Sich seinen eigenen GOTT backen.

Moderator: bigbird

Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon SolaScriptura » Fr 9. Jan 2015, 09:48

Hallo Forum :D

Mal meine Meinung zu diesem Thema.

Mir ist in der Realität aufgefallen das es kaum noch Gläubige gibt. Schön und gut, aber die die noch Glauben...zumindest viele davon backen sich Ihren eigenen Gott.

Was ich damit meine sollte klar sein.

Nun liegt die Frage im raum: "Ist es genug einfach nur zu Glauben und nur das Anzunehmen was man im Leben gelernt hat ? Sprich die Bibel nicht ernstzunehmen und wenn, dann nur das was man selber für richtig hält. Wenn man sie den überhaupt mal liest ^^

Ich möchte darauf hinaus, dass es viel zu viele Christen gibt, auf die folgende Punkte zutreffen:

ps: jeder sollte sich fragen ob einer dieser Punkte auf ihn zutreffen. Habe ausserdem die Punkte oft mit meiner Eigenen Meinung und weiteren Fragen ausgeschmückt.

- Christen die meinen Sie kennen Gott, obwohl sie gar nie was von ihm gelesen haben.

Wie willst du jemanden kennen von dem du gar nichts weist ?
Oder von dem du etwas über Dritte gehöhrt hast und evt. denkst es sei Richtig.
Gott lebt und er ist unser Freund. Du kannst im Richtigen Leben auch keinen Freund haben ohne das du mit ihm etwas zu tun hast.

- Christen die meinen Sie kennen Gott anhand von Fakten. Die Bibel macht da einen Unterschied.

Das ist völliger Humbug. Ich weiss auch wann mein Chef geboren wurde und wo er lebt. Darum kenne ich ihn als Menschen trotzdem nicht. Es geht hier um das Richtige kennen, wie ein Mann seine Frau kennt zb

- Christen welche die Bibel als nur ein Buch sehen

Wenn einem nicht klar ist das die Bibel Gottes Wort ist tritt ein Problem auf. Nähmlich das man es gar nicht ernst nimmt. Viele Meinen die Bibel ist so eine Art "Märchebuch" und viele Geschichten dort drin sind nur bildlich gemeint und haben auf die heutige Zeit keinen Bezug. Zudem wird oft gesagt das die Bibel von Menschen geschrieben wird aber gleichzeitigt ignoriert man das diese Menschen vom Heilligen Geist inspiriert sind.

- Christen die Zweiflen

Der Glaube ist ein unerschüterlicher Fels. Solange man Zweifel in sich hegt wird NIE NIEMALS ein richtiger Glaube draus. Nada. Solange man offene Fragen hat und diese nicht beantworten kann bzw. einem gewisse Inhalte unschlüssig sind zweifelt man. Viele Heucheln sich glauben vor aber im Herzen wissen sie das es nicht so ist. Das ist ganz normal. Man soll sich jedoch informieren.

Hast du offene Fragen wie :

Denkt die Bibel die Welt sei eine Scheibe?
Warum gibt es Leid auf der Welt?
Wozu bin ich hier ?

Dann lies die Bibel und sie wird es dir beantworten. Es ist unangenehm ich weiss, aber ohne diesen Prozess geht es nicht.

- Christen die Gott nur fürchten wegem dem Gericht.

Das Gericht ist eine Befreiung für die welche Gott nicht annehmen wollen. Wenn du Christ bist nur um einen Vorteil daraus zu ziehen hast du das Christentum leider nicht verstanden. Was kommt nach dem Gericht? Das ewige Leben mit jemanden dessen Gesetze man nich befolgt weil man sie versteht und ehrt sondern weil man nicht gestraft werden will. Das höhrt sich an wie ein Arbeitsvertrag auf 24h ohne Geld und Wochenenden, FÜR IMMER !

- Christen welche nur Christen sind um auf andere Hinabzuschauen.

Ahja, das sogennante Pharisäer Syndrom, oder auch der Messias Komplex. Versteht mich nicht falsch, es ist wichtig und Gerecht die anderen auf Ihre Sünden hinzuweisen aber man sollte nicht Urteilen. Das Urteilen können wir Gott überlassen das schafft er auch ohne uns ^^

- Christen die es mit der Feindesliebe nicht so ernst nehmen.

Kannst du deine Feinde nicht lieben?
Kannst du die ISIS nicht lieben und für sie betten ?
Kannst du deine Feindesliebe sehr gut begründen oder nicht?

Falls nein, ist es nicht so gut weil die Bibel vermittelt auf Schritt und Tritt die Liebe zu allen Menschen. Geht das ned klar bei dir, hast du einen Hauptbestandteil NICHT verstanden. Denn auf Liebe baut die Bibel auf und ohne ein festes Fundament wird der Rest ins wanken geraten.

- Christen die Menschengebote für würdig erhalten

Stellt man Menschengebote über die Gebote Gottes so hat man bewiesen das man Lauwarm ist. Mann hinkt hin und her. Jesus hat sich über Lauwarme sehr sehr negativ geäussert. Denn man kann nicht aus dem Kelch des Herrn und aus dem Kelch der Dämonen trinken.

- Christen für die Gott nur eine Rolle bei Problemen Spielt

Wenn man einen neuen Flachbildschirm braucht.
Wenn man betrogen wurde.
Wenn man schnell Vergebung abgreifen will.
Wenn man eine Prüfung bestehen will.

Wer Gott nicht in Guten Zeiten ehrt sieht ihn nur als Wunschliste.

- Christen welche selber Gott sein wollen.

Wenn der Punkt auf eine Person zutrifft merkt man es spätestens beim Bibel lesen^^ Diese Leute nehmen Inhalte an die Ihnen passen.

Diese Geisteshaltung offenbart sich oft wenn für die Betroffene Person nur Sünden schlimm die man selber nicht macht, solche die man selber begeht sind dann gar nicht so von Gott gemeint und ganz normal.

Oft meinen solche Christen auch das sie es besser wissen als Gott und das Ihre Gefühle richtig sind. Die sogennante mal "ausprobieren" Mentalität.

Sollte das auf einen Zutreffen dann sollte man sich Fragen ob man es doch nicht ganz sein lässt.

Gott ist kein Kind, er weiss schon was richtig ist. Wir sind die Kinder. Wer Gott gehorsam ist der weiss warum.

- Sonntags Christen

Oh nein^^ Nein es ist nicht genug eine Stunde pro Woche dem Hernn wohlgefällig zu sein um die Restlichen Stunden der Woche wie ein Satanist zu leben. Sollte man so denken, wird es zeit dies in der Bibel zu prüfen.

- Christen die meinen es ist "Genug" zu glauben.

Sicher? Also in meiner Bibel steht das der Teufel n ziemlich krasser Gläubiger ist und das die Dämonen auch glauben. Also....hmm scheint es wohl ned zu reichen^^

Die Bibel sagt uns ganz klar das der Glaube ohne Werke tot ist. Prüfe es.

- Schmuckchristen

Denkst du es ist genug sich ein fettes teures Kreuz um den Hals zu schnallen ?

Falls dies so ist, dann möchte ich das ganze mal "Versinbildlichen", denn sollte dein Christ sein mehr oder weniger daraus bestehen bist du höchstens ein FAN von diesem Herrn Christus und KEIN MITGLIED.

Das ist etwa dasselbe wie wenn ich mir ein T-Shrit von einer Band oder einem Fussbalclub kaufe und dadurch denke das ich bei diesem Verein mitspiele. Das ist lächerlich, ich bin höchstens ein Fan und habe mit Ihnen sonst nichts gemein.

- Christen die meinen sie sind "gut genug"

Wir lesen in der Bibel: Wer sein leben verlieren möchte gewinnt es und wer es behalten will verliert es. Es gibt nur einen der "gut genug" ist. Und wir Menschen sind alle Sündern und sollen daran arbeiten. Wer sich für gut genug hält wird dekadent. Siehe : Europa.


- Christen die sich schämen fürs Christ sein.

Dies beobachte ich persönlich oft. Armer Hahn wie der bei manchen Krähen muss^^ Diese Stimmbänder müssen ja aus Stahl sein. Simpel, das sind Verräter.

- Christen die für sich bekehrt in den Himmel wollen.

Als Christ ist man für andere da und ja Predigen und auf Menschen zugehen ist ein Teil davon, Jesus hat zu einem Drittel seines Lebens nur das gemacht.

Stell dir vor Jesus hätt sich gedacht....ok ich bin ja perfekt lass mal einfach Chillen die anderen sollen selber zusehen wer für sie Ihr Kreuz trägt. Eben ^^

- Christen ohne Demut

Ohne Demut keine selbstreflexion. Ohne Selbstreflexion sieht man seine Sünden nicht.

Wer blind ist kann sich nicht verbessern.

- Christen die es für Jesus tun, aber auf ihre Weise

Die Stämme Israels haben auch zu GOTTES EHREN ein goldenes Kalb aufgestellt, die armen kannten es ned besser nach 400 Jahren Ägyptischer Doktrien. Gott wurde aber zornig ^^ Macht es wie Gott es will ! Feste, Sabbate usw.

- Christen die mehr an Gott glauben würden wenn ein Wunder kommt oder Gott mit ihnen spricht

Erstens: es gibt viele Wunder auf dieser Welt. Und was soll Gott den bitte noch tun ? Er hat sich gekreuzigt zb. was will man wer.

Zudem spricht Gott zu jedem er war sogar so nett vieles aufzuschreiben damit wir es nachlesen können. Nennt man Bibel.

Das sind Ausreden, wir können den Hernn nicht abermals Kreuzigen.

Gott hat stil. Er hat schon genug für uns getan und tut es immernoch.

Stell dir vor Gott hätte Facebook, er würde nicht wie viele Hampelmänner alles für "Clicks" machen so im Stil von: hey liked mich guck mal was ich kann "wunder wirk" bei 20.000 Likes gibts ein weiteres. So ist Gott nicht. Wenn du Wunder in deinem Leben willst, komm zu ihm. Er drängt sich keine auf wenn er nicht will.

it is done ^^

Ich werde mal nich den Propheten spielen und alle diese Punkte mit Bibelversen untermauern.

Die Punkte sollen einfach aufzeigen was für ein Christ man wirklich ist. Denn es ist wichtig das wir Gott gefallen und nicht er uns, denn er ändert sich nie !

Vorrerst nicht^^

Lass uns nicht Lauwarm sein :(

MFG euer SolaScriptura
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon maria139 » Fr 26. Aug 2016, 23:31

Hallo SolaScriptura

Wahre Christen backen keineswegs ihren eigenen Gott sondern orientieren sich an Jesus Christus Lehren über den allein wahren Gott, dann bekommt man ihn nämlich von Jesus Christus fertig und perfekt gebacken (re)präsentiert.

Wie ist dieser? Na, man braucht nur zu sehen, wie Jesus Christus handelte, half, heilte, Sündern freimütig vergab, wahre Sündenvergebung und den Willen des Vaters im Himmel lehrte, aufzeigte, wem Einlass in den Himmel verheissen ist, was für heilsame Wunder dieser wunderbare, gütige Gott durch ihn wirkte und wie man mit Jesus Wohnung nehmen kann im Hause seines Vaters.

lg Maria
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Orpheus » Mo 29. Aug 2016, 21:39

Hallo SolaScriptura und Maria139,

für mich gehts um die eigene wahr-Nehmung.
Ich kann "ohne mich" nicht leben, auch nicht glauben.

SolaScriptura, deine Definitionen von Gläubigen zeigen wohl am meisten deine eigenen Bilder,Urteile,Wertungen .
Ob du damit den Einzenen gerecht wirst, bezweifle ich.

Liebe Grüsse
Orpheus
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon POW » Di 30. Aug 2016, 09:24

SolaScriptura hat geschrieben:Hallo Forum :D

Mal meine Meinung zu diesem Thema.

Mir ist in der Realität aufgefallen das es kaum noch Gläubige gibt. Schön und gut, aber die die noch Glauben...zumindest viele davon backen sich Ihren eigenen Gott.

Was ich damit meine sollte klar sein.

...


Ich empfinde deine Aussagen als etwas zu apodiktisch.

Denn wie viele von den oben angeführten "Aggregatzuständen im Glauben", auf dem Weg zur Heilsgewissheit der Christen, wie viel davon finden wir in uns selbst wieder?

Die Sünden, die wir begehen, die wollen doch erlitten sein, wollen in einem oft harten und langen Kampf, mit uns, in uns, durchgestanden sein. Mit anderen Worten, durch meine Sünde, zur Erkenntnis meiner Sünde, zu meiner Sündlosigkeit (im Hoffen und endlich der Gnadengewissheit), Paulus fand dafür natürlich eindrucksvollere Worte.

Dazu ein Beispiel aus dem prallen Leben, im Sosein des Menschen, wie er nun einmal ist:

Denn was hat mir auf dem Weg zu Gott je mehr geholfen, als mein Zeifel und immer wieder Zweifeln, daraus folgte endlich die unumstößliche Gewissheit des Erlöstseins, der Gewissheit in Gott, auch der endgültigen Faktizität und Evidenz Gottes selbst.
Und ich weiß, das mich jetzt einige missverstehen, aber heute bin ich dankbar für meine Sünden, denn es fällt mir dadurch leicht, anderen Menschen zu verzeihen, ihnen zu vergeben, in der Gewissheit, das sie auf dem Weg zu Gott eben auch steinige und sumpfige Pfade zu bewältigen haben. Das auch das Straucheln dazugehört, denn Gott hilft mir und auch meinem Nächsten immer wieder auf, stellt mich und sie wieder auf die Füße und führt mich und sie weiter und immer weiter den Gnadenweg zur Erlösung hin.
Aber dieser Weg war nie ohne Schmerzen, war nie ohne Dornen, kann und soll es wohl auch nicht sein, anders würden wir wohl auch nicht gesund.

Und am ende folgt dabei immer die Einsicht, das die Balken im meinem Auge noch viel zu groß sind, als das ich mich über die Splitter im Auge meines Nächsten allzuviel mokieren sollte.
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Orpheus » Di 30. Aug 2016, 22:21

Hallo zusammen,
POW, dein Beitrag macht mir grossen Eindruck.
Ich teile deine Ansicht, dass ein Lebensweg durch Licht- und Schattenseiten führt, und dass auch Holzwege in der Rückschau sinnvoll werden können.
Zum Beispiel dort, wo ich eigene Grenzen erlebe,
oder etwas aufs Mal ganz anders erfasse.

Ich frage (mich und euch): Ist die ent-Wicklung jemals fertig, abgeschlossen, stillgelegt,erstarrt?
Oder bleibt alles in der Schwebe,offen für Veränderungen?

"Ich bin, der ich bin" - gilt das auch für Jeden und Jede von uns in diesem wundersamen Leben?
Dann wäre alles fertig Gebackene bloss eine Momentaufnahme.

Liebe Grüsse
Orpheus
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Knecht » Mi 31. Aug 2016, 17:36

Hallo Orpheus,

ich denke nicht, dass – solange Gott ein Gott der Lebendigen und nicht der Toten ist - die Entwicklung jemals abgeschlossen sein wird. Man sagt ja, das Leben ist vom Kindsein bis ins hohe Alter ein ewiges Lernen. Auch die Alten, die auf Gottes Pfaden wandeln, sind nicht gänzlich gegen sündige oder nicht sündige Denkfehler sowie dem falschen Handeln gefeit. Wichtig ist nur, so schmerzlich es manchmal auch sein mag, dass man zu seinen Fehlern (irgendwann) steht, und wenn jemand davon betroffen ist/war, falls er noch greifbar ist, sich auch bei demjenigen dazu bekennt und aufrichtig entschuldigt.......
So meistens gepflegt kann man gewissermaßen dann doch sagen, der Mensch hat eine geistige Stufe erreicht, die sozusagen abgeschlossen ist. Andererseits aber wieder nicht, weil man sich in der Zukunft doch hin und wieder vor Gott und vor sich neu bewähren muss. Dazu passt meines Erachtens auch der Spruch: Der Weg ist das Ziel. Besser gesagt sage ich lieber: Der lautere und gottgefällige Weg ist das Ziel.

Zum ''Ich bin, der ich bin'' meine ich, jeder und jede ist, da wir alle ein eigenes Ich-Denken und Ich-Fühlen haben, ein - Ich bin, der/die ich bin.

Gruß
rupert

PS: @POW, auch mir hat dein Beitrag sehr gut gefallen. Besonders herausragend, deine Dankbarkeit wegen deiner Sünden und was es dir gebracht hat .............
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Orpheus » Fr 2. Sep 2016, 18:10

Hallo zusammen,

Knecht, rupert, du schreibst:


Knecht hat geschrieben:
Zum ''Ich bin, der ich bin'' meine ich, jeder und jede ist, da wir alle ein eigenes Ich-Denken und Ich-Fühlen haben, ein - Ich bin, der/die ich bin.



Damit prüfen, wählen, verstehen wir äussere Vorgaben entsprechend unserem Innenleben, unsern eigenen Bildern und Vorstellungen.

So kann jedes Bildnis, wie auch immer gebacken (gemäss Thread) nur individuell erfasst werden.

SolaScriptura, nebst deiner rundum - Mängelliste sehe ich noch andere Entfaltungsmöglichkeiten und Entwicklungen.
Beispiel: Freude an einem Talent wie Musik.

Ich wünsche euch ein friedliches Wochenende.

Liebe Grüsse
Orpheus
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Knecht » Fr 2. Sep 2016, 19:21

Orpheus hat geschrieben:Hallo zusammen,

Knecht, rupert, du schreibst:


Knecht hat geschrieben:
Zum ''Ich bin, der ich bin'' meine ich, jeder und jede ist, da wir alle ein eigenes Ich-Denken und Ich-Fühlen haben, ein - Ich bin, der/die ich bin.



Damit prüfen, wählen, verstehen wir äussere Vorgaben entsprechend unserem Innenleben, unsern eigenen Bildern und Vorstellungen.

So kann jedes Bildnis, wie auch immer gebacken (gemäss Thread) nur individuell erfasst werden.


Ja stimmt, z.B. schizophrene Menschen haben gestörte Ich-Wahrnehmungen und Empfindungen. Oft wissen sie nicht mehr, wer sie sind.

Schönes Wochenende auch

rupert
Knecht
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Jeshu » Sa 10. Sep 2016, 11:12

POW hat geschrieben:
Und ich weiß, das mich jetzt einige missverstehen, aber heute bin ich dankbar für meine Sünden, denn es fällt mir dadurch leicht, anderen Menschen zu verzeihen, ihnen zu vergeben, in der Gewissheit, das sie auf dem Weg zu Gott eben auch steinige und sumpfige Pfade zu bewältigen haben. Das auch das Straucheln dazugehört, denn Gott hilft mir und auch meinem Nächsten immer wieder auf, stellt mich und sie wieder auf die Füße und führt mich und sie weiter und immer weiter den Gnadenweg zur Erlösung hin.
Aber dieser Weg war nie ohne Schmerzen, war nie ohne Dornen, kann und soll es wohl auch nicht sein, anders würden wir wohl auch nicht gesund.

Und am ende folgt dabei immer die Einsicht, das die Balken im meinem Auge noch viel zu groß sind, als das ich mich über die Splitter im Auge meines Nächsten allzuviel mokieren sollte.


Lieber POW!
Das sind wahrlich christliche als auch sehr reife Gedanken für mich.
Der einzige Mensch auf der Welt, der ohne Sünde war, war Jesus Christus.
Das heißt, selbst wir Christen sind wohl dazu "verdammt" sowohl Sünden zu begehen als auch gleichzeitig diese ständig von den Andern zu empfangen und ertragen zu müssen. Wären wir bereits alle wie Jesus Christus, hätten wir bereits auf Erden himmlische Verhältnisse.

In dem Sinn hat sich mir schon oft die Frage gestellt, ob wir Menschen, wenn wir denn bereits sündlos wären, dann überhaupt hier auf unseren Erdenwelt leben würden? Wozu dann?
Denn hat der "Menschensohn" etwas in unserer Welt lernen müssen? Nein, Er kam allein wegen uns und um uns zu retten. Um uns Seinen Weg zu weisen und uns das wahre Wesen Gottes zu lehren.

Deswegen ist der Weg für uns steinig und kann nicht vollkommen sein, selbst wenn wir das anstreben sollen. Das "Lernen" aus Fehlern steht auch für mich im Leben ganz zentral im Mittelpunkt. Das für andere Menschen Verständnis haben und sie in ihrem sündigen Tun nicht einfach abzulehnen und zu verurteilen.
Und auch die Erkenntnis, dass ich als Mensch erst vergeben kann, wenn ich selbst nicht sündlos bin und verstehe wie Sünde in mir überhaupt entsteht und mich zu unbedachtem Handeln bewegt.

Jesus Christus konnte Meister sein und uns vergeben ohne sich damit über uns zu erheben, ich kann es vermutlich als Mensch nicht. Ich würde dabei schon in Gefahr geraten der "Beste" zu sein - schon gar wenn ich mich selbst komplett sündlos fühle und damit bereits als reines Kind Gottes. Nach dem Motto "O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen der Menschen..."

Ich glaube, Solaskriptura meint oben jedoch genau diese Christen, die sich nur als purer Christ fühlen (ohne es zu sein) und dies für sie jedoch unangefochten ausreicht, damit bereits vollkommen zu sein - also die Scheinheiligen. Diese "Christen" werden im Leben wenig sehen, wenig daraus lernen und leider auch nur wenig bereuen.
Doch genau darauf kommt es an.

LG
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon POW » So 11. Sep 2016, 15:23

Jeshu hat geschrieben:
[i]

In dem Sinn hat sich mir schon oft die Frage gestellt, ob wir Menschen, wenn wir denn bereits sündlos wären, dann überhaupt hier auf unseren Erdenwelt leben würden? Wozu dann?
Denn hat der "Menschensohn" etwas in unserer Welt lernen müssen? Nein, Er kam allein wegen uns und um uns zu retten. Um uns Seinen Weg zu weisen und uns das wahre Wesen Gottes zu lehren.

Deswegen ist der Weg für uns steinig und kann nicht vollkommen sein, selbst wenn wir das anstreben sollen. Das "Lernen" aus Fehlern steht auch für mich im Leben ganz zentral im Mittelpunkt. Das für andere Menschen Verständnis haben und sie in ihrem sündigen Tun nicht einfach abzulehnen und zu verurteilen.
Und auch die Erkenntnis, dass ich als Mensch erst vergeben kann, wenn ich selbst nicht sündlos bin und verstehe wie Sünde in mir überhaupt entsteht und mich zu unbedachtem Handeln bewegt.



Ähnliche Gedanken und Fragen bewegen mich auch, denn ich betrachte mein Leben und Dasein als eigentliche Schule in und mit Gott, hier der Weg im Glauben und des stetig wachsenden Vertrauens als endliches und folgerichtiges Ziel.
Wobei das Thema des "Gottbackens" bei mir viele Fragen auffwirft, die ich mir nach wie vor nicht beantworten kann.

Als Beispiel: ich betrachte das Bibellesen als einen Dialog zwischen mir, also dem geistgeleiteten Leser und Gott, in dem der Prozess des Lernens, auch der Belehrung, auch der Bewahrung, auch der Hinleitung und natürlich auch Mahnung fortwährend und hinleitend vom Heiligen Geist geführt und gesteuert wird. In dem Maße also werde ich erkennen und erkannt, wie ich erkenne, auch mich immer wieder neu als Kind des Höchsten erkenne.

Das führt aber noch weiter: im realen Leben setze ich diesen Dialog zwischen mir und dem Geist der heiligt noch umfassender um. Hier, in vielen Dingen des täglichen Lebens, nimmt der dialogische Lern und Glaubensprozess seinen Fortgang in der Bestätigung der Schrift und damit in der Wahrheitserkennung und Wahrheitsfindung Gottes. Also eine Reifung und Vervollkommnung des Glaubens auf dem Wege in und mit Gott durch eine wechselwirkende Beziehung im tiefsten Vertrauen zu Gott hin, endend in der endgültigen und unumstößlichen Gewissheit des: Du (Gott) bist der du bist und immer warst, und ich, ich werde sein.

Nun denn, wie auch immer ich noch stolpere und falle, in welche Fettnäpfchen ich auch immer treten mag und welche böse Kniffe das Böse auch immer bereithalten wird , am ende falle ich doch und trotzdem in die immer liebevoll wartenden Hände des - Ich bin der ich bin.
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Schoham » Di 13. Sep 2016, 14:04

SolaScriptura hat geschrieben:Mir ist in der Realität aufgefallen das es kaum noch Gläubige gibt.


So weit war ich auch einmal. Weil ich von meinem eigenen Rezept ausging und danach die Anderen beurteilte...
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Jeshu » Mi 14. Sep 2016, 10:09

Schoham hat geschrieben:
SolaScriptura hat geschrieben:Mir ist in der Realität aufgefallen das es kaum noch Gläubige gibt.


So weit war ich auch einmal. Weil ich von meinem eigenen Rezept ausging und danach die Anderen beurteilte...



Liebe Maria,
wer weiß anhand der vielen Religionskriege nicht, wie gefährlich es für uns Menschen werden kann, sich anzumaßen darüber zu urteilen, wer denn wirklich "gläubig" ist - und wer nicht. Und vor allem danach zu handeln.

Wer wahrlich an Gott glaubt - weiß Gott allein, als Sein Sohn Jesus Christus.
Deshalb ist Er erst nach dem Tod unser alleiniger Richter.

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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Jeshu » Mi 14. Sep 2016, 14:03

POW hat geschrieben:Ähnliche Gedanken und Fragen bewegen mich auch, denn ich betrachte mein Leben und Dasein als eigentliche Schule in und mit Gott, hier der Weg im Glauben und des stetig wachsenden Vertrauens als endliches und folgerichtiges Ziel.
Wobei das Thema des "Gottbackens" bei mir viele Fragen auffwirft, die ich mir nach wie vor nicht beantworten kann.


Welche Fragen sind das? Ich bin der Meinung, wenn man als Christ Jesus Christus' gesprochenem Wort ganz genau zuhört, weil man wahrlich daran glaubt, dass Er der Sohn Gottes ist, dann hat die Möglichkeit sich aus den "Zutaten" der Bibel einen eigenen "Gott zu backen" sofort ein Ende.

Glaubt man nämlich selbst als Christ im tiefsten Inneren nicht daran, dass Jesus Christus tatsächlich der Sohn Gottes ist - und damit unser Menschen HERR - dann bleibt die gesamte Bibel unverständlich.

LG
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Schoham » Mi 14. Sep 2016, 15:50

Schön Dich zu lesen, lieber Jeshu :)).

Mir kam ein Wort aus der Bibel in den Sinn:

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Röm. 13,10


Dabei ist nach meinem Verstehen auch sehr auf die Beweggründe des Handelns zu sehen. Ich denke man kann alles erklären und darüber reden warum und wieso man so und nicht anders gehandelt hat. Ob das gut oder böse war in den Augen des Anderen.
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon POW » Mi 14. Sep 2016, 16:42

Jeshu hat geschrieben:
POW hat geschrieben:
Glaubt man nämlich selbst als Christ im tiefsten Inneren nicht daran, dass Jesus Christus tatsächlich der Sohn Gottes ist - und damit unser Menschen HERR - dann bleibt die gesamte Bibel unverständlich.

LG
Jeshu


Es geht hier nicht um die Gottessohnschaft und ähnlich grundsätzliche Glaubensfragen, die wohl keiner Diskussion bedürfen, denn sie sind in und durch die Schrift beantwortet und das ein für allemal.

Ich verstehe das Christsein, oder das Religiössein als ein Angebot, oder auch eine Handreichung und eine Hinführung Gottes zur Erlösung des Menschen, hier Gott auch als lebendige Antwort innerhalb der ewig vom Menschen gestellten Fragen des: warum, weshalb und wieso.

Christsein ist, für mich, eine spirituelle oder metaphysische (Welt)Anschauung des Universums, ein vertrauenvolles Sich-Hingeben des Glaubenden an den, der Ist.
Gott ist überall und alles, Er ist da wo der Mensch nach dem Sinn des Lebens sucht, und Gott ist erst recht da, wo der Mensch (noch) nicht sucht, wo der Mensch noch zaudert und zögert, wo der Mensch sich des unterschwelligen Treibens und Drängens Gottes noch nicht bewusst ist (der Faust im Menschen). Also Gott als ewig und ununterbrochen wirkendes, lebendiges Kontinuum im Menschen, in einer geistigen, oder auch geistlichen Höhe der Gnade und Liebe zu seiner Schöpfung, die uns (glaubende) Menschen wohl immer nur in zaghaften Ansätzen verständlich sein wird.
(Hierzu Paulus: Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht.)

Gott ist für mich nicht das atheistisch/nihilistisch propagierte Geworfensein des Menschen aus dem (evolutionären) Nichts in das (evolutionäre) Nichts (existenzielle Leere und Sinnlosigkeit), sondern Gott ist auch und vor allen Dingen der Gott des Gottesreiches in mir.

Ich verstehe den Glauben, das Christsein schlechthin, als einen durchweg und grundsätzlich spirituellen Glauben, als einen transzendenten Glauben, fernab allen Dogmen, allen Lehrämtern, auch fernab von einem verkopften und bürokratisierten Christentum unter der jeweils konfessionellen Ägide christlicher Generalstäbler.

Gott ist Geist, so steht es geschrieben, und das fließt mit meinem Credo, fließt in meiner persönlichen Summa theologiae zusammen, ist untrennbar in und miteinander verbunden und verwoben.

Das ist meine persönliche Meinung, dass entspricht meinem persönlichen Glaubensweg vom Atheisten zum religiösen Menschen, schließlich auch zum glaubenden Menschen hin, ist also mehr oder weniger ein Erfahrungsbericht des mir durch und mit Gott (bis jetzt) widerfahrenen, in aller dazugehörigen Verantwortlichkeit, vor mir selbst und also endlich vor Jesus Christus.
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Hanspeter » Mi 14. Sep 2016, 17:05

POW hat geschrieben:das entspricht meinem persönlichen Glaubensweg vom Atheisten zum religiösen Menschen, schließlich auch zum glaubenden Menschen hin, ist also mehr oder weniger ein Erfahrungsbericht des mir durch und mit Gott (bis jetzt) widerfahrenen, in aller dazugehörigen Verantwortlichkeit, vor mir selbst und also endlich vor Jesus Christus.


Da ist offensichtlich einiges gegangen. Möchtest du darüber mehr erzählen? Vielleicht braucht es dazu einen neuen Thread. Ich mag die neue Art deiner Beiträge. Ich kann mich an einen ganz anderen POW erinnern. Der neue POW gefällt mir viel besser.

LG Hanspeter
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon POW » Mi 14. Sep 2016, 17:48

Hanspeter hat geschrieben:
POW hat geschrieben:das entspricht meinem persönlichen Glaubensweg vom Atheisten zum religiösen Menschen, schließlich auch zum glaubenden Menschen hin, ist also mehr oder weniger ein Erfahrungsbericht des mir durch und mit Gott (bis jetzt) widerfahrenen, in aller dazugehörigen Verantwortlichkeit, vor mir selbst und also endlich vor Jesus Christus.


Da ist offensichtlich einiges gegangen. Möchtest du darüber mehr erzählen? Vielleicht braucht es dazu einen neuen Thread. Ich mag die neue Art deiner Beiträge. Ich kann mich an einen ganz anderen POW erinnern. Der neue POW gefällt mir viel besser.

LG Hanspeter


Das wäre, am ende, eine unendliche Geschichte, es wäre auch nicht wirklich in meinem Sinne.

Ich weiß nur, was es wirklich bedeutet, ein überzeugter Saulus zu sein, ich weiß aber dadurch auch, welch mühsamer und oft auch (geistig) schmerz und qualvoller Weg es zum Paulus ist. Ist man diesen Weg aber ehrlich gegangen (mit natürlich vielen Umwegen und immer wieder neuen Zweifeln), ist also der Weg der Metanoia aber erst einmal beschritten, durch das Studium der Bibel in ungezählten Tagen und auch Nächten, in vielen Monaten und vielen Jahren, dann lebt man in einer Gewissheit, die unabänderlich ist, da von Gott geschenkt, geschenkt auf immer in der Verheißung seiner Gnade, seiner Liebe, die für alle Menschen jeden Tag neu aufgeht, wie die Sonne.
Also Gott als der Schlüssel für die Tür, die mich, die wohl am ende alle Menschen in die unendliche Weite und das ewige Licht des letztendlich wahren Lebens führt.

Allerdings passe ich wohl in kein konfessionelles Schema, passe wohl auch nicht in so gewisse theologische Vorgaben und passe erst recht nicht in das bunte christliche Sektentreiben. Also jener Sekten und politisierten Großkirchen, die alle Joseph heißen, oft bunte Röcke tragen und sich mehr dünken, als ihre Brüder.
(Um das einmal mit etwas Humor zu verdeutlichen.)

Das wichtigst dabei vielleicht: immer wieder waren und sind es auch selbstlos liebevollen Menschen, die mir auf meinem Lebensweg und damit Glaubensweg weiterhalfen, im realen Leben ebenso, wie hier im Forum. Diese Menschen in der wahren Nachfolge, sie sind für mich das real lebensvolle Salz dieser Erde und ihnen allen sei hier und an dieser Stelle aus tiefstem Herzen Dank gesagt, aus wirklich tiefstem Herzen Dank gesagt.

In diesem Sinne und in der unabänderlich wachsenden Gewissheit, dass wir alle eines Tages EINS sind, EINS im Höchsten, EINS in alle Ewigkeiten.
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Jeshu » Do 15. Sep 2016, 07:58

Schoham hat geschrieben:Schön Dich zu lesen, lieber Jeshu :)).
Mir kam ein Wort aus der Bibel in den Sinn:

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Röm. 13,10


Dabei ist nach meinem Verstehen auch sehr auf die Beweggründe des Handelns zu sehen. Ich denke man kann alles erklären und darüber reden warum und wieso man so und nicht anders gehandelt hat. Ob das gut oder böse war in den Augen des Anderen.


Das freut mich, Maria!
Etwas in "gut und böse" einzuteilen ist für mich nicht Schlüssel der Menschen, da sie sich so oft darin irren. Für die Pharisäer war Jesus Christus gleichwie vom Teufel und sie haben Ihn, respektive das Böse, vernichtet. Aus ihren Augen war diese Handlung "gut", in Wahrheit der schrecklichste Irrtum der Welt.

Wie konnte das geschehen? Ausgerechnet denen, die den Messias angekündigt haben? Genau denen, die über die Barmherzigkeit und die große Liebe Gottes geschrieben haben? Weil sie sich geistig einen "Gott gebacken" hatten, der in Wahrheit nicht existiert - und deshalb haben sie Seinen Sohn auf Erden auch nicht erkannt.

LG
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Jeshu » Do 15. Sep 2016, 10:12

POW hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:
POW hat geschrieben:
Glaubt man nämlich selbst als Christ im tiefsten Inneren nicht daran, dass Jesus Christus tatsächlich der Sohn Gottes ist - und damit unser Menschen HERR - dann bleibt die gesamte Bibel unverständlich.

LG
Jeshu


Es geht hier nicht um die Gottessohnschaft und ähnlich grundsätzliche Glaubensfragen, die wohl keiner Diskussion bedürfen, denn sie sind in und durch die Schrift beantwortet und das ein für allemal.


Für mich schon, denn das pure "Wortes Wissen" aus den heiligen Schriften scheint mir vergebens, wenn die Liebe zu Jesus Christus und Gott darin nicht entbrennt und auch im Herzen beantwortet wird - so wie es freudigerweise wohl bei Dir geschehen ist.

Denn Gott ist ja nicht nur theologisch diskutierbarer "Geist" und etwa in einer starren Lehre" zu finden, sondern vor allem Liebe. Darin lenkt das gesamte Wesen Gottes (Heiliger Geist) Dich auch beim Lesen der Schrift. Und tief in Deinem Innersten fängt etwas an, sich an etwas wahrlich Existenzielles zu erinnern, das Du eigentlich kennst, aber bislang wie verschüttet schien: Deinen eigentlichen Vater - GOTT

So sagt Jesus zu uns:
"Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
.....
Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe."
Joh. 14, 23-26

Beim Lesen von Jesus Christus' Worten in der Bibel wird also endlich die Decke vor Deinen Augen weggezogen und Du erkennst in Ihm plötzlich .. Gott. Und mit klopfendem Herzen den, bei dem man als Mensch in Wahrheit glückselig zuhause ist.
Und so fängt Sein Reich an, sich in Dir allmählich auszubreiten, auch im nun inständigen Versuch, innerhalb Seines Wohlwollens als auch in der Verantwortung zu Jesus Christus zu wirken, Dich Ihm zuliebe zu wandeln, mit Ihm zusammen in Gott - auf dass alles wieder Eins wird. So wie im Himmel, so auf Erden.

Alles, was Du Deinem Nächsten tust, hast Du also in Wahrheit Ihm getan.
So bist Du auf einem guten Weg.

LG
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon maria139 » Mi 30. Aug 2017, 21:44

maria139 hat geschrieben:Hallo SolaScriptura

Wahre Christen backen keineswegs ihren eigenen Gott sondern orientieren sich an Jesus Christus Lehren über den allein wahren Gott, dann bekommt man ihn nämlich von Jesus Christus fertig und perfekt gebacken (re)präsentiert.

Wie ist dieser? Na, man braucht nur zu sehen, wie Jesus Christus handelte, half, heilte, Sündern freimütig vergab, wahre Sündenvergebung und den Willen des Vaters im Himmel lehrte, aufzeigte, wem Einlass in den Himmel verheissen ist, was für heilsame Wunder dieser wunderbare, gütige Gott durch ihn wirkte und wie man mit Jesus Wohnung nehmen kann im Hause seines Vaters.

lg Maria


Ich bleibe dabei, Christen sollten sich ausnahmslos an der Version Jesu Christi orientieren wenn es um einzig wahres Gottverständnis geht. Wer einen andern Gott prefigt und glaubt als Jesus lehrte, sollte Jesu so auch seinem Vater im Himmel um Entschuldigung hierfür bitten. Noch ist Zeit hierfür.

Gruss Maria
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon onThePath » Mi 30. Aug 2017, 22:02

Maria

Ich kann selber denken und auch die Bibel selber verstehen.
Da kannst du auch noch Jahre Deine Version hier predigen.

Wenn du selber auch aufgehört hast ausserhalb deiner engen Überzeugung, z.B Deine Sündlosigkeit, zu denken, so werden die meisten Christen Deine abweichenden Lehren nicht annehmen. Weil sie die Bibel kennen und wissen dass deine abweichenden Interpretationen unstimmig sind. Aber du diskutierst nicht wirklich über die strittigen Punkte sondern wiederholst nur was du glaubst. Zum richtigen Bibelverstehen braucht man aber Sensibilität und den Willen nichts auszuklammern was man liest.Und muss damit leben dass man nicht alles verstehen kann.
Du bemühst dich ja christlich, gottgefällig zu leben. Das reicht doch, warum dann noch dein Evangelium hier predigen ? Das ja abweicht von dem Evangelium des NT ?

Kein Mensch ist sündlos und das begreifen auch die meisten Christen. Aber das zu erkennen dazu gehört Kritikfähigkeit und Demut. Zur Erlösung von der Sünde gehört ja entscheidend dazu, dass Jesus uns aus der Macht der Sünde befreit. Und Gott uns trotz unserem Unvermögen und unserer Unvollkommenheit rettet. Dadurch ist der Tod und die Sünde besiegt.
Wir sind als Christen auf dem richtigen Weg. Wenn auch die Einen ernsthaft sich bemühen und Andere trödeln. Es ist ein Prozess, sich innerlich zu verändern.



LG otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Jeshu » Sa 16. Sep 2017, 15:57

oTP hat geschrieben:
Kein Mensch ist sündlos und das begreifen auch die meisten Christen.


Lieber oTP,

Natürlich. Aber im wahren Glauben an den "Sohn Gottes" geht es in Wahrheit doch auch gar nicht vordringlich um unsere "Sündlosigkeit".
Sondern hauptsächlich darum wirklich erkannt zu haben, WER Er in Wahrheit ist! Und wer vor allem in Wahrheit GOTT - Sein Vater - ist!

In Könige 8, 27 steht:

"Denn sollte in Wahrheit Gott auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe? Wende dich aber zum Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf daß du hörest das Lob und Gebet, das dein Knecht heute vor dir tut; daß deine Augen offen stehen über dies Haus Nacht und Tag, über die Stätte, davon du gesagt hast: Mein Name soll da sein."

GOTT hat das Flehen erhört und hat Seinen geliebten Sohn aus dem Himmel zu uns auf die Erde gesandt, denn GOTT - Allerhöchster und des Friedens und der Liebe Vater - könnte darin niemals "sein", außer innerhalb seines "Heiligem Geiste".
So ist der Vater im Sohn und der Sohn im Vater und beide nehmen in Jesus aus Nazareth Wohnung. Deshalb lautet da "Sein Name" in unserer Welt:

"Jesus Christus - Gottes Sohn".

LG
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon firebird » Sa 16. Sep 2017, 22:42

Lieber Jeshu,

Jeshu hat geschrieben:Sondern hauptsächlich darum wirklich erkannt zu haben, WER Er in Wahrheit ist! Und wer vor allem in Wahrheit GOTT - Sein Vater - ist!


Vielleicht hat Gott gar keine so grosse Mühe damit, dass du es in Frage stellst ob Jesus Christus, Gottes Sohn, auch Gott ist.

Für mich ist Jesus Christus genau so Gott, wie es sein Vater auch ist. Dies darum:

- Wenn ich all die Wunderberichte in den Evangelien lese, so hat für mich Jesus zweifelsohne göttliche Eigenschaften.
- Dann ist Jesus Christus auferstanden und sitzt zur Rechten Gottes, wie wir es in der Bibel lesen, also ist sein Thron auf gleicher Höhe wie derjenige des Vaters.
- Nach dem Sündenfall gibt es keinen Menschen mehr der vollkommen ist. Nur Gott ist vollkommen und somit Jesus Christus auch.

Ich möchte lediglich davon abraten, dass du dich in der momentanen Erkenntnis verhärtest.

Gib dem Heiligen Geist die Chance, dass er dir Jesus Christus als Gott offenbart. So etwas wird dir zu einer Erkenntnis verhelfen die von innen aus kommt. Dies ist mit dem begrenzten menschlichen Verstand nicht voll fassbar. Geglaubt wird mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand.

Freundlicher Gruss
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Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
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Re: Sich seinen eigenen GOTT backen.

Beitragvon Jeshu » Di 19. Sep 2017, 23:20

Firebird hat geschrieben:

Vielleicht hat Gott gar keine so grosse Mühe damit, dass du es in Frage stellst ob Jesus Christus, Gottes Sohn, auch Gott ist.


Natürlich nicht.

GOTT IST GOTT
Gottes Sohn ist Gottes Sohn

Jesus Christus ist Gottes "Menschensohn" -
also der Sohn Gottes in Gottes Heiligem Geist in Jesus von Nazareth

Die Trinität

Und kein einziger ist komplett der andere.

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