Grundsätzliche Widersprüche

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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Lareth » Mo 2. Aug 2004, 11:30

Original von Lamdil
Dass es passiert, ist ja kein Beweis, dass es richtig ist. Außerdem ist es ein Unterschied, ob ein Mensch eine Schuld tragen muss, oder ein Staat. Denn der Staat, wenn auch in Form (zum Glück) und an Personal nicht mehr der selbe, hat das Erbe angetreten und sich zur Schuld bekannt.

Zu welcher Schuld ich mich bekenne, steht auf einem ganz anderen Blatt und welche Schuld wir wirklich vor Gott haben, weiß wahrscheinlich nur Gott allein ...


naja dann sag mir mal warum wir sterben und unvollkommen sind?
"Auch wenn ich schlimmer bin, viel schlimmer als jedes Tier, habe ich denn nicht wenigstens das Recht zu leben?"
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Florian T » Mo 2. Aug 2004, 12:46

Hallo Lareth,

OT: Wir zahlen an die Opfer und die leben noch.

Florian
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Lareth » Mo 2. Aug 2004, 14:21

Original von Florian T
Hallo Lareth,

OT: Wir zahlen an die Opfer und die leben noch.

Florian


Aber es wa eine Strafe die der generation vor uns aufgedrückt wurde was kann ich dafür?
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Lamdil » Mo 2. Aug 2004, 14:24

Original von Lareth
naja dann sag mir mal warum wir sterben und unvollkommen sind?


Ich sehe den Tod und auch die Schwächen
nicht als Strafe für Sünden.

Es liegt in der Natur des Diesseits, dem Wandel und dem Verfall zu unterliegen. Alles auf dieser Welt findet ein Ende früher oder später. Der Mensch ist da ja keine Ausnahme. Glaubst du, dass alle Tiere auch schuldig sind? Oder warum sterben sie?

Nur durch Wandel kann es Entwicklung geben, nur so kann es auch Verbesserungen geben. Der Mensch ist so geschaffen, dass er sich verändern kann - ja sogar muss.

Nicht um sich von Schuld zu befreien, sondern um zu reifen und zu wachsen.
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Lareth » Mo 2. Aug 2004, 14:28

Original von Lamdil
Original von Lareth
naja dann sag mir mal warum wir sterben und unvollkommen sind?


Ich sehe den Tod und auch die Schwächen
nicht als Strafe für Sünden.

Es liegt in der Natur des Diesseits, dem Wandel und dem Verfall zu unterliegen. Alles auf dieser Welt findet ein Ende früher oder später. Der Mensch ist da ja keine Ausnahme. Glaubst du, dass alle Tiere auch schuldig sind? Oder warum sterben sie?

Nur durch Wandel kann es Entwicklung geben, nur so kann es auch Verbesserungen geben. Der Mensch ist so geschaffen, dass er sich verändern kann - ja sogar muss.

Nicht um sich von Schuld zu befreien, sondern um zu reifen und zu wachsen.


Adam und eva sollten ursprünglich aber nicht sterben... das spricht z.B. dagegen.

Die Sache mit den Tieren muss ich mir nochmal überlegen... hab ich mich net genau damit befasst...

Ich sehe den Tod auch nicht als strafe sondern nur als konsequenz, da man sich mit der sünde vom Lebengeber - gott - abkapselt, man zieht sozusagen den stecker, der die energie zum leben gibt.
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Lamdil » Mo 2. Aug 2004, 14:37

Aber waren Adam und Eva im Diesseits? Als sie im Paradies waren, sollten sie ewig leben, aber auf dieser Welt ...

Aber ich möchte mich nicht mit dir über solche Dinge streiten, da das sowieso nur in der Bibel steht. Und je mehr ich mit mit der Bibel befasse, desto weniger traue ich dem Spaß.
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Gotteskind » Mo 2. Aug 2004, 14:58

@ noah

Offenbarung 12, 7-9
Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, und sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen .

Das ist die einzige Stelle, die ich auf die Schnelle finden konnte. Mit dem unterstrichenem Text wird hingewiesen, dass alle Engel, die Satan gehören, mit ihm hinabgeworfen werden. Daraus lässt sich schliessen, dass einige Engel ihm gefolgt sind.

Ich bin mir sicher, dass ich irgendwo noch etwas von wegen 1/3 aller Engel, die ihm gefolgt sind, gelesen habe. Aber dazu müsste ich zuerst in meiner Konkordanz nachschauen.
Ausserdem ist die Rede von den Dämonen in der Bibel, die auch Jesus ausgetrieben hat. Wer sonst soll ein Dämon sein, wenn nicht einer von den gefallenen Engeln die Satan dienen... Aber ich werde versuchen, die nötigen Bibelstellen zu finden.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen! Wer noch in der Bibel online stöbern möchte, gibt´s da die Website www.bibel-onlien.net

Gruess, Gotteskind
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon ThomasMillack » Mo 2. Aug 2004, 15:01

Hallo Lamdil

Meine Antwort ist nicht die einfache, ich sage "sowohl als auch".

Adam und Eva lebten in einer Welt, in der der Tod - der körperliche Tod - alltäglich war, aber auf Grund der Verbindung zu Gott keinen wirklichen Schrecken beinhaltete. Diese Denkweise kannst Du sehr gut in den Ritualen und Denkweisen der Urvölker sehen, wie z.B. bei den Aborigines von Australien.

Dort wie auch bei den euro-afrikanischen Urvölkern war ein Ahnenkult üblich. Geboren zu werden und zu Sterben war Teil eines Kreislaufs. Zu töten war lebensnotwendig, aber man ehrte z.B. die toten Tiere, die starben, um einem selber das Leben zu ermöglichen. Die Aufgabe war, eine Zeitlang in dieser Welt zu leben, aber es war gut und richtig, dann auch wieder zu gehen.

Denn danach erwartet einen die ewige Welt Gottes.

Bis zu dem Tag, als Adam und Eva diese Verbindung abbrachen. Seit diesem Tag ist es möglich, dass das Jenseits auch die Gottesferne bedeutet. Diese ist der wahre Tod, der damit in unsere Welt kam.

@Wolfi

Du hast ja Recht - lass uns den Tod nicht fürchten. Aber ihn suchen? Das Leben ist nicht sinnlos, auch nicht in seiner Beziehung zum ewigen Leben. Wir haben alle unser Ziel, unsere Aufgabe, die es zu erfüllen gibt, auch wenn ich Dir Deine Aufgabe nicht sagen kann. Ich bin froh, wenn ich ein kleines Stück meiner eigenen erahnen kann.

Das Leben bedeutet zwar zu grossen Teilen Leiden, aber es bedeutet auch die Möglichkeit, die Herrlichkeit Gottes durchschimmern zu lassen.

Das ist für mich der tiefere Grund, warum es ein Verbrechen ist, den Weg durch das Leben zu verkürzen, warum es ein Verbrechen ist, der nicht-Liebe Raum zu geben, warum es ein Verbrechen ist, seine Mitmenschen nicht zu sehen.

Aber selbst wenn dieses Verbrechen geschieht, so kann Gott daraus einen geraden Weg machen.

Gruß
Thomas
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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Florian T » Mo 2. Aug 2004, 15:13

Hallo Lareth,

noch einmal OT: Wenn die Strafe in der finanziellen Wiedergutmachung der Schäden liegt und dann gestundet wird, weil der Täter nicht zahlen kann, dann zahlen die Erben des Täters an die Opfer, solange die leben. Es zahlt ja auch nicht die Einzelperson, sondern die BRD, die Rechtsnachfolgerin ist.

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Re: Grundsätzliche Widersprüche

Beitragvon Lareth » Mo 2. Aug 2004, 15:52

Original von Lamdil
Aber waren Adam und Eva im Diesseits? Als sie im Paradies waren, sollten sie ewig leben, aber auf dieser Welt ...

Aber ich möchte mich nicht mit dir über solche Dinge streiten, da das sowieso nur in der Bibel steht. Und je mehr ich mit mit der Bibel befasse, desto weniger traue ich dem Spaß.


Natürlich waren die im Diesseits, die waren doch auf der Erde ^^

Und von einer "Verbannung" der Menschen auf die Erde steht da doch nix oder?
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