Erwachsenentaufe

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

Moderator: bigbird

Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » So 27. Jul 2008, 23:05

Hi,

habt Ihr so Erfahrung mit Erwachsenentaufe und Vorbereitungskurs?

Bin übrigens schon katholisch getauft würde mich nur interessieren
wie das so bei Euch abgeht.

LG

Susi
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Petros » Mo 28. Jul 2008, 01:16

Hallo Susi

Ich habe im Internet diese Seite zum sog. "Katechumenat" gefunden: http://www.katechumenat.de/bewerber/bw-index.html

Persönlich habe ich keine Erfahrung damit, weil ich als Säugling getauft wurde.

LG Petros
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon SunFox » Mo 28. Jul 2008, 01:34

"Kinder gehören auch ohne Taufe zum Volk Gottes.“

Die Taufe von Kindern ist keine Gepflogenheit der urchristlichen Gemeinde! Eine entscheidende Voraussetzung für den Bundesschluss mit Gott ist das bewusste Ja des Menschen oder – wie die Bibel es sagt – sein Glaube! Deshalb lehnte der Kirchenvater Tertullian noch im späten 2. Jahrhundert n. Chr. die Taufe von Kindern ab! Im 3. Jahrhundert bürgerte sie sich jedoch in Nordafrika ein, die theologische Grundlage dafür hatte der Kirchenlehrer Cyprian gelegt! Er behauptete, die neugeborenen Kinder brächten auf Grund ihrer Abstammung von Adam die "Ansteckung des Todes mit auf die Welt." Ohne Taufe könnten sie nicht in das Reich Gottes kommen und müssten den ewigen Tod erleiden! Cyprian scheint auch der erste Verteidiger der Besprengung von Täuflingen zu sein, weil das Untertauchen von Kindern und Kranken Probleme mit sich brachte!

Die Praxis der Säuglingsbesprengung breitete sich rasch aus und verdrängte schließlich im 6. Jahrhundert n. Chr. auch in Italien die durch Untertauchen vollzogene Erwachsenentaufe, von der die alten Baptisterien (große Taufbecken) noch heute Zeugnis geben!

Cyprians Ansicht fand aber auch Gegner, weil die Entscheidung, ob ein Kind in das Reich Gottes aufgenommen wird oder den ewigen Tod erleiden muss, seiner Lehre nach in der Hand des Priesters ruhe! Verweigere er die Taufe, sei das Kind verloren und diese Ansicht entspricht nicht der Bibel!

Jesus hat seinen Zuhörern versichert, dass Kinder das Reich Gottes besitzen (Matthäus 19,14)! Gottes Wille sei es, dass keines von ihnen verloren ginge (Matthäus 18,14)! Paulus führt diesen Gedanken fort, wenn er an die Korinther schreibt, Kinder würden durch ihre gläubigen Eltern geheiligt (1. Korinther 7,14), das heißt sie sind erlöst und gehören Gott! Hinter dieser Aussage steht der Gedanke, dass die christliche Gemeinde das geistliche Volk Israel ist.

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Petros » Mo 28. Jul 2008, 01:42

Einen schönen langen Beitrag, der die Frage der Thread-Eröffnerin nicht beantwortet.
„Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes“. (vgl. 1 Kor 6, 19)
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon SunFox » Mo 28. Jul 2008, 01:57

Petros hat geschrieben:Einen schönen langen Beitrag, der die Frage der Thread-Eröffnerin nicht beantwortet.


Lang lieber Petros? :lol:

Die Taufe steht am Beginn eines neuen Lebens mit Christus! Zunächst wird jemand über den Inhalt des Glaubens unterrichtet bis er erkennt, dass er Jesus Christus braucht und wenn man dann sich Jesus zuwendet steht einem besseren Leben nichts mehr im Wege! Schließlich bekennt der Mensch seine Entscheidung für ihn in der Taufe! Sie hat eine tiefe Bedeutung: Wie Jesus Christus starb und am dritten Tag auferstand, so wird ein Mensch beim Untertauchen ins Wasser begraben und zu einem neuen Leben mit Jesus Christus auferstehen (Römer 6,3-7)! Deshalb werden nach dem Zeugnis des Neuen Testaments Menschen durch Untertauchen getauft, wenn sie Jesus Christus erkennen, sein Wort annehmen und an ihn glauben!

Besser so lieber Petros?

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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon BlueMary » Mo 28. Jul 2008, 02:29

hallo Susi...

Ich will versuchen, dir eine Antwort auf Deine Frage zu geben. Auch ich wurde als neugeborenes getauft und zwar notfallmässig im Spital zwischen der sauberen und dreckigen Wäsche. DIe ärzten hatten mich am dritten Tag aufgegeben und meinten, meine Eltern sollen mich nach Hause nehmen um dort zu sterben.
Mein Vater, ein (damals) noch richtigen Katholik rief den Priester und bat um die sofortige Taufe. Wie schon erwähnt, taufte er mich in der Waschküche der Maternité in Lausanne.
Meine Eltern namen mich mit nach hause. Meine Schwester, die sehnsüchtig auf mich wartete, wollte mich baden, was meine Mutter gerne tat... Meine ELtern wussten auch nicht, wie lange ich es noch überleben würde... 1-4 Tage meinten die ärzten... Nach diesen Bad, wollte meine Schwester mir das Fläschchen geben. Meine Mutter machte ein Fläschchcen, obwohl sie wusste, ich würde sie nicht trinken.
Doch siehe da... ich trank mein Fläschchen ganz schnell aus... so dass meine Eltern in Panik gerieten und mich soffort ins spital brachten... ich hatte am hals ein Melanom, der mir bisher die Speiserähre zu drückte und ich deswegen nichts trinken konnte.
Mein Vater ist heute noch davon überzeugt, dass die Taufe dies bewirkt hatte, dass dieser Melanom verschoben wurde. Kannst du dir vorstellen wie er reagierte, als ich die Erwachsene Taufe wollte?
Ja mein Vater hats mir grosse vorwürfe gemacht. Meine Mutter hat mir nur eine Frage gestellt... ob ich es machen wolle um im Mittelpunkt zu stehen... Ich sagte nur, wir werden ca. 45 Menschen zusammen getauft und dabei ist nur eineer im Mittelpunkt, Jesus und kein Anderer.
MIttlerweile, ist es in manche Katholische Kirche sogar möglich die erwachsene Taufe durch zu führen... du musst nur gut argumentieren und die wichtigkeit für deinen Glauben gut argumentieren... Nur wenn du die Taufe im See, am Fluss oder im grossen Taufbecken erleben willst, dann suchst du dir eine freievangelische Kirche, machst den Taufkurs und lässt dich Taufen, denn dies hindert dich nicht weiterhin zu deiner Kirche im Gottesdienst zu gehen.
Wenn du das innere Verlangen danach hast... dann mach es und suche dir eine Schöne Gemeinde aus und lass dich als erwachsene wieder taufen... es ist so oder so ein erlebnis für sich!

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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon parepidimos » Mo 28. Jul 2008, 03:28

Susi, ich moechte mich nicht auf die end- und aussichtslose Debatte ueber Kinds/Erwachsenentaufe einlassen, und ich hoffe, die anderen User ersparen sie dir ebenfalls. Wenn du willst, kannst du sie problemlos anderswo im Forum nachlesen. Soviel ich von dem Thema verstehe, sollte die Taufe nicht zu einer Uebung verkommen, die man wiederholt, wann immer man das innere Beduerfnis danach verspuert. Sie soll eine einmalige Erfahrung sein, auf die man zurueckschaut und die ein Zeichen im Leben setzt. Wenn ich in deinen Schuhen stecken wuerde, dann wuerde ich mir ganz exakt darueber im Klaren sein wollen, weshalb ich meine Kindstaufe nicht akzeptieren kann. Was genau ist es, was dir daran "ungueltig" erscheint? Vor allem wuerde ich es mit deinen Eltern diskutieren. Sehen sie es als eine Ablehnung ihres Glaubens, aus welchem heraus sie dich als Saeugling taufen liessen? Ist es deine Absicht, dich von diesem Glauben zu distanzieren? Je nachdem, wie deine Antwort ausfaellt, koennte die Feier einfach eine Bestaetigung deiner Kindstaufe sein, anstatt einer Wiederholung (und somit Ablehnung der ersten Taufe). Ueberleg's dir mal.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Pilgrim » Mo 28. Jul 2008, 03:34

SunFox hat geschrieben:.....Gottes Wille sei es, dass keines von ihnen verloren ginge (Matthäus 18,14)!

Das bezieht sich auf die Schafe von Christi Gemeinde, Gotteskinder, nicht Kleinkinder per se.
Paulus führt diesen Gedanken fort, wenn er an die Korinther schreibt, Kinder würden durch ihre gläubigen Eltern geheiligt (1. Korinther 7,14), das heißt sie sind erlöst und gehören Gott!

Nur eben bezieht sich das nicht auf Errettung, denn der Ehepartner wird als ungläubig bezeichnet. Die Kinder sind nicht erlöst, sondern stehen durch des einen gläubigen Elternteil unter Gottes Segen, unter Seinem Schutz.
Hinter dieser Aussage steht der Gedanke, dass die christliche Gemeinde das geistliche Volk Israel ist.

Und wie willst du diesen "Hintergedanken" der "Ersatztheologie" mit Gottes Schrift bezeugen?

Auch "geschädigt in der Hand des Töpfers" wird Israel "wieder gemacht" sein (Jeremia 18:4). Jesus versprach das folgende:

1. Die Israelische Nationl wird Ihn eines Tages akzeptieren (Matthäus 23:39).

2. Die Königsherrschaft wird für Israel wieder hergestellt (Apg 1:6-7; 3:19-21)

3. Die verdorrten, abgeschnittenen Zweige des natürlichen Olivenbaumes (Jüdische Nation) wird wieder eingepfropft werden und "so wird ganz Israel gerettet werden" (Römer 11:23, 26)

4. Die "Namen der zwölf Stämme der Kinder Israel" werden an den Toren des Neuen Jerusalem angeschrieben sein (Offenbarung 21:12). Die Jüdische Besetzung der Trübsalzeit ist klare Offenbarung (7:4-8)

Das sind Gottes kostbare Versprechen! Und Israel ist ein Zeichen Gottes Treue zu Seinem ewigen Wort.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon BlueMary » Mo 28. Jul 2008, 08:48

parepidimos hat geschrieben: die end- und aussichtslose Debatte ueber Kinds/Erwachsenentaufe


also endlos ist sie höchstens weil sich viele mit ihrer Meinung melden werden, denn eins ist klar, Jeder muss mit sich selbst im reinen kommen, was die bedeutung der Erwachsenen Taufe für eim bedeutet.
Auch wenn du in eine neue Gemeinde gehst, die die Kindstaufe nicht als Taufe annerkennen, ist es kein muss auch so zu denken. Ich habe meine Kindstaufe nicht als nichtig gesehen, doch das war eine Entscheidung meiner eltern, die damals Gott versprachen, mich im katholischen Glauben zu erziehen. Und ja, ich denke auch, wie mein Vater, dass mir diese Taufe das leben gerettet hat. Doch was ist mit meinem Versprechen... der Weisse Sonntag, der als bewusste Taufbestätigung gelten soll, habe ich 1973 in Oberengstringen erlebt, doch damals verstand ich sehr wenig Deutsch... habe ich bewusst JA zur Kindstaufe gesagt? Vielleicht ist es deswegen, dass ich den Wunsch hatte, ja sogar das Bedürfniss hatte, die Erwachsenetaufe zu erleben... damals, machte sie die Katholische Kirche nicht, heute, wenn man gut argumentiert wird sie auf speziellen Wunsch auch angeboten, denn Tatsache ist, kann ja auch der Eheversprechen wiederholt werden... also warum nicht auch die Taufe?
Und dass ich die Taufe erlebt habe, heisst nicht dass ich die Katholische Kirche den Rücken zeige, denn meine Kinder sind auch als Baby getauft worden, mit meinem Versprechen, sie kath. zu erziehen. Mein Versprechen vor Gott, bei der Taufe meiner Kinder kann ich nicht einfach ignorieren mit der aussage: damals wusste ich nicht was ich tat... denn ich wusste genau was ich Tat, ich stellte meine Kinder unter Gottesschutz. Einmal, sagte mir eine Frau, warum ich es zuliese, dass meine Kinder weiterhin zur "Hure" gehen... damit meinete sie die katholiesche Kirche... ich antwortete, Jesus selbst, liess sich von einer Hure die Füsse waschen, warum soll ich deswegen mein Versprechen gegenüber Gott brechen? Der Gott der Katholischen Kirche ist doch der selbige wie bei evangelisten und reformierten... täusche ich mich???
Nein, also warum so ein krach anstellen?
Der Glaube soll Jeder für sich selber entscheiden und ebi der Taufe, ist es genau so! Doch Rat und Erfahrungen kann eingeholt werden... so wie Susi es hier macht
Also von daher ist für Susi, diese Diskussion keinesfall Aussichtslos!

