Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

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Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Beitragvon Dreieck » Mo 27. Mär 2017, 09:30

Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Da wird sich oft gerühmt, des Mutes, oder einer "Zivilcourage". Wie zum Beispiel, wer unter Einsatz seines Lebens "die Demokratie" "verteidigt" (auch mit Panzern und Bomben).
Oder, in dem er politisch Andersdenkende diskreditiert, verprügelt.
Geehrt von den Menschen, die "demokratischen" Mut bewundern, aufgehetzt durch demokratische Medien, die ganz klar festgelegt haben, wer Gut, wer Böse ist. Wer dieser starren Einteilung nicht glaubt und folgt, ist ohnehin (das) Böse. So wie ich. Schlimm.
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Re: Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Beitragvon Orpheus » Di 28. Mär 2017, 23:46

Dreieck hat geschrieben:Wer dieser starren Einteilung nicht glaubt und folgt, ist ohnehin (das) Böse. So wie ich. Schlimm.


Grüss dich Dreieck,
ich verstehe nicht,wie du das meinst.
Fühlst du dich schlimm und böse,wenn du fremde Vorgaben nicht übernimmst?
Oder ist es ein ironisch verpackter Protest gegen Ideologien?

Gruss
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Re: Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Beitragvon Fellow » So 22. Okt 2017, 22:23

Lieber Dreieck (Liebes Dreieck wäre zwar orthographisch korrekt, aber irgendwie daneben! :D )
ich verstehe zum Teil deine Ausführungen auch nicht alle, die du eingangs gemacht hast, aber zu deiner Hauptfrage:
Dreieck hat geschrieben:Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Natürlich ist Mut grundsätzlich "Mut vor dem Herrn". Wenn wir mit Jesus unser leben leben, dann ist jede Handlung "vor dem Herrn". Nur ist nicht jede Mutestat eine Mutestat, die unser Herr unbedingt gutheissen würde, denn es gibt Mut, Übermut, Kleinmut, Demut usw. Aber es gibt auch richtig dumme Sachen, die wir Menschen vielleicht als Mutestat anschauen, aber in Gottes Augen vielleicht nur Dummheit ist. Wenn ich mich wage, eine drei Meter breite Schlucht zu überspringen, nur um meinen Kollegen zu imponieren, dabei aber abstürze und von REGA geborgen werden muss, ist das KEIN Mut vor dem Herrn..., auch keiner vor dem Menschen, einfach nur Dummheit!

Ich behaupte nun einfach mal, dass eine Mutestat ohne Demut vor Gott (also ohne Wissen, dass er es gutheissen würde, was wir tun) kein Mut vor dem Herrn ist! :D

lg, fellow
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Du bist mehr, als ich je meinte!
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und Bejubler des Designs,
das in mir erschaffen ist!
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Re: Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Beitragvon Patrick78 » Di 28. Nov 2017, 12:21

Dreieck hat geschrieben:Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Da wird sich oft gerühmt, des Mutes, oder einer "Zivilcourage". Wie zum Beispiel, wer unter Einsatz seines Lebens "die Demokratie" "verteidigt" (auch mit Panzern und Bomben).
Oder, in dem er politisch Andersdenkende diskreditiert, verprügelt.


Wo wird denn jemand als mutig bezeichnet, weil er andere verprügelt?
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Re: Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?

Beitragvon Thea » Di 28. Nov 2017, 21:29

Lieber Dreieck,

es tut mir leid, aber ich verstehe Deine Frage mit den Erläuterungen dazu nicht ganz. Aber der Text bringt eine bestimmte Stimmung zum Ausdruck - für mich klingt es so, dass es Dich sehr beschäftigt, was Du da schreibst bzw. gefragt hast. Vielleicht magst Du es noch mal anders erklären oder beschreiben, worum es Dir geht?

Dreieck hat geschrieben:Ist Mut auch Mut "vor dem Herrn"?


Diese Frage würde ich (isoliert betrachtet) in dem Sinne bejahen, dass unser Leben immer Leben vor dem dreieinigen Gott ist. Das, was da ist, ist auch vor Gott. Ob Gott aber unser Verhalten genauso einschätzt wie wir, das ist damit nicht klar. Wir können m.E. nicht sicher wissen, ob das, was wir Mut nennen, auch von Gott immer als Mut eingestuft und gutgeheißen wird. Seine Gedanken sind uns zu groß......
Aber wir haben ja erstens unser Gewissen und können prüfen, was wir da tun und aus welcher Motivation heraus. Und zweitens können wir ja unsere Motivation und unser Verhalten im Gebet auch vor Gott bringen und mit ihm zusammen anschauen. Und drittens können wir in der Bibel nach Anleitung und Impulsen suchen, um Orientierung für unser eigenes Leben zu finden.
Vielleicht können wir dann Schritt für Schritt erfahren und etwas darüber lernen, wie Gott unser Verhalten einschätzt.

Zu Deinem Text fällt mir auf, dass Du ja sehr viel von Gewalt sprichst - verprügeln, z.B.. Ich glaube, solches Verhalten können wir jedenfalls im Lichte des Neuen Testaments ziemlich gut einordnen - Jesus steht doch deutlich stärker auf der Seite der Gewaltlosigkeit auch gegenüber dem Bösen, auf der Seite der Machtlosen und Armen - als auf der Seite der Macht, der Waffen, der Reichen etc. Insofern würde wohl so ein Verhalten, was andere verletzt, verdrängt, zurückweist etc. bei Gott mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gut geheißen werden......

Aber, wie gesagt, ich kriege Deinen Text noch nicht mit der Frage ganz zusammen; insofern habe ich jetzt vielleicht völlig an Deiner Frage vorbeigeschrieben?

Lieben Gruß,
Thea
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