Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

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Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon viva » Sa 10. Mär 2018, 08:40

Hallo ihr Lieben,
wie setzt ihr konkret in eurem Leben, Gott an erste Stelle?

ich kenne ja diese Bibelstelle schon lange:

Matth.6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

aber heute morgen wurde mir irgendwie bewusst wie wichtig sie ist, jetzt bin ich nicht sicher ob ich das auch wirklich lebe, wie sieht es bei euch aus?
Psalm 32,8..Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen,
den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon kingschild » Sa 10. Mär 2018, 13:28

viva hat geschrieben:Hallo ihr Lieben,
wie setzt ihr konkret in eurem Leben, Gott an erste Stelle?

ich kenne ja diese Bibelstelle schon lange:

Matth.6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

aber heute morgen wurde mir irgendwie bewusst wie wichtig sie ist, jetzt bin ich nicht sicher ob ich das auch wirklich lebe, wie sieht es bei euch aus?


Hallo viva

Bei dieser Stelle geht es ja vorallem um die Sorgen und Plage welche uns täglich in der Welt begleiten und wo uns der Feind Gottes immer niederreissen will. Die können vielfältig und unterschiedlich sein, weil der Feind ja unsere Schwächen auch kennt.

Diese Kämpfe sind real und nach Gottes Reich trachten heisst für mich in diesem Momenten, einfach immer den Blick nicht auf diese negativen Umstände zu richten, sondern klar den Blick auf Gottes feste Zussagen für mein Leben zu richten und die Lügen des Teufels keinen Raum geben in meinem Leben, sondern sie aus meinem Leben zu verweisen.

Tue ich das erste, machen mich die Sorgen und Plagen so fertig, das ich am Ende deprimiert und niedergeschlagen und hoffnungslos am Boden zerstört durch das Leben gehe.

Richte ich aber meinen Blick auf Gottes Reich, seine Zusagen und Verheissugen für mich und vertraue ich voll und ganz das Gott jedes dieser Probleme auf die eine oder andere Art lösen wird auch wenn ich das im Moment überhaupt nicht sehen oder erkennen kann, dann bekomme ich Zuversicht und wie dort beschrieben steht, lösen sich dann einige Probleme dann von selbst, weil ja Gott eben sagt, wenn wir ihm Vertrauen, wird er antworten und eingreifen. Ich schaue aber auch was kann ich tun und wo kann ich eben nichts dazu tun und kann nur hoffen, so dass auch der Teil den ich wirklich selbst tun kann/könnte auch getan wird.

Ich kenne dies Kämpfe sehr stark in meinem Leben und eines habe ich bis heute gelernt. Sein Wort stimmt in dieser Sache aber ständig will mein Fleisch trotz dieses Wissens, meinen Blick auf die Sorge und Plage richten die mir gerade im Moment vielleicht widerfährt. Gebe ich diesem negativen Fokus Raum, wird es nicht besser. Gebe ich dem negativen keinen Raum in meinem Tempel, ist der Kampf schneller gewonnen.

Da bleibt mir oft auch nichts übrig als eben zu Jesus zu gehen und im Gebet im zu sagen, du siehst mein Herz, du siehst mein Fleisch, du siehst meine Schwäche aber du hast gesagt: In dieser Schwäche möchte ich stark sein. Ich will aber mein Fleisch will nicht, hilf mir in diesem Kampf, Herr Jesus Christus. Du Herr sagst: Wer bittet der wird empfangen und so bitte ich um Kraft, meinen Blick immer auf deine Verheissung (Reich) zu richten und nicht auf die widrigen Umstände, welche mir der Teufel täglich vor die Füsse legt, damit ich darüber stolpere und am Ende noch dem Falschen Ehre gebe.

Manchmal ist es auch gut wenn man vielleicht auch jemanden hat der einem wieder darauf hinweist, wo ist dein Fokus heute? Auf Gott gerichtet oder auf das Problem das Dir in der Welt begegnet. Oder eben Menschen die auch mitbeten.

Also für mich heisst das im konkreten Fall einfach dran bleiben meinen Blick nicht von Gottes Reich weg zu richten auf die Irdische Sorge und Plage. Nicht auf mein Gefühl zu schauen, sondern auf das was Gott mir verheissen hat. Fest auf diese Zusage hoffen und auch Gott sagen: Herr du hast versprochen, das wenn ich mich auf das richtige Fokussiere, das Du mir Antwort geben wirst zur rechten Zeit, ungeachtet was ich im Moment fühle, erfahre oder durchmache.

Psalmen lesen hilft mir auch oft in diesen Kämpfen, weil ich dort sehe auch ein Mann Gottes wie David, ein König war nicht verschont, von diesem Alltag Müll aber er suchte immer den rechten Fokus:

Ps. 103. 1 Von David. Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan!
3 Der dir alle deine Sünden vergibt und alle deine Gebrechen heilt;
4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit;

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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Lepitoptera » Sa 10. Mär 2018, 13:42

Liebe Viva

Ich hatte längere Zeit ein ähnliches Problem gehabt. In einem Gottesdienst ging es dann um dieses Thema, dass wir Gott an erste Stelle setzen sollten. Mein Herz sagt sofort: Ja, das will ich tun! Aber mein Kopf hängte sofort an: Aber wie soll ich das denn tun? Ich fühlte mich sogleich vollkommen verängstigt, dass ich es nicht schaffen könnte Gott wirklich an erste Stelle setzen zu können, weil ich keine Ahnung hätte, was dies denn genau beinhaltete. Plötzlich kam eine völlige Ruhe in mir auf, als ob Gott mir sagen würde, dass ich es gar nicht wissen müsste; er würde es mir schon zeigen. Aus mir selbst heraus könnte ich ohnehin nichts tun. Nach dem Gottesdienst habe ich mit einem anderen Gemeindemitglied gesprochen und er sagte mir unter dem Strich genau dasselbe. Wenn es mein Wille wäre Gott an erste Stelle setzen zu wollen, dann hätte ich alles getan, was es dazu brächte. Gott möchte mein Herz. Alles andere würde er dann tun, indem er an mir arbeitet.

Lg Lepitoptera
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon jes_25913 » Sa 10. Mär 2018, 15:29

Hallo Viva,

als wiedergeborener Mensch ist das Ewige meine Identität, also das, was ich bin und sein will. Da das Ewige mich von allem Leid (im ganz umfassenden Sinn) befreit und mir höchste Glückseligkeit, Frieden und Kraft gibt, liebe ich es. Natürlich wird man sofort, wenn man aufwacht, von den Belanglosigkeiten des alltäglichen Lebens in Anspruch genommen. Aber ich setzte mich immer wieder schnell hin, und erfreue mich meines erlösten Lebens. So wird von Tag zu Tag der Alltag immer weniger von Notwendigkeiten beherrscht. Mit Nichtigkeiten befasse ich mich nur noch selten.

LG,
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Knecht » So 11. Mär 2018, 18:22

viva hat geschrieben:Hallo ihr Lieben,
wie setzt ihr konkret in eurem Leben, Gott an erste Stelle?

Hallo viva, am Besten ist es, wenn man sich im alltäglichen Leben an die mosaischen Gebote und die Bergpredigt hält. Letztlich kann man nur so - Gott an die erste Stelle setzen und bei ihm Gnade finden; das nur darüber Reden ist zu wenig.

ich kenne ja diese Bibelstelle schon lange:

Matth.6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Im Zusammenhang mit Matth. 6,32 und davor geht es ums Essen, Trinken und die Kleidung – also um die Sorgen das nicht zu bekommen. Anders gesagt, es geht um unsere Existenzängste, die wir bekommen können, wenn wir nicht mehr wissen, was wir morgen essen sollen oder zerschlissene Kleidung nicht gegen gute austauschen können……...
Wenn wir aufgrund von Arbeit oder sonst irgendwie sozial abgesichert sind, wir also diesbezüglich sowieso keine Sorgen und Existenzängste mehr haben müssen, bleibt Gott sei Dank nur mehr das aufrichtige Trachten und Bemühen nach dem weltlichen Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit.

aber heute morgen wurde mir irgendwie bewusst wie wichtig sie ist, jetzt bin ich nicht sicher ob ich das auch wirklich lebe, wie sieht es bei euch aus?

Wie gut du das wirklich lebst, musst du für dich selbst ausmachen. Wie aber oben beschrieben, ist es sehr wichtig, sich an die Gebote und Bergpredigt zu halten. Dazu gehört unter anderem selbstverständlich auch, Mitgefühl und Mitleid zu seinen Nächsten (weltweit) zu entwickeln. Also, was sich ja durch das ganze alte und neue Testament hindurchzieht, gesunde mitfühlende offene Augen und Ohren für die Bedürftigen (Arme ,Alte, Witwen und Weisen) zu entwickeln und mildtätig zu werden.
Wer all das vorbildlich im Alltag beachtet, erwirbt sich Schätze im Himmel, und wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz, und ein mitfühlendes warmes Herz macht den Menschen besser und gerechter, weil eben Gottes Weisheit, zur Erreichung des Reiches, an erster Stelle steht.


Gruß
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon viva » So 11. Mär 2018, 19:18

kingschild hat geschrieben:Hallo viva
Bei dieser Stelle geht es ja vorallem um die Sorgen und Plage welche uns täglich in der Welt begleiten und wo uns der Feind Gottes immer niederreissen will. Die können vielfältig und unterschiedlich sein, weil der Feind ja unsere Schwächen auch kennt.


achso, ich dachte da eher an eine Grundhaltung von der ich nicht recht wusste was gemeint ist, aber du hast vielleicht recht, es könnte um Versuchungen usw gehen.

kingschild hat geschrieben:Richte ich aber meinen Blick auf Gottes Reich, seine Zusagen und Verheissungen für mich und vertraue ich voll und ganz das Gott jedes dieser Probleme auf die eine oder andere Art lösen wird

Ich schaue aber auch was kann ich tun und wo kann ich eben nichts dazu tun und kann nur hoffen, so dass auch der Teil den ich wirklich selbst tun kann/könnte auch getan wird.


ja, jetzt wo du das sagst, klingt es logisch.

kingschild hat geschrieben:Da bleibt mir oft auch nichts übrig als eben zu Jesus zu gehen und im Gebet im zu sagen, du siehst mein Herz, du siehst mein Fleisch, du siehst meine Schwäche aber du hast gesagt: In dieser Schwäche möchte ich stark sein.

wo ist dein Fokus heute? Auf Gott gerichtet oder auf das Problem das Dir in der Welt begegnet.

Also für mich heisst das im konkreten Fall einfach dran bleiben meinen Blick nicht von Gottes Reich weg zu richten auf die Irdische Sorge und Plage.

Nicht auf mein Gefühl zu schauen, sondern auf das was Gott mir verheissen hat.

Psalmen lesen hilft mir auch oft in diesen Kämpfen, weil ich dort sehe auch ein Mann Gottes wie David, ein König war nicht verschont, von diesem Alltag Müll aber er suchte immer den rechten Fokus:

Ps. 103. 1 Von David. Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan!
3 Der dir alle deine Sünden vergibt und alle deine Gebrechen heilt;
4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit;

God bless
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Danke dir für deine Worte, das hat jetzt echt gut getan. :)


Lepitoptera hat geschrieben:Liebe Viva
Plötzlich kam eine völlige Ruhe in mir auf, als ob Gott mir sagen würde, dass ich es gar nicht wissen müsste; er würde es mir schon zeigen.

Wenn es mein Wille wäre Gott an erste Stelle setzen zu wollen, dann hätte ich alles getan, was es dazu brächte. Gott möchte mein Herz. Alles andere würde er dann tun, indem er an mir arbeitet.
Lg Lepitoptera


Danke auch dir, genau so ist es, es zu wollen und Gott bewirkt es, da man ja die Bereitschaft dazu hat, so toll, danke. 8-)
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon viva » So 11. Mär 2018, 19:41

jes_25913 hat geschrieben:Hallo Viva,
als wiedergeborener Mensch ist das Ewige meine Identität, also das, was ich bin und sein will.


Meine Identität, das klingt schön, da bin ich gerade dabei, das zu realisieren, das will ich auch.

jes_25913 hat geschrieben:Da das Ewige mich von allem Leid (im ganz umfassenden Sinn) befreit und mir höchste Glückseligkeit, Frieden und Kraft gibt, liebe ich es.


was das lieben angeht, hab ich so manches mal meine Mühe, ich empfinde manchmal einfach nichts.

jes_25913 hat geschrieben:Natürlich wird man sofort, wenn man aufwacht, von den Belanglosigkeiten des alltäglichen Lebens in Anspruch genommen. Aber ich setzte mich immer wieder schnell hin, und erfreue mich meines erlösten Lebens. So wird von Tag zu Tag der Alltag immer weniger von Notwendigkeiten beherrscht.


ja der Alltag mit all seinen Sorgen wiegt manchmal schon sehr schwer, ich hab auch meine Methode und ein Blatt mit ein paar wichtigen Bibelstellen neben meinem Bett hängen und bevor ich aufstehe versuche ich die Sorgen abzugeben wie es in 1. Petrus 5,7 heisst, alle Sorgen werft auf ihn...usw..gelingt nur nicht immer.

jes_25913 hat geschrieben:Mit Nichtigkeiten befasse ich mich nur noch selten.


wie meinst du das, was sind Nichtigkeiten für dich?
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon viva » So 11. Mär 2018, 19:58

Knecht hat geschrieben:Hallo viva,
am Besten ist es, wenn man sich im alltäglichen Leben an die mosaischen Gebote und die Bergpredigt hält. Letztlich kann man nur so - Gott an die erste Stelle setzen und bei ihm Gnade finden; das nur darüber Reden ist zu wenig.


hm, die Bergpredigt ist toll ja, aber die mosaischen Gesetzte, du meinst die 10 Gebote? - wer kann denn die einhalten, oder besser wer hält sie ein.
Wenn Gott Gnade gibt, dann denke ich, weil der Mensch eben nicht dazu fähig ist sich einfach an Gesetze zu halten.

Knecht hat geschrieben:Im Zusammenhang mit Matth. 6,32 und davor geht es ums Essen, Trinken und die Kleidung – also um die Sorgen das nicht zu bekommen. Anders gesagt, es geht um unsere Existenzängste, die wir bekommen können, wenn wir nicht mehr wissen, was wir morgen essen sollen oder zerschlissene Kleidung nicht gegen gute austauschen können……...


ich dachte eher, das mit der Kleidung sei als Beispiel genannt, denn es verhungern ja pro Tag sehr viele in der Welt, er nährt sie nicht, sie sterben.

Knecht hat geschrieben:Wenn wir aufgrund von Arbeit oder sonst irgendwie sozial abgesichert sind, wir also diesbezüglich sowieso keine Sorgen und Existenzängste mehr haben müssen, bleibt Gott sei Dank nur mehr das aufrichtige Trachten und Bemühen nach dem weltlichen Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit.


eigentlich bin ich abgesichert und Existenzängste muss ich keine haben, um was ich mich sehr sorge ist die Umweltverschmutzung und die Tierwelt. Es sieht alles so düster aus für unsere Kinder und Enkel, wenn ich diese Gedanken zulasse, dann dreh ich fast durch.

Knecht hat geschrieben:Wie gut du das wirklich lebst, musst du für dich selbst ausmachen. Wie aber oben beschrieben, ist es sehr wichtig, sich an die Gebote und Bergpredigt zu halten. Dazu gehört unter anderem selbstverständlich auch, Mitgefühl und Mitleid zu seinen Nächsten (weltweit) zu entwickeln.


funktioniert nur leider nicht so recht auf Knopfdruck, aber ich denke auch, dass Mitgefühl wichtig ist.

Knecht hat geschrieben:Also, was sich ja durch das ganze alte und neue Testament hindurchzieht, gesunde mitfühlende offene Augen und Ohren für die Bedürftigen (Arme ,Alte, Witwen und Weisen) zu entwickeln und mildtätig zu werden.


das ist theoretisch umsetzbar, aber es dann vorbildlich zu leben um sich Schätze, so wie ein himmlisches Konto abzusichern, das klingt nach viel Druck und Forderungen, ich weis nicht ob ich das kann.

Knecht hat geschrieben:Wer all das vorbildlich im Alltag beachtet, erwirbt sich Schätze im Himmel, und wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz, und ein mitfühlendes warmes Herz macht den Menschen besser und gerechter, weil eben Gottes Weisheit, zur Erreichung des Reiches, an erster Stelle steht.


das klingt wieder sehr angenehm, aber ich glaube, das ist alles schwieriger umzusetzen, als ich mir vorstellte.
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Lepitoptera » So 11. Mär 2018, 22:40

Liebe Viva

Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder mit grossem Stress zu kämpfen gehabt. Andauernd hatte ich das Gefühl gehabt etwas leisten zu müssen für Gott. Bis ich endlich lernen durfte zu erkennen, dass es bei Jesus nicht um ein Dienstverhältnis geht, sondern um eine Beziehung mit ihm.

Er sagt selber, dass wir getrennt von ihm nichts tun könnten und wir nur gute "Früchte" hervor bringen könnten, wenn wir in ihm und er in uns bleiben würde. Du hast für Rattenfängerin in einem anderen Thread mal einen Link zu einer Predigt von Hans Peter Royer gepostet. Seit ich diese Predigt gehört habe, ziehe ich mit seine Predigten reihenweise rein und mit jeder weiteren Predigt durfte ich von ihm mehr über das Christsein lernen und meine ganzen falschen Denkmuster wurden nach und nach durchbrochen. Ich erkannte, wie sehr ich bisher in einem Dienstverhältnis zu ihm gelebt habe, aber nicht in einer Beziehung zu ihm. Ständig stand ich unter Druck, im Irrglauben mehr für ihn tun zu müssen. Ich empfand das Christsein immer stärker als einen Leistungsalbtraum und sicher nicht als Freiheit und geliebt und angenommen zu sein in Jesus von Gott. Aus eigener Kraft versuchte ich krampfhaft für Jesus zu arbeiten und war so frustriert, dass ich nichts bewirken konnte.

Royer hat mir so sehr geholfen zu verstehen, dass nicht ICH es bin, die es tun muss, sondern dass ER es ist, der es tut, wenn ich ihm mein gesamtes Leben anvertraue und ihm freie Hand lasse. So gehe ich jetzt raus in neugieriger Erwartung, was er heute wohl tun möge. Jesus lebt. Und wir dürfen davon Zeugen sein, von dem, was er tun möchte. Dies empfinde ich als Freiheit. Einfach mit Jesus leben zu dürfen, täglich mit ihm zu rechnen. Ich möchte dich ermutigen, nicht zu sehr an den Gesetzen rumzustudieren, sondern dich einfach in allem Jesus anzuvertrauen; ihm alles zu sagen, was dich beschäftigt. Gestehe ihm deine Schwächen ein, deine Ängste und Sorgen, gib es ihm in seine Hände und vertraue ihm, dass er weiss, was er damit tut.

Ohne ihn können wir das Gesetz nicht einhalten; sieht man ja deutlich bei den Israeliten. Jesus hat uns am Kreuz freigekauft vom Gesetz. Wir sind des Gesetzes gestorben und Jesus ist unser Herr geworden. Er befähigt dich das Gesetz zu halten und zwar sein Gesetz; Liebe Gott mit deinem ganzen Herzen, mit ganzer Seele, ganzer Kraft und all deinen Gedanken und liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Er befähigt dich dazu, wenn du in der Beziehung mit ihm bleibst. Aus uns alleine können wir es nicht, aber Jesus kann es und er möchte an deinem Herzen arbeiten und bewirken, dass du ihm ähnlicher werden kannst, indem du es ihm erlaubst. Er tut es, nicht du. Also brauchst du keinen Stress und keine Angst zu haben.

Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen. Durch den Sündenfall hat der Mensch die Herrlichkeit Gottes (seinen Charakter) verloren. Jesus ist auf diese Welt gekommen, um den Menschen zu zeigen, wie Gott ist. Wem Jesus sein Leben übergibt und ihn als Herrn annimmt, in dem zieht Jesus durch seinen Heiligen Geist ein und beginnt den Menschen so zu verändern, dass er wieder Gott ähnlich wird. Dass die Herrlichkeit Gottes (sein Charakter) wieder im Menschen sichtbar wird. Kein Mensch wäre in der Lage dies aus eigener Kraft tun zu können und deshalb brauchen wir Jesus.

Gott segne dich!
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon jes_25913 » Mo 12. Mär 2018, 11:06

viva hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Hallo Viva,
als wiedergeborener Mensch ist das Ewige meine Identität, also das, was ich bin und sein will.


Meine Identität, das klingt schön, da bin ich gerade dabei, das zu realisieren, das will ich auch.

jes_25913 hat geschrieben:Da das Ewige mich von allem Leid (im ganz umfassenden Sinn) befreit und mir höchste Glückseligkeit, Frieden und Kraft gibt, liebe ich es.


was das lieben angeht, hab ich so manches mal meine Mühe, ich empfinde manchmal einfach nichts.
Das ist normal. Man empfindet ja nur dann etwas, wenn man etwas bereits liebt. Dann muss man aber auch nicht aufgefordert werden zu lieben. Aber "lieben" bedeutet ja zunächst einmal, dass ich überhaupt auf etwas aufmerksam werde und meine Aufmerksamkeit da verweilt.
Wir werden also darauf hingewiesen, dass wir Gott über ALLES lieben sollen, weil nur das Ewige die Lösung unserer Probleme ist (ALLER!). Wenn man das begreift, richtet man gern die Aufmerksamkeit darauf, und das ist schon LIEBE: Etwas gern tun. Und dann schafft das auch Befriedigung, und mit der Befriedigung fällt es uns immer leichter das loszulassen, wo wir vorher Befriedigung suchten.

jes_25913 hat geschrieben:Natürlich wird man sofort, wenn man aufwacht, von den Belanglosigkeiten des alltäglichen Lebens in Anspruch genommen. Aber ich setzte mich immer wieder schnell hin, und erfreue mich meines erlösten Lebens. So wird von Tag zu Tag der Alltag immer weniger von Notwendigkeiten beherrscht.


ja der Alltag mit all seinen Sorgen wiegt manchmal schon sehr schwer, ich hab auch meine Methode und ein Blatt mit ein paar wichtigen Bibelstellen neben meinem Bett hängen und bevor ich aufstehe versuche ich die Sorgen abzugeben wie es in 1. Petrus 5,7 heisst, alle Sorgen werft auf ihn...usw..gelingt nur nicht immer.
Mit dieser Bibelstelle habe ich eigentlich bis jetzt Schwierigkeiten. Besonders mit dem Begriff "werfen". Ich habe das auch erst versucht, aber die Sorgen meldeten sich schnell wieder.
Jetzt weiß ich, dass unter dem Gesichtspunkt, dass ich ewig bin, ja alles Irdische belanglos ist, und so fiel es mir immer leichter mir keine Sorgen zu machen, da ja eh`alles nichtig ist, sondern nur mir "das Fleisch" noch vorgaukelt, dies oder jenes wäre schöner, wenn es so oder so laufen würde.
Natürlich unternehme ich, wenn ich weiß, was zu tun ist, dass es in die Richtung läuft, die ich für die bessere halte, aber es macht mir immer weniger aus, wenn es anders läuft.
jes_25913 hat geschrieben:Mit Nichtigkeiten befasse ich mich nur noch selten.


wie meinst du das, was sind Nichtigkeiten für dich?

Ja, früher bin ich gern viel spazieren gegangen, Rad gefahren, gewandert, habe gern Bücher, Zeitungen und Zeitschriften gelesen usw.Das hat sich besonders in den letzten Jahren sehr reduziert, weil mir die Gemeinschaft mit Gott ohne Ablenkung durch Äußeres viel mehr gibt. Das brauche ich alles nicht mehr.

LG,
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Mariette M. » Mo 12. Mär 2018, 16:03

jes_25913 hat geschrieben:Ja, früher bin ich gern viel spazieren gegangen, Rad gefahren, gewandert, habe gern Bücher,

Kannst Du denn bei diesen Tätigkeiten keine Gemeinschaft mit Gott haben?

Oder beispielsweise bei der täglichen Arbeit, in der Begegnung mit Menschen, mit Bedürftigen?
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon jes_25913 » Mo 12. Mär 2018, 17:35

Mariette M. hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Ja, früher bin ich gern viel spazieren gegangen, Rad gefahren, gewandert, habe gern Bücher,

Kannst Du denn bei diesen Tätigkeiten keine Gemeinschaft mit Gott haben?

Hallo Mariette,
Was heißt für Dich "Gemeinschaft mit Gott"? - Gott kann man überhaupt nicht loswerden. In diesem Sinne hat sogar jeder Materialist, jeder im Höllenzustand "Gemeinschaft mit Gott".
Natürlich kann man auch dabei an Gott denken. In der Schönheit etwas von ihm fühlen usw. Aber im Grunde ist man doch sehr zerstreut, da vieles die Aufmerksamkeit fordert (freiwillig und unfreiwillig). In der Stille komme ich aber mehr zur ungeteilten Aufmerksamkeit, und die tut Geist, Seele und Leib gut, und zwar nicht nur vorübergehend. Außerdem halte ich das für notwendig in unserer Zeit, wo doch über das Christliche selbst unter Christen so viel Unkenntnis und Irrtum besteht. So kann ich wenigstens auch besser helfen.
Oder beispielsweise bei der täglichen Arbeit, in der Begegnung mit Menschen, mit Bedürftigen?

Die Stille vor Gott ist die effektivste "Methode", um am besten zu helfen.

LG,
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon John1955 » Mo 12. Mär 2018, 19:09

Hallo jes
Mit Vielem stimme ich überein was du schreibst. Doch das Wandern und Velofahren als Nichtigkeiten zu beschreiben,na für Dich scheint es so zu sein. Ich hingegen liebe es die wechselnden Jahreszeiten mit Gott und lieben Mitmenschen oder allein zu verbringen. Zu nutzlosen Nichtigkeiten, die mir also nichts mehr bedeuten ist abendliches Fernsehen, Klatsch- und Tratschzeitschriften waren noch nie mein Ding.

Ich bin auch geworden, der ich sein will und erkenne klar, wo und in welcher Form ich Liebe weitergeben kann, meine Begabung zum Wohle und Nutzen einbringen kann.
Gruss John




jes_25913 hat geschrieben:
viva hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Hallo Viva,
als wiedergeborener Mensch ist das Ewige meine Identität, also das, was ich bin und sein will.


Meine Identität, das klingt schön, da bin ich gerade dabei, das zu realisieren, das will ich auch.

jes_25913 hat geschrieben:Da das Ewige mich von allem Leid (im ganz umfassenden Sinn) befreit und mir höchste Glückseligkeit, Frieden und Kraft gibt, liebe ich es.


jes_25913 hat geschrieben:Mit Nichtigkeiten befasse ich mich nur noch selten.


wie meinst du das, was sind Nichtigkeiten für dich?

Ja, früher bin ich gern viel spazieren gegangen, Rad gefahren, gewandert, habe gern Bücher, Zeitungen und Zeitschriften gelesen usw.Das hat sich besonders in den letzten Jahren sehr reduziert, weil mir die Gemeinschaft mit Gott ohne Ablenkung durch Äußeres viel mehr gibt. Das brauche ich alles nicht mehr.

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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Dreieck » Di 13. Mär 2018, 01:58

Ein schönes Thema, das jedem, der dafür offen ist, praktisch umsetzbare Tips serviert.


Was ich selber - ein Beispiel - bereits als "Meditation" empfinde, wenn ich etwa am Mainufer sitze, des Sommers, auf einer Holzbank, und mir watscheln ein paar neugierige Entchen entgegen, ich versinke dann ganz darin, ihnen zuzusehen, mich ihrer Geselligkeit zu erfreuen.
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Gnu » Di 13. Mär 2018, 09:42

viva hat geschrieben:
Knecht hat geschrieben:Hallo viva,
am Besten ist es, wenn man sich im alltäglichen Leben an die mosaischen Gebote und die Bergpredigt hält. Letztlich kann man nur so - Gott an die erste Stelle setzen und bei ihm Gnade finden; das nur darüber Reden ist zu wenig.


hm, die Bergpredigt ist toll ja, aber die mosaischen Gesetze, du meinst die 10 Gebote? - wer kann denn die einhalten, oder besser wer hält sie ein.


Was an der Bergpredigt ist so toll? Ich kenne niemanden, der sie hält, am wenigsten jene, die die 10 Gebote für aufgehoben erklären wollen.
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Mariette M. » Di 13. Mär 2018, 12:12

jes_25913 hat geschrieben:Hallo Mariette,
Was heißt für Dich "Gemeinschaft mit Gott"? - Gott kann man überhaupt nicht loswerden. In diesem Sinne hat sogar jeder Materialist, jeder im Höllenzustand "Gemeinschaft mit Gott".

Für mich ist es das bewusste Leben vor Gottes Angesicht.

Zwei Beispiele:
Bei der Zubereitung des Essens bewusst Gott/Jesus als "Topfgucker" neben mir wahrnehmen.

oder: Vor jedem Patientengespräch den Patienten, mich selbst und das, was zu tun ist, in einem kurzen Gebet in Gottes Fürsorge legen und in dieser betenden und zugewandten Haltung idealerweise verbleiben.

Eine kleine Geschichte noch: Eine alte Frau klagt, sie könne sich beim Beten nicht mehr "konzentrieren" schweife immer ab. Ihr Seelsorger rät ihr, sich mit der Strickarbeit vor die Ikone Christi zu setzen... sie hat dabei wunderbare Gottesnähe erfahren.

Aber natürlich gehört dazu auch das "Nachsinnen über Gott" des Psalmisten...
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon Knecht » Di 13. Mär 2018, 16:56

viva hat geschrieben:
Knecht hat geschrieben:Hallo viva,
am Besten ist es, wenn man sich im alltäglichen Leben an die mosaischen Gebote und die Bergpredigt hält. Letztlich kann man nur so - Gott an die erste Stelle setzen und bei ihm Gnade finden; das nur darüber Reden ist zu wenig.

hm, die Bergpredigt ist toll ja, aber die mosaischen Gesetzte, du meinst die 10 Gebote? - wer kann denn die einhalten, oder besser wer hält sie ein.
Wenn Gott Gnade gibt, dann denke ich, weil der Mensch eben nicht dazu fähig ist sich einfach an Gesetze zu halten.

Hallo viva, wenn du überhaupt nicht dazu fähig wärest, wäre das sehr traurig und man müsste womöglich eine mords Furcht vor dir haben. Ich gehe zwar nicht davon aus, aber vielleicht gehörst du zu den Unverbesserlichen, die lügen, klauen oder morden..… ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Absicht, damit aufzuhören. In diesem Falle würdest du keine Gnade bei Gott finden. Wenig freiwillige Einsicht und Umkehr – wenig Gnade. Hingegen versuchen viele Menschen sich an die 10 Gebote…… zu halten. Wozu sie aber nicht fähig sind, ist, sie können, so wie du und ich, nicht perfekt werden. Das heißt, wir alle haben mehr oder weniger Dreck am Stecken. Dennoch dürfen wir Gnade finden, wenn wir einsichtig unseren Dreck erkennen und verbesserlich ihn nicht mehr wiederholen wollen. Es gibt also unter den Menschen Solche und Solche, Verbesserliche und Unverbesserliche.

ich dachte eher, das mit der Kleidung sei als Beispiel genannt, denn es verhungern ja pro Tag sehr viele in der Welt, er nährt sie nicht, sie sterben.

eigentlich bin ich abgesichert und Existenzängste muss ich keine haben, um was ich mich sehr sorge ist die Umweltverschmutzung und die Tierwelt. Es sieht alles so düster aus für unsere Kinder und Enkel, wenn ich diese Gedanken zulasse, dann dreh ich fast durch.

Nein, wirklich?
Da auf der Welt noch vieles im Argen liegt, kann ich deine düsteren Gedanken verstehen, sodass du, anscheinend ohne Hoffnung, fast durchdrehst. Stell dir mal vor, Jesus hätte keine Hoffnung für die Zukunft gehabt und hätte durchgedreht, dann gäbe es die Evangelien nicht und seine fordernden Ratschläge nicht, dann wäre heute - 2000 Jahre danach – alles noch viel schlimmer.

Knecht hat geschrieben:
Also, was sich ja durch das ganze alte und neue Testament hindurchzieht, gesunde mitfühlende offene Augen und Ohren für die Bedürftigen (Arme ,Alte, Witwen und Weisen) zu entwickeln und mildtätig zu werden.

das ist theoretisch umsetzbar, aber es dann vorbildlich zu leben um sich Schätze, so wie ein himmlisches Konto abzusichern, das klingt nach viel Druck und Forderungen, ich weis nicht ob ich das kann.

viva, es geht nicht wirklich um ein himmlisches Konto und um Druck, es geht viel mehr um ein wärmeres und herzlicheres Miteinander unter den Brüdern und Schwestern dieser Welt. Das denkend - herzlicher werdende Herz wird zum eigenen Schatz, den weder Motte und Wurm zerstören und kein Dieb stehlen können. Es geht also um ein himmlisch herzlicheres Herz, welches nicht nur egoistisch an sich denkt, sondern eben viel mehr mit gesundem Auge und Nächstenliebe auch für die Allgemeinheit was übrig hat; zum Beispiel, wenn irgendwo Geschwister in arger Not sind, dass man ihnen hilft. Glaube mir, da du ja keine Existenzängste zu haben brauchst, und so, wenn du möchtest, du Gottes Weisheit und Willen auch zu deinem Willen machst, ist das mildtätige Helfen gar nicht so schwer. Ich glaube, du kannst das. Probiere es doch mal und mach mit, such dir nach eigenem Gutdünken irgendwas aus und lass – wie schon viele andere auch – in bisschen was springen. Irgendwie gibt es auch ein gutes Gefühl, also nicht großartig, aber immerhin, man weis es macht göttlichen Sinn.

Knecht hat geschrieben:
Wer all das vorbildlich im Alltag beachtet, erwirbt sich Schätze im Himmel, und wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz, und ein mitfühlendes warmes Herz macht den Menschen besser und gerechter, weil eben Gottes Weisheit, zur Erreichung des Reiches, an erster Stelle steht.

das klingt wieder sehr angenehm, aber ich glaube, das ist alles schwieriger umzusetzen, als ich mir vorstellte.

Natürlich ist nicht immer alles leicht. Bedenken muss man aber auch, dass man das Reich Gottes nicht von heute auf Morgen errichten kann, und alleine schon gar nicht. Es braucht viele Leute und es braucht halt alles seine Zeit. Jahrtausende lässt das Reich schon auf sich warten. Wie lange es noch dauert, wer weis das schon? Wichtig ist nur, dass man so wie Jesus hoffnungsvoll daran glaubt - und seine weisen Forderungen, die für die Welt gut sind und für einem selbst auch, nicht einfach verwerfen oder als unerreichbar abtun möchte. Auch kleine Dinge führen zum Reich, steter Tropfen höhlt den Stein……

Gruß
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Re: Gott an erste Stelle setzen, wie macht ihr das?

Beitragvon jes_25913 » Di 13. Mär 2018, 17:36

John1955 hat geschrieben:Hallo jes
Mit Vielem stimme ich überein was du schreibst. Doch das Wandern und Velofahren als Nichtigkeiten zu beschreiben,na für Dich scheint es so zu sein. Ich hingegen liebe es die wechselnden Jahreszeiten mit Gott und lieben Mitmenschen oder allein zu verbringen. Zu nutzlosen Nichtigkeiten, die mir also nichts mehr bedeuten ist abendliches Fernsehen, Klatsch- und Tratschzeitschriften waren noch nie mein Ding.

jes_25913 hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Hallo Viva,
als wiedergeborener Mensch ist das Ewige meine Identität, also das, was ich bin und sein will.


jes_25913 hat geschrieben:Da das Ewige mich von allem Leid (im ganz umfassenden Sinn) befreit und mir höchste Glückseligkeit, Frieden und Kraft gibt, liebe ich es.


jes_25913 hat geschrieben:Mit Nichtigkeiten befasse ich mich nur noch selten.


Ja, früher bin ich gern viel spazieren gegangen, Rad gefahren, gewandert, habe gern Bücher, Zeitungen und Zeitschriften gelesen usw.Das hat sich besonders in den letzten Jahren sehr reduziert, weil mir die Gemeinschaft mit Gott ohne Ablenkung durch Äußeres viel mehr gibt. Das brauche ich alles nicht mehr.

LG,
jes

Hallo John,
wie Du ja ersehen kannst habe ich das alles auch gerne gemacht. Aber jetzt hat es sich ganz natürlich (also ohne jeglichen inneren oder äußeren Zwang/Druck) so ergeben, dass ich am liebsten Augen zu in der Stille sitze, Denn das Glück ist ja Innen zu finden und der Frieden auch und der ganze Reichtum an Weisheit und Erkenntnis. Es wäre sonderbar, wollte man einer solchen Liebe Grenzen setzen. Wer das Bessere hat, was man ja verkennt, wenn man nach Außen orientiert ist (wie erst einmal jeder Mensch) , lässt gern das weniger gute.

Nur nebenbei: Also, das was ich früher gern las, war wesentlich anspruchsvoller als Klatsch- und Tratschjounaillien!

LG,
jes

P.S. Wen`s interessiert: Ich hatte vor langer Zeit mal eigenes inneres Erleben in einer Geschichte darzustellen versucht (die auch so abgelaufen ist). Vielleicht gibt sie dem einen oder anderen was: http://derteacher.blogspot.de/2010/07/v ... leben.html
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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