Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

Moderator: bigbird

Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Mi 20. Apr 2005, 17:21

Original von jeremia
Original von sarasate

1. Durch die ungeheuren weltlichen Güter, die sich die katholische Kirche zugelegt hat. (Siehe Jeschuas Aussagen zu Reichtum)

2. Durch die Anstiftung zum Krieg oder Befürwortung der Gewalt (siehe Jeschuas Aussagen zur Feindesliebe)

Gruss
Sarasate


immer wieder die alte leier! wo legt sich bitte die katholische kirche HEUTE reichtuemer zu?
wo stiftet die kirche zu gewalt und krieg an und befuerwortet gewalt?
ich kann dieses dumme, kirchenfeindliche gequatsche nimmer hoeren. selber uebernehmen diese "kritiker" kein bisschen verantwortung in und fuer die kirche und glauben die gscheitheit mit dem loeffel gefressen zu haben.:?
kritik ist schon ok und wenn sie konstruktiv und berechtigt ist, dann wird sie sicher gerne angenommen werden. doch diese allgemeinplaetze aus der trivialliteratur des 16. jahrhunderts sind einfach laecherlich.



Dieses kirchenfeindliche "Gequatsche", wie Du es abwertend nennst ist zu deiner Information bestens belegt. Die Besitzgier der Römisch Katholischen Kirche ist enorm. Dabei wurde auch nicht vor Betrug und Fälschungen zurückgeschreckt, um an die weltlichen Güter zu kommen. Man denke dabei an die gefälschte Konstantinische Schenkung.
Und woher kommen die prunkvollen Paläste und Landhäuser in Italien und überhaupt der gewaltige Landbesitz, die Beteiligungen an grossen multinationalen Firmen? - Vielleicht von den enteigneten Opfern der Inquisition? Oder von den Gesetzen gegen die Juden (Vorläufer der Reichskristallnacht und des Holocaust)? Von den rechtlosen Kirchensklaven, den Pächtern der kirchlichen Güter?

Der Besitz der Kirche war und ist immer noch gewaltig. Und auch heute schreckt die "Landeskirche" (allerdings beide) nicht einmal davor zurück, sogar den sonst so diffamierten Nicht-Gläubigen das Geld durch Steuern aus der Tasche zu ziehen. Oder man denke an den skandallöse Geschäftsmoral des Vatikans im Zusammenhang mit der Banco Ambrosiano.

Der "heilige" Bernhard von Clairveaux, ein berühmter Mystiker und Kirchenlehrer, forderte schon "Bekehrung oder Vernichtung" und erklärte es als " die vornehmste Aufgabe, "die Heiden niederzumachen und auszurotten. Allerdings ist dies nicht überraschend, wenn man die Jesus in den Mund gelegten Worte bedenkt: " Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert." Oder: "Meint ihr, dass, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu schaffen? Nein, ich sage euch, sondern Entzweiung."
Natürlich hat sich HEUTE die Kirche zwangsläufig der Zeit angepasst und plappert marketingmässig geschickt viel vom Frieden, ohne natürlich wirklich etwas zu erreichen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es noch nicht lange her ist (um auf dein 16. Jahrhundert zurückzukommen!): das katholisches Drängen zum ersten Weltkrieg; aber auch die anfängliche Unterstützung Hitlers und Mussolinis, bis es der RKK aufgrund der hoffnungslosen Lage opportunistisch klüger schien, auf die Seite der Alliierten umzuschwenken.

Auch der kroatische Nationalistenführer Ante Pavelic, der unglaubliche Gräuel gegen die Serben und andere Volksgruppen verübte, wurde von Erzbischof A. Stepinac gelobt, dieser sass selbst mit zehn Priestern im Ustascha Parlament und rühmte diesen Staat, der "bei jeder Gelegenheit...seinen herrlichen katholischen Traditionen treu zu bleiben (Zitat Peter Fürrer)
Resultat: mehrere hunderttausende Tote. Stepinac wurde aufgrund "seiner grossen Verdienste!" von Pius XII die Kardinalswürde verliehen; Palevic wurde vom Vatikan zuz falschen Papieren und zur Flucht nach Südamerika verholfen!

Ohne die Serbische Gewalt während des Balkankriegs rechtfertigen zu wollen, kann man behaupten, dass dieses frühere Verhalten der RKK auch zu einem ungeheuren Hasspotenzial und letztendlich zu diesem Krieg geführt hat.

Welcher Verbrechen sich die RKK schuldig gemacht hat,würde Bücher füllen (siehe Karl-Heinz Deschner).
Ja, da helfen wohl auch das "Mea Culpa" und noch so viele Ave Marias nicht, die Verfehlungen der RKK vergessen zu machen. Gibt es für diese wirklich eine Entschuldigung, wenn man ja behauptet, die Kirche Gottes zu sein?

Das Wahre und Echte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht die, die unfähig sind, es hervorzubringen, zugleich verschworen hätten, es nicht aufkommen zu lassen.

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon hoiki » Mi 20. Apr 2005, 17:36

Siehst du irgendeinen Konkurrenten? Wie Gott sein Wort schützt, so weiß er auch das Amt des Petrus zu schützen.

--> Wer weiß vielleicht ist der Papst ja gar nicht von Gott eingesetzt ?
Du glaubst einfach das was die Kath. Kirche Dir vorgibt.
Der Befehl Gemeinde zu bauen gilt wie bereits gesagt für alle Apostel und weiter auch für alle Christen.
P.s. Wer sagt dass die "echte Kirche", und ich bezweifele dass dies die Kath. ist, nicht gebaut ist??
Zu argumentieren, dass ein Nachfolger nur logisch ist, ist eine gern dafür benutzte Argumentation um die Menschen unter die Fuchtel der Kirche zu bekommen.
Niemals hat Jesus gewollt dass ein Mensch eine solche Machtstellung einnimmt.
Die Geschichte hat gezeigt, dass die Kirche dies "vom Heiligen Geist - gewirkte " Position immer wieder benutzt hat die Menschen zu verängstigen, und zu belügen. Klar das niemand zu widersprechen wagte. Wer will schon sich gegen den Heiligen Geist auflehnen?
Das war damals schon so als der Clerus super vom dummen Volk gelebt hat, und das ist heute auch noch so!
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Siddiq » Mi 20. Apr 2005, 17:42

Original von sarasate

Ohne die Serbische Gewalt während des Balkankriegs rechtfertigen zu wollen, kann man behaupten, dass dieses frühere Verhalten der RKK auch zu einem ungeheuren Hasspotenzial und letztendlich zu diesem Krieg geführt hat.



Wenn du nur wüßtest,was die Ustasche mit bosnische Muslimen gemacht haben, und was sie vorhatten ist noch schlimmer als das.
;)
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Regina » Mi 20. Apr 2005, 17:43

Hallo Judith0573,

streng genommen ist Dein Profil Avantare eine Urheberrechtsverletzung! Du schmückst Dich mit dem Bild des neuen Papstes, dies ist gleichzeitig auch noch eine (Amts)Anmaßung -und persönlichkeitsrechtsverletzung!

Sowas tut man einfach nicht!



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«Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten.Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.» R. M. Rilke
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon jeremia » Mi 20. Apr 2005, 17:50

Original von Regina
Hallo Judith0573,

streng genommen ist Dein Profil Avantare eine Urheberrechtsverletzung! Du schmückst Dich mit dem Bild des neuen Papstes, dies ist gleichzeitig auch noch eine (Amts)Anmaßung -und persönlichkeitsrechtsverletzung!

Sowas tut man einfach nicht!



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.....aber sonst hast du keine probleme? ;)
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon hoiki » Mi 20. Apr 2005, 17:56

oh mann, was für eine lächerliche Korinthenkakerei!!!°
BACK TO TOPIC!!!!!
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon cori » Mi 20. Apr 2005, 18:07

Original von WeißesLicht
Original von cori
"richtiger" Glaube ist meiner Meinung nach das zu glauben, was Jesus gesagt hat.

Zum Beispiel: "Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist." (Matthäus 23, 9)
(leiblicher Vater natürlich ausgenommen)



soso.....und wo steht in der Bibel, dass der leibliche Vater da natürlich ausgenommen sei?


Hallo weißes Licht

überall in der Bibel ist die Anrede "Vater" üblich für den leiblichen Vater. Diese Bezeichnung ist auch gebräuchlich in der Bedeutung von "Urahn" oder "Vorfahre" ("unser Vater Abraham...";)

Wenn du den obengenannten Text im Zusammenhang liest, dann merkst du, dass es hier nicht um eine Verwandtschaftsbezeichnung geht, sondern um einen Titel, den irgendein Mensch bekommt, als Zeichen der besonderen Ehrerbietung.

Liebe Grüsse

cori
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+++ Clara Sofia +++


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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Enggi » Mi 20. Apr 2005, 18:43

Der Papst glaubt sehr wohl an die Ueberlieferungen der Kirche, ausser dort wo sie offiziell widerlegt wurden. Man lese nur die Veröffentlichungen des Vatikans.

Der neue Papst glaubt genauso wie der verflossene, dass Maria ihm zur Seite steht. So kam es heute in den Nachrichten.

Ich teile den Glauben des Papstes nicht. Die Kirche ist für mich nicht identisch mit der ecclesia. Somit ist mir der Papst nicht der Nachfolger Petri, sondern eher dessen Konkurrent.

Ich erwarte aufgrund der unglücklichen Wahl ein Schisma. Viele katholische Christen folgen nämlich lehr- und glaubensmässig eher einem Hans Küng oder Eugen Drewermann als der offiziellen päpstlichen Linie.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Mi 20. Apr 2005, 18:46

Original von Ainu Elfe
saraste: Bin kein freund der katholischen Kirche, dennoch denke ich, ist nicht die katholische Kirche diejenige, die zu Krieg aufrufen, sondern weltliche Machthaber, die sich im Dienste eines Gottes glauben und wiedergeborene, evangelikale Christen sind... das müsste zu denken geben. Zum anderen, gibt die katholische Kirche immer mehr ihrer Gotteshäuser auf, weil ihnen schlicht das Geld fehlt, um sie zu unterhalten und die Ränge oft mehr als leer bleiben.

Und zum Grundthema: klar dass sowas kommen musste, nur: was ist die Definition von "richtigem" Glauben :roll: ?


Die katholische Kirche rief nur in den guten alten Zeiten zum Krieg auf. Heute kann sie das nicht mehr. Der richtige Glaube scheint mir immer der eigene zu sein. Alle anderen liegen ja falsch. Darum glaube ich überhaupt nichts. Dieses Wort habe ich aus meinem Vokabular gestrichen...

Dass die Katholische Kirche die Gotteshäuser aufgibt, hat wohl mit Kostenoptimierung zu tun. Die RKK kann die Messen, Rituale und Zeremonien zentralisieren und unrentable Bereiche aufgeben. Diese übernimmt dann der Staat mir öffentlichen Steuergeldern.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Mi 20. Apr 2005, 18:59

Original von WeißesLicht
Original von sarasate
Original von Judith0573

mir ist nicht bekannt, dass Johannes Paul II zu irgendeinem Krieg angestiftet oder Gewalt befürwortet habe. Ebenso ist mir das auch nicht vom neuen Papst Benedikt XVI bekannt.
Ich sage ganz ehrlich, dass ich nicht sonderlich glücklich über diese Wahl bin, aber trotzdem sollte man bei der Wahrheit bleiben.
gby WEißesLIcht


Hätte Paul Johannes II sich nicht einmal nach Irland begeben können, um diesen Konflikt ein für allemal zu beenden?

Oder warum verlangt er so vehement den Schutz des ungeborenen Lebens statt den des geborenen(z.B den Strasssenkindern im katholisch zugrunde gerichteten Südamerika). Ich postuliere: Alles Eigentum der Kirche soll den Armen zugute kommen. Dann kann sich der verarmte Klerus endlich auf die Verbreitung der "Frohbotschaft" konzentrieren oder anstelle des bisherigen Schmarotzertums an der Gesellschaft einmal richtig arbeiten gehen.

Wie war doch das mit dem Kamel und dem Nadelör?
Aber die RKK hat sich bis jetzt nur für ein Recht richtig stark gemacht: Nämlich das Recht auf Eigentum.
Das Wahre und Echte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht die, die unfähig sind, es hervorzubringen, zugleich verschworen hätten, es nicht aufkommen zu lassen.

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon jeremia » Mi 20. Apr 2005, 20:50

Original von sarasate
Hätte Paul Johannes II sich nicht einmal nach Irland begeben können, um diesen Konflikt ein für allemal zu beenden?

Oder warum verlangt er so vehement den Schutz des ungeborenen Lebens statt den des geborenen(z.B den Strasssenkindern im katholisch zugrunde gerichteten Südamerika). Ich postuliere: Alles Eigentum der Kirche soll den Armen zugute kommen. Dann kann sich der verarmte Klerus endlich auf die Verbreitung der "Frohbotschaft" konzentrieren oder anstelle des bisherigen Schmarotzertums an der Gesellschaft einmal richtig arbeiten gehen.

Wie war doch das mit dem Kamel und dem Nadelör?
Aber die RKK hat sich bis jetzt nur für ein Recht richtig stark gemacht: Nämlich das Recht auf Eigentum.



jetzt reichts aber schoen langsam mit deinen dummen anschuldigungen, oder nicht?
die kirche verlangt den schutz ungeborenen UND geborenen lebens!
strassenkinder im KATHOLISCH zugrunde gerichteten suedamerika??? warst du schon einmal bei uns in suedamerika, oder hast du deine informationen aus der presseabteilung der moonsekte?
ohne die arbeit der kathkirche wuerde es hier wirklich ein stueck trauriger aussehen, das kannst du mir glauben. also heb deinen hintern hier her, wenn du etwas ueber lateinamerika schreiben willst, oder schweige.
alles eigentum der kirche soll den armen zugute kommen?
und "die armen" erhalten dann auch die kulturgueter, nicht wahr ;)
aber da du ja so schnell mit dem enteignen bist: warum kommt dein reichtum nicht den armen zugute? warum hast du ein grosses mundwerk und hebst deinen eigenen hintern nicht zu deinen vielgeliebten "armen"! wenn du einen besoffenen vagabunden siehst, waere ich gespannt, wieviel von deinem postulat uebrigbleiben wuerde!
verzeiht mir meine erregtheit, aber sowas halte ich nur schwer aus. bloed daherreden vom warmen sessel aus und selber ziemlich sicher nichts tun aber wissen was richtig und falsch ist!
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon WeißesLicht » Mi 20. Apr 2005, 20:56

Original von Scardanelli
Petrus wurde mit der Aufgebe betraut, die Ekklesia zu bauen. Ist diese aber nicht fertig gebaut, dann muss weiter gebaut werden und Petrus ist eben eine klar abgrenzbare Persönlichkeit und wenn Petrus mit diesem Bau nicht fertig geworden ist, dann ist es sachhaltig, wenn durch dieses markante Wort Jesu, „Petrus“ eben auch ein Amt ist und Petrus somit Nachfolger haben muss.
Es ist überhaupt nicht die Schuld der Nachfolger Jesu, wenn Jesus sich so viel Zeit lässt bis er wiederkommt. Man sieht nur, dass der Bau weiterzugehen hat und da muss dann halt ein Nachfolger für den her, der mit dieser Aufgabe betraut worden ist. „Petrus“ endet mit der Wiederkunft Jesu, weil die Ekklesia nicht fertig gebaut ist.


ich schmeiss mich wech vor lachen! Diese Argumentation ist einfach klasse! :D

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Scardanelli » Mi 20. Apr 2005, 20:56

@hoiki,
Zu argumentieren, dass ein Nachfolger nur logisch ist, ist eine gern dafür benutzte Argumentation um die Menschen unter die Fuchtel der Kirche zu bekommen.
Der, auf dem die Ekklesia aufgebaut wird, der wurde von Jesus benannt. Und unter Fuchtel wird jeder Christ genommen, oder er rechnet damit, dass ihn jemand unter die Fuchtel nimmt. Ein Unterschied zwischen dem Evangelen und dem Katholen besteht darin, dass jeder Evangele sich aufschwingt, selbst zu bestimmen, worunter er sich da nehmen lassen will, während sich der Kathole dem gegenüber unter die Folgen der Pastoralbriefe des Paulus stellt, die der Evangele aus seiner Wirklichkeit gestrichen hat. Am Ende ist sich jeder einzelne Evangele sein eigener Bischof und sein eigener Hl. Geist, der ihm die Bibel auslegt.
Der Befehl Gemeinde zu bauen gilt wie bereits gesagt für alle Apostel und weiter auch für alle Christen.
Jesus hat eine Lehre gegeben und Gemeinden zu bauen, bedeutet nicht, verschiedene Lehren aufzurichten, sondern unter der einen zu sein. Das müssen Protestanten missverstanden haben, was die Zahl ihrer Ansammlungen beweist, die sich je in den Lehren unterscheiden, als gäbe es so viele Lehren Jesu, wie es hier Richtungen gibt. Das Erbe des Protestantismus ist ihr Unvermögen unter sich eine Ökumene zu Stande zu bringen. Stellte man alle Protestanten unter eine Kuppel, so hätte man ein heilloses Durcheinander, ein Durcheinander, wie es dafür ein sprechendes biblisches Beispiel aus frühester Zeit gibt.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon WeißesLicht » Mi 20. Apr 2005, 20:58

Original von jeremia
Original von Regina
Hallo Judith0573,

streng genommen ist Dein Profil Avantare eine Urheberrechtsverletzung! Du schmückst Dich mit dem Bild des neuen Papstes, dies ist gleichzeitig auch noch eine (Amts)Anmaßung -und persönlichkeitsrechtsverletzung!

Sowas tut man einfach nicht!



