warum?

Moderator: bigbird

Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Fr 20. Dez 2002, 21:07

Hallo Kid,
Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind Bestimmungen, die erst mal für sich alleine Bestand haben. Nur ein ganz bestimmtes Handeln, mit einer ganz bestimmten Intention ist Nächstenliebe, sowie dies auch auf Barmherzigkeit zutrifft. Wenn man sich darüber vergewissert, was denn bei der Nächstenliebe geschieht, dann kann man auch sagen, ob hier ein anderer Zweck verfolgt werden kann, der mit dem Nächsten gar nichts zu tun hat. Ist es also möglich, Nächstenliebe zu praktizieren und dabei darauf abzuzielen ins Paradies zu kommen.

Beispiel: Ein Markhändler gibt dir einige Äpfel. Warum gibt er dir diese Äpfel? Gibt er sie dir, damit er sich daran erfreut, dass sie dir gut tun, oder auch, weil du ihm dafür Geld gibst? Er gibt sie dir in der Regel aus beiden Gründen und nun ist zu fragen, ob mit diesen beiden Motiven, der Händler aus Nächstenliebe gehandelt hat? Dies kann man weiter prüfen, indem man ein Motiv jeweils ausschließt. Wird er dir die Äpfel eher ohne Bezahlung geben, oder eher ohne Nächstenliebe?
Christen führen nun Nächstenliebe aus. Worauf würden sie eher verzichten, auf die Zuneigung zum anderen, oder auf ihren Einzug ins Paradies?

Wie kannst du ergründen, dass Nächstenliebe einen bestimmten Glauben voraussetzt?
Was ist denn hier eigentlich Glauben genau?
Welchen Glauben hatte denn der Barmherzige Samariter, den Jesus hervorgehoben hat?

Im Grunde ist ein Glauben immer auch Teil einer Handlungsabsicht, oder die Handlungsabsicht überhaupt. Ich wende mich dem anderen zu, weil ich mich darüber freue, dass er sich dabei wohl fühlt und wächst. Hier ist der Nächste und die Liebe das Ziel und deshalb heißt es Nächstenliebe. Wende ich mich dem anderen zu, weil ich in den Himmel will, dann lassen sich aus diesen Teilen, der Begriff Nächstenliebe gar nicht zusammenstellen, denn das Ziel ist gar nicht mehr der Nächste, sondern der eigene Einzug in den Himmel.
Es ist an der Nächstenliebe deshalb nicht möglich diese mit dem eigenen Einzug in den Himmel in einem Atemzug zu begreifen.
Die Zuwendung Gottes zu uns, als Ausführende der Nächstenliebe, kann an der Nächstenliebe nur ein sekundärer Gewinn sein, der mit der Nächstenliebe direkt gar nichts zu tun hat, denn sonst wandelt sich die Nächstenliebe in Egoismus.

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Re: warum?

Beitragvon Lindy de Mer » Fr 20. Dez 2002, 22:07

Hallo K-Kid,

Du fragst, wie soll es andere Gotteskinder geben?
Dann erst mal eine weitere Überlegung, ja?
Schau mal, Jesus sagt, für uns gläubige
Gotteskinder gibt es kein Gericht.
Daneben führt er aber dann in Matth. das
Bild des Gerichtes an und erklärt da deutlich,
das dort die Seelen in Böcke und Schäfchen
unterschieden werden und das diese Unterscheidung
durch die praktizierte Nächstenliebe geschieht
und zu den Schäfchen heisst es: kommet her
zu mir..., ihnen wird die Tür in die ewige
Welt Gottes also geöffnet.
Jetzt frage ich mich, WER denn diese Seelen
dann sein könnten, wenn wir als gläubige
Gotteskinder ja nicht mehr ins Gericht kommen...???
Weisst Du,
mir fällt gerade ein Bild ein:
wir gläubigen Gotteskinder sind die leiblichen
Kinder Gottes, während vielleicht Jene, die
er auch als seine Kinder aufgrund der Liebe
erkennt, seine adoptierten Kinder sind.
Wer weiss.
Aber, erzähl doch einmal, wie Du zu der
Aussage kommst, das nur "Christen" zu
Barmherzigkeit und Nächstenliebe fähig seien?
Unser Feind flüstert uns gern solche netten
Lügen ein, dann fühlen wir uns als Gotteskinder
nämlich elitär und anderen überlegen, weil
ja angeblich nur wir richtig lieben könnten
und auch barmherzig sein sei allein unsere
Gabe..., aber, ist das wirklich die Wahrheit,
oder eben einfach nur das, was wir gern
hören möchten?
Und nehmen wir einmal an, Gott würde
in der Tat im Gericht Seelen als seine
Kinder adoptieren, einfach, weil er erkennt,
das sie "aus seinem Stoff gemacht sind" -
wie reagieren wir dann? Sind wir eingeschnappt,
weil wir noch Geschwister in die Familie
bekommen, sind wir eifersüchtig und wie
äussert sich diese Eifersucht, vielleicht
durch Ablehnung? Oder könnten wir dann
voller Freude diese Geschwister, die Gott
sich vielleicht im Gericht erwählt(!),
ja, wer weiss, in welchem Zusammenhang
man Jesu Worte der Auserwählten vielleicht
sehen darf, - also, ist unser Herz dann
so liebevoll, so frei, so annehmend,
solche kleinen Fremdlinge ins Herz zu
schliessen und sie als Geschwisterchen
anzunehmen, zu lieben und zu hüten...???
Ich wünsche es mir von uns allen.
Gott segne Dich
Lindy
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Fr 20. Dez 2002, 23:48

Schau mal, Jesus sagt, für uns gläubige Gotteskinder gibt es kein Gericht.

Lindy, kannst du mir die Stelle nennen, wo Jesus sagt, dass es für die Gläubigen kein Gericht gibt? Bisher ist mir das nicht bekannt. Hingegen stütze ich mich auf die Texstelle in Mt. 10, 32. Da steht: Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Geschieht das vor oder während dem Gericht, so dass wir freigesprochen werden können?
Der Gedanke, Adoptivgeschwister zu erhalten, ist für mich schon etwas fremd. Und ich gebe zu, dass ich da sogar eifersüchtig bin. Jesus vergib mir! Da ich aber Gott beim Wort nehme, vertraue ich darauf, dass Jesus der einzige Weg zum Vater ist und bleibt.
Übrigens habe ich nicht gesagt, dass Andersgläubige nicht barmherzig sein können oder aus Nächstenliebe handeln. Das tun viele Menschen auch. Aber bei den Christen ist es so, dass aus dem Glauben die "guten Werke" entstehen.
Ich kenne viele Menschen, die die Meinung vertreten, man müsse einfach ein guter Mensch sein und dann verdiene man sich den Himmel. Doch mit diesen "Auszeichnungen" können wir nicht erwarten, dass Gott uns im Gericht freisprechen wird. Unsere Errettung ist ein Geschenk!

