Das beste Geschenk

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Das beste Geschenk

Beitragvon Holzwurm » Mi 11. Dez 2002, 09:44

Was bedeutet dir Weihnachten? Für viele ist es ein Fest der Familie, der Gemeinschaft und des Schenkens, ein idealer Anlass, zusammenzukommen und einander Freude zu bereiten. Für andere ist Weihnachten ein Fest der Einsamkeit, für einige sogar der Verzweiflung, denn sie wissen von niemandem, der sie liebt. Aus diesem Grund schnellt jedes Jahr in dieser Zeit die Zahl der Verzweiflungstaten in die Höhe. Das ist eine traurige Bilanz. Doch leider verfehlen nicht nur die Verzweifelten, sondern auch viel andere immer wieder den eigentlichen Sinn von Weihnachten.

Weihnachten weist auf das grosse Geschenk hin, das Gott uns anbietet. Welchen Wert haben die Geschenke, die du zu Weihnachten weitergibst? Ganz sicher hält er sich sich in Grenzen. Das Geschenk, das Gott uns dagegen anbietet, ist beispiellos. Sein Wert ist unvorstellbar hoch.

Gott kennt unsere Bedürfnisse und Wünsche genau. Er weiss, das wir aufgrund unserer Sünde völlig verschuldet sind. Es ist keine finanzielle Schuld, sondern eine Schuld Gott gegenüber aufgrund unseres Ungehorsams. Wenn jemand Schulden auf der Bank hat, können diese gewöhnlich mit Hilfe eines Finanzierungsplans in absehbahrer Zeit abgetragen werden. die Schuld, die wir allerdings vor Gott haben, ist so hoch, dass wir sie niemals wiedergut machen können. Die Schuld trennt uns nicht nur von Gott, sie macht uns auch reif für Gottes Gericht.

Das grosse Geschenk, das Gott uns daher anbietet, ist die Begleichung unserer Schuld: die Vergebung unserer Sünden. Er möchte uns vor der ewigen Verdammnis bewahren und uns zu rechtmässigen Kindern Gottes machen. Jeder kann dieses grossartige Geschenk für sich persönlich in Anspruch nehmen.

Um das alles möglich zu machen, sandte Gott Jesus Christus, seinen Sohn, auf diese Erde. Jesus wurde vor fast 2000 Jahren in Behtlehem geboren. Er wurde ein Mensch wie wir. Sein Leben unterschied sich allerdings in vieler Hinsischt von dem anderer Menschen. Er führte ein absolut unfehlbares Leben und bewies mit seinen Wundern und Worten immer wieder, das er im Alten Testament angekündigte Retter ist. Mit seinem Sterben am Kreuz nahm er schliesslich stellvertretend unsere ganze Schuld auf sich. Gott hat dieses Opfer akzeptiert und Jesus wieder von den Toten auferweckt. Jetzt tritt Jesus als Fürsprecher für jeden ein, der durch ihn zu Gott kommen möchte.

Weihnachten erinnert an die Geburt Jesu vor fast 2000 Jahren. Damit weist das Weihnachtsfest zugleich auf das Geschenk hin, das Gott uns immer wieder neu anbietet. Der Zweck des Kommens Jeus auf dieser Erde wird in Matthäus 1.21 so erklärt:

Sie (Maria) wird einen Sohn bekommen, den sollst du Jesus nenne, das heisst *Retter*. Denn er wird sein Volk von seinen Sünden befreien.


Was will ich mit Schokolade und anderen teuren Geschenken? Das grösste Geschenk ist doch Weihnachten selber. Wir müssen es bloss annehmen.

hölzerne Grüsse
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon bo » Mi 11. Dez 2002, 09:53

Weihnachten ist ein reines Kommerzfest. Und von den 5-10jährigen weiss kaum noch einer, warum überhaupt Weihnachten gefeiert wird. Meinetwegen sollte man das Fest ruckzuck abschaffen.

Ich bekomme jedesmal das kalte Kotzen, wenn schon Ende Oktober überall die Weihnachtsdekoratien aufgehängt werden. Und dann immer die Leute, die abends kommen und Spenden sammeln und die man dann wieder wegjagen muss. Der pure Hass.
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Holzwurm » Mi 11. Dez 2002, 09:57

Ja bo, gerade weil doch die meisten Menschen vor lauter Kitsch und Stress keine Ahnung mehr haben, was Weihnachten eigentlich ist, habe ich dies hier geschrieben.

Vielleicht machst du dir auch mal Gedanken darüber?

hölzerne Grüsse
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Salzstreuer » Mi 11. Dez 2002, 10:15

Hallo bo

Ich verstehe Deine Aussage sehr gut. Mir persönlich ist Weihnachten sehr wichtig, gerade weil wir die Geburt Jesu feiern.

Aber der ganze Kommerz drum herum finde ich ebenfalls z.K.

Aber mit was will man den eine solche Zeit feiern, wenn das Licht, dass in die Welt gekommen ist, nicht als solches erkannt wird?

Nie im Jahr brennen soviele Kerzen, Birnen, sind die Geschäfte so herausgeputzt. Gewisse Firmen machen in der Vorweihnachtszeit über 1/3 Ihres Jahresumsatzes. DAs ist doch krank...

Und gleichzeitig ist es die Zeit mit der höchsten Selbstmordrate.

Warum so viel verlogenes hinter einem Fest, dass die Liebe Gottes an uns proklamiert (proklamieren sollte ...)

Wenn wir uns mit Händen und Füssen gegen das Evangelium wehren, müssen wir nicht erstaunt sein, wenn es dunkel wird.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Holzwurm » Mi 11. Dez 2002, 11:36

Mir hängen die ganzen Geschäftemachereien auch total zum Halse raus. Genau deshalb sage ich oft, ich möge Weihnachten nicht. Auch bei mir zu Hause stehen einfach die Geschenke und das gute Essen im Vordergrund. Aber mal ehrlich, was soll man von der Welt anders erwarten?

Hm, man müsste mal eine Weihnachtsinitiative starten, um den Menschen der wahre Hintergrund von Weihnachten wieder vor Augen zu führen.

Ich jedenfalls nimms mit der Ruhe, soweit ich es vom Job her kann, und freue mich, den Geburtstag von Jesus zu feiern.

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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon bo » Mi 11. Dez 2002, 11:40

Original von Holzwurm
Hm, man müsste mal eine Weihnachtsinitiative starten, um den Menschen der wahre Hintergrund von Weihnachten wieder vor Augen zu führen.


Nur, die Menschheit ist zu versaut, um den ganzen Kommerz wieder rauszubekommen. Keine Chance!
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Joggeli » Mi 11. Dez 2002, 13:07

Nur, die Menschheit ist zu versaut, um den ganzen Kommerz wieder rauszubekommen. Keine Chance!


Stimmt sicher. Hinzu kommt, dass mit dem Weihnachtgeschäft, mit der vielen Werbung und all dem überflüssigen drum und dran, viele Leute ih einkommen verdienen. Könnte man alles einfach abschaffen, hätten viele neue Arbeitslose wohl eher eine trostlose Weihnacht.

Trotzdem sollte man das Drumherum womöglich persönlich einschränken. Schenken und Geschenke erhalten ist sicher schön, aber weshalb an Weihnachten. Weshalb müssen zwischen erwachsenen Personen "Verlegenheitsgeschenke" ausgetauscht werden?

Weihnachten findet in unseren Herzen statt - dazu braucht es nicht einmal eine Kerze (nichts gegen Kerzen!). Aber eigentlich könnten wir Christen Weihnachten, Ostern und Pfingsten doch jeden Tag feiern!

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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon charlie b » Mi 11. Dez 2002, 15:33

Das schlimmste finde ich schon auch dass den meisten Leute der eigentliche Grund, warum sie Weihnachten feiern gar nicht bewusst ist.
Es werden verschiedenste (Weihnachts)geschichten erzählt und ausgestrahlt aber nicht die wahre Geschichte.
Und wie schon erwähnt geht es doch nur um $$$$$$$$$$$$$$. :cry:
And how people can hurt each other
Lord I swear by the stars above
Ain´t got nothing to do with love
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Marita » Do 12. Dez 2002, 19:48

Original von Holzwurm
...Weihnachtsinitiative starten...,


Dazu wäre dann Daniel Gerber als Vorstand zu wählen :D

Also ich finde die ganze "Geschäftlimacherei" in einem gewissen Sinne gar nicht schlecht, ist es doch gerade zu dieser Zeit, da abgehärtete Atheisten auch ihre Umgebung mit Dingen schmücken die gradezu ungewollt Christus´ Leiden symbolisieren und sie in den Einkaufszentern über das Soundsystem Stille Nacht etc. zu hören bekommen und, trotz der eigenen Glauben, die Freude der Feier fühlen. Sogar in der krassesten sekulären Manifestation ist Weihnachten ein Zeugnis für Christus. Die Kernform in der Weihnachten gefeiert wird ist das Empfangen und Geben von Geschenken.

Das Christentum selbst ist das Empfangen und Geben von Geschenken. Gott, wie Christen Ihn kennen, ist voller Gnade; Er überhäuft fortwährend mit Geschenken. Jesus Selbst ist ein Geschenk, ganz eingehüllt in Wickeltücher. Erlösung ist nicht etwas das wir verdienen und erwerben müssen, sondern ein Geschenk, ganz eingehüllt in den leeren Grabtüchern von Jesus.

Nur mal so ein Nebengedanke...

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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Marita » Do 12. Dez 2002, 20:10

Original von Joggeli
Weihnachten findet in unseren Herzen statt...


Ja natürlich ist es alles zu materialistisch geworden und in den Anklagen ist Wahrheit. Aber, das Christentum ist über allem eine verkörperte Religion. Es ist nicht nur ein mystischer innerer Zustand; es beeinflusst die Gesellschaft und ist sehr materiell orientiert.

Weihnachten feiert die Inkarnation von Gott, die Zweite Person der Trinität, die Mensch wurde. Das Wort wird Fleisch, das Spirituelle wird Material.

Das Christliche Leben ist auch nicht nur private Meditation oder spirituelle Übungen, sondern konkretes leben wo uns Gott plaziert hat. Unsere Berufungen sind konkret, bodenständig und praktisch veranlagt und "Material" (unsere Familie, unser Arbeitsplatz, die lokale Kirchgemeinde, die Nation).



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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon K-KID » Mi 18. Dez 2002, 23:45

Und von den 5-10jährigen weiss kaum noch einer, warum überhaupt Weihnachten gefeiert wird.

Na dann ist es doch höchste Zeit, dass es ihnen jemand sagt!

Und wie viele Erwachsene (zwischen 18 und 99) wissen, dass das liebliche Kind in der Krippe die selbe Person ist, die etwa 30 Jahre später am Kreuz hing.

Ich denke bo hat recht. Nähern wir uns einem neo-heidnischen Zeitalter?

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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Holzwurm » Do 19. Dez 2002, 00:08

Wissen tun sie es vielleicht schon irgendwie, aber bewusst sind es sich viele nicht.

Ein Baby zu feiern ist immer schön, aber das hier ist halt eben ein ganz spezielles Baby. Und genau das realisieren die Menschen heute nicht mehr, denke ich. Schade, wo doch soo viel daran hängt.

Wenns um Lottoscheine ausfüllen geht, da rennen die Leute, aber dass es an Weihnachten etwas viiiel tolleres zu gewinnen gibt, mal so ausgedrückt, das ist sich keiner mehr bewusst, weil es halt nicht materiell ist. Und was nicht materiell ist, zählt heute nichts mehr.
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Ainu Elfe » Do 19. Dez 2002, 18:46

Hallo,

Zur Info: Weihnachten ist ein uraltes Fest, bedeutend älter als das Christentum, man musste bei der Bekehrung einfach das heidnische Fest in ein christliches umwandeln, deshalb hat man einfach gesagt, man feiere Christi Geburt. Faktisch fand die jedoch nicht am 24 Dez statt, sondern irgendwann im März (Lässt sich mit der Zeit der Volkszählung ausrechnen).

Die Zeit zwischen dem 24 Dez und dem 6 Dezember ist ursprünglich die Feier der Sonnenwende, man nannte die Zeit bis weit ins Mittelalter die "12 Nächte". Das war eine besondere Zeit, in der man viel Schabernack trieb (vergleichbar mit Fasnacht), man feierte Feste, veranstalte Spiele und Turniere (im MA wenigstens) und auch bis weit ins 18 Jh. hinein blieb diese Zeit eine, in der man sich gerne duellierte.

Das Weihnachtsfest, wie wir es heute kennen, ist vermutlich nicht älter als 200 Jahre, wobei die einzelnen Bräuche aber bis in heidnische Zeit zurückgehen (zB der Adventskranz oder das Anzünden eines Stück Baumstammes, wie es mancherorts noch praktiziert wird).

grüessli ainu, wiedermal historisch klugscheissend
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Claudia » Do 19. Dez 2002, 19:47

Hallo Ainu Elfe

Deine Historische Klugscheisserei (:D ), ist wohl fast richtig so.

Und trotzdem feiern wir heute die Geburt von Jesus Christus, und mir gefällt das!
Ich finde es schön, dass in die dunkle Jahreszeit etwas Licht kommt, denn schliesslich ist Jesus ja auch das Licht der Welt.

Der Stress macht sich jeder selbst (ausser vieleicht, die die im Verkauf arbeiten ;) )
Es ist tatsächlich reine Gnade, dass ihr gerettet seid.
Ihr selbst könnt nichts dazu tun, als im Vertrauen anzunehmen, was Gott euch schenkt.
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 09:37

@ainu

Ja, da ist es wieder, der Verweis auf die heidnischen Feste. Ich denke, das ist allgemein bekannt. Ändert sich aber nichts daran, dass wir Weihnachten (eigentlich) nicht als heinisches Fest mehr feiern.

Obwohl ... Wieviel heidnischer könnten wir zu Zeit noch feiern? Fressen, saufen, kommerz bis zur Verschuldung, heuchelei... Und keiner weiss warum ;)

Es ist auch klar, dass jesus nicht am 24. Dezember auf die Welt kam. ich kenne die Entstehungsgeschichte des Kirchenjahres nicht genau, aber soviel ist mir klar... Es sind Symbolfester, kein Jahresablauf, auch wenn zwischen ostern und Pfingsten die richtige Anzahl tage liegt, so stimmt ja mindestens Maria Empfängnis und GEburt Jesu nicht.

Aber eben, es geht ums erinnern. Und ich finde ein "völlig falsches" Datum einfacher, als wenn man versucht hätte, das richtige Datum exakt zu finden. Das gäbe ja nur wieder neue Diskussionen.

Gruss
-salzstreuer

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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 09:38

hallo zusammen

Apropos Weihnachten ... hat jemand

John Grisham - Das Fest

gelesen?

Gruss
-salzstreuer
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Joggeli » Fr 20. Dez 2002, 10:32

Was feiern wir? Die Ankunft Retters auf dieser Erde. Und was machen wir in der Adventszeit?

Wir warten auf die Ankunft des Heilands - ach nein, der ist ja bereits gekommen. Also warten wir auf die WIEDERKUNFT unseres Herrn. Wir sollten immer bereits sein, und zu diesem Bewusstsein kann uns die Vorweihnachtszeit verhelfen.

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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Ainu Elfe » Fr 20. Dez 2002, 12:22

hallo salzstreuer

Original von Salzstreuer
Obwohl ... Wieviel heidnischer könnten wir zu Zeit noch feiern? Fressen, saufen, kommerz bis zur Verschuldung, heuchelei... Und keiner weiss warum ;)

Nuja, also Heidentum mit fressen und Saufen gleichzusetzen ist dann doch ein wenig extrem. Nicht die "schlechten" Weihnachtsbräuche sind heidnisch, die sind neuzeitlich. Damit mein ich den Kommerz und die Weihnachtsabzocke. Das ist etwas, was das 20. Jahrhundert fabriziert hat, obwohl Züge schon anderswo, zu anderen Zeiten erkenntlich waren. Denn wir sind Mensch, das ist der Grund.


grüsse ainu
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 12:27

Ok, Ainu,

das hat was. Aber trotzdem - wir haben uns weit von dem entfernt, was Weihnachten (für Christen) eigentlich bedeutet.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Ainu Elfe » Fr 20. Dez 2002, 12:38

Ja, das ist auch wahr, aber auch das heidnische "Weihnachten" war was anderes. Vielleicht ist es auch die Zeit, in der wir leben. Niemals zum Beispiel hatten so viele Menschen so viel Geld, vielleicht liegts daran, dass den Leuten materielle Dinge wichtig sind.

grüsse Ainu
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Re: Das beste Geschenk

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 12:45

Ich weiss nicht ...

Materiell hat es zwei Seiten, die Konsumbereitschaft der Menschen, aber auch die massive Werbung und Anbiederei der Firmen. Die haben während Weihnachten nur eines im Sinn... Geld machen, egal, wie schön sie das mit "Weihnachten, Fest der Liebe" verpacken oder so.

Dann wäre noch unsere sozialkompetenz...
- Wieviele Menschen sind in dieser Zeit alleine, haben niemanden - und das merkt man vorallem an Weihnachten.
- Wieviele Familien machen die grossen "Ach-wir-lieben-uns" Feste, obwohl sie sich das ganze Jahr nicht sehen?
- Wieviele kommen angesichts der Erwartungen von Familie unter Druck, weil sie nicht an allen Orten gleichzeitig sein können?

Warum können wir Weihnachten nicht entspannter feiern?


Aber eigentlich passt es ja zu Weihnachten...

Man stelle sich vor, ein überfülltes Bethlehem, alle hier wegen dieser *%@X!& Volkszählung, eine hochschwangere Frau, ein sich Fragender Mann, ein kalter Stall ...

War ja auch nicht die angenehmste Situation.

Gruss
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