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.....aber sonst hast du keine probleme? ;)


:D

Nina hat manchmal solche Anwandlungen, kann gut sein, dass sie das ironisch meinet ;)

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon WeißesLicht » Mi 20. Apr 2005, 21:17

liebe cori

Original von cori
überall in der Bibel ist die Anrede "Vater" üblich für den leiblichen Vater. Diese Bezeichnung ist auch gebräuchlich in der Bedeutung von "Urahn" oder "Vorfahre" ("unser Vater Abraham...";)


oder eben auch Vater im Sinne von Vorbild im Glauben....
Abraham, ISaak und Jakob gelten uns Christen als Stammväter des Glaubens. Man könnte den ´Papa´ mit gutem Willen auch so verstehen, denn immerhin legt die rk Kirche (zumindest in der Neuzeit) Wert darauf, dass Männer Papst werden, die vorbildlich glauben, die uns Glauben auf eine Weise vorleben, die auf uns nachvollziehbar und glaubwürdig wirkt


gby

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon WeißesLicht » Mi 20. Apr 2005, 21:22

Original von Enggi
Ich erwarte aufgrund der unglücklichen Wahl ein Schisma.


ach wa! Das glaub ich nu aber doch nicht

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon jeremia » Mi 20. Apr 2005, 21:29

im spanischen heisst papst "papa".
das ist ja wahrscheinlich wohlbekannt. aber: im chilenischen spanisch heisst auch die kartoffel "papa". papst und kartoffel unterscheiden sich nur durch den artikel, naemlich el papa fuer papst und la papa fuer kartoffel.
es gibt hier auch die scherzfrage: wo ist der schlechteste boden der welt? rom! 2000 jahre und nur 265 papas!
:shock: hoffentlich sticht dem papa ratzi keiner die augen aus! :shock: :D
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon WeißesLicht » Mi 20. Apr 2005, 21:34

Original von jeremia
im spanischen heisst papst "papa".
das ist ja wahrscheinlich wohlbekannt. aber: im chilenischen spanisch heisst auch die kartoffel "papa". papst und kartoffel unterscheiden sich nur durch den artikel, naemlich el papa fuer papst und la papa fuer kartoffel.
es gibt hier auch die scherzfrage: wo ist der schlechteste boden der welt? rom! 2000 jahre und nur 265 papas!
:shock: hoffentlich sticht dem papa ratzi keiner die augen aus! :shock: :D
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon hoiki » Mi 20. Apr 2005, 22:08

Jesus hat eine Lehre gegeben und Gemeinden zu bauen, bedeutet nicht, verschiedene Lehren aufzurichten, sondern unter der einen zu sein. Das müssen Protestanten missverstanden haben, was die Zahl ihrer Ansammlungen beweist, die sich je in den Lehren unterscheiden, als gäbe es so viele Lehren Jesu, wie es hier Richtungen gibt.

Oh mann..... Du bist echt verbohrt.. Wer hat denn gesagt das die Kath. Kirche die Richtige ist????
Und ich danke Gott dafür dass auch ich den Heiligen Geist habe und niemanden brauche der diktatorisch mir das vorkaut was ich zu glauben habe!
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Mi 20. Apr 2005, 23:42

Original von Scardanelli
Zitat von sarasate
Warum befolgt/befolgte die Kirche dann nicht die wichtigsten Forderungen Jesus?

Welche Forderungen Jesu also in der kath. Kirche befolgt werden, das müssen die Forderungen sein, die wesentlich sind; es sei denn, alles um diesen Jesus ist am Ende Schall und Rauch.


Und welche Forderungen wären deiner Meinung nach die Wesentlichen?
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Mi 20. Apr 2005, 23:47

Original von Siddiq
Original von sarasate

Ohne die Serbische Gewalt während des Balkankriegs rechtfertigen zu wollen, kann man behaupten, dass dieses frühere Verhalten der RKK auch zu einem ungeheuren Hasspotenzial und letztendlich zu diesem Krieg geführt hat.



Wenn du nur wüßtest,was die Ustasche mit bosnische Muslimen gemacht haben, und was sie vorhatten ist noch schlimmer als das.


Ich habe die entsprechende Literatur in meiner Bibliothek. Ich hoffe, dass die Anders-und Ungläubigen von den Muslims besser oder gleichberechtigt behandelt werden. Aber ich bezweifle es...Leider
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Donnerschlag » Mi 20. Apr 2005, 23:50

Habe im Forum ´Jesus ?´, Thread: Warum gibt es keine Wunder mehr?, einen Beitrag von Sunfox gelesen, der würde auch hier passen.

Gruß Donnerschlag
Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Do 21. Apr 2005, 00:06

Original von jeremia
Original von sarasate
Hätte Paul Johannes II sich nicht einmal nach Irland begeben können, um diesen Konflikt ein für allemal zu beenden?

Oder warum verlangt er so vehement den Schutz des ungeborenen Lebens statt den des geborenen(z.B den Strasssenkindern im katholisch zugrunde gerichteten Südamerika). Ich postuliere: Alles Eigentum der Kirche soll den Armen zugute kommen. Dann kann sich der verarmte Klerus endlich auf die Verbreitung der "Frohbotschaft" konzentrieren oder anstelle des bisherigen Schmarotzertums an der Gesellschaft einmal richtig arbeiten gehen.

Wie war doch das mit dem Kamel und dem Nadelör?
Aber die RKK hat sich bis jetzt nur für ein Recht richtig stark gemacht: Nämlich das Recht auf Eigentum.



jetzt reichts aber schoen langsam mit deinen dummen anschuldigungen, oder nicht?
die kirche verlangt den schutz ungeborenen UND geborenen lebens!
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ohne die arbeit der kathkirche wuerde es hier wirklich ein stueck trauriger aussehen, das kannst du mir glauben. also heb deinen hintern hier her, wenn du etwas ueber lateinamerika schreiben willst, oder schweige.
alles eigentum der kirche soll den armen zugute kommen?
und "die armen" erhalten dann auch die kulturgueter, nicht wahr ;)
aber da du ja so schnell mit dem enteignen bist: warum kommt dein reichtum nicht den armen zugute? warum hast du ein grosses mundwerk und hebst deinen eigenen hintern nicht zu deinen vielgeliebten "armen"! wenn du einen besoffenen vagabunden siehst, waere ich gespannt, wieviel von deinem postulat uebrigbleiben wuerde!
verzeiht mir meine erregtheit, aber sowas halte ich nur schwer aus. bloed daherreden vom warmen sessel aus und selber ziemlich sicher nichts tun aber wissen was richtig und falsch ist!
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- Es sind nicht meine Anschuldigungen, sondern die der Opfer, die jetzt stumm aus der Grüften starren.

- Die Fakten sind historisch gut belegt.

- Zwischen Schutz verlangen und Schutz bieten ist ein grosser Unterschied.
Das gleiche gilt für den päpstlichen Ohrwurm, das heisst sein belangloses Reden über den Frieden. Aus dem Munde der RKK klingt das nicht sehr glaubwürdig. Ausser Worten nichts gewesen.

- In der Moonsekte war ich sicherlich nie, aber ziemlich lange Zeit in Zentralamerika und auch Südamerika. Ich bin sicher, dass es Südamerika besser gehen würde, wenn die Christen nie dorthin gekommen wären und die Urbevölkerung dezimiert hätten.

Oder findest du etwa die Unterstützung Pinochets oder anderer Potentaten durch den Vatikan lobenswert? Ich bin sicher, wenn die Zeit des Christentums ausläuft, wird es Südamerika besser gehen.

- Mein Hab und Gut gebe ich gerne weg, wenn dafür eine gerechtere Welt entsteht. Ich würde ja auch nicht arm, weil alles gerecht verteilt würde. Aber ich gebe zu, ich kann nicht soviel geben wie die RKK. Und ich bevorzuge beim Spenden jetzt schon die Gebiete der ehemaligen Sowjetunion.

Warum beleidigst Du mich überhaupt? Die von Dir gebrauchten, wunderbaren Ausdrücke erinnern mich stark an die innerkirchlichen Streitigkeiten in der Frühzeit des Christentums.
Aber wo sind denn die sachlich dargelegten Fakten deinerseits.

Gruss
Sarasate
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Do 21. Apr 2005, 00:20

Original von jeremia
im spanischen heisst papst "papa".
das ist ja wahrscheinlich wohlbekannt. aber: im chilenischen spanisch heisst auch die kartoffel "papa". papst und kartoffel unterscheiden sich nur durch den artikel, naemlich el papa fuer papst und la papa fuer kartoffel.
jeremia


- Nein, auch durch die Betonung. Und auch in Zentralamerika sind mit "las papas" Kartoffeln gemeint.
Das Wahre und Echte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht die, die unfähig sind, es hervorzubringen, zugleich verschworen hätten, es nicht aufkommen zu lassen.

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Scardanelli » Do 21. Apr 2005, 09:02

@hoiki,
ich danke Gott dafür dass auch ich den Heiligen Geist habe und niemanden brauche der diktatorisch mir das vorkaut was ich zu glauben habe!
Die christliche Speise ist immer eine vorgekaute, denn mit der Bibel wird so etwas dargereicht. Aber nur das je einzelne Individuum kann über dieses Vorgekaute eine maximale Kontrolle erlangen – hier wird nur das geglaubt, was dem je Einzelnen mühelos einleuchtet, was an sich ja nichts Verwerfliches wäre. Verwerflich wird es aber dadurch, dass es innerhalb der protestantischen Kreise eine Vielfalt von Einleuchtungen gibt, so dass die angeblich eine Lehre als eine vielfältige erscheint und sich dadurch selbst auslöscht, worin das Mühevolle des Protestantismus erscheint. Der Protestant kennt eben nur sich selbst, als das je erscheinende Individuum und nur was dieses Einzelne glaubt, was es für sich aus der Bibel herausgezogen hat, das sei das Wahre schlechthin. Wie viele solcher absoluten Wahrheiten soll es also geben, wenn man bedenkt, dass diese Haltung im Protestantismus der Macht des Papstes gleichkommt. So haben die Protestanten nicht das Petrusamt beseitigt, sondern es auf all ihre Glieder verteilt, so dass nun jeder einzelne Protestant dieser Petrus sein muss. Der Protestant kennt nur eine Person, die errettet ist – er selbst und all die, welche so sind, wie er selbst, eben dieser Petrus.
Der Protestant fängt also bei Petrus an, der er selbst sei und schaut dann, wen er findet, der so ist wie er selbst. Mit dem je einzelnen Protestanten ist also je die Erschaffung der Welt, weil in ihm der wahre Glaube verbürgt sei. Alles andere, was außerhalb dieser winzigen Einheit sich abspielt, sei Häresie, womit jeder einzelne Protestant zugleich ein Großinquisitor ist, wie er der ist, der sich selbst den Hl. Geist spendet.

Beim Katholen sieht dies eben anders aus. Der Kathole ist nicht so sehr von sich eingenommen, sondern er erwägt, dass Gott schon vor ihm in Wirkung war und das er, der Kathole, auch unter Verleugnung seiner selbst etwas für wahr nimmt, was ihn klein macht, klein vor der Wirkung Gottes an denen, die zuvor der Wirkung Gottes ausgesetzt waren. Der Kathole würdigt auch das Wirken Gottes in der Welt, bevor er geboren wurde und nimmt dieses Wirken in seiner Lebendigkeit. Und dabei befindet er sich in einer guten Tradition. So langsam und verhalten sich der Kanon der Bibel herausgeformt hat, genauso langsam und verhalten hat sich die Kirche Jesu herausgebildet. Keineswegs war die kath. Kirche gleich nach der Auferstehung Jesu fix und fertig und genauso wenig lag das Evangelium fix und fertig vor. Beide haben sich nahezu parallel entwickelt und dies aus sich heraus.
Genauso wie sich in der Entwicklung des Kanons des Evangeliums menschliche Schwächen abbilden, bilden sich diese in der Entwicklung der kath. Kirche ab und genauso wie Petrus ein schwacher Mensch mit Fehlern war, wovon die Evangelien berichten, so trifft das auch auf jeden Papst zu. Jesus wusste von der Unvollkommenheit des Petrus und trotzdem hat er ihn mit dieser gewaltigen Aufgabe betraut und ihm trotz seiner Schwächen mit großer Macht ausgestattet. Restlose Fehlerlosigkeit ist kein Kriterium für die Besetzung des Amtes des Papstes, denn schon Petrus war fehlerhaft.

Protestantismus heißt am Ende, dass hier ein Mensch ist, der es nicht schafft, sich unterzuordnen, der am Ende immer noch die völlige Kotrolle haben muss und so legt sich auch jeder Protestant selbst die Bibel aus. Das ist dann nicht so gefährlich und so kann man sich selbst seinen Glauben basteln womit der Protestantismus dann eben, wenn man ihn als eine Gesamtheit betrachtet, ein riesiger Flickenteppich an Selbstgebasteltem ist.

Wer hat denn gesagt das die Kath. Kirche die Richtige ist????
Die Entwicklung des NT lief unter einigen Irrungen und Wirrungen auf das Buch hinaus, das du heute als Wort Gottes bezeichnest. Keineswegs hat es dem Hl. Geist gefallen unter allen Christen den je gleichen Kanon zu verteilen. Dazu mussten einige Jahrhunderte ins Land ziehen, aber es ist auf diesen Kanon hinausgelaufen. Andächtig und selbstvergessen wird aber jetzt an diesen Kanon geglaubt. Nichts anderes aber ist es mit der Kirche. Auch sie hat sich langsam zu der gebildet, die man als die katholische kennt. So kann man das Wirken des Hl. Geistes am Evangelium beobachten, wie an seiner Kirche. Beides hat der Hl. Geist so herausgebildet und so gewollt und beides kann in seiner Entwicklung bei Jesu Auferstehung anknüpfen und wie es nur ein Evangelium geben kann, kann es nur eine einzige Kirche geben. Die Kirche Jesu zu richten ist dasselbe, wie das Evangelium zu richten, wie es dasselbe ist, Gott zu richten.

Der Kathole kennt drei Größen. Er kennt die göttliche Größe, die allgemein menschliche, die als die Kirche erscheint und er kennt das Besondere, den je Gläubigen. Der Protestant hingegen hat die mittlere Größe ausgestrichen womit er nur noch zwei Größen kennt. Er kennt die göttliche Größe und sich selbst, womit er den Leib Jesu, der die Gemeinde ist, als eigenständige Größe hingerichtet hat. Der Protestant ist damit zugleich der je Einzelne und er ist in sich selbst auch der Leib Jesu.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Scardanelli » Do 21. Apr 2005, 09:37

@sarasate,
Und welche Forderungen wären deiner Meinung nach die Wesentlichen?
Das Wesentliche an Jesus ist sein Opfer, denn darauf ist bei ihm alles hinausgelaufen. Und dabei erachte ich es als wichtig, dass der Hl. Geist dafür verantwortlich zeichnet, wie mit diesem Opfer in der Gemeinde Jesu umgegangen wurde. Aus den Überlieferungen ist es bekannt, dass es schon immer als Eucharistie gefeiert wurde und so muss es auch wahr sein, soll der Hl. Geist selbst wahr sein.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Xandro » Do 21. Apr 2005, 13:04

Original von Such_Find
@Xandro
Was glaubte Jesus zum Thema Abtreibung, Umweltverschmutzung, Gen-Technik, Verhütung usw.?

Deine Definition von "Glaube" ist demnach eine Philosophie...(?)

Für mich ist "Glaube" eine Erwartungshaltung -
wovon ich Leben erwarte, daran glaube ich.

Hi Such_Find!

Ich sehe jetzt nicht, wieso deine Definition von Glaube keine Philosophie wäre. Glaube beinhaltet immer ein damit verbundenes Werte-System. Wenn man glauben möchte, was Jesus geglaubt hat, so stoßen wir in jedem Fall auf die Problematik, dass er Aspekte der Ethik nicht berücksichtigt hat, die Jahrhunderte (bzw. Jahrtausende) später relevant wurden. Meine oben aufgeführten Beispiele. Ich sagte auch nicht "Glaubte Jesus an Abtreibung?" sondern "Was glaubte Jesus zum Thema Abtreibung?", also welche Ethik vertrat er.
Daher glaube ich, hast du mich hier falsch verstanden:
OK, an Gen-Technik kann man glauben(was gemacht wird) d.h. von dieser Leben erwarten - diese Gen-Technik soll ja auch göttlichen Segen nachäffen/erzwingen.
Aber an Umweltverschmutzung kann nur ein Masochist "glauben".


Greetz,
Xandro
Wahre Größe misst sich nicht in Metern.

Si ces conflits entre science et théologie sont historiquement inévitables, travaillons à les surmonter de notre mieux.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Such_Find » Do 21. Apr 2005, 15:24

@Xandro - hi

Den Begriff "glauben" würde ich am liebsten aus meinem Sprachschatz entfernen, da so universell anwendbar und unterschiedlich zu verstehen. Mißverständnisse sind vorprogrammiert.
Ein Zitat von dir:
"Ich sagte auch nicht "Glaubte Jesus an Abtreibung?" sondern "Was glaubte Jesus zum Thema Abtreibung?", also welche Ethik vertrat er.
Daher glaube ich, hast du mich hier falsch verstanden:..."


Statt "glauben" hatte ich mal "vertrauen" genutzt, allerdings finde ich im deutschen das
erwarten(=glauben) und die Erwartungshaltung(=Glaube) am treffendsten um das auszudrücken, was ich unter "Glaube" verstehe. Etwas erwartet wird mit dem Inneren("Herz";) - "glauben" kann ich auch mit dem Kopf.

Die meisten Menschen sagen das sie zumindest an irgendeine höhere Macht "glauben" - gemeint ist damit i.d.R. das sie annehmen das da ein höheres Etwas existiert: Ist das Glauben?
Viele Leute hatten - laut Schrift - Jesus gesehen(selbst die, die ihn tot sehen wollten).......haben sie an ihn "geglaubt"?


ciao
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Delirious11 » Do 21. Apr 2005, 16:21

Also ich möchte mich auch mal zum Thema:"Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?" melden.

Also ich glaube auch nicht an den Papst und die Lehre, das er Gottes Stellvertreter sei.
Aber was in einzelnen vorhergehenden Beitägen geschrieben wurde, was Katholiken regelrecht als schlechte Christen bezeichnet hat uns Jesus auch nicht aufgetragen!
Kritik ist schon ok aber auch dafür gibt es einen Rahmen, denn beleidigende oder abwertende Kritik ist nicht konstruktiv und bringt den Kritisierten nur noch mehr in Rage.

Sollte keine Moralpredigt werden, aber habe beim Durchlesen der einen Argument doch zum Teil auch die Stirn runzeln und mich fragen müssen was damit bezweckt werden möchte. :?

So hoffe dem einen oder anderen die Augen geöffnet zu haben.



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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon hoiki » Do 21. Apr 2005, 16:42

@Scardanelli
--> das ist schon beeindruckend was Du meinst von der Protestantischen Kirche wissen zu können.... Vor allem Deine Verallgemeinerungen kommen bei mir überhaupt nicht gut an! Immer wieder dieses " die Protestanten machen dies und das"
Das ist an Ignoranz nicht mehr zu überbieten.
Wenn ich Dir nun sage dass ich Freikirchler bin krieg ich dann die Keule über den Kopf , oder was?
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Do 21. Apr 2005, 16:55

Original von Scardanelli
@sarasate,
Und welche Forderungen wären deiner Meinung nach die Wesentlichen?
Das Wesentliche an Jesus ist sein Opfer, denn darauf ist bei ihm alles hinausgelaufen. Und dabei erachte ich es als wichtig, dass der Hl. Geist dafür verantwortlich zeichnet, wie mit diesem Opfer in der Gemeinde Jesu umgegangen wurde. Aus den Überlieferungen ist es bekannt, dass es schon immer als Eucharistie gefeiert wurde und so muss es auch wahr sein, soll der Hl. Geist selbst wahr sein.


So hat sich der sündenlose Jesus selbst geopfert, um seinen alten Herrn mit den Menschen zu versöhnen - oder um den Menschen den Zugang zu seinem Vater zu ermöglichen. Allerdings hat sich Jesus inkonsequenterweise nur dem Schmerz am Kreuz unterzogen, aber nicht wirklich dem Tod, weil er diesem ja gleich wieder entsprungen ist.
Ist das der Grund, dass sich der Christengott doch zu wenig - wie du es einmal treffend ausgedrückt hast - "gebauchpinselt" fühlte und somit der heilige Geist mitsamt der ihm aufgetragenen Verantwortung für das Opfer immer noch orientierungslos auf unserer Erde herumschwebt?

Aber hat Jesus wirklich gesagt, dass das Wesentliche seiner Aufgabe der Opfertod sein soll?

Das Wahre und Echte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht die, die unfähig sind, es hervorzubringen, zugleich verschworen hätten, es nicht aufkommen zu lassen.

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Do 21. Apr 2005, 16:59

@Delirious 11
Original von Delirious11
Also ich möchte mich auch mal zum Thema:"Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?" melden.

Also ich glaube auch nicht an den Papst und die Lehre, das er Gottes Stellvertreter sei.
Aber was in einzelnen vorhergehenden Beitägen geschrieben wurde, was Katholiken regelrecht als schlechte Christen bezeichnet hat uns Jesus auch nicht aufgetragen!
Kritik ist schon ok aber auch dafür gibt es einen Rahmen, denn beleidigende oder abwertende Kritik ist nicht konstruktiv und bringt den Kritisierten nur noch mehr in Rage.

Sollte keine Moralpredigt werden, aber habe beim Durchlesen der einen Argument doch zum Teil auch die Stirn runzeln und mich fragen müssen was damit bezweckt werden möchte. :?

So hoffe dem einen oder anderen die Augen geöffnet zu haben.


Wen sprichst Du hier an?
Das Wahre und Echte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht die, die unfähig sind, es hervorzubringen, zugleich verschworen hätten, es nicht aufkommen zu lassen.

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sarasate » Do 21. Apr 2005, 17:15

Original von hoiki
@Scardanelli
--> das ist schon beeindruckend was Du meinst von der Protestantischen Kirche wissen zu können.... Vor allem Deine Verallgemeinerungen kommen bei mir überhaupt nicht gut an! Immer wieder dieses " die Protestanten machen dies und das"
Das ist an Ignoranz nicht mehr zu überbieten.
Wenn ich Dir nun sage dass ich Freikirchler bin krieg ich dann die Keule über den Kopf , oder was?


Kein Tier zeigt eine solch hemmungslose Feindschaft gegenüber dem Menschen wie die Christen, wenn sie ihre Mitchristen angreifen...
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Delirious11 » Do 21. Apr 2005, 17:15

Original von sarasate
@Delirious 11
Original von Delirious11
Also ich möchte mich auch mal zum Thema:"Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?" melden.

Also ich glaube auch nicht an den Papst und die Lehre, das er Gottes Stellvertreter sei.
Aber was in einzelnen vorhergehenden Beitägen geschrieben wurde, was Katholiken regelrecht als schlechte Christen bezeichnet hat uns Jesus auch nicht aufgetragen!
Kritik ist schon ok aber auch dafür gibt es einen Rahmen, denn beleidigende oder abwertende Kritik ist nicht konstruktiv und bringt den Kritisierten nur noch mehr in Rage.

Sollte keine Moralpredigt werden, aber habe beim Durchlesen der einen Argument doch zum Teil auch die Stirn runzeln und mich fragen müssen was damit bezweckt werden möchte. :?

So hoffe dem einen oder anderen die Augen geöffnet zu haben.


Wen sprichst Du hier an?


Sorry hab zwei verschiedene Nicks als einen empfunden und so maximillians Aussagen als Aussagen eines Christen gelesen, was es aber ja selber nicht bestätigt hat. Also ich bitte um Entschuldigung habe mich geiirt und so (jetzt auch für mich)unbegründete Anschuldigungen geschrieben und mich so durch meine eigenen Aussagen genau so verhalten wie ich es bei andern aufzeigen wollte.

Aber trotzdem sollte man bei Kritik nicht beleidigend werden egal gegen wenn.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Scardanelli » Do 21. Apr 2005, 17:39

@hoiki,
Deine Verallgemeinerungen kommen bei mir überhaupt nicht gut an! Immer wieder dieses " die Protestanten machen dies und das"
Verallgemeinerungen sollen ja auch dazu einen Anlass geben zu zeigen, dass mit zu grobem Faden gestrickt wurde. Es wäre also durchaus peinlich, wenn ich mit diesen Verallgemeinerungen richtig läge und nun liegt es an dir, mir die Feinheiten zu zeigen, die mir entgangen sind. Kannst du es nicht zeigen, dann muss ich wohl davon ausgehen, dass es mit diesen Verallgemeinerungen seine Richtigkeit hat.
" die Protestanten machen dies und das"
Genau genommen gibt es die Protestanten an sich gar nicht. Alle, die sich als Protestanten verstehen, würden sich untereinander mäßig bis gar nicht verstehen, womit sich dieser Begriff nicht aus sich selbst trägt. Protestanten sind nur an dem möglich und wirklich, wogegen sie protestieren und das ist die kath. Kirche. Es ist demnach die kath. Kirche, die den Begriff des Protestantismus erst möglich gemacht hat.
Leben hat der Protestantismus als diese Ganzheit nur am Katholizismus und vom Katholizismus aus betrachtet ist die Ganzheit des Protestantismus ein Sammelsurium an unterschiedlichen Auffassungen der Lehre des Evangeliums.
Für den Protestanten ist der Protestantismus die Frage, welcher Splittergruppe des Protestantismus er sich zugesellt und für den Katholen ist es die Frage, wie es zu diesem Chaos an Lehrmeinungen außerhalb des Katholizismus hat kommen können. So ist der Protestantismus für den Katholen allenfalls die mögliche Kritik an der kath. Kirche, während es für den Protestanten selbst der Weg sei.
Wenn ich Dir nun sage dass ich Freikirchler bin krieg ich dann die Keule über den Kopf , oder was?
Da werde ich dich doch nicht keulen, als höchstens bedauern, dass du dich in einer abgebrochenen Geschichte wiederzufinden gedenkst.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Scardanelli » Do 21. Apr 2005, 18:13

@sarasate,
Aber hat Jesus wirklich gesagt, dass das Wesentliche seiner Aufgabe der Opfertod sein soll?
Es ist eigentlich nicht so wichtig, ob dies Jesus gesagt hat oder auch nicht, denn sein Opfer ist das einzige an ihm, was ihm geglückt ist, denn es ist das einzige Handeln von ihm, was vollendet ist.
Alle sein Predigen hingegen, ist ja insofern unvollendet, wenn es nicht von den Adressaten der Predigt vollendet wird und so lange es von den Adressaten nicht vollendet wird, sind es allenfalls schöne Worte ohne Realität.
Tue dies und tue das, ist solange unvollkommen, solange nicht dies und das getan wird.

Selig seien die geistig armen, so Jesus, worauf du dann Jesus hättest fragen können, ob er selig sei.

Es bleibt also nur diese Opfer Jesu und das hat ja unser Paulus schön aufgenommen und mannigfach interpretiert und markant ist eben der Unterschied der Bedeutung des Opfers Jesu zwischen der Tradition und dem Protestantismus und daran kann sich dann die Frage anschließen, ob der Papst glaubt oder nicht. Ich würde sagen, er glaubt es so, wie es z. B. ein Ignatius am Beginn des 2. Jahrhunderts geglaubt hat und er glaubt es so, wie es Jesus wörtlich ausgedrückt hat: Joh 6,53 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 6,54 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag;

Genau das glaubt der Papst und davon ist Ignatius ausgegangen.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sterngucker » Do 21. Apr 2005, 18:17

Original von Scardanelli
Genau genommen gibt es die Protestanten an sich gar nicht. Alle, die sich als Protestanten verstehen, würden sich untereinander mäßig bis gar nicht verstehen, womit sich dieser Begriff nicht aus sich selbst trägt.


1.Korinther 11,19
Denn es müssen ja Spaltungen unter euch sein, damit die Rechtschaffenen unter euch offenbar werden.

Wobei es auch bemerkenswerterweise Katholiken geben soll, die sich nicht den "menschlichen Reaktionen auf die Pastoralbriefe" unterwerfen und sich theologisch gesehen nicht verstehen mit jenen, die ohne wenn und Laber dem folgen was aus Rom gesandt und geboten wird.
"Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
Und all sein Tun ist Treue"

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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon Scardanelli » Do 21. Apr 2005, 19:19

Ich sagte es ja, Sterngucker, dass den Protestanten ihr Evangelium die Spaltung ist; die Protestanten sind am Protest hängen geblieben.

1.Kor 1,10 „Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle einerlei Rede führt und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seiet.“

Überprüfe also ob in deinem Pauluszitat die Spaltung, also das protestantische Ethos oder die Rechtschaffenheit das sind, worauf sich das Subjekt ausrichten soll.

Ich verstehe schon, worauf der Protestant vage anspringt: „Ich gegen den Rest der Christenheit.“ Und so durchforstet er auch die Bibel und so ist ihm seine Protesthaltung, seine immerwährende Pubertät, sein Abarbeiten am Vater sein ganzer Sinn und so soll dieser Protest auch nie zu einem Ende kommen.
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon hoiki » Do 21. Apr 2005, 19:31

Da werde ich dich doch nicht keulen, als höchstens bedauern, dass du dich in einer abgebrochenen Geschichte wiederzufinden gedenkst.


@Scardanelli

Ich breche das hier ab. Unfassbar was für ein katholischer Fundamentalist Du bist. Richtest mit scharfem Schwert und versuchst durch gefeilte Worte Eindruck zu schinden.
Du tust mir leid. Ich liebe alle Christen und habe weder Scheuklappen noch die absolute Meinung immer Recht zu haben.
Das Gegenteil ist von Dir zu sagen.Leider.
Nur eine Frage am Schluß: bei allem Theologischen Firlefanz, mein Bruder hast Du Freude an Deinem Glauben? Freude dass Du die Welt umarmen möchtest und laut Halleluja schreien möchtest?
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Re: Glaubt der Papst oder glaubt er nicht?

Beitragvon sterngucker » Do 21. Apr 2005, 19:34

Original von Scardanelli
Ich verstehe schon, worauf der Protestant vage anspringt: „Ich gegen den Rest der Christenheit.“ Und so durchforstet er auch die Bibel und so ist ihm seine Protesthaltung, seine immerwährende Pubertät, sein Abarbeiten am Vater sein ganzer Sinn und so soll dieser Protest auch nie zu einem Ende kommen.


Dass der Protestant scheinbar immerwährend in der Pubertät bleibt und bleiben will, mag wohl so erscheinen, weil nur gerade jene Protestanten auffallen, die in dieser "Pubertät" sind und diese kommen und gehen und dann kommen wieder neue, also ist immer jemand solches da. Und jene Protestanten die für Gott und nicht gegen irgendjemand leben, wollen meiner bescheidenen Erfahrung nach, nicht so polarisieren unter den Menschen, also fallen diese auch nicht wirklich auf.

Aber einerlei, ich habe es nicht zum Ziel jemals aus Protest gegen jemanden zu Leben und bloss gegen jemanden in der Bibel zu lesen, nur fällt es mir noch schwer das Maul zu halten, wenn ich beispielsweise sehe, dass viele sich auf die Bibel berufen, aber sich nur zum Schein für deren Inhalt interessieren, es ist nicht leicht solches stillschweigend stehen zu lassen, man wägt es ja immer ab ob man nicht doch mal jemand zuhörendes findet oder eben jemand, der es besser weiss.

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