Hochmut und Wahrheit.

Moderator: bigbird

Ist es Hochmut zu glauben die Wahrheit am besten zu kennen?

Ja
24
80%
Nein
4
13%
keine Ahnung
2
7%
 
Abstimmungen insgesamt : 30

Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 11:33

Wenn ich mich nicht irre sagte, der Vatikan bezüglich der anderen Religionen(Judentum/Islam) so etwas, wie das in ihnen auch eine Wahrheit steckt aber das [kathol.] Christentum von allen am wahrsten ist. Ist es nicht Hochmut zu glauben man hat mehr Recht als alle anderen, man kennt die Wahrheit besser? Wie geht das Christentum(vorallem das kathol.) heute mit den Todsünden um?
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon jeig » Mi 18. Aug 2004, 11:37

Original von Modorok
Wie geht das Christentum(vorallem das kathol.) heute mit den Todsünden um?


Keine Ahnung was der Vatikan dazu sagt...Jedoch ist jeder Sünde Sold der Tod...

Gott mit dir

jeig
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 11:44

Manchmal ereilt der Tod auch die, die nicht die Zeit hatten zu sündigen. Der Tod ist der Sold des Lebens.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon jeig » Mi 18. Aug 2004, 11:48



Beziehst du dich dabei auf Kinder?
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 12:13

Ja bzw Säuglinge.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon jeig » Mi 18. Aug 2004, 12:54



Säuglinge haben aber nicht sehr lange gelebt...
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 12:55

und auch nicht gesündigt.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon jeig » Mi 18. Aug 2004, 12:58


Was ist denn das problem?
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon raphael » Mi 18. Aug 2004, 13:01

Um zur abstimmungsfrage zurückzukommen:

Alles ist Glaube
deshalb ist es Hochmut zu Wissen.

Was ist schon "Wissen" ?
Pressefreiheit!
Benutzeravatar
raphael
Member
 
Beiträge: 466
Registriert: Mo 11. Mär 2002, 17:04
Wohnort: Winti, Seen

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon jeig » Mi 18. Aug 2004, 13:05



Was hat Glauben mit Wissen zu tun?
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 13:05

"Ich denke, also bin ich." würd ich als Wissen abtun.
Wissen ist Macht.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon jeig » Mi 18. Aug 2004, 13:09



Decard...bewegst dich ja recht philosopisch...
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon raphael » Mi 18. Aug 2004, 13:24

Das "Ich denke also bin ich"
kannst du einem Bushmann erzählen und dem ist das egal.

Wissen ist Glauben, da niemand wirklich weiss.

Was ist wissen? Wissen wie man den Menschen kontrolliert,
wie man ihn manipuliert?
Das ist Macht?

Wer sagt denn das alles nicht nur ein böser traum ist?

Ich Glaube zu wissen das es Gott gibt.
Ich glaube an das was in der Bibel steht.
Wissen kann ich nichts. (Ausser das ich nichts weiss,
doch diese Aussage wäre wieder falsch wenn ich etwas wüsste)

Deshalb ist es Hochmut zu behaupten man wisse alles über die Wahrheit.

Ich glaube nicht an etwas wie "das ist die Richtige Religion"

Ich glaube der Weg mit jesus ist das richtige im Leben.
Aber ich masse es mir nicht an, dies als die absolute
Wahrheit hinzustellen nach der sich andere richten müssten.
Es ist die absolute Wahrheit für mich. (ich bin aber überzeugt
für alle anderen auch)
Ich will mir nicht anmassen anderen zu sagen was richtig ist was falsch in diesem Sinne.
Denn das ist hochmut.

Taten bewirken viel mehr als Worte...
Pressefreiheit!
Benutzeravatar
raphael
Member
 
Beiträge: 466
Registriert: Mo 11. Mär 2002, 17:04
Wohnort: Winti, Seen

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 13:37

ich würds so definieren:
Glauben basiert auf vertrauen.
Wissen basierst darauf auf Wahrscheinlichem zu vertrauen.(Ich vertraue darauf, dass 2+2 4ist, aber ich und der Rest der Menschheit könnten sich auch irren)
wissen im Sinne von 100%Sicherheit gibt es nicht.
Ich weis, dass ich nichts weis.-Sokrates[Eine paradoxe Aussage, die sich in unsere Sprache vermutlich nicht unparadox formulieren lässt]
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Cèsar » Mi 18. Aug 2004, 18:35

Die Frage über den Hochmut, habe ich mit "ja" abgestimmt.

Denn niemand kann doch behaupten er erkenne die Wahrheit schlechthin.
Unser Verstand über das Universum und dieser Welt, wird nicht aufhören damit noch wahrere Dinge zu erkennen und zu begreifen.
Keine Religion ist so vollkommen, das sie nicht noch vollkommener sein könnte. Da auch ihr Wissensstand über das Sein der Dinge, nicht vollkommen ist.
Wie lässt sich dann sagen; Man kenne die absolute Wahrheit?
Man kann nur Teile von ihr kennen und diese sind dann solange wahr bis eine andere wirklicher wahrheit sie ablöst, die Änderung des Weltbildes zum Beispiel.
z.B war die Erde solange wirklich flach wie eine Scheibe, bis durch das Erkennen im wahren Sein der Dinge eine andere Wahrheit entdeckt wurde. Und dieses Weltbild von einem wahreren abgelöst wurde.

Grüßle

César
Lasst uns untersuchen, ob dies eine fundierte Behauptung ist oder ob wir sie uebergehen sollen. Wenn einer von uns oder sonst jemand bloss sagt, dass dies so ist, akzeptieren wir, dass es so ist. Oder sollten wir untersuchen, was der Sprecher wirklich meint?
Sokrates
Cèsar
Member
 
Beiträge: 127
Registriert: Mi 21. Jul 2004, 15:33

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Ramon Kahn » Mi 18. Aug 2004, 19:05

Original von Modorok
ich würds so definieren:
Glauben basiert auf vertrauen.
Wissen basierst darauf auf Wahrscheinlichem zu vertrauen.(Ich vertraue darauf, dass 2+2 4ist, aber ich und der Rest der Menschheit könnten sich auch irren)
wissen im Sinne von 100%Sicherheit gibt es nicht.
Ich weis, dass ich nichts weis.-Sokrates[Eine paradoxe Aussage, die sich in unsere Sprache vermutlich nicht unparadox formulieren lässt]


Nein, es ist so definiert, dass 2+2 4 ist, also ist es immer so. Das ist wissen. Da Mathematik ein von Menschen geschaffenes Gedankengebilde ist, ist das was sie dort definieren wahrheit. Du zitierst ja descartes, und so wie ich ihn verstehe ist (war) er in diesem punkt, vor allem auf die "einfache" mathematik bezogen gleicher meinung wie ich. Mathematik stimmt, solange sie sich in dem Bereich ist, den Menschen mit ihrer intelligenz erfassen können (0 ist nen Grenzfall, und von Unendlich kann man gar nicht beginnen zu reden...) Nun versuchen wir natürliche Vorgänge mit der Mathematik und der Vernunft zu erklären und so die Regelmässigkeiten festzuhalten... Da uns die "Realität" unserer Vorstellung und unserem Wissen entzieht, können wir hier nichts zu 100% sagen, nur 99% (oder höher)...

Deshalb ist es eigentlich auch hochmütig zu behaupten, man wisse es besser als andere, oder das ist die Einzige Wahrheit. Aber schon Jesus sagte, dass er der Einzige Weg sei, und da er der Sohn von Gott ist, muss er es ja wissen...

(Mein Ganzer Post sind meine Gedankengänge, und indem ich sie Poste will ich, dass ihr sie auf ihre Schwachstellen überprüft, und darüber urteilt, dann kann ich über euere Posts (und Antworten) urteilen, und nacher verstehen wir alle uns und die Welt ein wenig besser... Aber meine Meinung ist für mich die Messlatte, so wie sie euere für euch ist. Deshalb ist es klar, dass sie absolut für mich ist, obwohl sie sich dauernd verändert. (Sonst würde ich inkonsequent handeln, also meine Meinung total unglaubwürdig erscheinen lassen, und so unsicherheit zeigen.)

PS.: Sokrates wollte mit seiner Paradoxen Aussage nicht irgendeine Wahrheit sagen (geht nicht, was Paradoxes kann nicht wahr sein), sondern er wollte die Leute zum selber denken anregen. Sie sollten über seine Aussage "stolpern" und dann beginnen sich Gedanken über die Welt zu machen...
Jesus sagt:
"Wer dieses Wasser (Brunnenwasser) trinkt, wird wieder durstig.
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr durst haben.
Ich gebe ihm Wasser, das in ihm zu einer Quelle wird, die bis ins ewige Leben weitersprudelt."
Joh. 4,13-15
Benutzeravatar
Ramon Kahn
Newcomer
 
Beiträge: 21
Registriert: Mi 11. Aug 2004, 22:01

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon parepidimos » Mi 18. Aug 2004, 19:49

Original von Ramon Kahn
Deshalb ist es eigentlich auch hochmütig zu behaupten, man wisse es besser als andere, oder das ist die Einzige Wahrheit. Aber schon Jesus sagte, dass er der Einzige Weg sei, und da er der Sohn von Gott ist, muss er es ja wissen...


Nun, etwas komplexer ist es schon.

Erstens einmal muss man Wahrheit und Erkenntnis auseinanderhalten. Erkenntnis waechst und ist immer eingeschraenkt durch unsere Perspektive, Erfahrung, Wirken des heiligen Geistes, Intellekt etc. Es ist hochmuetig (und fuer den Christen Suende) unfehlbare Erkenntnis zu beanspruchen. Bescheidenheit in dieser Beziehung ist meiner Meinung nach so etwa das Dritte Gebot (nach "liebe Gott" und "liebe deinen Naechsten";).

Wahrheit hingegen hat im Christentum eine unabhaengige Existenz. Sie ist "out there" und kann von allen untersucht und erfahren werden. Gehoeren aber tut sie alleine Gott. Wahrheit ist Gottes Perspektive, welche uns zwar zum groessten Teil verborgen ist, in welche uns jedoch stueckweise Einblick gewaehrt wird. Gott hat sich in Jesus offenbart, weshalb dieser von sich sagen konnte: Ich "bin" die Wahrheit (und nicht: ich "weiss", ich "sage" ...).

Dies relativiert den Stellenwert der indivduellen Meinung (=Erkenntnis) als "Quelle der Wahrheit". Wahrheit richtet sich nicht nach der Erkenntnis, sondern umgekehrt.
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 17:07
Wohnort: Sulzertown

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon jeig » Mi 18. Aug 2004, 20:28

Original von parepidimos
Gott hat sich in Jesus offenbart, weshalb dieser von sich sagen konnte: Ich "bin" die Wahrheit (und nicht: ich "weiss", ich "sage" ...)


Bevor ich etwas missverstehe, bezieht sich das jetzt nur auf Joh.14.6?
Jesus sagte sonst nicht wenige mal, "Wahrlich, ich sage euch" dieses und jenes...

Be blessed

jeig
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 20:55

Original von Ramon Kahn
Original von Modorok
ich würds so definieren:
Glauben basiert auf vertrauen.
Wissen basierst darauf auf Wahrscheinlichem zu vertrauen.(Ich vertraue darauf, dass 2+2 4ist, aber ich und der Rest der Menschheit könnten sich auch irren)
wissen im Sinne von 100%Sicherheit gibt es nicht.
Ich weis, dass ich nichts weis.-Sokrates[Eine paradoxe Aussage, die sich in unsere Sprache vermutlich nicht unparadox formulieren lässt]


Nein, es ist so definiert, dass 2+2 4 ist, also ist es immer so. Das ist wissen. Da Mathematik ein von Menschen geschaffenes Gedankengebilde ist, ist das was sie dort definieren wahrheit. Du zitierst ja descartes, und so wie ich ihn verstehe ist (war) er in diesem punkt, vor allem auf die "einfache" mathematik bezogen gleicher meinung wie ich. Mathematik stimmt, solange sie sich in dem Bereich ist, den Menschen mit ihrer intelligenz erfassen können (0 ist nen Grenzfall, und von Unendlich kann man gar nicht beginnen zu reden...) Nun versuchen wir natürliche Vorgänge mit der Mathematik und der Vernunft zu erklären und so die Regelmässigkeiten festzuhalten... Da uns die "Realität" unserer Vorstellung und unserem Wissen entzieht, können wir hier nichts zu 100% sagen, nur 99% (oder höher)...

Deshalb ist es eigentlich auch hochmütig zu behaupten, man wisse es besser als andere, oder das ist die Einzige Wahrheit. Aber schon Jesus sagte, dass er der Einzige Weg sei, und da er der Sohn von Gott ist, muss er es ja wissen...

(Mein Ganzer Post sind meine Gedankengänge, und indem ich sie Poste will ich, dass ihr sie auf ihre Schwachstellen überprüft, und darüber urteilt, dann kann ich über euere Posts (und Antworten) urteilen, und nacher verstehen wir alle uns und die Welt ein wenig besser... Aber meine Meinung ist für mich die Messlatte, so wie sie euere für euch ist. Deshalb ist es klar, dass sie absolut für mich ist, obwohl sie sich dauernd verändert. (Sonst würde ich inkonsequent handeln, also meine Meinung total unglaubwürdig erscheinen lassen, und so unsicherheit zeigen.)

PS.: Sokrates wollte mit seiner Paradoxen Aussage nicht irgendeine Wahrheit sagen (geht nicht, was Paradoxes kann nicht wahr sein), sondern er wollte die Leute zum selber denken anregen. Sie sollten über seine Aussage "stolpern" und dann beginnen sich Gedanken über die Welt zu machen...

Nun, es gibt soetwas wie Rechenfehler, dass bei 2plu2 wohl kaum einer passiert und schon gar niht allen und schon gar nicht allen der gleiche, aber theoretisch möglich.
Sokrates drückte mit dieser Aussage durchaus etwas Wahres aus, zwar nicht das was diese Aussage aussagt,denn sie ist widerspruchlich und daher unmöglich, aber das was man darunter versteht. Ich versuchs mal nicht paradox zu formulieren. Bis auf das wir uns nichts, auser in diesen Satz Genannte, können wir uns sicher sein.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon parepidimos » Mi 18. Aug 2004, 21:04

Original von jeig
Bevor ich etwas missverstehe, bezieht sich das jetzt nur auf Joh.14.6? Jesus sagte sonst nicht wenige mal, "Wahrlich, ich sage euch" dieses und jenes...

Jawohl, Joh 14,6. Wie du richtig bemerkst hat Jesus durchaus beteuert, die Wahrheit zu sagen. Aber der Anspruch, die Wahrheit zu sein geht doch wesentlich darueber hinaus, findest du nicht?
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 17:07
Wohnort: Sulzertown

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Ramon Kahn » Mi 18. Aug 2004, 23:02


Nun, es gibt soetwas wie Rechenfehler, dass bei 2plu2 wohl kaum einer passiert und schon gar niht allen und schon gar nicht allen der gleiche, aber theoretisch möglich.
Sokrates drückte mit dieser Aussage durchaus etwas Wahres aus, zwar nicht das was diese Aussage aussagt,denn sie ist widerspruchlich und daher unmöglich, aber das was man darunter versteht. Ich versuchs mal nicht paradox zu formulieren. Bis auf das wir uns nichts, auser in diesen Satz Genannte, können wir uns sicher sein.

Original von Modorok


Ja, aber das muss auch mal definiert worden sein, und seit der definition ist das "Erfahrung", und deshalb ist sehr warscheinlich richtig. Und wenn 2+2 nicht 4 geben würde, wäre die Ganze Mathematik falsch, und es müsste eine andere Logik entstehen. Da aber die Mathematik fest ist, und nur ein Gedankengebilde, muss es stimmen, oder verworfen/korrigiert werden, sonst ist es unbrauchbar. Und man kann sich nicht irren, zähl doch mal bis 4, und mache dann eine Primfaktorzerlegung daraus, und dann erkennst du, dass das Resultat 2*2 ist, alst 1*2+1*2. Muss stimmen ;)

Klar, ich verstehe, was Sokrates sagen wollte, und es ist schon richtig, aber ich denke, er hätte es genausogut wie du formulieren können, aber er hat es nicht getan, und das aus einem Grund, den ich erläutert habe.
Jesus sagt:
"Wer dieses Wasser (Brunnenwasser) trinkt, wird wieder durstig.
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr durst haben.
Ich gebe ihm Wasser, das in ihm zu einer Quelle wird, die bis ins ewige Leben weitersprudelt."
Joh. 4,13-15
Benutzeravatar
Ramon Kahn
Newcomer
 
Beiträge: 21
Registriert: Mi 11. Aug 2004, 22:01

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Ramon Kahn » Mi 18. Aug 2004, 23:06

Original von parepidimos
Erstens einmal muss man Wahrheit und Erkenntnis auseinanderhalten. Erkenntnis waechst und ist immer eingeschraenkt durch unsere Perspektive, Erfahrung, Wirken des heiligen Geistes, Intellekt etc. Es ist hochmuetig (und fuer den Christen Suende) unfehlbare Erkenntnis zu beanspruchen. Bescheidenheit in dieser Beziehung ist meiner Meinung nach so etwa das Dritte Gebot (nach "liebe Gott" und "liebe deinen Naechsten";).

Wahrheit hingegen hat im Christentum eine unabhaengige Existenz. Sie ist "out there" und kann von allen untersucht und erfahren werden. Gehoeren aber tut sie alleine Gott. Wahrheit ist Gottes Perspektive, welche uns zwar zum groessten Teil verborgen ist, in welche uns jedoch stueckweise Einblick gewaehrt wird. Gott hat sich in Jesus offenbart, weshalb dieser von sich sagen konnte: Ich "bin" die Wahrheit (und nicht: ich "weiss", ich "sage" ...).

Dies relativiert den Stellenwert der indivduellen Meinung (=Erkenntnis) als "Quelle der Wahrheit". Wahrheit richtet sich nicht nach der Erkenntnis, sondern umgekehrt.


Hm, ich gebe dir recht, aber eigentlich wollte ich mehr oder weniger das sagen... (Warscheinlich hätte ich weniger schreiben sollen ;))

Aber da man die Wahrheit nicht ganz erkennen kann, jedenfalls nicht in unserem beschränktem Leben, ist es trotzdem hochmütig, zu behaupten, man wisse etwas besser...
Jesus sagt:
"Wer dieses Wasser (Brunnenwasser) trinkt, wird wieder durstig.
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr durst haben.
Ich gebe ihm Wasser, das in ihm zu einer Quelle wird, die bis ins ewige Leben weitersprudelt."
Joh. 4,13-15
Benutzeravatar
Ramon Kahn
Newcomer
 
Beiträge: 21
Registriert: Mi 11. Aug 2004, 22:01

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mi 18. Aug 2004, 23:31

Mag sein das die Mathemathik wohl das schlechtes Beispiel war, ersetz es einfah durch die Annahme das es eine Gravitation gibt oder alles andere was wir durch matheathishe Formeln erklären, aber bereits nicht mehr zur Mathemathik gehört.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Ramon Kahn » Fr 20. Aug 2004, 20:33

Original von Modorok
Mag sein das die Mathemathik wohl das schlechtes Beispiel war, ersetz es einfah durch die Annahme das es eine Gravitation gibt oder alles andere was wir durch matheathishe Formeln erklären, aber bereits nicht mehr zur Mathemathik gehört.


