Liebe ist interreligiös

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Fr 29. Mai 2015, 15:35

Auch ich kann mich, wie ihr, nur wiederholen, Christusträger und oTP. Ich schrieb:

erbreich hat geschrieben:Jesus kann nicht in Besitz genommen werden, nicht vom Einzelnen und nicht von der Kirche (Gemeinde). Wie Jesus erkannt wird, wie der heilige Geist empfangen wird (der weht wo und wie er will), das lässt sich nicht festschreiben. Das lässt sich nicht in ein Dogma packen. Jesus ist zum Heil aller erschienen, und wer irgendwie etwas von seinem Weg, von seiner Wahrheit, von seinem Leben erahnt und wahrnimmt (für wahr nimmt), der sieht sich eben dem Weg des wahren Lebens gegenüber und wenn er auch nur einen oder zwei Schritte auf diesem Weg - oder auch nur auf ihn zu - macht, dann liegt diesen zwei Schritten Segen inne.

Das dem so ist, sehe ich in meinem eigenen Leben bezeugt.
Und so bezeuge ich Christus so, wie ihn mir das Leben bezeugt.

Da hatte Paulus keine Mühe damit:
"Was tut es? Wenn nur auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt wird, so freue ich mich darüber und will mich auch freuen!" Phil 1,18

Selbst wenn ich also tatsächlich nur zum Vorwand von Jesus kündigen sollte, würde sich Paulus darüber freuen.
Freut ihr euch auch?

Ich freue mich jedenfalls über jedes Zeugnis des Weges, der Wahrheit und des Lebens, die in Jesus Christus sind. Aber ich freue mich nicht über Absolutheitsansprüche bezüglich Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ich freue mich nicht über Besitzdenken bezüglich Gott. Weil es dieses ist, das schon immer und immer noch und immer wieder unermessliches Leiden in die Menschenwelt bringt.

Gott kann nicht besessen werden. Wer vermeint, ihn zu besitzen, der ist selber besessen. Aber nicht von Gott, denn, was er für Gott hält, ist nur eine Idee, ein Wahngebilde, ein Trug. Nicht besessen, sondern im Gegenteil frei von aller Besessenheit macht uns das Gehen mit und auf dem Weg des wahren Lebens, der Christus ist. In diesem Sinn ermutigt uns Paulus:

Für die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen! Gal 5,1
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon kingschild » Fr 29. Mai 2015, 19:54

erbreich hat geschrieben:
Da hatte Paulus keine Mühe damit:
"Was tut es? Wenn nur auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt wird, so freue ich mich darüber und will mich auch freuen!" Phil 1,18

Selbst wenn ich also tatsächlich nur zum Vorwand von Jesus kündigen sollte, würde sich Paulus darüber freuen.
Freut ihr euch auch?


Hallo Erbreich

Das Du dich an Christus nicht störst, daran kann man sich freuen. Weniger freuen tut man sich ja meistens über die galanten Schwenker, wo wieder diese Allversöhnungs Gedanken über Gott und sein Wort gestellt werden und wenn dann Einwände kommen, man wieder zu Christus zurückkehrt, von dem ich weiss das er nichts davon gesagt hat, das einem eigene Werke oder gar Götzendienst retten würden.

Das Evangelium Gottes spricht zwar von Liebe und es ist schön wenn jemand in der Liebe wandelt. Wer aber liebt, dem sollte ja nichts mehr im Weg stehen, Gott, seine Wahrheiten und seinen Sohn anzunehmen, genau eben so wie es der Sohn gesagt hat. Christus hat da eben nicht nur von ein paar guten Werken gesprochen, sondern davon:

Joh 6:54 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage.

Hier geht es um die Liebe welche annimmt und die Liebe welche eben der Mensch der liebt annimmt und nicht verwirft. Gott der Vater selbst hat es so gewollt und es uns Menschen offenbart:

Jes 45:23 Ich schwöre bei mir selbst, Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, ein Wort, das nicht zurückgenommen wird: Mir soll sich beugen jedes Knie und schwören jede Zunge.

Zudem wissen wir:

Hes. 18.27 Wenn aber der Gottlose sich abwendet von seiner Gottlosigkeit, die er begangen hat, und tut, was recht und billig ist, so wird er seine Seele am Leben erhalten.

Wer liebt, der wendet sich ab, vom interreligiösen Götzen, denn das ist ja genau der Fluch, welche die Menschheit im Dunkeln wandeln lässt. Abwenden zum Licht hin und nicht Glauben, das die guten Werke getan sind, wenn man sich nicht abgewendet hat. Wer liebt der tut Busse vor Gott und beugt seine Knie, vor IHM allein und nicht vor den Götzen, der Religionen.

Wir können nicht anfangen solche Werke über Gott zu stellen, selbst wenn sie edel wären, wäre dies ein Bruch des ersten Gebotes.

Christus hat seinen Nachfolgern gesagt:

Joh 15:4 Bleibet in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie das Rebschoß von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock bleibt, also auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibet.

Wo sollte also der Weg dessen hinführen, der diesen eben weder erkannt noch angenommen hat? Welche beständige Frucht sollte dieser aus sich selbst bringen können, wenn nicht einmal die Jünger Jesus Christi ohne IHN wahre Frucht bringen können?

Wenn die Liebe wirklich interreligiös wäre, so hätten alle Religionen Christus sein Fleisch gegessen und sein Blut getrunken. Mehr als IHN in Ihre Religion und eigenen Vorstellungen und Philosophien zu integrieren passierte eben nicht. Nicht Interreligiosität hat Christus gelernt, nein, die zuwendung zum Vater und zum Sohn hat er gelernt und dazu gehört Annahme und IHN nicht in die eigene Religion zu adoptieren. Er ist der Herr und nicht wir adoptieren ihn in alle Religionen hinein, nein, er adoptiert uns aus unserem Heidnischen Gedanken und Religionen heraus, zu IHM hin.

Wenn Paulus schreibt das wir in der Freiheit bleiben sollen, dann heisst es das wir eben uns nicht mehr knechten lassen, von den Götzen der Religionen, welchen auch wir einst kräftig dienten, sondern das wir in der Freiheit und Wahrheit bleiben, in die er uns hinein geführt hat. Die Wahrheit die er mir gezeigt hat ist eben nicht das Götzendienst etwas mit Liebe zu tun hätte, sondern Busse und ständige Umkehr ist der Weg und die Liebe.

Zudem wird Christus auch nur verkündet, wenn man sein Werk verkündet. Daran kann man sich freuen. Wenn aber nur sein Namen mal in Zusammenhang mit allem Götzendienst genannt wird, das wäre nicht eine Weise wo er wirklich verkündet würde, selbst wenn man seinen Namen eben erwähnen würde.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Pilgrim » Fr 29. Mai 2015, 20:43

erbreich hat geschrieben:Das dem so ist, sehe ich in meinem eigenen Leben bezeugt.
Und so bezeuge ich Christus so, wie ihn mir das Leben bezeugt.

