Rede und Antwort

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

Moderator: bigbird

Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Mo 28. Nov 2005, 11:30

Hallo,

ich mache das Angebot, euch Red und Antwort zu stehen über meinen gelebten christlichen Glauben katholischer Prägung.

Ich möchte keine theologischen Dispute führen - nicht an dieser Stelle jedenfalls ;) - , sondern einfach ins Gespräch kommen.

Wer hat Lust, mich zu fragen?

Liebe Grüsse und eine gesegnete Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Geburt unseres gemeinsamen Herrn wünscht

Mariette
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Oli4 » Mo 28. Nov 2005, 12:01

Hallo Mariette

Vor wem verlangst Vergebung deiner Sünden, dem Pfarrer oder nur Gott? und worauf in der Bibel beziehst Du dich dabei?
Oli4
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Mo 28. Nov 2005, 12:15

Original von Oli4
Hallo Mariette

Vor wem verlangst Vergebung deiner Sünden, dem Pfarrer oder nur Gott? und worauf in der Bibel beziehst Du dich dabei?


Hallo Oliver,

Wolltest Du schreiben "erlangst Du"? Ich denke es mir, denn Vergebung verlangen tu ich nicht und kann kein Mensch, glaube ich.

Ich habe geschrieben, dass ich keine Theologie treiben will. Deshalb werde ich die biblischen Begründungen weglassen.

Ich glaube, dass Gott mir meine Sünden vergibt, wenn ich sie erkenne, sie aufrichtig bereue und vor IHN bringe.
Das geschieht oft in einem kurzen Stossgebet mitten im Tag, meistens bei der Rückschau über den Tag in meinem Abendgebet.
Manchmal habe ich das Bedürfnis, meine Sünde einem anderen Menschen zu bekennen, darüber zu reden, einen Tipp oder Zuspruch zu bekommen und die Vergebung zugesprochen zu bekommen. Bei mir ist das ein Priester, den ich so 3 bis 4 mal im Jahr besuche. Es ist für mich seelsorgerliche Begleitung und ich versuche auch, immer längere Zeit zum selben Priester gehen zu können, der mich dann auch schon gut kennt.

Der Priester wird mir die Vergebung GOTTES verbindlich zusprechen, niemals ist er selbst es, der mir vergibt.

Soviel mal für den Anfang
Mariette
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon jeig » Mo 28. Nov 2005, 12:23


Hallo Mariette

Schöne Antwort die du da gegeben hast :))

In meinen Augen lässt du dich da auf ein gewagtes Spiel ein. Ich kann nur hoffen dass alle so höflich wie Olivier fragen.

Eine Frage meinerseits, warum willst du die Theologie dabei weglassen?

Gruss

jeig

P.S. Bin gespannt wann der erste "Ketzer" auftaucht...
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Mo 28. Nov 2005, 13:26

Hallo Jeig,

Original von jeig
Schöne Antwort die du da gegeben hast :))

Danke.
Original von jeig Eine Frage meinerseits, warum willst du die Theologie dabei weglassen?

Weil ich hier ganz auf der persönlichen Ebene bleiben möchte.
(Nicht dass mir eine rassige Diskussion anhand der Bibel und Theologie keinen Spass machen würde :P... aber dazu ist ja andernorts Gelegenheit)

Ich weiss, dass es gewagt ist, aber ich habe im Sinn von meiner Erfahrung zu reden, nicht von Theorie. Vielleicht merken wir dann im Gespräch, dass wir viele Dinge, trotz unterschiedlicher Theologie ganz ähnlich tun und fühlen."Ketzer".. naja, wir werden sehen...

tschüssli
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Oli4 » Mo 28. Nov 2005, 14:05

Hallo Mariette
Original von Mariette M.
Original von Oli4
Hallo Mariette

Vor wem verlangst Vergebung deiner Sünden, dem Pfarrer oder nur Gott? und worauf in der Bibel beziehst Du dich dabei?


Hallo Oliver,

Wolltest Du schreiben "erlangst Du"? Ich denke es mir, denn Vergebung verlangen tu ich nicht und kann kein Mensch, glaube ich.

Ich habe geschrieben, dass ich keine Theologie treiben will. Deshalb werde ich die biblischen Begründungen weglassen.

Ich glaube, dass Gott mir meine Sünden vergibt, wenn ich sie erkenne, sie aufrichtig bereue und vor IHN bringe.
Das geschieht oft in einem kurzen Stossgebet mitten im Tag, meistens bei der Rückschau über den Tag in meinem Abendgebet.
Manchmal habe ich das Bedürfnis, meine Sünde einem anderen Menschen zu bekennen, darüber zu reden, einen Tipp oder Zuspruch zu bekommen und die Vergebung zugesprochen zu bekommen. Bei mir ist das ein Priester, den ich so 3 bis 4 mal im Jahr besuche. Es ist für mich seelsorgerliche Begleitung und ich versuche auch, immer längere Zeit zum selben Priester gehen zu können, der mich dann auch schon gut kennt.

Der Priester wird mir die Vergebung GOTTES verbindlich zusprechen, niemals ist er selbst es, der mir vergibt.

Soviel mal für den Anfang
Mariette

Danke für die Antwort.
Jetzt hast Du mir gleich zwei Antworten auf eine Frage gegeben. (verlangen, erlangen) ;) War ein ein Schnellschreibfehler.

Ich Frage trotzdem noch einmal, Theologie hin oder her:


Dass Du dich mit einer Vertrauenperson aus deiner christlichen Gemeinde besprichst finde ich grundsätzlich gut.
Ist die Vergebung Gottes nicht verbindlich??
Aber.... Ein Prister kann zwar für dich eine Fürbitte bei Gott platzieren, auf deren Eingehen Gottes hat er aber keinen Einfluss, schlieslich ist er auch nur Mensch und dadurch Sünder und muss selber für seine Sündenvergebung beten.

Ist nicht ketzerisch gemeint, eine aufrichtige Antwort würde mich darum freuen. :)
Oli4
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Mo 28. Nov 2005, 16:59

Hallo Mariette


Original von Oli4
Ich Frage trotzdem noch einmal, Theologie hin oder her:


Du willst mich herumkriegen, gäll? ;)
Original von Oli4
Ist die Vergebung Gottes nicht verbindlich??

Doch, klar!
Manchmal tut es halt gut, es auch zu hören.
Original von Oli4 Aber.... Ein Prister kann zwar für dich eine Fürbitte bei Gott platzieren, auf deren Eingehen Gottes hat er aber keinen Einfluss, schlieslich ist er auch nur Mensch und dadurch Sünder und muss selber für seine Sündenvergebung beten.


Für mich ist es überhaupt nicht wichtig, ob mein Beichtpriester selber sündigt oder nicht.
Natürlich ist auch er nur ein Mensch und vergebungsbedürftig. Es ist sogar so, dass er meistens, mit mir und für mich, eine Bitte um Vergebung spricht, in die er sich selbstverständlich mit einschliesst. (Das kann aber je nach Priester auch anders ablaufen)

Wenn er mir danach die Losprechung von meinen Sünden zuspricht, dann handelt er für mich an Christi Statt. Durch seine Weihe sitzt da dann nicht mehr der Mensch X, sondern der Priester an Christi Statt X.
Das glaube ich so,...kann aber verstehen, wenn es für Dich so nicht stimmen würde.

Bezüglich Beichte möchte ich noch anfügen, dass es nur ein kleiner Teil der Katholiken ist, die sich noch dazu aufraffen. Für diese ist es oft, so wie bei mir, eine geistliche Begleitung.
Da ich sehr schöne Erfahrungen mit Beichte mache, finde ich es schade, dass nicht viel mehr meiner Geschwister dieses Angebot für sich in Anspruch nehmen.

Noch eine kurze Bemerkung:
Für mich macht es Sinn, die Sünde bei einem Vertreter der Kirche "öffentlich" zu bekennen. Denn, wenn ich als Einzelne sündige, dann schadet das auch meinen Glaubensgeschwistern. Wenn Aussenstehende über mich den Kopf schütteln und an meinem Beispiel festmachen, dass eben "alle Christen nur Heuchler sind" oder ähnliches, dann schadet mein Vergehen allen. Verstehst Du, wie ich es meine?

Wenn Du möchtest, kann ich Dir gerne mehr erzählen, wie so eine Beichte abläuft und wie die Lossprechungsworte sind. Einfach nachfragen.

Lieben Gruss
Mariette

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Oli4 » Mo 28. Nov 2005, 17:43

Original von Mariette M.

Noch eine kurze Bemerkung:
Für mich macht es Sinn, die Sünde bei einem Vertreter der Kirche "öffentlich" zu bekennen. Denn, wenn ich als Einzelne sündige, dann schadet das auch meinen Glaubensgeschwistern. Wenn Aussenstehende über mich den Kopf schütteln und an meinem Beispiel festmachen, dass eben "alle Christen nur Heuchler sind" oder ähnliches, dann schadet mein Vergehen allen. Verstehst Du, wie ich es meine?

Ja ich verstehe was Du meinst. So gesehen wäre ein freiwilliges, veröffentlichtes Bekenntnis zu meinen Sünden zusätzlich zum stillen Bekenntniss vor Gott, weltlich gesehen gar nicht mal so schlecht. :) (Wenn auch kaum durchführbar ;) )

In Diskussionen mit Nicht-Christen besteht doch vielfach die Meinung, dass Gott den Christen ihre Sünden am Mitmenschen verzeiht und damit basta. Keine weiteren Folgen für ihre schlechten Taten; Friede Freude Eierkuchen.... Eben nicht!
Dass ich für alle meine Sünde in der Welt ebenfalls geradestehen muss, ist mir persönlich klar, leider aber, glaube ich, vielen Christen nicht. :x

Ein Akt der Liebe an meinem Nächsten ist es erst, wenn ich mich gebührend entschuldige und dem Geschädigten dabei meine Aufrichtigkeit zu spüren gebe.
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Mo 28. Nov 2005, 21:07

Original von Oli4

Ein Akt der Liebe an meinem Nächsten ist es erst, wenn ich mich gebührend entschuldige und dem Geschädigten dabei meine Aufrichtigkeit zu spüren gebe.


Ja, genau!

Wobei es auch Dinge gibt, deren Geständnis man dem Nächsten lieber ersparen sollte.

Ich glaube, dass das Entschuldigen, Schaden wiedergutmachen oder Versöhnung suchen gut mit dem Wort Busse umschrieben wird, im katholischen Sinn.
Sündenvergebung ist eine Sache zwischen Gott und mir. Aber die Beseitigung der Folgen der Sünde, das kann Gott mir nicht abnehmen.

Grüsse
mairam
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Such_Find » Mo 28. Nov 2005, 21:20

@Mariette - Hallo
ich mache das Angebot, euch Red und Antwort zu stehen über meinen gelebten christlichen Glauben katholischer Prägung.
Glaube = Vertrauen. Wie kann man katholisch [evangelisch,...] vertrauen?


ciao, Ingo
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
Zitat von William Penn
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Mo 28. Nov 2005, 22:20

Original von Such_Find
Glaube = Vertrauen. Wie kann man katholisch [evangelisch,...] vertrauen?


Hallo, Ingo,

Ich vestehe Deine Frage rhetorisch.. Du denkst, katholischer und evangelischer und ... Glaube ist ein und dasselbe, wenn man Glaube mit Vertrauen gleichsetzt?
(Korrigier mich bitte, falls ich mich irre.)

Du sprichst etwas an, was mir sehr am Herzen liegt. Der Glaube an Gott, das Vertrauen in IHN verbindet Christen untereinander. Ich bilde mir ein, dass ich Christen erkennen kann.. an der Art, wie sie im Leben stehen, wie sie mit Freuden und Leiden umgehen. Und da wird die Konfession wirklich zweitrangig.

Lieben Gruss
Mariette
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Such_Find » Di 29. Nov 2005, 08:25

@Mariette - Guten Morgen
Ich vestehe Deine Frage rhetorisch.. Du denkst, katholischer und evangelischer und ... Glaube ist ein und dasselbe, wenn man Glaube mit Vertrauen gleichsetzt?
(Korrigier mich bitte, falls ich mich irre.)
Ja, es gibt keinen [katholischen,evangelischen,...] "Glauben": vertraut wird mit dem Herz. Die Frage ist auf was man vertraut, was man erwartet. Die Annahme der Existenz eines Gottes ist eine Voraussetzung zu vertrauen, ist -imho- aber nicht das vertrauen.
Gott gab Abraham Worte, Abraham vertraute Gott indem er der Gabe Gottes vertraute.
Mose gab ein Gesetz, wer das Gesetz ausführte hatte Leben(3.Mo-18:5). Ein Moses-Jünger vertraut Gott indem er vom Gesetz Leben erwartet.
Jesus gibt den Geist, also das Leben selbst, ohne Gegenleistung. Ein Jesus-Jünger vertraut Gott indem er vom Geist(dem Leben Gottes) das Leben erwartet.

Man vertraut Gott indem man der Gabe Gottes vertraut.
Wo ist da ein [katholisches,evangelisches,...] Vertrauen?


Dir einen schönen Tag wünschend, Ingo
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Di 29. Nov 2005, 10:39

Original von Such_Find

Man vertraut Gott indem man der Gabe Gottes vertraut.
Wo ist da ein [katholisches,evangelisches,...] Vertrauen?



Hallo Ingo,

das hast Du schön formuliert. Ich freue mich besonders über Deinen Überblick über die Jahrtausende ... über Menschen, die in allen Zeiten auf ihre Weise und mit den ihnen anvertrauten Offenbarungen auf Gott vertraut haben.

Ja, so gesehen, hat Glaube und Vertrauen nichts mit Konfession zu tun.

Wenn wir dahin kommen könnten, dass jeder dem anderen, der anderen Christin zugesteht, dass sie oder er genauso von Jesus gerufen ist, genauso mit SEINEM Geist erfüllt, genauso angerührt von IHM und genauso liebend auf dem Weg zu IHM hin unterwegs ist...

... dann könnten wir auch die je verschiedenen Ausgestaltungen des Lebens mit Gott stehen lassen, interessiert nachfragen, voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen auf dem Weg. Das wünsche ich mir, und deshalb stelle ich mich zur Verfügung, über meine Erfahrung zu berichten. Ich möchte nicht vergleichen, urteilen, verurteilen, sondern teilen, erklären, mitteilen.

Liebe Grüsse
Mariette
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Do 1. Dez 2005, 11:49

Marietta, was hälst Du von Bekehrung und Wiedergeburt, gemäss Joh. 3? (Das Nachtgespräch mit Nikodemus)

Welche Bedeutung hat dieses Geschehen für die katholische Kirche?

Mit freundlichem Gruss berndt
Berndt
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Do 1. Dez 2005, 14:06

Original von Berndt
Marietta, was hälst Du von Bekehrung und Wiedergeburt, gemäss Joh. 3? (Das Nachtgespräch mit Nikodemus)

Welche Bedeutung hat dieses Geschehen für die katholische Kirche?

Mit freundlichem Gruss berndt


Hallo Berndt,

eine wunderbare, dichte Stelle hast Du da ausgewählt...

für mich die zentralen Sätze sind Vers 5
5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.


und Vers 17+18
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.


Die Begriffe "Bekehrung" und "Wiedergeburt" sind im katholischen Sprachgebrauch nicht üblich. Ich habe sie erst kennengelernt, als ich auf Jesus.de und Jesus.ch mitgelesen habe...
Statt Bekehrung sagt ein Katholik "Umkehr", "Abkehr", "Angerührtsein von Gott", "Berufung" und ähnliche Wörter. Und bei Wiedergeburt fallen uns sofort buddhistische und hinduistische Wiedergeburtslehren ein :). Das gibt also hier schonmal ein sprachliches Verständigungsproblem.

In den Foren bezeichne ich mich unterdessen selbst als wiedergeboren und erzähle von meiner Bekehrung...

Soviel als Vorbemerkung.

Persönlich glaube ich, dass sich jeder Mensch entscheiden muss: für ein Leben in der Nachfolge Christi, oder dagegen. Diese Entscheidung kann einem niemand abnehmen und es reicht auch nicht "richtig getauft" zu sein oder "Mitglied der richtigen Kirche".
Ich glaube, dass ich gerettet bin dadurch, dass ich Jesus Christus als meinen Erlöser angenommen habe.
Ich glaube nicht, dass ich mir meine Errettung irgendwie verdienen müsste, noch überhaupt könnte.

Ich bin nicht sicher, ob ich damit Deine Frage beantwortet habe? Frag einfach nach, ja?

Lieben Gruss
Mariette

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Such_Find » Do 1. Dez 2005, 18:33

@Mariette - N´Abend :)
Ja, so gesehen, hat Glaube und Vertrauen nichts mit Konfession zu tun.
Für mich steht hier kein "und" sondern ein "="
Der Begriff "Glaube" ist im deutschen doch so abgenudelt und vieldeutig das man ihn nicht mehr nutzen kann. Das deutsche Wort was mein Verständnis von "Glaube" am besten trifft ist die "Erwartungshaltung".
Da wo ich Leben erwarte ist mein Gott.
Ich glaube, dass ich gerettet bin dadurch, dass ich Jesus Christus als meinen Erlöser angenommen habe.
Ich glaube nicht, dass ich mir meine Errettung irgendwie verdienen müsste, noch überhaupt könnte.
Auch mit dem Begriff "Errettung/gerettet werden" kann ich nur wenig anfangen ;), das deutet für mich auf irgendeine Zukunft hin, aufs Jenseits. Ich nutze hier lieber "zum Leben kommen" - ich komme ja vom Tod-Sein. Lebendigwerden ist Jetzt und Hier. Deine Sätze würden so einen ganz anderen Sinn bekommen...
Gott ist Gott von Lebendigen, nicht von Toten - der Lebendiggemachte ist der Gerettete.


ciao, Ingo
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Do 1. Dez 2005, 18:58

Ich glaube, dass ich gerettet bin dadurch, dass ich Jesus Christus als meinen Erlöser angenommen habe.
Ich glaube nicht, dass ich mir meine Errettung irgendwie verdienen müsste, noch überhaupt könnte.


Danke, Marietta. In Deinem obigen Text ist die komplette Antwort schon enthalten. Ich bin von Hause aus Protestant. Bin ebenfalls gläubig geworden an den Herrn Jesus. Für mich persönlich ist die Konfessionsangehörigkeit absolut unbedeutend. Die Kernfrage ist: "Hast" du Jesus Christus oder nicht. Ich habe bei Jesus.de Prügel bezogen, weil ich einem Katholiken sagte, "Deine Kirchenzugehörigkeit plus Taufe" retten dich nicht. Daraufhin wurde mir vorgeworfen, ich hätte kein Recht "Millionen Gläubigen den Glauben abgesprochen".

Aber der 2. Satz, Marietta, da müsstest Du doch eigentlich Probleme haben mit der Kirche. Denn nach ihrer Lehre darf kein Mensch die Heilsgewissheit haben?

Ich glaube nicht, dass ich mir meine Errettung irgendwie verdienen müsste, noch überhaupt könnte.
So schreibst Du.

Bitte, betrachte unsere Unterhaltung hier als fair, ich möchte keine unsinnige und provokative Diskussion. Damit meine ich mich auch selbst.

Mit freundlichem Gruss Berndt





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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Do 1. Dez 2005, 21:15

Hallo Ingo,

Original von Such_Find
Der Begriff "Glaube" ist im deutschen doch so abgenudelt und vieldeutig das man ihn nicht mehr nutzen kann. Das deutsche Wort was mein Verständnis von "Glaube" am besten trifft ist die "Erwartungshaltung".


Ja, Du hast recht...
Glaube heisst, alles von Gott zu erwarten!

Original von Such_Find Auch mit dem Begriff "Errettung/gerettet werden" kann ich nur wenig anfangen ;), das deutet für mich auf irgendeine Zukunft hin, aufs Jenseits. Ich nutze hier lieber "zum Leben kommen" - ich komme ja vom Tod-Sein. Lebendigwerden ist Jetzt und Hier. Deine Sätze würden so einen ganz anderen Sinn bekommen...
Gott ist Gott von Lebendigen, nicht von Toten - der Lebendiggemachte ist der Gerettete.


Als ich das geschrieben habe, da hatte ich tatsächlich die Zukunft im Sinn, das Leben über den Tod hinaus.
Aber Du hast recht, und ich empfinde das ähnlich, dass mein "ewiges Leben" jetzt schon begonnen hat, mein Leben als eine neue Schöpfung. Der Tod wird nicht Ende und Neuanfang sein, sondern ein Hinübergehen, das Leben wird Weitergehen.
Wenn ich mein Leben, meine Beziehungen "vorher" und "nachher" so ansehe, darf ich sagen, ich bin vom Tod zum Leben gekommen.

Ich war ja immer schon Christin, glaubte irgendwie an Gott, war aktiv in Jugendgruppe und Gemeinde... aber Gott hatte mit meinem Leben wenig zu tun. Seit ER mich herausgerufen hat, ist alles anders geworden. Nicht aufs mal, aber in vielen - teils sehr schmerzhaften - Schritten. Preis sei IHM.

Liebe Grüsse
Mariette



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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Do 1. Dez 2005, 21:43

Hallo Berndt,

Original von Berndt
einem Katholiken sagte, "Deine Kirchenzugehörigkeit plus Taufe" retten dich nicht. Daraufhin wurde mir vorgeworfen, ich hätte kein Recht "Millionen Gläubigen den Glauben abgesprochen".


Wenn Du es genauso geschrieben hast, dann war es auch nach katholischer Lehre korrekt. Wenn ein Mensch zwar getauft und der Kirche zugehörig ist, aber nicht danach lebt, dann kann er sich leicht sehr weit von Gott entfernen. Ich denke aber, es ist von aussen nicht sichtbar, wie tief ein Mensch glaubt. Vielleicht reden Katholiken weniger von Bekehrung und von Jesus als ihrem Erlöser... aber sie sind bekehrt und glauben an IHN.

Original von Berndt Aber der 2. Satz, Marietta, da müsstest Du doch eigentlich Probleme haben mit der Kirche. Denn nach ihrer Lehre darf kein Mensch die Heilsgewissheit haben?


Heilsgewissheit dürfen wir schon haben, ... wir dürfen gewiss sein, dass Gott seine Versprechen hält.
Mein ewiges Heil kann ich nur verlieren, wenn ich "im Stand der Todsünde sterbe".
Todsünde heisst, ich habe in einer schwerwiegenden Sache gesündigt, war mir voll bewusst, dass es eine Sünde war und habs trotzdem aus freiem Willen getan. Und... ich bin bis zu meinem Tod verstockt geblieben.
Das heisst ja dann im Klartext, dass ich mich sowieso von Gott entfernt hätte, von ihm nichts mehr erwarte. Und da in der "Hölle" laut Katechismus, die schlimmste Pein darin besteht, ewig von Gott, vom Leben getrennt zu sein, hätte ich diesen Zustand ja schon selbst herbeigeführt.

Also, wenn alles so bleibt wie jetzt, zwischen Gott und mir ;), dann werd ich einmal bei IHM sein, und darauf freu ich mich.

Original von Berndt
Bitte, betrachte unsere Unterhaltung hier als fair, ich möchte keine unsinnige und provokative Diskussion. Damit meine ich mich auch selbst.


Kein Problem, Berndt, ich finde Dich fair... und schliesslich hab ich mich ja freiwillig in diese Situation begeben ;)

Liebe Grüsse
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon LordAlm » Do 1. Dez 2005, 22:22

Viele Leute meinen, dass die Kirche rette und ausser der römisch-katholischen Kirche keine andere Möglichkeit bestehe. Sie verwechseln die Kirche mit Christus. Was sagt die Heilige Schrift? Wie beantwortet die von Gott inspirierte römisch-katholische Bibel diese äusserst wichtige Frage?

JOHANNES 1,12:
«Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, denen nämlich, die an seinen Namen glauben.»

Was sagt dieses Wort? Wie kannst du ein wahrer Christ, d. h. christusähnlich, ein Kind Gottes werden? Wenn du IHN, Jesus Christus, bewusst als deinen Erlöser annimmst. Es steht nirgends ein Wort über diese oder jene Kirche — oder nicht?

JOHANNES 3,15:
«... damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren
gehen, sondern das ewige Leben haben.»

Wie? Wenn du zu der Kirche gehörst? Nein, wenn du an IHN, an Jesus Christus, glaubst.

JOHANNES 3,16:
«Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingebornen Sohn hingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.»

Auch hier nichts über die Kirche. Wieder heisst es: Jesus Christus. Alle, die an IHN glauben, haben ewiges Leben.

JOHANNES 3,36:
«Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.»

Es kommt nicht auf unsere Beziehungen zu einer Kirche an, weil sie nur Form irdischer Organisation ist. Die wahre Kirche Christi ist ein geistlicher Organismus. Alle, die zu Jesus restlos ja gesagt haben, gehören ihr an. Rasse, Sprache, Konfession, Alter oder Reichtum spielen keine Rolle. Die biblische «ecclesia» hat die Art Jesu. Es ist die weltweite Gemeinde, die Jesus Christus gleicht, weil ihre Glieder durch die Wiedergeburt IHN erlebt und erfahren haben.

JOHANNES 14,6:
«Ich bin der Weg . .. niemand kommt zum Vater
ausser durch mich.»

Jesus sagte das selber. Wenn du willst, kannst du merken, dass er nicht sagte: «Die Kirche ist der Weg, niemand kommt zum Vater ausser durch die Kirche.» Nein, meine Lieben, er sagte: «Ich bin der Weg.» Jesus Christus ist der eine und einzige Weg zu Gott, dem Vater.

1.JOHANNES 5,12:
«Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht.»

Also dieselbe inspirierte Antwort nochmals von den Lippen des Apostels Johannes. Nicht die Kirche, aber Jesus. «Wer den Sohn hat.»

APOSTELGESCHICHTE 4,12:
«Es ist in keinem andern Heil, denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, wodurch wir selig werden sollen.»

Das sagte Petrus. Es ist die autoritäre Stimme dieses grossen Apostels selbst. Was sagt er? Er erklärt, dass das Heil in keinem andern als in Jesus zu finden ist. «Kein anderer Name», d.h.: weder im Namen des Protestantismus, noch im Namen des Katholizismus, weder im Namen eines Papstes noch Priesters, der Jungfrau Maria noch eines Heiligen, ja selbst nicht durch den Namen oder die Zugehörigkeit zu einer Kirche wird das Heil erlangt. Er erwähnt: «Kein anderer Name unter dem Himmel.» Heil, sagt Petrus, ist allein und einzig in Jesus Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes. Warum also nicht zu Jesus kommen, da selbst die römisch-katholische Bibel lehrt, dass nur Jesus allein retten kann und nicht die Kirche?!

Gottes Segen LA
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Do 1. Dez 2005, 23:38

Hallo, Lordalm,

also.. ich bin nicht "viele Leute", sondern eine einzelne Frau, die von ihrem Glauben und ihrer Erfahrung erzählen möchte :)

Deinen Zitaten stimme ich zu.

Ich kann aber nicht erkennen, wie Deine Frage an mich lautet, tut mir leid. Kannst Du es bitte nochmal erläutern? Gehts Dir um mein Verhältnis zu Kirche?

Original von LordAlm

APOSTELGESCHICHTE 4,12:
«Es ist in keinem andern Heil, denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, wodurch wir selig werden sollen.»



:) ist Dir schon aufgefallen, was ich als Signatur stehen habe? Es ist mir ernst damit.

Original von LordAlm
Das sagte Petrus. ... weder im Namen des Protestantismus, noch im Namen des Katholizismus, ...


Lach.. das tönt lustig.. wie sollte Petrus vom abtrünnigen Mönch Luther schon gewusst haben... ist ironisch gemeint, gäll, verstasch mi scho.. und ich verstah au, wie Du es meinsch.

Original von LordAlm
weder im Namen eines Papstes noch Priesters, der Jungfrau Maria noch eines Heiligen, ja selbst nicht durch den Namen oder die Zugehörigkeit zu einer Kirche wird das Heil erlangt.


Ja, du.. das behauptet ja auch meine Kirche keineswegs.

Bitte präzisier Deine Frage noch, ja?

In SEINER Liebe
Mariette
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Fr 2. Dez 2005, 00:53

Marietta, ich grüsse dich.
Wir wollen jetzt nicht über Sinn und Zweck des Fegefeuers sprechen.
Aber dieser Begriff selbst oder eine ungefähre Sinngebung dafür ist nie vom Herrn Jesus erwähnt worden. Auch nicht von den Aposteln, in keinen Briefen. Vom Abbüssen jedweder Form von Strafen, egal welcher Art, steht nirgends geschrieben. Wie ist das von einem Nichtkatholiken zu verstehen?
Vielen Dank

Mit freundlichem Gruss Berndt
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon LordAlm » Fr 2. Dez 2005, 01:39

Original von Mariette M.
Hallo,
Wer hat Lust, mich zu fragen?

Liebe Grüsse und eine gesegnete Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Geburt unseres gemeinsamen Herrn wünscht

Mariette


Hallo Mariette M.,
Wenn du schon das Fest der Geburt unseres Herrn hier erwähnst, so möchte ich dich fragen: "Was hälst du von der Verehrung der Maria und zugleich sie und auch Priester oder Heilige je auch Vermittler sein zu können?".
Wer ist dein Advokat? Maria? Die Heiligen? Geister? oder allein JESUS CHRISTUS?

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Fr 2. Dez 2005, 13:15

Original von LordAlm

Hallo Mariette M.,
Wenn du schon das Fest der Geburt unseres Herrn hier erwähnst, so möchte ich dich fragen: "Was hälst du von der Verehrung der Maria und zugleich sie und auch Priester oder Heilige je auch Vermittler sein zu können?".
Wer ist dein Advokat? Maria? Die Heiligen? Geister? oder allein JESUS CHRISTUS?

Gottes Segen LA


Hallo Lordalm,

Mein Advokat ist Jesus Christus - Hebr 4,14

Maria und die Heiligen sind mir Vorbilder und Geschwister im Herrn.
Maria hat insofern eine besondere Stellung für mich, als sie uns Jesus geboren hat, und so durch ihr Ja zu Gottes Plan mitgewirkt hat an der Erlösung.

Geister kenne ich keine persönlich.. ausser dem Heiligen Geist ;)

Was ich von Marienverehrung halte...
... Wenns bei Verehrung bleibt, finde ich es ok.
Verehrung würde ich gleichsetzen mit Hochachtung entgegenbringen, ihr Gedächtnis bewahren, ihr nacheifern wollen im Gottesvertrauen.
... Wenn ein Mensch Maria bittet, sich für ihn einzusetzen bei Jesus, ist es für mich auch ok. Es ist aber nicht meine Art von Frömmigkeit. (Wir gehen als Katholische davon aus, dass Maria beim Herrn LEBT und insofern ist das kein Totenkult aus unserer Sicht.)
Ich weiss, dass die Marienfrömmigkeit manchmal Blüten treibt, die "grenzwertig" sind. Da hab ich auch Mühe damit.
Dennoch glaube ich, dass kein Mensch mal von Gott verurteilt werden wird, weil er die Mutter seines Sohnes geliebt hat.
Wenn Du möchtest, lies doch dazu mal von Scott Hahn: Königin des Himmels. (bitte nicht wegen des Titels abschrecken lassen ;), er repräsentiert nicht wirklich den Inhalt)

Über Vermittler...
Meine Kirche lehrt, dass die bei Gott lebenden Heiligen für uns Menschen Fürbitte einlegen können. Ich weiss, dass dies völlig deiner Meinung zuwiderlaufen muss, da du von toten Entschlafenen ausgehst (richtig?) und nicht von einem Himmel soll lebender Seliger. Katholiken fühlen sich mit den schon Verstorbenen als eine grosse Familie. Die einen schon an Gottes Thron, die andern noch auf der Erde. Und da ist es normal, einander um Gebet zu bitten, nicht?
Es MUSS aber kein Katholik den Umweg über Heilige nehmen. Die meisten beten direkt zu Gott - ich auch. Heilige haben einen Stellenwert als Vorbilder im Glauben für die meisten.

Der Priester als Vermittler des Heils...
.. Wie sag ich das jetzt am besten?
Ich glaube nicht, dass ich ohne Priester keinen Zugang zu Gott hätte. Der Vorhang im Tempel ist ein für allemal zerrissen und wir dürfen hinzutreten zum Allerheiligsten, alle dürfen das.
Der Priester ist von der Kirche durch seine Weihe beauftragt, die Sakramente zu feiern. Und insofern brauch ich ihn als Vermittler, der die Eucharistie feiert.

:) Hab viel geschrieben...und, fürchte ich, mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet...

Mariette
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Fr 2. Dez 2005, 13:58

Original von Berndt
Marietta, ich grüsse dich.
Wir wollen jetzt nicht über Sinn und Zweck des Fegefeuers sprechen.
Aber dieser Begriff selbst oder eine ungefähre Sinngebung dafür ist nie vom Herrn Jesus erwähnt worden. Auch nicht von den Aposteln, in keinen Briefen. Vom Abbüssen jedweder Form von Strafen, egal welcher Art, steht nirgends geschrieben. Wie ist das von einem Nichtkatholiken zu verstehen?



Grüss Dich, Berndt,

Ja, der Begriff "Fegefeuer" kommt in der Bibel nicht vor. Er wird in der katholischen Kirche auch nicht so gebraucht, sondern wir reden von Läuterungsort oder Purgatorium.

Ich selbst habe mit der Lehre vom Purgatorium lange sehr gerungen. Wie geht das mit einem barmherzigen Gott zusammen? Wie mit der Vergebung der Sünden durch den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz?

Ich hab jetzt für mich einen Weg gefunden, wie ich mir das vorstellen kann. Vielleicht kannst Du es nachvollziehen.

Zuerst:
Das Purgatorium ist NICHT ein Ort der körperlichen Qualen, sondern des seelischen Leidens. Da brennt kein Feuer, ausser dem Feuer der Liebe Gottes.
Das Purgatorium ist nicht ein Ort der Entscheidung über Rettung oder Verdammnis, sondern die Seelen dort sind schon gerettet. Sie sind aber noch nicht in der vollen Nähe zu Gott.
Das Purgatorium wurde zwar "zeitliche Strafe" genannt. Da aber nach dem Tod weder Zeit noch Ort eine Rolle spielen werden, wird auch bestimmt nicht "eine bestimmte Anzahl Tage in der Läuterung verordnet von Gott".

Ich glaube, dass das, was dann noch zwischen Gott und mir liegen könnte, nur in mir selbst begründet ist. Wenn ICH seine heilende Liebe nicht annehmen kann, werde ICH noch die Ferne spüren. ( C.S. Lewis in "Die grosse Scheidung" hat es schön beschrieben.. kennst Du das?)

Ich glaube auch, dass es sich um den Moment des Erkennens handelt. Ich glaube, dass mir dann, wenn ich Gott gegenüberstehe, schmerzlich und fast als Schock noch so einiges klar werden wird. Wie wenig ich SEINE Liebe verdiene! Wie sehr ich auf SEINE Barmhezigkeit angewiesen bin. Dieses Erkennen nenne ich "Fegefeuer". Wird es mich hindern, eine Zeitlang, mich Gott ganz zu überlassen? Oder werde ich mich sofort in seine Arme schliessen lassen?

soweit das Fegefeuer a la Marietta ;)

Nun fragst Du doch nach Sinn und Zweck, wenn Du das Abbüssen von Strafen ansprichst.
0
Ich versuch mal ein Beispiel:
angenommen, ein Freund hat Dich schwer enttäuscht. Er hat Dich um Entschuldigung gebeten und Du hast ihm verziehen. Dennoch bleibt da ein ungutes Gefühl... eure Freundschaft ist getrübt und muss sich erst neu bewähren.

Ähnlich ist es mit der Sünde. Sie zerstört die Beziehung zu Gott. Wenn ein Mensch dann umkehrt, nimmt Gott ihn wieder an. Dennoch ist das Geschehene nicht gleich vergessen. Von Gott her schon.. er wirft die Sünde ins tiefste Meer. Aber der Mensch selbst kann sich vielleicht noch nicht vergeben. Das Verhältnis der Liebe und des Vertrauens in Gott muss wieder wachsen. Busse ist dann gewissermassen die "Bewährung" als Kind Gottes. Nicht, dass Gott nicht bedingungslos verzeihen würde! Die Realität ist ja, dass Busse für vergangene Sünden und erneutes Sündigen parallel gehen, leider. Busse kann sein, Gebet, um Gottes Nähe zu spüren, SEINE Pläne zu erfahren; es kann sein Taten der Nächstenliebe; es kann sein ein geistliches Buch zu lesen oder eine Beziehung zu klären.

Ja.. und ein Teil dieser Busse findet dann eben wie oben beschrieben noch im Jenseits statt, bevor ich mich ganz IHM überlassen kann.

Für mich ist die Lehre vom Purgatorium sehr barmherzig. Denn ich muss mich nicht bei der kleinsten Sünde immer wieder ängstlich fragen, ob ich noch gerettet bin, sondern darf mich vertrauensvoll der heilenden Liebe Gottes überlassen.

Und nun meine Frage an Dich: mal abgesehen von den Begriffen... unterscheidet sich mein Verständnis sehr von Deinem? :)

Grüsse
Mariette
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Fr 2. Dez 2005, 14:20

Ja, Marietta, es unterscheidet sich sehr. Bitte, wir lassen das so stehen und machen hier kein Streitobjekt. Wir wollen unsere Unterschiedlichkeiten nicht nach dem Motto: "Wer hat recht" über die Bühne ziehen. Sprechen wir doch miteinander. Sieh mal, für mich ist wichtig: ich finde nichts in der Bibel. Es ist einfach, auch glaubensmässig, für mich nicht nachvollziehbar. Als der Schächer am Kreuz.........., Du kennst die Geschichte. Kein Wort vom Herrn: "Du musst erst durch einen Läuterungsprozess". Kein Wort davon. Andererseits, wenn es für uns Gläubige von Bedeutung wäre, würde es mit Sicherheit in der Schrift erklärt worden sein. Aber, wie gesagt, kein Wort davon. Es ist eine von Menschen gemachte Lehre, die für mich nicht verbindlich ist, es auch garnicht sein kann.

Ich achte Dich sehr, Marietta, dass Du Dich im Forum so öffentlich zur Fragenbeantwortung zur Verfügung stellst. Dazu gehört eine schöne Portion Mut.
Noch einmal: warum sollen wir bei aller Unterschiedlichkeit nicht miteinader sprechen. Ich würde aber auch nie erwarten, Marietta, dass Du meine Ansichten annimmst, nur, weil ich es gesagt habe.
Und so gesehen, wird es keine Probleme geben.
In anderen Beiträgen, allerdings, komme ich dann schon "zur Sache", wenn die Themen so aufgelegt sind.
Zum Thema "Exorzismus", z. B. Aber das lassen wir hier.

Mit freundlichem Gruss Berndt

Mit freundlichem Gruss Berndt
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Fr 2. Dez 2005, 17:52

Original von Berndt
Ja, Marietta, es unterscheidet sich sehr. Bitte, wir lassen das so stehen


Ja, ok, Berndt! Hallo...

Original von Berndt Wir wollen unsere Unterschiedlichkeiten nicht nach dem Motto: "Wer hat recht" über die Bühne ziehen.


Ja, Du hast recht. :) Ich hab halt manchmal die Hoffnung, dass die Unterschiede doch überwindbarer wären... Mariette gibt nicht auf.

Weisst Du, ich hab im Kontakt mit Christen aus anderen Konfessionen schon soviele Anregungen bekommen. Dinge mal mit andern Augen zu sehen, die Bibel mal mit anderer Brille zu lesen. Manche Nachfragen bringen mich dazu, über das eigene nachzudenken und mir zu überlegen: "ist das wirklich mein Glaube"?
Ich habe nie mehr über meine Konfession erfahren als in den letzten Jahren, als ich gezwungen war, mich in Originaldokumente zu vertiefen, den Katechismus zu lesen, damit ich fundiert antworten kann. Ich finde diese Gespräche für mich sehr fruchtbar und freue mich immer, wenn ich Leute finde, die wie Du fair und interessiert diskutieren. :)

Mir geht es eigentlich auch nicht darum, rauszuarbeiten, wer denn "recht hat". Ich will versuchen, andern nahezubringen, was ich glaube, weil ich nicht anhand von unrichtigen Vorurteilen beurteilt werden möchte. Ich habe aber nicht den Anspruch, Dich oder andere hier zu überzeugen.

Zum Schächer am Kreuz noch....

Ja, Jesus hat ihm versprochen: Heute noch!
Und das nehme ich ernst. Ich glaube, dieser Verbrecher hat sich damals so mit Haut und Haar an Jesus ausgeliefert, so total auf IHN vertraut, dass er dadurch wirklich ganz nah zu Gott gekommen ist.

Nochmal zur Präzisierung: Ich wünsche mir natürlich, dass dieses schmerzhafte Erschrecken nur einen kurzen Augenblick lang währen wird. Ich hoffe darauf, dass ich gleich nach meinem Tod in Gottes Herrlichkeit sein darf. Es gibt Zeiten in meinem Leben als Christin, da bin ich Jesus so nah, dass ich mir ganz sicher bin...

( In Klammern werde ich Dir etwas verraten:
diese ganze Geschichte um Fegefeuer.. um Sündenstrafen und Ablässe.. brrrr.. das ist etwas von den Dingen, wo ich mir vorstellen könnte, dass meine Kirche zuwenig Vertrauen in Gottes Barmherzigkeit hat. Es sind diese Dinge, über die ich immer wieder nachdenke, wie ich dennoch einen Konsens herstellen kann zwischen Lehre und meinem Gefühl. Ich vertrete die Lehre vom Purgatorium nicht mit Feuer und Flamme... aber sie hindert mich auch nicht, in der Kirche zu bleiben. Als Katholikin bin ich bereit, meine "alte Mutter Kirche" weiter zu (er)tragen, auch wenn mir Dinge Mühe machen oder ich sie garnicht verstehe. Ich bin in der Kirche voll Hoffnung, Glaube, Liebe... )

Liebe Grüsse auch Dir
Mariette
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Fr 2. Dez 2005, 18:47

Danke Maretta, Grüsse auch Dir.
Wir wissen, dass wir alle nicht vollkommen sind. Und was ich glaubensmässig heute für mich unterschreiben könnte, ....., kann morgen Schnee von gestern sein, um es einmal krass zu sagen. Ich vertrete heute den Standpunkt, den ich heute habe. In einem Jahr sind wieder neue Erkenntnisse dazu gekommen und so soll es sein. Weisst Du, ich habe Literatur von Ex-Katholiken gelesen, (neuerdingts auch ein Video gesehen), das mich in meinem Denken gestärkt hat. Damit wir uns richtig verstehen, Marietta, die protestantische Kirche, die auch mit ihrer "Lehre", ist genau so zu hinterfragen. Mag sein, dass ich ein Hardliner bin. Aber die Bibel ist für mich der Masstab aller Dinge.
Die Grabenkriege innerhalb der christlichen Religion, egal, welcher Schattierung, ist doch begründet auf die unterschiedliche Definition "der Lehre". Jeder hat seine Erkenntnis" und so bildeteten sich die Gruppierungen mit ihren, mehr oder weniger, "richtigen Lehre" Und sie merken nicht, dass sie sich damit "astronomisch" voneinander entfernt haben. Und deshalb sieht die "christliche Religion" so aus, wie sie heute aussieht.
Hier braucht der Einzelne die göttliche Weisheit, um dieser Situation standhalten zu können.
Mit freundlichem Gruss Berndt
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon LordAlm » Sa 3. Dez 2005, 02:35

Original von Berndt
Und was ich glaubensmässig heute für mich unterschreiben könnte, ....., kann morgen Schnee von gestern sein, um es einmal krass zu sagen. Ich vertrete heute den Standpunkt, den ich heute habe. In einem Jahr sind wieder neue Erkenntnisse dazu gekommen und so soll es sein.

Hallo Berndt,
Beruht denn dein Glaube auf Standpunkte? Heute so und Morgen anders? Wie soll ich das verstehen? Ein Christ wie du von dir behauptest, sollte meines Erachtens stark im Glauben sein, egal welch neue Erkenntnisse. Oder habe ich dich falsch verstanden? Oder glaubst du, der Glaube ist auch einer Evolution unterworfen?

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon LordAlm » Sa 3. Dez 2005, 03:05

Original von Mariette M.
Ich glaube nicht, dass ich ohne Priester keinen Zugang zu Gott hätte.
Mariette
Hallo Mariette M.,
Was sagst du denn zur Idee des Papsttums, was doch auf´s engste mit dem römisch-katholischen Kirchenverständnis zusammen hängt? Die katholische Lehre versteht die Kirche als fortgesetzte Inkarnation Christi. Pius XII.(1939-1958 ) sah in ihr sogar "ein zweiter Christus".

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Sa 3. Dez 2005, 04:28

Lord Alm ,ich möchte meine Aussage präzisieren. Zunächst einmal: nein, ich glaube nicht an die natürliche selbständige "Höherentwicklung" im Sinne der Evolution. Aber ich denke, das auch das Glaubensleben einem Wachstum unterworfen ist. So beginne ich mich erst heute, nach vielen Jahren des Glaubensleben für "Vorherbestimmung und Auserwählung" zu interessieren. Ein Thema, hochinteressant,das für mich bis jetzt keine Bedeutung hatte. Und so habe ich heute einen "Glaubensstandpunkt, den ich vor einem Jahr, zum Beispiel noch nicht hatte.

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon LordAlm » Sa 3. Dez 2005, 05:56

Hallo Berndt,
Ja so kann ich das verstehen, eben Wachstum im Glauben. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber Glaube hat mit Wissen eigentlich nichts zu tun, sondern eher mit Vertrauen. Viele wissens und glaubens trotzdem nicht.

Meinst du diese Bibelstelle (Matth. 22,14), "Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt"?
Ich meine, Gott ruft jeden Menschen. Wenn wir nicht antworten, das Rufen Gottes ignorieren, wenn wir auf die Wahrheit keine Reaktion zeigen, umkehren und zum Glauben kommen, dann kann Gott uns auch nicht erwählen. Gott zwingt uns nicht. Es gibt im Himmel nur Freiwillige!

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Wolfi » Sa 3. Dez 2005, 07:55

@ Mariette M. :

Ja, Du hast recht. :) Ich hab halt manchmal die Hoffnung, dass die Unterschiede doch überwindbarer wären... Mariette gibt nicht auf.

Solange Du an der Zugehörigkeit zu einer Kirche festhalten willst, wird Deine Hoffnung wohl nicht in Erfüllung gehen können...

Weisst Du, ich hab im Kontakt mit Christen aus anderen Konfessionen schon soviele Anregungen bekommen. Dinge mal mit andern Augen zu sehen, die Bibel mal mit anderer Brille zu lesen. Manche Nachfragen bringen mich dazu, über das eigene nachzudenken und mir zu überlegen: "ist das wirklich mein Glaube"?

Aber bei allem Nachfragen und allen neuen Erkenntnissen scheinst Du Dir bis anhin immer gesagt zu haben: "Wie auch immer, ich glaube trotzdem an die kath. Kirche." Ich frage mich gerade, ob es denn überhaupt etwas geben könnte, was Dich den Stab mit Deiner aktuellen Glaubensgemeinschaft, der kath. Kirche, brechen lassen könnte?-

Mir geht es eigentlich auch nicht darum, rauszuarbeiten, wer denn "recht hat". Ich will versuchen, andern nahezubringen, was ich glaube, weil ich nicht anhand von unrichtigen Vorurteilen beurteilt werden möchte. Ich habe aber nicht den Anspruch, Dich oder andere hier zu überzeugen.

Eine sehr noble und selten zu findende Einstellung für eine Christgläubige...

Ja, Jesus hat ihm versprochen: Heute noch!
Und das nehme ich ernst. Ich glaube, dieser Verbrecher hat sich damals so mit Haut und Haar an Jesus ausgeliefert, so total auf IHN vertraut, dass er dadurch wirklich ganz nah zu Gott gekommen ist.

Tja, wenn man da wegen seiner Verbrechen am Kreuz hängt und kein Vertrauen in sich selber haben kann, dann ist es für mich durchaus verständlich, dass man seinen Glauben in den Nächstbesten setzt. Am Kreuz hängend kannst Du Dich ja schwerlich aufmachen, um nach etwas Anderem zu suchen... ;)

Es gibt Zeiten in meinem Leben als Christin, da bin ich Jesus so nah, dass ich mir ganz sicher bin...

Dir scheint´s mit Jesus so zu gehen, wie mir halt mit Gott. ;)

..., dass meine Kirche zuwenig Vertrauen in Gottes Barmherzigkeit hat.

Wenn Deine Kirche nun mal nicht selber schon vor Barmherzigkeit strotzt, wie sollte sie denn dieses Vertrauen in Gott haben können?-

Als Katholikin bin ich bereit, meine "alte Mutter Kirche" weiter zu (er)tragen, auch wenn mir Dinge Mühe machen oder ich sie gar nicht verstehe. Ich bin in der Kirche voll Hoffnung, Glaube, Liebe... )

Mitgegangen - mitgefangen (-gehangen)...

Noch ein kleiner Gedanke: Ihr habt vorab in diesem Thread schon mal davon gesprochen, dass Christen in ihrem Erdenleben erst vom Tod zum Leben finden müssten?- Warum, frage ich mich dabei gerade, setzt sich die Kirche dann so vehement radikal und absolut gegen Abtreibungen ein?- Komisch, dass ausgerechnet bei Ungeborenen plötzlich von schützenswertem Leben die Rede ist, oder nicht?! Hmmm....
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Wolfi » Sa 3. Dez 2005, 08:04

@ LordAlm :
Ja so kann ich das verstehen, eben Wachstum im Glauben.

Wachstum im Glauben ist jedoch nur möglich, wenn man sich nicht stur an sein aktuelles Glaubensbild klammert. Bei wem in diesem Forum also Wachstumspotenzial vorhanden zu sein scheint und bei wem nicht, kann Jeder leicht selber feststellen... ;)

Aber Glaube hat mit Wissen eigentlich nichts zu tun, sondern eher mit Vertrauen.

Leider schon wieder falsch, lieber LA: Es gibt doch so was wie einen "Kinderglauben" (kindlicher Glauben). Erst durch das Aneignen von viel Wissen kann dann daraus ein etwas reiferer Glauben erwachsen... ;)

Ich meine, Gott ruft jeden Menschen.

Warum sollte uns Gott rufen, wenn er es uns ja völlig überlässt, ob wir zu ihm finden wollen oder nicht?- :?

Schönes Schnee schaufeln!
lg, wolfi
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon SunFox » Sa 3. Dez 2005, 08:34

Original von Wolfi
@ LordAlm :
Ja so kann ich das verstehen, eben Wachstum im Glauben.

Wachstum im Glauben ist jedoch nur möglich, wenn man sich nicht stur an sein aktuelles Glaubensbild klammert. Bei wem in diesem Forum also Wachstumspotenzial vorhanden zu sein scheint und bei wem nicht, kann Jeder leicht selber feststellen... ;)


Na Wolfi? :D

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Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Sa 3. Dez 2005, 10:53


Erst durch das Aneignen von viel Wissen kann dann daraus ein etwas reiferer Glauben erwachsen... ;)


Antwort:
Ein Hirtenjunge aus Hinterindien, "der Jesus hat", ist dem "Theologieprofessor, "der Jesus nicht hat", um Längen und Weiten voraus.

Mit freundlichem Gruss Berndt

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Berndt » Sa 3. Dez 2005, 10:59

LordAlm, Du hast den Nagel auf den Kopf getrofen. Genau so ist es.
Du schreibst:
Meinst du diese Bibelstelle (Matth. 22,14), "Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt"?
Ich meine, Gott ruft jeden Menschen. Wenn wir nicht antworten, das Rufen Gottes ignorieren, wenn wir auf die Wahrheit keine Reaktion zeigen, umkehren und zum Glauben kommen, dann kann Gott uns auch nicht erwählen. Gott zwingt uns nicht. Es gibt im Himmel nur Freiwillige!
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Sa 3. Dez 2005, 23:17

Hallo Wolfi,


Original von Wolfi
Aber bei allem Nachfragen und allen neuen Erkenntnissen scheinst Du Dir bis anhin immer gesagt zu haben: "Wie auch immer, ich glaube trotzdem an die kath. Kirche." Ich frage mich gerade, ob es denn überhaupt etwas geben könnte, was Dich den Stab mit Deiner aktuellen Glaubensgemeinschaft, der kath. Kirche, brechen lassen könnte?-


Nein, nicht trotzdem.... es ist eher ein "jetzt erst recht". Ich habe einfach bisher - für mich - nichts besseres gefunden... warum sollte ich also einen Stab brechen wollen?

Original von Wolfi
Tja, wenn man da wegen seiner Verbrechen am Kreuz hängt und kein Vertrauen in sich selber haben kann, dann ist es für mich durchaus verständlich, dass man seinen Glauben in den Nächstbesten setzt. Am Kreuz hängend kannst Du Dich ja schwerlich aufmachen, um nach etwas Anderem zu suchen... ;)

Nun, immerhin war da ja noch der andere, der Jesus verspottet hat. DAS wär auch eine mögliche Reaktion gewesen.

Original von Wolfi
Es gibt Zeiten in meinem Leben als Christin, da bin ich Jesus so nah, dass ich mir ganz sicher bin...

Dir scheint´s mit Jesus so zu gehen, wie mir halt mit Gott. ;)


Ist denn Jesus und Gott nicht ein und derselbe? Für mich schon. Wobei ich halt das Gefühl der Nähe eher zu Christus spüre, immerhin war er mal Mensch wie ich. Beim Vater ist da eher der Gedanke an Allmacht und Majestät...und unendliche Barmherzigkeit.

Original von Wolfi
Mitgegangen - mitgefangen (-gehangen)...


Das tönt so negativ... ich glaub nicht, dass meine Kirche mich da in was reinzieht.

Original von Wolfi
Noch ein kleiner Gedanke: Ihr habt vorab in diesem Thread schon mal davon gesprochen, dass Christen in ihrem Erdenleben erst vom Tod zum Leben finden müssten?- Warum, frage ich mich dabei gerade, setzt sich die Kirche dann so vehement radikal und absolut gegen Abtreibungen ein?- Komisch, dass ausgerechnet bei Ungeborenen plötzlich von schützenswertem Leben die Rede ist, oder nicht?! Hmmm....

Du, da hab ich jetzt grad den Zusammenhang nicht. Erklär es bitte nochmal. Denkst Du, dass wir das Leben geringschätzen?

Liebe Grüsse
Mariette
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Re: Rede und Antwort

Beitragvon Mariette M. » Sa 3. Dez 2005, 23:37

Original von LordAlm

Was sagst du denn zur Idee des Papsttums, was doch auf´s engste mit dem römisch-katholischen Kirchenverständnis zusammen hängt? Die katholische Lehre versteht die Kirche als fortgesetzte Inkarnation Christi. Pius XII.(1939-1958 ) sah in ihr sogar "ein zweiter Christus".

Gottes Segen LA


Hallo Lordalm,

Ich denke, dass ein so riesiger Apparat, wie die röm.kath. Kirche über die Jahrhunderte geworden ist, einen Leitungsstab braucht.

Der Papst ist für mich derjenige, der letztverbindlich die (Lehr-)Entscheidungen trifft, natürlich abgestimmt mit dem Bischofskollegium.

Das "zweiter Christus" bezieht die Kirche, soweit ich weiss, auf die Priester. Sie sollen wie Christus im Dienst der Menschen stehen.

Kirche versteht sich einerseits als Leib Christi - frei nach Paulus. Ein anderes Bild ist die Braut Christi, das neue Jerusalem. Wieder ein anderes das Gottesvolk auf dem Weg...
Jedes der Bilder drückt eine andere Wirklichkeit von Kirche aus.

Grüsse
Mariette

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Re: Rede und Antwort

Beitragvon LordAlm » So 4. Dez 2005, 02:17

Hallo Mariette M.,
Es ist bewundernswert, wie du einer falschen Lehre geschickt und bewusst ausweichen kannst. Nämlich so, dass du die gestellte Frage nicht direkt beantworten musst.
Bitte versteh mich nicht falsch, ich will nicht schüren, sondern einfach der Wahrheit auf den Grund gehen.

2. KORINTHER 5,17:
„Wenn deshalb jemand ein neues Geschöpf in Christo geworden ist, so hat das Alte aufgehört, siehe, alles ist neu geworden.“

An alle Katholisch Gläubigen,
Nun, willst du/ihr dem siegenden Wort Gottes in der römisch-katholischen Bibel glauben, oder ziehst du/ihr die Menschenlehre vor? Das fordert eine lebenswichtige Entscheidung von dir/euch: für oder wider Christus! Bedenket, dass es auf der ganzen Welt nur zwei Möglichkeiten des Glaubens gibt: die Gabe Gottes oder -- die Menschenlehre. Die Religion der Menschen entstammt sündigen Werken nach eigenem Gutdünken, in Fasten und Gebetskult oder im Gehorsam gegenüber den Dogmen einer Kirche. Das ist der Irrtum der Selbsterlösung. -- Gottes Gabe im vollendeten Erlösungswerk Jesu Christi, seines Sohnes aber, erfordert den Schritt des Glaubens. Einen Sünder ohne Opfer muss Gott verdammen. Gott kann nur dort Sünde vergeben, wo die Bedingung eines ihm genügsamen Pfandes zur Sühne erfüllt ist. Es gibt nur eines: Jesus, das Lamm Gottes. Gott kann nur IHN akzeptieren, weil ER ohne Sünde war. Jesus bezahlte unsre Schuld vor Gott durch die Hingabe seines heiligen Lebens.

RÖMER 1, 17:
„Der Gerechte aber lebt aus dem Glauben.“
„Das macht Jesus Christus zu unserem Erlöser.“
Darum, liebe Freunde, kehret um von allem Verlass auf dich/euch selbst, auf deine/eure eigene Kraft, auf all deine/eure Werke oder Sakramentsübungen, und öffnet dein/euer Herz Jesum Christum. Nehmt Ihn als deinen/euren persönlichen Retter an. Rechne mit seinem für deine/eure Sünden vergossenen Blut. Trauet IHM zu, dass er sein Leben für deine/meine/eure Sünden richten liess, damit du/ich/wir leben können.

Gottes Segen LA
Nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) reden.
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