Warum lässt Gott das zu?

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Scardanelli » Mi 13. Aug 2003, 16:15

4 Jona ging in die Stadt hinein, und nachdem er einen Tag lang gelaufen war, rief er: «Noch vierzig Tage, dann legt Gott Ninive in Schutt und Asche!»
5 Da glaubten die Einwohner von Ninive an Gott. Sie beschlossen zu fasten, und alle, von den einflußreichsten bis zu den einfachen Leuten, zogen als Zeichen ihrer Reue Kleider aus Sacktuch an.
Wie kommen denn die Assyrer dazu den Gott der Juden anzubeten? D. h., sie haben ja gar nicht zu Gott gebetet, sondern gefastet, also kam ihrer Errettung nicht aus der Anbetung, sondern aus ihrem Handeln. Da kann man nur sagen, gut für die Assyrer, dass Jona nicht ein verkappter Paulus gewesen ist.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon juvenal » Mi 13. Aug 2003, 16:39

Original von der-moritz
Original von juvenal
Einen Gott, der die Gewaltbereitschaft seiner Anhänger
damit testet, dass er sie auffordert ihre eigenen Kinder
umzubringen (Abraham sollte Isaak schlachten): und
sollen wir den, der das tatsächlich tun wollte,(Abraham) unseren Kindern als Vorbild empfehlen?
makaber

Liebe(r) Juvenal,

Mir scheint, Du legst Dich da auf eine Sichtweise bzw. Eigenschaft Gottes fest. Und das ist genau das, was Gott eben nicht will!

Gruß, Moritz


Kannst Du mir dann sagen, auf welche Sichtweise, bzw.
Eigenschaften Gottes, ich mich fest legen kann oder darf.
Ich höre keine Stimme aus den Wolken. Also bist Du es
der mich aufklärt!
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon der-moritz » Mi 13. Aug 2003, 17:00

Original von juvenal
Kannst Du mir dann sagen, auf welche Sichtweise, bzw.
Eigenschaften Gottes, ich mich fest legen kann oder darf.
Ich höre keine Stimme aus den Wolken. Also bist Du es
der mich aufklärt!

Eben keine - steht im Zweiten Gebot drin!

Gruß, Moritz


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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon fckw » Mi 13. Aug 2003, 23:54

@der-moritz

Original von der-moritz
sondern daß Gott eben alle Eigenschaften annehmen kann.


Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn Gott alle Eigenschaften annehmen kann, muss er auch die Eigenschaft annehmen können, keine Eigenschaft zu haben. Das ist ein logischer Widerspruch.

Ausserdem, und noch wichtiger, kann Gott gemäss der Aussage ebenfalls eine ganze Menge ´böser´ Attribute annehmen: Er kann hinterhältig, quälerisch und gemein sein und erst noch Spass dran finden. Das widerspricht sich aber mit den ´guten´ Attributen, dass Gott nämlich seine Schöpfung liebt und sie nicht ohne weiteres leiden lassen will.
Alles in allem läuft das auf einen höchst ambivalenten, ich würde sogar sagen schizophrenen Gott hinaus!


Ich glaube, das kann man mit menschlichen Worten gar nicht ausdrücken, wie Gott wirklich ist!


Das hingegen glaube ich persönlich auch (es bleibt aber beim blossen Glauben, beweisen kann ich da nix). Unter diesem Gesichtspunkt scheint mir auch die Aussage Gottes zu deuten, als er nach seinem Namen gefragt wird: "Ich bin, der ich bin." Mit andern Worten, man kann nichts über Gott aussagen, denn jede Aussage bedeutet, ihn auf irgendeine Weise festzunageln und ihm somit etwas wegzunehmen, was man nicht wegnehmen kann. Gott ist einfach. Es sind lediglich wir Menschen, die ihm Attribute aufbinden wollen (aus reiner Bequemlichkeit, weil wir einen attributlosen Gott irgendwie nicht akzeptieren können). Gott muss gütig sein und gross und nett und hilfsbereit und was auch immer sonst noch. Bloss geraten wir hier in einen Widerspruch, wenn Gott plötzlich diesen Attributen nicht mehr genügt. Immer wieder machen dann die Christen einen gedanklichen Luftsprung und sagen: "Tja, die bösen Attribute die kommen halt vom Teufel oder vom Menschen. Aber Gott hat nur gute Attribute." Doch dabei verstricken sie sich nur noch mehr in Widersprüche.
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Sprache Gottes / unsere Welt ?

Beitragvon wilderer » Do 14. Aug 2003, 10:20

Die Logik unserer Sprache betriff t unsere Verständigung, aber nicht die Logik der "Begrifflichkeit Gottes" !
Im Mittelalter hat man die Logik des "Allmachtsbegriffs Gottes" so ad absurdum gebracht:
Wenn Gott allmächtig ist: Kann er denn auch einen so grossen Stein schaffen, den er selbst nicht tragen kann ?

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Yasha » Do 14. Aug 2003, 10:34

Original von der-moritz
Das stimmt m.E. so nicht. Gott zeigt uns auch, daß er gütig ist, wenn wir an Ihn glauben. Z.B. Jona in Ninive:


Ist das ein Böser Gott? Es heißt auch im Zweiten Gebot (nicht dem Zweiten Gebot der Katholischen Kirche, sondern im Zweiten Gebot Mose): "Du sollst Dir kein Bild machen von mir." Das heißt, daß wir uns nicht festlegen sollen darauf, daß Gott bestimmte Eigenschaften hat, sondern daß Gott eben alle Eigenschaften annehmen kann. Ich glaube, das kann man mit menschlichen Worten gar nicht ausdrücken, wie Gott wirklich ist!

Gruß, Moritz


Das wäre dann selektive Güte. Liebt Gott seine ganze Schöpfung nicht gleich?

Ich kann auch mit den verschiedenen Eigenschaften nicht viel Anfangen. Ich matg nicht von der Willkür eines Wesens abhängig sein. Das man Gott mit menshclichen Worten nicht beschreiben kann, nun, das ist sehr gut möglich. Dennoch rechtfertigt das doch nicht sämtliche (von mir aus gesehen) schlechte Taten Gottes. Denn meine Rechnung ist einfach: was Recht ist und was nicht, zählt für Gott und Mensch genau gleich, und nach demselben Mass wird beurteilt. Auch wenn das Schlechte Teil eines Plans wäre, mit Allmacht hätte man es ohne Opfer machen können
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Re: Sprache Gottes / unsere Welt ?

Beitragvon der-moritz » Do 14. Aug 2003, 19:54

Original von wilderer
Die Logik unserer Sprache betriff t unsere Verständigung, aber nicht die Logik der "Begrifflichkeit Gottes" !
Im Mittelalter hat man die Logik des "Allmachtsbegriffs Gottes" so ad absurdum gebracht:
Wenn Gott allmächtig ist: Kann er denn auch einen so grossen Stein schaffen, den er selbst nicht tragen kann ?

wilderer


danke, wilderer! Ganz meine Meinung!


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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon der-moritz » Do 14. Aug 2003, 20:09

Original von Yasha
Original von der-moritz
Das stimmt m.E. so nicht. Gott zeigt uns auch, daß er gütig ist, wenn wir an Ihn glauben. Z.B. Jona in Ninive:


Ist das ein Böser Gott? Es heißt auch im Zweiten Gebot (nicht dem Zweiten Gebot der Katholischen Kirche, sondern im Zweiten Gebot Mose): "Du sollst Dir kein Bild machen von mir." Das heißt, daß wir uns nicht festlegen sollen darauf, daß Gott bestimmte Eigenschaften hat, sondern daß Gott eben alle Eigenschaften annehmen kann. Ich glaube, das kann man mit menschlichen Worten gar nicht ausdrücken, wie Gott wirklich ist!

Gruß, Moritz


Das wäre dann selektive Güte. Liebt Gott seine ganze Schöpfung nicht gleich?

Ich kann auch mit den verschiedenen Eigenschaften nicht viel Anfangen. Ich matg nicht von der Willkür eines Wesens abhängig sein. Das man Gott mit menshclichen Worten nicht beschreiben kann, nun, das ist sehr gut möglich. Dennoch rechtfertigt das doch nicht sämtliche (von mir aus gesehen) schlechte Taten Gottes. Denn meine Rechnung ist einfach: was Recht ist und was nicht, zählt für Gott und Mensch genau gleich, und nach demselben Mass wird beurteilt. Auch wenn das Schlechte Teil eines Plans wäre, mit Allmacht hätte man es ohne Opfer machen können

Natürlich liebt Gott seine gesamte Schöpfung! Er hätte auch die Macht, die Abtrünnigen - an vorderster Front Satan - zur Umkehr zu zwingen. Doch Gott läßt uns die freie Entscheidung zur Bekehrung.

Gruß, Moritz


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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Do 21. Aug 2003, 21:32

es gibt einfach keinen Gott! Warum sind alle bloß von dieser Unwahrheit geblendet?! "Religion ist Opium für das Volk" - ich bin kein Kommunist, aber da hat Marx in hinblick auf Religionen mit Gott/Göttern und Sekten Recht!

Ich bin ein stolzer und lebensfroher Atheist. Ich habe keine großen Sorgen obwohl ich den von den Christen erschaffenen Gott und diese Reigion hasse! Ich habe nichts gegen sie alle hier persönlich, ich will auch niemanden veletzen! Nichts liegt mir ferner....Doch: Ich kann den Christlichen Glauben nicht ertragen!
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Flash » Do 21. Aug 2003, 22:28

Weshalb suchst du dann genau die Konfrontation mit dem Christentum hier im Forum?

Denkst du kannst uns bekehren?

Was hast du denn anzubieten?

Oder willst du uns vera******?
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon der-moritz » Do 21. Aug 2003, 22:33

Original von unwichtig
es gibt einfach keinen Gott! Warum sind alle bloß von dieser Unwahrheit geblendet?! "Religion ist Opium für das Volk" - ich bin kein Kommunist, aber da hat Marx in hinblick auf Religionen mit Gott/Göttern und Sekten Recht!

Ich bin ein stolzer und lebensfroher Atheist. Ich habe keine großen Sorgen obwohl ich den von den Christen erschaffenen Gott und diese Reigion hasse! Ich habe nichts gegen sie alle hier persönlich, ich will auch niemanden veletzen! Nichts liegt mir ferner....Doch: Ich kann den Christlichen Glauben nicht ertragen!

Wer hat Dich dann geschaffen? Sind wir alle nur ein Traum? NEIN!
Und: Gott kann nicht von uns geschaffen sein!


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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Fr 22. Aug 2003, 06:49

Wer hat Dich dann geschaffen? Sind wir alle nur ein Traum? NEIN!


Sie sind eine Produkt der Evolution.......
Ja - Ich suche den Kontakt und das Gepräch mit den Christen, ich merke allerdings, dass mir Intolleranz und Verachtung entgegenweht.........
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Fr 22. Aug 2003, 06:53

Und: Gott kann nicht von uns geschaffen sein!


Gott is selbstverständlich von den Menschen geschaffen worden! Er ist eine Figur wie die alten römischen und griechischen Götter. O.Ä..

Ich möchte noch sagen, dass ich das oben mit dem hassen nicht ganz ernst gemeint habe. "Hassen" ist ein viel zu starker Ausdruck dafür, ich möchte es daher durch "komisch finden" :-)
oder "sinnlos" ersetzen.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon cori » Fr 22. Aug 2003, 07:08



Gott is selbstverständlich von den Menschen geschaffen worden!


Für dich ist Gott selbstverständlich von den Menschen erschaffen worden.
Für mich sind die Menschen selbstverständlich von Gott erschaffen worden.


Ich möchte noch sagen, dass ich das oben mit dem hassen nicht ganz ernst gemeint habe. "Hassen" ist ein viel zu starker Ausdruck dafür, ich möchte es daher durch "komisch finden" :-)
oder "sinnlos" ersetzen.


Das finde ich gut, unwichtig (warum nennst du dich eigentlich so? Findest du dich selbst unwichtig?)

Für den Dialog zwischen Menschen mit sehr unterschiedlichen Standpunkten ist es sinnvoll, wenn man Worte wie "hassen" u.ä. vermeidet, damit ein gutes Gesprächsklima erhalten bleibt.
Schön, dass dir das aufgefallen ist und dass du dich korrigiert hast.

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Flash » Fr 22. Aug 2003, 11:55

Ja - Ich suche den Kontakt und das Gepräch mit den Christen, ich merke allerdings, dass mir Intolleranz und Verachtung entgegenweht.........


:D :D :D
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Mensch » Fr 22. Aug 2003, 12:13

Das Blutgerinnsel gleich selbst zu beseitigen, oder erst gar nicht auf den Weg zu bringen, würde da ja nur Langeweile hervorrufen und schließlich muss sich Gott ja selbst den Grund schaffen, damit man ihn anschließend lobt.


Das ist aber krasse Gotteslästerung, was Du da betreibst!
Hoffe Du kennst Dein Ende schon, damit es Dich nicht allzu sehr schmerzt, es erleben zu müssen.

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Fr 22. Aug 2003, 14:00

Mein Name ist unwichtig und nicht meine Person an sich.

@Mensch: Diese Ansicht ist auch für einen Christen meiner Meinung nach sehr extrem und ich kenne niemanden in meiner alten Gemeinde, der so denkt, aber wenn Sie es so glauben..................
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon cori » Fr 22. Aug 2003, 14:06

kenne niemanden in meiner alten Gemeinde, der so denkt,


Du warst Christ? Warum bist du davon wieder abgekommen?
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Fr 22. Aug 2003, 14:12

Meine Eltern sind beide römisch katholische Christen. Ich wurde folglich auch getauft. Dann ging ich zur Kommunion. Als ich dann aber zum Firmuntericht ging habe ich mich genauer mit dem christlichen glauben beschäftigt. ich habe mich gegen die firmung entschieden, weil ich zweifel hatte. dann habe ich lange (etwa 1Jahr) nachgedacht und mich mit anderen Religionen befasst. ich bin zu dem schluss gekommen, dass der Buddhismus genau das ist wonach ich gesucht habe. Als begann ich mich zu informieren und bin jetzt so weit , dass ich schon bald Buddhist werden möchte. Ich werde einer Gruppe beitreten, in der ich alles lernen werde...........und dann kommt die endgültige entscheidung.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon cori » Fr 22. Aug 2003, 14:30

Ich bin ein stolzer und lebensfroher Atheist.


Vor 17 Stunden noch glücklich als Atheist, und jetzt willst du Buddhist werden? Was ist der Grund für deinen Sinneswandel?
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Fr 22. Aug 2003, 14:33

ich weiß nicht ob du weißt was ein Atheist ist, aber der Buddhismus ist eine atheistische Religion.............
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon fckw » So 31. Aug 2003, 21:54

Original von unwichtig
ich weiß nicht ob du weißt was ein Atheist ist, aber der Buddhismus ist eine atheistische Religion.............


*räusper*
Soweit ich den Buddhismus kenne, ist das leider nicht ganz richtig. Während zwar die ursprüngliche Lehre Buddhas (soweit diese heute überhaupt noch wirklich eruierbar ist) an und für sich tatsächlich gewisse agnostische oder atheistische Züge aufweist, verehrt der heutige Buddhismus eine Unzahl von Göttern und auch Buddha selbst wird - soviel ich weiss entgegen seiner eigentlichen Lehre - gottgleich verehrt. Damit ist der Buddhismus in der ausgeübten Praxis durchaus eine polytheistische Religion.

Nun ist es aber m.W. so, dass viele buddhistische Organisationen, welche hier bei uns im Westen tätig sind, diesen Part normalerweise ausklammern, weil sie nämlich sehr gut wissen, dass wir Westler i.a. kaum etwas mit dieser unterwürfigen Vielgötterverehrung anfangen können.
Das mal zum Thema Atheismus und Buddhismus.

Äusserst interessant ist des weiteren der Unterschied gerade zwischen der christlichen Religion und dem Buddhismus. Während in der christlichen Religion grundsätzlich der Mensch die Gnade Gottes nicht aus eigenem Antrieb erlangen kann (er kann diesen Segen allein von Gott empfangen, nicht aber selbst erlangen, und zwar dann, wenn er dem Pfad Christi folgt), ist es gem. den buddhistischen Lehren der Mensch selbst, welcher aus eigenem Antrieb das Nirwana, also die höchste Erleuchtung und Gnade erreichen kann.

Damit stellt die christliche Religion eine demütige innere Haltung stark in den Vordergrund. Der Mensch kann aus sich heraus nichts sein, wie sollte er sich auch dem Willen Gottes entgegenstellen können?
Der Buddhismus kennt diese Forderung nach einer demütigen Haltung nicht so klar. Sie stellt die, nennen wir das mal ´spirituelle´, Entwicklung des Menschen aus eigenem Antrieb in den Vordergrund. Oftmals wird, wenn ich den Buddhismus richtig verstanden habe, Erleuchtung mit einem gewissen Reifegrad der eigenen Geisteshaltung/Bewusstsein gleichgesetzt.

(Im Grunde genommen ist natürlich die ganze Sache ein wenig vertrackter. Die Erleuchtung lässt sich nicht erlangen, jedermann ist immer schon erleuchtet, das sagen zumindest manche buddhistische Lehrer. So lange nun der Mensch Erleuchtung erlangen will, kann er sie niemals erreichen, weil ihm sein Wollen im Weg steht. Erleuchtet kann somit paradoxerweise nur werden, dem es einerlei ist, ob er erleuchtet ist oder nicht.
Was ich aber noch immer nicht verstanden habe, ist, was die Christen eigentlich damit meinen, wenn sie sagen, dass man dem Weg Christi folgt. Was tut man da? Oder tut man nichts, sondern hat Gott als höchste Instanz akzeptiert? Oder wie oder was?)

Über diese Frage, diesen Unterschied zwischen den Religionen, denke ich momentan viel nach.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Mo 1. Sep 2003, 07:05

zum atheismus: da ist mein lehrer ganz anderer meinung.....es gibt aber formen des buddhismus, in dem es götter gibt. das ist aber nicht die reine form.

das mit der erleuchtung ist meiner meinung auch nicht ganz richtig. aber wie gesagt: es gibt viele formen des buddhismus.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Frequenz » Mo 1. Sep 2003, 07:29

warum lässt gott das zu? gute frage....

...ich würde mal sagen (meine meinung), das der glaube zuwenig gross ist. d.h. alle menschen glauben nicht daran (etwas gutes) und das ergibt ein kontra (schlechte menschen). wen die anzahl schlechte menschen grösser ist als die anzahl guten, hilft uns gott nicht.

weil (meine meinung):
der gott ist in jedem selbs. ich meine er kan ja auswählen ob er budas, gott oder andere glauben will. auch schlechter glauben ist leider vorhanden :roll:
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon fckw » Mo 1. Sep 2003, 07:58

Original von unwichtig
das ist aber nicht die reine form.

Behauptungen, nichts weiter.
Natürlich gibt es nach wie vor noch einige Uraltkommunisten, welche davon überzeugt sind, dass Karl Marxens Kapital grundsätzlich dem Menschen das Heil bringen wird. Nicht einmal in der UdSSR wurde dessen Wirtschaftslehre eins zu eins in den Universitäten gelehrt. Aber was dann halt in der UdSSR abgegangen ist, hat ja schliesslich nichts mit dem ach so guten Urgedanken des Kommunismus zu tun.
Grundsätzlich behauptet mal jede Gruppierung, für sich die reinere Lehre als jede andere zu besitzen, ansonsten würden sie sich ja selbst aushebeln.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Mensch » Mi 3. Sep 2003, 06:56

Warum lässt Gott das zu?

1. Weil Gott der Allmächtige ist und IHM das Recht gehört,
er kann immer machen, was ER will, niemand hat das Recht IHM etwas zu verbieten, noch können Gebete Gnade finden, wenn Gott keine Gnade gibt.

Ich möchte auch lieber, dass Jesus schnell hierherkommt und im Nu alles ändert, alle befreit und heilt und wir alle, ohne das Böse bis in alle Ewigkeit friedlich weiterleben.

Aber wäre das Liebe?
Nein!

Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon unwichtig » Mi 3. Sep 2003, 17:05

Aber wäre das Liebe?


Das klingt unlogisch.....kannst du das mal genauer erläutern?
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Flash » Mi 3. Sep 2003, 17:54

Aber wäre das Liebe?
nein


Natürlich wär das Liebe, natürlich wär das nett, aber leider entspricht es nicht seinem Plan und deshalb lässt er uns noch etwas schmoren.
Es ist für Leute nicht Liebe die nur noch nach dem Motto zuerst Peitsche dann Brot leben. Für Leute die nicht nehmen können ohne vorher zu geben. Für Leute die sich alles erarbeiten müssen.

Es wär einzig für die nicht so nett die noch nicht geboren sind, bei allen anderen könnt er jeglichen Prozess vorher etwas beschleunigen.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Frequenz » Do 4. Sep 2003, 14:12

Original von Mensch
Ich möchte auch lieber, dass Jesus schnell hierherkommt und im Nu alles ändert, alle befreit und heilt und wir alle, ohne das Böse bis in alle Ewigkeit friedlich weiterleben.


warten warten, immer nur warten. warum wartet ihr? ich glaub; wenn jesus sieht, dass wir selbstständig leben können und friedliche, schöne zeiten hervor bringen; da käm er lieber uns besuchen.

wart du nur auf ihn.....

.....ich werde mich mal auf die socken machen und das leben richtig in die hand nehemen.

-meinemeinung-
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Flash » Do 4. Sep 2003, 14:22

Ist auch meine Meinung. Auch als Christ sollt man seine Probleme lösen, an der Wurzel anpacken, mit allen Mitteln und nicht einfach warten. Gott wird einem helfen dabei. Aber er will nicht das wir hier rumpennen und er alles machen soll. Auch wenn er es natürlich könnt.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Dschinny » Do 4. Sep 2003, 16:38

Fazit aus den letzten Beiträgen: der allmächtige Gott lässt also absichtlich uns "ein wenig" leiden, weil dies ein Teil seines achso grossartigen Planes für die Menschen ist?

Naja irgendwie komm ich damit nicht klar...

Der Zweifel ist kein angenehmer Zustand. Gewißheit aber ist ein lächerlicher Zustand.

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Frequenz » Mo 8. Sep 2003, 15:21

neh ich denke eher er will das wir selbständig werden. und eben wie flash schon sagte, er wird uns helfen. aber warscheindlich hast du auch recht mit planen. warscheinlich müssen wir tief hinunterfallen, bis wir merken das das nicht gut ist. dan wissen wir was gut ist.

so könnte es fileicht sein.
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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Mensch » Mi 10. Sep 2003, 05:14

Liebe Leute,
obwohl ich jetzt schon weiss, dass mir die wenigsten unter Euch meine Worte abkaufen können, poste ich sie trotzdem mal. 8-)

Wir sind Menschen, das ist klar. Wir haben individuelle Persönlichkeiten, ist auch klar. Wir haben verschiedene Leben, leben jeder für sich in einer eigenen Welt. Ist auch klar. Jetzt stell Dir vor, es latscht einer in Deinen Garten rein und nimmt einfach so, Deinen schönen, selbst-gemachten Gartenzwerg mit, natürlich ohne zu fragen.
Nein, als Du ihn dabei aufhalten willst, sagt er noch frech:
"Was willst Du denn, lass mich in Ruhe." Du sagst dann:
"Also bitte, dass ist mein Garten und mein Zwerg, was erlauben sie sich eigentlich."
Doch der Eindringlich sagt nur: "Na und!?"

Wirst Du dann nicht wütend, möchtest dem ´Fiese-Miese´ eine gehörige Lektion erteilen?

Die Lektionen Gottes sind immer Lektionen in Demut und haben immer das eine Ziel: Den Menschen besser zu machen.
Deswegen handelt Gott aus einer unverständlichen und übernormalen Liebe zu uns Menschen, nicht nur in den Belangen, die uns beschäftigen und interessieren, weil sie unser Leben auf dem Planeten ausmachen, sondern Gott handelt für uns zeit-,raumlos und ewig.

Keiner kann beurteilen, wieso ein Leiden, dass Gott zulässt für sein Geist in 400 Jahren Sinn macht, oder für seine Nachkommen der 5.Generation.

Gott korrigiert die Menschen nach ihrem freien Willen, indem er zulässt dass der Widersacher oder widrige Umstände ihn die Wahrheit erkennen lassen, die ihn ins Leiden geführt haben. Immer und damit meine ich ausschliesslich,
ist der Mensch in irgendeiner offenbaren oder versteckten Weise selbstverantwortlich für sein Leiden.

Das wir Menschen ob der Grösse des Desasters in dem wir alle stecken, damit nicht mehr klar kommen und Gott dafür herhalten muss, hat er ja schon vor 2000 Jahren erkannt, als er seinen Sohn zur Vergebung der Sünden am Kreuz sterben liess.

Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Mensch » Mi 10. Sep 2003, 05:31

Uebrigens finde ich es echt schrecklich, wie
minimal das geistliche Wissen einiger Menschen immer noch ist, obwohl das Ende gekommen ist. Ich werde mich darüber mal mit dem Herrn unterhalten. :( Da muss etwas geschehen, die Schrift muss sich erfüllen, alle müssen das Evangelium begriffen haben. Wie kann einer unter uns ´echten´ Christen überhaupt noch faul herumsitzen???
Es ist Zeit sich zu rüsten! 8-)

Mensch
Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

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Re: Warum lässt Gott das zu?

Beitragvon Mensch » Mi 10. Sep 2003, 05:41

@Ist auch meine Meinung. Auch als Christ sollt man seine Probleme lösen, an der Wurzel anpacken, mit allen Mitteln und nicht einfach warten. Gott wird einem helfen dabei. Aber er will nicht das wir hier rumpennen und er alles machen soll. Auch wenn er es natürlich könnt.

So wie ich Gott kenne, erwartet er von mir immer, seit ich ihn kenne, dass ich zuerst aus eigenen Kräften meine Probleme löse, und wenn mir dies nicht gelingt, ihn erst als letzte Alternativlösung in Betracht ziehe.
Damit versuche ich möglichst wenig Gott zu beleidigen,
denn Gott weiss um meine Fähigkeiten, ich kann Ihm nichts
vormachen, er kennt mich besser als ich mich selbst.

Deswegen muss nicht er mir etwas beweisen, sondern wahrscheinlich, wenn´s so wäre eher umgekehrt, die Liebe Gottes besteht jedoch gerade in der Auflösung dieses Zwangprinzips, welches von unseren niederen eogmanen Bedürfnissen herrührt, welches auf Leistung und Ertrag aus orientiert wird. Ein Makel, welcher Gott ausheilt.
Wenn man sich Ihm anvertraut, kann man plötzlich die Dinge freiwillig tun, dass ist ein gutes Gefühl.
Dafür schon lohnt es sich Gott zu suchen, zu finden und lieben zu wollen. Weil nur die Kraft Gottes einen solchen Durchbruch möglich macht, den Durchbruch durch sich selbst, den eigenen Schatten, das, was Dich, mich, uns von Gott aufhält.

Regards:
Mensch ;)


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Er bewirkt es sogar!

Beitragvon Arno » Mi 10. Sep 2003, 17:45

Hallo!

Gott läßt das nicht zu, sondern will es so! Wie könnte es anders sein? Gott ist allmächtig, oder nicht? Gott ist kein Zuschauer, der nur zuschaut und zuläßt . Alles ist Ihm untertan:

"Alles, was Ihm gefällt, tut Er" (Ps. 115:3). "Er ändert Zeiten und Fristen, läßt Könige vergehen und läßt Könige aufstehen, gewährt den Weisen Weisheit und Erkenntnis den im Verständnis erfahrenen. Er enthüllt die tiefen und verborgenen Dinge..." (Dan 2:20-22).
"Ist irgendeine Sache zu schwierig für Jewe?" (1. Mose 18:14). Mitnichten! "Denn ich [Jesus] sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken!" (Mat. 3:9). Gott ist also "hoch erhaben über jede Fürstlichkeit und Obrigkeit, Macht und Herrschaft, auch über jeden Namen, der nicht allein in diesem Äon, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird" (Eph. 1:21 ff). Gott führt Seine Pläne mit unvorstellbarer Präzision aus - ein perfekter Manager. "Die früheren Dinge, siehe sie trafen ein! Und die neuen sage Ich an! Bevor sie sprossen, verkündige ich sie euch!" (Jes. 42:9). Unerlaubter Link gelöscht

"Ich (Gott) bilde das Licht und erschaffe das Finstere, bewirke das Gute und erschaffe das Böse.":cry:Jes 45:7); "Ich erschuf auch den Verderber, um zu verheeren" (Jes. 54:16). Denn das Erkennen von Gottes heiligen Eigenschaften setzt voraus, dass die Geschöpfe, die Ihn dafür lieben sollen, auch den Gegensatz zwischen Gut und Böse erlernt haben. Diese Erkenntnis wurde dem Menschen aber nicht angeschaffen, sondern sollte in ihm entwickelt werden. Woher aber hätte der Mensch den Gegensatz von Gut und Böse wissen können, wenn negative Umstände ("das Böse";) nicht von außen an ihn herangetreten wäre? Wie hätte dies ferner anders geschehen können, als durch ein Verbot, irgendetwas zu tun? Und so veranlasste Gott, dass die ersten Menschen von dem "Baum, der klug macht" aßen (1. Mose 3:4), dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Denn es ist die Krankheit, die die Gesundheit angenehm macht, nur am Übel gemessen tritt das Gute in Erscheinung, am Hunger die Sättigung, an der Mühsal die Ruhe. Für Gott bilden diese Gegensätze also eine Einheit - für Gott sind alle Dinge gerecht und gut, da sie in Seinem Plan zielführend sind; Menschen mögen dagegen das eine für gerecht, das andere für schlecht halten. Wichtig ist ihnen, beides zu erleben.


Deswegen gibt es das "Böse"...


Gruss,
Arno
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Re: Er bewirkt es sogar!

Beitragvon Flash » Do 11. Sep 2003, 05:39

Obwohl Gott alles in der Hand hat, "lässt" er eben doch gewisse Dinge "zu"! Im Hiob hat´s eine ganz klare Stelle wo Gott dem Satan sagt das er mit Hiob machen kann was er will (so in etwa), das hat dann nicht Gott gemacht; er hat es zugelassen obwohl er´s organisiert hat. Man sollt da weder in das eine noch ins andere Extrem schwenken.

Das Leben ist kein Spiel, - Das Leben ist ein Zustand.

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Re: Er bewirkt es sogar!

Beitragvon Frequenz » Do 11. Sep 2003, 09:22

sag nur meine meinung:


got = natur (ich meine das ganze universum)
... wenn man bis ins Detail geht.
frequenz

im grundegenommen ist ein auto das gleiche wie ein stuhl, wie ein mensch und ein baum das gleiche ist; nur die hülle ist anderst kodiert.
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Re: Er bewirkt es sogar!

Beitragvon Dschinny » Do 11. Sep 2003, 16:15

@Arno: Nicht schlecht, doch wieso hat er die Erkenntnis des Gut und Böse nicht direkt in unseren Verstand gesetzt?

Der Zweifel ist kein angenehmer Zustand. Gewißheit aber ist ein lächerlicher Zustand.

(Voltaire)
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Re: Er bewirkt es sogar!

Beitragvon Arno » Do 11. Sep 2003, 18:23

Weil der Unterschied eben nur erfahren werden kann. Das muss von jedem Menschen empirisch selbst ermittelt werden. Das ist schlicht Wissen, was erlernt werden muss, genauso wie Sprache, Radfahren oder Mathematik - das hat Gott ja auch nicht schon in jedem Menschen hineingelegt. Es geht also einfach nicht anders, als durch das Sammeln von Erfahrungen.


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