Wo steht Amerika politisch?

Was so läuft in der Welt und was Sie dazu zu sagen haben

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Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon PhiloMuc » Di 16. Aug 2011, 02:17

Wertes Forum! Aus dem Tagesanzeiger der Schweiz entnehme ich -mit einem Seitenblick auf Großbritannien- diese Gedanken:

Tatsächlich senkte George W. Bush an der Macht die Steuern für Reiche und Unternehmen derart, dass ein solider Budgetüberschuss in ein tiefes Minus kippte: Man rechnet mit 2 Billionen Dollar Ausfällen in den letzten 10 Jahren.

Weltkonzerne zahlen oft gar keine Steuern; und von den Superreichen nur die Hälfte den Spitzensteuersatz. Und der ist tiefer als je zuvor. Dabei hat niemand in den drei Jahrzehnten der rechten Politik so profitiert wie die Superreichen: Vor 25 Jahren besass das reichste Prozent der Amerikaner 33 Prozent des Landes. Heute sind es 40. Noch krasser ist die Situation beim Einkommen: Es verdoppelte sich von 12 auf 25 Prozent des Kuchens.

Die durchschnittliche Mittelstandsfamilie hingegen sackte leicht unter das Niveau von 1980. Für sie waren es drei verlorene Jahrzehnte.

Die Politiker der Rechten reden von Freiheit und dem kleinen Mann, aber sie betreiben das, was Joseph Stiglitz trocken «Sozialismus für Reiche» nannte. Das Resultat ihrer Politik ist unter dem Strich die Oligarchie. Kein Zufall, werden die Parteien, etwa der Tea-Party-Flügel in den USA oder auch die SVP in der Schweiz von Milliardären geführt.

Diskussionsfrage von mir: Was ist eigentlich christlich an der Tea-Party-Bewegung, die Amerika ab 2012 einen "Bush zum Quadrat" bieten möchte? Wo steht man da noch nahe bei den Menschen?
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Gnu » Di 16. Aug 2011, 07:41

Da musst du die Freimaurer-Fraktion fragen.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon PhiloMuc » Di 16. Aug 2011, 08:01

Gnu hat geschrieben:Da musst du die Freimaurer-Fraktion fragen.


Siehst Du in dieser Palin-Clique also auch eine Verhöhnung des Christentums?
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Gnu » Di 16. Aug 2011, 08:05

PhiloMuc hat geschrieben: Siehst Du in dieser Palin-Clique also auch eine Verhöhnung des Christentums?

Ich sehe in Palin nur 5 Buchstaben. Ich habe keine Ahnung, wer das ist. Ich gehöre nicht zu den Eingeweihten.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon PhiloMuc » Di 16. Aug 2011, 08:15

Die evangelikal-konservative Gouverneurin der REPs von Alaska, die bei einem Wahlsieg der Rechten Vizepräsidentin geworden wäre.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon alegna » Di 16. Aug 2011, 08:30

Hoi PhiloMuc
ich habe hierhin verschoben, denke es passt da besser :)

Grüsschen
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Di 16. Aug 2011, 09:22

PhiloMuc hat geschrieben:Die evangelikal-konservative Gouverneurin der REPs von Alaska, die bei einem Wahlsieg der Rechten Vizepräsidentin geworden wäre.


Da geht es um Geld und Macht, die Religion ist da halt Mittel zum Zweck. Wären in den USA die Katholiken in der Überzahl, wären die "evangelikalen" Politiker alles überzeugte Papst-Anhänger. :mrgreen:

Ich bin froh, dass diese Bigotterie in Europa kaum vorhanden ist.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon viper187 » Di 16. Aug 2011, 09:27

Das ganze USA-Theater reicht viel weiter zurück als ihr hier glaubt...
Das erste was mir da jetzt so einfällt wäre die Amtszeit von Woodrow Wilson (1913-1921) und der Einführung des Federal Reserve Acts, ende 1913.
Wikipedia.de hat geschrieben:Der Federal Reserve Act ermöglicht es der Federal Reserve bis heute, Geld ohne Gegenwert zu schaffen und es beispielsweise der amerikanischen Regierung gegen Zinsen zu leihen.

Das "schönste" hierbei ist: Die Federal Reserve ist eine Privatbank (genaugenommen mehrere Privatbanken, jaja, unter Staatlicher Kontrolle. Wie heissts so schön: Lasst mich das Geld eines Landes kontrollieren und mir ist es egal wer dessen Gesetze macht.). Ja, richtig gehört, eine Privatbank, welche den $ druckt und diesen an den Staat, gegen Zinsen versteht sich, verleiht. Super oder?!
Die Unterzeichnung des Federal Reserve Acts bezeichnete Woodrow Wilson wiederholt als den Grössten Fehler seines Lebens.

Weiter geht das ganze Theater dann mit Ronald Reagan, ein B-Klasse-Promi-Schauspieler-Werbefigur-Heini der zum Präsident wird. Schon das sollte einem eigentlich zu denken geben. Bis anhin lag der Spitzensteuersatz in den USA bei 90%(!), ja, richtig gelesen, 90%! Trozdem lebten die Reichen und Schönen in Saus und Braus und die Wirtschaft florierte, was auch kein Wunder war, denn die ganze Konkurrenz (Deutschland, Japan) lag in Schutt und Asche.
Unter Reagan wurde der Spitzensteuersatz dann auf ~40% oder was es nun ist gesenkt, damit die Reichen noch reicher werden.

Im Prinzip ist das alles eine systematische Umverteilung des Geldes. Reich wird reicher, Arm wird ärmer und die Kluft zwischen Reich und Mittelschicht wird immer grösser, wärend sie zwischen Mittelschicht und Arm immer kleiner wird.

Und die "neueren" "Heldentaten" dieser Präsidenten und Staatsoberheinis (von welchen wohl rund die Hälfte oder noch mehr einen oder mehrere Friedensnobelpreise bekamen, für was auch immer...) kennt man ja hoffentlich...
Das Problem beim Atheismus ist: Wenn wir recht haben, werden wir es niemals erfahren.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Di 16. Aug 2011, 10:23

viper187 hat geschrieben:Das ganze USA-Theater reicht viel weiter zurück als ihr hier glaubt...
Das erste was mir da jetzt so einfällt wäre die Amtszeit von Woodrow Wilson (1913-1921) und der Einführung des Federal Reserve Acts, ende 1913.
Wikipedia.de hat geschrieben:Der Federal Reserve Act ermöglicht es der Federal Reserve bis heute, Geld ohne Gegenwert zu schaffen und es beispielsweise der amerikanischen Regierung gegen Zinsen zu leihen.

Das "schönste" hierbei ist: Die Federal Reserve ist eine Privatbank (genaugenommen mehrere Privatbanken, jaja, unter Staatlicher Kontrolle. Wie heissts so schön: Lasst mich das Geld eines Landes kontrollieren und mir ist es egal wer dessen Gesetze macht.). Ja, richtig gehört, eine Privatbank, welche den $ druckt und diesen an den Staat, gegen Zinsen versteht sich, verleiht. Super oder?!
Die Unterzeichnung des Federal Reserve Acts bezeichnete Woodrow Wilson wiederholt als den Grössten Fehler seines Lebens.

Weiter geht das ganze Theater dann mit Ronald Reagan, ein B-Klasse-Promi-Schauspieler-Werbefigur-Heini der zum Präsident wird. Schon das sollte einem eigentlich zu denken geben. Bis anhin lag der Spitzensteuersatz in den USA bei 90%(!), ja, richtig gelesen, 90%! Trozdem lebten die Reichen und Schönen in Saus und Braus und die Wirtschaft florierte, was auch kein Wunder war, denn die ganze Konkurrenz (Deutschland, Japan) lag in Schutt und Asche.
Unter Reagan wurde der Spitzensteuersatz dann auf ~40% oder was es nun ist gesenkt, damit die Reichen noch reicher werden.

Im Prinzip ist das alles eine systematische Umverteilung des Geldes. Reich wird reicher, Arm wird ärmer und die Kluft zwischen Reich und Mittelschicht wird immer grösser, wärend sie zwischen Mittelschicht und Arm immer kleiner wird.

Und die "neueren" "Heldentaten" dieser Präsidenten und Staatsoberheinis (von welchen wohl rund die Hälfte oder noch mehr einen oder mehrere Friedensnobelpreise bekamen, für was auch immer...) kennt man ja hoffentlich...


Man kann die europäischen Staaten und die USA nicht direkt vergleichen, die US-Amerikaner sind völlig anders gestrickt als wir.

Was mich an den Amis fasziniert ist deren grenzenloser Optimismus und die Fähigkeit, sich selbst alle paar Jahre neu zu erfinden.

Wenn ein Amerikaner arbeitslos wird, zieht er mit Sack und Pack einfach ein paar hundert oder tausend Kilometer weiter und beginnt dort von vorne. Bei uns ist man schon überfordert, wenn der neue Arbeitsplatz plötzlich im Nachbarort liegt.

Das amerikanische Wesen wird bei deren Nationsphilosophen Ralph Waldo Emerson (go west, young man :!: ) sehr treffend beschrieben.

Interessant sind dort auch die Sozialsysteme, das Mäzenatentum und die Spendenbereitschaft sind deutlicher ausgeprägt als bei uns, eine allumfassende Sopziualöversicherung wird zum Teil selbst von denjenigen, die davon partizipieren würden, abgelehnt, da dies als staatlicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen eimpfunden wird.

Für diese persönliche Freiheit sind die Amerikaner bereit einige Opfer zu bringen.

In den meisten US-Staaten kann ich zum Beispiel ohne Helm mit dem Motorrad fahren, als Amerikaner bin ich mir bewusst, dass ich im Falle eines Unfalls dann auch keine große Ansprüche an die Allgemeinheit stellen darf.
Für uns Europäer ist dies unvorstellbar.

Auch die Wahl eines Schauspielers oder Sportlers in die Politik entspricht dem Freiheitsgedanken und dem Demokratieverständnis der Amerikaner.
Warum eigemtlich nicht>? Warum wählen wir eigentlich immer nur Rechtsanwälte und Lehrer in die Parlamente?
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Valentin » Di 16. Aug 2011, 10:47

Das ist ein sehr guter Beitrag, blakki!

Klar können wir Mitteleuropäer über gewisse Dinge nur den Kopf schütteln, so wie Viper es tut... ;) Aber viele Amis haben wirklich noch eine andere Vorstellung von Selbstverantwortung als wir. Das geht manchmal bis zur Selbstaufgabe, aber irgendwie ist es fast schon bewundernswert. Aber auch mitleiderregend.

Die Amerikaner sind einfach noch ziemlich calvinistisch geprägt, IMO. Das hat den Vorteil, dass sie sich wirklich darum bemühen, niemandem auf der Tasche zu liegen. Aber auch den Nachteil, dass soziale Gerechtigkeit halt nicht so wichtig ist und der Arme halt selbst schuld ist, dass er arm ist und selber gucken muss.... Ob Amerika in ein paar Jahrzehnten eine reine Plutokratie sein wird? Und ob Europa auch so rauskommt? Mal gucken, aber ich befürchte es.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon ThomasMillack » So 19. Feb 2012, 15:06

Meine Theorie ist: Jede Nation hat irgendein Kennzeichen, das man lediglich hirnverbrannt nennen kann.

Die USA sind groß genug, um sogar drei zu haben

- Religion - eine Verhöhnung des Christentums ist das, was dort politisch abgeht
- Waffen - die Waffenlobby dort ist einfach unglaublich
- Sex - Bei Nippelgate habe ich mich einfach nur schiefgelacht

Aber lasst uns nicht über die USA schimpfen, sondern vor der eigenen Haustür kehren. Die Deutschen haben auch so ihre irren Ansichten

- Autos - freie Fahrt für freie Raser ist das eigentliche Motto
- Angst - die Welt geht unter, woran ist eigentlich egal (Klima, Essen, Umwelt,...)
- Kinder - wir lieben Kinder - wenn sie wie Erwachsene sind, sonst natürlich nicht

Bei den Schweizern läßt sich so etwas bestimmt auch finden, aber da können die ran, die sich auskennen.

Gruß
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon imhotep » So 19. Feb 2012, 17:17

ThomasMillack hat geschrieben:Bei den Schweizern läßt sich so etwas bestimmt auch finden, aber da können die ran, die sich auskennen.

Hmmm, vielleicht wäre das auch bei den USA besser gewesen? Deine Drei-Sätze-Kritik eines Landes mit 300 Mio. Leuten dünkt mich jedenfalls ziemlich klischeeverhaftet.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Valentin » Mo 27. Feb 2012, 17:40

imhotep hat geschrieben:
ThomasMillack hat geschrieben:Bei den Schweizern läßt sich so etwas bestimmt auch finden, aber da können die ran, die sich auskennen.

Hmmm, vielleicht wäre das auch bei den USA besser gewesen? Deine Drei-Sätze-Kritik eines Landes mit 300 Mio. Leuten dünkt mich jedenfalls ziemlich klischeeverhaftet.


Was bleibt uns, ausser zu abstrahieren und zu vereinfachen? Nicht mal die Amis selbst verstehen ihr Land... Der tragischkomische Wahlkampf der Republikaner spricht Bände. Zur Zeit schwingt ein stockkatholischer Freak obenaus, der die "Schwulen" als den Feind des American Ways auserkoren hat und von nichts anderem als "Moral" redet. Aber am Schluss wird wohl der Kerl Kandidat, der sich als "Heuschrecke" einen Namen gemacht hat. Bizarr...! God bless the USA... :?
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon templarii » So 8. Apr 2012, 21:15

Gibt es eigentlich noch jemanden der die Tea Party ziemlich gut findet und sich selbständig informiert sowie nicht die vorgekaute Meinung aus den recht... einseitigen Medien Europas entnimmt?

Ich mein es ist sowieso klar das die Tea Party böse ist, genauso wie übrigens die Christen in Europa.. Immerhin wollen die Leute von der Tea Party dass das Christentum wieder als die Grundlage unserer Kultur gelebt wird. Und gegen zu hohe Steuern die nur grosse Kolosse von Behörden (wie die EU..) füttern.. Und gegen völlig unbewaffnete Privatpersonen - wir wissen in Europa ja eigentlich zu gut das staatliche Waffengewalt doch desöfteren zur Machtergreifung genutzt worden ist. Von den ganzen kriminellen die sich gar nicht an Waffenverbote halten sowieso zu schweigen.

blakki hat geschrieben:Was mich an den Amis fasziniert ist deren grenzenloser Optimismus und die Fähigkeit, sich selbst alle paar Jahre neu zu erfinden.

Interessant sind dort auch die Sozialsysteme, das Mäzenatentum und die Spendenbereitschaft sind deutlicher ausgeprägt als bei uns, eine allumfassende Sopziualöversicherung wird zum Teil selbst von denjenigen, die davon partizipieren würden, abgelehnt, da dies als staatlicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen eimpfunden wird.


Das hat, einfach gesagt, sehr viel mit Jesus Christus zu tun. Sie glauben an Jesus. Er ist am Kreuz gestorben - er ist gescheitert - und wiederauferstanden. Der Optimismus und die Grossherzigkeit haben damit zu tun, sie sind davon befeuert.

In Europa glauben die Menschen an die Ideologie, an den Staat - sie sind Staatsgläubige und handeln danach. Und ersticken daran. Denn Staat = Geld = Moloch.

Klar nicht die degenerierten Ost- und Westküsten High-Societies - aber der Rest. Man sollte nicht vergessen das sehr viele der Menschen dort schlicht aus Europa flohen weil die Länder hier zu begrenzt waren.

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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon imhotep » Mo 9. Apr 2012, 15:32

templarii hat geschrieben:Gibt es eigentlich noch jemanden der die Tea Party ziemlich gut findet und sich selbständig informiert sowie nicht die vorgekaute Meinung aus den recht... einseitigen Medien Europas entnimmt?

Oh boy ... Bist du so sicher, dass das, was du hier nachplapperst so viel origineller, geistreicher oder auch nur informierter ist? :roll:
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Di 10. Apr 2012, 12:25

templarii hat geschrieben:Gibt es eigentlich noch jemanden der die Tea Party ziemlich gut findet und sich selbständig informiert sowie nicht die vorgekaute Meinung aus den recht... einseitigen Medien Europas entnimmt?


Inwiefern sind die Medien in Europa einseitig? Es gibt genügend frei zugängliche Medien aus der rechten Ecke, wo man sich ausgiebig je nach Geschmack und intellektueller Aufnahmefähigkeit informieren kann.

Ich mein es ist sowieso klar das die Tea Party böse ist, genauso wie übrigens die Christen in Europa.. Immerhin wollen die Leute von der Tea Party dass das Christentum wieder als die Grundlage unserer Kultur gelebt wird. Und gegen zu hohe Steuern die nur grosse Kolosse von Behörden (wie die EU..) füttern.. Und gegen völlig unbewaffnete Privatpersonen - wir wissen in Europa ja eigentlich zu gut das staatliche Waffengewalt doch desöfteren zur Machtergreifung genutzt worden ist. Von den ganzen kriminellen die sich gar nicht an Waffenverbote halten sowieso zu schweigen.


Freilaufende, schwer bewaffnete Christen, die kaum Steuern zahlen müssen. :party: Wie kommt man nur auf sowas? Außerdem würde es mich brennend interessieren, wer wann mit der staatlichen Waffengewalt welche Macht ergriffen haben soll?
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon doro » Di 10. Apr 2012, 13:28

Sorry, kleiner Zwischenruf:

@blakki: Juhuu! Zurück im Forum du bist. :jump:

Willkommen! :))

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon templarii » Di 10. Apr 2012, 23:48

blakki hat geschrieben:
templarii hat geschrieben:Gibt es eigentlich noch jemanden der die Tea Party ziemlich gut findet und sich selbständig informiert sowie nicht die vorgekaute Meinung aus den recht... einseitigen Medien Europas entnimmt?


Inwiefern sind die Medien in Europa einseitig? Es gibt genügend frei zugängliche Medien aus der rechten Ecke, wo man sich ausgiebig je nach Geschmack und intellektueller Aufnahmefähigkeit informieren kann.


Die Medien sind zu 100% einseitig. Die meisten sind sogar extrem Linksradikal ohne es auch nur zu merken. Sowohl der Spiegel als auch die Zeit, ARD, ZDF, alle Radios, und so ziemlich alle Printmedien die ich nicht aufgezählt habe, haben eine sogenannte linksliberale oder grünliberale Ausrichtung die keine andere Meinung ertragen kann. Es ist auch bekannt das irgendwie über 75% der Journalisten Grünwähler sind, sie Zensieren sich sogar selbst.

Zu merken ist das zum Beispiel an folgenden Themen:

Die Ignoranz gegenüber den sozialistischen, kommunistischen und marxistischen Opfern - trotz der zum Teil bis Heute andauernden Diktaturen. Vor allem Osteuropäer haben damit erhebliche Mühen. (Siehe "Sowjet Story")

Das völlige ausblenden und marginalisieren der Kritik an der Co2-Religion um die Klimaerwärmung. Es werden profane Wahrheiten unterschlagen - wie zum Beispiel das Co2 einen Anteil von 0.003 Prozent an der Atmosphäre hat und 50% dieses Co2 Anteils von der Tierwelt hergestellt wird. Und natürlich das ausblenden das Co2 GUT für Wälder ist..

Die Ignoranz gegenüber der psychologischen Nachteile der Abtreibung. Die Depressionen und die potenzielle Unfruchtbarkeit der Frauen die abgetrieben haben. Die höheren Risiken für Brustkrebs bei Frauen (Todesursache Nummer Eins in den Industrienationen bei Frauen) durch Abtreibung (10%) und beim generellen Verzicht auf Kinder. Da wurden schon ganze Grosskonzerne für geringere Risiken zerschlagen. Die Gefühle der Männer werden sowieso ignoriert.

Die völlige Ignoranz gegenüber der Männerbenachteiligung. Die meisten Obdachlosen sind Männer, die meisten davon wegen Scheidung. Die Selbstmordraten bei Männern sind gigantisch hoch - keiner fragt auch nur warum. Die völlige Entrechtung der Männer: Ich kenne Männer deren Töchter missbraucht oder sogar zum Selbstmord getrieben worden sind - und zwar von den Müttern. Doch vor dem Scheidungsgericht haben die Männer genau gar nichts zu sagen. Sie müssen nur Bezahlen. Ob die Frauen jetzt bei einem neuen Leben der wohlhabend ist und der ex-ehemann verarmt in einer 1 Zimmer Wohnung lebt - ist irrelevant. Die rechtlosen Grosseltern die ihre Enkel nicht sehen können, sind auch ein Punkt.

Das völlig kritiklose wiederkaufen sozialistischer Propaganda wie bei "Krippen" und co sowie bei der Kindererziehung - obwohl nicht nur aus den USA bekannt ist wie schädlich das für Kinder ist. Auch aus Russland - der ehemaligen Sowjetunion - ist das bekannt. Die Kinder werden sich selber fremd, Empathie entwickelt sich schlechter - auch die Eltern ***** langsam an dem. Daran ist die mächtige Sowjetunion übrigens untergegangen, keiner hatte mehr die Kraft die Lüge aufrecht zu erhalten.

Die völlig kritiklose Wiedergabe der "Kapitalismuskritik" die letztlich darauf auf die Förderung des Neids aus ist. Menschen die etwas erarbeitet haben, stehen unter Verdacht das sie gestohlen haben und nicht das sie fleissig gearbeitet haben. Die Steuereinnahmen sinken darum auch um so mehr - in Deutschland läuft grad ein Exodus der gutbezahlten. Gut auch zu erkennen bei "Deutschland schafft sich ab".

Das völlige Ignorieren der schleichenden Islamisierung unserer Gesellschaft. Kreuze müssen wegen "Trennung von Kirche und Staat" aus den Schulen entfernt werden - Gebetsräume für Muslime werden gebaut. Kritik daran wird in den Medien als "christlicher Extremismus" verkauft. ***** Schweinefleischfresser oder "dumme Christen" werden zu bekannten Beleidigungen.

Die völlig an den Haaren herbeigezogene Kritik am Atomstrom und Atomkraftwerken. Gegenargumente werden als "Bezahlt von der Atomlobby" diffamiert. Egal welche Zeitung - es gibt keine die was anderes schreibt. Das in Tschernobyl grad mal 50 Leute gestorben sind - völlig irrelevant. Das einige der Ersthelfer von 1986 IMMER NOCH LEBEN - auch ignoriert. Das es KEINE Mutationen und ähnliche Gruselmärchen gab - ignoriert. Das man in Tschernobyl vorbeigehen kann und dort alles angucken - ignoriert. Das dort die Flora und Fauna lebt - ignoriert. Das in Fukushima 0 Personen an Atomstrahlen aber 10.0000 am Tsunami - ignoriert. Das durch das abschalten der deutschen Atomkraftwerke viele Kohlekraftwerke aktiviert worden sind - die mehr Müll (sogar radioaktiven!) produzieren - ignoriert. Das unsichere tschechische Atomkraftwerke benutzt werden um in Deutschland den Atomausstieg zu ermöglichen - ignoriert. (Infos auf http://www.eike-klima-energie.eu/ und co)

Das Christen überall auf der Welt helfen - ignoriert. Das Christen überall auf der Welt ermordet werden - ignoriert. Dagegen sucht man auch noch Entschuldigungen für Extremistische Islamisten und schimpft noch auf irgendwelche bösen bösen bösen Nichtmoslems die Korane verbrennen - dabei ist das nur Papier. Dafür werden Nichtmoslems ermordet. Das wird auch ignoriert. (Infos auf "Kirche in Not" und co..)

Fakt ist, sämtliche Medien folgen einer grün-/ linksliberalen Vorgabe und keiner von den Medien geht auch nur ansatzweise auf die Realität ein. Hauptsache es geht gegen selbständige, selbstbewusste, eigenwillige und freie Menschen.

Der Hass auf das Christentum, Europa, unsere Kultur und so weiter..

blakki hat geschrieben:Ich mein es ist sowieso klar das die Tea Party böse ist, genauso wie übrigens die Christen in Europa.. Immerhin wollen die Leute von der Tea Party dass das Christentum wieder als die Grundlage unserer Kultur gelebt wird. Und gegen zu hohe Steuern die nur grosse Kolosse von Behörden (wie die EU..) füttern.. Und gegen völlig unbewaffnete Privatpersonen - wir wissen in Europa ja eigentlich zu gut das staatliche Waffengewalt doch desöfteren zur Machtergreifung genutzt worden ist. Von den ganzen kriminellen die sich gar nicht an Waffenverbote halten sowieso zu schweigen.


blakki hat geschrieben:Freilaufende, schwer bewaffnete Christen, die kaum Steuern zahlen müssen. :party: Wie kommt man nur auf sowas? Außerdem würde es mich brennend interessieren, wer wann mit der staatlichen Waffengewalt welche Macht ergriffen haben soll?


Wie, wie kommt man auf sowas? Das war bist vor 100 Jahren vollkommen normal..

Wer wann in Europa mit staatlicher Waffengewalt welche Macht ergriffen hat? Ab 1920 die Kommunisten in Russland, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Weissrussland, Ukraine, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, der Tschechoslovakei, "Jugoslavien", ab 1933 Deutschland und Österreich, Italien die Faschisten, Spanien Franco oder seine Feinde die Kommunisten, bis 1989 in der DDR die DDR-Diktatur und natürlich der gesamte Ostblock.. Also es gab so ziemlich DAUERND bei über 80% der Staaten Europas Diktaturen die von Staats wegen geführt worden sind - und so ziemlich alle dieser Diktaturen waren daran interessiert die einfache Bevölkerung zu entwaffnen. (Dem Wahrheitssuchenden wird die Mordstatistik in den Ländern interessieren. Einfach gesagt: Ist die Bevölkerung entwaffnet, steigt die Raubmordstatistik. Ist die Bevölkerung bewaffnet, kann eine Oma einen Einbrecher stellen und die Polizei rufen damit sie ihn verhaftet.)

Christen sind keine Pazifisten.

PS: "Die Befreiung der Frau - im Sozialismus von Stalin":

... Gleichzeitig gab Stalin die Politik des Aufbaus des Sozialismus „im Schneckentempo“ auf und nahm einen dringend benötigten Industrialisierungsplan an, der allerdings auf ein rücksichtsloses und mörderisches Tempo hochgetrieben wurde. Die daraus resultierende wirtschaftliche Entwicklung führte zu einer qualitativen Veränderung der Bedingungen für arbeitende Frauen. Damit sie arbeiten konnten, schossen in den Wohnvierteln und Fabriken über Nacht Kinderbetreuungszentren und Kantinen aus dem Boden. „Nieder mit der Küche!“, tönte ein Propagandist:
„Wir werden dieses kleine Gefängnis zerstören. Wir werden Millionen von Frauen von der Hausarbeit befreien. Sie wollen arbeiten, wie wir auch. In einer Fabrikküche kann eine Person fünfzig bis hundert Hauptmahlzeiten pro Tag zubereiten. Wir werden Maschinen dazu bringen, Kartoffeln zu schälen, Geschirr zu spülen, Brot zu schneiden, Suppe umzurühren und Eiscreme herzustellen.“ ...

Kommt das einem bekannt vor? http://www.icl-fi.org/deutsch/dsp/25/russiche.html

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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon imhotep » Mi 11. Apr 2012, 08:37

templarii hat geschrieben:Und gegen völlig unbewaffnete Privatpersonen - wir wissen in Europa ja eigentlich zu gut das staatliche Waffengewalt doch desöfteren zur Machtergreifung genutzt worden ist. Von den ganzen kriminellen die sich gar nicht an Waffenverbote halten sowieso zu schweigen.


Klar nicht die degenerierten Ost- und Westküsten High-Societies - aber der Rest.


Der Hass auf das Christentum, Europa, unsere Kultur und so weiter..


Christlicher Triumphalismus, kultureller Überlegenheitswahn, Bedrohung des Status Quo durch Leute, die man gerne auch mal als "degeneriert" bezeichnen darf, Verschwörung durch Staat und Medien, Bewaffnung der strammen Bürger ... etwa so stelle ich mir das Innenleben von Herrn Breivik vor.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Mi 11. Apr 2012, 10:56

templarii hat geschrieben:
Die Medien sind zu 100% einseitig. Die meisten sind sogar extrem Linksradikal ohne es auch nur zu merken. Sowohl der Spiegel als auch die Zeit, ARD, ZDF, alle Radios, und so ziemlich alle Printmedien die ich nicht aufgezählt habe, haben eine sogenannte linksliberale oder grünliberale Ausrichtung die keine andere Meinung ertragen kann. Es ist auch bekannt das irgendwie über 75% der Journalisten Grünwähler sind, sie Zensieren sich sogar selbst.
Ja was jetzt? Linksradikal, linksliberal oder grünliberal? Von was redest du eigentlich?

Zu merken ist das zum Beispiel an folgenden Themen:

Die Ignoranz gegenüber den sozialistischen, kommunistischen und marxistischen Opfern - trotz der zum Teil bis Heute andauernden Diktaturen. Vor allem Osteuropäer haben damit erhebliche Mühen. (Siehe "Sowjet Story")
Das ist mir jetzt neu, gerade in Deutschland ist es doch umgekehrt, das werden die Linken dämonisiert und der braune Sumpf ignoriert, siehe NSU etc.

Das völlige ausblenden und marginalisieren der Kritik an der Co2-Religion um die Klimaerwärmung. Es werden profane Wahrheiten unterschlagen - wie zum Beispiel das Co2 einen Anteil von 0.003 Prozent an der Atmosphäre hat und 50% dieses Co2 Anteils von der Tierwelt hergestellt wird. Und natürlich das ausblenden das Co2 GUT für Wälder ist.
Was hat das mit linker Politik zu tun? Gerade das Leugnen des CO2-Problems ist ein typisches Kennzeichen rechter Verschwörungstheoretiker.

Die Ignoranz gegenüber der psychologischen Nachteile der Abtreibung. Die Depressionen und die potenzielle Unfruchtbarkeit der Frauen die abgetrieben haben. Die höheren Risiken für Brustkrebs bei Frauen (Todesursache Nummer Eins in den Industrienationen bei Frauen) durch Abtreibung (10%) und beim generellen Verzicht auf Kinder. Da wurden schon ganze Grosskonzerne für geringere Risiken zerschlagen. Die Gefühle der Männer werden sowieso ignoriert.
Was man auch nicht vergessen darf, ist die Ausbreitung des Fusspilzes durch die Einführung der 35-Stundenwoche in der Industrie. Dadurch hatten die Menschen mehr Zeit, ins Hallenbad zu gehen.

Die völlige Ignoranz gegenüber der Männerbenachteiligung. Die meisten Obdachlosen sind Männer, die meisten davon wegen Scheidung. Die Selbstmordraten bei Männern sind gigantisch hoch - keiner fragt auch nur warum. Die völlige Entrechtung der Männer: Ich kenne Männer deren Töchter missbraucht oder sogar zum Selbstmord getrieben worden sind - und zwar von den Müttern. Doch vor dem Scheidungsgericht haben die Männer genau gar nichts zu sagen. Sie müssen nur Bezahlen. Ob die Frauen jetzt bei einem neuen Leben der wohlhabend ist und der ex-ehemann verarmt in einer 1 Zimmer Wohnung lebt - ist irrelevant. Die rechtlosen Grosseltern die ihre Enkel nicht sehen können, sind auch ein Punkt.[/qoute] Und was genau hat dies mit linker Politik zu tun?

Das völlig kritiklose wiederkaufen sozialistischer Propaganda wie bei "Krippen" und co sowie bei der Kindererziehung - obwohl nicht nur aus den USA bekannt ist wie schädlich das für Kinder ist. Auch aus Russland - der ehemaligen Sowjetunion - ist das bekannt. Die Kinder werden sich selber fremd, Empathie entwickelt sich schlechter - auch die Eltern ***** langsam an dem. Daran ist die mächtige Sowjetunion übrigens untergegangen, keiner hatte mehr die Kraft die Lüge aufrecht zu erhalten.
Soweit mir bekannt ist, haben Krippen beim Untergang der UdSSR keine größere Rolle gespielt.

Die völlig kritiklose Wiedergabe der "Kapitalismuskritik" die letztlich darauf auf die Förderung des Neids aus ist. Menschen die etwas erarbeitet haben, stehen unter Verdacht das sie gestohlen haben und nicht das sie fleissig gearbeitet haben. Die Steuereinnahmen sinken darum auch um so mehr - in Deutschland läuft grad ein Exodus der gutbezahlten. Gut auch zu erkennen bei "Deutschland schafft sich ab".
Da gebe ich dir im Prinzip Recht. Die Neiddebatte ist ekelhaft.

Das völlige Ignorieren der schleichenden Islamisierung unserer Gesellschaft. Kreuze müssen wegen "Trennung von Kirche und Staat" aus den Schulen entfernt werden - Gebetsräume für Muslime werden gebaut. Kritik daran wird in den Medien als "christlicher Extremismus" verkauft. ***** Schweinefleischfresser oder "dumme Christen" werden zu bekannten Beleidigungen.
Von schleichender Islamisierung merke ich nichts. Was soll das sein? Muslime haben ebenso das Recht auf würdige Ausübung ihrer Religion, wie Katholiken, Hindus oder Evangelikale. Als Schweinefleischfresser bin ich noch nie bezeichnet worden, ich erspare mir hier aufzuzählen, wie ich schon von Evangelikalen beschimpft wurde.

Die völlig an den Haaren herbeigezogene Kritik am Atomstrom und Atomkraftwerken. Gegenargumente werden als "Bezahlt von der Atomlobby" diffamiert. Egal welche Zeitung - es gibt keine die was anderes schreibt. Das in Tschernobyl grad mal 50 Leute gestorben sind - völlig irrelevant. Das einige der Ersthelfer von 1986 IMMER NOCH LEBEN - auch ignoriert. Das es KEINE Mutationen und ähnliche Gruselmärchen gab - ignoriert. Das man in Tschernobyl vorbeigehen kann und dort alles angucken - ignoriert. Das dort die Flora und Fauna lebt - ignoriert. Das in Fukushima 0 Personen an Atomstrahlen aber 10.0000 am Tsunami - ignoriert. Das durch das abschalten der deutschen Atomkraftwerke viele Kohlekraftwerke aktiviert worden sind - die mehr Müll (sogar radioaktiven!) produzieren - ignoriert. Das unsichere tschechische Atomkraftwerke benutzt werden um in Deutschland den Atomausstieg zu ermöglichen - ignoriert. (Infos auf http://www.eike-klima-energie.eu/ und co)
Was hat die Atomdebatte mit linker Politik zu tun?

Das Christen überall auf der Welt helfen - ignoriert. Das Christen überall auf der Welt ermordet werden - ignoriert. Dagegen sucht man auch noch Entschuldigungen für Extremistische Islamisten und schimpft noch auf irgendwelche bösen bösen bösen Nichtmoslems die Korane verbrennen - dabei ist das nur Papier. Dafür werden Nichtmoslems ermordet. Das wird auch ignoriert. (Infos auf "Kirche in Not" und co..)
Auch Moslems und Atheisten helfen anderen Menschen und werden ermordet, wieso haben hier Christen eine Sonderstellung? Soweit mir bekannt ist, hat Jesus den Menschen gesehen und nicht nach seiner Religion gefragt.

Fakt ist, sämtliche Medien folgen einer grün-/ linksliberalen Vorgabe und keiner von den Medien geht auch nur ansatzweise auf die Realität ein. Hauptsache es geht gegen selbständige, selbstbewusste, eigenwillige und freie Menschen.
Vorschlag: Gehe doch mal ins Internet und google nach terragermania, Reichsdeutschen, staatlicher Selbstverwaltung und folge den Links.

Wer wann in Europa mit staatlicher Waffengewalt welche Macht ergriffen hat? Ab 1920 die Kommunisten in Russland, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Weissrussland, Ukraine, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, der Tschechoslovakei, "Jugoslavien", ab 1933 Deutschland und Österreich, Italien die Faschisten, Spanien Franco oder seine Feinde die Kommunisten, bis 1989 in der DDR die DDR-Diktatur und natürlich der gesamte Ostblock.. Also es gab so ziemlich DAUERND bei über 80% der Staaten Europas Diktaturen die von Staats wegen geführt worden sind - und so ziemlich alle dieser Diktaturen waren daran interessiert die einfache Bevölkerung zu entwaffnen. (Dem Wahrheitssuchenden wird die Mordstatistik in den Ländern interessieren. Einfach gesagt: Ist die Bevölkerung entwaffnet, steigt die Raubmordstatistik. Ist die Bevölkerung bewaffnet, kann eine Oma einen Einbrecher stellen und die Polizei rufen damit sie ihn verhaftet.)
In der bis an die Zähne bewaffneten bigottischen USA quellen die Gefängnisse über, soviel zu deinen Statistiken. Ich bin froh, dass ich in einem Land leben darf, wo Irren der Zugang zu Waffen erschwert wird.

Christen sind keine Pazifisten.
Doch das sind sie, und das sage ich als Nichtgläubiger

PS: "Die Befreiung der Frau - im Sozialismus von Stalin":

... Gleichzeitig gab Stalin die Politik des Aufbaus des Sozialismus „im Schneckentempo“ auf und nahm einen dringend benötigten Industrialisierungsplan an, der allerdings auf ein rücksichtsloses und mörderisches Tempo hochgetrieben wurde. Die daraus resultierende wirtschaftliche Entwicklung führte zu einer qualitativen Veränderung der Bedingungen für arbeitende Frauen. Damit sie arbeiten konnten, schossen in den Wohnvierteln und Fabriken über Nacht Kinderbetreuungszentren und Kantinen aus dem Boden. „Nieder mit der Küche!“, tönte ein Propagandist:
„Wir werden dieses kleine Gefängnis zerstören. Wir werden Millionen von Frauen von der Hausarbeit befreien. Sie wollen arbeiten, wie wir auch. In einer Fabrikküche kann eine Person fünfzig bis hundert Hauptmahlzeiten pro Tag zubereiten. Wir werden Maschinen dazu bringen, Kartoffeln zu schälen, Geschirr zu spülen, Brot zu schneiden, Suppe umzurühren und Eiscreme herzustellen.“ ...

Kommt das einem bekannt vor? http://www.icl-fi.org/deutsch/dsp/25/russiche.html

Dir ist bekannt, dass der Stalinismus inzwischen Geschichte ist[quote]
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Richard3 » Mi 11. Apr 2012, 11:49

templarii hat geschrieben:Das völlig kritiklose wiederkaufen sozialistischer Propaganda wie bei "Krippen" und co sowie bei der Kindererziehung - obwohl nicht nur aus den USA bekannt ist wie schädlich das für Kinder ist. Auch aus Russland - der ehemaligen Sowjetunion - ist das bekannt. Die Kinder werden sich selber fremd, Empathie entwickelt sich schlechter - auch die Eltern ***** langsam an dem


Als einer, der das aus eigener Erfahrung kennt: haltlose Demagogie, nicht die Elektronen wert, die das auf dem Bildschirm anzeigen.

Die heutige Ein-Kind-Familie macht aus Kindern Egoisten, sie sind später selbständig und verfügen über eine geringere soziale Kompetenz.
Wenn ich diesbezüglich einen Wunsch erfüllt haben möchte, dann Krippen/Kindergartenerziehung spätestens ab dem ersten Lebensjahr.
Und besonders unter dem Gesichtspunkt der Einwanderung.

Gruss Richard
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Mi 11. Apr 2012, 14:06

Richard3 hat geschrieben:
templarii hat geschrieben:Das völlig kritiklose wiederkaufen sozialistischer Propaganda wie bei "Krippen" und co sowie bei der Kindererziehung - obwohl nicht nur aus den USA bekannt ist wie schädlich das für Kinder ist. Auch aus Russland - der ehemaligen Sowjetunion - ist das bekannt. Die Kinder werden sich selber fremd, Empathie entwickelt sich schlechter - auch die Eltern ***** langsam an dem


Als einer, der das aus eigener Erfahrung kennt: haltlose Demagogie, nicht die Elektronen wert, die das auf dem Bildschirm anzeigen.

Die heutige Ein-Kind-Familie macht aus Kindern Egoisten, sie sind später selbständig und verfügen über eine geringere soziale Kompetenz.
Wenn ich diesbezüglich einen Wunsch erfüllt haben möchte, dann Krippen/Kindergartenerziehung spätestens ab dem ersten Lebensjahr.
Und besonders unter dem Gesichtspunkt der Einwanderung.

Gruss Richard


Das sehe ich im Prinzip auch so. Nicht jeder lebt auf dem Land in einer Großfamilie unter vielen Nachbarn und somit in einem aktiven sozialen Umfeld.

Ab dem ersten Lebensjahr muss nicht unbedingt sein, aber wenigstens ab dem dritten Lebensjahr wäre für mich der Kindergarten obligatorisch.

In meinem Heimatort gibt es fast nur kirchliche Kindergärten (und natürlich die Waldorfeinrichtungen für die Leute mit den Vornamen aus dem IKEA-Katalog :party: ).

Selbst unter den zugewanderten Türken und Russen ist es üblich, die Kinder in den normalen Kindergarten zu schicken und die Ergebnisse sind sichtbar.

Im Gegensatz zu ihren ältern Geschwistern sprechen die perfekt deutsch und sind integriert.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Richard3 » Mi 11. Apr 2012, 17:32

blakki hat geschrieben:In meinem Heimatort gibt es fast nur kirchliche Kindergärten (und natürlich die Waldorfeinrichtungen für die Leute mit den Vornamen aus dem IKEA-Katalog :party: ).


Da habe ich doch gleich mal gezählt.
In meiner Stadt in Deutschland mit 100.000 Einwohnern gibt es 40 Kindergärten, davon ist einer katholisch und einer evangelisch.

Gruss Richard
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon nozick » So 15. Apr 2012, 13:21

Richard3 hat geschrieben:Als einer, der das aus eigener Erfahrung kennt: haltlose Demagogie, nicht die Elektronen wert, die das auf dem Bildschirm anzeigen.

Die heutige Ein-Kind-Familie macht aus Kindern Egoisten, sie sind später selbständig und verfügen über eine geringere soziale Kompetenz.
Wenn ich diesbezüglich einen Wunsch erfüllt haben möchte, dann Krippen/Kindergartenerziehung spätestens ab dem ersten Lebensjahr.


Die haltlose Demagogie kommt bekanntlich stets von dem, der anderer Meinung ist, während man selbst nichts als pure Sachlichkeit verbreitet.

In der FAZ vom 4. April 2012 werden u.a. die Ergebnisse einer Studie des National Institute of Child Health and Human Development diskutiert. Der Autor schreibt:

"Am beunruhigendsten war indes der Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozioemotionale Kompetenz der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsam oder häufiges Schreien."

Den ganzen Artikel findet man unter:
http://www.familie-ist-zukunft.de/seite ... 040412.pdf

Es erübrigt sich selbstverständlich die Lektüre des Artikels für all diejenigen, die zur Thematik bereits im Besitz der absoluten Wahrheit sind.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Columba » Mo 16. Apr 2012, 09:35

nozick hat geschrieben:Die haltlose Demagogie kommt bekanntlich stets von dem, der anderer Meinung ist, während man selbst nichts als pure Sachlichkeit verbreitet.

In der FAZ vom 4. April 2012 werden u.a. die Ergebnisse einer Studie des National Institute of Child Health and Human Development diskutiert. Der Autor schreibt:

"Am beunruhigendsten war indes der Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozioemotionale Kompetenz der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsam oder häufiges Schreien."
...

Du solltest mal die verschiedenen Studien anschauen, nicht nur diejenige, die Dir passt. Dabei findest Du keine einheitlichen Resultate, obwohl das Thema sehr intensiv erforscht wird.

Die Diskussionen über Kinderhorte ist auch eine Wertediskussion und zudem eine kulturelle Angelegenheit. Dabei muss man einfach Amerika und Europa auseinander halten, weil es grosse Unterschiede in der Kultur gibt. Deshalb können die Resultate der Untersuchungen nicht 1 zu 1 von Amerika auf Europa übertragen werden.

Grüsse Columba
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon nozick » Mo 16. Apr 2012, 13:28

Columba hat geschrieben:Du solltest mal die verschiedenen Studien anschauen, nicht nur diejenige, die Dir passt.


Da bin ich selbstverständlich ganz Deiner Meinung. Allerdings muss ich gestehen, dass ich (dazu) überhaupt noch nie eine Studie angeschaut habe. Und Du?
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Di 17. Apr 2012, 16:36

Kommen wir doch mal wieder auf das ursprüngliche Thema zurück.

Hier ein Artikel aus dem humanistischen Pressedienst:

WASHINGTON. (hpd) So viel US-Bürger wie nie zuvor sind der Meinung, dass die Politiker in den Vereinigten Staaten zu viel über Religion reden. Das hat eine aktuelle Umfrage ergeben. Fast vier von zehn Befragten sind der Meinung, dass ihre Politiker zu oft Politik und Religion vermischen. Und mehr als jeder Zweite meint, die Kirchen sollten sich aus der Politik heraushalten.


Für die Umfrage im März 2012 wurden 1.503 Menschen im Alter von über 18 Jahren durch das Pew Forum on Religion & Public Life befragt. Knapp 18 Prozent gaben keine konfessionelle Bindung an, mehr als 50 Prozent bekannten ihre Zugehörigkeit zu einem protestantischen Glauben.

Rund 38 Prozent sind laut neuer Umfrage der Auffassung, dass US-Politiker zu oft ihren religiösen Glauben – durch öffentliche Gebete oder entsprechende Stellungnahmen – deutlich machen. Das ist ein Höchststand, seit das Meinungsforschungsinstitut vor elf Jahren zum ersten Mal eine entsprechende Frage stellte. Seit damals ist der Wert um 26 Prozent gestiegen. Und während 2001 noch 60 Prozent der Überzeugung waren, die Menge an religiösen Bekenntnissen sei genau richtig, meint das heute nur noch jeder Vierte.

Am meisten Rückhalt hat die öffentliche Verquickung von Politik und Religion weiterhin bei weißen Evangelikalen, wo nur 14 Prozent der Auffassung sind, dass Religion zu oft zur Sprache kommt. Die höchste Ablehnung stammt aus dem Lager der konfessionsfreien US-Bürger, wo mittlerweile fast zwei Drittel der ständigen Äußerungen im Namen des Glaubens überdrüssig sind.

Generell befürworten Anhänger der republikanischen Partei religiöse Stellungnahmen häufiger als die der Demokraten oder die Wechselwähler. Doch insgesamt gab es bei allen drei Wählergruppen in der vergangenen Dekade einen stetigen Zuwachs von Menschen, denen die religiösen Bekenntnisse der Politiker zu häufig vorkommen.

Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) meinte auch, dass die Kirchen und andere religiöse Gemeinden sich mit Wortmeldungen im politischen Alltagsgeschäft zurückhalten sollten. Damit zeichnen die Meinungswerte in dieser Frage heute ein Spiegelbild gegenüber der Lage im Jahr 1996.

Die gegenwärtige Regierung unter Präsident Barack Obama war seit seinem Amtsbeginn zwar ständigen Kontroversen zur Frage ausgesetzt, ob ihre Politik der Religion gegenüber wohlgesonnen sei oder gegen sie arbeitet. Doch nur eine Minderheit aller Befragten (23 Prozent) meinte derzeit tatsächlich, dass die US-Administration „unfreundlich“ gegenüber der Religion eingestellt ist. Dagegen sind 39 Prozent der Auffassung, die derzeitige US-Regierung stehe der Religion „freundlich“ gegenüber, 32 Prozent attestierten ihr ein neutrales Verhalten.

Die größten Gruppen unter denjenigen, die im US-Präsidenten einen Gegner der Religion sehen, sind die Anhänger der republikanischen Partei sowie weiße Christen. Demokraten und farbige Protestanten bescheinigen der Obama-Regierung hingegen zu je fast zwei Dritteln eine „freundliche Politik“ gegenüber der Religion.

Arik Platzek


Für mich mutet es etwas seltsam an, dass in einem westlichen Land, religiöse Bekenntnisse von Politikern gang und gäbe sind.
Und da Politiker ein Spiegelbild der Gesellschaft sind, muss ich davon ausgehen, dass ein Großteil dieser Politiker definitiv nicht glaubt, was er sagt und somit aus politischen Gründen ohne mit der Wimper zu zucken, lügt.

Wenn Bekenntnisse zur reinen Floskel verkommen, besteht die Gefahr der Beliebigkeit, man hört man auf Dauer nicht mehr hin.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es auf Anhieb schwierig zu beurteilen, wo die USA letztendlich politisch tatsächlich stehen.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon imhotep » Mi 18. Apr 2012, 07:37

blakki hat geschrieben:Für mich mutet es etwas seltsam an, dass in einem westlichen Land, religiöse Bekenntnisse von Politikern gang und gäbe sind. Und da Politiker ein Spiegelbild der Gesellschaft sind, muss ich davon ausgehen, dass ein Großteil dieser Politiker definitiv nicht glaubt, was er sagt und somit aus politischen Gründen ohne mit der Wimper zu zucken, lügt.

Die von dir zitierten Daten (50% bekennen sich nur schon zum Protestantismus, da sind Mormonen (Romney) und Katholiken (Santorum, Gingrich) noch nicht mal mitgezählt) und angestellten Überlegungen (Politiker reflektieren die Gesellschaft) würde eigentlich das exakte Gegenteil deiner Schlussfolgerung nahelegen (Grossteil der Politiker täuscht Religiosität lediglich vor).

Die Frage, wo die USA politisch stehen kommt nicht um die Tatsache herum, dass der christliche Glaube dort noch sehr stark in der Bevölkerung verankert ist. Die Erklärungsmuster, die vor allem von säkularen Europäern hierfür vorgetragen werden triefen meistens vor Zynismus und Überheblichkeit und weigern sich, die schlichten Daten zur Kenntnis zu nehmen.

Es existiert aber zugegebenermassen ein Paradox darin, wie Religion im öffentlichen Leben der USA wahrgenommen wird. Einerseits ist man wahnsinnig stolz auf die Trennung von Kirche und Staat, welche als Gründungsprinzip der Republik gilt. Für das europäische Konzept einer Staatskirche hat man nur Kopfschütteln übrig. Andererseits ist in keinem westlichen Land Religiosität derart stark im öffentlichen Leben vertreten.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Mi 18. Apr 2012, 11:16

Die von dir zitierten Daten (50% bekennen sich nur schon zum Protestantismus, da sind Mormonen (Romney) und Katholiken (Santorum, Gingrich) noch nicht mal mitgezählt) und angestellten Überlegungen (Politiker reflektieren die Gesellschaft) würde eigentlich das exakte Gegenteil deiner Schlussfolgerung nahelegen (Grossteil der Politiker täuscht Religiosität lediglich vor).


Wenn sich ein Politiker öffentlich zu etwas bekennt, was zu seiner Wahl unabdingbar ist, gehen bei mir alle Warnlampen an. Es ist nun mal eine Tatsache, dass in den USA kaum jemand eine hohe politische Position erlangen kann, ohne sich die Stimmen der Religiösen durch geeignete Aussagen zu sichern.

Und wenn ich mir die amerikanische Politik (insbesondere die von Bush junior)so ansehe, stelle ich fest, dass da so gut wie nichts christliches zu finden ist. Folglich ist die scheinbare Religiosität nur vorgetäuscht.

Die Frage, wo die USA politisch stehen kommt nicht um die Tatsache herum, dass der christliche Glaube dort noch sehr stark in der Bevölkerung verankert ist. Die Erklärungsmuster, die vor allem von säkularen Europäern hierfür vorgetragen werden triefen meistens vor Zynismus und Überheblichkeit und weigern sich, die schlichten Daten zur Kenntnis zu nehmen.


Ich weiss nicht, ob die Erklärungsmuster der Europäer so falsch sind. Bei aller Religiosität, die bei den Amerikanern so offen gezeigt wird, habe ich manchmal den Eindruck, dass die noch mitten im Zeitalter der Barbarei stehen, als Beispiel sei nur deren Verhältnis zur Gewalt (Waffenbesitz und Todesstrafe) genannt.

Wir Europärer müssen uns nicht verstecken, wir haben es geschafft, dass unser Kontinent innerhalb kurzer Zeit weitgehend friedlich geworden ist und wir unsere Konfflikte auf friedlichem Weg, auch innerhalb unserer Gesellschaftsordnungen, lösen können. Vielleicht hat dies auch damit zu tun, dass Religiöse unser tägliches Leben miteinander nicht mehr beherrschen bzw. bestimmen können.

Es existiert aber zugegebenermassen ein Paradox darin, wie Religion im öffentlichen Leben der USA wahrgenommen wird. Einerseits ist man wahnsinnig stolz auf die Trennung von Kirche und Staat, welche als Gründungsprinzip der Republik gilt. Für das europäische Konzept einer Staatskirche hat man nur Kopfschütteln übrig. Andererseits ist in keinem westlichen Land Religiosität derart stark im öffentlichen Leben vertreten.


Da gebe ich dir recht, obwohl, ich war über Ostern viel in Bayern unterwegs. Da wurden im Radio in den Nachrichten permant der Papst und irgendwelche Bischöfe und Kardinäle mit irgendwelchen Osterbotschaften und Gottesdiensten zitiert. Das kenne ich aus dem Schwäbischen nicht.

Ist mir im Grunde auch egal, der Papst hat mir nichts getan und ich schätze ihn auch als Mensch. Nur könnte man da auch den Eindruck gewinnen, dass Bayern eine zutiefst katholische Gegend ist, was definitiv nicht stimmt.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon NEM » Mi 18. Apr 2012, 19:55

blakki hat geschrieben:Wenn sich ein Politiker öffentlich zu etwas bekennt, was zu seiner Wahl unabdingbar ist, gehen bei mir alle Warnlampen an.

Wen wählst Du denn? Eine farblose, profillose Maus ohne eigene Meinung?

Ich verlange von einem Politiker, dass er sich zu seiner Meinung offen bekennt, so kann ich ihn messen und eventuell als Lügner erkennen.

blakki hat geschrieben:Es ist nun mal eine Tatsache, dass in den USA kaum jemand eine hohe politische Position erlangen kann, ohne sich die Stimmen der Religiösen durch geeignete Aussagen zu sichern.

Es ist nun mal eine Tatsache, dass der Humanismus, Liberalismus und Sozialismus hier in Europa den Glauben bereits bis zur Unkenntlichkeit oder zur Non- Existenz verändert resp. verdrängt hat.

Mir ist der Glaube eines Kandidaten sehr wichtig und beeinflusst meine Entscheidung massgeblich. Daher schätze ich das Verhalten der Amis in diesem Punkt.

blakki hat geschrieben:Und wenn ich mir die amerikanische Politik (insbesondere die von Bush junior)so ansehe, stelle ich fest, dass da so gut wie nichts christliches zu finden ist. Folglich ist die scheinbare Religiosität nur vorgetäuscht.

Da hingegen liegst Du nicht sehr falsch. Analysiert man die letzten Präsidenten der USA stellt man fest, dass die Zugehörigkeit zu "Sozial-Clubs" wie z.B Skulls&Bones oder Feimaurer doch eher ausschlaggebend sind.

blakki hat geschrieben:
imhotep hat geschrieben:Die Frage, wo die USA politisch stehen kommt nicht um die Tatsache herum, dass der christliche Glaube dort noch sehr stark in der Bevölkerung verankert ist. Die Erklärungsmuster, die vor allem von säkularen Europäern hierfür vorgetragen werden triefen meistens vor Zynismus und Überheblichkeit und weigern sich, die schlichten Daten zur Kenntnis zu nehmen.

Ich weiss nicht, ob die Erklärungsmuster der Europäer so falsch sind. Bei aller Religiosität, die bei den Amerikanern so offen gezeigt wird, habe ich manchmal den Eindruck, dass die noch mitten im Zeitalter der Barbarei stehen, als Beispiel sei nur deren Verhältnis zur Gewalt (Waffenbesitz und Todesstrafe) genannt.

Ich weiss, dass viele Erklärungsmuster der Europäer falsch sind. Ich betrachte das krampfhafte (schon fast perverse) trennen von Kirche und Staat in allen Belangen als Satanisch.
Was die Barbarei anbelangt frage ich mich ob es nicht barbarischer ist wenn das ganze Volk "sozial, sozial" schreit und doch die meisten einen sehr unmenschlichen Umgang mit seinen Mitmenschen pflegt und der Egoismus über allem steht.
Wir Europäer verurteilen zwar physische Gewalt die meisten von uns sind aber perfekte psychische Gewalttäter.

blakki hat geschrieben:Wir Europärer müssen uns nicht verstecken, wir haben es geschafft, dass unser Kontinent innerhalb kurzer Zeit weitgehend friedlich geworden ist und wir unsere Konfflikte auf friedlichem Weg, auch innerhalb unserer Gesellschaftsordnungen, lösen können.

Wessen Gesellschaftsordnung meinst Du? Die Macht der Mächtigen (FR,DE &GB)? Man kann ein Land auch ohne Waffen bezwingen indem man mit der Kavallerie droht und völlig rechtsstaatlich Hehlerware auswertet. Saubere Europäer, ja ja!!

blakki hat geschrieben:Vielleicht hat dies auch damit zu tun, dass Religiöse unser tägliches Leben miteinander nicht mehr beherrschen bzw. bestimmen können.

Du hast recht, es ist nicht gut wenn "Religiöse" unser tägliches Leben bestimmen. Ich persönlich wäre dafür, dass der Glaube und die Ordnungen Gottes unsere Gesellschaft wieder in geordnete Bahnen bringen würden.

imhotep hat geschrieben:Andererseits ist in keinem westlichen Land Religiosität derart stark im öffentlichen Leben vertreten.

Ich geniesse die Präsens des Glauben im öffentliche Leben der USA und im Umgang mit meinen Mitmenschen.

@templarii
Ich habe Deinen Beitrag von templarii » Mi 11. Apr 2012, 00:48 sehr genossen.

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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Do 19. Apr 2012, 08:55

Wen wählst Du denn? Eine farblose, profillose Maus ohne eigene Meinung?


Zum Glück stehen bei uns in Deutschland weniger die Einzelpersonen im Blickpunkt, sondern Parteien als Ganzes.

Ich verlange von einem Politiker, dass er sich zu seiner Meinung offen bekennt, so kann ich ihn messen und eventuell als Lügner erkennen.


Wenn du das kannst, meinen Glückwunsch. Leider besitze ich diesen Grad an Menschenkenntnis nicht.

Es ist nun mal eine Tatsache, dass der Humanismus, Liberalismus und Sozialismus hier in Europa den Glauben bereits bis zur Unkenntlichkeit oder zur Non- Existenz verändert resp. verdrängt hat.


Das Gegenteil ist der Fall. Ohne Humanismus und Liberalismus könntest du deinen Glauben hier wohl kaum so öffentlich und ungefährdet ausüben.

Mir ist der Glaube eines Kandidaten sehr wichtig und beeinflusst meine Entscheidung massgeblich.


Da sind wir uns einig, auch für mich ist es wichtig, ob ein Kanditat aufgrund seines Glaubens Moslems oder Atheisten, Schwule und Farbige oder Frauen für minderwertige Menschen hält.

Daher schätze ich das Verhalten der Amis in diesem Punkt.

Nicht nur bei den Amis, auch bei uns gibt es ekelhafte Parteien und Gruppierungen, die den Glauben für ihre zweilfelhaften Zwecke instrumentalisieren.

Da hingegen liegst Du nicht sehr falsch. Analysiert man die letzten Präsidenten der USA stellt man fest, dass die Zugehörigkeit zu "Sozial-Clubs" wie z.B Skulls&Bones oder Feimaurer doch eher ausschlaggebend sind.
Das sind Verschwörungstheorien, deren Gehalt eher zweifelhaft ist.

Ich weiss, dass viele Erklärungsmuster der Europäer falsch sind. Ich betrachte das krampfhafte (schon fast perverse) trennen von Kirche und Staat in allen Belangen als Satanisch.
Wenn man sehen will, zu was die Verquickung von Politik und Religion führt, braucht man nur ein Geschichtsbuch aufzuschlagen.
Was die Barbarei anbelangt frage ich mich ob es nicht barbarischer ist wenn das ganze Volk "sozial, sozial" schreit und doch die meisten einen sehr unmenschlichen Umgang mit seinen Mitmenschen pflegt und der Egoismus über allem steht.
Wir Europäer verurteilen zwar physische Gewalt die meisten von uns sind aber perfekte psychische Gewalttäter.

Das mag sein, aber immerhin reflektieren wir über Gewalt und verurteilen sie.
.
Wessen Gesellschaftsordnung meinst Du? Die Macht der Mächtigen (FR,DE &GB)? Man kann ein Land auch ohne Waffen bezwingen indem man mit der Kavallerie droht und völlig rechtsstaatlich Hehlerware auswertet. Saubere Europäer, ja ja!!
Das verstehe ich nicht, spielst du etwa auf die Daten-CDs der schweizer Banken an? Inwiefern ist denn Steuerhinterziehung christlich?
.
Du hast recht, es ist nicht gut wenn "Religiöse" unser tägliches Leben bestimmen. Ich persönlich wäre dafür, dass der Glaube und die Ordnungen Gottes unsere Gesellschaft wieder in geordnete Bahnen bringen würden.


So ungeordnet sind unsere Gesellschaftsordnung nicht. Ausserdem haben die Gläubigen nahezu 2.000 Jahre Zeit gehabt, die Menschen von der Überlegenheit des Glaubens zu überzeugen.
Ich geniesse die Präsens des Glauben im öffentliche Leben der USA und im Umgang mit meinen Mitmenschen.

Das ist schön und sei dir auch gegönnt.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Columba » Do 19. Apr 2012, 10:23

NEM hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Wenn sich ein Politiker öffentlich zu etwas bekennt, was zu seiner Wahl unabdingbar ist, gehen bei mir alle Warnlampen an.

Wen wählst Du denn? Eine farblose, profillose Maus ohne eigene Meinung?

Ich verlange von einem Politiker, dass er sich zu seiner Meinung offen bekennt, so kann ich ihn messen und eventuell als Lügner erkennen.


Ja, die jetzt amerkanischen Kandidaten für die Präsidentschaft sind meist ganz bunte Vögel - und v. a. reich! Romney, so wird geschätzt, wir über 1 Milliarde in den Wahlkampf stecken. Zahlen tun dies v.a. diejenigen, welche bei Romney Vorteile erhoffen. Romney ging zu Beginn des Vorwahlkampfes in die rechte Ecke, um die konservativen Wähler zu holen gegen Santorio. Jetzt wechselt Romney wieder deutlich in die Mitte für die liberaleren Wähler!

Also ein Romney steht nicht offen zu seiner Meinung! So ist es auch bei den anderen Kandidaten.

Übrigens nach europäischen Massstäben ist die konservative Partei ziemlich rechts der SVP anzusiedeln. Die Demokraten sind dort in ihren Werten etwa auf der Linie der SVP. Dies muss man sich schon klar machen. Von hier aus täuscht man sich gewaltig.

Wie imhotep schon gesagt hat, die Religiosität und die Kirchensituation in den USA kann nicht verglichen werden mit Europa. Gerade im Wahlkampf zeigt sich dies im Kampf um die Präsidentschaft. Interviews mit Leuten von der Strasse zeigt dies (siehe bei amerikanischen TV-Sendern) deutlich auf. Es ist so ein Ding zwischen Trennung und ganz starke Verbindung zum Staat. Mich dünkt auch, dass der persönliche Glauben und das was man wirklich sagt und lebt, manchmal sehr auseinander fällt. Hier in Europa ist es meist anders, die Religion wird im politischen Leben ganz ausgeklammert. Das siehst Du sogar in der schweiz. EDU, die ja biblisch politisiueren will, auf ihrer HP. Selten ist irgendetwas auf ihrer ersten Seite, was auf die religiöse Verknüpfung hinweist. Einzig jetzt ist gerade mal eine Ausnahme, wo auf Jerusalem und die Bibel hingewiesen wird. Aber auch das sehr vorsichtig.


Grüsse Columba
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Do 19. Apr 2012, 11:23

Was man auch nicht vergessen darf:

Die amerikanischen Präsidenten und Präsidentschaftskandidaten sind Amerikaner und denken amerikanisch.

Dies gilt auch für Obama. Sein Intellekt und seine sozialen Ansichten mögen uns Europäer sympathischer sein, als das manchmal etwas dumpfe polternde Gehabe der Republikaner, aber letztendlich steht er für die USA und deren Interessen.

Für mich persönlich ist der Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern nicht mal so groß, wenn es um amerikanische Interessen geht, werden diese auch gnadenlos durchgesetzt, egal wer gerade an der Regierung ist.

Und dann spielen auch religiöse Belange kein Rolle mehr.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon imhotep » Do 19. Apr 2012, 16:44

blakki hat geschrieben:Wenn sich ein Politiker öffentlich zu etwas bekennt, was zu seiner Wahl unabdingbar ist, gehen bei mir alle Warnlampen an.

Ja gut, aber das hat mehr mit deiner Beziehung zur Politik zu tun, als mit der religiösen Befindlichkeit der USA. Wieviel persönliche Überzeugung schlussendlich hinter den öffentlichen Aussagen eines Politikers steht ist nicht so furchtbar relevant, finde ich. Politiker widerspiegeln die Ansichten ihrer Wähler, that's it.

Es ist nun mal eine Tatsache, dass in den USA kaum jemand eine hohe politische Position erlangen kann, ohne sich die Stimmen der Religiösen durch geeignete Aussagen zu sichern.

Das trifft (mit Einschränkungen) auf die republikanisch wählende Hälfte des Landes zu, ist also in der von dir formulierten Allgemeinheit inkorrekt.

Und wenn ich mir die amerikanische Politik (insbesondere die von Bush junior)so ansehe, stelle ich fest, dass da so gut wie nichts christliches zu finden ist. Folglich ist die scheinbare Religiosität nur vorgetäuscht.

Die Frage ist ja nicht, ob du die Politik von "Shrub" & Co. als christlich anschaust (lustigerweise sind es oft just die Nicht-Christen, die sich zu solchen Urteilen qualifiziert fühlen). Die Frage ist vielmehr, ob diese Politiker ihre persönliche Frömmigkeit thematisieren oder ihre vertretenen Positionen religiös begründen.

Ich weiss nicht, ob die Erklärungsmuster der Europäer so falsch sind. Bei aller Religiosität, die bei den Amerikanern so offen gezeigt wird, habe ich manchmal den Eindruck, dass die noch mitten im Zeitalter der Barbarei stehen, als Beispiel sei nur deren Verhältnis zur Gewalt (Waffenbesitz und Todesstrafe) genannt.

Ditto - nur weil du es nicht nachvollziehen kannst, stellt den persönlichen Glauben dieser Leute nicht infrage.

Wir Europärer müssen uns nicht verstecken, wir haben es geschafft, dass unser Kontinent innerhalb kurzer Zeit weitgehend friedlich geworden ist und wir unsere Konfflikte auf friedlichem Weg, auch innerhalb unserer Gesellschaftsordnungen, lösen können.

Ich würde nicht allzuviel in die kurze Verschnaufpause hineinlesen, welche Europa zwischen zweitem Weltkrieg und finanziellem GAU gegönnt war. Das hat mindestens so viel mit Rahmenbedingungen zu tun wie mit eigenen Anstrengungen.

Vielleicht hat dies auch damit zu tun, dass Religiöse unser tägliches Leben miteinander nicht mehr beherrschen bzw. bestimmen können.

Ist ja eigentlich schon länger der Fall, insbesondere schon vor den Massakern des 20. Jh. Dass sich dadurch eine nachhaltige Besserung eingestellt hat, das würde ich mindestens so gerne glauben wie du, aber ich sehe nicht viel, was mich da zuversichtlich stimmen würde.

Nur könnte man da auch den Eindruck gewinnen, dass Bayern eine zutiefst katholische Gegend ist, was definitiv nicht stimmt.

Ja was jetzt? Reflektiert die Thematisierung von Religion in der Öffentlichkeit etwas von der Bevölkerung, so wie du das weiter oben gesagt hast? Irgendetwas sagt es doch über Bayern aus, wenn der Papstbesuch ein derartiges Echo findet. Der naheliegendste Schluss ist einmal mehr jener, den du ohne weitere Begründung kategorisch verneint wird. Ich bin da etwas ratlos.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon NEM » Sa 21. Apr 2012, 17:28

blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Es ist nun mal eine Tatsache, dass der Humanismus, Liberalismus und Sozialismus hier in Europa den Glauben bereits bis zur Unkenntlichkeit oder zur Non- Existenz verändert resp. verdrängt hat.

Das Gegenteil ist der Fall. Ohne Humanismus und Liberalismus könntest du deinen Glauben hier wohl kaum so öffentlich und ungefährdet ausüben.

editiert Du willst mir erzählen, dass die Zerstörer des Glaubens der Grund sind warum ich meinen Gott in Freiheit anbeten kann. Eine abwegigere Verzerrung gibt’s ja wohl nicht mehr! :roll:

blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Daher schätze ich das Verhalten der Amis in diesem Punkt.

Nicht nur bei den Amis, auch bei uns gibt es ekelhafte Parteien und Gruppierungen, die den Glauben für ihre zweilfelhaften Zwecke instrumentalisieren.

Solch Gruppierungen gab es immer und wird es bis zum Gericht Jesu immer wieder geben. Menschen halt.

Das Hauptargument der Humanisten ist immer wieder, dass es Menschen gibt, die den Glauben missbrauchen. Eine solche Argumentation ist sehr fadenscheinig und vor allem durchsichtig.

Ich stelle dem gegenüber, dass die an den Humanismus gläubigen ihren Nichtglauben genauso instrumentalisieren um unseren Glauben zu erstören und dabei unsere Gesellschaft ruinieren.

Btw: Ein wahrer Gläubiger wird seinen Glauben nie zum Eigennutz verwenden. :angel:

blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Da hingegen liegst Du nicht sehr falsch. Analysiert man die letzten Präsidenten der USA stellt man fest, dass die Zugehörigkeit zu "Sozial-Clubs" wie z.B Skulls&Bones oder Feimaurer doch eher ausschlaggebend sind.
Das sind Verschwörungstheorien, deren Gehalt eher zweifelhaft ist.

Du sagst es schön. ...eher... Untersuch die Tatsachen und beweise mich falsch.

blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Wir Europäer verurteilen zwar physische Gewalt die meisten von uns sind aber perfekte psychische Gewalttäter.

Das mag sein, aber immerhin reflektieren wir über Gewalt und verurteilen sie.

Die Amis sagen zu so was: “To me, this whole thing reeks of hypocrisy”

(in etwa: Das stinkt mir nach „Heuchelei“ (Für „hypocrisy“ gibt es keine saubere ein Wort Übersetzung nach DE die dem EN Wort umfänglich gerecht würde.))


blakki hat geschrieben:Für mich persönlich ist der Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern nicht mal so groß, wenn es um amerikanische Interessen geht, werden diese auch gnadenlos durchgesetzt, egal wer gerade an der Regierung ist.

Auch wieder eine gute Eigenart der Amis.
Wir Europäer haben uns in unserem politischen „Glaubens-Krieg“ zwischen Links und Rechts verloren und lassen lieber unser Land vor die Hunde gehen, als dass wir uns mal zusammenraufen würden um ein Problem wirklich lösen. Stolz auf sein Land ist ja verpönt. Armes Europa.


lg

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Zuletzt geändert von doro am Sa 21. Apr 2012, 22:39, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Netikette, Punkt 1
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Sa 21. Apr 2012, 18:59

NEM hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Es ist nun mal eine Tatsache, dass der Humanismus, Liberalismus und Sozialismus hier in Europa den Glauben bereits bis zur Unkenntlichkeit oder zur Non- Existenz verändert resp. verdrängt hat.

Das Gegenteil ist der Fall. Ohne Humanismus und Liberalismus könntest du deinen Glauben hier wohl kaum so öffentlich und ungefährdet ausüben.

im Originalbeitrag editiert Du willst mir erzählen, dass die Zerstörer des Glaubens der Grund sind warum ich meinen Gott in Freiheit anbeten kann. Eine abwegigere Verzerrung gibt’s ja wohl nicht mehr! :roll:

Wenn für dich andere Ansichten im Originalbeitrag editiert sind, dann kann ich dir auch nicht helfen. Durch das Benutzen von Fäkalausdrücken und einem agressiven Tonfall wirst du wohl kaum Nichtgläubige von deinem Glauben überzeugen.
blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Daher schätze ich das Verhalten der Amis in diesem Punkt.

Nicht nur bei den Amis, auch bei uns gibt es ekelhafte Parteien und Gruppierungen, die den Glauben für ihre zweilfelhaften Zwecke instrumentalisieren.

Solch Gruppierungen gab es immer und wird es bis zum Gericht Jesu immer wieder geben. Menschen halt.

Das Hauptargument der Humanisten ist immer wieder, dass es Menschen gibt, die den Glauben missbrauchen. Eine solche Argumentation ist sehr fadenscheinig und vor allem durchsichtig.

Ich stelle dem gegenüber, dass die an den Humanismus gläubigen ihren Nichtglauben genauso instrumentalisieren um unseren Glauben zu erstören und dabei unsere Gesellschaft ruinieren.
Einem Humanisten dürfte dein Glaube egal sein, schon aus dem Grund, weil du nur Allgemeinplätze und Behauptungen von dir gibst, ohne diese auch zu beweisen.

Btw: Ein wahrer Gläubiger wird seinen Glauben nie zum Eigennutz verwenden. :angel:
Genau, und wahre Schotten sind geizig

blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Da hingegen liegst Du nicht sehr falsch. Analysiert man die letzten Präsidenten der USA stellt man fest, dass die Zugehörigkeit zu "Sozial-Clubs" wie z.B Skulls&Bones oder Feimaurer doch eher ausschlaggebend sind.
Das sind Verschwörungstheorien, deren Gehalt eher zweifelhaft ist.

Du sagst es schön. ...eher... Untersuch die Tatsachen und beweise mich falsch.

blakki hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:Wir Europäer verurteilen zwar physische Gewalt die meisten von uns sind aber perfekte psychische Gewalttäter.

Das mag sein, aber immerhin reflektieren wir über Gewalt und verurteilen sie.

Die Amis sagen zu so was: “To me, this whole thing reeks of hypocrisy”

(in etwa: Das stinkt mir nach „Heuchelei“ (Für „hypocrisy“ gibt es keine saubere ein Wort Übersetzung nach DE die dem EN Wort umfänglich gerecht würde.))
Frechdachs!

blakki hat geschrieben:Für mich persönlich ist der Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern nicht mal so groß, wenn es um amerikanische Interessen geht, werden diese auch gnadenlos durchgesetzt, egal wer gerade an der Regierung ist.

Auch wieder eine gute Eigenart der Amis.
Wir Europäer haben uns in unserem politischen „Glaubens-Krieg“ zwischen Links und Rechts verloren und lassen lieber unser Land vor die Hunde gehen, als dass wir uns mal zusammenraufen würden um ein Problem wirklich lösen. Stolz auf sein Land ist ja verpönt. Armes Europa.
Behauptung ohne Beleg


lg
Liebe Grüße ? Was war das nochmals oben mit der Heuchelei, die du anderen vorhälst?{quote]
Zuletzt geändert von doro am Sa 21. Apr 2012, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: im Originalbeitrag editiert
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon NEM » Sa 21. Apr 2012, 19:56

blakki hat geschrieben:Frechdachs!
:lol:

blakki hat geschrieben: Liebe Grüße ? Was war das nochmals oben mit der Heuchelei, die du anderen vorhälst?

:o :mrgreen: 8-) :umarm:
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Valentin » Fr 27. Apr 2012, 00:37

Die Republikaner machen mir Angst. Auch Romney. Mal ganz nüchtern betrachtet: Der Typ glaubt, ein Engel sei in Nordamerika erschienen und habe eine Art "Drittes Testament" diktiert. Wobei ich ich mich natürlich frage, ob Romney das wirklich glaubt. Oder ob eher der schnöde Mammon sein wahrer Gott ist.

Sind die mächtigen amerikanischen Evangelikalen jetzt nicht in einer grossen Zwickmühle? Da ist ein Typ, der eigentlich kein "Christ" ist, da Mormone. Nun gut, die Mormonen berufen sich auch auf Jesus, aber wer die ideologischen Differenzen wegwischen will, muss schon auf beiden Augen blind sein. Die Mormonen sind eine ganz eigene Zunft. Gerade bibelfesten Evangelikalen sollte das auffallen.

Egal, traurig ist so oder so, dass religiöse Fragen im sich anbahnenden Wahlkampf so eine grosse Rolle spielen werden. Wetten?

Soviel zur Gewaltentrennung... Wäre es nicht schön, wenn in den USA ein Wahlkampf stattfinden könnte, in dem Homoehe etc. KEINE Rolle spielen würden?

Wenn die Wirtschaft läuft, wird Obama neuer und alter Präsi. Wenn die Wirtschaft kollabiert, wird's Romney. Wie schon Clinton sagte: "It's the economy, stupid!" :D
...until fear no longer defines us
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon blakki » Fr 27. Apr 2012, 09:45

Valentin hat geschrieben:Die Republikaner machen mir Angst. Auch Romney. Mal ganz nüchtern betrachtet: Der Typ glaubt, ein Engel sei in Nordamerika erschienen und habe eine Art "Drittes Testament" diktiert. Wobei ich ich mich natürlich frage, ob Romney das wirklich glaubt. Oder ob eher der schnöde Mammon sein wahrer Gott ist.


Die Lehre der Mormonern ist schon seltsam, man könnte fast meinen, es sei eine Religion, die für US-Amerikaner erfunden wurde.
Den schnöden Mammon sehe ich daher nicht als Widerspruch, die Amerikaner haben in ihre Verfassung "das Streben nach Glück" verankert und das beinhaltet ja auch den materiellen Wohlstand.

Sind die mächtigen amerikanischen Evangelikalen jetzt nicht in einer grossen Zwickmühle? Da ist ein Typ, der eigentlich kein "Christ" ist, da Mormone.

Das gab es auch schon bei John F. Kennedy, der Katholik war und somit eigentlich als Präsident unwählbar. Obama ist schwarz und nicht religiös, was eigentlich in den USA auch nicht gehen dürfte. Allerdings sind die ethnischen Minderheiten in den USA zunehmend ihrer politischen Rolle bewusst und es ist nicht ausgeschlossen, dass in nächster Zeit ein katholischer Hispano auf dem Präsidentenstuhl sitzt.
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Re: Wo steht Amerika politisch?

Beitragvon Columba » Fr 27. Apr 2012, 09:50

Valentin hat geschrieben:Egal, traurig ist so oder so, dass religiöse Fragen im sich anbahnenden Wahlkampf so eine grosse Rolle spielen werden. Wetten?


Natürlich ist das so. 1977 wurde z.B. der Erdnussfarmer jimmy Carter gewählt. Schon damals spielte Religiosität eine sehr grosse Rolle!

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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