Müssen Männer auch Soldaten sein?

Was so läuft in der Welt und was Sie dazu zu sagen haben

Moderator: doro

Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Do 6. Jul 2017, 15:39

Hallo zusammen,
ein Dauerthema ist die Gleichstellung von Frau und Mann.
Dabei gehts auch um die Wehrpflicht.
In der Schweiz gilt einseitig die Männerwehrpflicht,also Zwang.
Wer das nicht will,leistet anderthalb mal so viel Zeit Zivildienst.
Wer nicht kann oder nicht mag, besorgt sich ein Arztzeugnis und ist "dienstuntauglich",
zahlt dann aber Ersatzsteuern.
Sogar erheblich Behinderte.
Für Frauen ist alles freiwillig.

Physische Gewaltbereitschaft wird an uns Männer delegiert,wie wenn die uns angeboren wäre.

Ich finde,es ist nun endlich Zeit ,mit diesem einseitigen Rollenmuster aufzuhören.
Was meint ihr dazu?
Als Schweizerinnen und Schweizer?
Wie sieht es für euch in Deutschland, in Österreich,in ... aus?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Gruss
Orpheus
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Jure » Do 6. Jul 2017, 16:25

Seit in Deutschland die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, gibt es ja bis auf weiteres nur noch Freiwillige. Was da allerings an Prachtexemplaren von "Kampfschweinen" in die Truppe kommt - ich möcht's gar nicht so genau wissen.

Ich war sechs Jahre dabei, viereinhalb Jahre davon habe ich Soldaten & Rekruten ausgebildet. Ich persönlich hätts befremdlich gefunden, eine Frau bzw. Frauen unter den Rekruten zu wissen. Dabei waren die Mannschaften in den Endsiebzigern noch vielfältig zusammengestellt. In manchen Truppenteilen muss die Athmosphäre heute ziemlich ... übel sein. Ich kann Frauen nicht verstehen, die diesem Trend so nachhaltig folgen, dass sie sich ebenfalls zum Töten und Gewalt ausüben ausbilden lassen wollen.

Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass Frauen bei bestehender Wehrpflicht ebenso, wie ihre männlichen Geschlechtsgenossen einen Pflichtdienst für die Gesellschaft ableisten, in der sie leben.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Helmuth » Do 6. Jul 2017, 17:51

Orpheus hat geschrieben:Ich finde,es ist nun endlich Zeit ,mit diesem einseitigen Rollenmuster aufzuhören.
Was meint ihr dazu?

Sobald der erste männliche Schweizer ein Kind gebiert werfe ich mein Rollenbild in den Gulli. :mrgreen:
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon onThePath » Do 6. Jul 2017, 20:32

Ich höre hier etwas von Rollenbild. Soll das nun ersetzt werden durch ein neues Rollenbild ? Ist das nicht ein neuer Rollenzwang ? Die Versuche zur Gleichmacherei von Mann und Frau sind zum Teil recht seltsam. Da wird bestimmt und rumprobiert bis die Psychologen die Nachteile für Familie und Gesellschaft erkennen. Dann kommt wieder Besinnung auf altbekannte Werte.
Wenn ich mir gleichgeschlechtliche Paare ansehe, bemerke ich oft auch eine Rollenteilung. Einer ist eher weiblich und der Andere übernimmt die Männerrolle.
Es gibt auch echte geschlechtliche Gegebenheiten und Wesensmerkmale.
Unterdrückungen der Frau, etwa fehlendes Wahlrecht, sind ja schon beseitigt.

LG otp
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Fr 7. Jul 2017, 08:41

Jure,
ja, Deutschland hat den Schritt gewagt.Männer und Frauen leisten freiwillig Militärdienst.
Oder Bundesfreiwilligendienst.

Anders als du, habe ich mehrmals mit Frauen zusammen Militärdienst geleistet.Wir fanden nichts besonderes daran, ausser, dass die Frauen eben freiwillig kamen.

"Kampfsäue"? Die gibts wohl überall.Und wer sich nicht zu benehmen weiss, kann doch vom Verein ausgeschlossen werden.

Helmuth,
auch schweizer Männer basteln nicht an ihrer Anatomie.Anderes läuft aber schon.
So die Initiative für einen 4-wöchigen Vaterschaftsurlaub.
Du darfst dein Rollenbild also lebenslang mit dir tragen...stell dir mal die Kommentare der Leute von den Wiener Stadtwerken vor, wenn die das Ding mühsam aus der Kanalisation rausklauben müssten.

onThePath,
erzwungene Rollen, egal ob neu oder alt, engen ein.
Dagegen gibts dein erfrischendes Zitat:
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Ich wünsche euch einen fröhlichen Tag.

