Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe

Moderator: kingschild

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 8. Jan 2010, 14:34

Ein äusserst lesenswerter Artikel heute in Welt online zum Attentatsversuch auf den Karikaturisten Kurt Westergaard.
http://www.welt.de/die-welt/kultur/arti ... nicht.html
Bezeichnend ist dabei:
(Zitat) ... Ganz einfach darauf, dass der Begründer des Islam seine Karriere als Karawanenräuber und Mörder begonnen und als Herrscher von Medina Attentate auf politische Gegner sowie den Genozid an den dort ansässigen jüdischen Stämmen befohlen hat. Das sind historisch auch unter moslemischen Gelehrten unstrittige Tatsachen, die mindestens jedem Gebildeten der Nordhemisphäre hinlänglich bekannt sind. (Zitat Ende)

(Zitat) Für alle anderen Anhänger seiner Religion, die weiterhin vergeblich – im Duett mit ihren linksliberalen Apologeten – mit den Trommeln einer angeblichen Islamophobie rasseln, um diesen fatalen Zusammenhang zu verschleiern, hat das allerdings integrationspolitische Folgen. Solange sie nicht bereit sind, die historische Autorität des Propheten ebenso kritisch zu relativieren wie seine Lehren, können sie einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus, der schon theologisch widersinnig wäre, nicht für sich reklamieren. Und solange sie glauben, im Europa des 21. Jahrhunderts nach Weisungen und Regeln aus dem Orient des 7. bis 10. Jahrhunderts leben zu sollen, brauchen sie nicht darüber klagen, dass man ihnen zutraut, jederzeit auch den kriegerischen Losungen ihres Religionsstifters entsprechend zu handeln oder solches Handeln Gleichgesinnter gutzuheissen. (Zitat Ende)

Ich gratuliere der 'Welt' zu ihrem sehr guten Kommentar! Weiter so.

Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 8. Jan 2010, 14:40

..... übrigens war die 'Welt' im Jahre 2006 eine der wenigen deutschen Zeitungen, die die Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard abgedruckt hatte.

PS: Das macht mich jetzt nicht unbedingt zum 'Welt'-Fan, aber immerhin zeigt 'Welt' ab und an Flagge.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Fr 8. Jan 2010, 14:55

@lionne:
Du auch immer noch hier?- Und immer noch vor allem darauf bedacht, den Islam und seine Gläubigen pauschal schlecht zu reden?- Nun, ich bin, offen gesagt, nicht sonderlich überrascht.

Bringen wir's doch ein für allemal auf einen Nenner, der von uns beiden akzeptiert werden kann:
Es hat unter den islamistischen Gläubigen fanatische Fundis. Diese missverstehen die Grundlagen ihres Glaubens in ihrer Radikalität genauso, wie christliche Fundis. Der einzige Unterschied liegt darin, dass sich christliche Fundis in der Regel auf Psychoterror beschränken und in der Regel nicht mehr gewaltsam gegen Andersgläubige vorgehen.
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 14:58

lionne hat geschrieben:..... übrigens war die 'Welt' im Jahre 2006 eine der wenigen deutschen Zeitungen, die die Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard abgedruckt hatte.

PS: Das macht mich jetzt nicht unbedingt zum 'Welt'-Fan, aber immerhin zeigt 'Welt' ab und an Flagge.

lionne

Was haben schlechte Karikaturen mit Flagge bekennen zu tun?
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 14:47

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 8. Jan 2010, 15:18

Wolfi hat geschrieben:@lionne:
Bringen wir's doch ein für allemal auf einen Nenner, der von uns beiden akzeptiert werden kann:
Es hat unter den islamistischen Gläubigen fanatische Fundis. Diese missverstehen die Grundlagen ihres Glaubens in ihrer Radikalität genauso, wie christliche Fundis. Der einzige Unterschied liegt darin, dass sich christliche Fundis in der Regel auf Psychoterror beschränken und in der Regel nicht mehr gewaltsam gegen Andersgläubige vorgehen.

Dem kann ich nicht zustimmen. Ganz einfach.
Die 'fanatischen' (wie du sie nennst) Gläubigen muslimischen Glaubens beziehen sich auf ihr Buch (den Koran). Dieses Buch ist in keiner Weise mit der Bibel vergleichbar. Die Botschaft der Bibel ist Liebe. Die Botschaft des Koran ist das Gegenteil davon. Der Islam hat seit seiner Gründungszeit (durch Mohamed) bis zum heutigen Tag ein inhärentes Problem mit Gewalt.

Gruss lionne

und noch was: versuch doch die Beiträge im Forum zu kommentieren, anstatt (wie gewohnt) auf die persönliche Ebene zu schwenken; du disqualifizierst dich dadurch lediglich als nicht ernst zu nehmenden Kommentator; wer immer wieder auf die persönliche Ebene ausschweifen muss, hat ganz offensichtlich keine Argumente!
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 8. Jan 2010, 15:24

Taube hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:..... übrigens war die 'Welt' im Jahre 2006 eine der wenigen deutschen Zeitungen, die die Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard abgedruckt hatte.

PS: Das macht mich jetzt nicht unbedingt zum 'Welt'-Fan, aber immerhin zeigt 'Welt' ab und an Flagge.

lionne

Was haben schlechte Karikaturen mit Flagge bekennen zu tun?


Ich muss dich leider bitten, selber nachzuforschen was in deutsch "Flagge zeigen" bedeutet. Sorry.
lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Fr 8. Jan 2010, 15:33

Habe mir gerade die neueste Auflage (Völlig überarbeitet und erweiterte Neuausgabe) von:
A.Maurer: "Basiswissen Islam" (ISBN 978-3-7751-4846-7) kommen lassen. Mann, ist das Ding umfangreich geworden, gegenüber "meiner" letzten Ausgabe.
Will keine Werbung für dieses Buch machen, aber ein solch ausführliches und informatives "Basiswissen" täte jedem und jeder der hier Diskutierenden gut.
lg. w48
P.S.: A.Maurer ist Schweizer Staatsbürger und seit 2000 wissenschaftlicher Leiter von IfI-Schweiz (Institut für Islamfragen) und Christ
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 8. Jan 2010, 15:47

Und hier noch ein Beitrag zur Veranschaulichung meiner Ansichten. Wo in der christlich geprägten Welt hat sich ein gleicher oder ähnlicher Vorfall kürzlich ereignet?
Christen nach Weihnachtsfest erschossen
Im Süden Ägyptens haben Unbekannte mehrere Christen ermordet. Die Opfer verließen nach einer Messe zum koptischen Weihnachtsfest gerade die Kirche, als die Täter das Feuer eröffneten.
Ganzer Artikel hier http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 43,00.html

Die Schüsse erfolgten aus einem vorbeifahrenden Wagen. Die Täter, die der deutschen Presse als “Unbekannte” gelten, werden in 20 Minuten, gestützt auf die Aussagen des Bischofs, als “muslimische Fanatiker” bezeichnet. Eine Verbindung mit dem Islam will man in den deutschen Medien offensichtlich lieber vermeiden!

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer ... n-13180738
(Zitat) Es war der folgenschwerste Angriff auf koptische Christen in Ägypten seit zehn Jahren. Bischof Kirollos von der oberägyptischen Diözese Nag Hammadi (Provinz Kena) sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, er selbst sei vermutlich das eigentliche Ziel des Anschlags gewesen.
Der Kirchenmann erklärte, er sei am Mittwochabend gegen 23.00 Uhr nach der Messe zum orthodoxen Weihnachtsfest mit seinem Auto von der Kirche weggefahren. Er merkte, dass ihn ein Wagen verfolgte und kehrte um.
Als er vor dem Hintereingang des Gotteshauses eintraf, schossen seine Verfolger auf eine Gruppe von Oberschülern, die vor dem Gebäude miteinander plauderten. Der Bischof erklärte, er habe die Messe aus Sicherheitsgründen früher als sonst abgehalten. (Zitat Ende)

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Fr 8. Jan 2010, 15:52

@lionne:
Die Botschaft der Bibel ist Liebe. Die Botschaft des Koran ist das Gegenteil davon.

Hört, hört ... Der Koran predigt also das Gegenteil von Liebe?-

Der Islam hat seit seiner Gründungszeit (durch Mohamed) bis zum heutigen Tag ein inhärentes Problem mit Gewalt.

Ein inhärentes Problem mit Gewalt?- Was meinst du damit?- Vermute mal, du meinst, der Islam sei ohne Gewalt nicht denk- oder lebbar?- Nun, auch das Christentum hat bis in die heutige Zeit hinein eine Blutspur hinter sich her gezogen. Also wo ist der Unterschied?

wolfi

und noch was: Wenn du ständig persönlich den Islam auf unstatthafte Weise attackierst und noch nicht mal vor dem Verbreiten von Unwahrheiten zurückschreckst, brauchst du nicht gleich zu wimmern, bloss weil ich dir nebenbei auch mal persönlich komme. Solche Figuren wie dich muss man persönlich ansprechen, da sie sich sonst gar einbilden im Recht zu sein, mit dem, was sie tun (Schüren von Rassismus) .
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 8. Jan 2010, 16:15

Wolfi hat geschrieben:@lionne:

und noch was: Wenn du ständig persönlich den Islam auf unstatthafte Weise attackierst und noch nicht mal vor dem Verbreiten von Unwahrheiten zurückschreckst, brauchst du nicht gleich zu wimmern, bloss weil ich dir nebenbei auch mal persönlich komme. Solche Figuren wie dich muss man persönlich ansprechen, da sie sich sonst gar einbilden im Recht zu sein, mit dem, was sie tun (Schüren von Rassismus) .

Ich muss dich doch sehr bitten. Du bezichtigst mich hier öffentlich des Schürens von 'Rassismus'. Das ist eine schwerwiegende Anschuldigung, die ich so nicht stehen lassen kann. Ich attackiere in keiner Weise auf unstatthafte Weise den Islam und verbreite auch keine Unwahrheiten über den Islam. Das nur mal zur Klarstellung. Ich würde dir echt raten, dich mit deinen Diffamierungen zurückzuhalten. Konzentriere dich doch bitte mehr auf die Inhalte der hier geposteten Beiträge als auf 'lionne'. Das wäre mein Rat für 2010 an dich (und vielleicht könntest du auch das Buch von Andreas Maurer kaufen, (wäre sicher keine schlechte Investition).
Uebrigens bin ich keine "Figur", sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut, wunderbar gemacht, Ps 139:14. Ich bin an einem (Schlamm-)Streitgespräch mit dir nicht interessiert, dafür ist mir meine Zeit zu kostbar.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Fr 8. Jan 2010, 17:26

@lionne:
Ich zitiere es gerne nochmal für dich zum Nachlesen, was du nebst vielem anderem gepostet hast und ich als Rassismus bezeichne:

Die Botschaft der Bibel ist Liebe. Die Botschaft des Koran ist das Gegenteil davon.


Ich habe, wie du, auch keinen Bock darauf, mich weiter mit dir unterhalten zu müssen. Aber gewissen Quark werde ich wohl auch weiterhin nicht unkommentiert hier stehen lassen können. Es wäre einfach zu beschämend.
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Fr 8. Jan 2010, 18:31

Bitte versucht auf die Beiträge einzugehen und nicht auf persönliches und bitte auch keine persönlichen Angriffe.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6248
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 10:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Fr 8. Jan 2010, 19:15

Lieber kingschild
und bitte auch keine persönlichen Angriffe.


Entschuldige, aber wenn ein Neuankömmling sich hier in diesem Thread einliest, könnte er dann aber leicht den Eindruck erhalten, es wäre okay, Heerscharen von friedliebenden Muslimen in denselben Topf mit muslimischen Terroristen zu werfen. Jemand, der sich so verhält, der muss persönlich angegriffen werden dürfen. Ich stelle meine persönlichen Attacken gegen lionne noch so gerne ein, wenn ihr (ich vermute zwar immer noch ein männliches Wesen hinter diesem Pseudonym) hier endlich verboten würde, in dieser Manier gegen die Muslime zu wettern.
Wie sagte überraschenderweise Ueli Maurer gerade vor kurzem: Wenn die SVP nicht aufpasst und so weiter macht mit Schüren von Fremdenfeindlichkeit, dann wäre es gut möglich, dass ihr diese Sache gefährlich entgleiten könnte. Wenn Ueli Maurer also nun schon diese Gefahr erkannt hat, warum tut Ihr Euch anscheinend teilweise immer noch so schwer damit?-
Lieben Gruss, ein etwas verständnisloser Wolfi
(keine Angst; werde fortan bemüht sein, mich auch lionne gegenüber weiterhin anständig und respektvoll zu verhalten. Bin ja hier, um was zu lernen. ;-)
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Fr 8. Jan 2010, 19:32

Wolfi hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Die Botschaft der Bibel ist Liebe. Die Botschaft des Koran ist das Gegenteil davon.

Hört, hört ... Der Koran predigt also das Gegenteil von Liebe?-

Sicher kennt sich "Wolfi" aus :-P :
Koran; Sure 9, 5 Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf (wa-q`uduu lahum kulla marsadin)! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben, dann laßt sie ihres Weges ziehen! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.
Und ein einziges "Prädikat":Schwätzer
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Fr 8. Jan 2010, 21:02

wolfi hat geschrieben:"Ich habe zwar kein H1N1"

cool down folks, der Alarm ist längst abgeblasen, auch wenn sich das noch nicht bis in letzte Tal herumgesprochen hat :lol: :lol: :lol:
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon noah » Sa 9. Jan 2010, 11:47

wahrheit48 hat geschrieben:
Wolfi hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Die Botschaft der Bibel ist Liebe. Die Botschaft des Koran ist das Gegenteil davon.

Hört, hört ... Der Koran predigt also das Gegenteil von Liebe?-

Sicher kennt sich "Wolfi" aus :-P :
Koran; Sure 9, 5 Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf (wa-q`uduu lahum kulla marsadin)! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben, dann laßt sie ihres Weges ziehen! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.
Und ein einziges "Prädikat":Schwätzer


hier:
viewtopic.php?f=202&t=18292&start=0

und hier:
viewtopic.php?f=202&t=18144
noah
Abgemeldet
 
Beiträge: 1930
Registriert: Mo 6. Okt 2003, 09:13

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Sa 9. Jan 2010, 19:37

@"wahrheit48"
Und ein einziges "Prädikat":Schwätzer

Danke für deine ehrliche Meinung. Sie verrät mir, dass ich mich nicht ernsthaft auf deine Beiträge einzulassen habe, denn betrachtest du mich als Schwätzer, heisst das, dass du dich mit meinen Worten eh nicht tiefer auseinanderzusetzen bereit bist. Also fasse ich mich kurz:

Mit dem Islam hat dasselbe zu geschehen, was auch mit dem Christentum geschah (resp. in gewissen Bereichen noch geschehen muss): Er muss zu Toleranz gezwungen werden. Wie den Christen Kreuzzüge, Inquistion oder Hexenverbrennungen verboten wurden, so sind Gewalttaten eigentlich auch dem Islam untersagt. Wie bei den Christen halten sich auch die meisten Gläubigen daran. Glaube an und für sich betrachte ich als eine starke Kraft, zu welcher der Mensch nun mal durch seine Entwicklung Zugang gefunden hat. Wie Menschen nun damit verantwortungsvoll und verantwortungsbewusst umzugehen lernen, darin unterscheiden sich einzelnen Menschen gewaltig und zwar völlig unabhängig davon, ob sie sich nun Christen, Muslims, Atheisten oder Juden nennen.

Wie die Bibel unterschiedlich interpretiert werden kann, so ist dasselbe in Grün natürlich auch mit dem Koran machbar und vermutlich wäre es mit den anderen Glaubensbüchern nicht anders. Du betrachtest den Islam (und damit eine Vielzahl unserer Mitmenschen) als gefährliche Bedrohung und würdest wohl am liebsten sehen, wenn der islamistische Glaube generell verboten würde. In jedem Glauben liegt nun mal eine Intoleranz zugrunde, unter welcher dem Glauben Nichtangehörige im alltäglichen Leben zu leiden haben. Schauen wir in die Gesichter von Gläubigen, sehen wir darin oftmals ganz andere Dinge, als Liebe gespiegelt: Misstrauen, Verachtung, Mitleid, Bedauern, Häme, Hass, ... Toll, nicht?- Und das bloss, weil man nicht an die gleiche Gottschrift glaubt. :cry:
Ach, Schwamm drüber. Solltest du mir morgen zufällig über'n Weg laufen, könnte ich mich wohl trotzdem mit einem Lächeln im Gesicht mit dir unterhalten ...
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 10. Jan 2010, 01:02

Wolfi hat geschrieben:Lieber kingschild
und bitte auch keine persönlichen Angriffe.


Entschuldige, aber wenn ein Neuankömmling sich hier in diesem Thread einliest, könnte er dann aber leicht den Eindruck erhalten, es wäre okay, Heerscharen von friedliebenden Muslimen in denselben Topf mit muslimischen Terroristen zu werfen. Jemand, der sich so verhält, der muss persönlich angegriffen werden dürfen. Ich stelle meine persönlichen Attacken gegen lionne noch so gerne ein, wenn ihr (ich vermute zwar immer noch ein männliches Wesen hinter diesem Pseudonym) hier endlich verboten würde, in dieser Manier gegen die Muslime zu wettern.
Wie sagte überraschenderweise Ueli Maurer gerade vor kurzem: Wenn die SVP nicht aufpasst und so weiter macht mit Schüren von Fremdenfeindlichkeit, dann wäre es gut möglich, dass ihr diese Sache gefährlich entgleiten könnte. Wenn Ueli Maurer also nun schon diese Gefahr erkannt hat, warum tut Ihr Euch anscheinend teilweise immer noch so schwer damit?-
Lieben Gruss, ein etwas verständnisloser Wolfi
(keine Angst; werde fortan bemüht sein, mich auch lionne gegenüber weiterhin anständig und respektvoll zu verhalten. Bin ja hier, um was zu lernen. ;-)

Meines Erachtens ist jeder "Neuankömmling" hier im Forum selber fähig, sich eine Meinung zum Thema zu bilden oder bist du nun der selbsternannte Gesinnungswächter hier im Forum? Es gibt keine Legitimation, hier Personen persönlich anzugreifen oder wiederholt zu diffamieren und/oder gegen sie zu hetzen (siehe Forumsnetiquette). Deine Aeusserungen zeugen von mangelndem Demokratiebewusstsein. In unserem Rechtsstaat werden verschiedene Meinungen/Positionen geduldet, ja sind sogar erwünscht; wir wissen glaub' ich alle, wo es hinführt, wenn die Meinungs- und Pressefreiheit untergraben wird. Offenbar ist dir (noch) nicht bewusst, dass in unserem Staate - trotz Maulkorbparagraph ARG - das Recht auf freie Meinungsäusserung gilt. Wenn gesellschaftspolitische Probleme, Ursachen und Auswirkungen nicht offen diskutiert werden dürfen, können diese auch nicht gelöst werden. Wenn die Abstimmung vom 29. November 2009 etwas gezeigt hat, dann ein klares Nein zum politischen Islam und das klare Verdikt des Volkes, das eine Mehrheit an den bewährten Werten festhalten will und sich den freiheitlichen Grundlagen unseres Rechtsstaates bewusst ist.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Mo 11. Jan 2010, 11:30

@lionne:
Meinst du mit Maulkorb-Paragraph das Antirassismus-Gesetz?

Rassendiskriminierung

Wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu Hass oder Diskriminierung aufruft,

wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind,

wer mit dem gleichen Ziel Propagandaaktionen organisiert, fördert oder daran teilnimmt,

wer öffentlich durch Wort, Schrift, Bild, Gebärden, Tätlichkeiten oder in anderer Weise eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt oder diskriminiert oder aus einem dieser Gründe Völkermord oder andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder zu rechtfertigen sucht,

wer eine von ihm angebotene Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion verweigert,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.


Schade nur, dass die Behörden (und zuweilen eben auch die Zensurbehörden dieses Forums) so lasch damit umgehen.
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Mo 11. Jan 2010, 12:06

Wolfi hat geschrieben:
wahrheit48 hat geschrieben:Und ein einziges "Prädikat":Schwätzer

Danke für deine ehrliche Meinung. Sie verrät mir, dass ich mich nicht ernsthaft auf deine Beiträge einzulassen habe, denn betrachtest du mich als Schwätzer, heisst das, dass du dich mit meinen Worten eh nicht tiefer auseinanderzusetzen bereit bist.

Hallo Wolfi,
Keiner läßt sich gerne "Schwätzer" nennen, das ist mir schon klar, aber ein solches "Prädikat", ein solcher Vorwurf regt ja auch zum Nachdenken an ;) , nicht wahr? Und bei Dir hat das gewirkt, denn Du bist von den knappen, wie "Giftbrocken" hingeworfenen Vorwürfen zur Argumentation gekommen. Bereits der folgende Abschnitt zeigt mir, daß du an einer fairen Diskussion zum Thema interessiert bist. Und an einer solchen bin ich genauso interessiert! :comeon:

Mit dem Islam hat dasselbe zu geschehen, was auch mit dem Christentum geschah (resp. in gewissen Bereichen noch geschehen muss): Er muss zu Toleranz gezwungen werden. Wie den Christen Kreuzzüge, Inquistion oder Hexenverbrennungen verboten wurden, so sind Gewalttaten eigentlich auch dem Islam untersagt.

Was da wissenschaftlich gesicherte Fakten sind, wurde schon andernorts ausführlich diskutiert. Was die Christen betrifft, ist sicherlich viel, viel Not von ihnen zu verantworten, allerdings oft nicht in dem Ausmaß, wie es der geschichtlich nicht Bewanderte gemeinhin annimmt!
Wie bei den Christen halten sich auch die meisten Muslime* daran. Glaube an und für sich betrachte ich als eine starke Kraft, zu welcher der Mensch nun mal durch seine Entwicklung Zugang gefunden hat. Wie Menschen nun damit verantwortungsvoll und verantwortungsbewusst umzugehen lernen, darin unterscheiden sich einzelnen Menschen gewaltig und zwar völlig unabhängig davon, ob sie sich nun Christen, Muslims, Atheisten oder Juden nennen.

*) von mir der besseren Unterscheidung wg. abgeändert. Wolfi hatte hier geschrieben "Gläubigen"

Wie bei den Christen, gibt es auch bei den Muslimen solche, die dem Namen nach zur Denomination gehören, in der Tat aber keine sind, die Einen getauft, die Anderen beschitten, mehr aber auch nicht, d.h. sie leben ihren Glauben nicht!
Wie die Bibel unterschiedlich interpretiert werden kann, so ist dasselbe in Grün natürlich auch mit dem Koran machbar

Wobei beim Islam noch ein paar andere Instanzen hinzukommen (z.B. Hadithen, Sunnah, Sharia ...)
Du betrachtest den Islam (und damit eine Vielzahl unserer Mitmenschen) als gefährliche Bedrohung und würdest wohl am liebsten sehen, wenn der islamistische Glaube generell verboten würde. In jedem Glauben liegt nun mal eine Intoleranz zugrunde, unter welcher dem Glauben Nichtangehörige im alltäglichen Leben zu leiden haben. Schauen wir in die Gesichter von Gläubigen, sehen wir darin oftmals ganz andere Dinge, als Liebe gespiegelt: Misstrauen, Verachtung, Mitleid, Bedauern, Häme, Hass, ... Toll, nicht?- Und das bloss, weil man nicht an die gleiche Gottschrift glaubt. :cry:

Nein, Wolfi das unterstellst Du mir:
3.Mos. 19,33 Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken.34 Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.
Ich habe schon etliche Muslime als Gäste bei mir zu Hause gehabt, unsere Kinder haben/hatten muslimische Freunde. Als Christ sind mir die Worte Gottes bzgl. der Fremdlinge genauso wichtig, wie alle anderen seiner Worte!
Womit ich allerdings nicht einverstanden sein kann/werde: daß Parallelgesellschaften entstehen, in denen die Instanzen des Islam über das bei uns geltende Recht gesetzt werden! Und da muß einer gewissen Blauäugigkeit/dem Unwissen über den Islam entgegengearbeitet werden. Die geltenden Gesetze des "Gastlandes" stehen über allen Instanzen des Islam!
Nur zwei Schlagworte: Blutrache und Zwangsheirat. Wer kann garantieren, daß unter versteckten Repressalien nicht doch eine Parallelgesellschaft existiert? Manche Muslime halten sogar das Schlagen der Frau für rechtmäßig :shock:
Daneben erwarte ich auch, daß die Versammlungen, so weit wie nur möglich in der Landessprache abgehalten werden. So haben doch auch z.B. ital. Christen in den seltensten Fällen das "Privileg", im Ausland Gottesdienste in ihrer Landessprache (Ausnahme Ticino) abzuhalten, sie besuchen deutschsprachige Gottesdienste, hören Predigten in deutscher Sprache (Integration?)
Ach, Schwamm drüber. Solltest du mir morgen zufällig über'n Weg laufen, könnte ich mich wohl trotzdem mit einem Lächeln im Gesicht mit dir unterhalten ...

Ganz meinerseits
lg. w48
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Mo 11. Jan 2010, 13:13

@Wolfi
@lionne
Und unter dieser "Prämisse":
33 Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken.34 Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.
muss auch zu/mit den "Ultras" (den orthodoxen Juden) in Israel gesprochen werden!
lg.w48
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Mo 11. Jan 2010, 13:47

lionne hat geschrieben: Wenn die Abstimmung vom 29. November 2009 etwas gezeigt hat, dann ein klares Nein zum politischen Islam und das klare Verdikt des Volkes, das eine Mehrheit an den bewährten Werten festhalten will und sich den freiheitlichen Grundlagen unseres Rechtsstaates bewusst ist.

lionne

Hallo lionne,
sicher hat das Abstimmungsergebnis dies gezeigt. Es muß aber dennoch auch die Frage erlaubt sein, wieviele der Abstimmenden sich wirklich mit dem Islam auseinandergesetzt haben. Wieviele einfach nur "aus dem Bauch heraus", gefühlsgesteuert abgestimmt haben. Sicher aber auch: sowohl die Vertreter der Muslime, wie auch die Gegner der Initiative (inkl. Bundesrat) haben es versäumt, das ihnen Mögliche zu unternehmen, darzustellen, daß es nicht um die Auflösung der freiheitlichen Grundlagen des Rechtsstaates geht! Die einen (Vertreter der Muslime) haben versäumt, die absolute Loyalität gegenüber den freiheitlichen Grundlagen des Rechtsstaates zu garantieren und dies entsprechend mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren, während die anderen (Staatsorgane) die Kontrolle der Einhaltung der freiheitlichen Grundlagen des Rechtsstaates mit allen zur verfügung stehenden Mitteln nicht glaubhaft darlegen konnten!
Die also von beiden Seiten genährte Unsicherheit, schlug sich entsprechend im Abstimmungsergebniss nieder.
lg. w48 ("en dütsche sauchaib" hätte sich dazu eigentlich nicht zu äußern ;) )
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 11. Jan 2010, 14:55

wahrheit48 hat geschrieben:Hallo lionne,
sicher hat das Abstimmungsergebnis dies gezeigt. Es muß aber dennoch auch die Frage erlaubt sein, wieviele der Abstimmenden sich wirklich mit dem Islam auseinandergesetzt haben. Wieviele einfach nur "aus dem Bauch heraus", gefühlsgesteuert abgestimmt haben.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ich in den letzten rund 3 Jahren ein absolut gesteigertes Interesse am Islam (in meinem Umfeld) festgestellt habe. Noch vor nicht allzulanger Zeit, war der Islam von 1001-Nacht-Romantik umnebelt. Dem ist (heute) nicht mehr so; die Menschen interessieren sich (aus verschiedenen Gründen) für den Islam und nicht erst seit der Antiminarett-Initiative. Ich bin mir sicher, dass nicht so viele (wie allgemein angenommen wird) "aus dem Bauch heraus" abgestimmt haben. Die 57 %, die mit Ja abgestimmt haben, sind nicht alles hinterwäldlerische Angsthasen aus dem hintersten Chrachen im Tal!

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Mo 11. Jan 2010, 16:02

lionne hat geschrieben:
wahrheit48 hat geschrieben:Hallo lionne,
sicher hat das Abstimmungsergebnis dies gezeigt. Es muß aber dennoch auch die Frage erlaubt sein, wieviele der Abstimmenden sich wirklich mit dem Islam auseinandergesetzt haben. Wieviele einfach nur "aus dem Bauch heraus", gefühlsgesteuert abgestimmt haben.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ich in den letzten rund 3 Jahren ein absolut gesteigertes Interesse am Islam (in meinem Umfeld) festgestellt habe. Noch vor nicht allzulanger Zeit, war der Islam von 1001-Nacht-Romantik umnebelt. Dem ist (heute) nicht mehr so; die Menschen interessieren sich (aus verschiedenen Gründen) für den Islam und nicht erst seit der Antiminarett-Initiative.

Irgendwann interessieren sich Leute auch für "Neues" und wenn es auch nur Kaffee-Vollautomaten sind ;) . Davon lebt schließlich z.B. die Werbebranche ;) .
Ich bin mir sicher, dass nicht so viele (wie allgemein angenommen wird) "aus dem Bauch heraus" abgestimmt haben. Die 57 %, die mit Ja abgestimmt haben, sind nicht alles hinterwäldlerische Angsthasen aus dem hintersten Chrachen im Tal!

Was ich von den 57% mit keinem Wort behauptet habe, dies lasse ich mir nicht "unterjubeln" :warn: .

lg.w48
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Mo 11. Jan 2010, 16:27

@"wahrheit48"
Okay, üben wir uns noch ein wenig darin, sachlich zu diesem Thema zu schreiben.

Was die Christen betrifft, ist sicherlich viel, viel Not von ihnen zu verantworten, allerdings oft nicht in dem Ausmaß, wie es der geschichtlich nicht Bewanderte gemeinhin annimmt!

Schlechter Versuch von wegen Sachlichkeit, denn wer ist als "geschichtlich nicht bewandert" zu bezeichnen und woher wollen wir wissen, was die gemeinhin annehmen?
Sachlicher wäre, ein paar konkretere Anhaltspunkte zu nennen:
http://www.jubeljahr2000.de/kirchenopfer.html
Auch wenn man die Zahlen gerne schönreden möchte, bleiben trotzdem noch Millionen Opfer des christlichen Glaubens übrig. Noch lange müsste der Islam gewaltsam versuchen zu expandieren, bis die Blutspur auch nur in etwa vergleichbar wäre. Ich hoffe sehr (und bin auch optimistisch), dass der Welt dies erspart bleiben wird. Niemals darf es zugelassen werden, dass eine Religion zum Mittel der Gewalt greift. Da wo sie's trotzdem heute noch tun, müssten alle Rechtsstaaten solchem Tun raschmöglichst Einhalt gebieten: Ob es nun um Beschneidung, Exorzismus oder andere Verletzungen der Menschenrechte geht: Solche Dinge gehörten ein für allemal und sofort verboten.

Wie bei den Christen, gibt es auch bei den Muslimen solche, die dem Namen nach zur Denomination gehören, in der Tat aber keine sind, die Einen getauft, die Anderen beschnitten, mehr aber auch nicht, d.h. sie leben ihren Glauben nicht!

Und was ist mit all jenen, die tagtäglich mehrmals sich zum Gebet gegen Mekka wenden, die den Ramadan und die gelebte Gastfreundschaft praktizieren?- Immerhin dürfte dies doch nach wie vor bei der Mehrheit der gläubigen Muslime der Fall sein?- Von wegen praktizierende Gläubige gehe ich davon aus, dass es prozentual zwischenzeitlich sogar mehr praktizierende Gläubige sein dürften, als bei den Christen. Allerdings sind wir beide schon wieder am spekulieren. ;-)

Wie die Bibel unterschiedlich interpretiert werden kann, so ist dasselbe in Grün natürlich auch mit dem Koran machbar

Wobei beim Islam noch ein paar andere Instanzen hinzukommen (z.B. Hadithen, Sunnah, Sharia ...)

Die Bibel hat ja auch unterschiedliche "Instanzen": AT, NT, Paulus, Johannes, Matthäus, ..., katholisch, evangelisch, freikirchlich, ...


Womit ich allerdings nicht einverstanden sein kann/werde: daß Parallelgesellschaften entstehen, in denen die Instanzen des Islam über das bei uns geltende Recht gesetzt werden! Und da muß einer gewissen Blauäugigkeit/dem Unwissen über den Islam entgegengearbeitet werden. Die geltenden Gesetze des "Gastlandes" stehen über allen Instanzen des Islam!

Völlig klar, dass sich bei uns die Religionen die geltenden staatlichen Gesetze zu respektieren und sie sich denen unterzuordnen haben. Tun sie das nicht, werden sie zu Recht zur Rechenschaft gezogen.
Ich betrachte Parallelgesellschaften auch als etwas Bedrohliches für unsere gesellschaftliche Gemeinschaft. Jedoch sehe ich unsere Gesellschaft bereits völlig übersät mit Parallelgesellschaften: High Society, Rechtsradikale, Mafia, Grosskonzerne, Religionsgemeinschaften, Parteien, ...

Nur zwei Schlagworte: Blutrache und Zwangsheirat. Wer kann garantieren, daß unter versteckten Repressalien nicht doch eine Parallelgesellschaft existiert?

Wo immer Menschen was an die Hand nehmen, kommt's auch zu Verfehlungen. Dafür jedoch haben wir bereits ein einigermassen funktionierendes Rechtssystem, um solches zu unterbinden und entsprechend zu ahnden und zu bestrafen. Oder etwa nicht?

Manche Muslime halten sogar das Schlagen der Frau für rechtmäßig :shock:

Ein in diesem Forum angesehener Christ hielt es vor noch nicht allzu langer Zeit für rechtmässig, seine Kinder zu schlagen. Und nun?- Du siehst: Verfehlungen hüben wie drüben ...

Daneben erwarte ich auch, daß die Versammlungen, so weit wie nur möglich in der Landessprache abgehalten werden.

Öffentliche Veranstaltungen/Versammlungen sollten allein schon aus Gründen des Anstandes stets in der Landessprache abgehalten werden. Etwas anders sieht das bei geschlossenen Veranstaltungen aus.
In der Regel ist das doch aber auch so, nicht?
Von wegen Integration meine ich sowieso, dass jeder Zuwanderer innerhalb von 5 Jahren die gesprochene Landessprache zu erlernen hat. Unterlässt er das, wäre ich für eine umgehende Ausweisung. Überrascht? - ;) lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Wolfi » Mo 11. Jan 2010, 16:50

@"lionne"

Die 57 %, die mit Ja abgestimmt haben, sind nicht alles hinterwäldlerische Angsthasen aus dem hintersten Chrachen im Tal!

Grundsätzlich jedoch lässt sich sagen, dass die städtische Bevölkerung grösstenteils die Initiative ablehnte (obwohl direkter davon betroffen) und die ländliche Bevölkerung eher zustimmte. Aber du hast recht: Jene aus dem hintersten Chrachen im Tal hätten wohl für ein derartig besorgniserregendes Resultat nicht ausgereicht. Was also war es, was alles dazu beitrug:

- Verbreitete, diffuse Unzufriedenheit mit der Ausländerpolitik
- Saddam, Taliban, Bin Laden, Bush, 9/11, Krieg gegen Terrorismus
- Viele muslimische Zuwanderer innert kurzer Zeit aus dem Balkangebiet
- Gaddafi und sein Sohn, resp. 2 Schweizer Geiseln
- Integrationsprobleme/Kosten
- "Heimatschützer"

Es gab also tatsächlich eine ganze Palette von "Bauch"-Gründen, die wohl insgesamt dann eben zu diesem bedenklichen Resultat geführt haben mögen.
Wie auch immer: Schnee von gestern.

Wie soll/kann es jetzt weiter gehen?- Weiss Jemand, was die muslimischen Kreise nun zu tun gedenken, um das offenkundige Misstrauen abbauen zu helfen? Was gedenken andere Kreise in der Schweiz nun zu tun, um das Wort "Integration" nicht bloss ein Fremdwort sein zu lassen?
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 13:50

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 11. Jan 2010, 18:17

wahrheit48 hat geschrieben:Was ich von den 57% mit keinem Wort behauptet habe, dies lasse ich mir nicht "unterjubeln" :warn: .

lg.w48

.. was ich ja auch nicht behauptet habe. Das will dir auch niemand "unterjubeln"....
Mein Satz ist lediglich (m)eine Aussage zu den 57 %. Gerne wird ja bei der "Analyse" der 57 % der Ja-Stimmer ins Feld geführt, dass diese "keine Ahnung" vom Islam hätten und "aus Angst" vor dem "Unbekannten/Fremden" ein Ja in die Urne gelegt hätten. Und dem ist definitiv nicht so.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Mo 11. Jan 2010, 19:35

Wolfi hat geschrieben:@"wahrheit48"
Okay, üben wir uns noch ein wenig darin, sachlich zu diesem Thema zu schreiben.

Was die Christen betrifft, ist sicherlich viel, viel Not von ihnen zu verantworten, allerdings oft nicht in dem Ausmaß, wie es der geschichtlich nicht Bewanderte gemeinhin annimmt!

Schlechter Versuch von wegen Sachlichkeit, denn wer ist als "geschichtlich nicht bewandert" zu bezeichnen und woher wollen wir wissen, was die gemeinhin annehmen?
Sachlicher wäre, ein paar konkretere Anhaltspunkte zu nennen:
http://www.jubeljahr2000.de/kirchenopfer.html
Auch wenn man die Zahlen gerne schönreden möchte, bleiben trotzdem noch Millionen Opfer des christlichen Glaubens übrig. Noch lange müsste der Islam gewaltsam versuchen zu expandieren, bis die Blutspur auch nur in etwa vergleichbar wäre.

Es hat ja keinen Wert irgendwelche "Opferzahlen" gegenzurechnen, aberich habe bereits früher erwähnt: nur mit Friedensverträgen sind die Osmanen im 15./16. Jh. auch nicht bis vor Wien oder nach Spanien gekommen ;) .
Wie bei den Christen, gibt es auch bei den Muslimen solche, die dem Namen nach zur Denomination gehören, in der Tat aber keine sind, die Einen getauft, die Anderen beschnitten, mehr aber auch nicht, d.h. sie leben ihren Glauben nicht!

Und was ist mit all jenen, die tagtäglich mehrmals sich zum Gebet gegen Mekka wenden, die den Ramadan und die gelebte Gastfreundschaft praktizieren?- Immerhin dürfte dies doch nach wie vor bei der Mehrheit der gläubigen Muslime der Fall sein?

Genauso, wie viele Kirchensteuer bezahlen und zu den "hohen" Festen sich in eine Kirchenbank drücken :lol:, wobei ich das Halten des Ramadan schon für anstrengender halte, als die Glocken nie süßer klingen zu lassen.
- Von wegen praktizierende Gläubige gehe ich davon aus, dass es prozentual zwischenzeitlich sogar mehr praktizierende Gläubige sein dürften, als bei den Christen. Allerdings sind wir beide schon wieder am spekulieren. ;-)

Da liegst Du wahrscheinlich nicht sehr daneben.

Wie die Bibel unterschiedlich interpretiert werden kann, so ist dasselbe in Grün natürlich auch mit dem Koran machbar

Wobei beim Islam noch ein paar andere Instanzen hinzukommen (z.B. Hadithen, Sunnah, Sharia ...)

Die Bibel hat ja auch unterschiedliche "Instanzen": AT, NT, Paulus, Johannes, Matthäus, ..., katholisch, evangelisch, freikirchlich, ...

Da verwechselst Du aber Birnen und Äpfel: während die Bibel aus den Schriften des AT und des NT, das NT wiederum aus den Evangelien und den Schriften verschiedener Apostel/Jünger und der Offenbahrung besteht, die Bibel also als eine "Instanz" bezeichnet werden könnte, treten die Hadithen zum Koran hinzu. "Die gesamte Interpretationslehre des Koran und auch das Gerichtssystem des Islam, beruhen, neben dem Koran, auf diesen Hadithen. Im islamischen Lehrsystem formierten sich aus diesen Quellen drei Lehrbegriffe und Praktiken, die dem islamischen System eine gewisse Struktur verliehen. Diese sind die Sunnah, die Schariah und Tafsir" Quelle:
http://www.answering-islam.de/buecher/gerhard_nehls/wirverstehenundreden/teil-1/der-koran-und-die-traditionen/die-hadithen.html
Im islamisch-religiösen Gebrauch bezeichnet der Begriff Hadith die Überlieferungen über Mohammed: über seine Anweisungen, nachahmenswerte Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen, die im Koran als solche nicht enthalten sind. Die Summe dieser Überlieferungen mit ihrem normativen Charakter bilden die Sunna des Propheten und sind somit Teil der religiösen Gesetze im Islam. (Quelle: wikipedia)


Ich betrachte Parallelgesellschaften auch als etwas Bedrohliches für unsere gesellschaftliche Gemeinschaft. Jedoch sehe ich unsere Gesellschaft bereits völlig übersät mit Parallelgesellschaften: High Society, Rechtsradikale, Mafia, Grosskonzerne, Religionsgemeinschaften, Parteien, ...

Wenn wir beide von Parallelgesellschaften reden, meinen wir nicht das Gleiche: die von Dir aufgeführten Organisationen oder Rechtsformen (hier nicht die Maffia, da keine Rechtsform) unterliegen alle der Gesetzgebung/den Gesetzen in den jeweiligen Ländern/Staaten, sowie deren Rechtssprechung - auch die Maffia! Parallelgesellschaften aber pflegen z.B. eine "eigene Rechtsordnung" und deren Durchsetzung! Dies kann kein Staat dulden!

Nur zwei Schlagworte: Blutrache und Zwangsheirat. Wer kann garantieren, daß unter versteckten Repressalien nicht doch eine Parallelgesellschaft existiert?

Wo immer Menschen was an die Hand nehmen, kommt's auch zu Verfehlungen. Dafür jedoch haben wir bereits ein einigermassen funktionierendes Rechtssystem, um solches zu unterbinden und entsprechend zu ahnden und zu bestrafen. Oder etwa nicht?

Was tun wir, wenn in einer Parallelgesellschaft unter deren Gesetzen/Vorschriften jemand z.B zur Blutrache verpflichtet ist und von diesen Vorschriften bei Nichtbefolgen selbst bedroht ist? Setzen wir diesen Mitbürger einem solchen Zwiespalt aus, überlassen ihm die Entscheidung und wenn er den Gesetzen der Parallelgesellschaft nachgekommen ist, ihnen Genüge getan hat, schnappt sich unsere Justiz diesen erbarmungswürdigen Menschen und vollzieht an ihm die Bestrafung nach unseren rechtsstaatlichen Normen?
So kann das doch nicht laufen :x
Daneben erwarte ich auch, daß die Versammlungen, so weit wie nur möglich in der Landessprache abgehalten werden.

Öffentliche Veranstaltungen/Versammlungen sollten allein schon aus Gründen des Anstandes stets in der Landessprache abgehalten werden. Etwas anders sieht das bei geschlossenen Veranstaltungen aus.
In der Regel ist das doch aber auch so, nicht?

Sind alle kultischen Versammlungen der Muslime öffentlich? Es ist mir keine kultische Versammlung der Christen bekannt, von der die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist! Alle christlichen Versammlungen/Gottesdienste werden in der Landessprache abgehalten! Wenn der Papst gewählt wird, ist dies keine kultische Veranstaltung! :lol:
Von wegen Integration meine ich sowieso, dass jeder Zuwanderer innerhalb von 5 Jahren die gesprochene Landessprache zu erlernen hat. Unterlässt er das, wäre ich für eine umgehende Ausweisung. Überrascht? - ;) lg, wolfi

Nein! Diesbzgl. hatte ich Dich schon so eingeschätzt.
lg.w48
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
Benutzeravatar
wahrheit48
Abgemeldet
 
Beiträge: 1524
Registriert: Sa 19. Jul 2008, 12:38

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 14. Jan 2010, 17:56

Wolfi hat geschrieben:@"lionne"

Die 57 %, die mit Ja abgestimmt haben, sind nicht alles hinterwäldlerische Angsthasen aus dem hintersten Chrachen im Tal!

Grundsätzlich jedoch lässt sich sagen, dass die städtische Bevölkerung grösstenteils die Initiative ablehnte (obwohl direkter davon betroffen) und die ländliche Bevölkerung eher zustimmte.

Das lässt sich eben nicht "grundsätzlich" sagen.
Wie kommt es, dass im rot-grünen Biel 56% (sechsundfünfzig Prozent) für die Minarettinitiative stimmten?
Biel ist schon Schweizermeister mit der höchsten Sozialhilfequote; 11 Prozent der Bieler beziehen Sozialhilfe. Nun hat die Stadt auch noch das "beste Resultat" bei der Minarettinitiative erreicht. Ganz offensichtlich sind die Einwohner von Biel, auch die politisch links stehenden, mit der von oben verordneten Multi-Kulti-Politik und der immer weiter sinkenden Lebensqualität nicht mehr einverstanden. Biel mutierte in den letzten 20 Jahren (unter Stapi Stöckli) zum Knotenpunkt von Kriminalität, Prostitution und Drogen(umschlagplatz). Stadtpräsident Stöckli müsste dieses Resultat eigentlich schwer zu denken geben!! (Und was macht er?)

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 18. Jan 2010, 08:36

In Malaysia wird den christlichen Kreisen verboten, den Namen Allah für Gott zu gebrauchen. Obwohl ein Gericht dies als verfassungswidrig erklärte, hat die Regierung gegen den Entscheid auf einer höheren Gerichtsebene rekurriert. Obwohl das hier noch kein Problem ist, wird dort schon die sprachliche Kontrolle ausgeübt bis in tiefe Ebenen der Sprache.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 14:47

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 18. Jan 2010, 11:45

Ein Gericht hatte es Ende Dezember der katholischen Zeitung «The Herald» erlaubt, auch den christlichen Gott auf Malaysisch als Allah zu bezeichnen. Die Regierung hat die Entscheidung angefochten und argumentiert, das aus dem Arabischen stammende Wort dürfe nur von Muslimen als Gottesbegriff verwendet werden. Die Behörden konfiszierten erst kürzlich 10.000 Ausgaben der Bibel auf Malaysisch, weil darin Gott mit dem Wort Allah bezeichnet wird.
Dieser verbale Monopolanspruch ist zu einem Symbol für die religiösen Zwänge von Minderheiten in dem islamischen Staat geworden. Eigentlich gilt Malaysia als beispielhaft für ein weitgehend friedliches Zusammenleben zwischen der Mehrheit und den ethnischen Minderheiten der Chinesen und Inder, die meist Christen, Buddhisten oder Hindus sind. Rund 60 Prozent der 28 Millionen Einwohner in Malaysia sind Muslime.
Regierung mahnt zur Ruhe
In der Nacht zum Freitag schleuderten laut Polizei Unbekannte auf einem Motorrad eine Brandbombe gegen eine Kirche. Die Flammen zerstörten mehrere Räume im Erdgeschoss. Wenige Stunden später wurden zwei weitere Kirchen angegriffen, an einer entstand Sachschaden. Angaben, wonach insgesamt vier Kirchen Ziel von Anschlägen wurden, wurden später korrigiert. Es habe sich um ein Gerücht gehandelt, erklärte ein Polizeisprecher. Ministerpräsident Najib Razak verurteilte die Gewalt und erklärte, die Regierung werde alles tun, um solche Übergriffe künftig zu verhindern.
Quelle:
http://bazonline.ch/ausland/asien-und-o ... y/25005097
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 18. Jan 2010, 12:00

Das Oberste Gericht in Kuala Lumpur hatte am 31. Dezember entschieden, Allah sei das allgemeine arabische Wort für Gott und nicht exklusiv für den Islam. Mit dem Urteil endete ein mehr als zweijähriger Rechtsstreit zwischen der katholischen Kirche Malaysias und der Regierung des Landes über die Verwendung des Wortes "Allah".

Diese Diskussion (Dürfen arabische Christen den dreieinigen Gott "Allah" nennen?) hatten wir hier im Forum auch schon mal. Erinnert ihr euch?
Man könnte hier jetzt wieder eine Endlos-Diskussion 'pro und kontra' starten, (was ich als sinnlos betrachte).

Ich würde den arabischen Christen raten, schnellstens ein neues Wort für ihren Gott zu kreieren. ;) ;) ;)

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 18. Jan 2010, 12:02

Einen anderen Aspekt der schweizerischen Islam-Diskussion ist der Unterschied zwischen Integration oder Assimilation (Inklusion). Da habe ich den Eindruck, dass das vielfach verwechselt wird. Viele wünschen sich mehr Assimilation und nicht nur Integration. Die Assimilation ist eine weitgehende Anpassung, die assimilierten Menschen fallen dabei in der Hauptkultur kaum mehr auf. Es gibt auch verschiedene Formen und einige Stufen der Integration. Z.B.: Ist nur wirtschaftliche Integration oder auch eine kulturelle Integration der Moslems nötig? Was macht man für die einzelnen Stufen?

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 14:47

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 18. Jan 2010, 12:06

lionne hat geschrieben:Das Oberste Gericht in Kuala Lumpur hatte am 31. Dezember entschieden, Allah sei das allgemeine arabische Wort für Gott und nicht exklusiv für den Islam. Mit dem Urteil endete ein mehr als zweijähriger Rechtsstreit zwischen der katholischen Kirche Malaysias und der Regierung des Landes über die Verwendung des Wortes "Allah".

Eben nicht, wenn Du auch die letzten Nachrichten verfolgst.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 14:47

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 18. Jan 2010, 17:34

Richtigstellung-Ergänzung
Aus dem Baz-Artikel: "Die Regierung hat die Entscheidung angefochten und argumentiert, das aus dem Arabischen stammende Wort dürfe nur von Muslimen als Gottesbegriff verwendet werden."
Seit dem Gerichtsurteil wird in Malaysia weiter um den Gebrauch des Wortes „Allah“ gestritten und kommt es zu Ausschreitungen. Seitdem ein Gericht in Kuala Lumpur der katholischen Kirche erlaubte, in ihrer Zeitschrift „Herald“ in der Landessprache Bahasa Malaysia „Gott“ mit „Allah“ zu übersetzen, schlagen die Wogen hoch. Die Regierung legte Berufung ein. Solange bleibt das Urteil ausgesetzt und „Allah“ ist für das katholische Medium wieder verboten.

Klage wird wohl abgewiesen
Dass die „Allah“-Frage sogar Familien spaltet, zeigen die Mahathirs. „Idioten“ nennt die prominente Menschenrechtsaktivistin Marina Mahathir in ihrem Blog kurzerhand alle, die das Wort exklusiv für Muslime in Malaysia beanspruchen - und meint damit auch ihren Vater, den früheren Ministerpräsidenten Mohamed Mahathir.

Einen Termin für das Berufungsverfahren im „Allah“-Fall gibt es derzeit noch nicht. Aber der Ausgang scheint klar. Das Berufungsgericht sei mit Hardlinern besetzt, sagt ein Mitglied der Anwaltskammer Malaysias, das anonym bleiben möchte, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Sie können mich zynisch nennen - aber in Anbetracht der aufgeheizten Stimmungslage sind die Aussichten des 'Herald' nicht gut.“
http://www.domradio.de/aktuell/artikel_60168.html
lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 18. Jan 2010, 20:48

Und hier nochmals ein sehr lesenswerter Artikel von Hamed Abdel-Samad
http://debatte.welt.de/kommentare/18543 ... mversteher

Zur Erinnerung: Hamed Abdel-Samad ist Politikwissenschaftler und Historiker an der Universität München und Autor des Buches "Mein Abschied vom Himmel. Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland". http://www.tagesspiegel.de/meinung/komm ... 41,2992562


(Zitat) Nach dem Minarettverbot der Schweizer und dem vereitelten Attentat auf Kurt Westergaard hatte ich die Hoffnung, dass endlich eine unverkrampfte Streitkultur entstehen würde, wo über die Themen Islam und Migration eine tiefgründige Debatte geführt werden könnte. Meine Hoffnung wurde durch einige Medienbeiträge in der islamischen Welt beflügelt, die diesmal nicht versuchten, die Wutindustrie anzukurbeln, sondern Besinnung und Zurückhaltung anmahnten. Die ägyptische Wochenzeitung „al-Youm al-Sabea“ fragte sogar in einem kritischen Bericht nach den Sünden der Muslime weltweit, die diese ablehnende Haltung gegenüber dem Islam in Europa verursacht hätten. Sogar die Beiträge eines „Häretikers“ wie mir wurden veröffentlicht. Dort hat die Islamkritik scheinbar Früchte getragen und einen Denkprozess unter Muslimen über die eigenen Versäumnisse. (Zitat Ende)

Das ist m.E. doch schon mal erfreulich. Leider - und das betrübt mich sehr - ist eine konstruktive, unverkrapfte Islam-Diskussion in Europa ganz offensichtlich nicht möglich. Es wird von unseren Politikern, MSM, gewissen kirchlichen Kreisen... (nach wie vor) vorgezogen, die real existierenden Themen im Zusammenhang mit Islam, Migration, Integration etc. "unter den Teppich zu kehren" bzw. schönzureden/zu verleugnen. Ich schliesse mit einem weiteren Zitat aus dem betreffenden Artikel: "Der Islam hat ein Problem mit sich selbst, mit seinen Ansprüchen und Weltbildern. Und ihm läuft die Zeit davon. Relativismus und Wundenlecken sind da die falschen Rezepte."

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon origo » Mo 18. Jan 2010, 21:41

lionne hat geschrieben:Ich würde den arabischen Christen raten, schnellstens ein neues Wort für ihren Gott zu kreieren. ;) ;) ;)

Den Namen des jüdischen und christlichen Gottes muss man nicht erfinden:

"JHWH" ist sein Name, also JAHWE(H).
"Lass dich nicht einfangen durch Philosophie und Weisheit von Menschen, nach den Grundsätzen der Welt, aber nicht Christus gemäss. Denn in Ihm ist die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und ihr habt die Fülle in Ihm, dem Herrscher." Kolosser 2,8-9
Benutzeravatar
origo
Wohnt hier
 
Beiträge: 3450
Registriert: Fr 8. Apr 2005, 13:18
Wohnort: Zürcher Oberland

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon origo » Mo 18. Jan 2010, 21:50

lionne hat geschrieben:... Zitat aus dem betreffenden Artikel:
"Der Islam hat ein Problem mit sich selbst, mit seinen Ansprüchen und Weltbildern. Und ihm läuft die Zeit davon. Relativismus und Wundenlecken sind da die falschen Rezepte."

Ja, es gibt so vernünftige Muslime wie Hamed Abdel-Samad. Bloss andere machen mehr Schlagzeilen... :(
Ich denke auch, dass den Radikalen die Zeit davon läuft. Eines Tages wird ihnen kaum mehr jemand zuhören. Aber so lange es so vielen Millionen von Menschen so dreckig geht, wird es immer möglich sein, einige der Hoffnungslosen für Terroranschläge zu rekrutieren.
Oder rückwärtsgewandte Parallelgesellschaften aufzubauen.
"Lass dich nicht einfangen durch Philosophie und Weisheit von Menschen, nach den Grundsätzen der Welt, aber nicht Christus gemäss. Denn in Ihm ist die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und ihr habt die Fülle in Ihm, dem Herrscher." Kolosser 2,8-9
Benutzeravatar
origo
Wohnt hier
 
Beiträge: 3450
Registriert: Fr 8. Apr 2005, 13:18
Wohnort: Zürcher Oberland

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 18. Jan 2010, 22:46

origo hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Ich würde den arabischen Christen raten, schnellstens ein neues Wort für ihren Gott zu kreieren. ;) ;) ;)

Den Namen des jüdischen und christlichen Gottes muss man nicht erfinden:

"JHWH" ist sein Name, also JAHWE(H).

War ja auch ironisch gemeint. Hast selbstverständlich Recht.
lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mi 20. Jan 2010, 17:34

News vom 20.1.2010:
Düsseldorf (dpa). Bei einer bundesweiten Razzia in Moscheen, Gebetsräumen, Verlagshäusern sowie Privatwohnungen von islamischen Predigern hat die Polizei Datenträger, Computer und verbotene Bücher sichergestellt. Von der Razzia betroffen waren 30 Orte, 16 davon in Nordrhein-Westfalen. Der Rest verteilte sich auf auf Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

In den beschlagnahmten Schriften wird zur Gewalt gegen Frauen aufgerufen. Es handele es sich um die deutsche Übersetzung eines in Saudi-Arabien erschienenen Werkes mit dem Titel „Frauen im Schutz des Islam“. Beschreibungen im Kapitel „Schlagen der Frau“ werden von der Bundesprüfstelle als Diskriminierung sowie als Anreiz zur Gewalttätigkeit eingestuft, sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart.

Ermittlungen der Polizei zufolge wurden die Bücher in den vergangenen Monaten bei Veranstaltungen ausgelegt, im Versandhandel angeboten und dabei auch Jugendlichen zugänglich gemacht.

Die Schriften waren in Stuttgart erstmals bei dem Vortrag des islamischen Predigers Pierre Vogel (Abu Hamza) im Juni 2009 aufgetaucht. Der 31-jährige ehemalige Profiboxer Vogel, der in Köln wohnt, ist zum Islam konvertiert und predigt vor allem vor jüngeren Leuten, die er ebenfalls zum Übertritt auffordert. Er tritt unter anderem für das islamische Recht, die Scharia, ein.
http://wz-newsline.de/?redid=734530

Soviel zum "Schlagen der Frauen im Islam" und zum deutschen Vogel (Pierre Vogel). Wir haben übrigens (mindestens) ein Schweizer Pendant zu Pierre Vogel, das nur am Rande.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9290
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

VorherigeNächste

Zurück zu NewsTalk

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast