Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Wer ist Jesus? Was hat er zu sagen?

Moderator: kingschild

Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Keili » Mi 5. Aug 2015, 04:51

Hallo,

Dieser Thread soll eure Erfahrungen mit Gott und von dem was ihr glaubt, wie Gott ist und was ihm gefällt zur Diskussion stellen.
Dabei lasst eurem Herzen freien lauf.

Ich fange mal an.
1. Gott gefällt es, wenn wir ihn mehr lieben als unsere Eltern oder unsere Kinder.
Die Liebe in der Familie darf gar nicht so unterschätzt werden, denn sie ist vorprägend. Oft lieben Kinder ihre Eltern dermaßen, dass sie glauben ihn zu gefallen zu leben zu müssen. Das ist manchmal so verborgen im Wesen verankert, dass es selbst gestanden Menschen nicht aufällt, dass diese Liebe in ihnen wirkt, obwohl sie glauben frei zu sein.
Ebenso Eltern die ihr Kind so lieben, dass sie es in ihrer Liebe festhalten und so etwas als ihren Egobedarf ansehen, anstatt das Kind Gottesliebe und Führung zu überlassen, statt selbst auch noch im hohen Alter versuchen, ihr Kind zu führen.

2. Gott schaut auf unsere Liebe im Herzen, die wir hegen und nicht auf das was wir vor der Welt gelten.

3. Gott liebt alles was aus einer uneigennützigen Liebe getan wird und sei es noch so klein.

So das wars erstmal...

Freu mich auf eure Gedanken. Natürlich könnt ihr auch schreiben von dem ihr glaubt es gefällt Gott nicht...

In Liebe...
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Manifest » Mi 5. Aug 2015, 15:26

Da hab ich auch noch was (kram in der Mottenkiste...)
Ahh... hier: PDF, nur 1 Seite

Mit etwas versteckten Sinn und overdo aufgepeppt, weil für's Auge und ein bisschen rätseln und so...
https://www.youtube.com/watch?v=0mDs94HXGOQ

Wen es interessiert? Naja alle, die ernsthaftes Interesse am lebendigen werktätigen Glauben haben ... also eigentlich ... niemanden.
Wer suchet, der findet;
und an dem was jemand findet lässt sich leicht ablesen wohin sein Blick gerichtet ist.
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Keili » Mi 5. Aug 2015, 16:14

Hey manifest,

Sehr schön gefällt mir gut. :praisegod:
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Remo » So 16. Aug 2015, 19:03

Wie Gott ist, kann ich mit Adjektiven gar nicht so recht sagen. Jedes Wort würde ihn auf einen Aspekt reduzieren. Aber ich kann auf mein Leben blicken und mit gegenwärtig machen, wie viel Gutes darin steckt. Wenn ich dann den ganzen Blumenstrauss des Guten in meinem Leben vor mir sehen, beginne ich zu ahnen, wie Gott sein muss. Das ist mehr intuitiv als verstandesmässig. zunächst ohne Worte, mehr einfach Faszination und Begeisterung.

be happy
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Keili » Mi 19. Aug 2015, 02:51

Hallo Remo,

Das stimmt im Schönen und Guten nehmen wir Gott gerne an. Hast du auch schon Leid erfahren? War Gott dir da auch irgendwie gegenwärtig?

Liebe Grüße
Keili
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Keili » Mi 19. Aug 2015, 02:58

Gott liebt es, wenn wir mehr das Gemeinsame suchen, als das was uns trennt.

Schaut man sich in diesem Forum von gewissen Leuten manch Beiträge an, dann sieht man sie suchen mehr das was sie trennt voneinander. Aber suchen sie dann nicht viel mehr den Streit und sich selber, statt Christus? Aber scheinbar, wenn sie nichts mehr zu streiten hätten, dann hätten sie nichts mehr sich gegenseitig zu sagen. Was soll man von diesem Wandel halten? :shock:
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon onThePath » Mo 24. Aug 2015, 14:37

Na ja, geht hier um Wahrheit, um richtigen Glauben.

Im Zusammenleben mit seinen Mitmenschen erlebe ich an, in mir, wie sofort eine Kluft entsteht, wenn ich meinen Mitmenschen beurteile indem ich darauf schaue, was mir nicht passt an ihm, was ich an ihm ablehne.
Ohne oberflächlich zu werden, kann man den Anderen annehmen und liebevoll mit ihm umgehen.

lg, oTp
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Remo » Do 27. Aug 2015, 23:45

Keili hat geschrieben:Hallo Remo,

Das stimmt im Schönen und Guten nehmen wir Gott gerne an. Hast du auch schon Leid erfahren? War Gott dir da auch irgendwie gegenwärtig?

Liebe Grüße
Keili


Wenn Du mit "Leid" Dinge wie Depression, Arbeitslosigkeit, Angststörung etc meinst, dann ja. Das habe ich erfahren - und gerade erst dadurch zu Gott gefunden.

LG
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Keili » Sa 29. Aug 2015, 04:42

Hallo Remo,

ja das ist fürchterlich. Angst, Depressionen, Hölle...
Ich selbst leide an einer Krankheit, die man Schizophrenie nennt. Ich kann das gut nachvollziehen, ich leide auch manchmal an Depressionen. Ich habe und erfahre noch manchmal, trotz meines Glauben, die ganze Schmach und Schande des Lebens. Viele Glauben, dass es keine Hölle gibt, ich denke, da könben sie froh sein.
Hölle ist bloß ein Wort, aber wenn man in ihr drin ist, wird es schnell zur Realität. Ich hatte da nichts mehr an das ich mich festhalten konnte. Gott ist tot, trifft dort ganz gut zu.
Wie will ich das beschreiben, was ich in den Zuständen erlebe. Auf ewig verloren, niemand hört dein Schreien, selbt wenn dir jemand körperlich ganz nah ist.
Ich habe oft auch Angst vor dem Ableben hier, nicht zu wissen, wo man dann hinkommt. Für viele Christen scheint das klar zu sein. In ihren Köpfen vielleicht ist es klar.
Es ist so eine tiefe Niederlage, die Hölle zu erfahren. Ewiges Leiden, wo man ständig gefoltert wird an Seele, Geist und Körper. Viele glauben, dass ist Spinnerei. Amen sag ich da, vielleicht sind sie die besseren Menschen und werden nie wissen, wie sich auf ewig verloren anfühlt.
Gut so, wenn sie das nie erfahren oder in der Tiefe dieses Böse spühren.
Ich frag mich selbst oft, was ich den um Gottes Namen böses getan habe, denn was man da erleidet, ist nicht in Worte zu fassen. Vielleicht vertrag ich auch nichts, wird wahrscheinlich so sein. Denn wenn ich daran denke, was mein Vater für Schmach und Schande erlebt haben muss, innerlich wie äußerlich oder Menschen, die z.b. in Nordkorea von anderen Menschen real gefoltert und gefangen sind. Um Gotteswillen die Hölle ist groß. Aber wer spricht schon gern von Kreuz, Tod und Hölle oder wer hört gern davon.
Naja, man hängt sich an Gott, doch vor der Hölle hat mich das auch nicht gerettet.
Bei mir ist das alles sehr schwankend, ich kenne auch das froh sein des christlichen Glaubens. Aber diese Welt ist im Grunde pervers, jeder will sich stark zeigen, jeder muss sich stark zeigen. Alles pervers sag ich, wir leben in der Verbannung. Es ist nun mal so, niemand kann im Angesicht der Hölle noch stark sein. Keiner, nicht mal Christus konnte das.
Ich frag mich oft echt, was dieser gekünselte Optimismus sei. Der Optimismus ist oft ein Zweckoptimismus, um den Tag zu überstehen, wer tiefer fühlt, kann nzr irre am Menschsein werden.
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon onThePath » Sa 29. Aug 2015, 10:13

Hallo, Keili

Neulich fand ich ein Buch, in dem einige herausragende Christen vorgestellt wurden, die schlimm an Depressionen litten.
Ich bedauere sehr, dass Du all diese Kämpfe gegen innere Höllenzustände durchmachen musst.
Ich erelebe um mich herum auch genug Hölle und ab meiner Pubertätszeit musste ich auch Jahre um inneres Gleichgewicht ringen, das Leben war mehr Last als erfreulich. Dagegen ist mein Zustand inzwischen geradezu himmlisch. Aber besonders ein Sohn macht mir heftige Probleme mit der psychischen Finsternis, die in ihm ist und im Moment versuche ich einer jungen Frau beizustehen, die sehr hefig inneren Qualen ausgesetzt ist.

ups, habs gerade eilig, muß unterbrechen

lg, oTp
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon jes_25913 » Sa 29. Aug 2015, 15:27

Hallo Keili,

die Höllenzustände kann ich gut nachvollziehen. Ich habe sie ja auch erlebt.
Allerdings weiß ich nicht, ob es Sinn macht, Dir etwas zu raten. Schließlich hast Du Dich ja so sehr über mein Zeugnis aufgeregt.
Jedenfalls besteht die Möglichkeit aus allen negativen Zuständen herauszukommen - auch wenn es lange dauert - wenn man weiß, dass man selbst ein ewiges, und damit göttliches Wesen ist, und alles Negative nur daher kommt, dass man etwas in der Welt darstellen will und die Welt wichtig nimmt.
Ich weiß, dass außerhalb von mir alles chaotisch ist. Das kann auch nicht anders sein. Und deshalb habe ich meine tägliche Freude an mir, d.h. meinem göttlichen Wesen. So habe ich ewige Ruhe und Frieden und Glück.

LG,
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Keili » Sa 29. Aug 2015, 15:51

Hallo jes,

Leider kappierst du nicht, dass dein Weg nicht mein Weg ist und das deine Sicht auf die Dinge nicht meine Sicht ist und du mir auch mit deinen Lösungen nicht helfen kannst. Es ist überheblich und absolut daneben, wie auch die meisten Bücher oder Leute die glauben es wäre so einfach, haben es meines Erachtens nicht verstanden.
Jede Krankheit braucht eine unterschiedliche Medizin und jedes Leiden ebenso. Wenn du glaubst, es gebe ein Patentrezept, lieber jes, dass man dann jeden überstülpen kann, dann erkennst du leider nicht sehr viel. Solche Leute machen nur das Leiden schlimmer und dann im nachhinein behaupten sie frech, dass es daran liege, dass er das Rezept nicht richtig angewandt hat.
Schlechte Luft, sage ich da nur. Und von solchen Ärzten halte ich mich fern.

Viele Menschen können sich gut betäuben in dieser Welt und nennen es heil sein. Ich sehe vieles ungeschminkt und muss vieles ungeschminkt sehen, dieses Leiden können viele gar nicht nachvollziehen und witzigerweise bieten sie dann Rezepte für etwas an, was sie überhaupt nicht in aller Tiefe kennen, aber es sich vormachen zu kennen.
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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon onThePath » Sa 29. Aug 2015, 16:53

Ich mache mal weiter:

Solche Leiden begleiten mein Leben also schon frühzeitig und deshalb versuche ich sie zu verstehen.

Das Schlimmste sind psychische Störungen, Traumata und dazu kommt auch noch das Satanische.
Leider findet man oft bei psychischen Störungen nichts Satanisches; andererseits bei satanischen Beeinflussungen findet man psychische Störungen. Und bei Traumata ist die Erlebnisverarbeitung negativ und der ganze Mensch beeinträchtigt.

Aber ich rede zu viel, auch wenn man über diese Gebiete noch sehr viel sagen kann. Obwohl ich auch klar Dämonisches erlebt habe bei Einigen, kann ich leider nicht bei allen psychischen Störungen Dämonisches sehen.
Es wäre ja so einfach, wenn ein schwer gestörter Geraldenser durch Befehle wieder völlig normal würde. Die Psychiatrie ist leider viel unerfreulicher und willkürlicher.

Gott gefällt es, wenn wir frei werden, aber ich weiß, wie schwierig und bisweilen schier unmöglich das ist.

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Re: Wie Gott ist und was ihm gefällt.

Beitragvon Remo » Do 17. Sep 2015, 21:11

Keili hat geschrieben:Hallo Remo,

ja das ist fürchterlich. Angst, Depressionen, Hölle...
Ich selbst leide an einer Krankheit, die man Schizophrenie nennt. Ich kann das gut nachvollziehen, ich leide auch manchmal an Depressionen. Ich habe und erfahre noch manchmal, trotz meines Glauben, die ganze Schmach und Schande des Lebens. Viele Glauben, dass es keine Hölle gibt, ich denke, da könben sie froh sein.
Hölle ist bloß ein Wort, aber wenn man in ihr drin ist, wird es schnell zur Realität. Ich hatte da nichts mehr an das ich mich festhalten konnte. Gott ist tot, trifft dort ganz gut zu.
Wie will ich das beschreiben, was ich in den Zuständen erlebe. Auf ewig verloren, niemand hört dein Schreien, selbt wenn dir jemand körperlich ganz nah ist.
Ich habe oft auch Angst vor dem Ableben hier, nicht zu wissen, wo man dann hinkommt. Für viele Christen scheint das klar zu sein. In ihren Köpfen vielleicht ist es klar.
Es ist so eine tiefe Niederlage, die Hölle zu erfahren. Ewiges Leiden, wo man ständig gefoltert wird an Seele, Geist und Körper. Viele glauben, dass ist Spinnerei. Amen sag ich da, vielleicht sind sie die besseren Menschen und werden nie wissen, wie sich auf ewig verloren anfühlt.
Gut so, wenn sie das nie erfahren oder in der Tiefe dieses Böse spühren.
Ich frag mich selbst oft, was ich den um Gottes Namen böses getan habe, denn was man da erleidet, ist nicht in Worte zu fassen. Vielleicht vertrag ich auch nichts, wird wahrscheinlich so sein. Denn wenn ich daran denke, was mein Vater für Schmach und Schande erlebt haben muss, innerlich wie äußerlich oder Menschen, die z.b. in Nordkorea von anderen Menschen real gefoltert und gefangen sind. Um Gotteswillen die Hölle ist groß. Aber wer spricht schon gern von Kreuz, Tod und Hölle oder wer hört gern davon.
Naja, man hängt sich an Gott, doch vor der Hölle hat mich das auch nicht gerettet.
Bei mir ist das alles sehr schwankend, ich kenne auch das froh sein des christlichen Glaubens. Aber diese Welt ist im Grunde pervers, jeder will sich stark zeigen, jeder muss sich stark zeigen. Alles pervers sag ich, wir leben in der Verbannung. Es ist nun mal so, niemand kann im Angesicht der Hölle noch stark sein. Keiner, nicht mal Christus konnte das.
Ich frag mich oft echt, was dieser gekünselte Optimismus sei. Der Optimismus ist oft ein Zweckoptimismus, um den Tag zu überstehen, wer tiefer fühlt, kann nzr irre am Menschsein werden.


Liebe Keili

ich stimme dir zu, wenn du Hölle als inneren Zustand vorstellst. Auch das Himmelsreich ist ja wohl kaum ein geografischer Ort wie etwa New York, Zürich, Bern oder Moskau es sind. Es ist nach meinem Verständnis viel eher ein irgendwie gearteter Daseinszustand.

Eine andere Frage ist dann aber was es bedeutet, die Hölle oder das Himmelsreich bereits in diesem Leben zu erfahren. Was die Hölle angeht. Da fragt man dann oft "Warum ich? Warum lässt Gott dieses Leid zu?" Und ich muss sagen die geistreichste Antwort auf dieses Theodizee-Problem gab John Lennox. Er geht davon aus, dass Gott das Leiden nicht einfach zulässt, sondern in Jesus Christus selbst alles Leid auf sich geladen hat -- und damit für jeden / jede von uns das Heil errungen hat. Warum denn aber leiden so viele Menschen so viel? Siehe was Jesus darauf antwortet: Selig sind die Trauernden, die Hungerleidenden, die Armen. Denn sie werden getröstet werden, satt werden, das Himmelreich besitzen. Mit anderen Worten: Das Leid jetzt wird in der Ewigkeit, im Reich Gottes aufgehoben und ins Gegenteil, ins Heil gekehrt.

Mir ist klar, dass das vielleicht blauäugig oder naiv und etwas abstrakt klingt. Es ist ja auch nur ein Erklärungsversuch. Ein Versuch, einen dem Unheil einen Sinn zu geben - sofern es überhaupt einen Sinn hat. Es könnte auch einfach sein, dass es keinen Sinn ergibt, zumindest nicht für uns Menschen. Das ist dann ein sehr befreiender Gedanke. Man kann einfach sagen: erstens ist Gott nicht gegen mich, nur weil er mein Leiden zulässt. Er ist für mich trotz allem. Und was ich hier als Unheil erlebe, ist wie es ist, aber es hat mir mir als Mensch nichts zu tun, ist also keine Strafe für meine Sünde oder ein Zeichen von verwirkter Gnade oder sonst etwas in diese Richtung. Es ist schlicht nur ein Phänomen, mit dem ich in Kontakt gekommen bin.

NAch einem solchen Verständnis ist der Blick dann auch frei auf die banale Einsicht: Die Welt ist gut geschaffen (sh. Genesis), gefallen, durch Christus erlöst und nun aber in weiten Teilen von Christus entfernt, also von Gott getrennt, ergo sündig. Dass davon das Böse und Ungute in die Welt kommt, ist dann Menschenwerk. Eine Art "Kraft", die willkürlich den einen Menschen niederstreckt, den anderen verschont. So wie etwa ein Virus relativ willkürlich den einen dahinrafft den anderen gar nicht berührt. Für beide, den Dahingerafften und den Verschonten, hat aber, wie ich es oben geschrieben habe, Christus allen Schmerz auf sich genommen und das ist die Chance, spätestens am Tag des jüngsten Gerichts, bei der Wiederkunft Jesu sein Heil zu erfahren, an seinem Heil teilzuhaben.

So kann man es sehen. Aber es ist doch nur ein recht spontaner Gedanke. Mal sehen, ich muss das auch nochmals "im Herzen bewegen" ...

Auf jeden Fall wünsche ich Dir Kraft und Segen für deinen Weg

Liebe Grüsse
Remo
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