Wer war Jesus?

Wer ist Jesus? Was hat er zu sagen?

Moderator: kingschild

Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mo 6. Mär 2017, 10:04

maria139 hat geschrieben:
Und in Ihm sehe ich nun halt in keinster Weise Verhaltensmerkmale dessen, den die Schriftgelehrten ihren Vater, ihren Gott bezeichnen. Es tut mir im Herzen weh wenn jemand Jesus quasi unterstellt, eins mit demjenigen gewesen zu sein, der Behinderte diskriminierte, Blutschmierrituale anordnete, erbarmungslos tötete und töten liess, des Pharao Herz verstockte, damit er das Volk nicht ziehen liess um all seine zerstörerischen Wunder zeigen zu können und das Volk Israel von Krieg zu Krieg führte.
Dann denke ich immer, wozu hat Jesus denn sein Leben geopfert, dass man (insbesondere die Verlorenen Schafe Israels) seinen Vater im Himmel, der allein wahrer Gott ist, endlich erkennt, auch dessen Vergebungskriterien dessen barmherziges Wesen, das Gebrechliche heilt statt zu verbieten sie in seine Nähe zu lassen und dass dieser mit Hilfe seines Sohnes das Reich Gottes auf Erden aufbauen wollte? Warum lautete wohl Jesus Evangelium, die Frohe Botschaft seines Vaters: Kehrt um/Denkt um ändert eure Gesinnung, denn das Himmelreich ist Nahe?


Es gehört schon Mut und Courage dazu, deine Theologie zu vertreten. Ich bewundere immer wieder die Menschen, die weit Abseits von Menschen gemachten Dogmen und strengen konfessionellen Einzig-Wahrheiten auch einmal andere theologische Pfade betreten.
Das diese Menschen dann von den edelchristlichen Erstinstanzen verdächtigt, verteufelt, diskriminiert und auch oft denunziert und ausgegrenzt werden, das ist eine der immer wieder hervorstechenden Eigenschaften der Religion der Nächstenliebe, das Richten meines Nächsten als tägliches Geschäft der Christen, die die alleinige Wahrheit für sich auf immer gepachtet haben.
Denn ich kriege den ewig zornigen, auch immer wieder einmal Kinder tötenden Gott des AT auch nicht mit Jesus zusammen. Und wenn denn Jesus gar noch der Gott des AT sein soll, dann wird aus dem universalen Erlöser, dem die Liebe zum Nächsten wohl das höchste Gut war, ein gnadenloser Rachegott.
Eigentlich verhalten sich der Gott des AT und Jesus Christus gegenüber wie Feuer und Wasser.

Und so nehme ich mir das Recht und die Freiheit, die Bibel mit den Augen des großartigen evangelischen Theologen Karl Barth zu lesen:

Karl Barth:

“Und so darf auch der Mensch ausgehen auf seine Arbeit ... aber auch dichten, denken und musizieren essen und trinken, fröhlich und traurig sein, lieben und auch einmal hassen, das alles in eigener Erfahrung und Tätigkeit. Der wahre Gott erlaubt es ihm, eben das zu sein, wozu er ihn gemacht hat. Er ist zu vornehm, um ihm das nun doch wieder zu verübeln und zu verwehren.”


Was mich dann, selbstverständlich, wohl wieder in die Nähe des Gottseibeiuns bringen wird, aber steht dort nicht jeder Mensch, der sich nicht den Dogmen der jeweils den einzig "wahren Glauben" predigenden Konfession unterwirft?
Im kunterbunten Reigen der tausend christlichen Konfessionen und Theologien sollten auch Stimmen wie die Deine ihre Berechtigung haben.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon jesher » Mo 6. Mär 2017, 10:15

POW hat geschrieben:Es gehört schon Mut und Courage dazu, deine Theologie zu vertreten. Ich bewundere immer wieder die Menschen, die weit Abseits von Menschen gemachten Dogmen und strengen konfessionellen Einzig-Wahrheiten auch einmal andere theologische Pfade betreten.Das diese Menschen dann von den edelchristlichen Erstinstanzen verdächtigt, verteufelt, diskriminiert und auch oft denunziert und ausgegrenzt werden, das ist eine der immer wieder hervorstechenden Eigenschaften der Religion der Nächstenliebe, das Richten meines Nächsten als tägliches Geschäft der Christen, die die alleinige Wahrheit für sich auf immer gepachtet haben.
made my day! :jump: :party: :jump:

Solche Aussagen können wohl nur Menschen machen, welche von der Gruppe um maria139 keine Ahnung haben oder gerne pauschal auf andere User herumhacken. Lassen wir maria139 doch einfach "in Fahrt" kommen (falls ihre bisherigen Beiträge noch nicht ausreichen) und schauen dann, wer sich in wie weit als "edelchristlichen Erstinstanzen" positioniert.

Bis auf bestimmte Richtungen im Präterismus kenne ich keine Gruppierung welche so vielen Menschen das Christsein abspricht, wie es maria139 und ihre Gesinnungsgenossen machen.

sonnige grüße,
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Mo 6. Mär 2017, 10:37

Danke POW, :applause: meine Gottesvorstellung orientiert sich nunmal an der Theologie = Gotteslehre Jesus Christus allein.

Jesus sagte ja:
25 Zu der Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und HERR Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. 26 Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir. 27 Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren.
28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.



Und Petrus lehrte sehr eindrücklich und aufschlussreich:
34 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahr ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht; 35 sondern in allerlei Volk, wer ihn (fürchtet = ehrfürchtig sein) und recht tut, der ist ihm angenehm. 36 Ihr wißt wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und daß er hat den Frieden verkündigen lassen durch Jesum Christum
37 die durchs ganze jüdische Land geschehen ist und angegangen in Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte: 38 wie Gott diesen Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.

39 Und wir sind Zeugen alles des, das er getan hat im jüdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getötet und an ein Holz gehängt. 40 Den hat Gott auferweckt am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden, 41 nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten.
42 Und hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott zum Richter der Lebendigen und der Toten. 43 Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.


POW hat geschrieben:
Was mich dann, selbstverständlich, wohl wieder in die Nähe des Gottseibeiuns bringen wird, aber steht dort nicht jeder Mensch, der sich nicht den Dogmen der jeweils den einzig "wahren Glauben" predigenden Konfession unterwirft?
Im kunterbunten Reigen der tausend christlichen Konfessionen und Theologien sollten auch Stimmen wie die Deine ihre Berechtigung haben.
Zuletzt geändert von maria139 am Mo 6. Mär 2017, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mo 6. Mär 2017, 10:38

jesher hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Es gehört schon Mut und Courage dazu, deine Theologie zu vertreten. Ich bewundere immer wieder die Menschen, die weit Abseits von Menschen gemachten Dogmen und strengen konfessionellen Einzig-Wahrheiten auch einmal andere theologische Pfade betreten.Das diese Menschen dann von den edelchristlichen Erstinstanzen verdächtigt, verteufelt, diskriminiert und auch oft denunziert und ausgegrenzt werden, das ist eine der immer wieder hervorstechenden Eigenschaften der Religion der Nächstenliebe, das Richten meines Nächsten als tägliches Geschäft der Christen, die die alleinige Wahrheit für sich auf immer gepachtet haben.
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Solche Aussagen können wohl nur Menschen machen, welche von der Gruppe um maria139 keine Ahnung haben oder gerne pauschal auf andere User herumhacken.


Das "Herumhacken" auf anderer Menschen religiöse Anschichten und Meinungen, darin hast du eine Meisterschaft erreicht, die dir schwerlich zu nehmen ist und in Punkto Höflichkeit und christlich menschlicher Authentizität darfst du dir von Maria139 ruhigen Gewissens eine "Scheibe abschneiden".

Was die biblischen Ansichten der tausendfältigen christlichen Konfessionen angeht, so ist das Forum von Livenet eher liberal und konfessionellen Hassgesängen wird hier rechtzeitig der Riegel vorgeschoben.
Denn schaut man sich in anderen christlichen Foren um, so gehen sich da die Christen ungezählter Konfessionen förmlich an die Glaubenskehle, verteufeln und zerfleischen sich einander und jeder verdächtigt jeden als schier des Teufels.
Einer Sonderlehre hängt natürlich jeder an, der nicht mit in die jeweils konfessionelle Kerbe schlägt und jeder Christ schnüffelt gerne einmal dem "Geist" des anderen nach, mir scheinen diese Menschen eher von allen guten Geistern verlassen, denn sie inszenieren ein Christentum fanatischen Hasses, ein Christentum, das sie selbst der Schande und der Lächerlichkeit preisgeben.

Und das alles auf dem Rücken der altehrwürdigen Bibel, denn wenn von der Bibel uns Menschen nichts weiter überliefert wäre, als allein nur die Bergpredigt, so gehörte die Bibel immer noch zu den größten Weiheitsbüchern dieser Welt. Was aber viele konfessionelle Überchristen nicht daran hindert, aus der Bibel ein Buch der Torheit zu machen.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Mo 6. Mär 2017, 10:53

Ach so, jesher, wer hackt den auf wem herum? ;) :comeon:

Sicher finde ich es himmeltraurig, wenn man Jesus Christus, respektive Gottes Geist in ihm als identisch mit demjenigen des Herrn der Heerscharen erklärt, der ja wohl im Vergleich zu Jesus Gottesoffenbarung nicht unterschiedlicher sein kann. Da treffen geistliche und fleischliche Gesinnung aufeinander wie sonst nirgends.

Ausgerechnet solche, die Jesus als wahren Menschen und wahren Gott bezeichnent machen keinen Unterschied zwischen Moses Herr und dem Vater im Himmel = Resultat eines der konzilisch abgesegneten -dem Christentum aufgedrückten Altkirchenväterdogmas, hier also die sogenannte Trinität.

Ich bezeuge hingegen, dass ich NUR Jesus Christus glaube, dass ER ALLEIN uns den wahren Gott zur Erkenntnis gebracht hat, niemand ausser ihm den Vater im Himmel kannte.
Das erkannte und lehrte dann ja auch Paulus, was ihm zum Verhängnis wurde. Er, der ja gestand einst die Gemeinde Gottes zu zerstören versuchte, als er noch ein Pharisäer, Vertreter Moses Gottverständnis war.

Was glaubte den die GEMEINDE GOTTES, wenn nicht, dass Jesus Christus gekommen ist, den allein wahren Gott zur Erkenntnis zu geben und auch seinen Willen?

Gruss Maria
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mo 6. Mär 2017, 10:59

maria139 hat geschrieben:Danke POW, :applause: meine Gottesvorstellung orientiert sich nunmal an der Theologie = Gotteslehre Jesus Christus allein.


Ich sehe mich als Vertreter einer liberalen Theologie, einer Theologie, die sich an Jesus als Mensch orientiert, eine Theologie, die den Menschen auch immer einfach nur Mensch sein lässt und schließlich einer Theologie, die unabhängig von Sekten und Konfessionen ist.

Hier sei gerne noch einmal Karl Barth zitiert:

...über dem bitteren Du mußt und dem strengen Du sollst erscheint das heitere Du darfst als die Ermächtigung des Evangeliums im Leben”
(Denker des Glaubens, Gütersloh 1973)

Also das: heitere du darfst als Ermächtigung zum Leben in Jesus. Das sind gute Worte. Weit abseits von der oft lauernden Bitterkeit und der moralinsauren Freudlosigkeit eines verdogmatisierten Biblizismus.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon jesher » Mo 6. Mär 2017, 11:05

maria139 hat geschrieben:Ach so, jesher, wer hackt den auf wem herum?

Schließt deine Definition von "hacken" berechtigte Kritik ein? Das Du und Deine Gruppe jeden der noch sündigt das tatsächliche Christsein absprecht, ist ja keine ungerechtfertigte Behauptung.

sonnige Grüße,
jesher
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Mo 6. Mär 2017, 11:13

jesher hat geschrieben:
maria139 hat geschrieben:Ach so, jesher, wer hackt den auf wem herum?

Schließt deine Definition von "hacken" berechtigte Kritik ein? Das Du und Deine Gruppe jeden der noch sündigt das tatsächliche Christsein absprecht, ist ja keine ungerechtfertigte Behauptung.

sonnige Grüße,
jesher


Hallo Jesher,

1. habe ich keine Gruppe, gehöre aber zu jenen Christen, die Jesus Christus glauben, dass das was er lehrte und vorlebte, vom allein wahren Gott ihm eingegeben wurde.

2. geht es um Christen die behaupten "Wiedergeborene" Christen zu sein, und die Bibel nun mal halt klar und deutlich lehrt, dass die das bekunden gewisse Kriterien erfüllen müssen.

Das ist nicht MEINE Lehre, sondern biblisch festgelegte Glaubensdogmatik des Johannes. :lesen:

Gruss Maria
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mo 6. Mär 2017, 11:18

jesher hat geschrieben:
maria139 hat geschrieben:Ach so, jesher, wer hackt den auf wem herum?

Schließt deine Definition von "hacken" berechtigte Kritik ein? Das Du und Deine Gruppe jeden der noch sündigt das tatsächliche Christsein absprecht, ist ja keine ungerechtfertigte Behauptung.

sonnige Grüße,
jesher


Warum bringst du mit deinen Beiträge eigentlich immer nur Zwist, Hader und Unfrieden in das Forum.
Bis du hier auftauchtest ging es doch recht ruhig, gelassen und in gegenseitiger Ehrerbietung und Achtung zu. Warum muss dann alles immer in einem theologischen Zickenkrieg enden, sind wir nicht erwachsen genug, um uns im gegenseitigen Respekt zu begegnen?

Ich bemühe mich, dich zu verstehen, dich in deinen Beiträgen, in deinem Glauben ernst zu nehmen, deine Beiträge als Ausdruck und Form deines Glaubens zu achten, warum ist dir das nicht möglich?

Ich finde die hier angestoßene Thematik wirklich interessant und es müsste uns doch möglich sein, hier in Achtung der gegenseitig menschlichen Würde darüber zu diskutieren.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mo 6. Mär 2017, 11:35

maria139 hat geschrieben:Ach so, jesher, wer hackt den auf wem herum? ;) :comeon:

Sicher finde ich es himmeltraurig, wenn man Jesus Christus, respektive Gottes Geist in ihm als identisch mit demjenigen des Herrn der Heerscharen erklärt, der ja wohl im Vergleich zu Jesus Gottesoffenbarung nicht unterschiedlicher sein kann.


Vielleicht dazu Jesaja 54, 16:

Siehe, ich selbst habe den Schmied geschaffen, der das Kohlenfeuer anbläst und die Waffe hervorbringt als sein Werk und ich selbst habe den Verderber geschaffen, um zugrunde zu richten.

EIn Vers, um den ich immer noch ergebnisoffen herumschleiche, denn Gott als Erschaffer des Verderbers, um Menschen zugrunde zu richten, das lässt dann viele theologische Deutungsmöglichkeiten zu, und diese sind wohl nicht immer ersprießlich und im Rahmen eines Gottes der Gnade und allgemeinen Nächstenliebe vertretbar.

Die Bibel, ein höchst seltsames Buch, ein Lebensbuch mit dem man Jahr um Jahr verbringt und immer noch findet man köstliche Äpfel und Birnen.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon Gnu » Mo 6. Mär 2017, 11:51

@POW

Schon Scardanelli hat mal darüber philosophiert, vielleicht finde ich den Thread wieder.

Gruss vom Gnu

PS gefunden /Fragen zum christlichen Glauben/Warum erschafft Gott das Böse?
10 Seiten lang, Thread gesperrt.
viewtopic.php?f=14&t=20348
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon Schoham » Mo 6. Mär 2017, 12:05

Es ist harte Lehre, dass Gott jene zugrunderichten wird, jene die ihn hassen. Deren Lebens-Verachtung sich gegenüber schwächeren Kreaturen, in all den entmenschlichten Formen, zeigt.

Ich glaube das wir dem Herrn Jesus Christus 100% vertrauen dürfen. In ihm verbindet sich Liebe, Gnade und Gerechtigkeit.

Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich.
Spr. 8,17
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon onThePath » Mo 6. Mär 2017, 12:10

Ich finde, die Verklärung Jesu und sein Gespräch mit Mose und Elija zeigt klar, dass Jesus kein Problem mit ihnen hat.

Jesus zeigt aber auch klar, dass er mehr kann als ein Prophet. Erst er brachte den Menschen ein vollständiges Gottesbild.

lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mo 6. Mär 2017, 17:51

Schoham hat geschrieben:Es ist harte Lehre, dass Gott jene zugrunderichten wird, jene die ihn hassen.


Läge es im Rahmen der Möglichkeiten, dass dein Gott über das Zahn um Zahn und Auge um Auge niemals wirklich hinausgekommen ist?

Entweder das hier ist Kern und Fundament der christlichen Verkündung:

Alles in der Welt ist Liebe! Liebe ist das sanfte, göttliche, von Asche verdeckte, aber unauslöschliche Wesen der Welt!
(Robert Musil )

Ich habe jetzt einmal rein menschliche Worte für das universal Unfassbare und Unermessliche der Gnade Jesus genommen.
Jesus, eigentlich eine unerhörte Person, besaß er doch die Frechheit gegen die versteinerte Gesetzlichkeit aufzubegehren, auch gegen das verknöcherte, jüdisch religiöse Establishment.
Und was noch unerhörter ist, gar eine nie gesehene Ketzerei war das er die Entrechteten, die Kranken, die Leidenden, die Augebeuteten, überhaupt die Parias der Gesellschaft in den Mittelpunkt seiner Verkündung stellte, und das bis heute für viele Menschen Unfassbare, der Sünder, der Verfehler, also der Mensch mit alle seinen Fehlern und Plagen wurde von Gott angesprochen, wurde von Gott in die Gnade aufgenommen, der Sünder wurde ein Befreiter im Kern der Jesuanischen Weltbotschaft.
Und so ist es bis heute geblieben, denn nichts ist aktueller bis auf den heutigen Tag, wir alle kennen diese unsterbliche Rede aus dem Matthäus-Evangelium:

Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler,
Ihr Narren und Blinden!
Du blinder Pharisäer!
Ihr verblendeten Führer, die ihr Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt!

Denn bist zum heutigen Tage geht es den Armen, den Kranken und den als gerne als Sünder angeprangerten Menschen nicht viel besser, als zu Zeiten, in der Jesus Worte diese Welt erhellten. Der Sünder, oft nur einfach ein Mensch, der nicht der Meinung der selbsternannten Propheten ist, der sich nicht in die Ketten von Dogmen und von Menschen erdachten Riten schlagen lässt.
Der Sünder, oft nur ein Mensch, der einfach nur so ganz anders ist, anders denkt, anders handelt und wandelt, als es so manch allergerechtester Christ gerne wolle und wünsche.

Jesus, eine eigentlich nicht genug zu ehrende Persönlichkeit und zu heilgende Wesenheit, die wir schwer umfassen können, in seiner unergründlich tiefen Liebe zum Menschen nicht, in seiner Unermesslichkeit der Gnade nicht, in seiner kosmischen Tiefe der Weisheit nicht. Jesus Christus, wahrlich das Licht der Welt, der göttliche Logos als Weg der Heilung des Menschen, Jesus als erste und letzte Wahrheit und als lichtvolles Leben im Licht der ewigen Gnade.

Und dieser Jesus Christus sollte Menschen zugrunde richten, gar den Verderber geschaffen haben?
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon kingschild » Mo 6. Mär 2017, 21:41

maria139 hat geschrieben:Schau Kingchild, da sind wir uns offenbar einig. Wer Jesus glaubt, glaubt auch Jesus, dass nur er den Vater kennt und sonst niemand und dass man sich an Jesus orientieren kann, soll, will man wissen, wie der allein wahre Gott ist. Und dieser unterscheidet sich in praktisch allen Verhaltensweisen vom Gesprächspartner Mose, wenn man sie vergleicht.


Wir sind uns nicht einig und du hast einmal, mehr kein Wort zu den 10 Geboten gesagt. Die Unterschiede welche Du siehst, kann ich nicht sehen, ich sehe aber eine letzte Zeit wo Gott durch seinen Sohn der Menschheit, ein letztes mal mit grosser langmut, Gnade und Erlösung begegnet. Dies war aber so verheissen durch die Propheten. Das ist der einzige Unterschied. Am Ende der Tage wird aber genau gleich jedem gegeben, was er wählt. Das war im AT so und wird am Ende so sein. Den Break den Jesus also für uns Menschen schaffte, sollten wir nutzen um mit der Anklage gegen den Vater auf zu hören.

Den "Gott der Hebräer"kannte man aus den Predigten in der Synagoge. Den Vater im Himmel der laut Jesus allein wahrer Gott ist, lernte man erst richtig durch Jesus kennen.


Du weichst wieder aus und bist auf keine meiner Frage eingegangen. Wenn man Jesus allein durch Ihn kennen lernen kann, dann würde es ja Zeit das Du sein Wort hören und annehmen würdest, anstatt es ständig zu verleugnen.

Lu 16:17 Es ist aber leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.

Ich folge Jesus aber ich verleugne das Gesetz seines Vaters und das soll nun Nächstenliebe sein und Friede mit Gott?

Mt 7:12 Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.

Christus bestätigt das Gesetz und die Propheten und zwar jedes Jota.

Lu 16.31 Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten auferstände.

So ist es und es geschieht, vor meinen Augen und jeder Christ wird hier Zeuge dessen.

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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon kingschild » Mo 6. Mär 2017, 21:51

POW hat geschrieben:
Und dieser Jesus Christus sollte Menschen zugrunde richten, gar den Verderber geschaffen haben?


Der Verderber verdirbt die welche Böse sind. Gott beschützt seine Kinder von dem Verderber, das er sie nicht antasten kann.

Nicht Jesus richtet zugrunde, die Sünde tötet. Jesus und sein Vater erlöst, Jesus wird aber richten über das Böse alle die nicht umkehren:

Joh 5.22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben,
23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben.
26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, also hat er auch dem Sohne verliehen, das Leben in sich selbst zu haben.
27 Und er hat ihm Macht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist.
28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden;
29 und es werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.

Dieses Gericht wird das letzte sein und wer den Richter zum Mörder macht, der zeigt welche Sünde IHN plagt und um welcher Sünde er am Ende im Gericht sein wird, es sei den er hört und lässt ich erlösen und schliesst Frieden mit dem Vater und dem Sohn.

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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Di 7. Mär 2017, 09:04

kingschild hat geschrieben:
maria139 hat geschrieben:Schau Kingchild, da sind wir uns offenbar einig. Wer Jesus glaubt, glaubt auch Jesus, dass nur er den Vater kennt und sonst niemand und dass man sich an Jesus orientieren kann, soll, will man wissen, wie der allein wahre Gott ist. Und dieser unterscheidet sich in praktisch allen Verhaltensweisen vom Gesprächspartner Mose, wenn man sie vergleicht.


Wir sind uns nicht einig und du hast einmal, mehr kein Wort zu den 10 Geboten gesagt. Die Unterschiede welche Du siehst, kann ich nicht sehen....



Lu 16:17 Es ist aber leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.

Ich folge Jesus aber ich verleugne das Gesetz seines Vaters und das soll nun Nächstenliebe sein und Friede mit Gott?

Mt 7:12 Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.

Christus bestätigt das Gesetz und die Propheten und zwar jedes Jota.

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Hallo Kingchild, lies doch bitte nochmals Wort für Wort, wenn Jesus lehrt: NIEMAND kennt den Vater als nur der SOHN.
Ich glaube das Jesus zu 100 % du etwa nicht?

Allein schon an der Art der Werke, Wunder, Heilungen Verhaltensweisen, Jesus sieht man doch klare Unterschiede zwischen ihm und dem der Mose gegenüber sagte, er sei der Gott Israels, (und als Beweis zauberte er aus einem Stab eine Schlange :o und andern Greuel, was soll daran göttlich sein)

Dieser hegte Abneigung gegenüber Menschen mit Behinderung, man musste sie fern von ihm halten.
Jesus hingegen liess sie zu sich kommen und heilte sie.Der Vater tue all die Werke die man bei Jesus erlebte.

Hat der Gott der Hebräer, den die AT Gesetzeslehrer als ihren Vater bezeichnen, nebst Seuchen und Plagenwunder,auch mal geheilt und getröstet? Auferweckt hat er sowieso niemanden sondern getötet und töten lassen.

Der Vater im Himmel ist vollkommen barmherzig, insbesondere im Umgang mit reuigen Sündern. Er begegnet ihnen mit offenen Armen und voller Freude, wie Jesus im Gleichnis vom Verlorenen Sohn klar aufzeigte. Keine Zornausbrüche wie bei Moses ewigzornigen immer mit Vertilgung drohenden Herrn, Kriegsgelüsten, der die Söhne Aarons schon tötete,( nur weil sie das Feuer irrtümlich nicht dort holten wo sie es hätten holen sollen) statt ihnen die Möglichkeit zu geben dies in Zukunft richtig zu machen.
Jesus hielt sich nicht ans Steinigungsgesetz sondern sagte, sündige künftig nicht mehr.Auch ein krasser Unterschied zwichen dem der glaubwürdig Gott war und dem der vorgab einer zu sein.Hatte nich jedes Land ihren eigenen Gott, El, Baal?

Jesus hielt nichts vom Steinigungsgesetz bei Ehebrecherinnen oder bei Nichteinhalten der Sabbathruhe, denn es widerspricht dem Gebot du sollst nicht töten.

Nochmals, Kingchild, NIEMAND kannte laut Jesus seinen Vater im Himmel. Darum sagte Jesus auch wer ihn sähe sähe den Vater. Also war Jesus die von Gott gesandte Orientierungshilfe über wahre Göttlichkeit, wie schon vor ihm die Propheten des Vaters im Himmel, die von den Väter der Schriftgelehrten stets umgebracht wurden.

Mit Matth. 7.12 zeigt Jesus übrigens, wie man Gesetze und Propheten erfüllt. Denn dies ist laut Jesus DAS Gesetz und die Propheten, dass man mit Mitmenschen so umgeht, wie man es sich von ihnen wünscht.
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon Jure » Di 7. Mär 2017, 10:29

maria139 hat geschrieben:dem der Mose gegenüber sagte, er sei der Gott Israels,
Irgendwann wirst Du den unweigerlich kennenlernen - und bin mir nicht sicher, ob Du Dich dann noch so von und über ihm zu sprechen traust.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Di 7. Mär 2017, 10:50

Jure hat geschrieben:
maria139 hat geschrieben:dem der Mose gegenüber sagte, er sei der Gott Israels,
Irgendwann wirst Du den unweigerlich kennenlernen - und bin mir nicht sicher, ob Du Dich dann noch so von und über ihm zu sprechen traust.


Er nannte sich Gott Israels. Der Vater im Himmel ist für mich allein wahrer Gott, weil Jesus ihn ja insbesonderen den Verlorenen Schafen des Hauses Israels offenbart hatte, was längst fällig gewesen war. Jesus kam als Licht in die Finsternis. Der Vater des Lichts verführt nicht zu Bösem kann auch nicht dazu verführt werden (Jakobus)

Der Vater von Jesus ist Gott aller Menschen, also auch unser Vater, so wir Jesus glauben, dass nur er den allein wahren Gott kennt. Was für ein Gottverständnis wird uns denn durch Jesus offenbart? Und dieser Gott ist allgegenwärtig. Wer Liebe lebt, lebt in diesem Gott und dieser Gott in solchen. Darauf vertraue ich und es hat sich bisher mehr als bewährt, Jesus zu glauben und nachzufolgen.

Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Johannes 17.3
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Di 7. Mär 2017, 11:01

POW hat geschrieben:Jesus, eine eigentlich nicht genug zu ehrende Persönlichkeit und zu heilgende Wesenheit, die wir schwer umfassen können, in seiner unergründlich tiefen Liebe zum Menschen nicht, in seiner Unermesslichkeit der Gnade nicht, in seiner kosmischen Tiefe der Weisheit nicht. Jesus Christus, wahrlich das Licht der Welt, der göttliche Logos als Weg der Heilung des Menschen, Jesus als erste und letzte Wahrheit und als lichtvolles Leben im Licht der ewigen Gnade.

Und dieser Jesus Christus sollte Menschen zugrunde richten, gar den Verderber geschaffen haben?


Hallo POW :clap:
Also treffender hätte ich es garantiert nicht schreiben können. Absolute Übereinstimmung.

Hast Du nicht auch manchmal das Gefühl, dass Jesus von Nazareth sein Leben umsonst geopfert, sein kostbares Blut umsonst vergossen haben könnte, um die Menschheit (vorab die bislang irrgeleiteten Schafe des Hauses Israel) bezüglich Wahrheit über das eigentliche Wesen/Verhalten/Anordnungen/Vergebenskriterien des wahren Gottes,den er Vater im Himmel nennt aufzuklären?
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Di 7. Mär 2017, 11:03

onThePath hat geschrieben:Ich finde, die Verklärung Jesu und sein Gespräch mit Mose und Elija zeigt klar, dass Jesus kein Problem mit ihnen hat.

Jesus zeigt aber auch klar, dass er mehr kann als ein Prophet. Erst er brachte den Menschen ein vollständiges Gottesbild.

lg, otp


Das sehe ich ganz genau so. :respekt:

Gruss Maria
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon Schoham » Di 7. Mär 2017, 11:19

POW hat geschrieben:Und dieser Jesus Christus sollte Menschen zugrunde richten, gar den Verderber geschaffen haben?


Ich stelle mir einen Gerichtshof vor. Vor diesen wird ein Gesetzesbrecher geführt. Der Gerichtshof vertritt das Recht - das Gute. Gleichzeitig bestraft es den Verbrecher. So gesehen hat der Gute auch das Verderben geschaffen. Die Waffe die den Gesetzlosen bestraft. Niemand würde jetzt denken wollen, das dieses oberste Gericht, von Menschen geführt, um die Guten zu schützen und die Bösen zu richten, nicht in Ordnung wäre.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Di 7. Mär 2017, 11:24

kingschild hat geschrieben:
POW hat geschrieben:
Und dieser Jesus Christus sollte Menschen zugrunde richten, gar den Verderber geschaffen haben?


Der Verderber verdirbt die welche Böse sind. Gott beschützt seine Kinder von dem Verderber, das er sie nicht antasten kann.


Was nicht so ganz den biblischen Realitäten entsprechen dürfte. Denn bei der Tötung der Erstgeburt der Ägypter dürften tausende von Kindern getötet worden sein.
Gut, nach deiner Glaubensauffassung waren diese Kinder waren alle von schlimmster Sünde beladen und hatten selbstverständlich den Tod mehr als verdient.
Wenn man in einem christlich fundamentalistischen Elfenbeinturm sitzt, dann gehören diese glaubensvollen Gnadenakte auch immer zum Waffenarsenal der extremistischen Christen.

Wobei der Glaube an Gott allein im Christentum eher zweitrangig ist, entscheidend für das Heil und die Gnade Gottes war hier schon immer die Angehörigkeit in der "richtigen" Konfession.
Der Christ in der falschen Konfession hat dann automatisch den schwarzen Peter und ist des Bösen verfallen. Und so unterteilt man dann seine Nächsten gerne in Vollchristen, in Halb und Viertelchristen und in die sowieso vom Bösen besessene Restmenschheit, so wirklich gesund kann das nun doch alles nicht mehr sein, hier wird die jeweils konfessionell vorherschende Hybris zum alles beherrschenden Dogma, und alles Menschliche, alles wirklich Menschliche, jede urmenschliche Regung stirbt unter der grausamen Knute des religiösen Fundamentalismus.

Und wenn unter dem Zorn eines Gottes auch nur die Puppe eines kleines Kindes zerbrochen wurde, dann ist dieser Gott immer auch hinterfragbar, hier vorausgesetzt, man hat sich des Menschseins und seiner Verantwortung zum Menschlichsein noch nicht entschlagen.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon onThePath » Di 7. Mär 2017, 11:28

Schoham hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Und dieser Jesus Christus sollte Menschen zugrunde richten, gar den Verderber geschaffen haben?


Ich stelle mir einen Gerichtshof vor. Vor diesen wird ein Gesetzesbrecher geführt. Der Gerichtshof vertritt das Recht - das Gute. Gleichzeitig bestraft es den Verbrecher. So gesehen hat der Gute auch das Verderben geschaffen. Die Waffe die den Gesetzlosen bestraft. Niemand würde jetzt denken wollen, das dieses oberste Gericht, von Menschen geführt, um die Guten zu schützen und die Bösen zu richten, nicht in Ordnung wäre.


Ergänzen möchte ich, dass Gott den Verderber gar nicht erschaffen hat. Er hat selbstbewusste Engel erschaffen mit freiem Willen. Ein Teil nutzte die Möglichkeit, sich von Gott abzuwenden und das Böse zu erzeugen. Und da kommen wir auch zum Gericht, denn Gott reagiert darauf gerecht.
Der Böse und die Macht des Bösen sind durchaus ein bedeutender und realer Teil der sichtbaren und unsichtbren Welt. Wie die Bibel auch deutlich macht.

Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 7. Mär 2017, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Di 7. Mär 2017, 11:34

Schoham hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Und dieser Jesus Christus sollte Menschen zugrunde richten, gar den Verderber geschaffen haben?


Ich stelle mir einen Gerichtshof vor. Vor diesen wird ein Gesetzesbrecher geführt. Der Gerichtshof vertritt das Recht - das Gute. Gleichzeitig bestraft es den Verbrecher. So gesehen hat der Gute auch das Verderben geschaffen. Die Waffe die den Gesetzlosen bestraft. Niemand würde jetzt denken wollen, das dieses oberste Gericht, von Menschen geführt, um die Guten zu schützen und die Bösen zu richten, nicht in Ordnung wäre.


Und so werden also auch Kinder und Säuglinge vor dem Gerichtshof Gottes gestellt und zum Tode verurteilt. Was können Kinder und Säuglinge diesem Gott je angetan haben, das ein Gott sich an Kindern und Säuglingen vergreift?
(Vom lieben Vieh dann lieber höflich zu schweigen.)
Das passt dann alles nicht mehr zusammen, schon gar nicht, wenn der Richter einer schwangeren Frau den Bauch aufschlitzen lässt.
Hier werden alle Ebenen einer auch nur annähernd zu nennenden Gerechtigkeit, oder gar Gnade Gottes ad absurdum geführt, hier gibt es kein Fundament einer wirklichen Sinnhaftigkeit mehr.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon onThePath » Di 7. Mär 2017, 11:37

Pow,
Jesus Christus bringt doch Klarheit, um nicht am AT zu verzweifeln, oder ?

lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Di 7. Mär 2017, 11:42

onThePath hat geschrieben:Pow,
Jesus Christus bringt doch Klarheit, um nicht am AT zu verzweifeln, oder ?

lg, otp


Zweifelsfrei und selbstverständlich, denn mir ist kein Vers, nicht ein Vers aus dem Neuen Testament bekannt, in dem der Heiland auch nur einem einzigen Kind jemals ein Haar gekrümmt hätte.

Lasset die Kindlein zu mir kommen...
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon Schoham » Di 7. Mär 2017, 16:00

Wer ist Jesus?

Für Alfons Maria von Liguori war er sehr viel:

Mein Jesus dich allein will ich und sonst nichts.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon kingschild » Mi 8. Mär 2017, 00:30

POW hat geschrieben:Was nicht so ganz den biblischen Realitäten entsprechen dürfte. Denn bei der Tötung der Erstgeburt der Ägypter dürften tausende von Kindern getötet worden sein.


Nicht durch Menschenhand POW. Gestorben ist die Erstgeburt, durch die Sünde derer, welche die Erstgeburt der Isralieten mit Menschenhand gnadenlos ausrotteten. Aber nicht dadurch starben die Kinder, nein weil sie nicht umkehrten von diesem Bösen Werk.

Zudem jeder Mensch wird mal von dieser Welt gehen. Ist Dir das noch nicht aufgefallen? Das wichtige ist nicht das hier, sondern wo sind diese Kinder heute und wo bin ich wenn ich gehen muss, von dieser Welt.

Scheide ich mit Lüge, Anklage und Hass und ungehorsam gegen Gott aus dieser Welt wie der Pharao oder ihm Frieden mit Gott wie eben Jesus, der nicht über seinen Tod fluchte, sondern wusste der Wille des Vaters soll geschehen?

Hättest Du Frieden mit Jesus, du hättest auch Frieden mit seinem Vater, weil Jesus hat seinen Vater nie verleugnet und angeklagt. Er war eins mit Ihm, wenn Du Ihn kennen würdest, wärst Du auch eins mit IHM.

God bless
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Mi 8. Mär 2017, 09:08

kingschild hat geschrieben:
Hättest Du Frieden mit Jesus, du hättest auch Frieden mit seinem Vater, weil Jesus hat seinen Vater nie verleugnet und angeklagt. Er war eins mit Ihm, wenn Du Ihn kennen würdest, wärst Du auch eins mit IHM.

God bless
Kingschild


Den Vater im Himmel erkennt man (damals durch Hören und später dann durch lesen und verinnerlichen) durch das Reden und Handeln seines Sohnes. Nur Jesus Christus Version von Gott ist für mich verbindlich.
Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Johannes 12.45

Eins mit Moses Herr waren jene, die Jesus verfolgten und ihn der Irrlehrenverbreitung bezichtigten (später verfolgten und töteten sie die Anhänger Jesu Lehren, z.B. Stephanus uvam.)
Eins mit Jesus Vater waren /sind alle, die Jesus glauben, wie der Vater ist und dass dieser ihn geschickt hat von ihm zu zeugen, anders gesagt die Menschheit, insbesondere die Verlorenen Schafe Israels über sein wahres Wesen aufzuklären.= Johannes 17.
Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Johannes 17.3


Jesus hat seinen Vater auf Erden vertreten und so gehandelt, gelehrt, wie dieser ihm aufgetragen hat. Er repräsentierte den allein wahren Gott 1 : 1. Dieser diskriminiert keine Gebrechlichen, wie Moses Herr, sondern liess sie zu sich kommen und heilte sie, respektive sein Vater durch Jesus. Jesus tötete auch niemanden, liess auch niemanden töten und erliess keine Tötungsgesetze. Jesus lehrte kein Auge um Auge, Zahn um Zahn, sondern
Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, Matthäus 5.44


Der Vater im Himmel ist kein Gott des Krieges, der Verwüstung, der Seuchen- und Plagensendungen, der vorsätzlichen Herzverstockung des Pharaos, damit dieser das Volk immer wieder nicht ziehen lassen wollte, und so die ganze Verwüstungspalette gezeigt werden konnte, die er Wunder nannte.

Wer damals Jesus glaubte löste sich vom bislang vorherrschenden Gottverständnis, und übernahm dessen Version, wie Gott Sünden vergibt und wie unsereins selber Sünden/Sündnern vergeben soll. Ebenso zeigt Jesus, dass sein Vater nichts vom Opferkult und der Todesstrafe hielt. Wie der Sohn, so der Vater. Und wie ist man mit diesem laut Bibel -und im Alltag erfahrbar- verbunden?

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, [b]der bleibt in Gott und Gott in ihm[/b]. 1. Johannes 4.16


Gruss Maria
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Mi 8. Mär 2017, 09:34

kingschild hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Was nicht so ganz den biblischen Realitäten entsprechen dürfte. Denn bei der Tötung der Erstgeburt der Ägypter dürften tausende von Kindern getötet worden sein.


Nicht durch Menschenhand POW. Gestorben ist die Erstgeburt, durch die Sünde derer, welche die Erstgeburt der Isralieten mit Menschenhand gnadenlos ausrotteten. Aber nicht dadurch starben die Kinder, nein weil sie nicht umkehrten von diesem Bösen Werk.


God bless
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Ach, warum mussten denn die Israeliten Blut an die Tür streichen, damit dort keine Erstgeburt getötet wurde?

2. Mose 12. 12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Göttern der Ägypter, ich, der HERR. 13 Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, an euch vorübergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Ägyptenland schlage.


Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs.


Gott ist Liebe und vorsätzlich des Pharao Herz verstocken, damit er die Israeliten nicht ziehen lässt, zeugt keineswegs von Liebe, sondern Drang, zeigen zu können was er so alles an Zerstörungswundern zu bieten hat.

Aber ich will Pharaos Herz verhärten, daß ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Ägyptenland. 2. Mose 7.3


Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du alle Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; aber ich will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht lassen wird. 2. Mose 4.21


Abscheuliche Wunder waren das doch, Schlange aus Stab, Wasser in stinkiges Blut etc. die Beweise seiner "Göttlichkeit" sein sollten. und dann noch das Herz verstocken.
Nein, Kingchild, es tut mir im Herzen weh, wenn man Jesus, respektive seinem Vater im Himmel all die Zerstörungswunder, Ausrottungs- Steinigungsgesetze, Tötungen und Aufforderungen zum Töten, den gesamten Opferkult des Herrn bei Mose zuordnet, zur Last legt demzufolge.

Du kannst sicher glauben was Du willst, Kingchild. Ich glaube und halte mich an diejenige Version vom allein wahren Gott allein, die Jesus Christus in dessen Auftrag kam zu offenbaren. (Das taten ja die Jünger und Apostel in der Bibel nachweislich auch)

Gruss Maria
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mi 8. Mär 2017, 10:42

kingschild hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Was nicht so ganz den biblischen Realitäten entsprechen dürfte. Denn bei der Tötung der Erstgeburt der Ägypter dürften tausende von Kindern getötet worden sein.


Nicht durch Menschenhand POW. Gestorben ist die Erstgeburt, durch die Sünde derer, welche die Erstgeburt der Isralieten mit Menschenhand gnadenlos ausrotteten. Aber nicht dadurch starben die Kinder, nein weil sie nicht umkehrten von diesem Bösen Werk.



Hier tun sich dann wahre Abgründe dunkelster Wesenhaftigkeit auf.

Ich antworte dir auf deinen Beitrag jetzt und hier einfach einmal nur als Mensch, als Mensch der sich trotz der vielen Götter und Götzen in dieser Welt zuerst seinem Gewissen, seinen Idealen der Menschlichkeit und seinem Gerechtigkeitsempfinden verpflichtet fühlt:

Ich denke jetzt und im Themenzusammenhang oft an die früheren mittelamerikanischen Götzereligionen, in der das Menschenopfer alltäglich war, Religionen in denen kleine Kinder dem Regengott geopfert wurden, in dem man ihnen bei lebendigen Leibe das Herz herausschnitt, um durch ihr qualvolles Schreien den Regengott gnädig zu stimmen. Man mag das alles nicht zu ende denken...

Wieviel Qual, Marter und welche Torturen mussten die Säuglinge und Kleikinder wohl damals in Ägypten erleiden, die dem unstillbaren Zoren des alttestamentarischen Gottes ein Opfer wurden?
Der tausendfache Mord an Säuglingen Kindern als Gottes Legitimation einer höheren Gerechtigkeit im Kampf gegen das Böse? Kindesmord als Triebfeder und Rechtfertigung im Kampf gegen das Böse?

Grenzbereiche selbst im Herzen der Finsternis.

Aber zum Schluss möchte ich dir gerne eine Frage stellen: Ich weiß nun nicht genau zu sagen, wie viele Christen es zur Zeit auf der Welt gibt, mögen es 2 oder 3 Milliarden sein.
Bist du der Meinung, das die Säuglinge und Kleinkinder der nichtchristlichen Restmenschheit es wert sind, von Gott ausgerottet zu werden? Wärest du dafür, das überhaupt alle Menschen, die nicht dem christlichen Glauben anhängen, dass wären dann 4 bis 5 Milliarden Menschen, das also auch all diese Menschen von Gott ausgerottet und vertilgt werden sollten?

(Wobei die Standardausrede, das ja all diese Menschen zum christlichen Glauben übertreten könnten keine wirkliche sinnhafte Relevanz hat, es geht hier um die Kernfrage, allein um die Kernfrage.)
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon Lee » Mi 8. Mär 2017, 12:03

@POW:Wenn Dir der christliche Glaube zu gegen den Strich geht, warum schreibst Du hier behaupt?
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon maria139 » Mi 8. Mär 2017, 13:12

Lee hat geschrieben:@POW:Wenn Dir der christliche Glaube zu gegen den Strich geht, warum schreibst Du hier behaupt?
Lee


Also ich persönlich finde den Gottesglauben von POW christlicher als von jedwelchen Bibelgläubigen, die Jesus wohl als wahren Menschen UND wahren Gott bezeugen, jedoch offenbar ausser acht lassen, dass er von sich sagt, dass niemand ausser ihm den allein wahren Gott kennt, (und Jesus nur tue was der ihn lehrte, was er tun soll).Dieser tat durch seines Sohnes Mund der Welt seinen wahren Willen, sein wahres Wesen kund.

Jesus Gotteslehre und Verhalten und insbesondere Vergebungskriterien, Art der gewirkten Heil-Wunder unterscheidet sich doch krass von Moses Herr.

Im Gegensatz zu POW würde ich nicht unterscheiden zwischen AT-Gott und NT-Gott. Im AT findet man klar auch Stellen, bei denen wohl der Gott der Hebräer/Unheilwunder entweder unbekannt war oder man intuitiv wahres Gottverständnis erkannte und verlautbarte. Anders ausgedrückt leuchtet der liebende Gott, der Vater Jesus somit hervor.

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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mi 8. Mär 2017, 15:06

Lee hat geschrieben:@POW:Wenn Dir der christliche Glaube zu gegen den Strich geht, warum schreibst Du hier behaupt?
Lee


Weil ich mich, trotz des Glaubens an das Licht der Welt, mich mit einem Kindesmord und Völkermorden solch gewaltigen Ausmaßes nienals identifizieren kann, analog zu Jesus gesehen. Weil ich, gerade wegen meiner grenzenlosen Begeisterung für die universale Weisheit des Neuen Testamentes, den ewig vor Zorn schnaubenden Gott des Alten Testaments gewiss nicht lieben kann.
Und schließlich weil ich, wenn ich von der niemals auszulotenden Liebe und Gnade, auch der Demut und Hingabe eines Jesus Christus im Neuen Testament lese, den mordenden Gott aus dem AT um so weniger begreifen kann.

Was hat dich eigentlich daran gehindert, anstatt einmal wieder Richtschwert zu schwingen, zum Kindermord, zu den Vernichtungsaktionen des alttestamentarischen Gottes überhaupt, einmal deine Meinung hier ehrlich offenzulegen.

Was hat dich gehindert? Die Balken in in deinem Auge vielleicht? Deine Selbstachtung, dein Gewissen, dein sicherlich sündenloses Menschsein?
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mi 8. Mär 2017, 15:28

maria139 hat geschrieben:
Jesus Gotteslehre und Verhalten und insbesondere Vergebungskriterien, Art der gewirkten Heil-Wunder unterscheidet sich doch krass von Moses Herr.



Was auch immer und wie auch immer, dass hier ist für mich eine Art von Credo, hinter dem ich mein Leben lang stehen werde:

Jesus und die Armen


Du bist gestorben, lieber Bruder Christ,
Wo aber sind die, für die du gestorben bist?

Du bist gestorben für aller Sünder Not,
Aus deinem Leibe ward das heilige Brot,
Das essen sonntags die Priester und die Gerechten,
An deren Türen wir Hungrigen fechten.

Wir essen dein Brot der Vergebung nicht,
Das der fette Priester den Satten bricht;
Dann gehn sie, verdienen Geld, führen Krieg und morden;
Keiner ist durch dich selig geworden.

Wir Armen, wir gehen auf deinen Wegen
Dem Elend, der Schande, dem Kreuz entgegen,
Die andern gehen vom heiligen Nachtmahl heim
Und laden den Priester zu Braten und Kuchen ein.

Bruder Christ, du hast vergebens gelitten -
Gib du den Satten, um was sie dich bitten!
Wir Hungrigen wollen nichts von dir, Christ;
Wir lieben dich bloß, weil du unser einer bist.
(Hermann Hesse)

Allein der letzte Satz der letzten Strophe ist alle Himmel wert.

Jesus und die Armen, die Kranken, die Verfolgten, die Verfemten, die Verstümmelten, die Gefolterten, die Hungrigen, die an Leib und Seele verwundeten, und die nach Wahrheit, nach der letzten Gerechtigkeit, nach sicherer Führung und Geleit Suchenden.
Alle diese Menschen ist Jesus und wird es immer sein. Für mich, aus meinem Glauben heraus, war Jesus Christus niemals weg, oder fern, oder irgendwo außerhalb unseres Herzens, unserer Seele, denn genau dort ist in uns Jesus lebendig und allgegenwärtig.

Jesus als der ewig lebendige Pulsschlagt unseres glaubenden Selbst, auch meines Selbst im Suchen, im Fehlen, im Finden.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon Lepitoptera » Mi 8. Mär 2017, 15:40

Auch im neuen Testament finden sich Stellen über Gottes Zorn. Ja, Gott hat ein Ausmass an Liebe in sich, welches kaum in Grösse auszudrücken ist und sicher ist es sein grösster Wunsche alle Menschen zu retten. Aber wenn sich ein Mensch Gott auf Dauer widersetzt, dann wird er Gottes Zorn auf sich laden. Davon spricht die Offenbarung und beispielsweise auch in Johannes 3,36 steht: "Und alle, die an den Sohn Gottes glauben, haben das ewige Leben. Doch die, die dem Sohn nicht gehorchen, werden das ewige Leben nie erfahren, sondern der Zorn Gottes liegt weiterhin auf ihnen." Soviel zum Thema, dass der Gott des "NT" (wie ihn hier gewisse User bezeichnen und den Gott des "AT" ablehnen), dass euer "NT Gott" nicht zornig ist...
Barmherzigkeit ist es, etwas nicht zu bekommen, das wir verdient hätten (Tod). Gnade ist es, etwas zu bekommen, das wir nicht verdient hätten (Himmel). Danke Jesus!
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon jesher » Mi 8. Mär 2017, 15:41

POW hat geschrieben:Was auch immer und wie auch immer, dass hier ist für mich eine Art von Credo, hinter dem ich mein Leben lang stehen werde:
Bei mir ist es der Ausruf des Glaubens an den Auferstandenden Jesus Christus von Thomas aus Johannes 20,28 "...Mein Herr und mein Gott!"

Lepitoptera hat geschrieben:Auch im neuen Testament finden sich Stellen über Gottes Zorn. Ja, Gott hat ein Ausmass an Liebe in sich, welches kaum in Grösse auszudrücken ist und sicher ist es sein grösster Wunsche alle Menschen zu retten. Aber wenn sich ein Mensch Gott auf Dauer widersetzt, dann wird er Gottes Zorn auf sich laden.
Man kann davon ausgehen, dass 3/4 des NT aus direkten und indirekten Bezügen aus dem AT besteht (ohne sich dabei in irgendeiner Weise an die in diesem Thema kritisierten und in Zweifel gezogenen Texten zu stoßen), was nicht verwundern dürfte, da sich Jesus und die gesamte Heilsgeschichte aus dem AT heraus legitimiert. Der Zorn Gottes wird daher ebenso im NT thematisert wie die Erfüllung des Heils.

sonnige grüße,
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mi 8. Mär 2017, 16:03

Lepitoptera hat geschrieben:Auch im neuen Testament finden sich Stellen über Gottes Zorn. Ja, Gott hat ein Ausmass an Liebe in sich, welches kaum in Grösse auszudrücken ist und sicher ist es sein grösster Wunsche alle Menschen zu retten.


Ich glaube nicht, dass Jesus, trotz aller dunklen Mächte und Gewalten, jemals etwas daran hindern könnte, das auch zu verwirklichen. Es tut nicht not, Milliarden von Menschen zu vernichten, ich denke, Jesus sieht das ähnlich, die Liebe besiegt am ende alles, in der universalen Liebe eines Jesus Christus, den teilweise cholerischen Biblizismus einiger Christen trage ich dann tapfer mit.

Und den Teil der Frohbotschaft, der gerne einmal zur Drohbotschaft umfunktioniert wird, dass soll dann die Butter auf dem bitteren Brot der christlichen Fundamentalisten sein und auch bleiben.
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Re: Wer war Jesus?

Beitragvon POW » Mi 8. Mär 2017, 16:39

jesher hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Was auch immer und wie auch immer, dass hier ist für mich eine Art von Credo, hinter dem ich mein Leben lang stehen werde:
Bei mir ist es der Ausruf des Glaubens an den Auferstandenden Jesus Christus von Thomas aus Johannes 20,28 "...Mein Herr und mein Gott!"


Ich weiß nicht, wie viele Jahre es waren, in denen ich mich mit der Frage: Jesus = Gott herumgeschlagen habe, wie viele theologische Abhandlungen und theologisch themenbezogene Fachbücher ich dazu gewälzt habe, um diese endlich aus dem Fenster zu werfen (metaphorisch) und diese Frage nur noch allein an die Bibel zu stellen.
Schließlich war es das Versgut aus den Paulinischen Briefen, das mir die Augen öffnetete.
Jesus ist nicht der Vater, nicht der Gott des AT, aber ich denke, wir sind vernünftig und erwachsen genug, um uns hier nicht in einem von vornherein sinnlosen Bibeltennis zu verpulvern.
Wenn der Erdentag kommt, der für uns Menschen der Kürzeste ist, dann werden wir es endgültig wissen.
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