Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Evangelisch-reformierte Kirchen, lutherische Kirche, anglikanische Kirche

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Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Donka » Di 18. Mai 2010, 20:56

Hallo miteinander,

wenn ich als Mitglied der reformierten Landeskirche einige Threads lese, könnte ich daran zweifeln, dass es auch in unserer Kirche wiedergeborene Christenmenschen gibt. Wir haben tatsächlich keinen lauwarmen Pfarrer und wir haben letztes Jahr das erste Mal Weihnachten zusammen mit unserer freien evangelischen Gemeinde zusammen gefeiert, nachdem vorher jahrelanger kalter Krieg herrschte. Ich habe auch Brüder und Schwestern in der freien evangelischen Gemeinde. Trotzdem gehe ich in die ref. Landeskirche und wir haben einen Hauskreis, wo wir das Buch "Leben mit Vision" von Rick Warren lesen. Sicher müsste ich strikter nach dem Evangelium leben und wir haben eine liberale Kirche. Das hat auch seine Nachteile, dieses liberal sein. Auch die Lieder die wir singen sind verstaubt und viel zu hoch angestimmt, ich kann nicht Sopran singen. So singe ich die Lieder jeweils eine Oktave tiefer. Seit wir so viele Abgänge haben in der ref. Kirche überlegt sich die Kirchgemeinde auch, wie wir die Leute mehr für den Glauben begeistern könnten.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon kingschild » Di 18. Mai 2010, 21:26

Donka hat geschrieben:Hallo miteinander,

wenn ich als Mitglied der reformierten Landeskirche einige Threads lese, könnte ich daran zweifeln, dass es auch in unserer Kirche wiedergeborene Christenmenschen gibt. Wir haben tatsächlich keinen lauwarmen Pfarrer und wir haben letztes Jahr das erste Mal Weihnachten zusammen mit unserer freien evangelischen Gemeinde zusammen gefeiert, nachdem vorher jahrelanger kalter Krieg herrschte. Ich habe auch Brüder und Schwestern in der freien evangelischen Gemeinde. Trotzdem gehe ich in die ref. Landeskirche und wir haben einen Hauskreis, wo wir das Buch "Leben mit Vision" von Rick Warren lesen. Sicher müsste ich strikter nach dem Evangelium leben und wir haben eine liberale Kirche. Das hat auch seine Nachteile, dieses liberal sein. Auch die Lieder die wir singen sind verstaubt und viel zu hoch angestimmt, ich kann nicht Sopran singen. So singe ich die Lieder jeweils eine Oktave tiefer. Seit wir so viele Abgänge haben in der ref. Kirche überlegt sich die Kirchgemeinde auch, wie wir die Leute mehr für den Glauben begeistern könnten.

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Hallo Donka

Das Rezept ist aufrichtig frisch vor und mit dem Herrn.

Nicht ein Programm ist das Rezept aber die Kirche muss hinter dem stehen was sie tut. Du sagst selbst das mit den Liedern, wenn alle voll und ganz hinter den stehen dann wäre das kein Problem aber wenn schon nur 50 % nicht mehr hinter dem stehen dann wirkt das ganze eben auch für Besucher nicht unbedingt anziehend weil sie spüren das kommt nicht aus Überzeugung und eben vielleicht auch nicht von Gott sondern von der Tradition.

Nicht das Programm bringt die Erweckung aber die Mitglieder müssen voll und ganz hinter dem stehen auch gerade im Hinblick auf liberales und laues kann sicher etwas verändert werden Durch Einsicht und Busse. Gute Jugendarbeit die Jugendliche für die guten Werte begeistern kann und Ihnen durch die Werte Christus als Alternativen aufzeigt zu den Werten der Welt. Dort braucht es Menschen die befähigt sind von Gott zu motivieren, die Jugend zu lieben aber auch zu zeigen was nicht top ist vor Gott auch hier ist glaubwürdigkeit wichtig. Nicht verkünden wir stehen für die Werte Christi und wenn dann jemand den lauen Weg geht sagen dieser ist o.k.

Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden finde ich einen guten Ansatz und gerade dort kann man auch finden wo liegen die Stärken der jewiligen Kirchen und Ihren Mitgliedern aber immer daran denken es geht nicht in erster Linie mehr Mitglieder zu bekommen sondern darum mehr Menschen mit dem lebendigen Glauben anzusprechen und die Bereitschaft zu wecken das die Menschen sich auf diesen wunderbaren Christus einlassen, wo dann der Mensch schlussendliche seinen Weg mit Christus geht das ist Gottes Ding aber wenn so gelebt wird dann wird Gott hier sicher auch Leute zu euch führen die sich dann bei euch als Gemeindeglieder wohl fühlen und mittragen, mitarbeiten usw.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Di 18. Mai 2010, 21:33

Donka hat geschrieben:wenn ich als Mitglied der reformierten Landeskirche einige Threads lese, könnte ich daran zweifeln, dass es auch in unserer Kirche wiedergeborene Christenmenschen gibt.

Weisst Du, viele Kirchgemeinden der Landeskirchen sind genau so lebendig wie freikirchlichen Gemeinden und verkünden das Evangelium auch richtig. Ob eine Gemeinde jetzt liberaler oder konservativer sind, ist nicht so wichtig. Die verschiedenen Gemeinden können sich auch ergänzen.

Gruss Taube
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Di 18. Mai 2010, 21:41

kingschild hat geschrieben:...im Hinblick auf liberales und laues kann sicher etwas verändert werden Durch Einsicht und Busse.

Liberal muss doch nicht negativ sein und hat auch nichts mit Lauheit zu tun? ...manchmal habe ich den Eindruck, dass diese etwas andere Theologie auch ganz neue Kreise anspricht und zu Gläubigen werden lässt. Warum Einsicht und Busse: Ich finde es schon ziemlich anmassend, wenn Du sagst, es kann etwas im Hinblick auf das Liberale verändert werden. Nur weil es Dir nicht zusagt, dass es auch sehr viele wiedergeborene Christen in der Landeskirche gibt?

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon kingschild » Di 18. Mai 2010, 22:22

Taube hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:...im Hinblick auf liberales und laues kann sicher etwas verändert werden Durch Einsicht und Busse.

Liberal muss doch nicht negativ sein und hat auch nichts mit Lauheit zu tun? ...manchmal habe ich den Eindruck, dass diese etwas andere Theologie auch ganz neue Kreise anspricht und zu Gläubigen werden lässt. Warum Einsicht und Busse: Ich finde es schon ziemlich anmassend, wenn Du sagst, es kann etwas im Hinblick auf das Liberale verändert werden. Nur weil es Dir nicht zusagt, dass es auch sehr viele wiedergeborene Christen in der Landeskirche gibt?

Gruss Taube


Taube wenn die Landeskirche viel wiedergeborene Christen hat bin ich der letzte der sich nicht freuen würde darüber. Ich will mit Dir auch nicht einen Glaubenskrieg anfangen.

Wenn im Hinblick auf das liberale alles stimmt dann braucht es ja keine Busse ;)

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Andi69 » Mi 19. Mai 2010, 08:37

Was hat denn Busse überhaupt mit liberal, konservativ oder progressiv zu tun?
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Ihr » Mi 19. Mai 2010, 08:57

Taube hat geschrieben:Liberal muss doch nicht negativ sein und hat auch nichts mit Lauheit zu tun? ...manchmal habe ich den Eindruck, dass diese etwas andere Theologie auch ganz neue Kreise anspricht und zu Gläubigen werden lässt.

Werden diese "neuen Kreise" durch eine eigene Veränderung zu Gläubigen, oder werden sie von der liberalen Theologie und ihrem Bemühen, den Zaun so weit wie möglich zu stecken einfach "eingezont"? Meine Erfahrung ist die letztere. Wo tatsächlich ein evangelischer Aufbruch in einer Reformierten Kirche stattfindet, erwacht das totgeglaubte Immunsystem der "Volkskirche" plötzlich aus seinem Schlummer.
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Mi 19. Mai 2010, 10:56

Ihr hat geschrieben:Werden diese "neuen Kreise" durch eine eigene Veränderung zu Gläubigen, oder werden sie von der liberalen Theologie und ihrem Bemühen, den Zaun so weit wie möglich zu stecken einfach "eingezont"? ...

Warum fragst Du? Gehe schauen und frage nach. Klingt der Frage nicht etwas Zweifelndes an? Dann würdest Du auch meine Antwort, dass Menschen zu Gläubigen werden, nicht voll annehmen. Geh also schauen. So wie Menschen in Freikirchen Gläubige werden, werden andere es auch in der Landeskirche.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Mi 19. Mai 2010, 11:05

Etwas noch zur liberalen Theologie:

Diese gibt es im strengen Sinne gar nicht mehr richtig, denn es war eine theologische Richtung des 19. Jh. und wurde, vereinfacht gesprochen, abgelöst durch Karl Barth mit seiner "Wort Gottes"-Theologie. Das war 1919 mit der Veröffentlichung des Römerbriefkommentares durch Karl Barth.

Die liberale Theologie hat aber vor allem das Verständnis vom Reiche Gottes bearbeitet.

Es ist zwar meist klar, dass teilweise heute mit liberaler Theologie etwas anderes gemeinst ist. Aber trotzdem sollte man sich schon klar werden, dass dies missverständlich sein kann.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon kingschild » Mi 19. Mai 2010, 11:21

Andi69 hat geschrieben:Was hat denn Busse überhaupt mit liberal, konservativ oder progressiv zu tun?


Hallo Andi69, Busse ist immer dort angebracht wo sich die Gemeinde oder die Gemeindeglieder mit Ihrem denken zu weit von Christus entfernt. Wir müssen es nicht so eng sehen mit der Sünde wäre zum Beispiel eine liberale Haltung die Busse erfordern würde. Es gibt Menschen und auch Kirchen die werden vom Heiligen Geist auf diese Punkte angesprochen und tun Busse und gerade solche Gemeinen gesunden.

Beim Konservatien wäre die Busse nötig wenn die Gnade dann vor lauter Regeln verbaut würde.

Beim Progressiven könnte das vorangehen mit Programmen und dem stetig neue Lehren entwickeln die von Christus wegbringen, ein Punkt sein wo Busse nötig wäre.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Mi 19. Mai 2010, 11:23

kingschild hat geschrieben:...
Wenn im Hinblick auf das liberale alles stimmt dann braucht es ja keine Busse ;)
...

Quatsch!
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Ihr » Mi 19. Mai 2010, 11:26

Taube hat geschrieben:So wie Menschen in Freikirchen Gläubige werden, werden andere es auch in der Landeskirche.

Liebe Taube, meine Zweifel beziehen sich weder auf die Tatsache noch auf die Qualität von Bekehrungen in der RLK. Aber ich bin skeptisch, inwiefern diese das Verdienst liberaler Theologie sind. Und von wegen "hingehen": Ich kalauere da nicht einfach aus dem Nähkästchen, sondern beobachte das in meinem Bekannten- und Freundeskreis aus unmittelbarer Nähe.
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Mi 19. Mai 2010, 11:31

kingschild hat geschrieben:...
Beim Konservatien wäre die Busse nötig wenn die Gnade dann vor lauter Regeln verbaut würde.

Beim Progressiven könnte das vorangehen mit Programmen und dem stetig neue Lehren entwickeln die von Christus wegbringen, ein Punkt sein wo Busse nötig wäre.
...

Eben das ist wichtig, das geht nur in Zusammenarbeit aller Christen. Jeder kann auch vom anderen lernen. Ein wettbewerbsmässiges "Ich bin der beste" bringt nicht viel. Wenn lautester Poplobpreis, stolzes Zungenreden und alte Kirchenchoräle zum Beweis des richtigen Gottesdienstes werden, ist sicher mal eine Korrektur nötig.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon notzli » Mi 19. Mai 2010, 18:05

Taube hat geschrieben: Ein wettbewerbsmässiges "Ich bin der beste" bringt nicht viel. Wenn lautester Poplobpreis, stolzes Zungenreden und alte Kirchenchoräle zum Beweis des richtigen Gottesdienstes werden, ist sicher mal eine Korrektur nötig.

Dann bring mal die Katholische Kirche dazu das Zölibat aufzuheben, ich lese davon nichts in der Bibel?

Aber mal ernsthaft es nicht die Christen, sondern jeder hat seinen Glauben den er für richtig hält und jeder soll das Glauben was er will und eine Meinungsdiktatur die du willst brauchen wir nun wirklich nicht. Am Schluss geht es um den Seelenfrieden und den findet man nur wenn man auch von seinem Glauben überzeugt ist und man daran glaubt, das heisst dann halt auch das man andere Glaubensansichten als falsch anschaut. Teilweise muss ich wirklich über gewisse Christliche Religionen lachen und auch über andere Religion wie den Hinduismus die Kuhpisse trinken weil es gut sein soll, oder die Schlägereien um die Grabeskirche von Jesus, etc. von mir für solche Vorkommnisse Verständnis zu verlangen ist doch einfach zuviel verlangt. Jeder soll seinen Glauben so ausleben wie er es für richtig hält, aber eine universelle Weltkirchen brauchen wir nicht, die hatten wir bereits vor der Reformation.
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Mi 19. Mai 2010, 22:16

notzli hat geschrieben:
Taube hat geschrieben: Ein wettbewerbsmässiges "Ich bin der beste" bringt nicht viel. Wenn lautester Poplobpreis, stolzes Zungenreden und alte Kirchenchoräle zum Beweis des richtigen Gottesdienstes werden, ist sicher mal eine Korrektur nötig.

Dann bring mal die Katholische Kirche dazu das Zölibat aufzuheben, ich lese davon nichts in der Bibel?

... aber eine universelle Weltkirchen brauchen wir nicht, die hatten wir bereits vor der Reformation.


Ich habe nichts von einer universellen Weltkirche gesagt. ...und für die erste Frage bin ich nicht zuständig, ich bin reformiert. Diskutiere das direkt mit den Verantwortlichen. Hier die Tel.Nr.: 0039 - 06 6982

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Donka » Do 20. Mai 2010, 20:34

Hallo miteinander

Eure Beiträge haben mich ermutigt, in der reformierten Landeskirche zu bleiben... wobei ich gerne hätte, wenn gerade in unserem Dorf mehr zusammen mit der Freikirche unternommen würde. Möchte ich da die Freikirche liberaler machen oder die Landeskirche weniger lauwarm? Ich finde einfach, dass wir alle an den selben Christus glauben, nur die Auslegung bzw. Gesetzestreue ist nicht ganz gleich. Für mich war es klar, dass ich in die Landeskirche gehe, weil ich eine Familie habe, die gar nicht in die Kirche geht und ich musste gegen Anfeindungen ankämpfen. So konnte ich nicht in eine Freikirche gehen, weil ich eben eine liberale Lösung finden musste. Es ist für mich eine Freude, was Taube geschrieben hat und ich bin nicht alleine als reformierte.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon magdala » So 8. Aug 2010, 16:40

Taube hat geschrieben:
Donka hat geschrieben:wenn ich als Mitglied der reformierten Landeskirche einige Threads lese, könnte ich daran zweifeln, dass es auch in unserer Kirche wiedergeborene Christenmenschen gibt.

Weisst Du, viele Kirchgemeinden der Landeskirchen sind genau so lebendig wie freikirchlichen Gemeinden und verkünden das Evangelium auch richtig. Ob eine Gemeinde jetzt liberaler oder konservativer sind, ist nicht so wichtig. Die verschiedenen Gemeinden können sich auch ergänzen.

Gruss Taube



Das Evangelium von Jesus lautete doch, dass das Reich Gottes Nahe ist. Er lehrte auch, dass er gekommen sei um diese Frohe Botschaft überall zu verbreiten.

In der reformierten Kirche in die ich gehe, werden Jesus Lehren in den Vordergrund gestellt. In Freikirchen wo ich als Gast einige Zeit war, wurde gelehrt, dass es unmöglich sei, Jesus Lehren umsetzen zu können. Man solle ein Übergabegebet sprechen und Gott würde daraufhin alle gewesenen und kommenden Sünden vergeben.

Somit wird doch in einigen Freikirchen antichristlich gelehrt und die in reformierten Kirchen gelehrte Nächstenliebe als Weg zu Gott gemäss Jesus Christus als falsch verbreitetes Evangelium gelehrt.

Wiedergeburt ist kein Sekundenereignis sondern ein Veränderungsprozess eines Menschen gemäss Christi Vorgaben. Oder etwa nicht?
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon magdala » So 8. Aug 2010, 16:45

notzli hat geschrieben:
Taube hat geschrieben: Ein wettbewerbsmässiges "Ich bin der beste" bringt nicht viel. Wenn lautester Poplobpreis, stolzes Zungenreden und alte Kirchenchoräle zum Beweis des richtigen Gottesdienstes werden, ist sicher mal eine Korrektur nötig.

Dann bring mal die Katholische Kirche dazu das Zölibat aufzuheben, ich lese davon nichts in der Bibel?

.


Man könnte nebst der Aufhebung des Zölibats in der RKK geradesogut sagen, bringe mal die Freikirchen dazu, die Dogmen der RKK an den Nagel zu hängen und sich umgehend und intensiv an Jesus Christus Glaubensdogmatik zu orientieren.

Ich bin seit Jahren der festen Ueberzeugung, dass eine Reformation im Christentum längst vonnöten ist. Was sich Christentum nennt hat doch weitgehend und in grundlegenden Gotteslehren längst nichts mehr mit den von Jesus verbreiteten Lehren zu tun.
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Gnu » So 8. Aug 2010, 19:37

magdala hat geschrieben: In Freikirchen wo ich als Gast einige Zeit war, wurde gelehrt, dass es unmöglich sei, Jesus Lehren umsetzen zu können. Man solle ein Übergabegebet sprechen und Gott würde daraufhin alle gewesenen und kommenden Sünden vergeben.

Das glauben viele Forenteilnehmer auch. Es ist aber eine Lüge, denn es steht so nicht in der Bibel. Weil aber der gewöhnliche Christ seine Bibel nicht kennt, merken es nur wenige.
Ich bin kein Freund langer Forenbeiträge, ich habe lieber lange Bärte.
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Reginald 32 » So 8. Aug 2010, 22:44

Hallo, Magdala.

Freikirche ist nicht gleich Freikirche. Viele Pfingst- und charismatische Gemeinden firmieren unter "Freikirche", bewegen sich aber mehr oder weniger in spiritistischen Welten. Die echten Freikirchen sind diejenigen, die als Antwort auf das Staatskirchentum der großen Kirchen entstanden sind oder die Reformation noch ein Stück weiter geführt haben: die Baptisten, die Methodisten, die Freie evangelische Gemeinde mit ihren verwandten Gruppen, die Adventisten und evtl. die Darbysten. Letztere sind aber in unendlich viele Gruppierungen zerfallen. Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon alegna » Mo 9. Aug 2010, 07:47

magdala hat geschrieben:Wiedergeburt ist kein Sekundenereignis sondern ein Veränderungsprozess eines Menschen gemäss Christi Vorgaben. Oder etwa nicht?

Spontan würd ich sagen, es ist beides, Du erlebst Deine augenblickliche Wiedergeburt wenn Du ganz bewusst Jesus einlädst in Dein Herz, Ihn um Vergebung Deiner Sünden bittest. Danach aber ist es ein stetiges wandeln in dieser Wiedergeburt die in der Auferstehung mit dem Herrn, seine Vollendung erfährt.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Mo 9. Aug 2010, 07:56

magdala hat geschrieben:Das Evangelium von Jesus lautete doch, dass das Reich Gottes Nahe ist. Er lehrte auch, dass er gekommen sei um diese Frohe Botschaft überall zu verbreiten.

In der reformierten Kirche in die ich gehe, werden Jesus Lehren in den Vordergrund gestellt. In Freikirchen wo ich als Gast einige Zeit war, wurde gelehrt, dass es unmöglich sei, Jesus Lehren umsetzen zu können. Man solle ein Übergabegebet sprechen und Gott würde daraufhin alle gewesenen und kommenden Sünden vergeben.
...

Du hast recht, das Reich Gottes ist nahe gekommen. In Luther 1984 wird es noch schärfer formuliert: MArkus 1.15 "Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!" ...und in der Predigt ist dieses Evangelium hervorzuheben als die Gute Botschaft.

Das Evangelium ist also mehrschichtig: Das Evangelium ist einerseits in Christus und ist Christus, hat so auch den transzendenten Chrarakter, anderseits ist es auch diesseitig, weil eben Jesus, der der Christus ist, auch hier auf die Erde gekommen ist. So hat das Evangelium auch einen konkreten Charakter, wo wir alle auch mitbeteiligt sein müssen, diese Evangelium hier aufzubauen, ohne jedoch die Kraft zu haben, es hier vollkommen zu machen.

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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Taube » Mo 9. Aug 2010, 08:05

magdala hat geschrieben:...
Somit wird doch in einigen Freikirchen antichristlich gelehrt und die in reformierten Kirchen gelehrte Nächstenliebe als Weg zu Gott gemäss Jesus Christus als falsch verbreitetes Evangelium gelehrt.

Wiedergeburt ist kein Sekundenereignis sondern ein Veränderungsprozess eines Menschen gemäss Christi Vorgaben. Oder etwa nicht?

Nein, die Freikirchen sind nicht antichristlich. Jede Kirche/Gemeinde muss sich hinterfragen lassen, wo sie gewisse Sachen einseitig betrachtet. Für manche dem pietistischen Glauben nahestehenden Gemeinden ist dieses "Sekundenereignis" der Wiedergeburt wichtig, die charismatische und pfingstlerische Richtung sucht vor allem die Geistesgaben, für die meisten landeskirchlichen Gemeinden ist die Predigt des angekommen Evangeliums wichtig, dass eben das Reich Gottes zumindest beginnt in die Dunkelheit zu scheinen.

So könnte man gut voneinander lernen, zumindest sich als Ergänzung zu sehen und sich nicht so sehr voneinander abzugrenzen.

Gruss Taube


PS
Bombenwerfer Dschorsch Dabblwe Busch, 23. Präsident der USA, hatte 1986 z.B. 1986 das Bekehrungserlebnis. Aber hätte man da nicht auch das gerne gesehen, wenn man Markus 1,15 besser bemerkt hätte?
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Re: Wiedergeburt in der reformierten Landeskirche?

Beitragvon Oli4 » Mo 9. Aug 2010, 08:52

magdala hat geschrieben: In Freikirchen wo ich als Gast einige Zeit war, wurde gelehrt, dass es unmöglich sei, Jesus Lehren umsetzen zu können. Man solle ein Übergabegebet sprechen und Gott würde daraufhin alle gewesenen und kommenden Sünden vergeben.

Was Du wo gelehrt bekommst und ob dies richtig verstanden worden ist, klärst Du am besten gleich da, wo das so gelehrt worden ist. Das von aussen von irgendjemandem von uns) pauschal zu urteilen wäre eine Sünde: Hochmut.


Sünden vergeben und sich an jesus Lehren halten sind zwei verquickte aber dennoch unterschiedliche Dinge.

Um überhaupt dem König der Königsherrschaft der Himmel (wie das Himmelreich oft missverständlich leider nicht deutlich genug übersetzt wird) nachfolgen zu können braucht es zuerst Sündevergebung. Christus Werk hat diesbezüglich alles getan. Es gibt daran nichts mehr zu verbessern/ergänzen/vervollständigen. Daran zu glauben, dass dies nicht nur historisch gesehen so verkündet worden ist, benötigt die eigene, persönliche Erkentniss, dass man diese Vergebung notwendig hat, ansonsten man verloren ist. Dies als ersten Teil zum errettenden Glauben. So vorbereitet (was zeitlich sehr nahe beieinander liegen kann) treffen wir hören oder lesend auf das Evangelium (die frohe Botschaft der bereitstehenden Errettung). Dieses Evangelium ist die Kraft unserer Errettung und somit darf man das Lesen oder Hören des Evangeliums als einen persönlichen Ruf Gottes sehen. Die Antwort darauf ist nun das Entscheidende: Haben wir unser Verlorenheit erkannt und der Lösung des Problemes in Christus, dem Gekreuzigten und Wiederauferstandenen aktzeptiert ? Wer hier für sich persönlich und für Gott deutlich und demütig JA sagen kann tut somit BUSSE, das braucht kein Übergabegebet, wenn es ihm aber hilft das Herzeninnere in hörbaren Worten zu formulieren der darf und soll das so tun ! Nur das Aufsagen eines Gebetes ohne innere Überzeugung wirkt kaum etwas. Die Umkehr ist das Abschied nehmen des "alten Lebens" und der Wandel hin zu Christus, im Glauben wandelnd nicht mehr im Schauen geht man den Weg der laufenden persönlichen Veränderung (ohne eigene Zeit-Ziele).

Und JA, doch, Errettung ist ein Sekundenvorgang, deren Sekunde wir gar nicht bemerken, aber den Zeitraum in welchem diese war, sehr wohl erkennen können/dürfen. Entweder man ist errettet oder man ist es nicht. Entweder man glaubt dass das Werk Christi genügt oder man glaubt es nicht. Festigen, das
Der Veränderungsprozess, der findet sicherlich bei den allermeisten erst anschliessend statt. Göttlich wirksam werden kann er erst nachher, nach der Sekunde der Geburt von oben.

"Die Lehren Jesu umzusetzen sei unmöglich" ist ein sehr differenziert zu betrachtende Sache.
Wenn jemand meint er könne sich mit halten von geboten den Eintritt ins Königreich der Himmel verdienen oder verbessern der irrt, denn sein Hochmut lässt ihn auf diesem 'Auge' blind sein. Wenn jemand aber meint, alle Lehre jesus sei blosse, uns nicht betreffende Theorie und somit im praktischen leben Makulatur, der irrt ebenso.
Wer nun - gläubig geworden- bereit ist sich verändern zu lassen ohne mit jedwelcher Veränderung einen Verdienst zu verbinden (auch nicht über verschlungene Umwege) und auch mit Gott daran schafft, dass er sich auch wirklich praktisch mehr und mehr verändert, der wird wohl auf dem schmalen Pfad unter Vorangehender Führung Christus gehen. Wir menschen können nie vollständig das herz eines Menschen (und damit sein Veränderungszustand) besehen, das kann nur Gott.
Es ist aber eine sehr ernste Sache, Jesus Lehren als unnötig jeglicher aufrechter Verwirklichungsbemühung zu lehren (meist auch nur sehr unglücklich in Menschenworten ausgedrückt), genauso sehr ernst wie die menschliche Lehre, man können sich damit etwas verdienen oder fast noch mehr das Wetk des Herrn mit Füssen tretend: Man müsse die Erhaltung seiner Errettung laufend verdienen.

Kurz: Veränderung ist nicht Errettung aber Veränderung kann (nebst dem Bekenntnis) Errettung nach Aussen wiederspiegeln.

Dass dies auch in ref. Landeskirchen geschehen wird und so ist, steht für mich ausser Frage, wenn ich auch aus persönlicher Erfahrung denke, dass die Rahmenbedingungen dazu eher subotimal sind, da einigenortes Christus, die Sündenvergebung am Kreuz durch Sein Blut, Erlösung nur durch Glaube an dies, die Auferstehung, oft nicht wirklich deutlich als zentrale sichtbarer Entscheidungspunkt stark sichtbar werden. Dies aber nur meine, unmassgebende winzige Einsicht.
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