Christliche Selbstgerechtigkeit

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon morus » Do 15. Mai 2008, 15:09

Nun bin ich durch verschiedene Diskussionsforen gewandert und stelle immer wieder eines mit Erschrecken fest: Eine unheimliche Selbstgerechtigkeit von christlichen Teilnehmern. Fehlt uns die Demut? Welches Bild geben wir als Christen ab, wenn wir den anderen argumentativ platt gemacht haben aber damit keineswegs sein Herz erreichen?
Hoffentlich werden wir nicht wie die sogenannten Pharisäer!
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon F.R.O.G » Do 15. Mai 2008, 15:24

Ja, das ist ja eben mein grossen Bedauern und meine Befremdung hier, dass sich die Christen selbst auf die Kappe geben und einander sogar noch das Christsein absprechen.......jeder will der wahrere Christ sein......
siehe im Willhelm Busch-Thread.....

.....ein jämmerliches Bild.....und sicherlich ein noch jämmerlicheres Zeugnis! :(
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Taube » Do 15. Mai 2008, 15:32

Zu dem Thema passt das Gedicht von Eugen Roth:


Ein Mensch
betrachtete einst näher
die Fabel von dem Pharisäer,
der Gott gedankt voll Heuchelei
dafür, dass er kein Zöllner sei.
Gottlob! Rief er in eitlem Sinn,
dass ich kein Pharisäer bin.





Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Robby » Do 15. Mai 2008, 15:33

Original von morus
Nun bin ich durch verschiedene Diskussionsforen gewandert und stelle immer wieder eines mit Erschrecken fest: Eine unheimliche Selbstgerechtigkeit von christlichen Teilnehmern. Fehlt uns die Demut? Welches Bild geben wir als Christen ab, wenn wir den anderen argumentativ platt gemacht haben aber damit keineswegs sein Herz erreichen?
Hoffentlich werden wir nicht wie die sogenannten Pharisäer!


Hi Morus

Auch von meiner Seite nachträglich ein herzliches Willkommen im Forum.

Wie definiert sich die unheimliche Selbstgerechtigkeit von christlichen Teilnehmern?


Lieber Gruss
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon John-Paul » Do 15. Mai 2008, 15:42

Ich verstehe, was Du meinst, morus.

Nun sollten wir uns aber in diesem Thread nicht selbstgerecht darüber ereifern, dass die Anderen ganz furchtbar selbstgerecht sind, wir selbst aber natürlich nicht ... ;)

JP
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon F.R.O.G » Do 15. Mai 2008, 15:42

Original von John-Paul
Nun sollten wir uns aber in diesem Thread nicht hinsetzen und uns selbstgerecht darüber ereifern, dass die Anderen ganz furchtbar selbstgerecht sind, wir selbst aber natürlich nicht ... ;)
...nein, das sollen wir tatsächlich nicht.....
aber die verbale Prügelei dennoch nicht gänzlich übersehen und somit befürworten.....??
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon morus » Do 15. Mai 2008, 15:48

Gut und richtig finde ich zur eigenen Überzeugung zu stehen, ABER immer auch mit der Wachheit und Demut, Gottes Wirken und Handeln auch in anderen Konfessionen und Biographien zu entdecken.
Dazu gehört für mich auch die Achtung vor der Glaubensform der anderen und das Sich-Anfragen-lassen von anderen. Ich finde es gut, wenn man auch als Christ sich einmal traut zu sagen: Da weiß ich auch nicht weiter. Dies gilt vor allem bei Fragen, welche das große Geheimnis Gottes betreffen. Ohne Frage: Durch die Bibel und v.a. durch Jesus Christus wissen wir eine Menge von ihm. Und doch ist er auch der Ganz-Andere, der Geheimnisvolle.
Manche Diskussionsforen erscheinen mir wie ein Markttreiben: Kaufe unsere Konfession! Sie ist die bessere! Schau nur auf die Matschstellen der Produkte meines Konkurrenten!! Die willst Du kaufen?
Solch ein Verhalten ist - wenn es um den Glauben geht - eines Christen unwürdig.
Nun werden mir viele vorhalten: Aber um der Wahrheit willen, um der Sache willen muss ich hart bleiben!
Okay, jedoch mit zwei ABER:
1) Verwechselt dabei nicht die Sache und die Person! Liebt den anderen und bleibt hart in der Sache.
2) Auch die Pharisäer waren sich sicher auf der richtigen Seite zu sein. Dadurch waren sie blind für die Gegenwart Gottes, deshalb: Verliert nicht aus dem Blick, dass Gott sich auch in der anderen Konfession oder sogar in beiden zeigen kann.
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Robby » Do 15. Mai 2008, 15:54

Original von morus
Gut und richtig finde ich zur eigenen Überzeugung zu stehen, ABER immer auch mit der Wachheit und Demut, Gottes Wirken und Handeln auch in anderen Konfessionen und Biographien zu entdecken.


Ich bin mit dem meisten Geschriebenen einverstanden. Was konkret meinst du mit Konfessionen? Die ursprüngliche Bedeutung innerhalb des Christentums oder wie heute oftmals gebraucht auch ausserhalb, sprich Judentum, Islam etc.?


Lieber Gruss
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon morus » Do 15. Mai 2008, 16:08

Robby: Was meinst Du mit Konfessionen?

Ich meine die eigentliche Bedeutung, sprich die christlichen Konfessionen.
Was andere Religionen betrifft, da würde ich das schon differenzierter sehen. Diese kennen keine Offenbarung durch Jesus Christus. Trotzdem denke ich, dass selbst in anderen Religionen etwas von Gott spürbar werden kann. Warum?
Diese Menschen sind Teil von Gottes guter Schöpfung und diese Religionen sehe ich als Christ als ein Suchen des Menschen nach Gott. Ich werde nicht alles gutheißen, was sie dabei für Formen entwickeln und was sie alles für Gott halten. Aber: Ich werde Gott auch nicht vorschreiben, dass er dort nichts zu suchen hat. Und ich werde den anderen Religionen nicht vorwerfen, dass in ihnen überhaupt nichts von Gott spürbar wäre.
Beispiel: Soweit ich weiß, glauben alle Religionen an eine Schöpfung der Welt durch Gott o.ä. Sie glauben also nicht daran, dass die Welt ein Zufallsprodukt ist. Da kann ich nur sagen: Von meinem Standpunkt aus habt ihr damit schon viel erkannt.
Was den Umgang mit der Schöpfung (Stichwort: Umweltverschmutzung)angeht waren die Christen jahrelang blind. Diesbezüglich waren uns manche Naturreligionen in der Praxis voraus. Vielleicht haben diese, durch ihre Art mit der Natur umzugehen, manche Christen wieder wach gerüttelt und gezeigt, was auch zum christlichen Handeln gehört: verantwortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen...
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon F.R.O.G » Do 15. Mai 2008, 16:10

@ Morus: gutes Posting :)
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Robby » Do 15. Mai 2008, 16:14

Original von morus
Robby: Was meinst Du mit Konfessionen?

Ich meine die eigentliche Bedeutung, sprich die christlichen Konfessionen.
Was andere Religionen betrifft, da würde ich das schon differenzierter sehen. Diese kennen keine Offenbarung durch Jesus Christus.


Da kann ich mich nur anschliessen. Jesus Christus ist das uns Verbindende und von Ungläubigen sogleich Trennende.


Lieber Gruss
Robby
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon parepidimos » Do 15. Mai 2008, 16:23

Original von morus
Nun bin ich durch verschiedene Diskussionsforen gewandert und stelle immer wieder eines mit Erschrecken fest: Eine unheimliche Selbstgerechtigkeit von christlichen Teilnehmern. Fehlt uns die Demut? Welches Bild geben wir als Christen ab, wenn wir den anderen argumentativ platt gemacht haben aber damit keineswegs sein Herz erreichen?
Hoffentlich werden wir nicht wie die sogenannten Pharisäer!

Da muss ich mich schuldig bekennen. Diese Versuchung steckt tief im Wesen eines Diskussionsforums drin. Die Grenze zwischen "Luegen und Ignoranz fair konfrontieren" und "argumentativ plattmachen" ist in der Hitze des Gefechtes nicht immer so ohne weiteres erkennbar.

Was schlaegst du vor? Demut heisst ja nicht einfach, jeden Schwachsinn zu tolerieren. Selbst Jesus, welcher sich selbst als "von Herzen demuetig" bezeichnete und uns aufforderte, es ihm gleichzutun hatte teilweise starke Worte fuer seine Feinde, ob diese nun seine Feinde oder Nachfolger waren.

Ich persoenlich halte eine saeuselnde Harmoniesucht in welcher alles wunderbar ist fuer gefaehrlicher als eine taffe, aber faire Streitkultur. Aber da sind unsere Beduerfnisse wohl verschieden. Ich wuerde hoffen, dass wir (ich) mit der Zeit lernen, den Stil und die Beduerfnisse des Gegenuebers zu respektieren und dem Weg, der Wahrheit und dem Leben trotzdem treu zu bleiben. Der Vorwurf des "Pharisaertums" kann ein berechtigter sein, aber er kann eben auch eine Keule sein, die man dem anderen ueber die Ruebe zieht, um ihn auszuschalten (aehnlich wie "Nazitum";).

Letztens moechte ich noch anmerken, dass das primaere Ziel einer Diskussion die Meinungsbildung ist, und nicht ein "Bild zu vermitteln". Das waere Image-Politik, und dafuer habe zumindest ich keine Geduld. Andere sollen uns so sehen wie wir sind, mit allen Macken und Eigenheiten, aber (hoffentlich) unter der formenden Hand des Toepfers.

Gott zum Gruss -- Pare
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon morus » Do 15. Mai 2008, 16:32

Hallo Pare,
ich gebe dir gerne Recht. Säuselei wäre genauso schlecht.
Du fragst nach Vorschlägen. Vielleicht ein paar erste Ansätze:
1) Wir bleiben offen und auch hart in der Sache, aber wir lesen vor dem Freischalten nochmal, ob es tatsächlich um die "Sache" geht und nicht darum, den anderen platt zu machen.
2) Anliegen unserer Diskussionen ist nicht nur, den anderen zu überzeugen, sondern auch sich selbst anfragen zu lassen.
(So wie ich das hier hoffentlich mit Deinem Vorschlag getan habe.)
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon tanner » Sa 7. Jun 2008, 12:33

Ich finde nicht das Selbstgerechtigkeit etwas spezifisch christliches ist. Es mag aber sein, dass es bei den Christen mehr ins Gewicht fällt, da diese oft höhere moralische Ansprüche geltend machen. Ich glaube offen gesagt nicht, dass sie diese Ansprüche mehr oder weniger erfüllen können als jeder andere Mensch auch. Der Geltungsanspruch einer Moral besagt nur wo einer hin will, nicht wo er ist.

So geht der Soldat mit seiner Kampfmoral in den Krieg und der Arbeiter mit seiner Arbeitsmoral zur Arbeit.
Beide werden im Laufe der Zeit ernüchtert.


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(R. Walser)
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon TheReturn » Mo 9. Jun 2008, 15:50

Vielen Dank für diesem Thema!!
Endlich mal jemand der es auf den Punkt bringt!!!
Stimmt, ihr Christen müsst noch eine Menge lernen, wenn es um Toleranz und Offenheit gegenüber Andersdenkenden geht....ich will nicht sagen, dass alle Christen so sind, aber was ich bis jetzt in den Christenforen gelesen habe schockiert mich......
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon parepidimos » Mo 9. Jun 2008, 16:30

Original von tanner
Ich finde nicht das Selbstgerechtigkeit etwas spezifisch christliches ist. Es mag aber sein, dass es bei den Christen mehr ins Gewicht fällt, da diese oft höhere moralische Ansprüche geltend machen.

Stimmt. Wem viel gegeben ist, von dem wird auch viel erwartet. Derjenige, der hier "gibt" und "erwartet" (richtet) ist jedoch nicht die Welt mit ihrem bunten Marktplatz von Ideen, sondern eine hoehere Instanz.


@TheReturn

Wer in einem Beitrag die Anrede "ihr Christen" verwendet, hat meiner Ansicht nach seine Aussage bereits selber sabotiert.
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Psalm150 » Mo 9. Jun 2008, 20:09

Zu Offenheit sagte jemand mal "Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein". Sollte man darüber mal nachdenken.
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon morus » Mo 9. Jun 2008, 21:16

Was hat dieses Argument mit dem Thema zu tun?
Meinst Du, Freundlichkeit im Umgang hat etwas mit Offenheit zu tun und jene, die freundlich im Umgang sind, seien dann nicht ganz dicht?
Oder habe ich Dich falsch verstnden?
Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig, sodann friedlich, freundlich, gehorsam, voll Erbarmen und reich an guten Früchten, sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht. (Jakobusbrief 3,17)
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Psalm150 » Mo 9. Jun 2008, 23:51

Original von morus
Robby: Was meinst Du mit Konfessionen?

Ich meine die eigentliche Bedeutung, sprich die christlichen Konfessionen.
Was andere Religionen betrifft, da würde ich das schon differenzierter sehen. Diese kennen keine Offenbarung durch Jesus Christus. Trotzdem denke ich, dass selbst in anderen Religionen etwas von Gott spürbar werden kann. ...

Hast Recht, hat nichts mit dem Thema zu tun...
MfG & GBU
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon arne » Mi 11. Jun 2008, 20:20

Hallo,

ich denke das die meisten Christen schon Tolerant genug sind !
Sie sind schon so Tolerant, das sie schon alles Tolerieren was irgend wie mit Wahrheit oder Biblische Botschaft zu tun hat !

Rom, EKD, Baptisten usw... nur noch eine kleine weile - ihr werdet es erleben :)

Macht euch deswegen keine Sorgen :)

Ihr werdet alle gut zusammen arbeiten... und dann werden später eure Kinder diejenigen sein die es noch Besser machen als ihr... sie werden sehr gut mit den angehörigen anderer Religionen zusammenarbeiten... sie werden sich Tolerieren, Achten und anerkennen...

den aber der ihnen von der liebe Jesu erzählt und davon das er der einzige ist der Retten kann, den werden sie erschlagen
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Psalm150 » Mi 11. Jun 2008, 20:26

Tollerant und lieberal
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon parepidimos » Mi 11. Jun 2008, 22:22

Lieber Aal!
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Lamdil » Do 12. Jun 2008, 00:44

Es ist erstaunlich und bedauerlich, wie alternativlos manche Leute leben müssen. Ich habe den Eindruck, dass manche nur die Extreme kennen: Entweder ist man intolerant oder man ist gleichgültig und inkonsequent.

Diejenigen, die mit solch einem fatalen Weltbild leben müssen, tun mir wirklich leid. Denn so oder so kennen sie eigentlich nur das schlechte. Ich bevorzuge die goldene Mitte:
geizig - bedacht - verschwenderisch
feige - mutig - übermütig
kriecherisch - selbstbewusst - arrogant
unstet - anpassungsfähig - stur
etc.

Wer zu allen Seiten offen ist, hat zumindest keine Scheuklappen. Sich mit neuen Ideen auseinanderzusetzen bedeutet ja nicht, dass man sie gleich annimmt.

Der Spruch "Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein." ist ein witziges Wortspiel, aber lieber bin ich nicht ganz dicht, als mir selbst Mauern für meine Entwicklung zu bauen. Wer erstmal anfängt, seinen Geist einzumauern, endet oft als Betonkopf.

Sich zu öffnen, heißt auch die Welt ohne Grenzen lieben zu können. Wer aber seinem Geist ein Gefängnis baut, hat diese Chance vertan. Deshalb finde illiberale Kleingeister bemitleidenswert.



Die Macht des Wortes bezwingt das Chaos.

Dem heiligen Gna!(Müslischnitzel.)
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon arne » Do 12. Jun 2008, 09:21

Ich denke mal das du gar nicht verstehst was da steht, Gell :)

Schade - das ist EXTREM Schade !

