Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Di 17. Mär 2009, 19:22

tolerante_atheistin hat geschrieben:
Ist es "nur" weil dir diese Weltanschauung entgegenspricht, oder ist es genau wegen dem Missmut den dir Atheisten oftmals entgegenbringen?
Oder sind es einfach nur Ängste?



Hallo tolerante Atheistin

Ich möchte mich hier kurz einklicken.

Wenn man vom Atheisten zum Christentum konvertiert ist, dann hat man meist eine Belehrung von Gott selbst erfahren und eine Umkehr ist nur möglich wenn man rückfällig wird und bewusst die Beziehung mit Gott wieder beenden möchte. Der Christ ist aber dazu aufgerufen mit Gott vorwärts zu gehen und genau diese Beziehung, möchte er im Leben nicht mehr missen.

Aber nun etwas zur Toleranz...ich tolererie doch alle Menschen als Christ und ich verfolge sie auch nicht wegen Ihres Glaubens.

Wenn man aber die Frage der Toleranz anschauen möchte dann braucht es eben immer beide Seiten.

Beispiel Missionieren, wenn ein Atheist begreift das dies zu einer Aufgabe eines Christen gehört ja vielleicht zu seiner Berufung von Gott, dann sollte man ja so tolerant sein und begreifen wieso er dies tut. Wenn Bibeln verteilt werden muss man Sie ja nicht annehmen und lesen, genau so wenig wie man die Gratismuster und Zeitungen annehmen muss. Es ist ein Angebot das offeriert wird zum Annehmen oder Ablehnen.

Des weiteren bin ich doch nicht der Richter über den Ungläubigen aber wenn ich gefragt werde wo er im Moment steht, aus der Sicht der Bibel betrachtet, sollte ich den Menschen ja nicht anlügen und zumindest offen und ehrlich sein und sagen was das Wort Gottes dazu sagt, offen und ehrlich sein kann doch auch nicht so falsch sein, Lügen ist nun mal auch etwas das man nicht tun sollte und wenn das begriffen wird dann wir man auch mehr toleriert werden. Oft werde ich aber nach der Meinung gefragt und plötzlich wenn ich sie kundtue, ist dies dem gegenüber zu viel, nur weil wir nicht einer Meinung sind. Dies ist der Punkt den man beachten muss, tolerieren wird nicht bedeuten gleicher Meinung sein.

Der Ungläubige muss auch hier tolerant sein das es mein fester Glaube ist, von Gott inspiriert und er kann doch nicht erwarten das ich meinen Glauben verrate, nur damit ich sagen kann och...dies ist o.k, dies auch, dies toleriert Gott auch, Du bist auf dem Weg zum Paradis. Wenn man als Atheist versteht das ein Christ hier nur das wiedergibt was er dem Wort Gottes entnimmt und das er sich entschieden hat Gott zu glauben, weil er Ihn ja kennen gelernt hat als den Wahrhaftigen, lebendigen Gott, dann sollte eben auch dies toleriert werden.

Nochmals zur Mission, wir Christen werden täglich bobadiert mit weltlichen, humanistischen, usw. Weltanschauungen und wir sollten ja hier auch das Recht haben die persönliche Meinung zu vertreten. Wenn schon gleiches Recht für alle die Meinung kund zu tun.

Wenn die Toleranz eben so endet, ja Ihr lieben Christen seid tolerant und Nächstenlieb aber haltet ja euren Mund sonst sind wir nicht mehr einer Meinung und Ihr seid dann die Untoleranten, so funktioniert eben Toleranz nicht.

Noch kurz etwas: Ein Atheist kann nicht Satanist sein. Der Satanist ist sich bewusst welcher Macht er dient, ein Atheist glaubt weder an Gott noch an Satan.

Apropos sind viele Menschen mit denen ich Kontakt haben Ungläubige und die respektieren mich gleich wie ich sie auch respektiere auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind. Toleranz ja, Solidarisch halt nicht in allen Punkten. Sie können ja mit mir auch nicht solidarisch sein solange Sie Gott nicht kennen gelernt haben.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Eine Atheistin packt aus: Fuer Toleranz und Soldiaritaet

Beitragvon Taube » Di 17. Mär 2009, 19:43

tolerante_atheistin hat geschrieben:...Toleranz ist ein schwieriger Begriff, eben weil Passivität, und Augen-Verschliessen sind gefährlich.
Dennoch denke ich eben, dass der Aktive Prozess des Tolerierens, mit dem Diskurs, der richtige Weg ist. ...


Ja, der Diskurs ist auch für mich ein zentraler Punkt in der Toleranzdiskussion. Ich denke im Speziellen an die Diskursethik von Habermas und Apel: Zur Diskussion gehört aber der Grundsatz, dass jeder nur das behaupten darf, was er auch glaubt, dass es richtig ist. Dabei besteht aber auch die Verpflichtung, die Behauptung zu begründen. Alles andere wäre eine nette Small Talk Plauderei und hat nichts mit Diskussion und auch nichts mit Toleranz zu tun. Erst wenn die jeder auch fest mal seine Position vertritt, kann auch eine Diskussion entstehen, wo neue Einsichten entstehen können.

Solange nicht mit Bibeln auf Dich geworfen wird, verstehe ich nicht ganz, warum Du Dich angegriffen fühlst. Vor vierzig Jahren haben wir den Diskurs nicht nur mit Bibeln sondern intensiver sogar mit Molotow-Cocktails geführt, was dann wirkliche Angriffe waren. Aber gerade auf einem Campus sollte doch die Freiheit da sein, auch andere Meinungen zu lassen.

Gerade habe ich wenig Zeit, aber ich komme gerne zurück auf die Diskussion, und bedenke: In einer freien Diskussionskultur darf jeder noch sagen, was der andere denken soll.


Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Di 17. Mär 2009, 19:47

viper187 hat geschrieben:Es geht sogar soweit, dass z.B. die Bonobos grundsätzlich als bisexuell angesehen werden.


Hier ist genau der Punkt von Toleranz, liebe Christen seid tolerant und haltet den Mund in der Natur geschieht es auch so.

Wir Christen leben aber nicht nach dem Naturgesetz der Bonobos, sondern nachdem was man wieder nicht sagen soll/darf, dem Wort Gottes. Das sind unsere Standards, wir sind Menschen nach dem Ebenbilde Gottes geschaffen nicht berufen die Bonobos nachzuahmen, sondern uns zu verwandeln lassen in das Ebenbild Gottes und abzulegen das worin wir einst wandelten. Wir haben uns mit unserem freien Willen entschlossen Gott nachzufolgen und nicht den Bonobos. Das gilt es eben auch zu tolerieren. Unser Glaube ist das wir Menschen sind und kein Affen.

Rö 1:27 Desselbigengleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzet in ihren Lüsten, und haben Mann mit Mann Schande gewirket und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen.

Seid doch so tolerant das wir nach diesen Standards leben wollen, der Affe kann nicht anders aber wir sind Menschen die einen Willen bekommen haben uns zu entscheiden wem wir nachfolgen wollen, der Tierwelt oder Gott. Und Gott hat uns gelehrt das eine Umkehr aus Verhaltensweisen möglich ist, durch seine Hilfe. In der Bibel kommen auch Beispiele aus der Tierwelt vor, aber eben nicht die Bonobos nachahmen, von diesem sollen wir umkehren und wir haben uns entschieden davon umzukehren, mit dem Willen den uns Gott schenkte, der Affe kann anscheinend nicht anders, wir Menschen schon zumindest glauben wir Christen an dies und wir sehen auch die Resultate der Umkehr zu Gott.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Eine Atheistin packt aus: Fuer Toleranz und Soldiaritaet

Beitragvon Naqual » Di 17. Mär 2009, 19:48

tolerante_atheistin hat geschrieben:
@naqual
Ein Beispiel ist in Bayern z.Z. die Diskussion um die Aufstellung einer 50 m hohen Jesus-Statue. Die Fans von sowas würden sich umgekehrt schwer dagegen verwahren, wenn ihnen immer wieder ein atheistisches Symbol in gleicher Höhe unterkäme.

Die Argumentatzion dabei beläuft sich immer aufs selbe Schema:
"Wir sind abendländigsche Kultur mit christlicher Tradition, also dürfen wir das" vs.
"Wir sind ein modernen Staat mit einer multikulturellen Gesellschaft, also dürft ihr nicht"

Jetzt was kann man machen? Den Christan anbieten einen "nur" 25m hohen Jesus zu bauen, auf einem christlichen Boden, und die Atheisten helfen dabei?


Was kann man machen? Zuerst einmal keine Vorurteile gegenüber den anderen haben und versuchen ins Gespräch zu kommen, wenn man irgendwie beteiligt ist oder Beteiligungsmöglichkeiten hat. Man meint immer man selbst wäre weitgehend vorurteilsfrei. Aber offen gesagt, ich dachte das gleiche wie Du ("die kommen bestimmt mit der abendländischen Kultur"). Eine Woche später entnahm ich der Zeitung, dass sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche in der betroffenen Gegend, das Projekt ablehnten. Im übrigen sogar mit religiös formulierten Werten, wo die Protzeritis in Konflikt mit den christlichen Werten festgestellt wurde. Empfinde ich auch so und fand es toll, dass es von denen genauso gesehen wurde. Leider meldet sich noch eine Woche später ein anderer Interessent in einer anderen Gegend. Schätze das ganze geht wieder von vorne los.....
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Taube » Di 17. Mär 2009, 20:08

kingschild hat geschrieben:
viper187 hat geschrieben:Es geht sogar soweit, dass z.B. die Bonobos grundsätzlich als bisexuell angesehen werden.


Hier ist genau der Punkt von Toleranz, liebe Christen seid tolerant und haltet den Mund in der Natur geschieht es auch so.

Wir Christen leben aber...


Aber wiederum hier scheint mir ein Punkt zu liegen, der in der Diskussion über Toleranz wichtig ist. Du sprichst ganz einfach von "Wir Christen", obwohl Du nicht weisst, ob alle Christen so denken. Mit dem sich Einlassen auf Toleranz wird man auch wieder sehr schnell auf sich selber geworfen. Ich muss begründen, warum ich so denke und nicht im Namen aller sprechen. Ich bin auch hier mit einigem nicht einverstanden, bin aber auch Christ.

Das "Ihr Christen" und "wir Christen" wird im Einzelfall auf das "Ich" und "Du" reduziert. Ich muss also bezeugend begründen, warum ich jetzt das so oder so sehe.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Naqual » Di 17. Mär 2009, 20:08

parepidimos hat geschrieben: Beides ist noch nicht wahre Toleranz. Diese beginnt erst da, wo man gegenseitig genug voneinander weiss, um Anstoss zu nehmen, und diese Spannung trotz allem aushaelt. Konkret: Erst wenn wir uns gegenseitig etwas angehen ist es mir nicht mehr egal, ob du in der Hoelle landest oder nicht.


Der von Dir angeschnittene Sachverhalt ist in Bezug auf Toleranz sehr, sehr wichtig. Toleranz bedeutet ja nicht Wurstigkeit (mir doch egal), sondern dass man am Anderssein des anderen gefühlsmäßig betroffen ist, evtl. sogar leidet (bei Dir: Spannung, meint das Gleiche). Toleranz beinhaltet nun aber nicht nur ein Gefühl, sondern auch ein Konsequenz auf dieser Grundlage. Ich akzeptiere den anderen, respektiere ihn auch wenn er so ist, wie es für mich unangenehm ist. Die Konsequenz aus dieser Haltung ist, dass ich den anderen nicht nötige oder zwinge, sein Anderssein zu ändern. Natürlich kann ich mit ihm darüber reden. Wenn er nicht will, DANN beginnt die Toleranz.
Diskussion der Grenze von Toleranz: Toleranz darf voraussetzen, dass der andere ebenfalls tolerant ist und so handelt. Jedoch sollten wir immer spürbar toleranter sein wie der andere.
Zuletzt geändert von Naqual am Di 17. Mär 2009, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Sohar » Di 17. Mär 2009, 20:15

kingschild hat geschrieben:
Seid doch so tolerant das wir nach diesen Standards leben wollen, der Affe kann nicht anders aber wir sind Menschen die einen Willen bekommen haben uns zu entscheiden wem wir nachfolgen wollen, der Tierwelt oder Gott.


Könnte man das so verstehen, das alle Menschen die dem christlichen Gott nicht nachfolgen, dann der Tierwelt (vulgo -> Affen) nachfolgen?
(Bewusst oder unbewusst.)
Sohar
Gesperrt
 
Beiträge: 850
Registriert: Mi 20. Aug 2008, 19:08

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Di 17. Mär 2009, 22:09

Taube hat geschrieben: Du sprichst ganz einfach von "Wir Christen", obwohl Du nicht weisst, ob alle Christen so denken.

Das "Ihr Christen" und "wir Christen" wird im Einzelfall auf das "Ich" und "Du" reduziert. Ich muss also bezeugend begründen, warum ich jetzt das so oder so sehe.

Gruss Taube


Ja dachte schon als ich Wir schrieb das die Nachfolge Jesus Christus und die Nachfolge der Bonbons bei den Christen noch nicht ganz geklärt sein könnte.

War zu voreilig, sorry also alle die Jesus Nachfolgen und nicht den Bonbons als Standard sehen waren gemeint mit Wir Christen. Wir Christen die nicht den Bonbons nachahmen wollen und Ihn nicht als Cousin sehen um es genau zu definieren.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Di 17. Mär 2009, 22:28

Sohar hat geschrieben:
Könnte man das so verstehen, das alle Menschen die dem christlichen Gott nicht nachfolgen, dann der Tierwelt (vulgo -> Affen) nachfolgen?
(Bewusst oder unbewusst.)


Nein da verstehst Du etwas miss. Es gibt Menschen die sehen im Affen den Vorfahren des Menschen und ziehen Ihre legimitation daraus sich sexuell so wie diese Bonobos oder die Tiere in der Natur zu verhalten, das ist Ihr gutes Recht.

Genau so ist es mein gutes Recht und es muss akzeptiert werden wenn ich als Christ sage nein das sehe ich nicht so, ich folge Jesus nach und der hat andere Werte gelehrt und genau von dieser Vorstellung bin ich umgekehrt. Ich bin von Gott als Mensch erschaffen worden und nicht als Affe.

Warum darf der eine seinen Glaubensüberzeugung ausprechen und ich bin nur Tolerant wenn ich über meine schweige?

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Sohar » Mi 18. Mär 2009, 08:09

kingschild hat geschrieben:
Warum darf der eine seinen Glaubensüberzeugung ausprechen und ich bin nur Tolerant wenn ich über meine schweige?



Ich verstehe diese doch sehr seltsame "christliche Dialektik" nicht, Kingschild, wer verlangt von dir das du schweigen sollst?
Hat dich hier ein Mitschreiberling dazu jemals aufgefordert?
Ansonsten wäre mir diese ewige Weinerlichkeit, deinerseits, unerklärbar.

Und hier dann:

Ich bin von Gott als Mensch erschaffen worden und nicht als Affe.


Ich kann dir versichern, ich bin auch nicht als Affe "erschaffen" worden, wenn ich mir allerdings die Gebahren mancher Zeitgenossen so ansehe, da komme ich dann immer in so - gewisse Zweifel.
Allerdings, was manche Menschen so von sich geben, das würde dann selbst die Intelligenz der Affen zutiefst beleidigen.
(Womit du nicht gemeint bist, Kingschild, aber diese Zusätze sind in einem öffentlichen Forum eben dringend notwendig.)

Liebe Grüße,

Sohar
Sohar
Gesperrt
 
Beiträge: 850
Registriert: Mi 20. Aug 2008, 19:08

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon mikeg » Mi 18. Mär 2009, 12:11

kingschild hat geschrieben:Nein da verstehst Du etwas miss. Es gibt Menschen die sehen im Affen den Vorfahren des Menschen und ziehen Ihre legimitation daraus sich sexuell so wie diese Bonobos oder die Tiere in der Natur zu verhalten, das ist Ihr gutes Recht.
Ich würde sagen, manche Menschen benehmen sich viel schlimmer als Tiere. :lol:
...dabei sollten sie es dank ihrer Intelligenz eigentlich besser wissen.

Andererseits, sollten wir Menschen froh sein, dass wir mit den Tieren verwandt sind, denn mancher Fortschritt in der Medizin wäre ohne eine solche Verwandschaft weder denkbar noch möglich.

Ich denke da an diverse Hormone die aus Tierkadavern extrahiert werden, oder an das Insulin dass von den Schweinen kommt uns für manchen Diabetiker lebensnotwendig ist.
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Mi 18. Mär 2009, 13:35

Sohar hat geschrieben:
Ich verstehe diese doch sehr seltsame "christliche Dialektik" nicht, Kingschild, wer verlangt von dir das du schweigen sollst?



Sohar mir hat noch niemand gesagt ich solle nicht schreiben und es geht auch (höchstens mal Du wenn Du das Gefühl bekamst mein missioarischer Eifer, könnte Deinen Geist in Besitz nehmen ;) ) nicht um das Forum, es geht im Alltagsleben wo jeder Mensch seine Freie Meinung kundtun kann und wenn ein Christ sagt so sehe ich dies nicht, dann ist dies oft schon zuviel.

Solange Du nur bla bla small Talk sprichst kannst Du Deine Christliche Meinung kundtun aber wenn es zu nahe geht dann wird schweigen erwünscht. Ich wollte eben genau auf den Umstand hinweisen das Toleranz auch dort nicht aufhört wenn ein Christ missioniert, denn wenn ich mein gegenüber toleriere und verstehe dann muss ich mich nicht darüber aufregen. Weinerlich bin ich übrigens nicht das ich meinen Mund nicht auftun kann, sondern vielmehr wenn ich sehe wie der Feind meinem gegenüber den Schleier überstülpt.

Ich kann dir versichern, ich bin auch nicht als Affe "erschaffen" worden, wenn ich mir allerdings die Gebahren mancher Zeitgenossen so ansehe, da komme ich dann immer in so - gewisse Zweifel.

Liebe Grüße,

Sohar


Dessen bin ich mir bewusst und ich bin froh darüber das Du diese Erkenntnis hast.

Ich habe nicht nur Zweifel, sondern glaube es ziemlich genau zu wissen das die richtigen Werte aufgrund von persönlicher Weltanschauung oft sehr zu leiden haben. Das was wir dann als Resultat sehen ist das was bei Dir Zweifel hervorruft.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Mi 18. Mär 2009, 13:46

mikeg hat geschrieben:
...dabei sollten sie es dank ihrer Intelligenz eigentlich besser wissen.


Ja Du siehst die Intelligenz des Mensche reicht eben nicht für alles aus.

Ich denke da an diverse Hormone die aus Tierkadavern extrahiert werden, oder an das Insulin dass von den Schweinen kommt uns für manchen Diabetiker lebensnotwendig ist.


Ja da sollten wir Gott danken das er uns den Verstand gegeben hat und der Drang zum forschen das solche Dinge heute überhaupt möglich sind. Und dabei sollte der Diabetiker die Zeit nutzen darüber zu sinnen was dann kommt wenn dann das Insulin nicht mehr hilfreich und nötig ist.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon mikeg » Mi 18. Mär 2009, 14:05

kingschild hat geschrieben:Ja da sollten wir Gott danken das er uns den Verstand gegeben hat und der Drang zum forschen das solche Dinge heute überhaupt möglich sind. Und dabei sollte der Diabetiker die Zeit nutzen darüber zu sinnen was dann kommt wenn dann das Insulin nicht mehr hilfreich und nötig ist.

Wir haben es nur der Verwandschaft zu den Tieren zu verdanken, dass der Mensch tierisches Insulin genauso verträgt wie sein eigenes.

In die gleiche Kategorie der "Zufälle" gehört bspw. dass das Hämoglobin (die rote Blutsubstanz) nicht nur ählnich ist, sonder bei allen Säugetieren IDENTISCH.

Hinzu kommt, dass es eine offensichtliche chemische Verwandschaft (strukturelle Ählichkeit) zwischen dem Hämoglobin und dem Chlorophyll ("Blattgrün") der Pflanzen gibt.

Siehst du, lieber kingschild...
Zufälle gibts, die gibts gar nicht — wenn's nach der Bibel ginge.
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Pilgrim » Mi 18. Mär 2009, 17:22

Sohar hat geschrieben:…… diese ewige Weinerlichkeit, deinerseits,…..

Ich kann dir versichern, ich bin auch nicht als Affe "erschaffen" worden, wenn ich mir allerdings die Gebahren mancher Zeitgenossen so ansehe, da komme ich dann immer in so - gewisse Zweifel.
Allerdings, was manche Menschen so von sich geben, das würde dann selbst die Intelligenz der Affen zutiefst beleidigen.
(Womit du nicht gemeint bist, Kingschild, aber diese Zusätze sind in einem öffentlichen Forum eben dringend notwendig.)

Hmmmm.....wo ist da jetzt Personenbezogen das Egalitäre steckengeblieben?
Be careful how you spend your time: Spend your time in nothing which you know must be repented of. —Richard Baxter
Pilgrim
My home is my castle
 
Beiträge: 10822
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 16:38

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Mi 18. Mär 2009, 17:24

mikeg hat geschrieben:
Siehst du, lieber kingschild...
Zufälle gibts, die gibts gar nicht — wenn's nach der Bibel ginge.



Doch, Doch mein lieber mikeg Gott hat es auch geschafft das Dein Herz sich erfreuen darf beim Erkennen seiner Genialität. ;)

Wenn Du dich dann freuen wirst, wenn Du erkennst das Du die Krone der Schöpfung bist, dann wir Dein Herz vor Freude jauchzen und Gott preisen und ich hoffe das ich dann mit Dir einstimmen darf und wir dann von der Toleranz in die Solidargemeinschaft übergehen können.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon tolerante_atheistin » Mi 18. Mär 2009, 17:58

Jetzt bin ich gerade ziemlich enttäuscht. :(

1.Ich habe euch im Anfangspost darum gebeten Bibel-Zitate zu unterlassen, sie sind hier unangebracht.
Ihr dürft für euch denken was ihr wollt, und die Bibel so oft zu Rate ziehen, wie ihr möchtet - nur bei mir kommt sie nicht an.
Und nur so nebenbei, ich habe sie insgesamt dreimal gelesen und freiwillig.

Für die Kommunikation zwischen Christen udn Nicht-Christen ist die Bibel sicherlich nicht förderlich.
Oder wie guckt ihr, wenn jemand den Koran zitiert?

Also nochmals, ich bitte euch, Zitate hier zu unterlassen.

2. Pilgrim:
Du äusserst deine Meinung, ich äussere meine. Ich hab nicht gewertet, da ich in deiner Meinung nach verdammt bin, usw. solltest du dich mal fragen, wie tolerant dein verhalten hier gerade war.

Wenn du mich deshalb als intolerant siehst, dann steh ich da drüber. :)

3. Ich möchte hier wirklich Lösungsansätze finden, einen netten Ton pflegen und eine neutrale Gesprächsbasis schaffen, wo wir uns austauschen können.

Und schon streiten wir wieder? Das kanns doch nicht sein :cry:

Vergesst mal Homosexualität, Evolutionstheorie vs. Kreationsmus, Forschung, usw. Es sind wirklich endlose Themen udn wir werden wahrscheinlich nie einer Meinung sein.
ES GEHT DARUM WIE WIR ZUSAMMEN AUSKOMMEN KOENNEN und um nichts anderes.
Das sollte doch im Interesse aller liegen, oder etwa nicht?

Und wie wir miteinander auskommen benötigt halt als erste Massnahme, dass wir alle einen Schritt aufeinander zusammen. Und das verlangt eben auch, dass man vielleicht mal von seiner Sturheit etwas ablässt und sich ein klein wenig zusammenreisst.
Aller Anfang ist schwer. :)

so und jetzt zum Positiven Teil, ich möchte nicht, dass die guten Uassagen untergehen, deswegen zitier ich die jetzt gleich mal:

Von Naqual
Zuerst einmal keine Vorurteile gegenüber den anderen haben und versuchen ins Gespräch zu kommen, wenn man irgendwie beteiligt ist oder Beteiligungsmöglichkeiten hat. Man meint immer man selbst wäre weitgehend vorurteilsfrei.


Von Taube
Du sprichst ganz einfach von "Wir Christen", obwohl Du nicht weisst, ob alle Christen so denken.

daraus nehmen wir: Nicht pauschalisieren.

Zur Diskussion gehört aber der Grundsatz, dass jeder nur das behaupten darf, was er auch glaubt, dass es richtig ist. Dabei besteht aber auch die Verpflichtung, die Behauptung zu begründen.



Nun noch schnell zum Thema Missionieren und auch dem Campus: (für alle die da nachgefragt haben)
Beispiel Missionieren, wenn ein Atheist begreift das dies zu einer Aufgabe eines Christen gehört ja vielleicht zu seiner Berufung von Gott, dann sollte man ja so tolerant sein und begreifen wieso er dies tut. Wenn Bibeln verteilt werden muss man Sie ja nicht annehmen und lesen, genau so wenig wie man die Gratismuster und Zeitungen annehmen muss. Es ist ein Angebot das offeriert wird zum Annehmen oder Ablehnen.


Ich geb das auch offen zu, ich habe Mühe damit, Missionieren anzunehmen.
Klar muss ich sie nicht lesen, klar muss ich sie nicht anschauen. Nehmen wir das Beispiel Bibelzitate in Bussen. Find ich grässlich. Nun wollte die Atheisten auch Plakate aufhängen, find ich genauso dämlich! Aber die Chrstlichen durften bleiben, die atheistischen mussten weg? Ist, so dämlich ich diese Werbung auch im allgemeinen finde - nicht fair.
Missionieren führt zu noch mehr Missionieren, asu einer ähnlichen religiösen Gruppierung usw.
Ganz ganz schlimm finde ich dann, dass man auf die Phillipienen muss, oder nach Kenja, Namibia, um dort Leute zu bekehren.
Schauen wir mal so an: Da wo früher die Katholiken missionierten, da missionieren jetzt Protestanten, und da wo die Protestanten missionierten sind die Sekten, usw...
Wenn jetzt Christen auf dem Campus-Gelände missionieren, und die Wissenschaft verschmähen (Vor der ETH, wo so viele Forscher arbeiten, massenweise Neues entsteht!) und behauptungen aufstellen: "Naturwissenschaftler sind alle vom Satan besessen, lösst euch vom Satan!" Dann ist das für mich ein Angriff.
Noch haben die Muslime nicht sehr viel Macht hier, aber irgendwann würden auch die mir den Koran andrehen wollen, und dann kommen auch die Atheisten, und die Taoisten, die Hindus, usw... und das Campus-Gelände wäre voll mit Missionaren.
Wie würdest denn du gucken, würden Atheisten vor deiner Kirche Werbung machen?

Ich geb wirklich zu, missionieren ist ein Punkt, auf den ich sehr sensibel reagier, es ist u.a. auch etwas, was mich zur Atheistin macht.
Ich kann missionieren tolerieren, soferns auf einem absolut öffentlichen Grund geschieht, von der Stadt und den Anwohnern bewilligt wurde, und dieselbe Freiheit für alle gilt.

die Aussage "Wir tun das, weil wir Christen eben so sind" find ich eben auch nicht gefahrenfrei. Ich kann verstehen, dass etwas zu euren Glaubensgrundsätzen gehört, aber in Punkto Argumentation hält sie für mich nicht.
Vielleicht hast du mitbekommen, dass ein Zürcher Tramführer aufs übelste beleidigt wurde von einer gruppe Hindus, die in ihrer Kaste sehr hoch stehen. Für sie war klar, dass man jemanden wie einen Tramrführer beleidigen darf. Genauso erklären viele Moslems ihren Antisemetismus.
Kurz: Ich verstehe, dass du so eine Aussage machst, nur kann ich sie so nicht annehmen. Ich finde es gibt Grenzen und man sollte sich fragen, wenn man sie schon überschreiten muss, wo man dies denn tue und was für Konsequenzen es wohl hätte.

Ich überlebe die "Campus-Invansionen" (So nenn ichs gerne), ärgere mich und laufe auch mal Gefahr, irgendwann so einem Christen die Bibel aus der Hand zu reissen und ihm meine Meinung auch einfach so ins Gesicht zu sagen. Aber ich überleb es. :)

Noch kurz etwas: Ein Atheist kann nicht Satanist sein. Der Satanist ist sich bewusst welcher Macht er dient, ein Atheist glaubt weder an Gott noch an Satan.

das ist mir übrigens alles sehr bewusst. Nur glaubst du gar nicht, was gewisse Menschen da draussen denken. ;)

@parepidimos
was du ansprichst ist sehr wichtig, die emotionalität. Damit bin ich aber ganz gewiss nicht verletzend für andere, ich sage wie ich mich fühle, kann die beiden Beispiele erläutern und kritisiere dabei ein gewisses Handeln und nicht Christ-Sein ansich. Wenn du dich durch diese beiden Aussagen von mir angegriffen fühlst, dann akzeptiere ich das, nur bist du dann nicht ebenso emotional gestrickt wie ich? ;)
Oder gehörst du vielleicht zu den Anhängern des krationsismus, die wirklich die Schöpfungslehre auf gymnasialer Stufe im Bio-Unterricht wollen? Dann verstehe ich wirklich, dass du dich angegriffen fühlst, denn es ist mein voller ernst, solches Verhalten geht für mich nicht durch.

Die Beispiele mit dem kreationismus bringen mich wirklich auf die Palme. Das ist nur ehrlich gemeint, und wenn man es sich genau anguckt, dann weiss man auch, was mich auf die Palme bringt: Grenzüberschreitung.
So kümmert mich Kreationismus nicht, solange er nicht ernsthaft versucht, im Bio-Unterricht Einzug zu finden.
Und auch wenn man darin keinen direkten Angriff sieht, so ist dies doch einer.

Beispiel: Terroranschlag in London. Wir wollen die Welt von den Ungläubigen befreien, darin sehen die auch nichts schlimmes.
Oke vielleicht ein extremes Beispiel. doch im Grunde ist dies genau dasselbe.

Die Bibeln vor dem Hauptgebäude kann ich ablehen, ja. Aber viele können das nicht. (das braucht ein wenig, um das zu erläutern, ich kann dir gerne ne PM schicken, wieso genau, falls es dich interessiert) und sich beschimpfen zu lassen, ist immer ein Angriff.

Dass ich vielleicht etwas sehr emotional reagiere, stimmt schon, das ist sicher ein Punkt, wo ich mich ein wenig zügeln muss. Andererseits bin ich in diesen Moment, ruhig, und laufe einfach weiter. Lasse mich dabei beschimpfen und schickanieren, aber lasse es einfach durch. Vielleicht kann man verstehen, warum ich dann mal emotional bin. Im Nachhinein ärgere ich mich dann, bin wütend und frage mich, wieso ich diese Fundamentalisten nicht auch einfach meine Meinung an den Kopf geworfen habe. Und dann fällt mir ein wieso: Weil wir so niemals miteinander auskommen werden.


@Zurück zum Thema Toleranz:
Toleranz hat sicher nichts mit Schweigen und Stillsein zu tun!
Ja doch, aber das ist dann eben der neagtive Aspekt der Toleranz.

Wenn wir beispielsweise Rassismus ignorieren, und darüber schweigen, so lassen wir Rassismus gewähren, tolerieren ihn also, aber auf eine negative Art und Weise.

Positive Toleranz ist wirklich Aktiv und braucht den Diskurs, wie hier doch schon so oft erwähnt wurde.

Was ein Neonazi im Kopf hat, werd ich kurz über lang nicht ändern können, also muss ich das tolerieren. Solang er das nur für sich denkt, aber keine andere Menschen zu Schade kommen lässt, ist es mir egal.
Und wenn jetzt jemand sagt, mit Neonazis könne man sich nicht unterhalten?
Da kenne ich aber das Gegenteil! (Und glaubt mir, politisch bin ich links)

Atheisten denken oftmals genau dasselbe von Christen, eben "Mit denen kann man nicht reden". Und Christen wahrscheinlich dasselbe von den Atheisten. Aber das stimmt beides nicht.
Es braucht nicht viel mehr als die eigenen Grenzen zu akzeptieren sowie die des anderen.
Benutzeravatar
tolerante_atheistin
Lebt sich ein
 
Beiträge: 25
Registriert: Mo 16. Mär 2009, 15:21

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon mikeg » Mi 18. Mär 2009, 18:06

kingschild hat geschrieben:Wenn Du dich dann freuen wirst, wenn Du erkennst das Du die Krone der Schöpfung bist....

Bäähhhh!. "Krone der Schöpfung"... was für ein Gedanke! :shock:

Wir sind nicht mal die "Krone" der Evolution. Meinst du wirklich, der Mensch sei das Ende der Fahnenstange? :roll:

Es ist nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, dass nach uns noch einige andere intelligente Wesen die Erde bevölkern werden. Es sind noch einige Milliarden Jahre Zeit, bevor die Erde von der sich aufblähenden, sterbenden Sonne "geschluckt" wird.

PS: Weisst du, als kleiner Junge war ich von diesem Gedanken fasziniert. Ich habe immer versucht mir vorzustellen wie das dann wohl sein würde, wenn die Welt dann "untergeht".

PPS: Jaja... damals dachte ich noch wirklich, ich sei unsterblich. :shock:
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Taube » Mi 18. Mär 2009, 18:08

kingschild hat geschrieben:Wenn Du dich dann freuen wirst, wenn Du erkennst das Du die Krone der Schöpfung bist, ...

wenn schon "Krone der Schöpfung", dann wäre es doch der Sabbat!
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon mikeg » Mi 18. Mär 2009, 18:12

tolerante_atheistin hat geschrieben:Jetzt bin ich gerade ziemlich enttäuscht. :(
[...]
Also nochmals, ich bitte euch, Zitate hier zu unterlassen.

Ich glaube, du kommst kaum um Bibelzitate herum, in einem christlichen Forum.
Mach's so wie ich, überlese sie einfach wenn sie dir nicht munden. :P

Sag? Geht's nicht in diesem Thread gerade um Toleranz?
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon tolerante_atheistin » Mi 18. Mär 2009, 18:38

ja ich weiss, dass hier bibelzitate da sind. das stört doch auch nicht, nur bitte nicht HIER!

und ich habe auch erläutert warum, denn sobald sich christen und nicht-christen unterhalten nützen bibel-verse nicht, im gegenteil. sie erklären alles dem einen und sind provokation für den anderen.

ausserdem weigere ich mich hier, bibelzitate auch nur zu beachten, in diesem thread jetzt. sonst lauf ich gefahr zu kontern.
ai, ich hab die bibel auch gelesen, sogar zweimal freiwillig. und ich hab sonst auch immer ein paar zitate parat.

aber das möchte ich hier einfach nicht, das ist alles.

@parepidimos
sorry mir ist gerade aufgefallen, dass ich noch nciht alles beantwortet habe. das hab cih beim reagieren auf zig beiträge wohl schlichtweg übersehen. *schäm*

ich wurde wirklich mit 9 aussem Religionsunterricht geschmissen, dabei war ich definitiv kein auffälliges Kind. Und die Leherin war sicher nicht ganz normal.
Das ganze war in einem kleinen Kuhkaff, alles sehr katholisch. Ich nenne hier jetzt keine Namen und ortschaften (ich weiss das alles noch) bei uns lief da einiges nicht richtig.
Du darfst mir glauben, als Kind fühlte ich mich sehr zu Gott hingezogen, hab immer gebetet und ging in den Gottesdienst.
Leider habe ich ein paar unschöne Erfahrungen machen müssen.
Wenn dich dies näher interessiert, kann ich dir das gerne per PM mitteilen. Ich möchte dem Thread hier jetzt wirklich keinen negativen Touch verpassen.

Ich hab es wirklich so satt. Es macht mich wuetend, wenn ich sehe, dass einfach pauschalisiert wird.


Ich hoffe, dass ich dir diesbezueglich den Spiegel vorgehalten habe.

Stop: Ich habe von Pauschalisierung allgemein gesprochen auch von der Pauschalisierung von Atheisten gegenüber Christen.

Meine Aussagen aus dem Kontext zu ziehen, mag ich gar nicht. ;)
Aber easy. :)

Aber den Christen die Mission zu verbieten laeuft auf dasselbe hinaus, ihnen die Religion zu verbieten.

Das denke ich nicht. Vielleicht muss man sich nur ein klein wenig einschränken?
SIch fragen, wie weit wir gehen dürfen und was wir im Endeffekt vom Missionieren haben?

Wie gesagt, ich finde Misssionieren in jeglicher Weise problematisch, aus dem prinzip heraus. Deswegen kann ich es dennoch tolerieren, in einem gewissen Mass.

Andererseits gibt es auch verbohrte Menschen, die sich sofort angegriffen fuehlen, wenn jemand nicht dasselbe denkt.


... oder Bibeln vor dem HG verteilt ;)

^^ oke, jetzt hast du aber wirklich gut gekontert. *g*
Ich bringe dir trotzdem auch nochmals gerne das Beispiel mit den Atheisten die vor euren Kirchen Werbung machen würden. (nicht das ich das oke fände, eben ich verachte Misssionieren), es würde euch verärgern.
Tolereren tu ichs doch schon lange, nur will ich der Sache auch ein wenig Luft machen. Ausserdem bin ich auch davon überzeugt, wenn wir erstmal wissen, was das gegenüber so verärgert, lernen wir damit umzugehen, oder finden ein Zwischenmass mit dem sich fair und ehrlich umgehen lässt.
Dann hören wir auch auf zu Streiten. :)

In dem Sinne:
Peace

die verbohrte ;) Atheistin auf dem verzweifelten versuch tolerant zu sein :mrgreen:

p.s. noch was: Diese SchulKollegin: Wir wurden übrigens wirklich gute Freunde. Ich hatte auch kein Problem mit ihrer Weltanschauung, da sie sich das Christentum selber ausgesucht hat, nicht da hineingezwängt wurde und schliesslich wusste sie auch viel darüber.
ich hatte immer auch andere Mitschüler erlebt, die zwar Christen waren, aber nicht wussten wieso und warum und eine Meinung einfach so annahmen, ohne sie zu hinterfragen.
Was sie von den anderen abgrenzte, war, dass sie ihre Meinung nicht als absolut ansah.

Ausser ein paar kleine Streiterein hatten wir nie Probleme. =)
Zuletzt geändert von tolerante_atheistin am Mi 18. Mär 2009, 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
tolerante_atheistin
Lebt sich ein
 
Beiträge: 25
Registriert: Mo 16. Mär 2009, 15:21

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Taube » Mi 18. Mär 2009, 18:41

tolerante_atheistin hat geschrieben:...Wenn jetzt Christen auf dem Campus-Gelände missionieren, und die Wissenschaft verschmähen ...

Hier finde ich wäre ein Ansatzpunkt:

Es ist erstens die Frage des "wer macht was", das ist mal neutral ausgedrückt, dagegen kommt der zweite Teil "wie macht man was", da kommen schon die ersten Wertungen vor. Beleidigende, verschmähende, herabwürdigende Begegnungen haben dann schon wenig mit mehr mit Toleranz zu tun. Toleranz muss auch etwas mit gleicher Augenhöhe zu tun haben.

Zwei Beispiele:
Wergen einem Auftrag arbeitete ich ein paar Tage In Basel und wohnte dort im Hotel. Abends suchte ich in der Altstadt ein nettes Restaurant zum Essen. Da sprach mich jemand an und fragte mich, ob ich Christus als Erlöser etc. angenommen habe. Nach meinem "ja" war er vielleicht etwas verwirrt, weil er in dieser Umgebung anscheinend nur arme Verlorene erwartete. Aber sein Missionsversuch war schon so von oben herab, dass dies selbst mir einfach nur ablöschte. Da steht das Missionieren kaum unter einem guten Stern.
Aber wenn zum Beispiel am Christopher Street Tag in Deutschland auch die MCC (die Kirche für Homosexuelle und andere Minderheiten) mitmacht mit vielen anderen Gruppen, stört es doch die wenigsten, wenn die MCC auch für Christus einsteht. Im Gegenteil, weil das Umfeld stimmt und eine Gemeinsamkeit vorhanden ist, dürfen auch Christen dabei sein und sie suchen auch das Christentum zu verbreiten.

Es ist eigentlich wichtig, dass wir uns gegenseitig auf gleicher Augenhöhe begegnen und einander ernst nehmen und auch genügend achtsam sind, dass wir spüren, wo jetzt der andere steht. Überrollen bringt nichts. Aber umgekehrt heisst es auch, dass der andere auch mal etwas falsch einschätzt, dann muss ich auch den Mut haben zu sagen, jetzt interessiert es mich nicht. Abgrenzen können ist eben auch wichtig, wenn man über Toleranz redet: also auch etwas gemacht wird, was einem stört, muss ich mich auch bis zu einem gewissen Grad abgrenzen und nicht mich aufregen.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Sohar » Mi 18. Mär 2009, 19:21

Pilgrim hat geschrieben:
Sohar hat geschrieben:…… diese ewige Weinerlichkeit, deinerseits,…..

Ich kann dir versichern, ich bin auch nicht als Affe "erschaffen" worden, wenn ich mir allerdings die Gebahren mancher Zeitgenossen so ansehe, da komme ich dann immer in so - gewisse Zweifel.
Allerdings, was manche Menschen so von sich geben, das würde dann selbst die Intelligenz der Affen zutiefst beleidigen.
(Womit du nicht gemeint bist, Kingschild, aber diese Zusätze sind in einem öffentlichen Forum eben dringend notwendig.)

Hmmmm.....wo ist da jetzt Personenbezogen das Egalitäre steckengeblieben?


Auf diese, im Grunde nichtssagende Frage zu antworten, wäre so ungefähr das Gleiche, wie der Versuch, ein Passwort in ein Bügeleisen einzugeben.
Zuletzt geändert von Sohar am Mi 18. Mär 2009, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
Sohar
Gesperrt
 
Beiträge: 850
Registriert: Mi 20. Aug 2008, 19:08

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon parepidimos » Mi 18. Mär 2009, 19:36

tolerante_atheistin hat geschrieben:Wenn dich dies näher interessiert, kann ich dir das gerne per PM mitteilen. Ich möchte dem Thread hier jetzt wirklich keinen negativen Touch verpassen.

Ist schon gut. Ich will dir deine Erfahrung nicht absprechen, sondern dich ermahnen, keine allzu schnellen Schluesse aus der Episode zu ziehen.

Stop: Ich habe von Pauschalisierung allgemein gesprochen auch von der Pauschalisierung von Atheisten gegenüber Christen.

Auch das habe ich schon so verstanden. Was ich dir aufzeigen wollte ist dass dein Text selber solche Pauschalisierungen beinhaltet, ohne es dir bewusst zu sein scheint. Und dann wird es meiner Meinung nach interessant, wenn wir nicht mehr ueber das plaudern, was andere denken und fuehlen, sondern ueber unsere eigenen Vorurteile oder Erfahrungen.

t_a hat geschrieben:
pare hat geschrieben:Aber den Christen die Mission zu verbieten laeuft auf dasselbe hinaus, ihnen die Religion zu verbieten.

Das denke ich nicht. Vielleicht muss man sich nur ein klein wenig einschränken? Sich fragen, wie weit wir gehen dürfen und was wir im Endeffekt vom Missionieren haben?

Das du so denkst ist schon klar. Du bist als Atheistin ja auch nicht dem Missionsbefehl verpflichtet. Du musst es schon denen ueberlassen, die sich davon betroffen fuehlen, welchen Stellenwert diese Anweisung in ihrem Weltbild einnimmt. Kompromisse kann man dort eingehen, wo es nicht ums Grundsaetzliche geht. Meine Behauptung ist, dass Mission unzertrennlich zur christlichen Identitaet gehoert.

Wie gesagt, ich finde Misssionieren in jeglicher Weise problematisch, aus dem prinzip heraus. Deswegen kann ich es dennoch tolerieren, in einem gewissen Mass.

Die Diskussion ueber das Mass und die Methoden ist schon legitim. Ich finde Mission nicht nur aus meiner christlichen Ueberzeugung heraus wichtig. Mission sollte auch aus Gruenden der liberalen Demokratie moeglich sein. Freiheit bedeutet eben nicht bloss Freiheit von Religion, sondern auch Freiheit zur Religion bzw. zum religioesen Dialog. Wenn der oeffentliche Raum Unterschriftensammlungen fuer vergleichsweise triviale Anliegen duldet, weshalb nicht auch religioese Bekundungen?

Andererseits gibt es auch verbohrte Menschen, die sich sofort angegriffen fuehlen, wenn jemand nicht dasselbe denkt.

... oder Bibeln vor dem HG verteilt ;)

^^ oke, jetzt hast du aber wirklich gut gekontert. *g*

Nimm es von einem Ehemaligen :lol:

Ich bringe dir trotzdem auch nochmals gerne das Beispiel mit den Atheisten die vor euren Kirchen Werbung machen würden. (nicht das ich das oke fände, eben ich verachte Misssionieren), es würde euch verärgern.

Also bitte! Du wirst doch hoffentlich das ETH Hauptgebaeude nicht als Kirche des Atheismus beanspruchen wollen? Das waere ja noch schoener ... Das ist ein oeffentlicher (oder zumindest quasi-oeffentlicher) Raum wie jeder andere auch. Ich sehe keine rationale Basis, aufgrund derer das Verteilen von Bibeln am Central akzeptabler waere als vor dem ETH Hauptgebaeude.

Dann hören wir auch auf zu Streiten. :)

Ich sehe Streit nicht als negativ, solange es fair zugeht.

Was sie von den anderen abgrenzte, war, dass sie ihre Meinung nicht als absolut ansah.

Ich bin mir nicht sicher, ob man eine Meinung, die nicht "absolut" ist ueberhaupt als Meinung bezeichnen kann. Ich meine - wozu hat man sie dann ueberhaupt, wenn sie ueber das Individuum hinaus keine Relevanz besitzt? Fuer mich ist das so ein Slogan, mit welchem man weltanschaulichen Differenzen aus dem Weg geht. Aber intellektuell oder philosophisch traegt er kein Wasser.

Ausser ein paar kleine Streiterein hatten wir nie Probleme. =)

Hat sie je versucht, dich zu bekehren?
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 18:07
Wohnort: Sulzertown

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon tolerante_atheistin » Mi 18. Mär 2009, 23:12

@paredipimos
ich kann verstehen, dass für euch Missionieren ein Grundpfeiler ist. Ich möchte auch niemanden unterstellen, dass sie dies ausnutzen und unfair betreiben.
Aber es gibt eben so welche.

Das ETH Gebäude ist bestimmt keine "Kirche der Atheisten", wir haben keine Kriche und die brauchen wir auch nicht, so war das nicht gemeint. (ja,man kann das aus meinem Post falsch verstehen) Wir haben keine "Lobby", kein Ort, und würden einfach nett Bibeln angeboten werden, ohne es einem mit negativen Kommentar hinzuschmeissen, fänd ich es auch oke.
Aber so, wie ich es eben dort erlebt habe, ist dies reine Provokation. Sie wissen, dass die Mehrheit der Studenten nicht gläubig ist und auch den Glauben als solchen ablehnt.
Ich finde, ich tue vieles für diese Gesellschaft, ich arbeite, ich lerne, komme für mein Studium selber auf, bin selber zum Atheist geworden, ohne jemals irgendjemanden meien Meinung aufdrängen zu wollen. Vielleicht konnt ich mal drüber stehen, wenn mich jemand als "vom Satan besessen" beschimpft hat, aber mit der Zeit ist dies wirklich hart. Vielleicht bin ich auch einfach sensibel geworden.

Vielleicht spreche ich das nächste mal, wenn ich wieder Christen auf Mission sehe, sie einfach an und bitte sie persönlich drum, mehr Anstand walten zu lassen.

Aber danke dir, ich verstehe deine Meinung über Missionieren allgemein und du hast mir sicherlich geholfen, sie vielleicht etwas eher zu tolerieren. :)

@taube
Aber sein Missionsversuch war schon so von oben herab, dass dies selbst mir einfach nur ablöschte. Da steht das Missionieren kaum unter einem guten Stern.

Mir ist eben auch schon so vieles in diese Richtung passiert.

Wenn jemand mir ernstgemeint und verständnisvoll die Bibel erläutern will, und ein nein akzeptiert, dann hab ich damit auch keinerlei Probleme. Das wäre für mich auch das, was ich unter "christlichen verhalten" verstehe.)

Ich hab auch positive Beispiele gehabt, so ist es dann nicht. Wo jemand mir ein kleines Heft in die Hand gedrückt hat und meinte: "wenn du zeit und lust hast, dann schau mal rein, schönen Tag noch". Ohne direkt zu sagen, was es ist, oder wofür, oder über mich zu werten.
Es war eine Broschüre mit Bibelversen, Angebote für junge Christen, Kurse, usw.
Für mich oke!

Danke dir.

Ahja Basel ist die Stadt mit der höchsten Anzahl Atheisten und Agnostikern. Sie bilden sogar schon die Mehrheit und übersteigen Anzahl Protesanten und Katholiken. Kann mir vorstellen, dass es da nicht leicht ist zu Missionieren.
Benutzeravatar
tolerante_atheistin
Lebt sich ein
 
Beiträge: 25
Registriert: Mo 16. Mär 2009, 15:21

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon noah » Mi 18. Mär 2009, 23:36

tolerante_atheistin hat geschrieben:
Ich finde, ich tue vieles für diese Gesellschaft, ich arbeite, ich lerne, komme für mein Studium selber auf, bin selber zum Atheist geworden, ohne jemals irgendjemanden meien Meinung aufdrängen zu wollen. .


Was interessant ist dass in Koran das Wort Atheist nicht vorkommt.
Auch das Wort unglaubig gibst in Koran nicht.(Was so übersetz wird ist das Wort Kafr,hat aber dei bedutung -wahrheit decken-)

Meine Frage...
Warst du schonmal in einem schlechten und schwerigen Zustand dass du Hilfe brauchtest,und kein Mensch neben bei im stande war dir zu helfen...was hast du damals gemacht was waren deine Gedanken..Wie hast du mit der Hilfe die nicht da war umgegangen...
Ein atheist hat mal geschrieben dass wegen einer Krankheit(Seine Tochter?) hat er nacher gemerkt dass er an Gott um hilfe gebeten hat....

(Ist aber dadurch mögkich dass er schon den begriff Gott von seinen eltern vorher hatte...?)
noah
Abgemeldet
 
Beiträge: 1930
Registriert: Mo 6. Okt 2003, 10:13

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon mikeg » Do 19. Mär 2009, 00:47

noah hat geschrieben:Was so übersetz wird ist das Wort Kafr,hat aber dei bedutung -wahrheit decken-)

(Ist aber dadurch mögkich dass er schon den begriff Gott von seinen eltern vorher hatte...?)

Ist NUR so zu sehen, weil wenn ich nichts weiss von einem Gott, wie soll ich Ihn dann um etwas bitten?

Dein Kafr gefälllt mir....
Ich bin ein "Wahrheits-Decker"... :jump:
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon noah » Do 19. Mär 2009, 01:42

mikeg hat geschrieben:
noah hat geschrieben:Was so übersetz wird ist das Wort Kafr,hat aber dei bedutung -wahrheit decken-)

(Ist aber dadurch mögkich dass er schon den begriff Gott von seinen eltern vorher hatte...?)

Ist NUR so zu sehen, weil wenn ich nichts weiss von einem Gott, wie soll ich Ihn dann um etwas bitten?

Dein Kafr gefälllt mir....
Ich bin ein "Wahrheits-Decker"... :jump:


Naja ich selber versuche auch dass ich kein Wahrheits-decker werde...

Deine Antwort ist nicht eine Antwort auf meiner Frage.Da sie nicht auf -ich /dich selbst bezogen ist.
noah
Abgemeldet
 
Beiträge: 1930
Registriert: Mo 6. Okt 2003, 10:13

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon mikeg » Do 19. Mär 2009, 08:02

noah hat geschrieben:Deine Antwort ist nicht eine Antwort auf meiner Frage. Da sie nicht auf -ich /dich selbst bezogen ist.

Es ist eine schwierige Frage, Noah, für die es sich mal lohnen würde, einen separaten Thread zu eröffnen. Ich glaube dass wir in unserer satten Gesellschaft immer mehr glauben auch ohne Gott auskommen zu können. Die wenigsten von uns erleben solche Dinge, die uns wieder dazu bringen, uns an das supranaturalistische zu klammern.

Es gab eine Zeit, da dachten die Menschen, jeder Baum, jeder Bach und jeder Berg hätte einen Geist, den es zu besänftigen galt, weil jene Völker sehr viel näher an der Natur lebten, und so davon viel abhängiger davon waren.

Wer braucht schon einen Gott, in einer globalisierten Welt wo Kommunikation perfekt funktioniert, wir (fast) alle ein Dach überm Kopf haben, das Wetter von scheinbar unfelhbaren Meteorologen gemacht wird... wo Kühe aus lila verpackter Schokolade bestehen, und die Milch aus der Milchfabrik trinkfertig im Karton angeliefert wird? Wo die allermeisten Menschen mehr als die Hälfte ihrers Lebens leben, ohne jemals mit dem Tod konfrontiert zu werden.
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Taube » Do 19. Mär 2009, 08:56

tolerante_atheistin hat geschrieben:@taube
Aber sein Missionsversuch war schon so von oben herab, dass dies selbst mir einfach nur ablöschte. Da steht das Missionieren kaum unter einem guten Stern.

Mir ist eben auch schon so vieles in diese Richtung passiert.

Wenn jemand mir ernstgemeint und verständnisvoll die Bibel erläutern will, und ein nein akzeptiert, dann hab ich damit auch keinerlei Probleme. Das wäre für mich auch das, was ich unter "christlichen verhalten" verstehe.)

Ich hab auch positive Beispiele gehabt, so ist es dann nicht.

Das ist es eben und es geht uns allen so: Unser handeln ist so stark geprägt von Erfahrungen, also von vorgängigen Urteilen, Vorurteilen. Es lässt sich kaum vermeiden, dass da auch die persönliche Toleranzschwelle berührt wird. Toleranz ist für mich nicht nur ein statisches Verhalten, sondern ein Prozess, der im konkreten Fall ein "Eintunen" braucht. Vielfach ist man nicht einfach tolerant, sondern wird tolerant in der Beziehung, das heisst eigentlich Toleranz ist ein Lernen voneinander und ein einander verstehen lernen.

Gruss Taube


PS
Die Ethnomethodologie, Lehre vom Alltagswissen, zeigt ja auch auf, dass feste Strukturen nötig sind im Alltag. Werden diese missachtet, gibt es Verwirrung. Also zu viel Toleranz von Anfang an, ist eigentlich kontraproduktiv, weil es noch kein Verständnis zwischen den Beteiligten geben kann. Auch von dieseer Seite her betrachtet, wird falsche Toleranz nur zu Beliebigkeit, also zur Beziehungslosigkeit. Da gäbe es lustige Beispiele.
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon parepidimos » Do 19. Mär 2009, 13:57

mikeg hat geschrieben:Wer braucht schon einen Gott, in einer globalisierten Welt wo Kommunikation perfekt funktioniert, wir (fast) alle ein Dach überm Kopf haben, das Wetter von scheinbar unfelhbaren Meteorologen gemacht wird... wo Kühe aus lila verpackter Schokolade bestehen, und die Milch aus der Milchfabrik trinkfertig im Karton angeliefert wird? Wo die allermeisten Menschen mehr als die Hälfte ihrers Lebens leben, ohne jemals mit dem Tod konfrontiert zu werden.

Ist das jetzt eine Parodie des naiven Modernismus, oder ist es ernst gemeint?
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 18:07
Wohnort: Sulzertown

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon tolerante_atheistin » Do 19. Mär 2009, 19:39

@noah
ja solche Zeiten hab ich durchgemacht. 5 Todesfälle innert einem Jahr, alles sehr nahestende Menschen; Schwierigkeiten in der Familie; in der Schule, usw. Meine Kindheit und meine Jugend waren turbulent.
Ins Detail geh ich jetzt nicht.

Dass jemand von Schicksal sprechen kann, wenn ein 18 Jähriger Junge an Krebs stribt, der nie etwas falsches gemacht hat, hat mich krank gemacht. Vielleicht bin ich in solchen Punkten verbittert und zynisch, aber ich weigere mich sowas einfach anzunehmen. Da erinnere ich mich lieber an die Zeit, die ich mit dem Menschen hatte und lerne was für mein Leben, anstatt mir irgendwas "Einreden" zu wollen.

Ich akzeptiere den Tod als Teil des Lebens, akeptiere das Leben als dass es nicht fair ist, und hab meinen ganz eigenen Weg mein Leben zu führen. ich hab für mich akzeptiert, dass man im Endeffekt immer alleine sein wird, vielleicht hat man immer wieder nette Menschen um sich, aber im Endeffekt muss man seinen Weg alleine machen. Auch wenn man stirbt - selbst wenn liebe Menschen bei einem sind - man stirbt alleine. Also muss ich auch sog. "Schicksalsschläge"mit mir selber vereinbaren, vielleicht hab ich auch da jemanden, der mir hilft, aber ich muss es notfalls immer auch alleine schaffen. Sonst geh ich unter. Jede Erfahrung macht mich im Endeffekt reifer und mutiger für die Zukunft und das einzige logische ist für mich, da ich wahrscheinlich nur dies Leben hier hab, dieses hier so gut wie möglich zu führen, egal was auch passiert.

Es darf jeder seinen Weg haben, ich hab meinen.
Das alles möchte ich hier nicht näher erläutern, sonst schick ich dir gerne dazu ne PM, wenn dich wirklich meine Lebensgeschichte, meine Tiefpunkte interessieren sollten und meinen Alltag als Atheistin.

es gehört für mich nicht wirklich in diesen Thread, waurm ich Atheist bin. ;)

@taube
Die Ethnomethodologie, Lehre vom Alltagswissen, zeigt ja auch auf, dass feste Strukturen nötig sind im Alltag. Werden diese missachtet, gibt es Verwirrung. Also zu viel Toleranz von Anfang an, ist eigentlich kontraproduktiv, weil es noch kein Verständnis zwischen den Beteiligten geben kann. Auch von dieseer Seite her betrachtet, wird falsche Toleranz nur zu Beliebigkeit, also zur Beziehungslosigkeit. Da gäbe es lustige Beispiele.

Ui, das klingt spannend!
An Struktur glaub ich theoretisch auch, zumindest in einem grösseren Kreis, Anarchie funktioniert nur in Komunen, wo sich von vornherein die Beteiligten einig sind.
Irgendwie denk ich auch, dass es einen gewissen Konflikt brauchts am Anfang. Etwas neues kommt nie ohne eine Gegen-Entwicklung, einer Art "kleinen Gegenrevolution" aus.
Ohne Auseinandersetzung funktionierts nie, nur darf man doch Richtung Toleranz streben. Diese Entwicklung ist langsam und das muss sie auch, nur so ist sie auch nachhaltig.
Meiner Meinung nach ist der Mensch von Grnd auf Skeptisch gegenüber Veränderungen, Unbekannten und Neuem, und diese Skepsis ist auch wichtig. Sonst würde es wohl eskalieren.

Würde gerne mehr über das Thema hören. :)
Das ist wirklich spannend!

Aber jetzt mal ganz praktisch: Wie lernen wir uns denn besser kennen und verstehen? Ich denke mal wir kennen unsere "Macken" schon langsam genug von einander, jetzt müssen wir uns annähern. Dazu müssen wir vielleicht alle von unserem radikalen Podest etwas runter kommen und den Dialog fördern?

Würde mich sehr interessieren, was du so für Ansätze hast. :)
Benutzeravatar
tolerante_atheistin
Lebt sich ein
 
Beiträge: 25
Registriert: Mo 16. Mär 2009, 15:21

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon mikeg » Do 19. Mär 2009, 21:12

parepidimos hat geschrieben:Ist das jetzt eine Parodie des naiven Modernismus, oder ist es ernst gemeint?

Ja, das war natürlich "tongue-in-cheek" gesagt.

Klar war es eine Parodie. Aber wie jede Parodie, ist es nur die Überspitzung der Wirklichkeit. Denn so denken (leider) viele, vor allem junge Menschen Heute, die nichts anderes kennen als die techisierte Welt und das Nachlaufen der Plastik-Idole dieser unrealen Kultur. Jungel-Camp, DSDS, Bib Brother, Supernanny... ihr habt ja solche Fernsehsendungen zu Genüge in den USA, um zu wissen, was die heutigen Menschen "an-turnt", wo ihre Interessen liegen. Der Gedanke an Gott als Erlöser könnte nicht entrückter sein. Sie interessieren sich einfach nicht dafür....

Warum fühle ich mich dazu berufen, diese Dinge sagen (als überzeugter Naturalist)?
Vielleicht, weil ich eigentlich, insgeheim, den Glauben und die Religion für eine gute Sache halte, wenn sie in Massen praktiziert wird.

Kannst du das jetzt besser verstehen, Pare?
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » Fr 20. Mär 2009, 22:20

tolerante_atheistin hat geschrieben:Jetzt bin ich gerade ziemlich enttäuscht. :(

1.Ich habe euch im Anfangspost darum gebeten Bibel-Zitate zu unterlassen, sie sind hier unangebracht.
Ihr dürft für euch denken was ihr wollt, und die Bibel so oft zu Rate ziehen, wie ihr möchtet - nur bei mir kommt sie nicht an.
Und nur so nebenbei, ich habe sie insgesamt dreimal gelesen und freiwillig.

Für die Kommunikation zwischen Christen udn Nicht-Christen ist die Bibel sicherlich nicht förderlich.
Oder wie guckt ihr, wenn jemand den Koran zitiert?

Atheisten denken oftmals genau dasselbe von Christen, eben "Mit denen kann man nicht reden". Und Christen wahrscheinlich dasselbe von den Atheisten. Aber das stimmt beides nicht.
Es braucht nicht viel mehr als die eigenen Grenzen zu akzeptieren sowie die des anderen.


tolerante_atheistin da ich derjenige war der das erste Gebot dieses Threads gebrochen hat ;) und sich nicht an diese Aufforderung gehalten hat, möchte ich hier etwas zur Toleranz sagen. Vorerst ich bekenne mich schuldig und und bin mir gewiss das Vergebung nicht nur etwas ist, was das Christentum kennt.

Zu meiner Verteidigung der Spruch war nicht an Dich gerichtet obschon er vielleicht nahe ging. Es ging dort nicht um den Inhalt als solches, sondern eben mehr um die Darstellung das man wichtiges nicht sagen darf aber die Gegenseite darf dann aus dem Darwinistischen Gedankengut oder wo auch immer aus dem vollen schöpfen. Und hier fängt eben Untoleranz an und deshalb sollten eben in einem Toleranz Thread solches Raum finden, sonst wird das ganze Untolerant.

Ich verstehe das Du nicht ein Bibelspruch Thread möchtest (diesen Umstand werden ich versuchen zu respektieren) aber im Kontext gelesen musste eben auf die Untoleranz hingewiesen werden. Für die Kommunikation kann die Bibel durchaus förderlich sein, wenn Du nämlich liest das Gott möchte das wir Frieden halten mit allen Menschen, so sollte dies doch auch Dir nicht so eine unangenehme Sache sein, zumindest könntest auch Du dort den gemeinsamen Nenner erkennen. Wenn ich dann eben noch von Vergebung spreche so musst Du wissen das dies eben ein zentrales Thema ist in der Bibel und dem Frieden dient. Um dies zu unterlegen ist es legitim eine Quellenangabe zu machen oder ein Zitat daraus zu verwenden.

Wenn ich aber das nicht erzählen darf, wie willst Du dann diesen Nenner finden und Dein gegenüber besser verstehen?

Wenn ich mit Noah über den Koran spreche dann muss ich seine Verse auch zuerst lesen, bevor ich mir eine Meinung bilden kann. Und wenn mikeg mir den Nachhilfe Unterricht in Bio erteilt muss ich seine Wissenschaftlichen ausführungen anhören, damit ich Ihn verstehen lerne. Warum sollte dies bei Christen anderes sein?

Also ich kann mit Atheisten sehr gut diskutieren auch wenn ich um die Kluft in den bestimmten Bereichen kenne. Dann muss ich ja nicht dauernd nur über diese diskutieren sondern kann dennoch die Gemeinsamkeiten sehen.

Genau wie er mir vielleicht erklären möchte das Gott nicht existiert und wir dem Zufall verschiedener Umstände entsprungen sind, das wir uns heute hier austauschen können, so sollte auch ich zwischendurch meine Mission starten können, das ich nichts von so komplexen Zufällen halte und wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin. Wenn ich aber nicht mal die Quelle der Erkenntnis angeben darf, dann wird er nie begreifen wo ich stehe und somit wird Toleranz eben nicht gefördert sondern behindert.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Taube » Sa 21. Mär 2009, 21:26

Enggi hat geschrieben:Ich habe jetzt nicht alles gelesen, was seit dem ersten Beitrag geschrieben wurde. Meine Meinung ist, ....


Lieber Enggi

Man merkt es, dass Du nicht alles gelesen hast, zudem hast du vermutlich auch ganz wenig verstanden. Aber trotzdem Kommentar geben ist immer gut. So wird weiterhin das Forum voller und voller, ohne dass es wirklich etwas bringt, wenn alle das Forum so brauchen wie Du. Fast wetten könnte ich, dass Du auch in ein paar Jahren nicht weiter bist und immer noch gleich redest. Ich hoffe, dass zumindest anderen das Forum etwas bringt ausser Zeitvertreib.

Was Du zudem aussagst mit Deinem Beitrag ist das Folgende: Besser wartet der Christ in seinem Loch bis die Welt untergeht, die anderen sollen halt schmoren in der Hölle, eine Ethik zum Heulen. Enggi, ich glaube, Mission wird kaum etwas für Dich sein, einer der ersten nicht auf Nichtchristen hört, zweitens für den ein Gespräch mit Nichtchristen allenfalls über die Salatsauce einen Sinn hat, wird auch kaum den Mumm haben und Freude zeigen können, um seinen Glauben weiter zu tragen. Aber Du musst nicht verzagen, Enggi, Gott hat es doch so eingerichtet, dass jeder Mensch zu etwas nütze sind, wenn einige z.B. nur als schlechtes Beispiel für die Missionarsausbildung.

Ich finde es unverständlich und auch sehr unfreundlich und unanständig gegenüber einer ernsten Anfrage in einem Forum und auch gegenüber Christen und Nichtchristen, die ernst ins Gespräch kommen, wenn einer auf dem hohen Ross daher kommt und meint seinen Senf dazu geben zu müssen, ohne sich mit der Sache auseinandersetzen zu müssen. Es sind ja noch nicht Hunderte von Beiträgen und ich nehme nicht an, dass Du bei rund 70 Beiträgen schon überfordert bist.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon tolerante_atheistin » So 22. Mär 2009, 05:56

@kingschild
hey, so schlimm sind Bibelzitate jetzt für mich auch nicht. ich interpretiere es nur anders und da kommt eben genau meine skeptiker-natur zum vorschein: Ich finde über Interpretationen kann man sich austauschen, aber im Endeffekt bleibt sie dann ganz nah bei einem persönlich.
Die Bibel ist für mich ein schwieriges Buch, wirklich, und das sag ich als Leseratte! Da find ich Ulysses (in original) oder Ovid noch einfach zu verstehen, und an solchen Werken könnte man ein halbes, wenn nicht ganzes Leben rumirren. ;)
Bücher haben für mich einen ganz besonderen und speziellen Wert, aber was ich da herausnehme ist für mich ganz allein.
Gib die Bibel einigen Menschen zu lesen, die noch nie was vom christlichen Glauben gehört haben, und sie anschliessend das gelesene Zusammenfassen: Es werden alle Antworten kreuzverschieden sein.

Ich lehne die Bibel nicht pauschal ab, ich lese sie nur vielleicht anders, denke beispielsweise sehr symbolisch und lese halt auf meine "atheistische art und weise".
Vieles was in dem Buch steht, ist super, unbestritten. (Ich mag beispielsweise die Bergpredigt) Und jup Friede mit allen, klar ist das positiv, aber es finden sich zu sehr sehr vielen Themen immer wieder Gegen-Zitate.
So kann man im Endeffekt alles und nichts verstehen.

Wenn ich sage, dass Bibelzitate bei der Konversation zwischen Christen und Atheisten nicht unbedingt förderlich sind, dann red ich aus Erfahrung.
Aber das weisst du ja eben anscheinend genauso wie ich.
Jetzt mal angenommen du zitierst einen netten Vers aus der Bibel, der gutgemeint ist, und ziemlich eindeutig was positives aussagt, was macht der "Durchschnitts-Atheist":
a) Er kontert mit Gegenzitaten. Viele Atheisten haben immer ein paar kritische, umstrittene Verse zur Stelle, womit sie sofort allem den Wind aus den Segeln nehmen.
b) Sie wollen mit dir reden, wieso du an ein ihrer Meinung nach uraltes Buch glaubst, dass viele Übersetzungsfehler aufweist, Lücken hat, einen geschichtlichen Hintergrund, usw...
c) Sie blocken pauschal ab, da sie entweder die Bibel nicht gelesen haben
oder aber damit versuchen sich aus der Sache rauszuhalten, bevor sie eine Endlosdiskussion starten. ;)
d) Und schliesslich solche die sich auf den Schwanz getreten fühlen, die es einfach mal so unfassbar finden, dass man ihnen Jetzt mit der Bibel kommt. :roll:

Du siehst, ich bin ein C-Kandidat ^^
Auf Kontern hab ich keinen Bock.
Nur mit dieser "Aus der Affäre ziehen"-Reaktion bin ich auch nicht so ganz zufrieden. Ich hab wohl noch keinen eindeutigen Weg gefunden, mit Bibelzitaten umzugehen.
Vielleicht wenn sie mit einer persönlichen Aussage dazu gekoppelt sind, was du oder jemand aus einem speziellen Zitat herausnehmt und wieso und überhaupt.
Ich will nicht pingelig sein (bin ich aber wahrscheinlich *g*), vielleicht müssen wir uns da nur ein wenig annähern. :)
Du hasst sicherlich recht, du darfst die "Quelle" angeben, nur eben genau da ist wieder so ein Haken begraben: Viele Atheisten gehen davon aus, dass dem Menschen eine gewisse Moral und Ethik bereits innewohnt. (Obwohl Atheisten nicht glauben, NICHTS glauben, haben sie dennoch ihre kleinen Überzeugungen ;) ). Ich finde es aber oke, wenn du dabei die Bibel erwähnst, kann ich auch akzeptieren, dass das vielleicht zu deiner Mission gehört. Nur wirds einem Atheisten eben niemals genügen, sondern du darfst dann nen kompletten Monolog dazu mitliefern wieso und warum ;)

Die Zitate wollte ich hier nur der Diskussionswillen weglassen. Dass du mit Atheisten umgehen und diskutieren kannst, glaub ich dir aufs Wort, das ist auch super. Ich meinerseits finde auch, ich kann mit euch eigentlich ganz pasabel umgehen. Aber wir mussten es auch lernen, oder? (Und sonst bist du punkto Diskussionsführung ein Genie und gehörst in die Politik! ^^)
Es ist für mich wirklich nur ne Vorsichtsmassnahme. (Hast ja gesehen, wie schnell schon wieder über die Evolutionstheorie gestritten wurde, usw.)
Und wenn, à la Taube, wir uns mal angenähert haben, dann kann man sowas auch durchaus eher durchlassen.

Aprospos Zitate, eins darf ich mir doch gönnen...find ich jetzt. ^^
"Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe." Mark Twain
;) Nicht ganz ernst nehmen bitte, aber im Kern zeigts eben das, was viele Atheisten denken.

Bis bald!

(Ja und nicht wundern wegen der Uhrzeit ^^ Ich war 2 Tage krank und hab mehr oder weniger durchgeschlafen und jetzt kann ich nicht mehr in mein Bett, kanns nicht mehr sehen nach so vielen Stunden! ;) )
Benutzeravatar
tolerante_atheistin
Lebt sich ein
 
Beiträge: 25
Registriert: Mo 16. Mär 2009, 15:21

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon kingschild » So 22. Mär 2009, 13:04

tolerante_atheistin hat geschrieben:Die Bibel ist für mich ein schwieriges Buch, wirklich, und das sag ich als Leseratte! Da find ich Ulysses (in original) oder Ovid noch einfach zu verstehen, und an solchen Werken könnte man ein halbes, wenn nicht ganzes Leben rumirren. ;)


Ich weiss, als ich Gott noch nicht kannte, verstand ich oft nur Bahnhof wenn ich darin blätterte und von Zusammenhang war keine Spur zu finden. Ich musste feststellen das für diese Hardware eine zusätzliche Software brauchte und plötzlich fand ich heraus das sogar jedes Kind sie verstehen kann und anscheinend viele Genies daran scheitern. Die Genies haben aber mit den schwachen oft so Ihre Mühe, Gott solidarisiert sich aber genau mit diesen.

Gib die Bibel einigen Menschen zu lesen, die noch nie was vom christlichen Glauben gehört haben, und sie anschliessend das gelesene Zusammenfassen: Es werden alle Antworten kreuzverschieden sein.


Ja das kann passieren aber nur weil der Verfasser, individuell den Lesenden dort abholt, wo wer im Moment steht. Wenn das wesentliche Begriffen wird, formt sich aus dem Kreuzverschieden, immer mehr eine Einheit.


Ich lehne die Bibel nicht pauschal ab, ich lese sie nur vielleicht anders, denke beispielsweise sehr symbolisch und lese halt auf meine "atheistische art und weise".


Ja das machen nicht nur Atheisten so ;) manchmal lesen sogar Christen symbolisch, ja manchmal sogar dort wo es keine Symbolik gibt. Manchmal stehen wir uns näher als wir denken.


Vieles was in dem Buch steht, ist super, unbestritten. (Ich mag beispielsweise die Bergpredigt) Und jup Friede mit allen, klar ist das positiv, aber es finden sich zu sehr sehr vielen Themen immer wieder Gegen-Zitate.


Ja der grosse Kampf zwischen Gut und Böse und die Anleitung dafür wie man dem bösen abstirbt und das gute zunnehmen kann. Gegenzitate existieren wenn wir das ganze aus der Menschlichen Sicht betrachten, wer Gott kennen lernt der wird früher oder später eines anderen belehrt, sofern er bereit ist zu lernen.


Wenn ich sage, dass Bibelzitate bei der Konversation zwischen Christen und Atheisten nicht unbedingt förderlich sind, dann red ich aus Erfahrung.


Ja gewaltsame Bekehrungen, schlagen meist von beiden Seiten her fehl. ;)


c) Sie blocken pauschal ab, da sie entweder die Bibel nicht gelesen haben
oder aber damit versuchen sich aus der Sache rauszuhalten, bevor sie eine Endlosdiskussion starten. ;)


Diskussionen führen nicht immer zum Ziel. Manchmal muss man sich aber dennoch darauf einlassen um irgendwann ans Ziel zu kommen. Geduld ist eben auch so eine Tugend des Menschen an dem wohl alle ein wenig herumknabbern.

Du hasst sicherlich recht, du darfst die "Quelle" angeben, nur eben genau da ist wieder so ein Haken begraben: Viele Atheisten gehen davon aus, dass dem Menschen eine gewisse Moral und Ethik bereits innewohnt. (Obwohl Atheisten nicht glauben, NICHTS glauben, haben sie dennoch ihre kleinen Überzeugungen ;) ). Ich finde es aber oke, wenn du dabei die Bibel erwähnst, kann ich auch akzeptieren, dass das vielleicht zu deiner Mission gehört. Nur wirds einem Atheisten eben niemals genügen, sondern du darfst dann nen kompletten Monolog dazu mitliefern wieso und warum ;)


Ja das dem Mensch eine gewisse Ethik und Moral innewohnte, das würde ich sofort bejahen aber die Realität zeigt eben das ihm sehr viel abhanden gekommen ist seit dem Sündenfall. Sonst hätten wir vieles nicht, das auf dieser Erde dominiert. Monolog ist auch oke, denn das lesen und verdauen kann auch genügen, muss ja nicht immer sofort ein Dialog daraus entstehen. Ich schreibe oft Monologe hier, das schadet nicht wenn sie trotzdem gelesen werden.

Aber wir mussten es auch lernen, oder? (Und sonst bist du punkto Diskussionsführung ein Genie und gehörst in die Politik! ^^)


Nein kein Genie, ich weiss lediglich das Gott in den schwachen, stark ist, ja das musste ich lernen was damit gemeint ist. Gottes Stärke durfte ich schon mehr als einmal sehen, dies ist übrigens der Grund wieso ich den Atheismus verlassen habe.


"Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe." Mark Twain
;) Nicht ganz ernst nehmen bitte, aber im Kern zeigts eben das, was viele Atheisten denken.


Wäre interessant zu wissen was in tatsächlich beunruhigte. Vielleicht waren es genau diese die er begriffen hatte, vielleicht aber eben auch diese, von denen er dachte er hätte sie verstanden.

Na auf jeden Fall bin ich froh auch für Deine Tolerante und ehrliche Antwort. Wenn ich zwischendurch ein Bibelspruch bringe dann bin ich bereit Dein blocken zu akzeptieren und darum werde ich mich auch mässigen aber so ganz ohne wird es vielleicht nicht immer gehen, zumal wir ja hier in einem Christlichen Forum sind.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon SunFox » So 22. Mär 2009, 14:58

Man kann alles bis zu einem gewissen Mass tolerieren, aber es ist ein Ding der Unmöglichkeit das Glaube und Unglaube einen Solidaritätsbündnis eingehen!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Enggi » So 22. Mär 2009, 16:19

Taube hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Ich habe jetzt nicht alles gelesen, was seit dem ersten Beitrag geschrieben wurde. Meine Meinung ist, ....


Lieber Enggi

Man merkt es, dass Du nicht alles gelesen hast, zudem hast du vermutlich auch ganz wenig verstanden. ...

Ich habe anschliessend an meinen Beitrag begonnen, zu lesen, was andere geschrieben haben und habe ihn am Schluss als zu böse empfunden und wieder gelöscht. Vielleicht ein andermal ... wenn Gott will und ich lebe.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

·•·•·•· Enggi schreibt jetzt als Gnu weiter ·•·•·•·
Benutzeravatar
Enggi
My home is my castle
 
Beiträge: 11111
Registriert: Fr 6. Feb 2004, 22:16
Wohnort: Elftausendeinhundertelf

Re: Christen/Atheisten: Toleranz und Solidarität

Beitragvon Taube » So 22. Mär 2009, 18:02

...dann hat sich Dein Überarbeiten Deines Beitrages bis zur Löschung und mein Bearbeiten meines Beitrages bis zur Speicherung gekreuzt. So ist natürlich mein Beitrag auch für die Katz. Mal schauen, ob mal am Sonntagabend ein Mod daherkommt, er könnte es richten, im neuen Forum haben sie natürlich wieder mal am falschen Ort gespart, nämlich an der Edit- oder Lösch-Funktion für gestrige Beiträge.

Sorry, Enggi

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

VorherigeNächste

Zurück zu Christentum und andere Religionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste