Mose und seine Kleider

Humor, Witze, lustige Geschichten

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Mose und seine Kleider

Beitragvon Yehudit » Do 16. Jun 2011, 19:13

Ein Vertreter von Israel begann zu sprechen: „Bevor ich meine Rede beginne, möchte ich Ihnen etwas über Mose erzählen: Nachdem er auf den Felsen schlug und Wasser hervor brachte, dachte er, „Welch eine gute Gelegenheit ein Erfrischungsbad zu nehmen!" Mose legte seine Kleider auf den Felsen und stieg ins Wasser. Als er wieder hinaus kam und seine Kleider anziehen wollte, waren sie verschwunden. Ein Palästinenser hat sie gestohlen! Der palästinensische UNO-Vertreter sprang ärgerlich auf und schrie, „Das kann doch nicht wahr sein, die Palästinenser waren doch damals noch gar nicht da." Der israelische Vertreter lächelte und sagte, „Und jetzt, nachdem wir diese Sache geklärt haben, werde ich meine Rede beginnen".
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Such_Find » Do 16. Jun 2011, 19:35

Ich hoffe das dieser Thread gesperrt wird, Palästinenser schlecht zu machen(Diebe) scheint dir zu gefallen.

Nein, ich finde diese Geschichte überhaupt nicht zum schmunzeln :x
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 19:46

Hallo Such-Find,

hier macht doch gar niemand die Palästinenser schlecht.
Der Witz an der Sache ist ja eben genau das Gegenteil ;)
Darauf ist ja der Mann auch hereingefallen.
Das Fazit ist ja eben: Der Palästinenser kann es nicht gewesen sein, was ergo aufzuzeigen war :))
Es geht gar nicht darum, dass man Palästinenser als Diebe vermutet oder bezeichnet. Sondern es zielt ab auf die automatische Reaktion.

Und Tatsache ist nun mal, dass damals noch keine Palästinenser da waren.
Mit dem überall Rassismus zu riechen kann mans dann auch übertreiben.
Ich hab nämlich wirklich herzlich geschmunzelt darüber, ob Dir das nun gefällt oder nicht.

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Such_Find » Do 16. Jun 2011, 19:52

@Sandra

Es geht um Yehudit, diese Geschichten mit Unterton erwarte ich nur noch von ihr.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 19:58

Das mit dem Unterton müsstest Du mit ihr selbst klären.
Es kann nämlich gut sein, dass etwas bei Dir ankommt, was nicht so abgesendet worden ist.
Aber wie gesagt: Es ist nun mal eine biblische sowie auch historische Tatsache, dass dieses Land nicht den Palästinensern als Urbevölkerung gehört.
Wer noch immer diesem Irrtum obliegt, der studiere bitte die Geschichte. Auch die Geschichte des Israel-Palästinenser-Problems.
Und falls Du auch bei mir einen "Unterton" vermutest: Nein, ist nicht.

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Columba » Do 16. Jun 2011, 20:03

Yehudit hat geschrieben:Der israelische Vertreter lächelte und sagte, „Und jetzt, nachdem wir diese Sache geklärt haben, werde ich meine Rede beginnen".


er hat recht! die palästinenser waren n dabei. die wüstenstrapazen mussten die israeliten (teilweise aus strafe) selbst durchleiden. ...was aber nicht bedeuten darf, dass den palästinensern heute das wasser gestohlen werden soll.


Grüße Columba
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Columba » Do 16. Jun 2011, 20:10

Sandra73- hat geschrieben:Wer noch immer diesem Irrtum obliegt, der studiere bitte die Geschichte. Auch die Geschichte des Israel-Palästinenser-Problems.


...und beim studium sieht man, dass je nach interesse die geschichtsschreibung zu unterschiedlichen resultaten kommt.


Grüße Columba
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Columba » Do 16. Jun 2011, 20:14

Yehudit hat geschrieben:Ein Vertreter von Israel begann zu sprechen: „Bevor ich meine Rede beginne, möchte ich Ihnen etwas über Mose erzählen: Nachdem er auf den Felsen schlug und Wasser hervor brachte, dachte er, „Welch eine gute Gelegenheit ein Erfrischungsbad zu nehmen!" Mose legte seine Kleider auf den Felsen und stieg ins Wasser. Als er wieder hinaus kam und seine Kleider anziehen wollte, waren sie verschwunden. Ein Palästinenser hat sie gestohlen! Der palästinensische UNO-Vertreter sprang ärgerlich auf und schrie, „Das kann doch nicht wahr sein, die Palästinenser waren doch damals noch gar nicht da." Der israelische Vertreter lächelte und sagte, „Und jetzt, nachdem wir diese Sache geklärt haben, werde ich meine Rede beginnen".


was, yehudit, wolltest du mit dieser geschichte eigentlich aussagen? was ist dir wichtig daran?


Grüße Columba
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Thelonious » Do 16. Jun 2011, 20:41

Ich möchte sagen, was mir ganz persönlich an dieser (fiktiven) Geschichte (unter "zum Schmunzeln gepostet")- besser gesagt an den Reaktionen darauf - als Erkenntnis wichtig ist: welche Empörung dieses hervorrief!

Viele Grüße
Thelo
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 20:46

Ja, ganz genau, dieser Blickwinkel war es bei mir eben auch.
Gut erklärt, Thelonious :))
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Savonlinna » Do 16. Jun 2011, 20:49

Such_Find hat geschrieben:Ich hoffe das dieser Thread gesperrt wird, Palästinenser schlecht zu machen(Diebe) scheint dir zu gefallen.

Nein, ich finde diese Geschichte überhaupt nicht zum schmunzeln :x


Ich lese die Geschichte so, dass gezeigt werden soll, dass die Palästinener kein Anrecht auf Land haben, da die Israelis zu erst da waren.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Do 16. Jun 2011, 22:22

So verstehe ich die Geschichte auch.

Aber sie will mir nicht so recht gefallen. Vermutlich weil ich rhetorische Kniffe dieser Art mühselig finde.

Man könnte sie aber schon auch zumindest unter anderem anders interpretieren. Das ist der andere Grund, weswegen die Geschichte mir nicht gefällt; dieser Nebengeschmack. Sie funktioniert ja eigentlich nur, wenn man davon ausgeht, dass Palästinenser typische Diebe sind.

@Yehudit: warum hast du sie gepostet? Was willst du damit sagen? Ich bitte um Antwort.

lg, doro - nachdenklich
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 22:41

Liebe doro,

seltsam, ich habe überhaupt nicht diese Logik dahinter gesehen, sondern eben eigentlich so wie Thelonious das geschrieben hat, der Effekt des Aufschreiens sobald man "Palästinenser" hört.
Das funktioniert mit allem, und hängt nicht mit der Vorstellung zusammen von Dieben oder sonstwas.
Man könnte dieses sogar auf die Spitze treiben und eigentlich etwas Positives sagen über die Palästinenser, aber das Gegenüber merkt das nicht weil eine eingespielte automatische Reaktion abläuft udn schreit genau gleich auf - aus Reflex und Gewohnheit. Wohingegen wenn wir das Ganze mit den Juden durcherzählen würden, eben die Reaktion anders ausfallen würde - ebenfalls aus Reflex udn Gewohnheit.
Und dies empfinde ich dabei als die Quintessenz der Geschichte.
Nebst dem wahren kern dass ihnen tatsächlich das Land nicht vor den Juden gehört hat.

Besser kann ich es aber nicht erklären, vielleicht kann das Thelo noch treffender.
Aber Geschmackssache sind solche Anekdoten allerdings schon, das verstehe ich gut.

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Do 16. Jun 2011, 22:44

Hallo Sandra

Welche positive mögliche Lesart siehst du denn? :?: Ich kann sie nicht erkennen. Und ich glaube auch kaum, dass sie intendiert wäre.

lg, doro
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Do 16. Jun 2011, 22:47

Achso... Und:
Sandra73- hat geschrieben:Wohingegen wenn wir das Ganze mit den Juden durcherzählen würden, eben die Reaktion anders ausfallen würde - ebenfalls aus Reflex udn Gewohnheit.

Wie BITTE?
Was meinst du damit? Liest sich ein wenig so, als würdest du mir und Such_Find Antisemitismus unterstellen wollen. :shock:

Das funktioniert mit allem, und hängt nicht mit der Vorstellung zusammen von Dieben oder sonstwas.

Und da verstehe ich auch nicht, was du damit meinst.

lg, doro
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 22:48

Hm also dann wirds schwierig, wenn an meiner Erklärung so gar nichts verständlich war :?
Und Du siehst das tatsüächlich ausschliesslich als Affront gegen Palästinenser, um ihnen zu sagen, sie seien doch alles Diebe usw.? :o
Da bin ich echt ziemlich überrascht. Ich muss zuerst einmal überlegen, wie ich das denn noch verständlicher formulieren könnte.....

Lieber Gruss, Sandra
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 22:51

doro hat geschrieben:Achso... Und:
Sandra73- hat geschrieben:Wohingegen wenn wir das Ganze mit den Juden durcherzählen würden, eben die Reaktion anders ausfallen würde - ebenfalls aus Reflex udn Gewohnheit.

Wie BITTE?
Was meinst du damit? Liest sich ein wenig so, als würdest du mir und Such_Find Antisemitismus unterstellen wollen. :shock:

lg, doro


Wie bitte, häää? :?: :?
Jetzt versteh ich noch weniger, liebe doro...
Nein, das war nicht mein geringster Gedanke!
Sondern ich sprach von einer allgemeinen Tendenz, dass Menschen in der Regel aufschreien, wenn sie Palästinenser ungerecht behandelt wähnen, aber oftmals vom Blickwinkel her nicht halb so aufmerksam sind, wenn sie von Juden hören.
Ich meinte damit eigentlich so gesamthaft die heutige Gesellschaft, nicht Du oder Such-Find.
Ich versuchte damit zu erklären, was mit der Geschichte ausgesagt werden könnte oder gemeint sein könnte, oder wie ich sie eben verstehe in welche Richtung.
Mit Euch beiden hatte das überhaupt nichts zu tun.

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Do 16. Jun 2011, 22:54

Sandra73- hat geschrieben:Und Du siehst das tatsüächlich ausschliesslich als Affront gegen Palästinenser, um ihnen zu sagen, sie seien doch alles Diebe usw.? :o

Mit meinem ersten Satz im Thread bezog ich mich auf Savonlinnas Interpretation. Diese halte ich für die Hauptaussage der Geschichte. (Also, die Frage, wer zuerst da war.)
Man kann sie aber durchaus auch so verstehen, quasi als Nebeneffekt, dass sie sagt (ob bewusst oder nicht), dass ja zwischen dem Israeli und dem Palästinenser Konsens herrscht, dass Palästinenser typische Diebe sind.

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Do 16. Jun 2011, 22:56

Sandra73- hat geschrieben:Sondern ich sprach von einer allgemeinen Tendenz, dass Menschen in der Regel aufschreien, wenn sie Palästinenser ungerecht behandelt wähnen, aber oftmals vom Blickwinkel her nicht halb so aufmerksam sind, wenn sie von Juden hören.

Ok, langsam verstehe ich. Du meinst mit dem "Aufschreien" hier das in der Geschichte und nicht das im Thread?
Und das wäre deine positive Lesart: man soll bitte nicht nur bei den Palästinensern aufschreien, sondern auch bei den Juden, wenn sie so etwas verdächtigt werden?

Falls es so ist, rührt das Missverständnis daher, dass du eben diesen Worten von Thelo dich angeschlossen hast, der von den Reaktionen im Thread (also Such_Find in erster Linie) sprach:
Thelo hat geschrieben:Ich möchte sagen, was mir ganz persönlich an dieser (fiktiven) Geschichte (unter "zum Schmunzeln gepostet")- besser gesagt an den Reaktionen darauf - als Erkenntnis wichtig ist: welche Empörung dieses hervorrief!

Keine Sorge: Ich weiss, dass Thelo jemandem, der die Story kritisch sieht, nicht per se unterstellen würde, dass er sie nicht kritisch sähe, wenn sie umgekehrt erzählt würde.
Dein Beitrag klang aber so für mich, weil ich davon ausging, dass du mit dem Aufschrei uns im Thread meinst.

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 23:09

Achso, das hast Du auf den Thread bezogen!
Ja, also ich habe da auch nicht präzise genug mich ausgedrückt sorry.
Ich habe auch, fällt mir nun auf, wenn ich ganz ehrlich bin, Such-Finds Post schon so ein bisschen im Tenor verstanden, wie ich es nun mit der "Allgemeinheit" beschrieben habe.
Aber im Grunde genommen habe ich Thelo vielleicht auch falsch verstanden, weil ich habe es auf den Aufschrei in der Story selbst gedeutet. Kann sein dass ich da Thelos Post zuwenig verstanden habe, dem ich mich spontan angeschlossen habe.
Aber er hat es ja auch nicht so explizit bezeichnet.
Da kann wohl nur er genau aufklären wie er es gemeint hat.

Und ja, ich denke, dass Du mich nun richtig verstanden hast :))

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Savonlinna » Do 16. Jun 2011, 23:16

Sandra73- hat geschrieben:Hm also dann wirds schwierig, wenn an meiner Erklärung so gar nichts verständlich war :?
Und Du siehst das tatsüächlich ausschliesslich als Affront gegen Palästinenser, um ihnen zu sagen, sie seien doch alles Diebe usw.? :o


So lese ich die Geschichte aber auch nicht.

Es soll doch eine Rede vor der UNO gehalten werden. Es ist also eine heutige Geschichte. Der Israel-Vertreter der UNO soll die Rede halten, und der palästinensische UNO-Vertreter ist im Publikum.

Der Verlauf der Geschichte zeigt, dass die Rede selber offenbar den Nahost-Konflikt thematisieren will: also die Frage, ob die Palästinenser zu Recht in diesem Gebiet leben.

Bevor nun der Israel-Vertreter der UNO mit seiner Rede beginnt, will er offenbar durch eine kleine Vorrede klären, dass die Juden schon längst dieses Gebiet besessen hatten, als die Palästinenser noch gar nicht existierten.

Dazu benutzt er nun die Moses-Geschichte.
Es geht meines Erachtens gar nicht darum, dass der Israel-Vertreter den Palästinenstern unterstellen will, dass sie Diebe sind.
Es geht hier ja nur um einen Kleiderklau eines einzigen Menschen.

Was der Israel-Vertreter aber bewusst provoziert hat mit seiner erfundenen Geschichte, ist, dass der palästinensische UNO-Vertreter aufschreit und sagt: kein Palästinenser kann diese Kleider geklaut haben, denn damals gab es an diesem Ort noch keine Palästinenser.

Und um dieses Eingeständnis ging es dem Israel-Vertreter.

Er will also seine nun folgende Rede genau darauf aufbauen:
es möge sein, dass die Palästinenser da schon Hunderte von Jahren leben, bevor der Israel-Staat neu gegründet sei. Aber das sei kein Argument, denn die Juden waren vor mehreren tausend Jahren Besitzer dieses Gebietes gewesen, und die Palästinenser hätten da eben keine Ansprüche.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 23:21

Liebe Savonlinna,

ich bin nicht sicher ob ich verstehe wie Du das meinst.
Wie liest Du die Geschichte auch nicht?
Denn so wie Du es beschrieben hast, stimmt das ja auch. Das ist tatsächlich der Verlauf der Geschichte udn die Aussage an sich.
Nur sehe ich unterschwellig das Andere auch als kommunikatives Instrument und als Pointe drin. Die ich im Gegensatz zu einer rassistischen Leseart erklären wollte.
ich habe doro ja gefragt ob sie es so versteht, dass es ein Affront gegen die Palästinenser sähe, denen man so unterstellt, sie seien so generell charakterlich Diebe oder so.
Weil ich das darin ja überhaupt nicht so lese.

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Do 16. Jun 2011, 23:31

Hallo zusammen

@Savonlinna: Das habe ich durchaus verstanden. Und so interpretiere ich die Geschichte ja auch. Aber sie funktioniert nur (ok: besonders gut), wenn mindestens die noch einigermassen vorsichtig formulierte Aussage: "Oh, da wurde was gestohlen. Das wird wohl ein Palästinenser gewesen sein." als akzeptabel angenommen wird.

@Sandra:
Sandra73- hat geschrieben:Ich habe auch, fällt mir nun auf, wenn ich ganz ehrlich bin, Such-Finds Post schon so ein bisschen im Tenor verstanden, wie ich es nun mit der "Allgemeinheit" beschrieben habe.

Hmm... Ich würde ihm diese Haltung nun aber nicht unterstellen.

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 23:33

Ich habe es ihm ja auch nicht unterstellt. Sondern habe ihn, wie ich schrieb, "ein bisschen in diese Richtung verstanden".
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Do 16. Jun 2011, 23:40

Ok, ich gebe zu, dass ich das ein bisschen als Euphemismus verstanden habe. Sorry! ;)

Aber was du konkret damit meinst, ist mir nicht ganz klar. Aber das müsstet ihr eh miteinander klären.

---------------------------------------

Ich bin jetzt erstmal gespannt auf Yehudits Statement.

Ich weiss übrigens, dass wir hier bei "Zum Schmunzeln" sind. Aber (politisch) derart Heikles wirft einfach gerne mal Fragen und Diskussionen auf.

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Savonlinna » Do 16. Jun 2011, 23:40

Sandra73- hat geschrieben:Liebe Savonlinna,

ich bin nicht sicher ob ich verstehe wie Du das meinst.
Wie liest Du die Geschichte auch nicht?


Dass gemeint sei, dass die Palästinenser alles Diebe sind: so lese ich die Geschichte nicht. Der Redner hätte auch ein anderes Beispiel bringen können, irgendetwas anderes Negatives über einen Palästinenser sagen können. Wichtig war nur, dass der Palästinenser sich wehrt und sagt: kann gar nicht gewesen sein, wir existierten da noch nicht.

Man kann die Geschichte also pro-israelitisch lesen, und so habe ich es auch auf Anhieb gemacht.

Man kann aber vielleicht auch - frage ich mich inzwischen -, es so lesen, dass der Trick des Israel-Vertreters - eine erfundene Geschichte aus Zeiten des Mose zu erzählen - auch nicht gut ankommt und insofern dann wieder pro-palästinensisch zu lesen wäre.

Ich glaube jetzt so langsam: die Geschichte lässt die Freiheit, ob man dem Argument des israelitischen UNO-Vertreters zustimmt.

Ich vermute allerdings, dass man die Lacher auf der Seite der Israelis haben will, und dass die Palästinenser lange Gesichter machen sollen.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 23:42

Huch, Epho...was? :oops:
Ich werd das morgen googeln ;)
Und besser versuchen zu erklären auch.
Aber vielleicht erledigt das dann ja bereits Yehudit, denn sie allein weiss ja, weshalb sie es so gepostet hat udn wie sie das versteht.

Ja, ich denke auch, dass wahrscheinlich das eher in einem anderen Unterforum besser aufgehoben wäre, weil es zu heikle Wellen schlagen kann für die Spassecke.

Liebe Grüsse udn gute Nacht, :))
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Sandra73- » Do 16. Jun 2011, 23:46

Savonlinna hat geschrieben:
Sandra73- hat geschrieben:Liebe Savonlinna,

ich bin nicht sicher ob ich verstehe wie Du das meinst.
Wie liest Du die Geschichte auch nicht?


Dass gemeint sei, dass die Palästinenser alles Diebe sind: so lese ich die Geschichte nicht. Der Redner hätte auch ein anderes Beispiel bringen können, irgendetwas anderes Negatives über einen Palästinenser sagen können. Wichtig war nur, dass der Palästinenser sich wehrt und sagt: kann gar nicht gewesen sein, wir existierten da noch nicht.

Man kann die Geschichte also pro-israelitisch lesen, und so habe ich es auch auf Anhieb gemacht.

Man kann aber vielleicht auch - frage ich mich inzwischen -, es so lesen, dass der Trick des Israel-Vertreters - eine erfundene Geschichte aus Zeiten des Mose zu erzählen - auch nicht gut ankommt und insofern dann wieder pro-palästinensisch zu lesen wäre.

Ich glaube jetzt so langsam: die Geschichte lässt die Freiheit, ob man dem Argument des israelitischen UNO-Vertreters zustimmt.

Ich vermute allerdings, dass man die Lacher auf der Seite der Israelis haben will, und dass die Palästinenser lange Gesichter machen sollen.


Liebe Savonlinna,

Du hast das sehr exakt ausformuliert, was ich selber eigentlich erklären wollte :))
Allerdings kann man das letzte Argument auch wieder auf Gleichstand setzen, indem es eben auch ein bisschen die jüdische Art, mit solchen kommunikationstechnischen Kunstgriffen etwas auszusagen was sie rüber geben wollen, auf die Schippe nimmt.
Denn das ist ja nicht nur frei erfunden, sondern existiert wirklich als "Art und Weise".

