Katholische Kirche

Diskussion und Fragen zur römisch-katholischen Kirche

Moderator: bigbird

Re: Katholische Kirche

Beitragvon rejo » So 25. Sep 2005, 14:36

Original von SunFox
Eindeutige Klarstellung an unsere Schriftgelehrten hier!

Markus 3,31-35: "Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter."

Im roten Teil geht es um die leibliche Mutter von Jesus, sowie seinen Brüdern und Schwestern!
Dann stellt Jesus eine Frage, und beantwortet diese selbst!
Er sagt nämlich wer seine Brüder und Schwestern sind!
Dieses in Abgrenzung zu seinen leiblichen Geschwistern!

Viele Grüße von SunFox



Hallo SunFox,

so habe ich auch lange gedacht. Eigentlich ist das normal, diese Textstelle so interpretieren zu wollen.

Dabei übersieht man aber, dass die Literaturgattung Evangelien etwas ganz Eigenes ist. Dem muss man bei der Exegese gerecht werden. Tut man es nicht, den "Sitz im Leben" dieser Literatur zu beachten, wird man hie und da zu irrigen Ergebnissen kommen.

Zunächst gilt zu beachten, dass wir neben den anerkannten Evangelien auch noch die Apokryphen haben. Unter denen gibt es eines, das Thomasevangelium, das uns einen Eindruck einer Logiensammlung vermitteln kann.
Beim Lesen vieler dieser Logien oder Lehrsprüche fiel mir auf, dass manche mir von ihrer Bedeutung und ihrer Sinnausage her unerklärlich blieben.

In den anerkannten Evangelien jedoch sind die Logien in einen Kontext eingebunden, sodass der Evangelist durch seine redaktionelle Arbeit das Verstehen der Logien vorgibt.

Daher sind die Evangelien keine historisierende Biographie Jesu sondern Lehrschriften um die Botschaft Jesu verständlich zu machen: Alle Aussagen sind in einen Kontext eingebunden, der unserem Verstehen einen Verständnisrahmen vorgibt. Dieser Rahmen ist auf die Leser von vor 1900-1800 Jahren gemünzt. Für sie als Adressaten sind die Evangelien gedacht.
In unserem Falle "der Brüder und Schwestern Jesu" geht es nicht um reale semitische Verhältnisse, sondern um die Welt der Adressaten. Sie sollen die Botschaft der Textstelle verstehen können.
Die Botschaft signalisiert dem Hörer, dass bei Jesus nicht die Blutsverwandtschaft zählt, sondern die Einstellung zu ihm.
Daher kann die betreffende Textstelle nicht zur Klärung der familiären Situation Jesu herangezogen werden. Die Erwähnung der Geschwister Jesu dient hier den Zwecken der Botschaft, die damit erklärt und transportiert werden kann. Und so geht eine historisierende Deutung an der Informationsabsicht des Evangelisten vorbei.

Man muss als Leser eben beachten, worauf es dem Evangelisten ankommt und nicht auf seiner Wunschauslegung beharren wollen.

Gruß

Rejo
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon Kybernet » So 25. Sep 2005, 15:29

Original von SunFox
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Markus 3,31-35: "Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter."

Im roten Teil geht es um die leibliche Mutter von Jesus, sowie seinen Brüdern und Schwestern!
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Viele Grüße von SunFox




Das war der eindeutige Beweis. Danke, SunFox. :D
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon jeremia » So 25. Sep 2005, 17:46

Original von rejo
Original von SunFox
Eindeutige Klarstellung an unsere Schriftgelehrten hier!

Markus 3,31-35: "Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter."

Im roten Teil geht es um die leibliche Mutter von Jesus, sowie seinen Brüdern und Schwestern!
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Viele Grüße von SunFox



Hallo SunFox,

so habe ich auch lange gedacht. Eigentlich ist das normal, diese Textstelle so interpretieren zu wollen.

Dabei übersieht man aber, dass die Literaturgattung Evangelien etwas ganz Eigenes ist. Dem muss man bei der Exegese gerecht werden. Tut man es nicht, den "Sitz im Leben" dieser Literatur zu beachten, wird man hie und da zu irrigen Ergebnissen kommen.

Zunächst gilt zu beachten, dass wir neben den anerkannten Evangelien auch noch die Apokryphen haben. Unter denen gibt es eines, das Thomasevangelium, das uns einen Eindruck einer Logiensammlung vermitteln kann.
Beim Lesen vieler dieser Logien oder Lehrsprüche fiel mir auf, dass manche mir von ihrer Bedeutung und ihrer Sinnausage her unerklärlich blieben.

In den anerkannten Evangelien jedoch sind die Logien in einen Kontext eingebunden, sodass der Evangelist durch seine redaktionelle Arbeit das Verstehen der Logien vorgibt.

Daher sind die Evangelien keine historisierende Biographie Jesu sondern Lehrschriften um die Botschaft Jesu verständlich zu machen: Alle Aussagen sind in einen Kontext eingebunden, der unserem Verstehen einen Verständnisrahmen vorgibt. Dieser Rahmen ist auf die Leser von vor 1900-1800 Jahren gemünzt. Für sie als Adressaten sind die Evangelien gedacht.
In unserem Falle "der Brüder und Schwestern Jesu" geht es nicht um reale semitische Verhältnisse, sondern um die Welt der Adressaten. Sie sollen die Botschaft der Textstelle verstehen können.
Die Botschaft signalisiert dem Hörer, dass bei Jesus nicht die Blutsverwandtschaft zählt, sondern die Einstellung zu ihm.
Daher kann die betreffende Textstelle nicht zur Klärung der familiären Situation Jesu herangezogen werden. Die Erwähnung der Geschwister Jesu dient hier den Zwecken der Botschaft, die damit erklärt und transportiert werden kann. Und so geht eine historisierende Deutung an der Informationsabsicht des Evangelisten vorbei.