Das Traurige dabei ist jedoch, dass du nicht den Jesus Christus welcher erlöst bezeugst. Dein Glaube ist in Liebe und nicht im Erlöser Gott. Deine Liebesbemühen beglücken dich in diesem Leben, sind für dein Leben in der Ewigkeit jedoch nichts nütze, da nicht auf Glauben im Erlöser Jesus Christus gebaut.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Sa 30. Mai 2015, 09:53

kingschild hat geschrieben:Wenn Paulus schreibt das wir in der Freiheit bleiben sollen, dann heisst es das wir eben uns nicht mehr knechten lassen, von den Götzen der Religionen, welchen auch wir einst kräftig dienten, sondern das wir in der Freiheit und Wahrheit bleiben, in die er uns hinein geführt hat.

Richtig. Genau davon spreche ich.
Und ich könnte auch weiter davon sprechen, wie sehr Christus von einigen vergötzt wird und wie sie, statt in der Wahrheit und der Freiheit zu leben diesem Götzen dienen... aber das ist nicht das Thema hier.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Sa 30. Mai 2015, 10:17

Pilgrim hat geschrieben:Dein Glaube ist in Liebe und nicht im Erlöser Gott.

Ich spreche hier über die Liebe und darüber, dass sich die wahre Liebe (auch) zwischen den Religionen manifestiert, dass sie also dort sichtbar wird, wo Menschen verschiedener Religionen sich in der Liebe begegnen - statt in Rechthaberei, Streit und Krieg. Dort wird Gott als die Liebe sichtbar und erlebbar und deshalb stelle ich die These auf: "Liebe ist interreligiös".

Du darfst gerne dazu die Antithese entwickeln, dann können wir eine spannende, themenbezogene Diskussion führen...

Deine Liebesbemühen beglücken dich in diesem Leben, sind für dein Leben in der Ewigkeit jedoch nichts nütze, da nicht auf Glauben im Erlöser Jesus Christus gebaut.

Ganz erstaunlich, wie gut du mich - ohne mich zu kennen - zu kennen glaubst...
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » Sa 30. Mai 2015, 11:04

Pilgrim hat geschrieben:
erbreich hat geschrieben:Das dem so ist, sehe ich in meinem eigenen Leben bezeugt.
Und so bezeuge ich Christus so, wie ihn mir das Leben bezeugt.

Das Traurige dabei ist jedoch, dass du nicht den Jesus Christus welcher erlöst bezeugst. Dein Glaube ist in Liebe und nicht im Erlöser Gott. Deine Liebesbemühen beglücken dich in diesem Leben, sind für dein Leben in der Ewigkeit jedoch nichts nütze, da nicht auf Glauben im Erlöser Jesus Christus gebaut.


Hallo Pilgrim,

wenn ein Buddhist sich wirklich von allen Anhaftungen löst, dann vermisst er nichts im Jenseits. Dann geht es ihm hier, wie dort gut.
Aus Theorie und Praxis ist jedoch bekannt, dass Christen, die sich nur auf Gnade und Vergebung beriefen, oft im Jenseits viel leiden müssen, da sie noch an so vielen irdischen Dingen oder Lüsten hingen.

LG,
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Sa 30. Mai 2015, 11:25

jes_25913 hat geschrieben:Aus Theorie und Praxis ist jedoch bekannt, dass Christen, die sich nur auf Gnade und Vergebung beriefen, oft im Jenseits viel leiden müssen,...

Theorien gibt es viele... wie das aus der Praxis bekannt sein sollte, ist mir aber ein Rätsel... :?:

Im Zusammenhang mit dem Thema finde ich diese deine Aussage relevanter:

jes_25913 hat geschrieben:Durch den Glauben an Christus sollten wir nur besser und leichter als andere lieben können, weil wir wissen, dass uns nichts Böses oder Schlechtes wirklich geschehen kann, sodass wir unser Leben, wie Jesus, für andere dahingeben können.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » Sa 30. Mai 2015, 13:37

erbreich hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Aus Theorie und Praxis ist jedoch bekannt, dass Christen, die sich nur auf Gnade und Vergebung beriefen, oft im Jenseits viel leiden müssen,...

Theorien gibt es viele... wie das aus der Praxis bekannt sein sollte, ist mir aber ein Rätsel... :?:


Hallo Erbreich,

aber nur eine Theorie kann richtig sein. :)
Die Wahrheit diesbezüglich ist gar nicht so schwer zu finden. Da genügen ein paar einfache Überlegungen.
Wenn es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, dann ist unsere Persönlichkeit nicht mit dem physischen Tod vergangen oder verändert, sondern sie ist lediglich die spezielle Ausprägung unserer Seele. Wir sind also nach dem Tod die gleichen, wie vorher.
Haben wir Begierden, die nur in der physischen Welt befriedigt werden können, so erleben wir nach dem Tod notwendig Leid, wie wir auch hier Leid empfinden, wenn wir nicht bekommen, was wir möchten.

Dazu gibt es eben auch praktische Erfahrungsberichte, nicht zuletzt auch durch die Nahtoderlebnisse.

LG,
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Sa 30. Mai 2015, 14:35

jes_25913 hat geschrieben:aber nur eine Theorie kann richtig sein. :)

Nein. Eine Theorie ist eine These, und zu jeder These kannst du auch eine Antithese aufstellen. ;)

Wenn es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, dann...

...möchte der Christ das ewige Leben im Himmel erleben...
...möchte der Buddhist das verhindern und Erlösung finden vom Kreislauf des Geborenwerdens und Sterbens...
Theorien, Thesen...

Um zum Thema Liebe zurückzukommen: Die Liebe gibt sich dem Gegenüber hin. Sie lebt und erlebt die Gegenwart, auch die nur in der Gegenwart zu erlebende Liebe Gottes. Sie trachtet nicht nach Belohnung und fürchtet kein Geborenwerden und kein Sterben. So ist Gott, der Liebe ist, auch unsere Erlösung. Erlösung von der Angst. Und auch Erlösung von unserem Herumirren in gedanklichen Spekulationen, die niemals über These/Antithese hinausfinden können. Das schafft eben nur die Liebe, die sich dem Du - (und darin) auch dem ewigen Du - öffnet: Sie vermag die begrifflichen Paradoxien zu überwinden. Sie lässt sich nicht mehr verführen, weder von der These, noch von der Antithese.

"Wer Du spricht, hat kein Etwas, hat nichts. Aber er steht in der Beziehung."
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Pilgrim » Sa 30. Mai 2015, 21:47

erbreich hat geschrieben:Dort wird Gott als die Liebe sichtbar und erlebbar und deshalb stelle ich die These auf: "Liebe ist interreligiös".

