Willow Creek

Freikirchen, freie Gemeinden jeglicher Art, verschiedenste christliche Missionsgesellschaften und Hilfswerke

Moderator: bigbird

Willow Creek

Beitragvon Sir_Alpha_Golf » So 6. Nov 2005, 22:30

Weiß jemand was Willow Creek ist ¿
Oder wo man Informationen darüber findet ¿
Blessed be the Lord, my rock,
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Re: Willow Creek

Beitragvon bigbird » So 6. Nov 2005, 22:51

Mein Vorschlag:

- Suchfunktion im Forum benutzen
- oder googeln!

bigbird
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Willow Creek

Beitragvon stranger » So 6. Nov 2005, 22:58

Willow Creek ist ein sehr effektives missionarisches Konzept von Bill Hybels (Willow Creek Community Church), Gemeinden in der Praxis zu unterstützen, neue Menschen hinzuzufügen und Reich Gottes zu bauen.

Die gängigsten Fragen/Antworten gibt´s hier:

http://www.willowcreek.de/10_haeufigste_fragen.html
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Re: Willow Creek

Beitragvon Sir_Alpha_Golf » So 6. Nov 2005, 23:28

Thx for the info !!!
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Re: Willow Creek

Beitragvon musikus » Fr 30. Dez 2005, 18:27

Hallo Leute,
ich bin in einer Willow-Creek-Gemeinde. Es ist eine sehr lebendige Gemeinde mit gutem Zulauf, und eigentlich fühle ich mich dort ganz wohl. Aber... wenn ich die Bücher des Willow Creek Gründers Bill Hybels lese, kommen mir ernste, sehr ernste Zweifel, ob das Willow Creek Konzept wirlich ein verfolgenswertes Ziel für eine Gemeinde ist, oder nicht eher zu einer Schneballsystem-Firma passt. Das Konzept beruht auf den folgenden "7 Schritten der Evangelisierung", die ich hier wörtlich aus Hybels Buch "Ins Kino gegangen und Gott gefunden" zitiere:

1. Schritt: Christen bauen eine aufrichtige Freundschaft zu einem Nichtchristen auf
2. Schritt: Christen erzählen anderen von ihrem Leben mit Gott
3. Schritt: Christen laden ihre kirchendistanzierten Freunde zu einem speziell für sie
4. Schritt: Kirchendistanzierte Menschen entscheiden sich für Jesus und nehmen
regelmäßig am Gemeindegottesdienst teil
5. Schritt: Mitgliedschaft in einer Kleingruppe
6. Schritt: Entdeckung, Entwicklung und Anwendung der geistlichen Gaben
7. Schritt: Neuer Umgang mit Finanzen

Schon der 1. Schritt geht von einem meiner Meinung nach abwegigen Menschenbild aus: Man soll
sich als Christ gezielt mit einem Nichtchristen anfreunden, schon mit der Absicht ihn zu
missionieren ? Ich würde mich dabei schäbig fühlen. Eine Freundschaft beruht normalerweise
auf dem natürlichen Gefühl von Sympathie und nicht auf einer Missionsabsicht. Wie kann man da
noch von einer "aufrichtigen" Freundschaft reden ? Es ist vielmehr eine instrumentalisierte
Freundschaft. Natürlich erzähle ich einem Freund von meinem Glauben, meiner Gemeinde, und lade ihn ein, wenn er das möchte. Aber planmäßig eine Freundschaft aufzubauen, um jemanden als Missionobjekt zu benutzen, ist verächtlich.

Betrachten wir noch den letzten, den 7. Schritt. Dieser bildet den Abschluß und Höhepunkt
dieses Evangelisierungskonzepts. Wir würden erwarten, dass es dabei um einen Schritt der
besonderen Nähe zu Gott gehe. Doch stattdessen geht es um - schnöden Mammon. Ordne deine
Finanzen neu - Trenne dich von deinem Geld - gib 1/10 oder besser alles an Willow Creek -
bedenke Bill Hybels in deinem Testament. So lautet also die höchste Botschaft. Ich halte das für bedenklich. In dem Buch folgt nach Schritt 7 eine seitenlange moralige Darstellung, wie wichtig es ist "sein Bestes" (gemeint ist Geld) für das Reich Gottes (gemeint ist Willow Creek) zu geben. Da fallen einem doch diese amerikanischen Fernsehprediger ein, die doch immer nur "unser Bestes" wollen. Soll das ein wahres Ziel für eine Gemeinde sein ?

Ich wüsste gerne, wie ihr diese Aussagen Bill Hybels empfindet.
musikus
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Re: Willow Creek

Beitragvon Enggi » Fr 30. Dez 2005, 21:44

musikus

du fragst, wie ich das empfinde.

Genau wie du.

Amerika + Methode = Finger weg!
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Re: Willow Creek

Beitragvon Enggi » Fr 30. Dez 2005, 21:47

Sir_Alpha_Golf

schreibt man in der Ukraine die Fragezeichen auf dem Kopf, aber die Ausrufezeichen auf den Füssen?

Nichts für ungut, Spass muss sein! :] ;)
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Re: Willow Creek

Beitragvon CKrulez » Fr 30. Dez 2005, 22:07

Original von musikus Schon der 1. Schritt geht von einem meiner Meinung nach abwegigen Menschenbild aus: Man soll
sich als Christ gezielt mit einem Nichtchristen anfreunden, schon mit der Absicht ihn zu
missionieren ? Ich würde mich dabei schäbig fühlen. Eine Freundschaft beruht normalerweise
auf dem natürlichen Gefühl von Sympathie und nicht auf einer Missionsabsicht. Wie kann man da
noch von einer "aufrichtigen" Freundschaft reden ? Es ist vielmehr eine instrumentalisierte
Freundschaft. Natürlich erzähle ich einem Freund von meinem Glauben, meiner Gemeinde, und lade ihn ein, wenn er das möchte. Aber planmäßig eine Freundschaft aufzubauen, um jemanden als Missionobjekt zu benutzen, ist verächtlich.

Wenn es nur annähernd so gemeint ist, wie im Buch "Bekehre nicht - lebe" beschrieben ist, so meint er auch natürliche freundschaften. Nur ist es doch so, dass freundschaften im mittleren, bzw höheren Alter schon gebildet sind und in der regel keine neuen "einfach so" entstehen. oder? doch man kann gezielt freundschaften aufbauen, auch um dadurch das evangelium weiter zu geben. man will doch das beste für seine freunde; wieso ein schlechtes gefühl haben, wenn man das evangelium weitergibt??? es klingt ja, als ob das eine seuche wäre, die du dem armen freunden auferlegst...

Betrachten wir noch den letzten, den 7. Schritt. Dieser bildet den Abschluß und Höhepunkt
dieses Evangelisierungskonzepts. Wir würden erwarten, dass es dabei um einen Schritt der
besonderen Nähe zu Gott gehe. Doch stattdessen geht es um - schnöden Mammon. Ordne deine
Finanzen neu - Trenne dich von deinem Geld - gib 1/10 oder besser alles an Willow Creek -
bedenke Bill Hybels in deinem Testament. So lautet also die höchste Botschaft. Ich halte das für bedenklich. In dem Buch folgt nach Schritt 7 eine seitenlange moralige Darstellung, wie wichtig es ist "sein Bestes" (gemeint ist Geld) für das Reich Gottes (gemeint ist Willow Creek) zu geben. Da fallen einem doch diese amerikanischen Fernsehprediger ein, die doch immer nur "unser Bestes" wollen. Soll das ein wahres Ziel für eine Gemeinde sein ?

Ich wüsste gerne, wie ihr diese Aussagen Bill Hybels empfindet.

das ist nun wirklich eine unhaltbare polemisierende aussage von dir! lies doch mal was jesus dazu gesagt hatte...es gibt zahlreiche stellen, wo er dei Leute auffordert alles was sie besitzen zu verkaufen und Gott zu geben (wie auch immer du das machen willst, ob Willow Creek oder sonst wem, ist doch gleich). aber das machst du ja nicht umsonst, sondern du wirst von gott dafür belohnt (finanziell, hier auf der welt, wie im Himmel).

"und das bedenke bill Hybels in deinem Testament" ist jetzt schlicht daneben. Ich denke etwas mehr respekt wäre angebracht!

grz

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Denn was gewinnt ein Mensch, selbst wenn ihm die ganze Welt zufällt, er aber das ewige Leben dabei verliert?
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Re: Willow Creek

Beitragvon CKrulez » Fr 30. Dez 2005, 22:13

Original von Enggi
musikus

du fragst, wie ich das empfinde.

Genau wie du.

Amerika + Methode = Finger weg!

ach enggi. bist du wirklich so engstrinig (nomen est omen oder was?)
1. zum gleich denken, lies doch meine antwort an musikus, vielleicht denkst du dann anders ? (hoffentlich)
2. es stimmt. amerikaner haben die angewohnheit über alles eine methode zu stülpen. dabei wird viel potential nicht ausgeschöpft. aber ich denke wir müssen erst einmal dieses potential erreichen, bevor wir das recht habenuns darüber gedanken zu machen, ob diese methoden nun gut sind oder nicht. der erfolg von willow creek (diesen methodenamis; sind das überhaup christen :roll: )kann man schlecht wegdiskutieren...wobei dir würde ich es noch zu trauen

werd mal offener! mensch!

ck
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Re: Willow Creek

Beitragvon LordAlm » Fr 30. Dez 2005, 23:06

Original von CKrulez
werd mal offener! mensch!

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Re: Willow Creek

Beitragvon musikus » Sa 31. Dez 2005, 10:18

Lasst uns doch lieber über die Sache diskutieren, als persönlich zu werden.

CK:
Nur ist es doch so, dass freundschaften im mittleren, bzw höheren Alter schon gebildet sind und in der regel keine neuen "einfach so" entstehen. oder? doch man kann gezielt freundschaften aufbauen, auch um dadurch das evangelium weiter zu geben. man will doch das beste für seine freunde; wieso ein schlechtes gefühl haben, wenn man das evangelium weitergibt??? es klingt ja, als ob das eine seuche wäre, die du dem armen freunden auferlegst...


Nee, ich bin jenseits der 40 und finde immer noch gute Freunde.

Mit deinem letzten 2 Sätzen verdrehst du genau meine Aussage. Ich schrieb doch oben, dass ich es richtig finde, seinen Freunden von seinem Glauben zu erzählen usw. Was ich kritisiere, ist das berechnende Vorgehen dabei.

Zu "bedenke Bill Hybels in deinem Testament": Ist gar nicht so abwegig, wie du vielleicht denkst. Wie sieht die Spendenpraxis in eurer Gemeinde aus ?
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Re: Willow Creek

Beitragvon CKrulez » Sa 31. Dez 2005, 14:45

Nee, ich bin jenseits der 40 und finde immer noch gute Freunde.

Mit deinem letzten 2 Sätzen verdrehst du genau meine Aussage. Ich schrieb doch oben, dass ich es richtig finde, seinen Freunden von seinem Glauben zu erzählen usw. Was ich kritisiere, ist das berechnende Vorgehen dabei.

Zu "bedenke Bill Hybels in deinem Testament": Ist gar nicht so abwegig, wie du vielleicht denkst. Wie sieht die Spendenpraxis in eurer Gemeinde aus ?

Toll, dann bist du halt die ausnahme die die regel bestätigt.

ok die sätze waren unqualifiziert. sry. aber auch wenn der titel des kapitel den anschein geben mag, es sei berechnend, so wird es der inhalt kaum sein. (ich kenne das von dir zitierte buch nicht, doch denke ich, dass es nicht fest von dem inhalt von "Bekehre nicht - lebe" abweichen wird. So gesehen, sieht es Bill Hybels wohl gleich wie du.
Mag sein, dass er einfach wert darauf legt, das man das evangelische Potential das eine Freundschaft besitzt auch ausnutzt und nicht verschwendet. Das mag vielleicht das sein was berechnend wirkt; ist es aber meiner ansicht nach nicht.

Meiner gemeinde? (das ist nicht willow creek, nur so nebenbei) nun gut. 10% des einkommens, so wird erwartet, gibt man an die Gemeindekasse um die durch den Gemeindebetrieb enstehenden Kosten zu decken. (Infrastruktur, Events, Mission...) Nicht ein rappen geht an eine einzelperson (ausser ader Lohn an unseren einzigen Fest angestellten Mitarbeiter. und der verdient nicht viel sondern normal.) Ich zahle gerne ud aus überzeugung auch oder gerade weil ich nicht sehr viel habe, denn ich bin überzeugt, dass Gott dies segnen wird und auf diesen Segen will und kann ich nicht verzichten.

Jemanden einzelnen geld vermachen, der durch seinen einsatz und seine aufopferungsbereitschaft dich vom ewigen verderben bewahrt hat finde ich indess nicht unbedingt abwiegig oder falsch...auch wenn es wahrscheinlich bedürftigere Emofänger gäbe. Ob Hybels dazu aufruft wage ich mal zu bezweifeln.

grz

CK
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Re: Willow Creek

Beitragvon musikus » So 1. Jan 2006, 12:46

Danke, CK. Dass du das Buch von Bill Hybels gar nicht kennst erstaunt mich. Dort erläutert er schliesslich die Grundlage von Willow Creek, nämlich die 7 Schritte mit ausführlicher Erklärung. Du solltest es dir ausleihen und du wirst erstaunt sein.

Würde man Schritt 1 konsequent umsetzen, müsste man in der Gemeinde praktisch Namenslisten von Nichtchristen aushängen, damit auch jeder aus der Gemeinde, der keinen Nichtchristen kennt, ja die Gelegenheit hat, an diesem Opfer sein "Evangelisches Potential auszunutzen". Du wirst zugeben, dass dies eine absurde Vorstellung ist. (Von den Zeugen Jehovas weiss ich, dass sie tatsächlich je 2 Verkündiger einem bestimmten Strassenzug zuordnen)

"Evangelisches Potential ausnutzen", das klingt ja wie aus der Rede eines Geschäftsvorstands der von "Marktpotential ausnutzen" spricht. Es ist hier wieder das damit transportierte Menschenbild, das mich stört. Es geht hier nicht um "auszunutzende" Geschäftsobjekte. Es geht um echte Freundschaften, die nicht instrumentaliert werden dürfen.
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Re: Willow Creek

Beitragvon Enggi » So 1. Jan 2006, 13:31

Original von CKrulez
ach enggi. bist du wirklich so engstirnig (nomen est omen oder was?)

1. zum gleich denken, lies doch meine antwort an musikus, vielleicht denkst du dann anders ? (hoffentlich)
2. es stimmt. amerikaner haben die angewohnheit über alles eine methode zu stülpen. dabei wird viel potential nicht ausgeschöpft. aber ich denke wir müssen erst einmal dieses potential erreichen, bevor wir das recht habenuns darüber gedanken zu machen, ob diese methoden nun gut sind oder nicht. der erfolg von willow creek (diesen methodenamis; sind das überhaup christen :roll: )kann man schlecht wegdiskutieren... wobei dir würde ich es noch zu trauen

werd mal offener! mensch!
Sicher denke ich dir gegenüber anders als musikus gegenüber. Meine Antwort war spontan und nur auf den Beitrag von musikus gemünzt. Wenn er negative Erfahrungen mit amerikanischen Fernsehpredigern gemacht hat (und wer hat dies nicht :x ?), so kann ich ihm nur beipflichten, nachdem er ein Buch von Bill Hybels gelesen hat, und darin am Ende noch aufgefordert wird, testamentarisch Willow Creek zu begünstigen.

Ich habe von Willow Creek bzw. Bill Hybels auch nur das von dir erwähnte Buch, «Bekehre nicht, lebe!», aber es noch nicht gelesen. Ich kaufte es an einem Seminar über persönliches Evangelisieren. Die dort erwähnte Methode ist nicht à priori schlecht (wie übrigens keine amerikanische Methode à priori schlecht ist). Die Pferdefüsschen merkt man meistens erst im nachhinein (à posteriori).

Der Nachteil ist: Ich habe weder die Gabe noch die Berufung, das Evangelium Ungläubigen zu erzählen, und jede Methode ist reine Zeitverschwendung. Wenn nicht der Ueberfluss der Gemeinde zur Evangelisation führt (nach einer Predigtreihe von Jörg Suter, meinem ehemaligen Gemeindeprediger), so ist Evangelisation vergeblich. Bekehrte wenden sich wieder der Welt zu, wenn sie einige Male in einer toten Gemeinde bepredigt wurden, es sei denn, sie finden eine lebendige.

Ein anderes Beispiel «40 Tage leben mit Vision» war auch so eine Methode. Bei einigen Gemeinden hat sie gewirkt, bei unserer nicht. Es war vergebliche Mühe. War die Methode schlecht? Ja, weil sie Busse, Bekehrung und Wiedergeburt ausklammert oder an den Rand drängt. So hat sicher auch die Methode von Willow Creek irgendwo einen Mangel. Aber verlange von mir bitte nicht, dass ich den Kopf solange über der Suppe schüttle, bis ich ein Haar darin finde. Ich vermute, dass der Erfolg von Willow Creek (den ich nicht wegdiskutiere, noch beneide, sondern schlicht bewundere), nicht in den Methoden von Bill Hybels begründet liegt, sondern in einem vorgängigen und weiterhin anhaltendem Fasten und Beten.

Kauft keine Staubsauger, Fernseher und Kühlschränke! ;) :P
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