Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Wer ist Jesus? Was hat er zu sagen?

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Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon manfred » So 24. Mai 2015, 16:09

Was tut eurer Meinung nach ein Nachfolger Jesus?
Für mich ist ein Nachfolger jemand, der das tut, was der Vorgänger getan hat.
Natürlich kann das für uns nur bedingt gelten, da wir nicht alles nachmachen können, was Jesus getan hat.

Im Gleichnis vom verlorenen Schaf wird berichtet, daß der Hirte nach dem verlorenen Schaf sucht.
Die Schafe suchen aber nicht nach dem verlorenen Schaf.
Versteht ihr darunter, daß das nicht unsere Aufgabe ist?

Was ist dann überhaupt die Aufgabe der Missionare, wenn das Suchen von Verlorenen nicht ihre Aufgabe ist?

Besteht im protestantischen Verständnis nicht ein Gefahr einer Lähmung, daß man sich mal grob gesagt, auf die faule Haut legt. Denn Jesus macht ja alles für uns.

Im Lichte dessen frage mich daher, was und was nicht die Aufgabe der sogenannten Nachfolger Jesus ist?
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon jes_25913 » So 24. Mai 2015, 16:52

Hallo Manfred,

von einem Missionar ist zu erwarten, dass er das, was er verkündigt, auch lebt.
Ein Missionar bietet den Menschen etwas an.
Das andere muss Gott machen.

LG,
jes
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Johelia » Mo 25. Mai 2015, 20:18

Sali Manfred

manfred hat geschrieben:Im Gleichnis vom verlorenen Schaf wird berichtet, daß der Hirte nach dem verlorenen Schaf sucht.
Die Schafe suchen aber nicht nach dem verlorenen Schaf.
Versteht ihr darunter, daß das nicht unsere Aufgabe ist?

Diese Interpretation des Gleichnisses ist mir etwas zu weit hergeholt.

Wir haben an vielfältiger Stelle bessere Instruktionen die uns treffender auffordern.

Jes 52,7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Heil verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht als König!
Das sehe ich als Aufforderung auch unter den Juden die frohe Botschaft zu verkünden.

Mk 16,15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!
Dies sehe ich als Aufforderung die frohe Botschaft allen Nationen zu bringen, uns Christen. Jeder der in die Nachfolge Jesu treten will sollte die Botschaft weitergeben. Dazu muss man nicht einmal auf Missionsreise gehen. Ein riesiger Acker liebt um uns.

Was ist dann überhaupt die Aufgabe der Missionare, wenn das Suchen von Verlorenen nicht ihre Aufgabe ist?

Wer behauptet Solches?

Besteht im protestantischen Verständnis nicht ein Gefahr einer Lähmung, daß man sich mal grob gesagt, auf die faule Haut legt. Denn Jesus macht ja alles für uns.

Ich würde das nicht speziell dem Protestantischen zuordnen, sondern spezifisch dem Präterismus.
=> Weil alles abgeschlossen ist, ist jegliche Spannung nach 2000 Jahren raus. Die gefahr dass die Knechte schlafen, wenn ER kommt ist riesig.

Im Lichte dessen frage mich daher, was und was nicht die Aufgabe der sogenannten Nachfolger Jesus ist?

Das herauszufinden ist für jeden Christen die Herausforderung. Manchmal ist die Zurüstung lang.

Liebe Grüsse
Johel.
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Pilgrim » Mo 25. Mai 2015, 21:04

manfred hat geschrieben:Was tut eurer Meinung nach ein Nachfolger Jesus?

Bei der Anhängerschaft zu Jesus ist die erste Pflicht die Selbstverleugnung (Matthäus 5:3). Die zweite Pflicht ist das Kreuz auf sich nehmen, d.h. Christus zuliebe jegliche Kosten zu tragen (Bereitschaft Beschämung, Verlegenheit, Vorwurf, Ablehnung, Verfolgung wie sogar Märtyrium auszuhalten). Die dritte Plicht ist treuer Gehorsam (Johannes 8:31).
manfred hat geschrieben:Im Gleichnis vom verlorenen Schaf wird berichtet, daß der Hirte nach dem verlorenen Schaf sucht.

Das Gleichnis hat nichts mit Nachfolge zu tun, sondern spricht von der Erlösung eines verlorenen Sünders.
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Thelonious » Mo 25. Mai 2015, 21:53

'n Abend Manfred,

das o.g. Gleichnis hat meines Erachtens nichts explizit mit Jüngerschaft zu tun.

Was Jesus mit diesem Gleichnis aussagen will ist doch wohl (verkürzt): Gott ergreift die Initiative und sucht / geht dem Sünder nach. ER handelt, ER ist eben dieser tolle Hirte, welcher sogar Sein Leben für uns gab.

Die Beauftragung für Weltmission geht aus den bekannten Worten in Mt. 28, 19+20, also
"So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. "
hervor.

Gott sendet aus! Er sandte Seinen Sohn in die Welt, wenn jetzt Jesus Menschen aussendet, dann werden diese mit hineingenommen in Gottes Bewegung auf die Welt /auf uns Menschen zu:
"Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. " (Joh. 20,21).

Gruß
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon manfred » Di 26. Mai 2015, 12:11

Natürlich gibt es immer Kräfte in einer Glaubensgemeinschaft, die das eigene Tun abschwächt.
Vielleicht sind dann manche Brüder und Schwestern dieser Meinung, damit sie selbst nichts für Mission tun müssen.
Satan hat auch Einfluß auf uns, sodaß das Werk einschläft.
Ich meine aber, daß man in meinem Erlebnis den postmodernen Christen in der Glaubensgemeinschaft gut erkennen kann.
Man lebe in seiner Welt, meine Angelegenheiten gehen dich nichts an und umgekehrt.
Ist Satan damit erfolgreich?
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Thelonious » Mi 27. Mai 2015, 19:37

Manfred,

jeder sucht nach seiner Berufung! Nicht jeder muß zwangläufig in die äussere Mission gehen, die im direkten Umfeld ist nicht unwichtiger.

Selbstverständlich: ich kenne einige Missionare - bin begeistert über diesen sehr wichtigen Dienst!

VG
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Pilgrim » Mi 27. Mai 2015, 19:58

manfred hat geschrieben:...damit sie selbst nichts für Mission tun müssen.

Salü Manfred...leider verstehe ich nicht, warum du das "für Mission tun" angprangerst. Ist es möglich, dass du Evangelisation mit Mission verwechselst? Zwischen den beiden Tätigkeiten besteht ein Unterschied (meine ich). Bei Evangelisation erzählt man irgendjemandem irgendwo das Evangelium. Dabei muss man nicht erfolgreich sein, denn Evangelisation passiert auch wenn niemand erlöst wird...man muss es jedoch aussprechen.

Bei Mission überschreitet man eine Kultur und das schliesst normalerweise das Erlernen einer Sprache, neuer gesellschaftlichen Angelenheiten wo in dieser Kultur keine Gemeinde existiert in der die Menschen Evangelisation machen, da sie keinen Zugang zum Evangelium haben.

Natürlich muss die Gemeinde besondere Anstrengungen machen um Sprachen zu lernern, Kulturen zu lernen, sich all die menschlichen und methodischen Gedanken machen um als KulturGrenzgänger erfolgreich zu sein um eine Gemeinde zu pflanzen wo keine besteht um dort dann Evangelisation zu tun.

Nicht jedem Christ ist es möglich selbst auf Mission zu gehen, jedoch kann die Gemeinde die Missionare mit Ressourcen und Gebeten unterstützen.
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Christustraeger » So 14. Jun 2015, 08:30

Offb 14,3: Und sie sangen ein neues Lied vor dem Stuhl und vor den vier Tieren und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen denn die hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.
Offb 14,4: Diese sind's, die mit Weibern nicht befleckt sind, denn sie sind Jungfrauen- und folgen dem Lamme nach, wo es hingeht. Diese sind erkauft aus den Menschen zu Erstlingen Gott und dem Lamm;


Ihr Lieben,

ein Nachfolger Christi kann dann ein Sieger (Überwinder) sein, wenn er bereit ist ans Kreuz zu gehen wie Jesus. Es steht ja auch in Offenbarung 14, dass solche Jesus folgen wohin er auch geht.

Aber auch hier: jeder tue das zu was er berufen ist...

In Liebe
Christof
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Johelia » So 14. Jun 2015, 14:36

Christustraeger hat geschrieben:
Aber auch hier: jeder tue das zu was er berufen ist...

In Liebe
Christof


Sali Christof

Für viele problematisch ist natürlich, dass sie ihre Berufung nicht kennen und zu ungeduldig sind, bis Gott den richtigen Zeitpunkt erreicht sieht.
"Selbstinterpretationen" führen dann manchmal zu eigenartigen Resultaten, die dann nicht unter Gottes Segen getragen sind.

Liebe Grüsse
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Christustraeger » So 14. Jun 2015, 16:17

Lieber Johel,

das könnte problematisch werden - da gebe ich Dir recht, aber vielleicht ist es eben auch so, dass Gott nur dann beruft wenn man die richtige demütige Herzenshaltung hat und dann geht es auch darum, dass es eben nicht nur Propheten und Gemeindeführer geben kann, sondern auch andere Dienste, die einen glücklich machen. Gott wird so einen Dienst mit großem Glück belohnen...

Danke für den Einwurf...

In Liebe
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon LiebesKind » Di 16. Jun 2015, 16:07

Johelia und Christusträger ich denke wie Ihr.
Ich denke man braucht in erster Linie Vertrauen zu Gott und sehr viel Geduld .
Jeder von uns kann dazu beitragen von Jesus zu erzählen ( sprich die Frohe Botschaft ). Ich selbst Frage mich auch für was mich Gott berufen wird. Und vor allem wann ???
Geduld ist eine Tugend die ich noch Lernen muss ;)

LG Diana
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon Christustraeger » Di 16. Jun 2015, 16:47

Liebe Diana und liebe Johelia (jetzt erst gesehen),

Geduld ist eine Tugend die ich noch Lernen muss ;)


möge der Herr sie Euch lehren - mir fehlt sie auch manchmal noch, aber da kann mich der Vater meistens bremsen :D .

In Liebe
Christof

P.S:: Vielleicht besteht ja die Berufung gerade darin hier die Wahrheit zu schreiben - manchmal gar nicht einfach bei dem Wind den einige hier machen :D
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Re: Nachfolger Jesus vs. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Beitragvon LiebesKind » Mi 17. Jun 2015, 12:29

Ja die Winde wehen heftig. Leider :0(
Aber.....gelobt sei unser Gott Vater. Der uns immer wieder festigt in schweren Zeiten. Amen

:praisegod:

LG Diana
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