik fertig erstellt hatte ... :roll:

Die meisten Christlichen Gemeinden haben offene Türen für Menschen die mit dieser Krankheit betroffen sind.

Was heisst das: "offene Türen"?- Erst mal ist man doch gebrandmarkt, als Einer, der sich sexuell versündigt hat, oder täusche ich mich?- Ob Dich diese Gemeindeglieder wohl noch zu sich nach Hause einladen würden?- Ich weiss nicht, aber ich habe da so meine Zweifel, wenn ich sehe, wie Christen sich schon bei viel harmloseren Dingen gerne verdrücken ...

Nun zur Frage wie gehe ich damit um wenn ich es weiss. Denn meisten Menschen kann man es hier in der Schweiz anvertrauen, mit klarer Betonung auf Schweiz. Aber es gibt immer noch ein paar Dummschwätzer denen würde ich es nicht persönlich anvertrauen aber die begegneten mir meist nicht in Kirchen.

Nun, ich würde auch nicht mit einem Schild rum laufen "Hey, ich habe AIDS..." und würde es wohl auch nur meinem Freundeskreis anvertrauen. Wahrscheinlich aber würde ich's, so lange es möglich wäre, verschweigen (3 Menschen ausgenommen). Das würde ich wohl aber auch mit einer anderen unheilbaren Krankheit tun.

In den Gemeinden die ich besuche wird für mich gebetet und auch sonst gibt es immer wieder engagierte Christen die auch praktisch weiterhelfen oder sich anerbieten falls dies die Situation erfordert.

Verwirr mich nicht: wird oder würde?-

Und ja ich erlebte schon einige male Diskriminerung aus Angst, aus Dummheit, aus Unwissenheit aber dies ist mir bis heute noch nie in einer Christlichen Gemeinde passiert sondern vielmehr dort wo man es am wenigsten erwarten würde.

Wo man es am wenigsten erwarten würde: Im Familien- und/oder Freundeskreis, oder was meinst Du damit?-
Diskriminierung hat ihren Ursprung eigentlich immer in Unwissenheit (Dummheit) oder irgendwelchen diffusen Ängsten. Eigentlich erstaunlich, dass Leute, welche HIV-Infizierte diskriminieren überhaupt auf die Strasse trauen bei all den Virenherden, die da ständig unterwegs sind ... :roll:

Heisst es nicht, dass HIV-Infizierte eine geschätzte Lebenserwartung von noch 10 bis 15 Jahre haben sollen?- Ich frage mich, wie man überhaupt auf eine derartige Zahl kommt?- Jedenfalls kenne ich welche, die schon viel länger und eigentlich ganz gut mit diesem Virus leben ...
lg, wolfi
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Grasy » So 9. Nov 2008, 01:51

Wolfi hat geschrieben:Was heisst das: "offene Türen"?- Erst mal ist man doch gebrandmarkt, als Einer, der sich sexuell versündigt hat, oder täusche ich mich?


Gebrandmarkt als einer der sich versündigt hat? Häh? Also wenn es dieses Brandmarkdings durch Sünde gibt wurden wir alle schon gebrandmarkt. Jeder der schon mal feststellte daß er auf eine Art und Weise eigentlich zu den Zöllnern gehört sollte aber eigentlich kein großes Bedürfnis haben sich als Pharisäer selbst auf die Schulter zu klopfen. Das ist gar nicht gut.

Und zu deiner weiteren Frage. Würde dich wohl der Nachbar noch einladen? Oder die Verwandtschaft? Ablehnung kannst du gewiss hier und dort mit was auch immer für Begründungen finden. Das Argument "er hat gewiss mal gesündigt" ist aber ein sehr mieses Argument und ziemlich sicher Selbstbetrug.


Mfg,
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon kingschild » So 9. Nov 2008, 13:27

Ist "gut" und "schlecht" in diesem Zusammenhang denn so klar auszumachen?- Muss man nicht einfach verschiedene Varianten ausprobieren?- Ist doch schliesslich wie mit anderen Dingen auch: Der Eine begreifts einfach so, beim Anderen braucht's eben etwas anderes ...


Das die Welt nicht die gleichen Varianten als sinnvoll errachtet das ist mir klar aber zeige mir eine Kampange wo man mal darauf hingewiesen hat das Treue und andere Christliche Werte schützen. Und das vielleicht auch Menschen motiviert werden dies vermehrt umzusetzen?


Entschuldige, aber es hat doch eine nachweisliche Verhaltensänderung stattgefunden. Heute greifen doch viel mehr Männer zur Lümmeltüte, als dies noch vor etwa 20 Jahren der Fall war?!- Klar, Dumpfbacken sterben wohl nie aus und so werden immer Welche nach wie vor lieber Russisches Roulette spielen ...


Die neusten Zahlen gerade bei Risikogruppen zeigen das nicht wenige wieder zurück gehen, dort wo wir starteten. Lust vor Schutz.

Stimmt. Nach jahrelanger Verweigerung hat der Papst dem Gebrauch von Präser ja auch noch zugestimmt. Allerdings hat er dies wohl erst gemacht, als er seine hauseigene Präserfabrik fertig erstellt hatte ... :roll:


Der Papst das ist eine Geschichte für sich und er ist nur das Oberhaupt einer Gruppe von Christen.

Was heisst das: "offene Türen"?- Erst mal ist man doch gebrandmarkt, als Einer, der sich sexuell versündigt hat, oder täusche ich mich?- Ob Dich diese Gemeindeglieder wohl noch zu sich nach Hause einladen würden?- Ich weiss nicht, aber ich habe da so meine Zweifel, wenn ich sehe, wie Christen sich schon bei viel harmloseren Dingen gerne verdrücken ...


Ein Sünder der umkehren will hat immer offene Türen und auch Jesus hat mit den Sündern zu Tische gesessen, obschon er Ihre Sünden nie gutheisste. Das es hier auch welche gibt die eine Einladung scheuen würden das wage ich nicht zu bezweifeln aber mir ist es so nie passiert, im Gegenteil.

Nun, ich würde auch nicht mit einem Schild rum laufen "Hey, ich habe AIDS..." und würde es wohl auch nur meinem Freundeskreis anvertrauen. Wahrscheinlich aber würde ich's, so lange es möglich wäre, verschweigen (3 Menschen ausgenommen). Das würde ich wohl aber auch mit einer anderen unheilbaren Krankheit tun.


Das abwägen wann und wie man Leute darüber informiert ist immer schwierig.

Verwirr mich nicht: wird oder würde?-


Es wird für mich gebetet es war richtig geschrieben.

Wo man es am wenigsten erwarten würde: Im Familien- und/oder Freundeskreis, oder was meinst Du damit?-
Diskriminierung hat ihren Ursprung eigentlich immer in Unwissenheit (Dummheit) oder irgendwelchen diffusen Ängsten. Eigentlich erstaunlich, dass Leute, welche HIV-Infizierte diskriminieren überhaupt auf die Strasse trauen bei all den Virenherden, die da ständig unterwegs sind ... :roll:

Heisst es nicht, dass HIV-Infizierte eine geschätzte Lebenserwartung von noch 10 bis 15 Jahre haben sollen?- Ich frage mich, wie man überhaupt auf eine derartige Zahl kommt?- Jedenfalls kenne ich welche, die schon viel länger und eigentlich ganz gut mit diesem Virus leben ...
lg, wolfi



Am meisten Diskrimnierung habe ich erlebt beim Pflegepersonal in Spitälern, Zahnärzten, Versicherungen und undgläubigen Menschen die einfach die Aufklärung nicht begriffen haben oder keine hatten.

Man geht davon aus das ohne Behandlung bei den meisten nach 10 - 15 Jahren das AIDS ausbricht und wenn dies nicht behandelt wird dann kann dies innert kürzester Zeit zum Tod führen. Die heutigen Medikamente können dies längere Zeit hinauszögern da aber diese erst seit 12 Jahren auf dem Markt sind beruhen die neuen Berechnungen nur auf Annahmen und man weiss nicht wie, wo und wann sich Resitenzen bilden. Diejenigen die längere Zeit ohne Medikament damit leben oder lebten gehören zu den Ausnahmegruppen von Langzeitüberlebenden die kennt man seit jeher. Trotz Medikamenten ist es eine ziemlich schwere Krankheit wo derjenige, der heute gut damit lebt schon Morgen wieder dem Tode näher sein kann als im lieb ist. Auch Krankheiten und zusätzliche Medikamente können die Lebensqualität sehr stark veringern aber gemessen an dem was man früher kannte sind die Fortschritte nicht zu verachten. Zu unterscheiden gilt noch zwischen HIV Betroffenheit und dem Ausbruch von AIDS und noch heute sterben Menschen hier in der Schweiz an dieser Krankeit aber der Ausbruch hat sich dramatisch verlangsamt durch die neuen Therapien.

Diese Verzögerung ist aber nur Verzögerung und ändert nichts an der Tatsache das wenn keine Medikamente für Heilung gefunden werden es früher oder später wieder zu wesentlich höheren Zahlen kommen wird denn die Ansteckungen sind weiterhin auf hohem Niveau.

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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Taube » Mo 10. Nov 2008, 10:11

kingschild hat geschrieben:Jeder kann betroffen sein aber Du weisst ja das Christen nach Werten leben, die der Verbreitung nicht förderlich sind und wir lehren ja auch Werte die einem helfen, wenn man danach lebt, das HIV nicht ein Thema für einem selbst wird.

Das scheint mir zu kurz gegriffen zu sein. Es stimmt jeder Christ kann betroffen sein, doch jeder Christ ist auch betroffen. Nachfolge heisst, nach christlichen Werten leben, konkreter auch mit dem Kranken mit-leiden, begleiten und helfen. Gerade dann wenn es sich auch um eine sehr ausgrenzende Krankheit handelt, sollten doch Christen sehr stark betroffen sein. Kirchen haben deshalb schon früh Aidspfarrämter geschaffen, um die spezifischen Probleme angehen zu können. Vor allem zu Beginn waren diese Seelsorger sehr gefragt. Ich hatte Kontakt mit einem solchen Seelsorger, es war eine sehr fordernde Arbeit und aufwändig. Gerade in Zeiten der Krankheiten suchten viele wieder den Kontakt mit den Kirchen oder Gemeinden. Heute mit den neuen Medikamenten ist die Angst vor dieser Krankheit sehr geringer geworden.

Unabhängig von diesem Pfarramt kannte ich selbst zwei Personen, die schon sehr früh an Aids gestorben sind. Einer outete sich, was ihm sehr viele Schwierigkeiten brachte. Job war natürlich sofort weg. Solange es ging, hatte er dann doch noch in einer Kirchgemeinde leichtere Arbeiten, Besucherdienste und ähnliches, bekommen. Die andere Person hat sich nicht geoutet und ist sehr einsam gestorben.

Da Aids lange noch eine stigmatisierte Krankheit war, ging es den meisten Menschen lange Zeit nicht in den Kopf, dass das Aids Virus schlecht übertragbar. Hepatitis B ist um ein Vielfaches ansteckender. ...und bei einer Hepatits Krankheit wird auch kaum diskutiert, ob man sich outen soll.

Gruss Taube
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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon kingschild » Mo 10. Nov 2008, 13:52

Taube hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Jeder kann betroffen sein aber Du weisst ja das Christen nach Werten leben, die der Verbreitung nicht förderlich sind und wir lehren ja auch Werte die einem helfen, wenn man danach lebt, das HIV nicht ein Thema für einem selbst wird.

Das scheint mir zu kurz gegriffen zu sein. Es stimmt jeder Christ kann betroffen sein, doch jeder Christ ist auch betroffen. Nachfolge heisst, nach christlichen Werten leben, konkreter auch mit dem Kranken mit-leiden, begleiten und helfen. Gerade dann wenn es sich auch um eine sehr ausgrenzende Krankheit handelt, sollten doch Christen sehr stark betroffen sein. Kirchen haben deshalb schon früh Aidspfarrämter geschaffen, um die spezifischen Probleme angehen zu können. Vor allem zu Beginn waren diese Seelsorger sehr gefragt. Ich hatte Kontakt mit einem solchen Seelsorger, es war eine sehr fordernde Arbeit und aufwändig. Gerade in Zeiten der Krankheiten suchten viele wieder den Kontakt mit den Kirchen oder Gemeinden.
Gruss Taube


Hallo Taube

Das ist ein kleines Missverständnis mein Text handelt um die Situation das man als Christ wenn man nach diesen Werten lebt und eine Partnerschaft nach Christlichen Werten führt mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht direkt betroffen wird.

Das die Gemeinden sehr viel tun habe ich auch erwähnt und wie ich persönlich dies erlebe. Das man dort auch wieder involviert ist in die Thematik das ist eine selbstverständlichkeit wenn wir auch wieder nach den Christlichen Werten leben.

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Re: Welt-Aids-Tag...

Beitragvon Taube » Mo 10. Nov 2008, 16:03

Ich habe Dich nicht missverstanden und wusste schon, wie Du es meinst. Doch beim Lesen Deines Beitrages fragte ich mich plötzlich, ob im christliches Leben nicht die eigene Betroffenheit viel weiter gehen sollte, als gemeinhin angenommen. Gerade Jesus machte die Sache des Menschen zu seiner eigenen Sache. Also nicht nur das Betroffensein am eigenen Körper, auch das Betroffensein im Geiste gehört zum Christsein. Ich hoffe Du weisst, was ich damit meine.

So sind doch Christen herausgerufen, an der Not des Anderen mitzutragen. Die Freude des Paulus an der Verfolgung und Bedrängnis z.B. ist weniger Leidensmystik oder Masochismus, sondern mehr das willige Bereitsein, miteinander auch Schwäche und Not zu teilen.

Gruss Taube
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