Ich hoffe, meine wirren Gedanken seien einigermassen verständlich.
:roll: K-KID (der sich noch nicht so gewohnt ist, schriftlich zu argumentieren)
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Sa 21. Dez 2002, 00:19

Hi Scardanelli
Das mit der Nächstenliebe verstehe ich so:
Jesus sagt in Johannes 11, 25;
Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.
Ich glaube an Jesus und somit habe ich die Heilsgewissheit. Darum muss ich nicht mit guten Taten versuchen, Gott zu beeindrucken, um ihn eventuell umzustimmen, mich im Gericht zu verschonen. Er hat es bereits getan. Die "guten Werke" sind dann als Dankbarkeit zu verstehen, dass Gott so gnädig zu mir ist. So kann ich mich ohne Leistungsdruck wirklich dem Nächsten zuwenden.

Shalom! K-KID
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LIEBE

Beitragvon yru » Sa 21. Dez 2002, 08:19

Gott ist Liebe. Liebe ist Schöpferin des Lebens.

Lieben heisst aber "eins sein mit" und "zutiefst erkennen"
(Lest mal den lobpreis der Liebe des Paulus)

Wer aber liebt wird nicht Gott bekämpfen
sondern sich immer tiefer mit ihm verbinden.
Ihm nachfolgen, seinen Willen zu tun lernen.

Nun frag´ ich mich, wo liegt euer Problem?

Wenn ihr einander liebt merkt ihr, dass ihr zwar in Nuancen verschieden doch von derselben Sache schreibt!
Gott (Die Liebe) hat uns direkt vom Tod (am Gericht vorbei) zu sich in den Himmel ins ewige Leben erlöst.
Weil Jesus unsere Sünden hinweggetragen hat gibt es kein
Gericht. Das Gericht ereilt den, der behauptet er brauche
Gottes Gnade nicht. Dann muss Gott ihn erfahren lassen was
der Gegenwert (Lohn, Gleichwert, Folge) seiner Handlungen ist. Aber der Lohn (die Folge, der Gleichwert)der Sünde ist der Tod!

Das ist ja das ganze Evangelium, dass wir diesem Schicksal
entrinnen dürfen, dank der Kreuzigung Jesu!

YRU - der euch liebt!
1Jo 4,8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht;
denn Gott ist Liebe.
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Re: LIEBE

Beitragvon K-KID » Sa 21. Dez 2002, 10:28

Wenn ihr einander liebt merkt ihr, dass ihr zwar in Nuancen verschieden doch von derselben Sache schreibt!

Danke yru, du hast es auf den Punkt gebracht. Uns Christen verbindet so viel Gemeinsames, dass wir uns nicht wegen den abweichenden Nuancen in den Haaren liegen müssen. Von der heidnischen Welt her haben wir ja schon genug Gegenwind! ;)
Freuen wir uns vielmehr, dass wir in Jesu unseren Retter gefunden haben!!! :) :)

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Re: warum?

Beitragvon Lindy de Mer » Sa 21. Dez 2002, 10:44

Lieber K-Kid,

zunächst mal finde ich Deine Gedanken gar nicht
wirr :-)
aber nun zu den Bibelstellen:

Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich
gesandt hat, der hat ewiges Leben und
in ein Gericht kommt er nicht.
Joh.5,24

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet.
Joh.3,18

Jetzt sende ich erstmal die Bibelstellen
und schreibe danach weiter, ja?
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Re: warum?

Beitragvon Lindy de Mer » Sa 21. Dez 2002, 11:20

also weiter
Lieber K-Kid,

ich möchte Dich hier übrigens keineswegs zu
meiner Sichtweise bekehren, sondern ich empfinde
uns hier wie zwei Schüler, die in der Schule
durch das Mikroskop "Wahrheit" die Geheimnisse
Gottes betrachten und sich nun einfach erzählen,
was wir jeweils so sehen, ich finde es schön,
das wir uns darüber austauschen und vielleicht
schliessen sich ja noch ein paar Geschwister
dabei an, mal schaun.

Wir haben hier nun zwei Tatsachen vor uns:
einmal Jesu Aussage, das wir als seine Jünger,
also als wiedergeborene Gotteskinder, nicht
mehr in ein Gericht kommen
dann aber die eigentlich ja widersprüchliche
Aussage des Gerichtes, in dem dann Gott Seelen
als zu den Schafen Jesu zugehörig erkennt und
sie zudem gesegnete genannt werden.
Wenn Du mal ganz bewusst die Evangelien nach
dem Wort "auserwählt" durchliest, wirst Du
noch etwas interessantes finden, nämlich,
das Jesus ebenfalls von zweierlei Auserwählten
spricht, da gibt es einmal solche, die er sich
erwählt und dann noch die, die sich Gott als
unser Vater erwählt.
Zudem heisst es einmal, wer sein Leben zu
retten versucht, wird es verlieren,
dann wieder heisst es, fliehet in die Berge,
um euer Leben zu retten.
Widersprüche, oder ist es vielleicht einfach
nur so, das Jesu Worte nicht stets an dieselbe
Adresse gewandt sind, sondern das er einmal
uns, die wiedergeborenen Gotteskinder anspricht,
das andere mal aber die Gotteskinder, die erst
durch das Gericht den Weg zu Gott finden.
Gehen wir aber davon aus, das Jesus nicht mal
so und dann plötzlich das genaue Gegenteil
redet, dann müssen wir seine Worte genau
betrachten und uns überlegen, an wen sie eigentlich
gerichtet sind, denn wenn wir das nicht machen,
vermischen sie sich zu diesem Widerspruch,
bei dem man dann sagen könnte: ja, was ist
denn nun die Wahrheit, das Gericht oder nicht
das Gericht?
Wir sehen aber auch, das es zwei Wege zu Gott
gibt, obwohl Jesus sagt, ich bin der Weg...
wie das???
Könnte es nicht ganz einfach so sein, das
Jesus der DIREKTE Weg zu Gott ist, der Weg
eben des "leiblichen Gotteskindes" und da
ist Jesus der einzige Weg, denn ohne ihn
können wir nicht wiedergeboren werden,
oder beschreiben wir es so:
Jesus ist der EINZIGE WEG zu Gott ohne Gericht.
Es gibt aber noch den Weg zu Gott durch
das Gericht.
Eine andere Lösung, damit Jesu Worte nicht
zum Widerspruch und zur Lüge werden,
kann ich mir zur Zeit nicht denken, denn,
eines ist doch gewiss: Jesus spricht IMMER
die Wahrheit. Er widerspricht sich nicht.
Wenn er sich aber nicht widerspricht,
dann liegt die Lösung vermutlich darin,
das seine Worte an verschiedene Gruppen
gerichtet sind und das wir genau hinhören
müssen, zu wem er spricht, wenn er etwas
sagt.
Nun bin ich sehr gespannt, wie Du darüber
denkst, was Du im Mikroskop"Wahrheit"
siehst.
Zudem stimme ich Dir und yru zu,
das wir uns, egal, wie unterschiedlich
unsere Sichtweisen auch sein mögen,
darüber freuen können, Geschwister in Liebe
verbunden in Gottes Familie zu sein.
Gott segne Dich und jedes seiner Kinder
Lindy
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Sa 21. Dez 2002, 13:44

Danke Liny für deine Ausführungen. Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber ich brauche immer erwas Zeit, neue Erkenntnisse mit bereits vorhandenem Wissen in Einklang zu bringen (geht das überhaupt immer?) So ist es auch diesmal. Das mit den verschiedenen Gruppe sehe ich genau so. Ich denke, Jesus hat primär zum jüdischen Volk gesprochen, also zum auserwählten Volk Gottes. Sind die der anderen Gruppe nicht die Heiden, also wir? Aber auch von uns ist der Glaube gefragt und nicht in erster Linie die guten Werke.

Dann noch ein Gedanke zum Gericht:
Wundert euch nicht darüber! Der Tag wird kommen, an dem die Toten in ihren Gräbern die Stimme des Gottessohnes hören. Dann werden alle Menschen auferstehen: Die Gutes getan haben, werden ewig leben, die aber Böses getan haben, werden verurteilt. Johannes 5, 29
Warum werden denn die Verstorbene erst am jüngsten Tag auferweckt? Ist es nicht, weil sie vor dem Gericht erscheinen müssen und dort frei gesprochen werden. Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall möchte ich mein Leben hier so leben, dass ich Licht und Salz sein kann. Jesus helfe mir und allen meinen Geschwistern dabei.

Lieb grüsst K-KID
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Re: warum?

Beitragvon Lindy de Mer » Sa 21. Dez 2002, 19:01

Lieber K-Kid,

mir geht es genauso, besonders wenn es sich um so
ein kompliziertes Thema handelt, und, was wir auch
erkennen, es ist hier doch immer nur ein Stückchen
und mehr nicht und auch ich mag es am liebsten,
wenn ich ganz in Ruhe über neue Gedanken/Denkan-
stösse nachdenken kann, um sie zu überprüfen.

Ganz unabhängig davon bin ich ganz Deiner Meinung,
das es nicht so wichtig ist, was wir wissen,
sondern wichtig ist, was wir tun:
das wir unsere Bestimmung als Gotteskinder ernst
nehmen und Licht und Salz sind durch die Liebe
und den Glauben.
Gottes Segen und ein schönes Weihnachtsfest
Dir und allen, die mitlesen und mitgrübeln
und mit uns Jesus nachfolgen
Lindy
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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Sa 21. Dez 2002, 20:37

Hallo Kid,
obgleich ich in deinem Beitrag Ungereimtheiten erkenne, scheint mir deine Haltung im Gesamten recht gut zu sein. Mir ist z. B. nicht klar, wie ein Mensch Gott beeindrucken könnte, d. h., wie es ein Mensch vermag, in Gott selber eine Veränderung herzustellen.

Bist du nun damit kein Einzelkämpfer, denn ich frage mich, wohin denn diese Nächstenliebe geführt hat, wenn ich annehme, dass Millionen von Christen ebenso die Nächstenliebe praktizieren. Bis wohin reicht denn diese Liebe in der Praxis? Was tut man denn für die Nächsten, wenn ich voraussetze, dass der Nächste einem so nahe steht, wie man selber, oder wie die engsten Familienglieder. Ist dass Maß der Nächstenliebe damit erschöpft, wenn man mal etwas Geld spendet, oder den anderen zu Wort kommen lässt? Rührt denn dass Schicksal eines beliebigen Nächsten unsere Sorge genauso an, als wenn unser leibliches Kind Probleme hat?

Der wahre Grund, warum Christen darauf pochen, dass im Grunde schon alles für sie getan worden ist, der ist in meinen Augen der, dass sie bis auf Rudimente gar keine Nächstenliebe ausüben. Es scheint dagegen schon viel gewonnen zu sein, wenn sich Christen überhaupt dazu durchringen, die Nächstenliebe als fundamental anzuerkennen, als wenn in dieser bloßen Annerkennung der Vollzug der Nächstenliebe schon uneingeschränkt erreicht wäre.

Die Sündenvergebung soll radikal geschehen, denn sonst käme man nicht zu Gott. Die Nächstenliebe müsse aber nicht radikal, also umfassend ausgeübt werden, hier würden schon Ansätze ausreichen, quasi als Beigabe, die aber keine dringende Notwendigkeit enthält.

Kein Mensch kann hinreichend nachprüfen, ob Gott jemanden die Sünden vergeben hat. Aber jeder Mensch kann nachprüfen, ob einer Nächstenliebe ausübt. Und weil in dieser Nachprüfbarkeit, jeder vor jedem wie nackt dasteht, wird diesem Bestimmungsstück des Glaubens eine niedrige Stellung zugewiesen. Denn wer von uns könnte denn vor einem Urteil bestehen, seinen Nächsten oder gar seine Feinde zu lieben? Nur aus diesem Grund wird die Nächstenliebe für den Glauben selbst als wenig wichtig hingestellt, so dass darauf zur Not auch verzichtet werden könnte.

Es ist für uns wie eine selbstverständliche Erfahrung, dass es den meisten von uns fast unmöglich ist, seinen Nächsten zu lieben. Und deshalb wird aus dieser Erfahrung heraus Gott selber die Verantwortung für unsere Nächstenliebe gegeben. Auf diese Weise wird dann erreicht, dass man im Grunde kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man feststellen sollte, dass man seine Nächsten nicht lieben kann. In diesem Fall hat Gott uns dann wohl offenbar diese Fähigkeit nicht geschenkt.
Wenn dies so ist, dann hat Gott kein großes Interesse, dass sich die Nächstenliebe hier auf der Erde entfaltet, denn dies ist offensichtlich und dann herrscht um die zahlreichen Stellen, in denen Jesus von der Liebe zum Nächsten gesprochen hat ein seltsames Geheimnis.
Ich meine hier nicht eine Nächstenliebe, wie sie hier und da mal aufflackert, sondern eine, die mit der gleichen Inbrunst betrieben wird, wie der Drang, sich seine Sünden vergeben zu lassen.

