Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklich?

Moderator: bigbird

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie?

Beitragvon Johncom » Do 16. Dez 2010, 16:04

Robby hat geschrieben:Die Schöpfung ist nicht Gott. Gott hat sie gemacht und man kann IHN darin erkennen, aber die Schöpfung ist nicht Gott. Da irrt der Pantheismus, denn die Schöpfung wird weggetan werden, was bleibt das ist die Versammlung der Gläubigen in den Auferstehungsleibern. Im neuen Jerusalem.


Dass die Schöpfung Gott sei - so sagt es niemand.
Und doch ist Gott 'in' der Schöpfung, wie auch in Dir und dem Nächsten.
Das Leben. Das was lebt, das was lebendig ist. Das was seiend ist.

Hm ... die Versammlung der Gläubigen in den Auferstehungsleibern im neuen Jerusalem. Da müsste ja auch erst eine Neu-Schöpfung vorrausgehen. Und wenn man ein bischen Logik nimmt, sieht man dass alles was neu ist, auch wieder alt wird. Alles was begonnen hat, endet wieder. Was jetzt nicht da ist, nicht immer schon da war - also völlig jenseits aller Zeit, das ist das immer seiende.

'Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch' - Ich denke nicht, dass 'Dein Reich komme' ( Vater Unser ) etwas Zukünftiges herbei bittet. Sondern die Bitte ist, lass mich gewahr werden. Dessen was ist.

Ich find es fatal und traurig wenn 'Reich Gottes', Gott, Ewigkeit auf gedachte Bilder reduziert wird. Was daraus folgt, ist ein chaotischer Meinungsdschungel in der Welt der Gläubigen. Jeder, der glaubt Recht zu haben, die einzig wahre Version zu vertreten, zeigt hier und da hin, nur nicht auf sich selbst. Da kann Religion zur Flucht aus dem Leben werden. :|
Benutzeravatar
Johncom
Wohnt hier
 
Beiträge: 2575
Registriert: Di 21. Mär 2006, 09:46
Wohnort: Deutschland

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Johncom » Do 16. Dez 2010, 16:32

Scardanelli hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben: Und der Mensch erfährt die Schöpfung zunächst durch den Nächsten, und in dieser Beziehung hat er seinen Knoten.
Der Nächste ? Im Englischen heisst es Neighbour = Nachbar. Jeder, dem ich begegne ...

Die Natur ist kein Zweck, sondern ein Mittel. Die Natur tritt zwangsläufig auf, wenn der Geist vereinzelt wird. Wenn der Geist vereinzelt wird, dann muss ihm eine Spähre des Endlichen geschaffen werden.
Die Natur ist sozusagen eine Art Abfallprodukt der Vereinzelung des Geistes. Die Natur ist rein endlich, oder nur ein Schein. In der Natur erfährt der Mensch seine Freiheit nicht.


Der Mensch hat Körperlichkeit, das ist Natur pur. Und dieser Körper zwingt: Essen müssen, Ausscheidung, Vermehrungstrieb ... Irgendwie hält der Körper den Geist in seiner Vereinzelung gefangen. Der Geist wird permanent auf Trab gehalten zwischen Küche und Klo. Und mehr: Er muss dem Körper ein allseits geachtetes Erscheinungsbild geben in der Welt. Der vereinzelte Geist will in seinem Körper 'geachtet' werden, respektiert.

Die Freiheit ist, nicht von der Welt zu sein.
Auch nicht, von einer gedachten 'kommenden neuen Welt'. Freiheit ist, sich in das zu geben was ist. Liebe zu dem was ist. Und ganz ohne den Krampf der Erwartungen, Wünsche und Ängste.
Benutzeravatar
Johncom
Wohnt hier
 
Beiträge: 2575
Registriert: Di 21. Mär 2006, 09:46
Wohnort: Deutschland

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Do 16. Dez 2010, 21:49

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:
Was müsstest du denn zulassen, damit der Messias das Volk Gottes im Heiligen Land wohnen lassen kann? Und was könntest du da verfehlen.

Nicht zu lassen ist ein bewusstes ablehnen des Heilplanes. Was ich dabei verfehle ist das Heil Gottes, wenn ich nicht zulasse das mich das Wort von Christus inspiriert. Wenn ich es nicht annehme.

Wenn du etwas kritisierst, dann musst du es zulassen. Ich nehme deine Heilsplan ja an und siehe er führt nicht zum Heil.
Dein Heilsplan wird jetzt seit 2000 Jahren immer und immer wieder zugelassen und es ist noch kein Heil geworden.
Über dieses Zulassen sind Generation über Generationen gestorben.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Do 16. Dez 2010, 21:58

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:
Wenn du etwas verfehlst, dann hast du etwas getan. Wenn du etwas zulässt, dann hast du nichts getan.
Eigentlich ist es aus sich selbst gar nicht verständlich, was du meinst.

Ich weiss nicht wie Du auf solche Schlüsse kommst Scardi aber wenn ich jemanden als Türsteher zulasse oder nicht in beidem Fall habe ich etwas getan. Daselbe gilt auch für die Frage wem ich die Türe aufschliesse und wem ich sie zuschliesse. Wem ich gestatte das er mein Leben prägt und wem ich es nicht gestatte hat immer mit meiner persönlichen Entscheidungsfreiheit zu tun.

Was du so alles können willst!? Du glaubst, du könntest entscheiden, was dich prägt.
Das wäre vielleicht schön, würde aber ins blanke Chaos führen. Wenn jeder einzelne Mensch entscheiden könnte, was ihn prägt, wäre es unmöglich, ein Land zu regieren.

Wenn jeder einzelne Mensch tatsächlich entscheiden könnte, was ihn prägt, dann wäre jeder Mensch wie der Schöpfer selbst.

Einzelnes hat nicht die Macht, zu entscheiden, was es prägt. Dann würde ich mich heute mal entscheiden, mich nicht durch die Demokratie prägen zu lassen und vielleicht mal eine „Nase“ Sozialismus zu nehmen und morgen dann wieder etwas Demokratie zuzulassen.

Andere würde sich mal von der Monarchie prägen lassen und wieder andere als Anachristen ein paar nette Stunden verbringen.

Das ist ja wohl nicht zu fassen, was du meinst, wie der Mensch und damit das Menschenleben funktioniert.

Du würdest entscheiden können, was dich prägt und was nicht. Sei mir nicht böse, aber das ist Wunschdenken von Allmacht. Was dich prägt, hängt sehr davon ab, was alle Menschen prägt. Da kann nicht jeder einzelne aussuchen, weil sonst das Leben des Menschen überhaupt nicht funktionieren würde, weil es ins Chaos übergehen würde.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Do 16. Dez 2010, 22:07

kingschild hat geschrieben: Ich weiss nicht wie Du auf solche Schlüsse kommst Scardi aber wenn ich jemanden als Türsteher zulasse oder nicht in beidem Fall habe ich etwas getan. Daselbe gilt auch für die Frage wem ich die Türe aufschliesse und wem ich sie zuschliesse. Wem ich gestatte das er mein Leben prägt und wem ich es nicht gestatte hat immer mit meiner persönlichen Entscheidungsfreiheit zu tun.

Was glaubst du wohl, was das ist, dein biblisches Christentum? Das ist mit den Eigentumsverhältnissen der bürgerlichen Gesellschaft aufs höchste kompatibel.

Dein Christentum ist das Christentum des Privateigentums. Von wegen, von Jesus sich prägen zu lassen.

Dein Christentum ist das bürgerliche, wo jeder hinter sich die Haustür zumacht und sein Privateigentum hütet: Mein Haus, meine Frau, mein Arbeitsplatz.

Das soll dein Jesus sein, der dich prägt, oder habe ich da etwas übersehen?
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Fr 17. Dez 2010, 13:03

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Wenn du etwas zulässt, dann bist du nicht frei. Frei wärst du nur dann, wenn du dich gegen das Zugelassene wehren würdest. Wenn du etwas zulässt, dann musst du Freiheit aufgeben.
Wenn du wengistens sagen würdest, wie es formal nur sein kann. Du müsstest sagen, dass dein Gott dich nur retten kann, wenn du dich wie eine Maschine verhältst, also willenlos, eben als das reine Zulassen, das erforferlich ist, damit er dich formt.
Du möchtest aber den freien Menschen und den der zulässt.

Ein Maschine kann nicht entscheiden ob sie sich von etwas prägen lassen will. Ein Mensch entscheidet eben sehr wohl, von was er sich prägen lassen will, ob von Gut oder von Böse. Die absolute Freiheit gibt es für den Menschen nicht er kann sich entscheiden wem er dienen will und von was er sich prägen lassen will. Zulassen oder nicht zulassen das ist ein aktives Handeln das in die Entscheidungsfreiheit gehört.

Nur Gott fängt an und nur Gott hört auf. Der Mensch ist immer mitten drinnen.
Der Mensch kann weder damit beginnen etwas Gutes zu tun noch kann der Mensch damit beginnen, etwas Böses zu tun.

Der Mensch ist der Geist im Prozess, also in Bewegung. Der Mensch steht niemals still.

Der Mensch ist geprägt, der Mensch wird nicht geprägt. Du musst den Mensch in seiner Bewegung begreifen.