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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon SunFox » Mo 28. Jul 2008, 08:56

Pilgrim hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:.....Gottes Wille sei es, dass keines von ihnen verloren ginge (Matthäus 18,14)!

Das bezieht sich auf die Schafe von Christi Gemeinde, Gotteskinder, nicht Kleinkinder per se.


Lieber Pilgrim,

Markus 10,13-16: "Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie."

Liebe Grüße von SunFox

PS: Über Israel kannst du gerne wo anders diskutieren! ;)
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Petros » Mo 28. Jul 2008, 13:54

SunFox hat geschrieben:Besser so lieber Petros?

Liebe Grüße von SunFox

Besser wäre es, wenn Du die Frage von Susi beantwortet hättest oder es wenigstens versucht hättest, diese zu beantworten...
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon bigbird » Mo 28. Jul 2008, 13:58

Petros hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:Besser so lieber Petros?

Liebe Grüße von SunFox

Besser wäre es, wenn Du die Frage von Susi beantwortet hättest oder es wenigstens versucht hättest, diese zu beantworten...

jaja, ihr habt beide recht - bitte zurück zum Thema :))


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Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Pilgrim » Mo 28. Jul 2008, 14:30

SunFox hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:.....Gottes Wille sei es, dass keines von ihnen verloren ginge (Matthäus 18,14)!

Das bezieht sich auf die Schafe von Christi Gemeinde, Gotteskinder, nicht Kleinkinder per se.

Markus 10,13-16: "Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie."

Und....? Wie willst du die beiden Stellen vereinen damit für jedermann eine Erlösung daraus wird? Aber schon gut, mix and match halt drauflos.
Zuletzt geändert von bigbird am Mo 28. Jul 2008, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: OT entfernt
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Petros » Mo 28. Jul 2008, 15:39

@bigbird: Ich möchte gar nicht Recht haben...

@susi: Die "Wiedertaufe" ist nach katholischem Verständnis sinnlos. Wir bekennen nur "die eine Taufe zur Vergebung der Sünden" (vgl. Nizaenum-Konstantinopolitanum).
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon parepidimos » Mo 28. Jul 2008, 16:27

BlueMary - du darfst selbstverstaendlich tun und lassen, was immer dir beliebt. Solange wir nicht in derselben Gemeinde stecken spielt ein gemeinsames Taufverstaendnis keine grosse Rolle. Auch moechte ich mir kein Urteil ueber deine Vergangenheit anmassen. Worum es mir geht, ist aufzuzeigen, dass ein rechtes Taufverstaendnis nicht einfach subjektivistisch konstuiert werden kann, wie du das in meinen Augen tust. Wenn ich es schaffe, dich diesbezueglich ein klein bisschen zu verunsichern und nachdenklich zu machen, dann bin ich :jump:

BlueMary hat geschrieben:Denn eins ist klar, Jeder muss mit sich selbst im reinen kommen, was die bedeutung der Erwachsenen Taufe für eim bedeutet.

Da habe ich offenbar eine komplett andere Aufassung als du. Es ist ueberhaupt nicht "klar", dass es dem Einzelnen ueberlassen ist, die Taufe beliebig mit persoenlichen Bedeutungen zu fuellen, wie es das Herz im Moment gerade begehrt. Die Taufe ist nicht ein Akt des Einzelnen, sondern der Gemeinde, und ist traditionell mit der Aufnahme als Mitglied verbunden. Da ist es schon wichtig, dass alle Anwesenden dasselbe darunter verstehen. Deshalb halte ich es auch fuer verfehlt, sich nur zwecks Taufe eine Gemeinde auszusuchen, welche das Ritual im gewuenschten Stil "anbietet". Taufe dient auch nicht einfach der Befriedigung eines empfundenen Beduerfnisses, sondern ist ein Zeichen vor Gott, vor der Welt, und vor der Gemeinde - aehnlich wie eine Heirat. Sie kann nicht wiederholt werden. Wenn das trotzdem geschieht, so bedeutet das automatisch, dass man die frueheren Taufen als ungueltig erklaert. Es ist schon wichtig, hier klar zu denken und mit jenen einig zu sein, welche das Prozedere "verabreichen".

Auch wenn du in eine neue Gemeinde gehst, die die Kindstaufe nicht als Taufe annerkennen, ist es kein muss auch so zu denken.

Das ist moeglich, solange du einfach passiv die Kirchenbank drueckst. Aber spaetestens, wenn du dich etwas mehr engagieren willst und dich als Mitglied aufnehmen lassen willst oder deine eigenen Kinder taufen lassen willst, ist das nicht mehr Privatsache, sondern eine Frage, die die ganze Gemeinde betrifft.

Ich habe meine Kindstaufe nicht als nichtig gesehen, doch das war eine Entscheidung meiner eltern, die damals Gott versprachen, mich im katholischen Glauben zu erziehen. Und ja, ich denke auch, wie mein Vater, dass mir diese Taufe das leben gerettet hat.

Das ist ein Widerspruch in sich selber. Auch wenn du beteuerst, dass du die Entscheidung deiner Eltern respektierst und die Handlung sogar fuer deine wundersame Genesung verantwortlich machst, Tatsache bleibt doch, dass du sie nicht als deine Taufe anerkennst.

denn Tatsache ist, kann ja auch der Eheversprechen wiederholt werden... also warum nicht auch die Taufe?

Die Wiederholung des Eheversprechens ist nicht eine Wiederholung der Heirat, sondern lediglich eine erneute Bekraeftigung und eine Erinnerung an das, was damals stattgefunden hat. Ich bin nicht ueber katholische Gepflogenheiten im Bild, aber die calvinistische oder auch die anglikanische Tradition sieht eine periodische Erneuerung des Taufversprechens vor. Dies ist es, was ich Susi empfehlen wuerde, wenn sie ihre Kindstaufe als gueltig erkennt.

Und dass ich die Taufe erlebt habe, heisst nicht dass ich die Katholische Kirche den Rücken zeige, denn meine Kinder sind auch als Baby getauft worden, mit meinem Versprechen, sie kath. zu erziehen. Mein Versprechen vor Gott, bei der Taufe meiner Kinder kann ich nicht einfach ignorieren mit der aussage: damals wusste ich nicht was ich tat... denn ich wusste genau was ich Tat, ich stellte meine Kinder unter Gottesschutz.

Um die Kinder Gottes Schutz anzubefehlen und zu versprechen, sie in der Kenntnis Gottes grosszuziehen braucht es kein Wasser. Du selbst sagst ja, dass es die Taufe deiner Kinder war, und nicht bloss eine Einsegnung. Und wenn man getauft ist, dann ist man getauft. So wie ich die biblischen Texte verstehe ist das nicht einfach Ansichtssache oder eine Frage von Abstufungen.

Der Gott der Katholischen Kirche ist doch der selbige wie bei evangelisten und reformierten... täusche ich mich???

Exakt! Und gerade deshalb ist eine Repetition einer rechtens vollzogenen Taufe nicht noetig.

Peace / Pare
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon bigbird » Mo 28. Jul 2008, 17:03

Stichwort: Bekenntnistaufe!

Wer aufgrund der Bibel die persönliche Einsicht gewinnt, dass die Taufe ein äusserliches Zeichen sei, das den Schritt in ein Leben mit Gott bezeugt, dann muss er sich logischerweise nochmals taufen lassen.

Wer zur Überzeugung kommt, dass es bloss eine kirchliche Handlung ist, der muss das nicht.

Dazwischen gibt es viele Varianten.

bb
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Taube » Mo 28. Jul 2008, 17:08

bigbird hat geschrieben:Stichwort: Bekenntnistaufe!

Wer aufgrund der Bibel die persönliche Einsicht gewinnt, dass die Taufe ein äusserliches Zeichen sei, das den Schritt in ein Leben mit Gott bezeugt, dann muss er sich logischerweise nochmals taufen lassen.

Wer zur Überzeugung kommt, dass es bloss eine kirchliche Handlung ist, der muss das nicht.

Dazwischen gibt es viele Varianten.

bb


Bigbird, das ist doch auch eine Verkürzung der Taufe und eine Abwertung der Kindertaufe. Wer nämlich die Taufe als Sakrament sieht, in dem auch das Handeln Gottes am Täufling gesehen wird, der muss keine Probleme haben mit der Kindertaufe und es trotzdem viel viel mehr als nur eine kirchliche Handlung.


Gruss Taube
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Taube » Mo 28. Jul 2008, 17:15

parepidimos hat geschrieben:Susi, ich moechte mich nicht auf die end- und aussichtslose Debatte ueber Kinds/Erwachsenentaufe einlassen, und ich hoffe, die anderen User ersparen sie dir ebenfalls. Wenn du willst, kannst du sie problemlos anderswo im Forum nachlesen. Soviel ich von dem Thema verstehe, sollte die Taufe nicht zu einer Uebung verkommen, die man wiederholt, wann immer man das innere Beduerfnis danach verspuert. Sie soll eine einmalige Erfahrung sein, auf die man zurueckschaut und die ein Zeichen im Leben setzt. Wenn ich in deinen Schuhen stecken wuerde, dann wuerde ich mir ganz exakt darueber im Klaren sein wollen, weshalb ich meine Kindstaufe nicht akzeptieren kann. Was genau ist es, was dir daran "ungueltig" erscheint? Vor allem wuerde ich es mit deinen Eltern diskutieren. Sehen sie es als eine Ablehnung ihres Glaubens, aus welchem heraus sie dich als Saeugling taufen liessen? Ist es deine Absicht, dich von diesem Glauben zu distanzieren? Je nachdem, wie deine Antwort ausfaellt, koennte die Feier einfach eine Bestaetigung deiner Kindstaufe sein, anstatt einer Wiederholung (und somit Ablehnung der ersten Taufe). Ueberleg's dir mal.


Danke, ich finde das eine sehr angemessene Antwort. Es ist eine gute Basis, um diese Frage verantwortungsvoll anzugehen. Ich persönlich anerkenne meine Kindertaufe, die Konfirmation war für mich als Bestätigung aber ebenso wichtig.

Gruss Taube
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon parepidimos » Mo 28. Jul 2008, 17:37

Taube hat geschrieben:Ich persönlich anerkenne meine Kindertaufe, die Konfirmation war für mich als Bestätigung aber ebenso wichtig.

Und ich liess mich erst im zarten Alter von 28 Jahren taufen, obwohl ich zeitlebens glaeubig war. Mein Eindruck war immer, Taufe sei eine Art "Diplom" fuer besonders geistliche Christen, oder eine Katharsis fuer solche, die eine besonders schlimme Vergangenheit abzulegen haben. Heute frage ich mich, ob meine Gemeinde der Tauflehre wirklich das noetige Gewicht gegeben hat, dass so etwas moeglich war. Ich verdanke der freikirchlichen Tradition vieles, aber ich halte die Abwesenheit eines nennenswerten Sakramentalverstaendnisses fuer einen gravierenden Mangel.

PS: Bigbird, eine Kirchenhandlung ist nicht "nur".
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon bigbird » Mo 28. Jul 2008, 18:20

Taube hat geschrieben:
Bigbird, das ist doch auch eine Verkürzung der Taufe und eine Abwertung der Kindertaufe. Wer nämlich die Taufe als Sakrament sieht, in dem auch das Handeln Gottes am Täufling gesehen wird, der muss keine Probleme haben mit der Kindertaufe und es trotzdem viel viel mehr als nur eine kirchliche Handlung.
Gruss Taube
Eine Verkürzung mag es sein, hab ja gesagt, dass es vieles dazwischen gibt. Eine Abwertung ist es nicht. Aber es gibt viele Leute, die die Taufe bloss als "kirchliche Handlung" sehen.

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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 20:13

Petros hat geschrieben:Hallo Susi

Ich habe im Internet diese Seite zum sog. "Katechumenat" gefunden: http://www.katechumenat.de/bewerber/bw-index.html

Persönlich habe ich keine Erfahrung damit, weil ich als Säugling getauft wurde.

LG Petros


Hallo lieber Pedros, :)

ich bin aus eigener Entscheidung erst später Katholikin geworden.
Meine Meinung ich finde es gut das man seine Kinder taufen läßt,
so öffnet man ihnen den Weg ins Himmelreich,

(Bibel Segnung der Kinder 19.13-15)
was die Kinder später als Erwachsene damit machen liegt dann in deren eigener Verantwortung.
Wenn man aber nicht getauft wurde und
später aus eigener Überzeugung beitritt
so finde ich das doch auch was wunderbares,
da steckt Eigenmotivation und fester Wille zum Glauben dahinter.

Wenn man sich näher damit auseinandersetzt mit dem Leben nach dem Tode,
so stellt man fest das es Gott gibt der einem empfängt,
sei es durch Nahtoderfahrung, oder
Suche durch Verlust eines geliebten Menschen, ob es was nach dem Tode gibt,
oder Genesung nach schwerer Krankheit wunderbare Heilung.
Es gibt einiges an Informationen die überzeugen das Gott da ist, er ist nur nicht mehr so sichtbar für jeden wie man es in der Bibel lesen kann aus seinen früheren Aktivitäten ..

LG

Susi
Wer Gott in der Not zur Hilfe sucht findet den Weg, Schutz und wird getröstet.

Gott freut sich wenn seine Schäfchen nach Hause finden.

Der Herr nimmt sie auf, hat Erbarmen und erwartet stets Treue.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon bigbird » Mo 28. Jul 2008, 20:24

Susi hat geschrieben:
Petros hat geschrieben:Hallo Susi

Ich habe im Internet diese Seite zum sog. "Katechumenat" gefunden: http://www.katechumenat.de/bewerber/bw-index.html

Persönlich habe ich keine Erfahrung damit, weil ich als Säugling getauft wurde.

LG Petros


Hallo lieber Pedros, :)

ich bin aus eigener Entscheidung erst später Katholikin geworden.
Meine Meinung ich finde es gut das man seine Kinder taufen läßt,
so öffnet man ihnen den Weg ins Himmelreich,
Nein, Susi - das kann die Taufe nicht!

Jesus Christus sagt: Niemand kommt zum Vater denn durch mich!

bb
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 20:39

bigbird hat geschrieben:
Susi hat geschrieben:
Petros hat geschrieben:Hallo Susi

Ich habe im Internet diese Seite zum sog. "Katechumenat" gefunden: http://www.katechumenat.de/bewerber/bw-index.html

Persönlich habe ich keine Erfahrung damit, weil ich als Säugling getauft wurde.

LG Petros


Hallo lieber Pedros, :)

ich bin aus eigener Entscheidung erst später Katholikin geworden.
Meine Meinung ich finde es gut das man seine Kinder taufen läßt,
so öffnet man ihnen den Weg ins Himmelreich,
Nein, Susi - das kann die Taufe nicht!

Jesus Christus sagt: Niemand kommt zum Vater denn durch mich!

bb


Hallo liebe Big Bird,

Man legt aber den Grundstein zur Aufnahme,
die Exikutive ist dann Jesus,
nachdem er das Leben des Betroffnen durchleuchtet hat und
es für würdig findet, da er ja "das Tor ist" das derjenige in den Himmel gelangt.
Ohne Taufe wäre dies nicht gegeben.

LG

Susi
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon bigbird » Mo 28. Jul 2008, 21:05

Susi hat geschrieben:Hallo liebe Big Bird,

Man legt aber den Grundstein zur Aufnahme,
die Exikutive ist dann Jesus,
nachdem er das Leben des Betroffnen durchleuchtet hat und
es für würdig findet, da er ja "das Tor ist" das derjenige in den Himmel gelangt.
Ohne Taufe wäre dies nicht gegeben.

Susi
Nein, Jesus ist es, durch den wir würdig werden. Weil Jesus unsere Sünde auf sich genommen hat, dürfen wir zum Vater im Himmel kommen. Nicht weil er uns durchleuchtet und gut oder zu wenig gut befindet.

Das hat mit der Taufe nichts nichts zu tun - sondern mit Karfreitag und Ostern.

bb
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon parepidimos » Mo 28. Jul 2008, 21:26

Susi hat geschrieben:Man legt aber den Grundstein zur Aufnahme,
die Exikutive ist dann Jesus,
nachdem er das Leben des Betroffnen durchleuchtet hat und
es für würdig findet, da er ja "das Tor ist" das derjenige in den Himmel gelangt.
Ohne Taufe wäre dies nicht gegeben.

Wo wird das gelehrt?
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Taube » Mo 28. Jul 2008, 21:38

Susi hat geschrieben:Man legt aber den Grundstein zur Aufnahme,
die Exikutive ist dann Jesus,


Überlege mal, Susi, wenn aus irgendeinem Grunde diesen Grundstein, die Taufe, zu legen unmöglich war? Was dann? Menschliches Handeln mit der Taufe wäre dann ein absolutes Muss! Kann das der Sinn sein von der Botschaft Jesu uns seiner Kreuzigung und Auferstehung?

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 22:01

Hi parepidimos,
muss die Infos auf 3 Postings verteilen weil nur je 2 URL erlaubt sind auf einem Posting

da ich selbst jemanden verloren habe, den ich sehr vermisse,
hatte ich mich auf die Suche, ob es ein nach dem Tode gibt, begeben.


Ein interessantes wissenschaftliches Video mit Kommentaren von Wissenschaftlern und Theologen…

http://video.google.de/videoplay?docid= ... 3255780878


Lest das Zeugnis PDF von Frau Polo wenn Ihr diesen Link öffnet:
Oder der darauf befindliche Link von Ihr:

http://www.kreuz-jesus.de/html/unglaubl ... nisse.html
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 22:02

Es gibt 2 Wissenschaftler Psychiater, Sterbeforscher
- R. Moody und E. Kübler Ross,

http://home.arcor.de/prozac06/Sonstige/4468.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Moody
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 22:03

http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_K%C3%BCbler-Ross

http://www.wegbegleiter.ch/wegbeg/ntekuebl.htm

In der Bibel stehtes sowieso an verschiedenen Stellen, ein Leben nach dem Tode...

Platon hat in seinem literarischen Werk
den menschlichen Körper als zeitweiligen Behälter der Seele beschrieben.
Platon beschrieb das die Seele von der höheren göttlichen Seinsphäre in das leibliche Gefäß steigt.
Platon schreibt das mit der Geburt das Schlafen und vergessen der Seele beginnt,
(das heißt das die Teilseele nicht mehr alles in vollem Umfang weiß nur soweit um auf der Erde zu lernen..)
Platon beschrieb auch das die Seele nach Ablösung des Körpers mit den Geistern der anderen Verstorbenen kommuniziert und wieder volles gesamtes Bewußtsein der Vollseele erlangt.
In seiner Literatur wurde auch von einem unkörperlichen Teil gesprochen der relativ beweglicher ist als die Seele im Körper. u.s.w.u.s.w. auch den Rückschau auf das Leben was gut und böse war...also eine Beurteilung des Lebens, ...

Tibetanisches Totenbuch Quelle 8. Jahrhundert:
dort lößt sich die Seele vom Körper ab fällt einige Zeit in Ohnmacht, findet sich dann in einer Schlucht wieder die genau seinem Bewußtsein entspricht mit heulen, Rauschen und Pfeifen dort sieht man eine nebelhafte Beleuchtung, nimmt gleichzeitig wehklagende Verwandte und Bekannte wahr, wobei er sich leider nicht selbst mitteilen kann.. us.w. und so fort erstaunlich wie das alles passt.

Der Stockolmer Emanuel Swedenborgs 1688 - 1772
schrieb auch auf diesen naturwissenschaftlichen Gebiet Werke,
das war auch identisch mit diesen anderen Werken..

LG

Susi
P.S.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 22:29

Hallo Sun Fox,

danke für das geschichtliche der Kindstaufe.
Ich habe eine andere Bibel weil mein Text ist nicht mit deinem identisch. :shock: :? ;)

ich habe mit Rot meinen Text integriert.

LG

Susi


SunFox hat geschrieben:"Kinder gehören auch ohne Taufe zum Volk Gottes.“

Die Taufe von Kindern ist keine Gepflogenheit der urchristlichen Gemeinde! Eine entscheidende Voraussetzung für den Bundesschluss mit Gott ist das bewusste Ja des Menschen oder – wie die Bibel es sagt – sein Glaube! Deshalb lehnte der Kirchenvater Tertullian noch im späten 2. Jahrhundert n. Chr. die Taufe von Kindern ab! Im 3. Jahrhundert bürgerte sie sich jedoch in Nordafrika ein, die theologische Grundlage dafür hatte der Kirchenlehrer Cyprian gelegt! Er behauptete, die neugeborenen Kinder brächten auf Grund ihrer Abstammung von Adam die "Ansteckung des Todes mit auf die Welt." Ohne Taufe könnten sie nicht in das Reich Gottes kommen und müssten den ewigen Tod erleiden! Cyprian scheint auch der erste Verteidiger der Besprengung von Täuflingen zu sein, weil das Untertauchen von Kindern und Kranken Probleme mit sich brachte!

Die Praxis der Säuglingsbesprengung breitete sich rasch aus und verdrängte schließlich im 6. Jahrhundert n. Chr. auch in Italien die durch Untertauchen vollzogene Erwachsenentaufe, von der die alten Baptisterien (große Taufbecken) noch heute Zeugnis geben!

Cyprians Ansicht fand aber auch Gegner, weil die Entscheidung, ob ein Kind in das Reich Gottes aufgenommen wird oder den ewigen Tod erleiden muss, seiner Lehre nach in der Hand des Priesters ruhe! Verweigere er die Taufe, sei das Kind verloren und diese Ansicht entspricht nicht der Bibel!

Jesus hat seinen Zuhörern versichert, dass Kinder das Reich Gottes besitzen (Matthäus 19,14)! Gottes Wille sei es, dass keines von ihnen verloren ginge

Ich habe scheinbar eine andere Bibel. :?
Dort steht bei mir Er antwortete: habt Ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat.


(Matthäus 18,14)! Paulus führt diesen Gedanken fort, wenn er an die Korinther schreibt, Kinder würden durch ihre gläubigen Eltern geheiligt

Da steht bei mir das Gleichnis vom verlorenen Schaf :?

(1. Korinther 7,14), das heißt sie sind erlöst und gehören Gott! Hinter dieser Aussage steht der Gedanke, dass die christliche Gemeinde das geistliche Volk Israel ist.
Da steht bei mir das Kapitel Ehe mit Heiden
Meine Bibel ist die ISBN 3-460-33016-3


Liebe Grüße von SunFox
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon bigbird » Mo 28. Jul 2008, 22:38

Susi hat geschrieben:Hi,

habt Ihr so Erfahrung mit Erwachsenentaufe und Vorbereitungskurs?

Bin übrigens schon katholisch getauft würde mich nur interessieren
wie das so bei Euch abgeht.

LG

Susi

Da komm ich mal an den Anfang zurück.

1. Was heisst "schon" getauft?
2. Was meinst du mit "bei euch"?

Ehrlich gesagt, bin ein bisschen skeptisch geworden. Du stellst hier Fragen, beziehst dich kaum auf die Bibel (liest nicht mal die angegebenen Texte nach, sonst hättest du bemerkt, dass ich mal etwas falsch geschrieben habe - war nicht Absicht).

Und überflutest du uns mit ausserbiblischen Zitaten und Offenbarungen. Und auf der angegebenen Website findet man so unbiblische Aussagen wie diese:

Eines der wirksamsten Mittel, um den Armen Seelen zu helfen, sind die Ablässe, die wir ihnen schenken können.
Jetzt zeig mir mal die Bibelstelle, die Ablässe begründen soll. :roll:

Und ich rate dir, wende dich der Quelle zu! Jesus Christus ist das Wasser des Lebens, das Licht der Welt und das Brot! Und nicht irgendwelche Aussagen von so genannten Heiligen.

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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon bigbird » Mo 28. Jul 2008, 22:40

Und warum ziehst du Quellen wie Platon oder Tibetanische Weisheiten heran, wo es doch um den biblischen Gott geht?

bigbird - leise den Kopf schüttelnd! :|
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Vicconivs » Mo 28. Jul 2008, 22:46

Susi hat geschrieben:Hi,

habt Ihr so Erfahrung mit Erwachsenentaufe und Vorbereitungskurs?

Bin übrigens schon katholisch getauft würde mich nur interessieren
wie das so bei Euch abgeht.

LG

Susi


Ohne näher auf den Thread eingehen zu wollen: Ja, ich habe mit beidem so ein paar Erfahrungen aus erster Hand, mit ersterem freilich mehr als mit letzterem, dazu hat's dann leider nicht mehr so richtig gereicht ;). Was interessiert Dich denn genau? Vielleicht kann ich ja ein paar Informationen beisteuern.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 22:48

SunFox hat geschrieben:
Petros hat geschrieben:Einen schönen langen Beitrag, der die Frage der Thread-Eröffnerin nicht beantwortet.


Lang lieber Petros? :lol:

Die Taufe steht am Beginn eines neuen Lebens mit Christus! Zunächst wird jemand über den Inhalt des Glaubens unterrichtet bis er erkennt, dass er Jesus Christus braucht und wenn man dann sich Jesus zuwendet steht einem besseren Leben nichts mehr im Wege! Schließlich bekennt der Mensch seine Entscheidung für ihn in der Taufe! Sie hat eine tiefe Bedeutung: Wie Jesus Christus starb und am dritten Tag auferstand, so wird ein Mensch beim Untertauchen ins Wasser begraben und zu einem neuen Leben mit Jesus Christus auferstehen (Römer 6,3-7)! Deshalb werden nach dem Zeugnis des Neuen Testaments Menschen durch Untertauchen getauft, wenn sie Jesus Christus erkennen, sein Wort annehmen und an ihn glauben!

Besser so lieber Petros?

Liebe Grüße von SunFox


Ja so haben wir es auch gelernt.
Römerbrief 6,3
Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe in den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toden auferweckt wurde, so sollen wir als neue Menschen leben.
Wenn wir mit ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm in seiner Auferstehung vereinigt sein.... Wir sind dann frei von der Sünde geworden.

LG

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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon SunFox » Mo 28. Jul 2008, 22:48

Liebe Susi, ab wann ist man Kind Gottes?

Der Taufzeitpunkt ist es praktisch nie, denn man fängt ja nicht erst an zu glauben, wenn man getauft wird, sondern der Glaube beginnt ja oft schon lange vorher!

Der erste Gedanke der dich zu einer Hinwendung Gottes bringt, ist der Heilszeitpunkt!

Es ist vollkommen egal, was du bis dahin schon weißt, oder auch nicht weißt nur deine Entscheidung für Gott zählt!

Das du dann natürlich auch irgendwann den Wunsch hegst, öffentlich vor "alle" Welt deine Entscheidung zu besiegeln, und dieses eben in der Taufe, das ist dann völlig normal!

Markus 16,16: "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden."

Da steht nicht: "wer aber nicht getauft ist, der wird verdammt werden."

Die Taufe folgt auf den Glauben, sie ist ein Bundesvertrag mit Gott, aber auch wenn durch irgendwelche Umstände dieser Vertrag von unserer Seite aus nicht unterschrieben weren konnte, so gilt es dennoch wie besiegelt!

Apostelgeschichte 2,38: "Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes."

Sind vor der Taufe die Sünden nicht vergeben, weil ich nur bis zu dem Teil gekommen bin, das ich Buße getan habe?

1.Johannes 1,7: "Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde."

In dem Moment, wo ich mich entscheide: "Ich will jetzt im Licht wandeln!", in dem Moment sind mir meine Sünden vergeben, natürlich vorausgesetzt das ich diesen Weg dann auch beschreite und auf ihm bleibe!

Apostelgeschichte 8,12: "Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen."

Es kommt immer der Glaube vor der Taufe und nie die Taufe vor den Glauben!

Kolosser 2,12-14: "Mit Jesus seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit Jesus seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der Jesus auferweckt hat von den Toten. Und der Vater hat euch mit Jesus lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. Jesus hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet."

Hier wird die Taufe vor dem Glauben genannt, aber läßt sich jemand taufen, der sich vorher nicht zu Gott bekannt hat?

Was will uns der Text sagen?

Was kam denn vor dem Begräbnis Jesu?

Sein Tod am Kreuz!

Woran müßen wir also zuerst glauben?

Das Jesus für uns am Kreuz gestorben ist!

Lukas 9,23: "Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach."

Kolosser 1,20: "und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz."

Wenn wir im Glauben das Kreuz angenommen haben, dann sind wir der Sünde gestorben, sie sind uns vergeben, ja wir haben unsere Sünden durch Jesus ans Kreuz geheftet!

Nachdem wir nun praktisch die Kreuzigung der Sünden hinter uns haben, werden wir in der Taufe mit Jesus begraben und stehen im Glauben wieder aus diesem Grab auf, die wir vorher tot waren in der Sünde!

Ist denn dieses nun wirklich zwingend wichtig, dieser Vorgang?

Es ist der normale Regelweg, der sich aus dem Glauben heraus zwangsläufig ergibt, eben wer da glaubt und getauft ist!

Über allem steht immer, das der HERR das Herz ansieht und wer es nicht bis zu dem Begräbnis (Taufe) in Jesus geschafft hat, der ist aber dennoch vorher durch den Glauben mit IHM am Kreuz der Sünde gestorben und genau das ist dem Schächer am Kreuz passiert! Er ist durch sein Bekenntnis: "Herr sei mir Sünder gnädig!" am Kreuz der Sünde gestorben, er hat praktisch die Feuertaufe erhalten, ja ist im letzten Moment seines irdischen Lebens auch mit dem Heiligen Geist getauft!

Matthäus 3,11: "Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen."

Auch wir alle lassen uns nur im Wasser taufen, aber das Wichtigste ist, das wir auch mit dem Heiligen Geist getauft sind!

Aus all diesen Gründen ist eine Kindertaufe wie keine Taufe, denn es fehlt das Zeugnis des Glaubens, eben das Sterben der Sünde!

Man muß vorher eben in Jesus der Sünde sterben, damit die Taufe ihre Wirksamkeit erhält!

Christ wird man durch das Bekenntnis zu IHM, die Taufe ist immer eine Folgereaktion!

In Kurzform: "In IHM Sterben, in IHM begraben werden, In IHM auferstehen!"

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 22:58

Vicconivs hat geschrieben:
Susi hat geschrieben:Hi,

habt Ihr so Erfahrung mit Erwachsenentaufe und Vorbereitungskurs?

Bin übrigens schon katholisch getauft würde mich nur interessieren
wie das so bei Euch abgeht.

LG

Susi


Ohne näher auf den Thread eingehen zu wollen: Ja, ich habe mit beidem so ein paar Erfahrungen aus erster Hand, mit ersterem freilich mehr als mit letzterem, dazu hat's dann leider nicht mehr so richtig gereicht ;). Was interessiert Dich denn genau? Vielleicht kann ich ja ein paar Informationen beisteuern.



Hi Vicconivs,

ja wie ich so feststellen konnte bei unserer Taufe,
die Menschen sind durch persönliche Lebenseinflüsse wie ich es oben kurz geschrieben hatte wie Tod,
Nahtoderfahrung,
nach schwerer Krankheit und Rekonvaleszens... zur Religion gekommen,
oder weil sie einen Lebenspartner gefunden haben den sie heiraten wollen,
auch weil der Arbeitgeber katholisch ist u. sonstige Situationen zum Glauben gekommen/ zur Religion gekommen, bei mir war`s durch einen Todesfall,... außerdem ist es auch schön wenn sich eine Gruppe Erwachsene gemeinsam taufen lässt die im Vorbereitungskurs schon gute Kontakte geschlossen hat, man fühlt sich sicherer, als wenn man alleine als Erwachsener getauft wird, weil üblicherweise schon die Säuglinge getauft werden. ;)

Wir treffen uns auch noch nach der Taufe, wenigstens einige von uns und
gehen zur Eucharistiefeier, demnächst grillen wir zusammen.... ;)
Das ist schon eine gewisse Bindung nach einem 1/2 Jahr entstanden.
Ich fand die Zeit wunderbar.

LG
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon SunFox » Mo 28. Jul 2008, 23:04

Susi hat geschrieben:Hallo Sun Fox,
Ich habe eine andere Bibel weil mein Text ist nicht mit deinem identisch.


Liebe Susi,

es geht um die biblischen Aussagen die da gemacht werden, also rein um die Prinzipien Gottes!

Und bei Matthäus 19,14 steht: "Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich."

Und nicht: "Er antwortete: habt Ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat.", dieses steht in Matthäus19,4!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Susi » Mo 28. Jul 2008, 23:30

Susi hat geschrieben:Hallo Sun Fox,

danke für das geschichtliche der Kindstaufe.
Ich habe eine andere Bibel weil mein Text ist nicht mit deinem identisch. :shock: :? ;)

ich habe mit Rot meinen Text integriert.

LG

Susi


SunFox hat geschrieben:"Kinder gehören auch ohne Taufe zum Volk Gottes.“

Jesus hat seinen Zuhörern versichert, dass Kinder das Reich Gottes besitzen (Matthäus 19,14)! Gottes Wille sei es, dass keines von ihnen verloren ginge

Ich habe scheinbar eine andere Bibel. :?
Dort steht bei mir Er antwortete: habt Ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat.


Ich hatte bei 19.4 geschaut :? Sorry brauch ne Brille ;)
dann stimmt´s

Es steht lasst die Kinder zu mir kommen, ihnen gehört das Himmelreich; hindert sie nicht denn ihnen gehört das Himmelsreich.

(Matthäus 18,14)! Paulus führt diesen Gedanken fort, wenn er an die Korinther schreibt, Kinder würden durch ihre gläubigen Eltern geheiligt

Da steht bei mir das Gleichnis vom verlorenen Schaf :?
und dies muss sich nicht unbedingt auf ein kleines Kind beziehn.
Steht zwar dass nicht eines "von diesen Kleinen verloren geht", aber es sind ja auch einzelne Große die mal verloren gehen.


(1. Korinther 7,14), das heißt sie sind erlöst und gehören Gott! Hinter dieser Aussage steht der Gedanke, dass die christliche Gemeinde das geistliche Volk Israel ist.
Da steht bei mir das Kapitel Ehe mit Heiden
ja unten steht "hast recht"
Kinder von ungläubigen Elternteil mit gläubigen Elternteil sind geheiligt.




Meine Bibel ist die ISBN 3-460-33016-3


Liebe Grüße von SunFox
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Gott freut sich wenn seine Schäfchen nach Hause finden.

Der Herr nimmt sie auf, hat Erbarmen und erwartet stets Treue.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon Vicconivs » Mo 28. Jul 2008, 23:34

Hi Vicconivs,

ja wie ich so feststellen konnte bei unserer Taufe,
die Menschen sind durch persönliche Lebenseinflüsse wie ich es oben kurz geschrieben hatte wie Tod,
Nahtoderfahrung,
nach schwerer Krankheit und Rekonvaleszens... zur Religion gekommen,
oder weil sie einen Lebenspartner gefunden haben den sie heiraten wollen,
auch weil der Arbeitgeber katholisch ist u. sonstige Situationen zum Glauben gekommen/ zur Religion gekommen, bei mir war`s durch einen Todesfall,...
Naja, das war zufällig eine der ersten Fragen, die ich meinem Katecheten gestellt habe. Er meinte, hauptsächlich wären bei Erwachsenentaufen Leute ab Mitte 20 bis Mitte 30 dabei, die grade Ihr Leben aufgebaut hätten (also Studium beendet, Ausbildung abgeschlossen, etc.) und sich jetzt die Sinnfrage stellen täten. Die Katchumenatsgruppe habe ich leider so wirklich intensiv nicht kennengelernt, da ich Einzelunterricht genießen durfte, es waren jedoch auch ein paar dabei, die nach schwierigen persönlichen Erlebnissen zum Glauben gefunden haben, und wohl auch ein oder zwei, die wegen Ehewunsch bzw. Wunsch des Arbeitgebers diesen Schritt gegangen sind. Bei der Feier der Taufzulassung war ich jedenfalls hinreichend baff, wieviele das waren. Und noch baffer war ich, wieviele das aus den neuen Bundesländern (...) waren. Hätte ich nie und nimmer gedacht.

außerdem ist es auch schön wenn sich eine Gruppe Erwachsene gemeinsam taufen lässt die im Vorbereitungskurs schon gute Kontakte geschlossen hat, man fühlt sich sicherer, als wenn man alleine als Erwachsener getauft wird, weil üblicherweise schon die Säuglinge getauft werden. ;)
Naja, das ergibt sich ja nachgerade zwangsläufig, der Tauftermin ist Ostern. Punkt. :D Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich ein paar meiner Mittäuflinge in der Messe treffe. In letzter Zeit ist das leider etwas eingeschlafen, weil ich in letzter Zeit meist anderswo zur Messe war, aber wie gesagt, ich habe vom anderthalbjährigen Kurs eigentlich nur vier Monate mitbekommen, da schließt man lange nicht so intensive Freundschaften. Obendrein sagt man mir eh nach, eiskalt zu sein :D. Meinen Katecheten besuche ich dafür nach wie vor oft und gern, jedenfalls sofern mir Uni und Arbeit die Zeit dafür lassen, das ist ja immer alles etwas jonglieren. Da muss ich sagen, wenn ich wirklich mal dumme Fragen habe, dann find ich's schön, wenn ich weiß, wohin ich mich damit wenden kann, um eine überlegte wie fundierte Antwort zu bekommen (jedenfalls zu allen theologischen, seelsorgerischen und kulinarischen Fragen). Interessanterweise meist aus einer ganz anderen Perspektive als meiner. Muss man zu schätzen wissen.
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Re: Erwachsenentaufe

Beitragvon SunFox » Mo 28. Jul 2008, 23:37

Vicconivs hat geschrieben: Da muss ich sagen, wenn ich wirklich mal dumme Fragen habe, dann find ich's schön, wenn ich weiß, wohin ich mich damit wenden kann, um eine überlegte wie fundierte Antwort zu bekommen


Hallo lieber Vicconivs,

ich habe doch immer ein offenes Ohr für dich! ;)

Liebe Grüße von SunFox
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