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Re: warum?

Beitragvon yru » Sa 21. Dez 2002, 23:41

Scardanelli du hast auch hier wieder mal den Nagel
auf den Kopf getroffen - inkl. erklärende Argumentation der "Lauen", dieses verniedlichen, abweisen.
Ich will nicht lästern und richten, denn wer hat noch nie "lauheit" an sich selber erlebt (und sich gegraust vor sich selbst)?
Aber eben - es sollte einen schon grausen, so vor
jesu kreuz zu stehen und sich abzuwenden... und dann - oh
wunder tun sich Reue und Bekehrung als Türen zur rechten,
heissen Liebe auf - aber denkste, wenn ich schon elöst bin, was gibt es da noch zu bereuen, wovon sich noch bekehren...
Weil wir aber nicht in die herzen sehen können wir die Ursachen für solche Lauheit nicht endgültig beurteilen darum forsche jeder selber in seinem innern...

Missionare zu den Heiden entsenden (und andere Gemeindetätigkeiten) verkommt dann nicht gar zur willkommenen Tarnkappe sondern reflektiert die innere Fürsorge für noch nicht gefundene ...

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Re: warum?

Beitragvon K-KID » So 22. Dez 2002, 10:12

Mir ist z. B. nicht klar, wie ein Mensch Gott beeindrucken könnte,

Das ist mir auch nicht klar. Es ist auch gar nicht meine Überzeugung. Aber ich kenne einige Menschen, die so denken und an die Werksgerechtigkeit glauben. (Tue Recht und scheue niemenden.)

Ich denke, es ist unrealistisch, wenn wir krampfhaft Nächstenliebe betreiben wollen. Ich kann ja meine Nächstenliebe niemandem aufzwingen. Wie viele Menschen um mich herum sind in unbequemen Lagen und könnten ganz gut eine helfende Hand gebrauchen, sind aber zu stolz, dies zuzugeben.
Darüberhinaus ist es mir nicht möglich, auch wenn ich das unbedingt wollte, die 10 Gebote zu halten, oder nach den Weisungen der Bergpredigt zu leben. Plötzlich taucht mein EGO auf und ich bin mir dann doch der Nächste. Alleine werde ich immer wieder scheitern. Deshalb suche ich im Gebet die Hilfe Jesus, täglich Schritt für Schritt daran zu arbeiten.

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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » So 22. Dez 2002, 10:54

Hallo Kid,
du schreibst:
Ich denke, es ist unrealistisch, wenn wir krampfhaft Nächstenliebe betreiben wollen.

Hiermit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen und nun müsstest du dies bei seinen Konsequenzen nehmen.
Auf der einen Seite hast du Jesus, der sagt, liebe deinen Nächsten, wie dich selbst und auf der anderen Seite die Bestimmungen der Liebe.
Wenn Jesus sagt, gehe in diese Richtung, dann nimmst du auch die Bestimmungen des Gehens, besinnst dich auf diese Bestimmungen und fängst an zu laufen. Wenn Jesus sagt esse, dann nimmst du die Bestimmungen des Essens und beginnst zu kauen.
Die Liebe ist nun mal ein spontaner Akt. Der Barmherzige Samariter hat den Verletzten gesehen und aus diesem Sehen heraus ist er unmittelbar angerührt worden. Er und der Verletzte sind in diesem Moment eins geworden. Es gab hier genau zwei, der Verletzte und er und in dieser Verinnerlichung dieser Gemeinschaft ist das Handeln wie von selbst entsprungen. Der gute Mann ist nicht losgezogen um zu sehen, wem er denn heute helfen könnte. Er ging und es hat ihn gepackt und zwar so, als sei es aus ihm selbst entsprungen. Es ist völlig egal ob dies Gott gewirkt hat oder nicht, entscheidend dabei ist, dass es zumindest so erscheinen muss, als wäre es aus ihm selbst entsprungen und zwar zu 100 %. Die Nächstenliebe kennt kein Zögern, weil sie die Einheit bereits als ein innerliches Wissen voraussetzt. Es gibt keine Nachdenken, helfe ich oder helfe ich nicht. Ihr Vollzug ist unmittelbar, als ein innerer Drang, der genauso notwendig ist wie das Atmen.
Wer darüber nachdenkt, dass er Nächstenliebe üben sollte, der hat keine Nächstenliebe und er ist jenseits davon, Nächstenliebe auszuüben. Liebe ist immer spontan; es ist nur als ein Handeln möglich, welches mit dem Handelnden eins ist. Wer Nächstenliebe ausübt, der kennt zu diesem Handeln keine einzige Alternative. Es ist ihm das einzig Mögliche. Wer da noch eine andere Möglichkeit erwägt, der hat keine Nächstenliebe, noch nicht einmal im Ansatz, weil hier keine Spontaneität mehr ist.
Aus diesem Grund wird ein Mensch, der Christ wird und nicht zuvor den Drang zur Nächstenliebe hat, niemals zur Nächstenliebe fähig werden, sondern allenfalls zum Mitleid. Es gibt nicht eine Operation, die dem Menschen Spontaneität beibringt. Nächstenleibe ist kein Programm, was man sich aneignen könnte, als etwas, was man annimmt und wieder ablegen könnte; es ist etwas, was mit der Person verwächst, im Grunde die Person selbst.
Ein Ausspruch: „Gott, helfe mir, dass ich meinen Nächsten lieben kann“, hat die gleiche Qualität, als würde ich bitten, „Gott mach, dass in der Lotterie den Hauptgewinn ziehe!“ Es kann einem Menschen nichts Schöneres geschehen, als seine Nächsten zu lieben und wer um so etwas bitten muss, der hat noch niemals erfahren, wie die Liebe überhaupt schmeckt. Hätte er davon einmal probiert, dann würde er denjenigen verwundert ansehen, der um so etwas bittet.
Wer sich zu dem Wertvollsten gar nicht hingezogen fühlt, warum bittet er dann darum? Was soll man denn von einem Menschen denken, der sich so verhält, als müsse man ihm das Wertvollste aufzwingen. Hat denn niemand bisher die Kraft gespürt, die aus der Liebe zum Nächsten erwächst?
Ich kann sicher nicht für Gott sprechen, aber wenn ich mir ein solches Bild ausmale, dann denke ich, dass Gott denjenigen, der ihn um Liebesfähigkeit bittet, wohl auslachen wird.
Wer Gott mit Nächstenliebe beeindrucken wollte, der verhält sich so, als wenn ein gut genährtes Kind seine Mutter beeindrucken will, dass es überhaupt etwas isst.
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » So 22. Dez 2002, 19:11

Ein Ausspruch: „Gott, helfe mir, dass ich meinen Nächsten lieben kann“, hat die gleiche Qualität, als würde ich bitten, „Gott mach, dass in der Lotterie den Hauptgewinn ziehe!“


Hi Scardanelli
Deine Ausführungen leuchten mir ein. Aber mit dem letzten Abschnitt bin ich nicht ganz gleicher Meinung. Wenn ich Gott darum bitte, dass er mir hilft, meinen Mitmenschen zu lieben, kommt das in erster Linie meinem Mitmenschen zugute. Bitte ich aber um einen Lottosechser, so ist das selbstsüchtig und nicht unbedingt in Gottes Willen. Da Gott meine Natur kennt (und ich kenne mich ja mittlerweilen auch ein wenig) ist es nötig, dass ich um diese Liebe bete, damit ich nicht in Selbstliebe verfalle. Besonders denjenigen gegenüber, welche mir feindlich gesinnt sind, brauche ich Liebe und die kommt nicht aus mir selber.

Bye K-KID
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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » So 22. Dez 2002, 21:04

Hallo Kid,
gegenüber Gesetzen ist die Liebe komplexer und eine Eigenschaft, die in unserem täglichen Leben nur aufflackert und von daher nur in Rudimenten selbst erfahrbar ist. Es ist eine richtige Beobachtung, dass die Liebe nicht aus einem selbst kommt, weil die Liebe nicht ist, sondern wird und mindestens zwei benötigt. Es ist ausgeschlossen, dass eine Person alleine Liebe kann und deshalb hat Jesus auch gesagt: „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich unter ihnen“. Die Liebe ist niemals unter zwei, sondern sie entfaltet sich unter zwei und deshalb kann niemand aus sich selbst heraus lieben, sondern nur in der Entfaltung ab zwei Personen. Wenn eine Person lieben will und der Rest eben nicht dazu bereit ist, dann kann aus dieser ersten Bereitschaft nur Mitleid entspringen. Wir sind in der Liebe nicht von Gott abhängig, sondern von unserem direkten Gegenüber. Eine Liebende Person kann die Liebe nur anstoßen und wenn darauf kein gleichsinniges Signal erfolgt, dann erstirbt die Liebe. Gott mag uns vielleicht die Voraussetzungen zur Liebe schenken, im Grunde hat er dies aber bereits bei jedem Menschen schon getan, wir müssen es nur aufnehmen. Wir bitten Gott auch nicht um unser Augenlicht, denn wir haben es bereits von ihm. Die Voraussetzungen sind aber noch keinen Liebe, sondern die Liebe wird eben erst ab zwei Menschen. Ein Mensch kann von niemand die Liebe bekommen, denn die Liebe ist ein Prozess, die immer erst wird und niemals bereits ist.

Es ist unserer täglichen Erfahrung zu schulden, dass unser gewohntes Verhalten, oder das Verhalten, welches wir bei anderen beobachten, dem eigen Nutzen zu dienen scheint. Da dies aber in seinem Grund, also im Allgemeinen eben lieblos ist, kann nicht unbedingt von hier aus geschlossen werden, dass auch die Liebe diesen Bedingungen unterworfen ist.
Die Liebe verstreut den Nutzen aus ihrer Entfaltung immer gleichsinnig in beide Richtungen. Es ist an der Liebe unmöglich, dass nur der Adressat aus ihrer Wirkung einen Nutzen hat. Auch der Adressant bezieht aus ihrer Entfaltung einen Gewinn. Beide Seiten wachsen aus der Wechselseitigkeit. Wer den Lohn aus seiner Liebe nicht bereit ist einzustreichen, der liebt sich nicht selbst und er kann damit auch seinen Nächsten nicht lieben. Die Liebe ist daran aber völlig frei von Egoismus, weil die Liebe immer auf den anderen abzielt und der eigene Gewinn entstammt alleine aus der Reflexion vom Gegenüber.
Es ist aus diesem Grund auch unsinnig Gott zu lieben, denn die Liebe erhebt und beseitigt Trennung. Gott bedarf weder der Erhebung noch der Beseitigung von Trennung. Die rechte Haltung Gott gegenüber kann deshalb nur Dankbarkeit sein, die sich aber ähnlich anfühlt wie die Liebe.

Mein Vergleich mit dem Lottogewinn und der Liebe, hat seinen Sinn darin gehabt, dass beides aus verschiedenen Sphären als ein Gewinn anzusehen ist. Ich wollte damit zeigen, dass es unsinnig ist, Gott um etwas überaus Gutes zu bitten, wenn sich der Eindruck einstellt, als würde es als eine Last empfunden.
Nach meinem Verständnis von Christentum ist die Nächstenliebe nicht die Folge des Glaubens, oder vielmehr des Heils, sondern die Voraussetzung für beides.
Die Aussage von Jesus: „Wenn ihr zum Beten getreten seid, aber gegen jemanden etwas habt, vergebt ihm zuerst. Dann wird Gott, euer Vater, auch euch eure Verfehlungen vergeben.“ (Mt. 5, 23-24), zeigt dies ganz deutlich. Erst kommt das Handeln und dann die Vergebung. Wir werden alleine aus unserem Handeln gerecht, nämlich aus der Nächstenliebe. Ohne Nächstenliebe keine Vergebung und wer seinen Nächsten nicht lieben kann, der bekommt auch nicht von Gott vergeben.
Ich behaupte dies nicht einfach, sondern ich belege dies mit Jesus selbst. Ich weiß, dass man dieser Aussage von Jesus auch widersprechende Bibelstellen gegenüberstellen kann, aber ich verlasse mich auf Jesus selbst.
Das Christentum beginnt damit nicht mit einem formellen Glauben, sondern mit der Nächstenliebe die sich in Handeln umsetzt: „dann vergebt dem anderen zuerst“. Und Vergebung ist selbst kein formeller Akt, so als würde man sich selbst vergebend sprechen hören. Vergebung ist nur dann eine, wenn sie selbst zum Wachstum des anderen dient, also wenn man die Geste der Vergebung auch als einen innerlichen Drang verspürt. Wenn man wirklich vergeben will, weil einem der andere am Herzen liegt. Andernfalls könnte auch ein Kassettenrekorder den Vergebungssatz aussprechen.
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » So 22. Dez 2002, 22:38

Hallo Scardanelli

In vielem stimme ich mit deiner Meinung überein. Nur in einem Punkt geht es mir nicht auf.
Wir werden alleine aus unserem Handeln gerecht, nämlich aus der Nächstenliebe.
Daraus könnte jemand, der Jesus nicht als persönlichen Herr und Heiland angenommen hat, schliessen, dass eine Gerechtsptechung auch ohne Jesus möglich ist. Und das ist nach meinen Bibelkenntnissen völlig ausgeschlossen.
Aus diesem Grund vertrete ich die Auffassung, dass die Frucht des Glaubens gute Werke sind, wie sie in Galater 5, 22 beschrieben werden. Dem voraus geht aber die Erkenntnis der eigenen Sünde und die bewusste Hinwendung zu Gott.

Bis bald! K-KID :)
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Mo 23. Dez 2002, 22:35

Hallo K-Kid

Ich entspreche vollkommen Deiner Meinung.

Wir sind garantiert nicht aus Handeln gerecht - sonst wäre Jesu Opfertod sinnlos gewesen.

Um es klar auszudrücken, Nächstenliebe ist eine Pflicht, nichts, was uns gerecht macht. Weil wir Gott lieben, sollen wir auch unseren Nächsten lieben.

Aber unser Handeln, auch nicht die Nächstenliebe, macht uns nicht gerecht.

Gruss
-salzstreuer

*derBaldWeihnachtenFeiertUndDaherFuerEinigeTageNePauseMacht*

(Falls Ihr wollt, kann ich auch mal noch ein paar Bibelstellen dazu bringen).

Es gab eine Zeit,
wo der Glaube gegen die Vernunft verteidigt werden musste,
es kommt eine Zeit (und sie beginnt schon)
wo der Glaube die Vernunft verteidigen muss!
Kardinal Chr. Schönborn
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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Di 24. Dez 2002, 00:16

Hallo Kid,
ein Handeln beinhaltet immer auch ein Motiv und der Glaube ist ein Motiv. Dagegen bedingt ein Glaube nicht unbedingt ein Handeln und schon gar kein gleichsinniges.
Man kann am Handeln immer sehen, woran jemand glaubt.
Wenn also jemand handelt, dann steht dahinter immer ein Motiv und sei es ein Glaube. Ein Handeln ohne Glauben gibt es nicht, es sei denn, das Handeln beruht auf sicherem Wissen.
Wenn man also sagt, man werde aus dem Handeln gerecht, dann ist dann immer zumindest ein Glaube inbegriffen.
Ein reines Handeln gibt es z. B. bei Maschinen, obgleich sie auch ein Motiv haben können, aber kein durchgeformtes; ihnen fehlt der Wille, der aus dem Motiv ein Handeln macht.

Es gibt Stellen in der Bibel, zumeist solche, die auf den Apostel Paulus zurückgehen, in welchen das Schwergewicht auf den Glauben gelegt wird und solche, vornehmlich von Jesus, die auf das Handeln abzielen, wie die in Markus 11.
Ich bin mir schon darüber im Klaren, dass die Meisten den christlichen Glauben gewählt haben, wegen der komfortablen Art der Sündenvergebung durch die Stellvertreterschafft. Ich wundere mich deshalb auch gar nicht, dass jene nur dies an Jesus schätzen und darum herum ihren Glauben gruppieren.
Von dieser Seite kommt dann gern das Argument, dass man nichts aus sich schaffen könne, denn mit dieser Erfahrung ist man ja zu diesem Glauben gekommen. Aber die Art und Weise, wie Jesus hier vom Vollzug der Sündenvergebung spricht, die kommt ja gar nicht aus einem selbst in dem Sinne, als dass man es mit sich selber ausmachen könnte.
Jesus sagt hier, dass ein Sündenvergebung nur dann in Frage kommt, wenn man zuvor gehandelt hat und zwar, wenn man zu seinem Nächsten geht und sich diesem zuneigt. Dass steht dort schwarz auf weiß und deshalb verstehe ich nicht, warum man sich dann mit mir hier anlegt, denn dies habe nicht ich gesagt, sondern Jesus selbst.

Was soll das aber bedeuten, Jesus als seinen persönlichen Heiland anzunehmen? Ich kann nur sehen, dass Jesus als Mensch den Weg zu Gott gezeigt hat, aber es ist mir schleierhaft, wie eine weitere Annahme aussehen soll? Die Höchste Annahme die ich kenne und die durch nichts zu überbieten ist, die gestaltet sich in der Nachahmung dessen, was einer vorgelebt hat. Sicherlich transzendiert z. B. dass wissen des Kindes gegenüber dem Vater dass er der Vater ist, eine Verbundenheit von Zugehörigkeit, als ein metaphysisches Moment. Und nicht anders kann es bei einem Christen sein. Er fühlt sich in der Annahme Jesus diesem Zugehörig. Er handelt im Andenken an Jesus und hat in seinem Handeln als Dankbarkeit stets den Meister vor Augen. Aber damit hat dieses Moment auch schon genug. Die größte Verbundenheit mit Jesus hat man aber im gleichsinnigen Handeln. Was regen denn viele seiner Gleichnisse an? Sie regen das Handeln an und nicht ein vom Handeln befreites Denken. Hat er irgendwo gesagt, dass dies Beigaben seien, die von geringer Relevanz sind?

Als Christ ist unser Handeln doch aber nicht mehr vom Egoismus getrieben. (Ich will jetzt die ganzen Bibelstellen dazu nicht schon wieder aufführen, zumal es sich bis jetzt auch als ein sinnloses Unterfangen erwiesen hat.)
Du liegst schon ganz richtig mit deiner zitierten Bibelstelle, dass die Frucht des Glaubens die guten Werke sind. Denn vor dem Handeln kommt das Motiv. Aber wo ist denn hier das Gute vollendet? Das Motiv ist der Beginn der Handlung als eine Handlungsabsicht. Die Handlungsabsicht ist aber noch nicht das Gute, was nur die am Motiv, dem Glauben abgeschlossene Handlung sein kann.
Was ist denn aber, wenn aus dem Glauben die guten Werke ausbleiben? Ich sage mal, dann ist man lau und wir wissen was dies vor Gott bedeutet. Man wird von ihm ausgespieen. Nur komischer Weise irritiert dies Christen kaum. Sie haben viel mehr Angst davor ihren Glauben zu verlieren, obwohl er daran ja völlig nutzlos geworden wäre. Wie oft ist denn bei vielen Christen aus dem Glauben nicht das gute Werk entsprungen? Wie oft wären sie denn dann bereits ausgespieen worden. Was machen denn die Weinbergsbauern im Gleichnis von Jesus, sitzen sie da und glauben und glauben um die Wette inniglich? Nein, sie sollen Arbeiten; sie sollen handeln, oder was ist denn Arbeiten anderes als Handeln. Sie sollen eine reiche Ernte einbringen. Was ist denn diese Ernte, etwa sich selbst? Sollen sie nur immer fort sich selbst ernten, so als würden sie, die sie ständig von Gott ausgespieen werden, sich wieder einsammeln, worauf sie gleich wieder ausgespieen werden? Dies sind schon sehr eigenwillige Interpretationen, wie sie so implizit vor einem zum Liegen kommen.

Ein reiner Glaube ohne ein Handeln, hat zwar ein lange Tradition und wohl deshalb, scheint es auch so ohne Weiteres für wahr genommen zu werden, übrigens auch im Islam und sonst wo noch. Bei genauer Betrachtung ist es aber reiner Unsinn. Wenn einmal in den Glauben das Handeln hereingebracht worden ist, wie durch Jesus, dann kann man dies schlechterdings für ungültig erklären. Anders wäre es, wenn Jesus selbst in das Horn des Paulus geblasen hätte. Dann hätten aber auch seine Gleichnisse anders ausgesehen. Und daran sind mir entsprechende Sätze von Salzstreuer fast schon wie ein Wunder. Wie kann man so etwas nur als Christ aussagen und meinen, wenn es so diametral gegen Aussagen von Jesus steht.

Die Nächstenliebe kann aber keine Pflicht sein, wie es Salzstreuer meint, denn die Liebe lässt sich nicht verordnen, da sie nur spontan sein kann. Nichts und niemand kann die Liebe in Gesetzestafeln meißeln, da die Liebe das Gegenteil des Gesetzes ist.
Aus diesem Grund quälen sich auch so viele Christen mit der Liebe; sie wollen sie erzwingen und damit ist sie bereits mausetot. Die Liebe entspring ausschließlich der Freiheit, denn beides bedingt einander.
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Di 24. Dez 2002, 01:14

Nichts und niemand kann die Liebe in Gesetzestafeln meißeln, da die Liebe das Gegenteil des Gesetzes ist.

Shalom Scardanelli
Hier kann ich dir gerade ein konkretes Beispiel geben, das deiner Theorie widerspricht: Gott gab Mose die 10 Gebote. Sie sind in Steintafeln gemeisselt. Gott gab sie dem Volk Israel aus Liebe. Denn sie sind wie ein Weidezaun in den Bergen, der denjenigen, der sich in seinem Innern aufhällt vor dem Absturz bewahrt. Wer aber die Absperrung (Gebote) übersteigt, läuft Gefahr sein Leben zu verlieren.

Was soll das aber bedeuten, Jesus als seinen persönlichen Heiland anzunehmen?

Ja, ich weiss, das tönt so kanaanäisch. Aber wenn ein Mensch in seinem Herzen erkennt, dass ein Leben ohne Gott in die falsche Richtung läuft, seine Schuld, bisher ohne Gott gelebt zu haben, eingesteht und sein Vertrauen in allen Lebensbereichen auf Jesus legt, wird ein neuer Mensch. Denen gibt Gott das Recht, seine Kinder zu werden.
Jesus sagte: Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu sein. (Hfa. Joh. 1, 12)
Von da an begann Jesus zu predigen: Ändert euch von Grund auf! Kehrt um zu Gott! Denn die Herrschaft Gottes bricht jetzt an! (Hfa. Mt. 4, 17)

Das ist die befreiendste Botschaft, die ich bisher in meinem Leben gehört habe. Ich habe den Ruf befolgt und erlebte, wie Licht in mein Leben gekommen ist. Jesus hat es Stück für Stück verändert. Nie mehr möchte ich ins alte Leben zurück. Ich wünsche allen Menschen, dass sie erkennen und erleben, dass Jesus ihr Freund und Bruder wird.

In dem Sinne wünsche ich dir ein gesegnetes Weihnachtsfest!
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Di 24. Dez 2002, 01:36

Wir haben hier nun zwei Tatsachen vor uns: einmal Jesu Aussage, das wir als seine Jünger, also als wiedergeborene Gotteskinder, nicht mehr in ein Gericht kommen:
Hallo Lindy
Deine Stellenangaben haben mir eingeleuchtet. Nun bin ich aber auf Römer 14, 10 gestossen. Dort steht:
Und warum verachtest du deinen Bruder, nur weil er sich anders verhält? Vergiss nicht, dass wir einmal alle vor Gott stehen werden und er über uns urteilt.
Ist das nun ein Widerspruch? *kopfkratz*

Schöne Festtage wünscht dir K-KID :)
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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Di 24. Dez 2002, 10:51

Hallo Kid,
es ist schon eine richtige Erkenntnis, dass das Gesetz und die Liebe zusammenhängen. Die niedrigste Stufe von zwischenmenschlichen Regelungen werden durch Gesetze geschaffen. Tiefer kann der Mensch nicht fallen, will er zusammenleben.
Wer die Menschen liebt, der gibt ihm Gesetze. Hier entfaltet sich aber die Liebe nicht, sondern hier zieht sie sozusagen die Notbremse.
Die Liebe entfaltet sich aber gerne am Gesetz, denn die Liebe hat das Gesetz ja selbst eingesetzt und nun sieht sie zu, in welcher Weise sie den Menschen aus seiner Pubertät herausschaffen kann.
Der wirklichen Beispiele, wie die Liebe selbst in die Gesetze eindringt und diese mit sich selbst anfüllt, der sind wenige. Mir fällt hier nur spontan das Zusammenleben mit Kindern ein. Die Erziehung ist von vielen, zumeist impliziten Gesetzen überfüllt und eine liebevolle Erziehung ist darauf bedacht, die Entfaltung des Kindes voranzutreiben. Bei diesem Geschäft achtet sie niemals auf die strikte Einhaltung von Regeln und Gesetzen, sondern sie achtet auf die Geste des Kindes, auf das Motiv und wenn es vorausschauend Gutes hierin erkennt, dann wird sie sich nicht strikt an die Einhaltung von Gesetzen und Regeln halten, denn ihr liegt viel mehr an der Entfaltung und die Entfaltung ist viel Komplexer als es Gesetze widerspiegeln könnten. Gesetze sind ein Notbehelf, der niemals der Mannigfaltigkeit des Lebens genügen könnte. Wer Gesetze nicht durch die Liebe aushöhlt, der Vergewaltigt regelmäßig die Entfaltung von Leben und korrumpiert dadurch die Liebe selbst.
Mir scheint es vielmehr, dass die meisten Christen gar nicht wissen, was sie sich mit der Liebe innerhalb dieser Religion eingehandelt haben.
Wenn heute hier einer sagt, er sei zu Weihnachten einsam, dann wird ein Gericht, welches nach den Bestimmungen der Liebe urteilt, hier verurteilen, denn es ist zumal nach 2000 Jahren Christentum ein Unding, dass ein Hilferufender einsam bleibt, nachdem er geklagt hat.
Jeder starrt nur auf seine Sünden, als wären die Sünden nur eine Wirklichkeit in einer irgendwie abgekapselten Form. Wir sündigen aber nicht an Gott, sondern eine Sünde haben wir an den Bestimmungen der Nächstenliebe, also am anderen Menschen. Wir sündigen ausschließlich am anderen Menschen und dies ist damit eine Sünde gegen Gott.
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Re: warum?

Beitragvon yru » Di 24. Dez 2002, 12:08

A
AA
oOo
AAA
AAOAA
AQAoAO
AoAOAoAOA
AAOAAOAAAAA
wAOAAOAAAOAwA
AAWWOAAOWWAAA
AOAAWWOAAOWWAAOAA
AOAOAAWWOAAOWWAAOAOA
OYYYYYYYo
NN
NN
____

Deine Ausführungen sind sehr bewundeernswert

Scardanelli, hab´ es mit Genuss gelesen...
Danke
und
merry X-mas
1Jo 4,8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht;
denn Gott ist Liebe.
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Re: warum?

Beitragvon Lindy de Mer » Di 24. Dez 2002, 13:29

Liebe Geschwister,

nun habe ich hier zu diesem komplizierten Thema
eine Menge Gedanken erhalten und vieles überdacht.
Ich teile Eure Meinungen und doch,
kann ich nicht anders, als das mein Herz
weiterhin glaubt, was mir zu glauben ins Herz
gelegt wurde, vielleicht sollte ich noch kurz
erzählen, wie es kam. Wisst ihr, wenn ich mir
die Menschen in der Vergangenheit und Gegenwart
ansehe, oftmals ganz einfache Menschen, aber
mit Herzen so liebend, die sich um ihre Nächsten
kümmerten, sorgen, denen aber nur eines fehlt und zwar
der Glaube an Gott, weil sie niemals Gelegenheit
hatten, ihn kennenzulernen, da weinte mein Herz
vor lauter Schmerz und es konnte nicht aufhören
zu weinen, bis ein Wort es erfasste und das war
das Wort vom Gericht und das Gott dort alle
Seelen, in deren Herzen die Nächstenliebe brennt,
als Jesu Schäfchen erkennt und sie annimmt.
Dieses Wort hat mein Herz getröstet und
seitdem halte ich es fest, ich wünsche mir,
selbst, wenn es nur wenige sein mögen, die
durch das Gericht ihren Weg in die ewige Welt
finden, das diese wenigen, liebenden Seelen,
angenommen werden, vielleicht in einer Art
Adoption, wobei die ihnen natürlich nicht
aufgezwungen werden wird, aber, wenn sie sich
dann zu Jesus bekennen, bekennt er sich zu
ihnen und spricht sie frei.
Jesus sagt, uns geschieht nach unserem Glauben
und mit diesem Wort allein steht mein Herz
vor Gottes Thron und bittet, das, was mein
Herz so tröstet und das, was mein Herz hier
in all seiner Kindlichkeit glaubt,
möge einst wahr werden, im Gericht und
diese liebenden Seelen, die ich als Geschwister
empfinde und verstehe, auch wenn sie es vom
Glauben her nicht waren, dürften dann auch
noch in Gottes Familie Aufnahme finden.
Das ist mein Wunsch und wenn unser Glaube
der Weg ist, das Gott unsere Bitten erfüllt,
so glaube ich mit meinem ganzen Herzen so
tief und fest daran, das Gott diese Gnade
schenken wird, bis die Verheissung sich
erfüllt.
Mag sein, ich habe Euch erschreckt mit dem
Bild von adoptierten Geschwistern, aber mich
erschreckt es nicht, es ist das Bild, um
das mein Herz Gott bittet und von dem ich
mir sosehr wünsche und mich sehne, es wird wahr,
weil mein Herz sonst nicht mehr aufhören
könnte, um diese liebenden Seelen zu weinen.
Gott segne Euch alle
und schöne Weihnachtstage
Eure Schwester Lindy
Gott ist Liebe und Jeder, der liebt, gehört zur Familie Gottes

bitte beachten:worte in grossbuchstaben bedeuten bei mir nur ernste betonung
Lindy de Mer
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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Di 24. Dez 2002, 14:14

Hallo Yru,
hat dein schöner Tannenbaum noch eine andere Bedeutung als gefällig zu sein? Gibt´s da etwas zu entschlüsseln?
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Re: warum?

Beitragvon yru » Di 24. Dez 2002, 22:57

A
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oOo
AAA

AAOAA
AQAoAO
AoAOAoAOA

AAOAAOAAAAA
wAOAAOAAAOAwA
AAWWOAAOWWAAA
AOAAWWOAAOWWAAOAA
AOAOAAWWOAAOWWAAOAOA

OYYYYYYYo
NN
NN

____

Allen Jesus Fans
Have all a fine X-mas
YRU

- Nichts zu entziffern ausser Liebe -
und speziell an Lindy:
Ich kannte mal jemand die so empfand wie Du, sie musste
bitterlich weinen als ihr klar gemacht wurde, dass ihre
lieben netten, sehr lieben Freunde ohne Jesus anzunehmen
verloren seien... Ich kann euch verstehen und bete auch um
solche Rettungen "in Extremis" für solche die es Wert sind.
Da wir aber nicht Richter sind wissen wir auch nicht wie Gott entscheiden wird.... hat nicht er gesagt... kommet zu mir ...denn ihr habt mich aufgenommen, besucht, getröstet, ernährt... also non verbales Bekenntnis sogar über die Predigt gestellt... Viele werden verworfen obwohl sie "Herr Herr" schreien weil ihre Taten das Gegenteil bezeugen. YRU
1Jo 4,8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht;
denn Gott ist Liebe.
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