Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe

Moderator: kingschild

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 11. Apr 2010, 18:29

Taube hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:...
Gegenwärtig sorgen vor allem junge Schweizer für Schlagzeilen, die zum Islam konvertiert sind....

Hier wäre die Frage mal wichtig, warum es für die jungen Schweizer attraktiv ist, zu konvertieren.

Warum die Frage auf die 'jungen Schweizer' limitieren??

Hier einige Antworten:
http://de.answers.yahoo.com/question/in ... 506AAiAgub

Warum soll jetzt diese Frage wichtig sein?? Genauso berechtigt könnte man fragen: Warum konvertieren Menschen zum Christentum?

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » So 11. Apr 2010, 22:01

lionne hat geschrieben:
Warum soll jetzt diese Frage wichtig sein?? Genauso berechtigt könnte man fragen: Warum konvertieren Menschen zum Christentum?

lionne


Ich finde sie auch wichtig und werde später noch auf die anderen Beiträge eingehen.

Die persönlichen Beiträge sind bereinigt und bitte alle sich zu bemühen, das persönliche zu lassen und auch nicht darauf zu reagieren.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » So 11. Apr 2010, 22:49

Haimax hat geschrieben:Es erstaunt mich nicht, dass gerade Deutsche die konvertieren sich faschistischen fundamentalen Religionen zuwenden.

Ich bin deutscher Staatsbürger, bin 1981 von r.k.K. zum Glauben an Jesus Christus konvertiert, war mir bisher überhaupt nicht bewußt, daß ich mich damit einer faschistischen, fundamentalen Religion zugewendet habe. ;)
Der Deutsche, scheint mir hat, historisch und gesellschaftlich einen Drang zu Obrigkeitsdiktatorischen Systemen, zu dem er entweder als Führer herrschen will oder er dann als Mitläufer sich gerne Unterordnet.

Ich bin deutscher Staatsbürger, halte mich vorwiegend in Deutschland auf und treffe damit zwangsläufig auf einige ;) Landsleute. Hatte zwar hin und wieder auch den Verdacht, daß ich selbst "Der Deutsche" schlechthin sei, mein Sohn jedoch will mir dieses "Prädikat" absolut nicht zugestehen, er meint dies wäre Etikettenschwindel. Aber jetzt habe ich Hoffnung: Haimax weiß, wie "Der Deutsche" tickt, denkt, fühlt usw., ER allein ist befugt das Etikett "Der Deutsche" zu verteilen. Ich bitte um Überprüfung :lol: !

So gesehen ist der fundamentale Islam wie Vogel ihn propagiert für die Deutschen eine gute Alternative zu den Naziparteien und wird in Zukunft zu diesen noch mehr in Konkurrenz gehen. Auch sind Zweckbündnisse zwischen Fundamentalen Islamisten und Nazis möglich, auch wenn dies erst als Widerspruch erscheint (wie 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion), haben sie auch grosse gemeinsame Interessen wie z.B. Antisemitismus usw.

Lieber Haimax, dieser Vogel scheint in letzter Zeit nur in Schweizer Medien eine Rolle zu spielen, was den Verdacht nahe legt, daß es sich um einen "Trojaner" "Der Deutschen" handelt. Irgendwann macht es "plopp" und du bist von einer Million von Nazis umzingelt.
Jetzt mal ernsthaft:
Du bist ein Spaßvogel, odder?
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » So 11. Apr 2010, 23:26

wahrheit48 hat geschrieben:
Haimax hat geschrieben:Es erstaunt mich nicht, dass gerade Deutsche die konvertieren sich faschistischen fundamentalen Religionen zuwenden.

Ich bin deutscher Staatsbürger, bin 1981 von r.k.K. zum Glauben an Jesus Christus konvertiert, war mir bisher überhaupt nicht bewußt, daß ich mich damit einer faschistischen, fundamentalen Religion zugewendet habe. ;)


Ob R.K.K. oder 'Jesus Christus' oder Islam - in dem Aspekt, in dem Glauben in der Öffentlichkeit mit totalitärem Gesicht auftritt, steht er für jeden politisch-kritischen Denker als dem Faschismus nahe. Mit dem Hinweis auf die Deutschen greift Haimax natürlich daneben denn ein paar Schweizer haben auch eine Neigung zum totalitären Glauben. Vielleicht fallen sie nicht so auf weil's ein kleineres Land ist. :mrgreen:
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » So 11. Apr 2010, 23:31

Manche Menschen konvertieren zum Christentum, andere zum Islam, das auch in Deutschland. Interessant ist es auch, deren Motive zu verstehen. Die ersten beiden Filmdokus sind journalistisch, der dritte ist wohl eher 'missionarisch'.

'Fünfmal am Tag betet Kai Lühr Richtung Mekka. Der islamische Gebetsritus ist fest in seinen Tagesablauf integriert. Doch das war nicht immer so. Der 46-jährige Arzt wurde christlich erzogen ....'
http://www.dailymotion.com/video/x2h3sm ... n-zum_news

Warum ich Muslim wurde - Drei zum Islam konvertierte Sachsen erzählen:
http://video.google.de/videoplay?docid= ... 791913532#

Zum Islam konvertierte Deutsche stellen sich vor:
http://www.myvideo.de/watch/1910391/Zum ... n_sich_vor
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 12. Apr 2010, 09:03

Diese kurzen Filme beleuchten sehr gut einen Aspekt, nämlich den religiösen Aspekt. Da kommen sehr subjektive Gründe vor, wie Klarheit (klare Leitung, klare Gebote), Unmittelbarkeit, Ursprünglichkeit, "man kann den Weg zu Gott machen" ect. Das unterscheidet sich also nicht gross von anderen Menschen, welche konvertieren zu anderen Religionen.

Das ist fast schon eine Modeerscheinung. Die Beatles haben es auch schon versucht, das wurde damals mit Erstaunen wahrgenommen.

Aber mit fehlt darin auch der spezifisch gesellschaftliche Aspekt. Warum brauchen z.B. Schweizer so feste Führung, Gesetze und Gebote? Ist Freiheit kein Wert mehr? Wagt man nicht mehr selbst zu denken und entscheiden? ...oder wird erst jetzt offensichtlich, dass die christliche Religion einfach nicht alle Menschen anspricht und diese dann ihren eigenen Zugang suchen? ...also ist eine Wechsel zum Islam einfach gleich zu betrachten, wie der Wechsel zum Buddhismus?

Der gesellschaftliche Aspekt kann aber auch in die Richtung, Verbesserung der Gesellschaft durch Gewalttätigkeiten sein, d.h. gleiche Absichten wie Kommunismus, RAF, Neonazis etc.? Auch der neue Konservatismus, wie SVP, Nationale Aktion, EDU, hat gewisse Ähnlichkeit mit dem islamischen Denken?

Diese Fragen wären eben auch wichtig anzuschauen, um das Phänomen der neuen Attraktivität des Islams zu begreifen. In Schweizer Fernsehen ist doch auch deutlich geworden, dass ein junger Konvertit, Name ist mir entfallen, von einem "Protestmilieu" kommt, - obwohl er heute als Familienvater von sich sagt, dass er moderater geworden ist.

Gruss Taube
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 12. Apr 2010, 11:04

Ich möchte nicht mehr Moslem sein...........
http://geisteswelt.blogsome.com/2007/05 ... slem-sein/

http://www.dailymotion.com/video/xcgq40 ... hassa_news

http://www.youtube.com/watch?v=oMpZqakctVM

Diese willkürlich hingestellten Beispiele beleuchten sehr gut einen Aspekt (des Christentums), nämlich den Aspekt der Gnade (Gottes).
Im Christentum sind wir nicht angenommen der Werke willen (5x pro Tag beten, Ramadan, Almosen, Hadsch...), sondern durch unsere persönliche Beziehung zum dreieinigen Gott. Kurzum: Wir werden nicht durch irgendwelche Leistungen zum Christen. Viele Leute glauben daran, dass sie nur getauft sein müssen, irgendwie an einen entfernten Gott glauben und sonntags fromm in die Kirche gehen müssen und das wird dann schon alles irgendwie klappen, wenn man dann mal an der Himmelspforte steht. Aber das ist eine gefährliche Lüge. Denn eigentlich ist es viel einfacher Christ zu werden. Das wirklich Schwierige daran ist, dass es so einfach ist - für viele Leute ZU einfach.
Christ werden wir (wie der Name schon sagt) nur durch Christus. Dazu müssen wir aber erst einmal verstehen warum wir überhaupt eine Erlösung brauchen um in den Himmel zu kommen.

M.E. ist es müssig sich zu fragen, warum Menschen zum Islam konvertieren. Genau so könnte man fragen, warum Menschen Zeugen Johovas, Buddhisten, Atheisten werden oder zu Scientology gehen.
Hat jemand aktuelle Zahlen, wie viele Schweizer pro Jahr zum Islam konvertieren??
Ein Aspekt warum Menschen zum Islam konvertieren ist auch die Heirat. Wenn Schweizerinnen Moslems heiraten, konvertieren sie sehr oft zum Islam (oder auch umgekehrt!).

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 12. Apr 2010, 11:20

Johncom hat geschrieben:Zum Islam konvertierte Deutsche stellen sich vor:
http://www.myvideo.de/watch/1910391/Zum ... n_sich_vor

Bist du ein Beführworter von Pierre Vogel?? :warn:

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Mo 12. Apr 2010, 21:22

Taube hat geschrieben:Da kommen sehr subjektive Gründe vor, wie Klarheit (klare Leitung, klare Gebote), Unmittelbarkeit, Ursprünglichkeit, "man kann den Weg zu Gott machen" ect.


Die Juden haben auch schon nach einem König verlangt obschon sie Gott eigentlich wunderbar führte. Vielleicht hat es einfach auch nur mit dem etwas zu tun das man nicht zufrieden ist mit dem was man hat. Wenn Abraham aber mal nicht ganz klar verstand wieso Gott etwas wollte dann hätte er auch aufgeben können und sagen das ist zu wenig klare Führung, da Blick ich zuwenig durch. Abraham wusste aber das die Führung klar genug war und wenn im etwas unklar war dann hat er nicht eine andere Führung gesucht sondern er hat gewartet bis er Weisung bekam. Die Ungeduld spielt sicher auch mit beim konvertieren.


Aber mit fehlt darin auch der spezifisch gesellschaftliche Aspekt. Warum brauchen z.B. Schweizer so feste Führung, Gesetze und Gebote? Ist Freiheit kein Wert mehr? Wagt man nicht mehr selbst zu denken und entscheiden? ...oder wird erst jetzt offensichtlich, dass die christliche Religion einfach nicht alle Menschen anspricht und diese dann ihren eigenen Zugang suchen? ...also ist eine Wechsel zum Islam einfach gleich zu betrachten, wie der Wechsel zum Buddhismus?


Ja gut der Schweizer wird meist schon von klein auf in sehr starke Strukturen eingebunden, gehen die dann auf einmal verloren fühlt er sich vielleicht schon ein wenig Orientierungslos. Wenn man bedenkt jetzt bekommt man von der Welt eingetrichtert das Struktur etwas sehr wertvolles ist und plötzlich kommt da Gott und sagt ich werde Dich führen, vetraue mir, durch Gnade allein bist Du erettet. Wenn da jemand sehr ungeduldig ist könnte dies sicher ein Grund sein, wieso man nach Struktur such oder eben wieder nach dem was man von der Welt her kennt. Christus ist ja nicht unstrukuriert aber wenn die Leute jeweils meinten er solle etwas gleich tun hat er sich oft Zeit gelassen, weil er wusste das die Zeit noch nicht gekommen war. Da waren auch schon einige sehr ungedulgig und meinten jeweils das sei nicht das richtige und er hätte keine Ahnung.

Beide Religionen deuten darauf hin das man aus eigener Kraft etwas erreichen möchte. Wenn ich lehre alles los zu lassen dann erreiche ich das Ziel, wenn ich alle Gebote halte erreiche ich das Ziel. Wobei wenn einer zum extremen Islam übertritt doch sicherlich eben mehr unzfrieden darüber ist über die gefallene Schöpfung und den Menschlichen Drang in sich hat etwas selbst in die Hand zu nehmen, wo ja sogar Gott sagte es muss so kommen.


Beim Buddhismus wird es wohl so sein das diese Menschen die vom Christentum zum Buddhismus übertreten, keine Erfahrung mit dem Geist Gottes hatten und somit im spirituellen Bereich nach etwas sehnen das Gott Ihnen eben nicht so zu jeder Zeit geben will. Mittels Meditation oder Menschlicher Techniken erreicht man dann das wo vielleicht ein Abraham im Glauben warten musste auf Gott. Dies könnten wir dann ausweiten auch auf extrem Charismatiker die Mittels Menschlichen Übungen meinen jetzt erfahren sie Gott.

Der Grund ist also ich bin nicht zufrieden mit dem was ich habe aus was für Gründen auch immer.

Der gesellschaftliche Aspekt kann aber auch in die Richtung, Verbesserung der Gesellschaft durch Gewalttätigkeiten sein, d.h. gleiche Absichten wie Kommunismus, RAF, Neonazis etc.? Auch der neue Konservatismus, wie SVP, Nationale Aktion, EDU, hat gewisse Ähnlichkeit mit dem islamischen Denken?


Dies sind gewagte Aussagen Taube und da müsstest Du schon noch ein wenig selbst begründen. Was sicher alle habe ist die starke Identifikation mit Struktur. Das heisst alle sehen das die Strukturen die wir bis jetzt haben nicht so richtig funktionieren damit Frieden und Gerechtigkeit herrschen auf dieser Erde. Aber die Ansätze finde ich persönlich sehr verschieden aber ich höre jetzt mal was Du meinst.

Diese Fragen wären eben auch wichtig anzuschauen, um das Phänomen der neuen Attraktivität des Islams zu begreifen. In Schweizer Fernsehen ist doch auch deutlich geworden, dass ein junger Konvertit, Name ist mir entfallen, von einem "Protestmilieu" kommt, - obwohl er heute als Familienvater von sich sagt, dass er moderater geworden ist.


Der extreme Islam wünscht sich nicht mehr als Gerrechtigkeit, wie er sie aber erreichen will ist mit Menschlichen Werken. So wie Petrus die Verhaftung von Jesus verhindern wollte, so will auch der extreme Islam das erreichen von dem Gott sagt es wird nicht zu erreichen sein durch Menschenkraft und nicht in dieser Zeit. Attraktiv ist der Islam nur für solche die kein Fundament haben. Hier muss man aber sagen das jeder ein Fundament braucht, die Frage ist eben wer sehnt sich nach dem götttlichen und wer sehnt sich mehr nach den Menschlichen Fundamenten.

Was Du Gut gesagt hast Taube, er kam aus dem Protestmillieu, das heisst er konnte dort das nicht verändern und suchte nach einem neuen Weg weil der alte gescheitert ist. Dann können wir eigentlich nur beten das er rechtzeitig spürt das dieser Weg auch nicht derjenige ist der im Frieden bringt.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 12. Apr 2010, 21:39

kingschild hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Der gesellschaftliche Aspekt kann aber auch in die Richtung, Verbesserung der Gesellschaft durch Gewalttätigkeiten sein, d.h. gleiche Absichten wie Kommunismus, RAF, Neonazis etc.? Auch der neue Konservatismus, wie SVP, Nationale Aktion, EDU, hat gewisse Ähnlichkeit mit dem islamischen Denken?


Dies sind gewagte Aussagen Taube und da müsstest Du schon noch ein wenig selbst begründen. Was sicher alle habe ist die starke Identifikation mit Struktur. Das heisst alle sehen das die Strukturen die wir bis jetzt haben nicht so richtig funktionieren damit Frieden und Gerechtigkeit herrschen auf dieser Erde. Aber die Ansätze finde ich persönlich sehr verschieden aber ich höre jetzt mal was Du meinst.
...

Ich werde schon noch auf Deinen Beitrag zurückkommen, der sehr interessant ist. Mir ist auch klar, dass dieser Abschnitt provokativ ist, werde ihn aber noch weiter begründen. Aber ich glaube schon, dass wir die ganze Situation anschauen müssen, sich nur auf den Islam zu konzentrieren, ist gefährlich: Die "Hooligan-Bewegung", vermehrter Antisemitismus, Neonazis und das Auftauchen der Altnazis zeigen eben auch ähnliche Symptome wie die extremen Moslems.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon wahrheit48 » Mo 12. Apr 2010, 21:57

Hoi ihr Lieben,
warum nur komme ich bei den vielen Links auf irgendwelche Videos eher auf den Gedanken "psychologische Kriegsführung" als auf den einer ernsthaften Diskussion? Früher sollen angeblich Flugzeuge über "Feindesland" Flugblätter mit Desinformation für die Bevölkerung abgeworfen haben, um diese politisch zu beeinflussen. Aus heutiger Sicht eine Situationsbeschreibung aus der Steinzeit im Zeichen von www.
Spaßigen Abend weiterhin
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Mo 12. Apr 2010, 22:35

wahrheit48 hat geschrieben:warum nur komme ich bei den vielen Links auf irgendwelche Videos eher auf den Gedanken "psychologische Kriegsführung" als auf den einer ernsthaften Diskussion? Früher sollen angeblich Flugzeuge über "Feindesland" Flugblätter mit Desinformation für die Bevölkerung abgeworfen haben, um diese politisch zu beeinflussen.


Hängt sicher davon ab wie man selber 'drauf ist'. Wer davon überzeugt ist dass Krieg ist und es Feinde gibt sieht auch Feinde. Feindselige Muslime empfinden Videos mit christlichem Bekenntnis als feindlich so wie feindselige Christen eben die Bekenntnisse von Muslimen. Nur verständlich.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Di 13. Apr 2010, 14:21

kingschild hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Da kommen sehr subjektive Gründe vor, wie Klarheit (klare Leitung, klare Gebote), Unmittelbarkeit, Ursprünglichkeit, "man kann den Weg zu Gott machen" ect.

Die Juden haben auch schon nach einem König verlangt obschon sie Gott eigentlich wunderbar führte.
...


Das ist ein guter Ansatzpunkt. Viele Menschen nehmen leider das Angebot Gottes nicht an, der eigentlich Freiheit und Verantwortung dem Menschen schenkt. Lieber ein König mit Befehlsbefugnisse, als die Freiheit zu leben! Im Zweiten Testament kommt die Freiheit noch viel stärker zum Tragen. Aber diese Freiheit muss auch genutzt werden, auch wenn man mal Fehler macht. Die Freiheit die blosse Unterordnung zu akzeptieren, kann eben genau so fehlerhaft sein. Deshalb war ja Gott auch nicht so begeistert von den Israeliten, als sie plötzlich einen König wollten, Gott hatte eher gedacht, dass es genüge, wenn das Volk ihn kennen und lieben würden.

Viele sind natürlich auch damit überfordert, wie im alten Israel. Der Islam bietet da heute ein gutes Sammelbecken, er schafft Klarheit und Sicherheit. Die Gesetzlichkeit ist klargestellt und relativ wenig komplex, - im Gegensatz zum westlichen Staat, wo die Gesetzgebung immer komplexer wird. In den Verlautbarungen vieler zum Islam konvertierter Menschen (siehe auch die letzten TV-Sendungen) sehe ich eher eine Angst vor der "neuen Welt" heute, deshalb auch ein recht starkes Beharren auf den Positionen des Islams.

Von diesem Aspekt aus betrachtet, sind die Gegenmittel nicht in der reinen Abwehr des Islams zu finden sondern die Schweizer müssen wieder Mut finden zur Freiheit und gleichzeitig eine neue Heimat schaffen. Dies geht aber nicht mit dem Austritt aus dem Schengener Raum und dem Minarettverbot, wie es die SVP durchsetzt und vorschlägt. Dies würde bedeuten, dass sich die Ausländer statt integrieren eher assimilieren müssen.

In Bezug auf den Islam ist die Gefahr gross, dass dann eine Parallelgesellschaft im Untergrund entsteht. Die Islamdiskussion muss sich also ausweiten und weitere Aspekte anschauen.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 13. Apr 2010, 14:27

Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion
Seit dem offensiven Auftreten des IZRS wird die Islam-Diskussion in der Schweiz kräftig angeheizt und vermehrt in die Öffentlichkeit getragen. Durch die wiederholten Versuche, dem radikalen Islam-(Hass-)Prediger Pierre Vogel in der Schweiz eine Plattform zu geben (Dezember 2009 in Bern/Februar 2010 in Zürich) und schliesslich durch den kurzfristig angesagten Auftritt von Vogel am Islam-Seminar Ende April in Disentis geriet der IZRS heftig unter Beschuss.
Die Nähe des IZRS zum Radikalismus ist klar und eindeutig, ebenso wie die Ziele dieses Vereins: die Schaffung einer fundamentalistischen (islamischen) Parallelgesellschaft mit eigenen Schulen, eigenem Islam- bzw. Koranunterricht, Arabischunterricht, Geschlechtertrennung, Kopftuch-bzw. Ganzkörperverschleierung uvm.

Nun ist der Streit unter den verschiedenen muslimischen Verbänden offenkundig.
Noch am vergangenen Sonntag (11.4.2010) bezog die gemässigte Föderation der islamischen Dachorganisationen (FIDS) Stellung gegen den Islamischen Zentralrat IZRS, ein Verein radikaler Konvertiten. «Wir sind weder mit den Methoden, noch mit inhaltlichen Positionen des IZRS einverstanden», sagt FIDS-Präsident Hisham Maizar. Deshalb wolle die FIDS noch «in diesem Monat öffentlich und klar Position gegenüber dem IZRS beziehen».
(Quelle: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/ ... 4#talkback).

Schon heute, zwei Tage später, tönt es von der FIDS ganz anders: Maizar wünscht sich eine Integration des IZRS in seine Föderation. Die Islamisten in die FIDS einbinden zu wollen - das geht für Saida Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, deutlich zu weit. "Unter dem Vorwand des Dialogs eine unheilige Allianz mit den Radikalen anzustreben, ist äusserst bedenklich." Bei diesem 'Kuschenkurs' müsse sich Maizar nicht über den möglichen Vorwurf wundern, er hege Sympathien für den IZRS. Es wäre zu begrüssen, wenn sich die offiziellen islamischen Organisationen dezidierter vom fundamentalistischen IZRS abgrenzen würden. Maizar entgegnet: "Eine Dialogverweigerung wäre kontraproduktiv."..... (Quelle: 20min/13.4.2010, Printausgabe Bern)

Anscheinend wechseln gewisse Menschen ihre Meinung täglich (oder zweitäglich)! Man darf weiter gespannt sein, wie die verschiedenen islamischen Organisationen sich der Herausforderung IZRS stellen werden!

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Zuletzt geändert von lionne am Di 13. Apr 2010, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 13. Apr 2010, 14:39

Ein lesendwertes Interwiev heute auch in der BZ
http://www.bernerzeitung.ch/news/standa ... #kommentar

Ich teile die (hier geäusserten) Ansichten von Frau Saida Keller-Messahli zu 99,97... %.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Mi 14. Apr 2010, 16:19

Taube hat geschrieben:
Viele sind natürlich auch damit überfordert, wie im alten Israel. Der Islam bietet da heute ein gutes Sammelbecken, er schafft Klarheit und Sicherheit. Die Gesetzlichkeit ist klargestellt und relativ wenig komplex, - im Gegensatz zum westlichen Staat, wo die Gesetzgebung immer komplexer wird. In den Verlautbarungen vieler zum Islam konvertierter Menschen (siehe auch die letzten TV-Sendungen) sehe ich eher eine Angst vor der "neuen Welt" heute, deshalb auch ein recht starkes Beharren auf den Positionen des Islams.


Wir Christen haben ja die Offenbarung wo die Welt in etwa hinsteuert und was uns noch erwarten wird. Das heisst wir freuen uns sicher auch nicht darüber das Werte verloren gehen die sich eigentlich bewährt haben aber wir wissen das es so kommen muss und wird. Gibt es bei den Muslimen eigentlich dieses Wissen auch oder haben die andere Offenbarungen? Oder sind es wirklich nur die Extremen die da Schwierigkeiten haben mit den neuen Dingen?

Das mit Scheengen und Minarett da sehe ich keinen Einfluss den die Extremen gab es vor dem.


Diesen Ansatz kann ich also nicht teilen und zwar aus folgenden Gründen Deutschland ist ein Land der EU, Frankreich auch und ich sehe dort keinen bessere Integration ob wir in Scheengen sind oder nicht wird an der Integration nichts ändern.

Wenn Du Menschen hast die aus unstrukturieren oder ganz hart struktieren Ländern kommen so muss sicher der erste Ansatz sein, das der unstrukturierte lehrt was es heisst sich in dieser Struktur zu bewegen und trotzdem entfalten zu können und derjenige der zuwenig Struktur vorfindet muss lernen das die vorhandene genügt aber nicht da ist, um sie dann für eigene Zwecke zu missbrauchen. Beide müssen lernen was es heisst wenn plötzlich mehr oder weniger Struktur da ist und auch die neue Struktur annehmen können und damit leben lernen. Was die Minarette anbelangt das betrachte ich rein aus der geistigen Sicht.

Gastfreundschaft ist wichtig aber wenn Du zuviele auf einmal integrieren willst und auch den Schweizern innert kurzer Zeit neue Strukturen geben willst dann wirst Du früher oder später ein Chaos wie nach einem Tsunami haben. Es ist ja gut wenn der Mensch Freiheiten bekommt aber da er anscheinend ohne Struktur nicht auskommt braucht es die. Wenn Du dann die Strukturen in der Schweiz schnell veränderst, zuviele Leute aus unstruckturierten Ländern oder ganz hart Strukturierten Ländern dazumischt. Da sind dann drei, die sich plötzlich mit der Struktur nicht zurechtfinden. Wenn dann noch Komponenten von Missbrauch nicht Anpassung und fordern, fordern, fordern auftauchen dann wird dies ziemlich explosiv.

In Bezug auf den Islam ist die Gefahr gross, dass dann eine Parallelgesellschaft im Untergrund entsteht. Die Islamdiskussion muss sich also ausweiten und weitere Aspekte anschauen.


Wie willst Du Parallel Gesellschaften verhindern wenn genau der Zentralrat der Muslime solche als nicht negativ anschaut? Zudem sehen wir gerade in den Ländern der EU das sie nicht am entstehen sind, sondern bereits Alltag sind, deshalb schadet es auf jeden Fall nicht wenn die Schweiz versucht hier eben andere Weg zu gehen und nicht denen hinter her eifert die noch weniger klar kommen mit Parallel Gesellschaften.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Mi 14. Apr 2010, 17:46

lionne hat geschrieben:Lieber Kingschild, Du schreibst, dass 'unser System' viele nicht integrierte Jugendliche hervorgebracht hat. Ich möchte nun fragen: Wo liegt die Schuld an dieser Situation?? Hat 'der Staat' versagt?? Ja, inwiefern ist 'der Staat' überhaupt verantwortlich??


Migration ist auch immer ein Faktor wo viele Menschen davon profitieren können. Der Fehler des Staates liegt dort das er zuviel auf einmal wollte und gar nicht vorbereitet war geschweige den in die Zukunft schaute. Wenn z.b. ein Schulsystem plötzlich doppelt so viele Jugendliche hat die intensivere Betreuung brauchen, dann führt das zwangsläufig zu Problemen in der Integration Schule und wie wir ja wissen später am Arbeitsplatz.

Solche Dinge wurden meines Erachtens zuwenig bedacht und man sagte nur, wir profitieren von der Migration und die Leute die davon profitiert haben machten auch mächtig Druck, das dies schnell vorwärts ging/geht. Es ist heute erwiesen das wenn die Soziale Unterstützung von Elterhaus, die Bildung und Motivation entscheidend sind für eine gute Integration.

Die Jugendlichen die jetzt hier aus dem System fallen sind diejenigen die auch Extremisten anwerben können sei es für Religiöse Gewalttaten oder für andere Kriminelle Aktivitäten oder auch Rechtsextremes Gedankengut. Ein Staat der diese Dinge nicht vorher plant bevor er Migration fördert der wird im nachinein sehr grosse Probleme haben. Prävention wäre halt immer besser und das ist halt auch so ein Wert der nicht mehr so beliebt ist zuerst auf etwas einlassen und dann schauen wie man zu Rande kommt.

Lassen wir mal alles zu und wenn es nicht klappt schauen wir dann wie wir wieder raus kommen aus dem Schlamassel, dafür geradestehen will aber dann niemand und so sind dann plötzlich die Bürger die bösen die auf Dinge die nicht rund laufen mit den einzig Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln mal die Behörden zum Nachdenken anregen. Interessant ist aber was dann für Rückschlüsse kommen, wenn das passiert. Da ja alles Rund läuft im Schweizer Ländle können nur die Büger die dummen sein die einfach den Glauben an den Staat verlieren der doch alles prima im Griff hat.

Klar gabe es auch viele Dinge die nicht einkalulierbar waren wie eben die Balkankriege, vermehrtes organisiertes Verbrechen das mit der Migration viel Geld verdienen kann und ich hoffe das hier die Behörden in Zukunft vorher reagieren und das bevor das Volk reagiert.

Nie zuvor hat es in der Migrationsgeschichte einen derartig hohen Grad an materieller, rechtlicher und ideologischer Unterstützung der Migranten von staatlicher und nichtstaatlicher Seite gegeben wie in der heutigen Zeit. Während früher den Einwanderern selbst zu einem grossen Teil die Last der Integration auferlegt wurde, gilt heute die Meinung, dass Integration immer mehr in der Verantwortung des Staates liege. M.E. eine Irrtum: Integration ist primär eine Hol- und nicht eine Bringschuld!


Fordern, Fordern, Fordern allein wird sicher nicht die Lösung sein. Ein gegenseitiges Geben und nehmen und ein Gegenseitiges Missbräuche bekämpfen auch gerade bei den Extrimisten brauchen wir die Unterstützung Ihrer Landsleute um die erfolgreich zu integrieren.

Jeder Prediger, der bisher vom IZRS eingeladen wurde (z.B. Mohammed Ciftci, alias Abu Anas) kommt aus demselben Umfeld (wie auch Pierre Vogel) und predigt einen fundamentalistischen Islam, der den Koran wortgetreu interpretiert und lebt. Ich finde es übrigens gut, dass Vogel oder eben Abu Anas eingeladen wurden; daran sieht man nun genau, was für eine Gesinnung diese IZRS-Leute haben und welche Ziele sie verfolgen.


Gut ganz verübeln kann man es Ihnen nicht das sie Leute einladen die auf Ihrer Linie sind und besser es wird heute offenbar, als das wir Morgen dann noch grössere Probleme haben.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mi 14. Apr 2010, 20:24

Wer ist dieser "Staat", der "zuviel wollte"?
Wir kennen ja die zwei Lager, die zwei total verschiedene Ansichten vertreten:
auf der einen Seite diejenigen, die eine praktisch unbegrenzte Zuwanderung befürworten ("kein Mensch ist illegal") und auf der anderen Seite, diejenigen, die von einer Massenzuwanderung sprechen und ihr Einhalt gebieten wollen (und zwar nicht erst seit heute!).
Weitere Stichworte in diesem Zusammenhang:
Personenfreizügigkeit - offene Schengener Grenzen - verfehlte Asylpolitik - Kriminalitits-Import - Masseneinbürgerungen.

Fordern, fordern, fordern, schreibst du. Ja, wer fordert denn da unablässig??
Nur fordern und nichts leisten, kann in der Tat nicht die Lösung sein.

Ich muss in diesem Zusammenhang (wieder mal) an die klaren Worte des australischen Premiers John Howard denken: "Einwanderer, nicht Australier, müssen sich anpassen. Akzeptieren Sie es, oder verlassen Sie das Land."

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Do 15. Apr 2010, 14:53

lionne hat geschrieben:Ich muss in diesem Zusammenhang (wieder mal) an die klaren Worte des australischen Premiers John Howard denken: "Einwanderer, nicht Australier, müssen sich anpassen. Akzeptieren Sie es, oder verlassen Sie das Land."


Klare Worte eines Stammtischredners dessen Vorfahren vor gerade 220 Jahren in die Sträflingskolonie Australien 'einwanderten'. Ob die Briten zu jener Zeit die eigentlichen Australier, die Aborigines um Einreiserlaubnis für ihre kriminellen Aussiedler fragten, kann bezweifelt werden.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 15. Apr 2010, 22:27

Ich glaube doch schon, dass John Howard mehr war als ein 'Stammtischredner'; immerhin war er der 25. Premierminister Australiens. Von 1995 bis 2007 war er der Vorsitzende der Liberal Party of Australia. Er wurde am 11. März 1996 erstmals in sein Amt gewählt und dreimal bestätigt, unterlag 2007 jedoch seinem Herausforderer Kevin Rudd von derAustralian Labor Party. Am 3. Dezember 2007 endete seine Amtszeit.

Vielleicht waren es (nebst den muslimischen Terroranschlägen von Bali) auch Vorfälle wie dieser hier http://www.break.com/usercontent/2008/7 ... 35247.html, die Howard zu seinen klaren Aeusserungen gegenüber Einwanderern bewegten....

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Do 15. Apr 2010, 23:28

lionne hat geschrieben:Vielleicht waren es (nebst den muslimischen Terroranschlägen von Bali) auch Vorfälle wie dieser hier http://www.break.com/usercontent/2008/7 ... 35247.html, die Howard zu seinen klaren Aeusserungen gegenüber Einwanderern bewegten....


Da hast Du zu einem Video Clip verlinkt. Ein australischer Muslim, der mit 4 Frauen verheiratet ist und entsprechend Sozialhilfe bezieht. Am Ende des Videos wird ein australischer muslimischer Geistlicher befragt, der nennt die Gründe aus islamischem Recht warum dieser Mann - eben nicht - zur Vielehe berechtigt ist.

So - was soll das also für ein :roll: 'Vorfall' sein ? Und als gäbe es den Missbrauch staatlicher Hilfe nicht genauso in der Schweiz. Aber der Clip ist ja nur interessant weil der Missetäter Mohamed heisst und einen Bart hat.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Fr 16. Apr 2010, 09:53

kingschild hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:
Viele sind natürlich auch damit überfordert, wie im alten Israel. Der Islam bietet da heute ein gutes Sammelbecken, er schafft Klarheit und Sicherheit. Die Gesetzlichkeit ist klargestellt und relativ wenig komplex, - im Gegensatz zum westlichen Staat, wo die Gesetzgebung immer komplexer wird. In den Verlautbarungen vieler zum Islam konvertierter Menschen (siehe auch die letzten TV-Sendungen) sehe ich eher eine Angst vor der "neuen Welt" heute, deshalb auch ein recht starkes Beharren auf den Positionen des Islams.

Das mit Scheengen und Minarett da sehe ich keinen Einfluss den die Extremen gab es vor dem.

Wenn Du Menschen hast die aus unstrukturieren oder ganz hart struktieren Ländern kommen so muss sicher der erste Ansatz sein, das der unstrukturierte lehrt was es heisst sich in dieser Struktur zu bewegen und trotzdem entfalten zu können und derjenige der zuwenig Struktur vorfindet muss lernen das die vorhandene genügt aber nicht da ist, um sie dann für eigene Zwecke zu missbrauchen. Beide müssen lernen was es heisst wenn plötzlich mehr oder weniger Struktur da ist und auch die neue Struktur annehmen können und damit leben lernen. Was die Minarette anbelangt das betrachte ich rein aus der geistigen Sicht.

Gastfreundschaft ist wichtig aber wenn Du zuviele auf einmal integrieren willst und auch den Schweizern innert kurzer Zeit neue Strukturen geben willst dann wirst Du früher oder später ein Chaos wie nach einem Tsunami haben. Es ist ja gut wenn der Mensch Freiheiten bekommt aber da er anscheinend ohne Struktur nicht auskommt braucht es die. Wenn Du dann die Strukturen in der Schweiz schnell veränderst, zuviele Leute aus unstruckturierten Ländern oder ganz hart Strukturierten Ländern dazumischt. Da sind dann drei, die sich plötzlich mit der Struktur nicht zurechtfinden. Wenn dann noch Komponenten von Missbrauch nicht Anpassung und fordern, fordern, fordern auftauchen dann wird dies ziemlich explosiv.
...

Schengen und Minarette habe ich nur erwähnt, als ein konservatives Rückzugs- und Abkapselungsdenken.

Zu den weiteren Punkten:
Du sprichst von Gastfreundschaft und von Einwanderung aus unstrukturierten Ländern. Ich habe schon Wert darauf gelegt während der Diskussion zu der Minarettinitiative, dass nicht nur die Einwanderung der Moslems betrachtet werden darf, die Schweizer Moslems sind dabei ebenso wichtig. Das Fatale daran war, dass diese Initiative genau die falsche Zielrichtung hatte, nämlich sie war ein Mittel der konservativen SVP für ihre Abgrenzungs- und Ausländerpolitik.

Die neuen Problem in den letzten Wochen zeigen aber, dass Schweizer, welche konvertiert sind, nun die grösseren Probleme bringen. Also nicht mal die Imame, welche nicht deutsch sprechen sind die grossen Herausforderungen, sondern diejenigen islamischen Gruppierungen, welche sogar deutsche Predigten haben. Die ganze Bedrohungslage, ob objektiv oder subjektiv sei dahingestellt, wurde also bis jetzt unzureichend dargestellt.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 16. Apr 2010, 10:14

Johncom hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Vielleicht waren es (nebst den muslimischen Terroranschlägen von Bali) auch Vorfälle wie dieser hier http://www.break.com/usercontent/2008/7 ... 35247.html, die Howard zu seinen klaren Aeusserungen gegenüber Einwanderern bewegten....


Da hast Du zu einem Video Clip verlinkt. Ein australischer Muslim, der mit 4 Frauen verheiratet ist und entsprechend Sozialhilfe bezieht. Am Ende des Videos wird ein australischer muslimischer Geistlicher befragt, der nennt die Gründe aus islamischem Recht warum dieser Mann - eben nicht - zur Vielehe berechtigt ist.

So - was soll das also für ein :roll: 'Vorfall' sein ? Und als gäbe es den Missbrauch staatlicher Hilfe nicht genauso in der Schweiz. Aber der Clip ist ja nur interessant weil der Missetäter Mohamed heisst und einen Bart hat.

Mir zeigt das Video vor allem eines:
Auch im (fernen) Australien fallen ganz offensichtlich erschreckend grosse Teile der Einwanderungsmilieus vorzugsweise muslimischer Provenienz durch ihre kriminellen, gewalttätigen, extremistischen Ränkespiele auf.
Das kennen wir - leider - auch in Europa zur Genüge. Über die ausufernde Kriminalität und Migrantengewalt in diversen Stadtteilen europäischer Grossstädte sind aufmerksame Bürgerinnen und Bürger längst informiert. Diese Entwicklung macht auch vor der Schweiz nicht halt.
Diese Situation hat ganz offensichtlich den Premier John Howard zu seiner damaligen Rede inspiriert. Klare und unmissverständliche Worte gerichtet an die Adresse der Einwanderer.
Heutzutage braucht es Mut, um die Werte der Freiheit und der Demokratie zu verteidigen. Diesem Mut hat Howard mit seiner Rede gezeigt!

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 16. Apr 2010, 13:02

Taube hat geschrieben:Die neuen Problem in den letzten Wochen zeigen aber, dass Schweizer, welche konvertiert sind, nun die grösseren Probleme bringen.........

Die 'Probleme' sind nicht neu, sondern die (dringend nötige) Islam-Diskussion ist lediglich vermehrt in die Oeffentlichkeit getragen worden. Ich finde: zu Recht.
Ich möchte hierzu an den Bericht in der NZZ am Sonntag vom 28.12.2008 erinnern, wo die Positionen gewisser Islam-Verbände zum Ausdruck kommen; diese sollte man in der laufenden Islam-Diskussion nicht ausser Acht lassen:

(Zitat) Unterstützung bei seinen Plänen erhält Giordano vom Präsidenten der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz, Farhad Afshar. Der aus Iran stammende Soziologe sagt, im islamischen Raum sei es seit Jahrhunderten gebräuchlich, dass Muslime, Christen und Juden unterschiedlichem Recht unterstünden. «Die staatliche Ordnung bricht also nicht zusammen, wenn unterschiedliche Rechtssysteme parallel bestehen», sagt Afshar. Auf lange Frist werde die Schweiz an Sonderrechten und -gerichten für gewisse Bevölkerungsgruppen ohnehin nicht vorbeikommen, ist Afshar überzeugt. Er ist deshalb für die baldige Übernahme des Scharia-Rechts «mit gewissen Anpassungen an die Schweiz».

Weniger eilig hat es Hisham Maizar, der Präsident der Föderation Islamischer Dachverbände in der Schweiz. Die Anerkennung gewisser Teile der Scharia sei ein vernünftiger Weg. Für «politisch nicht opportun» hält Maizar dagegen eine Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt: «Wie haben schon die Debatten um Terrorismus, Schwimmunterricht, die Minarette – da können wir nicht noch einen Streitpunkt gebrauchen», sagt Maizar. (Ende Zitat) .....

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/s ... 06772.html

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon rotwang » Sa 17. Apr 2010, 01:00

lionne hat geschrieben:Auch im (fernen) Australien fallen ganz offensichtlich erschreckend grosse Teile der Einwanderungsmilieus vorzugsweise muslimischer Provenienz durch ihre kriminellen, gewalttätigen, extremistischen Ränkespiele auf. (...)
Heutzutage braucht es Mut, um die Werte der Freiheit und der Demokratie zu verteidigen. Diesem Mut hat Howard mit seiner Rede gezeigt!


Rassismus in seiner widerwärtigsten Form, nämlich jener, die ihre Xenophobie und ihren Fremdenhass als heldenhafte Tat stilisiert, weil alle anderen angeblich zu feige dazu sind, die vermeintliche Wahrheit auszusprechen.
Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Sa 17. Apr 2010, 10:22

lionne hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Die neuen Problem in den letzten Wochen zeigen aber, dass Schweizer, welche konvertiert sind, nun die grösseren Probleme bringen.........

Die 'Probleme' sind nicht neu, sondern die (dringend nötige) Islam-Diskussion ist lediglich vermehrt in die Oeffentlichkeit getragen worden. Ich finde: zu Recht.
...

Gerade dieser Artikel zeigt doch die Unterschiede auf: Während damals noch vorwiegend auf Diskussionsbasis die Probleme angesprochen wurde, ist jetzt durch die verhärteten ausländeroriertierten Diskussionen durch die Rechtsparteien die Problematik auf ein neues Niveau gehoben worden. Diese konvertierten Aktivisten suchen heute den konkreten Weg diese Parallelgesellschaft auch gegen die liberalen Moslems aufzubauen. ...und das ist sehr neu.

Genau das sind die Folgen undifferenzierter Beschuldigungen gegen den Islam. Einerseits sind alle Moslems von der SVP in die gleiche Schublade gesteckt worden und gleichzeitig wurde gefordert, dass sich die liberalen Moslems deutlich abgrenzen von den Aktivisten. Dieser geforderte Zweifrontenkampf des moderateren Islams hat diesen dann selbst geschwächt, ...die Folgen sehen wir jetzt deutlich! Undifferenzierender Populismus zahlt sich eben kaum aus.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Sa 17. Apr 2010, 17:46

@Taube
"Während damals noch vorwiegend auf Diskussionsbasis die Probleme angesprochen wurde, ist jetzt durch die verhärteten ausländeroriertierten Diskussionen durch die Rechtsparteien die Problematik auf ein neues Niveau gehoben worden", schreibst du.
Was meinst du mit 'damals'??
Was sind 'die verhärteten ausländerorientierten Diskussionen durch die Rechtsparteien"??
Was ist das 'neue Niveau der Problematik'??

Es versteht sich von selbst, dass eine Diskussion sich weiterentwickelt, ja sich weiterentwickeln muss, irgendwann sollten dann auch mal konkrete Ergebnisse vorgelegt werden... Dass sich der Diskussionstil im Laufe der Zeit ändert, ist nichts als logisch; je mehr die Menschen von einer Sache verstehen, je heftiger können die Diskussionen untereinander werden...

Diese 'konvertierten Aktivisten' gibt es nicht erst seit heute (bzw. seit dem Dsischtig-Club vom 30.3.2010!). Das ist jetzt absolut nichts neues. Neu ist lediglich, dass Blancho und seine Mitstreiter in den letzen Jahren im Umgang mit Medien und Oeffentlichkeit dazugelernt haben.... Neu ist auch, dass die Islam-Diskussion vermehrt in die Oeffentlichkeit getragen wird, wie schon gesagt, zu Recht.

Ich finde es nicht in Ordnung, dass du hier die SVP konkret beschuldigst, dass sie 'die Moslems alle in eine und dieselbe Schublade stecken'. Das erachte ich erstens als falsch und zweitens als anmassend.

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Zuletzt geändert von lionne am Sa 17. Apr 2010, 17:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Sa 17. Apr 2010, 17:47

Taube hat geschrieben:Schengen und Minarette habe ich nur erwähnt, als ein konservatives Rückzugs- und Abkapselungsdenken.


Das stimmt schon, das sicher viele aufgrund von diesem Denken für solche Initativen sind. Ich erlebe aber die Schweizer als offen, manchmal sogar oft weniger Nationalistisch als andere Erdenbürger, klar nicht alle aber engstirnigkeit findet man nicht nur in der Schweiz und muss nicht immer schlecht sein. Der Grund warum man gegen diese Dinge ist, können eben auch noch andere Aspekte beinhalten als Rückzug und Abkapseln. Vielleicht sogar der Versuch um Abkapselung in Parallelgesellschaften nicht voran zu treiben. Klar ist, das es eine Beschneidung der Herkunfts Identität gibt aber seien wir ehrlich, jeder der auswandert muss sich dort ein wenig beschneiden lassen. Der Schweizer kann zwar weiter sein Fondue einnehmen aber er darf nicht erwarten das der Nachbar sich über den Geschmack des Käses freut. ;)

Wenn ich in ein Muslimisches Land auswandere, dann darf ich vielleicht in meinen eigenen vier Wänden meine glauben ausüben, meine Forderung nach einem Kirchturm auf die würde evt. auch nicht eingegangen ja schon meine Forderung das Evangelium zu verkünden würde ich zu tiefst beschnitten in meiner freien Ausübung. Das erste würde ich nicht fordern und das zweite ist ein Teil meiner Nachfolge so müsste ich auf die Öffentliche Veranstaltung verzichten aber den Mund könnte mir niemand verkleben. Somit kann ich also meinen Glauben weiter leben halt mit ein paar Einschränkungen aber die muss ich in Kauf nehmen wenn ich in ein solches Land auswandere.

Ich bin überzeugt wenn die Muslime keinen Druck gemacht hätten und gegen die Entscheide der Gemeinde die Gerichte einberufen hätten, es keine Selbstmord Attentäter aus diesen Reihen geben würde und keine Gewalt gegen Christen in diesen Ländern, wäre dies Abstimmung nie und nimmer angenommen worden geschweige den lanciert. Wir haben durch die grosse Einwanderung einige Probleme bekommen, gerade durch das ignorieren von Problemen und vielleicht möchte der Schweizer ja auch nur, das nicht wieder die selben Fehler passieren, klar tragen jetzt hier die Muslime auch an den Altlasten mit aber so ist es eben im Leben.

Meine Frau hat heute keinen Schweizerpass nicht wegen der SVP, nein, weil einige die Heirat missbraucht haben, um an diesen Pass zu kommen und so trage ich und sie an dieser Last mit obschon wir uns beide nicht darüber freuen und unschuldig sind. An den Flughäfen haben wir grosse Sicherheitskontrollen nicht weil die Behörden böse sind, sondern weil ein paar Spinner die weniger strengen Kontrollen umgangen haben um Menschen zu töten. Ich freue mich nicht darüber und muss mich nun der strengen Kontrolle unterziehnen lassen, obschon ich nicht mal einen Bart trage. So müssen wir alle unten durch auch die Muslime vielleicht wegen denen die vor Ihnen da waren und missbraucht haben oder eben wegen Ihren Landsleuten die nur fordern und im Sozialamt holen aber nicht mal gewillt sind das ein Schweinchen im Schulbuch abgedruckt wird. Genau wegen solchen Dingen kommt Unmut auf und diejenigen die ihn aufgreifen und instrumentalisieren sind vielleicht auch nicht immer lauter ich weiss es nicht aber was ich weiss, wenn das erste nicht wäre, dann wäre uns vom zweiten vielleicht viel erspart geblieben. Da ist eben immer die Gretchen Frage was war zuerst da das Huhn oder das Ei aus meiner Sicht die sicher beschränkt ist, das gebe ich zu, war es aber der Missbrauch denn wenn dieser nicht da gewesen wäre, hätte meine Frau heute denn Schweizer Pass. Und obschon ich mich über dieses neue Schweizer Gesetz aufrege bin ich den Schweizer Behörden dankbar das sie dieses erlassen haben und von der Bevölkerung mitgetragen wird auch von mir um dem Missbrauch einen Riegel zu schieben, selbst dann wenn ich weiss das dieses Gesetz nicht allen missbrauch bekämpfen kann.

Zu den weiteren Punkten:
Du sprichst von Gastfreundschaft und von Einwanderung aus unstrukturierten Ländern. Ich habe schon Wert darauf gelegt während der Diskussion zu der Minarettinitiative, dass nicht nur die Einwanderung der Moslems betrachtet werden darf, die Schweizer Moslems sind dabei ebenso wichtig. Das Fatale daran war, dass diese Initiative genau die falsche Zielrichtung hatte, nämlich sie war ein Mittel der konservativen SVP für ihre Abgrenzungs- und Ausländerpolitik.


Ich weiss nicht welche Beweggründe die SVP hat, ich gehe davon aus das sowohl sie wie die SP sicher nicht das schlechte für unser Land will. Wenn ich aber als Christ zu einer Abstimmung gehe dann interessiert mich zwar was die Parteien meinen aber das ausschlaggebende wie ich meine Stimme abgeben werde wird sein, was meint Gott dazu. Tue ich meinem Bruder etwas gutes oder etwas schlechtes, freut sich Gott darüber oder nicht, was ist das beste für das Land und wo und wie möchte ich dann meine Zukunft verbringen, das stellt sich dann zuletzt auch noch. Meine Frage ist aber nicht wie reagiert das Ausland auf diesen Entscheid, könnten die Extremen Aufwind bekommen oder freut sich die SVP oder die SP über meinen Entscheid. Das ist nicht das was ich als Christ suche wenn ich nach dem Willen Gottes suche und nach dem besten für unser Land.

Die Zielrichtung der Intitiative war nicht falsch und zumindest hat sie die Diskussion eröffnet. Das der Fremdenhass auch dazu beigetragen hat, das sie gewonnen wurde, das ist traurig aber nur ein Zeichen dafür, das neben anderem Gottlosen sicher auch der Hass platz hat hier bei uns. Denn findest Du überall wenn es hart auf hart geht. In jedem Land der Welt wenn plötzlich die Einheimischen sich verdrängt oder angegriffen sehen, wird dasselbe raus kommen, da müssen wir uns nichts vormachen und gerade die Länder die am meisten mit dem Finger auf die Schweiz zeigten wissen genau das es bei Ihnen nicht anders aussieht, wenn es hart auf hart kommt. Da kannst Du nun China, die USA, Deutschland, Frankreich oder Russland nehmen, immer daselbe Phänomen und wir wissen ja wo der Ursprung liegt für Hass. Wer Gott fern ist der hasst.

Die neuen Problem in den letzten Wochen zeigen aber, dass Schweizer, welche konvertiert sind, nun die grösseren Probleme bringen. Also nicht mal die Imame, welche nicht deutsch sprechen sind die grossen Herausforderungen, sondern diejenigen islamischen Gruppierungen, welche sogar deutsche Predigten haben. Die ganze Bedrohungslage, ob objektiv oder subjektiv sei dahingestellt, wurde also bis jetzt unzureichend dargestellt.


Na gut die Konvertierten, die jetzt in der Öffentlichkeit als Sprecher nach aussen stehen haben die Message von den Koran Gelehrten, den Imamen, dem Koran und nicht von der Bibel. Sie sind diejenigen die das Gesicht des Islam gegen aussen sichtbar machen und es ist gut so, das es alle sehen. Falls diese Konvertierten Stuss reden, haben die Imame die Möglichkeit Ihnen zu wiedersprechen und eine klare Alternative dagegen zu schaffen oder eben die Pressesprecher abzusetzen. Das habe ich nicht gehört bis auf die eine Muslima, die im Club offen gegen sie auftrat mit dem Risiko das allen blüht, die gegen die Schriften Mohammed sind.

Habe gerade am Freitag wieder Talk Züri gehört wo der Pressesprecher des Islamischen Zentralrat offen sagte, das er voll hinter dem Koran stehe aber ein Zwitterlösung für Länder angestrebt sei, wo es nicht kompatibel sei mit der Verfassung des Landes. Diese Aussage sagt mehr aus als man auf den ersten Anhieb erkennen kann. Es könnte aber eben auch heissen, im Moment geben wir uns mit der Übergangslösung zufrieden aber das Endziel ist ein anderes. Wenn man die Texte aus dem Koran anschaut die ich mit jemanden hier schon einmal diskutierte, im Zusammenhang mit solchen Ausagen, dann löst es nicht Angst aus in mir aber ein gewisses unbehagen schon. Auf jeden Fall wäre ich der letzte der einem solchen treiben noch Vorschub leisten möchte und dabei denke ich nicht nur an mich sondern auch an die Muslime in unserem Land aber natürlich auch an mich, meine Kinder und Grosskinder.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » So 18. Apr 2010, 18:36

kingschild hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Schengen und Minarette habe ich nur erwähnt, als ein konservatives Rückzugs- und Abkapselungsdenken.


Das stimmt schon, das sicher viele aufgrund von diesem Denken für solche Initativen sind. Ich erlebe aber die Schweizer als offen, manchmal sogar oft weniger Nationalistisch als andere Erdenbürger, klar nicht alle aber engstirnigkeit findet man nicht nur in der Schweiz und muss nicht immer schlecht sein. Der Grund warum man gegen diese Dinge ist, können eben auch noch andere Aspekte beinhalten als Rückzug und Abkapseln. Vielleicht sogar der Versuch um Abkapselung in Parallelgesellschaften nicht voran zu treiben. Klar ist, das es eine Beschneidung der Herkunfts Identität gibt aber seien wir ehrlich, jeder der auswandert muss sich dort ein wenig beschneiden lassen. Der Schweizer kann zwar weiter sein Fondue einnehmen aber er darf nicht erwarten das der Nachbar sich über den Geschmack des Käses freut. ;)

Weisst du verstehe auch eine gewisse Zurückhaltung der Schweizer. Es ist schon so, dass die letzten 50 Jahre zu viel Neues in die Schweiz eingebrochen ist. Neue Kulturen sind erschienen, die Schweiz ist nicht autark, sie ist eingebunden worden in die Weltgemeinschaft. Früher war die Neutralität ein Markenzeichen, heute ist sie "out of date": die guten Dienste als Neutraler, wird nicht mehr gebraucht.

Die hohe Zuwanderung hat gestresst, Parallelgesellschaften sind schon entstanden. Es gibt noch keine Chinatowns wie in den USA, aber viele Kulturen in der Schweiz haben schon eigene Rechtsnormen und sind selbst schon Parallelgesellschaften, wenn man genauer hinschaut. Abrechnungen mit Morden ist nicht gerade unbekannt hier. Die russische und die italienische Mafia sind auch hier aktiv, ohne dass wir es bemerken.

Hamburg, Amsterdam oder New York kennen einfach schon immer eine Multikultur, schon wegen des Meerhafens. Auch dort gibt es immer wieder Probleme mit ausländischen Kulturen, aber die Schweiz kennt dies praktisch gar nicht. ...und es ist verständlich, dass da die Gegenreaktionen verstanden werden müssen.

Nein, Deiner Frau fehlt der Schweizer Pass nicht, weil es Missbräuche gab, sondern weil man nicht differenzierte. Man wollte alles unter einen Hut bringen. Siehe auch der Film "Leo Sunnyboy". Wir dürfen auch nicht dem Fehler machen mit der Argumentation, dass wir nicht die gleichen Rechte haben im Ausland, wie die Ausländer bei uns. Wir wollen uns ja nicht mit einem islamischen Staat vergleichen. Wenn die Andersgläubige nicht zulassen, ist da ihre Sache und nicht gut. Aber unsere Kultur will das offener sein. Dazu gehört eben Unterscheidungsvermögen und nicht SVP Lösungen, welche einfach meinen, alle in den gleichen Topf zu werfen. Das ist populistisch, die SVP Plakate haben dies gezeigt. ...und wie Du ganz richtig auch sagst, da kommen ausländerfeindliche Kräfte zusammen mit Menschen, denen es einfach unheimlich ist, wenn sie sich nicht mehr heimisch fühlen in der Schweiz, wenn sie mit so vielen Kulturen in Berührung kommen, welche diese Menschen nicht innerlich integrieren können.

Gruss Taube
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 19. Apr 2010, 00:19

"Alle Menschen, die nicht an Allah glauben niedriger als ein Tier"
In einer Sendung des Schweizer Fernsehens wurde der Beitrag „Hinter dem Schleier“ ausgestrahlt. Gegen eine Aussage eines Imams der Ar-Rahman-Moschee Basel in dem Film wurde eine Strafanzeige wegen Rassendiskriminierung,
Angriffs auf die verfassungsmäßige Ordnung und staatsgefährdender Propaganda erstattet. Allerdings ohne Erfolg.
Zitat des Imams: …„ohne die Botschaft Mohammeds anzuerkennen, ist die Menschheit auf dem Irrweg. Sie ist niedriger als ein Tier. Ja doch, meine Glaubensbrüder: Niedriger als ein Tier. Weil: Ein Tier anerkennt Allah und dient ihm. Aber der Mensch, der Allah mit Absicht nicht anerkennt, ist niedriger als das gläubige Tier“….

Einstellung des Verfahrens wegen Rassendiskriminierung, Angriffs auf die verfassungsmäßige Ordnung und staatsgefährlicher Propaganda
Gemäss Art. 261bis Abs. 4 StGB wird wegen Rassendiskriminierung unter anderem bestraft, wer öffentlich durch Wort eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt oder diskriminiert.

Damit dieser Tatbestand erfüllt ist, muss sich die Herabsetzung oder die Diskriminierung gegen eine bestimmte oder zumindest bestimmbare Rasse, Ethnie oder Religion richten. Diejenigen Menschen, die Allah nicht anerkennen, stellen indessen keine eigene – vom Schutzbereich der Strafnorm erfasste – Rasse, Ethnie oder Religionsgemeinschaft dar; vielmehr handelt es sich um die unbestimmte Gesamtheit aller Anders- und Nichtgläubigen.

Damit fehlt es am objektiven Tatbestand von Art. 261bis Abs. 4 StGB. Ebenso liegen keine konkreten Anhaltspunkte für eine Gefährdung der verfassungsmässigen Ordnung bzw. für eine staatsgefährliche Propaganda gemäss Art. 275 StGB bzw. 275 bis vor.

Anm. d. Red.:
Antirassismusgesetz paradox: Man stelle sich einmal vor, ein Priester würde öffentlich behaupten, alle Nicht-Christen seien niedriger als Tiere. Nicht nur Andersgläubige und Atheisten, die politisch Korrekten und die Linkspresse (z. B. Michael Meier im Tagesanzeiger, der seit Jahren einschlägig über die Kirche - kaum aber über andere Religionen - schreibt) wären sofort völlig aus dem Häuschen. Auch Bürgerliche würden sich sofort massiv öffentlich empören. Es gäbe einen schweizweiten Aufschrei der politisch Korrekten, auch ohne Antirassismus-Gesetz. In diesem Falle jedoch liegt keine strafbare Handlung vor? Man darf gespannt sein, wie sich der oberste Anti-Rassismuswächter der Schweiz, Prof. Georg Kreis, dazu äussert.

http://www.polizeibericht.ch/ger_detail ... etz_u.html

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 19. Apr 2010, 10:31

Der IZRS macht (überall) Dampf!
Meine bescheidene (nicht abschliessende) Meinung zur Rhetorik von Illi (v.a. aufgrund von Talktäglich vom 15.4.2010): vertuschen, verschleiern, verschweigen, bewusst lügen.....
http://www.telezueri.ch/webtv/?&channel ... _id=107191

Hier noch ein Link zum IZRS's Channel, wo für jeden und jede die Gesinnung dieses Vereins klar zum Vorschein kommt: http://www.youtube.com/user/IZRS

Vor allem dieses Video hat es in sich (sehr aufschlussreich): http://www.youtube.com/user/Halludba86# ... i0pVbnQf7Y

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 19. Apr 2010, 16:17

Jetzt kommt es (endlich!!!) ans Licht: Biel ist ein islamistisches Fundamentalisten-Nest!

(Zitat) Die Muslimische Gemeinde Biel, bestehend aus einer Schule (?!) und acht Moscheen, beschloss, dem Islamischen Zentralrat (IZRS) beizutreten. Dies bestätigte Abdul Jabbar Kohler, Präsident der Muslimischen Gemeinde Biel, gegenüber der «SonntagsZeitung».
Die Anhänger von Blancho, der im Zweifelsfall die Scharia über das Schweizer Recht stellen will, sind vor allem junge Männer. Laut einer Mitgliederliste, welche dem «Sonntag» vorliegt, sind 60 Prozent Männer, 40 Prozent Frauen. Und rund 60 Prozent der Mitglieder haben einen Schweizer Pass, die meisten von ihnen stammen aus Einwandererfamilien. Nur gerade 10 Prozent der IZRS-Mitglieder sind Konvertiten. Erstaunlich ist das Alter der Mitglieder: Rund 80 Prozent sind jünger als 35.
(Zitat Ende)
http://www.bernerzeitung.ch/region/seel ... y/27876827

Aufschlussreich auch das Video von TeleBärn: Bereits am Mittwoch sei quasi die gesamte muslimische Gemeinde Biel (acht von neun Bieler Moscheen) geschlossen dem IZRS beigetreten! Nach jahrelanger Distanzierung zum fundamentalistischen Islam (Taqqyia lässt grüssen!) nun die 'Ueberraschung' (die keine ist!). Für Kennerinnen und Kenner des Islam hat diese Vorgehensweise absolut nichts überraschendes an sich. Sie bestätigt lediglich einmal mehr die (von 'Gutmenschen' verleugneten) "mehrschichtigen Strategien der islamischen Fundamentalisten".
-> z.B. (u.a.): Gegen aussen etwas sagen, gegen innen etwas (anderes) praktizieren.

Interessant auch die Aeusserungen von Abdul Jabbar Kohler, "die Sache sei nicht der Rede wert" und man wolle/solle "diese Entscheidung nicht an die grosse Glocke hängen". :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 19. Apr 2010, 23:13

Der Islamische Zentralrat (IZRS) ist nicht die einzige ­radikale Islam-Organisation, die in der Schweiz operiert. Auch die Vereinigung Milli Görüs hat ihre Arme nach der Schweiz ausgestreckt.
http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/26039043

Deutscher Verfassungsschutz warnt vor der Vereinigung Milli Görüs
Die Islam-Organisation Milli Görüs betreibt in Bürglen TG eine Moschee. Milli Görüs steht in Deutschland unter Beobachtung des Verfassungsschutzes und wird als radikal eingstuft. Die Behörden von Bürglen sind "überrascht". (Anm. lionne: Die lesen wohl nur den Playboy!)
In mehreren Bundesländern ist die Gruppierung im Visier der Verfassungsschützer, neben Bayern etwa in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
Nach aussen gibt sich der Verband offen, tolerant und dialogbereit, er verfolgt aber insgeheim das Ziel einer islamistischen Parallelgesellschaft unter dem Recht der Scharia. Ziel sei die 'Vorherrschaft des Islam'.
Das Haus, in dem sich die Moschee befindet, gehört Milli Görüs. Die Moschee hat starken Zulauf, sagt Gemeindeammann Eugster: "Da stehen jeweils auch Autos aus anderen Kantonen."
Milli Görüs gilt als Sammelbecken von Anhängern der in der Türkei verbotenen "Tugendpartei" und der jetzigen "Glückseligkeitsparei". Gründer ist
der islamische Ex-Ministerpräsident der Türkei, Necmetin Erbakan. Die Organisation strebt als Fernziel die Bildung eines türkischen Grossreiches an. In der Milli-Görüs-Moschee von Bürglen teilt man Erbakans Ideen: "Wir richten uns unter anderem nach ihm", sagt Moschee-Präsident Meltin Filiz. Erbakan wolle Demokratie und Islam vereinen. Dem widerspricht der deutsche Verfassungsschutz: "Erbakan will eine auf dem Islam basierende Gesellschaftsordnung, die alle anderen politischen Systeme als 'nichtig' ablösen soll."

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 20. Apr 2010, 09:58

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 22. Apr 2010, 16:23

Das Thema "Burka-Verbot" kommt immer wieder mal aufs Tapet.

In vielen Ländern wird das Thema in diesen Tagen heftig diskutiert, in Belgien könnte es bald Realität werden: Das Burka-Verbot. Im belgischen Parlament ist ein entsprechendes Verbot auf dem Weg, das erstmals in Europa die von muslimischen Frauen getragenen Gewänder komplett aus der Öffentlichkeit verbannen könnte.
Der Innenausschuss der Abgeordnetenkammer billigte am Mittwoch in Brüssel einstimmig einen entsprechenden Gesetzentwurf, der nun ins Plenum geht. Danach dürften Kleidungsstücke wie Burka und Nikab, die das Gesicht ganz oder fast ganz verhüllen, in der Öffentlichkeit nicht mehr getragen werden. Es geht nicht um das bloße Kopftuch.

Das Verbot würde Straßen, Parks, Sportanlagen und öffentliche Gebäude einschließen. Nach Auskunft des Parlamentariers Denis Ducarme von den französischsprachigen Liberalen wären zudem beispielsweise Geschäfte und Restaurants betroffen.

Nämlich "alle Orte, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind". Würde eine Frau voll verschleiert angetroffen, müsste sie mit einer Geldstrafe und/oder Haft bis zu sieben Tagen rechnen. Zur Begründung führten die Parlamentarier vor allem die öffentliche Sicherheit sowie Frauenrechte und den Respekt vor der Demokratie ins Feld.

"Die Burka ist ein mobiles Gefängnis"

"Die Burka widerspricht der Würde der Frau, das ist ein mobiles Gefängnis", sagte der Fraktionsvorsitzende der frankophonen Liberalen, Daniel Bacquelaine. Die öffentliche Sicherheit bedinge, dass Menschen jederzeit erkannt werden könnten.

Der Entwurf wird von der Regierungsmehrheit getragen, aber auch von Oppositionsparteien wie den Grünen und dem rechtsextremen Vlaams Belang. In Belgien regieren die flämischen Christdemokraten mit den flämischen Liberalen sowie den Liberalen, den zentristischen Humanisten und den Sozialisten aus dem französischsprachigen Lager.

Kritik übte bereits im Vorfeld der Dachverband Exekutive der Muslime in Belgien. Die Verschleierung liege im Rahmen "der Freiheit der Individuen", die vom belgischen, europäischen und internationalen Recht garantiert werde, sagte die Vize-Verbandspräsidentin Isabelle Praile. Schon heute ist die Vollverschleierung in der Öffentlichkeit in einer Reihe von Gemeinden des Königreiches verboten, darunter Antwerpen. Diese Regelungen gehen auf die Kommunen zurück.
Quelle: AFP/nbe
http://www.rp-online.de/politik/ausland ... 39058.html
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 22. Apr 2010, 16:40

Auch in Frankreich wird wieder debattiert - Burkaverbot rückt näher

Die französische Regierung will das Tragen von Burkas und anderen Ganzkörperschleiern in der Oeffentlichkeit definitv verbieten. Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat gestern die Regierung beauftrag, im Mai einen entsprechenden Gesetzesentwurg vorzulegen. Grund: Sarkozy betrachtet die Ganzkörperverschleierung als "Angriff auf die Würde der Frau". Damit stösst der französische Präsident ins gleiche Horn wie ein Ausschuss der Nationalversammlung: Dieser hatte bereits Ende Januar vorgeschlagen, Musliminnen mit Ganzkörperschleinern die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und die Behandlung in staatlichen Krankenhäusern zu verwehren.
Ziel sei es, das islamische Kleidungsstück im gesamten öffentlichen Raum und nicht nur im Umgang mit Behörden zu verbieten, sagte Regierungssprecher Luc Chatel nach einer Kabinettssitzung an diesem Mittwoch in Paris. Die Würde der Frau sei unteilbar, deswegen könne es keine Bereiche geben, die von einem Gesetz ausgeschlossen würden. Zugleich solle alles getan werden, damit sich niemand wegen seiner Religion stigmatisiert fühle. Chatel kündigte an, der Gesetzesentwurf werde nach Konsultationen mit den Parteien und den religiösen und weltanschaulichen Strömungen eingebracht. Nach seinen Angaben gibt es in Frankreich rund 2.000 Burka-Trägerinnen.
Quellen: 20minuten, radio vatikan

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 22. Apr 2010, 16:44

Hoffentlich wird das eine Massenbewegung in Europa und die Schweiz zieht auch bald nach: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/30469676 :D ;)

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Gnu » Do 22. Apr 2010, 16:50

Ich bin ja mal gespannt, wie lange die Politiker ihren Widerstand aufrecht halten, und ab welchem Datum sie Order von oben erhalten, ihre Meinung zu ändern.
Zuletzt geändert von Gnu am Do 22. Apr 2010, 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin kein Freund langer Forenbeiträge, ich habe lieber lange Bärte.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 22. Apr 2010, 17:01

Gnu hat geschrieben:Ich bin ja mal gespannt, wie lange die Politiker ihren Widerstand aufrecht erhalten, und ab welchem Datum sie Order von oben erhalten, ihre Meinung zu ändern.

Ich bin grundsätzlich ein positiv denkender Mensch. Es gibt ja glücklicherweise nicht nur schlechte Politiker.....

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 22. Apr 2010, 17:37

Der Ganzkörperschleier wird seit fast 500 Jahren getragen
Ist die westliche Staatengemeinschaft nicht im Namen von Demokratie und Menschenrechten in Afghanistan präsent? Feierte sie es nicht als einen ihrer größten Erfolge, das Taliban-Regime gestürzt zu haben? Waren es nicht diese Taliban, welche die afghanischen Frauen zum Tragen der Burka gezwungen hatten? Und hatten wir nicht die Aufhebung dieses Zwangs als Errungenschaft für die Gleichberechtigung der Frauen in Afghanistan gewertet?
....

Der oberste ägyptische islamische Gelehrte, Scheich Muhammad Tantawi, rief daher im vergangenen Oktober dazu auf, den vorislamischen Nijab durch das islamische Kopftuch zu ersetzen. Zudem zweifeln liberale islamische Theologen daran, dass der im Koran vorgesehene Schutz der Frau heutzutage noch durch eine bestimmte Bekleidungsform gewährleistet werden muss, und stellen die Frage, ob nicht zum Beispiel eine gute Bildung einen viel besseren Schutz darstellen könnte.

All das zeigt: Um das Recht auf religiöse Selbstbestimmung kann es also in dieser Debatte nicht gehen. Wer das glaubt, geht den Fundamentalisten auf den Leim. Den Kern stellen vielmehr das Recht der Frau auf Selbstbestimmung und der Laizismus des Staates dar. Darauf weist auch der bisherige Leiter des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Heiner Bielefeldt, hin. Er sagt, dass es mit Religionsfreiheit nicht zu rechtfertigen ist, wenn eine Frau daran gehindert wird, ihr Gesicht zu zeigen. Deshalb spreche ich mich für ein Burka-Verbot aus.

Wir sollten aber das Maß wahren und Populisten nicht Tür und Tor öffnen. Eine Lösung, wie sie in Frankreich und Kanada gefunden wurde und die das Tragen von Burkas in öffentlichen Gebäuden wie Ämtern und Schulen sowie in sicherheitsrelevanten Einrichtungen wie Flughäfen verbietet, halte ich für adäquat.
Zu lesen hier: http://www.theeuropean.de/lale-akguen/2 ... ka-debatte

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