Hinduismus

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Hinduismus

Beitragvon Remi » Di 8. Jul 2008, 10:52

onThePath hat geschrieben: Übrigens passierte bei ihm so vieles, dass nur wer keine Ahnung hat, ihn Scharlatan nennen kann.p
Ich habe keine Ahnung, deshalb kann ich ihn Scharlatan nennen :D hehe... Ich weiss nicht mal wer Pater Pio ist :D Aber meine Meinung ist überflüssig.. :| sorry weil ich immer meinen Käse dazu gebe :roll:
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » Di 8. Jul 2008, 13:13

Remi hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Übrigens passierte bei ihm so vieles, dass nur wer keine Ahnung hat, ihn Scharlatan nennen kann.p
Ich habe keine Ahnung, deshalb kann ich ihn Scharlatan nennen :D hehe... Ich weiss nicht mal wer Pater Pio ist :D Aber meine Meinung ist überflüssig.. :| sorry weil ich immer meinen Käse dazu gebe :roll:


Im Hinduismus geht es darum, Gott immer näher zu kommen, und die Sündhaftigkeit zu besiegen.
( Das soll nur eine allgemeine Aussage sein).

Wie ist das, wenn man Gott ganz nahe ist ?

Bei den Aposteln war es der Heilige Geist in ihnen, und die Vollmacht, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben, was das Einwirken einer göttlichen Kraft deutlich machte.

Ich war einmal sehr wißbegierig darin, mehr von solchen göttlichen Kräften zu wissen. Im Yoga erlangt man "höhere Kräfte" quasi so nebenbei, und im Leben von Pater Pio zeigten sich viele solcher Dinge.

Allerdings habe ich herausgefunden, dass "höhere Kräfte" nicht automatisch bedeuten, dass derjenige heiliger ist. Pater Pio macht uns deshalb zunächst einmal deutlich, dass es mehr gibt als nur die materielle Gewelt mit ihren Gesetzmäßigkeiten.

Aber das alles ist eher Offtopic, obwohl man sich mit den hinduistischen "Wunderkräften", den Sidhies der Vollständigkeit halber auch auseinandersetzen muß. Für mich war es mal ein Zeichen, dass Yogies auf höherer Stufe zu Übermenschen werden. Aber das ist trotz Sidhies eben nicht so.

lg, oTp
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Di 21. Apr 2009, 00:43

Geht es darum im Hinduismus, lieber oTp?
Ich denke, das kann man so nicht sagen, denn der Hinduismus kennt auch große Traditionen und Strömungen, die kein Gottesbild haben, und das aus gewissem Grund!

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Re: Hinduismus

Beitragvon Pilgrim » Do 23. Apr 2009, 17:01

Nataraja hat geschrieben:.... Vorzeigehindu.....

Welche "Strömung" glaubt nicht an einen Gott oder Götter und warum nicht....und was ist ein "Vorzeigehindu".... :?
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Re: Hinduismus

Beitragvon viper187 » Do 23. Apr 2009, 17:08

Pilgrim hat geschrieben:Welche "Strömung" glaubt nicht an einen Gott oder Götter und warum nicht....


Buddhismus.

Buddha selbst sah sich weder als Gott noch als Überbringer der Lehre eines Gottes. Er stellte klar, dass er die Lehre, Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit), nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation) ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge erkannt habe. Diese Erkenntnis sei jedem zugänglich, wenn er seiner Lehre und Methodik folge. Dabei sei die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch zu befolgen. Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob die Selbstverantwortung des Menschen hervor. Er verwies auch auf die Vergeblichkeit von Bemühungen, die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen, und mahnte eine Skepsis gegenüber dem geschriebenen Wort oder feststehenden Lehren an, die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist.


In meinen Augen eine der wenigen Religionen auf dieser Welt, die halbwegs Sinn ergeben.
Das Problem beim Atheismus ist: Wenn wir recht haben, werden wir es niemals erfahren.
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Re: Hinduismus

Beitragvon Pilgrim » Do 23. Apr 2009, 17:23

viper187 hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Welche "Strömung" glaubt nicht an einen Gott oder Götter und warum nicht....

Buddhismus.

Buddhismus ist eine "Strömung" des Hinduismus..... :?
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Do 23. Apr 2009, 17:58

hallo Pilgrim,

der Buddhismus war einmal eine Strömung des Hinduismus, aber aufgrund gewisser Lehrinhalte zählt er heute zu den heterodoxen Traditionen.
Im Hinduismus begann man schon sehr früh das höchste Prinzip nicht mehr als ein percipierbares Etwas zu formulieren. In einer Upanishad wird dieses höchste Prinzip, der terminus technicus dafür ist brahman, nicht umsonst mit der Formel "neti neti" umschrieben, was übersetzt heißt: Nicht dieses, nicht jenes!
Eine andere Upanishad rät dem Wahrheitssuchenden, dass er zu Beginn seines Weges wohl die Idee der Gottheit annehmen mag, aber im späteren Verlauf, auch diese Idee aufgeben muß, denn eine Gottheit, die als Objekt einem Wahrnehmer gegenübersteht, ist niemals absolut oder transzendent, sondern immer relativ zum Wahrnehmer, und büßt durch diese Ralativität und Relationalität jede Transzendenz, bzw. Absolutheit ein.
Die Traditionen, die diese Sicht vertreten sind insbesondere die Traditionen des Advaita-Vedanta, welche vor allem auf Shankara und seinem Lehrer Gaudapada zurückgehen. Eine weitere rein monistische Schule wäre die Tradition Shri Harshas, welche ihre Argumentation und Metaphysik jedoch zu weiten Teilen von Nagarjuna, dem Gründer des Mittelwegbuddhismus, übernommen hat.
Auch sind die nördlichen tantristischen Shaiva-Schule monistisch ausgerichtet, im Gegensatz zu den südlichen theistischen Shaiva-Schulen.

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Re: Hinduismus

Beitragvon Pilgrim » Do 23. Apr 2009, 19:20

Deiner Erklärung nach (danke dafür… :] ) scheint in jeglicher Strömung des Hinduismus zwischen Göttern und Menschen keine Unterscheidung zu sein….. :?:
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Do 23. Apr 2009, 20:21

Gibt es auch nicht wirklich.
Die sogenannten Götter sind auch sterbliche Wesen, nur dass sie halt länger leben, und bestimmte Fähigkeiten haben, die sie über die Menschen erhebt.
Ausnahme hiervon sind in den theistischen Traditionen die jeweiligen Hochgötter, die dort als eins gesehen werden mit brahman. Aber hier trifft dann auch das zu, was in jeder anderen Religion zutrifft: Es wird unlogisch und problematisch, wenn man einen Gott postuliert, der mit den Menschen irgendwie Kontakt hat, aber der dennoch transzendent sein soll.
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Re: Hinduismus

Beitragvon Pilgrim » Fr 24. Apr 2009, 01:51

Nataraja hat geschrieben:Gibt es auch nicht wirklich.
Die sogenannten Götter sind auch sterbliche Wesen, nur dass sie halt länger leben, und bestimmte Fähigkeiten haben, die sie über die Menschen erhebt.
Ausnahme hiervon sind in den theistischen Traditionen die jeweiligen Hochgötter, die dort als eins gesehen werden mit brahman.

Auch wenn das geistig irgendwie pikant zu sein scheint, so ist Monismus in direktem Gegensatz zur Schrift welche lehrt, daß zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung eine klare Unterscheidung ist (1.Mose 1-2; Johannes 1:1-3).
Aber hier trifft dann auch das zu, was in jeder anderen Religion zutrifft: Es wird unlogisch und problematisch, wenn man einen Gott postuliert, der mit den Menschen irgendwie Kontakt hat, aber der dennoch transzendent sein soll.

Dann glaubst du, daß Logik ein zulässiger Weg ist die Wahrheit zu finden... :?:
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Fr 24. Apr 2009, 07:54

Pilgrim hat geschrieben:Auch wenn das geistig irgendwie pikant zu sein scheint, so ist Monismus in direktem Gegensatz zur Schrift welche lehrt, daß zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung eine klare Unterscheidung ist (1.Mose 1-2; Johannes 1:1-3).

Nun ja, die Götter haben auch nicht die Welt gemacht, denn die Götter kam erst nach der "Entstehung" der Welt ins Dasein.
Wer von einem Weltanfang spricht macht damit auch wieder ein nichtlösbares Problem auf: Es kann keine absoluten Anfänge geben, denn wie sollte das gehen? Hierzu im Thema "Mythen des Anfangs" nachlesen.

Pilgrim hat geschrieben:Aber hier trifft dann auch das zu, was in jeder anderen Religion zutrifft: Es wird unlogisch und problematisch, wenn man einen Gott postuliert, der mit den Menschen irgendwie Kontakt hat, aber der dennoch transzendent sein soll.

Dann glaubst du, daß Logik ein zulässiger Weg ist die Wahrheit zu finden... :?:


Der Weg zur Wahrheit ist Logik sicher nicht, denn der Weg zur Wahrheit bsteht in einer geistigen Praxis, wie etwa Gebet, Kontemplation und dergleichen.
Logik ist aber die einzig mir bekannte Möglichkeit, gültige Erkenntnis zu erlangen. Und Logik ist auch recht einfach "gestrickt", denn sie geht davon aus, dass eine Sache entweder wahr oder falsch sein kann. Und wenn etwas wahr ist, dann ist sie nicht falsch, und umgekehrt. Und sie ist immer eines von beiden, und niemals irgendein drittes, denn wir haben ja nur die beiden Bestimmungen wahr und falsch.
Weiterhin ist Kausalität noch ein wichtiger Operator, und das war es dann schon.

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Re: Hinduismus

Beitragvon Pilgrim » Fr 24. Apr 2009, 16:52

Nataraja hat geschrieben:Nun ja, die Götter haben auch nicht die Welt gemacht, denn die Götter kam erst nach der "Entstehung" der Welt ins Dasein.
Wer von einem Weltanfang spricht macht damit auch wieder ein nichtlösbares Problem auf: Es kann keine absoluten Anfänge geben, denn wie sollte das gehen? Hierzu im Thema "Mythen des Anfangs" nachlesen.
Der Weg zur Wahrheit ist Logik sicher nicht, denn der Weg zur Wahrheit bsteht in einer geistigen Praxis, wie etwa Gebet, Kontemplation und dergleichen.
Logik ist aber die einzig mir bekannte Möglichkeit, gültige Erkenntnis zu erlangen. Und Logik ist auch recht einfach "gestrickt", denn sie geht davon aus, dass eine Sache entweder wahr oder falsch sein kann. Und wenn etwas wahr ist, dann ist sie nicht falsch, und umgekehrt. Und sie ist immer eines von beiden, und niemals irgendein drittes, denn wir haben ja nur die beiden Bestimmungen wahr und falsch.

Logik ist der Weg zur Wahrheit und zur selben Zeit nicht der Weg zur Wahrheit……wie kommst du mit deinem postulierten Widerspruch zurecht... :? Wenn “Erfahrung” der Weg zur Wahrheit ist, nicht Logik, dann ist “Erfahrung” auch nicht der Weg zur Wahrheit.
Nataraja hat geschrieben:Weiterhin ist Kausalität noch ein wichtiger Operator, und das war es dann schon.

Also doch Logik und rationale Objektivität…… :idea:
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Fr 24. Apr 2009, 18:09

Pilgrim hat geschrieben:Logik ist der Weg zur Wahrheit und zur selben Zeit nicht der Weg zur Wahrheit……wie kommst du mit deinem postulierten Widerspruch zurecht... :? Wenn “Erfahrung” der Weg zur Wahrheit ist, nicht Logik, dann ist “Erfahrung” auch nicht der Weg zur Wahrheit.


Ich habe doch nicht gesagt, dass Logik der Weg zur Wahrheit ist. Ich habe gesagt, dass Logik der Weg zur Erlangung von gültiger Erkenntnis ist. Aber gültige Erkenntnis ist nicht Wahrheit, in dem Sinne wie das Wort Wahrheit hier in diesem Kontext von dir und von mir verwendet wurde.
Wenn ich es richtig verstanden habe, verstehst du unter Wahrheit nicht einfach nur eine wahre Aussage. Und in diesem Sinne habe ich das Wort Wahrheit auch verwendet. Ich habe ja schon darauf hingewiesen, dass der Weg zur Wahrheit eben in einer Geistübung, bzw. Geistschulung besteht. Das Ziel davon ist dann nicht Erkenntnis von Wahrheit, sondern vielmehr, nämlich selbst diese Wahrheit zu werden.
Logik hingegen ist die einzige mir bekannte Möglichkeit, richtige und nachvollziebare, bzw. für jeden überprüfbare Aussagen über die Welt zu machen. Das hat aber auch nichts mit Objektivität zu tun, denn die gibt es nicht. Wir wünschen uns zwar, dass es sie gibt, aber wenn ich die moderne Physik sehe, so hat man die sogenannte Objektivität schon länger aufgegeben, eben aus dem Bewußtsein heraus, dass jeder Erkenntnisakt immer zwei Größen hat, nämlich das zu Betrachtende und den Betrachter, und dass diese beiden während des Erkenntnisaktes immer in einer Wechselwirkung sind.
In diesem Sinne: Ja, Logik als die einzige mir bekannte Art, zu Aussagen über die Weltwirklichkeit zu gelangen. Man kann gerne auch unlogische Aussagen machen, jedoch hat man damit nichts gewonnen, vielmehr würden sich unlogische Aussagen mit der recepierbaren Weltwirklichkeit beißen, weil hier dann der satz vom adaequatio intellectus et rei verletzt wird, weil ja dann eben das Gedachte nicht mit dem übereinstimmt, was man sieht oder hört, oder sonstwie wahrnimmt.

LG

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Re: Hinduismus

Beitragvon Pilgrim » Fr 24. Apr 2009, 21:57

Nataraja hat geschrieben:Wenn ich es richtig verstanden habe, verstehst du unter Wahrheit nicht einfach nur eine wahre Aussage.

Eine Proposition ist wahr sofern sie mit der Realität korrespondiert, wenn was sie behauptet der Fall sei der Fall ist. Nicht ein Satz oder Sprachteil ist wahr oder falsch, sondern eine Proposition…der Inhalt eines Satzes. Sätze sind wahr sofern sie eine wahre Proposition oder Inhalt exprimieren.
Und in diesem Sinne habe ich das Wort Wahrheit auch verwendet. Ich habe ja schon darauf hingewiesen, dass der Weg zur Wahrheit eben in einer Geistübung, bzw. Geistschulung besteht.
Das Ziel davon ist dann nicht Erkenntnis von Wahrheit, sondern vielmehr, nämlich selbst diese Wahrheit zu werden.
Logik hingegen ist die einzige mir bekannte Möglichkeit, richtige und nachvollziebare, bzw. für jeden überprüfbare Aussagen über die Welt zu machen.
Das hat aber auch nichts mit Objektivität zu tun, denn die gibt es nicht. Wir wünschen uns zwar, dass es sie gibt, aber wenn ich die moderne Physik sehe, so hat man die sogenannte Objektivität schon länger aufgegeben, eben aus dem Bewußtsein heraus, dass jeder Erkenntnisakt immer zwei Größen hat, nämlich das zu Betrachtende und den Betrachter, und dass diese beiden während des Erkenntnisaktes immer in einer Wechselwirkung sind.
In diesem Sinne: Ja, Logik als die einzige mir bekannte Art, zu Aussagen über die Weltwirklichkeit zu gelangen. Man kann gerne auch unlogische Aussagen machen, jedoch hat man damit nichts gewonnen, vielmehr würden sich unlogische Aussagen mit der recepierbaren Weltwirklichkeit beißen, weil hier dann der satz vom adaequatio intellectus et rei verletzt wird, weil ja dann eben das Gedachte nicht mit dem übereinstimmt, was man sieht oder hört, oder sonstwie wahrnimmt.

Da scheint mir aber, daß du mit deinen Ansichten nicht nur logisch nicht consistent bist, sondern auch den Test der Rationalität verfehlt hast….. :cry:

Im metaphysischen und korrekten Sinne ist absolute Wahrheit dasselbe wie objektive Wahrheit. Wir entdecken Wahrheit, machen oder “werden” sie nicht, und die Behauptung wird auf eine Art und Weise durch die Realität selbst wahr oder falsch gemacht, unabhängig davon ob man’s akzeptiert oder nicht. Eine absolute Wahrheit stimmt mit den drei Gesetzen der Logik überein die selbst auch absolute Wahrheiten sind.
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Mo 27. Apr 2009, 08:50

Pilgrim hat geschrieben:Eine Proposition ist wahr sofern sie mit der Realität korrespondiert, wenn was sie behauptet der Fall sei der Fall ist. Nicht ein Satz oder Sprachteil ist wahr oder falsch, sondern eine Proposition…der Inhalt eines Satzes. Sätze sind wahr sofern sie eine wahre Proposition oder Inhalt exprimieren.


Habe ich etwas anderes gesagt? Nein, oder?

Pilgrim hat geschrieben:Da scheint mir aber, daß du mit deinen Ansichten nicht nur logisch nicht consistent bist, sondern auch den Test der Rationalität verfehlt hast….. :cry:

Im metaphysischen und korrekten Sinne ist absolute Wahrheit dasselbe wie objektive Wahrheit. Wir entdecken Wahrheit, machen oder “werden” sie nicht, und die Behauptung wird auf eine Art und Weise durch die Realität selbst wahr oder falsch gemacht, unabhängig davon ob man’s akzeptiert oder nicht. Eine absolute Wahrheit stimmt mit den drei Gesetzen der Logik überein die selbst auch absolute Wahrheiten sind.


Dieser vermeintliche Fehler existiert nur, weil wir das Wort Wahrheit in verschiedenen Kontexten benutzen und mit verschiedenen Bedeutungen.
Ich gebe dir recht, dass Wahrheit etwas ist, was in der Überprüfung oder im Abgleich von Gedachtem und damit auch Postuliertem mit etwas, was man "vorfindet" entsteht. Wenn das Vorgefundene und das Gedachte übereinstimmen, so kann man von Wahrheit reden. Das habe ich oben ja auch so zitiert, indem ich Wahrheit als "adaequatio intellectus et rei" benannt habe. Das meint ja genau das!
Absolute Wahrheit und objektive Wahrheit gleichzusetzen verbietet sich hingegen. Warum?
1. Die Verwendung des Wortes absolut macht eine Wahrheit nicht wahrer. Es gibt nur wahr oder nicht wahr. Insofern ist eine Steigerung der Wahrheit ein Unsinn.
2. Was ist bitteschön objektiv? Ich habe ja schon gesagt, dass jeder Erkenntnisakt, und der ist ja beim Abgleich des Gedachten mit dem Vorfindlichen nötig, drei Beteiligte hat: a) den Erkenner, b) das Erkannte und c) den Erkenntnisvorgang. Sowohl der Erkenner als auch der Erkenntnisvorgang (in den Wissenschaften wäre dies die Methode des Messens) sind jedoch Größen, die das Ergebnis erheblich beeinflussen. Als Beispiel: Ist Licht nun ein Teilchen oder eine Welle? Man hat in der Physik nicht umsonst die Idee der Objektivität in gewissen Bereichen als unzulänglich aufgegeben, und sie ersetzt durch die Idee der Intersubjektivität. man weiß, dass es keine objektive Erkenntnis gibt.
3. Wenn eine Wahrheit absolut wäre, was bedeutet das dann? Absolut kommt vom lat. absolvere, was abgetrennt bedeutet. Eine absolute Wahrheit wäre eine Wahrheit an sich, und wäre somit gar nicht percipierbar, weil sie ja eben nur an und für sich ist. Vorsicht ist bei der Wahl der Sprache ovberstes Gebot, zumindest aber Genauigkeit!
Um diese Mißverständnisse zu beenden werde ich vom höchsten Ziel des menschen nun nicht mehr von der absoluten Wahrheit reden, sondern lieber vom Absoluten, oder wie schon gesagt, vom höchsten Ziel. Wahrheit hingegen werde ich verwenden im Zusammenhang mit Aussagen, die dann eben wahr oder falsch sind.

Gruß

Nataraja
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Re: Erdbestattung oder Kremation?

Beitragvon Urmilsch » Do 30. Jul 2020, 07:13

Habatom hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Erdbestattung oder Kremation?
Wie steht ihr dieser Frage gegenüber?
- als Weltmenschen
- als Christen
Besten Dank im Voraus für die Wortmeldungen!
LG lionne



Als Christ kann ich bezüglich dieser Frage mir vor Augen führen, was Paulus über die Auferstehung der Toten gesagt hat.
Ob es also eine Rolle spielt, ob der ganze Leib beerdigt wird (Erdbestattung) oder der Leib zuvor verbrannt wird und die Asche begraben wird (Kremation).

1. Korinther 15,
35 Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib kommen sie?


Werden sie also aus den Bestandteilen ihres irdischen Körpers "wiederhergestellt" - bzw. neu gemacht? Dann wäre eine Erdbestattung sinnvoll.

1. Korinther 15
44 es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistlichen.

50  Dies aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch die Vergänglichkeit nicht die Unvergänglichkeit erbt.

Also nichts vom alten irdischen Körper ist nötig, damit Gott uns auferwecken kann.


Einen schönen guten Morgen,

in christlichen Foren haben Menschen grundsätzlich Probleme mit anderen Schriften, was nicht zuletzt am Unverständnis der eigenen Schrift liegt. Ich finde die folgende Diskussion zwischen Schüler und Lehrer in diesem Zusammenhang hoch interessant:

Am Anfang war hier nur das Selbst; es war wie ein Mensch. Es blickte um sich und sah nichts anderes als sich selbst. »Das bin ich«, war sein erstes Wort. (Wir erinnern uns an den Geist welcher am Anfang über den Wassern schwebte) Daher erhielt es den Namen »Ich«. Auch hier erinnern wir uns an die Beschreibung des Namen Gottes in Ex 3, 14. Darum sagt auch jetzt jemand, der begrüßt worden ist, zuerst, »ich bin der« und nennt dann den anderen Namen, den er führt.

Es fürchtete sich. Darum fürchtet sich einer, der allein ist. Er überlegte: »Wenn es nichts anderes gibt als mich, vor wem fürchte ich mich denn da?« Da wich seine Furcht; denn vor wem hätte es sich fürchten sollen? Man fürchtet sich doch nur vor einem Zweiten.

Es empfand keine Freude. Darum empfindet ein Einsamer keine Freude. Es wünschte sich einen Zweiten. Es war so groß wie Mann und Frau bei der Umarmung.

Es ließ sich in Teile zerfallen, um nicht mehr einsam zu sein.

Wie die Bienen, mein Lieber, Honig bereiten und die Säfte verschiedener Bäume sammelnd den Saft zu einer Einheit werden lassen, wie diese einzelnen Säfte dort den Unterschied »ich bin der Saft von dem oder jenem Baum« nicht mehr gewahren, so, wahrlich, mein Lieber, gehen all diese Wesen in das Seiende ein und wissen nicht, dass sie in das Seiende (sie gehen nicht in das nicht seiende ein) eingehen. Was diese immer hier sind, sei es Tiger, Löwe, Wolf, Eber, Wurm, Motte, Fliege oder Bremse, sie werden zum Sât.« »Lehre mich noch weiter, Ehrwürdiger.«

Alles ist Brahman. (Eine Gottheit)Aus Ihm entsteht alles, durch Ihn wird alles erhalten und in Ihm vergeht alles. Friedvollen Herzens soll man beständig über Ihn meditieren. Denn der Mensch besteht aus Wollen. Wie das Wollen des Menschen in dieser Welt ist, so wird er nach seinem Scheiden aus dieser Welt. Er muss sein Wollen kultivieren.

Geist ist sein Stoff, Leben sein Leib, Bewußtsein seine Person, Wirklichkeit sein Wille, Raum sein Körper. Es ist allwirkend, allwünschend, allsehend, allwissend, allumfassend, still, unbewegt.

Das ist mein Âtman im Inneren des Herzens, feiner als ein Reis-, Gersten-, Senf- oder Hirsekorn oder das Korn eines Hirsekorns. Das ist mein Âtman im Innern des Herzens, größer als die Erde, größer als der Luftraum, größer als der Himmel, größer als die Welten.

