Beichte gut - alles gut?

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon adaja » Do 22. Nov 2007, 09:07

Ich könnte mir vorstellen, dass die Beichte für Menschen, die eine Schuld mit sich tragen und niemandem davon erzählen können, eine grosse Erleichterung und eine Katharsis im psychischen Sinne darstelllt.

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Am Abend unseres Lebens wird es die Liebe sein, nach der wir beurteilt werden, die Liebe, die wir allmählich in uns haben wachsen und sich entfalten lassen. In Barmherzigkeit für jeden Menschen.Frere Roger
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon sugi » Do 22. Nov 2007, 09:13

Original von adaja
Ich könnte mir vorstellen, dass die Beichte für Menschen, die eine Schuld mit sich tragen und niemandem davon erzählen können, eine grosse Erleichterung und eine Katharsis im psychischen Sinne darstelllt.


Und dann, ist alles wieder gut? Oder braucht es mehr.....

Einer Erleichterung verspüre ich auch nur dann, wenn die Last weg ist!!

greez
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Fr 23. Nov 2007, 07:32

@ LordAlm:
Ich muss mich den Anderen über Deine Äußerungen anschließen. Persönlich sehe ich einige Dinge in der kath. Kirche ebenfalls mit gemischten Gefühlen (die Beichte bzw. das Beich-, Glaubensgespräch gehören nicht dazu), jedoch versuche ich zu hinterfragen und mich zu informieren.

Und genau das solltest Du ebenfalls mal tun.
Beschäftige Dich ein wenig mehr mit der kath. Kirche und dem was sie lehrt. Denn Du wirst schnell sehen, das es einige Unterschiede zwischen dem, was einige kath. Christen glauben und was die kath. Kirche leert, gibt. 8-)

Wie ich das hier sehe, kommen von Dir immer nur wieder die gleichen Hetzparolen gegen die kath. Kirche.
Beschäftige Dich mal ein wenig mehr mit diesem Thema.

Und ich sage es Dir so hart wie es auch klingt.
Wegen solchen Leuten wie Dir, stagniert die Ökumene ab einem bestimmten Punkt und die Einheit der Christen wird dadurch verhindert. :cry:

Gruß
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Fr 23. Nov 2007, 07:37

Original von sugi
Original von adaja
Ich könnte mir vorstellen, dass die Beichte für Menschen, die eine Schuld mit sich tragen und niemandem davon erzählen können, eine grosse Erleichterung und eine Katharsis im psychischen Sinne darstelllt.


Und dann, ist alles wieder gut? Oder braucht es mehr.....

Einer Erleichterung verspüre ich auch nur dann, wenn die Last weg ist!!

greez


Natürlich ist dann noch nicht alles gut.
Durch die Beichte hat man den Fehler gegenüber Gott wieder gut gemacht, jedoch nicht gegenüber dem Menschen, den man vermutlich verletzt hat. Es kommt dabei wohl auf den Charakter des Beichtenden an, ob ihm die Vergebung Gottes genügt oder ob er auch mit dem verletzten Menschen wieder ins Reine kommen möchte. Die zweite Möglichkeit wäre wohl die Beste.
Darum sage ich, das man sich am besten auch bei der anderen Person entschuldigt und mit ihr ins Reine kommt. Und ganz wichtig ist, das man seine Tat wirklich bereut und sie nicht wiederholt. :)

Wie ist es eigentlich, wenn ein Christ immer und immer wieder die gleiche Sünde begeht, obwohl er sie ständig gebeichtet hat? Gibt es dann irgendwie ein Machtwort vom Pfarrer, in etwa so: "Gott lässt sich nicht gern veralbern. Wenn Du Deine Sünde nicht wirklich bereust und sie zukünftig unterlässt, wird Gott es sich überlegen, ob ER sie Dir noch einmal verzeiht." 8-)

Gruß

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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon LordAlm » Fr 23. Nov 2007, 08:39

Original von Sanctus
@ LordAlm:
Und ich sage es Dir so hart wie es auch klingt.
Wegen solchen Leuten wie Dir, stagniert die Ökumene ab einem bestimmten Punkt und die Einheit der Christen wird dadurch verhindert. :cry:
Hallo Sanctus,
Wenn du mich schon auf das Thema ansprichst, so will ich dir dazu antworten:

Die ökumenische Bewegung ist die Wegbereiterin für den Antichristen bzw. für das "Tier". Sie wird in die antichristliche Weltkirche ausmünden, die im Buche der Offenbarung die „grosse Hure“ genannt und als ein auf „einem scharlachfarbenen Tier“ sitzendes „Weib“ dargestellt wird (vgl. Offb. 17).

In unseren Tagen erleben wir die verschiedensten Einheitsbestrebungen in Europa und der Welt überhaupt. Auf wirtschaftlichem Gebiet die EG (Europäische Gemeinschaft; vgl. Offb. 13, 16-18 ), auf militärischem Gebiet die Nato (vgl. Offb. 17, 13) und auf dem religiösen Sektor die Vereinigung von Kirchen und Gemeinschaften, wie die ökumenische Bewegung (vgl. 0ffb. 13, 15). Allerdings wird das „Tier“, wenn es die Weltmacht fest in Händen hat, seine religiöse Tarnung abwerfen und das „Weib“ vernichten lassen (vgl. Offb.17, 16). LG LA
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Frau Katz » Fr 23. Nov 2007, 08:52

Original von Sanctus
Wie ist es eigentlich, wenn ein Christ immer und immer wieder die gleiche Sünde begeht, obwohl er sie ständig gebeichtet hat? Gibt es dann irgendwie ein Machtwort vom Pfarrer, in etwa so: "Gott lässt sich nicht gern veralbern. Wenn Du Deine Sünde nicht wirklich bereust und sie zukünftig unterlässt, wird Gott es sich überlegen, ob ER sie Dir noch einmal verzeiht." 8-)


Gott ist geduldig... aber da wärs vermutlich schon mal an der Zeit, etwas weiter zu gehen und zu fragen, warum dieselbe Sünde immer wieder geschieht? Offenbar wirds ja auch als belastend empfunden, sonst würde man ja nicht beichten... (ausser für Leute, die Beichte als eine Art Gesellschaftsspiel betrachten, aber um die gehts ja nicht) - da könnte man sich als Pfarrer auch ein paar irdische Tips und Tricks überlegen.

Allerdings steht es nicht in der Macht des Pfarrers, im Namen Gottes zu verdammen, würde das jemand bei mir tun, wäre das garantiert das letzte Mal, dass ich dort zur Beichte ginge.

grüsse, barbara
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon sugi » Fr 23. Nov 2007, 11:00

Original von Sanctus
Original von sugi
Original von adaja
Ich könnte mir vorstellen, dass die Beichte für Menschen, die eine Schuld mit sich tragen und niemandem davon erzählen können, eine grosse Erleichterung und eine Katharsis im psychischen Sinne darstelllt.


Und dann, ist alles wieder gut? Oder braucht es mehr.....

Einer Erleichterung verspüre ich auch nur dann, wenn die Last weg ist!!

Natürlich ist dann noch nicht alles gut.
Durch die Beichte hat man den Fehler gegenüber Gott wieder gut gemacht, jedoch nicht gegenüber dem Menschen, den man vermutlich verletzt hat.

Weshalb dann die Beichte, wenn man dem anderen doch nicht vergibt? Im Mt. 6,12 steht: und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben

Weshalb geht man überhaupt zur Beichte in die Kirche? Das geht auch, zu Hause!

Es kommt dabei wohl auf den Charakter des Beichtenden an, ob ihm die Vergebung Gottes genügt oder ob er auch mit dem verletzten Menschen wieder ins Reine kommen möchte. Die zweite Möglichkeit wäre wohl die Beste.

Man muss aber auch Vergeben können, ohne dass es persönlich geschieht..

Wenn uns der Herr vergibt, wieviel mehr sollten wir Vergeben? Da steht im Mt.18,22 Nicht bis sieben mal, sondern bis siebzig mal sieben !


Darum sage ich, das man sich am besten auch bei der anderen Person entschuldigt und mit ihr ins Reine kommt. Und ganz wichtig ist, das man seine Tat wirklich bereut und sie nicht wiederholt.

Wie hört sich das für diejenigen an, die eine Vergebung erleben, oder durchmachen, wo der Schuldner bereits Tod ist?! Es gibt nicht eine bessere ´Variante´..die Vergebung findet im innern statt! Eigentlich hauptsächlich..

Wie ist es eigentlich, wenn ein Christ immer und immer wieder die gleiche Sünde begeht, obwohl er sie ständig gebeichtet hat? Gibt es dann irgendwie ein Machtwort vom Pfarrer, in etwa so: "Gott lässt sich nicht gern veralbern. Wenn Du Deine Sünde nicht wirklich bereust und sie zukünftig unterlässt, wird Gott es sich überlegen, ob ER sie Dir noch einmal verzeiht."

Weshalb vom Pfarrer ein ´Machtwort´? Ich war noch nie bei einem Pfarrer..
Das ist unser ´Kampf´..hat jemand behauptet, es wäre einfach?

Und genau da bin ich jetzt selbst in einer Situation! Bewusst sündige ich, weiss auch um die Sünde, kann es aber nicht, weil ich (noch) nicht bereit bin..bereit wozu? Es sterben zu lassen..mein Fleisch! Das Vergängliche..

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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Fr 23. Nov 2007, 11:59

Original von LordAlm
Original von Sanctus
@ LordAlm:
Und ich sage es Dir so hart wie es auch klingt.
Wegen solchen Leuten wie Dir, stagniert die Ökumene ab einem bestimmten Punkt und die Einheit der Christen wird dadurch verhindert. :cry:
Hallo Sanctus,
Wenn du mich schon auf das Thema ansprichst, so will ich dir dazu antworten:

Die ökumenische Bewegung ist die Wegbereiterin für den Antichristen bzw. für das "Tier". Sie wird in die antichristliche Weltkirche ausmünden, die im Buche der Offenbarung die „grosse Hure“ genannt und als ein auf „einem scharlachfarbenen Tier“ sitzendes „Weib“ dargestellt wird (vgl. Offb. 17).

In unseren Tagen erleben wir die verschiedensten Einheitsbestrebungen in Europa und der Welt überhaupt. Auf wirtschaftlichem Gebiet die EG (Europäische Gemeinschaft; vgl. Offb. 13, 16-18 ), auf militärischem Gebiet die Nato (vgl. Offb. 17, 13) und auf dem religiösen Sektor die Vereinigung von Kirchen und Gemeinschaften, wie die ökumenische Bewegung (vgl. 0ffb. 13, 15). Allerdings wird das „Tier“, wenn es die Weltmacht fest in Händen hat, seine religiöse Tarnung abwerfen und das „Weib“ vernichten lassen (vgl. Offb.17, 16). LG LA


Ok...
Das nennt man also religiösen Fanatismus... :roll:
Da hoffe ich doch das es nicht noch mehr von Deiner Sorte gibt. Ihr seid einfach nur ein schlechtes Beispiel für die Christenheit. :shock:
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Fr 23. Nov 2007, 12:14

Hallo Sugi,

ich persönlich sehe das auch seit einiger Zeit so wie Du und gehe nicht zum Beichten zu einem Pfarrer. Ich bin nun auch mehr in einer ev. Freikirche dabei, sodass ich die Beichte nicht mehr bei einem kath. Pfarrer begehe.

Wenn ich jetzt z.B. Fluche oder jemanden unbeabsichtig etwas böses tue, dann entschuldige ich mich erst einmal bei der Person und dann direkt bei Gott. Ich laufe also nicht schnell zu einem Pfarrer.
Es gibt aber Situationen, wo ich mich bei der verletzten Person entschuldigt habe und auch bei Gott, jedoch trotz dessen noch immer etwas in mir aufgewühlt ist.
Dann gehe ich zu meinem Priester und bespreche das mit ihm.
Genau das geschieht auch bei einer kath. Beichte.
Erst die Reue, die Beichte, dann die Vergebung der Sünde, die Versöhnung mit Gott also und das abschließende Gespräch. :)
Das gehört halt in der kath. Kirche alles zusammen.

Wenn Du nach der Entschuldigung gegenüber Gott und der Person, keine innerlichen Aufwühlungen hast, ist das schön für Dich.

Lg
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Oli4 » Fr 23. Nov 2007, 12:14

Original von Sanctus
Wegen solchen Leuten wie Dir, stagniert die Ökumene ab einem bestimmten Punkt und die Einheit der Christen wird dadurch verhindert. :cry:

Du denkst also,
dass Jesus nicht mächtig genug ist, die Summe seiner HERAUSGERUFENEN in Zukunft einmal rein und heilig zu holen?
Dass er nicht mächtig genug ist, um seinen geistlich geschaffenen Leib nicht aus dem Mischmasch an weltlichem, religiösen und lippenhaft glaubendem Umfeld herauszulösen?
Du denkst also, dass der Mensch selber Hand anlegen muss, um diesen Leib physisch (fleischlich) auf Erden bereits zu isolieren bzw. zusammenzuführen und Ihm zu präsentieren?

Diesen Jesus kenne ich nicht.
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Fr 23. Nov 2007, 12:23

Original von Oli4
Original von Sanctus
Wegen solchen Leuten wie Dir, stagniert die Ökumene ab einem bestimmten Punkt und die Einheit der Christen wird dadurch verhindert. :cry:

Du denkst also,
dass Jesus nicht mächtig genug ist, die Summe seiner HERAUSGERUFENEN in Zukunft einmal rein und heilig zu holen?
Dass er nicht mächtig genug ist, um seinen geistlich geschaffenen Leib nicht aus dem Mischmasch an weltlichem, religiösen und lippenhaft glaubendem Umfeld herauszulösen?
Du denkst also, dass der Mensch selber Hand anlegen muss, um diesen Leib physisch (fleischlich) auf Erden bereits zu isolieren bzw. zusammenzuführen und Ihm zu präsentieren?

Diesen Jesus kenne ich nicht.



Natürlich glaube ich das er das kann.
Trotzdem fände ich es besser, wenn wir Menschen es auch selber schaffen würden, Einigkeit zu zeigen. Denn diese Einigkeit würde dem Christentum helfen, den Menschen Jesus Botschaft näher zu bringen.
Denkst Du, Jesus Jünger hätten damals genau den gleichen Erfolg gehabt, Menschen von Jesus zu begeistern, wenn sie untereinander uneinig und verstritten wären?
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Oli4 » Fr 23. Nov 2007, 12:23

Original von Sanctus
Dann gehe ich zu meinem Priester und bespreche das mit ihm.


Schön dass Du persönlich dass so trennen und glauben tust! :)

Ich benenne das mit seelsorgerlichem Dienst am Mitmenschen, da brauchts weder Studium noch Kirche sondern einen mitfühlenden, tröstenden Gottes Wort kundigen Nächsten.


Genau das geschieht auch bei einer kath. Beichte.
Erst die Reue, die Beichte, dann die Vergebung der Sünde, die Versöhnung mit Gott also und das abschließende Gespräch. :)
Das gehört halt in der kath. Kirche alles zusammen.

Sie nennt das nun heiliges Sakrament und ihr Lehrsystem bezeichnet es als Heilsnotwendig.

Wenn Du, Sanctus, stark genug bist, das zu wissen und nicht so zu glauben, das es diese Sakramente eines Systems eben gar nicht gibt, ist das wunderbar für dich!

Zum Problem wirds aber für den Schwachen, der das nicht erkennt, weil falsch indoktriniert.

Ein Jesus-Jünger soll sich den Schwachen annehmen und klar und deutlich lehren, diese menschlich entwickelte Glaubenssystem verhöhnt es!
Für Manchen wohl mit katastrophalen Folgen! :cry:
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Oli4 » Fr 23. Nov 2007, 12:31

Original von Sanctus
Trotzdem fände ich es besser, wenn wir Menschen es auch selber schaffen würden, Einigkeit zu zeigen. Denn diese Einigkeit würde dem Christentum helfen, den Menschen Jesus Botschaft näher zu bringen.

Selbst, ohne Gott, kannst Du nicht mal deinen kleinen Finger heben.

Selbst etwas können (und tun) heisst in Gottes Augen sich von Gott wegbewegen.

Diese Einigkeit führt zu gar nichts, die Bibel beschreibt nirgends, dass dies weltweit gefordert sei, im gegenteil beschreibt sie sogar, dass Spaltungen zur Entwicklung der Kirche gehören muss, nicht weil es gut ist sondern weil der Mensch seine Schlechtigkeit nicht wahrhaben will.

Wir brauchen Jesus nicht bloss als Eretter sondern als beistand, Tröster und Helfer durch dieses schwache Erdenleben hindurch..

Jesus Botschaft dem Menschen näher bringen können wir nur, wenn wir ganz nahe an Jesus selbst und an seinen EINZIGEN vorahndenen Weisungen dranbleiben (ohne menschlich entstandene Traditionen).
Er will uns als SEINE benutztes Werkzeuge, nicht als Werkzeuge mit schwachem Akku, begrenztem Verstand und Herz und einer unvorhersehbaren Eigendynamik. Ein solches Werkzeug lässt Er nutzlos liegen und räumt es dann einmal nutzlos geblieben in seine Scheune.
Zu was es dann dort einmal noch gebraucht werden kann, weiss ich nicht.


Zum Thread-Titel:
Beichte gut alles gut: Ja, wenn diese Beichte zum Herrn geht und von herzen zum betroffenen Nächsten.

Alles andere bleibt religiöse Bemühung, ohne Wert vor Gott.

Gespräche als seelsorgerlliche Begleitung: Ja! Immer aber nur begleitend, d.h. sekundär.

Zuerst zum Herrn damit!!
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » Fr 23. Nov 2007, 22:33

Original von Oli4

Sie nennt das nun heiliges Sakrament und ihr Lehrsystem bezeichnet es als Heilsnotwendig.

Wenn Du, Sanctus, stark genug bist, das zu wissen und nicht so zu glauben, das es diese Sakramente eines Systems eben gar nicht gibt, ist das wunderbar für dich!

Zum Problem wirds aber für den Schwachen, der das nicht erkennt, weil falsch indoktriniert.

Ein Jesus-Jünger soll sich den Schwachen annehmen und klar und deutlich lehren, diese menschlich entwickelte Glaubenssystem verhöhnt es!
Für Manchen wohl mit katastrophalen Folgen! :cry:


Hallo Oli,

Du bist Dir schon bewusst, dass ALLE Kirchen die Beichte kennen? Dass sogar die Reformatoren daran festgehalten haben...

Alle Sakramente werden seit den ersten Anfängen gefeiert! Seit der ersten Zeit hat die Kirche sie überliefert in ihrem Glaubensvollzug und Leben. Wie anders sollte denn Christus "bei uns sein, alle Tage"?

Die Verkürzung auf sola scriptura, die die lebendige und heilige Tradition ausschliesst, ist eine bedauernswerte Sache und eine Engführung.
Schade, dass viele Freikirchen davon indoktriniert sind... :(

Liebe Grüsse
Marietta
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Sa 24. Nov 2007, 09:12

Original von Mariette M.

Hallo Oli,

Du bist Dir schon bewusst, dass ALLE Kirchen die Beichte kennen? Dass sogar die Reformatoren daran festgehalten haben...

Alle Sakramente werden seit den ersten Anfängen gefeiert! Seit der ersten Zeit hat die Kirche sie überliefert in ihrem Glaubensvollzug und Leben. Wie anders sollte denn Christus "bei uns sein, alle Tage"?

Die Verkürzung auf sola scriptura, die die lebendige und heilige Tradition ausschliesst, ist eine bedauernswerte Sache und eine Engführung.
Schade, dass viele Freikirchen davon indoktriniert sind... :(

Liebe Grüsse
Marietta




Hallo Mariette M.,
Die evangelischen Kirchen halten sich, wie Du schon sagst, direkt an die Bibel. Sie machen nicht mehr und nicht weniger als darin steht. Kann es denn aber nicht sein, das die kath. Kirche durch ihre Tradition ein wenig zu viel macht? 8-)

Ich sage da einfach mal nur die Marienverehrung.
Ich weiß, sie wird verehrt und nicht angebetet, so wie es die Bezeichnung schon sagt aber trotzdem wird Maria darum gebeten, in unserer dunkelsten Stunde ein Wort für uns einzulegen. Zum Beispiel im Rosenkranz.
Aber warum?
Sagt nicht Jesus, das wir nur durch IHN allein ins Himmelreich gelangen werden?
Warum lässt die kath. Kirche dann ihre "Schäfchen" Maria darum bitten, ein Wort für sie einzulegen, wenn es denn im Grunde garnicht nötig ist?

Das ist natürlich nur ein Beispiel von vielen, wo ich denke, das die kath. Kirche ein wenig zu viel macht, wegen ihrer Tradition. Und ich gehöre wahrlich nicht zu den Gegnern der kath. Kirche, sondern möchte offen und sachlich darüber diskutieren.

Lg und ein schönes Wochenende.
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Oli4 » Sa 24. Nov 2007, 09:37

Original von Mariette M.
Du bist Dir schon bewusst, dass ALLE Kirchen die Beichte kennen? Dass sogar die Reformatoren daran festgehalten haben...

Alle Sakramente werden seit den ersten Anfängen gefeiert! Seit der ersten Zeit hat die Kirche sie überliefert in ihrem Glaubensvollzug und Leben. Wie anders sollte denn Christus "bei uns sein, alle Tage"?

Die Verkürzung auf sola scriptura, die die lebendige und heilige Tradition ausschliesst, ist eine bedauernswerte Sache und eine Engführung.
Schade, dass viele Freikirchen davon indoktriniert sind... :(

Dass das Katholische Kirchensystem nicht die einzige ist die Sakramente erfindet und diese auch noch mit Heilsbedingungen koppelt, wundert doch längst niemanden mehr und rechtfertigt schon gar nicht ihre Existenz (der Sakramente).
Wen wundert denn, dass die Reformation nur gerade ein Beginn des Umbruchs in die rechte Richtung war (mit viielen guten Sachen) ohne aber je zu Ende geführt zu haben?
Wo die Einflussnahme des Menschen über andere Menschen zuerst fallen gelassen werden müsste, tut sich jedes dieser Menschensysteme naturgemäss schwer, sich selber aufzulösen...
Da gibt es noch sehr viel zu tun.



Mein erhaltenes Gottesbild erlaubt es aufgrund der alleinigen Worte Gottes und durch meinen Willen Gottes geschenkten Glauben anzunehmen, auf ganz einfache und einfältige Art, Christus IN MIR, ICH IN IHM und Er alle Tage BEI UNS vertrauensvollst zu wissen! :)

Traditionen sind Menschenwerk und mögen nett sein, führen aber leider mancherorts zum Ausschalten des eigenen Denkens bzw. zum Verhindern des Einschaltens; eben bei den oben genannten ´Schwachen´.

Ich bin weder Traditionen noch einer Denomination unterworfen, geschweige denn verpflichtet, dafür dem Lesen GOTTES einzig beständigem Wort und dem daraus entsprungenen persönlichen Glauben.



Gott braucht keine eigendynamischen Helfer mit System sondern treue Diener.
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » Sa 24. Nov 2007, 21:40

Original von Oli4

Dass das Katholische Kirchensystem nicht die einzige ist die Sakramente erfindet und diese auch noch mit Heilsbedingungen koppelt, ....


Ich bitte Dich, Oli,

das hat "das Katholische Kirchensystem" nicht erfunden, die Sakramente als Gottes Wirken an uns waren immer schon in der christlichen Gemeinde vorhanden!

Etwas Kirchengeschichte und Lektüre der Väter könnte durchaus hilfreich sein....

Marietta
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » Sa 24. Nov 2007, 22:15

Original von Sanctus

Die evangelischen Kirchen halten sich, wie Du schon sagst, direkt an die Bibel.


Ja, das ist auch richtig und gut so. Die Heilige Schrift ist das Herz der kirchlichen Lehre und Tradition.

Original von Sanctus Sie machen nicht mehr und nicht weniger als darin steht.


Siehst Du, und hier fängt die Engführung an...

Original von Sanctus Kann es denn aber nicht sein, das die kath. Kirche durch ihre Tradition ein wenig zu viel macht? 8-)


Nein, das glaube ich nicht.
Naja, was die römische Kirche angeht, da mag vor allem in den letzten beiden Jahrhunderten einige dazugekommen sein, dass nicht in der Tradition eingebettet ist... (päpstliche Unfehlbarkeit, zum Beispiel).
Aber in der grossen Gemeinschaft der katholischen und apostolischen Kirchen besteht die mündliche Tradition und die Tradition des Vollzugs von Anfang an und wurde auch immer wieder geklärt in vielen Konzilien...wenn sich Irrlehren breitgemacht hatten.

Die Verehrung der Gottesmutter hat ihren festen Platz im Glauben und in der Lehre der christlichen Gemeinde schon von den frühesten Anfängen her gehabt...


Liebe Grüsse auch dir
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon stranger » Sa 24. Nov 2007, 22:19

Original von Mariette M.
...wenn sich Irrlehren breitgemacht hatten.
Und da hat NATÜRLICH die Verehrung der Gottesmutter ihren festen Platz schon immer gehabt...



Bei den Irrlehren? Das sehe ich auch so.

Viele Grüße

stranger
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » Sa 24. Nov 2007, 22:44

Original von stranger
Original von Mariette M.
...wenn sich Irrlehren breitgemacht hatten.
Und da hat NATÜRLICH die Verehrung der Gottesmutter ihren festen Platz schon immer gehabt...



Bei den Irrlehren? Das sehe ich auch so.

Viele Grüße

stranger


Danke für den Hinweis.. ich werd das editieren, damit es nicht mehr so missverständlich rüberkommt :D

Marietta
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » So 25. Nov 2007, 20:27

Original von Mariette M.


Die Verehrung der Gottesmutter hat ihren festen Platz im Glauben und in der Lehre der christlichen Gemeinde schon von den frühesten Anfängen her gehabt...


Liebe Grüsse auch dir
Marietta



Nur weil es schon von den frühesten Anfängen an so war, das die Gottesmutter verehrt wurde, heißt das doch nicht das es deshalb richtig ist, oder? Wenn die Menschen schon von Anfang an, nicht auf das hören bzw. das richtig lesen, was in der Bibel steht, bedeutet das nicht gleichzeitig das sie richtig liegen und wir es heute ebenfalls tun sollten.

Jesus sagt, nur durch mich erlangt Ihr das Himmelsreich.
Was ist daran falsch zu verstehen? :)
Man braucht dafür nicht die Gottesmutter um Beistand oder um Fürsprache zu bitten, denn dafür haben wir Jesus.

Gruß
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » So 25. Nov 2007, 20:51

Original von Sanctus
Original von Mariette M.


Die Verehrung der Gottesmutter hat ihren festen Platz im Glauben und in der Lehre der christlichen Gemeinde schon von den frühesten Anfängen her gehabt...


Liebe Grüsse auch dir
Marietta



Nur weil es schon von den frühesten Anfängen an so war, das die Gottesmutter verehrt wurde, heißt das doch nicht das es deshalb richtig ist, oder? Wenn die Menschen schon von Anfang an, nicht auf das hören bzw. das richtig lesen, was in der Bibel steht, bedeutet das nicht gleichzeitig das sie richtig liegen und wir es heute ebenfalls tun sollten.

Jesus sagt, nur durch mich erlangt Ihr das Himmelsreich.
Was ist daran falsch zu verstehen? :)
Man braucht dafür nicht die Gottesmutter um Beistand oder um Fürsprache zu bitten, denn dafür haben wir Jesus.

Gruß


Lieber Sanctus,

WELCHE Bibel hätten denn bitte die Christen des 1. Jahrhunderts lesen sollen?

Die Bibel in der heutigen Form gab es ja erst 3 Jahrhunderte später!

Und nochmal... das Prinzip "allein die Schrift" ist nicht haltbar, wurde in den Anfängen nicht so gelehrt, und ist biblisch nicht zu belegen... Göttliche Lehre kann NUR aus der Einheit von Schrift UND mündlicher und gelebter Tradition gewonnen werden... thät´s it.

Abgesehen davon... ist natürlich die Verehrung der Gottesmutter biblisch zu stützen, ja sogar von der Bibel gefordert. Das ist nur leider eine der Stellen, die ein freikirchlicher Christ normalerweise nicht anstreicht...;)

Lieben Gruss
Marietta
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Mo 26. Nov 2007, 07:47

Kannst Du mir die Stelle in der Bibel nennen, in der steht, das wir Maria um Führbitte bei Gott bitten sollen?
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Oli4 » Mo 26. Nov 2007, 08:48

Original von Mariette M.
das hat "das Katholische Kirchensystem" nicht erfunden, die Sakramente als Gottes Wirken an uns waren immer schon in der christlichen Gemeinde vorhanden!

Etwas Kirchengeschichte und Lektüre der Väter könnte durchaus hilfreich sein....

Was schon immer war ist nicht was schon immer richtig war...
Ich les die Bibel, und darin sehe ich andere Mittel um Heil zu erlangen und die erwähnten eben nicht.
Lesen kann ich genausogut wie die meisten Menschen heute, das war zur Zeit der Kirchenväter noch nicht so...

Aber wir reden wohl nicht ganz vom Selben.
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » Mo 26. Nov 2007, 12:05

Original von Sanctus
Kannst Du mir die Stelle in der Bibel nennen, in der steht, das wir Maria um Führbitte bei Gott bitten sollen?


Lieber Sanctus,

versteh doch... ich akzeptiere "sola scriptura" als Prinzip nicht.
In der Bibel steht längst nicht die ganze Lehre der Apostel, sondern die Lehre der Apostel ist enthalten in SCHRIFT UND TRADITION. Ich lasse mich nicht verengen auf die Frage: Wo steht das in der Bibel...

by the way: Zeig DU mir doch bitte mal, wo steht, dass wir Maria NICHT um Fürbitte bitten sollen ;)

Grüsse
Marietta
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Petros » Mo 26. Nov 2007, 22:07

Original von Sanctus
Kannst Du mir die Stelle in der Bibel nennen, in der steht, das wir Maria um Führbitte bei Gott bitten sollen?


Stellen, welche oft als biblischer Beleg für die Marienverehrung hinzugezogen werden, sind u.a.:

Lk 1,48: „Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter.“

Lk 11,27: „Selig der Leib, der dich getragen hat.“

Lk 1,42: „Du bist gebenedeit (=gesegnet) unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.“

Lk 1,28: „Gegrüßet seist du, Begnadete, der Herr ist mit dir.“ (Chaire Kecharitomene - kecharitomene )
„Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes“. (vgl. 1 Kor 6, 19)
Eigentlich suchen wir in allem nur Eines: Die Spur dieses göttlichen Geistes, dieses himmlischen Feuers, ohne die diese Welt für uns nur Finsternis wäre. (Charles de Montalenbert)
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Mo 26. Nov 2007, 22:34

Original von Petros
Original von Sanctus
Kannst Du mir die Stelle in der Bibel nennen, in der steht, das wir Maria um Führbitte bei Gott bitten sollen?


Stellen, welche oft als biblischer Beleg für die Marienverehrung hinzugezogen werden, sind u.a.:

Lk 1,48: „Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter.“

Lk 11,27: „Selig der Leib, der dich getragen hat.“

Lk 1,42: „Du bist gebenedeit (=gesegnet) unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.“

Lk 1,28: „Gegrüßet seist du, Begnadete, der Herr ist mit dir.“ (Chaire Kecharitomene - kecharitomene )


Danke für die Zitate.
Sie zeigen, das Maria eine besondere Frau war.
Und das bezweifelt ja niemand.
Mir geht es einfach nur darum, das Maria gebeten wird bei Gott ein Wort für uns einzulegen. Dafür ist doch Jesus "zuständig" wie er es selbst gesagt hat.
Also brauchen wir nicht Maria darum zu bitten, statt zu Jesus.
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon stranger » Mo 26. Nov 2007, 23:02

Original von Petros
Original von Sanctus
Kannst Du mir die Stelle in der Bibel nennen, in der steht, das wir Maria um Führbitte bei Gott bitten sollen?


Stellen, welche oft als biblischer Beleg für die Marienverehrung hinzugezogen werden, sind u.a.:

Lk 1,48: „Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter.“

Lk 11,27: „Selig der Leib, der dich getragen hat.“

Lk 1,42: „Du bist gebenedeit (=gesegnet) unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.“

Lk 1,28: „Gegrüßet seist du, Begnadete, der Herr ist mit dir.“ (Chaire Kecharitomene - kecharitomene )



Die letzten drei Stellen sagen in keinster Weise aus, dass man zu Maria beten soll (Fürbitten ist Beten) - die erste Stelle besagt das ebensowenig und ist in der Aussage nicht anders gemeint, als z.B. bei den erwähnten seligen AT-Propheten im Jakobus-Brief, die ebenfalls hoch geachtet wurden/werden, aber nicht angebetet wurden/werden. Anbeten, men Jong, darf man nur Gott, durch Jesus und im Heiligen Geist.
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Grasy » Di 27. Nov 2007, 00:32

Original von Mariette M.
WELCHE Bibel hätten denn bitte die Christen des 1. Jahrhunderts lesen sollen?


Na sie hätten vielleicht Mose, Propheten (Jes 53! -> Apg 8:32), Psalmen, das Markusevangelium, ein paar Paulusbriefe und Petrusbriefe und den Brief vom Jakobus lesen können? :D

"und die Geduld unsers HERRN achtet für eure Seligkeit, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat, wie er auch in allen Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche die Ungelehrigen und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2.Petr 3:16-17 - Lut1912)

Aber jetzt mal ehrlich. Du meinst die haben damals alle Maria um Fürbitte gebeten? Ab wann denn? Als Jesus bei ihnen war brauchten sie doch nicht zu Maria zu gehen? Und warum hätten sie es nach Jesu Tod und Auferstehung plötzlich anders halten sollen (ausser sie hätten überhaupt - alle Brüder und Schwestern gebeten für sie zu Gott zu beten)?



Göttliche Lehre kann NUR aus der Einheit von Schrift UND mündlicher und gelebter Tradition gewonnen werden... thät´s it.


Tradition? Huh? Ich weiß zwar nicht wie das dann mit ´.... script´ heißen würde aber ich würde sagen die Schrift ist voll wichtig. Das mit Tradition und so ist ja manchmal ganz schön schief gelaufen (Ablassbriefe?!). Ich denke zwar der Mensch sollte die Bibel wenn möglich nicht nur allein lesen (da verläuft man sich manchmal ziemlich wo) - aber ich denke die Gemeinde sollte sich schon auch durch die Schrift prüfen lassen.


Mfg,
Grasy
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » Di 27. Nov 2007, 09:24

Original von Grasy
Original von Mariette M.
WELCHE Bibel hätten denn bitte die Christen des 1. Jahrhunderts lesen sollen?


Na sie hätten vielleicht Mose, Propheten (Jes 53! -> Apg 8:32), Psalmen, das Markusevangelium, ein paar Paulusbriefe und Petrusbriefe und den Brief vom Jakobus lesen können? :D


Hallo, Grasy,

oh ja, sie hatten die hebräische Bibel, die ja für die ersten Christen DIE Heilige Schrift war. Und sie hatten ein paar Briefe und erste Evangelien, die haben sie auch gelesen bei ihren Zusammenkünften, laut Apostelgeschichte. ABER: Sie hatten nicht die Bibel im heutigen Sinn, der Kanon war noch nicht festgelegt, ... sie hätten also garnicht entscheiden können, was zu ihrem "sola scriptura" gehört hätte und was nicht.
Immerhin gabs zu der Zeit ja jede Menge Briefen und Evangelien, die es eben NICHT in den Kanon geschafft haben, die aber durchaus wohl auch als Grundlage genommen wurden, je nach Gemeinde. Die Prüfung, was in den Kanon der Bibel gehörte und was nicht, wurde dann einerseits aufgrund der Autorschaft UND aufgrund der in einer Schrift enthaltenen reinen Lehre getroffen... und woran hat man wohl die Reinheit gemessen? Richtig, an der gelebten und geglaubten Tradition. :)

Original von Grasy "und die Geduld unsers HERRN achtet für eure Seligkeit, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat, wie er auch in allen Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche die Ungelehrigen und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2.Petr 3:16-17 - Lut1912)


Wow,... eine meiner Lieblingsstellen gegen die Idee, JEDER könne aus sich heraus die Bibel lesen und verstehen.. danke für das Zitat!

Original von Grasy Aber jetzt mal ehrlich. Du meinst die haben damals alle Maria um Fürbitte gebeten? Ab wann denn? Als Jesus bei ihnen war brauchten sie doch nicht zu Maria zu gehen? Und warum hätten sie es nach Jesu Tod und Auferstehung plötzlich anders halten sollen (ausser sie hätten überhaupt - alle Brüder und Schwestern gebeten für sie zu Gott zu beten)?


Sie haben Maria sicher schon zu Lebzeiten gebeten, so wie jeder Christ den anderen um Gebet bittet. Warum hätte das NACH ihrem Tod aufhören sollen, da sie ja glaubten, dass Maria wie alle Toten bei Gott lebte?
Ausserdem hatte im Judentum die Mutter, insbesondere die Königinmutter schon eine besondere Stellung... da liegt doch der Gedanke nahe, dass gerade IHR Eintreten beim Sohn besonders kräftig ist?
Ich sage ja nicht, dass nicht auch der direkte Weg gehe... aber, wie es scheint, hatte Maria schon seit Beginn eine besondere Stellung.


Original von Grasy

Göttliche Lehre kann NUR aus der Einheit von Schrift UND mündlicher und gelebter Tradition gewonnen werden... thät´s it.


Tradition? Huh? Ich weiß zwar nicht wie das dann mit ´.... script´ heißen würde aber ich würde sagen die Schrift ist voll wichtig. Das mit Tradition und so ist ja manchmal ganz schön schief gelaufen (Ablassbriefe?!). Ich denke zwar der Mensch sollte die Bibel wenn möglich nicht nur allein lesen (da verläuft man sich manchmal ziemlich wo) - aber ich denke die Gemeinde sollte sich schon auch durch die Schrift prüfen lassen.


Ja, die Schrift ist voll wichtig. Hab ich ja oben geschrieben, sie ist das HERZ der Tradition.
Und ja, mit menschlichen Traditionen ist schon allerhand schiefgelaufen, leider...

Man muss da die Unterscheidung machen zwischen Tradition der Kirche, heisst des Leibes Christi (Nein, ich meine damit NICHT allein die römische Kirche!)und den menschlichen Traditionen, die wohl gerade in Rom passieren konnten, weil das Korrektiv der Gemeinschaft der Kirchen fehlte. Aber, auch Protestantismus und Freikirchen sind nicht frei von menschengemachten Traditionen...

Die Tradition der Kirche, das ist die Überlieferung in Wort und Schrift und - vor allem - im gelebten Vollzug. Tradition will gelebt sein. Muss gehütet werden, verteidigt werden. Schon in frühester Zeit hatte ja die Kirche mit allen möglichen Häresien zu tun. Die erste wird schon in der Apostelgeschichte beschrieben, als man von den Heiden die Beschneidung verlangen wollte, oder die peinlich genaue Einhaltung der jüdischen Gesetze. Da wurde immer wieder in den ersten Konzilien gemeinsam darum gerungen, was denn nun reine Lehre sei... und das, wohlgemerkt, noch lange bevor eine "Bibel" in unserem Sinn bestand.

Ist jetzt etwas klarer, was ich mit meiner hier in diesem Forum wohl schon provokativen Ansicht meinte?

Marietta
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Di 27. Nov 2007, 09:31

Original von Mariette M.

by the way: Zeig DU mir doch bitte mal, wo steht, dass wir Maria NICHT um Fürbitte bitten sollen ;)

Grüsse
Marietta


Hallo Marietta,

hier eine der Bibelstellen.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.(Johannes 14,6)

Danke auch nochmal an Stranger, der mir beim suchen geholfen hat. Ich wusste zwar das es diese Aussage gibt aber hatte sie auf die schnelle nicht finden können.

Gruß

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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Mariette M. » Di 27. Nov 2007, 12:20

Original von Sanctus
Original von Mariette M.

by the way: Zeig DU mir doch bitte mal, wo steht, dass wir Maria NICHT um Fürbitte bitten sollen ;)

Grüsse
Marietta


Hallo Marietta,

hier eine der Bibelstellen.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.(Johannes 14,6)

Danke auch nochmal an Stranger, der mir beim suchen geholfen hat. Ich wusste zwar das es diese Aussage gibt aber hatte sie auf die schnelle nicht finden können.

Gruß





Hallo Sanctus,

och, DIE Stelle hätte ich Dir auswendig aufsagen können. Find ich aber toll, wenn Christen sich untereinander aushelfen :)

Ja, Keiner kann Gott als liebenden und barmherzigen Vater kennenlernen, wenn er nicht Jesus Christus und kennt, als seinen Herrn annimmt und ihm nachfolgt.

Mit Maria hat das null und nichts zu tun.

Aber, wie wärs damit?

Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jak 5,16


Sollen wir nun füreinander vor Gott eintreten oder nicht?

Warum für andere beten, wenn ja doch Jesus der einzige Weg ist?

Grüsse
Marietta
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Oli4 » Di 27. Nov 2007, 12:44

Original von Mariette M.

Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jak 5,16


Sollen wir nun füreinander vor Gott eintreten oder nicht?

Warum für andere beten, wenn ja doch Jesus der einzige Weg ist?

Wenn Du das Zugehörige auch mitpostest dann wird auch der Zusammenhang klar...

Jak 5,13 Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. 14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. 15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. 16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.17 Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen13 wie wir; und er betete inständig, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. 18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.
Wir sollen einander die Sünden bekennen, das hat mit Vergebung zu tun.

Wenn ich nun zum Pfarrer meine Sünden vergebe dann einzigst diejenigen Sünden, welche ich an ihm selbst versündigt habe.
Zu Gott bekenne ich alle meine Sünden, auch die dem Menschen bekannte, denn versündige ich mich am Menschen so gleichzeitig auch an Gott.

Beten zun bei Jakobs einzig und alleine lebende Menschen, zu Gott und füreinander.

Fürbitte ist absolut O.K. und ein sehr segensreicher geistlicher Vorgang, aber doch niemals zu einem toten Menschen! :shock:
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Sanctus » Di 27. Nov 2007, 13:29

Original von Mariette M.
Original von Sanctus
Original von Mariette M.

by the way: Zeig DU mir doch bitte mal, wo steht, dass wir Maria NICHT um Fürbitte bitten sollen ;)

Grüsse
Marietta


Hallo Marietta,

hier eine der Bibelstellen.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.(Johannes 14,6)

Danke auch nochmal an Stranger, der mir beim suchen geholfen hat. Ich wusste zwar das es diese Aussage gibt aber hatte sie auf die schnelle nicht finden können.

Gruß





Hallo Sanctus,

och, DIE Stelle hätte ich Dir auswendig aufsagen können. Find ich aber toll, wenn Christen sich untereinander aushelfen :)

Ja, Keiner kann Gott als liebenden und barmherzigen Vater kennenlernen, wenn er nicht Jesus Christus und kennt, als seinen Herrn annimmt und ihm nachfolgt.

Mit Maria hat das null und nichts zu tun.

Aber, wie wärs damit?

Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jak 5,16


Sollen wir nun füreinander vor Gott eintreten oder nicht?

Warum für andere beten, wenn ja doch Jesus der einzige Weg ist?

Grüsse
Marietta


In der von Dir zitierten Bibelstelle, hast Du deine Frage schon fast selbst beantwortet. Wir sollen FÜREINANDER beten, damit z.B. jemand Gesund wird. Dabei wird nicht ZU einer der anwesenden Personen oder einer anderen Person gebetet, sondern FÜR einen Menschen... und dabei ZU Jesus bzw. Gott.

Mit dem Rosenkranz und das Gebet zu Maria, das sie für uns beten solle, ist es was ganz anderes. Maria ist zwar die Mutter Jesu und darum eine sehr wichtige Person, jedoch ist sie nicht mit Jesus und Gott gleichzustellen. Und darum ist es falsch ZU Maria zu beten und sie um Beistand und Fürsprache zu bitten. Denn unsere Gebete sollen an Jesus oder an Gott gerichtet sein. Wenn Du FÜR Maria betest, ist das eine andere Sache, als wenn Du ZU ihr betest.

Gruß

Sanctus
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Re: Beichte Gut alles Gut?

Beitragvon Lambert » Di 27. Nov 2007, 13:38

13bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. 15 Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, 16 von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, daß der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe."


Grüsse, Andreas



ps. Es hat schon unendliche Diskusionen ergeben über die Maria, aber die Maria eine Führsprecherin gibt es keine Stelle dies rechtfertigt. Es ist das Blut Christi welches von unsere Schuld reinigt.
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@ Sanctus, Oli und alle...

Beitragvon Mariette M. » Di 27. Nov 2007, 19:19

Original von Oli4
Original von Mariette M.

Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jak 5,16


Sollen wir nun füreinander vor Gott eintreten oder nicht?

Warum für andere beten, wenn ja doch Jesus der einzige Weg ist?

Wenn Du das Zugehörige auch mitpostest dann wird auch der Zusammenhang klar...

Jak 5,13 Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. 14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. 15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. 16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.17 Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen13 wie wir; und er betete inständig, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. 18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.
Wir sollen einander die Sünden bekennen, das hat mit Vergebung zu tun.

Wenn ich nun zum Pfarrer meine Sünden vergebe dann einzigst diejenigen Sünden, welche ich an ihm selbst versündigt habe.
Zu Gott bekenne ich alle meine Sünden, auch die dem Menschen bekannte, denn versündige ich mich am Menschen so gleichzeitig auch an Gott.

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Fürbitte ist absolut O.K. und ein sehr segensreicher geistlicher Vorgang, aber doch niemals zu einem toten Menschen! :shock:



was vermischst Du denn hier wieder alles zusammen? Man nehme ein Stichwort und breite sich darüber aus. Beichte Pfarrer, Fürbitte, Sanctus und Lambert mischen noch ein wenig Maria zu... dann gut umrühren.. und keiner versucht auch nur im Ansatz zu verstehen, was ich glaube und erklären will. Hauptsache schön antikatholisch, nicht?

nein, ich mache nicht mehr mit.

Marietta fastet bis Weihnachten. Kein Lesen, kein Schreiben.. ich kann meine Zeit besser nutzen.

e schöni Zit eu allne und de Säge vo eusem Gott
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Re: @ Sanctus, Oli und alle...

Beitragvon Sanctus » Di 27. Nov 2007, 20:01

Original von Mariette M.
Original von Oli4
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Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jak 5,16


Sollen wir nun füreinander vor Gott eintreten oder nicht?

Warum für andere beten, wenn ja doch Jesus der einzige Weg ist?

Wenn Du das Zugehörige auch mitpostest dann wird auch der Zusammenhang klar...

Jak 5,13 Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. 14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. 15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. 16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.17 Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen13 wie wir; und er betete inständig, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. 18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.
Wir sollen einander die Sünden bekennen, das hat mit Vergebung zu tun.

Wenn ich nun zum Pfarrer meine Sünden vergebe dann einzigst diejenigen Sünden, welche ich an ihm selbst versündigt habe.
Zu Gott bekenne ich alle meine Sünden, auch die dem Menschen bekannte, denn versündige ich mich am Menschen so gleichzeitig auch an Gott.

Beten zun bei Jakobs einzig und alleine lebende Menschen, zu Gott und füreinander.

Fürbitte ist absolut O.K. und ein sehr segensreicher geistlicher Vorgang, aber doch niemals zu einem toten Menschen! :shock:



was vermischst Du denn hier wieder alles zusammen? Man nehme ein Stichwort und breite sich darüber aus. Beichte Pfarrer, Fürbitte, Sanctus und Lambert mischen noch ein wenig Maria zu... dann gut umrühren.. und keiner versucht auch nur im Ansatz zu verstehen, was ich glaube und erklären will. Hauptsache schön antikatholisch, nicht?

nein, ich mache nicht mehr mit.

Marietta fastet bis Weihnachten. Kein Lesen, kein Schreiben.. ich kann meine Zeit besser nutzen.

e schöni Zit eu allne und de Säge vo eusem Gott
Marietta (katholisch, aber nicht allein römisch, orthodox, aber nicht jüdisch ;) sondern Glied am einen Leib Christi )


Das siehst Du jetzt aber falsch.
Ich kann nicht für die Anderen sprechen aber was mich angeht, so möchte ich sagen das es mir nicht darum geht, antikatholisch zu sein. Es gibt einige Dinge die ich wirklich sehr gut finde aber die Sache mit Maria finde ich aber wieder nicht so gut und möchte halt darüber disktutieren. Sollte kein Angriff sein. :umarm:
Es ist halt so, das ich lese was in der Bibel steht und gleichzeitig sehe was die kath. Kirche zu diesem Thema macht. Und da stellen sich mir halt einige Fragen...
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Re: @ Sanctus, Oli und alle...

Beitragvon Mariette M. » Di 27. Nov 2007, 20:25

Original von Sanctus

Das siehst Du jetzt aber falsch.
Ich kann nicht für die Anderen sprechen aber was mich angeht, so möchte ich sagen das es mir nicht darum geht, antikatholisch zu sein. Es gibt einige Dinge die ich wirklich sehr gut finde aber die Sache mit Maria finde ich aber wieder nicht so gut und möchte halt darüber disktutieren. Sollte kein Angriff sein. :umarm:
Es ist halt so, das ich lese was in der Bibel steht und gleichzeitig sehe was die kath. Kirche zu diesem Thema macht. Und da stellen sich mir halt einige Fragen...


Ok, noch ein mal... :)

Danke für Deine Antwort :umarm:

Du hast recht, DIR kann ich den Vorwurf nicht machen. Es war auch nicht fair von mir, alle in den gleichen Topf zu werfen. Ich hab die Beherrschung verloren, verzeiht bitte.

Was mich halt kränkt, ist die Tatsache, dass viele hier noch nicht mal in Erwägung ziehen, dass der fremde Standpunkt doch einiges für sich haben könnte. Ziehen denn meine Argumente garnicht?

Ich hab so ein wenig den Eindruck, dass da, wo einer mir nichts mehr zu entgegnen weiss, dann einfach die nächste Schublade aufgezogen wird. Zu meinen Einwänden gegen Sola Scriptura hat niemand richtig Stellung bezogen. Das einzige war eine flapsige Antwort... nicht von Dir.

Die Tradition der Kirche (nochmal, ich meine nicht allein die römische, da habe ich auch meine ??, aber andere als Du), also, der EINEN katholischen und apostolischen Kirche ist so herrlich, so wunderschön, so heilend und heiligend... Mann, warum nur gebt ihr euch mit weniger als allem zufrieden? Warum diese unselige, ängstliche Verkürzung auf "allein die Schrift". Es ist eine Einengung, und es tut mir so weh, zu sehen, was ihr euch da antut.
Lebt doch die Fülle, die Freude... :angel: !!!

aber nu geh ich wirklich
Marietta
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Re: @ Sanctus, Oli und alle...

Beitragvon Sanctus » Di 27. Nov 2007, 20:45

Original von Mariette M.
Original von Sanctus

Das siehst Du jetzt aber falsch.
Ich kann nicht für die Anderen sprechen aber was mich angeht, so möchte ich sagen das es mir nicht darum geht, antikatholisch zu sein. Es gibt einige Dinge die ich wirklich sehr gut finde aber die Sache mit Maria finde ich aber wieder nicht so gut und möchte halt darüber disktutieren. Sollte kein Angriff sein. :umarm:
Es ist halt so, das ich lese was in der Bibel steht und gleichzeitig sehe was die kath. Kirche zu diesem Thema macht. Und da stellen sich mir halt einige Fragen...


Ok, noch ein mal... :)

Danke für Deine Antwort :umarm:

Du hast recht, DIR kann ich den Vorwurf nicht machen. Es war auch nicht fair von mir, alle in den gleichen Topf zu werfen. Ich hab die Beherrschung verloren, verzeiht bitte.

Was mich halt kränkt, ist die Tatsache, dass viele hier noch nicht mal in Erwägung ziehen, dass der fremde Standpunkt doch einiges für sich haben könnte. Ziehen denn meine Argumente garnicht?

Ich hab so ein wenig den Eindruck, dass da, wo einer mir nichts mehr zu entgegnen weiss, dann einfach die nächste Schublade aufgezogen wird. Zu meinen Einwänden gegen Sola Scriptura hat niemand richtig Stellung bezogen. Das einzige war eine flapsige Antwort... nicht von Dir.

Die Tradition der Kirche (nochmal, ich meine nicht allein die römische, da habe ich auch meine ??, aber andere als Du), also, der EINEN katholischen und apostolischen Kirche ist so herrlich, so wunderschön, so heilend und heiligend... Mann, warum nur gebt ihr euch mit weniger als allem zufrieden? Warum diese unselige, ängstliche Verkürzung auf "allein die Schrift". Es ist eine Einengung, und es tut mir so weh, zu sehen, was ihr euch da antut.
Lebt doch die Fülle, die Freude... :angel: !!!

aber nu geh ich wirklich
Marietta


Ok.. Entschuldigung angenommen. :)

Sola Scriptura ist vielleicht ein wenig "langweilig", wenn man das so sagen darf aber zumindest ist man damit auf der sicheren Seite, da man nicht mehr macht als von Gott gewollt. Da ich ja selber katholisch war, bin, wie auch immer, weiß ich aus eigener Erfahrung das einige Dinge der Tradition sehr schön sind. Ich finde z.B. die Gesten der Ererbietung sehr gut, also sie hinknien bevor man sich setzt usw. Soetwas vermisse ich oft in ev. Kirchen.

Aber da sind auch wieder die vielen Dinge, wo ich mich frage, warum die kath. Kirche diese praktiziert.
Zum einem halt das Thema Maria. Warum sie um etwas bitten, wenn doch Jesus sagt das man nur ihn allein um etwas bitten soll. Dann die Sache mit den Heiligen. Laut Bibel sind alle Menschen heilig. Warum irgendwelche Menschen besonders hervorheben und nur diese als heilig darstellen, wenn es in der Bibel anders steht?
Es steht auch in der Bibel, das wir uns kein Bildniss von Gott machen sollen. Und doch hat die kath. Kirche den Auftrag gegeben, in der sixtinischen Kapelle ein bildniss zu erschaffen, auf dem Gott zu sehen ist.
Warum hat sich die kath. Kirche ihre eigene Lehre bzw. Tradition erdacht, statt das zu lehren was in der Bibel steht? Auf der einen Seite zollen sie Gott durch ihre Handlungen (z.B. Niederknien) Respekt und auf der anderen Seite tun sie Dinge verbreiten und lehren, die nicht mit der Bibel, dem Wort Gottes übereinstimmen.
Ich verstehe das nicht... würde es aber gern.

Lg
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Re: @ Sanctus, Oli und alle...

Beitragvon Oli4 » Mi 28. Nov 2007, 08:04

Original von Mariette M.
was vermischst Du denn hier wieder alles zusammen? Man nehme ein Stichwort und breite sich darüber aus. Beichte Pfarrer, Fürbitte

Nichts.

Nur das Zitierte. "Für einander einstehen" (im Gebet), wie zitiert und im Zusammenhang mit den umliegenden Versen betrachtet.


Vergiss nicht viel zu trinken während deiner Fastenzeit.

Gottes Segen
Oli4
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