Todsünden

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

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Todsünden

Beitragvon Katholik » Mo 6. Mär 2006, 11:12

Hallo zusammen!

Ich habe da ein kleines Problemchen, und zwar verwechsle bzw. vergesse ich immer wieder den Unterschied zwischen "normalen Sünden" und Todsünden...

Könnt ihr (vor allem die Katholiken unter euch, wenns geht), mir evt. mal erklären, was genau alles als Todsünde angeschaut wird und was als "normale Sünde"?


Vielen Dank für eure Antworten

MfG Katholik
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Re: Todsünden

Beitragvon J.Tanya » Mo 6. Mär 2006, 12:03

Original von Katholik
Hallo zusammen!

Ich habe da ein kleines Problemchen, und zwar verwechsle bzw. vergesse ich immer wieder den Unterschied zwischen "normalen Sünden" und Todsünden...

Könnt ihr (vor allem die Katholiken unter euch, wenns geht), mir evt. mal erklären, was genau alles als Todsünde angeschaut wird und was als "normale Sünde"?


Vielen Dank für eure Antworten

MfG Katholik


also Sexuelle Sünden gelten als Todsünden
andere als lässlich, wahrscheinlich kaugummiklauen.

Wurzelsünden:

sind tiefgehend und können einen seit Geburt wie im Blut sein, man wird sich unter umständen erst im altersheim bewusst, dass man voll in einer solchen sünde (einseitigkeit) gelebt hat.

zb.
Stolz
Perfektionismus (wird in unserem CH-System belohnt für Lehrer schon fast vorraussetzung, man kann also mit Wurzelsünden sogar erfolg haben)

Lüge, Blenden,

Neid

Habgier (zb. auch Wissensgier, alles wissen wollen)

Furcht

oberflächlichkeit

Wollust/Extreme

trägheit, faulheit


oft merkt man dies gar nicht bei sich, siehts nur bei den anderen.

Weil man oft selbst gerecht davon ausgeht, dass man selber ja mehr oder weniger schon ok ist..

die andern sind doch falsch...
We are all beloved children of the all-attractive Supreme Person. And most importantly for us, we don´t have to struggle to attract His love. He loves us more than anyone else and is waiting in our own hearts for us to turn to Him and return His love.
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Re: Todsünden

Beitragvon doro » Mo 6. Mär 2006, 12:18

Hallo Katholik

Die Tatsache, daß bereits die Bibel von der einen Sünde und den vielen Sünden sowie von Sünden von größerem und von geringerem Gewicht spricht, hat in der kirchlichen Tradition dazu geführt, daß nach genaueren Unterscheidungen gesucht wurde. Das geschah vor allem in Verbindung mit der Bußpraxis und später mit der Bußform der geheimen und häufigeren Beichte. Dabei kam es zu unterschiedlichen Aufteilungen.

Seit dem 4. Jahrhundert gibt es die Unterscheidung von Todsünde und läßlicher Sünde. Diese wird im 11. Jahrhundert allgemein gebräuchlich. In der Theologie der Scholastik im 12. und 13. Jahrhundert wird Todsünde als Abkehr vom letzten Ziel und als Handlung gegen die Liebe, läßliche Sünde dagegen als Unordnung in den Mitteln zum Ziel bzw. als unvollständiger menschlicher Akt verstanden. Mit der Bestimmung des Konzils von Trient, daß alle Todsünden nach Zahl, Art und artverändernden Umständen zu beichten sind (vgl. DS 1679-1681, 1707), setzte ein besonders intensives Bemühen um die Klärung des Unterschiedes zwischen Todsünde und läßlicher Sünde ein. Dabei kam es zu einer immer größeren Ausweitung des Begriffs und der Zahl von Todsünden. In Theologie und Pastoral wird bis heute an der Zweiteilung in Todsünde und läßliche Sünde festgehalten; doch wird, wie Papst Johannes Paul II. eigens betont, die in der Tradition ebenfalls übliche Unterscheidung in schwere und leichte Sünde mit der Aufteilung in Todsünde und läßliche Sünde praktisch gleichgesetzt (vgl. RP 17).

Die heutige kirchliche Lehrverkündigung nennt in Übereinstimmung mit der ganzen Tradition "denjenigen Akt eine Todsünde, durch den ein Mensch bewußt und frei Gott und sein Gesetz sowie den Bund der Liebe, den dieser ihm anbietet, zurückweist, indem er es vorzieht, sich selbst zuzuwenden oder irgendeiner geschaffenen und endlichen Wirklichkeit, irgendeiner Sache, die im Widerspruch zum göttlichen Willen steht (conversio ad creaturam - Hinwendung zum Geschaffenen)" (RP 17; vgl. KKK 1857).

Für die Schwere der Sünde sind drei Merkmale ausschlaggebend: das Maß der gegebenen und eingesetzten Freiheit, die Klarheit der Erkenntnis und die Wichtigkeit der Sache (vgl. KKK 1857-1861).

[…]

Im Unterschied zur schweren Sünde sind bei der leichten Sünde Freiheit oder klare Erkenntnis eingeschränkt oder es liegt ein weniger wichtiger Sachverhalt vor. Der überkommene Sprachgebrauch von läßlicher oder leichter Sünde darf aber nicht dazu führen, die läßlichen oder leichten Sünden für bedeutungslos zu halten.

Mit der Todsünde ist unmittelbar das Verhältnis des Menschen zu Gott und seiner Gnade gemeint: Todsünde bedeutet die entschiedene Ablehnung des Willens Gottes und damit den Verlust der heiligmachenden Gnade. Ob im Einzelfall tatsächlich eine Todsünde vorliegt, ist mit letzter Gewißheit nicht zu entscheiden.


Quelle: http://dbk.de/katechismus/ im Band II, S.83ff

Es wird also nicht nur nach der Art der Sache/Tat entschieden, ob sie eine schwere Sünde ist, sondern auch nach dem Bewusstsein des Menschen. Wusste er, was er tat? Hat er sich bewusst gegen Gottes Liebe gestellt?
Es wird nicht mehr gelehrt, dass etwas immer eine Todsünde ist. Richter ist alleine Gott, der in das Herz des Menschen sieht.
So habe ich das jedenfalls verstanden. (Andererseit steht etwas von Abfallen vom Glauben, Ehebruch und Mord, was immer "wichtige Sachen" seien (S.84-85))

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Todsünden

Beitragvon John-Paul » Mo 6. Mär 2006, 12:22

Original von Katholik
Hallo zusammen!

Ich habe da ein kleines Problemchen, und zwar verwechsle bzw. vergesse ich immer wieder den Unterschied zwischen "normalen Sünden" und Todsünden...

Könnt ihr (vor allem die Katholiken unter euch, wenns geht), mir evt. mal erklären, was genau alles als Todsünde angeschaut wird und was als "normale Sünde"?


Vielen Dank für eure Antworten

MfG Katholik

Die Unterscheidung in Todsünden und läßliche Sünden geht auf den 1. Johannesbrief zurück. Danach gibt es eine "Sünde, die nicht zum Tod führt" - für deren Vergebung die Bitte eines anderen ausreichen kann (1. Joh 5,16). Folglich gibt es auch die Sünde, die zum Tod führt, die wir Katholiken die "Todsünde" nennen.

Die Unterscheidung ist wie folgt:

1. Läßliche (geringfügige) Sünden können bereits dadurch vergeben werden, daß jemand anders für den sündigen Christen bittet.

2. Für Todsünden (schwere Sünden) kann es hingegen nur dann Vergebung geben, wenn der Sünder selbst die Sünde bereut und Gott um Vergebung bittet. Eine bloße Anrufung Gottes wird dabei im Regelfall nicht ausreichen. Vielmehr bedarf es im Fall der Todsünde der Sündenvergebung durch die Kirche. Denn wenn diese dem Sünder seine Sünden nicht vergibt, so sind sie ihm, wie es in der Bibel ja explizit heißt, auch tatsächlich nicht vergeben (Joh 20,22) - und dies gegebenenfalls trotz seines Glaubens an Christus.

Oder, wie es der Katechismus schreibt:

Original von KKK Nr. 1855
Die Todsünde zerstört die Liebe im herzen des Menschen durch einen schweren Verstoß gegen das Gesetz Gottes. In ihr wendet sich der Mensch von Gott, seinem letzten Ziel und seiner Seligkeit, ab und zieht ihm ein minderes Gut vor.

Die läßliche sünde läßt die Liebe bestehen, verstößt aber gegen sie und verletzt sie.

Gruß
JP
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Re: Todsünden

Beitragvon Enggi » Mo 6. Mär 2006, 16:19

Verstehe ich das richtig?

Es gibt also nicht einen Katalog von Sünden, die zum Tode führen, etwa vergleichbar dem Alten Testament, wo eine Sünde mit Steinigung geahndet wurde, eine andere mit Verbrennung etc.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Mo 6. Mär 2006, 22:02

Original von Enggi
Verstehe ich das richtig?

Es gibt also nicht einen Katalog von Sünden, die zum Tode führen,


Ja, so ist es.

Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Mo 6. Mär 2006, 22:04

Original von Katholik
Hallo zusammen!

Ich habe da ein kleines Problemchen, und zwar verwechsle bzw. vergesse ich immer wieder den Unterschied zwischen "normalen Sünden" und Todsünden...

MfG Katholik


Inwiefern ist das denn für Dich von praktischer Bedeutung?
Im Zweifelsfall in der Beichte bekennen... der Priester sagt Dir dann schon, was Sache ist...

Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon Katholik » Di 7. Mär 2006, 09:49

Naja, ich wollte nur mal fragen, es hat mich nämlich interessiert, ob es Sünden gibt, die gar nicht vergeben werden...??

Weisst du, ich habe früher (und auch teilweise heute noch) so viel Unsinn (das ist noch milde ausgedrückt, aber sonst wird es editiert) gemacht, dass ich nicht weiss, ob das überhaupt je einmal vergeben wird...

Ich habe z.B. folgende Strafdelikte gemacht:

- Schwere Körperverletzung (ca. 5 Mal)
- Einbruch
- Diebstahl
- Sachbeschädigung
- leichte Körperverletzung (auch einige Male)
- Beleidigungen an andere Leute (kann ich gar nicht mehr zählen!
- Beleidigungen gegen meine Eltern
- Versuchter Mord (bitte jetzt nicht falsch verstehen, ist während einer Schlägerei passiert, mit dem Messer!)
- etc. etc.

Und ich habe seit ca. 10 Jahren nicht mehr gebeichtet, und das alles ist während diesen 10 Jahren so ungefähr passiert, jetzt habe ich irgegndwie wirklich Angst um mein Heil...
Meint ihr, dass mir die Kirche das alles vergeben wird, wenn ich dass alles beichten gehe???

Ich bitte euch auch, mich jetzt nicht als Idioten anzusehen, ich bin wenigstens ehrlich und sage euch meine Sünden... Das heisst lügen tu ich schon mal nicht (kein grosser Trost...)


Was denkt ihr??

MfG

Katholik

P.S. Viele Leute haben mir auch schon gesagt, diese Ausraster hingen mit meinem italienischen Temperament zusammen, aber ist es wirklich so, dass man das Temperament nicht unter Kontrolle halten kann??
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Di 7. Mär 2006, 11:32

Original von Katholik
Naja, ich wollte nur mal fragen, es hat mich nämlich interessiert, ob es Sünden gibt, die gar nicht vergeben werden...??

irgegndwie wirklich Angst um mein Heil...
Meint ihr, dass mir die Kirche das alles vergeben wird, wenn ich dass alles beichten gehe???



Ja, alle diese Sünden vergibt Dir Gott (und auch die Kirche), wenn Du sie ehrlich bereust und bekennst. Am besten gehst Du gleich heute - oder spätestens am Samstag zur Beichte und bittest Jesus schon gleich jetzt um Vergebung.
Und mach einen Termin aus mit dem Priester, sonst könntet ihr ein Zeitproblem kriegen ;) ... ich wünsch Dir viel Mut!

Natürlich will die weltliche Gerichtsbarkeit ihr Recht, ich nehme an, dass Du für all die Dinge schon bestraft wurdest. Falls nicht, wärs höchste Zeit, Dich zu stellen...

Nicht vergeben werden kann NUR die "Sünde wider den Heiligen Geist" = die bewusste und andauernde Abwendung von Gott. Wenn Du diese Sünde begangen hättest, dann wärst Du garnicht mehr an Sündenvergebung interessiert....

Original von Katholik
P.S. Viele Leute haben mir auch schon gesagt, diese Ausraster hingen mit meinem italienischen Temperament zusammen, aber ist es wirklich so, dass man das Temperament nicht unter Kontrolle halten kann??


Vermutlich hast Du es schwerer als "ruhigere" Naturen... aber hallo... Körperverletzung mit Messer ist kein "Ausraster" und auch Diebstahl etc nicht... da muss sich auch ein feuriger Südländer in Kontrolle haben :)

Grüsse von der sehr temperamentvollen
Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon William Penn » Di 7. Mär 2006, 11:59

Hier eine "Todsünde":

Exo 20:3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
Exo 20:4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.
Exo 20:5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;
Exo 20:6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

Und die gute Nachricht: Gott segnet Gehorsam :) !



Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


5. Mose 6:4

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Re: Todsünden

Beitragvon Enggi » Di 7. Mär 2006, 12:58

Original von Mariette M.

Nicht vergeben werden kann nur die "Sünde wider den Heiligen Geist" = die bewusste und andauernde Abwendung von Gott. Wenn Du diese Sünde begangen hättest, dann wärst Du garnicht mehr an Sündenvergebung interessiert....
Zum Thema "was ist die Lästerung des heiligen Geistes" empfehle ich die Lektüre von:
Mt 12,22-37
Mk 3,21-30
Lk 12,1-12
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Todsünden

Beitragvon Nemo » Di 7. Mär 2006, 13:13

Original von Katholik
Naja, ich wollte nur mal fragen, es hat mich nämlich interessiert, ob es Sünden gibt, die gar nicht vergeben werden...??

Weisst du, ich habe früher (und auch teilweise heute noch) so viel Unsinn (das ist noch milde ausgedrückt, aber sonst wird es editiert) gemacht, dass ich nicht weiss, ob das überhaupt je einmal vergeben wird...

Ich habe z.B. folgende Strafdelikte gemacht:

- Schwere Körperverletzung (ca. 5 Mal)
- Einbruch
- Diebstahl
- Sachbeschädigung
- leichte Körperverletzung (auch einige Male)
- Beleidigungen an andere Leute (kann ich gar nicht mehr zählen!
- Beleidigungen gegen meine Eltern
- Versuchter Mord (bitte jetzt nicht falsch verstehen, ist während einer Schlägerei passiert, mit dem Messer!)
- etc. etc.

Und ich habe seit ca. 10 Jahren nicht mehr gebeichtet, und das alles ist während diesen 10 Jahren so ungefähr passiert, jetzt habe ich irgegndwie wirklich Angst um mein Heil...
Meint ihr, dass mir die Kirche das alles vergeben wird, wenn ich dass alles beichten gehe???

Ich bitte euch auch, mich jetzt nicht als Idioten anzusehen, ich bin wenigstens ehrlich und sage euch meine Sünden... Das heisst lügen tu ich schon mal nicht (kein grosser Trost...)


Was denkt ihr??

MfG

Katholik

P.S. Viele Leute haben mir auch schon gesagt, diese Ausraster hingen mit meinem italienischen Temperament zusammen, aber ist es wirklich so, dass man das Temperament nicht unter Kontrolle halten kann??



Sofern der Momment vorhanden ist, wo du dies alles vergeben haben moechtest, weil du es innerlich als nicht korrekt ansiehst, so ist dort der Vergebungsprozess schon im Gange.
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
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Re: Todsünden

Beitragvon Nemo » Di 7. Mär 2006, 13:17

Original von William Penn
Hier eine "Todsünde":

Exo 20:3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
Exo 20:4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.
Exo 20:5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;
Exo 20:6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

Und die gute Nachricht: Gott segnet Gehorsam :) !





Wer da heimsucht, muss wohl eine psyschiche Ruine sein.
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
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Re: Todsünden

Beitragvon onThePath » Di 7. Mär 2006, 13:31

@ Katholik

Gott vergibt Dir alle Sünden, die Du aufgezählt hast.

Aber am Wichtigsten ist Deine Buße dabei, Deine innere Umkehr.

Nur Deine innere Umkehr und ein verbindliches Leben mit Jesus
ist das Fundament, den Sieg gegen diese Sünden zu erringen.

Denn was würde es nützen, wenn Du beichtest und bald wieder dieselben Fehler machst ?

Zur Umkehr würde auch gehören, von Dir Geschädigte um Verzeihung zu bitten.

Ich weiß, das all dies möglich ist aus einem ehrlichen Herzen heraus.


mfg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Todsünden

Beitragvon Katholik » Di 7. Mär 2006, 15:13

Original von William Penn:

Exo 20:4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.



Ich habe genau dazu auch noch eine kleine Frage:

Wenn es heisst: " Du sollst dir kein Bildnis machen!", meint Gott dann nicht auch z.B. wir sollen Jesus nicht z.B. als Statue oder Bild in der Kirche aufhängen.

Das wäre nämlich dann irgendwie komisch, weil man in der Kirche überall Jesus-Bilder und -Statuen sieht usw.

???

MfG Katholik
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Re: Todsünden

Beitragvon Joggeli » Di 7. Mär 2006, 15:23

Original von John-Paul
1. Läßliche (geringfügige) Sünden können bereits dadurch vergeben werden, daß jemand anders für den sündigen Christen bittet.

2. Für Todsünden (schwere Sünden) kann es hingegen nur dann Vergebung geben, wenn der Sünder selbst die Sünde bereut und Gott um Vergebung bittet. Eine bloße Anrufung Gottes wird dabei im Regelfall nicht ausreichen. Vielmehr bedarf es im Fall der Todsünde der Sündenvergebung durch die Kirche. Denn wenn diese dem Sünder seine Sünden nicht vergibt, so sind sie ihm, wie es in der Bibel ja explizit heißt, auch tatsächlich nicht vergeben (Joh 20,22) - und dies gegebenenfalls trotz seines Glaubens an Christus.



... und genau deshalb bin ich froh, nicht zum rö. Kath. Glauben zu gehören, sondern als evangelikaler Christ zu wissen, dass ich gerettet bin - weil ich SEIN Kind sein darf.

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Re: Todsünden

Beitragvon Vicconivs » Di 7. Mär 2006, 18:05

Wieso, sündigst du gerne öfter mal tödlich :??
"Ein bisschen, wie wenn man ein Borstenschwein streichelt."
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Di 7. Mär 2006, 21:50

Original von Katholik
Original von William Penn:

Exo 20:4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.

Das wäre nämlich dann irgendwie komisch, weil man in der Kirche überall Jesus-Bilder und -Statuen sieht usw.



In reformierten Kirchen wirst Du vergebens nach Bildern und Statuen suchen. Auch ein Kreuz mit Korpus findest Du da nicht.

Die Lutherbibel 1984 und die Einheitsübersetzung übersetzen statt "Bildnis" korrekter mit "Gottesbild".
Die Thematik bezieht sich darauf, dass die Menschen den Religionen rund um die Israeliten sich Götzen aus Holz,Ton, Metall, Gold schufen, in Tierform oder sonst der Natur nachgebildet und die dann als "Götter" verehrten.
Israel sollte das nicht tun und den EINEN UNSICHTBAREN Gott anbeten.

Da Katholiken ihre Bilder und Statuen nicht als Götzen verehren, haben sie kein Problem, sie in den Kirchen zu haben. Reformierte und überhaupt evangelische sehen das enger...

Grüsse
Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Di 7. Mär 2006, 21:53

Original von Enggi
Zum Thema "was ist die Lästerung des heiligen Geistes" empfehle ich die Lektüre von:
Mt 12,22-37
Mk 3,21-30
Lk 12,1-12


Ja, diese Stellen sind mir bekannt.

Was würdest Du denn als "Sünde der Lästerung des Heiligen Geistes" ansehen?

Kann ja wohl nicht heissen, dass ich bsp sage "Der Heilige Geist ist......." oder?

Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Di 7. Mär 2006, 21:58

Original von onThePath

Denn was würde es nützen, wenn Du beichtest und bald wieder dieselben Fehler machst ?



genau...

weisst Du, zu einer guten Beichte gehört "natürlicherweise" Reue, Busse und der Wille, nicht mehr zu sündigen, die neue Ausrichtung auf Jesus.

Deshalb habe ich diese Punkte nicht extra erwähnt :)

Grüsse
Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon William Penn » Di 7. Mär 2006, 22:00

Original von Katholik
Wenn es heisst: " Du sollst dir kein Bildnis machen!", meint Gott dann nicht auch z.B. wir sollen Jesus nicht z.B. als Statue oder Bild in der Kirche aufhängen.

Das wäre nämlich dann irgendwie komisch, weil man in der Kirche überall Jesus-Bilder und -Statuen sieht usw.
Eine Jesusstatue ist noch kein Gottesbild, aber die Verehrung der Statuen öffnet dem Götzendienst Tür und Tor! Die Kirche mag das mit Unterscheidungen zwischen Verehren und Anbeten herabwiegeln, aber wissen wir, wie der einfache Kirchgänger das auffaßt?

Ich würde sagen: Wehret den Anfängen! Die römische Kirche ist mir viel zu Bilder-freundlich.

Katholik, wenn Du all das, was Du da aufzählst, gemacht hast, dann bitte Gott im Gebet persönlich um Vergebung! Und wenn es eine Möglichkeit gibt, einige Deiner "Opfer" wieder ausfindig zu machen, dann bitte auch diese Leute um Verzeihung oder versuche, so weit möglich, wiedergutzumachen, was Du getan hast! Das hat mit Fairness zu tun, und ist ein Beweis Deiner Ernsthaftigkeit! Aber begreife bitte: Die eigentliche Sühnung der Sünde geschah am Kreuz! Dafür hast Du nichts Vergleichbares vorzuweisen. Das hat keiner von uns! Also nimm diese Vergebung an und akzeptiere sie!

Die Beichte vor einem anderen Christen solltest Du ebenfalls ernstnehmen! Frag mal bei der Forumsleitung nach, ob sie Dir einen vertrauenswürdigen, evangelischen Seelsorger in Deiner Nähe empfehlen kann! Was Du brauchst, ist kein römisches Bußsakrament, sondern Glaubensunterricht nach der Bibel!

[EDIT: fehlendes Wort eingefügt!]

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Di 7. Mär 2006, 22:29

Original von William Penn
Frag mal bei der Forumsleitung nach, ob sie Dir einen vertrauenswürdigen, evangelischen Seelsorger in Deiner Nähe empfehlen kann! Was Du brauchst, ist kein römisches Bußsakrament, sondern Glaubensunterricht nach der Bibel!


Sag mal...

wieso sollte ein Katholik nicht bei einem katholischen Seelsorger beichten?

Glaubst Du, dass in der katholischen Beichte keine Unterweisung und Seelenführung stattfindet?

Das macht mich langsam wirklich wütend!

Mariette

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Re: Todsünden

Beitragvon LordAlm » Di 7. Mär 2006, 23:47

Original von Mariette M.
Sag mal...

wieso sollte ein Katholik nicht bei einem katholischen Seelsorger beichten?

Glaubst Du, dass in der katholischen Beichte keine Unterweisung und Seelenführung stattfindet?

Das macht mich langsam wirklich wütend!

Mariette
Hallo Mariette,
Warum kannst und willst das so nicht annehmen was William geschreiben hat? Bist du so intolerant gegen Nichtkatholiken? Fürchtest du, Katholik wird euch deswegen untreu? Schliesslich geht es hier um einen Menschen und nicht um eine Kirche.
Wenn du meinst der schmale Weg ist mit "nur für Katholiken beschriftet?"

Gottes Segen LA
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Re: Todsünden

Beitragvon Katholik » Mi 8. Mär 2006, 10:16

@ William Penn und LordAlm

Ihr könnt diese blödsinnige Idee mit dem reformierten Priester gleich wieder vergessen!!!!!

Ich würde NIEMALS auch nur einen Fuss in eine reformierte Kirche setzen und schon gar nicht bei einem evangelische Priester "beichten", oder wie ihr das auch immer nennt!!!!!

Das hat nichts mit Intoleranz zu tun, sondern mit meiner persönlichen Überzeugung!

Und diese Bekehrungsversuche könnt ihr euch gleich wieder abschminken, ich denke ihr solltet langsam wissen, was ich von eurer Kirche halte, ich bin sowieso der letzte, bei dem ein "Bekehrungsversuch" klappen würde!!!!!


MfG Katholik
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Re: Todsünden

Beitragvon Katholik » Mi 8. Mär 2006, 10:18

Ach ja, noch ein Tipp fürs Leben:

Edit: Drohungen gehören niemals und in keiner Form in dieses Forum!!
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Re: Todsünden

Beitragvon SunFox » Mi 8. Mär 2006, 10:29

Das kann man ruhig nochmal wiederholen!

Original von Joggeli
Original von John-Paul
1. Läßliche (geringfügige) Sünden können bereits dadurch vergeben werden, daß jemand anders für den sündigen Christen bittet.

2. Für Todsünden (schwere Sünden) kann es hingegen nur dann Vergebung geben, wenn der Sünder selbst die Sünde bereut und Gott um Vergebung bittet. Eine bloße Anrufung Gottes wird dabei im Regelfall nicht ausreichen. Vielmehr bedarf es im Fall der Todsünde der Sündenvergebung durch die Kirche. Denn wenn diese dem Sünder seine Sünden nicht vergibt, so sind sie ihm, wie es in der Bibel ja explizit heißt, auch tatsächlich nicht vergeben (Joh 20,22) - und dies gegebenenfalls trotz seines Glaubens an Christus.



... und genau deshalb bin ich froh, nicht zum rö. Kath. Glauben zu gehören, sondern als evangelikaler Christ zu wissen, dass ich gerettet bin - weil ich SEIN Kind sein darf.

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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Mi 8. Mär 2006, 12:42

Lieber Lordalm,

Original von LordAlm Warum kannst und willst das so nicht annehmen was William geschreiben hat?


das tu ich doch.

Ich wehre mich gehen den Satz

Was Du brauchst, ist kein römisches Bußsakrament, sondern Glaubensunterricht nach der Bibel!


Meinetwegen kann William Penn ja der Ansicht sein, ein evangelischer Seelsorger wäre besser geeignet. Er soll aber bitte nicht implizieren, dass das, was er fordert - biblische Lehre und Seelenführung - in der Beichte nicht stattfinde.

Ich persönlich würde nie einem Angehörigen einer anderen Konfession vorschlagen, es solle doch bei einem Priester beichten.

Original von LordAlm Bist du so intolerant gegen Nichtkatholiken? Fürchtest du, Katholik wird euch deswegen untreu? Schliesslich geht es hier um einen Menschen und nicht um eine Kirche.
Wenn du meinst der schmale Weg ist mit "nur für Katholiken beschriftet?"


Nein, Lordalm, Du kennst mich doch besser!?
Wie sollte ich intolerant sein, da ja alle meine Verwandten von Mutterseite reformiert sind? Im Gegenteil, ich bin diesbezüglich sehr liberal aufgewachsen und auch geblieben.

Ich fürchte auch nicht, dass Katholik untreu werden könnte ;)

Ich finde es einfach nur daneben, wenn Christen aus verschiedenen Konfessionen einander bekehren wollen.

Grüsse
Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Mi 8. Mär 2006, 13:01

Original von Katholik
@ William Penn und LordAlm

Ihr könnt diese blödsinnige Idee mit dem reformierten Priester gleich wieder vergessen!!!!!

......
ein "Bekehrungsversuch" klappen würde!!!!!


MfG Katholik


upps, das war deutlich....
... Du hast wirklich ein feuriges Temperament :))

Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon LordAlm » Mi 8. Mär 2006, 16:46

Original von Katholik
@ William Penn und LordAlm

Ihr könnt diese blödsinnige Idee mit dem reformierten Priester gleich wieder vergessen!!!!!

Ich würde NIEMALS auch nur einen Fuss in eine reformierte Kirche setzen und schon gar nicht bei einem evangelische Priester "beichten", oder wie ihr das auch immer nennt!!!!!

Das hat nichts mit Intoleranz zu tun, sondern mit meiner persönlichen Überzeugung!

Und diese Bekehrungsversuche könnt ihr euch gleich wieder abschminken, ich denke ihr solltet langsam wissen, was ich von eurer Kirche halte, ich bin sowieso der letzte, bei dem ein "Bekehrungsversuch" klappen würde!!!!!

MfG Katholik
Hallo Katholik,
Hier geht es nicht um Bekehrung und evang. Kirche, davon hat William nicht gesprochen, es geht um das biblische Evangelium, das kann einfach ein bibeltreuer Mensch sein der dir dabei behilflich sein kann. Also nichts mit Kiche. Wenn du das nicht verstehe kannst, so empfehle ich dir, nachzufragen, statt zu diffamieren. Und Übrigens bin ich kein Mitglied einer Kirche, sondern ein Kind Gottes.

Gottes Segen LA
Nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) reden.
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Re: Todsünden

Beitragvon William Penn » Mi 8. Mär 2006, 17:44

Original von Katholik
Ach ja, noch ein Tipp fürs Leben:

Edit: Drohungen gehören niemals und in keiner Form in dieses Forum!!
MfG Katholik
Ich weiß ja nicht, was Du uns Bibelgläubigen hier angedroht hast, aber außer Glaubensunterricht nach der Bibel wäre da noch eine Kleinigkeit:

Rom 12:2 Und richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst die Art und Weise, wie ihr denkt, von Gott erneuern und euch so umgestalten, dass ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist, ob es gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es vollendet ist.

Mit Konfessionszugehörigkeit hat das überhaupt nichts zu tun! Und von einem "reformierten Priester" hab ich ebenfalls nichts gesagt. Da kann ich Dich sogar beruhigen: So etwas gibt es nämlich gar nicht!

Aber meine Bedenken zum Besuch beim römischen Priester haben ihre Gründe: Ich hab leider schon viel zu oft erlebt, daß Menschen biblische Seelsorge brauchten und beim katholischen Pfarrer stattdessen ein wenig Psychologie und eine Hostie erhielten. Und beim evangelischen Pfarrer bekamen sie nur Psychologie.

Was Du brauchst, ist keine Beruhigungspille, sondern eine Erneuerung des Herzens! Und dieser geht sehr wohl ein Bekenntnis der Sünde voraus ...

P. S. Deine Aggression gibt mir Recht - oder besser: Meinem Vorschlag!

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


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Re: Todsünden

Beitragvon Enggi » Mi 8. Mär 2006, 20:29

Zum Thema, was sind Todsünden, habe ich in einem Buch soeben noch folgendes gelesen:

Erlösung: Fortschreitender Prozess oder vollendete Tatsache?

Das wichtigste beim „Dienen Gottes“ und bei der „Befolgung der Gebote“ zur Errettung ist die Teilnahme an den Sakramenten, insbesondere der Taufe und der Messe. Das lange Erlösungswerk beginnt mit der Taufe und geht mit der Teilnahme an anderen Sakramenten, guten Werken und Leiden das ganze Leben lang weiter. Der Katholik kann sich über den Ausgang oder darüber, wie lange es dauern wird, nie sicher sein. Man hofft darauf, nicht in Todsünde zu sterben, was die Seele nicht ins Fegefeuer, sondern in die Hölle befördern würde, aus der es ja kein Entkommen mehr gibt. Das 2. Vatikanum bestimmt auch hier:
In der Liturgie, besonders im Opfer der heiligen Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung ...

Er [Christus] selbst hat die ... Apostel gesandt ... das von ihnen verkündete Heilswerk zu vollziehen durch Opfer und Sakrament, um die das ganze liturgische Leben kreist ... Die Liturgie ist ... die Quelle, aus der alle ihre [der Kirche] Kraft strömt.
Dave Hunt Die Frau und das Tier Seite 343
Zitate aus Karl Rahner, Herbert Vorgrimler Kleines Konzilskompendium (Herder, Freiburg, 1966) S. 372
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Do 9. Mär 2006, 00:47

Original von Enggi
Zum Thema, was sind Todsünden, habe ich in einem Buch soeben noch folgendes gelesen:

Erlösung: Fortschreitender Prozess oder vollendete Tatsache?

Das wichtigste beim „Dienen Gottes“ und bei der „Befolgung der Gebote“ zur Errettung ist die Teilnahme an den Sakramenten, insbesondere der Taufe und der Messe. Das lange Erlösungswerk beginnt mit der Taufe und geht mit der Teilnahme an anderen Sakramenten, guten Werken und Leiden das ganze Leben lang weiter. Der Katholik kann sich über den Ausgang oder darüber, wie lange es dauern wird, nie sicher sein. Man hofft darauf, nicht in Todsünde zu sterben, was die Seele nicht ins Fegefeuer, sondern in die Hölle befördern würde, aus der es ja kein Entkommen mehr gibt. Das 2. Vatikanum bestimmt auch hier:
In der Liturgie, besonders im Opfer der heiligen Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung ...

Er [Christus] selbst hat die ... Apostel gesandt ... das von ihnen verkündete Heilswerk zu vollziehen durch Opfer und Sakrament, um die das ganze liturgische Leben kreist ... Die Liturgie ist ... die Quelle, aus der alle ihre [der Kirche] Kraft strömt.
Dave Hunt Die Frau und das Tier Seite 343
Zitate aus Karl Rahner, Herbert Vorgrimler Kleines Konzilskompendium (Herder, Freiburg, 1966) S. 372


naja, der Dave Hunt ist ja nun nicht gerade eine Autorität, was Kenntnisse über die Kirche angeht.

Ich habe grobe Fehler in dem Text gefunden.

- die Errettung eines Katholiken erfolgt nicht durch Gottesdienst und Befolgen der Gebote, sondern allein durch die Gnade Gottes über dem Sünder.

- die "Messe" ist nicht Sakrament, sondern nur die Feier der Eucharistie innerhalb der Messe

- das Erlösungswerk ist nicht "lang", sondern ein für alle Mal abgeschlossen: ER unser Herr hat es vollbracht.

- natürlich kann der Katholik davon ausgehen, gerettet zu sein, aufgrund der Gnade, wenn er sich zu Gott bekehrt hat.

- ob wir in Todsünde sterben oder nicht, haben wir ziemlich selbst in der Hand, nicht?

- das Wort "Vollziehen" meint in den Rahnerzitaten übrigens nicht, dass da etwas "langsam im Entstehen und Wachsen ist", sondern es meint, dass das Heil, das Jesus uns erworben hat, in den Sakramenten vermittelt wird.

heisst: Natürlich ist Erlösung vollendete Tatsache und muss NICHT erarbeitet werden. Sowas unterstellt nur Herr Hunt.

Denn in der Schrift heißt es: "Die Botschaft ist dir ganz nahe; sie ist auf deinen Lippen und in deinem Herzen." Es ist die Botschaft von der Erlösung durch den Glauben an Christus, die wir verkünden. Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet. So heißt es in der Schrift: "Wer an ihn glaubt, wird nicht umkommen."
Röm 10, 8-11


Das hat Paulus geschrieben, und daran glauben wir!

Grüessli
Mariette
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Re: Todsünden

Beitragvon SunFox » Do 9. Mär 2006, 03:23

Hallo Mariette,

Da gibts aber noch ein Jesuswort: "Nicht alle die zu mir HERR HERR sagen werden das Himmelreich schauen!"

Geschweige denn empfangen, denn der Weg ist schmal!

"Bleibt ihr in mir, so bleibe ich in euch!"

Viele liebe Grüße von SunFox
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Do 9. Mär 2006, 09:15

Original von SunFox
Hallo Mariette,

Da gibts aber noch ein Jesuswort: "Nicht alle die zu mir HERR HERR sagen werden das Himmelreich schauen!"

Geschweige denn empfangen, denn der Weg ist schmal!

"Bleibt ihr in mir, so bleibe ich in euch!"

Viele liebe Grüße von SunFox


Ja, stimmt, das hat der Herr so gesagt.

und weiter geht der Vers:

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Mt 7,21


ziemlich "katholisch" der Satz, nicht?

Dabei hab ich extra aus Luther 1984 zitiert

Irgendwie find ich es süss, dass DU MIR erklärst, dass es nicht reicht, zu glauben und Jesus als den Herrn zu bekennen...

( eine Bitte: die Bergpredigt kenn ich ja nun fast auswendig, und deshalb hatte ich auch keine Mühe, dein Zitat zu finden. Auch das Gleichnis vom Weinstock liebe ich sehr... aber es wäre doch leichter, wenn Du die Bibelstellen gleich korrekt nennen würdest. Geht das? Danke)

Grüsse
Mariette

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Re: Todsünden

Beitragvon Enggi » Do 9. Mär 2006, 13:58

Original von Mariette M.

heisst: Natürlich ist Erlösung vollendete Tatsache und muss NICHT erarbeitet werden. Sowas unterstellt nur Herr Hunt.
Denn in der Schrift heißt es: "Die Botschaft ist dir ganz nahe; sie ist auf deinen Lippen und in deinem Herzen." Es ist die Botschaft von der Erlösung durch den Glauben an Christus, die wir verkünden. Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet. So heißt es in der Schrift: "Wer an ihn glaubt, wird nicht umkommen."
Röm 10, 8-11
Das hat Paulus geschrieben, und daran glauben wir!
:praisegod:
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Re: Todsünden

Beitragvon stephanus2 » Do 9. Mär 2006, 15:49

@LordAlm und WilliamPenn

Akzeptiert einfach mal die Worte Gottes, als er seinen Aposteln den Auftrag gab die Sünden der Menschen zu lösen oder zu binden.

Wollte Jesus, dass man direkt zu ihm ginge, hätte er eine solche Vollmacht seinen Aposteln sicherlich nicht gegeben. Zudem könntet ihr euer hochmütiges Gehabe sein lassen.

Katholik tut gut daran sich an einen guten katholischen Priester zu wenden, denn er kann sie im Namen Jesu von ihren Sünden lossprechen und damit gehorcht sie auch den Worten Jesu Christi.

Im übrigen habe ich auch schon die Folgen dieser These der "Glaube alleine" rettet bei "Gläubigen" in Freikirchen persönlich erlebt:

Man nimmt definiert selbst was Sünde ist und was nicht, man hebt z.B. das ausdrückliche Scheidungsverbot Jesu Christi einfach aus, indem man sich auf das Opfer Christi beruft. Da ist es ja dann plötzlich nebensächlich, dass dies von Jesus ausdrücklich verboten wurde. Ja, sie sind sogar so dreist und beten bei Jesus sogar noch um eine gute Scheidung und glauben dann allen Ernstes Jesus hätte sie erhört, dabei setzten sie nur ihren eigenen Willen durch.
So wird immer so gerne auf die Bibel gepocht, aber nur so lange es nicht ein Lebensbereich ist, der sie selbst betrifft...
stephanus2
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Re: Todsünden

Beitragvon Enggi » Do 9. Mär 2006, 17:41

Original von stephanus2
@LordAlm und WilliamPenn

Akzeptiert einfach mal die Worte Gottes, als er seinen Aposteln den Auftrag gab die Sünden der Menschen zu lösen oder zu binden.
Du sagst es, und so steht es wirklich geschrieben.
Original von stephanus2 (z.T. korrigiert von Enggi)
Wollte Jesus, dass man direkt zu ihm ginge, hätte er eine solche Vollmacht seinen Aposteln sicherlich nicht gegeben. Zudem könntet ihr euer hochmütiges Gehabe sein lassen.

Katholik tut gut daran sich an einen guten katholischen Priester zu wenden, denn er kann sie im Namen Jesu von ihren Sünden lossprechen und damit gehorcht sie auch den Worten Jesu Christi.

Im übrigen habe ich auch schon die Folgen dieser These der "Glaube alleine" rettet bei "Gläubigen" in Freikirchen persönlich erlebt:

Man definiert selbst, was Sünde ist und was nicht, man hebt z.B. das ausdrückliche Scheidungsverbot Jesu Christi einfach auf, indem man sich auf das Opfer Christi beruft. Da ist es ja dann plötzlich nebensächlich, dass dies von Jesus ausdrücklich verboten wurde. Ja, sie sind sogar so dreist und beten bei Jesus sogar noch um eine gute Scheidung und glauben dann allen Ernstes, Jesus hätte sie erhört, dabei setzen sie nur ihren eigenen Willen durch.
So wird immer so gerne auf die Bibel gepocht, aber nur so lange es nicht ein Lebensbereich ist, der sie selbst betrifft...
Dein Erlebnis setzt aber Gottes geschriebenes Wort nicht ausser Kraft. Und es steht nun mal mehrfach geschrieben, dass nicht die Werke erretten, sondern der Glaube (Römer 3 + 4). Die Werke, die dem Glauben nachfolgen, haben die Aufgabe, den Glauben zu beweisen (Jakobus). Du hast natürlich Recht, solche Beispiele von Missbrauch der Bibel als schlecht zu verwerfen und sie nicht nachzuahmen.
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Re: Todsünden

Beitragvon Mariette M. » Do 9. Mär 2006, 19:08

Original von Enggi
:praisegod:


Ja, Ehre und Preis sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist - wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit, und in Ewigkeit. Amen.

:praise: :clap: :praise:
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Re: Todsünden

Beitragvon stephanus2 » Do 9. Mär 2006, 20:37

Original von Enggi
Dein Erlebnis setzt aber Gottes geschriebenes Wort nicht ausser Kraft. Und es steht nun mal mehrfach geschrieben, dass nicht die Werke erretten, sondern der Glaube (Römer 3 + 4). Die Werke, die dem Glauben nachfolgen, haben die Aufgabe, den Glauben zu beweisen (Jakobus). Du hast natürlich Recht, solche Beispiele von Missbrauch der Bibel als schlecht zu verwerfen und sie nicht nachzuahmen.


Ja natürlich nicht, nur steht im geschriebenen Wort Gottes nirgends der Glaube allein rettet.

Ich habe es schon mehrfach erwähnt: im 3. und 4. Kapitel des Römerbriefes ging es Paulus nicht um die Werke im Sinne der guten Taten der Barmherzigkeit u. Nächstenliebe, sondern um jüdische Zeremonialgesetze oder um ganz konkret zu werden um die Beschneidung. Der Römerbrief ist also kein Beleg für die protestantische Lehre "Glaube allein", wie es auch sonst in der Bibel nirgendwo eine Stelle gibt, die diese Lehre unterstützt. Man muss schon unterscheiden von welchen Werken Paulus sprach.

Gerade der Jak.-Brief bestätigt neben Matth. 25, 31-46, Luk. 10, 25-37 (Gleichnis vom barmherzigen Samariter), Röm. 2, 6-10, Offb. 20, 12-13 etc. die kahtolische Lehre, GLAUBE UND TATEN rechtfertigen den Menschen vor Gott. Vers 24-26 im 2. Kap. des Jakobus-Brief fassen die Verse 14-23 schön zusammen:

Ihr seht also, dass der Mensch durch WERKE GERECHTFERTIGT WIRD UND NICHT DURCH GLAUBEN ALLEIN. Wurde nicht ebenso die Buhlerin durch Rahab als gerecht anerkannt, da sie die Kundschafter aufnahm und auf einem anderen Wege entliess? Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Es geht also nicht darum, durch die Werke den Glauben zu beweisen, sonst hätte der Verfasser des Jakobus-Briefes nicht geschrieben, man wird gerechtfertigt durch DIE WERKE und NICHT DURCH DEN GLAUBEN ALLEIN. Abgesehen davon, warum sollte er seinen Glauben durch die Taten der Barmherzigkeit und Nächstenliebe beweisen, wenn diese zum Heil sowieso nichts beitragen können? Der Glaube wird durch die Taten vollendet - auch der Glaubensgehorm gehört dazu - aber wir sind keine Roboter, die automatisch diese Taten vollbringen, auch zwingt Gott uns nicht diese zu tun. Es ist eben ein weitverbreiteter Irrtum in Freikirchen, der bekehrte Mensch tut dann ganz automatisch diese Werke oder handelt ganz automatisch entsprechend Gottes Willen. Es steht nichts davon, die guten Taten folgen automatisch auf den Glauben.

Der Mensch wird nach der Bekehrung nicht zum Roboter, sondern besitzt den freien Willen so zu handeln oder nicht, ansonsten wird der ganze Text im Jakobus-Brief absurd, wie auch die ganze Bibel. Nirgendwo steht geschrieben, die Bekehrung ist eine Art magische Gnade von Gott, die dazu führt, dass der Mensch plötzlich unmöglich von Gott abfallen kann oder schwer sündigen kann. Es ist ein Prozess, der ein Leben lang anhält, darum schrieb Paulus auch, HARRET AUS IM GLAUBEN, um den Lohn zu empfangen.

Die Bibel macht zeigt aber eben deutlich auf, dass man Unbarmherzigkeit z.B. nicht einfach mit dem Glauben kompensieren kann. So kommt es mir aber bei manchen in den Freikirchen rüber und so ist auch die Lehre Luthers im Kern.

Warum bezeichnete Luther den Jakobus-Brief wohl als Strohepistel und hätte ihn am liebsten aus dem Kanon gestrichen, wie er dies mit andern Büchern im AT tat? Er wusste genau, wie sehr der Jakobus-Brief seiner These widerspricht, darum hat er unter anderem auch noch das Wörten "allein" bei Röm. 3,28 hinzugefügt.

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Re: Todsünden

Beitragvon William Penn » Do 9. Mär 2006, 22:17

Was die Rechtfertigung betrifft:

Jam 2:24 Ihr sehet also, daß ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein.

Hier steht "aus Werken" und nicht durch Priester!

Und was die Beichte betrifft:

Jam 5:16 Bekennet denn einander die Vergehungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet; das inbrünstige Gebet eines Gerechten vermag viel.

Hier steht "einander" und nicht dem Priester!

Und über "hochmütiges Gehabe" diskutieren wir angesichts der Anmaßungen des römischen Klerus mal besser nicht ...



Höre Israel:
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5. Mose 6:4

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