Orpheus
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon onThePath » Fr 7. Jul 2017, 12:04

Na ja, da im Moment gesellschaftlich die Ehe für alle läuft: Kann man sich aussuchen, welche Rolle man spielen möchte ? Hier geschlechtlich gemeint. Das Ganze dann aber Ehe zu nennen ist völlig einfallslos. Ehe besteht nun mal aus Mann und Frau. Spielt eine Frau eine männliche Rolle und sucht sich eine Frau dann ist doch etwas nicht in Ordnung. Oder man könnte wenigstens den Begriff Ehe vor Gleichmacherei schützen. Wo ist also der gesunde Rahmen ? Besonders in unserer orientierungslosen Gegenwart in der psychische Störungen immer mehr zunehmen.


LG otp
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Helmuth » So 9. Jul 2017, 08:36

Orpheus hat geschrieben:auch schweizer Männer basteln nicht an ihrer Anatomie.Anderes läuft aber schon.
So die Initiative für einen 4-wöchigen Vaterschaftsurlaub.
Du darfst dein Rollenbild also lebenslang mit dir tragen...stell dir mal die Kommentare der Leute von den Wiener Stadtwerken vor, wenn die das Ding mühsam aus der Kanalisation rausklauben müssten.

Es geht um ein Ordnungsprinzip, das Gott festgelegt hat, nicht wer was aus dem Gulli holt, oder ob er oder sie am Herd steht und kocht. Ich z.B. koche sehr gerne, doch das macht mich nicht zum Mann. Und ein Frau, die ihre Kinder vom Kindergarten abholt macht sie nicht zur Frau.

Es geht um das Verhältnis zwischen Mann <--> Frau, wie Gott es festglegt hat. Paulus drückt sich da recht unmissverständlich aus.

Und darum sehe ich es nicht gerne, wenn beispielsweise eine Polizistin die Autorität über Männer ausübt. Das befinde ich vor Gott falsch.
Herzliche Grüße
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Mariette M. » So 9. Jul 2017, 12:02

Helmuth hat geschrieben:Und darum sehe ich es nicht gerne, wenn beispielsweise eine Polizistin die Autorität über Männer ausübt. Das befinde ich vor Gott falsch.

Übt jetzt die Polizistin ihre Autorität aufgrund der Tatsache aus, dass sie Frau ist.. oder dass sie die Polizeiarbeit gelernt hat und in offiziellem Auftrag unterwegs ist?

:lol: übrigens fand ich auch mal einen Ausschnitt in einer Ansprache von Joyce Meier ziemlich entlarvend, als sie sagte: Sie wisse, dass sie als Frau "eigentlich" nicht lehren sollte, aber sie sei eben von Gott direkt beauftragt. :tongue:
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Helmuth » So 9. Jul 2017, 21:08

Mariette M. hat geschrieben:Übt jetzt die Polizistin ihre Autorität aufgrund der Tatsache aus, dass sie Frau ist.. oder dass sie die Polizeiarbeit gelernt hat und in offiziellem Auftrag unterwegs ist?

Sie übt die Autorität im Namen des Gesetzes des Staates aus. Und klar ist, da sie mir als Obrigkeit gesetzt ist hätte ich ihr Folge zu leisten. Aber war es Gottes Wille, dass sie das als Frau überhaupt machen sollte? Es war ja auch Kajafas an Gottes statt Hoherpriester und er lieferte Jesus den Römern aus.

Es wird nun über alle Menschen ein gerechtes Urteil am Tage des Gerichtes über alle ihre Taten ergehen. Darum sage ich, eine Christin sollte eine solche Aufgabe nicht annehmen. Es gibt ja 1.000 andere Möglichkeiten.

Mariette M. hat geschrieben: :lol: übrigens fand ich auch mal einen Ausschnitt in einer Ansprache von Joyce Meier ziemlich entlarvend, als sie sagte: Sie wisse, dass sie als Frau "eigentlich" nicht lehren sollte, aber sie sei eben von Gott direkt beauftragt. :tongue:

Wenn sie im Namen Jesu Kranke heilt, Aussätzige reinigt, Dämonen austreibt und Tote aufweckt, dann werde ich sehr vorsichtig sein ihre Berufung in Frage zu stellen,. Wenn sie aber nur vom Rednerpult Worte quasselt, dann tue ich das allemal, undabhängig wie erfoglreich sie darin nach menschlichem Ermessen ist.
Herzliche Grüße
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Jure » Mo 10. Jul 2017, 07:34

Helmuth hat geschrieben:Aber war es Gottes Wille, dass sie das als Frau überhaupt machen sollte?
Warum sollte es anders sein? Dann müsstest Du anhand der Schrift zeigen, in welchem säkuaren Staat Polizistinnen "verboten" sind. Und selbst In der Bibel stand Deborah, wenn auch als einzige, ihrem Volk als RichterIn vor. Dann dürften Deiner Richtung nach ja auch keine Frauen RichterIn werden oder Anwältinnen, weil auch diese Dir evtl. etwas "zu sagen" hätten. Sie dürften keine Schulleiter, Unileiterinnen, Behördenleiterin, Ministerin usw. werden. Weil einzelne Männer noch immer im Patriarchat leben?
Helmuth hat geschrieben:Darum sage ich, eine Christin sollte eine solche Aufgabe nicht annehmen. Es gibt ja 1.000 andere Möglichkeiten.
Nun muss jedoch nicht jedes Wesen an Helmuth genesen und darum finde ich es gut, dass es in der heutigen Wirklichkeit gehandhabt wird, wie die Bibel es vorlebt: Es gilt kein Ansehen der Person - ob Mann, ob Frau - jeder ergreife den Beruf, der ihm liegt und den er ausfüllen kann. Lass Dir die Hand reichen und Dir aus dem Mittelalter heraushelfen.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Helmuth » Mo 10. Jul 2017, 09:00

Jure hat geschrieben:Lass Dir die Hand reichen und Dir aus dem Mittelalter heraushelfen.

Danke für diesen Rat, aber ich habe ihn diesmal nicht notwendig. Die Hand nehme ich allerdings. Dafür Danke. ;)

Ich habe ein völliges Umdenken in dieser Hinischt einzig und allein dem Wort Gottes zu verdanken. Dieses kann man nun auch für diese Sache beachten oder es missachten. Ich entschied mich für's Beachten.
Herzliche Grüße
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon jesher » Mo 10. Jul 2017, 10:33

Hallo Mariette,
Mariette M. hat geschrieben: übrigens fand ich auch mal einen Ausschnitt in einer Ansprache von Joyce Meier ziemlich entlarvend, als sie sagte: Sie wisse, dass sie als Frau "eigentlich" nicht lehren sollte, aber sie sei eben von Gott direkt beauftragt.
das ist tatsächlich ein Zitat zum "verrückt werden".

sonnige grüße,
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Knecht » Mo 10. Jul 2017, 11:57

Wenn es um Klugheit, göttliche Weisheit und Gerechtigkeit geht, stehen grundsätzlich die Frauen den Männern um nichts nach. Nur körperlich sind sie – durchschnittlich gesehen – etwa um 10 Prozent schwächer. Aber sonst, das ist wohl der Wille Gottes, können nach meiner Erfahrung – zumindest zeitweilig - Frauen in allen Denkprozessen genauso gescheit aber auch dumm sein wie die Männer. Das wird sich Gott sei Dank auch nicht ändern. Mir gefällt das sehr – und ich mag geistig starke Frauen, die den Männern nicht nuuur nach dem Mund reden; auf Dauer wäre das für mich langweilig und auch hinderlich.
Mit Frauen als Vorgesetzte habe/hatte ich keine gravierenden Probleme, habe/hatte da keine großen Komplexe…

Für eine gesetzliche Wehrpflicht für Frauen bin ich nicht, mir genügt, dass Frauen aus freiem Willen Wehrdienst machen können und auch gleichberechtigt Aufstiegsmöglichkeiten haben dürfen.

Gruß
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Mo 10. Jul 2017, 12:46

Hallo zusammen,
danke Rupert, du führst diese Diskussion hier zu ihrem Thema zurück.
Auch ich bin gewohnt, mit Frauen in ganz verschiedenen Bereichen zusammen zu arbeiten, auch mit "höher" gestellten.

Zum Thema noch: Findest du eine einseitige Männerwehrpflicht weiterhin gerechtfertigt?

Ich grüsse euch herzlich
Orpheus
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Helmuth » Mo 10. Jul 2017, 14:32

Ich finde schon die Wehrpflicht für Männer nicht gerechtfertigt, dann noch für Frauen. Also nein, ich würde klar dagegen stimmen.

Wenn sie jemand rechtfertigen will, noch dazu anhand des Wort Gottes, dann hätte ich dazu gerne ein paar dokumentierte Berichte über Frauen im Kriegsdienst für Gott.

Warum musterte Gott aber nur Männer zum Dienst in Israel dafür aus? Es ist der moderne Zeitgeist alles zu gendern, mehr nicht, sage ich, auch im modernen Staat Israel.
Herzliche Grüße
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Knecht » Mo 10. Jul 2017, 16:53

Hallo Orpheus!
Orpheus hat geschrieben:Zum Thema noch: Findest du eine einseitige Männerwehrpflicht weiterhin gerechtfertigt?

Ja, das tue ich, aber, wenn Männer physisch oder psychisch krank sind, sollen sie, wie gehandhabt, keinen Wehrdienst leisten müssen und auch nicht dürfen. Und wenn jemand aus Gewissens- oder anderen (z. B. feigen) Gründen keinen Wehrdienst leisten will, soll das ohne Strafen der Staat akzeptieren. Solche Personen würden der Sache ohnehin mehr schaden als dienen, und es gibt ja auch noch die gute Möglichkeit Zivildienst zu leisten.

Vom Verstand her aber sollten grundsätzlich alle Männer, wenn es um Gerechtigkeit, Freiheit…..geht, bereit sein, für diese erstrebenswerten und gottgewollten Dinge im schlimmsten Falle auch zu kämpfen. Siehe z.B. IS, man kann nicht naiv solche Organisationen schalten und walten lassen, wie sie es gerade wollen. Sie gehören, um der göttlichen Gerechtigkeit willen, bekämpft, was auch geschieht. Nicht wenige junge kurdische Frauen kämpf(t)en ebenfalls mutig und erfolgreich mit :umarm:.

Gruß
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Lepitoptera » Di 11. Jul 2017, 15:34

Orpheus hat geschrieben:Hallo zusammen,
ein Dauerthema ist die Gleichstellung von Frau und Mann.
Dabei gehts auch um die Wehrpflicht.


Hier frage ich mich halt zuerst; um was geht es wirklich. Geht es bei den Initianten für Wehrpflicht wirklich um Gleichstellung oder schlichtweg einfach darum noch mehr Militärersatzgelder zu kassieren und ich tippe auf die zweite Option.

Männer und Frauen sind für mich ganz klar nicht gleich. Deshalb geht mir das ganze Geschrei nach Gleichstellung auf den Keks. Anders sieht es für mich bei der Frage nach dem Wert aus. Wenn eine Frau den gleichen Job macht, aber nur aus dem Umstand heraus, dass sie "nur" eine Frau ist weniger Lohn bekommen soll, finde ich das falsch. Männer und Frauen sollen den gleichen Wert haben. Im Wesen von Mann und Frau denke ich gibt es aber klare Unterschiede und ich finde Gott hat es schon richtig entschieden. In unserer Ehe ist klar mein Mann das Familienoberhaupt. Er ist es auch, der unsere Familie nach aussen vertritt und die Autorität wahrnimmt. Mir würde diese Aufgabe gar nicht liegen. Geld verdienen müssen wir beide. Weil sein Einkommen mangelnds Aufträge zu klein wäre und ich das sicherere Einkommen habe. Wir begegnen uns aber auf Augenhöhe. Er unterdrückt mich ja nicht und liebt mich wirklich so, wie Jesus die Männer angewiesen hat ihre Frauen zu lieben. Ich stelle mich sogar mit Dankbarkeit unter seinen Schutz und achte und respektiere ihn in seiner Stellung als Mann. Unsere Ehe ist von der Liebe geprägt und funktioniert bestens nach Gottes Ordnung. Ich würde mich nie über meinen Mann erheben wollen, dies würde mein Herz gar nicht zulassen.

Liebe Grüsse
Lepitoptera
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Di 11. Jul 2017, 17:03

Hallo zusammen,

Knecht, Rupert,
dein Hinweis auf die kämpfenden Kurdinnen zeigt wieder, dass Menschen sogar freiwillig Krieg auf sich nehmen, wenn sie finden: Jetzt reichts! Und dass auch Frauen kämpfen können.
Diese Frauen scheinen sogar bei IS - Leuten verheerende Angst ausgelöst zu haben, stärker noch als Waffen.
"Sie fürchten die Hölle, wenn sie von einer Frau getötet werden." So titelte der Tagesanzeiger aus Zürich am 15.September 2014.

Lepitoptera,
seit 1981 ist in der schweizerischen Bundesverfassung die Gleichstellung von Frau und Mann festgeschrieben.
Du schreibst von "Geschrei". Wen hörst du denn schreien?
Deine Auffassung teile ich, dass ein Frauen- und ein Männerleben gleichwertig sind.
Dass Männer und Frauen verschieden sind, das finde ich wunderbar.
Wenn du als Frau für die gleiche Arbeit weniger Lohn kriegst als ein Mann, hast du ein Klagerecht und wirst Recht bekommen.
Welches ist deine Meinung zur Männerwehrpflicht?

Herzlich grüsst euch
Orpheus
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Gnu » Di 11. Jul 2017, 17:36

Meine Lieblingsbibelstellen zum Thema Krieg sind jene, bei denen auf der Seite Israels keine Opfer zu beklagen waren, weil, wenn die Menschen sich darum kümmerten, die Gebote zu halten, der Krieg quasi von Ausserirdischen entschieden wurde. Ich selbst musste aus gesundheitlichen Gründen nie Militärdienst leisten und gehöre daher zu einer privilegierten Klasse von Menschen, was aber auch Nachteile hat.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Lepitoptera » Di 11. Jul 2017, 18:10

Lieber Orpheus

Ich finde es richtig, wenn ein Mann sich dafür entscheidet waffenlosen Dienst leisten zu wollen, dass er dies dann auch tun kann. Von meinem Mann weiss ich, der selber klar und deutlich waffenlosen Dienst machen wollte, dass es aber ein sehr mühseliges Verfahren ist, um damit "durch" zu kommen. Das finde ich nicht gut. Von meinem Herzen her würde ich das Militär abschaffen, aber vom Verstand her und der Tatsache, in was für einer Welt wir leben, wäre eine solche Entscheidung schlichtweg nur töricht. Denn die Kriege hören ja nicht auf. Würden sich alle Männer dazu entschliessen waffenlosen Dienst machen zu wollen, hätten wir vermutlich ein Problem. Aber vermutlich sind diejenigen, die waffenlosen Dienst machen wollen, schon eher in der Unterzahl. Also dürften sich genügend Männer finden lassen, die zur Waffe greifen wollen und diejenige, die das Ablehnen, denen soll ein so mühseliges Verfahren erspart bleiben...

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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Di 11. Jul 2017, 18:44

Liebe Lepitoptera,
mit Respekt lese ich von deinem Mann.
Er hätte sich das Ganze mit einem Arztzeugnis vom Hals schaffen können.
Als "Untauglicher" wäre ihm alles erpart geblieben.
Doch er zog seinen eigenen Weg durch, auch wenns für ihn mühsam war.
Chapeau!

Herzlich grüsse ich euch beide
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Knecht » Di 11. Jul 2017, 19:06

Orpheus hat geschrieben:Hallo zusammen,

Knecht, Rupert,
dein Hinweis auf die kämpfenden Kurdinnen zeigt wieder, dass Menschen sogar freiwillig Krieg auf sich nehmen, wenn sie finden: Jetzt reichts! Und dass auch Frauen kämpfen können.
Diese Frauen scheinen sogar bei IS - Leuten verheerende Angst ausgelöst zu haben, stärker noch als Waffen.
"Sie fürchten die Hölle, wenn sie von einer Frau getötet werden." So titelte der Tagesanzeiger aus Zürich am 15.September 2014.

Ja das habe ich auch mitbekommen. Für diese Leute gibt es keine größere Schmach, nämlich von Frauen besiegt und getötet zu werden. Fast könnte man Mitleid mit ihnen haben....... :mrgreen:


Gruß
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Lepitoptera » Di 11. Jul 2017, 19:32

Orpheus hat geschrieben:Liebe Lepitoptera,
mit Respekt lese ich von deinem Mann.
Er hätte sich das Ganze mit einem Arztzeugnis vom Hals schaffen können.
Als "Untauglicher" wäre ihm alles erpart geblieben.
Doch er zog seinen eigenen Weg durch, auch wenns für ihn mühsam war.
Chapeau!

Herzlich grüsse ich euch beide
Orpheus


Er sagt "Dankeschön"! :)

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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Gnu » Di 11. Jul 2017, 21:00

Mit Muslimterroristen hat man doch kein Mitleid! Sondern man frohlockt, wenn ihnen von Kurdinnen der Marsch geblasen wird. Kurden haben zwar die gleiche geisteskranke Religion wie der Islamische Staat, aber sympathischer sind sie allemal.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Hashomer » Mo 14. Aug 2017, 13:15

Orpheus hat geschrieben:Liebe Lepitoptera,
mit Respekt lese ich von deinem Mann.
Er hätte sich das Ganze mit einem Arztzeugnis vom Hals schaffen können.
Als "Untauglicher" wäre ihm alles erpart geblieben.
Doch er zog seinen eigenen Weg durch, auch wenns für ihn mühsam war.
Chapeau!

Herzlich grüsse ich euch beide
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Um da noch ein wenig Klarheit reinzubringen. Der Weg zum waffenlosen Dienst ist längst nicht mehr so mühsam wie in den 90er Jahren. Wer die Entscheidung schon getroffen hat und den Antrag shcon bei der Aushebung einreicht wird in der Regel in eine Truppengattung eingeteilt, wo waffenloser Dienst gut möglich ist. Darauf kommt es nämlich durchaus auch noch an. Der waffenlose Dienst bei den Rettungstruppen, der Sanität, sonstigen Logistikeinheiten und der Führungsunterstützung ist problemlos möglich. Infanterie, Militärpolizei, Grenadiere sind Kampftruppen, dort ist es eher schwer waffenlos Dienst zu leisten.

Im Uebrigen findet man heutzutage durchaus waffenlose Unteroffiziere und sogar Offiziere.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Mi 16. Aug 2017, 23:30

Danke Hashomer,

für deine Ergänzung.
Ja, beim waffenlosen Militärdienst
hat sich (in der Schweiz) vieles geändert.
Lepitopteras Mann hat eben noch andere Zeiten erlebt, vermute ich mal.
Da war das Männerbild noch rigide.
Entsprechend gross war die Angst vor Männern, die das in Frage stellten.

Gruss
Orpheus
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Lepitoptera » Do 17. Aug 2017, 00:00

Lieber Orpheus

Das ist richtig. Mein Mann musste anfangs der achtziger Jahre an die Aushebung. Das waren noch andere Zeiten gewesen. Für Verweigerer gab es knallhart sechs Monate Knast (mit den entsprechenden Auswirkungen auf das zivile Berufsleben, beispielsweise bei einer Bewerbung um einen Job, da hatte man knallhart einen Strafregister-Eintrag bekommen, wenn man den Dienst verweigerte)! Die Option für Zivildienst gab es damals noch gar nicht, deshalb kämpfte er für waffenlosen Dienst.

Liebe Grüsse
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon nichtsdestotrotz » Mi 23. Aug 2017, 19:06

Also viel wichtiger als die Frage ob Frauen auch Wehrdienst machen oder Ersatzdienst finde ich die Frage ob man überhaupt töten darf.

Und das klingt jetzt so abgedroschen. Nach dem Motto: Schon wieder einer der nicht verstanden hat, das Vaterlandsverteidigung eine Erweiterung von Notwehr ist. Dass es das gleiche sei wie wenn der Feind direkt vor der Tür steht und man die Waffe ziehen muss für seine Familie. Ja damit versucht man Kriege, Verteidigungskriege, zu rechtfertigen.

Mir geht es aber um das Töten an sich. Ich erinnere mich an frühere Leben. Da habe ich auch getötet. Es scheint nicht möglich zu sein zu töten und dabei unschuldig zu bleiben. Es bringt immer eine tiefe Wunde in die Seele und macht das Gewissen schwer und wenn nicht schwer doch sehr tiefliegend eine Verletzung eines unbrechbaren und unantastbaren Gesetzes. Sogar bei Notwehr wird es schwierig. Die Erweiterung von Notwehr ist aber in der Praxis nicht direkt Notwehr. Da fliegt man und schießt von oben wahllos herum....

Ich bezweifle nun dass obwohl viele denken und die Kirche das auch sagt, Kriege erlaubt seien, dass man unschuldig töten kann. Also dabei unschuldig bleiben. Für Gott mag es möglich sein einen zu schützen und das Gewissen rein zu halten, wenn man als Soldat dient. Aber wie lange? Irgendwann fällt einem ein dass man ja doch getötet hat. Und ist ein Krieg moralisch nicht immer ein Krieg? Wenn ich hier in DE Zivilisten töte, ist es dann nciht moralisch genauso mein privater Krieg, je nachdem was die mir angetan haben? Ist dann nicht auch Täter gegen Täter?

Es ist einfach etwas heiliges. Eine nicht zu überschreitende Grenze: Du sollst nicht töten.

Ich kann da keinen Rat geben nur: nur weil Krieg herrscht ist Töten deswegen nicht plötzlich etwas normales!
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon nichtsdestotrotz » Mi 23. Aug 2017, 19:10

Und um was feministisches loszuwerden. Frauen haben es beruflich eh schwerer. Oft werden sie auch in den Familien unfair behandelt und nicht so gefördert oder sogar an ihrer Selbstförderung behindert. Der Bruder/Cousin darf laut Musik machen wenn es sein Hobbie ist, das Abi der Cousine/Schwester ist egal. Nicht so wichtig wie seines gewesen ist. Etc....

Dann kriegen Frauen irgendwann Kinder. Statt ihre Ausbildung zu verkürzen damit sie eine Familie gründen können ihnen einen Extradienst aufbürden? Als seien sie gleich mit Männern? Das wäre extrem unfair. So Offtopic aus.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Jure » Mi 23. Aug 2017, 20:18

nichtsdestotrotz hat geschrieben:Ich kann da keinen Rat geben
Das jedenfalls scheint sehr offen sichtlich.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Do 24. Aug 2017, 08:10

nichtsdestotrotz,

willkommen im Forum, danke für deine Beiträge.

Ja. Mit Zitaten aus Lehren,geheiligten Büchern oder mit Führerbefehlen werden Kriege scheinbar erlaubt,erzwungen,gerechtfertigt.

Ich lese das Interview mit der FARC -Elitekämpferin Daisy Joanna:
"Ohne Gewehr fühle ich mich nackt...
neun Jahre war es mein Begleiter.
Es war wie mein Vater.
Es hat mich beschützt in unzähligen Gefechten.
Es hat Kameraden das Leben gerettet und Feinde eliminiert.

Keine Traumata?
Was ist das?

Verletzungen der Seele?
Nein."

Aus: Tamedia Magazin Zürich, Nr 33, 19.8.2017.

Der Gegensatz zu deinen Auffassungen ist da enorm.
Entscheiden tut aber immer ein Mensch wie du und ich, ob und wie er mittun will.
Ohne Gewissen kann ich es auch nicht machen.
Gruss
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Do 24. Aug 2017, 08:32

nichtsdestotrotz hat geschrieben:
Dann kriegen Frauen irgendwann Kinder. Statt ihre Ausbildung zu verkürzen damit sie eine Familie gründen können ihnen einen Extradienst aufbürden? Als seien sie gleich mit Männern? Das wäre extrem unfair. So Offtopic aus.


Stell dir vor: Auch Männer möchten Familien gründen und sind gerne Väter.
Extradienste werden aber nur ihnen (A, CH) aufgebürdet.
Auch extrem unfair?
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon nichtsdestotrotz » Fr 25. Aug 2017, 11:37

Ja hast du Recht. Das mag auch im Einzelnen oder massenhaft unfair sein Männern einen Extradienst aufzubürden.

Aber in allen deutschsprachigen Ländern ist es doch immer so dass man jemand anderem etwas wegnehmen(!) will was er an "mehr" Privilegien hat statt sich darum zu kümmern dieselben Privilegien zu bekommen. Das ist typisch deutsch und widert mich an!

Wenn Männer Extradienste machen, woher kommt das Geschrei Frauen sollen das AUCH machen? Was soll der Schmarrn? Lieber sich darum kümmern dass der Staat Familienfreundlicher wird und die Unterschiede von Mann und Frau akzeptieren. Frauen brauchen eine erhebliche Ausbildungsverkürzung! Die gesündesten Kinder entstehen mit 16 Jahren. Die Zahl der Kinderkrankheiten steigert sich mit jedem weiteren Jahr, so dass ab 20 schon extrem höhere Prozentzahlen an kranken Kindern geboren werden. Ist das Studium beendet und die Frau gebärt Kinder mit 30 ist das Kind schon, fragt mich nicht exakt habe die Statistik vergessen, zu 2/3 kränker als wenn sie es mit unter 20 bekommen hätte! Eine Frau ist mit 18 reif für Familie!

Eine Frau muss eben als Frau respektiert werden. Und nicht mit 16 wie ein Kind behandelt werden. Sie wird zum Mann später, und erkämpft sich Respekt nach MÄNNLICHEN Kriterien, wenn sie älter wird. Da läuft was falsch. Eine Frau hat für ihre Familienfähigkeit respektiert zu werden, nicht nach kapitalistischen Kriterien.

Ein Mann der arbeitet ist gut. Weil Männer(!) nunmal so funktionieren, dass sie ihre Hände zum arbeiten bewegen WOLLEN für eine Familie. Das zeichnet ihre Familienfähigkeit aus. Bei Frauen ist das was anderes!

Zum Thema Frau und Polizistin: Es kommt meistens die Kritik von den Männern die keinen Respekt vor Menschen mit geringerem Einkommen haben. Wie kann man Frauen nur Hilfsjobs aufdrängen und dann sie von oben herab behandeln weil sie keine Millionäre sind? Es wird nunmal nur die Frau geachtet die reich angezogen ist. Ich finde das völlig daneben. Jeden Job kann auch eine Frau. Es sei denn wir schaffen erhebliche(!) Grundeinkommen nur für Frauen. Dass sie nicht arbeiten müssen, studieren können, sich entfalten können und die sonstige freie Zeit der Familiengründung widmen. Das wäre gut für die Gesundheit der Familie, der Frau und der Kinder. Das wäre angemessen. Und vereinzelt für manche intelligenten und anständigen Männer eine solche Sonderförderung wäre natürlich auch gut!
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon onThePath » Fr 25. Aug 2017, 12:08

Erzähle mal einer 16 jährigen sie soll einem einzigen Mann treu sein ein Leben lang :o
Dazu fehlt heutzutage jegliche Reife. Erst recht in diesem Alter. Und oft ein Leben lang.

LG otp
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon nichtsdestotrotz » Fr 25. Aug 2017, 12:18

Es steht ja auch nicht geschrieben man soll eine 16jährige ZWINGEN eine Familie zu gründen! Das bleibt bitteschön dem Willen jedes Einzelnen selbst überlassen.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon onThePath » Fr 25. Aug 2017, 12:30

nichtsdestotrotz hat geschrieben:Es steht ja auch nicht geschrieben man soll eine 16jährige ZWINGEN eine Familie zu gründen! Das bleibt bitteschön dem Willen jedes Einzelnen selbst überlassen.


Ja klar. Zu betonen wäre natürlich Wille als Eigenwille gemeint.
An erster Stelle steht doch heutzutage zügellose Selbstverwirklichung. Davon betroffen ist gerade die Sexualität und mit ihr hängt auch die Bindungsfähigkeit zusammen. Und sich festlegen auf einen Mann ?

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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon nichtsdestotrotz » Fr 25. Aug 2017, 12:44

Ich und mein Freund: wir leben ohne Sex. Seit 8 Jahren bin ich ihm treu...... soweit zur Bindungsfähigkeit und werde es lebenslang bleiben. Auch meine anderen Freunde die ich hatte denen war ich Treu bis in den Tod. Sie haben sich von mir gelöst nicht ich mich von ihnen.
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon onThePath » Fr 25. Aug 2017, 14:26

Hallo nichtsdestotrotz

Das hört sich interessant an weil es ungewöhnlich ist.
Aber wenn ich weiter Nachfrage wird es in diesem öffentlichen Raum zu persönlich. Zu Offenheit gehört Vertrauen und Schutz.

LG otp
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon Orpheus » Fr 25. Aug 2017, 21:45

Grüss dich nichtsdestotrotz,

nichtsdestotrotz hat geschrieben: Eine Frau hat für ihre Familienfähigkeit respektiert zu werden, nicht nach kapitalistischen Kriterien.


So, wie Männer auch.

nichtsdestotrotz hat geschrieben:Ein Mann der arbeitet ist gut. Weil Männer(!) nunmal so funktionieren, dass sie ihre Hände zum arbeiten bewegen WOLLEN für eine Familie. Das zeichnet ihre Familienfähigkeit aus. Bei Frauen ist das was anderes!


Ja, da scheinst du genau zu wissen, wie Männer funktionieren.
Du bestätigst ziemlich genau Esther Vilar,die im Buch "Der dressierte Mann" 1971 schrieb:
"Der Mann ist ein Mensch,der arbeitet.Mit dieser Arbeit ernährt er sich selbst,seine Frau und die Kinder seiner Frau.
Eine Frau dagegen ist ein Mensch,der nicht (oder nur vorübergehend) arbeitet."
"Die Frau lässt den Mann bedenkenlos für sich arbeiten,wann immer es eine Gelegenheit gibt."

Deine Einstellung respektiere ich; meine ist anders.

nichtsdestotrotz hat geschrieben:Jeden Job kann auch eine Frau. Es sei denn wir schaffen erhebliche(!) Grundeinkommen nur für Frauen. Dass sie nicht arbeiten müssen, studieren können, sich entfalten können und die sonstige freie Zeit der Familiengründung widmen. Das wäre gut für die Gesundheit der Familie, der Frau und der Kinder. Das wäre angemessen. Und vereinzelt für manche intelligenten und anständigen Männer eine solche Sonderförderung wäre natürlich auch gut!


Eben.Und die dummen Männer, oder die Rüpel, gemäss deiner Einteilung, die würden dann mit ihrer Arbeit alles finanzieren.
Dazu wären sie noch gut genug.
Und vereinzelt dürften sogar "intelligente,anständige" Männer von solch einem elitären Leben profitieren?
Wie würden die ausgewählt? Und von wem?

Der Beitrag von dir führt zielgenau wieder zum Anfang dieses Themas.
Herzlich grüsst dich
Orpheus
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Re: Müssen Männer auch Soldaten sein?

Beitragvon nichtsdestotrotz » Fr 25. Aug 2017, 23:36

Der Text bezog sich darauf Frauen dürften nicht als Polizistinnen arbeiten. Man ihnen also Jobs mit Autorität und Führung verbieten sollte. Das würde bedeuten dass man sie finanziell entschädigen müsste. Und eine Sonderförderung bräuchte ein Mann ja nicht, da es ihm erlaubt wäre solche Berufe auszuüben! Nicht einfach etwas aus dem Zusmmenhang reißen....

Ich sage: wenn das Einkommen stimmt dann kann man überhaupt so eine Frage aufwerfen. Sonst ist es moralisch niedrig sowas zu sagen.
Zuletzt geändert von nichtsdestotrotz am Fr 25. Aug 2017, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
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