Nojo, jedenfalls die einfachere Mathematik...
Tja, das andere ist dann wohl Physik, und dann gebe ich dir recht...
Jesus sagt:
"Wer dieses Wasser (Brunnenwasser) trinkt, wird wieder durstig.
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr durst haben.
Ich gebe ihm Wasser, das in ihm zu einer Quelle wird, die bis ins ewige Leben weitersprudelt."
Joh. 4,13-15
Benutzeravatar
Ramon Kahn
Newcomer
 
Beiträge: 21
Registriert: Mi 11. Aug 2004, 22:01

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Sa 21. Aug 2004, 14:14

Die komplexere verhält sich auch nicht anders.(Auser es gibt noch Sachen die nicht bewiesen sind und man nur aus Erfahrung macht.[Der Satz des Pythagoras wandten vermutlich schon die Ägypter an, aber sie hatten keinen Beweis für die Richtigkeit])
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon nereid88 » Mi 25. Aug 2004, 20:19

Ich versuche manchmal, die menschen als Außenstehenderzu betrachten (ich bin mir natürlich darüber bewusst, dass ich das nicht bin), Menschen nehmen sich einfach zu wichtig, genau wie die kathol. Kirche, wir sollten dankbar sein, für alles was Gott uns gibt und uns nicht erhöhen, sondern einfach glauben, ohne über den Glauben anderer zu urteilen.
nereid88
Newcomer
 
Beiträge: 24
Registriert: Mi 25. Aug 2004, 19:54

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Salzstreuer » Do 26. Aug 2004, 10:22

Mathematik stimmt, solange sie sich in dem Bereich ist, den Menschen mit ihrer intelligenz erfassen können (0 ist nen Grenzfall, und von Unendlich kann man gar nicht beginnen zu reden...)


Hmmm, ich bin definitiv kein Mathematiker, aber was Du beschreibst, stimmt nicht.

Mathematische Beweise sind etwas hochkomplexes... Ich habe am Wochenende "Das Rätsel um Fermats letzter Satz" quergelesen. Ist unheimlich spannend - auch für solche, die mit Mathe nur wenig am Hut haben. Aber Du bekommst einen Eindruck von der Komplexität der Mathematik und deren Anhänger ...

Ein Satz darin hat mich komplett verwirrt, aber er ist mathematisch richtig ... "Unendlich" ist nicht einfach immer gleich... Die Mathematik spricht davon, dass gewisse unendliche Mengen grösser sind als andere... Etwas, das nicht vorstellbar ist, aber mathematisch beweisbar :D


Ich habe die Beweisführung gelesen, warum die Wurzel aus zwei nicht mit natürlichen Zahlen abgebildet werden kann und darum irrational ist...

Das sind alles so Dinge, die Du Dir nicht vorstellen kannst, aber die Mathematik kann sie beweisen :D

soviel

-salzstreuer
Es gab eine Zeit,
wo der Glaube gegen die Vernunft verteidigt werden musste,
es kommt eine Zeit (und sie beginnt schon)
wo der Glaube die Vernunft verteidigen muss!
Kardinal Chr. Schönborn
Benutzeravatar
Salzstreuer
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5082
Registriert: Fr 22. Nov 2002, 08:48
Wohnort: Dert, wo me -zaemme- sait

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Mo 30. Aug 2004, 14:14

Das mit dem verschieden unendlichen ist ganz leicht.
Du hast zwei Geraden beide laufen paralell schräg nach rechts oben.
Unendlich rechts sind beide unendlich hoch die eine ist aber trotzdem höher als die andere.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Josef » Di 31. Aug 2004, 19:06

Original von Modorok
... Ist es nicht Hochmut zu glauben man hat mehr Recht als alle anderen, man kennt die Wahrheit besser?
Ja, es ist Hochmut. Warum tust DU es trotzdem ???
Internet ist das Paradies für geisteskranke Feiglinge, weil
sie hier anonym und unbestraft ihren Wahnsinn ausleben können.

Wissenschaftler müssen genau so stark glauben können wie die Priester.
Josef
Gesperrt
 
Beiträge: 990
Registriert: Mo 2. Aug 2004, 14:04

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Di 31. Aug 2004, 19:27

Original von Josef
Original von Modorok
... Ist es nicht Hochmut zu glauben man hat mehr Recht als alle anderen, man kennt die Wahrheit besser?
Ja, es ist Hochmut. Warum tust DU es trotzdem ???

Ich fürchte Gott und seine Strafen nicht, sündige wenn ich will und bin auserdem der Meinung, dass ich mich irren könnte und es doch einen Gott(allerdings nicht im Sinne des Christengottes, der ist mir zu widersprüchlich)
Weiß jemand woher das Wort Hochmut kommt? Mit hohem(großen) Mut hat es nicht direkt was zu tun oder doch?
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Di 31. Aug 2004, 19:42

@Mods bitte löschen, war keine Absicht.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Dschinny » Di 31. Aug 2004, 20:45

Hochmut bedeutet im Sprachgebrauch soviel wie Überheblickeit, Stolz, den eigenen Wert offensichtlich gegenüber dem tatsächlichen hochpushen.

Die eigene Wahrheit über andere stellen ist natürlich noch kein Hochmut, solange man genügend Argumente dafür hat - logische, versteht sich.

Die eigene Wahrheit über andere stellen, nicht weil man es begründen kann sondern weil man dies als Selbstverständlichkeit ansieht, das ist Hochmut.


Das katholische Christentum kann nicht belegen, dass es am wahrsten ist.

Klarer Fall, Hochmut. Oder einfach Naivität.

Der Zweifel ist kein angenehmer Zustand. Gewißheit aber ist ein lächerlicher Zustand.

(Voltaire)
Benutzeravatar
Dschinny
Power Member
 
Beiträge: 710
Registriert: Mo 25. Aug 2003, 20:28

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Modorok » Di 31. Aug 2004, 20:55

Was Hochmut bedeutet weiß ich auch.(war die Erklärung auf meinen vorherigen Post bezogen?) Die Etymologie
würde mich interessieren.
Dort, wo keine Vernunft herrscht, herrscht Wahnsinn.
----------------------------------------------------
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung ...

Friedrich Nietzsche.

Benutzeravatar
Modorok
Member
 
Beiträge: 346
Registriert: Sa 24. Jul 2004, 23:39

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Sebastian » So 26. Sep 2004, 10:20

entweder es ist hochmut oder man hat recht.

was macht Jesus sicher dass er die Wahrheit spricht?
die Wunder?
was würde dich überzeugen dass du Jesus bist?
Jogis scheinen heute auch wunder zu tun und widersprechen seiner Lehre wie ich denke
Jesus antwortete ihnen: "Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt wird nie mehr Durst haben." Joh 6,35
Sebastian
Lebt sich ein
 
Beiträge: 34
Registriert: So 11. Jan 2004, 20:52

Re: Hochmut und Wahrheit.

Beitragvon Sebastian » So 26. Sep 2004, 10:24

interessant ist wie ich finde dass die Mehrheit der Wähler Jesus Christus Hochmut vorwerfen.
Jesus antwortete ihnen: "Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt wird nie mehr Durst haben." Joh 6,35
Sebastian
Lebt sich ein
 
Beiträge: 34
Registriert: So 11. Jan 2004, 20:52


Zurück zu Philosophieren über Gott und die Welt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast