bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

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bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Sa 17. Apr 2004, 23:32

hallo zusammen,

ich habe wieder mal eine frage an katholiken.

wie ist das bei euch so in der kath. kirche, werden da die jungen mitglieder aufgefordert die bibel zu lesen., oder anders gefragt, wird ihnen vermittelt wie wichtig das lesen der bibel ist?

ich frage das weil ich gerade ein gespräch mit einer 16 jährigen katholikin hatte und irgendwie fast in tränen ausbreche, als sie mir von ihrem christlichen leben erzählte.. ihre grundwerte sind,

"gott möchte dass wir uns selber sind und dass wir in die kirche gehen"

"in die kirche gehen ist wichtiger als bibellesen, denn das mache ich eigentlich nicht"

"die bibel ist alt und heute ist es anders, daher kann man sie nicht brauchen, sie wurde lange nach jesus geschrieben"

ihr war nicht klar, dass gott möchte dass wir so sündlos werden wie jesus es war, dass wir ihm nachfolgen sollen etc.

es ist jetzt wirklich nicht das erste mal, dass ich das erlebe bei katholiken. sie mögen auch herzensgute menchen sein, aber wie kann man solche unkenntnis und abneigung zur bibel verantworten?

ist mir schon klar, dass das schlussendlich in der verantwortung jedes einzelnen ist, aber wieso erleb ich das immer bei katholiken oder reformierten?

ihr katholiken im forum zeigt mir, dass es auch welche gibt, die sich sehr gut auskennen in der bibel, aber in der regel erlebe ich es wirklich so wie ichs vorhin beschrieben habe.

nun möchte ich aber genre wissen wie das so bei euch in der gemeinde ist mit den jugendlichen.

gibts da ne schawchstelle in der lehre für jugendliche oder wie? weil als ich noch katholisch war, wurden mir diese werte auch nie richtig vermittelt.


liebe grüsse


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon Meta » So 18. Apr 2004, 09:05

Hallo sterngucker,

bis um ca. 1950 war es Katholiken offiziell verboten, die Bibel zu lesen. Wirkt das immer noch ??!!

Gruss
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon Sturmkrähe » So 18. Apr 2004, 09:19

Original von sterngucker
ihr war nicht klar, dass gott möchte dass wir so sündlos werden wie jesus es war, dass wir ihm nachfolgen sollen etc.


Warum sündlos leben? Schliesslich kann man als Katholik die angesammelten Sünden ganz einfach beim Bodenpersonal beichten gehen. Dann ist man anscheinend wieder sauber, frei für viele neue Sünden..
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon J.Tanya » So 18. Apr 2004, 09:26

Sorry aber gibt es überhaupt noch katholische JUgendliche, die überhaupt in die Kirche gehen?

Ich ging in den letzten 5 Jahren willkürlich so 10-20 mal /Jahr in einen kath. gottesd. und sah nie jugendliche.
So Unter 40 hat es niemand mehr.
80% ist über 60.
Vielleicht ein zwei Familien...
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon John-Paul » So 18. Apr 2004, 11:08

Aber, aber, Sterngucker, was ist denn das für eine Frage?

Du weißt doch so gut wie ich, daß die katholische Kirche das Bibellesen auf brutalstmögliche Weise unterdrückt, um ihre Gläubigen dumm zu halten.

Zwar gabe es schon 100 Jahre VOR Luther 14 vollständige Ausgaben der Bibel in Hochdeutsch und fünf weitere in Dialekt (vgl. Johannes Janssen,History of the German People from the Close of the Middle Ages, 16 Bände, St. Louis 1910, Original 1891, Vol. 14, S. 388-), die nur mangels Erfindung des Buchdrucks noch keine weite Verbreitung hatten. Auch entstanden zwischen 1450 und 1520 eine Vielzahl von Übersetzung der gesamten Bibel - 17 ins Deutsche, 11 ins Italienische, 10 ins Französische, 2 ins Böhmische, eine belgische und eine russische Ausgabe (vgl. Dave Armstrong, More Biblical Evidence for Catholicism, 2002, S. 67).

Aber natürlich war das alles nur Tarnung.

Meta kann Dir sicher auch noch eine seriöse Quelle für diese Behauptung nennen:

Original von Meta
bis um ca. 1950 war es Katholiken offiziell verboten, die Bibel zu lesen.


Gruß

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » So 18. Apr 2004, 11:20

Original von John-Paul
Aber, aber, Sterngucker, was ist denn das für eine Frage?

Du weißt doch so gut wie ich, daß die katholische Kirche das Bibellesen auf brutalstmögliche Weise unterdrückt, um ihre Gläubigen dumm zu halten.




was soll das?


`wieso umgehst du meine frage? ich habe es ernst gemeint!



und an einen vorposter..
ja es gibt sie, die katholischen jugendlichen. es gibt sogar sehr viele davon, aber auch immer weniger...




liebe grüsse


sterngucker

PS: und wenn jiean-paul mir halt keine ernste antwort geben kann, so bitte ich die anderen katholiken darauf zu antworten. danke! mir gehts lediglich darum zu erfahren wie ihr das erlebt mit den katholischen jugendlichen. mich interessiert die vergangenheit jetzt mal nicht sehr stark, sondern das hier und heute.
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » So 18. Apr 2004, 11:34

Original von DowN
Original von sterngucker
ihr war nicht klar, dass gott möchte dass wir so sündlos werden wie jesus es war, dass wir ihm nachfolgen sollen etc.


Warum sündlos leben? Schliesslich kann man als Katholik die angesammelten Sünden ganz einfach beim Bodenpersonal beichten gehen. Dann ist man anscheinend wieder sauber, frei für viele neue Sünden..



das hört sich so sarkastisch an. ich finde genau an dieser stelle hört für mich der spass auf. denn genau für diese menschen, die das glauben, dass es reicht ein wenig zu beichten und mal in die kirche zu gehen etc.. wird es wohl mal ein kleines problem geben beim jüngsten gericht.

ist zwar nicht mein direktes problem, aber gott will, dass wir und auch um unsere schwestern und brüder in christus kümmern. an mir geht das nicht einfach kalt vorbei.

liebe grüsse

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon J.Tanya » So 18. Apr 2004, 13:37

Jo, ich sehe die aber nicht Sa/so in der Kirche.

Mussi den nach Taize gehn?
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » So 18. Apr 2004, 15:01

keine ahnung wohni du musst, jedenfalls gibts so treffen von katholischen jugendlichen. informiere dich mal in den medien... wenn so tausende von jungen menschen zum papst pilgern etc..


aber ich möchte auf meine ursprüngliche frage zurückkommen.

tut die katholische kirche genug für die jugendlichen? in bezug auf die wichtigkeit des bibellesens und des aktiven lebens mit jesus christus.

ich erlebe das gegenteil bei den katholiken denen ich begegne.

wie sehen das die katholiken auf dem forum?

liebe grüsse


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon John-Paul » Mo 19. Apr 2004, 08:39

Original von DowN
Warum sündlos leben? Schliesslich kann man als Katholik die angesammelten Sünden ganz einfach beim Bodenpersonal beichten gehen. Dann ist man anscheinend wieder sauber, frei für viele neue Sünden..

