Pfingstbewegung

Freikirchen, freie Gemeinden jeglicher Art, verschiedenste christliche Missionsgesellschaften und Hilfswerke

Moderator: bigbird

Gehörst Du zur Pfingstbewegung oder stehst ihr nahe?

Ja
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40%
Nein
53
60%
 
Abstimmungen insgesamt : 88

Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Jimi » Do 15. Dez 2005, 02:48

Original von Lambert
Aber nur Jesus ist und bleibt der Vollkomende,die Schrift kann nicht so gemeint sein,daher haben Gaben seinen Platz gestern und heute erst wenn Jesus wieder kommt hören die Gaben auf.
Herzliche Grüsse Lambert

Hallo Lambert
Da hast du leider nicht ganz recht. Das Wort "Vollkommen" gr. teleios kommt an folgenden Stellen im NT vor:
- sittlich vollkommene (von Personen): Mt5,48 / 1.Kor2,6 / Kol1,28
- perfekt, vollkommen (von Sachen): Röm12,2 / Jak1,17 / 1.Joh4,18
- erwachsen: 1.Kor14,20 / Eph4,13 / Hebr5,14
- vollständig: Jak1,4
- entgültig (im Gegensatz zum Vorläufigen): Heb9,11
- weitere Stellen sind: Mt19,21 / Röm13,10; / 1.Kor13,10 / Phil3,15 / Kol.4,12 / Jak1,25 /

Elberfelder übersetzt 16x "vollkommen"; 1x "volle Reife"; 2x "Erwachsener".
In all diesen Stellen kannst du feststellen, dass mit "Vollkommen" nicht ein "unfehlbarer, vollkommener Jesus" gemeint sein kann. Keine dieser Stellen bezieht sich auf Jesus als der Vollkommene der da kommt, es sei denn, du beharrst bei 1.Kor13,10 darauf. Habe aber in meiner Auslegung :lesen: zu Kp13 klar begründet, warum es nicht Jesu Wiederkunft sein kann.
Die anderen Stellen zeigen hier klar, dass teleios nicht wie du meinst "unfehlbar vollkommen" bedeuten kann, oder ist zBsp ein Erwachsener "In Perfektion fehlerlos vollkommen"?

Übrigens was macht die Petrus/Korneliusgeschichte mit dem Vergleich meiner Joel 3 Auslegung? :?
Gruss
Jimi
"...ob wir nicht (durch die Übersetzung) bereits präjudizieren?" ?(
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Lambert » Do 15. Dez 2005, 11:40

Lieber Jimi,Deine ausslegung des Wortes Vollkommend ist zu einseitig denn es ist doch bekannt das ein Wort mehere bedeutungen haben kann ,gerade in der Schrift sind einige Stellen z.b.s Dtn.32,4 Er heißt: Der Fels,Vollkommen ist,was er tut;denn alle seine Wege sind recht.Wer ist den gemeint? Ein Buch etwar ? Irgent ein Gesetz? Nein! Wer hat sich denn sich als Fels bezeichnet? Ja Jesus hat sich als Fels sich vorgestellt dem Menschen,nur auf diesen Felsen kann er sein Haus bauen, auf diesen Felsen und dieser wird doch alls Vollkommend bezeichnet.Oder Ijop 11,7 Die Tiefe Gottes willst du finden,bis zur Vollkommendheit des Allmächtigen vordringen? Alls letztes noch die Stelle,Hebr.6,1 Darum wollen wir beiseite lassen,was man zuerst von Christus verkündigen muß, und uns dem Vollkommeren zuwenden,da ja im Vers 7,25 Jesus als der Vollkommenden Priester beschreibt,versteht sich ja wer oder was gemeint ist ,dem Vollkommeren gemeint ist.Du erkennst doch das mit dem Vollkommenden sehr wohl auch Jesus gemeint ist.Deine Ausslegung ist ja nicht falsch, sondern zu einseitig,wenn man einige Stellen die ich ja aufgefürht habe ,ausseracht lässt.
So jetzt wende ich mich zu Apg.10. Hier geschied doch etwas mächtiges,Gott stößt selbst das Tor zur Völkermission auf.so einfach ganz schlicht.Wir lesen doch schon im letzten dem Abschluss von Kap.8 Caesrea,eine damaligen Siedlung die eine sidonische Siedlung mit den Namen Straons Turm.Herodes der Große hatt sie etwar 25 n.Chr. zu eine prächtigen Stadt ausgebaut,die er Kaiser Augustus zu Ehren Caesarea,Kaiserstadt unbenannt.Von den Molen geschüzten Stadt landeten die römischen Statthalter und haben die Stadt ihrer eigentliche Residenz siehe Kap.23-26.Darum hat die Stadt auch eine römischen Garnison.Und der Mann in Caesarea mit den Namen Kornelius,ein Centurio in dieser Kohorte war ein frommer und gottesfürchtiger Mann der vom Heidentum wie von der Philosophie in ihrer Zeit unbefriedigt gewesen, und entschloss innerlich zu Gott hin mit allen Ernst.Das kann man daran erkennen das seine Gebete regemäßig,wie eine Perlenschnur gewesen ist,sich der Welt abgewendet hat.Was auch auffällt das er Allmosen gab den dort lebenen Juden,er hat sich mit dem Jüdichen Glauben hingewendet,siehe bestimmte Gebetszeiten einhalten.Gott sah sein Herz sein verlangen ein streben nach Gott und hörte seine Gebete,die Er nicht übersah,im gegenteil Er ging darauf ein und antwortete.Du siehst doch er ein Centurrio ein Heide aus einen Fernen Land sprach Gott zu ihm und gab eine Weisung durch einen Engel einen Auftrag.Hier sieht man Gottes Plan,ich denke fast Zeitgleich wendete sich Gott zu Petrus,er ein Jude der es gelebt den jüdichen Brauch als Gesetz gehalten hat nie unreines gegessen hat,bekommt in eier Schale aus den Himmel unreines zu essen,in seinen Augen in seiner Denkweise ungehäuerliches,er protestiert und gab sein unmut dem Herrn,aber Gott sprach er soll nicht etwas als unrein erklären wenn Gott etwas als reines sieht.Hier wird es mehr als deutlich eine Botschaft eine Kunde des Glaubens,nicht mehr das Gesetz rettet sondern die Gnade die von Ihn kommt, ist das entscheidene. Sichelich Petrus war doch sehr sprachlos und mußte sich erstmal überlegen was Gott den meinte und der Geist Gottes sagte es sind Männer die ihn suchten und er sollte ohne Bedenken runter gehen,hier ist doch ein b.s die der Geist Gottes treibt sind meine Kinder und er ging runter.Hier kommt es zum höhe Punkt das entscheidene,hier kommen die zwei beschriebene bégegnungen mit Gott zusammen ,´wie ein Pussel.er nimmt die heidnischen zwei Männer eines Offiziers der Besatzungsmacht auf; ergeht mit ihnen dem Haus des Heiden entgegen und ist willig;dort einzukehren.Er wird von Gottes handeln bezwungen,auch den letzten Schritt tun und Heiden die Botschaft zu sagen ohne Beschneidung in die Gemeinde des Messias Israels durch die Taufe aufzunehmen.Du weist ja wie er es mal in einer Vesammlung selbst über die seltsame Lage beschrieben hat:" Ihr selbst wißt,wie unerlaubt es ist für ein jüdischen Mann,sich einem andersstämigen Mann anzuschließen oder bei ihm einzukehren.Und mir zeigte Gott,keinen Menschen gemein oder unrein zu nennen.Ich denke doch das Joel 3 sich erfüllt,nämlich über alles Fleisch seinen Geist ausszugießen.Deine Frage,denke ich mit der Ferne was da gemeint ist,ist damit auch beantwortet,die Ferne ist mit Ländern gemeint die ausserhalb des Einflussgebietes von Israel.
Herzliche Grüsse Lambert
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon bigbird » Do 15. Dez 2005, 12:21

Ach Lambert

Vierzehn (!!!) Mal den gleichen Text zu posten wär nicht nötig gewesen, einmal reicht. Manchmal klemmt das Forum ein bisschen, dann klick bitte nicht unzählige Male drauf sondern hab ein bisschen Geduld, danke!

bigbird
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Lambert » Do 15. Dez 2005, 12:33

Big Bird ich habe es nicht mit bekommen weil mein PC augenscheinlich mir es nicht zeigte,sonst konnte ich es im Forum sofort sehen,daher der mehrmalige versuch um endlich es sehen zu können,verzeihung bitte,habe nachsicht,Danke.
Herzliche Grüsse,Lambert
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon bigbird » Do 15. Dez 2005, 13:05

Original von Lambert
habe nachsicht
Na klar, was sonst ?

bigbird

PS. Ab und zu ein Abschnitt in deinem Text würde die Lust, ihn zu lesen und die Lesbarkeit an sich stark erhöhen.
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Jimi » Do 15. Dez 2005, 13:58

Original von Lambert
...Alls letztes noch die Stelle,Hebr.6,1 Darum wollen wir beiseite lassen,was man zuerst von Christus verkündigen muß, und uns dem Vollkommeren zuwenden...

Hallo Lambert
Danke, für deine ausführliche Kornelius-Begründung,ich kann dir hier sicher nicht unterstellen, dass du dich nicht auch ausgiebig mit dieser Frage beschäftigt hast. Danke für deine Bemühungen:respekt:!
Deine "Kornelius"-Begründung ist meiner Ansicht doch etwas Bibelfern hergeholt. Da sollen mal die anderen Leser beurteilen, ob deine Auslegung in den Apostelgeschichte-Kontext passt und berechtigt ist, ich verstehs anders.
Was Hebr 6,1 anbelangt, so hat das wirklich nichts mit Jesu Vollkommenheit zu tun. Damit wir uns hier recht verstehen, Jesus ist für mich als Sohn Gottes so Vollkommen, dass ich dass nicht mal erwähnen muss. Also es geht nicht um die Frage ob Jesus Vollkommen ist, denn da besteht für mich in keinem Moment ein Zweifel. Aber deine angeführte Hebr-Stelle hat nun mal nichts mit der Vollkommenheit Jesu zu tun, noch mit seinem Kommen, sondern der Schreiber gebraucht einfach den Begriff teleios, so wie ihn andere Schreiber wie weiter oben aufgelistet auch gebrauchen. Fertig! Hier fängst du an etwas hineinzulesen, so wie du es in 1.Kor13,10 auch versuchst. Es kommt ja auch wohl auch niemandem in den Sinn teleios-Stellen wie Röm12,2 / 1.Kor2,6/ Phi3,15 / Jak1,17 / 1.Joh4,18 u.a. mit Jesu Vollkommenheit zu vermixen.
Sonst müsstest du um beim Hebr. zu bleiben dies mit: Hebr 5,14 auch bereits tun: "die feste Speise aber ist für Erwachsene (teleios), die infolge der Gewöhnung geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten wie auch des Bösen." genauso, wie es nachher in Heb6 um die Lehre geht und nie um die Frage der "Vollkommenheit Jesu".
Original von Lambert
da ja im Vers 7,25 Jesus als der Vollkommenden Priester beschreibt,versteht sich ja wer oder was gemeint ist ,dem Vollkommeren gemeint ist.Du erkennst doch das mit dem Vollkommenden sehr wohl auch Jesus gemeint ist.

Das Problem deiner Auslegung ist noch, das in diesem Vers 7,25 den zu als Belegstelle anführst das Wort "teleios" eben nicht vorkommt. Sorry
Hier solltest du Birnen und Äpfel trennen und nicht den Text mit Gewalt umbiegen, da wird dich wohl keiner richtig unterstützen können.
Gruss
Jimi
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Lambert » Do 15. Dez 2005, 14:38

Als abschluss sehe ich mit den Vollkomenden und nichts anderes ,Lieber Jimi und da stehe ich auch nicht unbedingt alleine,wo bei ich inhalst mässig aus der Wuppertalerstudien Bibel wiedergegeben habe und mit meinen eigenen Worten wie ich Kornelius verstehe.Welche intepretation hast du denn der Stelle mit Kornelius.
Herzliche Grüsse,Lambert
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Jimi » Do 15. Dez 2005, 16:02

Original von Lambert
Als abschluss sehe ich mit den Vollkomenden und nichts anderes ,Lieber Jimi und da stehe ich auch nicht unbedingt alleine,... ...Welche intepretation hast du denn der Stelle mit Kornelius.
Herzliche Grüsse,Lambert

Hallo Lambert
Ja, da hast du natürlich "vollkommen" :) recht, du stehst mit der Auslegung zu 1.Kor13,10 gar nicht alleine da, da stehe ich wohl, wie ich das bis jetzt im Forum feststellen musste viel eher alleine da, aber ich habs wie du oben lesen kannst auf deine Auslegung zu Hebr6,1 bezogen und nicht auf 1Kor13.
Die Korneliusgeschichte habe ich in meiner Auslegung zu Joel 3 /Apg2 ausführlich dargelegt, hier nochmals ein kurzer Ausschnitt:
Original von Jimi 13.12.2005
...Also, Petrus hatte in Apg10 noch nicht die Freiheit einen Heiden zu besuchen, bis der HERR ihm das anschaulich zeigte (Apg10,9ff). Apg10 + 11 zeigen ganz deutlich, dass für Judenchristen es bis dahin unvorstellbar war, dass den Heiden auch die gleiche Gnade wie den Juden galt. Als die Jünger noch mit Jesus zusammenlebten wurde diese Haltung durch Jesu Aussagen bestätigt: „Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Geht nicht auf einen Weg der Nationen, und geht nicht in eine Stadt der Samariter; geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!“ (Mt 10,5-6)
Zu der kanaaneischen Frau sagte Jesus: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“ (Mt 15,24) (Machte aber danach eine Ausnahme als kleine Vorschattung, dass auch die Heiden von den Brotkrummen essen werden Vergl Röm11,16-26). Die Jünger fragten nach Jesu Auferstehung: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“.(Apg 1,6) Das Reich Israel war nicht hergestellt und das Land war von den Römern besetzt. Der Jakobusbrief unterstreicht dies: „Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, den zwölf Stämmen, die in der Zerstreuung sind, ...“ (Jak 1,1)

Die Apostelgeschichte zeigt eindeutig auf (und die Aussage des Petrus in Apg10,28 und Kontext bestätigen das unmissverständlich) dass bist Apg 10 das Evangelium nur den 12 Stämmen Israels (inkl. Samariter und einigen Proselyten) galt. „Pfingsten“ geschah damals nur für die 12 Aposteln, war aber der Beginn, dass von nun an jeder Gläubige den Geist Gottes bleibend haben konnte. Die 3000 Menschen die nach der Predigt des Petrus zum Glauben kamen, waren alle aus den 12 Stämmen Israels, die aus den umliegenden Länder kamen um das jüdische Pfingstfest in Jerusalem feiern zu können. Petrus nennt sie :
Ap2.14 „Männer von JUDÄA und ihr alle, die ihr zu JERUSALEM wohnt“
Petrus gebraucht die Anrede „Ihr Männer, Juden“
Ap2.22 „Männer von ISRAEL... ... habt IHR durch die Hand von Gesetzlosen...“
Ap2.36 „das GANZE HAUS ISRAEL wissen nun... 37... was sollen wir tun BRÜDER?“ ... 39 „EUCH gilt die Verheissung und EUREN KINDERN, und ALLEN die in der FERNE sind...“
(Zu beachten ist auch V46 „Diese Gläubige verharrten täglich im TEMPEL“ man vergleiche dazu Petrus Verhalten im Vorfeld der Korneliusgeschichte). Wenn diese Gläubigen Heiden gewesen wären, hätten sie nicht sang- und klanglos täglich im Tempel bleiben können, da wären die Juden auf die Palme gegangen. Man Beachte, wie alleine schon später die Frage der Beschneidung grosse Verfolgung ausgelöst hatte! ...
... Jimi

Gruss
Jimi
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Berliner Erklärung

Beitragvon Juda » Do 15. Dez 2005, 16:28


Die Berliner Erklärung von 1909

Die "Berliner Erklärung" von 1909 ist heute so aktuell wie zur damaligen Zeit, als die sogenannte Pfingstbewegung sich von den USA herkommend auch in Europa verbreitete. Die wesentlichen Aussagen treffen ebenso für die heutige charismatische Bewegung zu.

1. Wir sind nach ernster gemeinsamer Prüfung eines umfangreichen und zuverlässigen Materials vor dem Herrn zu folgendem Ergebnis gekommen:

a) Die Bewegung steht im untrennbaren Zusammenhang mit der Bewegung von Los Angeles, Christiana, Hamburg, Kassel, Großalmerode. Die Versuche, diesen Zusammenhang zu leugnen, scheitern an den vorliegenden Tatsachen.

b) Die sogen. Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von untern; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämone, welche, vom Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. In vielen Fällen haben sich die sogen. "Geistbegabten" nachträglich als besessen erwiesen.

c) An der Überzeugung, dass diese Bewegung von unten her ist, kann die persönliche Treue und Hingebung einzelner führender Geschwister nicht irre machen, auch nicht die Heilungen, Zungen, Weissagungen usw., von denen die Bewegung begleitet ist. Schon oft sind solche Zeichen mit ähnlichen Bewegungen verbunden gewesen, z.B. mit dem Irvingianismus, ja selbst mit der "christl. Wissenschaft" (Christian Science) und dem Spiritismus.

d) Der Geist dieser Bewegung bringt geistige und körperliche Machtwirkungen hervor; dennoch ist es ein falscher Geist. Er hat sich als solcher entlarvt. Die hässlichen Erscheinungen wie Hinstürzen, Gesichtszuckungen, Zittern, Schreien, widerliches, lautes Lachen usw. treten auch diesmal in Versammlungen auf. Wir lassen dahingestellt, wie viel davon dämonisch, wie viel hysterisch oder seelisch ist, gottgewirkt sind solche Erscheinungen nicht.

e) Der Geist dieser Bewegung führt sich durch das Wort Gottes ein, drängt es aber in den Hintergrund durch sogen. "Weissagungen". Vgl. 2. Chron. 18, 18-22. Überhaupt liegt in diesen Weissagungen eine große Gefahr; nicht nur haben sich in ihnen handgreifliche Wiedersprüche herausgestellt, sondern sie bringen da und dort Brüder und ihre ganze Arbeit in sklavische Abhängigkeit von diesen "Botschaften". In der Art ihrer Übermittlung gleichen die letzteren den Botschaften spiritistischer Medien. Die Übermittler sind meist Frauen. Das hat an verschiedenen Punkten die Bewegung dahin geführt, dass gegen die klaren Weissagungen der Schrift Frauen, sogar junge Mädchen, leitend im Mittelpunkt stehen.



2. Eine derartige Bewegung als von Gott geschenkt anzuerkennen, ist uns unmöglich. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass in den Versammlungen die Verkündigung des Wortes Gottes durch die demselben innewohnende Kraft Früchte bringt. Unerfahrene Geschwister lassen sich durch solche Segnungen des Wortes Gottes täuschen. Diese ändern aber an dem Lügencharakter der ganzen Bewegung nichts. (Vergl. 2. Kor. 11, 3.4.14)



3. Die Gemeinde Gottes in Deutschland hat Grund, sich tief zu beugen darüber, dass diese Bewegung Aufnahme finden konnte. Wir alle stellen uns wegen unserer Mängel und Versäumnisse, besonders auch in der Fürbitte, mit unter dies Schuld. Der Mangel an biblischer Erkenntnis und Gründung, an heiligem Ernste und Wachsamkeit, eine oberflächliche Auffassung von Sünde und Gnade, von Bekehrung und Wiedergeburt, eine willkürliche Auslegung der Bibel, die Lust an neuen aufregenden Erscheinungen, die Neigung zu Übertreibungen, vor allem aber auch Selbstüberhebung, das alles hat dieser Bewegung die Wege geebnet.



4. In Besonderheit aber ist die unbiblische Lehre vom sogen. "reinen Herzen" für viele Kreise verhängnisvoll und für die sogen. Pfingstbewegung förderlich geworden. Es handelt sich dabei um den Irrtum, als sei die "innewohnende Sünde" in einem begnadigten und geheiligten Christen ausgerottet. Wir halten fest an der Wahrheit, dass der Herr die Seinigen vor jedem Straucheln und Fallen bewahren will und kann (1. Thess. 5, 23; Jud. 24.25; Heb. 13, 21) und dass dieselben Macht haben, durch den Heiligen Geist über die Sünde zu herrschen. Aber ein "reines Herz", das darüber hinausgeht, auch bei gottgeschenkter, dauernder Bewahrung mit Paulus demütig sprechen zu müssen: "Ich bin mir selbst nichts bewußt, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt", empfängt der Mensch überhaupt auf Erden nicht. Auch der gefördertste Christ hat sich zu beugen vor Gott, der allein Richter ist über den wahren Zustand der Herzen, vgl. 1. Kor. 4, 4. "Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns", 1. Joh. 1, 8.

In Wahrheit empfängt der Gläubige in Christo ein fleckenlos gereinigtes Herz, aber die Irrlehre, dass das herz in sich einen Zustand der Sündlosigkeit erreichen könnte, hat schon viele Kinder Gottes unter den Fluch der Unaufrichtigkeit gegenüber der Sünde gebracht, hat sie getäuscht über Sünden, die noch in ihrer Gedankenwelt, in ihren Versäumnissen oder in ihrem Zurückbleiben hinter den hohen Geboten Gottes in ihrem Leben liegen. Es kann nicht genug ermahnt werden, für die Sünde ein Auge sich zu bewahren, welches nicht getrübt ist durch eine menschlich gemachte Heiligung oder durch eine eingebildete Lehre von der Hinwegnahme der Sündennatur. Mangelnde Beugung über eigene Sünde verschließt den Weg zu neuen Segnungen und bringt unter den Einfluss des Feindes. Traurige Erfahrungen in der Gegenwart zeigen, dass da, wo man einen Zustand von Sündlosigkeit erreicht zu haben behauptet, der Gläubige dahin kommen kann, dass er nicht mehr fähig ist, einen Irrtum zuzugeben, geschweige denn zu bekennen. Eine weitere traurige Folge falscher Heiligungslehre ist die mit ihr verbundene Herabsetzung des biblischen, gottgewollten ehelichen Lebens, indem man mancherorts den ehelichen Verkehr zwischen Frau und Mann als unvereinbar mit wahrer Heiligung hinstellt, vgl. 1. Mose 1,28 und Eph. 5, 31.



5. In der sogen. Pfingstbewegung steht in Deutschland P. Paul als Führer vor der Öffentlichkeit. Er ist zugleich der Hauptvertreter der vorstehend abgewiesenen unbiblischen Lehren. Wir lieben ihn als Bruder und wünschen ihm und der Schar seiner Anhänger in Wahrheit zu dienen. Es ist uns ein Schmerz, gegen ihn öffentlich Stellung nehmen zu müssen. An Aussprachen mit ihm und an Ermahnungen im engeren und weiteren Brüderkreis hat es nicht gefehlt. Nachdem alles vergeblich war, müssen wir nun um seinet- und der Sache Gottes willen hiermit aussprechen: Wir, die unterzeichnenden Brüder, können ihn als Führer und Lehrer in der Gemeinde Jesu nicht mehr anerkennen. Wir befehlen ihn in Liebe, Glaube und Hoffnung der zurechtbringenden Gnade des Herrn.



6. Wir glauben, dass es nur ein Pfingsten gegeben hat (Apg. 2). Wir glauben an den Heiligen Geist, welcher in der Gemeinde Jesu bleiben wird in Ewigkeit, vgl. Joh. 14, 16. Wir sind darüber klar, dass die Gemeinde Gottes immer wieder erneute Gnadenheimsuchungen des Heiligen Geistes erhalten hat und bedarf. Jedem einzelnen gilt die Mahnung des Apostels: "Werdet voll Geistes!" Eph. 5, 18. Der Weg dazu ist und bleibt völlige Gemeinschaft mit dem gekreuzigten, auferstandenen und erhöhten Herrn. In ihm wohnt die Fülle des Geistes leibhaftig, aus der wir nehmen Gnade um Gnade. Wir erwarten nicht ein neues Pfingsten; wir warten auf den wiederkommenden Herrn.



Wir bitten hiermit alle unsere Geschwister um des Herrn und seiner Sache willen, welche Satan verderben will: Haltet euch von dieser Bewegung fern! Wer aber von euch unter die Macht dieses Geistes geraten ist, der sage sich los und bitte Gott um Vergebung und Befreiung. Verzaget nicht in den Kämpfen, durch welche dann vielleicht mancher hindurchgehen wird. Satan wird seine Herrschaft nicht leichten Kaufes aufgeben. Aber seid gewiß: Der Herr trägt hindurch! Er hat schon manchen frei gemacht und will euch die wahre Geistesausrüstung geben.



Unsere feste Zuversicht in dieser schweren Zeit ist diese: Gottes Volk wird aus diesen Kämpfen gesegnet hervorgehen! Das dürft auch ihr, liebe Geschwister, euch sagen, die ihr erschüttert vor den Tatsachen steht, vor welche unsere Worte euch stellen. Der Herr wird den Einfältigen und Demütigen Licht geben und sie stärken und bewahren.



Wir verlassen uns auf Jesum, den Erzhirten. Wenn jeder dem Herrn und seinem Worte den Platz einräumt, der ihm gebührt, so wird er das Werk seines Geistes, das er in Deutschland so gnadenreich angefangen hat, zu seinm herrlichen, gottgewollten Ziele durchführen. Wir verlassen uns auf ihn, der das sprcht: "Meine Kinder und das Werk meiner Hände lasset mir anbefohlen sein!" (Jes. 45, 11 - wörtlich übersetzt)



Berlin, den 15 September 1909

Unterschrieben hatten:

Bähren, Hannover; Bartsch, Charlottenburg; Blecher; A. Dallmeyer; Broda, Gelsenkirchen; Dolmann; Engel, Neurode; Evers, Rixdorf; Frank, Hamburg; Grote, Oberfischbach; Hermann, Berlin; Heydorn; Huhn, Freinwalde; Ihloff; Jörn, Berlin; Kmitta; Knippel; Köhler, Berlin; Graf Korff; Kühn, Gr. Lichterfelde; Lammert, Berlin; Lohe; K. Mascher; Fr. Mascher, Lehe; Meister, Waldenburg; Merten, Elberfeld; Michaelis; v. Patow; Rohrbach; v. Rotkirch; Rudersdorf, Düsseldorf; Ruprecht, Herischdorf; Sartorius; Scharwächter; Schiefer, Neukirchen; Schopf, Witten; Schrenk; Schütz, Berlin; Schütz, Rawitsch; SEitz; Simoleit, Berlin; Stockmayer; v. TeleWinckler; Thiemann; v. Treskow; v. Thümmler; M. Urban; Urbschat, Hela; Vasel; v. Vieban; Wächter, Frankfurt; Wallraff, Berlin; Warns, Berlin; Wittekindt; Wüsten, Görlitz; v. Zastrow, Gr. Breesen. Zustimmungen wurden erbeten an Wittekindt in Wernigerode.


Juda
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon cori » Do 15. Dez 2005, 16:39

Aha, die Berliner Erklärung!

Und wie stehst du dazu, Juda?
Wir freuen uns über unsere Enkelin

+++ Clara Sofia +++


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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Do 15. Dez 2005, 17:04

Das würde ich gerne wissen wollen,warscheinlich ist Juda nicht auf den neusten Stand,das viele diese Erklärung unterschrieben haben abstand genommen haben,weil so manches überintepretiert haben.Wiso wenn so eine Erklärung verstaubt ist, und wie eine Leiche wiederbelebt wird,anstatt sich selbst eine Meinung zu bilden. Es ist ja auch leichter sich hinter einer Front zu verstecken,das halte ich persönlich nicht gerade alls aufrichtig.Ich denke es geht doch letztenendlich nicht nur um die Pfingstbewegung sondern auch die frage stellt sich auch gibt es überhaubt noch Gaben,oder haben sie aufgehört.Einfach auch deswegen weil eingen Gemeinden die nicht dem PBC angeschlossen sind
Herzliche Grüsse,Lambert
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Do 15. Dez 2005, 19:15

Original von Lambert
Das würde ich gerne wissen wollen,warscheinlich ist Juda nicht auf den neusten Stand,das viele diese Erklärung unterschrieben haben abstand genommen haben,weil so manches überintepretiert haben.

Hallo Lambert
Kannst du mir sagen wer die Vielen sind?

Bähren, Hannover; Bartsch, Charlottenburg; Blecher; A. Dallmeyer; Broda, Gelsenkirchen; Dolmann; Engel, Neurode; Evers, Rixdorf; Frank, Hamburg; Grote, Oberfischbach; Hermann, Berlin; Heydorn; Huhn, Freinwalde; Ihloff; Jörn, Berlin; Kmitta; Knippel; Köhler, Berlin; Graf Korff; Kühn, Gr. Lichterfelde; Lammert, Berlin; Lohe; K. Mascher; Fr. Mascher, Lehe; Meister, Waldenburg; Merten, Elberfeld; Michaelis; v. Patow; Rohrbach; v. Rotkirch; Rudersdorf, Düsseldorf; Ruprecht, Herischdorf; Sartorius; Scharwächter; Schiefer, Neukirchen; Schopf, Witten; Schrenk; Schütz, Berlin; Schütz, Rawitsch; SEitz; Simoleit, Berlin; Stockmayer; v. TeleWinckler; Thiemann; v. Treskow; v. Thümmler; M. Urban; Urbschat, Hela; Vasel; v. Vieban; Wächter, Frankfurt; Wallraff, Berlin; Warns, Berlin; Wittekindt; Wüsten, Görlitz; v. Zastrow, Gr. Breesen. Zustimmungen wurden erbeten an Wittekindt in Wernigerode.

