lässt gott das zu?

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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Schoham » Sa 23. Jul 2011, 21:21

@ Scardi

Es ist ein fach :baby: .

Gott Ist die Liebe. Er Ist Einer. In Sich vollständig glücklich. Lässt sich der Mensch von Gottes Liebe erfüllen, so verdoppelt sich das Glück des Menschen Sohnes. Ist der Mensch in Christus, so ist er erfüllt von Gottes Liebe. Zwischen Gott und dem Menschen ist es vollständig. Unvollständig ist es auf der Ebene Mensch zu Mensch, dort wo der eine nicht liebt. Es wäre furchtbar, würde der Mensch, von menschlicher Liebe abhängen. Das Geheimnis ist, selbst zur Liebe zu werden. Glück zu finden, im lieben der Menschen. Wer auf Liebe von Menschen wartet wird immer unbefriedigt bleiben, weil kein Mensch dem Menschen das sein kann, was Gott dem Menschen Ist.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Sandra73- » So 24. Jul 2011, 01:35

Ich komme darauf zurück, aber zuerst muss ich dringlich etwas klarstellen:

Sandra73- hat geschrieben:Sehr häufig wird gesagt, dass wir alle nach Gottes Ebenbild geschaffen seien.
Das ist aber nicht ganz richtig. Das stimmt so nicht.
Denn wir sind nach Adam und Evas Ebenbild geschaffen, und somit ist jeder Mensch bereits im Kern eben nach dem sündigen Wesen geschaffen, das nie bei Gott war, so wie Adam und Eva bei Gott waren, bevor sie aus dem Paradies ausgewiesen worden sind.


Was ich hier geschrieben habe, und die Auslegung vom Vers, den ich dazu zitiert und benutzt habe, ist falsch!!
Ich habe etwas erklären wollen über das sündige Wesen in Bezug auf das Wesen, nach dem uns Gott geschaffen hat nach seinem Bilde. Und dass Gott uns nach seinem Bilde geschaffen hat, wird häufig verstanden als Argument, dass wir demzufolge gut, also nicht sündig oder getrennt von Gott seinen. Dies hat mich zu meinen Worten bewogen.

Wir sind alle seit dem Sündenfall im sündigen Wesen geboren.
Dennoch hat aber Gott nie aufgehoben, dass wir nach Seinem Ebenbild erschaffen sind!
Und dies bezeugt er wörtlich immer wieder die ganze Bibel hindurch.
Dass dem nicht so sei, so wie ich es geschrieben habe, ist es eine Lüge am Wort Gottes.
Es tut mir leid.
"Werfet Euer Vertrauen nicht weg, welches eine grosse Belohnung hat."
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Fee » So 24. Jul 2011, 09:44

Schoham hat geschrieben:Gott Ist die Liebe. Er Ist Einer. In Sich vollständig glücklich. Lässt sich der Mensch von Gottes Liebe erfüllen, so verdoppelt sich das Glück des Menschen Sohnes.

Wenn Mensch neben Gott existiert haben wir zwei, nicht eins. Da gibt es kein "doppelt glücklich", sondern wenn Gott Liebe ist, das ist er Leid der Verweifelung für den anderen, der nicht zu Gott findet, damit wieder eins.

Ist der Mensch in Christus, so ist er erfüllt von Gottes Liebe. Zwischen Gott und dem Menschen ist es vollständig.

Kennst Du ein konkretes Beispiel, in dem Mensch "vollständig" ist?
Vollständig wäre, wie Gott zu sein: Umfassend liebst Du jedes andere von Gott geschaffene Wesen, egal was Dir selbst passiert.
Das "Sein in Christus" scheint immer ein zeitweiliger Zustand hierzu gefühlsmäßig Geneigter zu sein. Nichts von Dauer und geringe Halbwertzeiten. Das hat eine Ursache:

Das Geheimnis ist, selbst zur Liebe zu werden.

Gott ist die Liebe. Dann wirst Du nun Gott werden. Dann wirst Du auf alles, das Dich ausmacht, verzichten. In Gott nur Eins möglich.
Mensch erschrickt aber vor nichts mehr, als auf sich selbst verzichten zu müssen anderen zuliebe.

Glück zu finden, im lieben der Menschen.

Hier wird der andere Mensch Mittel zum Zweck. Nach dem Motto: Klar möchte ich den anderen lieben, wenn ich dafür glücklich werde.


Wer auf Liebe von Menschen wartet wird immer unbefriedigt bleiben, weil kein Mensch dem Menschen das sein kann, was Gott dem Menschen Ist.

Was konkret ist Gott dem Menschen?
Nachdem Menschen Dich nicht befriedigen, ist Deine Motivation, dass Gott es tut. Hier wird Gott Mittel zum eigenen Zweck. Obgleich es erst einmal vielleicht frömmer geklungen hat.
Das Problem eines Menschen ist aber nicht, sich beschenken zu lassen, sondern zu schenken.
In wohl klingenden Worten verpackt blitzt zwischen den Zeilen immer ein "was kann ich aus Gott für mich rausholen?"
Die Motivation des Glaubens ist grundsätzlich im Kreuz zum Wesen Gottes, der das Wohl aller Anderen sucht.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Fee » So 24. Jul 2011, 09:53

Sandra73- hat geschrieben:Wir sind alle seit dem Sündenfall im sündigen Wesen geboren.
Dennoch hat aber Gott nie aufgehoben, dass wir nach Seinem Ebenbild erschaffen sind!


Verstehe ich nicht. Gott ist gut. Wir sind nach seinem Ebenbild geschaffen und nicht gut. Wo steckt das Ebenbild?
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Kimi » So 24. Jul 2011, 10:21

Um mal wieder auf das Thema zurückzukommen... "lässt Gott das zu?"

Angesichts des schrecklichen Attentats in Norwegen ist mir diese Frage "lässt Gott das zu" in den Sinn gekommen. Insbesondere, da ja der Attentäter ein christlicher Fundamentalist ist, hätte nicht gerade DA Gott eingreifen müssen?

In einem anderen Thread hat mir Kingchild gesagt, Gott hätte ihm etwas für mich mitgeteilt. Da frage ich mich doch schon, warum sich Gott um so etwas kümmert, während dieses furchtbare Attentat in Oslo geplant und dann ausgeführt werden konnte. Meiner Meinung nach werden hier die Prioritäten stark durcheinandergebracht, denn während es bei mir um eventuell EINE "verlorene" Seele geht (!), ging es in Oslo um ca. 100 Seelen. Was ich also damit sagen möchte: Als es um mich ging (um mein Seelenheil) hat Gott sich darum gekümmert, indem er Kingchild als Vermittler eingesetzt hat, aber in Oslo hat er den Dingen einfach seinen Lauf gelassen, ohne sich einzumischen. :?

Fazit: Warum hat Gott das Attentat in Oslo zugelassen und nichts dagegen unternommen?

Persönliche Anmerkung: Das ist der Grund, warum es für mich nicht möglich ist, an diesen Gott zu glauben, der sich um Nebensächlichkeiten kümmert, aber bei den wirklich wichtigen Dingen schweigt!

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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Gnu » So 24. Jul 2011, 11:58

Fee hat geschrieben: Verstehe ich nicht. Gott ist gut. Wir sind nach seinem Ebenbild geschaffen und nicht gut. Wo steckt das Ebenbild?

Es wurde gestohlen.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Robby » So 24. Jul 2011, 12:00

Kimi hat geschrieben:Insbesondere, da ja der Attentäter ein christlicher Fundamentalist ist, hätte nicht gerade DA Gott eingreifen müssen?


Hi Kimi

Also die Geschichte mit dem "christlichen Fundamentalist" gehört für mich in die Kiste des Christen-Bashings. Warum? Weil ein christlicher Fundamentalist seine Feinde liebt, seinen Nächsten liebt und sich an die 10 Gebote sowie das Doppelgebot des Neuen Testamentes hält. Die christliche Botschaft ist klar: Liebt eure Feinde! Und an den Früchten werdet ihr sie erkennen. Die Frucht dieses Mannes ist das Gegenteil von christlich, sie ist teuflisch.

Meiner Meinung nach werden hier die Prioritäten stark durcheinandergebracht, denn während es bei mir um eventuell EINE "verlorene" Seele geht (!), ging es in Oslo um ca. 100 Seelen. Was ich also damit sagen möchte: Als es um mich ging (um mein Seelenheil) hat Gott sich darum gekümmert, indem er Kingchild als Vermittler eingesetzt hat, aber in Oslo hat er den Dingen einfach seinen Lauf gelassen, ohne sich einzumischen. :?


Das ist die Konsequenz der Sünde. Sünde hat immer auch Konsequenzen für Unschuldige. Der eigene Wille des Menschen geht soweit, dass er Mitmenschen umbringen kann. Das ist die Folge der Sünde.


Lieber Gruss
Robby
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Gnu » So 24. Jul 2011, 12:43

Kimi hat geschrieben: Fazit: Warum hat Gott das Attentat in Oslo zugelassen und nichts dagegen unternommen?

Wer sagt denn, dass er es zugelassen hat? Vielleicht hat er es angeordnet. Ich bin mir da nicht so sicher, dass es den Zufall gibt und keine Planung dahinter steckt. Die Sicht, Gott hätte etwas zugelassen, ist doch die Froschperspektive jener Menschen, die Jahweh nicht fürchten und räumlich dreidimensional plus chronologisch denken, weil es für den Rest keine materiellen Messinstrumente und keine exakte Mathematik gibt.

Kimi hat geschrieben: Persönliche Anmerkung: Das ist der Grund, warum es für mich nicht möglich ist, an diesen Gott zu glauben, der sich um Nebensächlichkeiten kümmert, aber bei den wirklich wichtigen Dingen schweigt!

Stell dir vor, du bringst dieses Argument im Gericht vor. Glaubst du, du kommst damit durch?
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Kimi » So 24. Jul 2011, 12:56

Gnu hat geschrieben:Stell dir vor, du bringst dieses Argument im Gericht vor. Glaubst du, du kommst damit durch?


Erstens sind wir nicht bei einem Gericht und zweites will ich hier nicht damit "durchkommen". Hier handelte es sich um eine persönliche Anmerkung.


Wer sagt denn, dass er es zugelassen hat? Vielleicht hat er es angeordnet. Ich bin mir da nicht so sicher, dass es den Zufall gibt und keine Planung dahinter steckt. Die Sicht, Gott hätte etwas zugelassen, ist doch die Froschperspektive jener Menschen, die Jahweh nicht fürchten und räumlich dreidimensional plus chronologisch denken, weil es für den Rest keine materiellen Messinstrumente und keine exakte Mathematik gibt.

Achso...solche furchtbaren Gedanken über Gott und dass er das sogar angeordnet haben könnte wären mir gar nicht in den Sinn gekommen.... :shock:


Persönliche Anmerkung 2. Teil:
An einen Gott, dem Du zutraust, dass er sowas auch noch anordnet, kann ich erst recht nicht glauben!

@Robby und Gnu

Robby hat geschrieben:Also die Geschichte mit dem "christlichen Fundamentalist" gehört für mich in die Kiste des Christen-Bashings. Warum? Weil ein christlicher Fundamentalist seine Feinde liebt, seinen Nächsten liebt und sich an die 10 Gebote sowie das Doppelgebot des Neuen Testamentes hält. Die christliche Botschaft ist klar: Liebt eure Feinde! Und an den Früchten werdet ihr sie erkennen. Die Frucht dieses Mannes ist das Gegenteil von christlich, sie ist teuflisch.


Mit Robbys Gottes/Christenbild kann ich mich da noch eher anfreunden, denn er kann sich nicht vorstellen, dass so eine Tat in Gottes Auftrag ausgeführt worden ist. Leider habe ich aber auch schon des Öfteren ein Gottes/Christenbild vor Augen geführt bekommen, wie Du (Gnu) es hier darstellst, nämlich dass es durchaus vorstellbar ist, dass Gott so eine abscheuliche Tat anordnen könnte. Im Alten Testament gibt es genügend Beispiele, wo Gott solche Greueltaten angeordnet hat. Die Bibelstellen hierzu sind ja bekannt!
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Gnu » So 24. Jul 2011, 13:13

Man kann sich natürlich seinen eigenen Wunschgott basteln und ihn mit der erlebten Realität vergleichen. Gibt es Abweichungen, so verbrennt man den Götzen einfach und ist fein raus. Dann diskutiert man noch in einem evangelischen Forum darüber und findet so noch mehr Argumente, weiterzuwursteln wie bisher. Hauptsache, das Gewissen meldet sich nicht mehr.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Savonlinna » So 24. Jul 2011, 13:21

Ich möchte an der Stelle einmal die Gottesvorstellung von Dorothee Sölle - einer evangelischen Theologin - ins Spiel bringen.

Um zu skizzieren, aus welcher "Ecke" sie kommt, zitiere ich kurz aus Wikipedia:

Ihr Glaube war nach eigenen Aussagen „geprägt von dem Bewusstsein [...] nach Auschwitz zu leben“. In einem Vortrag vor dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Vancouver provozierte sie 1983 einen Skandal:

„Ich spreche zu Ihnen als eine Frau, die aus einem der reichsten Länder der Welt kommt; einem Land mit einer blutigen, nach Gas stinkenden Geschichte... Reich ist die Welt, in der ich lebe, vor allem an Tod und besseren Möglichkeiten zu töten.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Dorothee_S%C3%B6lle


Ihre Theologie resultiert also genau aus der Konfrontation mit der Frage:
Wie ist es möglich, dass Gott dies alles zugelassen hat?

Und ihre Antwort wiederum ergibt sich aus dem, wie sie "Gott" versteht:

Die Lehre von der Allmacht Gottes wurde so für sie zum Gegenstand kritischen Nachdenkens. Sie war der Meinung, dass Gottes Wirken in dieser Welt abhängig ist von unserem Handeln („Gott hat keine anderen Hände als unsere.“)
[ebenfalls aus oben verlinktem Wikipedia-Artikel]


Dorothee Sölle also sieht Gott als nichts Statisches an, als etwas, das uns gegenübersteht, sondern als etwas, das durch uns realisiert wird.

Insofern stand sie im Alter der Mystik nahe, die sich ja auch darin ausdrückt, dass wir Ebenbild Gottes sind, aber den Dualismus von Mensch und Gott nicht mitmacht.

"Gott geschieht", so ähnlich drücken sich andere Theologen aus.

In allen diesen Fällen wird die Verantwortung und Verantwortlichung des Menschen ins Zentrum gerückt. Man kann nicht Gott verantwortlich machen, da er sich ja durch "unsere Hände" ausdrückt.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » So 24. Jul 2011, 13:40

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Du siehst als Christ nur das, was in dein Christendasein passt. Du siehst z. B. die Rolle des Bruders nicht, denn die passt nicht in das Christendasein. Der Bruder ist im Paradies geblieben, also in dem Zustand, welchen der Mensch nach der Christenlogik nie hätte verlassen sollen. Schau dir das Gleichnis an, dann siehst du, wie irrtümlich diese Ansicht ist. Aus diesem Grund gibt es nicht eine einzige Interpretation des Bruders von christlicher Seite. Die Rolle des Bruders wird einfach verschwiegen. Es wird verschwiegen, dass der Bruder nicht in die verbotene Frucht gebissen hat, wie der Verlorene Sohn.


Da liegst du aber falsch, Scardanelli. Schon Spurgeon hatte die Gedanken des Bruders aufgenommen, die übrigens Sünde waren. Darum musste ihn der Vater auch tadeln. Wenn ein Verlorener zuürckkehrt zum Vater, dann ist das pure Freude und keine Missgunst oder "ich bin doch besser als der". Das wäre rein fleischlich gesinnt und mitnichten "paradiesisch" oder eben heilig.

Auch dieser redet nur von dem, was in das Christendasein passt. Der ältere Bruder hat den Vater, das Paradies nie verlassen. Das passt nicht ins Christendasein, denn dieses geht davon aus, wenn wir im Paradies geblieben wären, dann wäre alles gut.
Und das stimmt halt nicht.
Der wahre Weg, der einzige überhaupt, der hat den Rauswurf aus dem Paradies zur Voraussetzung. Ohne die Sünde auch kein Leben mit Gott.
Es ist kein Fehler gewesen, vom Verlorenen Sohn, den Vater verlassen zu haben. Der Verlorene Sohn hat das Richtige getan aber der Bruder, dieser Adam, der nie von der verbotenen Frucht gegessen hat, der hat sich für das Falsche entschieden.

Und das passt nicht ins Christendasein und deshalb taugt das Christentum am Ende auch nichts.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon kingschild » So 24. Jul 2011, 14:45

Scardanelli hat geschrieben:
Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Du siehst als Christ nur das, was in dein Christendasein passt. Du siehst z. B. die Rolle des Bruders nicht, denn die passt nicht in das Christendasein. Der Bruder ist im Paradies geblieben, also in dem Zustand, welchen der Mensch nach der Christenlogik nie hätte verlassen sollen. Schau dir das Gleichnis an, dann siehst du, wie irrtümlich diese Ansicht ist. Aus diesem Grund gibt es nicht eine einzige Interpretation des Bruders von christlicher Seite. Die Rolle des Bruders wird einfach verschwiegen. Es wird verschwiegen, dass der Bruder nicht in die verbotene Frucht gebissen hat, wie der Verlorene Sohn.


Da liegst du aber falsch, Scardanelli. Schon Spurgeon hatte die Gedanken des Bruders aufgenommen, die übrigens Sünde waren. Darum musste ihn der Vater auch tadeln. Wenn ein Verlorener zuürckkehrt zum Vater, dann ist das pure Freude und keine Missgunst oder "ich bin doch besser als der". Das wäre rein fleischlich gesinnt und mitnichten "paradiesisch" oder eben heilig.

Auch dieser redet nur von dem, was in das Christendasein passt. Der ältere Bruder hat den Vater, das Paradies nie verlassen. Das passt nicht ins Christendasein, denn dieses geht davon aus, wenn wir im Paradies geblieben wären, dann wäre alles gut.
Und das stimmt halt nicht.
Der wahre Weg, der einzige überhaupt, der hat den Rauswurf aus dem Paradies zur Voraussetzung. Ohne die Sünde auch kein Leben mit Gott.
Es ist kein Fehler gewesen, vom Verlorenen Sohn, den Vater verlassen zu haben. Der Verlorene Sohn hat das Richtige getan aber der Bruder, dieser Adam, der nie von der verbotenen Frucht gegessen hat, der hat sich für das Falsche entschieden.

Und das passt nicht ins Christendasein und deshalb taugt das Christentum am Ende auch nichts.


Scardi ist es nicht besser immer beim Vater zu bleiben und an allem Anteil zu haben was der Vater einem gibt immer und ewig?

Der verlorene Sohn konnte zwar ein grosses Fest geniessen und die Freude des wiederkehren war gross, dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen das dieser auch viele Jahre verloren hatte und dadurch durch viel Leid hindurch musste das dem anderen Sohn erspart blieb. Dies ist was eben leicht übersehen wird den das tägliche Brot an dem der eine täglich teilhaben kann ist besser als ein grosses Fest bei der Wiederkehr. Dies war auch das was eben dem daheim gebliebenen nicht mehr Sichtbar war, das gute was im jedem Tag wiederfuhr an dem der verlorene kein Anteil hatte.

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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Metropolis79 » So 24. Jul 2011, 15:06

Kimi hat geschrieben:Achso...solche furchtbaren Gedanken über Gott und dass er das sogar angeordnet haben könnte wären mir gar nicht in den Sinn gekommen.... :shock:

Noch nie von den Plagen Ägyptens gelesen? ;)
Ich empfehle dir, ein bisschen im AT zu lesen, damit dir die Augen über den jüdischen Gott aufgehn und du erkennen kannst.. :)
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Savonlinna » So 24. Jul 2011, 15:18

Metropolis79 hat geschrieben:
Kimi hat geschrieben:Achso...solche furchtbaren Gedanken über Gott und dass er das sogar angeordnet haben könnte wären mir gar nicht in den Sinn gekommen.... :shock:

Noch nie von den Plagen Ägyptens gelesen? ;)
Ich empfehle dir, ein bisschen im AT zu lesen, damit dir die Augen über den jüdischen Gott aufgehn und du erkennen kannst.. :)



Verstehe ich jetzt nicht, Metropolis. Kimi schrieb doch in dem selben post, aus dem Du zitierst:

Kimi hat geschrieben:Im Alten Testament gibt es genügend Beispiele, wo Gott solche Greueltaten angeordnet hat. Die Bibelstellen hierzu sind ja bekannt!


Im Übrigen muss ich in solchen Fällen immer hinzufügen:
Dass "Gott" das angeordnet hat, können ja nur die sagen, die glauben, dass die Bibel wörtlich Gottes Wort ist.
Andere sagen, dass das nur Menschen behauptet haben, dass Gott diese Morde befohlen hat, die sie verübt haben.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon kingschild » So 24. Jul 2011, 16:10

Metropolis79 hat geschrieben:
Kimi hat geschrieben:Achso...solche furchtbaren Gedanken über Gott und dass er das sogar angeordnet haben könnte wären mir gar nicht in den Sinn gekommen.... :shock:

Noch nie von den Plagen Ägyptens gelesen? ;)
Ich empfehle dir, ein bisschen im AT zu lesen, damit dir die Augen über den jüdischen Gott aufgehn und du erkennen kannst.. :)


Der Sünde Sold war glaube ich seit Adam bekannt das wäre glaube ich das einzige was empfehlens Wert ist zu erkennen. Dies würde dann nämlich manch einem helfen aus Ägypten aus zu ziehen.

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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Kimi » So 24. Jul 2011, 16:11

Matropolis hat geschrieben:Ich empfehle dir, ein bisschen im AT zu lesen...


Und ich empfehle Dir, mit ein wenig mehr Sorgfalt die Posts von anderen (in dem Fall von mir) zu lesen! ;)
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Kimi » So 24. Jul 2011, 16:19

Savonlinna hat geschrieben:Im Übrigen muss ich in solchen Fällen immer hinzufügen:
Dass "Gott" das angeordnet hat, können ja nur die sagen, die glauben, dass die Bibel wörtlich Gottes Wort ist.
Andere sagen, dass das nur Menschen behauptet haben, dass Gott diese Morde befohlen hat, die sie verübt haben
.

Richtig, Savonlinna.

Die, die die Schriften wörtlich als Wort Gottes sehen, müssen zwangsläufig glauben, dass Gott höchstpersönlich für alles verantwortlich ist, was darin steht und, so wie Gnu meint, Gott also auch verantwortlich für die Un-Taten der Menschen ist.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Metropolis79 » So 24. Jul 2011, 16:50

Kimi hat geschrieben:
Matropolis hat geschrieben:Ich empfehle dir, ein bisschen im AT zu lesen...


Und ich empfehle Dir, mit ein wenig mehr Sorgfalt die Posts von anderen (in dem Fall von mir) zu lesen! ;)

Ja du hast Recht :umarm: .ich ging auf deine Aussage ein und las den post nicht fertig..vergib mir diese Voreiligkeit :)
Aber wenn du ja das At kennst, dann verstehe ich deine Verwunderung nicht..
Achso...solche furchtbaren Gedanken über Gott und dass er das sogar angeordnet haben könnte wären mir gar nicht in den Sinn gekommen

..denn somit weisst du ja, was der jüdische Gott so alles laut Bibelschreiber anordnete.
Alles klar? :)
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Kimi » So 24. Jul 2011, 17:27

Metropolis hat geschrieben:Ja du hast Recht .ich ging auf deine Aussage ein und las den post nicht fertig..vergib mir diese Voreiligkeit
Aber wenn du ja das At kennst, dann verstehe ich deine Verwunderung nicht..


Schon ok :), gibt ja wirklich Schlimmeres :umarm:

Metropolis, was ich eigentlich sagen wollte damit: Ich hätte nicht gedacht (oder wollte nicht glauben!), dass die ganzen Greueltaten im AT heute noch von Christen als von Gott angeordnet angesehen werden und somit als gut befunden werden. Und dass auch die Greueltaten heute (wie die in Oslo jetzt) von Christen wie Gnu z.B. als von Gott angeordnet angesehen werden könnten. Gnu ging ja soweit, zu sagen, dass Gott dies nicht "nur" zulässt, sondern dass er (Gott) diese angeordnet haben könnte und warf mir (bzw. den Menschen die das nicht glauben mögen oder können) eine "dreidimensionale plus chronologisch denkende Froschperspektive" vor:

Gnu hat geschrieben:Wer sagt denn, dass er es zugelassen hat? Vielleicht hat er es angeordnet


Das war meine "Verwunderung" bzw. "Bestürzung!

Robby hatte ja hier anders geantwortet, nämlich dass ein fundamentaler Christ, der an einen Gott der Liebe glaubt, zu sowas nicht fähig sein kann und soetwas niemals im Namen dieses Gottes tun würde.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon blakki » So 24. Jul 2011, 17:41

Kimi hat geschrieben:
Savonlinna hat geschrieben:Im Übrigen muss ich in solchen Fällen immer hinzufügen:
Dass "Gott" das angeordnet hat, können ja nur die sagen, die glauben, dass die Bibel wörtlich Gottes Wort ist.
Andere sagen, dass das nur Menschen behauptet haben, dass Gott diese Morde befohlen hat, die sie verübt haben
.

Richtig, Savonlinna.

Die, die die Schriften wörtlich als Wort Gottes sehen, müssen zwangsläufig glauben, dass Gott höchstpersönlich für alles verantwortlich ist, was darin steht und, so wie Gnu meint, Gott also auch verantwortlich für die Un-Taten der Menschen ist.


Hier ist eine meiner Meinung nach eindeutige Stelle im AT:

"Rüstet unter Euch Leute zum Kampf gegen die Midianiter, die die Rache des HERRN an den Midianitern vollstrecken ..." Und sie zogen aus zum Kampf gegen die Midianiter, wie der HERR es Mose geboten hatte, und töteten alles, was männlich war ... Und die Israeliten nahmen gefangen die Frauen der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte, wo sie wohnten, und alle ihre Zeltdörfer ...
Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres ... und sprach zu ihnen: "Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? ... So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben." (4. Mose 31, 3.7.9-10.14-15.17-18)


Gott ordnet diesen Vernichtungskrieg an, auch die Anordnung von Moses, welche Frauen zu töten sind, verstört mich extrem.

Das ist beileibe kein Einzelfall, ähnliche Stellen finden wir im AT genug.
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Kimi » So 24. Jul 2011, 20:05

Gnu hat geschrieben:Wer sagt denn, dass er es zugelassen hat? Vielleicht hat er es angeordnet


Wenn Gott für alles zuständig, er alles angeordnet und zu verantworten hat, ist dann der einzelne Mensch überhaupt noch für irgendetwas selbst verantwortlich? Macht man es sich damit nicht etwas zu einfach?
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » So 24. Jul 2011, 20:09

kingschild hat geschrieben:Scardi ist es nicht besser immer beim Vater zu bleiben und an allem Anteil zu haben was der Vater einem gibt immer und ewig?

Das ist nicht gut, weil es nicht erlebt werden kann. Um etwas zu würdigen, musst du es im Unterschied erkennen.
Der Bruder weiß nicht, was er beim Vater hat, obwohl es ist. Der Verlorene Sohn, der weiß was er beim Vater hat, denn der hat den Unterschied kennen gelernt.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon kingschild » So 24. Jul 2011, 21:00

Scardanelli hat geschrieben:Das ist nicht gut, weil es nicht erlebt werden kann. Um etwas zu würdigen, musst du es im Unterschied erkennen.
Der Bruder weiß nicht, was er beim Vater hat, obwohl es ist. Der Verlorene Sohn, der weiß was er beim Vater hat, denn der hat den Unterschied kennen gelernt.


Zu sündigen und dadurch Leid zu erfahren ist aber nicht unbedingt der beste Weg vorallem wenn wir sehen was für ein Leid schon nur allein durch einen Sündigen Menschen entstand. Im Bezug auf die Dankbarkeit wenn man zurück kommt kann es sicher positive Auswirkungen haben aber die verpasste Zeit in der Glückseligkeit fehlt halt eben doch.

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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Gnu » So 24. Jul 2011, 21:26

Kimi hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Wer sagt denn, dass er es zugelassen hat? Vielleicht hat er es angeordnet


Wenn Gott für alles zuständig, er alles angeordnet und zu verantworten hat, ist dann der einzelne Mensch überhaupt noch für irgendetwas selbst verantwortlich? Macht man es sich damit nicht etwas zu einfach?

Jeder Mensch wird von Gott für seine eigenen Taten, Worte und Gedanken gerichtet, das ist die Faktenlage nach meinem Wissen und entspricht auch der natürlichen Vernunft. Wäre es anders, so wäre es schlimm.

Die Frage, ob Gott Katastrophen anordnet oder nur einfach zulässt, ist eine theologische Frage, welche so oder anders beantwortet werden kann. Ich glaube nicht unbedingt, dass der Gläubige sich deswegen schlaflose Nächte machen sollte.

Wenn du schon den Vorwurf antönst, es sei zu einfach, so würde mich deine kompliziertere Antwort auch noch interessieren.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » So 24. Jul 2011, 21:40

Robby hat geschrieben:
Das glaube ich definitiv nicht. Denn wenn ich hier von mir ausgehe, dann sehe ich, dass ich absolut nicht in der Lage bin, diese Liebe immer 1:1 zu leben.

Deshalb haben wir die Probleme, die wir haben. Ohne das, funktionieren wir nicht richtig.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Pilgrim » Mo 25. Jul 2011, 00:15

Kimi hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Wer sagt denn, dass er es zugelassen hat? Vielleicht hat er es angeordnet.

…dass Gott so eine abscheuliche Tat anordnen könnte. Im Alten Testament gibt es genügend Beispiele, wo Gott solche Greueltaten angeordnet hat. Die Bibelstellen hierzu sind ja bekannt!

Das könnt ihr aber nicht mit Oslo vergleichen! Was Gott im Alten Gesetzesbund von Mose angeordnet hat ist ein prima Beispiel von Moralität. Menschen in der Alten Bundeszeit weg und auf falsche Götter zu verleiten gefährdete das theokratische Königreich der Nation von Israel und die Übeltäter wurden zu Tode verurteilt damit der Überbleibsel der Nation geschützt blieb…siehe dazu Nummeri 25:13-15 als ein Beispiel.

Jedoch war in der Neuen Bundeszeit das Gesetz von Moses am Kreuz erfüllt und Christus als der neue Herr und Gesetzgeber über die Gemeinde veränderte das Gesetz durch das Gebot unsere Feinde zu lieben und für diejenigen welche uns verfolgen und uns schlecht behandeln zu beten (Matthäus 5:44-45). Demnach wurden die gerechten und heiligen Tötungen der Götzendiener welche unter dem alten Bund vorgeschlagen und geboten waren, unter dem Neuen Bunde Sünde.

Gottes Wesen verändert sich nicht, jedoch haben sich die ganze Erlösungsgeschichte hindurch Seine Verhaltensweisen mit Menschen gewechselt. Wir sind in keiner Weise mehr unter dem Gesetz von Moses. Demnach eine unter dem Neuen Bund lebende Person zu behaupten, daß sie das Recht jemanden zu "töten" hätte weil die Bibel ihr das sagte, versteht ihre Bibel nicht und ist bestenfalls schwer irregeleitet und schlimmstenfalls verloren.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » Mo 25. Jul 2011, 09:21

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Weil Paulus die Liebe nicht herleitet, nicht aus Eins entwickelt, bemerkt er nicht, dass er von sich selbst redet.

Das glaube ich definitiv nicht. Denn wenn ich hier von mir ausgehe, dann sehe ich, dass ich absolut nicht in der Lage bin, diese Liebe immer 1:1 zu leben. Und ich bin auch überzeugt, dass Paulus dies nicht immer konnte. Das ist Agape, göttliche Liebe, die nur Gott schenken kann. Der Mensch kann sie nicht aus sich produzieren, da seine gefallene Natur (ja, ich weiss dieser Ausdruck gefällt dir nicht) nicht dazu in der Lage ist.

Liebe ist das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Gott trennt sich, einer trennt sich und es ist Vater und Sohn. Liebe ist der Prozess, diese Trennung zu überwinden.

Paulus redet wohl von einem Gott aber er hantiert dann mit zwei, mit Vater und Sohn.

Das ist nicht hergeleitet, weil er es nicht in Beziehung setzt, nicht das Motiv, nicht den Grund findet.

Dieser Prozess ist die heilige göttliche Handlung. Wenn du das nicht kannst, dann bist du verloren.
Du stellst dich aber nach christlicher Manier hin und meinst: das könntest du nicht, das soll ein anderer für dich tun.
Das geht nicht, weil dieses Tun der Sinn von der ganzen Schöpfung ist.
Dieses ganze Theater auf dieser Erde dient nur dazu, zu lieben, es zu tun und bestimmt nicht es nicht zu tun, weil du es nicht kannst.

Wenn du das nicht kannst, wenn das niemand könnte, dann macht das hier alles keinen Sinn.
Es ist völlig ohne Sinn, das, was nicht lieben kann, ewig aufzuheben.
Wenn du nicht lieben kannst, dann bist du vollständig wertlos und was völlig wertlos ist, das ist nichts und das wird einfach nur tot sein.

Das Beste was einem Menschen geschehen kann, der nicht lieben kann, ist es, tot zu sein.
Wenn du nicht lieben kannst, dann wirst du im Himmel wie der neidische Bruder sein, der sich nur ärgert.
Wer nicht lieben kann, der macht den Himmel kaputt.
Liebe entsteht nicht durch Gnade und nicht durch Vergebung. Du kannst den Himmel nicht herstellen, wenn du nur erkennst, nicht lieben zu können.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » Mo 25. Jul 2011, 09:34

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Weil Paulus die Liebe nicht herleitet, nicht aus Eins entwickelt, bemerkt er nicht, dass er von sich selbst redet.

Das glaube ich definitiv nicht. Denn wenn ich hier von mir ausgehe, dann sehe ich, dass ich absolut nicht in der Lage bin, diese Liebe immer 1:1 zu leben. Und ich bin auch überzeugt, dass Paulus dies nicht immer konnte. Das ist Agape, göttliche Liebe, die nur Gott schenken kann. Der Mensch kann sie nicht aus sich produzieren, da seine gefallene Natur (ja, ich weiss dieser Ausdruck gefällt dir nicht) nicht dazu in der Lage ist.

Darüber hinaus habe ich auch überhaupt keine Lust, Liebe zu glauben. Ich will das nicht glauben, sondern erleben.
Ich will nicht in der Lieblosigkeit leben und dann einem nur glauben, er würde lieben.
Das mag Gott zulassen, ich lasse das nicht zu.

Ich weiß, dass Paulus nicht liebt, denn Paulus belegt die, die ihm nicht folgen, mit einem Fluch.

Wer andere wie Paulus mit einem Fluch belegt, der ist gottlos. Paulus gehört für mich zu den Menschen, denen ich überhaupt nicht folgen werde, denn wie Paulus sich benimmt, ist jenseits von Liebe.

Ich weiß nicht, was das am Ende soll, nur um eine Form zu wahren, etwas zu glauben, was überhaupt nicht das ist, was es vorgibt zu sein.

Wer andere bedroht, wie Paulus, der hat die Wahrheit nicht und das lässt sich im Falle des Paulus nun auch zeigen.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » Mo 25. Jul 2011, 12:58

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Paulus scheint der Meinung zu sein, er würde lieben, weil er von Gott angestrahlt würde.

Ein Mensch kann diese Agape nur dann leben, wenn er von Gott dazu ermächtigt und ausgestattet wird.

Paulus sagt, die Liebe sei nicht neidisch. Der Neid kommt aus den Interessen des Einzelnen gegen das Ganze. Das Einzelne will das Ganze für sich und das wird Neid genannt.
Noch nie hat Gott einen Menschen dazu ermächtigt, ihn dazu ausgestattet, nicht neidisch zu sein.
Das kann Gott auch nicht, zumal das auch gar keinen Sinn ergeben würde, weil der Neid nicht etwas ist, was dir äußerlich wäre.
Nur der Mensch selbst kann gegen seinen eigenen Neid etwas tun. Noch nie hat eine Macht außer dem Menschen, dem Menschen seinen Neid genommen.

Gott macht nicht, dass du nicht neidisch bist.

Gott ermächtige zur Liebe - dabei handelt es sich um ein bürokratisches Verständnis der Dinge, als wennn sie äußerlich wären und mit einem Bezugsschein vergeben werden könnten.

Wenn du meinst, Gott würde zur Liebe ermächtigen, dann sage ich, dass du nicht weißt, was Liebe ist.
Liebe ist keine Ware, zu der ermächtigt würde. Liebe ist aus Arbeit, der Arbeit, den Neid zu überwinden.
Wenn du deinen Neid nicht überwindest, dann kannst du auch nicht zur Liebe ermächtigt werden.

Paulus ist ein einfacher Mensch, ein Sünder und davon zeugen seine Briefe. Die Briefe des Paulus sprechen die Sprache des Sünders und da hilft es auch nicht, wenn du dem den Titel: Wort Gottes gibst. Das ermächtigt diese Briefe nicht über das, was sie sind, Produkte eines Sünders.

Paulus ist neidisch auf alle, die ein anderes Evangelium predigen als er, weshalb er nicht Liebe zeigt, sondern seine Widersacher verflucht. Es nutzt Paulus nichts, wenn er über seinen Neid hinweg von Gott mit was auch immer ausgestattet wird. Seine Briefe sind Ausdruck seines Neides. Sie bezeugen wesentlich den Neid des Paulus.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » Mo 25. Jul 2011, 13:17

Robby hat geschrieben:Ein Mensch kann diese Agape nur dann leben, wenn er von Gott dazu ermächtigt und ausgestattet wird.

Wenn du nur das kannst, wozu dich ein anderer ermächtigt, dann bist du dafür nicht verantwortlich.

Deine Welt in einem Computerspiel meint, Gott schafft Wesen, die sich gegenseitig den Hals umdrehen, wenn Gott nur zulässt. Wenn Gott dann aber zur Liebe ermächtige, dann helfen sich diese Wesen gegenseitig.
Von den Tausend Spielfiguren ermächtigt dann dein Gott mal 10 zur Liebe und der Rest haut sich gegenseitig die Rüber runter.

Was soll das? Welchen Sinn soll das haben? Was ist das für ein Wesen, dein Gott, der mal ermächtigt und dann wieder nicht und der sich dieses, sein Schauspiel anzuschauen scheint?

Merkst du nicht, dass dies so nicht sein kann, weil es ausgesprochen hohl ist. Es ist völlig hohl, wenn Gott zur Liebe ermächtigen würde. Was hat er davon, welchen Gewinn zieht er daraus?

Dein Gott müsste, damit du gerettet wirst, den Menschen wie Maschinen halten. Bist du heute schon zur Liebe ausgestattet worden?
Schatz, kannst du bitte den Müll runter bringen!? Aäh, nein, ich wurde heute nicht zur Liebe ausgestattet. Ok. Schatz, dann bring ich ihn runter.

Und die Heiden, die sollen dann wohl auch noch Verständins dafür haben, wenn dieser oder jener Christ mal eben nicht zur Liebe ausgestattet wurde. Ach der Arme, er kann ja nichts dafür, dass er nun heute nicht zur Liebe ausgestattet wurde.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon rouven » Mo 25. Jul 2011, 13:31

Darüber hinaus habe ich auch überhaupt keine Lust, Liebe zu glauben. Ich will das nicht glauben, sondern erleben.
Ich will nicht in der Lieblosigkeit leben und dann einem nur glauben, er würde lieben.
Das mag Gott zulassen, ich lasse das nicht zu.



Ich hatte mal einen Traum von Gottes Liebe. Noch im Aufwachen war so ein intensives Gefühl vorhanden, dass ich eine Ahnung davon bekam, dass der menschliche Körper verglühen würde, sollte er jemals mit dieser Kraft real konfrontiert werden.

Das, was wir erleben ist das ,was der Mensch zulassen kann. Dir wird die größte Liebe nichts nützen, wenn Du sie nicht einlassen kannst. Man muss sie ja ins eigene Herz nehmen können. Liebe bedeute, sich durchdringen zu lassen, bis ins tiefste Innere.

Wenn Paulus als Stein den Flusslauf der Liebe blockiert, dann muss man Paulus erst einmal als Blockade entfernen. Du bist ja nicht Paulus. Du bist Scaredanelli, der eine Verabredung mit dem Leben und mit Gott hat. Das besitzt die oberste Priorität. Doch da wo Kritik ist, kann Liebe keinen Raum finden. Da hat auch Gott keine Chance… von Menschen mal ganz abgesehen.

Liebe, wenn Du geliebt werden willst. Du kannst doch nur Menschen zur Liebe verhelfen, indem Du sie liebst und nicht dadurch, dass Du mitteilst, dass ihre Liebe eine Illusion ist.

Und ob es im Himmel auch Neider geben wird, wer kann das sagen. Das überschreitet den eigenen Kompetenzbereich. Das entscheidet Gott.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon rouven » Mo 25. Jul 2011, 13:46

Von den Tausend Spielfiguren ermächtigt dann dein Gott mal 10 zur Liebe und der Rest haut sich gegenseitig die Rüber runter.


Kann sehr gut sein, dass es so ist. Es gibt Licht und es gibt Finsternis. Es gibt das Gute und es gibt das Böse. Die Zehn waren vielleicht vormals die Bösen, die sich so sehr was auf die Birne gegeben haben, dass es am Ende Klick machte und nach Gott Auschau gehalten wurde. Gott hat ja erst dann eine Chance, wenn der Mensch sie zulässt oder ergreift. Und wenn erst einmal eine Öffnung existiert, dann hat Gott auch die Chance, etwas zu verändern. So lange wir permanent Gott erzählen, wie etwas zu sein hat, kann Gott uns nicht sagen, wie etwas wirklich ist. Wer spricht kann nicht zuhören.

Unser Leben ist erst einmal ein Geschenk an uns. Wir sind dem Leben geschenkt und das Leben ist uns geschenkt. Es gibt einen Schenker und es gibt einen Beschenkten. Wenn wir aber hingehen und permanent an der Verpackung herumnörgeln, können wir doch den Wert gar nicht ermessen oder mit dem Schenker in Kontakt treten. Das ist sehr schade, weil uns dadurch ja etwas verloren geht.

Was interessiert es denn wirklich, ob der einzelne Christ zur Liebe fähig ist. Es geht doch um meine Liebe, zu der ich erst einmal fähig werden muss.

Egal wo wir hingehen, Scardanelli, dort erwarten wir uns bereits. Wir müssen uns verändern und kein anderer.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Metropolis79 » Mo 25. Jul 2011, 14:22

rouven hat geschrieben: Die Zehn waren vielleicht vormals die Bösen, die sich so sehr was auf die Birne gegeben haben, dass es am Ende Klick machte und nach Gott Auschau gehalten wurde. Gott hat ja erst dann eine Chance, wenn der Mensch sie zulässt oder ergreift. zuhören.

Ich möchte hiermit mal einen Gedanken dazu in die Diskussionsrunde stellen.
Gläubige/Christen sagen oft, wer Gott sucht, von dem lässt ER sich finden.
Woran erkennt man, das man den wahren Gott gefunden hat?
Nehmen wir mal Rouvens 10 Böse als Beispiel her.
Diese 10 Bösen lebten 1330 v.Ch. irgendwo auf diesen Planeten Erde, sagen wir mal, im heutigen Amerika.
Wonach hätten diese Ausschau halten sollen? Wie hätte sich dieser jüdische Gott sich ihnen bemerkbar machen können, wo sie doch von diesem keine Erkenntnis hatten?
Ist es möglich, dass vielleicht einer oder zwei von denen selber drauf kam, dass sich die Birne einhauen keine Lösung ist und schadet?
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon rouven » Mo 25. Jul 2011, 14:59

Kann natürlich alles sein, liebe Metropolis. Aber warum sollte ich mir mein Leben schwer machen und mir das Hirn zermartern, was alles sein kann oder nicht?

Ich will Gott und ich will Jesus. Immer schon, aber es wird auch immer mehr. Warum sollte ich mich mit Fragen quälen, die nur wieder neue Fragen aufwerfen?

Denken erzeugt nur wieder neue Gedanken. Das ist ein Hamsterrad aus dem es kein Entkommen gibt. Darüber kann man zwar diskutieren, aber es dreht sich dennoch weiter. Mit der Nummer ist man dann sehr kommunikativ unterwegs und kann auch jeden Tag etwas zum Thema schreiben. Ob man damit aber irgendwo ankommt, das ist fraglich.

Viele Menschen behaupten ja: der Weg ist das Ziel. Ich bin da pragmatischer. Für mich ist das Ziel das Ziel und der Weg bringt mich nur dahin. Das ist alles. Dazu muss man aber wissen, wohin man will.

Liebe Grüße an Dích.

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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Pilgrim » Mo 25. Jul 2011, 15:08

Metropolis79 hat geschrieben:Gläubige/Christen sagen oft, wer Gott sucht, von dem lässt ER sich finden.
Woran erkennt man, das man den wahren Gott gefunden hat?
Nehmen wir mal Rouvens 10 Böse als Beispiel her.
Diese 10 Bösen lebten 1330 v.Ch. irgendwo auf diesen Planeten Erde, sagen wir mal, im heutigen Amerika.
Wonach hätten diese Ausschau halten sollen? Wie hätte sich dieser jüdische Gott sich ihnen bemerkbar machen können, wo sie doch von diesem keine Erkenntnis hatten?

Du vergisst dabei die Offenbarung in Schöpfung und die Tatsache, daß Menschen die Offenbarung welche sie haben wegen der noetischen Auswirkung der Sünde über die ungregenierte Denkweise unterdrücken.
Ist es möglich, dass vielleicht einer oder zwei von denen selber drauf kam, dass sich die Birne einhauen keine Lösung ist und schadet?

Yep, jeder Mensch hat diese instinktive Neigung…aber warum und woher, das ist die Frage zur Lösung.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon jes_25913 » Mo 25. Jul 2011, 17:26

Metropolis79 hat geschrieben:
rouven hat geschrieben: Die Zehn waren vielleicht vormals die Bösen, die sich so sehr was auf die Birne gegeben haben, dass es am Ende Klick machte und nach Gott Auschau gehalten wurde. Gott hat ja erst dann eine Chance, wenn der Mensch sie zulässt oder ergreift. zuhören.

Ich möchte hiermit mal einen Gedanken dazu in die Diskussionsrunde stellen.
Gläubige/Christen sagen oft, wer Gott sucht, von dem lässt ER sich finden.
Woran erkennt man, das man den wahren Gott gefunden hat?
Nehmen wir mal Rouvens 10 Böse als Beispiel her.
Diese 10 Bösen lebten 1330 v.Ch. irgendwo auf diesen Planeten Erde, sagen wir mal, im heutigen Amerika.
Wonach hätten diese Ausschau halten sollen? Wie hätte sich dieser jüdische Gott sich ihnen bemerkbar machen können, wo sie doch von diesem keine Erkenntnis hatten?
Ist es möglich, dass vielleicht einer oder zwei von denen selber drauf kam, dass sich die Birne einhauen keine Lösung ist und schadet?


Der Weg zum Monotheismus war ein langer Weg. Ja, und am Anfang hatte man dem anderen munter "die Birne eingehauen". Aber man merkte ja immer mehr, dass man das auch zurückbekam. Da mussten dann Regeln und Gesetze gefunden werden, da man es nicht so gut fand, selbst etwas abzubekommen.
Und wie wir in der Weltgeschichte sehen, haben ja alle Menschen moralisch-sittliche Verhaltensregeln entwickelt. Aber die negativen Impulse wurden dadurch noch nicht überwunden. Das eben ist nur möglich, wenn man erkennt, dass man ein ewiges Wesen ist.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » Mo 25. Jul 2011, 18:35

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Die Briefe des Paulus sind wie ein dröhnender Gong eines herrschsüchtigen Menschen.

Ich sehe in den Briefen Paulus' derart viele Kostbarkeiten, dass mich deine Formulierung schmerzt.

Die Briefe des Paulus enthalten auch geistige Kostbarkeiten. Sie enthalten aber auch geistige Schwachheiten.
Es ist dabei nicht gut, diese zu den Kostbarkeiten zu zählen.

Wenn du alles geprüft hättest und dein jeweiliges Resultat vorgestellt hättest, dann wäre die Kostbarkeit erkennbar.

Du nimmst aber den ganzen Paulus für kostbar, einfach so und das schmerzt mich.

Dich schmerzt es, weil du diese Briefe maximal angelegt hast.

Paulus behauptet Dinge, die nicht sein können. Wie sein Selbstverständnis, er wolle das Gute. Nein, das will der Paulus nicht, denn das will kein Mensch. Gott will das Gute, nicht der Mensch. Das ist nicht nur keine Kostbarkeit, sondern jede dieser Kostbarkeiten korrumpierend. So etwas gehört dann angezeigt, wenn es beginnt, mächtigen Einfluss auszuüben. So meinen nun alle Christen sie wollten eigentlich das Gute, sie kämen nur gerade nicht dazu.
Das stimmt so aber nicht und zwar ganz und gar nicht.
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Pilgrim » Mo 25. Jul 2011, 18:37

jes_25913 hat geschrieben:Und wie wir in der Weltgeschichte sehen, haben ja alle Menschen moralisch-sittliche Verhaltensregeln entwickelt.

Nichts da mit "entwickelt", Jes_#, die Moral ist in jedem Menschen von Geburt an eingebettet…
Aber die negativen Impulse wurden dadurch noch nicht überwunden.

Jawohl, das ist so, denn…
Das eben ist nur möglich, wenn man…

… Denjenigen anerkennt, welcher für die Sünde der Menschheit gestorben und auferstanden ist, Jesus Christus. Er ist der Einzige welcher überwunden hat!
…erkennt dass man ein ewiges Wesen ist.

Nein, Jes, mit der Reinkarnation ist es nicht getan, schlag dir das endlich aus dem Kopf und akzeptiere und glaube endlich Demjenigen der auch für deine Sünde gestorben und auferstanden ist, Christus Jesus. Zum wievielsten Male bist du nun schon über deine #25913 hinaus auf Erden und hast das immer noch nicht begriffen…?
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Re: lässt gott das zu?

Beitragvon Schoham » Mo 25. Jul 2011, 18:40

Metropolis79 hat geschrieben:Woran erkennt man, das man den wahren Gott gefunden hat?


Indem Andere an Dir wahr nehmen, dass Du Dich verändert hast. Zum Guten. Und es Dir sagen 8-) .
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