Ist Jesus Christus und SEin Evangelium - NUR DAS SCHLECHTE ?

Also ich meine jetzt nicht die Kiste mit der Alten Frau, dei man über die Strasse führt oder Freundlichkeit und all das - das ist Extrem Super...

Ich meine die Einstellung zu meinen man hätte die Freiheit sich das schönste aus dem Wort rauszusuchen und das andere zu ignorieren... sprich zu Tolerieren, das ist Extrem in der heutigen Christenheit...

Sie kennen aus der Bibel nur eins... "Gott ist liebe" und sie Tolerieren das diese liebe sie eines Tages die Richten wird, die SEinem Wort nicht Geglaubt haben und nicht SEin Eigentum geworden sind durch den Glauben !

Sollte das so sein... dann ist das EXTREM DUMM !

Denn in ihm ist ja alle freunde und alles gute zu finden :) !

Entweder ist man ein Christ oder man ist es nicht, entweder ist man sein Eigentum oder nicht !

Das Extreme daran ist - Gott, Jesus Christus ist da EXtrem intolerant !

Ein Mensch der Vergebung in Jesus Christus erfahren hat, ist gewiss auch Barmherzig gegen andere, doch wird er deswegen nicht das Wort Gottes aus der Hand legen und verleugnen... in der heutigen Christenheit wird das Wort Gottes ja förmlich entsorgt !
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon adaja » Do 12. Jun 2008, 15:09

in der heutigen Christenheit wird das Wort Gottes ja förmlich entsorgt !


und schon wieder wird pauschalisiert!
Am Abend unseres Lebens wird es die Liebe sein, nach der wir beurteilt werden, die Liebe, die wir allmählich in uns haben wachsen und sich entfalten lassen. In Barmherzigkeit für jeden Menschen.Frere Roger
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon arne » Do 12. Jun 2008, 15:13

Kannst du mir Beispiele bringen die deine Aussage Beweisen, sprich die Beweisen das es nicht so ist !

Der Spruch ist schon etwas abgegriffen und Quietscht schon gewaltig in den Ohren :)
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon morus » Do 12. Jun 2008, 21:31

Hallo Psalm 150: "ALLES, was atmet, lobe den Herrn."
In meiner Bibelausgabe wird von einem Jesus geschrieben, der den frommen Juden einen Samariter als Beispiel vor die Nase hält. Und dann heilt er noch den Knecht eines römischen Militärangehörigen. Er unterhält sich mit einer samaritischen Frau, welche schon mehrmals verheiratet war...
Da habe ich bestimmt eine andere Bibelausgabe als Du, denn das passt mit Deinem Gottesbild nicht zusammen.
Oder verstehe ich das schon wieder falsch???
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Psalm150 » Fr 13. Jun 2008, 12:01

Ja, denn
1. nimmt auch da Jesus kein Blatt vor den Mund und
2. lehnen diese Leute nicht Jesus pauschal ab
MfG & GBU
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon morus » Di 24. Jun 2008, 20:53

Hallo Psalm 150,
wenn messianische Juden den Messias erwarten, wenn Moslems von der Größe Gottes sprechen, wenn Hindus sich nach Erlösung sehnen ... dann sind diese Menschen (wenn auch nur in Ansätzen) uns Christen in unserem Glauben nahe. Allerdings fehlt ihnen etwas Wesentliches: der Glaube an Jesus Christus! Und trotzdem werde ich ich nicht verteufeln, was Nichtchristen schon an Wahrem entdeckt haben. Vielleicht ist dies ja sogar ein Ansatz, um Ihnen zu zeigen dass sich im Christentum erfüllt, was sie in Ansätzen glauben. Meines Wissens war das auch das Vorgehen des Paulus auf dem Areopag, als er den Griechen sagte, dass das Denkmal für den Unbekannten Gott das Denkmal jenes Gottes sei, den er (Paulus) verkünde.
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Re: Christliche Selbstgerechtigkeit

Beitragvon Psalm150 » Mi 25. Jun 2008, 10:37

Hast Du vielleicht auch gelesen, dass sich Paulus über die Götterbilder ärgerte?
MfG & GBU
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