Würde mich sehr interessieren
Gruss
Jimi
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon origo » Fr 16. Dez 2005, 22:33

Original von Juda
Die Berliner Erklärung von 1909

Schön und gut, Juda

du stellst da lange kopierte Texte ins Forum, wo auch ein Internet-Link reichen würde. Dann könnte es auch jeder selber lesen.
Zudem habe ich dich bereits einmal andern Orts aufgefordert, die Quelle anzugeben. Das wiederhole ich hier.

Wenn man dir Fragen dazu stellt, antwortest du nicht.
Ich finde dein Verhalten eines Forums nicht würdig. Das Forum lebt von der eigenen Meinung seiner Teilnehmer, von ihrem Geben und Nehmen, vom Austausch.

Was willst du mit so einem Text von vor bald 100 Jahren hier und heute ausdrücken? :?

lg origo
"Lass dich nicht einfangen durch Philosophie und Weisheit von Menschen, nach den Grundsätzen der Welt, aber nicht Christus gemäss. Denn in Ihm ist die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und ihr habt die Fülle in Ihm, dem Herrscher." Kolosser 2,8-9
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Enggi » Sa 17. Dez 2005, 05:02

Wurde die Berliner Erklärung nicht offiziell widerrufen?
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

·•·•·•· Enggi schreibt jetzt als Gnu weiter ·•·•·•·
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Sa 17. Dez 2005, 06:14

Original von Enggi
Wurde die Berliner Erklärung nicht offiziell widerrufen?

Hallo Enggi, Lambert und origo
- Enggi behauptet fragend, dass die "BE" widerrufen wurde.
- Lambert behaupten, dass viele der "BE" unterzeichner von dieser "BE" Abstand genommen haben.
- origo fragt nach der Quelle der "BE", danach widerspricht er sich in dem er fragt : "Was willst du mit so einem Text von vor bald 100 Jahren hier und heute ausdrücken?"
Wenn sich da Leute von der "BE" anscheinend aus bestimmten Gründen distanziert haben, dann muss es ja wohl die "BE" auch aus bestimmten Gründen gegeben haben. 8-)
...man kann sich ja nicht von etwas distanzieren, was es nie gegeben hat ... :?

Enggi, Lambert und origo bestätigen durch ihren Eintrag, dass es die Berliner Erklärung gegeben hat und behaupten, dass die "BE" mehr oder weniger widerrufen wurde(Enggi muss das auch gehört haben, sonst würde er nicht so fragen.)

Ihr seid zu dritt, also muss es für euch ein Kleines sein das Behauptete zu belegen, und darzulegen dass mind. die Hälfte der über 50 Unterzeichner sich von "BE" distanziert haben.
Wenn ihr´s nicht könnt, dürfen die Leser wohl davon ausgehen, dass ihr hier einfach was in die Luft behauptet habt nur um Entstehungs-Zeitzeugen der Pfingstbewegung von 1909 zum Schweigen zu bringen... :warn:
Gruss
Jimi
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon stranger » Sa 17. Dez 2005, 10:23

Liebe Leute,

mein momentaner Wissensstand ist der, dass die Berliner Erklärung der EAD und des Gnadauer Verbandes von 1909 aus folgenden Gründen für die unterzeichnenden Vertreter dieser beiden Werke sowie damit für diese Werke selbst nicht mehr "gültig" sein kann:


1. Die von EAD/Gnadauer in der Berliner Erklärung (BE) 1909 angeprangerte aufbrechende Pfingstbewegung, ist heute selbst mit der EAD verbunden, zusammen mit vielen anderen inklusive dem Gnadauer Verband.

Beleg direkt von der Homepage der Evangelischen Allianz Deutschlands:

Zur Ev. Allianz gehörende/verbundene Werke

Wer zu uns gehört - mit uns verbundene Werke

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Werke, Einrichtungen und Verbände, die der Evangelischen Allianz nahestehen. Sie arbeiten mit ähnlicher theologischer Grundlage, unterhalten geschwisterliche Kontakte zur Evangelischen Allianz. Die genauen Kriterien finden Sie hier.
[...]
Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR
[...]
Gnadauer Theologisches Seminar Falkenberg



2. Offiziell - jedoch nur indirekt - wurde die BE durch die Kasseler Erklärung stark relativiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kasseler_Erklärung (Lexikon)

Kasseler Erklärung

Die Kasseler Erklärung wurde am 1. Juli 1996 vom Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und dem Präsidium des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden verabschiedet.

Verhältnis zur Berliner Erklärung

Die Erklärung nimmt Stellung zum Verhältnis zwischen den Evangelikalen der Evangelischen Allianz und den Pfingstgemeinden im BFP und schafft damit ein Gegengewicht zur Berliner Erklärung, mit der führende Evangelikale 1909 die damals noch recht junge Pfingstbewegung als "von unten" verurteilten. Obwohl die neue Erklärung die früheren Verurteilungen nicht formal aufhebt, formuliert sie doch eine neue Basis zur Einheit und macht die Berliner Erklärung damit zu einem obsoleten historischen Dokument.


Zur Kasseler Erklärung geht es hier. (rtf-file)


3. Persönliche Beobachtung

Die örtlichen evangelischen/evangelikalen Freikirchen arbeiten schon lange, teilweise intensiv, regional zusammen (jedenfalls in Deutschland).


4. Die Berliner Erklärung ist kein weltweites Phänomen gewesen, sondern auf den deutschsprachigen Raum beschränkt.


5. Menschen, die Jesus Christus als HERRN und Retter angenommen haben, Buße und Wiedergeburt erlebt haben sowie dem HERRN Jesus Christus nachfolgen, sollte man m. E. nicht pauschal durch die BE als "von unten" bezeichnen.


Ok, bin wieder weg, war nur mal so eben meine persönliche Meinung/Erfahrung, lasse mich gerne eines Besseren belehren. :)

Gottes Segen und schönes Wochenende wünscht
Euer

stranger ;)
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Sa 17. Dez 2005, 14:40

Original von stranger
Obwohl die neue Erklärung die früheren Verurteilungen nicht formal aufhebt, formuliert sie doch eine neue Basis zur Einheit und macht die Berliner Erklärung damit zu einem obsoleten historischen Dokument.

...Die örtlichen evangelischen/evangelikalen Freikirchen arbeiten schon lange, teilweise intensiv, regional zusammen (jedenfalls in Deutschland)....
Euer
stranger ;)

Hallo Stranger
Besten dank :respekt: für deine sehr interessanten Informativen und objektiven Erläuterungen zur "BE". Dass die meisten Kirchenverbände heute nicht mehr hinter dieser "BE" in dieser Form stehen glaube ich dir sofort.
Meine Frage war aber wer von den mehr als 50 Unterzeichner der "BE" sich später davon (wie von Lambert und so behauptet) distanziert haben?? Lambert spricht von "vielen":
Hier nochmals die Namen, die 1909 die Berliner Erklärung mit Überzeugng unterzeichneten: Bähren, Hannover; Bartsch, Charlottenburg; Blecher; A. Dallmeyer; Broda, Gelsenkirchen; Dolmann; Engel, Neurode; Evers, Rixdorf; Frank, Hamburg; Grote, Oberfischbach; Hermann, Berlin; Heydorn; Huhn, Freinwalde; Ihloff; Jörn, Berlin; Kmitta; Knippel; Köhler, Berlin; Graf Korff; Kühn, Gr. Lichterfelde; Lammert, Berlin; Lohe; K. Mascher; Fr. Mascher, Lehe; Meister, Waldenburg; Merten, Elberfeld; Michaelis; v. Patow; Rohrbach; v. Rotkirch; Rudersdorf, Düsseldorf; Ruprecht, Herischdorf; Sartorius; Scharwächter; Schiefer, Neukirchen; Schopf, Witten; Schrenk; Schütz, Berlin; Schütz, Rawitsch; SEitz; Simoleit, Berlin; Stockmayer; v. TeleWinckler; Thiemann; v. Treskow; v. Thümmler; M. Urban; Urbschat, Hela; Vasel; v. Vieban; Wächter, Frankfurt; Wallraff, Berlin; Warns, Berlin; Wittekindt; Wüsten, Görlitz; v. Zastrow, Gr. Breesen. Zustimmungen wurden erbeten an Wittekindt in Wernigerode.
Diese "viele" Namen, die sich damals anscheinend von der "BE" wieder distanzierten würden mich interessieren und nicht das, wie andere bald 100 Jahre später über diese Berliner Erklärung denken.
Gruss
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Sa 17. Dez 2005, 14:56

Jimi,eine Frage,auf wem sollen wir schauen? Auf Gott,ihn zu vertrauen,oder auf Menschen.Ist doch ein Witz für einen Christen an das zu klammern ,sich hinter einer Erklärung zu verstecken anstatt dem Worte vom Herrn zu gehorchen.Was sind den Namen in dieser Welt,was eine bedeutung haben sie denn? Einen Menschen zu vertrauen,ist einer der sich dem Wind vertraut dieser Welt,sie kommen und gehen.Verflucht ist der Mann der Fleisch und Blut für Gottes Arm hält.Oder die Frage wem soll ich gehorchen? Gott oder dem Menschen.Oder welchen Herrn diene ich,zwei Herrn gleichzeitig kann ich nicht dienen,den einen hasse ich dem anderen diene ich.Gott und der Welt kann ich nicht dienen.
Grüsse Lambert
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Sa 17. Dez 2005, 18:27

Original von Lambert
Jimi,eine Frage,auf wem sollen wir schauen? ...
Grüsse Lambert

Hallo Lambert
Du weichst hier ganz plump einer Frage aus. Waren "die Viele" die sich von der Berliner Erklärung anscheinend distanzierten nur einfach ein Behauptung von dir, oder kannst du das belegen?
Gruss
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Sa 17. Dez 2005, 23:07

Ich weiß nicht wieviele von denen die unterschrieben haben noch leben,aber ist doch imm allgemeinen bekannt das die erklärung im allgemeinen von vlelen nicht mehr getragen wird,lieber Jimi.Am besten lies doch mal ihren bekenntnist,wie sie stehen in ihren Glauben,du brauchst nur bei Googel und den ihren Link zu suchen.
Grüsse Lambert
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » So 18. Dez 2005, 03:15

Lieber Lambert
Hab nie gefragt, wer von diesen Leuten noch lebt, aber mit deiner Antwort gibst du als zu, dass du keinen einzigen Namen nennen kannst, von jenen, die 1909 die Berliner Erklärung unterschrieben haben, und sich später gemäss deinen Aussagen anscheinend davon wieder distanzierten.
Gruss
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » So 18. Dez 2005, 03:22

Ich fasse die Eintragungen in diesem Forum wie folgt zusammen:

Die Berliner Erklärung

„Die Berliner Erklärung ist ein historischen Dokument, welches am 15. Sept. 1909 von über 50 deutschen Gemeindevertretern unterzeichnet wurden. Von den damaligen Unterzeichner fand sich niemand, der später seine Zustimmung zur Berliner Erklärung widerrufen hätte.
Erst 1981 trafen sich Vertreter aus dem pietistischen Gnadauer Gemeinschaftsverband der DDR und dem charismatischen "Arbeitskreis für geistliche Gemeindeerneuerung" der DDR um ein Kompromisspapier zu unterzeichnen, welches u.a. einzelne Aussagen in der Berliner Erklärung aufheben sollte. Ein wichtiger Schritt in die Richtung der Vereinigung war auch die "Grundsatzerklärung des Kongresses für Erweckung und Gemeindeaufbau" in Nürnberg vom November 1991. Im Jahre 1996 wurde zwischen der Deutschen Evangelischen Allianz und dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden die Kasseler Vereinbarung abgeschlossen, in der der Wille zur Zusammenarbeit erklärt wurde. Dennoch konnte bis zu dieser Stunde kein Beleg in schriftlicher Form gefunden werden, welches bezeugen würde, dass sich mitverantwortliche Unterzeichner der Berliner Erklärung später davon wieder distanziert hatten! Somit hat die Berliner Erklärung von 1909 wenigstens als historisches Dokument nach wie vor ihre volle Gültigkeit beibehalten. Sie kann zum besseren Verständnis der Zurückhaltung vieler Kirchen in Deutschland gegenüber der damaligen aufkommenden Pfingstbewegung dienen.“

Liebe Grüsse
Jimi
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon origo » Mo 19. Dez 2005, 10:26

Original von Jimi
Ich fasse die Eintragungen in diesem Forum wie folgt zusammen:
...
Somit hat die Berliner Erklärung von 1909 wenigstens als historisches Dokument nach wie vor ihre volle Gültigkeit beibehalten. Sie kann zum besseren Verständnis der Zurückhaltung vieler Kirchen in Deutschland gegenüber der damaligen aufkommenden Pfingstbewegung dienen.“

Lieber Jimi

deine Zusammenfassung konzentriert sich auch auf deine Sicht.
Meine Kritik wurde nicht aufgenommen:
- Quellenangabe von "Juda", der das Dokument hineingestellt hat, fehlt noch immer.
- Das Dokument ist, wie du auch schreibst, historisch
- Es fehlt, da die unterzeichnenden Personen wohl kaum jemand bekannt sind, die Gewichtung. Wen vertreten sie, wie wichtig sind sie?
- Wer vertrat zu jener Zeit andere Positionen und welche?

Fest steht, dass es in keinem andern Land als in Deutschland zu jener Zeit eine derart absolute Distanzierung gab.

Zur Einordnung des Dokuments in die Zeit und Entwicklung kopiere ich keinen Text hier hinein, ich gebe aber den Link zu einer differenzierten Stellungnahme aus dem Nikodemus-Net.

lg origo

P.S. Ich möchte hier nochmals betonen, dass ich nicht Mitglied einer "charismatischen" Gemeinde bin, aber dennoch offen für ALLE Gaben Gottes.
Ich bin gegen jede einseitige Information und meine, dass jede Seite (im nützlichen Rahmen) angehört werden soll.
"Lass dich nicht einfangen durch Philosophie und Weisheit von Menschen, nach den Grundsätzen der Welt, aber nicht Christus gemäss. Denn in Ihm ist die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und ihr habt die Fülle in Ihm, dem Herrscher." Kolosser 2,8-9
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon origo » Mo 19. Dez 2005, 11:54

Die Frage wurde aufgeworfen, warum sich nur in Deutschland zahlreiche Gemeindevertreter in der "Berliner Erklärung" von 1909 von der Pfingstbewegung distanzierten.
Beschäftigt man sich mit der Geschichte, so wird erkennbar, dass damals Einzelne in leitender Funktion gröbere Fehler machten.
Damit sei nicht gesagt, dass die Pfingstbewegung nicht auch andernorts sehr umstritten (war und heute noch ist).

Dazu ein Ausschnitt aus einem längeren Dokument (Quelle s.u.):

    [*]... [Vorgeschichte, Exponenten (wie H. Dallmeyer), ...]

    [*]Jul 1907: Kasseler Versammlungen
    Heinrich Dallmeyer beginnt Versammlungen in Kassel. Diese Versammlungen waren am Anfang nur für Gläubige gedacht. Leider klappte das schon nicht. Es kommen von Anfang an die verschiedensten Menschen! Zunächst verliefen die Versammlungen positiv, besonders weil sie sehr durch die Missionarinnen geprägt wurden. Sie waren korrekt in ihrer Lehre.

    Leider kommen nach und nach unechte Weissagungen auf. Menschen machen das Reden des Heiligen Geistes nach und zum Teil reden einige Menschen sogar unter dämonischem Einfluss. H. Dallmeyer versagt in der Leitung, übt keine Prüfung oder Korrektur über das Gesagt aus. Zum Teil verhindert er solch eine Prüfung sogar. Die Missionarinnen protestieren und gehen.

    Die Versammlungen werden turbulenter.Die Polizei schließt wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses die Kasseler Versammlungen. Kassel wird auf der großen Blankenburger Allianztagung in Bausch und Bogen ver-dammt.

    [*]Dez 1907 H. Dallmeyer widerruft seine Erfahrungen mit dem Heiligen Geist und legt dar, warum der Heilige Geist ein Irrgeist ist. Das wird auf alle Pfingstler übertragen, obwohl diese selbst unter J. Paul die Entwicklungen und die Zustände in Kassel kritisieren.

    [*] Konferenz in Barmen
    Man einigt sich, ein Jahr keine Stellungnahme zum Thema Geistesgaben abzugeben. Die Aufbrüche aber gehen in den Gemeinden weiter (nun ohne Lehrbegleitung). Gegner befürchten ein Überhandnehmen dieser Erfahrungen und bremsen!

    [*] 1908 Pfingstkonferenz Mühlheim/Ruhr
    Gedacht als Mitarbeiter - Erfahrungsaustausch der Anhänger der Taufe in den Heiligen Geist. Sie fanden eine Erklärung für die Ereignisse in Kassel: Der dreistufige Heilsweg (diese Lehre ist unbiblisch) [nach Meinung des Verfassers]

    [*] Aug 1909 öffentliche Konferenz in Mühlheim/Ruhr
    Viele Menschen kommen sogar aus dem Osten. Geistesgaben werden als biblisch eingesetzt. Gegner halten weiter an Kritik fest und die Spaltung wird deutlicher.

    [*] Berliner Erklärung
    In Berlin treffen sich aus dem Gnadauer Verand vor allem Pfingstgegner und verabschieden die Berliner Erklärung.

    [*] Sep 1909 2. Mühlheimer Pfingstkonferenz
    Stellungnahme zur Berliner Erklärung: Man gesteht Fehler ein, aber es gibt keine bedingungslose Kapitulation! Es gibt keine Reaktion von den Gegnern der Pfingstbewegung.

    [*] 1911 Vermittlungsversuch
    Die "Neutralen" starten einen Versuch, scheitern aber. EC und Blaues Kreuz wenden sich von der Pfingstbewegung ab, um eine weitere Spaltung in den eigenen Reihen zu verhindern. Die Pfingstler sind draußen.

    [*] ...
    [/list]
    Quelle: Geschichte der
    Pfingstbewegung in Deutschland (Ganzes Dokument, FCG Giessen, D)
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Di 20. Dez 2005, 12:48

Original von origo
Meine Kritik wurde nicht aufgenommen:
...
- Es fehlt, da die unterzeichnenden Personen wohl kaum jemand bekannt sind, die Gewichtung. Wen vertreten sie, wie wichtig sind sie? ... origo

Hallo origo
du schreibst gleich zwei Einträge nacheinander. Beim 1. Eintrag wertest du die Berliner Erklärung herunter, in dem du die Unterzeichner als "kaum bekannt" bezeichnest und diese demzufolge kein Gewicht haben.
In deinem 2. Eintrag ist ein Link, der über die wahre Geschichte der Pfingstbewegung aus den eigenen Reihen informiert.
Du sägst dir aber hier gleich deinen Ast ab auf dem du dich setzten möchstes. Denn auf dieser Webseite steht:

"Aug 1909 öffentliche Konferenz in Mühlheim/Ruhr
Viele Menschen kommen sogar aus dem Osten. Geistesgaben werden als biblisch eingesetzt. Gegner halten weiter an Kritik fest und die Spaltung wird deutlicher.
Berliner Erklärung
In Berlin treffen sich aus dem Gnadauer Verand vor allem Pfingstgegner und verabschieden die Berliner Erklärung."


Also wird von den Pfingstgemeinden selber anerkannt, dass es eine "Berliner Erklärung" gab, und dass sie darauf eingehen beweist alleine schon, dass das nicht ganz so unbedeutende Leute waren, wie du oben behauptest, sonst müssten doch diese nicht in der Geschichte der Pfingstbewegung erwähnt werden.

Somit hat die "Berliner Erklärung" als historisches Dokument demzufolge nach wie vor ihre Gültigkeit, ohne dass ich den Inhalt derer werten möchte, aber ihre Wichtigkeit war so hoch, dass sie von den Pfingstgemeinden in "ihrer" Kirchengeschichte erwähnt wird.

Gruss
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Di 20. Dez 2005, 13:40

Jimi,Menschen sind wie Gras oder wie die Blüten auf den Felde kaum sind sie da,sind sie wieder fort.Was sind Worte von Menschen,nichts ,was heute aktuell ist,ist morgen überholt,aber die Worte des Ewigen sind für immer gültig,da kann mann noch so klug sein und bedeutent in dieser Welt,am schluss kommen doch die Sargdeckel drauf,man redet noch drei Tage über Ihn,am schluß ist er noch Geschichte,was ist dann eine Unterschrift? Nicht,rein garnichts,vor Gott wird er stehen und rechenschaft abgeben,daß ist alles.
Grüsse Lambert
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon origo » Di 20. Dez 2005, 15:02

Bravo Jimi!

Wenn man lange genug sucht, findet man bestimmt noch ein Haar in der Suppe!
:D

Dennoch - einem das Wort im Munde umdrehen ist nicht so ganz die Art des feinen Mannes...
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Di 20. Dez 2005, 18:44

Original von origo
Bravo Jimi!
Wenn man lange genug sucht, findet man bestimmt noch ein Haar in der Suppe!
:D
Dennoch - einem das Wort im Munde umdrehen ist nicht so ganz die Art des feinen Mannes...

Hallo origo
Ja, scheint, dass du das Haar etwas länger gesucht hast als ich, denn ich hatte es dank deines Links sofort gefunden, war wirklich eine Sache von max. 30 Sekunden :) :)

Aber ernsthaft ehrlich und entschuldigung :cry: , wo habe ich dir ein Wort im Munde umgedreht, hab ich da eine Aussage von dir falsch verstanden?
Muss natürlich wirklich hier noch Zugestehen, dass dein 2. Eintrag wirklich hilfreich und objektiv die Sache mit der "BE" und der Pfingsbewegung darstellt, ich konnte es einfach mit deinem 1. Eintrag nicht ganz in Verbindung bringen, wahr wohl mein Fehler. Sorry!!!
Gruss
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Di 20. Dez 2005, 18:50

Original von Lambert
Jimi,Menschen sind wie Gras oder wie die Blüten auf den Felde kaum sind sie da,sind sie wieder fort.Was sind Worte von Menschen,nichts ,was heute aktuell ist,ist morgen überholt,... ...was ist dann eine Unterschrift? Nicht,rein garnichts,vor Gott wird er stehen und rechenschaft abgeben,daß ist alles.
Grüsse Lambert

Hallo Lambert
Du hast mir immernoch nicht die "VIELEN" Namen aufgelistet, die sich nach ihrer Unterschrift wieder gemäss deinen Aussagen von der Berliner Erklärung distanziert haben. Hoffe nicht, das deine eigenen Aussagen "überholt" sind.
Gruss
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Di 20. Dez 2005, 19:03

Jimi du hast es noch nicht verstanden die Berliner Erklärung ist überholt,ich weiß natürlich nicht welche Namen es sind,wichtiger ist es wie du vor Gott aussehen wirst.Geht mir schon ein bischen auf den Wecker mit dieser Erklärung,die für mich selbst keine Bedeutung in meine Glaubens Leben ,intresiert mich genau so als über ein Sack Reis in China umfällt,ist mir ein haschen nach dem Wind.Was in der Schrift geschrieben steht,das hat für mich gültikeit.
Was hat Jesus gesagt,sammelt Himmliche Schätze,für die Ewikeit. Alles andere kommt und geht,lass die Toten die Toten begraben,oder folge du mir nach,oder schaue mich an,du siehst Jesus fordert uns herraus,es geht doch einzigalleine darum,gehen wir auf Seine Aufforderung ein oder nicht.
Grüsse Lambert

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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Mi 21. Dez 2005, 07:32

Original von Lambert
Jimi du hast es noch nicht verstanden die Berliner Erklärung ist überholt,ich weiß natürlich nicht welche Namen es sind,...
Grüsse Lambert

Hallo Lambert
Warum nicht gleich so? Ich wollte ja nur wissen, woher du deine kühne Behauptung über die angeblich vielen Namen hattest. Und nur weil du das Gefühl hast, die „BE“ sei überholt, kannst du doch nicht einfach eine solche willkürliche Behauptungen aufstellen und uns wären Tagen mit falschen Behauptungen unterhalten. Das du dich zugleich hier schon wieder mit ablenkenden Sätzen aus der Affäre ziehst finde ich sehr, sehr schade und enttäuscht mich.
Ich akzeptiere, dass für dich die "BE" überholt ist, aber bitte das nächste mal mit ehrlichen Waffen kämpfen!

Denn wir lesen auch: "Ein jeglicher rede Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind untereinander Glieder!"
Gruss
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Mi 21. Dez 2005, 08:22

Sag mal Jimi bist du den nicht in der versuchung auch Menschlichen Weise dich zu verteidigen?Die Berliner Erklärung ist schon ein Hammer,alleine zu behaubten,es kommt von unten ,also vom Teufel,es ist eine gefährlich Waffe,eine auch für die,die es benutzen ,könnte ein Rohrkrepierer werden,die folgen können verherend sein,wissen es ja aus den Kriegsgeschehenissen.
Grüsse Lambert
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Mi 21. Dez 2005, 18:59

Original von Lambert
...alleine zu behaubten,es kommt von unten ,also vom Teufel,es ist eine gefährlich Waffe,...
Grüsse Lambert

Hallo Lambert
Die Situation ist sehr einfach, entweder sind da gewisse "Geistesgaben" von "unten" oder von "oben", oder es ist lediglich ein seelisches Getue. Ist es von "oben", so müssten alle Gemeinden auf der Welt diese Gaben haben, ist es von "unten", so wäre es sehr vorteilhaft wenn keine einzige Gemeinde auf der Welt diese Gaben hat, ist es seelisch, so muss das Seelische vom Geistlichen gemäss Heb4.12 mit dem Wort Gottes geschieden werden.
Betrachten wir die Sache mal von der kirchengeschichtlichen Seite*:
* Die theologische Seite wurde von anderen und mir in den Forums „Zungenrede“, „Pfingstgemeinde“ und „xsund Männertag 2005“ sehr ausführlich dargelegt.

Nun gemäss dem Link von orio wo die Pfingsgemeinde-Kirchengeschichte aus den eigenen Reihen aufgeführt ist, ist interessant, dass sie nach der Apostelgeschichte einen gewaltigen Zeitsprung machen und den Start ihrer ersten Pseudogeistestaufen in das Jahr 1892 legen!!!:
1892 Liberty/Tennesse/ einzelne Gläubige erleben die Taufe in den Heiligen Geist es wird eine Gemeinde gegründet, aber sie bleibt isoliert
01.01. 1901 Topeka/Kansas/ Schüler einer Jüngerschaftsschule bitten um die Taufe in den Heiligen Geist...
1904/05 Wales
...Es entsteht die Apostolic Church, die älteste Pfingstbewegung. Christen aus Deutschland besuchen Wales ...
1904 Houston/Texas/ ...Methodistenprediger W. Seymor nimmt daran teil und ist begeistert. Doch in "seiner" Methodistengemeinde erfährt er Widerstand. Deshalb geht er in eine kleine Gemeinde Farbiger in der Azusa Street in Los Angeles. Von dieser Gemeinde ausgehend breitet sich die Pfingstbewegung über die gesamten U.S.A. und sogar ins Ausland aus.
...Leider erfuhren sie in den meisten Fällen, dass ihre bisherige geistliche Heimat sie nicht mehr akzeptierte ...
1906 Torrey/ Er reist durch Deutschland und lehrt über die Taufe in den Heiligen Geist...
T. B. Barrat/ Aus Norwegen kommend erlebt er in New York seine Taufe in den Heiligen Geist...
1906 Emil Meyer/Deutschland/ Stadtmissionar aus Hamburg wurde in Norwegen mit der Pfingstbewegung bekannt und bringt die Lehre mit nach Deutschland. In seiner Begleitung befinden sich zwei Missionarinnen, Agnes Telle und Dagmar Gregersen. Diese dienen mit Geistesgaben und lehren über die Taufe in den Heiligen Geist in Hamburg. ...

usw.
Und da kommt aber sehr rasch für Deutschland die Berliner Erklärung daher!

Du siehst anhand der Jahrzahlen, dass diese Pseudogeistestaufe mit ihren Pseudogaben eher eine Endzeiterscheinung ist, es klafft eine Tiefe zeitliche Kluft von 1800 Jahren(!) zwischen der Apostelgeschichte und der Entstehung der Pfingstgemeinden.
Die Kirchenväter , wenn sie von Zungenreden oder so sprachen, sprachen in der Vergangenheitsform , oder kannten es nur aus dem NT, nicht aber aus der pers. Erfahrung. Wenn sie immer noch wichtig gewesen wäre, hätten sie davon geschrieben.
John Chrysostomus (ca.345-407) „Diese ganze Stelle ist sehr dunkel; aber der Grund der Dunkelheit ist unser Unwissen über die Tatsachen, auf die sie sich bezieht, und dass sie aufgehört haben. Damals war es üblich, dass sie auftraten, aber heute kommen sie nicht mehr vor.“ (Homile on First Corinthians, Hom 29:2 (über 1.KorXXIX,I), The Nicene and Post-Nicene Fathers, Vol. XII)
Chrysostomus spricht von der "Tatsache" das diese Gaben aufgehört haben!!

Augustinus (354-430) „In der „frühesten Zeit fiel der Heilige Geist auf die, welche glaubten und sie redeten in Sprachen“, ... „wie der Geist ihnen gab auszusprechen“ [Apg 2,4]. Dies waren ZEICHEN, die der damaligen Zeit angepasst waren. Denn dieses ZEICHEN des Heiligen Geistes in allen Sprachen war angemessen um zu zeigen, dass das Evangelium Gottes allen Sprachen der ganzen Welt gepredigt werden musste. Dies geschah als ZEICHEN und dann verschwand es.“ (Homilie on the First Epistle of John, Hom 6:10 (über 1.Jo 3,19-4,3), The Nicene and Post-Nicene Fathers, Vol. VII

Hier hat also Augustinus (wie auch Chrysostomus), einer der bedeuteten Kirchenväter ganz klar bestätigt, das diese Gabe aufgehört hat!

Unzählige Gottesmänner/Frauen haben in den letzten 1900 Jahren alleine mit der Bibel ohne eine Pseudogeistestaufe weiter zu geben die Welt bewegt!
Martin Luther (1483–1546) "Diejenigen, welche Offenbarungen und Träume im Munde führen und suchen, sind Gottesverächter, da sie )mit SEINEM Wort nicht zufrieden sind. Ich erwarte in geistlichen Dingen weder eine Offenbarung noch Träume; ich habe das klare Wort; deshalb mahnt Paulus (Gal. 1,8 ), man solle sich daranhangen, auch wenn ein Engel vom Himmel anders lehrte!“ (Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195)... „Deshalb mahne ich euch vor solchen verderblichen Geistern, die sagen, ein Mensch empfängt den Heiligen Geist durch stilles Sitzen in der Ecke, auf der Hut zu sein. Hunderttausend Teufel wird er empfangen und nicht zu Gott kommen“ (What Luther says, Ed. E. Plass Vol. 3, p.1462).

Es sollte sehr zu Bedenken geben, dass die Pfingstbewegung selber ihren Beginn in das Jahr 1892 legt, während die frühen Kirchenväter, wenn überhaupt, dann klar in der Vergangenheitsform von diesen Gaben sprachen!Dies macht die Kluft noch viel deutlicher. Und so muss man sich schon fragen, mit welcher Kraft die Reformatoren und anderen Gottesmänner/-frauen ohne diese Pseudogeisestaufe die Welt bewegten. Es war die Geisteskraft des Gottes Wortes aus der Bibel, welches alleine Menschenherzen verändert und neues Leben schaffen kann!
Und dies Kraft hat und wirkt auch in charismatischen Gemeinden wenn sie die Bibel gebrauchen, aber zugleich hat sich in diesen Gemeinden eine grobe Irrlehre eingenistet, indem sie die Pseudogeistestaufe lehren oder bishin zum Psuedo-Torontosegen an Irrlehren festhalten. Ich weiss aber auch von namentlich eher charismatischen Gemeinden, welche heute Pseudozungenreden in ihren Gemeinden nicht mehr dulden, das darf ich hier auch erwähnen.
Gruss
Jimi
„wenn aber das Vollkommene* kommt, wird das, was Stückweise(aus Teil) ist, weggetan!“ (1.Kor13,10) .
* Wie schon in einigen meiner Auslegungen gezeigt, darf unter dem Begriff „Vollkommene“ die Bibel bestehend aus vielen Teilen verstanden werden.
Wir haben in der Bibel einen unausschöpflichen Schatz und die Bibel ist das prophetische Wort auch für unsere Zeit! welches gemäss Off22,18f vollkommen genügt!
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Juda » Do 22. Dez 2005, 10:49

Seid gegrüßt!
Ich habe noch eine wichtige Ergänzung zu bringen.
Die Quelle habe ich nicht angegeben, bei meinen Texterzeugnis. Bitte um Verzeihung.
Jetzt will ich gründlicher sein. Es gibt ein Texterzeugnis mit den Namen die damals unterschrieben haben.

http://www.glaubensstimme.de/bekenntnisse/16.htm

edit: BE wurde doppelt gepostet
Juda
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Do 22. Dez 2005, 13:25

Danke Juda,willst du etwar zu den gesterigen gehören?Sie ist von der neuen Zeit durch die Kasslere erklärung um einges überholt worden.Geb doch einfach bei Googel Kassler erklärung ein ,und dann kannst du ja mal lesen.
Grüsse Lambert und ein frohes besiinliches Fest.
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Do 22. Dez 2005, 20:00

Original von Lambert
Geb doch einfach bei Googel Kassler erklärung ein ,und dann kannst du ja mal lesen.

Hallo Lambert
Hab das mit Google.ch und .de versucht, da kommt aber nicht sehr viel, und die kpl Erklärung ist nicht aufgeführt, aber zuoberst eine Erwähnung von Alexander Seibel: "...Benny Hinn bezeichnet sich selbst als "Evangelikalen". Früher hätte man sich von solchen Leuten noch klar distanziert und es bestand auch lange genug eine deutliche Trennung. Solche Abgrenzungen werden aber immer mehr als Ärgernis empfunden und dank der "Kassler Erklärung" ist so ein klarer Trennungsstrich immer weniger möglich.Denn Benny Hinn und Reinhard Bonnke sind ziemlich eine Wellenlänge und Bonnke als Mitglied des BFP (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) ist nun offenbar auch für die Allianz salonfähig geworden."*
http://www.alexanderseibel.de/amerika_von_der_ost_bis_zur_westkueste.htm
Diese Kassler Erklärung scheint aber gemäss Alexander Seibel auch nicht allen willkommen zu sein(?) Wo findet man die ganze "Kassler Erklärung" aufgeführt, damit man den Zusammenhang mit der Berliner Erklärung sieht, oder willst du mit dieser "Kassler Erklärung" mein letzter Eintrag wo ich die "Berliner Erklärung" als historisches Dokument darlege wieder aufheben? Das sind doch zwei Paar Schuhe! Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Erklärungen ausgenommen das sie bestätig, dass die "Berliner Erklärung" doch nicht ein so verstaubtes Dokument ist wie du da dauernd versuchst glaubhaft zu machen.
Gruss Jimi
"...ob wir nicht (durch die Übersetzung) bereits präjudizieren?" ?(
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon stranger » Do 22. Dez 2005, 23:20

Liebe Leute,

da ich die Kasseler Erklärung erwähnte, möchte ich hier den vollen Text bringen.

1. Quelle: Internetlexikon

Kasseler Erklärung

Die Kasseler Erklärung wurde am 1. Juli 1996 vom Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und dem Präsidium des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden verabschiedet.

Verhältnis zur Berliner Erklärung

Die Erklärung nimmt Stellung zum Verhältnis zwischen den Evangelikalen der Evangelischen Allianz und den Pfingstgemeinden im BFP und schafft damit ein Gegengewicht zur Berliner Erklärung, mit der führende Evangelikale 1909 die damals noch recht junge Pfingstbewegung als "von unten" verurteilten. Obwohl die neue Erklärung die früheren Verurteilungen nicht formal aufhebt, formuliert sie doch eine neue Basis zur Einheit und macht die Berliner Erklärung damit zu einem obsoleten historischen Dokument.



2. Die Kasseler Erklärung (rtf-file)

Gemeinsame Erklärung des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) und des Präsidiums des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP).

Wir sind dankbar, daß nach offenen Gesprächen zwischen Vertretern der DEA und des BFP Vertrauen gewachsen ist. Nachdem bereits auch an vielen Orten gut zusammengearbeitet wurde, veröffentlichen wir gemeinsam folgende Erklärung.

1. Der BFP bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubensbasis der DEA. Christen aus den freikirchlichen Pfingstgemeinden sind bereit, auf dieser biblisch-theologischen Grundlage in der DEA mitzuarbeiten und die Gemeinsamkeit des Glaubens in den Mittelpunkt zu stellen. Sie werden unterschiedliche Lehrmeinungen und spezifische Formen der Frömmigkeit innerhalb der DEA respektieren und eigene Unterschiede zu anderen Kirchen und Gemeinschaften um des gemeinsamen Zeugnisses und Dienstes willen in der Allianzarbeit zurückstellen. Das Gebet Jesu um die Einheit seiner Jünger gewinnt für uns auch angesichts der zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft wachsende Bedeutung.

2. Im Blick auf die Lehre über den Heiligen Geist und Praxis der Geistesgaben (Charismen) betonen DEA und BFP folgende Übereinstimmungen und treten für deren Verkündigung und praktische Umsetzung ein:

2.1. Wir bekennen uns zum dreieinigen Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist zugleich Gottes unverfügbares und unverdientes Geschenk an gerechtfertigte Sünder. Wir nehmen diese Gabe demütig und dankbar an.

2.2. Das grundlegende Werk des Heiligen Geistes besteht darin, daß er zur Erkenntnis der Sünde, zu echter Reue und Buße und zum rettenden Glauben an Jesus Christus führt. Der Heilige Geist verherrlicht Christus und bewirkt mit dem Wort Gottes die Wiedergeburt eines Christen. Er rüstet die Gläubigen mit Gaben aus und gibt die Kraft zum Leben in der Heiligung, wirkt die „Frucht des Geistes“ (Gal. 5,22) und bevollmächtigt zum Dienst. Diese Sicht läßt kein mehrstufiges Heilsverständnis zu.

2.3. Wir bejahen die Gnadengaben des Heiligen Geistes und die Dienste, wie sie im Neuen Testament bezeugt werden (1. Kor. 12 u. 14 und Römer 12). Diese dienen zur Erfüllung des missionarischen Auftrags, zum Bau der Gemeinde und zur persönlichen Erbauung. Die Praxis der Dienste und Gaben soll von Liebe und Demut geprägt sein. „Einer achte den andern höher als sich selbst“ (Phil 2,3; vgl. auch 1. Kor. 13 in seiner zentralen Bedeutung für die Gabenlehre).

2.4. Die Gabendienste und ihre Träger sind auf Ergänzungen und Korrektur angewiesen. Sie müssen sich am in der Bibel offenbarten Wort Gottes messen lassen. Deshalb dürfen die verschiedenen Geistesgaben (z. B. Zungenreden, Heilungen, Unterscheidung der Geister etc.) nicht höher geachtet werden als die Dienste (z. B. Lehre, Leitung, Evangelisation, Barmherzigkeit etc.)

2.4.1. Prophetie im neutestamentlichen Sinne gibt es sowohl durch vollmächtige Auslegung der Heiligen Schrift in die gegenwärtige Situation von Gemeinde und Welt hinein, als auch als geistgewirkte prophetische Rede. Alle Lehre, Weissagung und prophetische Rede ist am Wort der Schrift zu prüfen und zu beurteilen.

2.4.2. Beim Sprachengebet und der Sprachenrede wird die apostolische Ordnung nach 1. Kor. 14 verbindlich anerkannt.

2.4.3. Krankenheilungen sind freie und unverfügbare Geschenke Gottes. Sie weisen zeichenhaft auf den vollbrachten Sieg am Kreuz und auf das kommende Gottesreich hin. Da wir aber „im Glauben und nicht im Schauen“ (2. Korinther 4.18-) leben, gilt es, in Verkündigung und Seelsorge neben der Bitte um Krankenheilung stets deutlich zu machen, daß Gott auch in Zeiten der Krankheit segnen und sich verherrlichen kann.

3. Wir bedauern, daß spektakuläre Erscheinungen, wie z. B. das „Ruhen im Geist“, „Lachen im Geist“, die Austreibung sogenannter „territorialer Geister“ usw. zur Verunsicherung, Verwirrung und zu Spaltungen in der Gemeinde Jesu geführt haben. Ungeachtet der unterschiedlichen Bewertungen im Einzelnen sind wir uns einig, daß, um des gemeinsamen Auftrags in der Evangelischen Allianz willen, insbesondere im Zusammenhang von Veranstaltungen, Projekten usw., die im Rahmen und in der Verantwortung der Evangelischen Allianz durchgeführt werden, solche umstrittene Inhalte keinen Raum finden.

4. Das Präsidium Freikirchlicher Pfingstgemeinden und der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz sind bereit, bei sich ergebenden Schwierigkeiten in der praktischen Zusammenarbeit auf örtlicher oder regionaler Ebene an klärenden Gesprächen mitzuwirken.

Deutsche Evangelische Allianz e. V.
Stuttgart, den 1. Juli 1996

Dr. Rolf Hille 1. Vorsitzender
Peter Strauch 2. Vorsitzender
Hartmut Steeb Generalsekretär
Christoph Morgner
Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
Erzhausen, den 1. Juli 1996


Ingolf Ellßel Präses
Gottlob Ling Stellvertretender Präses a.D.
Gerhard Oertel Bundessekretär
Richard Krüger Direktor des Theologischen Seminars Beröa

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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Fr 23. Dez 2005, 01:52

Original von stranger
...Die Erklärung nimmt Stellung zum Verhältnis zwischen den Evangelikalen der Evangelischen Allianz und den Pfingstgemeinden im BFP und schafft damit ein Gegengewicht zur Berliner Erklärung, Obwohl die neue Erklärung die früheren Verurteilungen nicht formal aufhebt, formuliert sie doch eine neue Basis zur Einheit und macht die Berliner Erklärung damit zu einem obsoleten historischen Dokument.

Hallo Stranger, Lambert, origo und wie ihr alle heisst

Hier sprich man richtig von einem "Gegengewicht zur Berliner Erklärung". Diese Formulierung lasse ich gerne so stehen, denn genau das ist die "KE". Diese Kassler Erklärung hebt aber mit ihrer Auflistung die Berliner Erklärung nicht auf (Das Wort Obsolet ist doch selber schon obsolet! :), sondern es ist lediglich eine etwas schön umschriebene Befürwortung der Pseudogeistergaben wie Pseudozungenreden, Pseudoprophezeien und dergleichen.

Demzufolge behaupte ich ein prophetisches Wort vom Herrn erhalten zu haben:
"So spricht der Herr: Wehe jenen, die die Kassler Erklärung befürworten, denn es wird ihnen und ihren Gemeinden zum Gericht werden!"

Ja, wer von euch kann mir nun beweisen, dass das, was ich da soeben schnell prophezeit habe nicht von "oben" ist? Somit hätte also die "Kassler Erklärung" keine Gültigkeit mehr und wäre auch obsolet...
Es ist richtig schön, so in Vollmacht zu schreiben, ja wer wagt hier mir etwas entgegen zu halten? Wer kann beweisen dass meine "Prophezeiung" falsch war und dass hier nicht der „Herr“ gesprochen hat? Wer wagt sich hier gegen den "Heiligen Geist" zu stellen?

Ja, warum schreibe ich so provozierend?

Ich hatte heute folgende Prophezeiung gelesen:
(Wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt)
„Weh dem, der die Taten des Herrn missachtet, ja, weh dem, der Christus und seine Werke leugnet. Ja, weh dem, der leugnet die Offenbarungen des Herrn und sagt, der Herr wirke nicht länger durch Offenbarung oder Prophezeiung, durch Gaben oder durch Zungenrede, durch Heilungen oder durch die Kraft des Heiligen Geistes ... ... Und abermals spreche ich zu euch, die ihr Offenbarungen Gottes leugnet und sagt, sie seien abgeschafft und es gebe keine Offenbarungen mehr, auch keine Prophezeiungen, kein Heilen, keine Gaben, keine Zungenrede und kein Auslegen der Zungenrede, siehe, ich sage euch: Wer das leugnet, nicht kennt er das Evangelium Christi, ja, er hat die Schriften nicht gelesen, und wenn doch, so versteht er sie nicht. Denn lesen wir nicht, dass Gott derselbe ist gestern, heute und für immer und dass es in ihm keine Veränderung und keine Spur einer Veränderung gibt?... ... Und weiter fordere ich euch auf, Geschwister, die Gaben Gottes nicht zu leugnen, denn es sind viele und sie kommen vom dem selben Gott.“

Dieses "Wehe" wäre wohl direkt an mich und meine Aussagen in diesem Forum gerichtet(?). Ich bin aber felsenfest überzeugt, das hier ein Pseudoprophet nicht im Auftrag unseres HERRN Jesus Christus gesprochen hat. Ich glaube, dass diese Prophezeiung von „unten“ gesprochen wurde, den dieser Pseudoprophet bestätigt durch und in seiner Prophetie ja seine eigene „Geistesgabe“, damit ja niemand getraut sich ihm und diesem "Geist von unten" zu widersprechen. Hier ist ein falscher Geist, oder warum sollte diese Prophezeiung echt sein?
Wer von euch wagt mir hier zu behaupten, dass diese Prophezeiung echt ist und nicht von "unten" war?


Mit dieser Kassler Erklärung wird doch den(noch) nicht pseudocharismatischen Kirchen Tür und Tor für falsche Zungenredner und falsche Propheten geöffnet!
Gruss
Jimi
"...ob wir nicht (durch die Übersetzung) bereits präjudizieren?" ?(
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Lambert » Fr 23. Dez 2005, 02:15

Lieber Jimi,es geht doch nicht umbedingt in erster Linie einen Beweis für eine Prophetie sondern um zu unterscheiden ob es vom Herrn ist oder vom Fleisch,ja man soll es schon denn ja auch prüfen.Wiederum steht es ja in der Schrift,das die Seinen ,Seine Stimme hören und erkennen. Ist es nicht so das das Kind die Stimme der Mutter oder vom Vater erkennt?Darum kann ein Kind Gottes die Stimme erkennen,natürlich wenn eine innige Beziehung besteht ist doch klar.Darum habe ich es sofort erkannt deine Prophetiche Rede nur alls die Provokation in reinster Form ist.Ich bitte Dich darum so etwas zu unterlassen,da überschreitest entschieden eine Grenze,mit so etwas ist kein Spiel mehr,es könnte auf Dich zurück fallen.
Herzliche Grüsse und ein frohes besinnliches Weihnachtsfest,Lambert
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Re: Berliner Erklärung

Beitragvon Jimi » Fr 23. Dez 2005, 17:31

Original von Lambert
...Darum habe ich es sofort erkannt deine Prophetiche Rede nur alls die Provokation in reinster Form ist....Weihnachtsfest,Lambert

Hallo Lambert
Was heisst hier "sofor erkannt"? Ich habe ja selber hingeschrieben, dass ich mit jener "Kassler" Prophezeiung bewusst provoziert habe, also da hast du gar nichts erkannt.
Hingegen ist die zweite längere Prophetie nicht von mir, sondern tatsächlich von einem Pseudoprophet aufgeschrieben worden, und da bin ich sicher, dass sie von "unten" kommt.

Grundsätzliche mache ich mit Gottes Wort keine Scherze, aber diese Pseudopropheten machen sich einen Scherz mit uns Christen und bringen immer mehr "Neuoffenbarungen" und "Visonen" und dergeleichen und stellen dadurch die Aussagen der Bibel an zweiter Stelle und dass ist viel, viel schlimmer! Und diesen Pseudopropheten sollte man in unseren Gemeinden das Sprechen verbieten, denn sie lehren falsche Lehren und verführen die Christen in charismatischen wie auch anderen Gemeinden!!
Gruss
Jimi
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