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Columba » Fr 17. Jun 2011, 09:52

ich habe es ganz oben schon mal geschrieben:

Columba hat geschrieben:
Yehudit hat geschrieben:Ein Vertreter von Israel begann zu sprechen: „Bevor ich meine Rede beginne, möchte ich Ihnen etwas über Mose erzählen: Nachdem er auf den Felsen schlug und Wasser hervor brachte, dachte er, „Welch eine gute Gelegenheit ein Erfrischungsbad zu nehmen!" Mose legte seine Kleider auf den Felsen und stieg ins Wasser. Als er wieder hinaus kam und seine Kleider anziehen wollte, waren sie verschwunden. Ein Palästinenser hat sie gestohlen! Der palästinensische UNO-Vertreter sprang ärgerlich auf und schrie, „Das kann doch nicht wahr sein, die Palästinenser waren doch damals noch gar nicht da." Der israelische Vertreter lächelte und sagte, „Und jetzt, nachdem wir diese Sache geklärt haben, werde ich meine Rede beginnen".


was, yehudit, wolltest du mit dieser geschichte eigentlich aussagen? was ist dir wichtig daran?


Grüße Columba


es wäre wirklich wichtig, was yehudit getrieben hat dies zu schreiben. was wollte sie allgemein aussagen und was wollte sie mit diesem thread aussagen.

diese ihre geschichte kann sehr wohl als demagogische methode betrachtet werden, sie ist in vielen situationen anwendbar. siehe dazu "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken, Taschenbuch, von Hubert Schleichert

gerade deshalb könnte yehudit klärung bringen.


Grüße Columba
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Le Chef » Fr 17. Jun 2011, 09:57

Sandra73- hat geschrieben:Mit dem überall Rassismus zu riechen kann mans dann auch übertreiben.


Le Chef meint:

Gebe ich dir grundsätzlich recht, aber Yehudit ist da vorbelastet...
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Such_Find » Fr 17. Jun 2011, 10:04

doro hat geschrieben:So verstehe ich die Geschichte auch.

Aber sie will mir nicht so recht gefallen. Vermutlich weil ich rhetorische Kniffe dieser Art mühselig finde.

Man könnte sie aber schon auch zumindest unter anderem anders interpretieren. Das ist der andere Grund, weswegen die Geschichte mir nicht gefällt; dieser Nebengeschmack. Sie funktioniert ja eigentlich nur, wenn man davon ausgeht, dass Palästinenser typische Diebe sind.

Yehudit ist zwar kaum noch im Forum, aber man sollte merken das sie sich zu einer Zionistin gewandelt hat bzw im Begriff ist dahin(sie postet ja überwiegend Dinge die das weltliche [pro] Israel betreffen). DESHALB beurteile ich Geschichten von ihr die eine unterschwellige [Ab-]Wertung eingebaut haben kritisch. Wenn jemand anderes diese Geschichte erzählt hätte fände ich sie nicht gut, auch nicht zum schmunzeln, aber ich hätte hier kein Kontra gegeben.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Yehudit » Fr 17. Jun 2011, 11:44

Ist ja köstlich, was dieser schlichte, einfache Witz auslöst.
Es ist doch bloss ein Witz eines Juden, mehr nicht. Man kann darüber nachdenken oder nicht.

Ich hatte schon immer ein Herz für Israel und die Juden, seit ich hier im Forum bin (deshalb auch dieser Name).
Ich wollte doch bloss etwas zum Schmunzeln hier einbringen und keine grandiose Diskussion auslösen damit.

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Fr 17. Jun 2011, 11:53

Hallo Yehudit

Es ist doch klar, dass das heikel ist und nicht nur gut ankommt. Vielleicht grad auch, weil es nicht ernsthaft, sondern im Scherz und so "vorführend" gebracht wird.

Dass du dich jetzt einfach bloss amüsierst (du findest es köstlich) über unsere Reaktionen und Bedenken, finde ich schade. Und es wirkt auf mich nicht sehr respektvoll.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Le Chef » Fr 17. Jun 2011, 12:00

Yehudit hat geschrieben:Ist ja köstlich, was dieser schlichte, einfache Witz auslöst.
Es ist doch bloss ein Witz eines Juden, mehr nicht. Man kann darüber nachdenken oder nicht.