Diesen Punkt könnte man mit gleicher Berechtigung allen Christen vorwerfen, nicht nur den katholischen. Denn was immer wir auch sündigen, die Vergebung unseres Herrn ist uns gewiß, wenn wir später aufrichtig bereuen.

Die Beichte (das Sakrament der Buße) ist ja nur eine spezielle Form der Vergebung, die Christus uns gewährt. Die echte Reue, verbunden mit dem Vorsatz, die gebeichtete Sünde nicht wieder zu begehen, ist nach kirchlicher Lehre die Voraussetzung dafür, daß der Sünder überhaupt die göttliche Vergebung im Bußsakrament erfährt.

Man sollte auch nicht vergessen, daß, wer in schwerer Weise sündigt, also eine Todsünde begeht (siehe 1 Joh 6,16-17), nach katholischer Lehre das Heil verlieren kann. Wollte ein Christ wirklich in Hinblick auf eine spätere Vergebung bewußt eine Sünde begehen, ginge er also nach katholischer Lehre ein höheres "Heilsrisiko" ein, als dies nach der Lehre der Reformatoren der Fall ist.

Insgesamt scheint mir aber diese ganze Überlegung an der Realität vorbei zu gehen. Die Krise der katholischen Kirche (übrigens nur jener in Westeuropa; weltweit wächst die katholische Christenheit mit hohen Prozentraten) besteht doch vor allem darin, daß die Menschen die katholische Lehre nicht mehr als Richtschnur ihres Handelns begreifen. Der immer wieder erhobene Vorwurf, daß es eine Menge Taufscheinkatholiken gibt, welche die Nachfolge Christi überhaupt nicht ernst nehmen, ist ja vollkommen berechtigt. Viele nehmen also die kirchliche Aufforderung zur regelmäßigen Beichte überhaupt nicht ernst, und es gibt sogar viele Priester (so z.B. der Pfarrer meiner eigenen Gemeinde), welche - entgegen Bibel und Kirchenlehre - die Beichte für nicht notwendig halten.

Wer aber unter diesen Umständen überhaupt noch zur Beichte geht, dürfte dieses Sakrament auch in aller Aufrichtigkeit empfangen und die Neuausrichtung seines Lebens auf Christus, die er dort verspricht, auch wirklich ernst nehmen.

Gruß

JP
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon John-Paul » Mo 19. Apr 2004, 08:41

Und an Meta zur Erinnerung:

Bitte sei doch so gut und liefere mir hierfür einen Beleg:
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bis um ca. 1950 war es Katholiken offiziell verboten, die Bibel zu lesen.


Gruß

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Mo 19. Apr 2004, 09:02

danke für die bisherigen antworten, aber

wieso ist es nicht möglich auf meine frage direkt zu antworten?

also noch mal, diesmal ganz gross:

Ich erlebe es so, dass katholische Jugendliche oftmals sehr wenig über die bibel und deren inhalt wissen.

wieso ist das so? fordert die kirche zu wenig auf zum bibellesen oder liegts einfach daran, dass zu wenig klar gemacht wird, wie wichtig das bibellesen ist? oder erlebte ich nur ausnahmen und der schein trügt mich nur?



liebe grüsse


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon McLee » Mo 19. Apr 2004, 09:49

Das nähme mich nun doch auch noch wunder!! Es gibt doch bald einen Jugendtag der kath. Kirche mit dem Besuch des Papstes.

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon Sturmkrähe » Mo 19. Apr 2004, 09:57

Original von sterngucker
danke für die bisherigen antworten, aber

wieso ist es nicht möglich auf meine frage direkt zu antworten?

also noch mal, diesmal ganz gross:

Ich erlebe es so, dass katholische Jugendliche oftmals sehr wenig über die bibel und deren inhalt wissen.

wieso ist das so? fordert die kirche zu wenig auf zum bibellesen oder liegts einfach daran, dass zu wenig klar gemacht wird, wie wichtig das bibellesen ist? oder erlebte ich nur ausnahmen und der schein trügt mich nur?


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warum Bibellesen, wenn man auch Harry Potter und Herr der Ringe lesen kann? :)
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon Taube » Mo 19. Apr 2004, 10:27

Original von John-Paul
Und an Meta zur Erinnerung:

Bitte sei doch so gut und liefere mir hierfür einen Beleg:
Original von Meta
bis um ca. 1950 war es Katholiken offiziell verboten, die Bibel zu lesen.


Gruß

JP




Anstatt auf Metas Quellen zu warten, würde mich doch Deine Sicht und Interpretationen interessieren, wie das wirklich in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche gewesen ist. Dazu ein Zitat:
Nachdem die Bibellesung in der Landessprache für die Kirche bis Ende des 13. Jh. kein Problem war, wurde mit dem Edikt "De editione et usu librorum sacrorum" von 1546 durch die Anerkennung der Vulgata als einzige offizielle Ausgabe der Heiligen Schrift alle anderen Ausgaben als häretisch erklärt. In den über 200 Jahren, die dazwischen liegen, versuchte die Kirche immer wieder, andere Versionen zu verbieten und ihre Vervielfältigung zu verhindern.
Quelle: http://www.okaze.de/akh/uni/bibel.html#5.1.%20Bibelverbote%20und%20Indices%20vor%201564

Da "das Volk" ja nicht lateinisch konnten, ist dies zwar nicht ein Verbot der Bibel, aber trotzdem eine Erschwerung des Bibellesens. Deshalb meine Frage: Wie ist das genau gewesen in der römisch-katholischen Kirch mit dem Bibellesen in privaten Häusern? Was waren die Entscheide von Päpsten und Konzilien bis heute?


Gruss Taube
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon Taube » Mo 19. Apr 2004, 10:35

Insbesondere wäre ein Kommentar Deinerseits wünschenswert auch über das folgende Zitat aus der obengennaten Quelle:
Biblizistische Massenbewegungen wie die der Katherer und der Waldenser zwangen die Kirche zu einer verstärkten Kontrolle der Bibelrezeption. 1199 verbot Innozenz III. die Lektüre der Bibel in privaten Zusammenkünften, und auf den Synoden von Toulouse und Tarragona wurde, unterstützt von den weltlichen Herrschern, Laien der Besitz von Bibelübersetzungen verboten.In Rom begann eine umfassende Auseinandersetzung mit der Zensur der Heiligen Schrift und diese führte u.a. zur Einsetzung der Inquisition, deren Aufgabe es war, Gegner der Kirche aufzuspüren und unschädlich zu machen, unabhängig davon, ob diese Menschen oder Bücher waren. Diese beiden religiöesen Bewegungen galten in der Folge als Beispiel für die Gefahr, die von einer Übersetzung der Bibel, insbesondere des Neuen Testaments, und deren Verbreitung im Volk ausging.
Wann wurde diese Haltung liberalisiert? Was wurde bei den Konzilien von Toulouse (1229) und Tarragona (1234) festgelegt?


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon Scardanelli » Mo 19. Apr 2004, 10:44

Denn was immer wir auch sündigen, die Vergebung unseres Herrn ist uns gewiß, wenn wir später aufrichtig bereuen.
Dies ist erstens eine ganz banale Forderung an ein moralisches Dasein und zweitens an der Sache falsch, denn die Sünde gegen den Hl. Geist soll nicht vergeben werden, womit diese Vergebung unter allg. moralische Vorstellungen herabsinkt.
Die Beichte (das Sakrament der Buße) ist ja nur eine spezielle Form der Vergebung, die Christus uns gewährt.
Dies ist ein rein formeller Zusatz, der mit der Sache selbst nichts zu tun hat. Es geht hier nicht um Sünde sondern um die Institution Kirche, die als der Zusatz hier eingefügt wird. Sünde und Reue kennt genau vier Augen oder mehr, aber niemals mindestens sechs Augen.
Viele nehmen also die kirchliche Aufforderung zur regelmäßigen Beichte überhaupt nicht ernst, und es gibt sogar viele Priester (so z.B. der Pfarrer meiner eigenen Gemeinde), welche - entgegen Bibel und Kirchenlehre - die Beichte für nicht notwendig halten.
Die katholische Beichte ist immer an der Sache ein Fremdkörper, weshalb er auch leicht von der Sache abfallen kann.
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Mo 19. Apr 2004, 12:47

Original von sterngucker

wieso ist es nicht möglich auf meine frage direkt zu antworten?


Hallo Sterngucker,

warum es anderen nicht möglich ist, auf deine Frage direkt zu antworten, weiß ich nicht. Ich weiß aber, warum ich keinerlei Lust verspüre, auf deine Fragen zu antworten:

Dein Eingangspostings empfinde ich als reichlich anmaßend udn schwazrweiß malend, so dass ich beste Lust gehabt hätte, auf eine ähnliche Weise wie JP zu antworten, insbesondere angesichts dessen, was dann hinterher an Antworten auf dein Eingangsposting kam. Eine solche Antwort bringt aber nichts, außer dass sie für mich VEntilfunktion hat. Also habe ich es gelassen.

Schau dir an, in welche Rolle du mit deinem Eingangsposting Katholiken drückst udn dann frage dich, ob du an deren Stelle lust hättest zu antworten. Ich nicht, denn ich bin es leid, ständig von irgendwelchen besserwisserischen Exkatholiken und superfrommen sonstigen nichtkatholischen Christen in die Verteidigungsposition gedrängt zu werden.

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon John-Paul » Mo 19. Apr 2004, 14:11

@ Weißes Licht:

Absolute Zustimmung.


@ Taube:

Deine Fragen sind natürlich vollkommen berechtigt, und ich will ihnen nicht ausweichen. Es gibt leider Zeiten, in welchen sich meine Kirche nicht mit Ruhm bekleckert hat - wenn man auch nicht immer finsterste Motive hinter allem vermuten muß.

Bei alledem sollte man auch sehen, daß solche Verbote des profanen, also nicht-liturgischen Gebrauchs der Bibel ja nicht bedeuteten, daß den Menschen die Bibel vorenthalten wurde, da sie ja in der Messe jedesmal Lesungen aus dem AT, den Evangelien und den Briefen hörten.

Aus dem Verständnis heraus, daß die Bibel nur durch das kirchliche Lehramt richtig ausgelegt werden könne (siehe z.B. 2 Petr 1,20: "Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden"; bzgl. des kirchlichen Lehramts allgemein auch Apg 15,24), versuchte man offensichtlich, das Volk vor Irrlehren zu bewahren.

Wenngleich natürlich die eingesetzten - auch inquisitorischen - Mittel völlig inakzeptabel sind, halte ich die dahinter stehende Absicht nicht per se für unverständlich; aus dem gleichen Grund verbietet ja offensichtlich auch die Leitung dieses Forums Zitate aus dem Koran. Und selbst in der evangelischen Kirche gab es - natürlich in viel geringerem Ausmaß - solche "Bibelverbote" (http://www.ccel.org/s/schaff/encyc/encyc02/htm/iv.v.lxi.htm; siehe dort Kapitel V.).

Ich bin jedoch alles andere als ein Experte für die Kirchengeschichte zur Zeit des Tridentinums, will mich aber gern mal versuchen schlau zu machen. Da ich momentan aber aus beruflichen Gründen sehr wenig Zeit habe, bitte ich um Verständnis, daß dies ein paar Tage dauern kann.

Herzlichen Gruß

JP
(der immer noch auf einen Beleg von Meta wartet ...)
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon McLee » Mo 19. Apr 2004, 14:27

Original von John-Paul
Aus dem Verständnis heraus, daß die Bibel nur durch das kirchliche Lehramt richtig ausgelegt werden könne (siehe z.B. 2 Petr 1,20: "Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden"; bzgl. des kirchlichen Lehramts allgemein auch Apg 15,24), versuchte man offensichtlich, das Volk vor Irrlehren zu bewahren.



2. Petrus 1:20 aus verschiedenen Übersetzungen:

Elberfelder:
indem ihr dies zuerst wißt, daß keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht.

Luther 1545:
Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung

Hoffnung für Alle:
Doch eins dürft ihr dabei nicht vergessen: Kein Mensch kann jemals die prophetischen Worte der Heiligen Schrift aus eigenem Wissen deuten.


Also kann niemand von sich aus die Heilige Schrift deuten. Aus Vers 21 geht hervor, dass dies immer von Gott aus durch den Heiligen Geist geschieht. Weshalb sollen also nur die OPberhäupter der Kirche dies auslegen dürfen? Sind sie die einzigen, die den Heiligen Geist haben?

Zu Apg 15:24
Zu dieser zeit war das Neue Testament wie wir es heute kennen noch nicht vorhanden. Die Christen hatten also noch nicht Schriften, die sie Als Grundlage nehmen konnten, es war also schwierig Irrlehren zu enttarnen, da sie nicht direkt an schriften gemessen werden konnten.
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon John-Paul » Mo 19. Apr 2004, 14:35

Interessante Bedeutungsverschiebung durch die Übersetzungen (mein Zitat stammt aus der Einheitsübersetzung, die für das NT auch von der EKD approbiert ist).

Gerade gegen solche Sinnveränderungen richtete sich damals ja offensichtlich das Verbot des profanen Bibelgebrauchs. ;)

Gruß

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon John-Paul » Mo 19. Apr 2004, 14:42

Original von McLee
Zu Apg 15:24
Zu dieser zeit war das Neue Testament wie wir es heute kennen noch nicht vorhanden. Die Christen hatten also noch nicht Schriften, die sie Als Grundlage nehmen konnten, es war also schwierig Irrlehren zu enttarnen, da sie nicht direkt an schriften gemessen werden konnten.

Doch, diese Schriften hatten sie. Zur Zeit der Entstehung der Apg kursierten längst die Paulusbriefe in den Gemeinden. Die Schriften des NT waren ja - von wenigen Ausnahmen wie das Johannes-Evangelium abgesehen - sehr wohl schon existent. Sie waren nur noch nicht durch das katholische Lehramt (spätestens durch das Konzil von Hippo 393) und unter Mitwirkung des Heiligen Geistes zur Bibel zusammengefügt worden.

Gruß

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon McLee » Mo 19. Apr 2004, 14:50

Original von John-Paul
Interessante Bedeutungsverschiebung durch die Übersetzungen (mein Zitat stammt aus der Einheitsübersetzung, die für das NT auch von der EKD approbiert ist).

Gerade gegen solche Sinnveränderungen richtete sich damals ja offensichtlich das Verbot des profanen Bibelgebrauchs.


Ok, dann eben nach der Einheitsübersetzung:
"Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden" 2. Petrus 1:20

eigenmächtig steht da. Nur was heisst das genau? wer darf denn nun?

Original von John-Paul
Original von McLee
Zu Apg 15:24
Zu dieser zeit war das Neue Testament wie wir es heute kennen noch nicht vorhanden. Die Christen hatten also noch nicht Schriften, die sie Als Grundlage nehmen konnten, es war also schwierig Irrlehren zu enttarnen, da sie nicht direkt an schriften gemessen werden konnten.

Doch, diese Schriften hatten sie. Zur Zeit der Entstehung der Apg kursierten längst die Paulusbriefe in den Gemeinden. Die Schriften des NT waren ja - von wenigen Ausnahmen wie das Johannes-Evangelium abgesehen - sehr wohl schon existent. Sie waren nur noch nicht durch das katholische Lehramt (spätestens durch das Konzil von Hippo 393) und unter Mitwirkung des Heiligen Geistes zur Bibel zusammengefügt worden.


Wie ich gesagt habe: "Zu dieser zeit war das Neue Testament wie wir es heute kennen noch nicht vorhanden."
Schon klar, dass die Briefe schon kursierten, und doch waren sie (denke ich mal) noch nicht so sehr verbereitet, dass jeder zugang dazu hatte.
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Mo 19. Apr 2004, 16:31

Original von John-Paul
Aus dem Verständnis heraus, daß die Bibel nur durch das kirchliche Lehramt richtig ausgelegt werden könne (siehe z.B. 2 Petr 1,20: "Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden"; bzgl. des kirchlichen Lehramts allgemein auch Apg 15,24), versuchte man offensichtlich, das Volk vor Irrlehren zu bewahren.

Wenngleich natürlich die eingesetzten - auch inquisitorischen - Mittel völlig inakzeptabel sind, halte ich die dahinter stehende Absicht nicht per se für unverständlich; aus dem gleichen Grund verbietet ja offensichtlich auch die Leitung dieses Forums Zitate aus dem Koran. Und selbst in der evangelischen Kirche gab es - natürlich in viel geringerem Ausmaß - solche "Bibelverbote" (http://www.ccel.org/s/schaff/encyc/encyc02/htm/iv.v.lxi.htm; siehe dort Kapitel V.).


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Mo 19. Apr 2004, 16:43

Hallo McLee

Original von McLee
Original von John-Paul
Aus dem Verständnis heraus, daß die Bibel nur durch das kirchliche Lehramt richtig ausgelegt werden könne (siehe z.B. 2 Petr 1,20: "Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden"; bzgl. des kirchlichen Lehramts allgemein auch Apg 15,24), versuchte man offensichtlich, das Volk vor Irrlehren zu bewahren.



2. Petrus 1:20 aus verschiedenen Übersetzungen:

Elberfelder:
indem ihr dies zuerst wißt, daß keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht.

Luther 1545:
Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung

Hoffnung für Alle:
Doch eins dürft ihr dabei nicht vergessen: Kein Mensch kann jemals die prophetischen Worte der Heiligen Schrift aus eigenem Wissen deuten.


da füge ich doch gleich noch die Übersetzung von David Stern an:

"Zuallererst aber begreift dies: Keine Prophezeihung der SChrift soll von einer Einzelperson selbstständig ausgelegt werden;"

Also kann niemand von sich aus die Heilige Schrift deuten.


nö, wenn du das ganz genau nimmst, geht es darum, dass niemand die prophetischen Worte der SChrift von sich aus deuten kann ;)


Aus Vers 21 geht hervor, dass dies immer von Gott aus durch den Heiligen Geist geschieht. Weshalb sollen also nur die OPberhäupter der Kirche dies auslegen dürfen? Sind sie die einzigen, die den Heiligen Geist haben?


Wir haben alle den Heiligen Geist (oder aber eben auch leider nicht und bilden uns nur ein, ihn zu haben). Legen wir also alle die Schrift aus und fühlen uns alle dazu berufen. Selbstverständlich sind auch all unsere Auslegungen geistdurchhaucht. Das Problem ist dann nur, wessen Interpretation am meisten geistdurchhaucht ist, wenn wir zu unterschiedlichen Interpretationsergebnissen kommen. Was dann? Wie wollen wir dann vorgehen?
Alle christlichen Gemeinschaften haben sich, soweit ich das überblicke, dazu entschieden, in irgendeiner Weise einen Konsens zu erarbeiten. Die Fortschrittlicheren schaffen es, dem entgegenstehende Interpretationen daneben stehen zu lassen, ohne sie zu verketzern. Die weniger Fortschrittlicheren schaffen das nicht und ettikettieren dieses und jenes als Irrlehre. Du musst dich nur hier im Forum umsehen, wer sich alles berufen fühlt, die Bibelinterpretationen, die von der eigenen Interpretation abweichen, als Irrlehren zu stigmatisieren.

Zu Apg 15:24
Zu dieser zeit war das Neue Testament wie wir es heute kennen noch nicht vorhanden. Die Christen hatten also noch nicht Schriften, die sie Als Grundlage nehmen konnten, es war also schwierig Irrlehren zu enttarnen, da sie nicht direkt an schriften gemessen werden konnten.


Und du glaubst wirklich, dass so genannte Irrlehren heute leichter enttarnt werden können? Was ist denn der Maßstab, mit dem eine Lehre gemessen wird? Das tatsächliche biblische Wort oder einfach nur unser VErständnis vom biblischen Wort?

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon McLee » Mo 19. Apr 2004, 17:14

Original von WeißesLicht
Wir haben alle den Heiligen Geist (oder aber eben auch leider nicht und bilden uns nur ein, ihn zu haben). Legen wir also alle die Schrift aus und fühlen uns alle dazu berufen. Selbstverständlich sind auch all unsere Auslegungen geistdurchhaucht. Das Problem ist dann nur, wessen Interpretation am meisten geistdurchhaucht ist, wenn wir zu unterschiedlichen Interpretationsergebnissen kommen. Was dann? Wie wollen wir dann vorgehen?
Alle christlichen Gemeinschaften haben sich, soweit ich das überblicke, dazu entschieden, in irgendeiner Weise einen Konsens zu erarbeiten. Die Fortschrittlicheren schaffen es, dem entgegenstehende Interpretationen daneben stehen zu lassen, ohne sie zu verketzern. Die weniger Fortschrittlicheren schaffen das nicht und ettikettieren dieses und jenes als Irrlehre. Du musst dich nur hier im Forum umsehen, wer sich alles berufen fühlt, die Bibelinterpretationen, die von der eigenen Interpretation abweichen, als Irrlehren zu stigmatisieren.


Ja, das stimmt, aber es rechtfertigt noch lange nicht, dass nur bestimmte Leute die Schrift lesen dürfen. Und leider weiss ich auch nicht wie man das am besten machen soll mit den Irrlehren und so. Ist eine ganz schwierige Sache.


Und du glaubst wirklich, dass so genannte Irrlehren heute leichter enttarnt werden können? Was ist denn der Maßstab, mit dem eine Lehre gemessen wird? Das tatsächliche biblische Wort oder einfach nur unser VErständnis vom biblischen Wort?


Das ist nun eben wieder das Problem von oben, das sehen wir wohl beide. Wer legt richtig aus? Ein grosses Geheimnis. Am besten ist man immer bereit seine Thelogische Sicht zu ändern, aufgrund von Bibelversen oder offenbarungen Gottes.
Vergib druf los!!!
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Mo 19. Apr 2004, 17:59

Original von WeißesLicht
Original von sterngucker

wieso ist es nicht möglich auf meine frage direkt zu antworten?


Hallo Sterngucker,

warum es anderen nicht möglich ist, auf deine Frage direkt zu antworten, weiß ich nicht. Ich weiß aber, warum ich keinerlei Lust verspüre, auf deine Fragen zu antworten:

Dein Eingangspostings empfinde ich als reichlich anmaßend udn schwazrweiß malend, so dass ich beste Lust gehabt hätte, auf eine ähnliche Weise wie JP zu antworten, insbesondere angesichts dessen, was dann hinterher an Antworten auf dein Eingangsposting kam. Eine solche Antwort bringt aber nichts, außer dass sie für mich VEntilfunktion hat. Also habe ich es gelassen.

Schau dir an, in welche Rolle du mit deinem Eingangsposting Katholiken drückst udn dann frage dich, ob du an deren Stelle lust hättest zu antworten. Ich nicht, denn ich bin es leid, ständig von irgendwelchen besserwisserischen Exkatholiken und superfrommen sonstigen nichtkatholischen Christen in die Verteidigungsposition gedrängt zu werden.

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das finde ich jetzt schade, dass man sich immer so angegriffen fühlt, schliesslich heisst dieser forumsbereich kritik an der kirche und ich denke nicht dass meine frage für dich so aus der luft gegriffen zu sein scheint.

weiter finde ich auch nicht , dass ich irgendwie verletzend oder unnötig provozierend gefragt habe, wenn doch dann bitte ich umerklärung.

ich drücke niemand in eine ecke, sondern schildere das was ich erlebe durch meine brille, daher frage ich nach.

schwarzweiss malerei? wenn man der bibel als solche in ablehnender haltung gegenübersteht, dann finde ich das nicht gerade als punkt den man als christ tolerieren kann. aber meine fragestellung lief nicht auf mein gebrachtes beispiel hinaus, sonder war allgemein gehalten.

wenn das jemand unserer gemeinde vorwerfen würde, dann würde ich es schildern wie ich es erlebe. punkt. mehr wollte ich auch nicht wissen.

es gibt mir halt schon einfach zu denken, wenn ich solche antworten bekomme. wie es hoffentlich auch dir zu denken gibt, wenn ich mit solchen erlebnisberichten komme.



liebe grüsse

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon Kübra » Mo 19. Apr 2004, 18:24

Hallo zusammen

mein Beitrag ist ein bisschen OT - trotzdem:

Denn was immer wir auch sündigen, die Vergebung unseres Herrn ist uns gewiß, wenn wir später aufrichtig bereuen.


Da würde ich gerne etwas nachfragen: ich sehe bei vielen jungen Christen, dass sie sich der Vergebung so gewiss sind, dass sie die Sünde nicht mehr so ganz ernst nehmen. Meiner Meinung nach bedeutet "aufrichtig bereuen" dass man alles daran setzt, dass sich diese Sünde nicht wiederholt.
Ich denke das hängt natürlich davon ab wie tiefgläubig man ist und wie ernst man die Religion überhaupot nimmt. Aber manchmal habe ich schon das Gefühl, dass sich manche Christen ein bisschen - auf der Gewissheit das Gott ihnen schon vergeben wird ausruhen und sich nicht genug darum bemühen Sünden zu unterlassen?

Gruß Kübra
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Mo 19. Apr 2004, 21:24

hallo

Original von McLee
Original von WeißesLicht
Wir haben alle den Heiligen Geist (oder aber eben auch leider nicht und bilden uns nur ein, ihn zu haben). Legen wir also alle die Schrift aus und fühlen uns alle dazu berufen. Selbstverständlich sind auch all unsere Auslegungen geistdurchhaucht. Das Problem ist dann nur, wessen Interpretation am meisten geistdurchhaucht ist, wenn wir zu unterschiedlichen Interpretationsergebnissen kommen. Was dann? Wie wollen wir dann vorgehen?
Alle christlichen Gemeinschaften haben sich, soweit ich das überblicke, dazu entschieden, in irgendeiner Weise einen Konsens zu erarbeiten. Die Fortschrittlicheren schaffen es, dem entgegenstehende Interpretationen daneben stehen zu lassen, ohne sie zu verketzern. Die weniger Fortschrittlicheren schaffen das nicht und ettikettieren dieses und jenes als Irrlehre. Du musst dich nur hier im Forum umsehen, wer sich alles berufen fühlt, die Bibelinterpretationen, die von der eigenen Interpretation abweichen, als Irrlehren zu stigmatisieren.


Ja, das stimmt, aber es rechtfertigt noch lange nicht, dass nur bestimmte Leute die Schrift lesen dürfen. Und leider weiss ich auch nicht wie man das am besten machen soll mit den Irrlehren und so. Ist eine ganz schwierige Sache.


nein, das rechtfertigt es nicht, das wollte ich damit aber auch gar nicht tun, sondern nur einmal die Motive anreißen, die zu so einer Entwicklung führen können....


Am besten ist man immer bereit seine Thelogische Sicht zu ändern, aufgrund von Bibelversen oder offenbarungen Gottes.


*lächel*

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Mo 19. Apr 2004, 21:37

Original von sterngucker
Original von WeißesLicht
Original von sterngucker

wieso ist es nicht möglich auf meine frage direkt zu antworten?


Hallo Sterngucker,

warum es anderen nicht möglich ist, auf deine Frage direkt zu antworten, weiß ich nicht. Ich weiß aber, warum ich keinerlei Lust verspüre, auf deine Fragen zu antworten:

Dein Eingangspostings empfinde ich als reichlich anmaßend udn schwazrweiß malend, so dass ich beste Lust gehabt hätte, auf eine ähnliche Weise wie JP zu antworten, insbesondere angesichts dessen, was dann hinterher an Antworten auf dein Eingangsposting kam. Eine solche Antwort bringt aber nichts, außer dass sie für mich VEntilfunktion hat. Also habe ich es gelassen.

Schau dir an, in welche Rolle du mit deinem Eingangsposting Katholiken drückst udn dann frage dich, ob du an deren Stelle lust hättest zu antworten. Ich nicht, denn ich bin es leid, ständig von irgendwelchen besserwisserischen Exkatholiken und superfrommen sonstigen nichtkatholischen Christen in die Verteidigungsposition gedrängt zu werden.

gby

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das finde ich jetzt schade, dass man sich immer so angegriffen fühlt, schliesslich heisst dieser forumsbereich kritik an der kirche und ich denke nicht dass meine frage für dich so aus der luft gegriffen zu sein scheint.

weiter finde ich auch nicht , dass ich irgendwie verletzend oder unnötig provozierend gefragt habe, wenn doch dann bitte ich umerklärung.

ich drücke niemand in eine ecke, sondern schildere das was ich erlebe durch meine brille, daher frage ich nach.

schwarzweiss malerei? wenn man der bibel als solche in ablehnender haltung gegenübersteht, dann finde ich das nicht gerade als punkt den man als christ tolerieren kann. aber meine fragestellung lief nicht auf mein gebrachtes beispiel hinaus, sonder war allgemein gehalten.

wenn das jemand unserer gemeinde vorwerfen würde, dann würde ich es schildern wie ich es erlebe. punkt. mehr wollte ich auch nicht wissen.

es gibt mir halt schon einfach zu denken, wenn ich solche antworten bekomme. wie es hoffentlich auch dir zu denken gibt, wenn ich mit solchen erlebnisberichten komme.



liebe grüsse

sterngucker



hallo Sterngucker

es scheint dir an der Fähigkeit zu Empathie zu fehlen....schade....
was ich ohnehin verwunderlich finde, dass zumeist Kritik an der rk Kirche geübt wird. Gibt es bei den anderen Kirchen und Gemeinden so wenig an Kritikpunkten?
Ich halte es aber für unangebracht, wenn man sich in seiner Kritik über die Kirche/Gemeinde hermacht, der man selber nicht angehört. Besonders befremdend empfinde ich es, wenn sich jemand in seiner Kritik über die Kirche hermacht, der er früher selbst mal angehörte. Was soll das dann? Wenn die Kritik von innen her nicht Frucht getragen hat, dann wird sie kaum von außen her Frucht tragen. Was soll das dann also bringen? Etwa "Guckt mal, wie die da sind. Da sind wir doch viel besser!"?

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Di 20. Apr 2004, 16:29

Original von WeißesLicht



hallo Sterngucker

es scheint dir an der Fähigkeit zu Empathie zu fehlen....schade....
was ich ohnehin verwunderlich finde, dass zumeist Kritik an der rk Kirche geübt wird. Gibt es bei den anderen Kirchen und Gemeinden so wenig an Kritikpunkten?
Ich halte es aber für unangebracht, wenn man sich in seiner Kritik über die Kirche/Gemeinde hermacht, der man selber nicht angehört. Besonders befremdend empfinde ich es, wenn sich jemand in seiner Kritik über die Kirche hermacht, der er früher selbst mal angehörte. Was soll das dann? Wenn die Kritik von innen her nicht Frucht getragen hat, dann wird sie kaum von außen her Frucht tragen. Was soll das dann also bringen? Etwa "Guckt mal, wie die da sind. Da sind wir doch viel besser!"?

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Liebes Weisses Licht,

Ich würde sehr gerne mit dir und anderen auch über Kritikpunkte meiner Gemeinde diskutieren, aber wahrscheinlich sehe ich vor lauter Bäume den Wald nicht mehr und kann mich nur auf Sachen ausserhalb meines Alltags fixieren.

Ich finde es aber trotzdem ein wenig merküwürdig,

einmal heisst es, dass man nicht die rk kirche kritisieren darf, weil man ja nie dort mitglied war und somit nichts zu melden hat,

und dann heisst es in meinem fall, habe man genug von ehemaligen die meinung gegeigt zu bekommen.

für mich gibts daraus die schlussfolgerung, dass kritik so oder so nicht akzeptiert wird ausser man ist mitglied der rk kirche.

aber wenn das so ist, dann kann man diesen forumsbereich löschen oder wie?

wieso die rk kirche am meisten kritisiert wird möchte ich gar nicht beurteilen und spielt hier bei meiner frage überhaupt keine rolle.

wenn dir mein erster post zu melancholisch oder sonstwie zu gefühlvoll war, dann würde ich ihn sofort nüchterner und sachlicher darstellen um dir zu zeigen,wie ernst meine frage ist.


wo kommen wir denn hin, wenn man nicht mal mehr hinterfragen darf und erst noch bei einem nicht unwichtigen thema.


liebe grüsse

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PS: Ich bezweifle sehr dass du meine Empathie übers Forum beurteilen kannst.
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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Di 20. Apr 2004, 18:03

hallo Sterngucker

Original von sterngucker
einmal heisst es, dass man nicht die rk kirche kritisieren darf, weil man ja nie dort mitglied war und somit nichts zu melden hat,


wo heißt es das?
Weißt du, mich stört einfach, dass man hauptsächlich die rk Kirche kritisiert. Ich halte es nicht für eine Voraussetzung für eine sachgerechte Kritik an der rk Kirche, dass man in ihr Mitglied war. Ich frage mich allerdings, was man sich als Außenstehender davon verspricht, wenn man rk Kirche kritisiert. Worum geht es dabei? Was ist das Motiv dieser Kritik?

und dann heisst es in meinem fall, habe man genug von ehemaligen die meinung gegeigt zu bekommen.


Dass du Exkatholik bist, war mir im Augenblick meiner Äußerung gar nicht präsent. Aber...grins...mit deiner Formulierung "Die Meinung gegeigt bekommen" triffst du den Kern der Sache. Jemandem die Meinung geigen hat schon etwas Überhebliches an sich, und genau darauf habe ich keine Lust. Das habe ich nämlich nicht nötig, mir von irgendjemandem, egal ob jetzt innerhalb oder außerhalb meiner Kirche die Meinung geigen zu lassen. Hättest du Lust darauf, von jemandem die Meinung über deine Kirche/Gemeinde gegeigt zu bekommen?

für mich gibts daraus die schlussfolgerung, dass kritik so oder so nicht akzeptiert wird ausser man ist mitglied der rk kirche.


dasmag deine Schlussfolegrung sein, die aber auf mich nicht zutrifft. Ich bin es lediglich leid, von irgendjemandem, und ganz besonders von einem außerhalb der rk Kirche Stehenden die Meinung gegeigt zu bekommen

aber wenn das so ist, dann kann man diesen forumsbereich löschen oder wie?


Wieso?
Man könte doch außer der rk Kirche auch andere Kirchen/Gemeinden kritisieren. Das Forum heißt schließlich nicht "Kritik an der rk Kirche", auch wenn dem ersten Augenschein nach wohl so genutzt wird.

wenn dir mein erster post zu melancholisch oder sonstwie zu gefühlvoll war, dann würde ich ihn sofort nüchterner und sachlicher darstellen um dir zu zeigen,wie ernst meine frage ist.


er warmir nicht zu melancholisch oder sonstwie zu gefühlvoll, sondern schlichtweg zu sehr die Meinung geigend.

wo kommen wir denn hin, wenn man nicht mal mehr hinterfragen darf und erst noch bei einem nicht unwichtigen thema.


und wo kommen wir hin, wenn Meinung geigen als hinterfragen bezeichnet wird?

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Di 20. Apr 2004, 20:04

meinung geigen

ob das mit überheblichkeit zu tun hat, ist auslegungssache. anyway. der teil mit dem beispiel und meine gefühle dazu bezeichne ich als anderen die meinung geigen.

wie gesagt, ich kann diesen teil löschen, ¨

damit wir beim sachlichen bleiben und das ist:

meine frage. ich finde sie ist absolut berechtigt und hat nichts mit, "ich bin besser als ihr" zu tun.

du fragtest nach meinem motiv. mir tuts weh, wenn ich sehe wie unwichtig gewisse menschen die bibel finde. wenn mir ein atheist, ein buddhist, ein moslem etc das sagt ist das auch nicht wirklich erfreulicher, aber ich finde es schlimm wenn mir ein dies ein katholik, ein angeblicher christ, sagt.

aber hier sind wir wieder bei meiner meinung. vergisst das was ich oben geschrieben habe.

ich frage konkret.

wird in deinen augen, weisses licht, in der katholischen kirche genug für die jugend, in bezug auf das wort gottes getan? wird gezeigt, wie notwendig das bibellesen ist? (das ist doch in deinen augen auch, oder?)

das glaube ich dir, dass dus satt hast ständig kritik über deine kirche zu kriegen. aber glaubst du tatsächlich, dass nicht-katholiken konfliktsüchtiger sind und immer nur die fehler in der katholischen kirche suchen um sich darüber lächerlich zu machen? könntest du dir nicht vorstellen, dass es auch sachen gibt die bedenklich sind? wie eben das wenige bibellesen?

dann tust du mir leid. ich kann nur von mir reden und das gegenteil ist der fall.

lieber gruss


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Di 20. Apr 2004, 21:26

Lieber Sterngucker

ich bin ob meiner Kritik an meiner eigenen Kirche innerhalb meiner eigenen Kirche nicht gerade unbedingt beliebt. Manch frommer Katholik hat mir schon an den Kopf geworfen, dass ich doch besser zu den Evangelen konvertieren solle, wenn ich so viel zu kritisieren hätte. Also, du darfst dir sicher sein, ich bin nicht betriebsblind. ;)
Nein, ich denke nicht, dass in der rk Kirche genügend für die Jugend getan wird. Aber das sehen eine Menge anderer Katholiken entschieden anders. Die würden dir sicherlich jede Menge an Aktionen aufzählen, was alles für die Jugend angeboten wird. Nun ja und es gibt ja auch eine KJG (Katholische Junge Gemeinde) usw.
Da wird auch Bibel gelesen etc.pp.
Was meiner Meinung nach allerdings durchweg (und zwar nicht nur in der rk Kirche, sondern in allen christlichen Gemeinschaften) vernachlässigt wird, ist die Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu kritischem und selbstverantwortlichem Denken. Und das, wo doch gerade das die Grundvoraussetzung ist, um mündig zu werden.
Lieber schreibt man den KIndern und Jugendlichen bis ins kleinste Detail vor, was sie zu tun und zu lassen haben. Was dabei rauskommt, ist sonnenklar:
Erwachsene, die an einem Verhaltenskodex hängen, der ihr Leben bis ins intimste Detail hinein regelt. So stelle ich mir aber einen mündigen Christen nicht vor...


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Di 20. Apr 2004, 21:37

hallo!

vielen dank für deine antwort!

Original von WeißesLicht
Lieber Sterngucker

ich bin ob meiner Kritik an meiner eigenen Kirche innerhalb meiner eigenen Kirche nicht gerade unbedingt beliebt. Manch frommer Katholik hat mir schon an den Kopf geworfen, dass ich doch besser zu den Evangelen konvertieren solle, wenn ich so viel zu kritisieren hätte. Also, du darfst dir sicher sein, ich bin nicht betriebsblind. ;)
Nein, ich denke nicht, dass in der rk Kirche genügend für die Jugend getan wird. Aber das sehen eine Menge anderer Katholiken entschieden anders. Die würden dir sicherlich jede Menge an Aktionen aufzählen, was alles für die Jugend angeboten wird. Nun ja und es gibt ja auch eine KJG (Katholische Junge Gemeinde) usw.
Da wird auch Bibel gelesen etc.pp.


gibt es denn für dieses problem, bereits eine mögliche lösung, oder kann man das vergessen, solange andere nicht einsehen, dass veranstaltungen alleine nicht reichen?


Was meiner Meinung nach allerdings durchweg (und zwar nicht nur in der rk Kirche, sondern in allen christlichen Gemeinschaften) vernachlässigt wird, ist die Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu kritischem und selbstverantwortlichem Denken. Und das, wo doch gerade das die Grundvoraussetzung ist, um mündig zu werden.
Lieber schreibt man den KIndern und Jugendlichen bis ins kleinste Detail vor, was sie zu tun und zu lassen haben. Was dabei rauskommt, ist sonnenklar:
Erwachsene, die an einem Verhaltenskodex hängen, der ihr Leben bis ins intimste Detail hinein regelt. So stelle ich mir aber einen mündigen Christen nicht vor...



das klingt interessant! ich finde das ist eigentlich auch ein allgemeingesellschaftliches problem. nur sind auch die meisten christen in unseren breitengraden mitten in der gesellschaft drin (arbeit, pers. umfeld, gesellschaftliche anforderungen etc etc) und diese anforderungen üben druck auf den menschen aus und lassen einem bequem werden und dann werden eben solche lösungen durchgebracht, wie du sie kritisiert hast.

ich finde auch dass diese problematik mehr thematisiert werden sollte, da auch das im prinzip fahrlässig ist. es kann gut gehen, muss aber überhaupt nicht.

ich habe jedoch noch keine kinder und für mich ist es nicht das gleiche wie für andere darüber zu diskutieren, da ich wohl einige aspekte nicht sehe, die vorhanden sind.

liebe grüsse

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon WeißesLicht » Mi 21. Apr 2004, 09:14

Hallo Sterngucker

das Problem setzt meines Erachtens an einer ganz anderen Stelle ein. Veranstaltungen an sich werden nie reichen, wenn nicht genau überlegt wird, was mit diesen Veranstaltungen überhaupt erreicht werden soll. Kirchen-/Gemeindebindung? Sozialisierung in bestehende Strukturen? Religiöse Kernkompetenzen? Waswären religiöse Kernkompetenzen?
Was ist erreicht, wenn Menschen für das Bibellesen gewonnen werden? Wie sollen sie denn die Bibel lesen? So, dass sie in kirchenkonformer Weise verstanden wird? ODer soll sie überhaupt gelesen werden?

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon *Sternli* » Mi 21. Apr 2004, 13:48

Hallo Zusammen!

Ich möchte zur Anfangsfrage antworten.

Also ich bin Katholikin und mich beschäftigt das Thema auch einwenig...

Ich kann jetzt nur von mir ausgehen, aber wir mussten im katholischen Religionsunterricht, eine Weile ausschliesslich in der Bibel lesen. Das Problem war wir mussten . Eine Religionsstunde lief also folgendermassen ab; einer aus der Kasse las ein Stück vor, dann kam der nächste an die Reihe... das ganze glich mehr einer Lesestunde, nur mit dem Unterschied, dass Niemand (bis auf den Religionslehrer, was ich mal hoffe ;o) ) das gelesene verstand. Leider wurde das gelesene auch nicht erklärt und analisiert, nein, wir mussten es an Schluss einfach mündlich zusammenfassen. Und dem der dran kam und nicht wusste, um was es ging (weil ers einfach nicht verstanden hatte) wurde vorgeworfen, er würde im Unterricht nicht aufpassen.
Ihr könnt euch ja vorstellen, wie sehr wir uns immer auf den Religonsunterricht gefreut haben! Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich praktisch alle aus meiner früheren Klasse sich geschworen haben, nie wieder im der Bibel zu lesen... und schon garnicht feiwillig!
Wenn ich ehrlich bin, gings mir auch so... die Bibel war für uns nicht mehr als ein altes Buch, das uuuur alte Geschichten enthielt, die vielleicht sogar wahr sind, aber nicht´s mehr mit der heutigen Zeit zu tun haben.

Erst vor einem Jahr nahm ich seit dem erstmals wieder freiwillig die Bibel zur Hand.

Vor kurzem habe ich mir eine Luther-Bibel gekauft, weil ich gehört habe, dass diese ja viel einfacher zu lesen sei, als die Einheitsübersetzung, die wir sonst haben. Und wie wahr ist das. Wie oft musste ich einen Abschnitt 3mal lesen, um zu kapieren was ungefähr drin steht... weil die Sätze halt so kompliziert sind.
Ich vergleiche oft die Bibelausgaben Vers um Vers miteinander, der Unterschied ist eben der Wortlaut, die Lutherbibel hat die einfacheren (verständlicheren) Sätze... das ist alles.
Das Probelm ist nur, die Katholische Kirche kann wohl schlecht die Luther-Bibel für ihre Zwecke einsetzen. ;o)

Uns (zumindest mir) wurde eigentlich nie vorgeschlagen in der Bibel zu lesen um die persönliche Beziehung mit Gott zu fördern, nein, es ging eigentlich (so viel ich mich errinnere) immer bloss darum, um sich zu informieren.
Das persönliche Bibellesen wurde nicht so gross geschrieben, hingegen in die Kirche gehen schon...

Ich muss noch erwähnen, dass ich nicht mehr aktiv in unserer Gemeinde tätig bin... denn das Angebot für Jugentliche in meinem Alter ist rar...
Und wenn ich Gottesdienste besuche, bin ich nachher meist fustriert, weil ich eine von den einzigen Jugentlichen bin...

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon gingko » Mi 21. Apr 2004, 22:19

Hi sternli,
auch die Luther-Bibel ist sprachlich oft nicht ganz einfach.
Sieh dir mal die Gute Nachricht und Hoffnung für Alle an.

Für die Psalmen allerdings ist für mich Luther immer noch unübertroffen.

Gruß gingko

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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Mi 21. Apr 2004, 23:32

Original von WeißesLicht

Was ist erreicht, wenn Menschen für das Bibellesen gewonnen werden? Wie sollen sie denn die Bibel lesen? So, dass sie in kirchenkonformer Weise verstanden wird? ODer soll sie überhaupt gelesen werden?

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meiner ansicht nacht, wie ich gott verstehe, soll die bibel mit einladen des heiligen geistes gelesen werden. in der bibel stehts, dass der menschliche verstand allein die bibel nicht richtig auslegen kann, so wie gott es möchte, daher der heilige geist.

bibel soll gelesen werden. wie kann man den selbst wissen, was gott möchte und was gott nicht möchte? das machen was andere sagen?

liebe grüsse


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Re: bibellesen für junge in der katholischen kirche?

Beitragvon sterngucker » Mi 21. Apr 2004, 23:34

Original von *Sternli*

Uns (zumindest mir) wurde eigentlich nie vorgeschlagen in der Bibel zu lesen um die persönliche Beziehung mit Gott zu fördern, nein, es ging eigentlich (so viel ich mich errinnere) immer bloss darum, um sich zu informieren.
Das persönliche Bibellesen wurde nicht so gross geschrieben, hingegen in die Kirche gehen schon...






ganz genau so wars bei mir auch! auch inbezug aufs müssen und dann nicht erklärt bekommen..

das war im katholischen reliunterricht bei mir auch so.

ich wäre damals niemals auf die idee gekommen, dass man so mehr von gott erfahren kann, da sie nur als info oder geschichtenbuch angepriesen wurde. mir war damals nicht wirklich klar, dass jesus wirklich gelebt hat.

das sind die gründe warum ich mich immer noch mit der katholischen kirche befasse und mich interessiere wie es andernorts ist und obs verbesserungen gibt.

liebe grüsse


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