Jesus als Spiegel der Seele

Wer ist Jesus? Was hat er zu sagen?

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Jesus als Spiegel der Seele

Beitragvon Keili » So 12. Mär 2017, 05:45

Hallo,

eure Diskussion rund um AT Gott und NT Gott hat mich veranlasst euch noch eine etwas andere Beleuchtung zu geben. Vielleicht löst sie das Problem auf einer etwas anderen Ebene.

Man muss betonen, dass die Evangelisten Gott in seiner nächsten Nähe kennen gelernt haben und zwar in der Person Jesu. Sie wurden direkt von Gott geführt und das sichtbar.
Die Propheten des AT kannten Gott vorerst nur in verhüllter Form. Moses sprach durch einen Dornenbusch mit Gott.
Für eine höhere Offenbarung waren die Menschen noch nicht reif genug. Man kann mit einem Kind nicht über Gott reden, wie mit einem Erwachsenen.

Eine andere wunderbare Sache ist, dass jeder Mensch auf Jesus sieht und das Bild in ihm von Jesus spiegelt den Zustand oder Reifegrad der dem Menschen innen wohnenden Liebe sehr ähnlich wieder.
Das heißt, wie die Liebe sich im Menschen artet, so sieht der Mensch auch Jesus. Das darf man nicht eins zu eins sehen, aber annähernd.

Beispiele
1. Nietzsche schrieb in seiner Schrift "Der Antichrist" über Jesus, dass er ein Idiot sei und der einzig wahre Christ und er hielt das wahre Christentum für eine Praxis des Lebens. Nun muss man sich mit Nietzsche auskennen. Er selbst hielt sich auch als ein kleiner Jesus und ein Verkünder einer besseren Lebenspraxis und eines neuen Evangeliums.
Nietzsches Leben und Liebe spiegelt sich in seinem Verständnis von Jesus und dem was er für ihn war wieder.

2. Hitler verglich die Tempelreinigung von Jesus mit seiner Reinigung Deutschlands von den Juden. Er sah aus seiner Liebe auf Jesus und er sah ihn als Richter, so wie er selbst beschaffen war. Auch sah sich Hitler als Erlöser und wollte das 1000 Jährige Reich gründen für Deutschland.
Das Verständnis des Wort Gottes im Menschen gibt ungefähr Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Liebe des jeweiligen Menschen.

3. Man schaue sich auf YouTube von Klaus Kinski Jesus Christus Erlöser an. Wenn man weiß was Kinskis für ein Mensch war, dann versteht man seine Interpretation.

Soviel zum "dunkel" Jesus.

Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei Heilern über Jesus oder bei liebevolleren Menschen.
Philosophen halten Jesus für einen Philosophen. Gleichgültige halten Jesus für irrelevant. Muslime halten Jesus für einen Muslimen. Usw.

Hier bewahrheitet sich wohl auch Jesus ist für alle alles geworden.

Nichts desto trotz habe ich festgestellt, dass die Sichtweise auf Jesus in einer bestimmten Zeit des Menschen den Zustand seiner Beschaffenheit seiner Seele und seiner Liebe in seiner Seele zu dieser gewissen Zeit sehr exakt widerspiegelt.

Liebe Grüße
Nächstenliebe ist der Weg zur Gottesliebe.
Keili
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Re: Jesus als Spiegel der Seele

Beitragvon Helmuth » So 12. Mär 2017, 07:52

Keili hat geschrieben:Hier bewahrheitet sich wohl auch Jesus ist für alle alles geworden.

Ich kann deine Einschätzung nachvollziehen. Du zeichnest Missbrauchsfälle auf und diese sind auch zutreffend. Ihre Version von Jesus war nicht durch göttliche Offenbarung sondern von der inneren Wunschvorstellung eigener Gedanken geprägt.

Mein Zugang war anders. Ich betete zu Gott, bevor ich Jesus in meinem Leben annahm und das sogar öfter. Ich machte z.B. mit meinem Motorrad Touren in die Natur, parkte irgendwo und rief Gott an. Zu Jesus hatte ich keinen Bezug, er blieb mir verborgen. Ich glaubte an keinen Jesus. Dementsprechend hatte ich keine Vorstellung, ich zimmerte mir auch kein eigenes Bild von Jesus. Ich war auf Gottsuche, fand ihn aber jahrelang nicht.

Das sollte sich ändern als man mich aufforderte mein Leben Jesus zu übergeben. Ab diesem Zeitpunkt explodierte mein Inneres. Innerhalb eines halben Jahres krempelte er mein Leben derart um, dass viele meinten, sie kennen mich nicht mehr, was ja auch stimmte. Ich erkannte, dass Jesus unzertrennbar mit Gott in Beziehung steht, es gibt keinen Weg an ihm vorbei.

Durch diese Erfahrung weiß ich heute was den Unterschied ausmacht. Nicht meine eigene Vorstellung mache ich länger geltend, sondern der Herr selbst gibt mir laufend seine Vorstellungen, wo es im Leben langgeht. Und diese sind streng gekoppelt an das Schriftwort. Auch Beziehungen zu anderen Christen sind dabei wichtig, als Jesus durch diese mitwirkt.

Ein Kennzeichen der Pseudo-Jesus Anhänger ist für mich, dass sie nicht mit dem Wort kooperieren. Ein einfacher Test ist nach einer simplen biblischen Wahrheit zu fragen. Dann versagt ihr Glaube, weil er nicht auf dem Wort Gottes sondern auf den eigenen Gedanken beruht. Ich habe hierin gelernt, anhand dessen die Geister zu unterscheiden.

Ohne es näher zu wissen verstoßen sie gegen die ersten 3 Gebote der Bibel. Sie denken, die Gebote beginnen erst ab dem 4. oder 5., weil sie die Grundlage der ersten 3 gar nicht begreifen. Damit vermenschlichen sie die Moralvorstellungen Gottes mit ihren eigenen Vorstellungen.

Welche fatalen Auswirkungen das im Extremfall haben kann, hast du anhand deiner Beislpiele gut erkannt.
Herzliche Grüße
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Re: Jesus als Spiegel der Seele

Beitragvon kingschild » Mo 13. Mär 2017, 21:28

Keili hat geschrieben:Hallo,

eure Diskussion rund um AT Gott und NT Gott hat mich veranlasst euch noch eine etwas andere Beleuchtung zu geben. Vielleicht löst sie das Problem auf einer etwas anderen Ebene.



Hallo Keili

Danke für deinen Versuch ein wenig auf zu lösen aber Worte können Dämonen in dem Fall nicht austreiben, eine radikale Umkehr zu Christus schon.

Wir lesen im Wort Gottes folgendes:

Mt 15:19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.

Diese Dinge sollten wir unter den gehorsam Christi legen, wenn wir aber diese Dinge über das Wort Gottes stellen, dann kommt in etwa das raus was Du aufzeigen wolltest, mit deinen Beispielen.

Wer böse Gedanken über Gott hat und falsche Zeugnisse spricht gegen seine Propheten und auch vor Lästerung nicht zurück schreckt, dessen Frucht läuft vor ihm her und hinter ihm bleibt nur noch der Geruch des Schwefels übrig.

Wir lesen:

Apg 5:32 Und wir sind Seine Zeugen dieser Tatsachen, und der heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorsam sind.

Die Bibel sagt über Ungehorsam folgendes:

1Sa 15:23 Denn Ungehorsam ist Zaubereisünde, und Widerspenstigkeit ist Frevel und Abgötterei.

Menschen welche im Ungehorsam nicht zurück schrecken, Gott und seine Propheten zu verklagen, zu missachten, zu verleugnen, werden aber nie verstehen, was damit gemeint ist. Deren Herz ist genau gleich verstockt, wie das des Pharao, der genau wegen dieser Zauberei, diesem Frevel und dieser Abgötterei nur Elend, Tod und Fluch über sich selbst und sein Volk und seine Nachkommenschaft brachte.

Hitler und der Pharao haben eines gemeinsam, sie hören nicht auf Gott und versündigten sich gegen IHN und wie wir ja wissen gibt es Menschen, die können das noch toppen.

Was sagen solche Menschen am Ende als Folge Ihrer Sünde: Gott ist Schuld. Nicht das sie das erste Gebot misachten, nein sie sind gerade zu von Dämonen besessen, weiter gegen den Höchsten zu lästern, was ein zeichen der Zeit ist in der wir uns befinden.

Gottes Anwort: Deine Sünde, deine Zauberei, deine Abgötterei ist Schuld, damit Du deine Verlorenheit nicht mehr erkennen kannst und solange Du nicht umkehrst, werde ich deine Verstocktheit nicht lösen.

Hörst Du jedoch was mein Sohn sagt und kehrst um, dann wird Dich mein Sohn von den Dämonen lösen, welche dich knechten und zu Sünde, Abgötterei und Lästerung verführen.

Der gute hört. Der Teufel wird aber nicht aufhören den Namen Gottes zu lästern, zu verfluchen, zu beschmutzen und seine Knechte, dienen ihm aus voller Hingabe und fallen auf seine Lügen rein.

Wer also in den Spiegel schaut und sagt ich folge Jesus aber auf dem Spiegel steht nur Lästerung und Anklage gegen Gott der hat nicht gehört was der Sohn sagt und der kennt das erste Gebot nicht.

Wer aber den Sohn hat, der kennt das erste Gebot und lästert nicht dagegen.

God bless
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Re: Jesus als Spiegel der Seele

Beitragvon onThePath » Di 14. Mär 2017, 11:23

Hallo, Keili

Wie Jemand auf Jesus reagiert, hängt wohl immer davon ab, was er anklingen läßt iin der eigenen Psyche.
Jeder hat ein eigenes Gedankensystem und sieht alles dem gemäß. Jesus wird von Atheisten gar nicht verrstanden, weil sie ihn nur sehen als guten Mensch, und ihn darauf reduzieren.

Die Bedeutung Jesu für sich selber kann man nur verstehen, wenn man offen dafür ist. Dazu gehört auch die Fähigkeit zu objektivem Denken und dem Umgang mit Kritik. Sonst trifft die Wahrheit Jesus auf persönliche Irrtümer und Vorurteile und Unvermögen mit Jesu Wahrheit um zu gehen.
Das Gedankensystem eines Menschen ist immer ziemlich weit weg von Gott, ist es näher an Gott, wird er Jesus verstehen.
Nimmt man Jesus an, dann setzt man sich mit der Wahrheit der Bibel auseinander und baut quasi sein Gedankensystem damit um. Dan fällt man nicht mehr auf sich selber herein auf seine Gedanken und bietet auch Satan keine Angriffspunkte. Satan flieht vor der Wahrheit, die im Menschen drin ist. Besser ist man dran, wenn man fähig ist zur Selbstkritik. Dann merkt man schnell, wenn die Gedanken und der Wille gefährlich ungut abdriften.
Wer ein Wenig mit dämonisierten Personen zu tun hatte, weiß, wie allergisch sie reagieren, wenn man sie mit Wahrheit zurechtweist. Und wie aufgeregt sie reagieren, wenn man einen schlimmen Irrtum einer Person aufdeckt oder eine gravierende Sünde. Wie sie überhaupt auf Jesus reagieren! Was so etwas mal miterlebt hat, wird auch eher verstehen, welche Bedeutung Jesus hat und welche Macht und Autorität. Im Jenseits kann man sich vor dieser Wahrheit nicht verstecken. Noch nicht mal weit weg von Gott. Denn weit weg von Gott ist Hölle und die tut weh.So wie die Wahrheit den Dämonen weh tut. Und sie davor fliehen.

Ein Mensch der Jesus ablehnt, ist verblendet. Er weist die Wahrheit von sich ab.
Der Irrtum und die Sünde wohnen in unserer Finsternis. Und manchmal wohnen Dämonen in dieser Finsternis und unserer inneren Gottferne. Damit die Finsternis in uns Licht werde, bemühen wir uns, mit unserem Wesen das Wesen Jesu wieder zu spiegeln.

" Und die Wahrheit wird euch frei machen " Die Liebe zu Jesus ist auch Liebe zur Wahrheit. Wer liebt, schaut auf den Geliebten und tut was er tut, will was er will.

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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Jesus als Spiegel der Seele

Beitragvon Keili » Mi 15. Mär 2017, 17:33

Danke für eure Beiträge. Ich habe nichts einzuwenden.
Nächstenliebe ist der Weg zur Gottesliebe.
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Re: Jesus als Spiegel der Seele

Beitragvon maria139 » Mo 27. Mär 2017, 08:47

onThePath hat geschrieben: Damit die Finsternis in uns Licht werde, bemühen wir uns, mit unserem Wesen das Wesen Jesu wieder zu spiegeln.

" Und die Wahrheit wird euch frei machen " Die Liebe zu Jesus ist auch Liebe zur Wahrheit. Wer liebt, schaut auf den Geliebten und tut was er tut, will was er will.

lg, otp


Hallo otp,

mit diesen Worten hast du mir aus der Seele gesprochne, danke. :respekt:

.) Wer da sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. 1. Johannes 2.6


Gruss Maria
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Re: Jesus als Spiegel der Seele

Beitragvon Lee » Mo 27. Mär 2017, 10:28

Keili hat geschrieben:Soviel zum "dunkel" Jesus.

Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei Heilern über Jesus oder bei liebevolleren Menschen.
Philosophen halten Jesus für einen Philosophen. Gleichgültige halten Jesus für irrelevant. Muslime halten Jesus für einen Muslimen. Usw.

Hier bewahrheitet sich wohl auch Jesus ist für alle alles geworden.

Nichts desto trotz habe ich festgestellt, dass die Sichtweise auf Jesus in einer bestimmten Zeit des Menschen den Zustand seiner Beschaffenheit seiner Seele und seiner Liebe in seiner Seele zu dieser gewissen Zeit sehr exakt widerspiegelt.

Das hat rein gar nichts mit der Seele zu tun, dass Menschen für ihre Zwecke Jesus missbrauch. Da ist es egal um was für Menschen es sich handelt! Traurig ist das sich Christen vor diesen Karren spannen lassen. Lenin und Stalin hat diese Christen als nützliche Idioten bezeichnet. Es gibt auch keinen hellen und dunklen Jesus, dieses ist Dualismus in Reinkultur. Es gibt nur den Jesus der Schrift!
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