Man muss als Leser eben beachten, worauf es dem Evangelisten ankommt und nicht auf seiner Wunschauslegung beharren wollen.

Gruß

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Re: Katholische Kirche

Beitragvon SunFox » So 25. Sep 2005, 23:06

Original von jeremia
Original von rejo
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Eindeutige Klarstellung an unsere Schriftgelehrten hier!

Markus 3,31-35: "Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter."

Im roten Teil geht es um die leibliche Mutter von Jesus, sowie seinen Brüdern und Schwestern!
Dann stellt Jesus eine Frage, und beantwortet diese selbst!
Er sagt nämlich wer seine Brüder und Schwestern sind!
Dieses in Abgrenzung zu seinen leiblichen Geschwistern!

Viele Grüße von SunFox



Hallo SunFox,

so habe ich auch lange gedacht. Eigentlich ist das normal, diese Textstelle so interpretieren zu wollen.

Dabei übersieht man aber, dass die Literaturgattung Evangelien etwas ganz Eigenes ist. Dem muss man bei der Exegese gerecht werden. Tut man es nicht, den "Sitz im Leben" dieser Literatur zu beachten, wird man hie und da zu irrigen Ergebnissen kommen.

Zunächst gilt zu beachten, dass wir neben den anerkannten Evangelien auch noch die Apokryphen haben. Unter denen gibt es eines, das Thomasevangelium, das uns einen Eindruck einer Logiensammlung vermitteln kann.
Beim Lesen vieler dieser Logien oder Lehrsprüche fiel mir auf, dass manche mir von ihrer Bedeutung und ihrer Sinnausage her unerklärlich blieben.

In den anerkannten Evangelien jedoch sind die Logien in einen Kontext eingebunden, sodass der Evangelist durch seine redaktionelle Arbeit das Verstehen der Logien vorgibt.

Daher sind die Evangelien keine historisierende Biographie Jesu sondern Lehrschriften um die Botschaft Jesu verständlich zu machen: Alle Aussagen sind in einen Kontext eingebunden, der unserem Verstehen einen Verständnisrahmen vorgibt. Dieser Rahmen ist auf die Leser von vor 1900-1800 Jahren gemünzt. Für sie als Adressaten sind die Evangelien gedacht.
In unserem Falle "der Brüder und Schwestern Jesu" geht es nicht um reale semitische Verhältnisse, sondern um die Welt der Adressaten. Sie sollen die Botschaft der Textstelle verstehen können.
Die Botschaft signalisiert dem Hörer, dass bei Jesus nicht die Blutsverwandtschaft zählt, sondern die Einstellung zu ihm.
Daher kann die betreffende Textstelle nicht zur Klärung der familiären Situation Jesu herangezogen werden. Die Erwähnung der Geschwister Jesu dient hier den Zwecken der Botschaft, die damit erklärt und transportiert werden kann. Und so geht eine historisierende Deutung an der Informationsabsicht des Evangelisten vorbei.

Man muss als Leser eben beachten, worauf es dem Evangelisten ankommt und nicht auf seiner Wunschauslegung beharren wollen.

Gruß

Rejo
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Wer etwas anderes daraus lesen will, der kann es gerne machen, ich halte mich an sein Wort!

Was soll uns denn dies Begebenheit vermitteln?

Jesus war im Haus Gottes, und was tat er da?

Er erklärte seinen Brüdern und Schwestern im Glauben die Botschaft Gottes, er gab Zeugnis von seinem himmlischen Vater und teilte ihnen mit, warum er auf diese Erde kam!

Plötzlich steht seine leibliche (irdische) Verwandtschaft vor der Tür, und wollen IHN abholen! Man will sich gemeinsam auf den Weg nachhause machen! Jesus sah aber keine Veranlaßung dazu, denn sein Auftrag war ein anderer!

Dazu muß man das Jesuswort hinzunehmen: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!"

Was sollte er also mit seinen leiblichen Brüdern und Schwestern, und auch seiner Mutter, nachhause gehen!

Vollkommen unwichtig und nicht sein Auftrag!

Darum ist diese Begebenheit in der Bibel mit aufgenommen worden!

Unser Auftrag ist nicht anders: "Ihr sollt meine Zeugen sein!"

Jesus gab uns hier ein Vorbild!

Wir sollen uns nicht von jemandem zurückhalten laßen, wenn wir die Botschaft Jesu verkünden, auch nicht durch unsere Eltern, Geschwister oder sonstige Verwandtschaft!

Jesus sagte uns: "Folget mir nach!"

Und wer bei dieser sich vor rund 2000 Jahren zugetragenen Begebenheit dabei war, der darf mich gerne berichtigen!

Ansonsten glaube ich dem Wort!

Viele Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon jeremia » So 25. Sep 2005, 23:48

Original von SunFox
Und wer bei dieser sich vor rund 2000 Jahren zugetragenen Begebenheit dabei war, der darf mich gerne berichtigen!

Ansonsten glaube ich dem Wort!

Viele Grüße von SunFox


dann fühle dich rein, wie menschen vor 2000 jahren lebten, lerne aramäisch und altgriechisch, mach dich mit orientalistik bekannt und dann lies den text griechisch. könnte sein, dass du dann - neben der möglichkeit, dass tatsächlich leibliche geschwister gemeint waren - auch die andere, katholische möglichkeit in betracht ziehst ;)
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon SunFox » Mo 26. Sep 2005, 00:43

Original von jeremia
Original von SunFox
Und wer bei dieser sich vor rund 2000 Jahren zugetragenen Begebenheit dabei war, der darf mich gerne berichtigen!

Ansonsten glaube ich dem Wort!

Viele Grüße von SunFox


dann fühle dich rein, wie menschen vor 2000 jahren lebten, lerne aramäisch und altgriechisch, mach dich mit orientalistik bekannt und dann lies den text griechisch. könnte sein, dass du dann - neben der möglichkeit, dass tatsächlich leibliche geschwister gemeint waren - auch die andere, katholische möglichkeit in betracht ziehst ;)


Hallo jeremia,

da kann sich heutzutage kaum einer richtig hineinversetzen!

Da nutzt auch kein Aramäisch und Altgriechisch! Und Orientalistik wie wir sie heute kennen?

"Was nutzt es mir wenn ich die ganze Welt gewönne, und hätte doch keine Liebe in mir!"

Sicherlich kann man auch die katholische Möglichkeit in Betracht ziehen, aber es ist doch sehr unwahrscheinlich!
Es ist in diesem Punkt zuviel Spekulation, also nehme ich es so hin wie es da steht!

Es wurde als Begebenheit erzählt, also warum sollte ich aus dem wahrhaftigen Wort Gottes etwas anderes lesen?
Wenn Gott uns hier etwas anderes hätte sagen wollen, dann wäre es nicht so formuliert worden, damit sich 2000 Jahre später die Menschen den Kopf darüber zerbrechen müßen!

Warum sollte denn Jesus keine leiblichen Geschwister mehr haben? Was wäre so schlimm daran?

"Seid fruchtbar und mehret euch!"

Galt das für Maria nicht?

Es ist auch eine Anweisung Gottes!

Viele Grüße von SunFox
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon gfc » Mo 26. Sep 2005, 09:23

Original von SunFox
Man hat ja auch soviel Ahnung, was in der Kultur vor 2000 Jahren so üblich war und was nicht! 8-)

Hauptsache das Lehrgebäude steht! ;)

Viele Grüße von SunFox

PS: Selbst die Bibelschreiber aus einer gleichen Zeit haben schon unterschiedliche Ausdrucksweisen!
Da müßen wir nicht auch noch etwas hineindeuten, was da nicht steht!


Ich find dich ein wenig schizophren.

Auf die einte Seite behauptest du, es sei beinahe unmöglich, die Kultur vor 2000 Jahren zu ergründen, auf der anderen, es sei möglich über 5000 Jahre einen Kalender zu führen (sonst wäre deine Sabbat-Lehre nicht möglich) 8-)
"Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends." - Winston Churchill
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon rejo » Mo 26. Sep 2005, 17:04

Hallo SunFox,

für meinen Geschmack willst du den besagten Text überstrapazieren. Worum geht es in dem Text? Mehr darum, dass Jesus noch Geschwister gehabt haben soll oder um die Botschaft, dass jeder Mensch ihm so nahe sein kann, wie seine Mutter und seine Geschwister? Um dieses Verhältnis zu ihm verständlich machen zu können, muss der Evangelist zum Verstehen der Botschaft Jesu eine Vorlage bringen, damit der Leser und Hörer verstehen kann, wie Jesus sich das Verhältnis der Gläubigen zu ihm vorstellt. Deshalb eben die Aussage von seinen Geschistern. Wie weit das historische Realität war, darüber will sich der Evangelist nicht eigens auslassen. Oder steht dazu Näheres im Text?

Gruß

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Re: Katholische Kirche

Beitragvon Grasy » Mo 26. Sep 2005, 17:59

Hallo,

Original von SunFox
"Was nutzt es mir wenn ich die ganze Welt gewönne, und hätte doch keine Liebe in mir!"


Ich glaube da ist viel dran und wenn ich hier erst studieren muss um Maria als Fürbitter in betracht ziehen zu können dann frage ich mich ob das notwendig ist? Was erwarte ich mir davon?

Wenn ich das mal mit der Kirche "hier" und der Kirche "im himmlischen Reich" offen lasse, dann frage ich mich was ich von Maria wirklich weiß - oder was Maria wohl von mir weiß (oder ob sie das überhaupt tut), daß ich sie wirklich als Fürbitterin "einspannen" sollte?
Die Stellen in der Bibel wo etwas über Maria berichtet wird reichen für mich gerade aus daß ich annehmen kann daß sie eine sehr brave Frau gewesen sein muss.
Über ihr christliches Leben steht ja kaum etwas drin und das obwohl die Bibel ein ziemlich dickes Buch ist :)
Was ich aber sehr wohl lesen kann ist daß sie sich selbst nie irgendwie hervorgehoben hat. Sie hat sich in der Bibel auch niemals als Mutter Gottes bezeichnet, sondern:

Luk 1:38 (Elberfelder + Fußnoten): "Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd (O. Sklavin; so auch v 48-) des Herrn; es geschehe mir nach deinem Worte. Und der Engel schied von ihr."

Das sagt doch schon viel aus und gibt mir Anlass zu glauben daß sie eine brave und gottesfürchtige Frau war - und als solche würde sie schon mal ziemlich sicher jegliche Statue von ihr ablehnen. Wer - der sich demütig unter Gott ordnet - würde es sich gefallen lassen so verehrt zu werden, anstatt direkt auf Gott zu verweisen? Würdet ihr das nicht tun? Sklavin Maria, Schwester im Herrn - emporgehoben in den Himmel und verehrt durch viele Denkmäler?? - Hier prallen doch Welten aufeinander, oder?

Ich habe eine leibliche Schwester mit der ich in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen bin - und Gott sei´s gedankt ich sehe sie heute als meine geistliche Schwester :)
Doch ich käme jetzt nicht auf die Idee ständig bei ihr anzurufen und ihr (ein pauschales) Fürbitten für mich aufzutragen obwohl ich sie schon lange kenne.
Was soll ich von einem "bitte für uns Sünder" halten? Wenn mich andererseits meine Schwester jeden Tag anrufen würde und mir ein "bitte für mich Sünder" auftragen würde - dann würde ich sie wohl bald mal in Liebe zurechtweisen und ihr in etwa so sagen: "Hör mal - Vertraue Jesus - Gott liebt dich! Dich persönlich! Er kennt deinen Namen! Wenn du wirklich ein besonderes Gebetsanliegen hast - zögere nicht - ich, bin dein Bruder und bete gern für dich, weil ich dich kenne und dich gern habe. Aber vor allem anderen, rede du mit Gott!"

Joh. 1:12-13 (Elberfelder): "so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, 13 welche nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind."

Ich muss ehrlich gestehen. Ich kenne weder Maria noch Henoch noch Noah, noch Elia noch Daniel persönlich. Warum sollte ich irgend jemanden von ihnen bitten, für mich zu bitten?
Entweder sie kennen und lieben mich - dann werden sie es, wenn es Sinn macht, doch hoffentlich auch so tun - oder eben nicht - was soll dann das ständige bitten meinerseits?
Aus meiner Sicht wird hier sehr leicht das Zentrum verrückt und das unnotwendiger Weise (Jesus hat uns doch den Zugang zum Vater ermöglicht!) - wenngleich ich mir auch vorstellen kann daß es welche gibt die hier sehr wohl trennen (Anbetung und Fürbitte). Doch selbst wenn ich das ganze "Warum?" oder "Darf ich das?" usw. ohne Anstoss hinter mich bringe (wo ich mir ehrlich gesagt schwer tue) frage ich mich: Ist das notwendig und der Ehre Gottes zuträglich?
Ist das nicht eins der offensichtlichsten Unterschiede an dem sich viele (nicht-katholische) Kirchen und Gemeinden sehr stören? Da kann man sich dann wieder wundern wenn man ein Blatt in die Hand bekommt wo "4" eingekreist ist und ein Foto vom Papst enthalten ist (und ich glaub die sind gar keine Fans!!)

Joh 16:26-27 (Elberfelder): "An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten werde; 27 denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen bin."

Mfg,
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon rejo » Mo 26. Sep 2005, 19:41

Original von jeremia

:respekt:


Hallo Jeremia,

Hab Dank für deine amüsant nette Reaktion!

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Re: Katholische Kirche

Beitragvon Cool » Mo 26. Sep 2005, 21:30

Original von gfc
Original von SunFox
Man hat ja auch soviel Ahnung, was in der Kultur vor 2000 Jahren so üblich war und was nicht! 8-)

Hauptsache das Lehrgebäude steht! ;)

Viele Grüße von SunFox

PS: Selbst die Bibelschreiber aus einer gleichen Zeit haben schon unterschiedliche Ausdrucksweisen!
Da müßen wir nicht auch noch etwas hineindeuten, was da nicht steht!


Ich find dich ein wenig schizophren.

Auf die einte Seite behauptest du, es sei beinahe unmöglich, die Kultur vor 2000 Jahren zu ergründen, auf der anderen, es sei möglich über 5000 Jahre einen Kalender zu führen (sonst wäre deine Sabbat-Lehre nicht möglich) 8-)


Christliche Einstellung?

Da versucht wohl jemand in bester Absicht das Wort Gottes hochzuhalten, und dann wird dieser als ein bischen ´Ich find dich ein wenig schizophren eingestuft´! :cry:

Da versucht jemand die 10 Gebote so zu halten, wie Gott sie einst gegeben hat, und verbindet dieses mit Aussagen, die ohne weiteres nachvollziehbar sind!

Ja noch mehr, man zweifelt den jüdischen Kalender an, wo man doch weiß das Gott selbst hinter diesem Volk stand!

Man sagt das Jesus des Gesetzes Ende war, also man glaubt daran, das bis dahin der Sabbat zu halten war und zweifelt im gleichen Augenblick Gott an (5000 Jahre), das bis dahin also der richtige Ruhetag von Gott gesegnet war!

Warum muß man immer einem in den Rücken fallen, nur weil er den Sabbat weiter halten will?

Aus christlicher Nächstenliebe heraus? :?

Ich habe damit kein Problem, wenn jemand den Sabbat halten will!

Die Christen halten den Sonntag als gedenken an die Auferstehung, aber warum sollte nicht jemand den Sabbat halten, weil er in den 10 Geboten steht!

Diese Begründung hat für mich auch seine Berechtigung!

Man glaubt doch an Jesus Christus, das er für alle gestorben ist und das wir aus seiner Gnade heraus ewiges leben gewinnen können!

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Re: Katholische Kirche

Beitragvon SunFox » Mo 3. Okt 2005, 03:05

Original von rejo
für meinen Geschmack willst du den besagten Text überstrapazieren. Worum geht es in dem Text? Mehr darum, dass Jesus noch Geschwister gehabt haben soll oder um die Botschaft, dass jeder Mensch ihm so nahe sein kann, wie seine Mutter und seine Geschwister? Um dieses Verhältnis zu ihm verständlich machen zu können, muss der Evangelist zum Verstehen der Botschaft Jesu eine Vorlage bringen, damit der Leser und Hörer verstehen kann, wie Jesus sich das Verhältnis der Gläubigen zu ihm vorstellt. Deshalb eben die Aussage von seinen Geschistern. Wie weit das historische Realität war, darüber will sich der Evangelist nicht eigens auslassen. Oder steht dazu Näheres im Text?


Hallo rejo,

folgenden Bibeltext:

Matthäus 1,24.25: "Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus."

Auch dieses ist ein Bibeltext, der darauf hinweist, das Jesus noch leibliche Geschwister gehabt haben muß!

Oder sollte Josef damals irgendwie verhütet haben, damit Maria keine Kinder mehr bekommt!

Wäre wohl nicht im Sinne der katholischen Kirche! ;)

Viele Grüße von SunFox




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Re: Katholische Kirche

Beitragvon jeremia » Mo 3. Okt 2005, 12:49

sun fox, du berücksichtigst in keiner weise die erkenntnisse moderner bibelwissenschaft, der geschichte und der ethnologie.
frag mal einen wissenschaftler, was dieser text, den du gerade zitiert hast, bedeutet!
ich weiss nicht, wie oft ich das noch schreiben soll, bis es bei dir ankommt, aber die bibel wurde nicht vorgestern und auf deutsch geschrieben ! auch ist sie nicht im ruhrgebiet entstanden. du kannst die biblischen texte nicht wie den "spiegel" lesen. bzw. du kannst schon, doch kommt dabei ein blödsinn raus.
bilde dich einmal in den genannten punkten, und schau dann, ob sich deine sicht der dinge dadurch nicht ein wenig ändert!

[FONT=courier]auszug aus dem buch " er gab ihm den namen jesus" von p. dr. tarcisio stramare"[/FONT]

[FONT=tahoma]in einer übersetzung des evangeliums heisst es, dass josef maria nicht erkannte, bis sie ihren sohn gebar. ist es berechtigt, daraus zu schliessen, dass die beiden eheleute nach der geburt jesu geschlechtlich miteinander verkehrt haben?[/FONT] [FONT=courier]die genaue kenntnis der biblischen sprache ist eine fundamentale voraussetzung, wenn man matthäus nicht etwas in den mund legen will, was er gar nicht sagen wollte. bekanntlich gibt es in der heiligen schrift behauptungen, die vor allem einen bestimmten aspekt präzesieren oder feststellen wollen und dabei von jeder schlussfolgerung absehen hier einige beispiele aus dem alten und neuen testament. so findet sich etwa über davids frau michal die aussage: sie baekam bis zu ihrem tod kein kind. ijob erklärt: ich gebe, bis ich sterbe, meine unschuld nicht preis. in beiden fällen gibt es keinen grund zu behaupten, dass sich die situation nach ihrem tod ändern würde. die autoren wollen nur aufzeigen, was bis zu diesem zeitpunkt geschehen ist und was nicht. im neuen testament versichert jesus: ich bin bei euch alle tage, bis zum ende der welt. natürlich wird er auch nachher noch bei uns sein! in seiner wundererzählungüber den mann, der von geburt an blind war, bemerkt johannes: die juden aber wollten nicht glauben, dass er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die eltern des geheilten hergerufen hätten. doch auch danach glaubten sie nicht an ein wunder! auch matthäus, der das leben jesu und nicht das leben von maria und josef beschreibt, konzentriert sich nur auf die geburt des messias, die auf jungfräuliche weise, d.h. one geschlechtliche beziehung, erfolgt ist.[/FONT]

ausserdem:
warum hätte jesus am kreuz sagen sollen " siehe dein sohn, siehe deine mutter", wenn er noch leibliche brüder gehabt hätte, welche die pflicht gehabt hätten, die mutter zu sich zu nehmen?
was sucht ihr den lebenden bei den toten?
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon SunFox » Mo 3. Okt 2005, 13:01

Original von jeremia
ausserdem:
warum hätte jesus am kreuz sagen sollen " siehe dein sohn, siehe deine mutter", wenn er noch leibliche brüder gehabt hätte, welche die pflicht gehabt hätten, die mutter zu sich zu nehmen?
Hallo jeremia,

sieh es wie du willst, ich hab meine Meinung dazu und du hast deine Meinung!

Das Kreuzeswort kann und auch ganz was anderes verdeutlichen wollen! Vieleicht war es gerade die Beziehung zu seinem Jünger und zu seiner Mutter die er besonders unterstreichen wollte! Vor allen Dingen im Zeitpunkt seiner Todesstunde, sich gegenseitig Beistand zu leisten!

Zumal ist diese Frage für Chriten nicht Heilsentscheidend!

Glaube nun ein jeder was er für richtig hält!

Viele Grüße von SunFox

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Re: Katholische Kirche

Beitragvon rejo » Mo 3. Okt 2005, 17:22

Original von SunFox
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für meinen Geschmack willst du den besagten Text überstrapazieren. Worum geht es in dem Text? Mehr darum, dass Jesus noch Geschwister gehabt haben soll oder um die Botschaft, dass jeder Mensch ihm so nahe sein kann, wie seine Mutter und seine Geschwister? Um dieses Verhältnis zu ihm verständlich machen zu können, muss der Evangelist zum Verstehen der Botschaft Jesu eine Vorlage bringen, damit der Leser und Hörer verstehen kann, wie Jesus sich das Verhältnis der Gläubigen zu ihm vorstellt. Deshalb eben die Aussage von seinen Geschistern. Wie weit das historische Realität war, darüber will sich der Evangelist nicht eigens auslassen. Oder steht dazu Näheres im Text?


Hallo rejo,

folgenden Bibeltext:

Matthäus 1,24.25: "Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus."

Auch dieses ist ein Bibeltext, der darauf hinweist, das Jesus noch leibliche Geschwister gehabt haben muß!

Oder sollte Josef damals irgendwie verhütet haben, damit Maria keine Kinder mehr bekommt!

Wäre wohl nicht im Sinne der katholischen Kirche! ;)

Viele Grüße von SunFox



Hallo sunFox,

ich habe nicht geschrieben, dass ich dessen sicher bin, dass Jesus keine Geschwister hatte. Mein Augenmerk ging nur dahin, dass der Text der zitierten Bibelstelle das nicht schlüssig hergibt!

Gruß

Rejo
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon jeremia » Mo 3. Okt 2005, 17:48

richtig!
das ist bei mir auch so. mir ist es in wahrheit sogar ziemlich egal, ob jetzt jesus leibliche geschwister hatte oder nicht!
aufgrund der bibel kann man es weder sicher annehmen noch ausschliessen. ich wollte nur aufzeigen, dass diese thematik nicht so klar ist, wie sie scheinen könnte...
was sucht ihr den lebenden bei den toten?
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Re: Katholische Kirche

Beitragvon Ulick Owen » So 26. Feb 2006, 21:21

Maria ist TOT und kann uns NICHT helfen, denn sie ist Mensch, wie jeder andere auch, sicher ist sie eine vorbildliche Christin, aber Jesus IST der EINZIGE Weg, auf IHN müssen wir unser ganzes Augenmerk lenken.

U.N.O.
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon rosen-kreuz » Mo 27. Aug 2007, 13:54


Hallo Lambert!

Maria wird nicht angebetet.
Ihr gebührt Verehrung als die Mutter Gottes.

Marienverehrung hat auch nichts zu tun mit einer unangemessenen Vergöttlichung Marias, wie manchmal geargwöhnt wird. Immer schon hat die Kirche klar unterschieden zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf: Anbetung gebührt allein Gott, dem Dreifaltigen. Den Heiligen und besonders Maria gebührt Verehrung, d.h. Lobpreis und Bitte um Fürsprache bei Gott.

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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon Petros » Mo 27. Aug 2007, 15:06

Original von rosen-kreuz

Hallo Lambert!

Maria wird nicht angebetet.

Nein, wird sie nicht!

Denn "AN"-beten ist dasselbe wie bei "AN"-rufen.

Wenn man jemanden anruft, dann ruft man ihn an.

Wenn man zu einem Heiligen betet, dann betet man ihn nicht an.

Anbeten kommt von Ad-orare, was dasselbe Problem darstellt.

"Latrie" ist jedenfalls Anbetung
Und "Dulie" Verehrung. Man kann Gott verehren und anbeten.

Geschöpfe aber nicht...


Marienverehrung hat auch nichts zu tun mit einer unangemessenen Vergöttlichung Marias, wie manchmal geargwöhnt wird.

Ok, da grenzt mancheiner doch an die Grenze zwischen Anbetung und Verehrung. Da ich die beiden Formen leider nicht voneinander unterscheiden kann, lass ich es lieber, bevor ich zum Götzendiener werde (was nicht heisst, dass andere, die den Unterschied sehen, Götzendiener sind!)


Immer schon hat die Kirche klar unterschieden zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf

Immer ist vielleicht übertrieben. Das Geschöpf Maria war in der frühen Kirche ziemlich umstritten und wurde von einigen Kirchenvätern sogar als eine "ungläubige Synagoge" bezeichnet (Synagoge des Hl. Geistes). Erst später erkannte man die wichtige Rolle Mariens in der Heilsgeschichte etc.

LG Petros
„Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes“. (vgl. 1 Kor 6, 19)
Eigentlich suchen wir in allem nur Eines: Die Spur dieses göttlichen Geistes, dieses himmlischen Feuers, ohne die diese Welt für uns nur Finsternis wäre. (Charles de Montalenbert)
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon rosen-kreuz » Mo 27. Aug 2007, 20:09


Hallo Petros!

Ich werde für Dich beten,damit der heilige Geist Dich erleuchte,da Du unwissend bist.

L.G.
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon stranger » Mo 27. Aug 2007, 21:27

Entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber was sagt Euch diese Aussage des Papstes:

Meine Empfindungen werden von einem Gebet zu Maria begleitet, der gläubigen Jungfrau, die dem Wort Gottes ihre Aufmerksamkeit schenkte und sich bereitete, das göttliche Geheimnis zu empfangen. Möge die heilige Jungfrau euch freigebig ihre mütterliche Hilfe zukommen lassen.

Quelle: Vatican
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon Petros » Mo 27. Aug 2007, 21:34

Original von rosen-kreuz

Hallo Petros!

Ich werde für Dich beten,damit der heilige Geist Dich erleuchte,da Du unwissend bist.

L.G.
rosen-kreuz


:?

Was soll ich nicht wissen? Den Unterschied zwischen Verehrung und Anbetung?

Theoretisch kenn ich ihn schon. Nur im Gebet weiss ich nicht richtig, wo die Grenze zwischen Anbetung und Fürbitte ist...

Ich finde es sehr nett, dass Du für mich beten wirst. Wenn´s geht aber auch für einen anderen Grund: Dass ich meine Diplomarbeit bestehe! :) Danke vielmals!

Das gilt übrigens auch für andere: Ich wäre sehr froh, wenn ihr für mich beten würdet! Danke

LG Petros
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon Pietà » Di 28. Aug 2007, 14:19

Original von Petros
Original von rosen-kreuz

Hallo Petros!

Ich werde für Dich beten,damit der heilige Geist Dich erleuchte,da Du unwissend bist.

L.G.
rosen-kreuz


:?

Was soll ich nicht wissen? Den Unterschied zwischen Verehrung und Anbetung?

Theoretisch kenn ich ihn schon. Nur im Gebet weiss ich nicht richtig, wo die Grenze zwischen Anbetung und Fürbitte ist...

Ich finde es sehr nett, dass Du für mich beten wirst. Wenn´s geht aber auch für einen anderen Grund: Dass ich meine Diplomarbeit bestehe! :) Danke vielmals!

Das gilt übrigens auch für andere: Ich wäre sehr froh, wenn ihr für mich beten würdet! Danke

LG Petros



@Petros

Ich werde für Dich beten. Ich meine, bezüglich der Diplomarbeit ;) .

Und dass Du bezüglich Deiner Diplomarbeit nicht allzu unwissend bist, hoffe ich... :pray: ansonsten beten wahrscheinlich auch nicht mehr viel nützt...


Gruss Pietà
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon rosen-kreuz » Di 28. Aug 2007, 15:14

Original von Petros
Ich finde es sehr nett, dass Du für mich beten wirst. Wenn´s geht aber auch für einen anderen Grund: Dass ich meine Diplomarbeit bestehe! :) Danke vielmals!


Lieber Petros!

Ich werde auf jeden Fall auch DAFÜR beten.


L.G.

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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon SunFox » Di 28. Aug 2007, 20:56

Original von stranger
Entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber was sagt Euch diese Aussage des Papstes:

Meine Empfindungen werden von einem Gebet zu Maria begleitet, der gläubigen Jungfrau, die dem Wort Gottes ihre Aufmerksamkeit schenkte und sich bereitete, das göttliche Geheimnis zu empfangen. Möge die heilige Jungfrau euch freigebig ihre mütterliche Hilfe zukommen lassen.

Quelle: Vatican

Und haben unsere katholischen Freunde darauf keine Antwort?

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon stranger » Di 28. Aug 2007, 21:43

Original von SunFox
Original von stranger
Entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber was sagt Euch diese Aussage des Papstes:

Meine Empfindungen werden von einem Gebet zu Maria begleitet, der gläubigen Jungfrau, die dem Wort Gottes ihre Aufmerksamkeit schenkte und sich bereitete, das göttliche Geheimnis zu empfangen. Möge die heilige Jungfrau euch freigebig ihre mütterliche Hilfe zukommen lassen.

Quelle: Vatican

Und haben unsere katholischen Freunde darauf keine Antwort?

Liebe Grüße von SunFox




Bislang liegt mir keine Erklärung vor. Aber bei der Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass trotz der verschiedenen Theologie einige der hier schreibenden Katholiken Freunde für mich geworden sind, wenn man "Freunde" auf "Forenfreunde" relativiert. Mir liegt in erster Linie daran, dass jegliche Lehre an der Bibel gemessen wird, denn das ist Gottes Wort, und Gott lügt nicht. MfG, stranger


Edit: Wo ist eigentlich Cyril?
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon doro » Di 28. Aug 2007, 21:51

Hallo stranger

Original von stranger
Edit: Wo ist eigentlich Cyril?


Er hat sich - leider :cry: - bis Ende Jahr verabschiedet.

Klick hier! (Sein Beitrag vom 21.08.2007 um 23.18 Uhr)

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon SunFox » Di 28. Aug 2007, 21:51

Original von stranger

Edit: Wo ist eigentlich Cyril?


Siehe hier 21.08.2007, 23:18 lieber stranger!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon SunFox » Di 28. Aug 2007, 21:53

Naja, mal wieder gleichzeitig! :)
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon stranger » Di 28. Aug 2007, 21:57

Original von SunFox
Original von stranger

Edit: Wo ist eigentlich Cyril?


Siehe hier 21.08.2007, 23:18 lieber stranger!

Liebe Grüße von SunFox




Danke, ich hoffe, er kommt wieder, sonst wäre das ein herber Verlust für die Menschlichkeit im Forum...
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon rosen-kreuz » Di 28. Aug 2007, 23:39

Original von stranger
Entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber was sagt Euch diese Aussage des Papstes:

Meine Empfindungen werden von einem Gebet zu Maria begleitet, der gläubigen Jungfrau, die dem Wort Gottes ihre Aufmerksamkeit schenkte und sich bereitete, das göttliche Geheimnis zu empfangen. Möge die heilige Jungfrau euch freigebig ihre mütterliche Hilfe zukommen lassen.

Quelle: Vatican


Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?
Das Mariengebet ist auch ein Gebet.Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus. -
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

ein Fürbittgebet






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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon SunFox » Di 28. Aug 2007, 23:44

Original von rosen-kreuz
Original von stranger
Entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber was sagt Euch diese Aussage des Papstes:

Meine Empfindungen werden von einem Gebet zu Maria begleitet, der gläubigen Jungfrau, die dem Wort Gottes ihre Aufmerksamkeit schenkte und sich bereitete, das göttliche Geheimnis zu empfangen. Möge die heilige Jungfrau euch freigebig ihre mütterliche Hilfe zukommen lassen.

Quelle: Vatican


Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?
Das Mariengebet ist auch ein Gebet.Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus. -
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

ein Fürbittgebet


Liebe/r rosen-kreuz,

Tolle Erklärung! :(

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon rosen-kreuz » Mi 29. Aug 2007, 00:05

Hallo SunFox!

Wenn ich Maria in einem Gebet um Fürsprache bitte,muß ich beten.



Nicht umsonst sind uns Mittler bei Gott gegeben. Der Herr sah unseren Unwert und unsere Ohnmacht und hatte Mitleid mit uns; um uns den Weg zu seinem Erbarmen zu öffnen, schenkte er uns mächtige Fürsprecher bei seinem Throne. Wenn wir also diese Fürsprecher missachten und uns dem DREIMALHEILIGEN unmittelbar nahen, dann ist das ein Mangel an Demut und Ehrerbietung gegenüber GOTTES Majestät und Grösse. Das hiesse, dem König der Könige weniger Ehrfurcht erweisen als einem irdischen König oder Prinzen, dem wir uns nicht gerne nahen ohne einen Freund, der für uns Fürsprache einlegt.

L.G.
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon onThePath » Mi 29. Aug 2007, 00:27

Hallo, lieber rosen-kreuz

Wir evangelischen Christen ( und ich als Ex-Katholik) gehen mit unserem Gebet direkt zum Chef. Wir bitten Jesus oder Gott oder Gott in Jesu Name.

Interessant finde ich allerdings den Gedanken, daß wir Helfer haben: Die getreuen heiligen Engel Gottes.

Und ich vermute, daß da auch eine "Wolke", eine große Zahl von verstorbenen "Heiligen" ist, die am Irdischen Geschehen Anteil hat.

Nur, dennoch bete ich weder zu Engeln, noch zu Maria oder den Heiligen, weil es keiner "Vermittler" bedarf.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon doro » Mi 29. Aug 2007, 00:29

Hallo rosen-kreuz

Meine Meinung ist ja, dass Christus uns reinwäscht und gerecht vor Gott stehen lässt... Er ist der Hohepriester, der uns in das Heiligtum, in Gottes Gegenwart, Gemeinschaft mit Ihm, voraus gegangen ist.

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unsren Schwachheiten, sondern der in allem gleich wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde. So lasset uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! (Hebräer 4, 15-16)

Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, welchen er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch, und einen so großen Priester über das Haus Gottes haben, so lasset uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in voller Glaubenszuversicht, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser. (Hebräer 10,19-22)

Für mich ist es eine Schmälerung dessen, was Jesus am Kreuz getan hat :cry:, zu sagen, man dürfe nicht direkt zu Gott gehen im Gebet, sondern bräuche Heilige dazu.

Ja, Gottes Vergebung ist schier unglaublich... Aber wahr! Wir dürfen "hinzutreten", wenn wir unseren Glauben in Jesu Opfer und die Auferstehung setzen. :praise:

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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon rosen-kreuz » Mi 29. Aug 2007, 01:03

Warum muß ich meine Art der Glaubensausübung immer wieder erklären?
Ich bin in diesem Forum angemeldet um meine Erlebnisse mit Gott allen Gläubigen gleich welcher Konfession mitzuteilen.
Das es dazu unterschiedliche Ansichten gibt liegt in der Natur der Sache, aber mal ehrlich, wer außer Gott vermag zu beurteilen was denn der "wahre" Glaube ist.
Und wenn wir Irdischen es nicht fertig bekommen unsere gegensätzlichen Ansichten zu tolerieren ist dies bestimmt nicht im Sinne der Worte Gottes die ja für beide Konfessionen in Form der Bibel gültig sind.

Gute Nacht und Gottes Segen Allen wünscht Euch rosen-kreuz
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon SunFox » Mi 29. Aug 2007, 01:39

Original von rosen-kreuz
Warum muß ich meine Art der Glaubensausübung immer wieder erklären?
Ich bin in diesem Forum angemeldet um meine Erlebnisse mit Gott allen Gläubigen gleich welcher Konfession mitzuteilen.
Das es dazu unterschiedliche Ansichten gibt liegt in der Natur der Sache, aber mal ehrlich, wer außer Gott vermag zu beurteilen was denn der "wahre" Glaube ist.
Und wenn wir Irdischen es nicht fertig bekommen unsere gegensätzlichen Ansichten zu tolerieren ist dies bestimmt nicht im Sinne der Worte Gottes die ja für beide Konfessionen in Form der Bibel gültig sind.

Gute Nacht und Gottes Segen Allen wünscht Euch rosen-kreuz

Lieber rosen-kreuz,

Jesus sagte: "Ich bin der Weg .......!"

warum sollte ich dann den Weg über Maria, oder sonstiger Heilige nehmen?

Toleranz sehe ich in dieser Richtung so, das ich es hinnehme, wenn es einer so handhaben will, deswegen muß ich es aber nicht als richtig akzeptieren! Und wenn es nicht richtig ist, dann ist es nach meiner Auffassung also eine Irrlehre und ich denke, das ich auch dieses dann sagen darf!

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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon doro » Mi 29. Aug 2007, 01:47

Hallo rosen-kreuz

Original von rosen-kreuz
Das es dazu unterschiedliche Ansichten gibt liegt in der Natur der Sache,

Ja... Deshalb musst du auch akzeptieren, dass dir Leute antworten, die andere Ansichten haben als du.

Du schreibst:
Ich bin in diesem Forum angemeldet um meine Erlebnisse mit Gott allen Gläubigen gleich welcher Konfession mitzuteilen.

Es ist nun mal so, dass wir alle nicht nur hier sind um "mitzuteilen", sondern auch um "anzuhören"... Das ist Dialog, das ist Diskussion. Und wir sind hier in einem Diskussionsforum... Wenn du dich hier mitteilst, dann dürfen die anderen Antworten geben. Dass diese gerade in einem evangelischen Forum oft nicht deinen Ansichten entsprechen werden, liegt auch in der Natur der Sache.

lg, doro
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon Pietà » Mi 29. Aug 2007, 20:54

Original von stranger
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Meine Empfindungen werden von einem Gebet zu Maria begleitet, der gläubigen Jungfrau, die dem Wort Gottes ihre Aufmerksamkeit schenkte und sich bereitete, das göttliche Geheimnis zu empfangen. Möge die heilige Jungfrau euch freigebig ihre mütterliche Hilfe zukommen lassen.

Quelle: Vatican

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Willst Du jetzt Marienkunde?
Wenn ja, was hast Du für Fragen?

Was sagen denn die Adventisten dazu, SunFox?


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weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.
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Re: Kahtoliche Kirche

Beitragvon Pietà » Mi 29. Aug 2007, 21:23

Original von rosen-kreuz
Warum muß ich meine Art der Glaubensausübung immer wieder erklären?
Ich bin in diesem Forum angemeldet um meine Erlebnisse mit Gott allen Gläubigen gleich welcher Konfession mitzuteilen.
Das es dazu unterschiedliche Ansichten gibt liegt in der Natur der Sache, aber mal ehrlich, wer außer Gott vermag zu beurteilen was denn der "wahre" Glaube ist.
Und wenn wir Irdischen es nicht fertig bekommen unsere gegensätzlichen Ansichten zu tolerieren ist dies bestimmt nicht im Sinne der Worte Gottes die ja für beide Konfessionen in Form der Bibel gültig sind.

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Ich bin am Anfang ebenso schockiert gewesen, wie gehässig mit immer denselben, der KK/rkK etwas schlechtes, etwas verfälschtes unterstellen zu wollenden Fragen "das Interesse" an der KK/rkK bekundet wird.
Lass Dich nicht unterkriegen - vielleicht werden sie eines Tages verstehen, dass man die KK/rKK nicht zu beschimpfen braucht, um ein guter Christ zu sein... :cry:

Die Katholische Kirche ist gottgewollt.
Niemand könnte sich eigene Meinungen über das Christentum, über die Nachfolge Christi, bilden ohne die KK/rkK!

Gott wird uns beistehen!

Gruss Pietà
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