Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Evangelisch-reformierte Kirchen, lutherische Kirche, anglikanische Kirche

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Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Do 25. Jun 2009, 23:16

Was ist der hauptsächliche Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?
Ist es so, daß die Reformierten sehr streng nehmen mit dem Glaubensgehorsam, und alle Gebote des alten und neuen Testaments (insbesondere 1. Korintherbrief) einhalten?
Und ist es so, daß die Lutheraner es mit Gottes Geboten nicht so genau nehmen, daß bei ihnen Abtreibung, Ehescheidung, Emanzipation, Homosexualität und Gotteslästerung erlaubt sind?
Und sind die Pfingstler dann auch Lutheraner, weil sie in Zungen reden, obwohl sie es nicht auslegen können (obwohl dies nach dem 1. Korintherbrief verboten ist)?
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon LordAlm » Fr 26. Jun 2009, 00:01

Hallo Diaspora,
Deine Frage klingt für mich etwas komisch. So viel ich weiss haben sich die Reformierten vom Altar getrennt, aber ansonsten gibt es meines Erachtens keine einschneidende Unterschiede. LG LA
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Fr 26. Jun 2009, 10:06

Wenn man sich in Bremen umschaut, dann sind es die reformierten Gemeinden, die sich meist an die Bibel halten. In den lutheranischen Gemeinden dagegen geht alles, nur das Wort Gottes wird nicht ernst genommen. Von daher die Frage.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon valdes » Fr 26. Jun 2009, 11:42

Diaspora hat geschrieben: dann sind es die reformierten Gemeinden, die sich meist an die Bibel halten.



das ist natürlich immer ansichtssache. die lutheransichen gemeinden werden kaum von sich behaupten, dass sie sich nicht an die bibel halten, vielleicht haben sie ein anderes verständnis davon, was es heisst, sich an die bibel zu halten.

ich kenne die situation in bremen nicht, aber allgemein lässt sich wohl festhalten, dass die unterschiede zwischen evangelisch-reformierter und evangelisch-lutherischer sowie unierter (das gibt es ja auch noch) konfession nicht gewaltig sind. die reformierten haben ein anderes ämterverständnis (keine bischöfe) und ein anderes verständnis des abendmals, damit hat sichs dann auch schon ziemlich. beides sind volkskirchen und bilden ihre pfarrer an universitäten aus, das führt dann automatisch zu einer nicht allzu fundamentalistischen praxis. wobei es bei den reformierten (wohl auch bei den lutheranern) gemeinden und pfarrer gibt, die genauso gut bei einer evangelikalen freikirche sein könnten. so ist halt die volkskirche: alles was sich auf einen kleinsten gemeinsamen nenner bringen lässt, ist zusammen kriche.
vielleicht liegt das dem ursprünglichen verständnis der gemeinde auch um einiges näher, als sektiererische klein- und kleinstgruppierungen, die sich vor allem über ihre abgrenzung zur volkskirche definieren.
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Fr 26. Jun 2009, 18:48

valdes, du schreibst:
vielleicht haben sie ein anderes verständnis davon, was es heisst, sich an die bibel zu halten.

Aber ist es nicht klar, was es heisst, sich an die Bibel zu halten? Wenn geschrieben steht, beispielsweise: Du sollst nicht ehebrechen, dann ist genau das gemeint. Wenn dann jemand daherkommt, der erzählt, man dürfe unter bestimmten Umständen doch ehebrechen, dann ist das doch nicht ein anderes Verständnis des Gebotes, sondern es ist genau das Gegenteil davon. Und das Gebot gilt gestern heute und morgen, denn Jesus hat zwar das Gebot erfüllt, aber er hat keinen Buchstaben davon abgeschafft. Die einzige Änderung, die er eingeführt hat, ist daß die Steinigungsstrafe abgeschafft ist. Aber auch die ist nicht wirklich abgeschafft, sondern sie wurde bereits vollzogen - allerdings nicht an dem Ehebrecher, sondern an Jesus selbst. Das ändert nichts daran, daß wir es nicht tun dürfen. Wer anders behauptet, kann nicht gleichzeitig sich an die Bibel halten.

Du schreibst, daß die Pastoren alle an der Universität ausgebildet wurden. Ich denke, das ist das Grundübel. Denn an der Universität zählt doch nur die Wissenschaft, und nicht der Glaube. Man kann als Theologe an der Universität Karriere machen, wenn man keinen Glauben hat, und das offen zugibt, wie beispielsweise Hans Küng. Wenn man aber die Bibel mit Gottes Leitung auslegt, d.h. mit Gebet und Prophetie, dann wird man damit an der Universität nicht ernst genommen, und schreiben darf man das in einer Seminararbeit auf keinen Fall, sonst durchgefallen. So werden vielleicht wissenschaftliche Theologen ausgebildet, aber Leiter nach biblischem Verständnis werden so nicht ausgebildet. Wenn dann viele Pastoren von der Uni später doch biblische Leiter werden, dann nicht wegen der Uni, sondern trotz der Uni, und wegen ihrem Glauben, der ihnen geholfen hat, ohne Schaden durch das Theologie-Studium zu kommen.

Warum können sich Christen nicht einfach an den 1. Korintherbrief und die Zehn Gebote halten? Gerade an diesen Stellen steht in eindeutiger und leicht verständlicher Sprache, was wir zu tun und zu lassen haben. Da gibt es nicht viel herumzudeuteln, die Aussage ist klar. Die Bergpredigt oder der Hebräerbrief sind ja schwer verständlich, hier mag es die verschiedensten Meinungen geben. Aber die Zehn Gebote und der 1. Korintherbrief sind klar und einfach, und sollten gerade deshalb für alle Christen an erster Stelle stehen!

P.S.: Dein Bild ist das der Kommunist Trotzki?
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Andi69 » Fr 26. Jun 2009, 20:40

Das ist schlichtweg Stumpfsinn, was Du da erzählst. Etwa so, wie wenn Du sagen würdest, dass es Zufall wäre, wenn einmal aus einem Konservatorium ein guter Musiker käme und dies sicher nicht auf seine Ausbildung an selbigem zurückgeführt werden könne. Im Gegensatz zu den meisten nichtstaatlichen Bibel- und Predigerschulen hat man an Universitäten Gewähr für eine systematische, laufend von Fachleuten verschiedener Spezialgebieten überwachten Ausbildung. Oder was glaubst Du, weshalb etliche Kirchen von ihren Pfarrern und Pastoren ein abgeschlossenes Theologiestudium verlangen? Sicher nicht, weil man an Universitäten den heiligen Geist erwerben könnte, sondern weil jedermann genau weiss, was sie gelernt haben.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Fr 26. Jun 2009, 20:56

Andi69 hat geschrieben: Sicher nicht, weil man an Universitäten den heiligen Geist erwerben könnte, sondern weil jedermann genau weiss, was sie gelernt haben.

Eben das ist das Problem. Leiter sollte werden, wer vom Heiligen Geist dazu berufen ist, nicht wer eine gute Abschlussnote im wissenschaftlichen Arbeiten hat. Es gibt hervorragende, von Gott berufene Leiter, die niemals eine Uni besucht haben, und es sogar in der Schule nicht weit gebracht haben. Und es gibt hervorragende Akademiker, die keine Begabung zur Leitung haben, die von Gott keinen Ruf haben, und die keine Christen sind.

Andi69 hat geschrieben:...weil jedermann genau weiss, was sie gelernt haben.
Reicht das? Dann könnte man auch ein Mathematikstudium oder eine Bäckerlehre zur Qualifikation bei einem Pastor machen, da weiß auch jeder, was die gelernt haben. Es reicht nicht, daß jedermann weiß, was der Pastor gelernt hat. Er muß nämlich erstens das richtige gelernt haben, und zweitens von Gott zu diesem Amt berufen sein. Und an der Uni lernt man nicht immer das richtige, sondern beispielsweise auch historisch-kritische Bibelkritik oder Dorothee Sölle. Und ob Gott jemand beruft, ist der Uni egal.
Wenn jemand einen Ruf von Gott hat, dann kann er freilich von der Uni profitieren. Die Texte in Hebräisch und Griechisch lesen zu können ist sicher eine Hilfe. Aber daß jemand an der Uni Theologie studiert hat, das beweist eben nicht, daß er zum Pastor berufen ist. Leitung im Sinne der Bibel ist kein Beruf wie Arzt oder Ingenieur, Leitung ist etwas ganz anderes.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Fr 26. Jun 2009, 21:03

Nachtrag:
Im 1. Korintherbrief steht:
Denn es steht geschrieben: 'Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.' Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.

Das ist die Weisheit, die an der Uni gelehrt wird. Solche Weisheit hat nichts mit dem Evangelium zu tun.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Andi69 » Fr 26. Jun 2009, 21:54

Diaspora hat geschrieben:Leiter sollte werden, wer vom Heiligen Geist dazu berufen ist, nicht wer eine gute Abschlussnote im wissenschaftlichen Arbeiten hat.

Zweifellos, aber für den Fall, dass der Geist mal gerade nicht dort weht, wo es die Gemeinde gerade will (oder meint), sollten entsprechende Massnahmen getroffen werden. Alles andere wäre verantwortungslos.

Diaspora hat geschrieben:Es gibt hervorragende, von Gott berufene Leiter, die niemals eine Uni besucht haben, und es sogar in der Schule nicht weit gebracht haben. Und es gibt hervorragende Akademiker, die keine Begabung zur Leitung haben, die von Gott keinen Ruf haben, und die keine Christen sind.

Natürlich gibt es das wie in allen anderen Berufen auch. Wobei sich im letzten Fall die betreffende Gemeinde für künftige Pfarrwahlen vielleicht überlegen sollte, was beim letzten Mal schiefgelaufen ist.

Diaspora hat geschrieben:Reicht das? Dann könnte man auch ein Mathematikstudium oder eine Bäckerlehre zur Qualifikation bei einem Pastor machen, da weiß auch jeder, was die gelernt haben. Es reicht nicht, daß jedermann weiß, was der Pastor gelernt hat. Er muß nämlich erstens das richtige gelernt haben, und zweitens von Gott zu diesem Amt berufen sein.

Genau deswegen sollte er eben Theologie und nicht unbedingt Mathematik oder Brotbacken studiert haben. Für die Berufung sorgt Gott dann schon selbst.

Diaspora hat geschrieben:Und ob Gott jemand beruft, ist der Uni egal.

Logisch, denn darauf hat sie ja genauso wenig Einfluss wie irgend eine Predigerschule.

Diaspora hat geschrieben:Aber daß jemand an der Uni Theologie studiert hat, das beweist eben nicht, daß er zum Pastor berufen ist. Leitung im Sinne der Bibel ist kein Beruf wie Arzt oder Ingenieur, Leitung ist etwas ganz anderes.

Auch hier gilt dasselbe.

Und nebst den Evangelien werden an theologischen Fakultäten übrigens auch die Korintherbriefe gelehrt.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Sa 27. Jun 2009, 09:35

Andi69 hat geschrieben:Und nebst den Evangelien werden an theologischen Fakultäten übrigens auch die Korintherbriefe gelehrt.

Ja, und daneben wird solches Zeug gelehrt (nur zwei Beispiele schnell aus dem Internet zusammengesucht):
Fachbereich 05 Evangelische Theologie der Philipps Universität Marburg hat geschrieben:Der Fachbereich Evangelische Theologie in Marburg ist seit vielen Jahren in besonderer Weise um die Gleichstellung von Frauen und Männern bemüht.

THeologische Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen hat geschrieben:Die drei Weltreligionen des Judentums, Christentums und Islams treten heute als monotheistische Religionen in Erscheinung. Sie alle haben eine polytheistische Vorgeschichte, in der viele Götter miteinander und mit dem einen Gott in Konkurrenz standen.

Es ist offensichtlich, daß es sich hierbei um Feminismus (1.) und Gotteslästerung (2.) handelt. Warum sollte so etwas zur Ausbildung von Pastoren gehören? Daß solche Inhalte ganz klar der Bibel widersprechen, und das Gegenteil vom Evangelium sind, das muß ich dir nicht erklären, oder?

P.S.: Deine Signatur ist ein Liedtext des bekennden Satanisten Dio. So etwas habe ich vor meiner Bekehrung auch gehört, jetzt nicht mehr. Wie kannst du das mit deinem Glauben vereinbaren?
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon valdes » Sa 27. Jun 2009, 10:17

Diaspora hat geschrieben:Es ist offensichtlich, daß es sich hierbei um Feminismus (1.) und Gotteslästerung (2.) handelt.


das sagst du. das ist dein verständnis der bibel. ist es denn christlich anderen christen ihren glauben abzusprechen? ist das nicht das, was die pharisäer gemacht haben? ich meine: «die schrift ist klar und wer nicht das glaubt, was wir glauben glaubt etwas falsches und lästert damit gott.»

ging jesus nicht in die synagoge um die schrift auszulegen? passierte dort nicht das gleiche, wie an universitäten geschieht? zeugen die briefe des paulus nicht von einer intelektuellen auseinandersetzung über die schrift und den glauben?

was ist falsch daran, sich mit dem text auseinander zu setzen? sollte es nicht auch ein ziel christlichen glaubens sein herauszufinden, wer diesen text wann und warum geschrieben hat und was er damit wohl sagen wollte?


p.s. ja, mein avatar ist leo davidovitsch trotzki.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Andi69 » Sa 27. Jun 2009, 10:20

Diaspora hat geschrieben:Es ist offensichtlich, daß es sich hierbei um Feminismus (1.) und Gotteslästerung (2.) handelt.

Ich kann in den besagten Zitaten weder das eine noch das andere erkennen.

Diaspora hat geschrieben:Daß solche Inhalte ganz klar der Bibel widersprechen, und das Gegenteil vom Evangelium sind, das muß ich dir nicht erklären, oder?

Nein, lass es bitte lieber bleiben.

Diaspora hat geschrieben:Deine Signatur ist ein Liedtext des bekennden Satanisten Dio. So etwas habe ich vor meiner Bekehrung auch gehört, jetzt nicht mehr. Wie kannst du das mit deinem Glauben vereinbaren?

Das habe ich schon in einem anderen Thread einmal erklärt: Indem ich Kunst als das sein lasse, was sie ist: Kunst. Und das Zitat in der Signatur ist eine ziemlich nüchterne Feststellung dessen, wohin unsere Gesellschaft steuert, resp. zum Teil schon drin ist. Und über Dios religiöse Ansichten sollten wir hier auch lieber schweigen. Ich wette nämlich, dass Du für Deine Behauptung keine einzige seriöse Quelle nennen kannst.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Sa 27. Jun 2009, 15:26

Wenn in der Bibel steht, Ehebruch ist verboten, was gibt es daran herumzudeuten? Die Aussage ist klar, wer anderes sagt, verdreht den ganzen Sinn. Bei so einer Haltung wundert es nicht, daß in vielen Gemeinden nicht mehr Gott, sondern die Drecksau Babylon regiert.
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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon Diaspora » Sa 27. Jun 2009, 15:39

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Re: Unterschied zwischen Lutheranern und Reformierten?

Beitragvon kalypso » Sa 27. Jun 2009, 17:20

Liebe(r?) Diaspora,
Die Ehebruchfrage lasse ich mal beiseide, e gibt wohl kein Theologe/keine Theologin ob reformiert, lutheranisch oder katholisch, der/die Ehebruch als erlaubt bezeichnen würde. Da hast du ganz einfach wohl die evangelische Verkündigung der Gnade Gottes falsch verstanden oder betreibst Verleumdung.
Der Unterschied zwischen Reformierten und Lutheranern in Deutschland besteht darin, dass die Lutheraner sich auf die Confessio Augustana (Augsburger Bekenntnis) berufen, die Reformierten auf den Heidelberger Katechismus. Das sind zwei Bekenntnisse, die du sicherlich irgendwo im Netz oder auch gedruckt finden kannst. In der Schweiz herrscht zwar Bekenntnisfreiheit, doch gibt es ein wichtiges Bekenntnis, das in anderen reformierten Gebieten (z.B. Schottland) wichtig wurde: das zweite Helvetische Bekenntnis. Allen Bekennitnissen ist gemeinsam, dass sie die Rechtfertigung allein aus Gnade durch die Kreuzestat Jesu bekennen. Unterschiede gibt es in der Christologie und Abendmahlsfrage. Allerdings sind diese Unterschiede mit der Leuenberger Konkordie (auch im Netz zu finden) als nicht Kirchentrennend beschrieben worden. Die leuenberger Konkordie wurde nicht nur reformiert-lutheranisch unterschrieben, sondern meines Wissens auch von einigen Freikirchen (Methodisten, z.B.)
"All unsere Weisheit, sofern sie wirklich den Namen Weisheit verdient [...] umfasst im Grunde eigentlich zweierlei: die Erkenntnis Gottes und unsere Selbsterkenntnis" Johannes Calvin, Institutio I,1
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