Geldabgaben in Freikirchen

Freikirchen, freie Gemeinden jeglicher Art, verschiedenste christliche Missionsgesellschaften und Hilfswerke

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Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Flädermus » Fr 25. Jan 2008, 10:28

Wie ist das bei den verschiedenen Freikirchen? Was gibt man als getauftes Mitglied ab? Ich habe beispielsweise gehört, dass die Adventisten 10% ihres ganzen Lohnes abgeben. Ich finde das gehörig zu viel, weiss aber nicht, ob das wirklich stimmt...

Ich besuche seit ca. 2 1/2 Jahren die adventistische Gemeinde. Ich konnte mich bis jetzt doch nicht dazu überzeugen, mich taufen zu lassen.

Ist also keien Kritik an die Gemeinde. Aber ich hätte da mal gerne Klarheit und interessiere mich auch dafür, wie das in anderen Glaubensgemeinschaften geregelt ist.

Danke im Voraus für viele Antworten!
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon cori » Fr 25. Jan 2008, 10:39

Original von Flädermus
Ich besuche seit ca. 2 1/2 Jahren die adventistische Gemeinde. Ich konnte mich bis jetzt doch nicht dazu überzeugen, mich taufen zu lassen.


In unserer Gemeinde (keine Adventisten) geht man mit der Taufe keinerlei finanzielle Verpflichtung ein. Auch ist es einem freigestellt, ob man Mitglied werden will oder nicht.

Aber taufen lassen solltest du dich schon, das ist biblisch. Und auch die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde ist etwas Wertvolles.
Schau dich mal um, vielleicht findest du im Internet Gemeinden in deiner Umgebung, oder vielleicht fragst du in deinem Bekanntenkreis, falls du gläubige Freunde hast.
Wir freuen uns über unsere Enkelin

+++ Clara Sofia +++


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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon origo » Fr 25. Jan 2008, 11:03

Hallo Flädermus

willkommen im Forum :)

Meines Wissens ist es bei den meisten Freikirchen frei, manche fordern dazu auf, freiwillig den "Zehnten", also 10% zu geben, andere erwarten etwas in dieser Grössenordnung.

Es gibt darüber mehrere Threads, so weit ich weiss, mindestens einen.
Schau doch mal mit der Suchfunktion (oben im Menu) nach "Zehnter" oder "Zehnt"

Die Bibelstelle ist Maleachi 3,10 ff.

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Enggi » Fr 25. Jan 2008, 11:11

Original von Flädermus

Ist also keien Kritik an die Gemeinde. Aber ich hätte da mal gerne Klarheit und interessiere mich auch dafür, wie das in anderen Glaubensgemeinschaften geregelt ist.
In dem christlichen Verein (Evang. Gemeinschaftswerk), in dem ich Mitglied bin, ist der Beitrag freiwillig. Auch in allen anderen freien Gemeinden, die ich kannte, war es so. 10% vom Einkommen ist für Christen die Richtschnur vom alten Testament her, aber kein Gesetz. Und viel ist das nicht. Die Steuern für den Staat und die Zinsen für die Wohnung sind jede für sich viel höher. Die meisten Christen haben, wenn sie 10% zahlen, nachher mehr Geld, als wenn sie die 10% für sich behalten. Gott sorgt dafür, dass das Geld anderswo eingespart werden kann oder wieder hereinkommt.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon SunFox » Sa 26. Jan 2008, 10:58

Original von Flädermus
Wie ist das bei den verschiedenen Freikirchen? Was gibt man als getauftes Mitglied ab? Ich habe beispielsweise gehört, dass die Adventisten 10% ihres ganzen Lohnes abgeben. Ich finde das gehörig zu viel, weiss aber nicht, ob das wirklich stimmt...

Ich besuche seit ca. 2 1/2 Jahren die adventistische Gemeinde. Ich konnte mich bis jetzt doch nicht dazu überzeugen, mich taufen zu lassen.

Ist also keien Kritik an die Gemeinde. Aber ich hätte da mal gerne Klarheit und interessiere mich auch dafür, wie das in anderen Glaubensgemeinschaften geregelt ist.

Danke im Voraus für viele Antworten!

Hallo liebe/r Flädermus,

der Zehnte ist keine Verpflichtung! ;)

Aber er ist ein Versprechen an Gott, von seinem erwirtschafteten Teil IHM 10% abzugeben! :)

Kein adventistischer Prediger (oder sonst wer von der Gemeinde!) wird dich als Adventist dazu zwingen, den Zehnten zu geben, da ansonsten der Ausschluß droht!

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Flädermus » Sa 26. Jan 2008, 12:29

wie meinst du das? der ausschluss droht? er würde ausgeschlossen werden, weil er mich zwingt? oder ich würde ausgeschlossen werden, wenn ich nicht zahlen will?

gibt man den bei der aufnahme/taufe an, wieviel man verdient oder wie? und dann bezahlt man die 10% jedes monatslohnes jeden monat?
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon SunFox » Sa 26. Jan 2008, 12:35

Original von Flädermus
wie meinst du das? der ausschluss droht? er würde ausgeschlossen werden, weil er mich zwingt? oder ich würde ausgeschlossen werden, wenn ich nicht zahlen will?

gibt man den bei der aufnahme/taufe an, wieviel man verdient oder wie? und dann bezahlt man die 10% jedes monatslohnes jeden monat?


Hallo liebe/r Flädermus,

du hast mich falsch verstanden! ;)

1. Es droht kein Ausschluss!

2. Es zwingt dich keiner!

3. Die Gemeinde ist doch kein Kontrollorgan über deine Einkünfte! ;)

Keiner wird nach seinem Einkommen gefragt, denn das interessiert keinen!

4. Du tätigst es so, wie du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst! :)

Jetzt richtig verstanden?

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon origo » Sa 26. Jan 2008, 18:10

Original von Enggi
Die meisten Christen haben, wenn sie 10% zahlen, nachher mehr Geld, als wenn sie die 10% für sich behalten. Gott sorgt dafür, dass das Geld anderswo eingespart werden kann oder wieder hereinkommt.
Hallo Flädermus

Ich kann das nur bestätigen. Bei Maleachi 3, 10-11 steht:
10 Bringt den Zehnten ganz in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei, und prüft mich doch dadurch, spricht der Herr der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde!11 Und ich will für euch den Fres-ser schelten, daß er euch die Frucht der Erde nicht verdirbt und daß euch der Weinstock auf dem Feld nicht fruchtleer bleibt, spricht der Herr der Heerscharen.

Daraus siehst du, dass ein Segen auf diejenigen herabkommt, die den vollen Zehnten (=10% des Einkommens) geben. Sie werden mehr haben als sie nötig haben ("über das Mass hinaus";), verspricht Gott.

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon SunFox » So 27. Jan 2008, 01:02

Original von origo
Original von Enggi
Die meisten Christen haben, wenn sie 10% zahlen, nachher mehr Geld, als wenn sie die 10% für sich behalten. Gott sorgt dafür, dass das Geld anderswo eingespart werden kann oder wieder hereinkommt.
Hallo Flädermus

Ich kann das nur bestätigen. Bei Maleachi 3, 10-11 steht:
10 Bringt den Zehnten ganz in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei, und prüft mich doch dadurch, spricht der Herr der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde!11 Und ich will für euch den Fres-ser schelten, daß er euch die Frucht der Erde nicht verdirbt und daß euch der Weinstock auf dem Feld nicht fruchtleer bleibt, spricht der Herr der Heerscharen.

Daraus siehst du, dass ein Segen auf diejenigen herabkommt, die den vollen Zehnten (=10% des Einkommens) geben. Sie werden mehr haben als sie nötig haben ("über das Mass hinaus";), verspricht Gott.

lg origo


Dem kann ich nur zustimmen! :)

Hebräer 13,5: "Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn der Herr hat gesagt (Josua 1,5): »Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen!«"

1.Timotheus 6,10: "Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen."

Apostelgeschichte 20,35: "Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen."

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Frau Katz » So 27. Jan 2008, 09:18

Original von origo
Daraus siehst du, dass ein Segen auf diejenigen herabkommt, die den vollen Zehnten (=10% des Einkommens) geben. Sie werden mehr haben als sie nötig haben ("über das Mass hinaus";), verspricht Gott.


Ach, das waren noch Zeiten, als eine Steuer von 10% reichte, um einen Staat zu organisieren... heute ist es in der Schweiz so, dass ziemlich genau die Hälfte des Einkommens auf die eine oder andere Weise an den Staat abgeführt wird.
http://www.statistique.ch/d/index.cfm?id=45&act=2&art=1&thema=245

Also nicht ein Zehnter, sondern ein Zweitel. Was hätten wohl die alten Israeliten zu einem Gott gesagt, der eine solche Forderung gestellt hätte...?

grüsse, barbara
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » So 27. Jan 2008, 14:22

Original von Frau Katz
Original von origo
Daraus siehst du, dass ein Segen auf diejenigen herabkommt, die den vollen Zehnten (=10% des Einkommens) geben. Sie werden mehr haben als sie nötig haben ("über das Mass hinaus";), verspricht Gott.

Ach, das waren noch Zeiten, als eine Steuer von 10% reichte, um einen Staat zu organisieren... heute ist es in der Schweiz so, dass ziemlich genau die Hälfte des Einkommens auf die eine oder andere Weise an den Staat abgeführt wird.
http://www.statistique.ch/d/index.cfm?id=45&act=2&art=1&thema=245
Also nicht ein Zehnter, sondern ein Zweitel. Was hätten wohl die alten Israeliten zu einem Gott gesagt, der eine solche Forderung gestellt hätte...?

Israel war eine Theokratie, somit agierten die Levitischen Priester als zivile Regierung. Das Levitische Geben (3.Mose 27:30-33) war ein Vorgänger der heutigen Einkommenssteuer. So war auch die zweite jährliche Abgabe von Gott angefordert um das Nationalfest zu finanzieren (5Mose 14:22-29). Dazu waren den Leuten durch das Gesetz noch kleinere Steuern aufgebürdet (3.Mose 19:9-10; 2.Mose 23:10-11). Das von den Israeliten geforderte Geben war nicht 10 Prozent, sondern ziemlich über 20 Prozent um die Nation zu bewirtschaften.

NT Gläubige werden nie zum "Zehnten" aufgefordert. Matthäus 22:15-22 und Römer 13:1-7 sprechen vom einzig geforderten Gemeindezeitlichen Geben, das der Regierungssteuern.

Die Rahmenempfehlung für unser Geben zu Gott und Sein Werk ist im 2.Korinther 9:6-7 festgelegt "Das aber bedenkt: wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!"
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon origo » So 27. Jan 2008, 20:36

Original von Frau Katz
Also nicht ein Zehnter, sondern ein Zweitel. Was hätten wohl die alten Israeliten zu einem Gott gesagt, der eine solche Forderung gestellt hätte...?
Das lässt sich nicht vergleichen.

Beim Zehnten geht es um eine Anordnung von Gott. Zudem lohnt es sich, den Kontext zu lesen.
Der Zehnte war keine Steuer, zur Zeit der römischen Besatzung von Israel mussten ungeachtet davon Steuern an Rom bezahlt werden.

Zudem müssen deine Zahlen, liebe Frau Katz, falsch sein. Oder du gehörst zu den absoluten Spitzenverdienern. Bei andern kann das niemals soviel ausmachen. Die Schweiz gilt ja als Tiefsteuerland in Europa.

lg origo
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon origo » So 27. Jan 2008, 20:51

Original von Pilgrim
NT Gläubige werden nie zum "Zehnten" aufgefordert. Matthäus 22:15-22 und Römer 13:1-7 sprechen vom einzig geforderten Gemeindezeitlichen Geben, das der Regierungssteuern.
Ach, willst du hier das AT ausser Kraft setzen? Und schreibst gar von "NT-Gläubigen"?
Warum sagte denn Jesus, kein Buchstabe der Schrift werde vergehen?

Wenn Gott einmal dazu auffordert, IHn zu prüfen, ob Er nicht Segen herabschütten werde über das Mass hinaus, dann ist jeder selber schuld, der das nicht tut.
"Das aber bedenkt: wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!"
Bestimmt hat Gott einen fröhlichen Geber lieb, aber auch einen, der nicht knausert, oder das Beste für sich behält.
Aber das Säen und Ernten hat mit dem Zehnten und dem Opfer hinten und vorne nichts zu tun. Säen ist eine Investition, die Gott vervielfacht.
Den Zehnten gibt man in die Gemeinde oder den Aufbau von Gottes Reich,
das Opfer ist für Bedürftige.

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Mo 28. Jan 2008, 01:08

Original von origo
Beim Zehnten geht es um eine Anordnung von Gott.

Der "Zehnte" ist ein AT Konzept und war eine Anforderung des Gesetzes in welchem alle Israeliten 10% von allem was sie verdienten und züchteten in die Stiftshütte/Tempel zu geben hatten (3.Mose 27:30; 4.Mose 18:26; 5.Mose 14:24; 2.Chronik 31:5).

Ach, willst du hier das AT ausser Kraft setzen? Und schreibst gar von "NT-Gläubigen"?

Weder befiehlt das Neue Testament irgendwo noch empfiehlt es, dass Christen sich einem gesetzlichen "Zehnten" System unterwerfen. Paulus sagt lediglich, dass Gläubige einen Teil ihres Einkommen zur Seite legen um die Gemeinde zu unterstützen (1.Korinther 16:1-2).

Nirgends beauftragt das Neue Testament einen gewissen Prozentsatz des Einkommens zur Seite zu legen, sondern lediglich was "im Einklang mit dem Einkommen" ist (1.Korinther 16:2). Es ist wichtig, dass wir geben, jedoch sollen wir geben wie es uns möglich ist, eben im Einklang mit unserem Gedeihen. Manchhmal kann das mehr sein als der "Zehnte" und manchmal weniger als der "Zehnte". Kommt immer auf die Fähigkeit des Christen und die Bedürfmisse der Gemeinde an.

Jeder Gläubige sollte im gewissenhaften Gebet Gottes Weisheit erforschen ob er beim Geben mitmachen und/oder wieviel er geben sollte (Jakobus 1:5). "Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!" (2.Korinther 9:7).

Warum sagte denn Jesus, kein Buchstabe der Schrift werde vergehen?

Warum und wie willst du das mit dem "Zehnten" in Verbindung bringen?

"Das aber bedenkt: wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!"
Bestimmt hat Gott einen fröhlichen Geber lieb, aber auch einen, der nicht knausert, oder das Beste für sich behält.
Aber das Säen und Ernten hat mit dem Zehnten und dem Opfer hinten und vorne nichts zu tun. Säen ist eine Investition, die Gott vervielfacht.
Den Zehnten gibt man in die Gemeinde oder den Aufbau von Gottes Reich,
das Opfer ist für Bedürftige.

Nun aber hoffe ich, dass du mir das noch ein bisschen besser auslegen kannst, denn ich verstehe nicht was du damit sagen willst.... :?
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon parepidimos » Mo 28. Jan 2008, 18:28

Original von Pilgrim
Weder befiehlt das Neue Testament irgendwo noch empfiehlt es, dass Christen sich einem gesetzlichen "Zehnten" System unterwerfen. Paulus sagt lediglich, dass Gläubige einen Teil ihres Einkommen zur Seite legen um die Gemeinde zu unterstützen (1.Korinther 16:1-2).

Ich finde auch, dass wir da vorsichtig sein muessen. Die AT-Stelle mit dem "Zehnten" bezieht sich nicht auf die christliche Gemeinde, sondern auf den Tempel. Das einzige, was man daraus legitim schliessen kann ist, dass 10% fuer heutige Verhaeltnisse ein vernuenftiger Anhaltspunkt ist. Wer mit reinem Herzen mehr geben kann, der soll. Was aber nicht heisst, dass die Gemeinde unbedingt ein Monopol auf diese Spenden hat.

Eine Mitgliedschaft oder auch nur schon der regelmaessige Besuch einer Freikirche, welche nicht auf staatliches Einkommen hoffen kann bringt aber eine moralische Verpflichtung, gemaess den eigenen Moeglichkeiten finanziell mitzutragen. Das ist meiner Meinung nach nicht mehr als recht. Dieses Bewusstsein waechst aber in meiner Erfahrung nicht von selber, weshalb Spendenaufrufe hie und da noetig sind. Und wer mitzahlt, der wird sich selbstverstaendlich dafuer interessieren, wie diese Mittel eingesetzt werden. Es ist fuer die Legitimation der Gemeindeleitung von Vorteil, wenn die finanzielle Traegerschaft so breit wie moeglich abgestuetzt ist.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Mo 28. Jan 2008, 20:21

Original von parepidimos
Eine Mitgliedschaft oder auch nur schon der regelmaessige Besuch einer Freikirche, welche nicht auf staatliches Einkommen hoffen kann bringt aber eine moralische Verpflichtung, gemaess den eigenen Moeglichkeiten finanziell mitzutragen. Das ist meiner Meinung nach nicht mehr als recht. Dieses Bewusstsein waechst aber in meiner Erfahrung nicht von selber, weshalb Spendenaufrufe hie und da noetig sind. Und wer mitzahlt, der wird sich selbstverstaendlich dafuer interessieren, wie diese Mittel eingesetzt werden. Es ist fuer die Legitimation der Gemeindeleitung von Vorteil, wenn die finanzielle Traegerschaft so breit wie moeglich abgestuetzt ist.

Kann mich deinen Gedanken anschliessen, soweit, dass diese "Pflicht" nicht überbetont wird. Die Schrift lehrt, dass die Regierungssteuer immer obligatorisch ist und der "Zehnte" für Gott immer freiwillig ist.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon vip333 » Mo 28. Jan 2008, 20:59

Original von parepidimos
Ich finde auch, dass wir da vorsichtig sein muessen. Die AT-Stelle mit dem "Zehnten" bezieht sich nicht auf die christliche Gemeinde, sondern auf den Tempel. Das einzige, was man daraus legitim schliessen kann ist, dass 10% fuer heutige Verhaeltnisse ein vernuenftiger Anhaltspunkt ist. Wer mit reinem Herzen mehr geben kann, der soll. Was aber nicht heisst, dass die Gemeinde unbedingt ein Monopol auf diese Spenden hat.


Ja das sehe ich auch so, ein Gedanke, auch wenn wir den 10´den geben, ist das nichts revolutionäres, denn an das Scherflein der Witwe, kommt es nicht ran, sondern ist aus dem Überfluss.

Revolutionär ist es zu sagen:
"Herr dir gehört mein ganzes Geld und mach mich schlau, dass ich begreife was ich für mich nehmen soll davon."

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Di 29. Jan 2008, 01:41

Original von vip333
Ja das sehe ich auch so, ein Gedanke, auch wenn wir den 10´den geben, ist das nichts revolutionäres, denn an das Scherflein der Witwe, kommt es nicht ran, sondern ist aus dem Überfluss.

Nur eben sagt der Text nicht aus was du auf ihn verhängst, da Jesus diesen Punkt gar nie machte. Er sagte nichts, als dass die Witwe mehr gab wie die andern. Da war kein Urteil, weder über den Charakter der Reichen noch der Witwe. Diese Geschichte hat nichts mit Geben zu tun und ist nicht dazu bestimmt etwas über die Prinzipien des Geben zu lehren.

Revolutionär ist es zu sagen:
"Herr dir gehört mein ganzes Geld und mach mich schlau, dass ich begreife was ich für mich nehmen soll davon."

Das ist nicht "revolutionär", denn alles gehört ja Gott und wir sollen Ihm unserem Gedeihen gemäss geben, das ist alles!
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon origo » Di 29. Jan 2008, 08:48

Original von Pilgrim
Original von vip333
Ja das sehe ich auch so, ein Gedanke, auch wenn wir den 10´den geben, ist das nichts revolutionäres, denn an das Scherflein der Witwe, kommt es nicht ran, sondern ist aus dem Überfluss.

Nur eben sagt der Text nicht aus was du auf ihn verhängst, da Jesus diesen Punkt gar nie machte. Er sagte nichts, als dass die Witwe mehr gab wie die andern. Da war kein Urteil, weder über den Charakter der Reichen noch der Witwe. Diese Geschichte hat nichts mit Geben zu tun und ist nicht dazu bestimmt etwas über die Prinzipien des Geben zu lehren.

Diese Geschichte hat mit Geben wohl etwas zu tun.
Die Frau hat alles gegeben, was sie hatte, das heisst, sie vertraute Gott, dass Er für sie sorgen würde.

Das ist der Kern der Geschichte, Gott zu vertrauen. Und da Gott es liebt, uns zu beschenken, können wir eben auf Sein Wort in Maleachi 3 vertrauen, dass er uns über das Mass (Bedürfnis) hinaus segnen wird, wenn wir Ihm treu den Zehnten geben.
Ich habe viele Leute kennengelernt, die durch diesen Gehorsamsschritt reich gesegnet worden sind.

Das ist nicht "revolutionär", denn alles gehört ja Gott und wir sollen Ihm unserem Gedeihen gemäss geben, das ist alles!

Ich würde es umkehren, wir sollen vertrauensvoll den Zehnten und den Bedürftigen Opfer geben und Ihm unser Gedeihen überlassen.

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Di 29. Jan 2008, 11:40

Original von origo
Diese Geschichte hat mit Geben wohl etwas zu tun.
Die Frau hat alles gegeben, was sie hatte,

Das ist aber auch alles was hier steht, ihre äussere Tat, mehr nicht! Ihre Tat ist ebensoviel gut, schlecht, gleichgültig, demütig, stolz, egoistisch, selbstlos wie jedes anderen Tat.

das heisst, sie vertraute Gott, dass Er für sie sorgen würde.

Das hingegen steht hier nicht, sondern hier steht: "Als Er aufblickte, sah Er, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Er sah aber auch eine arem Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein; und Er sprach ´wahrlich, Ich sage euch: diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle! Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Opfergaben für Gott beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besass" (Lukas 21:1-4). Jesus trifft kein Urteil über ihren Charakter oder ihren Geist. Sie könnte aus Zuwendung handeln; sie könnte aus Liebe handeln; sie könnte aus Schuldgefühl handeln; sie könnte aus Furcht handeln. Wir wissen das nicht, denn Jesus sagt nichts, weder über die Reichen noch über die Witwe, zieht keine Schlüsse, entwickelt keine Prinzipien, gebietet nichts und definiert nichts. Warum....weil es nichts zur Sache hat!

Das ist der Kern der Geschichte, Gott zu vertrauen.

Nein, das ist nicht der Kern der Geschichte. Ehrlich, was würdest du empfinden, wenn du eine mittellose Witwe sehen würdest, die nur noch zwei Münzen zum Lebensmittelkauf hat und diese zwei Rappen einem religiösen System gibt? Meinst du nicht auch, dass mit so einem System das einer armen Witwe noch die letzten zwei Rappen aus der Hand reisst, etwas falsch ist? Du wärest entsetzt, krank und zurückgesetzt. Jede Religion die auf dem Rücken der Armen aufgebaut ist, ist eine falsche Religion.

Nein, ich denke, ihre Tat hat Jesus sogar ziemlich verärgert. Er sah dieses korrupte System die letzten zwei Rappen aus der Tasche der Witwe nehmen. Das jüdische System das sich entwickelt hatte, misshandelte arme Leute, misshandelte sie auf geistlicher Ebene. Menschliche Grundbedürfnisse kommen mit Gott vor religiösen Opfern. Gottes Gesetz war nie gegeben um Menschen zu verarmen, sondern zu helfen. Der Mensch war nicht fürs Gesetz gemacht, sondern das Gesetz für den Menschen

Und da Gott es liebt, uns zu beschenken, können wir eben auf Sein Wort in Maleachi 3 vertrauen, dass er uns über das Mass (Bedürfnis) hinaus segnen wird, wenn wir Ihm treu den Zehnten geben.
Ich habe viele Leute kennengelernt, die durch diesen Gehorsamsschritt reich gesegnet worden sind.

Tja, das nennen die modernen "Evangelisten" eben "seed faith": "Gib mir dein Geld und Gott wird es dir vervielfacht zurück geben". Nein, Gott will nicht, dass eine Witwe ihre letzten zwei Rappen abgeben würde, das steht nirgends in Seiner Schrift. Das wäre das allerletzte was Gott möchte!!!
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Ich würde es umkehren, wir sollen vertrauensvoll den Zehnten und den Bedürftigen Opfer geben und Ihm unser Gedeihen überlassen.

Nur ist das halt nicht was Gott sagt, auch wenn´s dir nicht behagt.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon doink » Di 29. Jan 2008, 14:08

Original von origo
Den Zehnten gibt man in die Gemeinde oder den Aufbau von Gottes Reich, das Opfer ist für Bedürftige.

Interessant! Der allmächtige Gott ist für den Aufbau seines himmlischen Reiches auf Erden auf finanzielle Hilfe der Menschen angewiesen? Wo weltlichem Besitz doch eigentlich mehrheitlich negative Eigenschaften zugesprochen werden.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon SunFox » Di 29. Jan 2008, 14:16

Original von doink
Original von origo
Den Zehnten gibt man in die Gemeinde oder den Aufbau von Gottes Reich, das Opfer ist für Bedürftige.

Interessant! Der allmächtige Gott ist für den Aufbau seines himmlischen Reiches auf Erden auf finanzielle Hilfe der Menschen angewiesen? Wo weltlichem Besitz doch eigentlich mehrheitlich Negative Eigenschaften zugesprochen werden.


Interessant lieber doink, der allmächtige Gott war im AT auf finanzielle Hilfe angewiesen! 8-)

Was kostet der Unterhalt von Predigern und Missionaren?

Was kostet der Druck von Bibeln in Millionenauflagen?

Es heißt also nicht umsonst, das einen fröhlichen Geber Gott lieb hat! :)

Gott läßt uns 100% verdienen, davon beansprucht er sich als Gegenleistung 10%!

Und wenn wir nicht wissen, was wir mit den restlichen 90% anfangen sollen, dann dürfen wir dieses zusätzlich in die Kornkammer Gottes einbringen, anstatt es für sinnloses Zeug aus dem Fenster zu schmeißen! ;)

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon parepidimos » Di 29. Jan 2008, 15:22

Original von Pilgrim
Jesus trifft kein Urteil über ihren Charakter oder ihren Geist. Sie könnte aus Zuwendung handeln; sie könnte aus Liebe handeln; sie könnte aus Schuldgefühl handeln; sie könnte aus Furcht handeln. Wir wissen das nicht, denn Jesus sagt nichts, weder über die Reichen noch über die Witwe, zieht keine Schlüsse, entwickelt keine Prinzipien, gebietet nichts und definiert nichts. Warum....weil es nichts zur Sache hat!

Ach ja? Sagt denn die Geschichte denn deiner Meinung nach ueberhaupt etwas?

Wenn es fuer das "System" so ungerecht gewesen waere, die Gabe der Witwe anzunehmen, dann wuerden wir von Jesus etwas darueber hoeren. Er war andernorts auch nicht zurueckhaltend, um den Missstaenden im Tempel ein Ende zu machen. Was er dagegen sagt, ist dass die Witwe "mehr" gegeben hat als die Reichen. Die Implikation ist, dass Geben gut ist, aber dass es in Gottes Augen nicht auf den Betrag ankommt, sondern auf die Opferbereitschaft. Was die Reichen gaben, war im Vergleich zu dem, was sie besassen nicht viel. Ihr Irrtum bestand darin, wie damals schon Kain etwas Zweitrangiges zu geben und zu erwarten, Gott solle damit zufrieden sein. Da steckt schon ein Prinzip dahinter - vorgetaeuschte Grosszuegigkeit zaehlt vor Gott nichts, ehrlich und aufopfernd praktizierte ist was er von uns will. Das Vorbild dabei ist Jesus selber, welcher alles hergab, damit wir reich sein koennen (2 Cor 8:9).

Nein, das ist nicht der Kern der Geschichte. Ehrlich, was würdest du empfinden, wenn du eine mittellose Witwe sehen würdest, die nur noch zwei Münzen zum Lebensmittelkauf hat und diese zwei Rappen einem religiösen System gibt? Meinst du nicht auch, dass mit so einem System das einer armen Witwe noch die letzten zwei Rappen aus der Hand reisst, etwas falsch ist?

Pilgrim, wenn es etwas gibt, was der Text nicht hergibt, dann das, was du hier schreibst.

Menschliche Grundbedürfnisse kommen mit Gott vor religiösen Opfern.

Da postulierst du einen Gegensatz, welcher sich nirgendwo in der Bibel findet. Das NT spricht nirgendwo von "religioesen Opfern", sondern vom Geben als Ausdruck des Gottvertrauens und der Dankbarkeit. Ebensowenig spricht Jesus vom "religioesen System", sondern vom Reich Gottes, welches wie die Perle ist, welche alles wert ist. Ausbeutung der Armen wird verurteilt, aber selbstauferlegte Armut um des Reiches Gottes willen ist ihm wohlgefaellig (doofes Wort, aber mir kommt grad kein besseres in den Sinn).

Nein, Gott will nicht, dass eine Witwe ihre letzten zwei Rappen abgeben würde, das steht nirgends in Seiner Schrift. Das wäre das allerletzte was Gott möchte!!!

Von dieser Kritik ist in Mk 12:42ff null und nichts vorhanden. Das musst du dem Text mit vielen Ausrufezeichen aufdraengen.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Di 29. Jan 2008, 15:26

Original von SunFox
Gott läßt uns 100% verdienen, davon beansprucht er sich als Gegenleistung 10%!

Und wenn wir nicht wissen, was wir mit den restlichen 90% anfangen sollen, dann dürfen wir dieses zusätzlich in die Kornkammer Gottes einbringen, anstatt es für sinnloses Zeug aus dem Fenster zu schmeißen!

Zwar beansprucht Gott keine Gegenleistung von Prozenten, aber dein Punkt ist gut dargebracht :)
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon parepidimos » Di 29. Jan 2008, 15:30

Original von doink
Der allmächtige Gott ist für den Aufbau seines himmlischen Reiches auf Erden auf finanzielle Hilfe der Menschen angewiesen?

So ist es! Gott hat sich entschieden, uns am Bau seines Reiches mitwirken zu lassen. Und das beinhaltet ganz selbstverstaendlich unsere finanziellen Mittel.

Wo weltlichem Besitz doch eigentlich mehrheitlich negative Eigenschaften zugesprochen werden.

Wie kommst du darauf? Weltlicher Besitz ist nur schlecht, solange er weltlicher Besitz bleibt - dh. dem Vergnuegen des Besitzenden im Hier und Jetzt dient. Die Kur dafuer ist grosszuegiges Geben fuer die Armen und fuer den Bau von Gottes Reich.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Di 29. Jan 2008, 16:21

Original von parepidimos
Original von Pilgrim
Jesus trifft kein Urteil über ihren Charakter oder ihren Geist. Sie könnte aus Zuwendung handeln; sie könnte aus Liebe handeln; sie könnte aus Schuldgefühl handeln; sie könnte aus Furcht handeln. Wir wissen das nicht, denn Jesus sagt nichts, weder über die Reichen noch über die Witwe, zieht keine Schlüsse, entwickelt keine Prinzipien, gebietet nichts und definiert nichts. Warum....weil es nichts zur Sache hat!

Ach ja? Sagt denn die Geschichte denn deiner Meinung nach ueberhaupt etwas?

Ja natürlich......

Wenn es fuer das "System" so ungerecht gewesen waere, die Gabe der Witwe anzunehmen, dann wuerden wir von Jesus etwas darueber hoeren.

Haben wir ja! Kapitel 20, Vers 46 "Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gern im Talar einhergehen und die Begrüssungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten; sie fres-sen die Häuser der Witwen ...." Sie bereichern sich auf Kosten der Witwen. Der Herr klagt sie wegen ihrer schwerwiegenden Witwenmisshandlung an. Die gelehrten Juden hatten lediglich Verachtung für die Armen. Witwen waren in ihren Augen zweitklassig und die Pharisäer beteten jeden Tag "Herr, mache mich nicht einen Heiden oder ein Frau". Und weil sie Witwen waren, waren sie wehrlos und leichte Beute.

Was er dagegen sagt, ist dass die Witwe "mehr" gegeben hat als die Reichen. Die Implikation ist, dass Geben gut ist.....

Nein, wenn du hier implizieren willst, dann ist scheinbar das Einzige, dass Gott von uns 100% verlangt!!! Das ist aber lächerlich und verantwortungslos. Diese Stelle ist nicht dazu bestimmt etwas übers Geben zu lehren! Hier ist kein Kommentar von Jesus zu lesen, ausser dass die Witwe alles was sie hatte hergab; keine Bemerkung, dass der Herr sie schätzte; keine Vermerkung, dass der Herr sie liebte und sie lobte; keine Erläuterung, dass sie nun in Gottes Reich war; keine Einladung für die Jünger, in die Geldbeutel zu greifen und alles was sie hatten in die Opferschale zu schmeissen weil das gut genug für die Witwe war, es für die Jünger von Jesus gut genug sein sollte; und wenn sie wahrlich geistlich war, sie auch wahrlich geistlich sein sollten.

Das ist Unsinn, denn der Herr verlangt nicht, dass wir 100% von unserem Besitz geben, denn das wäre das einzige Prinzip hier, wenn wir schon ein Prinzip herausziehen wollten.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon parepidimos » Di 29. Jan 2008, 16:56

Original von Pilgrim
Das ist Unsinn, denn der Herr verlangt nicht, dass wir 100% von unserem Besitz geben, denn das wäre das einzige Prinzip hier, wenn wir schon ein Prinzip herausziehen wollten.

Du hast ob deiner vielen Worte darueber, was die Stelle nicht sagt vergessen zu sagen, was sie nun sagen will. Tatsache ist doch, dass Jesus die Gabe der Witwe ehrt. Da ist nicht ein Hauch eines Hinweises, dass sie es nicht haette tun sollen. Willst du das ernsthaft bestreiten? Vergleiche das mit der Frau, welche Jesus die Fuesse salbte. Wer sich ueber die "Unvernunft" dieser Tat beklagten waren die Juenger, nicht Jesus.

Die Missbraeuche im juedischen Klerus sind unbestritten, aber darum geht es in Mk 12 nicht.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon picopedro » Di 29. Jan 2008, 18:06

ich habe einmal eine babtistische gemeinde besucht und bin dann auch noch einige male dort hingegangen.

eines tages, kurz nach meinem ersten besuch fragte mich der gemeindeleiter, wieviel ich ihm als zehnten im lastschrifteinzug zur verfügung stellen würde, damit er besser kalkulieren kann.

ich bin dann dort nicht mehr hingegangen. davor erzählte ich ihm noch, wie es zum zehnten im at gekommen war und daß im nt kein einziger satz darüber verloren wurde, mit ausnahme des umstandes, daß abraham dem melchisedek aus seiner beute den zehnten gab. er hatte keine gegenargumente und war sehr beschämt.

nirgendwo in der schrift wird mehr darüber berichtet, daß abraham irgendjemanden den zehnten gegeben hätte und auch von den anderen partriarchen liest man darüber nichts.

daß gott dies im gesetz von israel forderte, hatte seine berechtigung, weil die leviten die städte erhielten und somit weder mit viehzucht noch mit agrarwirtschaft etwas ins verdienen bringen konnten.

mit dem ende des priestertums war auch der zehnte kein erfordernis mehr.

die bibel ermuntert uns aber, daß wir der armen gedenken sollten und daß gott einen freudigen geber wünscht. keine frage, daß man sich auch an den kosten der gemeinde beteiligt.

wenn ich daran denke, daß es heute freikirchen gibt, die sich herrliche kathedralen bauen und das aus dem geld der zehntegeber, die sich das oft wirklich vom mund absparen müssen, dann hat das nichts mit evanglisation zu tun. gerade solche extremgemeinden sollten darüber nachdenken, warum in der apostelgeschichte steht, daß unser gott nicht in einem tempel wohnt, der von menschenhand gemacht ist.

der tempel sind wir selbst, wenn der heilige geist in uns wohnt und die priester sind wir auch, wie petrus dies uns deutlich in seinem ersten brief zum ausdruck bringt.

5 so lasset auch ihr euch nun aufbauen als lebendige Steine zum geistlichen Hause, zum heiligen Priestertum, um geistliche Opfer zu opfern, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus.
(1. petr. 2/5)

lg peter

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon parepidimos » Di 29. Jan 2008, 21:10

Du weichst der Frage, ob Jesus die Gabe der Witwe ehrt wortreich aus ... :roll:
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon SunFox » Di 29. Jan 2008, 21:46

Lieber Peter,

sind Gotteshäuser in deinen Augen sinnlos?

Wenn nein, müßen dann diese Gotteshäuser Bretterbuden sein, oder dürfen die schon einen gewissen Grad einladender Gastlichkeit darstellen?

Wenn ein Gotteshaus erst einmal steht, dann kostet es den gleichen Unterhalt wie eine Bretterbude, nämlich die laufenden Betriebskosten! ;)

Und was denkst du, wo geht man lieber hin, in ein Gotteshaus oder in eine göttliche Bretterbude?

Natürlich sollen vereinnahmte Gelder nicht in erster Linie für prunkvolle Gottespaläste ausgegeben werden, aber eine gewisses Maß an Gotteswürdig sollte es schon sein!

Ein Werk muß sich ganz von alleine tragen und wenn man Kind Gottes ist, dann gehört man mit zu dieser tragenden Trägerschaft, man hat Verantwortung für Gott und sein Werk übernommen! :)

Was ist schon Geld, wenn Jesus sagt: "Verkaufe alles was du hast und gib es den Armen!", wieviel mehr wird denn das Geld gesegnet sein, was wir für Anbetungstätten zur Ehre Gottes ausgeben!

Sicher kann man sich auch in einer Bretterbude mit Gott treffen, man kann dort auch nur Sitzkissen auf dem nackten Boden liegen haben und anstatt einer Orgel tut es auch eine Mundharmonika und heizen braucht man solche Buden auch nicht, denn man kann sich ja bei Kälte einen dicken Mantel überziehen! 8-)

Und wie würdest du das dann nennen? Sparmaßnahmen im Namen Gottes?

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon origo » Di 29. Jan 2008, 22:36

Hallo pedro

Du gibst hier ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Eine freie Gemeinde ist darauf angewiesen, von ihren Mitgliedern mit Einsatz und auch finanziell getragen zu werden, aber sie kann nicht deren Geld einfordern, denn dieses gehört Gott.

Wenn ich Gott gehöre, so gehört alles, was ich habe Gott, auch meine Brieftasche. Zudem hat Er mir ja alles gegeben, auch mein Leben. Aber 10% ist ein gutes Mass, Ihm das mit dankbarem Herzen zurückzugeben, resp. in den Aufbau Seines Reiches zu geben, und zwar, wo Er mir sagt. Es darf natürlich auch mehr sein, zudem kommt noch ein Opfer für Bedürftige dazu.

Gott hat ja versprochen, für uns zu sorgen, mehr als für die Spatzen.
Es geht zuerst um das Vertrauen, dann auch um das Weitergeben statt festzuhalten.

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon picopedro » Mi 30. Jan 2008, 09:45

ja, so sehe ich das auch !

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Mi 30. Jan 2008, 16:36

Original von SunFox
Und was denkst du, wo geht man lieber hin, in ein Gotteshaus oder in eine göttliche Bretterbude?

Dann warst du also noch nie auf Mission im Dschungel oder in der Wüste.... :(
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon origo » Mi 30. Jan 2008, 16:55

Original von Pilgrim
Original von origo
Das ist der Kern der Geschichte, Gott zu vertrauen.

Nein, das ist nicht der Kern der Geschichte.
...
Nein, ich denke, ihre Tat hat Jesus sogar ziemlich verärgert. ...
Da bist du aber der erste und ziemlich der einzige, der das so uminterpretiert.
Da liest du Dinge hinein, die nicht da stehen.

Und da Gott es liebt, uns zu beschenken, können wir eben auf Sein Wort in Maleachi 3 vertrauen, dass er uns über das Mass (Bedürfnis) hinaus segnen wird, wenn wir Ihm treu den Zehnten geben.
Ich habe viele Leute kennengelernt, die durch diesen Gehorsamsschritt reich gesegnet worden sind.

Tja, das nennen die modernen "Evangelisten" eben "seed faith": "Gib mir dein Geld und Gott wird es dir vervielfacht zurück geben". Nein, Gott will nicht, dass eine Witwe ihre letzten zwei Rappen abgeben würde, das steht nirgends in Seiner Schrift. Das wäre das allerletzte was Gott möchte!!!
Um solche "Evangelisten" geht es hier nicht.
Die Witwe gibt es und vertraut, dass Gott für sie sorgen wird.
Jesus zeigt es als Beispiel, er übt keine Kritik an ihrem Verhalten, im Gegenteil.
Original von origo
Ich würde es umkehren, wir sollen vertrauensvoll den Zehnten und den Bedürftigen Opfer geben und Ihm unser Gedeihen überlassen.

Nur ist das halt nicht was Gott sagt, auch wenn´s dir nicht behagt.
Doch, genau das steht in Mal 3, 10ff
"... und prüft mich doch, ob ich nicht Segen herabschütten werde im Uebermass ..."

Gott ist derselbe früher, heute und in Ewigkeit.
Sein Wort gilt, es hat kein Verfallsdatum!

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Mi 30. Jan 2008, 17:50

Original von parepidimos
Original von Pilgrim
Das ist Unsinn, denn der Herr verlangt nicht, dass wir 100% von unserem Besitz geben, denn das wäre das einzige Prinzip hier, wenn wir schon ein Prinzip herausziehen wollten.

Du hast ob deiner vielen Worte darueber,

Ach parepidimos, lass doch das Schnöden, wollen wir jetzt jederman´s Wortschwall nachzählen und vergleichen, inklusive natürlich deinen..... :roll:

Tatsache ist doch, dass Jesus die Gabe der Witwe ehrt. Da ist nicht ein Hauch eines Hinweises, dass sie es nicht haette tun sollen.

Da ist aber auch kein Hauch eines Hinweises, dass Er sie ehrt. Hier haben wir eine verarmte Witwe, eine die gerade im Vers 47 (Lukas 20) diskutiert wurde. Wie kannst du hier keine Beziehung sehen? Zwei Sätze später wird eine Witwe von einem religiösen System verschlungen, sie gibt ihre letzten zwei Groschen, gibt ihr Leben diesem System, pflichtgemäss (zusammen mit allen anderen), im Versuch dem System gerecht zu werden, im Versuch durch eine Barmherzigkeitstat ihre Errettung zu erkaufen in der Hoffnung Gott gefällig zu sein. Nichts anderes wird hier gesagt. Alles was Jesus sagte war, dass das religiöse System die Witwen erbeutete. Das kostete sie relativ mehr wie jeden anderen.

Vergib mir den Wortschwall, aber du weisst ja sicher auch um die Gebote und Anweisungen an die Kinder Gottes apropos wie sich den Witwen anzunehmen sei? ....... Kurz gesagt, Jesus lobt die Witwe hier nicht, denn sie ist ein Opfer des System, Er ist nicht stolz auf sie. Er macht sie nicht zu einem Exemplar des Geben. Das ist absurd. Er beobachtet hier das korrupte System das die Verzweifelten und Schutzlosen ausbeutet und ist erzürnt. Darum sagt er in Vers 6 "Was ihr da seht - es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird, der nicht abgebrochen wird! " (Lukas 21). Die Jünger fragen Ihn "wann wird denn dies geschehen...?" Und Er sagt "Es wird geschehen...." und beschreibt das Ganze dann im restlichen Kapitel.

Willst du das ernsthaft bestreiten? Vergleiche das mit der Frau, welche Jesus die Fuesse salbte. Wer sich ueber die "Unvernunft" dieser Tat beklagten waren die Juenger, nicht Jesus.

Da musst du dir schon die Mühe machen und die Beziehung zwischen den beiden Stellen herstellen.

Die Missbraeuche im juedischen Klerus sind unbestritten, aber darum geht es in Mk 12 nicht.

Denke ich schon, dass es darum geht, denn das Urteil kam, 70 anno domino, und geht seitdem forthin auf diesem Tempel, auf dieser Statdt und auf diesem Land bis zur Wiederkunft von Jesus.
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Mi 30. Jan 2008, 17:57

Original von picopedro
ich habe einmal eine babtistische gemeinde besucht und bin dann auch noch einige male dort hingegangen.

Hi-hi....musste da im Bezug auf die Bibelstelle die hier besprochen wird, schmunzeln, denn das wäre hier gerade wie in einer Baptistenpredigt, in der immer an einer "günstigen" Stelle etwas finanzielles reingeschmuggelt wird.... :))
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon Pilgrim » Mi 30. Jan 2008, 18:56

Original von origo
Original von Pilgrim
Nein, ich denke, ihre Tat hat Jesus sogar ziemlich verärgert. ...
Da bist du aber der erste und ziemlich der einzige, der das so uminterpretiert.

Zwar bin ich nicht einzig bei dieser Exegese.....

Da liest du Dinge hinein, die nicht da stehen.

.....jedoch lese ich hier nicht hinein was da nicht steht, sondern lese was da steht. Die Eisegese ist auf "traditioneller" Seite.

Die Witwe gibt es und vertraut, dass Gott für sie sorgen wird.

Das steht aber hier nicht, das liest DU hier hinein.

Jesus zeigt es als Beispiel, er übt keine Kritik an ihrem Verhalten, im Gegenteil.

Er rühmt sie auch nicht. Seine Kritik, wie aus Seiner Rede vor- und nachher sichtbar ist, übt Er am korruupten System der Schriftgelehrten aus! Dieses System ist durch die Geschichte bis heute im Gange. In der Reformation war es für Martin Luther die RKK die die Armen misshandelte, das in seinen Gedanken das ganze System entwertete. Und heute ist der grösste Abschnitt derer die den Charismatischen Wohlstandsevangeliumsprediger geben, alleinstehende Frauen, verzweifelt nach Heilung und Geld. Manchmal wird ihnen Geld, Gesundheit versprochen und das Neueste ist.....ein Mann.

Doch, genau das steht in Mal 3, 10ff
"... und prüft mich doch, ob ich nicht Segen herabschütten werde im Uebermass ..."

Wehe den selbst-gönnenden Predigern die auf dem Rücken der Armen und Verzweifelten reich werden!! Wir leben nicht in der Theokratie des AT, sondern im NT und da heisst es nämlich "Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrägnis zu besuchen..." (Jakobus 1:27). Wahre Religion misshandelt nicht die Armen, sondern ministriert freigebig ihre Not.

Gott ist derselbe früher, heute und in Ewigkeit.
Sein Wort gilt, es hat kein Verfallsdatum!

Aber Sein Wort will Er nicht zu religiösen Zwecken misbraucht sehen!
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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon SunFox » Di 19. Feb 2008, 17:13

Original von Pilgrim
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Und was denkst du, wo geht man lieber hin, in ein Gotteshaus oder in eine göttliche Bretterbude?

Dann warst du also noch nie auf Mission im Dschungel oder in der Wüste.... :(


Lieber Pilgrim,

bist du hier im Busch?

Wer käme denn hier in eine Baracke im Hinterhof zum Gottesdienst?

Klar würde das Gotteskinder nicht davon abhalten mit ihrem HERRN Gemeinschaft zu haben, aber mit der Zeit käme es von ganz alleine, das man sagt: "Wir wohnen alle in schönen Wohnungen, aber das Haus des HERRN sieht überhaupt nicht einladend aus!"

Und was denkst du, was dann so nach und nach passiert?

Und auch die Dschungelgemeinden etc. richten ihr Anbetungshaus so her, das es dem HERRN würdig ist und das immer so, wie es die Mittel zulassen! ;)

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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon picopedro » Di 19. Feb 2008, 22:37

na ja, aber was ist denn das haus gottes? :)

47 Salomo aber erbaute ihm ein Haus.
48 Doch der Höchste wohnt nicht in Tempeln, von Händen gemacht, wie der Prophet spricht:
49 Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist die Stätte meiner Ruhe? (apg. 7)

16 Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
17 Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr. (1. kor. 3)

liebe grüsse
peter






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Re: Geldabgaben in Freikirchen

Beitragvon SunFox » Do 6. Mär 2008, 01:23

Original von picopedro
ich habe einmal eine babtistische gemeinde besucht und bin dann auch noch einige male dort hingegangen.

eines tages, kurz nach meinem ersten besuch fragte mich der gemeindeleiter, wieviel ich ihm als zehnten im lastschrifteinzug zur verfügung stellen würde, damit er besser kalkulieren kann.


Ja lieber Peter,

der Gemeindeleiter hatte halt ein völlig falsches Zehntenverständnis! ;)

Wenn es heißt ´Zehnte´, dann ist dieses zum einen nicht irgendein Betrag, sondern reale 10%!

Wenn mir jemand für mein Sparguthaben den zehnten Teil als Gewinn zusagt und er mir hinter nur die Hälfte davon gibt, dann gibt man sich ja auch nicht zufrieden, sondern man pocht auf diese Zusage, also eben diese 10%!

Gott hat uns 100% Einkommen gegeben und er wünscht sich davon 10% Zinsen für sein Gottes Werk!

Der Herr baut dabei aber auf Freiwilligkeit ("Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!";) und nicht auf Pi mal Daumen im Lastschriftverfahren! ;)

Und wie gesagt, wer es nicht von Herzen geben möchte, sondern es für sich behalten und verwerten will, der kann vom HERRN den Segen seiner göttlichen Kornkammer eben nicht beanspruchen!

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