CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Was so läuft in der Welt und was Sie dazu zu sagen haben

Moderator: doro

CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon Johelia » Sa 14. Feb 2015, 18:39

Hallo Leute

Am 5. November 2012 reichte die CVP Schweiz mit 118 425 gültigen Unterschriften die Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» ein. Die Initiative will Kinder- und Ausbildungszulagen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene von den Steuern befreien.

Gestern habe ich die Arena geschaut und musste feststellen, dass die Argumente der Gegner sehr schwach aufgestellt sind. Unheiligerweise, aus Wahlkampfstechnischen Gründen stellt sich im Wahljahr SP gegen die Initiative, nachdem die Fraktion vorher im Parlament immer Zustimmung ausdrückte.

Die Abstimmung zu dieser Initiative kommt am 08. Märtz 2015 zur Volksabstimmung.


Was meint Ihr?? :comeon:

Liebe Grüsse
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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon firebird » So 15. Feb 2015, 14:09

Hallo zusammen,

bei mir läuft zur Zeit der Meinungsbildungsprozess:

Dem was da unter dem Label Familie läuft, traue ich nicht so recht. Klar ist es wichtig, dass Familien eine gute Existenzgrundlage haben. Sicherlich wurde in den letzten Jahrzehnten die Existenzgrundlage der Familie kontinuierlich ausgehöhlt. Finanziell ist es gar nicht attraktiv eine Familie zu gründen. Heiratsstrafe bei der AHV, überbordendes Gesundheitswesen, teures Wohnen .... usw. Auch dass die Kosten für die Fremdbetreuung der Kinder von den Steuern abgezogen werden können, straft diejenigen die ihre Kinder zu Hause in der Familie betreuen.

Angesichts dessen muss man sich einmal Fragen was denn die Linke, die in Bern stetig die Macht an sich reisst unter dem Begriff Familie versteht. Wahrscheinlich eben Patchwork mit ständig wechselnden Lebensabschnittspartner. Familienförderung tönt zwar gut, und das erst recht im Wahljahr, aber wer garantiert uns, dass man uns nicht wieder eine Mogelpackung unterjubeln will ?

Ist es in Ordnung, dass man meint, für jede finanzielle Herausforderung sofort nach der Staatskasse zu schreien? Dies entspricht ja durchaus der linken Philosophie. Unsere Eltern und Grosseltern haben uns auch gross gezogen und die Kosten dafür noch in einem viel grösseren Masse selbst getragen.

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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon kingschild » So 15. Feb 2015, 14:59

Johelia hat geschrieben:Hallo Leute

Am 5. November 2012 reichte die CVP Schweiz mit 118 425 gültigen Unterschriften die Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» ein. Die Initiative will Kinder- und Ausbildungszulagen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene von den Steuern befreien.

Gestern habe ich die Arena geschaut und musste feststellen, dass die Argumente der Gegner sehr schwach aufgestellt sind. Unheiligerweise, aus Wahlkampfstechnischen Gründen stellt sich im Wahljahr SP gegen die Initiative, nachdem die Fraktion vorher im Parlament immer Zustimmung ausdrückte.

Die Abstimmung zu dieser Initiative kommt am 08. Märtz 2015 zur Volksabstimmung.


Was meint Ihr?? :comeon:

Liebe Grüsse
Johel


Hallo johel

Auf den ersten Blick dachte ich, ja es ist gut. Nach der Diskussion gestern kristallisierte sich jedoch sehr stark heraus, das vor allem wieder die Reichen davon profitieren. Es wurde zwar von Mittelstand gesprochen aber wenn ich höre wie Mittelstand definiert wird, dann muss ich sagen, ja die Reichen profitieren einmal mehr.

Ich habe diese Zulagen auch immer versteuert und habe überlebt, wenn ich dann höre das Einkommen von 98000 bis 200000 und darüber diese zusätzlichen Einnahmen nicht mehr versteueren müssten und alle mit Einkommen weit darunter, sollen dann wieder das Loch stopfen, das dadurch entsteht, muss ich sagen solche Initiativen kann ich im Grundanliegen unterstützen aber in dieser Form nicht. Familienförderung Ja aber so nicht.

Ich werde deshalb die Initiative ablehnen. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt etwas ähnliches kommen, wo man z.b sagt, bis zu einem gewissen Einkommen, muss man die Kinderzulagen nicht versteuern, könnte ich dann ein JA in die Urne legen aber da müsste eben dann mal Transparent offen gelegt werden, welche Einkommen genau profitieren.

Es kann nicht sein das eben wieder Leute mit sehr kleinen Einkommen, dann die Löcher stopfen, von denen die 98000 - 200000 und mehr Franken verdienen, nur weil sie jammern das Kinder etwas kosten.

Familienpolitik Ja aber bei dieser Inititative fehlt mir eben die Steuerprogression. Es kann nicht sein das die kleinen Einkommen, wieder ein solches Gieskannen Prinzip bezahlen und mit den kleinen Einkommen wieder diese Grossverdiener, noch Quersubventioniert werden.

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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon Columba » So 15. Feb 2015, 17:26

kingschild hat geschrieben:Es kann nicht sein das eben wieder Leute mit sehr kleinen Einkommen, dann die Löcher stopfen, von denen die 98000 - 200000 und mehr Franken verdienen, nur weil sie jammern das Kinder etwas kosten.


Kingschild, Du hast recht. Wieder einmal kommt die Hilfe nicht denen zu, die Entlastung brauchen. So sehr die Idee der steuerfreien Kinderzulagen richtig ist zur Entlastung der Familien, ist doch das Vorgehen fragwürdig.

Jeder kann es selber kurz ausrechnen mit dem Steuerberechnungsprogrammen von den Kantonen. Jeder Familienvater kann ausrechnen, was er an Steuern sparen würde, wenn die Kinderzulagen steuerfrei wären. Als Kontrollrechnung könnte er sein Einkommen verdoppeln und dann nochmals die Rechnung machen. Tatsächlich ist es so, dass die Gutverdienenden auch die maximale Entlastung haben. Also diejenigen die mehr verdienen, haben also die grösste Entlastung. Die Progression ist also hier schuld, dass nicht diejenigen finanziell am meisten entlastet werden, die es am nötigsten haben. ...und die Konsequenzen der Steuerausfälle ist hier noch gar nicht angesprochen. Wie diese auch immer gehandhabt werden, der untere Mittelstand wird dann gerade nochmals bestraft.

Guter Ansatz bei der Initiative, doch leider die Konsequenzen schlecht durchdacht und die Entlastung nicht differenziert.



Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon Johelia » So 15. Feb 2015, 19:20

Danke Leute

für eure bisherigen Meinungen.

Was mich bei der Angelegenheit stört, ist dass ich noch keine Zahlen zu den Vorwürfen der Gegner gefunden habe.

Frage: Hat jemand Zahlen, die aufzeigen:
- Prozentuale Menge der Einkommenskassen.
- Prozentuale Ersparnis am Einkommen und pro Einkommensklasse.



Bisher habe ich nur viele Zahlen gesehen, die belegen, dass Leute mit einem Einkommen zwischen 50000 und 70000 jährlich etwas850 - 1000 mehr in der Kasse haben. Und das ist viel!!
Geld das sicher wieder in die Wirtschaft zurück fliesst und Konsum generiert.

Grüsse
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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon kingschild » So 15. Feb 2015, 20:28

Johelia hat geschrieben:Danke Leute

für eure bisherigen Meinungen.

Was mich bei der Angelegenheit stört, ist dass ich noch keine Zahlen zu den Vorwürfen der Gegner gefunden habe.

Frage: Hat jemand Zahlen, die aufzeigen:
- Prozentuale Menge der Einkommenskassen.
- Prozentuale Ersparnis am Einkommen und pro Einkommensklasse.



Bisher habe ich nur viele Zahlen gesehen, die belegen, dass Leute mit einem Einkommen zwischen 50000 und 70000 jährlich etwas850 - 1000 mehr in der Kasse haben. Und das ist viel!!
Geld das sicher wieder in die Wirtschaft zurück fliesst und Konsum generiert.

Grüsse
Johel


Hallo Johel

Ich wüsste jetzt auch nichts anderes als die Steuerprogramme der Kantone. Dort kann man die Zahlen eingeben und dann das Endergebnis anschauen.

Wenn die CVP aber richtig gerechnet hat dann sieht man das der mehr Verdienende mehr spart und das sollte auf keinen Fall so sein.

Zudem glaube ich nicht das einer in der Einkommensklasse 70'000 steuerbares Einkommen noch Subventionen von mir braucht. :lol: Wenn so einer wegen den 1500.- Mehrkosten pro Jahr keine Kinder auf die Welt stellen will, dann ist es vielleicht sogar besser, das er keine Nachkommen hat.

Faktisch heisst dies das einer der massiv weniger verdient und keine Kinder hat, dann einem der 10000 pro Monat verdient, noch die Kinder mitfinanzieren soll, das kann es defintiv nicht sein. Ob so einer dann die 1500.- wirklich in die hiesige Wirtschaft investsiert wage ich auch zu bezweifeln. Da glaube ich das sind die Zahlen des Bundes schon einigermassen verlässlich, das dies so nicht funktioniert.

Bei einem Steuerbaren Einkommen von 50'000 mit zwei Kinderabzügen sprechen wir zudem auch nicht von der ganz kleinen Einkommensklasse. Ich weiss auch nicht ab wann es so richtig gerechtfertigt wäre aber es sollte auf jeden Fall nicht so sein, das die niederen Einkommen eben die Hohen Einkommensklassen finanzieren müssen. Bei dieser Intiative ist das aber defintiv der Fall.

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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon firebird » Mo 16. Feb 2015, 12:02

Hallo zusammen,

ich glaube, wenn wir die gesammte Familienpolitik von Bundesbern der letzten Jahre genauer anschauen, können wir besser sehen wie diese Initiative der "C"VP in der Landschaft steht.

Ab dem Jahr 2011 können Familien die ihre Kinder in Kinderkrippen geben, die Kosten für die Fremdbetreuung bei der Steuererklärung in Abzug bringen. Dies ist eine Ungerechtigkeit gegenüber Eltern die ihre Kinder zu Hause durch einen Elternteil betreuen. Mit der Familieninititive der SVP über die wir im Winter 2014 abgestimmt haben hätte diese Ungerechtigkeit ausgeglichen werden sollen. Und prompt im Vorfeld dieser Abstimmung hat die holde Finanzministerin EWS auf Steuerausfälle und damit auf den Finanzhaushalt aufmerksam gemacht, was einen wesentlichen Beitrag geleistet hat, dass diese Initiative bachab ging. Also war für die Familienpolitik von Bundesbern die Sache weiterhin "in Ordnung".

Kingschild hat geschrieben:Es kann nicht sein das eben wieder Leute mit sehr kleinen Einkommen, dann die Löcher stopfen, von denen die 98000 - 200000 und mehr Franken verdienen, nur weil sie jammern das Kinder etwas kosten.


In den Bereich des steuerbaren Einkommens von 98000 bis 200000 kommen Doppelverdiener-Ehepaare. Solche Ehepaare lassen ihre Kinder fremdbetreuen. Also ist das wie Anno 2011 ein weiterer Zustupf für Eltern von Krippenkinder.

Was macht dann gleichzeitig die grosse Schwester der "C"VP, nämlich die SP?? Die SP macht sich stark für den Ausbau des Kinderkrippen Angebots.

Da gilt es schon zu bedenken:

Wollen wir tatsächlich unsere Kleinkinder so rasch wie möglich aus der Hand geben, damit irgendwelche Leute unsern Kinder irgendwelche atheistische "Werte" weitergeben?

Wollen wir den staatlichen Meinungsmacher tatsächlich Tor und Tür öffnen?

Wollen wir dieser antichristlichen Tendenz einfach so bedenkenlos Raum geben?
(Darum das C von der CVP in Anführungszeichen)

Firebird
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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon Johelia » Mo 16. Feb 2015, 13:50

Sali Kingschild

kingschild hat geschrieben:Ich wüsste jetzt auch nichts anderes als die Steuerprogramme der Kantone. Dort kann man die Zahlen eingeben und dann das Endergebnis anschauen.

Die Argumente für die Initiative wurden von der CVP mit frei verfügbaren Zahlen unterlegt.

Meine Frage nach Fakten kam ja daher, dass ich bisher keine nachprüfbare Zahlen für das Hauptargument der Gegner gefunden habe:
Johelia hat geschrieben:Frage: Hat jemand Zahlen, die aufzeigen:
- Prozentuale Menge der Einkommenskassen.
- Prozentuale Ersparnis am Einkommen und pro Einkommensklasse.


Das Hauptargument der Initiativgegner kommt ja immer mit:
- Ja, ja die Reichen können wiedermal etwas abziehen, das ist nicht fair!!!

Ich persöhnlich empfinde das als reines NEIDARGUMENT. Die Gegner wollen tausenden Wenigverdienern einen Vorteil verweigern, weil sie neidisch auf ein paar Grossverdiener sind auch profitieren könnten. Komischerweise sind es aber auch Diese Initiativgegner (G*Mschen) die immer alls mit der Giesskanne bis zu den Topreichsten verteilen wollen, (solange der Staat zahlt natürlich.)

Wenn die CVP aber richtig gerechnet hat dann sieht man das der mehr Verdienende mehr spart und das sollte auf keinen Fall so sein.

Mir peröhnlich ist das diesmal eher egal, solange es so ist wie die CVP sagt: "Prozentual proffitieren nur wenige Reiche. Entlastung erhalten aber SEHR VIELE Normalverdiener."

Neid ist eben nicht geil!!!

grüsse
Johel
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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon kingschild » Mo 16. Feb 2015, 16:57

Johelia hat geschrieben:
Das Hauptargument der Initiativgegner kommt ja immer mit:
- Ja, ja die Reichen können wiedermal etwas abziehen, das ist nicht fair!!!


Hallo Johel es ist wirklich am besten das Steuerprogramm deines Kantons zu laden. Dann kannst Du die Zahlen, nach deinen Fiktiven Eingaben, am Ende anschauen.

Jedoch ergibt es sich schon allein aus der Steuerprogression, das dieses Argument der Gegner stimmt. Findest Du es denn o.k, das einer der 3000 Fr. im Monat verdient, dem der 10 000 im Monat und mehr verdient, noch die Steuerlöcher stopft, die durch solche Steuer Geschenke entstehen?

Ich persöhnlich empfinde das als reines NEIDARGUMENT. Die Gegner wollen tausenden Wenigverdienern einen Vorteil verweigern, weil sie neidisch auf ein paar Grossverdiener sind auch profitieren könnten. Komischerweise sind es aber auch Diese Initiativgegner (G*Mschen) die immer alls mit der Giesskanne bis zu den Topreichsten verteilen wollen, (solange der Staat zahlt natürlich.)


Ich empfinde es nicht als Neid, sondern als Gerrechtigkeit gegenüber den vielen, welche eben wenig verdienen. Diese Initative mach vor allem bei Haushalten Sinn, welche knapp aus der Prämienverbilligung fallen. Bis dorthin könnte man das ganze begrenzen, schon wegen der Anreize zum Arbeiten. Wenn man also sagen würde Abzüge bis zu einen bestimmten Einkommen o.k aber doch nicht bei solchen die extrem viel verdienen. Ich mag jedem gönnen wenn er viel verdient aber ich finde es stossend, das eben dann die welche wenig verdienen, diese noch subventionieren sollten.

Das empfinde ich dann als höchst ungerecht. Das wir alle die Kinder in irgend einer Form via Steuergelder unterstützen das ist selbst verständlich, hier sollten wir auch nicht sparen und das davon auch die Reichen profitieren, finde ich o.k, sie zahlen ja wirklich viel, wenn sie Ehrlich sind. Bei Steuergeschenken hört für mich die Gerechtigkeit auf. Ein Steuersystem sollte immer so sein, das der welche mehr hat auch mehr bezahlt und nicht der welcher mehr hat, noch mehr bekommt. Reichtum verpflichtet auch.

Das gewisse Parteien auch immer Steuergeschenke an Reiche verteilen, das weiss ich aber wenn ich eben per Stimme dagegen stimmen kann, dann tue ich es. Wie gesagt, besser zahlen wir nur ein halbe Milliarde mehr und geben es wirklich denen, die es wirklich nötig haben.

Mir peröhnlich ist das diesmal eher egal, solange es so ist wie die CVP sagt: "Prozentual proffitieren nur wenige Reiche. Entlastung erhalten aber SEHR VIELE Normalverdiener."


Das stimmt eben nicht ganz. Die CVP sagt ja, es ist vorallem für den Mittelstand und wie dieser definiert ist, habe ich bereits hier gepostet, das sind nicht Normalverdiener. Wenn die Milliarde in der Kasse fehlt, wird der Staat wieder eine andere Einnahmequelle finden oder eben Angebote (auch bei Schulen) streichen oder Schulden machen. Es sind meiner Meinung nach eben zuviele darunter, die dieses Geld nicht nötig haben und es sind zuviele Klein Verdiener, die dann genau diese Loch, wieder stopfen müssen.

Ich finde es nicht fair, das Kleinverdiener eben noch Reiche unterstüzen müssen, das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit fairness und mit meinem Gerrechtigkeitsgefühl. Sollte die CVP, für die welche es Nötig haben etwas lancieren, dann kann man auch mich gewinnen für das Anliegen. Unter diesen Umständen aber nicht.

Geben wir das Geld aber nur denen die es wirklich nötig haben, so können wir die Steuerausfälle minimieren und können dann davon ausgehen, das diese es wirklich, wieder investieren werden.

Neid ist eben nicht geil!!!


Ich gönne jedem sein Geld, sofern er es ehrlich verdient hat. Die Gier gewisser Leute, finde ich auch nicht geil. Sehe auch keinen Grund, das man den gut verdienenden noch mehr Steuergeschenke macht und die schlecht Verdienenden, sollen dann wieder mehr bezahlen. Solidarität ist ja gut aber vorallem für die, welche es dringend nötig haben. Keiner bezahlt gerne mehr Steuern, wenn man für den Bedürftigen mehr bezahlt, so sieht man denn Sinn. Ich sehe aber keinen Sinn, das alle Kinderlosen Menschen, die nicht so gut verdienen, noch den Reichen via weitere Steuergeschenke die Kinder quersubventionieren. Da hört für mich die Gerrechtigkeit auf.

Das gleiche eben, bei dem was Firebird schon angesprochen hat. Kita Plätze werden subventioniert und die Reichen können dann bei den Steuern noch mal den Abzug machen. Die welche aber Ihre Kinder betreuen, rund um die Uhr und dadurch auf Einkommen verzichten, denen will man auf dem kleinen Einkommen, keinen Müden Rappen Abzug gewähren, die sollen dann noch via Steuern, gefälligst, noch die Kita Plätze subventionieren. Ist zwar eine andere Baustelle aber läuft am Ende auf das gleiche heraus.

Ich bin mir bewusst das es eine 100 % Gerrechtigkeit, hier auf Erden nicht geben kann aber diese Initiative verfehlt für mich das Ziel und wirkt dort zuwenig effektiv, wo es wirklich dringend gebraucht würde. Wenn man das optimieren würde, könnte man mich dafür gewinnen, unter diesen Umständen aber nicht.

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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon Hanspeter » Di 17. Feb 2015, 14:46

Dieser Artikel:

http://www.derbund.ch/schweiz/Die-CVPIn ... y/22857952

hat für mich überzeugende Argumente.

LG Hanspeter
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Re: CVP Familien Initiative / Abstimmung 08. März 2015

Beitragvon Columba » Sa 21. Feb 2015, 08:38

Hier ein Rechenbeispiel für eine Familie mit 2 Kindern in der Stadt Bern:

http://files.newsnetz.ch/file_upload/42 ... _cvp01.jpg

Die Familie mit 50'000 Fr. Einkommen spart 114 Fr.
Die Familie mit 150'000 spart 1'551 Fr. Das heisst sie spart etwas 13 mal mehr ein als die Familien mit 50'000 Fr. Einkommen

Die eine Familie hat nicht mal 10 Fr. mehr pro Monat im Geldbeutel, die andere Familie mit hohem Einkommen aber hat pro Monat mehr als 100 Fr. zur Verfügung. Die Steuerausfälle jedoch werden auch Bildung und Soziales betreffen (vielleicht zB die Krankenkassenvergünstigungen). Dann müssen wir annehmen, dass die CVP Initiative gerade für untere Einkommen sehr wohl kontraproduktiv sein kann.

Diese Initiative hat kaum etwas mit Sozial- oder Familienpolitik zu tun sondern ist ein Werkzeug für die Wahlwerbung.


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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