Ich hatte schon immer ein Herz für Israel und die Juden, seit ich hier im Forum bin (deshalb auch dieser Name).
Ich wollte doch bloss etwas zum Schmunzeln hier einbringen und keine grandiose Diskussion auslösen damit.

Euch noch ein ganz schöner Tag

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon thery » Fr 17. Jun 2011, 12:03

Hm, also ich muss ehrlich sagen ich kann über einen solchen "Witz" (was es in meinen Augen überhaupt nicht ist) gar nicht lachen. Mich erschreckt das eher. Ob solche Geschichten für den Frieden förderlich sind wage ich sehr zu bezweifeln.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Yehudit » Fr 17. Jun 2011, 12:07

doro hat geschrieben:Hallo Yehudit

Es ist doch klar, dass das heikel ist und nicht nur gut ankommt. Vielleicht grad auch, weil es nicht ernsthaft, sondern im Scherz und so "vorführend" gebracht wird.

Dass du dich jetzt einfach bloss amüsierst (du findest es köstlich) über unsere Reaktionen und Bedenken, finde ich schade. Und es wirkt auf mich nicht sehr respektvoll.

lg, doro

Hmm, jetzt muss ich's nochmals schreiben, da etwas schief gegangen ist...

Sorry, wenn es respektlos rübergekommen ist. War natürlich nicht so gemeint.
Jüdischer Humor ist speziell und da ich mich recht stark mit der Situation in Israel befasse, ist das für mich ein ganz normaler "Witz". Ich mache mich auch nicht über die Palästinenser lustig, denn ich schätze sie genauso wie die Juden. Das gemeinde Volk kann ja nix dafür für das, was da abläuft.

Grüessli Yehudit

PS: @ Chef: Von wegen Juden sind unlustig. Ich könnte dir mal ein paar vorstellen und du würdest Bauklötze staunen!
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon doro » Fr 17. Jun 2011, 12:17

Hallo Yehudit

Ich weiss, dass jüdischer Humor speziell ist. Es heisst aber noch lange nicht, dass es deswegen gut war, die Geschichte hier reinzustellen.
Dass du mit diesem Witz hier auch Unverständnis erntest, hättest du jedenfalls wissen können.

@Scheff: Was sollte denn DER Spruch? :?: :roll:

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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Such_Find » Fr 17. Jun 2011, 12:27

Yehudit hat geschrieben:Jüdischer Humor ist speziell und da ich mich recht stark mit der Situation in Israel befasse, ist das für mich ein ganz normaler "Witz".

Das glaub ich dir aufs Wort...

Ich mache mich auch nicht über die Palästinenser lustig, denn ich schätze sie genauso wie die Juden.

"Ich schätze euch, aber ihr müsst hier verschwinden, das Land auf dem ihr wohnt gehört anderen" (?)
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon Le Chef » Fr 17. Jun 2011, 13:17

doro hat geschrieben:@Scheff: Was sollte denn DER Spruch? :?: :roll:

lg, doro


Ich find den Witz nicht witzig, und wenn das jüdischer Humor ist, finde ich Juden unlustig. That's it.

Da halt ich mich dann lieber an Cindy.
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Re: Mose und seine Kleider

Beitragvon bigbird » Fr 17. Jun 2011, 14:28

Hallo Leute

Ich habe noch auf Yehudit gewartet, auf ihre Erklärung, bevor ich als zuständiger Mod reagieren wollte.

Ich denke beim Thema "Israel" oder "Juden" sind die Befindlichkeiten, die Emotionen, die Sensibilität und ähnliche subjektive, nicht greifbare "Eindrücke" sehr unterschiedlich.

Unsere Ohren sind bei diesem Thema irgendwie "anders" kalibriert. Insbesondere dann, wenn man keine Stimme, keine Stimmung hört, sondern eben nur liest.

Ich hatte mir vorgenommen, nach der Erklärung von Yehudit den Thread zu schliessen und ihn nach ein paar Tage zu löschen. Denn so wie er nun da steht, passt er überhaupt nicht mehr hierher.

Falls allerdings noch weiterer Diskussionsbedarf ist, dürft ihr euch gerne per PN melden, dann kann ich wieder eröffnen. Aber in dem Fall würde ich ihn dann - wegen der Grundsatz-Diskussion - ins Israel-Unterforum verschieben.

Liebe Grüsse

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