Beziehung zu Jesus Christus leben

Wer ist Jesus? Was hat er zu sagen?

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Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » So 7. Okt 2018, 14:11

Hallo zusammen

Öfters habe ich von Pastoren gehört, dass Jesus Christus bzw. Gott die Priorität Nummer Eins im Leben sein muss. Mein Lieblingsprediger hat mich dann einmal mit einer Aussage sehr verblüfft. Er sagte nämlich, dass Gott weder Interesse hätte die Priorität Nummer Fünf in meinem Leben zu sein, noch die Nummer Eins. Gäbe es solch eine "Prioritätenliste", dann würde dies in der Praxis etwa so aussehen:

Nach dem Aufwachen muss ich sofort mit Gott reden oder die Bibel lesen und mich sonst irgendwie mit Gott beschäftigen. Er ist ja Priorität Nummer Eins, also muss ich mit ihm anfangen. Wenn ich dies getan habe, kann ich Gott abhaken, denn dann habe ich Priorität Nummer Eins ja erfüllt.

Also kommt nun Priorität Nummer Zwei dran. Dies ist wohl mein Ehemann. Also gebe ich ihm einen Kuss, sage ihm, dass ich ihn liebe, umarme ihn, frage ihn noch, wie es ihm ginge und anschliessend habe ich Priorität Nummer Zwei auch abgehakt.

Somit kann ich also zur Priorität Nummer Drei gehen. Was ist das? Vermutlich die Arbeit? Somit gehe ich arbeiten.

Nach Feierabend kann ich auch bei der dritten Priorität einen Haken setzen und dann zur vierten Priorität hinüber gehen. Was könnte das wohl sein? Das Hobby? Okay, gehe ich meinem Hobby nach.

Wer, ausser mir und meinem Lieblingsprediger findet dies auch grauenhaft? Aber früher habe ich in der Tat geglaubt, dass Gott Priorität Nummer Eins sein müsste. Bis ich endlich lernen und erkennen durfte, dass Gott nicht an irgendwelchen Prioritäten interessiert ist, sondern an einer tiefgehenden Beziehung zu mir. Was bedeutet dies? Dass er in meiner Priorität Nummer Eins sein möchte, aber ebenso in meiner zweiten, dritten, vierten und fünften Priorität. Dass er dabei sein möchte, wenn ich mit meinem Mann spreche und mit ihm zusammen bin, dass er dabei sein möchte, wenn ich zur Arbeit fahre und arbeite, dass er dabei sein möchte, wenn ich einem Hobby nachgehe, dass er dabei sein möchte, wenn ich koche, putze, fernsehe, lese oder hier im Forum etwas schreibe etc pp. Gott hat keine Prioritätenliste.

Mich hat dieses komische Gedankengut von wegen Gott als Priorität Nummer Eins lange Zeit enorm gestresst gehabt. So hatte ich mir ständig Sorgen gemacht, ob ich wohl der Priorität Nummer Eins genügend Zeit und Aufmerksamkeit gegeben habe? Ob Gott sich wohl genügend als Nummer Eins gefühlt haben mochte oder ob ich mal wieder versagt haben könnte. Wenn ich dann meinem Hobby nach ging, kriegte ich ein schlechtes Gewissen und hinterfragte mich, ob ich zuerst wohl noch etwas Bibel lesen sollte, bis ich etwas zum Vergnügen tun dürfte. Solches Denken machte mich völlig krank.

Heute erfreue ich mich daran, dass ich Gott in allem mit dabei habe. Dass er jederzeit eingreifen oder etwas sagen darf. Dass er Herr in allen meinen Lebensbereichen ist. Dass ich mich nicht mehr hinterfragen muss, ob er wohl in Priorität Nummer Eins genügend Aufmerksamkeit bekommen haben könnte. Ich denke an ihn, wenn ich die Beziehung zu meinem Mann pflege oder wenn ich arbeite oder wenn ich meinem Hobby nachgehe. Und so fühlt es sich für mich nach einer andauernden, tiefgehenden Beziehung an und daran erfreue ich mich so sehr.

Was sind eure Gedanken oder Erfahrungen?

Liebe Grüsse
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon firebird » So 7. Okt 2018, 16:46

Liebe Tamahia,

es ist schon eine Zeit her, dass ich aufgehört habe, mich zu hinterfragen welche Priorität in meinem Leben Gott in Wirklichkeit hat. Mein Leben mit Gott läuft auch nicht nach Programmpunkten, welche konform mit irgend einer Belehrung ist, die ich einmal bekommen habe.

Ich freue mich einfach daran, dass Gott für mich durch Jesu Opfertod zum Vater geworden ist. Da kann ich ganz spontan leben wie ein Kind. Als Kompass dient mir dabei mein Gewissen. Wenn einmal etwas daneben gegangen ist, weiss ich was zu tun ist.

Freundlicher Gruss
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » So 7. Okt 2018, 17:25

Finde ich super, lieber Firebird! :clap:

Was ich auch lernen durfte, welche "Sprache" es ist, mit der man mit Gott kommunizieren kann. Es gibt drei Arten von Sprachen. Da ist zuerst die Sprache der Beziehung oder die Sprache des Vertrauens. Ein Baby beginnt mit dieser Sprache zu kommunizieren. Es spricht mit seinem Umfeld mit einfachsten Worten wie "da da" oder ähnlich. Und kriegt vom Gegenüber in ähnlichen Ausdrucken eine Antwort. Diese Art von Sprache verschafft dem Baby ein Gefühl des Vertrauens.

Später lernt ein Kind dann die Sprache der Information. Es lernt, dass ein "Muuuuh" eine Kuh ist oder ein "Määäh" ein Schaf. Es lernt Zusammenhänge wie Wolken und Regen etc. Diese Sprache findet insbesondere in der Schule statt.

Dann gibt es aber noch eine dritte Sprache und zwar die Sprache der Motivation. Ein Kind beginnt zu merken, je nachdem was es redet oder sogar schreit, desto mehr bewirkt es etwas im Gegenüber. Diese Sprache findet besonders auch in der Politik oder Werbung statt.

Nun, wenn ich mit Gott kommunizieren möchte, dann sollte ich dies in der ersten Sprache tun. Denn, Gott informieren, muss ich nicht. Er weiss ohnehin alles. Zudem motivieren, muss ich Gott auch nicht. Er weiss es eh besser als ich.

Wenn es Menschen schwer fällt mit Gott zu reden, zu beten, dann könnte ich mir vorstellen, dass sie versuchen in der zweiten oder dritten Sprache zu kommunizieren. Gerade als Erwachsene muss man vermutlich aufpassen, dass die erste Sprache nicht verloren geht oder verlernt wird. Beispielsweise bei zwei Verliebten findet man diese Sprache wieder. Sie können stundenlang am Telefon miteinander sprechen, ohne wirklich etwas Weltbewegendes zu sagen. Sie drücken einfach ihre Gefühle aus und lieben es mit dem anderen zu reden. Selbst wenn es einen völligen Mist sein sollte, sie wollen einfach miteinander reden. Menschen, die vermutlich ausschließlich in der Beziehungssprache reden, sind geistlich behinderte Menschen.

Ich denke, dass es für Menschen, die neu im Glauben sind und vorher noch nie versucht haben mit Gott zu reden, hilfreich sein könnte zu verstehen, dass sie Gott weder informieren noch motivieren, noch perfekt stilsichere Sätze formulieren, noch ein spezielles Ritual einhalten müssen. Sondern, dass es bei Gott um eine vertrauensvolle Beziehung geht. Vermutlich seid ihr alles alte Hasen im Glauben und dies ist für euch klar. Aber vermutlich habt ihr ja doch den einen oder anderen im Umfeld, der sich dies noch nicht so bewusst ist und sich schwer tut mit Beten und der Beziehung zu Gott. Ich bin froh, wenn ich in solch einem Fall entsprechende Tipps geben könnte.

Liebe Grüsse
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Johelia » Mo 8. Okt 2018, 02:55

Liebe Tamy

Persöhnlich mache ich keine Prioritätenliste mit verschiedenen Punkten die dann abgearbeitet werden müssen. Das wäre Werksgerechtigkeit.

Betreffs dieser Frage gefällt mit diese Stelle am Besten:

Mt 6:33 Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.

Hier ist mir der Blick auf jede Frage / Lebenssituation vom Aufstehen bis zum zu Bett gehen wichtig. Zuerst blicke ich auf Gott und was IHM gefällig wäre und erst dann frage ich was ich möchte. Mit der Zeit passen sich so meine Wünsche an das was Gott gefällt an.

Im Tagesverlauf ergeben sich so Zeiten die ich nur für Gott widme, Zeiten für die Arbeit, Zeiten für Partner und Freunde und ganz wichtig, Zeiten für Freizeit.

Bei all dem bleibe ich ein Mensch den eben nicht immer alles so gelingt wie ich mir das für Gott vorstelle, aber das Blut Jesu ist immer genügend um mich rein vor Gott darzustellen.

Schuld und Selbstzweifel kommen nicht von oben, denn der Vater kennt uns ja und sieht unser Herz.

Äs Grüessli
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » Mo 8. Okt 2018, 13:27

Lieber Johel

Es gibt ja noch einen weiteren Vers und den finde ich genauso wichtig und zwar Galater 2,19 und 20:

19 Durch das Gesetz werde ich verurteilt, weil ich es nicht erfüllen kann. Ich aber bin mit Christus gekreuzigt, sodass ich jetzt nicht mehr unter dem Gesetz stehe, sondern für Gott lebe. 20 Ich lebe, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir.


Früher habe ich mich immer gefragt, was denn dies genau bedeuten soll. Ich meine, ich war nie gekreuzigt worden, ich lebe immer noch und liege schon gar nicht im Sarg. Was bedeutet denn dies in der Tat? Und da habe ich von meinem Lieblingsprediger auch eine Antwort bekommen. Er machte einen Vergleich vom Singleleben zu einem Leben in der Ehe. Wenn ich heirate, dann sterbe ich meinem Singleleben. Ich kann nicht single bleiben, wenn ich heirate. Als Single wachte ich alleine auf im Bett, verheiratet liegt da mein Mann neben mir. Als Single brauchte ich niemanden zu fragen und traf alle Entscheidungen alleine, in der Ehe bespreche ich alles mit meinem Mann. Als Single führte ich Selbstgespräche, als Ehefrau hört mir mein Ehemann zu.

Und so ist es auch mit Gott. Früher lebte ich, als ob Gott nicht da wäre. Als Christ bin ich mir bewusst, er ist immer bei mir. Als ehemals Gottlose fragte ich nicht nach Gottes Willen, als Christ treffe ich Entscheidungen mit Übereinstimmung Gottes (ich versuche es zumindest und habe den Willen dazu). Früher wusste ich nicht vorher ich komme, wozu ich lebe, wohin ich gehen werde, heute weiss ich es anhand Gottes Wort. Meinem gottlosen Leben bin ich gestorben. Aber leben tue ich heute mit Gott. Meinem Egoleben bin ich gestorben, heute frage ich nach Gottes Willen. Früher wurstelte ich mein Leben aus eigener Kraft, heute lebt Christus in mir und ich darf aus seiner Kraft leben.

Ich zitiere sehr gerne wieder Major Thomas:

Christsein ist nicht einfach, Christsein ist auch nicht schwer, Christsein ist unmöglich.


Nur Jesus kann Christ sein. Ich kann es nicht aus eigener Kraft. Nur aus der Beziehung heraus zu Gott. Früher dachte ich, dass ich doch meine gesamte Kraft aufwenden müsste, um Christus zu gefallen und etwas für ihn zu tun. Schließlich hat er umgekehrt ja alles für mich gegeben. Nun, alles, was ich bei diesem Gedankengut tun kann, ist scheitern und mich als Versagerin zu fühlen. Heute mache ich es anders und nehme den Rat des Predigers an. Ich stehe auf und sage zu Jesus: "Hier bin ich Herr! Nimm dieses Stück Fleisch, habe Freude daran und tue damit, was Du tun willst und ich aus eigener Kraft nicht tun kann. Ich stelle mich Dir zu Verfügung." Und am Abend sage ich zu ihm: "Herr, ich habe keine Ahnung, was Du heute getan hast. Aber ich habe mich Dir zur Verfügung gestellt. Ich kann nicht mehr tun, als mich Dir zur Verfügung zu stellen. Tue Du das, was ich selbst nicht tun kann."

Und dies hat mein Leben verändert. Früher glaubte ich immer, als guter Christ müsste ICH etwas leisten. Ganz davon befreit so zu denken, bin ich immer noch nicht, deshalb habe ich ja den Thread betreffend Gnade und Werke eröffnet. Bzw. lasse ich mich einfach zu schnell wieder mal verunsichern oder manipulieren. Aber eigentlich wüsste ich es besser. Es geht um Beziehung und diese macht mich imstande Dinge zu tun, die ich sonst nicht tun könnte.

Und Gott ist gerecht. Er fordert mich zu nichts aus, zu welchem er mir nicht die Kraft dazu gäbe. Er räumt nicht mit einem Traktor den Parkplatz vom Schnee frei und drückt mir nachher eine kleine Holzschaufel in die Hand und sagt: "Wenn du mich wirklich liebst, dann räumst du den Parkplatz genau so schön frei wie ich es getan habe." Nein. Wenn ich den Parkplatz freiräumen soll, dann gibt er mir auch den Traktor.

Früher schämte ich mich immer und betitelte mich als Versagerin, wenn ich etwas nicht konnte. Heute sage ich mir, dass es in dem Fall nicht meine Aufgabe von Gott wäre. Denn wäre es meine Aufgabe, dann wäre ich auch in der Lage, sie erfüllen zu können. Hat mir alles sehr geholfen. Ich gehe davon aus, dass dies nichts Neues für dich ist, aber es lesen ja hoffentlich auch noch andere Menschen mit. Beispielsweise Gäste, die hier nicht aktiv schreiben, sondern nur lesen.

Liebe Grüsse
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon John1955 » Mo 8. Okt 2018, 18:27

Also ich finde, dass es darauf ankommt, wie man Gott und Priorität definiert Tamahia. Wenn ich Gott an erste Stelle stelle, dann prorisiere ich die gelebte Liebe, von morgen früh bis Abend spät in Allem was ich angehe. Und somit gebe ich Gott den 1. Platz in meinem Leben, denke ich.

Gruss John,
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » Mo 8. Okt 2018, 19:47

Ja, sehe ich auch so John. Ich habe es nur anders formuliert. Wenn Jesus in allem, was ich tue, Raum hat und eingreifen darf, dann ist er an erster Stelle. Dann ordne ich mich ihm unter. Wenn ich meinen Mann anbrülle, dann ist dies sicher nicht nach Jesus Willen und verdränge ihn somit. Begegne ich meinem Mann jedoch mit Liebe, selbst wenn wir gerade eine Meinungsverschiedenheit haben, dann gebe ich Jesus Raum. Dennoch kann es mal vorkommen, dass ich wütend werde und nicht in einem freundlichen Ton antworte. Dann spüre ich sehr schnell, dass es weder mir noch meinem Mann und bestimmt auch Jesus nicht gut geht. Und so lasse ich mich wieder von Jesus zurückführen. Mit einer Entschuldigung, dass es mir leid tut und sofort tut es ihm auch leid und wir hangen wieder aneinander wie eh und je. Jesus hat Raum und alles kommt wieder ins Lot. Würde ich jedoch an meinem Groll festhalten und meinen Kopf durchstieren wollen, wäre Jesus wieder draussen. Mein Mann und ich hätten eine unsägliche Missstimmung und es würde uns beiden nicht gut gehen. Da wir aber beide mit Jesus leben und ihm Raum geben, sind wir uns in kürzester Zeit nicht mehr böse und haben es enorm gut miteinander. Jesus steht an erster Stelle, aber durch die Beziehung zu ihm selbstverständlich. Wie es auch Firebird ähnlich formuliert hat. Wenn ich wirklich in einer Beziehung mit Jesus lebe, dann ist er den ganzen Tag und in allem, was ich tue, dabei. Dann muss ich nicht priorisieren. Er ist einfach da. Es wird zu einer Selbstverständlichkeit. Wir sind immer zu zweit.

Liebe Grüsse
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Habatom » Fr 9. Nov 2018, 09:05

Guten Morgen Tamahia,

Ich muss nicht Jesus in meinem Leben erst einen Raum geben. Er, Christus , lebt ja in mir, durch mich. Nicht mehr ich lebe mich selbst !

Raum geben kann ich Kraft meines freien Willens dann dem heiligen Geist. Dort wo ich mich durch das Wort, geistliche Lieder, Ermutigungen untereinander, etc. erbauen lasse.

Habe ich einmal Groll oder Zorn, bin ich gefordert in dieser Stimmung dann nicht an anderen schuldig zu werden.
Also nicht in einem freundlichen Ton zu antworten - was sowieso oft nur eine Etikette ist - ist keine Sünde. Der Inhalt unserer Worte ist entscheidend und mit welcher Absicht wir etwas sagen. Suchen wir das Beste für unser Gegenüber, oder wollen wir nur uns selbst zur Geltung bringen, Recht haben, uns über den anderen stellen.

Sich dann gegenseitig die Verfehlungen im Worte nicht nachzutragen, zeichnet den Umgang zwischen Christen untereinander aus.

Liebe Grüsse,
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » Fr 9. Nov 2018, 12:45

Guten Mittag Habatom

Ja gut, für mich ist das jetzt eine Spitzfindigkeit. Egal, wie man es jetzt grammatikalisch genau ausdrücken möchte. Es geht doch darum, dass man Christus klar den Raum nehmen kann. Man kann sich ihm widersetzen und nicht "kooperieren", indem man ihm im Weg steht, dass er nicht das durch einen tun kann, was er gerne tun möchte. Er beschneidet uns nach wie vor nicht in unserem freien Willen. Er tut seinen Willen kund, aber es ist dann an uns, ob wir diesem dann auch nachgehen wollen. Falls nein, bin ich der Meinung, dass wir ihm den Raum durchaus nehmen.

Liebe Grüsse
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon firebird » Fr 9. Nov 2018, 15:24

Lieber Habatom, liebe Tamahia,

Habatom hat geschrieben:Ich muss nicht Jesus in meinem Leben erst einen Raum geben. Er, Christus , lebt ja in mir, durch mich. Nicht mehr ich lebe mich selbst !


Ja es ist so, dass Christus in mir lebt. Das bekommen wir auch dann zu spüren, wenn unser praktisches Leben nicht mit Christus übereinstimmt. Das ist in solchen Momenten der Fall, wenn beispielsweise unsere Emotionen aus der Kontrolle geraten und wir unsere Nächsten anschimpfen. In solchen Phasen ist es ja offensichtlich, dass wir Christus keinen Raum geben.

Wenn wir dann nachher Christus wieder Raum geben, dann lassen wir uns von unserem schlechten Gewissen überführen. Dies führt dazu, dass wir unsere Sünden bekennen. Weil Jesus Christus am Kreuz auch für jene Sünden mit seinem Blut bezahlt hat. Dadurch bekommen wir Vergebung, in unserem Gewissen bekommen wir Frieden und dem Leben in der Beziehung zu Jesus Christus steht nichts mehr im Wege.

Freundlicher Gruss
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Helmuth » Fr 9. Nov 2018, 15:51

Tamahia hat geschrieben:Öfters habe ich von Pastoren gehört, dass Jesus Christus bzw. Gott die Priorität Nummer Eins im Leben sein muss.

Ich denke du hast deine Lektion gelernt, dass es nicht um Rangordnungen geht sondern um innere Werte. Gott lieben und den Nächsten wie sich selbst sind keine Rangordnungen sondern das eine bedingt das andere.

Niemand liebt Gott, wenn er seinen Nächsten hasst, umd umgekehrt liebt niemand seinen Nächsten wenn er Gott wiederum hasst.

Ich habe unlängst die Erfahrung der Priorität machen dürfen. Ich wurde von meiner eigenen Familie aufgefordert einen mir nahestehenden Freund aufzugeben, weil sich eines meiner Familienmmitglieder mit ihm nicht versöhnen will.

Es war eine schmerzhafte Erfahrung, aber Jesus hatte sehr herausfordernd Folgendes gesagt:
Lk 14, 26 hat geschrieben:Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und sein Weib und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.

Das habe ich in der angespannten Familiensituation zwar so nicht gesagt, aber klargemacht, dass ich nicht bereit bin faule Kompromisse einzugehen, nur damit man mit mir zufrieden ist. Jetzt werde ich von einem Teil meiner Familie gemieden.

Das bedeutet es, wenn ich sage Jesus hat den Platz Nummer 1 in meinem Leben. Alles andere wäre m.E. Heuchelei gewesen.
Herzliche Grüße
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » Fr 9. Nov 2018, 16:59

Dies tut mir sehr leid für dich Helmuth. Aber meines Erachtens hast du richtig gehandelt. Ich würde es auch so machen wollen.

Liebe Grüsse
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Rattenfreundin » Sa 10. Nov 2018, 21:49

Nach dem Aufwachen muss ich sofort mit Gott reden oder die Bibel lesen und mich sonst irgendwie mit Gott beschäftigen. Er ist ja Priorität Nummer Eins, also muss ich mit ihm anfangen.


Nach dem Aufstehen tue ich als erstes Lüften. Hat nun das Lüften in meinem Leben 1. Priorität? Nein.
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Gnu » So 11. Nov 2018, 11:50

Rattenfreundin hat geschrieben:Nach dem Aufstehen tue ich als erstes Lüften. Hat nun das Lüften in meinem Leben 1. Priorität? Nein.

Nein, das Aufstehen. :lol:
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Helmuth » Mo 12. Nov 2018, 08:32

In letzter Zeit mahnt mich der Heilige Geist das Gebet nicht zu vernachlässigen. Manchmal starte ich wirklich völlig bedenkenlos meinen Tag, so als gäbe es gar keinen Gott. Und wenn ich mich dann in der einen oder anderen Alltagsproblematik verfange kommt diese leise und innere unhörbare Stimme:

Redest du mit mir eigentlich auch noch? Fragst du mich, wie ich dir helfen könnte? Du hörst täglich mein Wort und sagst dazu gar nichts? Wozu rede ich dann?

So in der Art, ich weiß nicht, wie ihr solche Erfahrungen macht, aber mir geht es so. Dann knicke ich ein, wieder einmal erkennend wie ich das Gebet schmählich vernachlässigt habe.

Dabei ist Gebet, wie ich es anderen gerne sage, in der Wirkung von einem MG74. Es hält flankierend den angreifenden Gegner am Boden fest. Aber ohne Gebet ist es wie wenn man gar nicht merkt, dass der Feind wieder einmal im Anmarsch ist.

Von vielen Werken ist für mich Gebet eine klare Priorität 1 in meinem Leben, lediglich an der Konsequenz mangelt es zeitweise.
Herzliche Grüße
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Habatom » Mo 12. Nov 2018, 09:10

Helmuth hat geschrieben:In letzter Zeit mahnt mich der Heilige Geist das Gebet nicht zu vernachlässigen.

Redest du mit mir eigentlich auch noch? Fragst du mich, wie ich dir helfen könnte? Du hörst täglich mein Wort und sagst dazu gar nichts? Wozu rede ich dann?


Dabei ist Gebet, wie ich es anderen gerne sage, in der Wirkung von einem MG74. Es hält flankierend den angreifenden Gegner am Boden fest. Aber ohne Gebet ist es wie wenn man gar nicht merkt, dass der Feind wieder einmal im Anmarsch ist.

Von vielen Werken ist für mich Gebet eine klare Priorität 1 in meinem Leben, lediglich an der Konsequenz mangelt es zeitweise.



Du verwechselst hier den heiligen Geist mit dem Anspruch, den du meinst, den Gott an dich hegt.

Und wenn dein Gebetsleben einem Maschinengewehr gleich kommt, dann erinnert mich das eher an das Plappern von Heiden.

Mal als kleine Bibellese für uns über die Wirkung und die Länge von Gebet und wer denn nun für uns streitet. Wir mit den GebetsMG-salven oder vielleicht doch Gott selbst:

2. Könige 6,
15 Und als der Diener des Mannes Gottes früh aufstand und hinausging, siehe, da umringte ein Heer die Stadt und Pferde und Kriegswagen. Und sein Diener sagte zu ihm: Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?
16 Er aber sagte: Fürchte dich nicht! Denn zahlreicher sind die, die bei uns sind, als die, die bei ihnen sind.
17 Und Elisa betete und sagte: HERR, öffne doch seine Augen, dass er sieht! Da öffnete der HERR die Augen des Dieners, und er sah. Und siehe, der Berg war voll von feurigen Pferden und Kriegswagen um Elisa herum.
18 Und sie kamen zu ihm herab. Und Elisa betete zu dem HERRN und sagte: Schlag doch diese Kriegsschar mit Blindheit! Da schlug er sie mit Blindheit nach dem Wort des Elisa.
19 Und Elisa sagte zu ihnen: Dies ist nicht der Weg und dies nicht die Stadt. Folgt mir! Ich will euch zu dem Mann führen, den ihr sucht. Und er führte sie nach Samaria.
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » Mo 12. Nov 2018, 12:49

Lieber Habatom

Findest du es ein "Geplapper", wenn ich als Christ Gott in allem miteinbeziehe (in Form von in Gedanken bei ihm sein, in Gedanken über das mit ihm rede, was ich gerade tue und ihn auch frage, was er wohl dazu meint, obwohl ich selten das Gefühl habe, dass er tatsächlich etwas unmittelbar erwidert)? Ich nenne dies Beziehung leben. Ist für dich beten nur, dich in einem Zimmerlein abzukaspeln, auf die Knie zu fallen, die Hände zu falten oder zu erheben und mit ausgewählten (frommen?) Worten zu beten? Alles andere nennst du ein Geplapper, was Gott nicht interessieren könnte? Ich glaube daran, dass sich Gott für alle meine Lebenssituationen und jeden Lebensbereich interessiert. Ich glaube nicht, dass es für ihn etwas in meinem Leben gibt, bei dem er sagt: "Halte den Mund! Dies ist Kleinkram und interessiert mich nicht." Im Gegenteil, ich glaube daran, dass er sich freut, wenn ich mit allem zu ihm komme und mit ihm über alles reden möchte. Sei es, dass ich einfach bei allem, was ich tue, in Gedanken bei ihm bin.

Liebe Grüsse
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon firebird » Mo 12. Nov 2018, 13:06

Helmuth hat geschrieben:In letzter Zeit mahnt mich der Heilige Geist das Gebet nicht zu vernachlässigen. Manchmal starte ich wirklich völlig bedenkenlos meinen Tag, so als gäbe es gar keinen Gott. Und wenn ich mich dann in der einen oder anderen Alltagsproblematik verfange kommt diese leise und innere unhörbare Stimme:

Redest du mit mir eigentlich auch noch? Fragst du mich, wie ich dir helfen könnte? Du hörst täglich mein Wort und sagst dazu gar nichts? Wozu rede ich dann?

So in der Art, ich weiß nicht, wie ihr solche Erfahrungen macht, aber mir geht es so. Dann knicke ich ein, wieder einmal erkennend wie ich das Gebet schmählich vernachlässigt habe.



Lieber Helmuth,

auch ich merke Unterschiede im Alltag welche vom Gebetsleben beeinflusst werden.

Auch mir passiert es, dass ich zerfahren bin, viel leichter reizbar bin, innerlich unruhig bin und Vieles mehr, wenn mein Gebetsleben schwach ist. Schwaches Gebetsleben heisst bei mir nicht unbedingt, dass ich überhaupt nicht bete. Entscheidend ist auch die Qualität meiner Gebete. Da erscheint es mir je länger je wichtiger, dass ich gegenüber Gott glasklar ehrlich bin. Dass ich mit Gott auch über meine Schwachheiten spreche.

Es ist mir auch wichtig, dass meine Gebete vertrauensvoll sind. Innerlich habe ich eine Person vor Augen, dessen Weisheit und Geschick menschliche Möglichkeiten unendlich weit hinter sich zurück lässt. Er findet Lösungen für meine Anliegen die weit weg sind von den kleinen Dingen die in meinem Horizont stehen.

Bei mir ist Gebet nur selten eine Sache zu der ich mich aufraffen muss. In den letzten Jahren habe ich intensiv die Erfahrung gemacht, dass ich bei Gott zu Ruhe und Entspannung komme. Oftmals wenn ich das Bedürfnis nach Entspannung habe, ebenso das Bedürfnis mich auszusprechen, dann halte ich Ausschau nach Möglichkeiten zum Gebet.

Freundlicher Gruss
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon firebird » Mo 12. Nov 2018, 13:18

Lieber Habatom,

du schreibst:

Habatom hat geschrieben:Und wenn dein Gebetsleben einem Maschinengewehr gleich kommt, dann erinnert mich das eher an das Plappern von Heiden.


Helmuth schrieb:

Dabei ist Gebet, wie ich es anderen gerne sage, in der Wirkung von einem MG74. Es hält flankierend den angreifenden Gegner am Boden fest. Aber ohne Gebet ist es wie wenn man gar nicht merkt, dass der Feind wieder einmal im Anmarsch ist.


Ich fürchte, dass du Helmuth falsch verstanden hast. Helmuth schrieb nicht, dass er betet wie ein Maschinengewehr. In einem solchen Fall wäre Geplapper naheliegend. Nein Helmuth schrieb von der Wirkung des Gebets. Die Wirkung hält den Feind in Deckung, wie Maschinengewehrbeschuss.

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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon John1955 » Mo 12. Nov 2018, 23:47

Also ich halte es wie Du, Tamahia. Obwohl ich weiss, dass Gott meine Gedanken und Gefühle kennt, kommuniziere ich ihm, was mich gerade bewegt und danke ihm immer wieder für die noch so kleinen Beweise seiner Allgegenwärtigkeit.

Gruss John

Tamahia hat geschrieben:Lieber Habatom

Findest du es ein "Geplapper", wenn ich als Christ Gott in allem miteinbeziehe (in Form von in Gedanken bei ihm sein, in Gedanken über das mit ihm rede, was ich gerade tue und ihn auch frage, was er wohl dazu meint, obwohl ich selten das Gefühl habe, dass er tatsächlich etwas unmittelbar erwidert)? Ich nenne dies Beziehung leben. Ist für dich beten nur, dich in einem Zimmerlein abzukaspeln, auf die Knie zu fallen, die Hände zu falten oder zu erheben und mit ausgewählten (frommen?) Worten zu beten? Alles andere nennst du ein Geplapper, was Gott nicht interessieren könnte? Ich glaube daran, dass sich Gott für alle meine Lebenssituationen und jeden Lebensbereich interessiert. Ich glaube nicht, dass es für ihn etwas in meinem Leben gibt, bei dem er sagt: "Halte den Mund! Dies ist Kleinkram und interessiert mich nicht." Im Gegenteil, ich glaube daran, dass er sich freut, wenn ich mit allem zu ihm komme und mit ihm über alles reden möchte. Sei es, dass ich einfach bei allem, was ich tue, in Gedanken bei ihm bin.

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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Helmuth » Di 13. Nov 2018, 00:40

firebird hat geschrieben:Auch mir passiert es, dass ich zerfahren bin, viel leichter reizbar bin, innerlich unruhig bin und Vieles mehr, wenn mein Gebetsleben schwach ist.

Diese Erfahrung teilen wir. Die erste Sache die Gebet bewirkt ist, dass man selbst zu seinem Frieden findet. Extrem wichtig ist, genau wie du richtg sagst, dass man dabei ehrlich ist, ich ergänze grottenehrlich. Man kann Gott ohnehin durch nichts täuschen, also versuche man es erst gar nicht.

Das ist eine Sache. Eine andere ist, dass es mich von mir weglenkt und ich mich anderen Menschen zuwende. Länger mit mir beschäftigt bin ich, wenn ich mit Gott über mein sündhaftes Verhalten rede.

Sobald das geklärt ist wendet sich der Geist den anderen Menschen zu. Dabei darf ich dann feststellen, dass ich diebezüglich auch oft meine Haltung zu anderen zu überdenken habe.

Das ist die Defensivphase. Wenn ich da auch durch bin, dann erfolgt Angriff, we ich zuerst geschrieben habe. Übrigens hast du völlig richtig erkannt, dass ich über die Wirkung des Gebets geschrieben habe.

Ich frage auch nach, wie es den Betroffenen geht um zu sehen, ob und was sich verändert hat. Dieses Feedback ist wichtig, damit man lernt nicht sinnlos zu beten. Es gilt Gottes Wille, das ist ein andauernder Lernprozess.

Alles in allem hat sich mein Leben als Christ durch das Gebetsleben revolutionierend geändert. Das wage ich zu behaupten. Ich bete viel, was aber nicht heißt, dass ich plappere. Es gibt einfach immer viel zu bereden. :D
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Beziehung zu Jesus Christus leben

Beitragvon Tamahia » Di 13. Nov 2018, 14:10

John1955 hat geschrieben:Also ich halte es wie Du, Tamahia. Obwohl ich weiss, dass Gott meine Gedanken und Gefühle kennt, kommuniziere ich ihm, was mich gerade bewegt und danke ihm immer wieder für die noch so kleinen Beweise seiner Allgegenwärtigkeit.

Gruss John


Ist doch super! Jesus will uns im Leben ja nicht noch zusätzliche Lasten aufbürden, so in Form von noch eine zusätzliche Sparte auf unserer To Do Liste sein, die uns noch mehr Zeit und Aufwand kostet, sondern er will unser ganzes Leben sein. Nicht nur einen Teil davon, den man danach abhaken kann, sondern in allen unseren Lebensbereichen unsere Kraft sein. Vermutlich geht es dir ähnlich wie mir? Er ist schon längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Ich muss mich nicht anstrengen, um an ihn zu denken oder mit ihm zu reden. "Es denkt und redet" einfach mit ihm. Völlig automatisch.

Liebe Grüsse
Tamy
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