Freie evangelische Kirche

Freikirchen, freie Gemeinden jeglicher Art, verschiedenste christliche Missionsgesellschaften und Hilfswerke

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Freie evangelische Kirche

Beitragvon Sanctus » Mi 8. Jun 2005, 17:41

Hallo,
ich habe in meinem Ort eine freie evangelische Kirche gefunden. Was dort angeboten wird. z.B. Bibelgesprächsabende gefällt mir schon mal sehr gut. Kann mir jemand noch mehr über die Freie evangelische Kirche sagen? Also was dort der Unterschied zu anderen Kirchen ist und so weiter.

Wäre super. Danke

Gruß

Sanctus
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Andi69 » Mi 8. Jun 2005, 17:51

Ich finde diese Seite sehr gut. Dies hier ist der direkte Link zur Übersicht über Freikirchen.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Sanctus » Fr 10. Jun 2005, 20:51

Danke für die Links. Werd gleich mal nachschauen.

Gruß
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Gemeindefan » Sa 11. Jun 2005, 15:08

Hallo Sanctus,

ich gehöre zur Freien evangelischen Gemeinde in Limburg. Falls Du die meinst, hier einige Infos:

Wir sind evangelisch - d.h. dem Evangelium, der Bibel verpflichtet. Sie bestimmt unser Leben und die Lehre in der Gemeinde. Die Versöhnung durch Jesus Christus ist der Weg zu Gott.
Wir sind frei, d.h. unabhängig von Staat und Kirchensteuer. Wir finanzieren unsere Gemeindearbeit, die Pastoren und auch unser Projekt "Domäne Blumenrod" ausschließlich aus Spenden.
Wir sind Gemeinde, d.h. bilden als Christen eine Gemeinschaft, um aus der Bibel zu lernen, die gute Nachricht des Glaubens weiterzusagen durch verschiedene Veranstaltungen und Aktionen.

Neben Bibelgesprächskreis im Gemeindezentrum haben wir im Einzugsbereich Limburgs verschiedene Hauskreise, in denen wir über den Glauben, die Bedeutung für unser Leben und die Bibel ins Gespräch kommen.
Gottesdienst, Kindergottesdienst, Jugendgruppen, und anderes mehr prägen unseren Gemeindealltag.

Gemeinde Gottes ist immer größer als die einzelne Gemeinde - daher engagieren wir uns auf verschiedenen Ebenen kirchlicher Aktivitäten. In Limburg sind wir Gastmitgleid der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und pflegen vielfältige Kontakte auf verschiedenen Ebenen.

Wenn Du am Sonntag reinschaust (9:30 Uhr, Birkenallee 4) kann ich Dir gerne mehr Infos geben!

Bis dann,

Gruss,

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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Sanctus » So 12. Jun 2005, 14:08

Hallo Gemeindefan,
das ist ja Super, das ich Dich hier treffe. Gerne werde ich mal am nächsten Sonntag vorbeischauen. Wir können ja vorher nochmal irgendwie in Kontakt treten.

Gruß

Sanctus
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon stranger » So 28. Aug 2005, 13:07

Original von Sanctus
Hallo Gemeindefan,
das ist ja Super, das ich Dich hier treffe. Gerne werde ich mal am nächsten Sonntag vorbeischauen. Wir können ja vorher nochmal irgendwie in Kontakt treten.

Gruß

Sanctus



@Gemeindefan und Sanctus

Wie war der Sonntag nun eigentlich gelaufen?
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Gemeindefan » So 28. Aug 2005, 16:20

Hallo stranger,

leider haben sanctus und ich noch keinen persönlichen Kontakt knüpfen können - vielleicht hat er / sie ja erst mal inkognito schauen wollen. Ist voll o.k. - dann bin ich aber mal gespannt auf seinen / ihren Eindruck.

Gruß,

gemeindefan
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon stranger » So 28. Aug 2005, 16:35

Original von Gemeindefan
Hallo stranger,

leider haben sanctus und ich noch keinen persönlichen Kontakt knüpfen können - vielleicht hat er / sie ja erst mal inkognito schauen wollen. Ist voll o.k. - dann bin ich aber mal gespannt auf seinen / ihren Eindruck.

Gruß,

gemeindefan




Hi Gemeindefan,

ja, vielleicht klappt es ja noch. Jedenfalls hat sanctus in anderen Threads mittlerweile stark durchblicken lassen, dass er katholisch ist und wohl auch bleiben will.

Schaun wir mal... :D

Viele Grüße

stranger
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Wolfi » Mo 29. Aug 2005, 12:19

Hallo Gemeindefan

Wir sind Gemeinde, d.h. bilden als Christen eine Gemeinschaft, um aus der Bibel zu lernen, die gute Nachricht des Glaubens weiterzusagen durch verschiedene Veranstaltungen und Aktionen.

Ihr geht also aktiv missionieren miteinander?- Was macht Ihr denn, um Euch gegenseitig zu unterstützen im Weiterkommen?- Seid Ihr füreinander auch neben der vereinbarten Termine da, wenn mal was sein sollte?-

Gemeinde Gottes ist immer größer als die einzelne Gemeinde - daher engagieren wir uns auf verschiedenen Ebenen kirchlicher Aktivitäten. In Limburg sind wir Gastmitgleid der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und pflegen vielfältige Kontakte auf verschiedenen Ebenen.

Wofür pflegt Ihr denn die überregionalen Kontakte?- Was ist Sinn und Zweck davon?-
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon bigbird » Mo 29. Aug 2005, 13:06

@ Wolfi

Dein Käse ist hier nicht erwünscht :warn:
... aber das weisst du ja eigentlich :P

bigbird
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon popefan76 » Mo 5. Sep 2005, 09:00

hallo ich bin zwar katholisch aber ich war schon mal in einer Freikirche zum Gottesdienst eingeladen da mein Seelsorger als ich im Krankenhaus lag von einer Freikirche war.
Dies war diese Kirche mit dem Fischzeichen.
Ich war begeistert von dem Gottesdienst der nicht "langweilig" war sondern lebendig überhaupt der Prediger damals hat mich beeindruckt da er vom Islam in diese Gemeinde übergetreten ist und nun Christ ist er war sehr überzeugt ich finde auch das die Taufe in einem See stattfindet mal ganz was anderes.
Ich bin begeistert doch wechseln würd ich meinen Glauben nicht.
Im Endeffekt glauben wir alle an Jesus und Gott
****Ich bin nur ein einfacher Arbeiter im Weinberg des Herrn*********
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon stranger » So 18. Sep 2005, 13:43

Original von popefan76
Ich bin begeistert doch wechseln würd ich meinen Glauben nicht.
Im Endeffekt glauben wir alle an Jesus und Gott



Hallo popefan76,

schön, dass es Dir in dieser Freikirche gefallen hatte. Meinst Du, dass die übrigen biblischen Lehren, außer der Glaube an Jesus und Gott, nicht für einen Wechsel in eine Freikirche von Bedeutung für Dich wären?

Viele Grüße

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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon jeremia » So 25. Sep 2005, 18:47

Original von stranger
Original von popefan76
Ich bin begeistert doch wechseln würd ich meinen Glauben nicht.
Im Endeffekt glauben wir alle an Jesus und Gott



Hallo popefan76,

schön, dass es Dir in dieser Freikirche gefallen hatte. Meinst Du, dass die übrigen biblischen Lehren, außer der Glaube an Jesus und Gott, nicht für einen Wechsel in eine Freikirche von Bedeutung für Dich wären?

Viele Grüße

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nanananan, lieber fremder!:warn:
seinen glauben wechselt man nicht wie seine unterwäsche ;)
ein katholik hat die 7 sakramente im katholischen verständnis, und wer an das glaubt, wird nicht freikirchlich werden, nur weil wo anders auch schön gesungen wird!
für die liebe zur schrift, sollt ihr allerdings hochgelobt und gebenedeit sein :) .
was sucht ihr den lebenden bei den toten?
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Hoffnung » Sa 4. Feb 2006, 19:30

Naja, ich war katholisch und bin gewechselt zu einer Freikirche. Und zwar bin ich gewechselt, weil ich mein Bibelverständnis nicht mit der katholischen Tradition in Einklang bringen konnte.

Mein Wechsel hatte nichts mit den modernen Liedern der Freikirche zu tun, sondern mit dem Wirken des Heiligen Geistes in meinem Herzen. Ich habe für mich erkannt, dass viele Dinge aus der katholischen Tradition dem Wort Gottes widersprechen. Und als Konsequenz daraus konnte ich nichts anderes tun, als aus der katholischen Kirche auszutreten.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » So 12. Feb 2006, 21:34

Mein Wechsel hatte nichts mit den modernen Liedern der Freikirche zu tun,


Das ist wohl war, einige dieser Lieder sind eher ein Grund, keine freikirchliche Gemeinde zu besuchen.. ;)
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » Fr 17. Feb 2006, 07:35

Freikirchliche Gemeinden wollen sich nicht als eine Nachwuchskirche im Sinne der Volkskirche verstehen, sondern als solche, die aus Christen besteht, die sich bewußt für Jesus entschieden haben um eine Gemeinde von bewußten Christen zu bauen. Christsein heute soll sich in diesen Gemeinden vor allem auf biblischer Basis verwirklichen. Das freikirchliche Gemeindeverständnis wird nach eigenen Angaben für neutestamentlich gehalten. Dazu gehören Gemeindezugehörigkeit und Taufe für Menschen, die sich aus eigener Entscheidung zu Christus bekennen (deshalb werden keine kleinen Kinder getauf), Mitarbeit und Mitbestimmung aller Gemeindeglieder, Aufbringen der nötigen Geldmittel durch freiwillige Spenden und Beträge (deshalb kennt man hier keine Kirchensteuer). Die volle Trennun zwischen Kirche und Staat wird bejaht. Die Christen in anderen Kirchen werden geachtet und es wird nicht beansprucht - anders als bei den Sekten - allein seligmachende Kirche zu sein. So viel Theorie. Über die Praxis könnte man natürlich lange diskutieren - gerne falls Interesse besteht. :)
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon Hoffnung » Fr 17. Feb 2006, 19:24

Original von marfygirl
Mein Wechsel hatte nichts mit den modernen Liedern der Freikirche zu tun,


Das ist wohl war, einige dieser Lieder sind eher ein Grund, keine freikirchliche Gemeinde zu besuchen.. ;)


Welche Lieder meinst Du genau? Mir persönlich sind keine Lieder aufgefallen, die nicht absolut ok wären. Ansonsten kann ich den Post von Tad unterschreiben.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon bilebe » Sa 18. Feb 2006, 04:47

Es hört sich die Predigt vom Evangelium in allen christlichen Kirchen ähnlich an. Ich habe vom Mutterleibe an die katholische Kultur erlebt und gedacht, dass der Glaube an Gott und diese Kirche das einzig Wahre sind. Habe das Evangelium wohl vernommen, doch es war so wenig erklärt, dass eine Immunisierung eintrat und ich keine geistliche Erneuerung erfuhr, so wie es Jesus empfohl (Nikodemus). Die Lehrsätze die wir lernen mussten und das Eröffnen der Sünde in der Ohrenbeichte machten uns zu abhängigen und ängstlichen Kreaturen. Wir hatten vor jeder Religionsstunde Angst, wurden gedemütigt und körperlich bestraft selbst die Eltern waren da kein Schutz, denn sie sahen ihr Versagen in uns...

Ich habe 40 Jahre gebraucht um Gott wirklich zu finden... das geschah erst außerhalb der Kirche. Auf der Suche nach einer Gemeinde habe ich eine Freikirche gefunden. Ich bemerkte immer mehr, wie Teile aus dem Wort Gottes zur Menschenlehre gemacht wurden, so ist mir Matthäus 18,20 zum Leitsatz für Gottesgemeinschaft geworden. Wir dürfen bitten, dass uns Gott vorort zusammenführt.

Es ist durch die empirischen Wissenschaften Psychologie und Soziologie erwiesen, dass der Mensch sich von der Größe der Gruppe her bestimmen lässt und dort in Sicherheit wähnt, wo die meisten Menschen sind.

Doch das Evangelium spricht anders ...
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » Sa 18. Feb 2006, 12:36

Welche Lieder meinst Du genau? Mir persönlich sind keine Lieder aufgefallen, die nicht absolut ok wären. Ansonsten kann ich den Post von Tad unterschreiben.


An genaue Titel erinnere ich mich nicht mehr, aber mir sind in vielen ( nicht in allen, es gibt auch sehr schöne Lieder!) sehr oberflächliche, pauschalisierende und überhebliche Tendenzen aufgefallen. Ich für meinen Teil bevorzuge jedenfalls die alten Kirchenlieder, weil die mich wirklich ansprechen. Leider werden diese Lieder aber in freikirchlichen Gemeinden so gut wie gar nicht gesungen.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon SunFox » Sa 18. Feb 2006, 12:57

Original von marfygirl
An genaue Titel erinnere ich mich nicht mehr, aber mir sind in vielen ( nicht in allen, es gibt auch sehr schöne Lieder!) sehr oberflächliche, pauschalisierende und überhebliche Tendenzen aufgefallen. Ich für meinen Teil bevorzuge jedenfalls die alten Kirchenlieder, weil die mich wirklich ansprechen. Leider werden diese Lieder aber in freikirchlichen Gemeinden so gut wie gar nicht gesungen.

Hallo marfygirl,

wirklich schlauer bin ich durch deine Aussage nicht. Wie findest, bzw. kennst du das Liedgut in freikirchlichen Gemeinden?

Schau mal hier!

Viele Grüße von SunFox
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » Sa 18. Feb 2006, 16:26

Na, ich denke schon, daß ich mich klar genug ausgedrückt habe. Ich habe ja schließlich nicht alles pauschal verurteilt, sondern bezog mich auf verschiedene Texte, die ich in einigen freikirchlichen Liedern gehört habe. Jetzt ist mir auch der Titel eines Liedes eingefallen. Es heißt "Der Meistermaler"
LG
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » Sa 18. Feb 2006, 22:08

Warum aber unbedingt alte Lieder singen? Wer tut das heute schon - Lieder singen, die vor mehreren Jahrhunderten geschrieben wurden. Gibt es da bestimmten Zwang bzw. vernünftige Erklärung? :(
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » Sa 18. Feb 2006, 23:45

Warum aber unbedingt alte Lieder singen? Wer tut das heute schon - Lieder singen, die vor mehreren Jahrhunderten geschrieben wurden? Gibt es da bestimmten Zwang bzw. vernünftige Erklärung?


Nein, es gibt überhaupt keinen "Zwang", aber Lieder, die vor mehreren Jahrhunderten geschrieben wurden, enthalten auch heute noch sehr viel Aktuelles und sprechen mich jedenfalls zehnmal mehr an als die stereotypen, oft nichtsagenden und sich zehntausend Mal wiederholenden Keyboard-Songs.

Wer tut das heute schon - Lieder singen, die vor mehreren Jahrhunderten geschrieben wurden?


Hallo?????? Na, ich würde sagen, das tun heute gottseidank noch eine ganze Menge Leute. :? :? :? Nur mal ein ganz kleiner Tip: Opern, Liederzyklen, ja, fast das gesamte heute übliche, "klassische" Musikrepertoire besteht aus Werken, die teilweise " vor mehreren Jahrhunderten geschrieben wurden" - und diese Werke werden auch noch in 100 und 200 Jahren gespielt werden ( zufällig haben wir gerade Mozart-Jahr :) ), was für viele in unserer ach so tollen Zeit geschaffenen "Werke", und zwar nicht nur musikalische, sicherlich nicht gelten wird.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » So 19. Feb 2006, 13:04

Eine ganze Reihe von Missverständnissen hat sich in den Beitrag von "marfygirl" eingereiht Erstens: Es war keine Rede vom "Spielen" sondern vom "Singen" und zwar nicht im Konzerthaus sondern in einer christlichen Gemeinde. Zweitens: Die Behauptung "Eine ganze Menge Leute" im Zusammenhang mit der klassischen Musik sollte man genauer unter die Lupe nehmen. Ein Gottesdienst, der, was seine musikalische Gestaltung anbetrifft, hauptsächlich auf die Orgel setzt, spricht eine Sprache, die kaum noch jemand versteht. Nur 7,8 % aller in Deutschland verkauften CDs beinhalten klassische Musik (Stand:1998-). In dieser Zahl ist die so genannte »U¬Klassik« (Pavarotti etc.) schon enthalten. Der Verkaufsanteil der »reinen« Klassik liegt unter 5 %. Allein diese Tatsache lässt befürchten, dass sich unser hartnäckiges Festhalten an der klassischen Kirchenmusik mehr und mehr zu einem Bollwerk gegen den Gemeindeaufbau entwickelt. Wir spielen die Musik einer Minderheit. Sogar mit Volksmusik könnten wir heute - vor allem in ländlichen Gebieten - weit¬ aus größere Schichten erreichen! (Mancher, der sich an dieser Stelle vor Grausen schüttelt, würde sich wundern, wie viele unserer Kirchenlieder früher einmal Volksmusik waren.) Aber es kommt noch dramatischer: Von den genannten 7,8 % der verkauften Klassik-CDs ist wiederum nur ein Bruchteil Orgelmusik (insgesamt 0,2 %). Das heißt aber: Wir setzen in unseren Gottesdiensten hauptsächlich eine Musik ein, die sich über 99,8 % der Leute, die einen CD-Spieler bedienen können, zu Hause nicht anhören. Das ist nicht einmal mehr eine qualifizierte Minderheit. Fakt ist, dass Popmusik mit einem Verkaufsanteil zwischen 50 und 80 % (je nachdem, welche musikalischen Unterformen man dazu zählen will) die »Volksmusik« unserer Tage ist. Wenn wir tatsächlich Volkskirche sein wollen, müssen wir anfangen, uns überwiegend auf diesen Geschmack einzustellen. In diesem Zusammenhang ist bereits der Begriff "Kirchenmusik" verräterisch. Wenn es eine eigene »Kirchenmusik« gibt, bedeutet das, dass sich diese von jener Musik unterscheidet, die außerhalb der Kirche gehört und gespielt wird. Es handelt sich also um eine eigene Kulturform, die dem »normalen Volk« nicht so ohne weiteres zugänglich ist. Allein diese Tatsache verträgt sich nicht mit dem Gedanken einer Volkskirche, jedenfalls nicht, wenn diese Art von Kirchenmusik zur Regelmusik unserer Gottesdienste erhoben wird. Kein Zweifel, dass es eine nennenswerte Anzahl von Menschen gibt, die Kirchenmusik genießen. Doch schaut man sich einmal an, was das für Leute sind, sieht man sehr schnell, dass es sich nur um einen kleinen Ausschnitt der Bevölkerung handelt: in der Regel nämlich das so genannte Bildungsbürgertum. Es ist sehr zu begrüßen, dass diese Menschen Gottesdienste und Veranstaltungen besuchen können, die ihrem Geschmack entsprechen. Wenn wir aber den Musikgeschmack dieser kleinen Gruppe zur Norm für alle Gottesdienste erheben, haben wir uns davon verabschiedet, wirklich Volkskirche zu sein bzw. das Volk zu erreichen.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » So 19. Feb 2006, 22:36

@tad:
Vielen Dank für die statistischen Erhebungen. Na, dann bleibt mir nur noch zu sagen: Jedem das Seine.... ;)
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » So 19. Feb 2006, 22:39

@tad:
Ach übrigens: man braucht mich nicht in Anführungszeichen zu sezten, oder ist das jetzt eine neue Forumsregel ? :? :warn:
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » Mo 20. Feb 2006, 07:28

ok - für mich ist meine Beteiligung an diesem Thema abgeschlossen. Tschüss :)
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon bilebe » Mo 20. Feb 2006, 07:37

Nach dem Motto: Jedem das Seine und mir das Meine :D
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » Mo 20. Feb 2006, 07:53

Jedem das Seine? Stimme zu, was den (Musik)Geschmack betrifft. Schließlich: de gustibus non est disputandum (»über den Geschmack ist nicht zu streiten«). Stimme aber nicht zu, was den Gemeindeaufbau betrifft :)) Hier kann der Geschmack einer verschwenderischen Minderheit nicht zur Norm erhoben werden :roll:
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » Mo 20. Feb 2006, 23:31

@tad:
Ich dachte, das Thema sei für dich abgeschlossen?
Also, wie ich diesen blöden Spruch über eine "verschwenderische Minderheit" werten soll, ist mir nicht so ganz klar. Soll ich mich davon angesprochen fühlen, oder wie? Muß ich schon wundern, denn angesichts deiner wirklich guten Argumentation im Kreo-Thread sind solche vorurteilsbeladenen Allgemeinplätze ganz schön arm. :roll:
Und wenn du die Musik Bachs, die alten Kirchenlieder Paul Gerhardts als die Musik einer "verschwenderischen Minderheit" bezeichnest, dann bleibt mir nicht mehr viel zu sagen als :shock: :shock: :? :? Ich weiß nur, daß allen Gemeinden, die ich kenne, diese Musik keineswegs unbekannt oder gar unverständlich ist, und in diesen Gemeinden sind bestimmt keine "verschwenderischen" Minderheiten oder das sogenannte Bildungsbürgertum vertreten. Wenn wir erst einmal so anfangen, dann müssen wir auch die Lutherbibel vom Markt nehmen, denn das darin geschriebene Deutsch wird nur wirklich nicht mehr gesprochen. Ach, ich vergaß.. ja, man kann den modern aufgepeppten und "entstaubten" Text ja auch mal rappen oder als Technoversion auf den Markt bringen. Überhaupt sollte man alles, was heute nicht mehr zugänglich ist, aufpeppen. Was nicht paßt, wird passend gemacht.....
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » Di 21. Feb 2006, 06:12

habe mir gedacht, dass du das nnicht erstehst. Ist aber egal. Entweder liess du meine Argumente noch einmal und denkst darüber nach oder du sagst ich denke das und du das andere. dann haben wir uns nichts mehr hier zu sagen.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » Di 21. Feb 2006, 06:15

habe es mir gedacht, dass du das nicht verstehen wirst. Ist aber egal. Entweder liess du meine Argumente noch einmal und denkst darüber nach oder du sagst ich denke das und du das andere. Dann ist unser Gespräch am Ende. Eigentlich wollte ich dich nicht überzeugen - ich kenne leider aus meiner Gemeinde solche Argumente; es ist sinnlos
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon marfygirl » Di 21. Feb 2006, 17:04

habe es mir gedacht, dass du das nicht verstehen wirst. Ist aber egal. Entweder liess du meine Argumente noch einmal und denkst darüber nach oder du sagst ich denke das und du das andere. Dann ist unser Gespräch am Ende. Eigentlich wollte ich dich nicht überzeugen - ich kenne leider aus meiner Gemeinde solche Argumente; es ist sinnlos


Deine Argumente habe ich sehr genau durchgelesen und darauf geantwortet. Und ich glaube auch, verstanden zu haben, was du sagen willst: die alten Kirchenlieder oder die alte Kirchenmusik generell spricht heute keinen mehr an, oder nurn eine (verschwenderische) Minderheit, darum sollten wir uns von ihr trennen oder sie zumindest im Hintergrund lassen. Du brauchst mich nicht zu überzeugen, denn das wird dir eh nicht gelingen; ich denke nämlich völlig anders, habe aber auch nicht den Ehrgeiz,dich zu überzeugen. Daß ich damit nicht allein bin ( also eben nicht zu einer Minderheit gehöre) schreibst du ja selbst, da du in deiner Gemeinde ähnliches hörst. Ich für meinen Teil habe ein ausgewogenes Miteinander von alten und neuen Liedern als sehr gut und wohltuend erlebt und bin nicht zuletzt auch aus diesem Grund in der Gemeinde, in der ich bin. Gottseidank gibt es ja verschiedene Arten von Gemeinden, so daß verschiedenen Geschmäckern auch Genüge getan wird.
Also -belassen wir es doch dabei.
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Re: Freie evangelische Kirche

Beitragvon tad » Mi 22. Feb 2006, 07:18

Stimme dir zu. Es gibt im volkskirchlichen Bereich eben verschiedene Gemeinden, obwohl meiner Erfahrung nach mit dem Begriff "Verschieden" recht vorsichtig umzugehen ist. Ich bin in einer volkskirchlichen Gemeinde, in der vor Jahren aufgrund der Gemeindeentwicklung (nur ältere Menschen im Gottesdienst und sehr wenig) kräftig umgestellt wurde. Es gab damals viel Kritik vor allem von den älteren Menschen, die ihre gewohnten Dinge so haben wollten wie es bis jetzt gewesen war. Verständlich! Die Gemeindeleitung hat mit neuen Gottesdiensten angefangen und auch die Lieder, die nun gesungen wurden, waren anders - mehr neue und rhythmische Lieder. Nach etwa 10 Jahren gibt es von den "Alten" fast keinen mehr (vor allem durch Todesfälle), aber unsere Gemeinde hat sich erstaunlich gut entwickelt. Das "Publikum" ist wesentlich jünger geworden (viele zwischen 30 und 40), der Gottesdienstbesuch ist stark gestiegen (wir haben sehr oft 60, 70 Gottesdienstbesucher in einer kleinen evangelischen Gemeinde mit etwa 700; vorher zwischen 10 und 15), viele "Suchenden" sind dazu gekommen und es gibt neue, begeisterte Mitarbeiter. Und vor allem - da es einmal im Monat einen Familiengottesdienst gibt - sieht man bei uns auch recht viele Kinder. Würden wir uns nicht verändern, wäre unsere Situation nicht viel besser wie in den Nachbargemeinden, wo fast niemand mehr den Gottesdienst besucht, weil die Alten gestorben sind. Deshalb habe ich in diesem Forum auch für die neuen Lieder (Gottesdienste)plädiert -allerdings nur im Blick auf Gemeindeentwicklung.
tad
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