Evolution

Moderator: bigbird

Re: Evolution

Beitragvon fckw » Do 14. Aug 2003, 00:07

Original von Scardanelli
@fckw,
der Gott, den Moses den Israeliten eingeführt hat, ist ein Gott des Verstandes. Dies erweist sich bereits darin, dass er als ein personales Wesen erscheint und damit in der Existenz des Menschen steht. Der Gott der Juden, der einer ist, ist auch der Gott der Christen und der Moslems. An ihm sind nur zwei göttliche Bestimmungen. Einmal, dass er einer ist und dann, dass er allmächtig ist. Beides kommt aber nicht zur Ausführung, denn er ist für den Verstand so nicht fassbar. Beides sind Bestimmungen des blinden Glaubens und alle Anwendungen des Glaubens offenbaren diese beiden nicht, weil sie alle Anwendungen des Verstandes sind. Dieser Gott ist nicht erfasst und damit für diesen Glauben leer. Gefüllt ist der Höchste mit Attributen, die man sinnigerweise auf Gottesbilder anwendet, weil Gott hier bedingt ist. Gemeint ist der unbedingte Gott, aber angesprochen wird der bedingte. Anspruch und Wirklichkeit sind so systematisch durchschnitten und jenseits jeder Synthesemöglichkeit.
Jesus hat allerdings versucht, diese Erfahrungslücke zu schließen, indem er beispielsweise gesagt hat: Mt. 5,45 „damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Dies ist der Allmächtige, der einer ist und keine Existenz hat, denn Jesus stellt ihn hier als ein Wesen dar, welches jenseits aller Moral ist.
Aber auch Jesus ist wie Moses gescheitert, weil der gemeine Gläubige nicht die Vermögen hat, einmal Gott zu schauen und daneben eigenverantwortlich zu handeln. Beide, Moses wie Jesus haben versucht, Gott aus den Mysterien zu reißen und ihn populär zu machen. Es hat sich aber gezeigt, dass dies nicht gelungen ist, denn weiterhin wird blinder Glaube und werden restriktive Gesetze benötigt um den Schein an dem Höchsten in die Köpfe der Gläubigen zu hämmern.


Ehrlich gesagt, ich verstehe die Aussage des Postings nicht.
fckw
Lebt sich ein
 
Beiträge: 41
Registriert: Mo 11. Aug 2003, 01:26

Re: Evolution

Beitragvon Scardanelli » Do 14. Aug 2003, 09:04

Hallo fckw,
es ist überhaupt nichts kommunizierbar, was mehr als der Verstand wäre. Es ist weder mit anderen noch mit einem selbst erörterbar.
So ist es mehr als lächerlich, auf der einen Seite zu behaupten, Gott sei über dem menschlichen Verstand und dann wird über ihn kommuniziert. Wenn Gott aber mehr ist als der menschliche Verstand, dann muss dies bewiesen werden und auch dies ist eine Leistung des Verstandes, der dann Bestimmungen finden muss, die nicht kommunizierbar sind. Nicht kommunizierbar ist eine Einheit, die in sich selbst ruht, weil sie kein Gegenüber benötigt, aus der sie sich definiert. Dies ist nicht begrifflich fassbar, weil daran beispielsweise keine Existenz ist.
Was aber nichts für den Verstand ist, dass ist innerhalb der Existenz allenfalls etwas für die Empfindung, weil die Empfindung Ganzheit erfassen kann, diese allerdings nicht auf den Begriff zu bringen versteht. Was nichts für den Verstand ist, dass ist innerhalb der Existenz nur etwa für eine „Schau“.
Gott sei über dem menschlichen Verstand, ist innerhalb des Christentums ein leeres Geschwätz. So sind bisher alle Aussagen, die in diesem Forum über Gott gemacht wurden, Aussagen des Verstandes.

Juden, Christen und Moslems behaupten zwar, mit dem Höchsten umzugehen und die Wahrheit darin zu haben; sie haben sie aber alle nicht, weil sie Gott in den Verstand bringen. Der Verstand macht aus allem, womit er umgeht, das, was er selber ist, ein Wesen, welches sich in der Trennung befindet, ein personales Wesen. Es ist aber unmöglich, dass ein personales Wesen in sich selbst ruhen kann, denn personal bedeutet immer, Sein durch anderes. Dies kann man sehr deutlich in der Geschichte der Juden sehen. Gott hat sich den Juden verschrieben und nun trachtet dieser Gott danach, von den Juden verherrlicht zu werden. Es tut hier nichts zur Sache, wenn man diesen Anspruch Gottes herunterspielt. Er wird so von dieser Verherrlichung abhängig und so ist dieser Gott, in allen drei Derivaten dieses populären Monotheismus nichts als ein Popanz.

Es lässt sich mit dem Verstand darlegen, dass Juden, Christen und Moslems mit einem Gott des Verstandes umgehen, weil der Verstand in diesem Gottesbild nur sich selbst findet. Will er aber den Höchsten finden, dann darf darin nichts vom Verstande auffindbar sein. Nichts für den Verstand ist beispielsweise die Aussage Jesu: Mt. 5,45 „denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Nur ganz selten, wenn überhaupt, werden beispielsweise die Apostel der Bibel dieser Bestimmung Jesu gerecht. Und was diese Aussage an Gott selbst bedeutet, dass weiß ich auch nicht, denn ich kann mir diesen Akt, in seiner Motivation nicht vorstellen.

Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 20:02

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon Kernbeisser » Do 14. Aug 2003, 12:35

Original von fckw
Dass die darwin´sche Evolutionslehre als Modell allerdings schlüssig falsifiziert worden ist, davon weiss ich nichts.



Hallo fckw

Vielleicht sollten wir hier nur soweit gehen, dass eine «schlüssige» Annahme nicht bewiesen werden konnte. Es geht nicht darum etwas «richtiges» nun als falsch darzustellen, sondern darauf hinzuweisen, dass es noch nicht als «richtig» bewiesen werden konnte. Wer die Evolutionstheorie als «unumstössliche Wahrheit» annimmt, muss sich bewusst sein, dass dies ein Glaubensausspruch ist (wie Du selbst auch betonst).

Die Evolutionstheorie besagt, dass alle Arten aus einer Art hervorgekommen sind. Die Bibel sagt, dass jedes Tier nach seiner eigenen Art erschaffen wurde. Die Darwinsche Evolution sieht einen Stammbaum für alle Arten - auch wenn das nicht bewiesen ist. Eine mögliche biblische Alternative sieht vor, dass jede Art einen eigenen Stammbaum hat und dass Gemeinsamkeiten nicht auf einen gemeinsamen evolutionistischen Ursprung, sondern ebenso gut auf einen gemeinsamen Schöpfer hinweisen können (so wie auch Künstler bei jedem neuen Werk ihre eigenen Handschrift sichtbar machen).

Gruss
Kernbeisser



«In der Gnade leben, heisst: Als Beschenkte leben.»
Richard Imberg, aus «In Christo»
Benutzeravatar
Kernbeisser
Wohnt hier
 
Beiträge: 1274
Registriert: So 4. Mai 2003, 21:14
Wohnort: Ostschweiz

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon Scardanelli » Do 14. Aug 2003, 14:12

Wer die Evolutionstheorie als «unumstössliche Wahrheit» annimmt, muss sich bewusst sein, dass dies ein Glaubensausspruch ist

Der Begriff „unumstößliche Wahrheit“ ist eine Projektion aus dem Umkreis von Gegenreligionen. Es ist in Wissenschaften nicht üblich, eine solchen Wahrheitsbegriff zu benutzen, oder überhaupt von Wahrheit zu sprechen.
Es steht jedem frei, auf dem Gebiet der Wissenschaft eine neue Theorie zu entwerfen, die dann mit der gleichen Unerbittlichkeit auf ihre Sachhaltigkeit hin überprüft wird.
In der Wissenschaft werden Schöpfungsmodelle nicht diskutiert, weil sie sich nicht begrifflich machen können.
Wenn ein religiös Gläubiger aus allen Wolken fällt und hart auftrifft, verliert er seinen Glauben, dann wird ein wissenschaftlich orientierter Mensch einfach eine bessere Theorie übernehmen, wenn sie nun mal formuliert werden kann. Für Letzteren winkt kein jenseitiger Preis, wenn er die ET für plausibel hält.
Wenn ein ET Befürworter nicht auf einen bestimmten Schöpfungsbericht abfährt, dann ist es nicht seine Schuld, wenn dieser schlecht hergeleitet wurde.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 20:02

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon parepidimos » Do 14. Aug 2003, 14:54

@Kernbeisser - die Unterscheidung in Mikro- und Makroevolution sei eine Erfindung der Kreationisten, hab ich mir hier sagen lassen, und irgendwie leuchtet das ein. Du kannst also einem ETiker nicht vorwerfen, dass er darauf keinen Bezug nimmt.

Mir persoenlich scheint die ET als einzige Ursache fuer die heutige Artenvielfalt aus quantitativen Ueberlegungen nicht plausibel. Muessten wir nicht viel haeufigere und dramatischere Mutationen beobachten koennen? Muessten nicht "Fehlversuche", welche in einer Sackgasse enden um einige Groessenordnungen haeufiger sein als "erfolgreiche" Mutationen die sich durchsetzen?

Aber auch wenn die ET wissenschaftlich verfeinert und erhaertet werden kann bietet sie immer noch einen immensen Handlungsspielraum fuer einen Schoepfer. So richtig aufregen kann ich mich eigentlich nur, wenn ETiker (oder Kosmologen) meinen, aufgrund ihrer Disziplin "wissenschaftliche" Aussagen ueber Gott machen zu muessen. Und umgekehrt, wenn Kreationisten ihre meist buchstaeblich-bibeltreue Theologie der modernen Wissenschaft ueberstuelpen.

Ehrlichkeit gegenueber den eigenen Beweggruenden und Ueberzeugungen, aber auch Ehrlichkeit gegenueber den Grenzen der eigenen Disziplin (Naturwissenschaft, Theologie etc.) ist der einzige Weg vorwaerts. Und je mehr wir lernen, desto klarer wird es, wieviel wir noch nicht wissen.
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 17:07
Wohnort: Sulzertown

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon Kaleb » Do 14. Aug 2003, 15:26

Warum ähneln sich denn die Vieher auf der Erde so dermassen? Der Körperbau von Säugetieren ist zum Beispiel ´im Grundgedanken´ der gleiche. Und wenn ich mich nicht irre, sind bei den Säugetieren die Anzahl Knochen identisch. Mal abgesehen von Wal und Delfin, denn da bin ich mir nicht ganz sicher. Gehört das dann in die Schublade Einfallslosigkeit oder ´hmmm... so passt´s zusammen´?
Kaleb


in allgemeiner aufbruchsstimmung

Benutzeravatar
Kaleb
Member
 
Beiträge: 467
Registriert: Mi 24. Jul 2002, 07:54
Wohnort: St. Gallen

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon Kernbeisser » Do 14. Aug 2003, 19:17

Original von parepidimos
@Kernbeisser - die Unterscheidung in Mikro- und Makroevolution sei eine Erfindung der Kreationisten, hab ich mir hier sagen lassen, und irgendwie leuchtet das ein. Du kannst also einem ETiker nicht vorwerfen, dass er darauf keinen Bezug nimmt.


Hallo Parepidimos

Nun, ein Vorwurf sollte es nicht sein. Ein Hinterfragen schon. Als absoluter Laie auf diesem Gebiet, der sich trotzdem lebhaft für das Thema interessiert, geht es mir um die Voraussetzungen womit gearbeitet wird. Auch wenn der Unterschied zwischen Mikro- und Makroevolution eher später dazukam, kann dies doch als sinnvolle Beobachtung gelten. Die Frage ist nicht dadurch ungültig, dass die ursprüngliche Entwerfer der ET die Frage nicht gestellt haben.

Mir persoenlich scheint die ET als einzige Ursache fuer die heutige Artenvielfalt aus quantitativen Ueberlegungen nicht plausibel. Muessten wir nicht viel haeufigere und dramatischere Mutationen beobachten koennen? Muessten nicht "Fehlversuche", welche in einer Sackgasse enden um einige Groessenordnungen haeufiger sein als "erfolgreiche" Mutationen die sich durchsetzen?

Aber auch wenn die ET wissenschaftlich verfeinert und erhaertet werden kann bietet sie immer noch einen immensen Handlungsspielraum fuer einen Schoepfer. So richtig aufregen kann ich mich eigentlich nur, wenn ETiker (oder Kosmologen) meinen, aufgrund ihrer Disziplin "wissenschaftliche" Aussagen ueber Gott machen zu muessen. Und umgekehrt, wenn Kreationisten ihre meist buchstaeblich-bibeltreue Theologie der modernen Wissenschaft ueberstuelpen.


Ich gehe einig mit Dir, dass weder die eine noch die andere Sichtweise der Realität wahrscheinlich Genüge tut.

Ehrlichkeit gegenueber den eigenen Beweggruenden und Ueberzeugungen, aber auch Ehrlichkeit gegenueber den Grenzen der eigenen Disziplin (Naturwissenschaft, Theologie etc.) ist der einzige Weg vorwaerts. Und je mehr wir lernen, desto klarer wird es, wieviel wir noch nicht wissen.


Ich schliesse mich Dir an :D

Kernbeisser
«In der Gnade leben, heisst: Als Beschenkte leben.»
Richard Imberg, aus «In Christo»
Benutzeravatar
Kernbeisser
Wohnt hier
 
Beiträge: 1274
Registriert: So 4. Mai 2003, 21:14
Wohnort: Ostschweiz

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon Kernbeisser » Do 14. Aug 2003, 19:22

Original von Scardanelli
Wer die Evolutionstheorie als «unumstössliche Wahrheit» annimmt, muss sich bewusst sein, dass dies ein Glaubensausspruch ist

Der Begriff „unumstößliche Wahrheit“ ist eine Projektion aus dem Umkreis von Gegenreligionen. Es ist in Wissenschaften nicht üblich, eine solchen Wahrheitsbegriff zu benutzen, oder überhaupt von Wahrheit zu sprechen.



Hallo Scardanelli

Aus diesem selben Grund habe ich die «unumstössliche Wahrheit» zwischen Anführungszeichen gesetzt.

Gruss
Kernbeisser
«In der Gnade leben, heisst: Als Beschenkte leben.»
Richard Imberg, aus «In Christo»
Benutzeravatar
Kernbeisser
Wohnt hier
 
Beiträge: 1274
Registriert: So 4. Mai 2003, 21:14
Wohnort: Ostschweiz

Re: Evolution

Beitragvon konstantin » Fr 15. Aug 2003, 00:07

Ich bin nicht deiner Meinung. Ich glaube nicht an die Evolutionstheorie und habe Gründe dafür.

Link gelöscht - wir möchten in diesem Forum diskutieren, und nicht für eingene Webseiten abwerben.
Ich glaube jedem der die Wahrheit sucht und keinem der die Wahrheit gefunden hat
konstantin
Newcomer
 
Beiträge: 5
Registriert: Do 14. Aug 2003, 23:59

Re: Evolution

Beitragvon fckw » Fr 15. Aug 2003, 00:24

@Konstantin
Hätten die Neandertaler den körperlich Behinderten nicht gepflegt wäre für sie mehr Nahrung übrig geblieben. Dennoch, sie liebten und umsorgten ihn. Zivilisierter als manch heutiger aufgeklärter Mensch.
(gefunden auf der genannten Website)

Ich will nicht auf die gesammelten Statements auf deiner Website eingehen, nur kurz auf das oben genannte: Das ist eine völlig aus der Luft gegriffene und unhaltbare Behauptung. Woher nimmst du diese Annahme?

Dahinter steckt im übrigen eine klassische Retroromantiker-Haltung. Die ach so netten naturverbundenen Urgemeinschaften, welche sich zärtlich gegenseitig das im Überfluss vorhandene Essen in den Mund stopften. Ich glaube, so wunderbar dürfen wir uns das Leben vor einigen zehntausend Jahren nicht vorstellen...
fckw
Lebt sich ein
 
Beiträge: 41
Registriert: Mo 11. Aug 2003, 01:26

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon fckw » Fr 15. Aug 2003, 00:50

Will er aber den Höchsten finden, dann darf darin nichts vom Verstande auffindbar sein.


Jawoll, ich stimme vollkommen zu! Das ist genau eines der Probleme vieler Christen, dass sie nämlich immer wieder in Diskussionen versuchen, ihren Gott und Glauben auf argumentative Weise zu verteidigen, also mit ihrem Verstand. Damit können sie nur scheitern, weil sich nämlich Gott eben, wie du sehr richtig gezeigt hast, nicht in dem vom Verstand fassbaren Bereich befindet.

Ich denke, dass auch einige der Bibelschreiber eine Ahnung davon hatten. Wie schon einmal von mir erwähnt drückt sich Gott folgendermassen aus, als er nach seinem Namen gefragt wird: "Ich bin, der ich bin." Man kann im Grunde genommen über Gott nichts aussagen, und das meint m.E. dieses Statement. "Ich bin, der ich bin. Es tut mir leid, aber ich kann dir nicht mehr sagen, denn es würde nicht der Wahrheit entsprechen, wenn ich dir mehr als dies mitteilen würde."

Nun ist es aber so - und hier betreten wir den eher ungesicherten Bereich - dass dem Menschen gemäss z.B. der buddhistischen Traditionen nebst den klassischen 2 Wegen der Erkenntnisgewinnung, das heisst also durch Empirie ("durch unsere Sinne";), und mittels des Verstands ("durch unsere Ratio";) ein weiterer Weg der Erkenntnisgewinnung offensteht, der Weg der Kontemplation (oftmals als "das dritte Auge" zwischen den Augenbrauen dargestellt). Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es technisch gesprochen nämlich so, dass dann unsere Seele Gott erkennt. Weil aber die Seele ebenfalls zum Reiche Gottes gehört, und nicht zum vergänglichen "diesseitigen" Reich, ist es ihr damit ohne weiteres möglich, mit Gott in Kontakt zu treten.

Problematisch daran ist allerdings, dass die dabei gemachte Erfahrung (von vielen Mystikern ähnlich geschildert, als Licht, Weite, Offenheit oder ähnliches!), nicht in Worte fassbar ist, weil Worte wiederum zum Reiche des Verstandes gehören. Damit können wir zwar die Erfahrung Gottes machen, sie aber nicht ohne weiters in Worten dem nächsten mitteilen. (Klar erkennbar ist damit auch die Gefahr, dass da jeder kommen und irgendwas erzählen kann, ohne dass wir es nachprüfen können).

Bloss: Das gilt ebenso für Mathematik (ein rein verstandesmässiges Konstrukt). Wie kann ich überprüfen, ob eine Person tatsächlich den Satz des Pythagoras verstanden hat und nicht bloss schlau und clever alle Regeln auswendig gelernt hat? Beweisen (auf naturwissenschaftliche Weise) kann ich es nicht.

Der interessierten Person seien hier die Schriften von Ken Wilber empfohlen, der sich näher mit der Thematik beschäftigt. Er behauptet so ungefähr, dass diejenigen, welche die entsprechenden Erfahrungen auf dem Weg der Kontemplation selbst gemacht haben, durchaus nachprüfen können, ob jemand anders dieselben Erfahrungen gemacht hat oder nicht.
fckw
Lebt sich ein
 
Beiträge: 41
Registriert: Mo 11. Aug 2003, 01:26

Re: Evolution

Beitragvon Kaleb » Fr 15. Aug 2003, 09:15

Original von fckw
Ich will nicht auf die gesammelten Statements auf deiner Website eingehen, nur kurz auf das oben genannte: Das ist eine völlig aus der Luft gegriffene und unhaltbare Behauptung. Woher nimmst du diese Annahme?


Ich glaube es war in einer BBC-Reportage. Auf jeden Fall wurde dort ein Schädel gezeigt, der keine Zähne mehr aufwies. Und ein Homo sowieso (keine Ahnung um welche Art Homo ....bla bla es ging) ohne Zähne wäre ziemlich am ***** gewesen. Doch da der Kiefer zugewachsen war, somit keine Löcher der Zahnwurzeln aufwies, muss man davon ausgehen, dass diese Person gepflegt wurde. Denn als totet wäre der Kiefer sicher nicht verwachsen.

Die Erklärung ist sicher nicht so toll wie sie in der Doku war. Aber ich hab mir Mühe gegeben. Ich werde mich jedoch hüten von Liebe etc. zu schreiben. Weiss der Geier warum die den noch gebraucht haben.
Kaleb


in allgemeiner aufbruchsstimmung

Benutzeravatar
Kaleb
Member
 
Beiträge: 467
Registriert: Mi 24. Jul 2002, 07:54
Wohnort: St. Gallen

Re: Mikro- oder Makro-Evolution?

Beitragvon Florian T » Fr 15. Aug 2003, 13:49

Hallo,

der Unterschied zwischen Mikro- und Makroevolution ist tatsächlich einer, der von den Kreationisten aufgebracht wurde, nachdem sie endlich zugeben mussten, dass es Evolution gibt.

Nur ist bis heute nicht definiert, was denn nun das eine und was das andere sein soll. Bisher konnte mir noch kein(!) Kreationist, auch auf mehrfache Nachfrage hin, eine sinnvolle Definition geben, bei der nicht Beispiel zu finden waren, die jeweils bedeueteten, dass es auch Makroevolution gibt.

Eine sinnvolle Frage setzt immer erst einmal sinnvoll Begriffe voraus.

An den, der behauptet, nach einer umfassenden Recherche seine Meinung gebildet zu haben, die Fragem wieviele Bücher und Aufsätze er gelesen hat.

Florian
You can waste a whole life time
trying to be
what you think is expected of you
but you´ll never be free
Florian T
Abgemeldet
 
Beiträge: 3648
Registriert: Di 3. Sep 2002, 10:27

Schöpfung = gottgesteuerte Evolution !!

Beitragvon Arno » Mi 10. Sep 2003, 18:00

Hallo!

Die Wissenschaft und die Bibel kommen aber, wenn man es wörtlich auslegt in Konflikt. (nicht die Wissenschaft und Gott!).


Das ist ein Gerücht. Wichtig ist zu erkennen, dass angebliche Widersprüche zwischen Bibel und Wissenschaft tatsächlich Widersprüche zwischen fehleranfälliger und von vielen Seiten beeinflusster Bibelauslegung und einem sich ständig ändernden Stand der Wissenschaft sind. Wenn beide Seiten das Richtige erkannt haben, lösen sich die Widersprüche immer auf.
Denn gerade wenn man die Bibel wörtlich auslegt (d.h. konkordant) und uralte Interpretationen außen vor läßt, sieht die Sache ganz anders aus:


Gen 1:2 heißt es zB "Die Erde wurde leer"...
"wurde" und weiter "Es werde (zB Licht)" signalisiert immer einen (evolutionären) Prozess - das Resultat war in diesem Fall, dass Licht auf die Erde kam. So wuchsen auch Pflanzen (langsam) aus der Erde heraus (V.12 wörtlich: "Und das Erdland ließ herausgehen Gekeim", DaBhaR). Wichtig ist außerdem, den Unterschied zwischen "bara" (Schaffen aus dem Nichts, V.1) und "asah" (Zubereiten, Machen, Verändern, Entwickeln; wie z.B. in V. 16) zu beachten. Gott schuf nur drei Mal neu: die Himmel und die Erde (V.1), Tierseelen (V.21) und Menschen (V.27) - ansonsten veränderte bzw. entwickelte Er schon Bestehendes.

Im NT ist im Zusammenhang mit der Schöpfung von "katabole" (Heb. 4:3,4; Joh. 17:24, Eph. 1:4 usw.) die Rede, gewöhnlich frei interpretierend mit "Grundlegung" übersetzt (das ist diskordant, denn immer wenn sonst von "Grund legen" im NT die Rede ist, wird das Wort "themelion" verwendet, z.B. Lukas 6:48 u.v.a). Katabole bedeutet stattdessen "Niederwurf" (Strong 2598, bzw. 2596+906), ein sehr dynamischer Vorgang (2. Kor. 4:9; Offb. 12:10). Dies würde recht genau die Erschaffung der Materie ähnlich der "Urknall"-Theorie beschreiben, die von einer gewaltigen Explosion ausgeht, und somit eine Ergänzung zu 1. Mose 1:1 sein. Kata Bole wird auch an anderer Stelle verwendet, um einen Geburtsvorgang zu beschreiben, nämlich bei Sara (Heb. 11:11).

Die Bibel sagt des Weiteren, dass unser Planet Erde nach diesem gottgewirkten Beginn zum Zustand "tohu wa bohu" verändert wurde. Die Übersetzung mit "Durchstörung" und "Chaos" ist aber nicht zwingend. Durch den Vergleich aller Vorkommen kann erkannt werden, dass damit eine geistige und materielle Leere gemeint ist. Dies könnte die Zeit gewesen sein, in der die Erde langsam eine harte Kruste bekam und die Abgase der Vulkanaktivitäten (Uratmosphäre) entwichen waren - ein notwendiger Übergangszustand, geprägt aber durch eine seelenlose, finstere Leere. Aber es ging ja weiter: Während alle anderen Sterne und Planeten, bei denen wir genau den gleichen Geburtsprozess auch beobachten können, in diesem Zustand des Seelenlosen und Unbelebten stehen bleiben, wurde nur die Erde mit dem Ziel der Bewohnbarkeit geschaffen (Jes. 45:18-).

Wichtig ist auch bei der weiteren Analyse, die reinen Aussagen des Textes von den Ausschmückungen, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, zu trennen. Es werden z.B. keinerlei Aussagen zur Zeitdauer von der Erschaffung der Materie bis zum ersten Schöpfungstag gemacht, was auch nicht dem von Geologen und Astronomen momentan geschätzten Alter der Erde von rund 4,6 Milliarden Jahren widerspricht. Es ist auch eine sehr fragwürdige Interpretation, wenn stur behauptet wird, dass die Schöpfungstage genau 24 Stunden gedauert gedauert haben sollen, wird doch "Tag" (hebr. "jom";) durchaus auch für lange Zeiträume verwendet (z.B. Tag des Herrn, Hes. 13:5; Tag der Heimsuchung, Jer. 46:21). Fest steht aufgrund von Geschlechtsregistern und anderen Hinweisen in der Bibel lediglich, dass seit dem Auftreten von Adam rund 6000 Jahre vergangen sind.

Die Bibel erklärt klar und kompetent den Beginn von Materie und Zeit, das Entstehen des Lebens aus toter Materie, den Grund für die Einzigartigkeit jeder Tier- und Pflanzengattung, die Sonderstellung des Menschen, die perfekte Organisation der Natur und des Universums im Ganzen: Es war Gottes bis ins Detail zielgerichtete, allwirksame und schöpferische Handeln.



Gruss,
Arno






Arno
Member
 
Beiträge: 104
Registriert: Di 9. Sep 2003, 22:31

Re: Evolution

Beitragvon Pfeffermühle » Fr 21. Nov 2003, 23:10

Hallo.
Ich habe mir nicht Mühe gegeben und alle Beiträge durchgelesen. Ich find die Evolutionstheorie ist und bleibt nur eine Theorie, die sich nicht eindeutig beweisen aber auch nicht eindeutig widerlegen lässt.
Ich finde, dass sich viele Christen "falsch" verhalten, indem sie sagen, das stimmt nicht und damit basta. Woher wollen sie das wissen? Sind Gottes Geadanken nicht zahlreicher als der Snad am Meer, und kann unser Verstand das Göttliche etwa nicht nicht erfassen? Der Menschliche Geist ist begrenzt. Irgendwo stösst allles an seine Grenzen.
Was nützt es uns also über den Ursprung der Welt zu diskutieren, wenn es einzig und allein darum geht, was mit uns geschehen wird.
Pfeffermühle
Newcomer
 
Beiträge: 2
Registriert: Fr 21. Nov 2003, 22:27

Re: Evolution

Beitragvon Ainu Elfe » Fr 21. Nov 2003, 23:33

was nutzt es, darüber nachzudenken und zu diskutieren, was mit uns geschehen wird? :roll: es macht spass - das reicht doch aus!
Tempora mutantur nos et mutamur in illis.


auch der schönste sommer wird
einmal herbst und welke spüren
halte blatt geduldig still
wenn der wind dich will entführen


ewiges ist nicht auf erden
als der wandel, als die flucht


Ainu Elfe
Wohnt hier
 
Beiträge: 2724
Registriert: Fr 20. Sep 2002, 17:15
Wohnort: nirgendwo

Re: Evolution

Beitragvon KlingKlang » Fr 23. Jan 2004, 20:48

es heisst, dass alle lebewesen ursprünglich aus dem wasser kommen. irgendwie sind die dann an land und so haben die sich die ganze zeit verändert.

ich will mich hier nicht dagegen äussern, dass gott und geschaffen hat oder nicht.

aber z.B wir menschen haben ein steissbein.....der sogenannte verlängerte Rücken, bei den tieren die nen schwanz haben ist dieses einfach "noch länger". dann hätten wir ja auch einen schwanz gehabt (für die ganz lustigen unter euch ich mein nicht DEN schwanz :P )

hätte uns gott dann mit nem schwanz geschaffen, wie ne katze? hatten wir früher schwänze?
dann wärs doch logischer wen wir uns aus dem affen entwickelt hätten...

:?
Power is [color=red]NOTHING without Control[/color]
KlingKlang
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Sa 17. Jan 2004, 15:55

Vorherige

Zurück zu Philosophieren über Gott und die Welt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast