Täter des Wortes

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Täter des Wortes

Beitragvon Schoham » Mi 14. Sep 2011, 09:12

Beim Lesen im Forum heute Morgen kamen mir drei Worte eines Bibelverses in den Sinn und ich dachte darüber nach, was sie mir heute grad sagen und möchte es euch gern mitteilen:

Zu lange um Worte geredet, kommt mir vor, wie wenn es mit einer Spirale immer mehr in die Tiefe ginge. In eine dunkle, verwirrte. Wo am Anfang ein Wort, ein Satz, ein Gespräch gut war, angewendet auf eine bestimmte Situation, werden viele Worte zu einer Belastung. Was nützt es, zuzuhören und zu reden, über Worte, wenn sie nicht in die Tat umgesetzt werden..können?

Was denkt ihr darüber?
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon vittella » Mi 14. Sep 2011, 09:30

Schoham hat geschrieben:Was nützt es, zuzuhören und zu reden, über Worte, wenn sie nicht in die Tat umgesetzt werden..können?

Was denkt ihr darüber?


naja, man muss ja irgendwo beginnen und so kommt eins nach dem anderen, erst Denken, dann Reden, dann usw
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Pilgrim » Mi 14. Sep 2011, 12:48

Schoham hat geschrieben:…Was nützt es, zuzuhören und zu reden, über Worte, wenn sie nicht in die Tat umgesetzt werden..können?

Jedoch hat eine Gruppe Menschen welche sich wehrt über irgend etwas zu disputieren eine ziemlich dürftige Möglichkeit zur Wahrheit zu kommen und "in die Tat" umzusetzen.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Pilgrim » Mi 14. Sep 2011, 13:01

vittella hat geschrieben:naja, man muss ja irgendwo beginnen und so kommt eins nach dem anderen, erst Denken, dann Reden, dann usw

Eben…wenn nämlich das "usw" nicht geschehen kann/darf, so überwiegt lediglich die Ansicht der Person die als erstes einspringt und sie zum Ausdruck bringt und das finde ich eine gefährliche Gesinnung in der Gemeinde.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Schoham » Mi 14. Sep 2011, 18:51

Viele Diskussionen führen in einen Leerlauf, weil man nicht konkret von einer ganz bestimmten Situation spricht, sondern nur allgemein über z.B. das Wort Liebe. Allgemein kann man meist gar nicht von etwas sprechen, weil es allgemein unzählige Situationen gibt in der es wieder anders ist. Doch ein Wort eines Freundes zur rechten Zeit in eine konkrete Situation hinein gesagt kann Wunder wirken, wenn man das Wort, das man hört, tut. Auf der einen Seite werden Worte zu einer Belastung, führen zu Verwirrung und auf der andern Seite ist es wertvoll. Wertvoll wenn man Worte die man hört auch ausführt. Also Täter des Wortes wird. Das eine ist fruchtbar und das andere oft fruchtlos. Natürlich kann man auch aus vielen Worten immer mal einen guten Satz draus nehmen und einen Nutzen haben und doch führen sie oft zu nichts und sind auch schnell wieder vergessen bei der Flut von Worten die wir hören und selber sprechen und schreiben.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon onThePath » Mi 14. Sep 2011, 19:58

Täter des Wortes ?

Täter ?
Ich bin unschuldig :?

:mrgreen:
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Pilgrim » Mi 14. Sep 2011, 20:23

Schoham hat geschrieben:Viele Diskussionen führen in einen Leerlauf, weil man nicht konkret von einer ganz bestimmten Situation spricht, sondern nur allgemein über z.B. das Wort Liebe.

Aber gucken wir nur mal in Apostelgeschichte 15, da ging eine ziemliche Polemik über die Bühne…und zwar aus guten Gründen. Da stand etwas wichtiges auf dem Spiel in der Natur des Evangelium selbst. Paulus ging ziemlich heftig mit Hammer und Zange an Petrus heran und sogar vor allen Leuten. Wir lesen das in Galater 2 als Petrus in der Heuchelei der Judaisten verfangen war. Eigentlich ist das meiste der Episteln Argumente mit Christen in schriftlicher Form. Wir sehen darin ziemlich konsistent Argumente…Paulus, Petrus und all die anderen argumentieren über einen kritischen Lehrpunkt, einen kritischen Anwendungspunkt oder einen kritischen Wahrheitspunkt.

Die Gemeinde sollte durch Gespräche gekennzeichnet sein, wir sollten also miteinander diskutieren und debattieren und ich bereue den Tag…und vielleicht ist er schon da…wenn wir uns davor drücken weil wir Frieden haben wollen. Aber ein Frieden auf Kosten der Wahrheit ist nicht des habens wert.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Pilgrim » Mi 14. Sep 2011, 20:25

onThePath hat geschrieben:Ich bin unschuldig :?

Das hingegen nimmt dir niemand ab…wir alle sind in Sünde geboren, demnach sind wir alle Täter… :baby:
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon onThePath » Mi 14. Sep 2011, 22:07

Pilgrim hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Ich bin unschuldig :?

Das hingegen nimmt dir niemand ab…wir alle sind in Sünde geboren, demnach sind wir alle Täter… :baby:


Ja, Täter durch das Wort Gottes überführt.
Es gab und gibt für alle Zeiten nur ein einziges Unschuldslamm.

lg, oTp
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon jes_25913 » Do 15. Sep 2011, 07:10

Schoham hat geschrieben:Beim Lesen im Forum heute Morgen kamen mir drei Worte eines Bibelverses in den Sinn und ich dachte darüber nach, was sie mir heute grad sagen und möchte es euch gern mitteilen:

Zu lange um Worte geredet, kommt mir vor, wie wenn es mit einer Spirale immer mehr in die Tiefe ginge. In eine dunkle, verwirrte. Wo am Anfang ein Wort, ein Satz, ein Gespräch gut war, angewendet auf eine bestimmte Situation, werden viele Worte zu einer Belastung. Was nützt es, zuzuhören und zu reden, über Worte, wenn sie nicht in die Tat umgesetzt werden..können?

Was denkt ihr darüber?


Jak. 1,22: "Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, wodurch ihr euch selbst betrügt."

Manche haben ja, da sie angeblich nichts tun können, weil Jesus ihnen alles schenkt (es anscheinend aber bisher noch nicht getan hat), sich mit Worten ganze Luftschlösser errichtet, in die sie hoffen nach dem Tod einzugehen und die sie hier zum Besten geben.

Wären diejenigen, die sich als Gläubige bezeichnen wirklich Gläubige würden aus dem Glauben viel mehr Taten geschehen. Dann würde man sich auch in der Theorie besser verstehen. Denn die wahre Theorie kommt aus der Praxis.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Gnu » Do 15. Sep 2011, 08:04

jes_25913 hat geschrieben: Wären diejenigen, die sich als Gläubige bezeichnen wirklich Gläubige würden aus dem Glauben viel mehr Taten geschehen. Dann würde man sich auch in der Theorie besser verstehen. Denn die wahre Theorie kommt aus der Praxis.

Vielleicht hilft es für das Verständnis, wenn man bezüglich des Glaubenslebens das Bilderbuch der Bibel zu Rate zieht und dort liest, wie das Volk Gottes des alten Bundes sein Glaubensleben praktizierte. Jahweh hatte ihnen versprochen, das Land Kanaan zu geben. Vom Tage an, als sie Ägypten verliessen, waren sie unterwegs, um dieses Land in Besitz zu nehmen. Aber wegen ihres dauernden Murrens und Ungehorsams liess Jahweh sie vierzig Exerzierjahre in der Wüste absolvieren. Von den gut 600'000 Männern, welche am Berge Horeb gezählt wurden, kamen nur gerade 2 ans Ziel, der Rest starb in der Wüste. Die in der Wüste geborenen konnten dann unter einem anderen Führer das Land in Besitz nehmen, aber sie mussten zuerst die alten Bewohner vertreiben. Uns ist das Land „Ewiges Leben ohne Sünde“ verheissen, aber nicht alle erreichen es, und es muss eingenommen werden, man kann die Einnahme nicht auf später verschieben. Das ist ein evangelischer Irrtum, dass nach Tod und Auferstehung alles das nachgeliefert werde, was wir hier verpatzt haben, weil Jahweh uns durch eine Brille betrachtet, in der er nur seinen Sohn Jeshua sieht und wir durch den Glauben allein vollkommen werden. Das schlimme ist, dass unvergebene Schuld, das sind Sünden, die man begangen, aber nicht bekannt und im Blut Jesu ausgelöscht hat, in die Seele eingraviert werden und mitgenommen werden. Manche meinen, bei der Bekehrung zu Jesus würden ihnen auch die zukünftigen Sünden pauschal vergeben, aber das steht nicht in der Bibel. In der Bibel steht nur, dass die zuvor geschehenen Sünden vergeben werden.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Schoham » Do 15. Sep 2011, 09:54

onThePath hat geschrieben:Täter des Wortes ?

Täter ?
Ich bin unschuldig :?

:mrgreen:


Ein passendes Beispiel grad, was ein Wort in einem auslöst. Das Wort Täter wird kaum jemand als etwas positives ansehen und doch ist es etwas gutes, wenn nach den Worten, Taten folgen. Gute Taten natürlich :) .

jes_25913 hat geschrieben:Wären diejenigen, die sich als Gläubige bezeichnen wirklich Gläubige würden aus dem Glauben viel mehr Taten geschehen.


Bedenke bitte, dass wahrhaft Gläubige, ihre guten Taten nicht hinausposaunen 8-). Auch sind es nicht nur die Taten, also die Werke die zählen. Es ist das Wesen, das ganze sein eines Menschen das sich durch die Gnade Gottes verändert. Es ist ein hinwachsen zu der Liebe, zu der Freude, zu den guten Taten. Niemand ist vollkommen in den Geistesgaben. Bei einigen erkennt man jedoch, dass sie auf dem Weg sind.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Schoham » Do 15. Sep 2011, 11:59

Gnu hat geschrieben: In der Bibel steht nur, dass die zuvor geschehenen Sünden vergeben werden.


Durch das getauschte Leben, steht der Sünder vollkommen begnadigt vor Gott und hat das Leben. Der Wunsch ist da, heilig zu sein und rein zu werden. Und er ist heilig. Heilig durch den der ihn heiligt. Das Ziel steht am Anfang und jetzt lebt der Mensch zu diesem Ziel hin indem er sich von allen Sünden reinigen lässt. So ist sein ganzes Leben, ein Leben in der Heiligung. Das heisst, in Christus sein und bleiben. Vor Gott wandeln wie Abraham.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Gnu » Do 15. Sep 2011, 14:52

Schoham hat geschrieben: Durch das getauschte Leben, steht der Sünder vollkommen begnadigt vor Gott und hat das Leben. Der Wunsch ist da, heilig zu sein und rein zu werden. Und er ist heilig. Heilig durch den der ihn heiligt. Das Ziel steht am Anfang und jetzt lebt der Mensch zu diesem Ziel hin indem er sich von allen Sünden reinigen lässt. So ist sein ganzes Leben, ein Leben in der Heiligung. Das heisst, in Christus sein und bleiben. Vor Gott wandeln wie Abraham.

Er kann dabei in allerlei Fallen geraten, aus denen es oft kein Entkommen mehr gibt.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Schoham » Do 15. Sep 2011, 15:09

Gnu hat geschrieben:Er kann dabei in allerlei Fallen geraten, aus denen es oft kein Entkommen mehr gibt.


Sag uns doch bitte, eine, von den Fallen, von denen Du denkst es gäbe von dort kein Entkommen.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Gnu » Do 15. Sep 2011, 15:50

Schoham hat geschrieben: Sag uns doch bitte, eine, von den Fallen, von denen Du denkst es gäbe von dort kein Entkommen.

Die bekannteste und am weitesten verbreitete ist meiner Meinung nach die Charismatik. Ich schrieb aber nicht, dass es gar kein Entkommen gibt, bei Gott sind viele Dinge möglich.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon NEM » Do 15. Sep 2011, 17:31

Gnu hat geschrieben:
Schoham hat geschrieben: Sag uns doch bitte, eine, von den Fallen, von denen Du denkst es gäbe von dort kein Entkommen.

Die bekannteste und am weitesten verbreitete ist meiner Meinung nach die Charismatik. Ich schrieb aber nicht, dass es gar kein Entkommen gibt, bei Gott sind viele Dinge möglich.


Carismatik ist ein sehr weiter Begriff. z.B: Mir geht der Toronto Segen da auch zu weit. Glaube aber an die Gaben, dass sie noch heute vorhanden sind. Aber mit Ordnung.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Pilgrim » Do 15. Sep 2011, 17:55

Gnu hat geschrieben:Die bekannteste und am weitesten verbreitete ist meiner Meinung nach die Charismatik…

Was verstehst du denn unter "Charismatik"…? Sind wir denn nicht alle in Christus Gläubigen "Charismatiker"? Sogar du, wenn du im allgemeinen Leben der Gemeinde funktionierst, werkelst, dienst und Christus somit zur Ehre Gottes manifestiert wird. Das ist der Plan der Geisteswirkungen wie sie im 1.Korinther 12:1 genannt sind…die göttlichen Befähigungen, die Ausstattungen, die Energieverleihungen, die Dienste, die Charismata, was immer du sie auch nennen willst…Paulus brauchte fünf verschiedene Wörter dazu.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Robby » Do 15. Sep 2011, 18:09

Hi all

Bitte keine dedizierte Charismatikdiskussion aufkommen lassen.


Lieber Gruss
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon yotham » Do 15. Sep 2011, 18:17

Täter des Wortes wird, wer G'ttes Gebote umsetzt. Denn der Glaube ohne Werke ist tot, meint Ya'akov, der Bruder des Messias.
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Pilgrim » Do 15. Sep 2011, 19:19

Robby hat geschrieben:Hi all
Bitte keine dedizierte Charismatikdiskussion aufkommen lassen.

Oh ganz sicher nicht…wir sprechen ja lediglich hingebungsvoll über Taten welche die Täter des Wortes kennzeichnet…1.Korinther 12:1… :angel:
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Trixi » Do 15. Sep 2011, 19:29

Soviel ich weiß, steht die Aufforderung, Täter des Wortes zu sein, im Jakobus-Brief.
Eigentlich steht die Antwort auf die Frage auch in diesem Brief.
Da wird ein Vergleich von einem Menschen gezeigt, der sich im Spiegel anschaut und sobald er weggeht, nicht mehr weiß, wie er ausschaut.

Das sagt für mich ganz simpel aus: Alles, was nur in Worten ausgedrückt wird und nicht durch Taten "bewiesen" wird, ist unnütz.

Ein simples Beispiel dafür ist, wenn jemand oft behauptet: "Ich liebe dich" - aber seine Taten das Gegenteil beweisen, sind die Worte nutzlos und leer. Auch wenn er sie vielmals wiederholt.

Wie man Täter des Wortes werden kann, steht auch im Jakobus-Brief:
Da heißt es: Jak.1,19 „ sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn“.
Wenn man diese Reihenfolge einhält, hat man beim "Nächsten" die besten Chancen, Täter des Wortes zu sein.

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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Cool » Do 15. Sep 2011, 19:33

yotham hat geschrieben:Täter des Wortes wird, wer G'ttes Gebote umsetzt. Denn der Glaube ohne Werke ist tot, meint Ya'akov, der Bruder des Messias.


Täter des Wortes kann man eben nur dann sein, wenn man seine Anweisungen befolgt. Das Hören alleine macht einen nicht zum Täter. Erstellte Ersatzworte sind immer noch nicht die Worte des Herrn, sondern menschliche Lehren.

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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Dreieck » Sa 4. Jun 2016, 23:30

Sind Täter des Wortes auch Jene, die zulassen, dass Massenmedien Lügen verbreiten, obwohl sie wissen, dass jene Lügen fördernd Unruhen, Elend, Krieg sind?
Nur weil diese Hörer der Falschzeugnisworte meinen, sie könnten doch nichts tun gegen die "verzahnte" (vermeintliche) Übermacht? Wäre Gebet genug Tat? Was wären Alternativen?
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon firebird » So 5. Jun 2016, 10:49

Lieber Dreieck,

als mögliche Taten sehe ich:

1. Jenen Medien nicht glauben und solche Meldungen nicht eins zu eins weitertragen.
2. Sofern es die Möglichkeit zum Kommentieren gibt, diese nutzen für eine Gegendarstellung die in einem freundlichen Ton gehalten ist.
3. Beten.

Freundlicher Gruss
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Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon kingschild » So 5. Jun 2016, 16:31

Dreieck hat geschrieben:Sind Täter des Wortes auch Jene, die zulassen, dass Massenmedien Lügen verbreiten, obwohl sie wissen, dass jene Lügen fördernd Unruhen, Elend, Krieg sind?
Nur weil diese Hörer der Falschzeugnisworte meinen, sie könnten doch nichts tun gegen die "verzahnte" (vermeintliche) Übermacht? Wäre Gebet genug Tat? Was wären Alternativen?


Hallo Dreieck

Das die Welt (Massenmedien) in der Regel wenig wissen über das Reich Gottes, können sie meist auch nur so berichten wie sie die Dinge wahrnehmen.

Das es noch eine andere Ebene gibt wie man gewisse Dinge sehen könnte, dazu sind wir als Christen sicher aufgerufen, dies in Gesprächen mit Freunden, Nachbarn und Feinden offen darzu legen. Um mehr Menschen zu erreichen mit anderen Informationen, da bietet ja das Internet unzählige Möglichkeiten.

Das Gebet ist sicher ein weiterer Faktor, wo sie derjenige der weniger gern diskutiert sich einsetzen kann. Jeder ist dort eben gefragt.

Meine Erfahrungen zeigen jedoch, wenn die Mehrheit die Lüge mehr liebt als die Wahrheit, so sind die Möglichkeiten eben auch beschränkt, weil Menschen zum Segen zwingen ist nicht möglich. Die welche aber offen sind mehr über den Segen zu erfahren, die müssen wir als Christen finden, weil nur durch solche wird der Segen für ein Land grösser.

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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Jeshu » Sa 11. Jun 2016, 22:02

Dreieck hat geschrieben:Sind Täter des Wortes auch Jene, die zulassen, dass Massenmedien Lügen verbreiten, obwohl sie wissen, dass jene Lügen fördernd Unruhen, Elend, Krieg sind?
Nur weil diese Hörer der Falschzeugnisworte meinen, sie könnten doch nichts tun gegen die "verzahnte" (vermeintliche) Übermacht? Wäre Gebet genug Tat? Was wären Alternativen?


Hi Dreieck!
Schwierige Frage, denn selbst die Wahrheit zu sagen befördert derzeit Unruhen oder sogar Krieg. Siehe auch Flüchtlingsgeschehen oder die aktuelle Armenien-Resolution.
Wann schweigt man besser, wann sagt man was?
Keiner mehr weiß es, denn alles hat im Internet-Zeitalter und der "Globalisierung" weitgehende völlig verquere Konsequenzen.

LG
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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Dreieck » So 12. Jun 2016, 07:35

Jeshu hat geschrieben:[...]

Hi Dreieck!
Schwierige Frage, denn selbst die Wahrheit zu sagen befördert derzeit Unruhen oder sogar Krieg. Siehe auch Flüchtlingsgeschehen oder die aktuelle Armenien-Resolution.
Wann schweigt man besser, wann sagt man was?
Keiner mehr weiß es, denn alles hat im Internet-Zeitalter und der "Globalisierung" weitgehende völlig verquere Konsequenzen.

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Hallo Jeshu,

ich denke, das liegt daran, dass der gewöhnliche Bürger ja die Lüge als Wahrheit annimmt, und Leuten ("nur") deshalb glaubt, weil sie "Politiker" bzw. Medienleute sind.
Verkennend, dass der angenommene "Freund" Feind ist, der angenommene "Feind" Freund.
Wenn die Wahrheit verachtet wird, und die Lüge verehrt, was soll dabei rauskommen denn das, was nun ist und sich braut(?)...

(Und dennoch steht in der Bibel sinngemäß, man möge der Führung des Landes gehorchen, sich so verhalten, dass man Lob von ihr ernte.
Ich kann mir nur vorstellen, dass das deswegen "empfohlen" ist, da man als sich Anbiedernder mehr Chancen auf Einflußnahme / darauf, eine Änderung zu erwirken, hat, als einer, der hart seinen Unmut gegenüber asozial sich verhaltenden Regierenden offen kundtut bzw. Widerstand leistet bzw. organisiert.)
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Was ist "Wahrheit"?

Beitragvon Freia » Mo 13. Jun 2016, 16:11

Wenn man genauer hinschaut stellt man fest, dass in den modernen westlichen Gesellschaften viele Arten und Formen, viele Felder der "Wahrheit" gibt. Auf die Politik bezogen, ist etwa die "Wahrheit" eines Partei-Politikers eine andere als die "Wahrheit" seines Rivalen. Es gibt weiterhin "Wahrheiten" in den Wissenschaften, in der Kunst, in den Religionen, im Recht, es gibt profane "Wahrheiten" und "Wahrheiten", die sich besonders auf den Einzelnen beziehen. Letztere können (und sollten) eingebunden sein in Philosophie, Theologie, Religionswissenschaften, in die (Tiefen-)Psychologie, in Psychotherapie, etc. Somit ist es für jeden Einzelnen eine schwierige Aufgabe (geworden), nicht nur eine gute Orientierung zu haben, sondern darüber hinaus ein Stück von "Wahrheit" zu entdecken und dieses für sich und die umgebende Gesellschaft im positiven Sinne (!) nutzbar und fruchtbar zu machen. Leider sind damit m.E. immer mehr Menschen überfordert, und unsere (christlichen) Religionen schaffen es leider nicht mehr genügend, den Menschen ihre "Wahrheiten" mitzuteilen. - Allein die 10 Gebote sind ein Juwel innerhalb der jüdisch-christlichen Religion. Aber wer kennt sie eigentlich noch?
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Re: Was ist "Wahrheit"?

Beitragvon kingschild » Di 14. Jun 2016, 11:27

Freia hat geschrieben:Wenn man genauer hinschaut stellt man fest, dass in den modernen westlichen Gesellschaften viele Arten und Formen, viele Felder der "Wahrheit" gibt. Auf die Politik bezogen, ist etwa die "Wahrheit" eines Partei-Politikers eine andere als die "Wahrheit" seines Rivalen. Es gibt weiterhin "Wahrheiten" in den Wissenschaften, in der Kunst, in den Religionen, im Recht, es gibt profane "Wahrheiten" und "Wahrheiten", die sich besonders auf den Einzelnen beziehen. Letztere können (und sollten) eingebunden sein in Philosophie, Theologie, Religionswissenschaften, in die (Tiefen-)Psychologie, in Psychotherapie, etc. Somit ist es für jeden Einzelnen eine schwierige Aufgabe (geworden), nicht nur eine gute Orientierung zu haben, sondern darüber hinaus ein Stück von "Wahrheit" zu entdecken und dieses für sich und die umgebende Gesellschaft im positiven Sinne (!) nutzbar und fruchtbar zu machen. Leider sind damit m.E. immer mehr Menschen überfordert, und unsere (christlichen) Religionen schaffen es leider nicht mehr genügend, den Menschen ihre "Wahrheiten" mitzuteilen. - Allein die 10 Gebote sind ein Juwel innerhalb der jüdisch-christlichen Religion. Aber wer kennt sie eigentlich noch?


Hallo Freia

Jeder glaubt grundsätzlich nicht das falsche zu Glauben. Also muss oft der Geist gesucht werden der in alle Wahrheit führt. Dies kann auch Geduld und Zeit in Anspruch nehmen aber Jesus Christus hat den Jüngern ja folgendes verheissen:

Joh 8:32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!

Ich erlebe selbst auch wie es manchmal Zeit braucht um gewisse Dinge zu erkennen aber wie schön es ist wenn man dann das erkennt was frei macht.

Was die 10 Gebote anbelangt so glaube ich das sie doch unter den Christen sehr präsent sind aber in der Welt sehr oft ganz komische Ansichten über Christus kursieren.

Darum müssen wir sehr nah bei Christus bleiben, dann sind wir am Ende auch nah an der Wahrheit.

Denn ohne Ihn ist ein erkennen schlecht möglich:

Ps 57:3 (57-4) Er wird mir vom Himmel Rettung senden, zum Hohn machen den, der wider mich schnaubt. (Pause.) Gott wird seine Gnade und Wahrheit senden.

und hier das NT:

Joh 1:14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.


Wenn wir in diesem bleiben, so bleibt die Wahrheit uns Nahe.

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Re: Täter des Wortes

Beitragvon Jeshu » Mi 15. Jun 2016, 22:54

Dreieck hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:[...]

Hi Dreieck!
Schwierige Frage, denn selbst die Wahrheit zu sagen befördert derzeit Unruhen oder sogar Krieg. Siehe auch Flüchtlingsgeschehen oder die aktuelle Armenien-Resolution.
Wann schweigt man besser, wann sagt man was?
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Hallo Jeshu,

ich denke, das liegt daran, dass der gewöhnliche Bürger ja die Lüge als Wahrheit annimmt, und Leuten ("nur") deshalb glaubt, weil sie "Politiker" bzw. Medienleute sind.
Verkennend, dass der angenommene "Freund" Feind ist, der angenommene "Feind" Freund.
Wenn die Wahrheit verachtet wird, und die Lüge verehrt, was soll dabei rauskommen denn das, was nun ist und sich braut(?)...

(Und dennoch steht in der Bibel sinngemäß, man möge der Führung des Landes gehorchen, sich so verhalten, dass man Lob von ihr ernte.
Ich kann mir nur vorstellen, dass das deswegen "empfohlen" ist, da man als sich Anbiedernder mehr Chancen auf Einflußnahme / darauf, eine Änderung zu erwirken, hat, als einer, der hart seinen Unmut gegenüber asozial sich verhaltenden Regierenden offen kundtut bzw. Widerstand leistet bzw. organisiert.)


Hi Dreieck!

Die Medien sind ursprünglich als reine Informationsquelle gedacht, nicht als "Lenkapparat" für das Volk. Hitler & Co damals haben jedoch bereits die "Medienmacht" fast in Perfektion für sich missbraucht. Somit ist dasselbe bei unseren immens gestiegenen medialen Möglichkeiten noch viel mehr wahrscheinlich.

Ich überlasse meine Führung oder das Lob jedenfalls nicht einem Land, bzw. auch keinerlei menschlichen Obrigkeit - sondern allein Jesus Christus, denn vor Ihm muss ich letztendlich all mein Tun verantworten.

Aber selbst wenn man dies alles begreift, bleibt es ungemein schwer für Menschen alles in Gottes Sinne umzusetzen, ohne dass irgend jemand Schaden davon trägt.

Dies ist für mich eben der berühmte "schmale Weg", den wir finden und gehen müssen. Manchmal erscheint er mir fast unmöglich in unserer Welt.

LG
Jeshu
Seiet GOTT unterwürfig – aber keinem Manne
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Jeshu
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