Er ist allwirkend, allwünschend, allsehend, allwissend, allumfassend, still, unbewegt. Dieser mein Âtman im Innern des Herzens ist das Brahman, zu ihm werde ich nach meinem Scheiden von hier gelangen. Wer dies wahrhaft erkennt, dem bleibt kein Zweifel.

»Ja, mein Lieber«, sprach er. »Die Flüsse hier im Osten fließen nach Osten, die im Westen fließen nach Westen, aus dem Meer fließen sie ins Meer, sie werden zum Meer. Wie diese dort nicht wissen, »ich bin dieser oder jener Strom«, so kommen alle diese Geschöpfe aus dem Sât, ohne zu wissen, daß sie aus dem Sât (DEM LEBENDIGEN) kommen. Was diese immer hier sind, sei es Tiger, Löwe, Wolf, Eber, Wurm, Motte, Fliege, Bremse, sie werden dazu.« »Lehre mich noch weiter, Ehrwürdiger.«

»Ja, mein Lieber«, sprach er. »Wenn einer, mein Lieber, diesen großen Baum an der Wurzel anschlägt, so wird dieser, weiter lebend, seinen Saft ausströmen lassen; wenn er ihn in der Mitte anschlägt, so wird dieser, weiter lebend, seinen Saft ausströmen lassen; wenn er ihn am Gipfel anschlägt, so wird dieser, weiter lebend, seinen Saft ausströmen lassen. Von der lebendigen Seele durchdrungen, strotzt er fröhlich weiter. Wenn aber die Seele einen Zweig von ihm verläßt, dann verdorrt er; verläßt sie einen zweiten, so verdorrt er, verläßt sie einen dritten, so verdorrt er; verläßt sie den ganzen Baum, so verdorrt er ganz. Ganz in derselben Weise, wisse, mein Lieber«, sprach er, »stirbt das, was von der lebenden Seele verlassen ist; nicht stirbt die lebende Seele. Diese feinste Substanz durchzieht das All, das ist das Wahre, das ist das Selbst, das bist du (tat twam asi), Shvetaketu.« »Lehre mich noch weiter.«

»Ja, mein Lieber«, sprach er. »Bringe mir von da eine Nyagrodhafrucht.« »Hier ist sie, Ehrwürdiger.« »Spalte sie.« »Sie ist gespalten, Ehrwürdiger.« »Was siehst du da?« »Ganz feine Körner, Ehrwürdiger.« »Spalte eines von diesen.« »Es ist gespalten, Ehrwürdiger.« »Was siehst du da?« »Nichts, Ehrwürdiger.« Der sprach zu ihm: »Der feinste Stoff, den du nicht wahrnimmst, aus dem besteht so der große Nyagrodhabaum. Glaube, mein Lieber, dieser feinste Stoff durchzieht dies All, das ist das Wahre, das ist das Selbst, das bist du (tat twam asi), Shvetaketu.« »Belehre mich weiter, Ehrwürdiger.«

In diesem Zusammenhang bitte folgende Schriften verstehen!

1 Kor 3, 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? So jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr.

2 Kor 6 Nr.16: Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes.

1 Joh 14 Nr. 20: An dem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Ihr werdet erkennen, das alles EINS ist!

Koran Sure 15 Nr. 28 und 29: Und (gedenke der Zeit) da dein Herr zu den Engeln sprach: «Ich bin im Begriffe, den Menschen aus trockenem, tönendem Lehm zu erschaffen, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm; Wenn Ich ihn nun vollkommen geformt und ihm von Meinem Geiste (Meiner Seele) eingehaucht habe, dann fallet mit ihm dienend nieder.

Mahabharata, Buch 12 Kap. 217. Wenn sie erkennen, dass dieses Brahman in ihrer Seele wohnt, werden sie unsterblich und müssen nie wiedergeboren werden. Zu diesem höchsten Dasein gelangt, das unzerstörbar und ewig ist, sind sie voller Seligkeit.

Vishnu Purana, 6.5 Kesidhwaja sprach damals:

Er (Gott) wohnt im Inneren aller Wesen, und alles wohnt in ihm (vgl. Johannes Ev.Kap. 14 Nr. 20: An dem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch). Und so ist Vasudeva der Schöpfer und Bewahrer der Welt. Doch obwohl er eins mit allen Wesen ist, ist er auch jenseits von ihnen und aller materiellen Natur, ihrer Erscheinungen, Eigenschaften und Unvollkommenheiten. Er ist der Urgrund aller gestalteten Materie. Er ist die alldurchdringende Seele, und das ganze Universum ist von ihm vollständig erfüllt. Er ist die Gutheit an sich, und in jedem Geschöpf ist ein kleiner Teil seines Wesens verkörpert.


Es ist schon ein Stück weit faszinierend: Wir versuchen uns in den religiösen Schriften selbst mitzuteilen wer wir wirklich sind, weil dieser materielle Körper aufgrund seiner Sinne dem Menschen suggeriert von seinem Gegenüber und der Natur getrennt zu sein, obwohl er das nicht ist. Es deckt sich mit den Aussagen sämtlicher Glaubensrichtungen und den Feststellungen der Quantenphysik.

Fazit: Wenn ein Wesen stirbt, dann hört etwas auf was nur sekundär, aufgrund dieses einen Geistes in Erscheinung getreten ist, welcher primär ist. Nie hört derjenige auf zu leben, welcher sieht, hört, fühlt usw. denn es ist immer der SELBE, das eigene Selbst. Deshalb richtet man sich selbst, so man einen anderen richtet.

In diesem Zusammenhang eine Aussage Jesu aus einer Apogryphe, welche jedoch im Zusammenhang passend ist: Jesus sprach: „Werdet Vorübergehende!“ Thom Ev.
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Re: Hinduismus

Beitragvon Thelonious » Do 30. Jul 2020, 18:54

Hallo Urmilsch,

da nicht mehr zum tatsächlichen Threadthema passend, habe ich dein letztes posting hierher verschoben. Nein, Christen verstehen da nichts falsch, bzw. haben da auch keinerlei Unverständnis bezüglich der eigenen Schrift. Die Bibel sagt es wirklich in a l l e r Eindeutigkeit

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich

Was sagt Dir das?

Gruss
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Re: Hinduismus

Beitragvon Urmilsch » Fr 31. Jul 2020, 10:32

Thelonious hat geschrieben:Hallo Urmilsch,

da nicht mehr zum tatsächlichen Threadthema passend, habe ich dein letztes posting hierher verschoben. Nein, Christen verstehen da nichts falsch, bzw. haben da auch keinerlei Unverständnis bezüglich der eigenen Schrift. Die Bibel sagt es wirklich in a l l e r Eindeutigkeit

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich

Was sagt Dir das?

Gruss
Thelonious


Guten Morgen Thelonius, zuerst einmal finde ich es schade, dass du diese Antwort aus dem Zusammenhang reißt und verschoben hast, denn es ging um den Tod. Es ist ein persönliches Ding Turmfalke, dass du meine Nachricht verschoben hast, denn es passt dir nicht, wenn man eingefahrene Strukturen hinterfragt und es passt dir schon zehnmal nicht, wenn man versucht Aussagen verschiedener Schriften zu bemühen, wenn man eine Lösung anstrebt. Du glaubst die Wahrheit zu kennen, so wie es alle Gläubigen dieses Planeten meinen zu wissen. Du gründest dein Wissen auf einem abgegrenzten Teil der Schriften, abgegrenzt von Menschen. Steht nicht in diesen Schriften geschrieben, dass der Menschen Weisheit Torheit vor Gott ist und er die Weisen in seiner Klugheit erhascht?Sollte man auf die Schriftgelehrten hören, welche meinen sich mit den Schriften und der Intention dieser bestens aus zu kennen? Gründet nicht das was du im Religionsunterricht, Kirche, sozialem Umfeld erlernst genau auf diesen Interpretationen der Schriftgelehrten (Theologen und dergleichen), welche diese Interpretationen nahezu unverändert über die Jahrhundert hinweg weitergaben?

Was sagt Dir das?


Dass das Eine, das Andere überhaupt gar nicht ausschließt. Wenn Jesus sagt, dass er der Weg und die Wahrheit ist, dann meint er damit sein Gebot "Liebt euch untereinander". Das ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Alles andere ist Irrtum Thelonius und warum?

Weil zu aller erst einmal erst Christus in den Schriften das Wort Gottes ist und dieser sein Gebot in den Fokus rückt, indem er sagt, dass nur derjenige in seiner Liebe bleiben wird, der dieses Gebot beachtet. Was das bedeutet, wenn man eine Schrift liest, welche aus Worten besteht, sollte doch klar sein. Alle Worte die Jesus in der Schrift zugeordnet werden und dieser vom Stapel lässt sind doch nicht einem Sohn in unserem bekannten Sinn zuzuordnen, sondern dem Vater selbst, weil Christus nicht seine Worte in der Schrift spricht, sondern die des Vaters, womit man eben nur die Worte des Vaters an dieser Stelle liest. Es gibt unzählige Textstellen die genau das aussagen. Der Stein des Anstoßes den die Bauleute (Theologen verworfen haben) ist er, denn alles das was man in einer Institution Namens Kirche, Moschee, Tempel, Synagoge wahrnehmen kann, fußt auf diesem Unverständnis, dem baustein den die Menschen verworfen haben. Jesus spricht dass wer durch ihn frei ist vollkommen frei ist. Durch ihn frei ist also ein jegliches Handeln im Rahmen des Gebots Jesu.

Darüberhinaus ist sein Gebot die Wahrheit, weil wir alle EINS sind und dieser unsichtbare Vater ein jegliches Wesen durchdringt und der eigentlich Wahrnehmende der Individuen ist. Natürlich kommt der Gläubige Christ nicht darauf, denn er hat es so nicht erlernt, aber der Vater und der Sohn sind EINS. Auch du sollst endlich EINS werden mit allen anderen siehe Joh 17 und in dieser Wahrheit leben, denn der Geist Gottes durchdringt ein jeglich Geschöpf 1 Kor 3, 16; 2 Kor 6, 16; Joh 14, 20. Es gibt nur den einen Gott, ohne einen Zweiten, der zeigt sich wohl in der Vielfalt der Schöpfung und doch bleibt es nur der eine Gott. Schau mal in deiner Schrift nach was Jesus sagt wer die Menschen in die Wahrheit leiten wird und dann sieh mal nach, ob der Vater durch den Heiligen Geist im Sohn war. Das macht aber aus dem einen Gott keinesfalls 3 Götter, sondern es bleibt der eine Gott. Widerchrist ist genau derjenige, welcher leugnet das Christus, der unsichtbare Gott und Schöpfer dieser Erde ins Fleisch gekommen ist, will heißen wer nicht wahrhaben möchte, dass sich der lebendige Gott auch im Lebendigen befindet. Im übrigen hat dieser auch einen Namen, welchen den Menschen auch offenbart wurde Joh 17, 6. Der Name des Sohnes ist der Name des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, denn diese 3 Dinge waren in einer Person. An vielen Stellen der Schrift, bspw. des NT kann man nachlesen, dass sich der Geist Gottes im Menschen selbst befindet und dieser der wahre Tempel Gottes ist. Es passt zur Quantenphysik, welche feststellt, dass alle Dinge dieses Universum miteinander verbunden sind und es passt zu allen religiösen Schriften dieser Erde, welche ausnahmslos aussagen, das es nur einen einzigen Gott gibt, welcher der Wahrnehmende der Individuen ist.

Dem einzigen dem daran gelegen ist Menschen nicht zu vereinen, dass ist das kleine Teufelchen. Denk mal darüber nach, wenn du versuchst einen gemeinsamen Nenner zu verhindern, indem du deine subjektive Wahrheit als das Maß aller Dinge ansiehst und andere für falsch deklarierst, Aussagen in dieser Hinsicht zensierst oder aus dem Zusammenhang reißt, ohne diese Schriften überhaupt zu kennen. Nach allen Schriften ist Jesus das Höchste, der Schöpfer von Himmel und Erde und nach allen Schriften gibt es nur einen Nenner und einen Gottesdienst und der findet sich im Gebot Jesu!

Hier noch eine Aussage einer Schrift die du mit der Ansicht nicht verstehen kannst, dass Gott sich nicht in uns befindet. Wenn du verstehst, dass es nur ein unteilbares Ganzes gibt, dann wirst du diese Aussagen des Thomasevangeliums verstehen können.

Jesus sprach: „Wenn die, die euch führen, euch sagen: Seht, das Königreich ist im Himmel, so werden die Vögel des Himmels euch vorangehen. Wenn sie euch sagen: es ist im Meer, so werden die Fische euch vorangehen. Aber das Königreich ist in euch, und es ist außerhalb von euch.
Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, daß ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid. Aber wenn ihr euch nicht erkennt, dann seid ihr in der Armut, und ihr seid die Armut.“

Jesus sprach: „Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet;
und wenn er findet, wird er erschrocken sein; und wenn er erschrocken ist,
wird er verwundert sein, und er wird über das All herrschen.“


Warum wird er erschrocken sein? Er wird das was er sonst wo sucht in sich selbst finden, darüber wird er nicht nur erschrocken, sondern auch sehr erstaunt sein. das andere sollte dann längst klar sein.

ISA = JESUS ist nach den indischen Veden das Höchste. Es gibt nichts höheres. Nun es deckt sich mit den Aussagen des NT, denn nicht ein Hampelmann kam ins Fleisch, sondern der Schöpfer von Himmel und Erde selbst kam ins Fleisch, was aus Sohn und Paps keine zwei verschiedenen Dinge macht, weshalb ja auch Vater und Sohn EINS sind.

Ein wahrer Gläubiger lässt sich nicht durch Beten, Fasten und sonstigen rituellen Dinge mehr fesseln. Ein wahrer Gläubiger ist im Rahmen des Gebots Jesu vollkommen frei und würde alles daran setzen, die Menschheit auf einen gemeinsamen Nenner zu führen, damit sie in Zukunft gleichberechtigt und friedvoll miteinander Leben können, so dass auch das Friedensreich hier auf Erden erscheint. Hierzu muss man notgedrungen seine eingefahrenen Strukturen zum Wohle dieses Zieles hinterfragen und ggfls ändern.

Grüße Urmilsch
Zuletzt geändert von Urmilsch am Fr 31. Jul 2020, 11:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » Fr 31. Jul 2020, 10:57

Viele Worte, Urmilsch.

Und Worte lassen abweichende Bedeutungen zu.
Somit legt Jeder andere Bedeutungen in Worte hinein.

Kompliziert, mit Worten etwas auszusagen oder bestimmte Bedeutungen zu beweisen.

Zu leicht verbiegt man Jesu Worte. Und man legt ihm auch Wote in den Mund in Form anderer Evangelien.

So ergeben sich leicht logisch klingende falsche Zusammenhänge.

Warst du schon mal in der Welt Gottes, Urmilsch ?
Noch nicht mal dann wirst du alles erfassen, wovon du redest.
Auch in der Welt Gottes wirst du nicht die Gesamtheit , weder erfassen noch verstehen.

Da wirst du noch abertausende oder mehr Wiedergeburten abwarten müssen, vorausgesetzt, du stellst dich wirklich lernfähig an. Sonst wird man ewig in einer selbstgebauten Scheinwelt leben.

Und Einsicht geschieht dann auch nur, wenn man gerade nicht wiedergeboren ist. Und dieses bißchen Einsicht verliert man auch noch, sobald man wieder wiedergeboren ist.

Was bleibt ist der Traum von vollkommener Vollkommenheit und der Teilhabe an der Allwissenheit Gottes




Lg, otp
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Re: Hinduismus

Beitragvon Thelonious » Fr 31. Jul 2020, 22:02

@Urmilsch:

Moderation bedeutet eben auch dafür Sorge zu tragen, dass hier möglichst die jeweilige thematische Aussage der verschiedenen threads beibehalten wird. Dieses gilt selbstverständlich auch für deine postings.

Auf deine Reaktion auf Joh. 14,6 komme ich zu einem späteren Zeitpunkt zurück.

Gruß
Thelonious - Senior-Mod.
Wachet auf, ruft uns die Stimme!
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Re: Hinduismus

Beitragvon Lazar » Sa 1. Aug 2020, 18:44

Urmilsch hat geschrieben:Es ist schon ein Stück weit faszinierend: Wir versuchen uns in den religiösen Schriften selbst mitzuteilen wer wir wirklich sind,
weil dieser materielle Körper aufgrund seiner Sinne dem Menschen suggeriert von seinem Gegenüber und der Natur getrennt zu sein, obwohl er das nicht ist. Es deckt sich mit den Aussagen sämtlicher Glaubensrichtungen und den Feststellungen der Quantenphysik.

Fazit: Wenn ein Wesen stirbt, dann hört etwas auf was nur sekundär, aufgrund dieses einen Geistes in Erscheinung getreten ist, welcher primär ist. Nie hört derjenige auf zu leben, welcher sieht, hört, fühlt usw. denn es ist immer der SELBE, das eigene Selbst. Deshalb richtet man sich selbst, so man einen anderen richtet.

In diesem Zusammenhang eine Aussage Jesu aus einer Apogryphe, welche jedoch im Zusammenhang passend ist: Jesus sprach:„Werdet Vorübergehende!“Thom Ev.


Hi Urmilsch,
ich kann Dein starkes Ansinnen aus sämtlichen religiösen Schriften für Dich eine Art "Gott & Ich-Essenz" oder "Ewige-Einheits-Matrix" herauszukristallisieren gut verstehen, aber letztendlich verfehlt diese Vorgehensweise für mich dennoch das einzig wahrliche Ziel aller Menschheit:

Christus sowohl damals auf Erden als auch im Himmel innerhalb Seiner typischen unvorstellbaren Liebe und Seinem unvergleichlichen Frieden als Seinen absolut eigenen wahren Herrn - als damit auch Retter vor dem Satan - zu "erkennen".

Für immer und ewig



Denn diesen allerhöchsten Glaubensanspruch findest Du in keiner einzigen anderen religiösen Schrift als bei den Christen.
Im Koran ist Isa/Jesus zwar auch der Sohn der Jungfrau Maria und dazu noch ein sehr hoher Prophet, dem auch die Muslime gehorchen sollen. Gut.

https://www.livenet.ch/themen/glaube/theologie_philosophie_religion/islam/194577-jesus_im_koran.html?page=show

Möglicherweise gibt es den sehr respektvollen ISA/Jesus- und MARIA-geprägten "christlichen Einschlag" im Koran, weil Mohammed damals angeblich eine Ebionitin (=Christin) zur Frau hatte. Dass Christen und damit auch Juden von Muslimen verfolgt und getötet werden sollten, dieser "Allah-Aufruf" kann also ursprünglich kaum von Mohammed selbst stammen - so wie übrigens ganz vieles im AT auch nicht von Mose oder anderen Propheten selbst stammt!
Denn ich fürchte nach all meinen Nachforschungen, dass in sämtlichen alten "religiösen" Schriften einiges nach eigenem Gutdünken/einzelner Abschreiber in höchstem fremden Namen ohne "Gottes Erlaubnis" verfälscht worden ist. So wie es früher allgemein üblich war unter berühmten Namen anderer zu schreiben.
Fatal, wenn Du dies in Deinem Glauben nicht berücksichtigst! Aber dies tust Du scheinbar im "geistigen Endeffekt" nicht... :))

Das heißt, beim wahren Wort Jesu Christi versuchen WIR uns eben nicht mehr in den religiösen Schriften SELBST mitzuteilen, wer wir wirklich sind, sondern Gottes Sohn kann uns dies alles übermitteln - das ist ein ganz gravierender Unterschied. Und zwar nicht nur damals, sondern immer noch!

Deshalb ist Er auch Dein/Unser einziger Herr... :angel: Vergiss das bitte nie!

Herzliche Grüße
Eleazar
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Sa 1. Aug 2020, 18:58

Wenn dem so wäre, dass die heilige Schrift der Christen eine Mitteilung Gottes ist, bzw. eine Selbstoffenbarung Gottes, dann frage ich mich, warum diese Offenbarung nicht eindeutig ist, sondern so missverständlich. Immerhin fußen auf dieser Schrift ca. 16.000 verschiedene Christentümer. Das heißt, es gibt etwa 16.000 verschiedene Interpretationen dieser angeblich eindeutigen Schrift.

LG
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » Sa 1. Aug 2020, 19:10

Ja, etwas lange her.

Findest du, Gott habe sich durch Irgendwen vollkommen offenbart ?
In wessen Namen tun das Rudolf Steiner und Lorbeer ?
Die Gründerin der Theosophie oder die Rosenkreuzer ?
Und der Hinduismus ist dafür bekannt, dass er so viel Verschiedenes in sich vereint.

Lg, oTp
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Sa 1. Aug 2020, 19:27

onThePath hat geschrieben:Ja, etwas lange her.

Findest du, Gott habe sich durch Irgendwen vollkommen offenbart ?
In wessen Namen tun das Rudolf Steiner und Lorbeer ?
Die Gründerin der Theosophie oder die Rosenkreuzer ?
Und der Hinduismus ist dafür bekannt, dass er so viel Verschiedenes in sich vereint.

Lg, oTp


Selbst wenn Gott sich irgendjemandem vollkommen offenbart hätte, so ist diese Offenbarung etwas, das von Menschen empfangen wird. Und hier ist schon die erste "Störung" der Offenbarung vorhanden. Und nehmen wir an, dieser Mensch wäre von Gott oder Gottes Geist dazu befähigt, die komplette Offenbarung zu erfassen, so wäre die nächste "Störung" dieser Offenbarung die Menschen, an die diese Offenbarung geht.
Man hat im Christentum zwar versucht, diesem Problem entgegenzuwirken (die einzigen, die dies mehr oder weniger erfolgreich geschafft haben, waren die Katholiken mit ihrer apostolischen Nachfolge), aber nicht wirklich erfolgreich.
Der wenige Erfolg dieses Vorhabens entspringt vor allem dem Problem, dass man jedes Mal den Nachweis führen muss, dass die Person, welche diese Offenbarung verkündet, auch wirklich be-geistet ist von Gott, und das selbe gilt für den Hörer. Und an dieser Stelle greift dann die Idee der Institutionen, die diesen Nachweis qua Insitution machen. Aber ob da noch der Geist Gottes weht?

LG
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » Sa 1. Aug 2020, 22:19

Nun ja, Jesus hatte keine Schreiberlinge.
Und seine Jünger taten auch nicht immer geistreich.

Schauen wir auf Indien. Dort gilt die Lehrautorität der Gurus und Avatare.
Eine innere Lehre wie meditative Versenkung fehlt bei Jesus.

lg, oTp
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » Sa 1. Aug 2020, 23:12

onThePath hat geschrieben:Nun ja, Jesus hatte keine Schreiberlinge.
Und seine Jünger taten auch nicht immer geistreich.

Schauen wir auf Indien. Dort gilt die Lehrautorität der Gurus und Avatare.
Eine innere Lehre wie meditative Versenkung fehlt bei Jesus.

lg, oTp


Ja, Indien kennt die Schüler-Lehrer-Linie, die parampara (catena aurea), aber auch hier haben wir die selbe Problematik wie im Christentum.
Und ich muss leider etwas widersprechen, aber man findet in den alten christlichen Schriftlichen meditative Versenkung.

LG
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » Sa 1. Aug 2020, 23:49

]Ja, aber wann ?
Hätte Jesus es seinen Jüngern beigebracht, ginge also Meditation als Impuls von ihm aus, sollte das doch deutlich in der Bibel stehen.

LG, otp[/code]
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Re: Hinduismus

Beitragvon Nataraja » So 2. Aug 2020, 00:04

onThePath hat geschrieben:]Ja, aber wann ?
Hätte Jesus es seinen Jüngern beigebracht, ginge also Meditation als Impuls von ihm aus, sollte das doch deutlich in der Bibel stehen.

LG, otp[/code]


Nun, hier beginnt das be-geistet-sein seinen eigenen Weg zu gehen, und die Institution ebenso.
Für den be-geistet Seienden ist es OK, auch in anderen Schriften über Jesus zu lesen, und etwa meditative Versenkungstechniken zu lernen. Für den Institutionalisierten gibt es aber nur 4 Evangelien (aus der Menge der vielen Schriften, die erst ab dem 3. Jh. als apokryph galten), und in denen findet man tatsächlich nur Bruchstücke. Aber es ist interessant, dass das Christentum drei Generationen nach Christus eine sehr asketische und kontemplative Tradition hervorgebracht hat, nämlich die Tradition der Wüstenväter.

LG
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » So 2. Aug 2020, 00:26

Also begann die Meditation, Absonderung vom normalen Leben, innere Gottsuche, erst durch die Wüstenväter ?
Wobei ja noch nicht das Ziel ihrer Meditation klar ist.

Das ist ja im Hinduismus die totale Erleuchtung und Aufgabe des Ichs. Verbunden mit dem Glauben an Wiedergeburt. Nämlich diesen Kreislauf endgültig zu beenden

Wie kommt man zunächst von der Verkündigung der Apostel zur Ausformung der Spiritualität der Wüstenväter ?
Und auch das Ziel der christlichen Verinnerlichung und inneren Gottessuche ist ja nicht den hinduistischen Zielen gleich.

lg, oTp
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » So 2. Aug 2020, 02:45

Nataraja hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Ja, etwas lange her.

Findest du, Gott habe sich durch Irgendwen vollkommen offenbart ?
In wessen Namen tun das Rudolf Steiner und Lorbeer ?
Die Gründerin der Theosophie oder die Rosenkreuzer ?
Und der Hinduismus ist dafür bekannt, dass er so viel Verschiedenes in sich vereint.

Lg, oTp


Selbst wenn Gott sich irgendjemandem vollkommen offenbart hätte, so ist diese Offenbarung etwas, das von Menschen empfangen wird. Und hier ist schon die erste "Störung" der Offenbarung vorhanden. Und nehmen wir an, dieser Mensch wäre von Gott oder Gottes Geist dazu befähigt, die komplette Offenbarung zu erfassen, so wäre die nächste "Störung" dieser Offenbarung die Menschen, an die diese Offenbarung geht.
Man hat im Christentum zwar versucht, diesem Problem entgegenzuwirken (die einzigen, die dies mehr oder weniger erfolgreich geschafft haben, waren die Katholiken mit ihrer apostolischen Nachfolge), aber nicht wirklich erfolgreich.
Der wenige Erfolg dieses Vorhabens entspringt vor allem dem Problem, dass man jedes Mal den Nachweis führen muss, dass die Person, welche diese Offenbarung verkündet, auch wirklich be-geistet ist von Gott, und das selbe gilt für den Hörer. Und an dieser Stelle greift dann die Idee der Institutionen, die diesen Nachweis qua Insitution machen. Aber ob da noch der Geist Gottes weht?

LG
Nataraja


Ja, diese Schilderung finde auch ich logisch.
Was wohl an Inhalt der Lehre Christi verloren ging durch das Verständnis seiner Apostel ? Und sie gaben es mündlich weiter. Auch hier wieder die Möglichkeit, dass viel verloren geht durch die Weitergabe.

Der Hinduismus lehrt ja, Jeder muss vollkommen werden, in einem Leben in dieser Welt Gott gleich werden. Das ist so radikal und entscheidend, dass auch Jesus dies deutlich mit Nachdruck gelehrt haben müsste. Klar sucht man nach allen Möglichkeiten, nachzuweisen, dass Jesus auch so gelehrt habe. Damit Jesus zu den Vorstellungen des Hinduismus passt.

Als nächstes muss dann die christliche Meditation auch passen oder passend gemacht werden der hinduistischen Yoga-Meditation oder der ähnlichen buddhistischen.

Das kam mir aber gar nicht so vor beim Lesen eines Buches über das Leben eines Athos-Mönches.

Wer aber an vollkomnene Vollkommenheit durch Inkarnation glaubt, gibt sich nicht zufrieden mit der menschlichen Unvollkommenheit. Sie bleibt dennoch ein unübersehbares Wesensmerkmal des Menschen.
Und von Überwindung ist auf der gesamten Welt sehr wenig zu beobachten. Wodurch die Anzahl der nötigen Wiedergeburten eher schon gegen Unendlich wird.

Man schaue auch auf die angeblich höheren Fähigkeiten. Das ist dermassen stückhaft und auch durchwachsen mit Spiritismus und dämonischen Einwirkungen, dass man da nicht viel wahrnehmen kann an Zunahme.

Obwohl man davon ausgeht, alles Wissen und Können sei vollkommen jedem Menschen offen. Also Zugang zur Allwissenheit.

Menschen machen es sich sehr einfach, wenn sie etwas unbedingt glauben wollen.

Übrigens begann mein Nachforschen, als ich ein Buch von Indra Devi las. Jahre später später schaute ich mir Sai Baba an. Und traf Indra Devi bei ihm. Und ihren anthroposophischen Mann. Das war dann bald das Ende meiner Beschäftigung mit dem Hinduismus. Noch einige Zeit war der Hinduismus in der Anthroposophie gegenwärtig, mit der ich noch innerlich beschäftigt war. Ich habe noch nie alles geglaubt, ohne mir ernsthaft immer wieder Fragen zu stellen.

Lg, otp
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » So 2. Aug 2020, 11:21

Was sagst du zu Lorbers Lehren ?
Oder zu Rudolf Steiner ?

Was nützt Steiners Synthese? Er hat sich von der Theosophie entfernt, weil er Jesus noch einarbeiten wollte.

Was nützt seine Synthese, bestehend aus Hinduismus, Budhismus und noch etlichen Zugaben, zb aus der Magie ?

Was ich jetzt nur sagen möchte:
Noch keiner seiner Schüler konnte durch eigene Erlebnisse Steiners Welt bestätigen, so sagt man. Bringt Steiner auf Abwege ist die nächste Frage.

Lg, otp
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Re: Hinduismus

Beitragvon jes_25913 » So 2. Aug 2020, 11:24

onThePath hat geschrieben:Also begann die Meditation, Absonderung vom normalen Leben, innere Gottsuche, erst durch die Wüstenväter ?
Wobei ja noch nicht das Ziel ihrer Meditation klar ist.

Halo oTP
Nein, bereits Jesus und die Apostel meditierten, sie gingen in die Stille. Und im Gegensatz zu den heutigen "Gläubigen" erkannten die Wüstenväter noch den Ernst der Lage. Sie wussten, dass man die ewige Glückseligkeit, den inneren Frieden nicht hinterhergeworfen bekommt, sondern nur indem man die eigene Natur überwindet, was das wichtigste Bemühen im Leben eines Christen ist.

LG,
jes
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Re: Hinduismus

Beitragvon jes_25913 » So 2. Aug 2020, 11:30

Nataraja hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:]Ja, aber wann ?
Hätte Jesus es seinen Jüngern beigebracht, ginge also Meditation als Impuls von ihm aus, sollte das doch deutlich in der Bibel stehen.

LG, otp[/code]


Nun, hier beginnt das be-geistet-sein seinen eigenen Weg zu gehen, und die Institution ebenso.
Für den be-geistet Seienden ist es OK, auch in anderen Schriften über Jesus zu lesen, und etwa meditative Versenkungstechniken zu lernen. Für den Institutionalisierten gibt es aber nur 4 Evangelien (aus der Menge der vielen Schriften, die erst ab dem 3. Jh. als apokryph galten), und in denen findet man tatsächlich nur Bruchstücke. Aber es ist interessant, dass das Christentum drei Generationen nach Christus eine sehr asketische und kontemplative Tradition hervorgebracht hat, nämlich die Tradition der Wüstenväter.

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Hallo Heiko,
ja damals wussten Christen noch, worauf es ankommt.
Aber man hat ja in jeder Religion beides: den Volksglaube der großen Masse, der kaum etwas mit den Lehren der Stifter gemein hat. Was hat die hinduistische Verehrung der Götter mit wirklicher Befreiung durch Yoga zu tun? - Nichts. Was die Anbetung und Opferung vor Buddha-Statuen in den Tempeln mit Buddhas Lehre, die ausdrücklich besagte, dass Buddha nicht angebetet werden wollte? - Nichts. Die Menschen schaffen sich eben ihren eigenen Glauben....

LG,
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » So 2. Aug 2020, 11:53

jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Also begann die Meditation, Absonderung vom normalen Leben, innere Gottsuche, erst durch die Wüstenväter ?
Wobei ja noch nicht das Ziel ihrer Meditation klar ist.

Halo oTP
Nein, bereits Jesus und die Apostel meditierten, sie gingen in die Stille. Und im Gegensatz zu den heutigen "Gläubigen" erkannten die Wüstenväter noch den Ernst der Lage. Sie wussten, dass man die ewige Glückseligkeit, den inneren Frieden nicht hinterhergeworfen bekommt, sondern nur indem man die eigene Natur überwindet, was das wichtigste Bemühen im Leben eines Christen ist.

LG,
jes


Meditation bezeichnet allerdings verschiedene Stille, Innenschau, Kontemplation.
Du kannst nicht alles gleich stellen und mit hinduistischen Vorstellungen vermischen.

Lg, otp
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Re: Hinduismus

Beitragvon jes_25913 » So 2. Aug 2020, 12:06

onThePath hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Also begann die Meditation, Absonderung vom normalen Leben, innere Gottsuche, erst durch die Wüstenväter ?
Wobei ja noch nicht das Ziel ihrer Meditation klar ist.

Halo oTP
Nein, bereits Jesus und die Apostel meditierten, sie gingen in die Stille. Und im Gegensatz zu den heutigen "Gläubigen" erkannten die Wüstenväter noch den Ernst der Lage. Sie wussten, dass man die ewige Glückseligkeit, den inneren Frieden nicht hinterhergeworfen bekommt, sondern nur indem man die eigene Natur überwindet, was das wichtigste Bemühen im Leben eines Christen ist.

LG,
jes


Meditation bezeichnet allerdings verschiedene Stille, Innenschau, Kontemplation.
Du kannst nicht alles gleich stellen und mit hinduistischen Vorstellungen vermischen.

Lg, otp


Die Menschen sind überall gleich. Das Ziel im Hinduismus, Buddhismus und Christentum ist ebenfalls gleich: Freiwerden vom Leiden, die das Zusammenleben mit anderen Menschen und Lebensformen immer wieder hervorruft. Da muss man in sich einen "Felsen" finden, der es erlaubt alles, was einem begegnet und was man selbst tut, positiv zu verarbeiten, zu sehen.

LG,
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » So 2. Aug 2020, 12:28

Überall sind die Ziele gleich ?
Damit erklärst du automatisch das hinduististische Streben nach absoluter Vollkommenheit, beinhaltet das völlige Einswerden mit Gott und die Notwendigkeit der Reinkarnation, zum christlichen Ziel.

Das bedeutet, dass man hinduistische Meditation als unbedingt notwendig betrachtet. Und damit die Entwicklung zum gottgleichen Übermenschen.
Lg, otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Hinduismus

Beitragvon Lazar » So 2. Aug 2020, 14:54

onThePath hat geschrieben:Überall sind die Ziele gleich ?

Damit erklärst du [Jes] automatisch das hinduististische Streben nach absoluter Vollkommenheit, beinhaltet das völlige Einswerden mit Gott und die Notwendigkeit der Reinkarnation, zum christlichen Ziel.


Hi oTP,
diese Fragen sind berechtigt.
Was zwar nicht heißt, dass ein Jude, Christ, Muslim, Hindu oder Buddhist nicht oft exakt dasselbe suchen - aber eben jeweils nur in ihrer eigenen gekannten Religion.

Das bedeutet, dass man hinduistische Meditation als unbedingt notwendig betrachtet. Und damit die Entwicklung zum gottgleichen Übermenschen.
Lg, otp

Ich bin ehrlich gesagt kein Freund von Meditationen, denn dies gleicht für mich eher einer Art Drogenkonsum. Wirklich völlig bei Gott bin ich als Mensch im Schlaf. Fertig. Ansonsten sollte ich möglichst bewusst durch's reale Leben gehen.
Wie damals in Wahrheit Jesus Christus, der für mich einzige Übermensch aller Zeiten.

Unser Herr sagte einmal zu mir "Du musst alles können".

Also auch zuschwerst leiden. Genau diese teils unerträglichen Zustände bringen mich oft an Grenzen, die ich vielleicht für einen größeren Schritt der geistigen Weiterentwicklung brauche. Ebenso diese ständigen kleinen kraftraubenden Kämpfe im Leben oder gar unter uns, weil es diese in der Form im Himmel nicht gibt.

Wer sich all dem Leid auf Erden ständig entziehen will, der lebt für mich nicht richtig. Da könnte ich genauso schön als Baby warm und kuschlig und ungeboren innerhalb meiner Mutter bleiben.

Herzliche Grüße
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Re: Hinduismus

Beitragvon Lazar » So 2. Aug 2020, 15:57

Nataraja hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Das heißt, beim wahren Wort Jesu Christi versuchen WIR uns eben nicht mehr in den religiösen Schriften SELBST mitzuteilen, wer wir wirklich sind, sondern Gottes Sohn kann uns dies alles übermitteln - das ist ein ganz gravierender Unterschied. Und zwar nicht nur damals, sondern immer noch!

Deshalb ist Er auch Dein/Unser einziger Herr... :angel: Vergiss das bitte nie!


Wenn dem so wäre, dass die heilige Schrift der Christen eine Mitteilung Gottes ist, bzw. eine Selbstoffenbarung Gottes, dann frage ich mich, warum diese Offenbarung nicht eindeutig ist, sondern so missverständlich. Immerhin fußen auf dieser Schrift ca. 16.000 verschiedene Christentümer. Das heißt, es gibt etwa 16.000 verschiedene Interpretationen dieser angeblich eindeutigen Schrift.


Hi Nataraja,
schön, dass Du wieder zurück bist.. der bayrische Vorzeigehindu... ;)

Ich rede oben auch nicht von den "Heiligen Schriften der Christen" allgemein, sondern nur von dem, was Jesus Christus im NT oder anderen Evangelien damals wirklich live zu uns Menschen gesagt hat!
Und der Sohn Gottes dies selbst heute noch bei uns im Heiligen Geiste tut.

Das letztendlich richtige "Wort Gottes" auf Erden ist für mich noch lange nicht in Seiner eigenen reinen Vollkommenheit gesprochen.

Herzliche Grüße
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Re: Hinduismus

Beitragvon Lazar » So 2. Aug 2020, 16:08

Nataraja hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Das heißt, beim wahren Wort Jesu Christi versuchen WIR uns eben nicht mehr in den religiösen Schriften SELBST mitzuteilen, wer wir wirklich sind, sondern Gottes Sohn kann uns dies alles übermitteln - das ist ein ganz gravierender Unterschied. Und zwar nicht nur damals, sondern immer noch!

Deshalb ist Er auch Dein/Unser einziger Herr... :angel: Vergiss das bitte nie!


Wenn dem so wäre, dass die heilige Schrift der Christen eine Mitteilung Gottes ist, bzw. eine Selbstoffenbarung Gottes, dann frage ich mich, warum diese Offenbarung nicht eindeutig ist, sondern so missverständlich. Immerhin fußen auf dieser Schrift ca. 16.000 verschiedene Christentümer. Das heißt, es gibt etwa 16.000 verschiedene Interpretationen dieser angeblich eindeutigen Schrift.


Hi Nataraja,
schön, dass Du wieder zurück bist.. der bayrische Vorzeigehindu... ;)

Ich rede hier auch nicht von den "Heiligen Schriften der Christen" allgemein, sondern nur von dem, was Jesus Christus im NT oder anderen Evangelien damals wirklich live zu uns Menschen gesagt hat!
Und der echte Sohn Gottes dies heute noch bei uns im Heiligen Geiste tut.

Das letztendliche "Wort Gottes" auf Erden ist für mich noch lange nicht in Seiner eigenen reinen Vollkommenheit gesprochen.

Herzliche Grüße
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Re: Hinduismus

Beitragvon onThePath » Mo 3. Aug 2020, 08:46

Hallo Lazar

Es ist schon kompliziert.
Schon weil wir Erkenntnisgrenzen haben und über alles Mögliche falsch urteilen können.

Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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