Wenn du jetzt sagst, du würdest dich von Gott, dem Guten prägen lassen. Dann komm ich und fordere dich auf, das mal sehen zu lassen, das Gute, das dich geprägt hätte.
Du bist doch aber nicht in der Lage, das zu zeigen und warum wohl?

Sollen wir jetzt alle denken, dass du, kingschild, vom Guten geprägt wurdest, weil du dich dazu entschlossen hast, es zuzulassen?

Es ist völlig ausgeschlossen, wenn du vom Guten geprägt wärst, dass aus dir Böses kommen könnte. Du wärst also eine Art Lichtwesen.

Wie groß muss die Not sein, wenn Menschen so etwas glauben? Ich habe auch meine Probleme aber solche abenteuerlichen, und dazu noch völlig starren Konstruktionen des Denkens – was ist dem wohl vorausgegangen?

Du kannst nicht entscheiden, wem du dienen willst, weil du dazu bestimmt bist, frei zu sein. Wenn du jemandem dienen wolltest, dann hätte er mit dir etwas, was unfähig ist, zu dienen. Dein Herr kann dich niemals beherrschen, weil das nicht deine Bestimmung ist. Dein Herr kann dich niemals in den Griff bekommen.
Der Mensch ist ein Wesen, das unfähig ist, zu dienen, weil du die Erkenntnis bist und die wird immer finden, wozu sie bestimmt ist und das ist die Freiheit und nicht die Knechtschaft. Du kannst nicht der Knecht Gottes werden, auch wenn du das willst.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon alegna » Fr 17. Dez 2010, 20:47

Scardanelli hat geschrieben:Dein Heilsplan wird jetzt seit 2000 Jahren immer und immer wieder zugelassen und es ist noch kein Heil geworden.
Über dieses Zulassen sind Generation über Generationen gestorben.

Alle die das Heil zugelassen haben werden den Tod nicht schmecken in Ewigkeit (Tod=ewige Trennung von Gott), der Leib bleibt aber sterblich und wird sterben, der Geist aber wird bestehen bleiben in der Herrlichkeit Gottes, für alle die das Heil zugelassen haben.

Liebe Grüsse
alegna
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15493
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Fr 17. Dez 2010, 21:39

alegna hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Dein Heilsplan wird jetzt seit 2000 Jahren immer und immer wieder zugelassen und es ist noch kein Heil geworden.
Über dieses Zulassen sind Generation über Generationen gestorben.

Alle die das Heil zugelassen haben werden den Tod nicht schmecken in Ewigkeit (Tod=ewige Trennung von Gott), der Leib bleibt aber sterblich und wird sterben, der Geist aber wird bestehen bleiben in der Herrlichkeit Gottes, für alle die das Heil zugelassen haben.

Der Tod ist eine merwürdige Sache.
Wenn du von neuem geboren wärst, dann hättest du den Tod geschmeckt. Wer zweimal geboren ist, der muss den Tod geschmeckt haben.
Ich glaube aber auch nicht, dass du den Tod schon einmal geschmeckt hast.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Fr 17. Dez 2010, 21:47

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Das ist aber nur Theorie, weil sich kein Christ so verhält, als wenn er sich selbst aufgegeben hätte. Ich habe noch keinen einzigen Christen gesehen, der Jesus bei sich heranlassen würde. Es sind nur Worte die auf Worte aufgetürmt werden.


Du kannst nur sehen was Du sehen willst Scardi alles andere wird Dir verborgen bleiben.

So ist es, so kann es nur sein, weil jeder einzelne Mensch beschränkt ist. Wenn ein einzelner Mensch nicht mehr beschränkt wäre, dann wäre er Gott.
Es ist nicht schlimm, dass mir etliches verborgen bleibt. Was mir verborgen bleibt, dass findest du dann eben.
Der Mensch funktioniert nur als Teamspieler richtig. Und wenn der Mensch nicht im Team mit seinen Mitmenschen spielt, dann kann ihm auch Gott nicht helfen.
Ich weiß, dass mir vieles verborgen ist, aber ich schäme mich deshalb nicht und ich denke auch nicht daran, das grundsätzlich zu ändern.

Christen sagen, sie könnten ohne Gott nichts tun und ich sage, dass der Mensch ohne seinen Mitmenschen verloren ist. Niemand kann dir helfen, als nur dein Nächster. Schmaler kann der Weg nimmer sein, weil Jesus immer zuhört, aber das Ohr deines Nächsten musst du dir gewinnen.

Ich glaube an den schmalen Weg und ich weiß, dass der Weg der Christen durch Jesus viel zu breit ist, als für den schmalen Weg gelten zu können.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Fr 17. Dez 2010, 21:59

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Das geht auch nicht, weil der Mensch nicht zum Zulassen konstruiert wurde. Es gibt im Menchen keinen Schalter, der das Zulassen erlauben würde. Du kannst nicht zulassen, dass ein anderer für dich tut. Wünschen kannst du das. Du kannst es auch glauben, aber nicht realisieren.


Sicher ist das der Mensch Ja oder Nein sagen kann zu etwas. Er kann dafür oder dagegen sein. Somit bist Du ein Teil dessen der mithilft was realisiert wird. Gebe ich dem guten Raum wird das gute Real. Gebe ich dem Bösen Raum wird das Böse Real.

Sicher ist, dass es egal ist, ob du Ja oder Nein sagst. Jesus erzählte folgende Geschichte. Ein Mann hatte zwei Söhne. Er wandte sich an den ersten und sagte zu ihm: Mein Sohn, geh heute in den Weinberg arbeiten. Der antwortete: Ich gehe, Vater. Er ging aber nicht.
Da wandte sich der Vater an den zweiten Sohn und sagte zum dasselbe. Der aber antwortete: Ich mag nicht. Dann ging er aber doch.

Du kannst Nein zu Jesus sagen und dann doch tun, was er will. Du kannst auch Ja zu Jesus sagen und dann gar nicht tun, was er will. Es interessiert Gott nicht, ob du Ja oder Nein zu ihm sagst. Gott sieht in dein Herz, ob du auch das Ja oder das Nein bist, das du gesagt hast.

Dein Ja und dein Nein sind nur Worte, die mit deinem Wesen nicht zwingend etwas zu tun haben müssen. Worte sind am Ende Schall und Rauch.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Sa 18. Dez 2010, 11:06

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:So mächtig, wie du den einzelnen Menschen darstellst, so mächtig ist er nicht. Du redest über Prägungen, als wenn du sie mit dem Staublappen wegwischen könntest.


Es ist nicht einfach aber Du entscheidest ob Du die Prägung behalten willst oder ob Du etwas ändern willst. Du entscheidest auch ob das schneller geschehen soll oder ob Du bis ans Lebensende damit bemüht sein wirst. Welche Prägung wäre den stark genug, das sie der Autortiät Gottes wiederstehen könnte?

Erkenntnis bedeutet, zu sein, was man ist. Prägung bedeutet, nur zu sein. Wenn du geprägt bist, dann bewegst du dich innerhalb der Prägung. Wenn du geprägt bist, dann schaust du alles durch die Prägung an.
Wenn du in einer Sache bist, dann weißt du das nicht. Erkenntnis bedeutet dagegen, in einer Sache seiend, außer ihr sein zu können. Du schaust dich selbst an: das ist Erkenntnis.

Du bist vom bürgerlichen Christentum geprägt und wie es scheint, hast du dich noch nie selbst darin betrachtet. Du weißt damit nicht, was du da eigentlich bist und tust. Du weißt es nicht, weil du dich selbst noch nicht in den dazu notwendigen Unterschied gesetzt hast.

Im Gleichnis vom Verlorenen Sohn hat dieser zum ersten Mal erfahren, was er eigentlich beim Vater gehabt hat, als er im Schweinstall gewesen ist.
Der Verlorene Sohn hat das Paradies verlassen und erst aus der Ferne hat er sich selbst dort im Nachhinein erkennen können.

Du bist mit deiner Bibel in deinem Bibelparadies und redest nur aus diesem Stand ohne zu bemerken, wo es hakt.
Du kannst es nicht sehen, wie du die Folgen für deinen Bibelglauben aus Genesis 3,22 nicht sehen kannst.
Ich weiß, warum du nicht sehen kannst, dass die Schlange nicht gelogen hat. Es ist innerhalb des paulinischen Christentums unmöglich die Schlange so zu sehen, wie sie im Paradies und noch bei Hiob gewesen ist.

Um gegen Gott eine wirksamen Widerstand einzusetzen, reicht die Prägung der Vereinzelung. Die Vereinzelung des Geistes hat die Kraft, sich gegen Gott stemmen zu können. Und hier befinden wir uns. Wir fangen mit diesem Gegensatz an. Du bist vereinzelt. Du bist das nicht aus Glauben, sondern aus der Realität Gottes heraus. Der Glaube nutzt hier nichts. Deine Form kannst du nicht wegglauben.
Durch die Positivität des paulinischen Christentums änderst du rein gar nichts an diesem Widerspruch. Diese Gutdenkerei der Christen ist zahnlos.
Ich bin nicht die Macht aber ich entscheide ob ich der Macht diene die mich negativ prägt oder derjenigen die mich positiv prägt. Ich entscheide wieviel ich von diesen Zulasse oder eben im Umkehrschluss ablehne.

Du bist nicht in der Position zulassen zu können, weil du selbst ein Täter bist. Du tust beständig und da ist die Frage müßig, ob du zulassen könntest. Du sitzt nicht im Lehnstuhl des Lebens und schaltest nicht wie auf einer Fernbedinung, was du zulässt und was nicht. Du musst etwas bestimmtes tun, weil du immer etwas tust. Nicht aus Werken gerecht werden zu wollen ist deshalb merkwürdig, weil du beständig Werke zeigst. Der Mensch ist immer tätigt also ist der tätige Mensch auch im Fokus Gottes.
Die Tätigkeit gehört zum Wesen des Menschen, weshalb Gott nur den tätigen Menschen kennt. Der glaubende Mensch ist auch tätig. Du kannst Gott nicht mit deinem Glauben kommen und ihm deine Werke verheimlichen.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Sa 18. Dez 2010, 16:26

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Es sind schon deine Entscheidungskriterien von deinen Mitmenschen beeinflusst. Du entscheidest dich selbst und du meinst auch, es wäre deine Entscheidung. Es ist aber deine Entscheidung unter dem Einfluss deiner Mitmenschen.
Du kannst deine Kindheitserlebnisse nicht neben dich hinstellen und schauen, was sie mit dir anstellen. Du bist dein Kindheitserlebnis, es ist unmittelbar mit dir verwoben und dir nicht Gegenstand der Entscheidung. Du kannst nicht entscheiden, ob dich deine Kindheit beeinflusst oder nicht.


Wenn Du von neuem geboren bist dann hat das Alte kein anrecht mehr. Du bestimmst höchstens wie viel Du im wieder Anrecht geben willst. Enweder wir geben den alten Menschen in den Tod oder wir füttern Ihn weiter.

Was du im Einzelnen tust, das ist deine Sache und als diese geht sie nicht über dich selbst hinaus. Wenn du im Einzelnen von neuem geboren bist, dann gehört das dir alleine, weil es nur dich etwas angeht. Da hat kein Mensch etwas dagegen.

Wenn du aber etwas in Gott bist, dann betrifft das alle Menschen. Alles, was durch Gott hindurchgeht, hat die Kraft von Allgemeinheit.
Wenn du in Gott von neuem geboren wärst, dann würde das alle Menschen etwas angehen.
Das lässt sich gar nicht ändern und auch nicht abwenden.
Wenn du also tatsächlich in Gott von neuem geboren wärst, dann muss das auch zutreffen, weil das uns alle betreffen würde.

Du musst auch auf die Konsequenzen achten.

Was unmöglich ist, und das nur formal, dass wäre die Vereinzelung in Gott. Du kannst dich unmöglich in Gott vereinzeln. Du kannst also nicht folgern, dass deine neue Geburt in Gott nur dich etwas angehen würde.

Du kannst auch nicht das Sonnenlicht selektieren. Die Sonne scheint über alle, egal ob sie gerecht oder ungerecht sind. Das weiß sogar die Bibel zu berichten.

Du vermischst Kategorien, die gar nicht zusammen passen. Du vermischst dich als Einzelnes mit Gott dem Allgemeinen schlechthin. Weil du aber darinnen bist, darinnen lebst, und wie es schein recht kommod, kannst du es selbst nicht sehen.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Sa 18. Dez 2010, 20:27

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Die Schuld gegenüber Menschen wird im Christentum auch nur mit Gott verhandelt, oder diese Form reiche hin. Es reicht im Christentum, mit Schuld nur vor Gott zu kommen. Vor den Mitmenschen wäre eine freiwillge Zugabe, die nicht zwingend wäre.
Christen glauben, wenn sie gegen ihre Mitmenschen sündigen, dann reicht es hin, das nur vor Gott zu bringen.
Noch nie hat ein Pfarrer von der Kanzel verkündet, dass der Bußgang zum Nächsten unerlässlich wäre, dass ohne diesen Gang keine Sündenvergebung wäre.


Erst wird vor Gott geklärt denn ein Christ sollte sich zuerst an diesen wenden. Daraus entsteht auch das man mit den Mitmenschen klärt, denn das Wort sagt wir sollen Frieden haben mit jedermann und dazu gehört auch klärung der Dinge. Hier ist aber der Christ auf sein gegenüber angewiesen. Es wird gepredigt nur hast Du es noch nicht gehört.

Wenn der Protestant vor Gott tritt, dann bildet er sich Gott ein und spricht diese Einbildung an.
Wenn ich morgens im Bett liege und nicht raus will, dann sage ich zu mir, indem ich mich selbst Einbilde: Mein Lieber, du musst jetzt aufstehen.
Ich widerspreche mir nicht, oder wenn ich mir widerspreche, dann bin ich es immer noch selbst.
Wenn du vor Gott mit deinen Sünden trittst, dann wird dir Gott auch nicht widersprechen, zumal du dich an die Zusagen der Bibel erinnerst.

Wenn ich mich morgens aus dem Bett jage, dann spreche ich mit mir. Wenn du vor Gott mit deinen Sünden trittst, dann redest du auch nur mit dir, immerhin hörst du dir selbst dabei zu.
Wenn du bittest: vergib mir – dann hörst du dich dabei selbst.

Was du also vor Gott klärst, das klärst du mit dir selbst.

Was meinst du wohl, was Jesus dazu gesagt hat?

Er hat das Gegenteil von dem dazu gesagt, was deine Meinung dazu ist. Du gehst erst vor Gott und dann vielleicht vor deinen Nächsten. Jesus hat aber gesagt, bevor du vor Gott trittst, versöhne dich mit deinem Nächsten.

Weil du aber positiv zur Bibel stehst, meinst du, die Bibel müsse sich nach dir richten, oder deine Positivität würde dir deine angenehme Interpretation gestatten.

Jesus sagt, du musst zuerst zu deinem Nächsten gehen aber du sagst, du gehst erst vor Gott.
Du bist frei, zu tun, was du für richtig hältst. Ich halte deinen Weg für falsch und den von Jesus für richtig. Ich habe den Gang vor Gott irgendwann eingestellt, weil es lächerlich ist, im Streit mit seinem Nächsten zu stehen aber dann Vergebung von Gott zu wollen. Das ist Unsinn und es funktioniert nicht. Es funktioniert nicht, weil ein Mensch in Streit keine Gnade in sich aufnehmen kann. Der Streit in dir macht jede Gnade zu nichte.
Die Gnade Jesus zerfällt an deinem Streit zu Staub, deshalb muss vor dem Gang zu Gott die Versöhnung mit deinem Nächsten stehen. Es müssen zuerst Taten sein, indem du dich überwindest, dich mit deinem Nächsten zu versöhnen. Das und nur das braucht den neu geborenen Menschen, weil der Sünder keine Lust hat, sich mit seinem Nächsten zu versöhnen. Der Sünder hasst seinen Nächsten.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » So 19. Dez 2010, 12:38

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Die Schuld gegenüber Menschen wird im Christentum auch nur mit Gott verhandelt, oder diese Form reiche hin.

Erst wird vor Gott geklärt denn ein Christ sollte sich zuerst an diesen wenden. Daraus entsteht auch das man mit den Mitmenschen klärt, denn das Wort sagt wir sollen Frieden haben mit jedermann und dazu gehört auch klärung der Dinge. Hier ist aber der Christ auf sein gegenüber angewiesen. Es wird gepredigt nur hast Du es noch nicht gehört.

Du musst schon den Dienstweg einhalten, sonst funktioniert der Prozess nicht.

Wenn du vor Gott trittst, dann bist du schon am Ziel. Wenn du erst zu Gott gehst und dann zu deinem Nächsten, dann wärst du vom Ziel wieder zurück auf den Weg gegangen.

Wenn Gott dir vergeben hat, dann fällt die Schuld von dir ab und damit auch die Motivation dich mit deinem Nächsten zu versöhnen.

Du kannst nicht befleckt vor Gott treten. Dass müsstest du doch aus dem Tempeldienst der Juden gelernt haben. Hinter den Vorhang durfte keine Sünde schauen. Du darfst nicht als unversöhnliches Wesen vor Gott treten.

Wenn Gott dir vergeben hat, ist die Versöhnung durch den Nächsten nicht mehr notwendig. Die Vergebung von Gott kann nicht an der Unversöhnlichkeit zwischen Menschen scheitern.
Wenn du also zuerst vor Gott mit deiner Schuld trittst, dann führst du Gott in Versuchung.
Gott soll dir vergeben und dann wäre es nicht mehr wichtig, ob du auch mit deinem Nächsten versöhnt wärst. Das wäre nett, aber nicht notwendig.
Es ist also eine Sünde, wenn du mit deiner Schuld erst zu Gott gehst, weil du Gott damit in Versuchung führst.
Du musst erst den beschwerlichen Weg zu deinem Nächsten gehen und alles daran setzen, dass du dich mit ihm versöhnst. Wenn du das dann getan hast, dann kannst du vor Gott treten.

Es ist eine Sünde, selbst unversöhnt, vor Gott zu treten.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » So 19. Dez 2010, 12:50

kingschild hat geschrieben:Erst wird vor Gott geklärt denn ein Christ sollte sich zuerst an diesen wenden.

Die Versöhnung unter Menschen gehört zu den schwierigsten Aufgaben, die ein Mensch bewältigen kann.
Eine Religion der Versöhnung unter den Menschen hätte höchstens ein paar hundert Anhänger, weil die Versöhnung zwar unendlich schwer, aber doch möglich ist.

Ich bin nicht versöhnlich, oder ein Novize in dieser Angelegenheit. Es hat also keinen Sinn, dass ich mich Christ nenne. Ich glaube, wer nicht in der Lage zur Versöhnung ist, der sollte es sehen wie es ist und sich nichts anderes vormachen.

Ich glaube, dir fehlt die Kraft auf den Boden der Tatsachen zu schauen, also machst du dir etwas vor, als wenn du die Versöhnung mit deinem Nächsten einfach überspringen könntest.

Ich glaube, dass in keinem Menschen, der nicht versöhnlich ist, Gott wohnt. Ich glaube, die Vergebung ist an dem Menschen ohne Nutzen, der nicht versöhnlich ist.

Ich weiß auch nicht was das eigentlich soll, wenn unversöhnliche Menschen den Heiland in ihr Herz einladen. Es erschließt sich mir nicht, was der Heiland im Tempel der Unversöhnlichkeit verloren hat.

Es wäre mal erfrischend, wenn ein Mensch sagen würde – ja, das ist ja alles richtig mit dem Jesus, und ich würde das auch gerne alles sein, aber ich bin es nun mal nicht. Statt dessen wird da alles angenommen, was sich nur positiv gemacht hat.
Da muss die Unversöhnlichkeit in Person nur immer wieder ein kräftiges Ja zum Heiland aus dem Mund schmettern und schon gehört sie zur Gemeinde.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » So 19. Dez 2010, 13:10

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Die Sünde des Menschen ist in der Welt und dort richtet sie Schaden an. Aber die Christen sagen nicht, es müsse mit der Welt Versöhnung geschaffen werden.
Die Schuld des Menschen das er gegen die Ordung Gottes verstösst muss zuerst geklärt werden. Dazu braucht es Einsicht und einen Erlöser der vergeben kann. Wenn dies getan ist folgt das hier:

Heb 12:14 Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den HErrn sehen.

Das ist was ein Christ tun soll und dazu gehört versöhnung, nicht nur mit Gott aber zuerst mit Gott. Jedoch ist der auf der anderen Seite des Christen stehende Mensch, nicht immer bereit sich zu versöhnen. Deshalb ist aber der Christ trotzdem frei, weil ein Mensch nicht Schuld behalten kann, wenn Gott sie vergeben hat.

Erst wenn du alles getan hast, weißt du ob es geht oder nicht. Weißt du was alles ist? Alles ist in deinem Fall deine ganze Person mit all ihren Bedürfnissen.

Was meinst du, warum die Versöhnung mit deinem Nächsten so schwer ist? Sie ist schwer, weil sie von dir alles fordert. Ich kenne keinen Menschen, der zur Versöhnung bereit ist, alles zu geben.

Dein Nächster ist zur Versöhnung deshalb nicht bereit, weil du nicht alles gegeben hast. Hast du schon mal alles gegeben um dich mit deinem Nächsten zu versöhnen?
Du hast nicht das Recht die fehlende Versöhnlichkeit mit deinem Nächsten einzuklagen, wenn du nicht alles dafür gegeben hast.
Deshalb ist die Versöhnung so schwer.

Du stellst dich hier auf den Standpunkt, dass es in deinem Fall ausreiche, die Versöhnung deinem Nächsten zuzurufen und dich dann gleich abzuwenden, wenn er nicht einschlägt, ohne dass du bereit warst alles dafür zu geben.

Du bist wohl in Wahrheit nicht versöhnlich, weil du nicht alles dafür geben würdest. Weil du nicht alles für die Versöhnung geben würdest, machst du dich vor Gott schuldig, wenn du vor ihm behauptest, du habest die Versöhnung deinem Nächsten angeboten, er habe sie aber ausgeschlagen.

Wenn du dich Gott anbietest, dann mit Haut und Haaren und das bedeutet eben, ihm alles zu geben.

Dein Christentum wäre in meinen Augen eine Mogelpackung, weil du nicht bereit bist, alles für die Versöhnung zu geben, aber so zu tun, als habest du es getan.
Heiden behaupten dagegen in Gott nicht etwas, was sie gar nicht geleistet haben.

Wenn du zur Versöhnung mit deinem Nächsten nicht alles gegeben hast, dann wird sich auch Gott nicht mit dir versöhnen, denn Gott hat alles dafür getan. Gott weiß, ob du alles zur Versöhnung gegeben hast.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Wolfi » So 19. Dez 2010, 13:17

@Scardanelli:

Eine Religion der Versöhnung unter den Menschen hätte höchstens ein paar hundert Anhänger, weil die Versöhnung zwar unendlich schwer, aber doch möglich ist.

"Übung macht den Meister." Man beginnt mit leichteren Versöhnungen und kann sich dann ja kontinuierlich steigern darin. Und übrigens hoffe ich doch sehr, dass es nicht bloss ein paar Hundert wären, sondern doch ein paar Tausend wenigstens. ;-)

Ich bin nicht versöhnlich, oder ein Novize in dieser Angelegenheit. Es hat also keinen Sinn, dass ich mich Christ nenne. Ich glaube, wer nicht in der Lage zur Versöhnung ist, der sollte es sehen wie es ist und sich nichts anderes vormachen.

Tja, schonungslose Selbstkritik ist nunmal leider auch nicht jedermanns Sache. Im Gegenteil: Viele Menschen machen sich derart einen selber vor, dass sie gar nicht realisieren, wie unehrlich sie zu sich und anderen sind. :roll:
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 14:50

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » So 19. Dez 2010, 13:20

kingschild hat geschrieben: Wer durch das Blut des Höchsten frei gesprochen ist der ist wirklich frei, diese Freiheit wird er aber nützen um nicht wieder schuldig zu werden und die Anordungen des Höchsten zu beachten. Hierzu gehört Frieden gegen jedermann. Gelingt dies nicht und man fällt, so bleibt eben nur wieder das Blut, der Erlöser übrig. Da bin ich echt froh das ich nicht auf das unvergebende Herz von Menschen angewiesen bin sondern auf das eines liebenden Gotttes.

Es ist unendlich traurig, wenn ein Mensch meint, er sei nicht auf den Frieden mit seinen Mitmenschen angewiesen.
Das ist deshalb so traurig, weil das die Welt der Sünde ist. Die Sünde kommt aus dem Unrieden und sie befestigt sich, wenn sich Menschen mit dem Unfrieden versöhnen.
Das ist sehr bitter.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie?

Beitragvon Scardanelli » Mo 20. Dez 2010, 00:05

Johncom hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:
Ein einzelner Mensch existiert nicht. Wenn ein Mensch in sein Kämmerchen geht und zu Gott betet, dann betet dort etwas, was nicht existiert.
Die Existenz des vereinzelten Geistes ist eine Illusion

Der östliche Denker nennt es Illusion, der Westen sagt 'Sünde'.
So kann man, wenn man will, die religiösen Systeme ... ihre Sprachen von der einen in die andere übersetzen. Sünde und Illusion sagen nicht genau das gleiche, aber vom Wesen her sind sie jeweils das 'zu Überwindende'.

Der einzelne Mensch fühlt sich als wesentlich. Wenn er sich als Illusion begreift, dann gegen sein Gefühl. Weil es gegen das Gefühl ist, glaubt das der Mensch nicht.
Illusion bedeutet praktisch, dass jeder Mensch mit seinem Tod endet. Das ist weder östlich noch westlich.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie?

Beitragvon Gnu » Mo 20. Dez 2010, 00:13

Scardanelli hat geschrieben: Illusion bedeutet praktisch, dass jeder Mensch mit seinem Tod endet. Das ist weder östlich noch westlich.

Ich würde es nördlich ansiedeln, Mitternacht, Finsternis.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11306
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie?

Beitragvon Scardanelli » Mo 20. Dez 2010, 10:13

Gnu hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben: Illusion bedeutet praktisch, dass jeder Mensch mit seinem Tod endet. Das ist weder östlich noch westlich.

Ich würde es nördlich ansiedeln, Mitternacht, Finsternis.

Das kommt auf den Standpunkt an. Es ist aus den Augen des Einen Finsternis, wenn er vereinzelt ist. Der vereinzelte Eine ist der Egoist.
Wir sind eins und wir sind vereinzelt, weshalb wir dieser Illusion aufsitzen.

Wenn du das Eine und die Vereinzelung unterscheidest, dann hört die Finsternis auf.

Das Vereinzelte wird sterben. Vereinzeltes kann niemals ewig sein, weil das Vereinzelte viele sind, ist doch nur ein Gott.

Nicht nur im Christentum wird den Menschen erklärt, dass nicht nur der Eine, sondern sie selbst ewig sein könnten.

Es gehört zur Erkenntnis zu erkennen, was das Einzelne ist und das Einzelne ist stets endlich.
Es gibt kein Mittel, mit dem Einzelnes zum Ganzen selbst gemacht werden könnte, also zu dem, was Christen ihren Mitmenschen versprechen.

Es ist nicht sinnvoll, Menschen Versprechungen auf Kosten des Seins Gottes zu machen.
Wenn wir ewig sein könnten, wäre Gott vernichtet und zwar so, dass da keine Auferstehung wäre, sondern das Chaos.
Wenn Menschen ewig sein könnten, würde alles ins Chaos übergehen auch Gott.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Mo 20. Dez 2010, 10:21

Johncom hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Einzelne Menschen gehen tatsächlich in ihr Kämmerchen und beten dort alleine zu Gott.
Der Mensch kann nicht einfach verstehen, dass dies nicht mehr als ein Selbstgespräch sein kann.

Ich fühle das ja auch und ich spreche auch mit Gott, obwohl es sinnfrei, also unvernünftig ist. Es macht aber gute Gefühle. Das Gefühl pfeift auf die Vernunft.


Was genau wieder zum Fragepunkt der 'Entscheidungsfreiheit' hinleitet:
Entscheidet wirkich nur der Kopf, der Verstand oder die Vernunft ?
Oder hat nicht vielleicht 'das Gefühl' alles im Griff.

Wenn ich zur Zigarette greife oder zum Kaffee, ist es dann die Vernunft, die animiert oder nicht eher der gefühlsmässige Impuls, der mich zur Komfortzone führt.

Und in welcher Religion komm ich wirklich an ?
In der, die mich dauernd nervt oder in der, in der ich Frieden fühle.

In der Vereinzelgung kommt das Ich niemals an, sondern immer nur das Du. Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Das Ich stirbt in der Vereinzelung immer auf dem Weg. Das Ich dient in der Vereinzelung nur dem Du.
Und wenn es das nicht will, dann stirbt es trotzdem auf dem Weg.
Das Ich gewinnt in der Vereinzelung nur im Du an Bedeutung. Ohne das Du ist das Ich in der Vereinzelung bedeutungslos, oder leer. Wir sollen nicht leer werden, denn wir sind es bereits.

Das Ich ist in der Vereinzelung an die Endlichkeit gekettet und zwar um Gottes Willen. Diese Kette kann nicht gelöst werden, weil sonst alles chaotisch würde. Dieses Gesetz übertrifft jedes Naturgesetz.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Mo 20. Dez 2010, 16:14

Johncom hat geschrieben: Und in welcher Religion komm ich wirklich an ?
In der, die mich dauernd nervt oder in der, in der ich Frieden fühle.

Wenn du fragst, dann erkennst du auch. Wenn du nach dem Ich fragst, wann es ankomme, dann sage, was ist das Ich!

Was dich nervt kann ich Frieden finden.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Mo 20. Dez 2010, 23:16

Johncom hat geschrieben: Das Gefühl pfeift auf die Vernunft, oder so: Das richtige Ja aus ganzem Herzen kann nur da stimmig ertönen wo auch und besonders das Gefühl Ja sagt.

Das Herz des Menschen ist das Herz des Sünders. Was aus dem Herzen kommt, das ist Sünde.
Das richtige Ja aus dem Herzen ist nur im Rahmen der Sünde richtig.

Deshalb würde ich dem Gefühl nicht vertrauen, so auch nicht dem Herzen.

Vertrauenswürdig ist nur die kalte Vernunft, die nur deshalb kalt ist, weil sie das Herz des Sünders gegen sich hat, denn das ist warm.
Wenn sich die Sünde nicht so gut anfühlen würde, wäre sie leicht zu besiegen.

Es ist außerhalb des Reiches der Sünde bitter kalt, weshalb dieses Reich entvölkert ist.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 11:26

Johncom hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Und in welcher Religion komm ich wirklich an ?
In der, die mich dauernd nervt oder in der, in der ich Frieden fühle.

Das Gefühl pfeift auf die Vernunft, oder so: Das richtige Ja aus ganzem Herzen kann nur da stimmig ertönen wo auch und besonders das Gefühl Ja sagt.

Das Gefühl hat eine wesentliche Funktion für das Ich, weil durch das Gefühl das Ich vereinzelt wird.
Ohne Gefühl lässt sich das Ich nicht vereinzeln. Das Gefühl teilt dir mit, dass du alles bist, denn das Ich ist alles.
Das Ich ist Gott oder Gott ist das Ich.

In Genesis 3,22 heißt es, der Mensch wurde wie Gott. Das bedeutet, Gott wurde vereinzelt und das geht nur, wenn das Ich sich selbst durch das Gefühl mitteilt.

Wir sind aber nicht Gott in seiner Form, sondern in der Form der Vereinzelung. Davon weiß das Gefühl rein gar nichts, sondern nur die Vernunft.
Im Menschen herrscht aber nicht die Vernunft sondern das Gefühl.

Das Gefühl belügt dich nicht, sondern das Gefühl folgt nur ganz treu seinem Inhalt. Das Gefühl sagt dir, dass du Gott bist. Du bist insofern Gott, als du das Ich bist. Es stimmt nur eben nicht in Ewigkeit. In dir ist eine Sicherung eingebaut, denn du wirst sterben. Es kann also nichts passieren, was Gott gefährdet. Jeder, der Gott sein wollte, ist bisher gestorben. Gott braucht niemanden zu strafen sondern nur zu warten, denn sie sterben einfach alle.

Wesentlich ist immer nur das, was ewig ist, der Rest ist, woraus es gemacht wurde, der Rest ist Nichts.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Gnu » Di 21. Dez 2010, 11:39

Das Ich gehört ans Kreuz, ansonsten der Mensch nicht ins Reich Gottes eingehen kann. Das Ich wird in der Bibel auch als Fleisch bezeichnet, nicht zu verwechseln mit Fleisch, das man essen kann, wenn man nicht Vegetarier ist.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11306
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 11:57

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Du deutest nach wie vor alles so, als wenn du dann doch unbegrenzt wärst. Dein Nächster würde dir nur deine Grenze zeigen, sie aber nicht selbst sein.


Nein, mitnichten. Ich bin mir eben meiner Begrenztheit sehr bewusst. Darum spreche ich von geschenkter Erkenntnis, darum spreche ich von Dingen, die sich mir (noch) nicht erklären. Der menschliche Verstand kann Gott nicht gänzlich fassen. Der Heilige Geist kann dem Menschen aber soviel zu erkennen geben, wie dieser verstehen und verkraften kann. Was darüber hinausgeht, werden die Gläubigen bei Gott im Himmel sehen. Dann ist aber abgetan, was der irdische Mensch noch mit sich schleppt, die alte Schöpfung ist dann durch die neue, den neuen Leib ersetzt worden. In Sündenfreiheit und der Unmöglichkeit zu sündigen vor Gott, können wir verstehen, was wir hier nicht verstehen.

Es ist schwer, in etwas zu sein und es zugleich zu betrachten. Wenn es nicht spontan gelingt, geht es immer durch Abstraktion.

So weit ich sehe, stellst du deine Begrenztheit direkt die Unbegrenztheit Gottes gegenüber.

Das ist zu schnell, weil du dabei Schritte übersprungen hast. Und was du vergessen hast, das fehlt dir dann anschließend. Es ist am Ende fatal, wenn Prämissen auf dem Weg verloren gehen, weil dann die Schlüsse schief werden.

Deine Begrenztheit wird nicht durch Gott zu deiner Unbegrenztheit ergänzt. Deine Begrenztheit hat ihre nächste Anlaufstelle bei deinem Nächsten. Du hast deinen Nächsten auf dem Weg zu Gott nicht beachtet.

Was deine Begrenzung ausmacht und dir sozusagen fehlt, davon hat dein Nächster etwas.
Vollständig wirst du, wenn Liebe zwischen den Menschen ist und zwischen Gott.
Gott kann dich nicht an deinen Nächsten vorbei vervollständigen, weil dein Nächster etwas hat, was dir fehlt.

Was dich begrenzt, davon hat dein Nächster etwas und Gott.

Wenn du dich bereits mit Gott vollständig verstehst, dann wäre es so, als wenn du mit Gott, als wenn ihr beide alles sein würdet und das ist eine höchst unvernünftige Vorstellung, die sich nur gut anfühlt.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 12:27

Robby hat geschrieben: Der Heilige Geist kann dem Menschen aber soviel zu erkennen geben, wie dieser verstehen und verkraften kann.

Eva und Adam mussten in die verbotene Frucht beißen um erkennen zu können. Erkenntnisse können nicht eingetrichtert werden, dann bleiben sie äußerlich.

Gott kann dir keine Erkenntnis schenken, denn Erkenntnisse sind das Produkt des Lebens selbst. Was du wahrhaft erkennst, musst du erlebt haben. Gott kann dir nur zeigen, was du erleben musst. Gott kann das aber nicht für dich erleben, weil das dann nur äußerlich bleiben würde.

Du musst dein Kreuz tragen. Die Erkenntnis aus dem Kreuz steht in keinem Buch und sie wird dir auch nicht eingeflüstert. Du musst den Schmerz erleben. Das Subjekt ist das, was erlebt was es ist.

Das Christentum scheitert weniger an der mangelnden Gotterkenntnis als vielemehr an dem Unwissen, was der Mensch ist. Der Mensch ist kein Objekt, dem Erkenntnisse eingetrichtert werden können.
Der verlorene Sohn musste das alles selbst erleben. Die Erkenntnis des Vaters wurde dem Verlorenen Sohn nicht durch den Heiligen Geist geschenkt.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 15:52

Robby hat geschrieben:Der Heilige Geist kann dem Menschen aber soviel zu erkennen geben, wie dieser verstehen und verkraften kann. Was darüber hinausgeht, werden die Gläubigen bei Gott im Himmel sehen.
Dann ist aber abgetan, was der irdische Mensch noch mit sich schleppt, die alte Schöpfung ist dann durch die neue, den neuen Leib ersetzt worden.

Die alte Schöpfung gegen die neue zu stellen, ist Gnosis. Die alte Schöpfung tauge nichts, weil sie vom Demiurgen stamme aber die neue Schöpfung, die stamme vom Vater, dem obersten Gott.

Siehst du, wie die Inhalte von Religionen nicht nur im Katholizismus, sondern auch im Protestantismus durcheinander geworfen, zur Darstellung kommen.

Die Gnosis ist mit Luther wieder auferstanden.

Die alte Schöpfung von einer neuen zu unterscheiden, wird auf zwei Götter hinauslaufen. Der Mensch kann nicht Schöpfer sein. Schöpfer ist immer nur Gott. Deine Religion will den Menschen irgendwie für die verkorkste Schöpfung verantwortlich machen, es fragt sich nur, wie der Mensch die Macht erhalten kann, selbst als Schöpfer aufzutreten?
Die Gnosis des Protestantismus verschwindet doch nicht, wenn du sie nur umbenennst.

Wenn du einen Schöpfer vorstellst, dann musst du auch zu ihm stehen und nicht von zwei Schöpfungen sprechen.
In Sündenfreiheit und der Unmöglichkeit zu sündigen vor Gott, können wir verstehen, was wir hier nicht verstehen.

Es ist Tieren unmöglich zu sündigen, weil Tiere nicht verstehen können. Du möchtest zur Sünde stehen wie die Tiere dazu stehen und das dann noch verstehen. Wie du jetzt schon erkennen kannst, hilft die Sündenfreiheit dabei nicht.
Alles hat seinen Preis, auch verstehen zu können. Du möchtest genießen, ohne zu zahlen.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 16:06

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Du kannst dir rund um die Uhr deine Sünden vergeben lassen – ohne Nächstenliebe wirst du das Heil nicht schmecken.


Das wäre die Werkgerechtigkeit.
Ja, aber sicher doch. Du bist wie ein Arbeiter im Weinberg und wenn du deine Vermögen nur verubuddelst, wird dir Gott alles wegnehmen, so hat es Jesus gesagt.
Was meinst du wohl, was Arbeiter tun? Arbeiter die arbeiten. Arbeiter tun mehr als nur zu glauben, dass sie arbeiten.
Wenn der Schwerpunkt auf das Werk der Nächstenliebe gelegt wird, dann glaubt der Mensch, er könne dadurch heil werden.
Du sollst es nicht glauben, sondern erfahren. Die Nächstenliebe ist das Heil. Du sollst das Heil erfahren und nicht nur wie in einem Prospekt glauben. Die Liebe schafft das Heil. Die Liebe ist kein Mittel um an das Heil zu kommen. Die Liebe ist das Ziel.
Das ist falsch und u.A. Martin Luther erklärte das sehr gut, was Paulus schon hunderte jahre zuvor durch den Heiligen Gesit geschrieben hat.
Jesus hat von Arbeitern gesprochen, weshalb Paulus und Luther im Herrn ebenso von Arbeit, von Werken gesprochen haben müssen, wenn sie dem Heiland gefolgt sind.

Du wirst nicht durch Werke gerecht, sondern durch die Liebe. Die Liebe macht dich gerecht und da musst du die Arme hochkrempeln und in diesem Weinberg arbeiten.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 16:17

Robby hat geschrieben:Die Rechtfertigung alleine durch den Glauben! Damit ist die Geschichte aber nicht beendet, denn wir sollen den Nächsten lieben.

Wenn du etwas beendest, dann kannst du nicht nachlegen. Wenn du "alleine" gesagt hast, ist es beendet. Alles, was danach kommt, gehört dann nicht mehr zur Notwendigkeit.

Und ein Christ tut das auch.
Oh ja, ein Christ tut das und Gott hat vorgemacht, was es heißt, zu lieben. Gott zeigt die Liebe darin, dass er sich selbst opfert. Und das tun Christen. Wenn du mal einem Christen begegnest dann sage es mir.
Aber er ist nicht perfekt, noch nicht.

Jeder Mensch liebt seinen Nächsten nicht perfekt. Christen lieben dagegen ihren Nächsten. Vielleicht hast du mal einen Menschen getroffen, der seinen Nächsten nicht nur so liebt wie die Heiden. Mit so einem würde ich gerne mal bekannt werden.

Weil Gott gezeigt hat, was im Falle der Liebe zu tun ist, wäre es Gotteslästerung, wenn sich einer die Nächstenliebe anmaßt, ohne dasselbe wie Gott getan zu haben.
Du weißt was Gott getan hat und du sagst, Christen würden das auch tun. Da kann ich nur hoffen, du zeigst nicht mit dem Finger auf einen, der dies Heilige beschmutzt.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 16:36

Robby hat geschrieben: Das wäre die Werkgerechtigkeit. Wenn der Schwerpunkt auf das Werk der Nächstenliebe gelegt wird, dann glaubt der Mensch, er könne dadurch heil werden. Das ist falsch und u.A. Martin Luther erklärte das sehr gut, was Paulus schon hunderte jahre zuvor durch den Heiligen Gesit geschrieben hat. Die Rechtfertigung alleine durch den Glauben!

Die Gerechtigkeit aus Werken findet nicht statt – das ist richtig. Das liegt aber an einer übertriebenen Auffassung dessen, was gerecht werden soll.

Die Gerechtigkeit aus Werken ist deshalb nicht, weil es unmöglich ist, in einen einzigen Menschen die Gerechtigkeit zu packen.

Die Gerechtigkeit ist kein Schild, das du einer Sache anheften kannst. Du kannst die Gerechtigkeit auch nicht aussprechen, oder etwas gerecht besprechen.

Die Gerechtigkeit von etwas hängt von seinem Wesen ab. So wäre es gerecht, wenn etwas das wird, was es sein soll. Wenn etwas voll entwickelt ist, dann ist ihm Gerechtigkeit geschehen.

Ein einzelner Mensch kann aber niemals das werden, was der Mensch werden soll, weil da noch sein Nächster wäre.
Dein Begriff von der Gerechtigkeit ist beschränkt durch den einzelnen Menschen. Du meinst, es könne einem einzelnen Menschen Gerechtigkeit werden.

Ein Mensch wird weder durch Werke noch durch Glauben gerecht. Ein einzelner Mensch ist eine Illusion vom Menschen. Wie willst du einer Illusion zur Gerechtigkeit verhelfen?
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon kingschild » Di 21. Dez 2010, 17:28

Scardanelli hat geschrieben:Dein Heilsplan wird jetzt seit 2000 Jahren immer und immer wieder zugelassen und es ist noch kein Heil geworden.
Über dieses Zulassen sind Generation über Generationen gestorben.


Wie willst Du dies wissen? Erst wer vom Tod zum Leben übergegangen ist wird darüber Kenntnis erhalten. Das Generationen sterben ist eher ein Hinweis das viele den Heilsplan nicht angenommen haben.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon kingschild » Di 21. Dez 2010, 17:37

Scardanelli hat geschrieben:Was meinst du, warum die Versöhnung mit deinem Nächsten so schwer ist? Sie ist schwer, weil sie von dir alles fordert. Ich kenne keinen Menschen, der zur Versöhnung bereit ist, alles zu geben.

Dein Nächster ist zur Versöhnung deshalb nicht bereit, weil du nicht alles gegeben hast. Hast du schon mal alles gegeben um dich mit deinem Nächsten zu versöhnen?
Du hast nicht das Recht die fehlende Versöhnlichkeit mit deinem Nächsten einzuklagen, wenn du nicht alles dafür gegeben hast.
Deshalb ist die Versöhnung so schwer.

Du stellst dich hier auf den Standpunkt, dass es in deinem Fall ausreiche, die Versöhnung deinem Nächsten zuzurufen und dich dann gleich abzuwenden, wenn er nicht einschlägt, ohne dass du bereit warst alles dafür zu geben.

Du bist wohl in Wahrheit nicht versöhnlich, weil du nicht alles dafür geben würdest. Weil du nicht alles für die Versöhnung geben würdest, machst du dich vor Gott schuldig, wenn du vor ihm behauptest, du habest die Versöhnung deinem Nächsten angeboten, er habe sie aber ausgeschlagen.

Wenn du dich Gott anbietest, dann mit Haut und Haaren und das bedeutet eben, ihm alles zu geben.

Dein Christentum wäre in meinen Augen eine Mogelpackung, weil du nicht bereit bist, alles für die Versöhnung zu geben, aber so zu tun, als habest du es getan.
Heiden behaupten dagegen in Gott nicht etwas, was sie gar nicht geleistet haben.

Wenn du zur Versöhnung mit deinem Nächsten nicht alles gegeben hast, dann wird sich auch Gott nicht mit dir versöhnen, denn Gott hat alles dafür getan. Gott weiß, ob du alles zur Versöhnung gegeben hast.


Dies unten ist aber alles geben Scardi:

Heb 12:14 Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den HErrn sehen.

Wir sehen aber das nicht jeder bereit ist zum Frieden was willst Du hier tun die Freiheit jemanden zum Frieden zu zwingen hast Du nicht. Trotzdem kann solches vor Gott geklärt sein aber nicht für denjenigen der nicht bereit ist zu vergeben.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon kingschild » Di 21. Dez 2010, 17:40

Scardanelli hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben: Wer durch das Blut des Höchsten frei gesprochen ist der ist wirklich frei, diese Freiheit wird er aber nützen um nicht wieder schuldig zu werden und die Anordungen des Höchsten zu beachten. Hierzu gehört Frieden gegen jedermann. Gelingt dies nicht und man fällt, so bleibt eben nur wieder das Blut, der Erlöser übrig. Da bin ich echt froh das ich nicht auf das unvergebende Herz von Menschen angewiesen bin sondern auf das eines liebenden Gotttes.

Es ist unendlich traurig, wenn ein Mensch meint, er sei nicht auf den Frieden mit seinen Mitmenschen angewiesen.
Das ist deshalb so traurig, weil das die Welt der Sünde ist. Die Sünde kommt aus dem Unrieden und sie befestigt sich, wenn sich Menschen mit dem Unfrieden versöhnen.
Das ist sehr bitter.


Wie sollte der Geist des Teufels jemals Frieden haben mit dem Geist Gottes?

Das bittere daran ist lediglich das es Menschen gibt die bereit sind dem Geist des Teufels zu dienen. Darüber kann man traurig sein aber das stört den Frieden mit Gott nicht.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Di 21. Dez 2010, 17:51

kingschild hat geschrieben:Wir sehen aber das nicht jeder bereit ist zum Frieden was willst Du hier tun die Freiheit jemanden zum Frieden zu zwingen hast Du nicht. Trotzdem kann solches vor Gott geklärt sein aber nicht für denjenigen der nicht bereit ist zu vergeben.

Wenn Menschen nicht zum Frieden bereit sind, wird kein Frieden sein. Du kannst dich als Mensch nicht aus den Menschen ausklinken.

Der Mensch in Gott, das sind alle Menschen. Wenn es heißt, dass alle Menschen vor Gott gleich sind, dann ist in Gott auch jeder der Möglichkeit nach zum Frieden fähig.

Wenn Menschen zum Frieden nicht bereit sind, dann musst du sie dazu bereit machen. Du kannst nicht sagen, dieser oder jener sei nicht bereit, also würdest du es lassen.

Der vereinzelte Mensch kümmert sich nur um sich und er bringt nur sich selbst vor Gott. Der vereinzelte Mensch rennt alleine für sich und sieht zu der erste zu sein.

Du bist aber in Gott nicht alleine, sondern du bist in Gott mit deinem Nächsten gemeinsam.

Friede ist nur, wenn der Mensch in Frieden ist und der Mensch, das bist nicht du alleine. Frieden ist erst, wenn er allgemein ist und das bedeutet unter allen Menschen.

Wenn sich der Mensch mit dem Menschen versöhnt, dann ist Allversöhnung. Die Allversöhnung hat mit Gott nichts zu tun. Die Allversöhnung bedeutet den Frieden unter den Menschen und wenn das erreicht ist, dann wird Gott das segnen.

Allversöhnung ist nicht, wenn die Menschen untereinander im Streit liegen und Gott das dann absegnet.

Wenn keine Allversöhnung ist, wird kein einzelner Mensch Frieden erleben. Du kannst nicht Frieden haben, wenn neben dir Streit ist.

Du hast als einzelner Mensch kein Recht auf den Frieden. Du kannst als einzelner Mensch keinen Frieden bei Gott einklagen. Du wirst in Unfrieden sterben, wenn die Menschen nicht untereinander versöhnt sind.
Der Friede ist ein objektiver Sachverhalt und geht weit über dein Gefühl hinaus. Auch wenn du dich in Frieden fühlst, kannst du trotzdem im Unfrieden leben und Unfrieden ist, wenn neben dir Streit ist. Du bist als Einzelner beschränkt und deine Beschränkung bedeutet, dass du über den Frieden selbst keine endgültige Macht hast. Wenn sich deine Nachbarn streiten, dann lebst du im Unfrieden. Du bist als einzelner Mensch dermaßen beschränkt, dass dein Sein vom Sein deiner Mitmenschen abhängt.
Zuletzt geändert von Scardanelli am Di 21. Dez 2010, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon kingschild » Di 21. Dez 2010, 18:07

Scardanelli hat geschrieben:Was meinst du, warum die Versöhnung mit deinem Nächsten so schwer ist? Sie ist schwer, weil sie von dir alles fordert. Ich kenne keinen Menschen, der zur Versöhnung bereit ist, alles zu geben.

Dein Nächster ist zur Versöhnung deshalb nicht bereit, weil du nicht alles gegeben hast. Hast du schon mal alles gegeben um dich mit deinem Nächsten zu versöhnen?


Ich bin nicht unversöhnt mit den Menschen Scardi, wenn ich dies wäre dann wäre ich sicher nicht frei.


Du hast nicht das Recht die fehlende Versöhnlichkeit mit deinem Nächsten einzuklagen, wenn du nicht alles dafür gegeben hast.
Deshalb ist die Versöhnung so schwer.


Schuldig ist wer nicht vergeben hat, dieser trägt den Rucksack. Niemand trägt diesen unfreiwillig. Diesen Rucksack ablegen darauf kann man lediglich darauf hinweisen, man kann jemanden behilflich sein dies zu tun aber es gibt Menschen die lassen sich hier nicht helfen weder von Menschen geschweige den von Gott. Dies ist der freie Wille des Menschen das er seinen Rucksack behalten darf.

Du stellst dich hier auf den Standpunkt, dass es in deinem Fall ausreiche, die Versöhnung deinem Nächsten zuzurufen und dich dann gleich abzuwenden, wenn er nicht einschlägt, ohne dass du bereit warst alles dafür zu geben.


Wer nicht will denn kann man nicht zwingen. Was willst Du dem geben der sich nicht helfen lassen will?

Du bist wohl in Wahrheit nicht versöhnlich, weil du nicht alles dafür geben würdest. Weil du nicht alles für die Versöhnung geben würdest, machst du dich vor Gott schuldig, wenn du vor ihm behauptest, du habest die Versöhnung deinem Nächsten angeboten, er habe sie aber ausgeschlagen.


Jeder Zwang würde die Freiheit des nächsten berauben.

Dein Christentum wäre in meinen Augen eine Mogelpackung, weil du nicht bereit bist, alles für die Versöhnung zu geben, aber so zu tun, als habest du es getan.


Sicher kann ich nicht alles geben die Wahrheit kann ich nicht der Versöhnung opfern. Wenn ich dies tun würde so wäre mir die Versöhnung mit den Menschen mehr wert, als die Versöhnung mit Gott. Ein Mensch der alles gibt und sogar die eigenen Werte opfert ist auch nicht ein Mensch dem ich als Vorbild nehmen würde. Darum habe ich ich mich ja entschieden Christus zu folgen.

Wenn du zur Versöhnung mit deinem Nächsten nicht alles gegeben hast, dann wird sich auch Gott nicht mit dir versöhnen, denn Gott hat alles dafür getan. Gott weiß, ob du alles zur Versöhnung gegeben hast.


Gott hat die Wahrheit nicht verlassen um Frieden zu haben mit den Menschen. Er ist zur Wahrheit gestanden auch wenn er dafür sein Leben lassen musste. Er hätte nie die Wahrheit aufgegeben, um mit dem Feind Tee trinken zu gehen. Wenn er es nicht getan hat warum sollte ich der ich Ihm folge es tun?

Er weiss das ich das mögliche tue, das reicht aus.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon kingschild » Di 21. Dez 2010, 18:26

Scardanelli hat geschrieben:Wenn Menschen nicht zum Frieden bereit sind, wird kein Frieden sein. Du kannst dich als Mensch nicht aus den Menschen ausklinken.


Das ist falsch das Friedensreich wird nicht Durch Menschenkraft gegründet.

Der Mensch in Gott, das sind alle Menschen. Wenn es heißt, dass alle Menschen vor Gott gleich sind, dann ist in Gott auch jeder der Möglichkeit nach zum Frieden fähig.


Er hat die freie Wahl den Frieden mit Gott zu wählen. Er hat auch die freie Wahl ob er den Frieden mit den Menschen dem Frieden mit Gott vorzieht. Wenn alle den Frieden mit Gott wählen würden dann wäre der Friede gewähr leistet. Es ist aber nicht jeder dazu bereit und anscheinend wünscht sich dies auch nicht jeder Frieden mit Gott zu haben.

Wenn Menschen zum Frieden nicht bereit sind, dann musst du sie dazu bereit machen. Du kannst nicht sagen, dieser oder jener sei nicht bereit, also würdest du es lassen.


Bereit machen heisst hier Du musst im den freien Willen nehmen. Das ist die Strategie der Humanistischen Grossmacht die kommen wird. Durch diese wird aber kein Frieden kommen.

Der vereinzelte Mensch kümmert sich nur um sich und er bringt nur sich selbst vor Gott. Der vereinzelte Mensch rennt alleine für sich und sieht zu der erste zu sein.


Der Christ ist nicht vereinzelt, der Feind will dies zwar bewerkstelligen aber es gelingt im nicht.


Du bist aber in Gott nicht alleine, sondern du bist in Gott mit deinem Nächsten gemeinsam.


Wenn ich alleine wäre dann wäre ich nicht fähig für Nächsten Liebe.

Friede ist nur, wenn der Mensch in Frieden ist und der Mensch, das bist nicht du alleine. Frieden ist erst, wenn er allgemein ist und das bedeutet unter allen Menschen.


Friede ist dort wo Dir weder Tod, noch Teufel, noch Krieg und unfrieden etwas anhaben können. Friede ist also nur in Gott alles was der Mensch fabriziert dient meist dem Tod.

Wenn sich der Mensch mit dem Menschen versöhnt, dann ist Allversöhnung. Die Allversöhnung hat mit Gott nichts zu tun. Die Allversöhnung bedeutet den Frieden unter den Menschen und wenn das erreicht ist, dann wird Gott das segnen.


Die Allversöhnung wird es nicht geben weil es immer Menschen geben wird die gegen das sind was Gott möchte. Wenn wird nicht sein also bleibt es nicht mehr als ein frommer Wunsch und zum segnen bleibt dann nichts übrig.

Allversöhnung ist nicht, wenn die Menschen untereinander im Streit liegen und Gott das dann absegnet.


Jetzt weisst Du warum das Gericht kommen muss.

Wenn keine Allversöhnung ist, wird kein einzelner Mensch Frieden erleben. Du kannst nicht Frieden haben, wenn neben dir Streit ist.


Die Allversöhnung wird dort sein wo die mit Gott versöhnten unter der Herrschaft von Christus regieren.

Du hast als einzelner Mensch kein Recht auf den Frieden. Du kannst als einzelner Mensch keinen Frieden bei Gott einklagen. Du wirst in Unfrieden sterben, wenn die Menschen nicht untereinander versöhnt sind.


Wer versöhnt ist mit Gott wird im Frieden gehen, hier muss auch nichts mehr eingeklagt werden denn das ist ja bereits Realität. Mein Frieden hängt nicht davon ab ob der neben mir sich gegen Gott erhebt.

Der Friede ist ein objektiver Sachverhalt und geht weit über dein Gefühl hinaus. Auch wenn du dich in Frieden fühlst, kannst du trotzdem im Unfrieden leben und Unfrieden ist, wenn neben dir Streit ist. Du bist als Einzelner beschränkt und deine Beschränkung bedeutet, dass du über den Frieden selbst keine endgültige Macht hast. Wenn sich deine Nachbarn streiten, dann lebst du im Unfrieden. Du bist als einzelner Mensch dermaßen beschränkt, dass dein Sein vom Sein deiner Mitmenschen abhängt.


Frieden auf dieser Welt ist mir nicht verheissen, Frieden mit Gott schon. Wer das erste sucht wird sein Leben verlieren bevor er den Frieden findet.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Mi 22. Dez 2010, 10:48

kingschild hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Dein Heilsplan wird jetzt seit 2000 Jahren immer und immer wieder zugelassen und es ist noch kein Heil geworden.
Über dieses Zulassen sind Generation über Generationen gestorben.


Wie willst Du dies wissen? Erst wer vom Tod zum Leben übergegangen ist wird darüber Kenntnis erhalten. Das Generationen sterben ist eher ein Hinweis das viele den Heilsplan nicht angenommen haben.

Der Mensch ist frei und das bedeutet, er kann selbst dort Heil glauben, wo keines ist.

Wir leben jetzt nicht im Heil. Das ist keine Frage des Glaubens sondern der Gewissheit aus Erfahrung.
Wir wissen, dass wir nicht im Heil sind, weil wir wissen, was das Heil ist. Nur was das Heil kennt, kann das Unheil erkennen.

Wenn wir im Unheil sind, dann wird doch nicht dann Heil sein, wenn ein paar davon das Heil glauben. Wir, wir Menschen sitzen alle in einem Boot und einige davon glauben sich heil.
Du bist frei das zu tun. Aber dein Glaube ist der Glaube des Vereinzelten, weil du als Vereinzeltes beschränkt bist. Du hast nicht die Kraft durch deinen Glauben das Heil herbeizurufen. Ich versuche so etwas nicht, weil das in meinen Augen albern ist und völlig sinnlos. Du bist ein kleiner Arbeiter im Weinberg des Herrn und da heißt es, kleine Brötchen zu backen. Dein Glaube an das Heil bringt uns nicht das Heil. Ich habe davon z. B. gar nichts, wenn du nun das Heil glaubst. Was immer du tust - du musst schauen, was dein Nächster davon hat. Das ist der Akt der Nächstenliebe. Die Nächstenliebe schaut nicht nach sich, sondern nach dem Nächsten.
Ich versichere dir, dass mir dein Heilsglaube nicht hilft, im Gegenteil.

Wenn wir im Unheil sind, dann ist es nicht erklärungsbedürftig, das Unheil zu erkennen.

Jeder Mensch ist vom Tod zum Leben übergegangen und keiner davon hat das erfahren, was du meinst. Der Mensch ist tot, dann lebt er und dann ist er wieder tot, weil der Mensch endlich ist. Du kannst sogar hier und jetzt an dir feststellen, dass du endlich bist und sagst es sogar selbst, denn du hältst dich für beschränkt. Alles, was beschränkt ist, das ist endlich. Endlichkeit und Beschränktheit sind dasselbe. Du glaubst aber, dass du von der Beschränktheit zur Ewigkeit übergehen wirst. Gott ist aber kein Lügner. Wenn du nun plötzlich ewig wärst, dann wärst du hier und jetzt nur scheinbar beschränkt und Gott hätte gelogen, weil er dich nur zum Schein beschränkt hätte und wir alle hätten uns über dich getäuscht, denn in Wahrheit wärst du nun selbst Gott, denn nur Gott ist unbeschränkt und ewig.

Jeder einzelne Mensch fängt an und alles was anfängt, das endet auch. Wenn du nicht enden würdest, dann hättest du auch nicht angefangen.
Du fängst beim Menschen bei der Endlichkeit an und dann hüpfst du mit ihm in die Ewigkeit.
Wenn das so wäre, dann wäre das reine Chaos ausgebrochen. Es ist absolut unlogisch, das Endliche einfach mal so ewig vorzustellen.

„Endlich“ und „Unendlich“, das sind so für sich Abstraktionen, mit denen man nicht so herumspielen kann.
Was du da glaubst, dass endet bei dir, das hat außerhalb von dir keine Bedeutung. Wenn das, was du glaubst, von Bedeutung wäre, dann würden wir alle im Chaos leben, oder eben gar nicht leben, weil in deiner Konstruktion ein Leben gar nicht möglich ist.
Der Vorteil an der Endlichkeit des Menschen liegt darin, dass nicht alles, was sich ein Mensch so denkt auch real ist.
Wenn alles real wäre, was Menschen glauben, dann wäre nur ein Chaos.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie wirklic

Beitragvon Scardanelli » Mi 22. Dez 2010, 11:01

Lieber kingschild,
ich glaube nicht, dass ich beschränkt bin, sondern ich weiß es aus Erfahrung. Ich kann dir meine Beschränktheit beweisen. Ich bin nicht nur scheinbar beschränkt sondern in Wahrheit. In Wahrheit meint, es stimmt immer, zu jeder Zeit unter allen Bedingungen.

Wahrheit bedeutet, dass sie sich immer erhält, dass sie sich nicht ändert, nicht in ein anderes übergeht.

Ich bin absolut sicher, nicht selbst Gott zu sein, weil ich beschränkt bin. Meine Beschränktheit gibt mir die Gewissheit nicht Gott zu sein.

Und das bedeutet, dass ich sterben werde und dann bleibt das auch so. Meine Beschränktheit wird durch meinen Tod besiegelt oder durch meinen Tod in Wahrheit versetzt.

Ich bin nicht nur scheinbar, sondern wahrhaft beschränkt und das ist mir Versicherung, als Einzelner ohne Angst meine Freiheit zu nutzen. Mir kann niemand was anhängen, denn ich bin beschränkt. Ich bin beschränkt und dann werden ich auch die Vorteile davon nutzen. Meine Beschränktheit bewahrt mich vor jedem Gericht jedes Gottes.
Der Preis, den ich dafür zahlen muss, der liegt in meiner Endlichkeit.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

VorherigeNächste

Zurück zu Philosophieren über Gott und die Welt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast