Gauck ohne Feindesliebe?

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Gauck ohne Feindesliebe?

Beitragvon Dreieck » Mo 1. Aug 2016, 07:24

Die Rede von Bundespräsident Gauck nach dem Amoklauf von München:
[...]Sie werden uns nicht zwingen zu hassen, wie sie hassen. Sie werden uns nicht in der Gefangenschaft immerwährender Furcht halten. Wir werden nämlich bleiben, was wir sind: eine mitmenschliche, solidarische Gesellschaft. [...]
http://www.bundespraesident.de/SharedDo ... nchen.html
[= Die komplette Rede]


Ich hatte ein bißchen den Eindruck (u. a. bei Betonung des ersten "Sie" des hierzitierten Redetextauszuges), Gauck sagte das im Hass. Und heißt es nicht in der Bibel, man solle seine Feinde lieben(?)!
Bei Gauck und seinen "Christlich"-"Demokratischen" Kolleg(inn)en kommt es meiner Meinung nach voll durch, dass sie nur ihre Freunde "lieben"; ihre "Feinde" (und damit meine ich bereits die kleine, landespolitische, Ebene) - letztlich also Leute mit von Merkel abweichender Meinung - in eine bestimmte Ecke geschoben werden. "Christ sein" zur reinen Heuchelware degradiert.
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Re: Gauck ohne Feindesliebe?

Beitragvon Johelia » Mo 1. Aug 2016, 08:51

Dreieck hat geschrieben:Die Rede von Bundespräsident Gauck nach dem Amoklauf von München:
[...]Sie werden uns nicht zwingen zu hassen, wie sie hassen. Sie werden uns nicht in der Gefangenschaft immerwährender Furcht halten. Wir werden nämlich bleiben, was wir sind: eine mitmenschliche, solidarische Gesellschaft. [...]
http://www.bundespraesident.de/SharedDo ... nchen.html
[= Die komplette Rede]


Ich hatte ein bißchen den Eindruck (u. a. bei Betonung des ersten "Sie" des hierzitierten Redetextauszuges), Gauck sagte das im Hass. Und heißt es nicht in der Bibel, man solle seine Feinde lieben(?)!
Bei Gauck und seinen "Christlich"-"Demokratischen" Kolleg(inn)en kommt es meiner Meinung nach voll durch, dass sie nur ihre Freunde "lieben"; ihre "Feinde" (und damit meine ich bereits die kleine, landespolitische, Ebene) - letztlich also Leute mit von Merkel abweichender Meinung - in eine bestimmte Ecke geschoben werden. "Christ sein" zur reinen Heuchelware degradiert.


Sali Dreieck

Deine Darstellung denkt mMn viel zu kurz, denn aufgrund der heutigen Gesellschaft ist deine Vorstellung von "Feindesliebe" doch eher naiv und realitäts- fremd.

Aufgrund von Demokratie, Menschenrechten, usw hat unsere Gesellschaft im Westen die Fähigkeit verloren auf Uneinsichtige Zeitgenossen angemessen zu reagieren. Das ganze System ist darauf ausgelegt, dass der Delinquent einsichtig ist und sich dann den Regeln der Gesellschaft unterwirft.

Im vorliegenden Fall will aber der "Feind" (deine Aussage) sich der ihm helfenden Gesellschaft nicht anpassen, sondern nur an Wohlstand anderer Teilhaben und dann dem Helfer seine Regeln aufdrängen.


Wir haben hier eine völlig andere Qualität von "Feind" (deine Aussage) und ich finde es völlig angebracht wenn unsere Staatsoberhäupter laut darüber nachdenken wie unsere Errungenschaften von Demokratie, Menschenrechten und ganz speziell von Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, wirkungsvoll gegen das Eindringen dieses Trojanischen Pferds geschützt werden kann. (Troja wurde ja aufgrund von Dummheit zerstört).

Grüsse
Johel
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Re: Gauck ohne Feindesliebe?

Beitragvon Dreieck » Mi 3. Aug 2016, 07:38

Hallo Johelia

Um diese Passage
[...] Sie werden uns nicht zwingen zu hassen, wie sie hassen. Sie werden uns nicht in der Gefangenschaft immerwährender Furcht halten. Wir werden nämlich bleiben, was wir sind: eine mitmenschliche, solidarische Gesellschaft.[...]

in der Gauck-Rede ging es mir. Das erste "Sie" betonte er übrigens speziell - "SIIE". Kam richtig gehässig rüber. Freunde und Politkumpanen zu "lieben" ist ihm relativ einfach. Und das andere, das er anderen aktiv oder subtil vorwirft, nämlich, zu hassen, das tut er mMn selber.
(Ich schreibe hier nicht von Mördern und Terroristen, sondern von denen, die von der Politik willkürlich zu "Feinden" erklärt werden, um eine bestimmte Richtung durchdrücken zu können, ein Beispiel: Irak[-Bekriegung].) Nur eben eine andere "Gruppe" - die, die nicht konform gehen wollen, mit der vorherrschenden Meinung.
33 Ist es etwas Besonderes, denen Gutes zu tun, die auch zu euch gut sind? Das können auch Menschen, die Gott ablehnen.
http://www.combib.de/bibel/lb/luka6.html
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