Pfingstbewegung

Freikirchen, freie Gemeinden jeglicher Art, verschiedenste christliche Missionsgesellschaften und Hilfswerke

Moderator: bigbird

Gehörst Du zur Pfingstbewegung oder stehst ihr nahe?

Ja
35
40%
Nein
53
60%
 
Abstimmungen insgesamt : 88

Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Fr 2. Sep 2005, 20:46

Was ist die Pfingstbewegung?

Hier einige Basisdaten aus www.pfingstbewegung.de, Mitgliederzahlen und Entwicklung:

Pfingstler und Charismatiker weltweit

Pfingstler 250 Mio.
Katholische Charismatiker 90 Mio.
Protestantische Charismatiker 50 Mio.
Unabhängige Charismatiker 80 Mio.
Gesamt 470 Mio.

Dies sind ca 26% der Christenheit weltweit.

Nordamerika: In den USA und Kanada ist bereits jeder achte Bürger von der Bewegung erfaßt, die 1906 in der Azusa-Street in Los Angeles begann.

Südamerika: Jährlich wächst die evangelikale Bewegung in Lateinamerika um 4.5 Millionen Mitglieder, während die katholische Kirche ca. 3.7 Millionen Mitglieder jährlich verliert. 80-85% der fast 60 Millionen Evangelikalen sind Pfingstler.

West-Europa: Vergleichsweise geringstes Wachstum (nur 1% der Bevölkerung gehören zur pfingstlich-charismatischen Bewegung). Größtes Wachstum in England, Skandinavien und Italien (mit über 600.000 Mitgliedern u. Anhängern die größte protest. Kirche in Italien)

Ost-Europa: weit über 6 Millionen Pfingstler in der ehemaligen UdSSR, starkes Wachstum in Ungarn, Bulgarien und Rumänien (mit 500.000 Mitgliedern größte protest. Freikirche Rumäniens).

Asien: in Süd-Korea befindet sich die größte Gemeinde der Welt mit über 700.000 Mitgliedern, ca. 70 Millionen Christen in China mit pfingstlicher Frömmigkeit, starkes Wachstum in Indonesien, auf den Philippinen, in Singapur, Indien etc.

Afrika: 30-40 Millionen Pfingstler in Afrika, starkes Wachstum der einheimischen Pfingstkirchen.

Andere Kirchen im Vergleich
Baptistischer Weltbund 43 Mio.
Lutherischer Weltbund 60 Mio.
Weltrat der methodistischen Kirchen 70 Mio.
Anglikanische Kirche 75 Mio.
Reformierter Weltbund 75 Mio.
Weltpfingstkonferenz 250 Mio.


Glaubensbekenntnis:

Kirchengeschichtlich sieht sich die Pfingstbewegung als Glied in einer Kette gottgegebener geistlicher Bewegungen durch die Jahrhunderte, beginnend mit der ersten Gemeinde in Jerusalem am Pfingsttage.

Die Pfingstbewegung steht in protestantischer Tradition.


Den ursprünglichen Protestantismus kennzeichnen vier grundlegende Mermale:

Die Heilige Schrift allein ist Grundlage für Lehre und Lebensführung.

Der Mensch ist ganz und gar der Sünde verfallen.

Die Erlösung wird allein durch den Glauben empfangen.

Alle Gläubigen sind Priester.

Die Pfingstbewegung ist eine evangelikale Bewegung.


Evangelikale betonen nachdrücklich folgende 6 Lehren:

Die Autorität und Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift.

Die Geburt Jesu Christi von einer Jungfrau.

Das Verständnis des Todes Christi als eines stellvertretenden Sühneopfers.

Die leibliche Auferstehung und Gottheit Jesu Christi.

Die persönliche Wiederkunft Christi.

Die Notwendigkeit einer persönlichen Bekehrung und Wiedergeburt

Die Ausgießung des Heiligen Geistes am Anfang unseres Jahrhunderts in vielen Teilen der Welt bewirkte einen Glaubens-, Erfahrungs- und Missionsschub, der auf allen Kontinenten Pfingstkirchen hervorbrachte.


Zu den Besonderheiten einer pfingstlichen Denomination gehören:

Das Reden in anderen Sprachen ist das erste Zeichen [in der Regel, siehe auch http://www.geistestaufe.de/23602/index.html, stranger] der Taufe mit dem Heiligen Geist.

Die Geistesgaben zeigen sich nur aufgrund der übernatürlichen Ausrüstung durch den Heiligen Geist.

Ein heiliges Leben im Alltag ist die Voraussetzung dafür, daß man von Gott als Gefäß gebraucht werden kann. Es ist nötig, sich von sündigen Vorstellungen und Taten zu trennen.


Falls Du Facetten zum Verständnis dieser evangelikalen Bewegung beitragen möchtest, so freue ich mich auf Deine Meinung!

Viele Grüße

Euer stranger 8-)
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Fr 2. Sep 2005, 21:47

Also hätten wir quasi 2 Topics:

1. Die Umfrage
2. Der Aufruf:

Original von stranger
Falls Du Facetten zum Verständnis dieser evangelikalen Bewegung beitragen möchtest, so freue ich mich auf Deine Meinung!
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon pinggi1 » Mo 26. Sep 2005, 14:10

Ich war 7 Jahre Mitglied in pfingstlich-charismatischen Kreisen. War dort auch Hauskreisleiter, Fürbitter, Auffänger
(Toronto-fallenden) und machte an verschiedenen frommen Events mit.

Diffamierungen editiert

Das betraf die "zweite Geistestaufe" die sog. "innere Heilung" die vielen Dämonenaustreibungen, die geistliche "Kampfführung, das sog. Visionieren, die "Rückführungen" in die Kindheit, das Prophetentum, die Zungenrede und vieles mehr.

Diffamierungen editiert

Ich warne heute jeden, sich in solchen Kreisen aufzuhalten!
Diese pfingstlich-charismatische Bewegung ist meines erachtens Diffamierungen editiert

Viele Grüsse Pinggi
Werdet nüchtern und überprüft alles !
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon green » Mo 26. Sep 2005, 14:38

Original von pinggi1
Diffamierungen editiert Das betraf die "zweite Geistestaufe" die sog. "innere Heilung" die vielen Dämonenaustreibungen, die geistliche "Kampfführung, das sog. Visionieren, die "Rückführungen" in die Kindheit, das Prophetentum, die Zungenrede und vieles mehr.
Hallo Pinggi
Meines Erachtens wirfst du aber arg viel in den gleichen Topf, und erst noch mit einer furchtbaren Etikette. Ich gehöre nicht zur Pfingstbewegung, bejahe nicht alle ihre Lehren, aber gleich alles als Irrlehre zu bezeichnen. "Innere Heilung", Visionierung, Rückführung in die Kindheit kenne ich aus eigener Erfahrung, das ist keine Irrlehre (ausser es werde als Heilsnotwendig andern übergestülpt).
Diffamierungen editiert
Diese Aussage wirkt auf mich lieblos und - Entschuldigung - überheblich.
Ich warne heute jeden, sich in solchen Kreisen aufzuhalten!
Diese so genannte Warnung kann ich kaum einordnen - kommt sie wirklich von einem Christen?

Alles in allem - eine traurige Sache, die du von dir gibst. Bestimmt bist du mal verletzt worden, aber ich glaube nicht, dass dir das das Recht gibt, zu verallgemeinern und dich dermassen zu überheben.

greenliche Grüsse
:] Gott ist immer grösser ... grösser als alles, was dir heute begegnet! :))
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Mo 26. Sep 2005, 16:46

@pinggi: Bitte derartige Entgleisungen künftig unterlassen.

stranger (Mod)

PS: Diffamierungen und Beleidigungen dieser Art werden künftig sofort gelöscht.
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon origo » Mo 26. Sep 2005, 19:44

Original von pinggi1
Ich war 7 Jahre Mitglied in pfingstlich-charismatischen Kreisen. War dort auch Hauskreisleiter, Fürbitter, Auffänger
(Toronto-fallenden) und machte an verschiedenen frommen Events mit.

Ich warne heute jeden, sich in solchen Kreisen aufzuhalten!
Diese pfingstlich-charismatische Bewegung ist meines erachtens Diffamierungen editiert

Na, diese Diskussion fängt ja gut an! :? 8-)
Hat sich der gute Pinggi hier von den Emotionen zu unflätigen Ausdrücken hinreissen lassen oder hat Stranger, der das Thema eröffnet hat, überreagiert?
Kann man nicht mehr feststellen, da über Massnahmen der Mods nicht diskutiert wird.
Ich hoffe also, dass sachliche Kritik an den Pfingstlern nicht ganz verboten ist.

Pfingsten war gewiss eine gewaltige Erfahrung. Mich würde aber mal interessieren, warum dem sog. Zungenreden eine so grosse Bedeutung zugemessen wird.
Erstens heisst es in der Apg., dass die Apostel alle in den Sprachen der verschiedenen Völker redeten, und sich die Menschen aus diesen Völkern verwunderten, dass diese ihre Sprache sprachen. Es handelte sich also um existierende Sprachen, nicht um eine "Ansammlung fremder Laute".

Zweitens heisst es in der Apg., man soll die prophetischen Reden auslegen, und zwar: einer redet prophetisch (ob in Zungen oder Sprache) und ein Anderer legt es aus. 8-)

Drittens bin ich der Meinung, dass ein Christ bei seiner Bekehrung von Gott den heiligen Geist ins Herz gegossen erhält. Und dass es verschiedene Gaben gibt (die zählt Paulus ja auf), die Gott einem Gläubigen für eine bestimmte Aufgabe gibt oder nicht. Die halte ich aber alle nicht für heilsnotwendig. Wichtig ist hingegen, Gottes Stimme hören zu lernen. Dadurch und durch intensives Studieren der Bibel wird man unabhängiger von bestimmten Lehren. 8-)
"Lass dich nicht einfangen durch Philosophie und Weisheit von Menschen, nach den Grundsätzen der Welt, aber nicht Christus gemäss. Denn in Ihm ist die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und ihr habt die Fülle in Ihm, dem Herrscher." Kolosser 2,8-9
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Enggi » Mo 26. Sep 2005, 20:11

Ich habe auf Ja geklickt, weil ich alle Punkte, die Stranger aufzählt, bejahe.

Trotzdem gehöre ich nicht zu einer pfingstlichen Denomination, weil:

* Im neuen Testament nichts steht von Pfingstgemeinden, mehreren Denominationen an einem Ort, Bewegungen, Kirche und dergleichen späteren Erfindungen (Römer 1,30 lässt grüssen).

* Es in Münchenbuchsee zwar Pfingstler gibt, diese aber alle in die Pfimi Bern gehen, was mir zu weit weg ist. Als die Pfimi Bern zu gross wurde, um in ihr angestammtes Lokal zu passen, sammelte sie jahrelang Geld, um einen Riesensaal bauen zu können, was nicht grundsätzlich verkehrt ist, aber nicht berücksichtigte, dass die Pfimi Bern ein grosses Einzugsgebiet hat (von Lyss bis Thun) und eine Zellteilung deshalb längst überfällig gewesen wäre.

Ich rede selber in Zungen, befürworte die Gaben des Geistes und bewundere die Wirkungen, die von echten Pfingstlern ausgehen.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Mo 26. Sep 2005, 22:41

In Apg 2 wird eindeutig von unter Menschen real existierenden Sprachen berichtet, in denen die Apostel und anderen Gläubigen redeten.

Lesen wir den Text:

Act 2:6 Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten.

Erst in 1 Kor 14 heißt es jedoch:

1Co 14:2 Denn der mit Zungen redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott; denn ihm hört niemand zu, im Geist aber redet er die Geheimnisse.

Ist damit jetzt eine Sprache gemeint, die - sagen wir - überirdisch ist, also etwas, das man leicht unhöflich auch als "Kauderwelsch"* bezeichnen könnte?

Oder bezieht sich Paulus in 1 Kor 14 ebenfalls auf irdische Fremdsprachen - nur, daß sie in der Korinthergemeinde zusätzlich der Übersetzung bedurften?

Eine hoffentlich als sachlich empfundene Frage von einem Nicht-Pfingstler, die sicher leicht zu beantworten ist :) !

---
* ist nicht wertend gemeint, klar?

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Di 27. Sep 2005, 17:12

Original von William Penn
Act 2:6 Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten.

Erst in 1 Kor 14 heißt es jedoch:

1Co 14:2 Denn der mit Zungen redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott; denn ihm hört niemand zu, im Geist aber redet er die Geheimnisse.


Um es nochmal genau zu formulieren:
Dem Kontext folgend ist demnach 1.Kor14,2 = Zungenrede als Gebet zu Gott (keine Fremdsprache) und Apg2,6 = Zungenrede als Zeichen (Fremdsprache).
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon mistral » Fr 30. Sep 2005, 15:58

Hallo,
Rückführungen, Visualisierungen des eigenen Ichs usw. zwecks Innerer Heilung kann leider nicht mit dem Wort Gottes vereinbart werden.
Diese Techniken stammen heute aus der modernen Psychologie. ( Freud und Jung. Beide waren okkulte Medien)Früher aus dem Mysterienkult. Der modernen Psychologie werden heute Tür und Tor geöffnet. Sie hat auch grossen Erfolg in den christlichen Kirchen. Doch von Gott ist diese "neue Religion" bei weitem nicht.
Für den Menschen ist eben lange nicht alles gut, was gut tut. Nemen wir das Beispiel der "Inneren Heilung" das in charismatischen Kreisen mehr und mehr gelehrt wird. Bei dieser "Heilung" wird versucht vergangenes zu durchforschen. Man will krapfhaft versuchen, geschehenes und teilweise auch verborgenes wieder an den Tag zu bringen um dieses dann anschliessend zu heilen. Doch dieses Suchen nach vergangenem, widerspricht den biblischen Anweisungen Gottes völlig. Das Prinzip der "Heilung" und somit des Heils liegt darin, dass man nach vorne schaut. Zum Kreuz. Wer zurück schaut ist somit nicht tauglich für das Himmelreich! Das sage nicht ich sondern es steht in Luk. 9. 61-62:
Es sprach aber auch ein anderer: "Ich will dir nachfolgen, Herr, vorher aber erlaube mir, Abschied zu nehmen von denen, die in meinem Hause sind". Jesus aber sprach zu ihm: "Niemand der seine Hand an den Pflug gelegt hat, und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes".
Wenn wir uns nicht einmal von unseren Bekannten verabschieden sollen, um wieviel weniger sollten wir deshalb mit unserem alten Leben befassen!

Aus diesem Grud ist jede "christliche Rückführung" nicht christlich sondern antichristlich. Daher kann kein Christ von seelischen Leiden geheilt werden, wenn er in seinem früheren Leben herumstochert. Im Gegenteil!

Gruss Mistral
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon mistral » Fr 30. Sep 2005, 16:09

Hallo Stranger,
Ich habe hier eine Frage an Dich.
Wie deutest Du 1.Kor.13. 8-10:
Die Liebe vergeht niemals, seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden, seien es Sprachen, sie werden aufhören, sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise, wenn aber das Vollkommene kommt, wird das was stückweise ist, weggetan werden."

Frage: Was ist das Vollkommene?

Gruss Mistral
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Enggi » Fr 30. Sep 2005, 19:54

Original von mistral
Rückführungen, Visualisierungen des eigenen Ichs usw. zwecks Innerer Heilung kann leider nicht mit dem Wort Gottes vereinbart werden.
Stimmt.
Diese Techniken stammen heute aus der modernen Psychologie. (Freud und Jung. Beide waren okkulte Medien) Früher aus dem Mysterienkult.
Ob Freud okkultes Medium war, bezweifle ich, bei Jung weiss ich es sicher. Freud würde ich eher in die Kategorie "atheistischer Wissenschaftler" einordnen. Er war einer der Begründer der Pseudowissenschaft Psychologie, wenn nicht gar der Begründer. Jung hat dann die Psychologie mit "Religion" und Okkultismus gemischt und sich deswegen auch mit seinem Lehrer Freud verkracht.
Für den Menschen ist eben lange nicht alles gut, was gut tut. Nehmen wir das Beispiel der "Inneren Heilung" das in charismatischen Kreisen mehr und mehr gelehrt wird.
Nicht nur in charismatischen Kreisen.
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Fr 30. Sep 2005, 19:54

Original von mistral
Hallo,
Rückführungen, Visualisierungen des eigenen Ichs usw. zwecks Innerer Heilung kann leider nicht mit dem Wort Gottes vereinbart werden.



Na da bin ich aber froh, dass das die Pfingstbewegung nicht lehrt (siehe Startposting).

Vielleicht solltest Du eine Thread über die "Charismatische Bewegung" eröffnen? 8-)
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Fr 30. Sep 2005, 19:57

Original von mistral
Hallo Stranger,
Ich habe hier eine Frage an Dich.
Wie deutest Du 1.Kor.13. 8-10:
Die Liebe vergeht niemals, seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden, seien es Sprachen, sie werden aufhören, sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise, wenn aber das Vollkommene kommt, wird das was stückweise ist, weggetan werden."

Frage: Was ist das Vollkommene?

Gruss Mistral



Hallo Mistral,

willkommen im Forum. :D

Das "Vollkommene" in dieser Bibelstelle ist die Herrlichkeit beim Herrn.

In der Herrlichkeit brauchst Du keine Geistesgaben mehr. ;)

Viele Grüße

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Fr 30. Sep 2005, 21:00

Original von stranger
Um es nochmal genau zu formulieren: Dem Kontext folgend ist demnach 1.Kor14,2 = Zungenrede als Gebet zu Gott (keine Fremdsprache) und Apg2,6 = Zungenrede als Zeichen (Fremdsprache).
Bist du sicher? Meint Paulus nicht eher folgendes: Wer unübersetzt in einer Sprache redet, redet für andere in Rätseln, die nur Gott versteht (Paraphrase Vers 2)? Im weiteren Verlauf des Kapitel zeigt Paulus nämlich die AT-Grundlage für das Zungenreden auf:

1Co 14:21 Im Gesetz steht geschrieben: Ich will mit andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch also nicht hören, spricht der HERR."

Das ist ein Zitat aus Jes 28:11.12, und es bezieht sich auf die Sprache der Eroberer des Landes Israel - meinetwegen die Assyrer oder Babylonier. Die aber haben menschliche Sprachen gesprochen.

Das ganze Kapitel 14 scheint mir eher davon zu handeln, daß die Korinther wenig geweissagt und viel in Zungen redet hatten, das aber unübersetzt ließen. Wieso sollte Paulus die Briefleser in einem Abschnitt über ihr Gemeindeverhalten denn verwirren, indem er zuerst vom privaten Zungenreden schreibt?

In Vers 22 heißt es dann im Anschluß an die o. g. Identifizierung:

1Co 14:22 Darum sind die Zungen zum Zeichen nicht den Gläubigen, sondern den Ungläubigen; die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Gläubigen.

Oder finden wir in Jes 28 einen Hinweis auf übernatürliche Sprachen?

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Fr 30. Sep 2005, 21:37

Hi Willi 8-)


Original von William Penn
Original von stranger
Um es nochmal genau zu formulieren: Dem Kontext folgend ist demnach 1.Kor14,2 = Zungenrede als Gebet zu Gott (keine Fremdsprache) und Apg2,6 = Zungenrede als Zeichen (Fremdsprache).
Bist du sicher? Meint Paulus nicht eher folgendes: Wer unübersetzt in einer Sprache redet, redet für andere in Rätseln, die nur Gott versteht (Paraphrase Vers 2)? Im weiteren Verlauf des Kapitel zeigt Paulus nämlich die AT-Grundlage für das Zungenreden auf:



Mmh... Hier noch mal der betreffende Vers 1.Kor14,2:

"Denn der mit Zungen redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott; denn ihm hört niemand zu, im Geist aber redet er die Geheimnisse."

Mit "Gott reden" würde ich als "Beten" interpretieren - somit wäre die Zungenrede an dieser Stelle ein Gebet zu Gott (keine Fremdsprache). Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, zumal Verse 13 und 14 bekräftigen:

"Darum, welcher mit Zungen redet, der bete also, daß er´s auch auslege. Denn so ich mit Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Sinn bringt niemand Frucht."

Eine Fremdsprache wäre eine real exitierende Sprache, diese Geistessprache ist aber wohl eher überirdisch, oder?


Deinen weiteren Kontext zum AT würde ich bei dieser konkreten Ansprache der Korinther eher nicht sehen.


Original von William Penn
Das ganze Kapitel 14 scheint mir eher davon zu handeln, daß die Korinther wenig geweissagt und viel in Zungen redet hatten, das aber unübersetzt ließen. Wieso sollte Paulus die Briefleser in einem Abschnitt über ihr Gemeindeverhalten denn verwirren, indem er zuerst vom privaten Zungenreden schreibt?


Klares Jain. Sicher ist es eine Mahnung, aber auch eine indirekte Aufforderung, da Paulus in Vers 18 schreibt:

"Ich danke meinem Gott, daß ich mehr mit Zungen rede denn ihr alle."

Hört sich also nicht gerade nach temporärer Nebensache an.


Zu den "Zeichen": Wir beide verstehen unter "Zeichen" offenbar verschiedene Dinge. Daher bitte ich Dich festzulegen, was "Zeichen" für Dich beinhaltet.

Viele Grüße

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Fr 30. Sep 2005, 22:08

Gut, ich les auch nochmal nach. Das Problem mit dem Kapitel 14 im Fall Paulus gegen die Korinther: Es ist keine systematische Lehrschrift über Zungen. Man muß vieles voraussetzen, ableiten und schlußfolgern.

Da würd mich jetzt wirklich eine Knacknuss-Expertise von Kernbeisser interessieren. Dich nicht?

P. S. :D

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Sa 1. Okt 2005, 02:49

Original von William Penn
Da würd mich jetzt wirklich eine Knacknuss-Expertise von Kernbeisser interessieren. Dich nicht?

P. S. :D



Na toll :D Kerni, falls Du uns jetzt lesen kannst: Bitte Deinen Befund :roll:

P.S.: Sonst noch jemand zum Thema? 8-)


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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Scardanelli » Sa 1. Okt 2005, 09:08

Denn der mit Zungen redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott; denn ihm hört niemand zu, im Geist aber redet er die Geheimnisse.
Wenn aus dem Mund Reden kommen, geht man davon aus, es redet der Mensch selbst, oder sein Geist, heißt, es redet Geist.
Sagt man hingegen, es redet die Zunge, dann meint man damit, dass alle Ursache dieser Rede wie aus der Zunge selbst kommt, oder Geist in der Zunge seine Heimat gefunden hat und der Geist dann aufgrund der spärlichen Vermögen der Zunge, unverständlich bleiben muss.

Das Geheimnis aus Zungenrede ist ihre Einfalt. Das wahre Geheimnis ist hingegen in dem klar ausgesprochenen Wort, das nicht verstanden wird. Wer die wahren Zusammenhänge nicht kennt, dem ist jedes Wort ein Geheimnis. Wahres Zungenreden ist klares Wort, das auf Unverständnis stößt.
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Enggi » Sa 1. Okt 2005, 09:57

Hi miteinander,

ich habe noch keine Meinung zu Korinther. Ich rede einfach manchmal in einer (mir unverständlichen) Sprache, die der Geist mir spontan eingibt, wenn ich es für nötig finde. Eine Auswirkung davon ist z.B. die Selbstheilung, wenn irgendwelche Schmerzattacken mich plagen. Lehrmässig kann ich das mit dem Wort "wer in Zungen redet, erbaut sich selbst" in Einklang bringen.

Wenn ich die Worte, die ich häufig in Zungen spreche, analysieren würde, so käme dabei vermutlich irgendetwas Hebräisches oder Arabisches heraus.

In unserer Gemeinde pflegen wir die Geistesgaben nicht in der Versammlung, doch was nicht ist, muss noch werden.
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon origo » Sa 1. Okt 2005, 10:10

Mich würde interessieren, was ihr mit der Zungenrede erfahrt, erlebt und erkennt.
Berichtet doch mal etwas darüber.
Mir ist es wie gesagt fremd, ich habe es schon gehört, aber mir hat es nichts gesagt. Manche Leute wiederholen bestimmte Laute und Silben sehr oft. Für mich klang es bei Einzelnen eher wie "Dampf ablassen".
Natürlich lese ich, dass es in der Bibel erwähnt wird.

Ich kann mir vorstellen, dass es einen direkten Ausdruck von Gefühlen, resp. Herzensanliegen ermöglicht, unbeeinträchtigt vom Filter des Verstandes, der manchmal keine Worte findet, oder Bestimmtes zensiert, weil er es unpassend oder unschicklich findet.
Aber da stellt sich wieder die Frage der Auslegung. Wie kann jemand das auslegen?

Die Auslegung ist dabei doch wichtig, sonst könnte ja jemand Verwünschungen oder Okkultes reden?

lg origo
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Sa 1. Okt 2005, 13:51

Original von origo
Die Auslegung ist dabei doch wichtig, sonst könnte ja jemand Verwünschungen oder Okkultes reden?
Ein wichtiger Aspekt, origo - egal, ob wir es hier jetzt mit menschlichen oder himmlischen Sprachen zu tun haben:

1Co 14:13 Wer in Sprachen redet, soll deshalb darum beten, sie auch übersetzen zu können.

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Sa 1. Okt 2005, 13:55

Original von Enggi
Ich rede einfach manchmal in einer (mir unverständlichen) Sprache, die der Geist mir spontan eingibt, wenn ich es für nötig finde.
Eine interessante Formulierung, Enggi! Der Geist gibt dir das spontan ein, wenn du es für nötig findest? Du entscheidest dich also, in einer Zunge zu beten, und der Geist stellt dir das sprachliche Material dafür zur Verfügung?

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Sa 1. Okt 2005, 17:47

Original von William Penn
Original von origo
Die Auslegung ist dabei doch wichtig, sonst könnte ja jemand Verwünschungen oder Okkultes reden?
Ein wichtiger Aspekt, origo - egal, ob wir es hier jetzt mit menschlichen oder himmlischen Sprachen zu tun haben:

1Co 14:13 Wer in Sprachen redet, soll deshalb darum beten, sie auch übersetzen zu können.




Ich gebe zu Bedenken, dass es offenbar verschiedene Formen der Sprachenrede - der Bibel nach - gibt. Diese Stelle bezieht sich auf den Kontext des Gemeindegottesdienstes.
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Enggi » Sa 1. Okt 2005, 21:07

Original von William Penn
Original von Enggi
Ich rede einfach manchmal in einer (mir unverständlichen) Sprache, die der Geist mir spontan eingibt, wenn ich es für nötig finde.
Eine interessante Formulierung, Enggi! Der Geist gibt dir das spontan ein, wenn du es für nötig findest? Du entscheidest dich also, in einer Zunge zu beten, und der Geist stellt dir das sprachliche Material dafür zur Verfügung?
Ja genauso ist es, und auch dafür gibt es eine Begründung: Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. (1 Kor. 14,32) Im Zusammenhang gelesen, bezieht sich dieses Wort zwar auf die (grössere (14,5)) Gabe der Weissagung, aber für das Sprachengebet gilt wie für alle Geistesgeben, dass Gott sie uns schenkt, damit wir die Gemeinde [aufer]bauen sollen. Ich behaupte ja nicht, dass ich mein Leben voll autonom gestalte, sondern ich bin vom heiligen Geist geleitet (jedenfalls manchmal :) , und für den Rest vertraue ich auf die korrigierenden Fähigkeiten des Allmächtigen), und wenn es dann irgendwann nötig wird, in Zungen zu beten, so tue ich es einfach. Ich gebe zu, dass ich die Gabe allzusehr vernachlässige. Früher brauchte ich sie häufiger. Vielleicht aber habe ich mich auch so sehr daran gewöhnt, dass ich es schon gar nicht mehr merke, wenn ich ein Stossgebet in Zungen spreche. Und da ich z.Z. nicht in einer Pfingstgemeinde mitmache, sprechen wir nicht in der Versammlung in Zungen, sondern nur jeder für sich selbst, sofern er die Gabe hat. (Konkret weiss ich es nur von einem anderen Gemeindeglied.)
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Sa 1. Okt 2005, 21:45

Danke, Enggi, für deine Ausführung.

Übrigens, eine Zwischenbemerkung: Die Weissagung ist zwar die größere Gabe - nach Paulus -, aber die Zunge ist dann genauso groß, wenn die Übersetzung dazukommt.

Das geht aus 1 Kor 14:5 klar hervor, wenn man genau liest und Paulus´ Aussage fertig denkt:

1Co 14:5 Ich wollte, daß ihr alle mit Zungen reden könntet; aber viel mehr, daß ihr weissagt. Denn der da weissagt, ist größer, als der mit Zungen redet*; es sei denn, daß er´s auch auslege, daß die Gemeinde davon gebessert werde.

"Es sei denn" heißt ja "außer, wenn". Das bedeutet also:

a) Weissagung ist größer als Zunge

b) Zunge plus Auslegung sind gleich groß wie Weissagung


---
* Paulus meint eigentlich den Dienst und die Gabe, nicht die Träger. Ist halt sein typischer Telegrammstil ...

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Sa 1. Okt 2005, 21:55

Original von William Penn
"Es sei denn" heißt ja "außer, wenn". Das bedeutet also:

a) Weissagung ist größer als Zunge

b) Zunge plus Auslegung sind gleich groß wie Weissagung





Ich will jetzt nicht bürokratisch wirken, aber b) kann "gleich groß" oder "größer" sein. :D
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Sa 1. Okt 2005, 22:13

Original von stranger
Ich will jetzt nicht bürokratisch wirken, aber b) kann "gleich groß" oder "größer" sein. :D
Meinst du nicht, daß der Paulus dann noch ein wenig enthusiastischer klingen müßte in Sachen Zunge :D ?

P. S. Interessant, was rauskommt, wenn Pfingstler und Nicht-Pfingstler in 1 Kor 14 herumstochern ...

... aber das mit der Unterscheidung in private und öffentliche Zunge hab ich noch nicht geschnallt!

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Enggi » Sa 1. Okt 2005, 22:17

Zum Thema der Größte:

Mat 18,4 Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

Mat 23,11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon William Penn » Sa 1. Okt 2005, 22:40

Original von Enggi
Zum Thema der Größte:

Mat 18,4 Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

Mat 23,11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.
Wenn Dienen wollen nicht das allem zugrundeliegende Motiv ist, dann ist alles Streben nach Gaben sowieso schädlich!

Mat 7:21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
Mat 7:22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
Mat 7:23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!

OT/BTW: Das mit der Säntissäuberung würd ich mir aber nochmal überlegen ;) !

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Enggi » Sa 1. Okt 2005, 23:00

Original von William Penn

OT/BTW: Das mit der Säntissäuberung würd ich mir aber nochmal überlegen ;) !

Und wenn es das letzte ist, was ich in meinem Leben tue, ich muss es einfach tun. Ich kann mein Vaterland nicht den östlichen Dämonen überlassen.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Perle » So 2. Okt 2005, 13:32

Original von Origo
Mir ist es wie gesagt fremd, ich habe es schon gehört, aber mir hat es nichts gesagt. Manche Leute wiederholen bestimmte Laute und Silben sehr oft.

Als ich diese Geistesgabe von Gott erhalten hatte, hat mich das am Anfang auch verwirrt. Ich dachte, ständig das gleiche zu sagen. Ich brachte das vor Gott und sagte: HERR, was rede ich da? Das tönt, als würd ich ständig das selbe sagen und mich in einer Tour wiederholen. - Nun, der HERR beruhigte mich und gab mir seinen Frieden über der Sache und sagte mir, ich solle ihm vertrauen, es sei okay.
Irgendwann darauf sass ich im GD und in der Sitzreihe hinter mir wurde die Predigt vom Deutschen ins Tschechische übersetzt. Ich kann kein Tschechisch und nach einer Weile musste ich grinsen: Das tönte, als würde der Übersetzer immer wieder die selben Silben und Laute sagen und sich wiederholen! Aber das tat er natürlich nicht. Ich nahm das ganze nur so wahr, weil ich dieser Sprache nicht mächtig bin.
Ich bin dem HERRN dankbar für dieses Erlebnis, denn es hatte mich ermutigt, ihm zu vertrauen, und diese Gabe weiterhin im Glauben zu üben. Und ja, ich bete auch dafür, dass ich die Gabe der Auslegung erhalte.


JAHWE ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon origo » So 2. Okt 2005, 14:53

Original von Perle
Als ich diese Geistesgabe von Gott erhalten hatte, hat mich das am Anfang auch verwirrt.
...
Ich bin dem HERRN dankbar für dieses Erlebnis, denn es hatte mich ermutigt, ihm zu vertrauen, und diese Gabe weiterhin im Glauben zu üben. Und ja, ich bete auch dafür, dass ich die Gabe der Auslegung erhalte.

Danke, Perle, für deine Antwort und dein Erlebnis!

Jetzt würde mich noch interessieren, was ihr - auch die Andern - mit der Zungenrede erfahrt, erlebt und erkennt.
Und wie sie zur Auferbauung der Gemeinde oder des Einzelnen beiträgt.

Berichtet doch noch was darüber. Oder kann man das alles gar nicht erklären, nur trocken darüber theoretisieren?
Original von Origo
Mich würde interessieren, was ihr mit der Zungenrede erfahrt, erlebt und erkennt.
Berichtet doch mal etwas darüber.
Mir ist es wie gesagt fremd, ich habe es schon gehört, aber mir hat es nichts gesagt.
Natürlich lese ich, dass es in der Bibel erwähnt wird.

Ich kann mir vorstellen, dass es einen direkten Ausdruck von Gefühlen, resp. Herzensanliegen ermöglicht, unbeeinträchtigt vom Filter des Verstandes, der manchmal keine Worte findet, oder Bestimmtes zensiert, weil er es unpassend oder unschicklich findet.

Falls ich hier aber falsche Fragen stelle, so sagt es halt.

lg origo
"Lass dich nicht einfangen durch Philosophie und Weisheit von Menschen, nach den Grundsätzen der Welt, aber nicht Christus gemäss. Denn in Ihm ist die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und ihr habt die Fülle in Ihm, dem Herrscher." Kolosser 2,8-9
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Enggi » So 2. Okt 2005, 21:28

Original von origo

Jetzt würde mich noch interessieren, was ihr - auch die Andern - mit der Zungenrede erfahrt, erlebt und erkennt.
Und wie sie zur Auferbauung der Gemeinde oder des Einzelnen beiträgt.

Berichtet doch noch was darüber. Oder kann man das alles gar nicht erklären, nur trocken darüber theoretisieren?
Original von Origo
Mich würde interessieren, was ihr mit der Zungenrede erfahrt, erlebt und erkennt.
Berichtet doch mal etwas darüber.
Mir ist es wie gesagt fremd, ich habe es schon gehört, aber mir hat es nichts gesagt.
Natürlich lese ich, dass es in der Bibel erwähnt wird.

Ich kann mir vorstellen, dass es einen direkten Ausdruck von Gefühlen, resp. Herzensanliegen ermöglicht, unbeeinträchtigt vom Filter des Verstandes, der manchmal keine Worte findet, oder Bestimmtes zensiert, weil er es unpassend oder unschicklich findet.

Falls ich hier aber falsche Fragen stelle, so sagt es halt.
Wenn ich mit Gott spreche, so kann ich das entweder mit meinen eigenen Worten, oder mit Worten, die der heilige Geist mir eingibt. Diese geistliche Fremdsprache verstehe ich nicht. Ich habe zum Beispiel soeben einige Worte zu Gott gesprochen, bevor ich diesen Text schreibe. Ich erwarte jetzt, dass er mir die Formulierungen leichter gelingen lässt.

Mir scheint, dass es genauso ist, wie du vermutest, nämlich, dass unter Umgehung meiner fleischlichen Filter der Geist ungehindert zum Vater spricht.

Die Wirkung davon ist verschieden und abhängig von den Umständen. Ich habe z.B. einmal für eine kranke Frau gebetet und sie merkte, wie Gott sie anrührte. Bevor ich laut für sie betete, hatte ich im Stillen in Zungen zum Vater gebetet.

Meistens bin ich allein, wenn ich bete. Wenn ich dann in Zungen bete, spüre ich die Gegenwart Gottes stärker, oder ich komme schneller in die Gegenwart Gottes.
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon mistral » Mo 3. Okt 2005, 10:27

Hallo Stranger,
Bist Du dir da ganz sicher, dass die Pfingstbewegung Visualisierung und Rückführungen nicht praktiziert?? Vor 2 Jahren fand in Aarau ein Seminar mit Charles Kraft aus Amerika statt. Thema: Visualisierung und Befreiung von Dämonen. Dieses Seminar war dermassen peinlich, dass ich mich bereits nach kurzer Zeit verabschidete. Anwesend etwa 300 schweizerische Pfingstler! Was denkst Du,haben nacher all die Besucher dieses Seminars in ihren Gemeinden weitererzählt? Sie wurden an diesem Seminar zu "Spezialisten" im Befreiungsdienst und in der Hypnose( gehört meines erachtens in die gleiche Gruppe wie die Visualisierung) ausgebildet.

Leider ist die Visualisierung heute in vielen pfingstlichen Kreisen Alltag! Keneth Coppeland, Yonng Cho,
K. Hagin sind bekannte pfingstliche Redner, die sich vor Allem spezialisiert haben auf die Visualisierung des finanziellen Wohlstands.
Wer mehr darüber wissen will, sollte das Buch " Die Verführung der Christenheit" von Dave Hunt lesen.

Gruss Mistral
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon mistral » Mo 3. Okt 2005, 10:34

Hallo Stranger,
Warum redet den diese Bibelstelle nur speziell von drei Geistesgaben die aufhören werden? Wenn es so wäre wie Du behauptest, dann müsste diese Bibelstelle lauten: Wenn das Vollkommene kommt, werden ALLE Geistesgaben beendet sein. Heisst es aber nicht! Daher kann etwas an Deiner Auslegung nicht stimmen. Erst weiter hinten im Brief an die Korinther heisst es, dass alle Geistesgaben aufhören würden ausser der Liebe!
Daher muss dieses Vollkommene das dort beschrieben wird etwas anderes sein.
Die Bibel!

Gruss Mistral
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Kernbeisser » Mo 3. Okt 2005, 12:41

Original von stranger
Original von mistral
Hallo Stranger,
Ich habe hier eine Frage an Dich.
Wie deutest Du 1.Kor.13. 8-10:
Die Liebe vergeht niemals, seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden, seien es Sprachen, sie werden aufhören, sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise, wenn aber das Vollkommene kommt, wird das was stückweise ist, weggetan werden."

Frage: Was ist das Vollkommene?


Das "Vollkommene" in dieser Bibelstelle ist die Herrlichkeit beim Herrn.
In der Herrlichkeit brauchst Du keine Geistesgaben mehr. ;)



Hallo Stranger

Interessant, dass Du festhältst, es wird einmal eine Zeit geben, in der keine Geistesgaben mehr nötig sind. Ich verstehe das so, als meinst Du damit ein «Jenseits», worin die Erfüllung dann käme. Ist das aber so?

Hier ein Vergleich: Paulus betont im Zusammenhang von 1. Korinther 13, dass...

    «Von nun an aber bleiben Glaube, Erwartung, Liebe, diese drei. Doch die grösste von diesen ist die Liebe; jaget daher der Liebe nach»
    1Ko 13:13-14:1[/list]


    Wenn von nun an Glaube, Erwartung und Liebe bleiben, so prägt das die heutige Zeit. «Glaube» wird einmal Schauen und «Erwartung» wird einmal erfüllt werden. Deshalb ist die Liebe von allen das Einzig-Bleibende.

    Aber ebenso wie Glaube und Erwartung bereits in dieser Welt abgetan werden, dann nämlich, wenn Jesus wiederkommt, so denke ich, dass die Frage nach dem «Vollkommenen» vielleicht ebenso von dieser Welt spricht. Denn ich habe nicht den Eindruck, als spreche Paulus von etwas «hier Unerreichbarem», sondern lediglich von etwas, was zukünftig stattfinden würde (ähnlich den biblischen Prophetien).


    Wenn aber die Reife kommt

      «Wenn aber die Reife kommt, wird das aus dem Bruchteil abgetan wereden.
      1Ko 13:10[/list]

      Das Wort für Vollkommenheit, hier von der Konkordanten Wiedergabe idiomatisch mit «Reife» wiedergegeben, spricht nicht nur von einer «absoluten Vollkommenheit», sondern auch von einer «Reife», nämlich von «Erwachsen sein».

      Wenn Paulus von einer zukünftigen Reife spricht, so kommt er am Schluss seines Lebens darauf zu sprechen, wenn er im Epheserbrief schreibt:

        «Derselbe [Christus] gibt die einen als Apostel, die anderen als Propheten, wieder andere als Evangelisten oder als Hirten und Lehrer – zur Anpassung der Heiligen an das Werk des Dienstes, zur Auferbauung der Körperschaft Christi, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum gereiften Mann, zum Mass des Vollwuchses der Vervollständigung des Christus, damit wir nicht mehr Unmündige seien, von jedem Wind der Lehre wie von brandenden Wogen hin und her geworfen und umhergetragen durch die Unberechenbarkeit der Menschen, durch die List, die darauf ausgeht, den Irrtum planmässig zu verbreiten.»
        Epheser 4:11-14[/list]


        Wenn ich Paulus richtig verstehe, dann ist die Reife heute gekommen. Damit sind nach meinem Verständnis Geistesgaben nicht mehr aktuell, sondern bestenfalls (!) eine heilsgeschichtliche Retrospektive, ähnlich als würde man heute eine Arche bauen.

        Das Ziel von Paulus war es bereits in Korinth auf eine künftige Reife hinzuweisen, ebenso wie Johannes der Täufer auf Jesus hingewiesen hat. Das Ziel des Apostels war es, die Gläubigen weiter zu führen, aus der Unmündigkeit hin zum erwachsenen Mann, zur Einheit des Glaubens, angepasst an das Werk des Dienstes. Und zur Zeit des Korintherbriefes war das ganz klar noch nicht ganz möglich, wenn auch alle Grundlagen dazu (Glaube, Erwartung, Liebe) vorhanden waren und als wichtigste Ingredienten gepflegt werden sollten.

        Was zwischen den Korintherbriefen und den letzten Briefen des Apostels Paulus (Epheser, Philipper, Kolosser, 2. Timotheus) geschieht, ist nicht in wenigen Sätzen zu beschreiben. Was aber bis zur Reife fehlte, das wurde bis dahin erbracht. Darüber schreibt Paulus im Epheserbrief, Kapitel 4. Denn die ehemals genannten persönlichen Gaben aus 1Ko 12 und 14 wurden im Epheserbrief, Kapitel 4, abgelöst von Menschen, die als Gabe an die Gemeinde gegeben wurden. Diese nun führen die Gläubigen hin zur versprochenen Reife.

        Der Ausblick des Apostels scheint sich zur Zeit des Epheserbriefes konkretisiert zu haben. Gewiss sollte das Konsequenzen für unseren Ausblick und für die Lehre haben.

        Die «Vollkommenheit» oder «Reife» ist heute.


        Gruss
        Kernbeisser
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Kernbeisser » Mo 3. Okt 2005, 12:53

Original von stranger
Original von William Penn
Da würd mich jetzt wirklich eine Knacknuss-Expertise von Kernbeisser interessieren. Dich nicht?


Na toll :D Kerni, falls Du uns jetzt lesen kannst: Bitte Deinen Befund :roll:



Hi mitenand

Ich versuche mich mal daran. Allerdings will ich sorgsam mit meinen Zähnen, hmm Schnabel, umgehen...

» Bild eines Kernbeissers, von Gerd Rossen


Gruss
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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon Perle » Mo 3. Okt 2005, 18:09

Original von Kernbeisser
Die «Vollkommenheit» oder «Reife» ist heute.

:?


Das die heutige Gemeinde reif ist, denk ich schon.
Allerdings nicht im Sinne der Vollkommenheit, wie sie Christus gern hätte, sondern reif zum Ausspucken. (Offb. 3,16)

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Re: Pfingstbewegung

Beitragvon stranger » Mo 3. Okt 2005, 20:30

Original von mistral
Hallo Stranger,
Bist Du dir da ganz sicher, dass die Pfingstbewegung Visualisierung und Rückführungen nicht praktiziert?? Vor 2 Jahren fand in Aarau ein Seminar mit Charles Kraft aus Amerika statt. Thema: Visualisierung und Befreiung von Dämonen. Dieses Seminar war dermassen peinlich, dass ich mich bereits nach kurzer Zeit verabschidete. Anwesend etwa 300 schweizerische Pfingstler! Was denkst Du,haben nacher all die Besucher dieses Seminars in ihren Gemeinden weitererzählt? Sie wurden an diesem Seminar zu "Spezialisten" im Befreiungsdienst und in der Hypnose( gehört meines erachtens in die gleiche Gruppe wie die Visualisierung) ausgebildet.

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Gruss Mistral



Ja, ich bin mir sicher, und zwar in der Form, wie ich es erwähnte:


Original von stranger
Original von mistral
Hallo,
Rückführungen, Visualisierungen des eigenen Ichs usw. zwecks Innerer Heilung kann leider nicht mit dem Wort Gottes vereinbart werden.



Na da bin ich aber froh, dass das die Pfingstbewegung nicht lehrt (siehe Startposting).

Vielleicht solltest Du eine Thread über die "Charismatische Bewegung" eröffnen? 8-)



Im Startposting steht das Glaubensbekenntnis, aus der offiziellen Seite des Forums Freikirchlicher Pfingstgemeinden (FFP).

Dass einzelne Pfingstgemeinden, wie beispielsweise die von Dir erwähnte Gemeinde von Dr. Yonggi Cho, Visualisierung in einer biblisch abgeleiteten Art praktizieren, beschränkt sich (ebenso wie bei einigen weiteren Personen/Gruppen) auf Ausnahmen, nicht aber auch das allgemeine pfingstliche Verständnis.

Für Dich ein Beispiel aus einer anderen Denomination: Es gibt Baptistengemeinden, die stockkonservativ schriftgebundene Regelwerke aufstellen und jede Abweichung streng verfolgen und es gibt Baptistengemeinden, die charismatischer sind, als die meisten charismatischen Gemeinden. Dennoch gibt es ein offizielles Glaubensbekenntnis des Weltbaptistenbundes sowie der kontinentalen Untergruppen, welches für alle offiziell gilt.

Unterscheide also bitte zwischen 1) Ausnahmen und 2) Übereinkunft.

Oder kennst Du irgendeine Gruppe, in der absolute Einmütigkeit herrscht? :D

Viele Grüße

stranger
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