Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

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Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon tieferforschen » Mo 11. Mär 2019, 09:46

Was meint ihr, wie sollte man mit Atheisten diskutieren?

Ich habe vor kurzem ein Video als Antwort auf einen Atheisten aufgenommen. Dieser versucht den Glauben an Gott zu widerlegen. Das Video ist sehr lang, aber ich würde mich dennoch über Feedback freuen.

Meine Frage für die Diskussion ist aber, wie man mit Atheisten über solche Themen diskutieren sollte. Gibt es biblische Prinzipien dafür?
tieferforschen
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon Helmuth » Mo 11. Mär 2019, 14:24

Ein wertvolles Thema, dem ich mich gerne unserem Newcomer widmen möchte.
Grüß dich mal, tiefenforschen.

tieferforschen hat geschrieben:Was meint ihr, wie sollte man mit Atheisten diskutieren?

Das Herumdiskutierrn habe ich mir schon sehr abgewöhnt, weil es in aller Regel zu nichts führt. Jeder hat seine Argumente, wir aus geistlicher Perspektive, Atheisten aus weltlicher Perspektive, unterschiedliche Geister, jeder meint Recht zu haben.

tieferforschen hat geschrieben:Gibt es biblische Prinzipien dafür?

Ich denke ja, aber die liegen nicht im Argumentieren sondern in der Verkündigung des Evangeliums. Wenn ich merke jemand will über Glaubensaspekte reden, dann lenke ich das Gespräch hin zum Kreuz, vorsätzlich und bewusst.

Darin, sagt das Wort liegt Gottes Kraft, den Verlorenen eine Torheit, uns aber die Errettung. Man kann sich viele Sinnlosdiskussionen ersparen, geht man diesen Weg.

Vor das Kreuz gestellt wird der Mensch vor eine Entscheidung gestellt, und darauf kommt’s an. Eine Diskussion um die Evolution führt nicht dorthin. Man kann aber immer beten, beim nächsten derartigen Gespräch mehr Weisheit zu erhalten. Dieses Gebet bleibt nie unbeantwortet..

Alle, die diese Entscheidung zu ihrer Errettung getroffen haben, die also Vergebung und Erlösung erlangt haben, indem man Jesus annimmt, kommen früher oder später auch darauf, dass die Welt nicht durch Evolution etc. geschaffen wurde.

Wer den Weg andersrum versucht, redet sich den Mund fusselig und man geht weiter als Atheist und Atheist auseinander.

Glaube ist eine Sache des Herzens und des Geistes und keine des reinen Intellektes, im Intellekt sind mir etliche überlegen, in der Kraft Gottes als Gläubiger kaum.

Was man lernen muss ist, die darauffolgenden Beleidigungen und Beschimpfungen geduldig zu ertragen. Bekehrt sich ein Mensch, wird er sich dafür schon einmal schämen und um Verzeihung bitten. Wenn nicht, hat man gelernt stärker zu werden.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 11. Mär 2019, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
Herzliche Grüße
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon Gnu » Mo 11. Mär 2019, 16:09

tieferforschen hat geschrieben:Was meint ihr, wie sollte man mit Atheisten diskutieren?

Ich habe vor kurzem ein Video als Antwort auf einen Atheisten aufgenommen. Dieser versucht den Glauben an Gott zu widerlegen. Das Video ist sehr lang, aber ich würde mich dennoch über Feedback freuen.

Meine Frage für die Diskussion ist aber, wie man mit Atheisten über solche Themen diskutieren sollte. Gibt es biblische Prinzipien dafür?

Ich habe von deinem Video 40 Minuten und von dem Video des Atheisten 1 Minute angeschaut. Dein Video ist zu lang, das schreiben dir auch die ersten zwei Kommentatoren. Es handelt sich bei deinem Video meiner Meinung nach um eine Abhandlung wider Demagogie. Deshalb habe ich es auch nicht bis zum Ende geschaut. Ob du damit Zuschauer von der Sinnlosigkeit des Atheismus überzeugen kannst, weiss ich nicht. Mich musst du nicht überzeugen.

Trotzdem vielen Dank. Ich konnte einiges lernen über die Falschheit der Pro-Atheimus Argumente. :respekt:
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon Knecht » Mo 11. Mär 2019, 17:41

Hallo tieferforschen,

selber habe ich mich, ohne sie zu verurteilen, nur ein- oder zweimal mit Atheisten unterhalten. Gelesen über ihre Argumente habe ich nicht so wenig. Dabei fiel mir auf, es gibt unterschiedliche Sorten von ihnen, nämlich, ich sage es mal so, echte und unechte Atheisten. Bei den Unechten meine ich, sie sind eher Zweifler, meiner Einschätzung nach haben sie einen unbewussten Gotteskomplex. Sie lehnen Gott ab, wollen aber unbedingt immer wieder beweisen, dass es ihn nicht gibt. Man könnte fast sagen, sie beschäftigen sich mit Gott viel mehr als die Gläubigen. Gläubige, die sich sicher sind, glauben an Gott und fertig. Manche zweifeln höchstens, warum Gott z.B. bei einem Unglück nicht eingreift…..
Einen Widerspruch sehe ich noch bei den unechten Atheisten. Wenn sie sich absolut sicher wären, dass Gott nicht existiert, warum argumentieren sie dann gegen Gott? Ich mein, das macht doch keinen Sinn. Wenn sie absolut sicher wären, dürften sie eigentlich nur gegen die Propheten alleine - und das was sie gesagt und getan haben, argumentieren.
Überzeugte, wie ich glaube sehr wenige echte Atheisten, argumentieren nicht gegen Gott und auch nicht gegen den Menschen Jesus....
Vor etwa 10 Jahren ergab sich mit so einem Atheisten in einem anderen Forum eine für mich recht witzige Diskussion. Ohne mich daran zu beteiligen, haben ein paar atheistische User über Gott und die Propheten und Jesus und deren Worte unkluges Zeug geschrieben. Der Atheist, er hatte auch ein gutes Geschichtsverständnis, nahm dann eine Verteidigungshaltung ein. Er verteidigte zwar nicht Gott, aber Jesus, seine Bergpredigt und die Gebote verteidigte er vehement. Also für mich war das irgendwie komisch….
So, ich habe jetzt kurz Atheisten nur in Echte und Unechte aufgeteilt. Die Bandbreite unter ihnen ist aber sehr groß, z. B. manche sind angenehme und manche sehr unangenehme Zeitgenossen…….

Wie man mit Atheisten über dieses Thema diskutiert, ist nicht leicht. Eine Beweis zu führen, ob es Gott gibt, ist schwer, genauso wenig kann man beweisen, dass es ihn nicht gibt.

Biblisch kann man eventuell argumentieren, dass Gottes weiser heiliger Geist, ein Geist der Weisheit und der Einsicht ist, ein Geist des Rates, der Stärke und der Erkenntnis ist (Jesaja 11,2). Ich würde noch Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit... hinzufügen. Trotz vielen Aspekten bleibt Gottes Geist mit seiner Weisheit aber immer nur Einer.
Atheisten wird höchst wahrscheinlich auch das nicht jucken, die werden sagen, dazu brauche ich Gott nicht, das weiß ich auch ohne ihn….

Zum Feedback: Ich habe mir das Video nicht durchgehend angesehen, fand es aber gut, z. B. Argumente sind nicht wirklich immer gute Argumente. Und ja, die abrahamitischen Religionen sind keine kurzen Modeerscheinungen.
Aus meiner Sicht redest du etwas zu langatmig und zu viel ausschweifend. Das Beispiel mit den Feen/Pyramide wäre meiner Einschätzung nach nicht nötig gewesen, zumindest nicht so lange. So lange Videos zu sehen, bricht man dann schneller ab oder man beginnt erst gar nicht. Ich bin da aber kein Maßstab, weil ich suche keine Videos auf YouTube, ich gucke nur, wenn ein Video irgendwo verlinkt ist, falls mich das Thema interessiert.

Gruß
rupert
Es gibt nur einen wahren ewiglichen Gott, durch die ganze Bibel hindurch - bis in alle Ewigkeit!
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon Taube » Mi 13. Mär 2019, 19:30

Mit Wahrscheinlichkeiten sollte man nicht argumentieren. Alles, was nicht die Wahrscheinlichkeit Null hat, die man aber beweisen können sollte, ist nämlich möglich. ...und auch die geringste von Null abweichende Wahrscheinlichkeit kann eintreten.

Der Film ist viel zu lang. In der Kürze liegt die Würze.


Grüsse Columba
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon jesher » Do 14. Mär 2019, 07:15

tieferforschen hat geschrieben:Was meint ihr, wie sollte man mit Atheisten diskutieren?
Aufmerksam, authentisch, einfühlsam und wahrhaftig.
tieferforschen hat geschrieben: Dieser versucht den Glauben an Gott zu widerlegen.
Themen gibt es da ganz viele. Die Kunst ist eine andere.
tieferforschen hat geschrieben:Meine Frage für die Diskussion ist aber, wie man mit Atheisten über solche Themen diskutieren sollte. Gibt es biblische Prinzipien dafür?
Prinzipien in Bezug auf pauschales Vorgehen leider nicht. Biblische Prinzipien gibt es ganz viele und sie zielen zunächst auf den Christen selbst ab.

Danach ist natürlich die Frage, weshalb der Nichtchrist überhaupt diskutieren will. Wo liegt sein eigentliches Problem? Das sind meist seelsorgerliche also sehr persönliche Beweggründe.
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon Richard3 » Do 14. Mär 2019, 08:59

jesher hat geschrieben:Danach ist natürlich die Frage, weshalb der Nichtchrist überhaupt diskutieren will. Wo liegt sein eigentliches Problem? Das sind meist seelsorgerliche also sehr persönliche Beweggründe.


Man muss die Nichtchristen, grob in zwei Gruppen einteilen.
Die einen sind in Elternhäusern aufgewachsen ohne religiöse Erziehung, die anderen haben eine geringe oder intensive religiöse durchlaufen.
Das hängt auch von der Denomination ab.
Es macht einen Unterschied, ob Eltern zur evangelischen Kirche gehören oder zu einer evangelikalen Gemeinde.

Die areligiös Erzogenen können kaum ernsthaft diskutieren da ihnen das biblische Wissen für die Details fehlt. Es muss bei allgemeinen Formulierungen bleiben.
Ich wohne im Osten Deutschlands. Hier gehören nur 25% einer religiösen Gruppierung an. Der Landesteil gilt als das gottfernste Gebiet der Erde.
75% haben gar keine Veranlassung zu diskutieren.
Anders sieht es bei ehemaligen Christen, Halb- oder Viertelchristen aus.
Die tragen die biblischen Geschichten aus Kindergottesdienst und Jugendstunde - je nach Leistung des Gedächtnisses - oft ein Leben lang mit sich herum.
Da kann es schon vorkommen, dass diskutiert wird.
Auch zur eigenen Standortbestimmung.
Aber Angst, ein mühsam errichtetes Glaubensgebäude zu verlieren, haben sie nicht.
Das ist ein entscheidender Unterschied.

Gruß Richard
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon eddy » Do 14. Mär 2019, 11:24

jesher hat geschrieben:
tieferforschen hat geschrieben:Was meint ihr, wie sollte man mit Atheisten diskutieren?
Aufmerksam, authentisch, einfühlsam und wahrhaftig.

"Authentisch" zu reden bedeutet ja dann nur über das, was man auch erfahren hat.

tieferforschen hat geschrieben: Dieser versucht den Glauben an Gott zu widerlegen.

Die Religion basiert auf einem Absoluten oder Gott. Da kann man nichts widerlegen oder beweisen.

Ich habe dann oft versucht, auf die psychologische Ebene zu wechseln. Religiös oder philosophisch gibt es ja viele Möglichkeiten, aber der psychologische Prozess der zur Veränderung führt, ist immer ein und derselbe. Interessant war, dass hitzige Diskussionen dann ganz schnell abgeflaut sind, das lief dann einfach aus. Wenn es persönlich wurde, und es um die eigene Entwicklung ging, schien "der Atheist" das Interesse zu verlieren...
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Re: Wenn Atheisten versuchen das Christentum zu widerlegen

Beitragvon jesher » Do 14. Mär 2019, 12:01

eddy hat geschrieben:"Authentisch" zu reden bedeutet ja dann nur über das, was man auch erfahren hat.
Vor allem über das, wozu man aus voller Überzeugung steht.
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