Was ist Wahrheit?

Moderator: bigbird

Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Fr 28. Sep 2012, 08:28

onThePath hat geschrieben:Jes, aus Deinem Link:

Wenn Jesus also sagte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater (dem Ewigen), denn durch mich" (Joh. 14,6) , sagte er dies nicht im Gegensatz zu den hier genannten Wegen, sondern im Gegensatz zu den Pharisäern, die auf ganz anderes Wert legten und von denen er sich abgrenzen musste. Er sagte es als Vollender des schmalen Weges!


Das ist ganz klar kein Christentum mehr, sondern Deine eigene Wahrheit, Deine eigene Interpretation der christlichen Wahrheit.
Oder, besser formuliert: Das ist nicht die Wahrheit des Jesus Christus.

Du konstruierst für Dich, dass Jesus nicht meinte, Er sei das einzige Verbindungsglied zwischen dem verlorenen Mensch und Gott.

Er sagte es als Vollender des schmalen Weges

Dann wohl nach Deiner persönlichen Meinung nicht als der seit Ewigkeiten mit Gott-Eins-Seiende Sohn. Das entspricht nicht der Aussage der Bibel, und nicht der unbegreiflichen Wahrheit, dass Gott Mensch wurde.


lg, oTp


Das ist eben nur Deine Meinung, die Du nicht begründest. Der Artikel aber sagt die Wahrheit.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Fr 28. Sep 2012, 09:08

onThePath hat geschrieben: So als sei man an eine gemeinsame Quelle: "DIE WAHRHEIT" gelangt und wäre nun imstande, die Bibel oder die Lehren des Buddha völlig richtig zu interpretieren. Und man würde dann zwangsläufig über allen Religionen stehen.

Die Wahrheit ist. Wir können weder zu ihr hingelangen, noch aus ihr herausfallen. In ihr "leben, weben und sind wir." Apg 17,28

Sobald gesagt wird: "Dies ist Wahrheit oder das" - "Siehe hier ist der Christus oder dort" - dann haben wir Interpretationen, Ansichten, Meinungen.

Die Wahrheit steht zwangsläufig über allen Religionen, denn die Religionen selber sind Interpretationen der Wahrheit. Und auch der Mensch steht zwangsläufig über allen Religionen, denn er ist ein Lebewesen, Religionen aber sind Konzepte über das Leben und die Wesen.

Wir müssten uns jetzt mit der Wahrheit von Erlebnissen der mystischen Kategorie auseinander setzen. Und da muß ich glech sagen, dass sie keine absolute Wahrheit darstellen,

Da bin ich mit dir einig. Als subjektive Erlebnisse sind sie wahr, von ihnen kann aber keine objektive Wahrheit und absolute Wirklichkeit abgeleitet werden.

Wahrheit klar zu erkennen ist deshalb ein fast unmöglicher Versuch.

Wenn es so wäre, würden kaum Menschen wie Christus und Buddha klar ihre Erkennbarkeit gelehrt haben. Was unmöglich ist, ist die Wahrheit objektiv zu erkennen, weil Erkennen stets von einem Subjekt ausgeht und somit nie anders als subjektiv sein kann. Das subjektive Erleben ist die Wahrheit. Ein objektives Erleben ist unmöglich.
Ich sage es gleich: Deshalb orientiert der Christ sich eben nicht an Erfahrungen, Mystischen Erlebnissen und nicht an persönlichen Offenbarungen, sondern an dem, der die Wahrheit ist und in diesem Irrgarten der einzige verläßliche Haltepunkt: Jesus Christus.

Der, der die Wahrheit ist, ist in jedem Menschen und in aller Kreatur erkennbar, denn "wir sind auch seines Geschlechts". Apg 17,28
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Fr 28. Sep 2012, 09:11

Das ist eben nur Deine Meinung, die Du nicht begründest. Der Artikel aber sagt die Wahrheit.


Deine Erkenntnisfähigkeit sprudelt wohl durch Offenbarungen wie eine Quelle der Wahrheit.
Hast Du wohl eine undichte Stelle erwischt, aus der Du neue Wahrheiten saugen kannst.

Ich habe schon viel Erfahrung mit solchen "Wahrheiten".

Es besteht absolut kein Grund, etwas de Bibel hinzuzufügen, was sie grundlegend verändert oder was sie zu einem besseren Instrument machen würde.

Es ist einfach nur ein Wuchern lassen von Ansichten, selbst wenn dabei jenseitige Quellen beteiligt sind.

Der Artikel aber sagt die Wahrheit


Ja, wessen Wahrheit wohl. Deine. Es ist Dein logisches Produkt, interreligiös zusammengedacht.
Der klingt für mich sogar noch recht unbedarft. So richtig beeindruckend wird es bei Denen: Lies mal die Bücher von Rudolf Steiner oder von den Rosenkreuzern.

lg, oTp
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Fr 28. Sep 2012, 09:19

Der, der die Wahrheit ist, ist in jedem Menschen und in aller Kreatur erkennbar, denn "wir sind auch seines Geschlechts". Apg 17,28


Zunächst mal, erbreich, ist der Mensch sehr miserabel darin, seine Aufmerksamkeit auf die Wahrheit zu richten und gar Fortschritte dabei zu machen. Und in der Wahrhaftigkeit, der Wahrheit konsequent zu folgen.

Das geht so weit, dass die Mönche von Athos sogar wachsam mißtrauisch schöne Christuserlebnisse beurteilen.
Denn nicht nur die intellektuele Erfassung der Wahrheit ist schwierig und schnell fehlerhaft zusammengewoben,

sonden erst recht Erlebnisse mystischer Art. Das geht so weit, dass die Mönche von Satanischen Verführungen reden.

Von Jesus glaube ich es, dass er völlig richtig sah (alledings auch deshalb wußte, wenn Satan täuschen wollte)
Von Buddha bin ich nicht so überzeugt und nicht von seinem Weg.


Dein obiger Satz geht anscheinend in die altbekannte Vorstellung, das innerste Wesen des Menschen sei göttlich, man müsse dieses Wesensmerkmal nur in sich finden.
Nun, laut Christentum ist der Mensch völlig verdorben. Da ist kein göttlicher Kern den man aufpeppeln könnte.

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Fr 28. Sep 2012, 09:35

onThePath hat geschrieben:Dein obiger Satz geht anscheinend in die altbekannte Vorstellung, das innerste Wesen des Menschen sei göttlich, man müsse dieses Wesensmerkmal nur in sich finden.
Nun, laut Christentum ist der Mensch völlig verdorben. Da ist kein göttlicher Kern.

lg, oTp


Dann müssen sich wohl der Apostel Paulus und Jesus geirrt haben? Vielleicht lassen sie sich vom Christentum, vertreten durch OTP, belehren?
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Fr 28. Sep 2012, 10:00

jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Dein obiger Satz geht anscheinend in die altbekannte Vorstellung, das innerste Wesen des Menschen sei göttlich, man müsse dieses Wesensmerkmal nur in sich finden.
Nun, laut Christentum ist der Mensch völlig verdorben. Da ist kein göttlicher Kern.

lg, oTp


Dann müssen sich wohl der Apostel Paulus und Jesus geirrt haben? Vielleicht lassen sie sich vom Christentum, vertreten durch OTP, belehren?


Red keine Sachen, jes. Wo findest Du nun wieder das in der Bibel ?
Nichts hast Du als Argumente gebracht. Du solltest mal abwägen, was die Bibel Negatives über den Menschen sagt und was angeblich auf einen versteckten Kern der Göttlichkeit deutet. Was berechtigt, das dann auch noch aufzupäppeln zu gnostischen oder hinduistisch-buddhistischen Ansichten darüber ?
Ein unverdorbener göttlicher Kern, den man vielleicht herausschälen und wachsen lassen kann ? Ein gesundes Wachstum aus sich selber heraus ?

Oder wie es eine christliche so unberechtigt Richtung tut:
Man kann im Raum der Wünsche sich seine Realität erschaffen. Wie Cho sich ein Auto in Gedanken realistisch ausmalen und es schon mal in göttlicher Aktion für sich in Besitz nehmen. Auch das ist ein Aspekt sehr gefährlicher Interpretation der eignen Göttlichkeit. Der Christ wird in Demut leben, nur vertrauend auf Gott, der Gnade. Und nicht auf sich vertrauen. Und nicht göttlich ein nettes Leben selbst gestalten.



Hat Paulus sich gerühmt, von seinem göttlichen Kern geredet oder gar gerühmt seiner Entrückungen in den Himmel?
Dass wir dann berechtigt wären, abzuzweigen zu buddhistischen Anschauungen über das Göttliche in einem selber drin ?

Die Erlebnisse hat er sogar für sich behalten anstatt sie wie heute üblich sie rauszutrompeten oder eine Pauluslehre draus zu machen.. Und seine Wahrheit von Christus haben sie auch nicht verändert.

Paulus vertraute nicht auf seinen angeblichen göttlichen Kern zu unbeschränktem göttlichem Wachstum hin, auch nicht auf seine Erlebnisse im Himmel.

Er sieht es realistisch: Demut, damit ich nicht auf die dumme Idee komme, mich auf einen Thron der Göttlichkeit zu erheben. Nur auf Gott schauen und seinen Wert. Nur auf seine Gnade und nicht auf meine Fähigkeiten.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon felshuette » Fr 28. Sep 2012, 12:42

Die Eingangsfrage ist typisch weltlich gestellt. Denn die Wahrheit ist kein "Ding" - daher kann ein "Was" auch nicht beantwortet werden, egal wie viele Philosophen oder Religionen sich daran versuchen, sie werden immer scheitern. Warum? Weil die Wahrheit eine einzige "Person" ist. Die Frage: Wer ist die Wahrheit? ist hingegen mit einem Satz zu beantworten: "Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." - Joh. 14, 6 - Alles andere bleibt - wie der Prediger schon wußte, ein "Haschen nach dem Wind". Der Fürst der Finsternis versucht den Menschen viel weiszumachen, aber er bleibt eben der Vater der Lüge, auch wenn er der Welt noch so schön-verpackte Scheinwahrheitsangebote macht. - Eben nach Beendigen des Beitrages sehe ich, daß Reginald bereits die Antwort gab. :)
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Fr 28. Sep 2012, 12:48

felshuette hat geschrieben:Die Eingangsfrage ist typisch weltlich gestellt. Denn die Wahrheit ist kein "Ding" - daher kann ein "Was" auch nicht beantwortet werden, egal wie viele Philosophen oder Religionen sich daran versuchen, sie werden immer scheitern.
Ist es Wahrheit, dass sich die Erde um die Sonne dreht? - Ebenso wie diese Wahrheit haben die Philosophen und Religionen viele Wahrheiten gefunden...
Warum? Weil die Wahrheit eine einzige "Person" ist. Die Frage: Wer ist die Wahrheit? ist hingegen mit einem Satz zu beantworten: "Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." - Joh. 14, 6 -


Da könnte nun einer kommen und sagen, na und, da ist eben Jesus die Wahrheit? Was habe ich davon? -
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Fr 28. Sep 2012, 13:12

Ist es Wahrheit, dass sich die Erde um die Sonne dreht? - Ebenso wie diese Wahrheit haben die Philosophen und Religionen viele Wahrheiten gefunden...


Jes, das ist eine sehr vage und krumme Aussage, weil metaphysische Wahrheiten nicht mit dem Verstand und auch nicht klar mit mystischen Erlebnissen gefunden werden können.

Eben Haschen nach dem Wind mangels menschlichem Vermögen, da klar sehen zu können.

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Fr 28. Sep 2012, 14:26

onThePath hat geschrieben:
Ist es Wahrheit, dass sich die Erde um die Sonne dreht? - Ebenso wie diese Wahrheit haben die Philosophen und Religionen viele Wahrheiten gefunden...


Jes, das ist eine sehr vage und krumme Aussage, weil metaphysische Wahrheiten nicht mit dem Verstand und auch nicht klar mit mystischen Erlebnissen gefunden werden können.
Das sagen die, die keine Wahrheiten gefunden haben. Die, die aber gefunden haben, bezeugen, metaphysische Wahrheiten sind genauso gut erkennbar wie naturwissenschaftliche...

Eben Haschen nach dem Wind mangels menschlichem Vermögen, da klar sehen zu können.

lg, oTp


Was meinst Du wohl, weshalb Jesus sagte: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen..." - Weil sie nicht erkannt werden kann?

Man muss nicht das eigene Unvermögen generalisieren!
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Fr 28. Sep 2012, 14:35

jes_25913 hat geschrieben:Das sagen die, die keine Wahrheiten gefunden haben. Die, die aber gefunden haben, bezeugen, metaphysische Wahrheiten sind genauso gut erkennbar wie naturwissenschaftliche...
Man muss nicht das eigene Unvermögen generalisieren!


Danke, ein Musterbeispiel überheblicher, skandalöser Selbstüberschätzung. Hoffentlich fällt keiner auf diese Luftblasen rein. Du hast nur einige eigensinnige Auffassung über bestimmte Inhalte der Bibel zu bieten.

Da denke ich, hat erbreich besseres anzubieten.

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon Nemo » Fr 28. Sep 2012, 17:11

viper187 hat geschrieben:Ich denke dies ist ein sehr philosophisches Thema.
Ich persönlich glaube, die absolute Wahrheit wird uns allen für immer verborgen bleiben. Auch die eigentliche Wirklichkeit werden wir wohl niemals zu gesicht bekommen.

Warum das? Wahrheit/Wirklichkeit kann es schlussendlich nur eine geben. Alles andere ist Glauben und Meinungen. Oder ums mit Platons Worten zu sagen: "Ich weiss, dass ich nichts weiss."
Schon rein aus der Tatsache heraus, dass wir nicht fähig sind die Wirklichkeit wahrzunehmen. Wir können allerhöchstens, wenn überhaupt, einen kleinen Ausschnitt daraus wahrnehmen. Wir sehen beispielsweise nur einen kleinen Anteil des elektromagnetischen Spektrums (sichtbares Licht). Dazu kommt, dass diese Informationen von unserem Hirn verarbeitet werden, gefiltert werden und das eigentliche Bild welches wir sehen so nur in unserem Kopf existiert. Ob dieses nun tatsächlich der Wirklichkeit entspricht können wir nicht mit Sicherheit sagen. Viel schräger wird das Ganze, wenn man einige Aspekte der Quantenphysik kennt, beispielsweise den Welle-Teilchen-Dualismus und das damit verbundene Doppelspaltexperiment. Hierbei verändert sich das Verhalten von Photonen, nur aufgrund der Tatsache ob sie denn nun beobachtet (gemessen) werden oder nicht. Aufgrund dessen könnte man theoretisch sogar darauf schliessen, dass wir in einer "Matrix" leben, wie im gleichnamigen Film (In Computerprogrammen ist es Gang und Gäbe, dass nur das gerendert ("Wirklichkeit" ist) was gerade betrachtet wird um die benötigte Rechnerleistung zu minimieren, das Doppelspaltexperiment beweist im Prinzip, dass genau dies auch in unserer "Wirklichkeit" der Fall ist. Vielleicht ist Gott ja Software-Entwickler ;) (hierfür würde auch sprechen, dass unsere "Wirklichkeit" auf mathematisch aufgebaut/definiert zu sein scheint).
Zusätzlich kommt hinzu, dass dies was wir als feste Materie wahrnehmen (beispielsweise eine Mauer), eigentlich zum Grossteil aus leerem Raum besteht (Beschaffenheit/Aufbau von Atomen). Tatsächlich ist sogar der einzige Grund warum wir nicht einfach durch Mauern gehen können oder durch den Boden fallen die Geschwindigkeit mit denen die Elektronen den Atomkern umkreisen (kann man sich im Prinzip wie einen Ventilator vorstellen. Stehen die Rotorblätter still, ist es einfach einen Ball hindurchzuwerfen, haben sie allerdings eine gewisse Rotationsgeschwindigkeit, wird es einem nicht gelingen den Ball irgendwie da durch zu bringen.)

So gesehen: Ich weiss nicht was Wahr ist, was Wirklichkeit ist, und sehr warscheinlich werde ich es nie wissen.


lass dich umarmen > :umarm:
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Sa 29. Sep 2012, 14:43

onThePath hat geschrieben: Du hast nur einige eigensinnige Auffassung über bestimmte Inhalte der Bibel zu bieten.
Da denke ich, hat erbreich besseres anzubieten.

Genau dies ist die Ebene der Wahrheiten im Sinne von Ansichten, Meinungen, Theorien usw.
Jes vermittelt sein Verständnis, erbreich vermittelt sein Verständnis, oTP vermittelt sein Verständnis. Ich weiss nicht, ob erbreich besseres anzubieten hat als jes, und ich weiss auch nicht, ob oTP besseres anzubieten hat als erbreich. Und darum geht es mir hier auch nicht.

Zweifellos vermag ein jeder von uns dreien unsere drei Verständnisse nach gut, besser, am besten oder schlecht, schlechter am schlechtesten beurteilen, wobei mit grosser Wahrscheinlichkeit ein jeder von uns sein eigenes Verständnis an die erste Stelle setzen wird - :) - was durchaus legitim ist, schliesslich hat sich ein jeder von uns durch sein persönliches Erleben und Erleiden zu seinem bisherigen Standpunkt durchgekämpft und sein jetziger Erkenntnisstand gibt seinem Intellekt Orientierung und Halt.

Worum es mir hier geht ist dies: Den Unterschied zwischen der Wahrheit und den Wahrheiten, oder anders gesagt, zwischen Realität und Konzept, herauszuschälen.

Wenn wir ein Absolutes postulieren, dann ist dieses die eigentliche Wirklichkeit, die eigentliche Wahrheit, wir dürfen sie gerne Gott nennen. Dann können wir auch absolute Gesetzmässigkeiten postulieren, die sind der Wille Gottes. Gegen diesen Willen kommt der Mensch nicht an, er missachtet ihn nicht ohne Konsequenzen.

Diese Aussage nun im vorhergehenden Abschnitt, die ist eine Wahrheit, von erbreich geäussert, sie ist nicht die Wahrheit. Was erbreich also mit seiner Äusserung dieser Wahrheit (dieser Meinung) erreichen möchte (das Motiv für die Äusserung), das ist, aufzuzeigen, dass menschliche Wahrheiten - selbst wenn sie sich zum Ziel setzen auf die Wahrheit hinzuweisen - nicht die Wahrheit sagen, sondern bestenfalls auf die Wahrheit hinzuweisen versuchen, dass die Wahrheit somit nicht im Wortlaut gesagt und gefunden werden kann und dass der Wortlaut eben nicht die, sondern eine Wahrheit darstellt. Weil das so ist, deshalb ist unsere Erkenntnis nach Pauli Worten "Stückwerk".
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Sa 29. Sep 2012, 15:12

Und Stückwerk ist eben für mich sogar alle Erfahrung der Yogies, des Buddha und andere mystische Lehren, die auf Erlebnissen aufbauen. Auch können christliche Mönche nicht die Wahrheit Christi in all ihrer Fülle erfassen. Sie können höchstens weitere Erfahrungen machen.

Man versucht sich der Wahrheit -Gott- zu nähern. Das hat übrigens nur insofern einen Nutzen, wenn dieser ewig ist, also der ewige Wert, der wert über dieses Leben hinaus seines eigenen Verhaltens ist das Wichtigste dabei.

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Sa 29. Sep 2012, 15:13

onThePath hat geschrieben:Zunächst mal, erbreich, ist der Mensch sehr miserabel darin, seine Aufmerksamkeit auf die Wahrheit zu richten und gar Fortschritte dabei zu machen.

Die durchgehende Unzulänglichkeit des Menschen wirkt sich natürlich auch in diesem Bereich aus, klar, ausserdem ist es sehr unterschiedlich welche Befähigung - oder: Begnadigung - der Mensch dazu mitbringt. Und dann lernt der eine schnell und leicht, ein anderer aber schwerfällig und mühsam.

Und in der Wahrhaftigkeit, der Wahrheit konsequent zu folgen.

Ja, das ist ein hoher Anspruch und viel Scheitern und Versagen und Irren wohnt diesem Anspruch inne - weshalb die Gnade der Vergebung unerlässlich ist auf dem Weg.

Das geht so weit, dass die Mönche von Athos sogar wachsam mißtrauisch schöne Christuserlebnisse beurteilen. Denn nicht nur die intellektuele Erfassung der Wahrheit ist schwierig und schnell fehlerhaft zusammengewoben, sonden erst recht Erlebnisse mystischer Art. Das geht so weit, dass die Mönche von Satanischen Verführungen reden.

Korrekt.

Von Jesus glaube ich es, dass er völlig richtig sah (alledings auch deshalb wußte, wenn Satan täuschen wollte)

Ich auch.

Von Buddha bin ich nicht so überzeugt und nicht von seinem Weg.

Ich schon, wie du ja weisst.

Dein obiger Satz geht anscheinend in die altbekannte Vorstellung, das innerste Wesen des Menschen sei göttlich, man müsse dieses Wesensmerkmal nur in sich finden.

Nein, ich gehe nicht von einem solchen innersten Kern aus. Was ich damit sagen will ist, dass das Leben, welches du und ich und alle Lebewesen erfüllt, die Wahrheit ist. Die Lebensführung ist eine andere Sache.

Nun, laut Christentum ist der Mensch völlig verdorben.

...nachdem er seine ursprüngliche Güte verloren hat, ja...

Da ist kein göttlicher Kern den man aufpeppeln könnte.

Da ist überhaupt kein Kern, auch kein ungöttlicher oder satanischer.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Sa 29. Sep 2012, 15:22

onThePath hat geschrieben:Und Stückwerk ist eben für mich sogar alle Erfahrung der Yogies, des Buddha und andere mystische Lehren, die auf Erlebnissen aufbauen.

Nicht die Erfahrung ist das Stückwerk, die ist was sie ist, sondern die menschliche Interpretation der Erfahrung, also das subjektive Erkennen ihrer Bedeutung.

Auch können christliche Mönche nicht die Wahrheit Christi in all ihrer Fülle erfassen. Sie können höchstens weitere Erfahrungen machen.

Richtig.

Man versucht sich der Wahrheit -Gott- zu nähern.

Er ist uns näher als alles andere, da er die eigentliche Realität ist. Das Problem ist unsere Unwissenheit darüber. Unser Vergessen. Gottes Gegenwart im Bewusstsein zu behalten, ihn sich bewusst gegenwärtig zu halten, das ist die Aufgabe, die eigentliche spirituelle Disziplin.

Das hat übrigens nur insofern einen Nutzen, wenn dieser ewig ist, also der ewige Wert, der wert über dieses Leben hinaus seines eigenen Verhaltens ist das Wichtigste dabei.

Ja.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon renato » So 30. Sep 2012, 19:07

onThePath hat geschrieben:[
Nun, laut Christentum ist der Mensch völlig verdorben. Da ist kein göttlicher Kern den man aufpeppeln könnte.

lg, oTp



Das stimmt aber überhaupt nicht. Jesus ist gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten, da die Kranken den Arzt brauchen und nicht die Gesunden.

Wer Liebe lebt, lebt in Gott und Gott in ihm, heisst es zudem. Also ist doch der göttliche Kern, wie du es nennst in allen Menschen, die sich für die tätige Liebe entschieden haben, Nächstenliebe praktizieren.

Jesus ist die Wahrheit indem er den wahren Gott offenbart, der wahrhaftig Gott ist und der sich nichts mehr wünscht als dass die Menschen sich vom Bösen erlösen lassen indem sie Jesus Lehren lesen, verinnerlichen und umsetzen.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon Gnu » So 30. Sep 2012, 21:03

renato hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Nun, laut Christentum ist der Mensch völlig verdorben. Da ist kein göttlicher Kern den man aufpeppeln könnte.

lg, oTp

Das stimmt aber überhaupt nicht. Jesus ist gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten, da die Kranken den Arzt brauchen und nicht die Gesunden.

Wer Liebe lebt, lebt in Gott und Gott in ihm, heisst es zudem. Also ist doch der göttliche Kern, wie du es nennst in allen Menschen, die sich für die tätige Liebe entschieden haben, Nächstenliebe praktizieren.

Jesus ist die Wahrheit indem er den wahren Gott offenbart, der wahrhaftig Gott ist und der sich nichts mehr wünscht als dass die Menschen sich vom Bösen erlösen lassen indem sie Jesus Lehren lesen, verinnerlichen und umsetzen.

Kannst du bezeugen, dass du diesen göttlichen Kern bekommen hast, als du dich entschiedest, das zu tun, was du schreibst?
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Mo 1. Okt 2012, 09:52

Gnu hat geschrieben:Kannst du bezeugen, dass du diesen göttlichen Kern bekommen hast, als du dich entschiedest, das zu tun, was du schreibst?

Hallo Gnu!
Für Renato kann ich nicht antworten, aber ich bezeuge es für meine Person und meine dazu folgendes:

Da ist kein Kern. Im Geist eines Menschen geschieht die metanoia, die 180°-Wende (Umkehr, Sinnesänderung) und nun erkennt er Sinn und Ziel seiner Existenz. Das Ziel, zu welchem fortan der Geist der Wahrheit hinleitet ist Leidfreiheit und Todlosigkeit und liegt damit ausserhalb der irdischen Existenz. Vor der metanoia kannte der Mensch dieses Ziel nicht, er konnte es nicht sehen, jetzt aber sieht er es (Mat 13,16) und damit erkennt er auch den Sinn seines Lebens, seine Aufgabe und Berufung hier, nämlich zum einen für sich selber den Weg von seinem gegenwärtigen Lebensstandort (wie auch immer dieser aussieht) bis zum Erlangen des definitiven Ziels unermüdlich zu gehen (Phil 3,12) und zum andern, die Menschen, die dieses Ziel noch nicht sehen und den Sinn ihres Seins noch nicht realisiert haben, darauf aufmerksam zu machen (1.Tim 4,16).
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Mo 1. Okt 2012, 10:21

Gnu hat geschrieben:Kannst du bezeugen, dass du diesen göttlichen Kern bekommen hast, als du dich entschiedest, das zu tun, was du schreibst?


Einen Kern bekommt man nicht. Den hatte man schon immer, sonst wäre es kein Kern. Das Fleisch der Kirsche ist ohne Kern undenkbar.
Man kann also das, was man schon immer hatte - aber durch die Sünde verdeckt war - lediglich entdecken, erkennen. Und das verändert eben, wenn man den Kern höchste Priorität einräumt, das gesamte Leben!
Dieser Kern ist eben Gott, oder das Leben (je nachdem mit was Du mehr anfangen kannst) was allem, was da ist zu Grunde liegt. Der Mensch "muss" im Ewigen, wie alles, was ist, verankert sein, da alles Zeitliche/Veränderliche nur aus dem Ewigen kommt.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Mo 1. Okt 2012, 11:22

Man kann also das, was man schon immer hatte - aber durch die Sünde verdeckt war - lediglich entdecken, erkennen. Und das verändert eben, wenn man den Kern höchste Priorität einräumt, das gesamte Leben!
Dieser Kern ist eben Gott, oder das Leben (je nachdem mit was Du mehr anfangen kannst) was allem, was da ist zu Grunde liegt.


Jes, die Hauptlehre der Bibel ist, dass Gott den Mensch durch den Heiligen Geist befähigt, das zu wollen und zu tun, was Gott gefällt. Und Jesus das entscheidende dazu "geleistet" hat.

Jede Lehre von einem göttlichen Kern im Menschen bläht den Menschen dazu auf, stolz zu sein, auf sich selber zu vertrauen. Statt dessen muß der Mensch erkennen, dass ihm alles Gute von Gott zukommt. Er kann nur in Gott wurzeln, in sich selber kann er nicht ruhen oder wachsen.

Jede Lehre, die den göttlichen Kern betont wird auch leichtsinnig umgehen mit "göttlichen" Fähigkeiten ( Wunderkräften) und die bösartige Macht die von Gott wegziehen will, verharmlosen. Genau das ist auch bei Dir deutlich erkennbar.

Man kann also das, was man schon immer hatte - aber durch die Sünde verdeckt war - lediglich entdecken, erkennen. Und das verändert eben, wenn man den Kern höchste Priorität einräumt, das gesamte Leben!


Von der Sünde verdeckt ? Entdecken was in einem ist ?
Da muß ich deutlich provozierenund schocken: Da ist nur Scheiße, Dreck !Der Mensch ist so tief gefallen, dass nur Gott selber in Jesus Christus bewirken konnte, dass der Mensch mit Gott wieder versöhnt werden kann.

Demütigste Mönche bekennen auf ihrem Sterbebett, wie Hochmütig sie dennoch waren und wie es ihnen an Demut und Gehorsam gefehlt hat.

Natürlich kann der Mensch Gutes wollen. Das ist aber nur in Gott und durch Gott zu finden.

lg, oTp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon Gnu » Mo 1. Okt 2012, 12:31

Wenn ich die ganze Bibel lese, so kann ich darin das Ziel Leidfreiheit und Todlosigkeit als Primärziele nicht erkennen, sondern als verheissene Zugabe in der neuen Schöpfung für jene, die in der alten Schöpfung, das bedeutet unter erschwerten Umständen, die Sünde und den Teufel trotz Tod und Schmerz überwunden haben, indem sie standhaft im Glauben an den Sohn Gottes ausgeharrt haben und das Zeichen des Tieres nicht an Hand oder Stirn angenommen haben.
Zuletzt geändert von Gnu am Mo 1. Okt 2012, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Mo 1. Okt 2012, 12:33

Gnu hat geschrieben:Wenn ich die ganze Bibel lese, so kann ich darin das Ziel Leidfreiheit und Todlosigkeit als Primärziele nicht erkennen, sondern als verheissene Zugabe in der neuen Schöpfung für jene, die in der alten Schöpfung, d.h. unter erschwerten Umständen, die Sünde und den Teufel trotz Tod und Schmerz überwunden haben, indem sie standhaft im Glauben an den Sohn Gottes ausgeharrt haben und das Zeichen des Tieres nicht an Hand oder Stirn angenommen haben.


Tja, das wünsch dir was von Gott - Christentum ist ein Fake. Es ist eine Ausgeburt der bequemen Gegenwart.

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Mo 1. Okt 2012, 13:14

Gnu hat geschrieben:Wenn ich die ganze Bibel lese, so kann ich darin das Ziel Leidfreiheit und Todlosigkeit als Primärziele nicht erkennen,

Wäre der Mensch nicht dem Leiden und Sterben unterworfen, dann wäre sein Leben unvergängliche Glückseligkeit. Dass dem nicht so ist, ist der Grund, die Ursache, das Motiv für seine Suche, sein Streben nach Erlösung (von eben dem Leiden und Sterben). Vom Leiden und vom Tod erlöst zu werden, das ist des Menschen Wunsch und Streben, daher eben sein Ziel. Und wie du richtig sagst, ist Leidfreiheit und Todlosigkeit schliesslich die...
...verheissene Zugabe in der neuen Schöpfung für jene, die in der alten Schöpfung, das bedeutet unter erschwerten Umständen, die Sünde und den Teufel trotz Tod und Schmerz überwunden haben,

indem sie standhaft im Glauben an den Sohn Gottes ausgeharrt haben

Wie sieht das in deinem eigenen alltäglichen Leben ganz konkret aus?

und das Zeichen des Tieres nicht an Hand oder Stirn angenommen haben.

Wie tust du das ganz praktisch und konkret in deinem Alltag?
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Mo 1. Okt 2012, 13:49

Gnu hat geschrieben:Wenn ich die ganze Bibel lese, so kann ich darin das Ziel Leidfreiheit und Todlosigkeit als Primärziele nicht erkennen, sondern als verheissene Zugabe in der neuen Schöpfung für jene, die in der alten Schöpfung, das bedeutet unter erschwerten Umständen, die Sünde und den Teufel trotz Tod und Schmerz überwunden haben, indem sie standhaft im Glauben an den Sohn Gottes ausgeharrt haben und das Zeichen des Tieres nicht an Hand oder Stirn angenommen haben.


Es gibt eben Menschen, die warten darauf, dass Äußerlich alles anders wird. Die können ewig darauf warten, dass es zum Besseren für sie selbst wird.
Zu diesen Menschen gehöre ich nicht, sondern zu jenen:
1Joh 5,4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.

Ich glaube,und mein Glaube überwindet, insofern ich nicht von Zeit zu Zeit durch Ablenkung etc. ungläubig bin, spürbar die Welt. Echter Glaube lässt die Widrigkeiten des Daseins immer besser bemeistern, steigert spürbar die Lebensqualität, macht gesünder, man wird stärker, traut sich immer mehr zu. es kommt immer mehr Schwung ins Leben. Die Freude und die Liebe, die Gelassenheit und der Frieden werden größer. Da wächst automatisch die Zuversicht und der Glaube.

So verläuft mein Leben, auch gerade jetzt, wo mir seit April fristlos von den engsten Angehörigen die Wohnung gekündigt wurde, und ich immer noch in ihr wohne.
Das alles macht mich stärker.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Mo 1. Okt 2012, 14:18

jes_25913 hat geschrieben:1Joh 5,4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.

Rabbi Bunam erging sich einmal mit einigen Schülern vor der Stadt. Er bückte sich, hob ein Sandbröcklein auf, betrachtete es und legte es wieder an seinen Ort. "Wer nicht glaubt", sagte er, "dass Gott will, dieses Bröcklein solle eben hier liegen, glaubt nicht."
(aus Martin Buber: "Die Erzählungen der Chassidim")


:))
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Mo 1. Okt 2012, 15:51

Da ich gerade wieder ein wenig in den Erzählungen der Chassidim am stöbern bin, hier noch eine Geschichte, die gut illustriert was ich damit meine:
erbreich hat geschrieben:Worum es mir hier geht ist dies: Den Unterschied zwischen der Wahrheit und den Wahrheiten, oder anders gesagt, zwischen Realität und Konzept, herauszuschälen.

Oder, in Buddhas Worten: „Nicht gibt es Wahrheit vielerlei, verschieden, von ewiger Geltung in der Welt, es sei denn bloss im Dünken. Doch wenn ihr Grübeln sie in Theorien festgelegt, dann sprechen sie vom Doppelding der Wahrheit und des Irrtums.“ Zu solchem Grübeln über Wahrheiten nun also hier eine chassidische Erzählung:

Ein Chassid kam zum Kozker Rabbi.
"Rabbi", klagte er, "ich muss grübeln und grübeln, es lässt mich nicht los!"
"Was ist es denn", fragte der Rabbi, "worüber du grübeln musst?"
"Ich muss grübeln: gibt's wirklich ein Gericht und einen Richter?"
"Was kommt es dir darauf an?"
"Rabbi! Wenn's kein Gericht und keinen Richter gibt, was ist dann an der ganzen Schöpfung!"
"Was kommt es dir darauf an?"
"Rabbi! Wenn's kein Gericht und keinen Richter gibt, was ist dann an den Worten der Thora!"
"Was kommt es dir darauf an?"
"Rabbi! Rabbi! Was es mir darauf ankommt?! Wie redet ihr! Und worauf denn soll es mir ankommen?!"
"Wenn es dir denn so sehr darauf ankommt", sagte der Kozker, "dann bist du doch ein rechter Jude - ein rechter Jude darf grübeln: es kann ihm nichts geschehen."

Es ist kein Falsch daran, dass wir uns Gedanken machen und unser Verständnis mit andern teilen, es uns gegenseitig mitteilen. Solange wir unsere Wahrheiten nicht mit der Wahrheit verwechseln, kann uns daraus kein Nachteil erwachsen.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Mo 1. Okt 2012, 17:50

Ich möchte noch bemerken: Die Wahrheit wird, ebenso wie die Lüge, erfahren.
Die Wahrheit wird als heilend erfahren, die Lüge als frustrierend, niederdrückend usw.
Jesus sagt: "Ein guter Baum, bringt gute Frucht." Ein guter Baum aber beginnt zu wachsen wenn er keimt und wird größer. Es ist also eine Kontinuität da. Die Ursache wirkt unablässig bis zur Vollendung.
Aber das Falsche wächst auch und kann das Gute ersticken. Dann hat man die Gnade vergeblich empfangen und gelangt nicht ins Himmelreich.

Es geht also bei der Wahrheit um etwas editiert . Welche Wahrheiten (Ideen) geben uns Mut und Kraft die Abhängigkeiten vom Äußeren zu überwinden? Nur das sind "Worte des Lebens". Die brauchen wir.
Zuletzt geändert von alegna am Mo 1. Okt 2012, 17:57, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: keine Verlinkung auf diese Seite, bitte!!!!!!!!!!!!!!!
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Do 4. Okt 2012, 15:45

jes_25913 hat geschrieben:Ich möchte noch bemerken: Die Wahrheit wird, ebenso wie die Lüge, erfahren.
Die Wahrheit wird als heilend erfahren, die Lüge als frustrierend, niederdrückend usw.

Was denkst du, was Buddha mit dieser Aussage gemeint haben könnte:

„Nicht gibt es Wahrheit vielerlei, verschieden, von ewiger Geltung in der Welt, es sei denn bloss im Dünken. Doch wenn ihr Grübeln sie in Theorien festgelegt, dann sprechen sie vom Doppelding der Wahrheit und des Irrtums.“

:?:

Welche Wahrheiten (Ideen) geben uns Mut und Kraft die Abhängigkeiten vom Äußeren zu überwinden? Nur das sind "Worte des Lebens". Die brauchen wir.

Die Abhängigkeiten von "Äusserem" werden wir bis zum Moment des Ablegens dieses Körpers niemals überwinden können. Die Luft und die Nahrung beispielsweise sind genauso sehr Elemente unserer Körper (also "Inneres") als auch Elemente des uns umgebenden Irdischen (also "Äusseres").

Unsere ganze Existenz ist eine durch und durch bedingte, das heisst eine in Abhängigkeit von einer Vielzahl von "inneren" und "äusseren" und materiellen und geistigen Bedingungen bestehende. Verändern sich die Bedingungen, dann verändert sich unsere Existenz. Fallen tragende Bedingungen weg, dann werden wir krank - somatisch oder psychisch - und sterben.

Unser Sein ist ein Leben in vollständiger Abhängigkeit. Wir sind eingebettet in ein Netz bedingter und bedingender Beziehungen. Was verstehst du vor diesem Hintergrund unter "Worte des Lebens", die uns aus dieser Bedingtheit befreien sollen?
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Fr 5. Okt 2012, 09:43

erbreich hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Ich möchte noch bemerken: Die Wahrheit wird, ebenso wie die Lüge, erfahren.
Die Wahrheit wird als heilend erfahren, die Lüge als frustrierend, niederdrückend usw.

Was denkst du, was Buddha mit dieser Aussage gemeint haben könnte:

„Nicht gibt es Wahrheit vielerlei, verschieden, von ewiger Geltung in der Welt, es sei denn bloss im Dünken. Doch wenn ihr Grübeln sie in Theorien festgelegt, dann sprechen sie vom Doppelding der Wahrheit und des Irrtums.“

:?:
Eine Wahrheit von ewiger Geltung gibt es nur eine, nämlich die Wahrheit des Ewigen. Alles andere ist zeitlich und damit natürlich auch nur zeitlich gültig.
Feuer und Wasser hat es nicht immer gegeben und wird es auch nicht immer geben. Also sind Feuer und Wasser keine ewigen Wahrheiten.
Trotzdem kann man wahres über Feuer und Wasser aussagen: Feuer brennt, Wasser ist nass. Das wird immer so sein, solange es Feuer und Wasser gibt. Nun kann man aber auch bezüglich Feuer und Wasser irrtümlicher Meinung sein, nämlich was ihre Eigenschaften in nicht so bekannten Verhältnissen betrifft. Zum Beispiel hätte früher, mancher, der nie Eis gesehen hat, geleugnet, dass Wasser auch in fester Form vorkommen kann. Er hätte behauptet, nein, es ist immer flüssig...
So kann man natürlich, auf Grund von Unkenntnis, falsche Theorien erbauen.
Wer um seine Ewigkeit weiß, muss nicht Theorien erbauen, da sein Leben nicht vom äußeren Wissen (denn alles was nicht ewig ist, ist Äusseres) abhängt. Er kann das Äußere so wahrnehmen wie es ist. Damit ergibt sich aber auch eine Theorie, allerdings nicht eine ergrübelte oder erdachte, sondern eine "Landkarte" dessen, was wirklich ist.
Ob Buddha das gemeint hat, weiß ich nicht. Ihm lag ja am praktischen Vollzug der Loslösung vom Äußeren. Die Begierden des Menschen zielen ja alle auf äußere Wunscherfüllung. Diese sollen ja vernichtet werden. Man soll nicht länger an ihnen hängen. Der "Durst nach Leben" soll zum Erlöschen kommen... Darauf zielt ja die ganze buddhistische Praxis ab.
Welche Wahrheiten (Ideen) geben uns Mut und Kraft die Abhängigkeiten vom Äußeren zu überwinden? Nur das sind "Worte des Lebens". Die brauchen wir.

Die Abhängigkeiten von "Äusserem" werden wir bis zum Moment des Ablegens dieses Körpers niemals überwinden können. Die Luft und die Nahrung beispielsweise sind genauso sehr Elemente unserer Körper (also "Inneres") als auch Elemente des uns umgebenden Irdischen (also "Äusseres").

Unsere ganze Existenz ist eine durch und durch bedingte, das heisst eine in Abhängigkeit von einer Vielzahl von "inneren" und "äusseren" und materiellen und geistigen Bedingungen bestehende. Verändern sich die Bedingungen, dann verändert sich unsere Existenz. Fallen tragende Bedingungen weg, dann werden wir krank - somatisch oder psychisch - und sterben.

Unser Sein ist ein Leben in vollständiger Abhängigkeit. Wir sind eingebettet in ein Netz bedingter und bedingender Beziehungen. Was verstehst du vor diesem Hintergrund unter "Worte des Lebens", die uns aus dieser Bedingtheit befreien sollen?


Es stimmt, das unserer physischer Körper, solange wir uns nicht unserer ewigen Existenz bewusst sind und von ihr unser Leben bestimmen lassen, vollständig in ein Geflecht von Abhängigkeiten verwoben ist.
Aber schon wenn ich nicht mehr Begierden nach materiellem Wohlstand, Karriere, Sex, Zerstreuung, Anerkennung, Ehre, Status, Reisen, Gemeinschaft, usw. habe, werden meine Abhängigkeiten geringer - ich deshalb freier und glücklicher. Bleiben nur noch Nahrung und Luft.
Es gab und gibt genügend Menschen, die jahrzehntelang ohne Nahrung gelebt haben. Also auch das ist möglich.
"Ohne Luft" scheint es - jedenfalls bis jetzt - noch keinem gelungen sein, auf der physischen Ebene zu leben. Man könnte jetzt zwar einige Yogis nennen, die Monate lang, lebendig begraben wurden. Aber die waren ja in der Zeit nicht physisch aktiv, sondern nur wieder nach dieser Zeit aufgeweckt.
Die endgültige Überwindung des Todes, wie sie im Christentum verheißen ist, wird aber aktives Leben unter jeden Umständen bedeuten, als alle Abhängigkeiten aufheben.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon Haimax » Di 9. Okt 2012, 11:38

onThePath hat geschrieben:Es besteht absolut kein Grund, etwas de Bibel hinzuzufügen, was sie grundlegend verändert oder was sie zu einem besseren Instrument machen würde.

lg, oTp


Vielleicht das Buch Mormon?
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Di 9. Okt 2012, 13:32

Haimax hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Es besteht absolut kein Grund, etwas de Bibel hinzuzufügen, was sie grundlegend verändert oder was sie zu einem besseren Instrument machen würde.

lg, oTp


Vielleicht das Buch Mormon?


Da haben ganz offensichtlich falsche (Offenbarungs_) Engel dran mitgewirkt.

Ebenso gefährlich wie Prediger, die behaupten den absoluten Draht zu Gott zu haben und dann z.B.das Ende der Zeiten festlegen. Auch bei denen finden sich oft spezielle Ansichten. Und man glaubt ihnen alles innerhalb ihrer Sekte, oder der Offenbarungs-Denomination, auch wenn der weltuntergang nicht stattfand.

Satanische Ferse mutmaßte auch Bestandteile im Koran, die von Satan stammen. Diese Behauptung hat dem Autor Vogelfreiheit eingebracht.

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon SunFox » Fr 19. Okt 2012, 05:32

Blaise Pascal sagte mal: "Die Wahrheit ist in dieser Zeit so sehr verdunkelt, und die Lüge so allgemein verbreitet, daß man die Wahrheit nicht erkennen kann, wenn man sie nicht liebt."

Ich bin mir nicht sicher, ob man das so sagen kann, besonders deshalb nicht, weil ich schon lange in diesem Forum lese und schreibe!

Was macht Wahrheitserkenntnis eigentlich so schwer? Ist es wirklich (nur) deshalb, weil man keine Liebe zu ihr hat?

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Fr 19. Okt 2012, 08:33

SunFox hat geschrieben:
Was macht Wahrheitserkenntnis eigentlich so schwer? Ist es wirklich (nur) deshalb, weil man keine Liebe zu ihr hat?

Liebe Grüße von SunFox


Allgemein kann man schon sagen, dass man sich danach richtet, was man liebt und wertschätzt.

Ein blödes Beispiel: Ein Dieb schätzt es, nicht arbeiten zu müssen und ändert sich auch oft nicht, wenn er dafür immer wieder ins Gefängnis "weggesperrt" wird. Aber dieses Beispiel zeigt auch, wie man sich selber schaden kann, ohne zu erkennen, dass man ringen muß, um sich für sein Leben richtig zu orientieren.

Der Mensch ist unfähig, sich völlig nach Gott zu orientieren. Und wenn er verblendet ist, erkennt er noch nicht mal, dass Gott einen Wert für ihn hat. Erkennt er es, kann es sein, dass er sich nicht unter Kontrolle kriegt, um sich demgemäß zu verhalten. Liebt er Gott nur "lauwarm" und ohne "leidenschaftlichen" Eifer, passiert auch nicht viel.

Gott nachzufolgen müßte eigentlich Spaß machen, da es um Liebe geht. Was ist wichtiger im Leben als Liebe ? Und zu wissen, dass Gott jeden Mensch liebt, und alle seine Bedürfnisse erfüllt ?

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon Gnu » Fr 19. Okt 2012, 11:15

onThePath hat geschrieben: Gott nachzufolgen müßte eigentlich Spaß machen, da es um Liebe geht. Was ist wichtiger im Leben als Liebe ? Und zu wissen, dass Gott jeden Mensch liebt, und alle seine Bedürfnisse erfüllt ?

Die Liebe, die die Bibel meint, macht keinen Spass, im Gegenteil. Sie erzeugt Schmerzen, nimm nur das Beispiel vom Heiland am Kreuz.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Fr 19. Okt 2012, 12:04

Gnu hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Gott nachzufolgen müßte eigentlich Spaß machen, da es um Liebe geht. Was ist wichtiger im Leben als Liebe ? Und zu wissen, dass Gott jeden Mensch liebt, und alle seine Bedürfnisse erfüllt ?

Die Liebe, die die Bibel meint, macht keinen Spass, im Gegenteil. Sie erzeugt Schmerzen, nimm nur das Beispiel vom Heiland am Kreuz.


Klar, die Erde ist Operationsgebiet unseres kriegerischen Feindes. Deshalb gab es auch so viele christliche Martyrer. Martyrer der Liebe.( Unverwechselbar mit den lebenden Bomben, die sich muslemische Martyrer nennen; Martyrer satanischen Hasses. ) Die Feinde der Liebe Christi können die Wahrheit nicht vertragen.

Die Liebe Christi leben stößt auf Widerstand. Und auch innerlich. Unsere Gedanken sind das andere Kampffeld Satans.
Das liegt nun mal an unserer Sündennatur.

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Sa 20. Okt 2012, 10:07

Gnu hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Gott nachzufolgen müßte eigentlich Spaß machen, da es um Liebe geht. Was ist wichtiger im Leben als Liebe ? Und zu wissen, dass Gott jeden Mensch liebt, und alle seine Bedürfnisse erfüllt ?

Die Liebe, die die Bibel meint, macht keinen Spass, im Gegenteil. Sie erzeugt Schmerzen, nimm nur das Beispiel vom Heiland am Kreuz.


Die Liebe zu Gott gibt Frieden, Kraft, Freude, Gelassenheit. Sie macht gesund und heil. Also, sie macht sehr viel "Spaß". Ein Leidender ist man ja sowieso in der Welt. Und die Liebe zu Gott ist die Leidüberwindung.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon jes_25913 » Sa 20. Okt 2012, 10:13

SunFox hat geschrieben:Was macht Wahrheitserkenntnis eigentlich so schwer? Ist es wirklich (nur) deshalb, weil man keine Liebe zu ihr hat?

Liebe Grüße von SunFox


Ja. Denn zur Erkenntnis der Wahrheit muss man Gelassenheit lernen, muss man allen Fanatismus, alle Vorurteile verlieren. Muss man objektiv denken lernen. Gut wahrnehmen können - alles Dinge, die dem "natürlichen Menschen" schwer fallen.
Und wozu Wahrheit erkennen, wenn man ohne sie gut durchs Leben kommt, die anderen schon sagen, was Wahrheit sei, oder man nur die Bibel aufzuschlagen brauche?

Wahrheit wird gehasst. Wenn ein Mensch kommt, und sagt, das und das ist so, das ist Wahrheit, bemüht man sich schnell, dies auch nur als eine persönliche Meinung darzustellen. Da heute kaum jemand Wahrheit kennt, kann man auch nicht glauben, dass andere irgendeine Wahrheit erkannt haben könnten.
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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon onThePath » Sa 20. Okt 2012, 12:17

jes_25913 hat geschrieben:
Wahrheit wird gehasst. Wenn ein Mensch kommt, und sagt, das und das ist so, das ist Wahrheit, bemüht man sich schnell, dies auch nur als eine persönliche Meinung darzustellen.


So geht es Dir auch. Nur meinst Du, entgegen der Bibel recht zu haben. Aber seltsam wirds, wenn der Bibelfeste dann beschuldigt wird wird, er habe seine eigene, falsche Meinung.

Und wozu Wahrheit erkennen, wenn man ohne sie gut durchs Leben kommt, die anderen schon sagen, was Wahrheit sei, oder man nur die Bibel aufzuschlagen brauche?
[/quote]

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Re: Was ist Wahrheit?

Beitragvon erbreich » Mo 22. Okt 2012, 17:57

onThePath hat geschrieben: Was ist wichtiger im Leben als Liebe ?

Nichts.
Und zu wissen, dass Gott jeden Mensch liebt, und alle seine Bedürfnisse erfüllt ?

Richtig. Mit Betonung auf jeden.

:praisegod:
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