Wieviel Jesus war in Jesus?

Wer ist Jesus? Was hat er zu sagen?

Moderator: kingschild

Wieviel Jesus war in Jesus?

Beitragvon manfred » Do 28. Apr 2016, 20:59

Ist doch eine komische Frage, wird aber landauf landab diskutiert.
Manche sehen darin das Schreckgespenst, dass Jesus doch gegenüber uns Sündern einen Vorteil gehabt hatte.
Aber hatte er ihn nicht?
Denn wir Sünder unterstehen dem Gericht von Geburt an.
Wenn Jesus nun als Sünder geboren wäre, dann hätte er uns nicht erlösen können.
Wenn wir ohne die sündige Neigung geboren werden, brauchen wir keinen Erlöser.
Wenn Jesus nun nur Mensch gewesen wäre, als seine himmlische Natur herausgeschnitten worden wäre, wieweit das auch immer möglich ist, dann könnte doch jeder Mensch ein Erlöser sein.
Nach meinem Verständnis der Bibel mußte Gott sich für uns opfern um uns mit dem Vater zu versöhnen.
Wenn Jesus nun nicht die göttliche Kraft in sich hatte, waren die Versuchungen des Teufels in der Wüste Versuchungen an einem Mensch oder an einen Gott?
Ich als Mensch kann zumindest keine Steine in Brot verwandeln, umgekehrt schon, wenn ich die Brötchen zulange im Ofen lasse.
Ist es nicht in gewisser Weise blasphemisch, Jesus so zu opduzieren?
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Re: Wieviel Jesus war in Jesus?

Beitragvon Such_Find » Fr 29. Apr 2016, 11:07

manfred hat geschrieben:Manche sehen darin das Schreckgespenst, dass Jesus doch gegenüber uns Sündern einen Vorteil gehabt hatte.
Aber hatte er ihn nicht?
Denn wir Sünder unterstehen dem Gericht von Geburt an.
Wenn Jesus nun als Sünder geboren wäre, dann hätte er uns nicht erlösen können.
Wenn wir ohne die sündige Neigung geboren werden, brauchen wir keinen Erlöser.

Da müsste man erst mal wissen was die Bibel mit "Sünde" meint.
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Re: Wieviel Jesus war in Jesus?

Beitragvon onThePath » Fr 29. Apr 2016, 13:31

Hallo, manfred

Ich halte fūr unmöglich zu bestimmen, wieviel von Gott selbst in ihm als Mensch war. Der Mensch muss sich ja des Gehirns bedienen und Jesus ist deshalb Gott in einem sehr beschränken Gefäß. Diese radikale Einschränkung göttlicher Möglichkeiten war ja auch eine bewusste Einschränkung in die Gesetze des Fleisches. Es werden sich also seine göttlichen und menschlichen Eigenschaften vermischt haben müssen. Und Jesus musste auf seine Macht und Herrlichkeit fast völlig verzichten.

Seine Sündlosigkeit weist auf seine Göttlichkeit und vieles Übermenschliche weist auf seine göttliche Autorität.
Satan hat zumindest begriffen, dass Jesus Macht hatte und war deshalb daran interessiert ihn für seine Dienste zu benutzen. Und Jesus sagte ja selber, das Satan ihn nicht vernichten konnte, solange nicht, bis Gottes Zeitpunkt für seinen Tod gekommen sei.

lg, otp
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Re: Wieviel Jesus war in Jesus?

Beitragvon Remo » Sa 30. Apr 2016, 20:26

Dazu fällt mir die Stelle ich Johannesevangelium ein, an der Jesus feststellt: Ich und der Vater sind eins. Wer mich sieht, sieht den Vater.

Demnach war doch der Mensch Jesus eins mit Gott und somit im gleichen Masse - nämlich voll und ganz - Gott und Mensch. Von dem her stimme ich otp zu, wenn er schreibt, Jesus sei Gott in einem (sehr beschränkten) menschlichen Gefäss. Warum aber musste Gott ausgerechnet als Mensch auftreten? Die Antwort kann nur sein, dass Gott nur in Gestalt eines Menschen die sündige, also von ihm getrennte, Menschheit mit sich versöhnen konnte. Denn nur Gott in Menschengewand kann sich mit Menschen verständigen und sie zum Glauben bewegen - keine andere Gestalt hätte das vollbringen können. Darin liegt übrigens auch das Wundervolle, das man kaum begreifen kann, weil es wundervoll ist: Gott wird Mensch und gibt sich hin, um sich mit der Menschheit zu versöhnen, die sich von ihm entfernt, getrennt hat. Das Vergehen liegt bei den Menschen. Doch Gottes Liebe ist so dermassen mächtig gross, dass er sich selbst respektive seinen Sohn für uns hingab. Ja, und damit kommt der Vers 3,16 des Johannesevangeliums wieder zum Zuge:

Johannes 3,16 hat geschrieben:Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen11 Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.


Liebe Grüsse
Remo
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Der Mensch ist und kann, was Gott ihm gibt, und ohne Gott ist und kann der Mensch nichts.

Leben Atheisten eigentlich auch im 21. Jahrhundert nach Christus?
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Re: Wieviel Jesus war in Jesus?

Beitragvon manfred » Sa 30. Apr 2016, 20:57

Da müsste man erst mal wissen was die Bibel mit "Sünde" meint.


Ich weiß nicht ob das nicht eine Gefahr darstellt.
Denn wenn man nur die Sünde als Verstoß gegen das Gesetzt betraachtet, könnte man meinen, das man erst ein Problem bekommt, wenn man die erste Sünde tut.
Die Bibel spricht aber klar davon, dass jeder Mensch mit einem Handicap geboren wird.
Und das wir alle den zweiten Tod sterben müssten.
Dabei hat aber Remo mit Joh 3,16 klar den Hinweis gegeben, dass Gott seinen Sohn gab, damit alle gerettet werden.
Wenn man also den biblischen Tatbestand wegläßt, dass wir schon von Geburt an ein Problem haben, dann käme man dann auch zum falschen Schluß.
Jemand hat einmal das schöne Beispiel gebracht. Ein Apfelbaum wird nicht zum Apfelbaum, wenn der erste Apfel auf seinem Baum hängt, er ist vorher schon ein Apfelbaum. So ist es auch mit uns Sünder.
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Re: Wieviel Jesus war in Jesus?

Beitragvon Such_Find » Sa 30. Apr 2016, 21:40

manfred hat geschrieben:
Da müsste man erst mal wissen was die Bibel mit "Sünde" meint.


Ich weiß nicht ob das nicht eine Gefahr darstellt.
Denn wenn man nur die Sünde als Verstoß gegen das Gesetzt betraachtet, könnte man meinen, das man erst ein Problem bekommt, wenn man die erste Sünde tut.
Die Bibel spricht aber klar davon, dass jeder Mensch mit einem Handicap geboren wird.
Und das wir alle den zweiten Tod sterben müssten.
Dabei hat aber Remo mit Joh 3,16 klar den Hinweis gegeben, dass Gott seinen Sohn gab, damit alle gerettet werden.
Wenn man also den biblischen Tatbestand wegläßt, dass wir schon von Geburt an ein Problem haben, dann käme man dann auch zum falschen Schluß.
Jemand hat einmal das schöne Beispiel gebracht. Ein Apfelbaum wird nicht zum Apfelbaum, wenn der erste Apfel auf seinem Baum hängt, er ist vorher schon ein Apfelbaum. So ist es auch mit uns Sünder.

Jemand von früher aus dem Forum sagte da mal passende Sätze zu:

"Wer dir gegenüber ein Gesetz aufstellt, der sagt damit implizit, dass du selbst falsch bist. Und wer ein Gesetz aufstellt und nachher sagt, sein Inhalt sei gar nicht notwendig, der hat dich mit diesem Gesetz angelogen."

"Die Befreiung vom Gesetz bedeutet, das Rechte zu tun, weil es recht ist und nicht, weil es geboten ist. Der freie Mensch sieht ein, was er tut und er tut nichts, was er nicht einsieht. Gebote hingegen werden nicht gehalten, weil man einsieht, was sie beinhalten, sondern weil sie gebieten. Hier ist man nicht um der Sache willen gehorsam, sondern weil man die Strafe fürchtet und das ist falsches Bewusstsein.
Der Wille Gottes trägt die Form der Gesinnung und nicht die Form des Gesetzes.
Jesus hat uns nicht vom Gesetz befreit, sondern das Gesetz von seiner Form."

"Etwas zu sein, ist nicht ein Gesetz vor sich zu haben, denn Gesetze zeigen eben das, was man nicht ist, sondern sein sollte.
Was ich bin, kann ich nicht mehr sein sollen, also ist das Sein im Widerspruch zum Gesetz."

"Gott gebe Gesetze, heißt, er handelt mit falschem Leben und zwar auch dann, wenn das Gesetz vollständig eingehalten wird, denn hier hält einer etwas, was er gar nicht will. Damit ist die Ichspaltung auch dann gegeben, wenn das Gesetz vollständig gehalten wird.
...
So nutzt es auch rein gar nichts, wenn Jesus das Gesetz völlig gehalten hätte, denn in dem Fall wäre er in sich unrein, eben nicht zu wollen, was nur als Soll vor ihm liegt."


Demnach könnte man nicht-sein oder ohne-Leben-sein als die "Sünde" ansehen(aus der tote Werke entstehen). Und wer ohne Leben/Sein ist der kann auch keins an seine Kinder weitervermitteln
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Re: Wieviel Jesus war in Jesus?

Beitragvon rap » Do 29. Sep 2016, 21:16

Nach der Bibel ist Jesus Gottes (JHWH´s) Sohn.

Vor der Schöpfung "gezeugt" (letzteres wie auch immer..., Gott muß nur wollen, er ist allmächtig; Kolosser 1 + "das Wort wurde Fleisch" etc -> im Gegensatz zu JHWH und seinem Geist hat Jesu Existenz also einen Anfang!) .
Mit der Bestimmung Mensch zu werden (gab ja schon 2 Geistwesen).

Vollkommener Mensch.
Wie Gott sich den Menschen idealerweise vorgestellt hat.

Zu den Eigenschaften siehe zB Galater 5,22+23.
Plus mutig etc etc.

Maria war dann seine "Leihmutter".

Und nach seiner natürlichen Geburt hat er den natürlichen Weg vollzogen der allen Menschen vorbestimmt ist.

Einmal Leben, Tod, Totenreich, Auferstehung (im neuen unsterblichen Körper, den später alle Menschen bekommen werden, egal wo sie nach dem Gericht landen werden).

Nur hat er eben als erster alle Schritte durchlaufen.
Hesekiel 11,19
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