Unbändige Freude - ich will was tun!

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Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Do 5. Apr 2012, 11:02

Hier schreibe ich weil ich Unterstützung brauche. Vor wenigen Jahren habe ich mich wieder zu Jesus Christus bekannt – etwas anders als die Menschen hier, denn ich bin griechisch-katholisch und kann auch nicht anders. Jedenfalls habe ich Jahre, sehr viele Jahre über allerlei Dinge in der Welt nachgedacht, immer für mich selbst und bin irgendwann an einen Nullpunkt gelangt den ich schon selbst nicht mehr wahrnahm.

Jedenfalls habe ich, nachdem meine Frau schwanger geworden ist, mich wieder umgewandt zu Gott – und als erwachsener Mensch mit vielen Erfahrungen und einem grösseren Verständnis viele der Probleme der „postmoderne“ gelöst (eher gelöst bekommen..). Mein Blog „recognoscere.wordpress.com“ ist ein Zeugnis davon wie ich mich rauskämpfte. Es brach richtig aus, inzwischen habe ich ungefähr 20 Bücher über das Thema gelesen, allerlei Fragen bis in tiefe Ebenen (Johannes von Kreuz, Theresa von Avila – „Die innere Burg“) erforscht und Gott beantwortete mir wirklich alle möglichen Fragen zur vollsten zufriedenheit. Meistens so wie ich es mir nie hätte vorstellen können – macht sogar Spass so gelehrt zu werden.

In mir machte sich eine unbändige Freude breit – lange genug war ich unter der Last der menschlichen Denkgrenzen gefangen:

Am besten kann man es so beschreiben: http://recognoscere.wordpress.com/2011/ ... s-my-king/

Aber auch in vielen verschiedenen anderen Bereichen äusserte sich die Freiheit des Herrn – manches mal fühlte ich mich wie jemand der Ambrosia http://recognoscere.wordpress.com/2011/ ... t-der-wel/ isst, oder einfach überwältigt: http://recognoscere.wordpress.com/2011/ ... tesfunken/.

Ich möchte das weiter teilen! Ich will das überkonfessionell mit anderen feiern. Ich möchte einen Gottesdienst machen der meiner Freude und meinen von Gott gegebenen Gaben entspricht. Manchmal fühle ich mich wie ein Fohlen auf einer Wiese – rumhüpfend und fast tanzend vor Freude. Doch leider ist es sehr schwer andere zu finden. In den Kirchen sind oftmals sehr biedere und Zurückhaltende Leute, bei den Freikirchen oder Gruppierungen ist es ähnlich – ausser das man meint das Satan in Rom sitzt. Mit anspornenden „Neid“ schaue ich aber auf die Vereinigten Staaten wie einfach sie dort über Christus reden, wie offen sie predigen und wie lebendig das alles ist. Bei uns darf man nicht mal was sagen wenn Christen ermordet werden weil sie Christen sind.

Gibt es schon eine Art „überkonfessionelles Magazin“ der Christen in Europa das dynamisch und lebendig ist? Ich suche nach so etwas, oder möchte es in Gottes Namen aufbauen. Wichtig ist das überkonfessionelle. Für mich ist es traurig zu sehen wenn im Zollhaus zwar Bücher von Joyce Meyer sind, aber die wunderbaren Bücher vom Papst nicht daneben stehen. Dabei lieben wir alle Christus und sollten gemeinsam der höheren Weisheit huldigen die von uns fordert Eitelkeiten und Besserwissereien zu überwinden. Ein ordentliches und erwachsenes „we agree that we disagree“ ist doch möglich und geboten.

Ich würde gerne Interviews mit Christen in Asien, Amerika, Osteuropa führen. Ich würde gerne etwas sehen wo ein man sich über die verschiedenen Bereiche informieren kann – wer weiss hier schon was „griechisch-katholisch“ ist und das in den 1920 Jahren 17 von 18 Bischöfen von den Kommunisten ermordet worden sind – einer (der letzte) für 9 Jahre in Sibirien landete und später zurückkam und letztlich meiner Mutter ein Bonbon zusteckte als er im Westen zu Besuch war.. Die tiefe Liebe zu Jesus Christus möchte ich ausleben und in grossen Buchstaben an alle Wände malen – einfach weil es mir so Freude macht und ich so viele Menschen kenne die seit Jahren in einer Sackgasse stecken und nicht mehr rauskommen. Ich will ihnen das alles schenken, mein Herz quillt über vor Freude aber mir fehlt der Kanal. Man könnte Filme, Comics, Computerspiele und viel viel mehr machen.. Ideen habe ich ohne Ende.

Kann mir da jemand helfen? Kennt jemand das Problem? Gibt es Menschen die das tun wollen oder schon tun? Mir fehlt da der Überblick.

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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon doro » Do 5. Apr 2012, 11:28

Hallo Templarii

In den Kirchen sind oftmals sehr biedere und Zurückhaltende Leute, bei den Freikirchen oder Gruppierungen ist es ähnlich –

Also, das erlebe ich nicht so. In meiner Gemeinde (Freikirche) sind gar nicht nur biedere, zurückhaltende Menschen. Da gibt es allerlei... Und auch unter Katholiken kenne ich solche und solche.

Bzw. was meinst du eigentlich mit "bieder und zurückhaltend"? Ist das wirklich was Schlimmes?

So was hier:
ausser das man meint das Satan in Rom sitzt.

... stört mich auch immer. Aber ich kenne nur wenige Leute, die das sagen würden. Ich höre solche Dinge immer weniger. Weiss nicht genau, womit das alles zu tun hat. Aber um mich herum, in meinem Blickfeld hat sich da einiges verändert. Ich nehme eine wachsende Offenheit war. Das so als mein subjektiver Eindruck.

Hey, als ich deinen Text gelesen habe, habe ich spontan an die VBG gedacht. (Also, nicht nur, weil ich selber dort in einer Gruppe dabei bin.) Vereinigte Bibelgruppen in Schule, Universität und Beruf. Denen ist es ein Anliegen, Glaube und Denken zu leben, zu verbinden* - Fragen auf den Grund zu gehen, und das alles überkonfessionell.

Einfach mal so als ein Aspekt... Ich weiss, in deinem Beitrag steht noch viel mehr. ;)

Willkommen im Forum übrigens! :))

lg, doro

*) Wenn ich das so formuliere, klingt das immer so, als wäre es ein Gegensatz, bzw. eigentlich nicht zu vereinbaren... :?
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

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Warte

Beitragvon Schoham » Do 5. Apr 2012, 11:29

templarii hat geschrieben:Hier schreibe ich weil ich Unterstützung brauche.


Der HERR schafft was Er will
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Do 5. Apr 2012, 13:13

@doro

Naja, mit Bieder meine ich das sich so manche Leute verhalten als wäre es ein Behördenbesuch. Saft und Kraft - auch in einer art "abgrundtiefen Hingabe" fehlt. Vielleicht ist es der allgemeine Zustand im Moment - es ändert sich ja dauernd alles. Meine Wahrnehmung entspricht eher "katholisch-evangelikal" zumal ich beim Studium der Katholischen Heiligen nicht gerade den Eindruck habe als wären das leise, brave und ruhige Menschen gewesen. Die haben laut gerufen - laut gehandelt - tief gebetet, auch gestritten und "der eine Heilige tat absichtlich das Gegenteil von dem was der andere Heilige sagt das zu tun wäre" - beides stimmte aber. Das beeindruckt mich immer mehr und ich frage mich wie man auf diese Art "Vorgarten-Christentum" von Heute gekommen ist.

Um es mal zu verdeutlichen: In Berlin laufen Gruppen rum die schreien "Juden ins Gas" und keiner sagt was weil die rufenden moslemische extremisten und linksextremisten sind. Gleichzeitig entschuldigt sich das Christentum andauernd dafür dass vor X Jahrhunderten Hansi Y eine Tat B getan hat. Mir scheint es so als würde das Heutige Christentum eher der "Meinung" huldigen als Gott - und anstatt ihm gegenüber demütig zu sein, es der "Meinung" gegenüber sind.

Es geht auch anders - das möchte ich "rausposaunen", im postiven, konstruktiven aber intensiveren Sinne.

@Schoham
Ja ich weiss, Geduld und Demut.. es ist so arg schwer zu unterscheiden wo Geduld angebracht ist und wo noch alte Lethargie regiert..

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Beitragvon Schoham » Do 5. Apr 2012, 13:53

templarii hat geschrieben: es ist so arg schwer zu unterscheiden


Hier
bin ich
sende mich
Sagt der Prophet zu seinem Gott
Was willst du
dass Ich
für dich
tue
spricht
die Demut
ich
will
was tun
sagst Du
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Do 5. Apr 2012, 13:57

Ich habe schon gefragt was ich tun soll bzw. wie ich meine Kräfte und Fähigkeiten einsetzen soll. Und nu bin ich hier im Forum und informiere mich wie die Leute so sind und was "stand der Diskussion" ist. :)

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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon Schoham » Do 5. Apr 2012, 14:26

templarii hat geschrieben:Ich habe schon gefragt was ich tun soll...


Wie ist die Antwort?
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Do 5. Apr 2012, 14:30

Schoham hat geschrieben:
templarii hat geschrieben:Ich habe schon gefragt was ich tun soll...


Wie ist die Antwort?


Die Antwort ist: Nehme die Freiheit die ich Dir gab und handle. Ich habe hier reingeschrieben. Lernen muss ich eh weiter.

Probleme gibt es genug... Unsere Kultur geht verloren.



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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon Schoham » Do 5. Apr 2012, 15:02

Magst Du noch, dass ich mit Dir rede?
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Do 5. Apr 2012, 15:09

Ich würde nicht ein ein Forum gehen wenn ich nicht sprechen wollen würde. Hab lange gebraucht bis ich mich bei jesus.ch überhaupt anmeldete. :)


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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon Gnu » Do 5. Apr 2012, 15:32

templarii hat geschrieben: Probleme gibt es genug... Unsere Kultur geht verloren.

Die ist schon längst verloren. Wenn du das noch nicht gemerkt hast, so wirst du es in einigen Jahren merken.
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Do 5. Apr 2012, 15:42

Gnu hat geschrieben:
templarii hat geschrieben: Probleme gibt es genug... Unsere Kultur geht verloren.

Die ist schon längst verloren. Wenn du das noch nicht gemerkt hast, so wirst du es in einigen Jahren merken.


Ich bin Christ, ich glaube an Jesus Christus und nicht an den Tod.

@doro das meinte ich..

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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon Schoham » Do 5. Apr 2012, 17:28

templarii hat geschrieben:Die Antwort ist: Nehme die Freiheit die ich Dir gab und handle.


Ist der HERR deine Freude oder dein arbeiten - für Ihn?
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon Schoham » Do 5. Apr 2012, 17:35

templarii hat geschrieben:Ich würde nicht ein ein Forum gehen wenn ich nicht sprechen wollen würde.


Die Frage war: Ob Du mir, noch zuhören magst. Ich meine, ob die Richtung die unser beider Gespräch einschlägt dir recht ist, da ich denke, dass es nicht das ist worüber Du ursprünglich hier im Thread hast reden wollen. So wie ich dich verstehe, geht es dir mehr um das tun, das arbeiten für Gott. Mir geht es mehr um dich und dein sein.
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon doro » Do 5. Apr 2012, 22:32

Hey templarii

templarii hat geschrieben:@doro

Naja, mit Bieder meine ich das sich so manche Leute verhalten als wäre es ein Behördenbesuch. Saft und Kraft - auch in einer art "abgrundtiefen Hingabe" fehlt. Vielleicht ist es der allgemeine Zustand im Moment - es ändert sich ja dauernd alles. Meine Wahrnehmung entspricht eher "katholisch-evangelikal" zumal ich beim Studium der Katholischen Heiligen nicht gerade den Eindruck habe als wären das leise, brave und ruhige Menschen gewesen. Die haben laut gerufen - laut gehandelt - tief gebetet, auch gestritten und "der eine Heilige tat absichtlich das Gegenteil von dem was der andere Heilige sagt das zu tun wäre" - beides stimmte aber. Das beeindruckt mich immer mehr und ich frage mich wie man auf diese Art "Vorgarten-Christentum" von Heute gekommen ist.

Um es mal zu verdeutlichen: In Berlin laufen Gruppen rum die schreien "Juden ins Gas" und keiner sagt was weil die rufenden moslemische extremisten und linksextremisten sind. Gleichzeitig entschuldigt sich das Christentum andauernd dafür dass vor X Jahrhunderten Hansi Y eine Tat B getan hat. Mir scheint es so als würde das Heutige Christentum eher der "Meinung" huldigen als Gott - und anstatt ihm gegenüber demütig zu sein, es der "Meinung" gegenüber sind.

Es geht auch anders - das möchte ich "rausposaunen", im postiven, konstruktiven aber intensiveren Sinne.


Hehe, du gefällst mir. :D Also, ich habe den Verdacht, dass wir auch so einiges entdecken werden, wo wir nicht so ganz einig sind, falls wir weiter diskutieren. Aber dann können wir's ja halten wie die von dir zitierten Heiligen. :P

Ich verstehe aber immer noch nicht so ganz, ganz wirklich sehr dein Anliegen. ;)

Deine Bemerkung auf Gnus Bemerkung hin, deute ich so, dass dir Fatalismus ein Dorn im Auge ist? Und dass man seine Freude, seine Begeisterung, sein Fragen, seinen Glauben authentisch leben soll?
Was ist denn, wenn Menschen vielleicht in sich gekehrter sind? Eher etwas ruhiger, ernster von der Art her? Wir sind ja nicht alle gleich.

Heisst das, du bezeichnest dich selber als "katholisch-evangelikal"? Würd ich für mich übrigens glatt ähnlich sehen: ich bin wohl evangelikal mit einem katholischen Einschlag. :D Ich bin aber nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe; also, was du mit "katholisch-evangelikal" gemeint hast. Vielleicht auch einfach, dass du in diesen beiden Kirchen Erfahrungen gemacht hast?

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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Fr 6. Apr 2012, 12:56

Schoham hat geschrieben:
templarii hat geschrieben:Ich würde nicht ein ein Forum gehen wenn ich nicht sprechen wollen würde.


Die Frage war: Ob Du mir, noch zuhören magst. Ich meine, ob die Richtung die unser beider Gespräch einschlägt dir recht ist, da ich denke, dass es nicht das ist worüber Du ursprünglich hier im Thread hast reden wollen. So wie ich dich verstehe, geht es dir mehr um das tun, das arbeiten für Gott. Mir geht es mehr um dich und dein sein.



Ich würd sagen das es Themenfremd ist. Aber zuhören tue ich gerne.

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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon Schoham » Fr 6. Apr 2012, 14:17

templarii hat geschrieben:Aber zuhören tue ich gerne.


:))
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon nozick » Sa 7. Apr 2012, 12:50

templarii hat geschrieben:Ich möchte das weiter teilen! Ich will das überkonfessionell mit anderen feiern. Ich möchte einen Gottesdienst machen der meiner Freude und meinen von Gott gegebenen Gaben entspricht. Manchmal fühle ich mich wie ein Fohlen auf einer Wiese – rumhüpfend und fast tanzend vor Freude. Doch leider ist es sehr schwer andere zu finden. In den Kirchen sind oftmals sehr biedere und Zurückhaltende Leute, bei den Freikirchen oder Gruppierungen ist es ähnlich – ausser das man meint das Satan in Rom sitzt.


Menschen wirst Du nicht erreichen, wenn Du Ihnen einen Vorwurf machst, dass sie in irgendeiner Form falsch geartet seien. Überzeugend ist der Erfahrungsbericht. Rede von dem, was Du mit Gott erlebst (in der Gemeinde, im Hauskreis oder wo auch immer). Wenn ich jemanden darüber reden höre, wie er von Freude überrascht wurde, dann ist das für mich Ermutigung und Ansporn, das auch zu erleben. Freude wird dann ansteckend, Belehrung vermag das nicht.
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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Mi 11. Apr 2012, 00:07

doro hat geschrieben:Hehe, du gefällst mir. :D Also, ich habe den Verdacht, dass wir auch so einiges entdecken werden, wo wir nicht so ganz einig sind, falls wir weiter diskutieren. Aber dann können wir's ja halten wie die von dir zitierten Heiligen. :P


Definitiv, Gott ist grösser als wir - das ist ne gute Grundlage. Ich vertraue ihm. Mehr als mir und Ihnen. Sehr entspannend..

doro hat geschrieben:Ich verstehe aber immer noch nicht so ganz, ganz wirklich sehr dein Anliegen. ;)


Europa ist so ziemlich das einzige Gebiet auf der Welt das sich ent-christianisiert. Gleichzeitig ist der grösste Teil der ent-christianisierung darauf zurückführen das Lügen über das Christentum, die Kirchen und die Gläubigen erzählt werden. Das kann man ändern. Ich selber habe nichts, aber auch gar nichts davon gewusst das Jesus die Erbsünde bezahlt hat - und wir ihm nur in Liebe folgen müssen. Solche elementaren Informationen werden nicht klar kommuniziert. Die meisten Christenkritiker schimpfen auf Christen weil sie Homosexuelle als Sünder ansehen - und blenden dabei aus das Christen erstens alle Menschen als Sünder sehen und das Fremdgehen genauso eine Sünde ist. Also irgendwie ist man darauf fixiert das was modernerweise "in" ist, schützen zu wollen und dann die anzugreifen die dagegen sind - ob dahinter eine Logik ist oder nicht.

Gleichzeitig haben die Christen den Bezug zur Wahrheit oftmals verloren und sind eher "Sozialpädagogen" oder versuchen es mit den "Sozialgruppen" aufzunehmen die sich um sich selber und ihre Hilfsbereitschaft kreisen. Ob ihre Hilfe hilft oder nicht - > siehe Afrikahilfe die Eigeninitative der Afrikaner erstickt und nicht anfeuert.

doro hat geschrieben:Deine Bemerkung auf Gnus Bemerkung hin, deute ich so, dass dir Fatalismus ein Dorn im Auge ist? Und dass man seine Freude, seine Begeisterung, sein Fragen, seinen Glauben authentisch leben soll?
Was ist denn, wenn Menschen vielleicht in sich gekehrter sind? Eher etwas ruhiger, ernster von der Art her? Wir sind ja nicht alle gleich.


Ich bin jetzt 31 Jahre alt und bin in einer ganz anderen Welt aufgewachsen als viele der älteren Christen. Lange Zeit habe ich nichts über das Christentum gewusst und kann sagen: Verdammt noch mal wo wart "ihr" Christen eigentlich und warum habt ihr nicht ganz ernsthaft und selbstbewusst vom Christentum geredet? Kein Schwein weis mehr was über das Christentum - die meisten glauben Christen glauben an eine Figur wie Odin, Thor oder sonstwas - nur halt mit dem Anspruch das es "nur einen Gäbe". Ohne die tiefe spirituelle Erfahrung und die philosophischen Implikationen über den Tod, das Leben, das Versagen, den Herzschmerz, den Abgrund des Lebens usw.. Ohne Bös sein zu wollen: Die Christen haben in Europa ernsthaft versagt. Es ist eine verdammte ***** was da gelaufen ist, Herrgott man weiss genau GAR NICHTS über die höchste und heiligste Religion der Weltgeschichte - dümmliche Sekten nehmen überhand ob sie sich Scientology oder Neuheiden nennen - gleichzeitig gibt es auch ne Esoschwemme und der Unlogische Unsinn des Islams ("Religion des Friedens, wer was dagegen sagt bekommt eins aufs Maul") blüht wie Wahnsinnig.

Wer es ernsthaft nimmt - muss sich langsam darüber in klaren werden das überall hungernde Menschen sind die verzweifelt nach Gott suchen und es zum Teil nicht wissen - aber in Drogenkonsum fallen - dadurch von Kolumbien bis Afghanistan Drogenkartelle am Leben erhalten und das Unrecht in der Welt fördern. Ganz ernsthaft muss darüber geredet werden, es muss Lobbying betrieben werden, es muss das Wissen um unsere Kultur gefördert und herausposaunt werden, man muss bis aufs Blut (das ist grösstenteils Metaphorisch gemeint) darauf bedacht sein das "private Religiöse" aus dem Privaten heraus tragen. Es gibt nicht wenige Meschen die Jahrelang darunter leiden weil ihnen die richtigen Informationen fehlen - ich gehörte auch dazu. Und zwar auch mit Blut, Hass und Tränen. Selbstbewusste und ernsthafte Menschen die ihren Glauben vertreten hätten, hätten viel Leid und Zeitverschwendung erspart. Und ich mag es nicht wenn Jesus meinetwegen weinen muss.

doro hat geschrieben:Heisst das, du bezeichnest dich selber als "katholisch-evangelikal"? Würd ich für mich übrigens glatt ähnlich sehen: ich bin wohl evangelikal mit einem katholischen Einschlag. :D Ich bin aber nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe; also, was du mit "katholisch-evangelikal" gemeint hast. Vielleicht auch einfach, dass du in diesen beiden Kirchen Erfahrungen gemacht hast?

lg, doro


Ich mag die evangelikalen sie reden von Jesus (Mit lauter, fester, leidenschaftlicher Stimme), von Gott und von ihrem Glauben. Sie bauen mit an der christlichen-moderne. Dem nächsten Paradigma nach der postmoderen - dem leerlaufen der "Moderne" mit ihren Erlösungsillusionen habe ich schon lange genug zugeschaut. Vögelnde 12-Jährige und BDSM Partys auf den Strassen will ich nicht haben. Ich bin griechisch-katholisch und meine Vorfahren sind ermordet worden für ihren Glauben. Das respektiere ich und weine drum, drum folge ich auch - aus Demut und Liebe zum Herrn. Gleichzeitig denke ich das die evangelikalen vom direkten und klaren Selbstbewusstsein in unserer Zeit besser bescheid wissen als "hochbezahlte" Pfaffen und Gemeindeabgeordneten in den normalen Kirchen die in ihren Ritualen erstickt sind. Kein Schwein mag die Blutleeren Predigten..

Sorry, aber in Ägypten sind zig Millionen Christen in Gefahr, in Deutschland wird seit 40 Jahren über die blöde Frauenordination und irgenwas wegen Wiederverheiratete und co gelabert. Auf der einen Seite haben wir rollende Köpfe und vergewaltigte 4-Jährige, auf der anderen Seite sich selbst wichtig machende mitvierziger die nichts besseres zu tun haben als seit 30 Jahren denselben unwichtigen Schmarrn zu palavern. Das macht bitter - ausser man will was daran ändern.

Wir haben vergessen dass das Christentum die beste Religion ist - eigentlich DIE Religion, und das wir vor lauter Konfessionellen Streitigkeiten nicht mehr Christen sind. Es geht nicht darum wer der coolste und wichtigste im Staat ist, es geht darum da Jesus Christus für unser Leid (und davon gibt es viel) gestorben ist und nach dem Tode fragt was wir denn taten - obwohl wir wussten was in der Welt geschieht.

Das mein ich, ein höheres Selbstbewusstsein. Ein bewusstes heraustreten aus dem Schweigen, ein realisieren dass wir nicht mehr in einem Christianisierten Land leben in dem "das heimliche Beten" das höchste Gut ist, weil alle anderen ganz offen und angeberisch zu Jesus Beten. Inzwischen ist man ja schon fast verrückt wenn man sich öffentlich bekreuzigt.

Wir brauchen eine schlaggkräftige, aktive, laute (und leise) christliche Gemeinde mit kämpferischen und sanften Christen - damit Gottes Reich weiter aufgebaut wird und wir nicht sozialgerecht entsorgt werden bis dann andere kommen. Dazu braucht es auch Menschen die zusammenarbeiten, die Ziele ausarbeiten (konkrete, keine blöden Blabladokumente) und helfen - sowohl sich als auch anderen.

Und ja, eine Tea Party wie in Amerika, die für die Stärkung des Christentums in den USA eintritt brauchen wir im früheren Ursprungsgebiet des Christentums sehr wohl! Die Tea Party nimmt wenigstens so etwas wie "Die 10 Gebote sind ausreichend für eine Basis in der Gesellschaft" in den Mund. Hier in Europa wird lamentiert. Zu tode lamentiert - währenddessen werden 1000 Kinder pro Tag in Deutschland abgetrieben. Ich glaube das ist dem Herrn ein Gräuel.. Er mag Gräuel nicht..

(Upps, doppelt abgeschickt - bitte die anderen einfach löschen.)

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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon doro » Mi 11. Apr 2012, 00:31

Hallo templarii

Ganz kurz - ich bin grad eigentlich mit anderem beschäftigt und sollte auch bald mal schlafen gehen.

Darf ich einfach zwei Dinge heraus picken? (Ansonsten bin ich mit vielem einverstanden.)

Ich verstehe nicht genau, wie du gegen Christen wettern kannst, die sich sozial engagieren (du sprichst abfällig von einem Sozialpädagogen-Christentum oder so ähnlich), aber gleichzeitig genau das fordern (indem du Missstände wie die Vergewaltigung vierjähriger anprangerst). Das beisst sich meines Erachtens.

Weiter erschliesst sich mir das mit der Tea Party noch nicht wirklich. Was genau wünschst du dir? Und wieso kann das nur eine Tea Party liefern?

lg, doro

Ps: Bitte duze mich, das halten wir hier alle so. Sonst meine ich noch, ich sei uralt, dabei bin ich doch jünger als du. :D

Pps: Das Doppelpost hab ich gelöscht.
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

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Re: Unbändige Freude - ich will was tun!

Beitragvon templarii » Mi 11. Apr 2012, 01:17

Hi,

es gibt einen Unterscheid zwischen "sich sozial engagieren" und "Geld vom Steuerzahlern zu verlangen damit ich so tue als würde ich mich sozial engagieren und die anderen die Arbeit machen lasse die mich gar nicht darum gebeten haben das ich ihr Sprecher bin".

Die "Tea Party" ist nur ein Beispiel für eine Bewegung die Kontrovers ist, aber *wenigstens* einige Fundamentale Dinge Prinzipien hoch hält die woanders völlig fehlen.

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