Das ist ein verführerisches Sentiment in einer Welt in der religiöse Gewalttätigkeit so gegenwärtig und potent erscheinen kann wit Gott. Das ist jedoch gefährlich, despektierlich und falsch…

Dein Mem, wie gutgemeint es auch sein mag, ist weder richtig noch ethisch verantwortungsvoll. Gott mag gemäss den Abrahamitischen Religionen einer sein, wenn es jedoch zur Mathematik der Gottheit kommt, so ist einer nicht die einzige Anzahl. Viele Buddhisten glauben in keinem Gott und viele Hindu glauben in über 300,000 Götter. Ausserdem unterscheiden sich die Wesen dieser Gottheiten ziemlich wild. Ist Gott ein Krieger wie Kali des Hinduismus oder ein sanftmütiger Pazifist wie Jesus der Quäker?

Jede der grossen Religionen bietet ihre eigenen Techniken um ihre religiösen Ziele zu erreichen und ihre eigenen Exemplare zur Nachahmung. Muslime sagen Stolz ist das Problem; Christen behaupten Erlösung ist die Lösung; Ausbildung ist eine Schlüsseltechnik der Konfuzianer; Buddhismus Exemplare schliessen den Lama und den Bodhisattva ein. Alle erklimmen weit unterschiedliche Gipfel und gebrauchen weit unterschiedliche Werkzeuge.

Die Idee einer religiösen Einheit ist lediglich Wunschdenken und hat die Welt nicht abgesicherter gemacht. Im Gegenteil, dieses Gottdenken hat die Welt, durch Verblendung zu den Konflikten der Religionen die uns weltweit bedrohen, gefährlicher gemacht.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » So 31. Mai 2015, 09:45

Pilgrim hat geschrieben:Die Idee einer religiösen Einheit ist lediglich Wunschdenken


Hallo Pilgrim,
da gebe ich Dir völlig recht. Eine solche Einheit wird es niemals geben, auch nicht eine Einheit der Christen.
Es ist aber schon immer eine Einheit der wahrhaft Gottliebenden zwischen den Religionen und innerhalb des Christentums gegeben. Diese ergibt sich aus der tiefen Innerlichkeit dieser Menschen. Das sind Diejenigen, die wissen, in den Dingen dieser Welt, in den Beziehungen zu den Menschen ist das Glück nicht zu finden, sondern allein in der Losgelöstheit und damit dem persönlichen Einverstandensein mit allem was ist, war und geschehen könnte.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon kingschild » So 31. Mai 2015, 09:59

erbreich hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Wenn Paulus schreibt das wir in der Freiheit bleiben sollen, dann heisst es das wir eben uns nicht mehr knechten lassen, von den Götzen der Religionen, welchen auch wir einst kräftig dienten, sondern das wir in der Freiheit und Wahrheit bleiben, in die er uns hinein geführt hat.

Richtig. Genau davon spreche ich.
Und ich könnte auch weiter davon sprechen, wie sehr Christus von einigen vergötzt wird und wie sie, statt in der Wahrheit und der Freiheit zu leben diesem Götzen dienen... aber das ist nicht das Thema hier.


Am ersten Gebot fest zu halten ist nie Götzendienst, es ist dies, ein festhalten an der Erkenntnis, das nur darin die Liebe, zu finden ist.

Adam ist genau, an dem Tage gescheitert als er lieblos handelte, lieblos gegen Gott und lieblos gegen sich selbst. Wenn wir nun Liebe so definieren, das Adams verhalten o.k und Freiheit wäre, so wäre Liebe wirklich interreligiös. Von solcher Freiheit hat aber weder Paulus noch Christus gesprochen.

Wer frei ist, der hat Erkenntnis darüber, das genau aus solchem handeln, die Trennung und der Tod resultierte. Dieser Tod ist leider über all dort zu finden, wo die Annahme Christi, fehlt.

Wenn wir Liebe so definieren, das nur ein auf Gott hören der Weg ist, dann wissen wir das Adam an der Interreligiosität scheiterte, welche ihm die Schlange als Liebe und Freiheit verkaufte.

Jesus Christus meinte dazu:

Joh 10:1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer nicht durch die Tür in den Schafstall hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.

Wenn wir also Dieb und Räuber, nicht als Liebe definieren, dann wissen wir, wo jegliche Menschliche Religion steht.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » So 31. Mai 2015, 10:01

erbreich hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:aber nur eine Theorie kann richtig sein. :)

Nein. Eine Theorie ist eine These, und zu jeder These kannst du auch eine Antithese aufstellen. ;)
Hallo Erbreich,

nein. Es gibt Theorien, die die Realität treffen und damit Wahrheit sind. Wenn ich eine Birke von einer Linde unterscheiden kann, dann muss ich mir nicht einreden lassen, dass es dazu eine Alternative gäbe und eine Linde genausogut eine Eiche sein könnte.

Wenn es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, dann...

...möchte der Christ das ewige Leben im Himmel erleben...
...möchte der Buddhist das verhindern und Erlösung finden vom Kreislauf des Geborenwerdens und Sterbens...
Theorien, Thesen...
Das mögen die Wünsche sein, aber nicht Wünsche entscheiden über die Realität. Wenn eben Wünsche nicht mit der Realität in Einklang sind, wird man eine Enttäuschung erleben. Deshalb ist es so wichtig die Wahrheit zu erkennen. (Joh. 8,32).

Um zum Thema Liebe zurückzukommen: Die Liebe gibt sich dem Gegenüber hin. Sie lebt und erlebt die Gegenwart, auch die nur in der Gegenwart zu erlebende Liebe Gottes. Sie trachtet nicht nach Belohnung und fürchtet kein Geborenwerden und kein Sterben. So ist Gott, der Liebe ist, auch unsere Erlösung. Erlösung von der Angst. Und auch Erlösung von unserem Herumirren in gedanklichen Spekulationen, die niemals über These/Antithese hinausfinden können. Das schafft eben nur die Liebe, die sich dem Du - (und darin) auch dem ewigen Du - öffnet: Sie vermag die begrifflichen Paradoxien zu überwinden. Sie lässt sich nicht mehr verführen, weder von der These, noch von der Antithese.

"Wer Du spricht, hat kein Etwas, hat nichts. Aber er steht in der Beziehung."
(Martin Buber)


Du beachtest nicht, dass der Mensch nicht einfach so eine Liebe hat, die nichts mehr fürchtet und in jedem Augenblick sein Leben für den anderen zu opfern.
Die wahre Liebe ist ein Attribut des Ewigen. Nur wer ganz fest verwurzelt ist im Gedanken, dass ihn nichts und niemand etwas anhaben kann, wird in einer solchen Liebe leben. Das ist dann aber auch das Himmelreich, das ewige Leben.

Dieser Liebe nähert sich der Mensch nicht ohne gedanklichen Hintergrund, den Du nicht wahrhaben willst.
Ich will es Dir aus meinem Leben verdeutlichen. Als Jugendlicher war ich ganz stark verliebt in ein Mädchen, das letztlich meine Liebe nicht erwiderte. Ich aber meinte ohne sie nicht leben zu können. Irgendwann merkte ich, dass das doch recht egoistisch ist und mir kam der Gedanke, wenn ich sie wirklich liebe, dann kann ich ihr doch nur wünschen, dass sie mit dem glücklich wird, den sie liebt. Und siehe da, das war die Erlösung. Nun konnte ich sie loslassen, und mein Liebesleid war verschwunden. Dieser Gedanke von der Liebe führte dazu, dass ich nun an Jesus und seinen Sieg über den Tod glauben konnte. Denn ich erfuhr, dass wahre Liebe stärker ist, als der Tod.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon kingschild » So 31. Mai 2015, 10:10

jes_25913 hat geschrieben:
Hallo Pilgrim,

wenn ein Buddhist sich wirklich von allen Anhaftungen löst, dann vermisst er nichts im Jenseits. Dann geht es ihm hier, wie dort gut.
Aus Theorie und Praxis ist jedoch bekannt, dass Christen, die sich nur auf Gnade und Vergebung beriefen, oft im Jenseits viel leiden müssen, da sie noch an so vielen irdischen Dingen oder Lüsten hingen.
LG,jes


Einem Menschen ohne Gott, geht es weder hier noch im Jenseits gut.

Da der diesseitige Mensch, höchstens mit Dämonen kommunziert, welche IHM das Jenseits vorgaukeln, ist lediglich mit Dämonischer Theorie bewiesen, das Christen leiden.

Christen sind aber nicht berufen Dämonen zu glauben, sondern sie sind berufen Christus zu glauben.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » So 31. Mai 2015, 10:19

kingschild hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
Hallo Pilgrim,

wenn ein Buddhist sich wirklich von allen Anhaftungen löst, dann vermisst er nichts im Jenseits. Dann geht es ihm hier, wie dort gut.
Aus Theorie und Praxis ist jedoch bekannt, dass Christen, die sich nur auf Gnade und Vergebung beriefen, oft im Jenseits viel leiden müssen, da sie noch an so vielen irdischen Dingen oder Lüsten hingen.
LG,jes


Einem Menschen ohne Gott, geht es weder hier noch im Jenseits gut.

Da der diesseitige Mensch, höchstens mit Dämonen kommunziert, welche IHM das Jenseits vorgaukeln, ist lediglich mit Dämonischer Theorie bewiesen, das Christen leiden.

Christen sind aber nicht berufen Dämonen zu glauben, sondern sie sind berufen Christus zu glauben.

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Hallo Kingschild,

das ist mir klar, dass Du das nicht verstehen kannst, was ich schrieb, da Du auch noch zu den Menschen gehörst, die die Wahrheit nicht sehen.
Dämonen sind nichts anderes als die inneren Ängste und Verwirrtheiten der Menschen, die durch die Identifizierung des Menschen mit seinem physischen Leib entstehen.

Kein Mensch ist ohne Gott, denn dann hätte er ja eine eigene Grundlage. Theorie und Praxis zeigen, dass es dem Menschen ob gläubig oder nicht, im Jenseits so ergeht, wie er eben ist oder anders, was er aus seinem Leben gemacht hat. Hat er sich von Begierden und Lüsten, die nur im irdischen zu befriedigen sind, gelöst, geht es ihm im Jenseits gut.
Glaube spielt im Jenseits keine Rolle, sonder nur hier, um sich entsprechend zu verändern.

Falls Du denkst, Buddhisten glauben an Dämonen, so irrst Du. Buddha kannte die Gesetzmäßigkeiten des Lebens, die Leid verursachen und lehrte die Menschen das entsprechende leidverursachende Streben aufzugeben. Nichts anderes lehrt der christliche Glaube.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon kingschild » So 31. Mai 2015, 10:39

erbreich hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Dein Glaube ist in Liebe und nicht im Erlöser Gott.

Ich spreche hier über die Liebe und darüber, dass sich die wahre Liebe (auch) zwischen den Religionen manifestiert, dass sie also dort sichtbar wird, wo Menschen verschiedener Religionen sich in der Liebe begegnen - statt in Rechthaberei, Streit und Krieg. Dort wird Gott als die Liebe sichtbar und erlebbar und deshalb stelle ich die These auf: "Liebe ist interreligiös".

Du darfst gerne dazu die Antithese entwickeln, dann können wir eine spannende, themenbezogene Diskussion führen...



Erbreich, Thesen oder Antithesen müssen wir nicht aufstellen. Wir müssen wissen, was ist Gottes Plan für die Nationen:

Sac 8:23 So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen wird’s geschehen, daß zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen einen Juden beim Rockzipfel festhalten und zu ihm sagen werden: « Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist! »

Off 5:9 Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu brechen; denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott mit deinem Blut Menschen erkauft aus allen Stämmen und Zungen und Völkern und Nationen

Fakt ist: Israel scheiterte immer am Götzendienst. Fakt ist: Die Nationen scheitern genau gleich daran.

Eine These, welche seit Beginn der Menschheit immer im Elend und Tod endete, wird auch am Ende der Tage nicht erfolgreich sein. Sich daraus erlösen zu lassen, ist der einzige Weg ans Ziel.

Israel hatte Frieden wenn es sich vom Götzendienst fern hielt und mit dem einzigen wahren Gott Gemeinschaft pflegte, gerade wenn sie anfingen mit den Götzendienern gemeinsam an einem Strang zu ziehen, folgte Krieg, Tod und verderben und kein Frieden. Wir sehen dies an Israel und wir sehen dies auch aus der Geschichte der Heidnischen Religionen, dass genau dadurch, nie der Frieden bereitet wurde.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon kingschild » So 31. Mai 2015, 10:53

jes_25913 hat geschrieben:Hallo Kingschild,

das ist mir klar, dass Du das nicht verstehen kannst, was ich schrieb, da Du auch noch zu den Menschen gehörst, die die Wahrheit nicht sehen.
Dämonen sind nichts anderes als die inneren Ängste und Verwirrtheiten der Menschen, die durch die Identifizierung des Menschen mit seinem physischen Leib entstehen.

Kein Mensch ist ohne Gott, denn dann hätte er ja eine eigene Grundlage. Theorie und Praxis zeigen, dass es dem Menschen ob gläubig oder nicht, im Jenseits so ergeht, wie er eben ist oder anders, was er aus seinem Leben gemacht hat. Hat er sich von Begierden und Lüsten, die nur im irdischen zu befriedigen sind, gelöst, geht es ihm im Jenseits gut.
Glaube spielt im Jenseits keine Rolle, sonder nur hier, um sich entsprechend zu verändern.

Falls Du denkst, Buddhisten glauben an Dämonen, so irrst Du. Buddha kannte die Gesetzmäßigkeiten des Lebens, die Leid verursachen und lehrte die Menschen das entsprechende leidverursachende Streben aufzugeben. Nichts anderes lehrt der christliche Glaube.


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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » So 31. Mai 2015, 11:29

kingschild hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Hallo Kingschild,

das ist mir klar, dass Du das nicht verstehen kannst, was ich schrieb, da Du auch noch zu den Menschen gehörst, die die Wahrheit nicht sehen.
Dämonen sind nichts anderes als die inneren Ängste und Verwirrtheiten der Menschen, die durch die Identifizierung des Menschen mit seinem physischen Leib entstehen.

Kein Mensch ist ohne Gott, denn dann hätte er ja eine eigene Grundlage. Theorie und Praxis zeigen, dass es dem Menschen ob gläubig oder nicht, im Jenseits so ergeht, wie er eben ist oder anders, was er aus seinem Leben gemacht hat. Hat er sich von Begierden und Lüsten, die nur im irdischen zu befriedigen sind, gelöst, geht es ihm im Jenseits gut.
Glaube spielt im Jenseits keine Rolle, sonder nur hier, um sich entsprechend zu verändern.

Falls Du denkst, Buddhisten glauben an Dämonen, so irrst Du. Buddha kannte die Gesetzmäßigkeiten des Lebens, die Leid verursachen und lehrte die Menschen das entsprechende leidverursachende Streben aufzugeben. Nichts anderes lehrt der christliche Glaube.


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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon onThePath » So 31. Mai 2015, 17:17

Jeder kann denken, was er will, denn Gottes Welt liegt verborgen und ist der Wissenschaft unzugänglich.

Und man kann zwar denken was man will über Gott und die unsterbliche Seele, sollte sich aber davor hüten, seinen eigenen Verstand und sein eigenes Auffassungsvermögen zum Maßstab zu nehmen.

Denn dann werden Aussagen wie: "Ich weiß es besser als es die Bibel lehrt" geradezu naiv und überheblich.

Kann der Mensch etwa die Rätsel Gottes und seiner eigenen Existenz enträtseln ?

Es ist nur Wichtigtuerei, wenn man dennoch meint, alles enträtselt zu haben, und man sei besser informiert als die Bibel es lehrt.

Was kann man denn an der Liebe guten Gewissens als interreligiös bezeichnen ?
Die Liebe ist zweifellos eine Eigenschaft Gottes. Und man tut gut daran, alle Möglichkeiten zu nutzen, Gott und den Mitmenschen Liebe zu erweisen. Das ist schon mal für alle Menschen verbindlich.


lg, oTp
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » So 31. Mai 2015, 17:28

@oTP,

also ich bitte Dich, man wird wohl noch zwei und zwei zusammenzählen dürfen und sagen, das ist vier, anstatt mit der Bibel, es sei fünf oder sieben oder sonstwas...

LG,
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Christustraeger » So 31. Mai 2015, 17:58

Lieber jes,

frag Dich doch mal ob Deine Liebe selbstlos ist, dann sehen wir mal weiter.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon jes_25913 » So 31. Mai 2015, 18:03

Christustraeger hat geschrieben:Lieber jes,

frag Dich doch mal ob Deine Liebe selbstlos ist, dann sehen wir mal weiter.

In Liebe
Christof


Das kann ich guten Gewissens bezeugen.
Das Problem vieler ist nur, dass sie das als biblisch ansehen, was traditionell bestimmte christliche Gruppierungen gelehrt haben, was aber der Wahrheit nicht standhält.
Anstatt nach der Wahrheit zu streben, bleibt man lieber im Falschen oder im Wischiwaschi.

LG,
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon onThePath » So 31. Mai 2015, 18:16

jes_25913 hat geschrieben:@oTP,

also ich bitte Dich, man wird wohl noch zwei und zwei zusammenzählen dürfen und sagen, das ist vier, anstatt mit der Bibel, es sei fünf oder sieben oder sonstwas...

LG,
jes


Klar, Du darfst ruhig annehmen, dass die Mystik der einzige Weg zu Gott ist und dazu noch universal und interreligiös.

Du darfst ruhig behaupten, die Wiedergeburt sei die Wahrheit.
Und genauso behaupten, es gäbe keine gefallenen engel (wo denn, nur in der Bibel).

Aber Du hast schon erkannt, dass Dein zwei und zwei kein stimmendes Resultat mit der Bibel ergibt. Aber Du meinst, die Bibel sei falsch und nicht Deine Rechnung.

Das meinte ich ja gerade mit Deiner Auslegung des Wahrheitsbegriffes.
Was ist das für eine Wahrheit, die meint, die Höhen und Tiefen Gottes ausgelotet zu haben ?



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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon onThePath » So 31. Mai 2015, 18:26

jes_25913 hat geschrieben:
Christustraeger hat geschrieben:Lieber jes,

frag Dich doch mal ob Deine Liebe selbstlos ist, dann sehen wir mal weiter.

In Liebe
Christof


Das kann ich guten Gewissens bezeugen.
Das Problem vieler ist nur, dass sie das als biblisch ansehen, was traditionell bestimmte christliche Gruppierungen gelehrt haben, was aber der Wahrheit nicht standhält.
Anstatt nach der Wahrheit zu streben, bleibt man lieber im Falschen oder im Wischiwaschi.

LG,
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Wie weit man in diesem Bestreben zur Liebe hin und vom Egoismus und "natürlichen Menschen" weg gekommen ist, können oft die Mitmenschen um einen herum besser beurteilen.

D
as Problem vieler ist nur, dass sie das als biblisch ansehen, was traditionell bestimmte christliche Gruppierungen gelehrt haben, was aber der Wahrheit nicht standhält.
Anstatt nach der Wahrheit zu streben, bleibt man lieber im Falschen oder im Wischiwaschi.


Und Dein Problem ist gerade, dass Du als ernsthaft Suchender verschweigst, dass das Christentum durchaus seine ernsthaften Sucher durch die Jahrhunderte hatte.

Es wäre so, als würde ich Dir allen Unsinn vorwerfen, den Esoteriker tun können; so behandelst Du Christen.


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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Christustraeger » Mo 1. Jun 2015, 11:06

Lieber jes,

göttliche selbstlose Liebe - der so Liebende läßt sein Leben für die Freunde würdest Du mir hier zustimmen?

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Mo 1. Jun 2015, 18:57

Mir verschlägts die Sprache... und so schweige ich im Moment lieber... und liebe, wie's mir gegeben und möglich ist...
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Christustraeger » Mo 1. Jun 2015, 20:05

Ja so ist das, lieber Erbreich, bei so einer Liebe verschlägt es einem die Sprache und dennoch gibt es sie. Blicke auf Christus - er hatte diese Liebe....nichts ist unmöglich. Und wenn Du diese Liebe meinst sie sei interreligiös, dann würde ich zustimmen. Mit so einer Liebe könnte man alle Religionsgrenzen überwinden. Ich befürchte allerdings, dass die meisten Menschen so reagieren wie Du und diese Liebe kaum für möglich halten. Ich bleibe bei meinem Christus...
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Di 2. Jun 2015, 09:55

Du hast mich leider falsch verstanden, Christusträger: Die Sprache verschlägt es mir nicht wegen der Liebe, die ich so erlebe, wie du sie hier beschreibst:

Christustraeger hat geschrieben:Und wenn Du diese Liebe meinst sie sei interreligiös, dann würde ich zustimmen. Mit so einer Liebe könnte man alle Religionsgrenzen überwinden.

Genau von dieser Liebe spreche ich.

Aber die Sprache verschlägt es mir wegen der Rechthaberei, die ich hier antreffe, die andern einfach den Weg der Wahrheit abspricht weil ihr Verständnis der Schrift ein anderes ist als ihres. Eine solche be- und verurteilende Rechthaberei hat - nach meinem Verständnis - mit jener Liebe nichts gemein hat und ist daher auch nicht imstande, die Religionsgrenzen zu überwinden. Sie ist deshalb nicht dazu imstande, weil sie in der Buchstabenhörigkeit stecken bleibt und nicht erlebend erkennt was das heisst: "Der Buchstabe tötet, der Geist gibt Leben". (2.Kor 3,6)

Wenn ich sehe, mit welchem Eifer hier zum Teil ein angeblich alleinseligmachendes Bibelverständnis gepredigt wird, dann erinnere ich mich an Jes 30,15: Also spricht Gott, der HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe könnt ihr gerettet werden, im Stillesein und im Vertrauen liegt eure Stärke.

Und so kehre ich mich ab vom eigenen Drang nach Rechthaben, werde still, vertraue und halte mich an das Wort Pauli: "Du hast Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott! Selig, wer sich selbst nicht beschuldigt in dem, was er billigt." Röm 14,22

Und an das Wort des Johannes: Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand lehre; sondern so, wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge, und wie sie euch belehrt hat, so bleibet darin! 1.Joh 2,27

Es ist das Wesen des Pharisäertums, der eigenen Rechtgläubigkeit sich zu versichern unter gleichzeitiger Herabsetzung und Verleugnung der Gläubigkeit anderer (von der es in Wirklichkeit keinem Menschen möglich ist, diese zu beurteilen).
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Christustraeger » Di 2. Jun 2015, 10:05

Lieber Erbreich, ich hoffe, dass Du mich nicht zu den unbedingt Rechtgläubigen zählst, denn ich mache mir hier ernsthafte Gedanken... und sorry für das Missverständnis.

Glaubst Du nicht auch, dass die Menschen die von der Liebestat Christi hören und auch so eine Liebe haben, erkennen wer Christus war und an Ihn glauben - sei es Buddhist, Hindu oder Moslem und all die andern.

Ich habe zwei Bibelstellen hierzu:
Joh 17,3: Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Eph 3,19: und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt sein mögt zu der ganzen Fülle Gottes.


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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon onThePath » Di 2. Jun 2015, 11:47

Mir geht gar nicht um Rechthaberei.
Aber Christen negativ darstellen, trotzdem Kraft im Glauben liegt, und Kraft ion Christus, das ist unerfreulich. Noch dazu, wenn man das Gute nicht sieht im ganz normalen Christentzum.
Und statt dessen meint, um die Wahrheit zu erkennen bedürfe es unbedingt der Mystik verbunden mit dem hinduistisch/buddhistischen Weltbild. An diesem Punkt wehre ich mich gegen solcherart Rechthaberei.

Ich finde gerade in der christlichen Mystik ein tiefes Angesprochensein von der erlebten Liebe Gottes. Was soll denn dem Christsein fehlen, wenn man als Christ das Richtige tut ? Darauf, auf diesen Reichtum, den ganzen Reichtum des christlichen Glaubens, darauf muß man eingehen, anstatt die Armut der Christenheit dazu zu benutzen, auf andere Glaubenswege abzulenken.

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Zuletzt geändert von onThePath am Di 2. Jun 2015, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon onThePath » Di 2. Jun 2015, 11:49

weg wegen doppelt
Zuletzt geändert von onThePath am Di 2. Jun 2015, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Di 2. Jun 2015, 12:13

Christustraeger hat geschrieben:Glaubst Du nicht auch, dass die Menschen die von der Liebestat Christi hören und auch so eine Liebe haben, erkennen wer Christus war und an Ihn glauben - sei es Buddhist, Hindu oder Moslem und all die andern.

Was verstehst du unter "an Ihn glauben"? Ein Für-wahr-halten dessen, was in der Bibel steht und wie die Kirche die Bibel auslegt? "Glaube" in meinem Erleben und Verständnis geht über alle Begrifflichkeit hinaus und hat nichts zu tun mit einem Für-wahr-halten von Glaubenssätzen. Eher würde ich es als ein gnadenhaft geschenktes Urvertrauen bezeichnen. Ein unerschütterliches Vertrauen ins Leben und den Lebenssinn, unabhängig von den wechselnden Zuständen, die es mit sich bringt.

Joh 17,3: Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen
.
Ja, das ist eine der unendlichen Möglichkeiten, zu beschreiben, worum es geht.

Eph 3,19: und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt sein mögt zu der ganzen Fülle Gottes.

Ja, Christof, auch das: Wunderbare Worte der Beschreibung des geistlichen Lebens!

Und nach den "Höhenflügen" von Geist und Herz dann dies:

"Die Gottesbegegnung widerfährt dem Menschen nicht, auf dass er sich mit Gott befasse, sondern auf dass er den Sinn an der Welt bewähre." (Martin Buber)

Wenn die Gottesbegegnung (Geistestaufe, Neugeburt oder wie du das nennen willst) einmal stattgefunden hat, dann bewahre den Sinn, der dir darin offenbart und als Kraft geschenkt worden ist. Dann verliere dich nicht mehr in kleinlichen Diskussionen und Streitigkeiten über die vermeintlich einzige Form von "Rechtgläubigkeit". Gehe mutig den Weg: Im Geist, im Sinn im Vertrauen und bewähre, was dir zugewachsen ist, an der Welt.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Di 2. Jun 2015, 12:32

onThePath hat geschrieben:Mir geht gar nicht um Rechthaberei.

Das höre ich gerne. Ich gebe mir auch Mühe, nicht so zu wirken.

Aber Christen negativ darstellen, trotzdem Kraft im Glauben liegt, und Kraft ion Christus, das ist unerfreulich.

Sprichst du mich an? Habe ich Christen negativ dargestellt?

Noch dazu, wenn man das Gute nicht sieht im ganz normalen Christentzum.

Welches ist das ganz normale Christentum? Das der reformierten Landeskirche? Das der katholischen Kirche? Das der Christkatholiken? Das der orthodoxen Kirche? Das der Freikirchen? Das der Zeugen Jehovas? Es gibt noch viele mehr... Welches also ist nun das normale Christentum? Das aller Christen?

Wenn man einigen Christen zuhört, dann sind ja diese selber es, die die einen als die richtigen, also wirklich Gläubigen (sind dies die normalen?) und die andern als falsch Glaubende (sind das nicht normale?) bezeichnen...

Ich sehe sehr vieles Gutes im christlichen Weg und erlebe auch vieles Gutes in meinem eigenen Gehen des Weges. Eines Weges, den ich nicht anders zu gehen weiss und nicht anders gehen kann, als so wie er sich mir offenbart und wie ich ihn verstehen kann.

Und statt dessen meint, um die Wahrheit zu erkennen bedürfe es unbedingt der Mystik verbunden mit dem hinduistisch/buddhistischen Weltbild. An diesem Punkt wehre ich mich gegen solcherart Rechthaberei.

Wenn du mich ansprichst dann sage ich hier klar und deutlich: Eine solche Ansicht vertrete ich nicht. Sollte ich tatsächlich in den zehn Jahren hier im Forum jemals so etwas geschrieben haben, dann zeige mir dies bitte.

Ich finde gerade in der christlichen Mystik ein tiefes Angesprochensein von der erlebten Liebe Gottes.

Schön. Ich auch.

Was soll denn dem Christsein fehlen, wenn man als Christ das Richtige tut ?

Warum sollte ihm etwas fehlen?

Es muss mir an meinem Ort nichts fehlen, um trotzdem gerne durch unterschiedliche Landschaften und Gegenden zu wandern...
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Di 2. Jun 2015, 12:40

onThePath hat geschrieben:Darauf, auf diesen Reichtum, den ganzen Reichtum des christlichen Glaubens, darauf muß man eingehen, anstatt die Armut der Christenheit dazu zu benutzen, auf andere Glaubenswege abzulenken.

In einem Gespräch, wo es um Liebe und um die Möglichkeit geht, die Liebe auch interreligiös zu leben, sollte versucht werden, allen Religionen mit gleichem Respekt und gleicher Wertschätzung aber auch mit gleicher Kritikfähigkeit zu begegnen.

Das was die Begegnung und ein konstruktives Gespräch zwischen Angehörigen verschiedener Religionen möglich macht, ist die gelebte Liebe. Nicht die Lehre, nicht das Dogma. Auch nicht eine Lehre oder ein Dogma der Liebe.
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon onThePath » Di 2. Jun 2015, 13:16

erbreich hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Darauf, auf diesen Reichtum, den ganzen Reichtum des christlichen Glaubens, darauf muß man eingehen, anstatt die Armut der Christenheit dazu zu benutzen, auf andere Glaubenswege abzulenken.

In einem Gespräch, wo es um Liebe und um die Möglichkeit geht, die Liebe auch interreligiös zu leben, sollte versucht werden, allen Religionen mit gleichem Respekt und gleicher Wertschätzung aber auch mit gleicher Kritikfähigkeit zu begegnen.

Das was die Begegnung und ein konstruktives Gespräch zwischen Angehörigen verschiedener Religionen möglich macht, ist die gelebte Liebe. Nicht die Lehre, nicht das Dogma. Auch nicht eine Lehre oder ein Dogma der Liebe.


Ich hörte ja eben da auf, wo es um immer wieder den gleichen Gebrauch davon ging, Christen schlecht darzustellen und dagegen mit "besseren" Wahrheiten zu reagieren.

Dich kenne ich ja eher ohne laute Vorwurfstöne.
Dagegen habe ich ja nichts einzuwenden. Das ist eher eine positive Herausforderung an den eigenen Glauben.

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Di 2. Jun 2015, 13:47

onThePath hat geschrieben:Dich kenne ich ja eher ohne laute Vorwurfstöne.

Da bin ich froh, danke.

Dagegen habe ich ja nichts einzuwenden. Das ist eher eine positive Herausforderung an den eigenen Glauben.

Ja, das ist es auch jedes Mal für mich, wenn ich wieder einmal hierher komme um mich mitzuteilen und um zuzuhören. Die eigentliche Herausforderung ist dies, wirklich hinzuschauen und zuzuhören, was mein Gegenüber sagt. Und das Rechthabenmüssen loszulassen, gerade dann, wenn ich meine Betrachtungsweise als wirklich richtig ansehe, sie aber vom Gegenüber als Irrtum und als falsch (bis hin zu "Götzendienerei"...) bezeichnet wird. Das ist gar nicht immer so leicht und verlangt manchmal einen grossen Demutsschritt. Damit dann eben die Töne im Gespräch nicht kontinuierlich lauter, abschätziger und vorwurfsvoller werden, sondern der gegenseitige Respekt und die Achtung aufrechterhalten werden können. Wenn das nicht möglich ist, ist es besser zu schweigen als von Liebe und gar noch von göttlicher Liebe zu schwafeln und zu lamentieren...
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon kingschild » Di 2. Jun 2015, 20:02

erbreich hat geschrieben:
Das was die Begegnung und ein konstruktives Gespräch zwischen Angehörigen verschiedener Religionen möglich macht, ist die gelebte Liebe. Nicht die Lehre, nicht das Dogma. Auch nicht eine Lehre oder ein Dogma der Liebe.


Erbreich, ein konstruktives Gespräch und Liebe fängt nicht dort an, wo man das wichtigste der Wahrheit nicht erwähnen darf. Wenn falsche Dogmen in den Raum gestellt werden, so muss man damit rechnen, das dazu eben nicht alle AMEN sagen. Selbst wenn die Wahrheit in den Raum gestellt wird, muss man damit rechnen, das nicht alle sagen, dieser Meinung bin ich auch gerade.

Zudem kann man etwas was man als falsch erkennt, nicht als richtig bezeichnen. Wenn man so handlen würde, wäre das wohl nicht aufrichtig und völlig lieblos. Wenn man etwas selbst als falsch erkennt und sich so äussert, so muss man dem Gegenüber mindest zugestehen, daselbe zu tun und akzeptieren das es halt in diesem Punkt keine Einigkeit gibt.

Du siehst in der Liebe ein verbindendes Element, ich auch aber nur, wenn die Liebe sich eben mit der Wahrheit freut. Fühlt sich eine Religion oder Person gestört, durch die Wahrheit Christi, dann löst sich eben die These, das Liebe interreligiös ist, schnell von selbst auf.

Was meinst Du warum ein Mensch sich weigert, taufen zu lassen auf den Namen, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, wenn es an der Liebe des Vaters zu IHM nicht mangelt?

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Columba » Mi 3. Jun 2015, 07:47

@erbreich

Zwei Zitate von Dir:
erbreich hat geschrieben:Das was die Begegnung und ein konstruktives Gespräch zwischen Angehörigen verschiedener Religionen möglich macht, ist die gelebte Liebe. Nicht die Lehre, nicht das Dogma. Auch nicht eine Lehre oder ein Dogma der Liebe.

Wenn das nicht möglich ist, ist es besser zu schweigen als von Liebe und gar noch von göttlicher Liebe zu schwafeln und zu lamentieren...


Mir scheint, Du selbst bist schon nahe im dogmatischen Bereich, indem Du den Begriff Liebe gar nicht mehr wagst zu umschreiben. Ja, Du willst anderen sogar raten zu schweigen über die Liebe und redest vom Schwafeln und vom Lamentieren. Das sind doch die "Argumente" des Dogmas, das oft geradezu das Thema zum Tabu macht, worüber man nicht mehr reden sollten, wenn man nicht die richtige Meinung hat.

Liebe ist nämlich nicht einfach ein Begriff, der interkulturell (interreligiös) überall ganz klar definiert ist und in allen Sprachen immer übereinstimmt: Schon das Altgriechische (also die Sprache des Zweiten Testamentes) hat für Liebe einige Begriffe als Liebesaspekte: Agape, Eros, Philia bis zu Porne. Auch im Deutschen können wir differenzieren. Deshalb darf man nicht einfach alles in einen Topf des allgemeinsten Begriffes werfen und diesen dann als allumfassend und allgültig dogmatisch definieren, um dann jeden andere Diskussion als Schwafelei herabwürdigen. Damit wird nämlich das eigene Kulturverständnis als allgemeingültig gesetzt, alles wird aus dem eigenen Blickwinkel betrachtet - ein richtiger Ethnozentrismus einer Subkultur. Das führt nur zu scheinbare Toleranz, würdigt und achtet die kleinen Geheimnisse und Details einer anderen Kultur nicht mehr.


Grüsse Columba
Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen.
Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht;
So ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

Andreas Gryphius, 1663
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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon Christustraeger » Mi 3. Jun 2015, 08:46

Liebe Columba,

hier, in der Definition und der Wirklichkeit, sehe ich eben auch das Problem. Man könnte schon eine Religion der Liebe machen, aber dann mit der göttlichen Liebe (Agape). Diese Liebe ist aber nach meiner Erfahrung nur selten. Dann hätten wir wieder eine Form des erweiterten Egoismus, der letztlich wieder nicht nach dem Nächsten fragt. Außerdem glaube ich, dass die göttliche Liebe das Seine sucht und es in Jesus Christus auch findet. Jedes Kind der Welt kennt Jesus Christus und weiß was er getan hat und schafft so sie Möglichkeit Christi Liebe zu erkennen. Da wären wir wieder beim Christentum als "Einheitsreligion" - auch eine Religion der Liebe, aber mit Christus (an Ihm führt eben kein Weg vorbei).

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Re: Liebe ist interreligiös

Beitragvon erbreich » Mi 3. Jun 2015, 15:39

kingschild hat geschrieben:Was meinst Du warum ein Mensch sich weigert, taufen zu lassen auf den Namen, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, wenn es an der Liebe des Vaters zu IHM nicht mangelt?

Weil er das (noch) nicht verstehen kann. Und dann ist es auch richtig, dass er es unterlässt. Der Mensch soll wissen, was er tut, nur so ist er auch in der Lage, die Verantwortung für sein Tun zu übernehmen. Widerstand ist nicht sinnlos, auch nicht der Widerstand gegen Jesus.

Eine meiner schriftlichen Jahres-Arbeiten im Sozialtherapie-Studium (2003-2005) trug den Titel "Menschlicher Widerstand gegen Jesus und wie Er damit umgeht". Daraus zitiere ich hier aus dem Unterkapitel 2.3 Der Sinn im Widerstand gegen Jesus:

"Er ist dazu bestimmt, dass viele an ihm zu Fall kommen und viele durch ihn aufgerichtet werden. Er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird - so sehr, dass auch dir ein Schwert durch die Seele dringen wird. Aber dadurch wird bei vielen an den Tag kommen, was für Gedanken in ihren Herzen sind." (Lk 2,34-35)

Durch unseren Widerstand gegen Jesus offenbart uns der Heilige Geist die Gedanken, die in unseren Herzen wohnen. Er zeigt uns unsere Herzenshaltung der Wahrheit, dem Leben gegenüber. Er zeigt uns, in welcher Beziehung wir zu unserem Schöpfer und seiner Schöpfung stehen.

Unser Widerstand gegen Jesus deckt alle unsere Gedanken und Empfindungen, alle unsere Zweifel und Ängste, all unser Misstrauen und alle unsere Selbstsucht auf. Da kommen Neid und Eifersucht zum Vorschein, Groll, Bitterkeit, Unversöhnlichkeit und selbstisches Begehren. Im Widerstand gegen den Sohn Gottes wird offenbar, dass "in unseren Herzen nichts Gutes wohnt". (Röm 7,18) Solche Dinge wollen wir in uns natürlich lieber nicht erkennen. So wollen wir nicht sein, da leugnen wir doch lieber einfach die Tatsache unserer gefallenen, sündigen Natur, in der "nichts Gutes wohnt".

Da uns im Widerstand gegen Jesus unser wahres Wesen erkennbar wird, wir es aber - oft genug! - nicht sehen wollen, wenden wir uns ab von ihm, wollen nichts hören, nichts sehen von ihm und wollen auch nichts zu tun haben mit Menschen, die ihn angenommen haben, weil auch im Widerstand gegen die Kinder Gottes unsere wahre Herzenshaltung offenbar wird. Wenn wir in solchem Widerstand beharren, werden wir zu jenen gehören, die "an ihm zu Fall kommen". Dafür aber ist Gott nicht Mensch geworden, dafür hat er sich nicht verspotten, foltern und hinrichten lassen! "Ich bin nicht gekommen, um die Welt zu verurteilen,...

...sondern um die Welt zu retten." (Joh 12,47)
Es kommen viele an ihm zu Fall und es werden viele durch ihn aufgerichtet. Wer im Widerstand gegen Jesus beharrt, kommt an ihm zu Fall. Wer sich im Widerstand gegen Jesus seiner wahren Herzenshaltungen überführen lässt, und diese bekennend zu ihm kommt, wird durch ihn aufgerichtet und errettet. Das ist der Sinn.

Ende Zitat

Übrigens: Ich habe mich taufen lassen, mit Wasser und Geist.
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