Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » So 2. Sep 2007, 18:55

@Johncom,
Hast hier etwas untertrieben denn Jesus bat seine Schüler zu LIEBEN, die gleiche Liebe weiter zu leben die er ihnen gegeben hat. Diese hohe Liebe die Jesus gab, erreichen wie wir sehen können, nicht viele Menschen. Der Handschlag der Versöhnung ist auch ganz OK, aber meistens .... am Montag morgen ist er schon Vergangenheit.
Liebe ist ein Begriff und als dieser ist er abstrakt. Wenn man nichts tun möchte und zugleich alles, dann nimmt man sich die Liebe zur Brust.
Niemand soll lieben, sondern die ausgezeichnete Handlung der Liebe zeigen und die ausgezeichnete Handlung der Liebe ist die Versöhnung und ist es Versöhnung, dann ist sie am Montag nicht verloren gegangen.

Wenn man von sich sagt, was mir nicht alles ist, das ist mir nichts, dann fängt man erst gar nicht an, sondern ergeht sich in seiner Nichtigkeit.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » So 2. Sep 2007, 19:10

@Johncom,
Versöhnung bedeutet, der Mensch ist von Natur aus nicht mit seinem Nächsten versöhnt, oder so findet sich jeder Mensch vor. Er findet sich als einer vor, der zuerst mit seinen eigenen Belangen beschäftigt ist, und seine eigenen Belange zu befriedigen, konkretisiert das, was zum Unversöhnlichen führt, denn meine Interessen gehen immer zu Lasten der Interessen meines Nächsten.
Im Christentum wird dies die Erbsünde genannt.

Jesus sagt, bevor du vor Gott trittst, versöhne dich erst mit deinem Nächsten.

Dieser Anweisung Jesu wird aber direkt durch das Handeln widersprochen, denn Menschen treten auch dann vor Gott, wenn sie nicht mit ihrem Nächsten versöhnt sind.

Ich kann nicht, oder ich will nicht, das wäre mir unangenehm, oder ich bin Sünder, ich bin zu schwach usw.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » So 2. Sep 2007, 20:30

@Johncom,
Es ist ja schön daß ´Mystik´ eigentlich nicht definiert werden kann.
Ja, genau, und davon wird hier reichlich geboten, von dem Widerwillen, sich zu definieren. Hier laufen ja schon Hekatomben von Mystikern im Forum herum.

Als ich fragte, was Sünde sei, oder nur die Gebote, da wurde es schon mystisch. Was man nicht weiß und was man nicht benennen kann, das weiß man auch nicht, das macht einen nicht heiß.

Da heißt es, du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Ein durchaus moralisches Gebot, aber selbst dieses wird in einem Mysterium gefasst, denn es wird nicht bei seinem Begriff genommen, sondern je vereinzelt. Nach dem Motto, man wolle hier und da diese Unsitte beiseite legen.

So wird das aber nichts werden, denn es gilt, den Grund der Lüge aufzudecken und das ist ganz leicht erledigt und dann ist sie von aller Mystik befreit.

Der Grund der Lüge ist die Vereinzelung. Nur aus vereinzelten Interessen kommt die Lüge. Das ist der vollständige Grund, und es gibt keinen weiteren.
Wer seine vereinzelten Interessen abgelegt hat, der kann nicht mehr lügen und der Weg dies zu meistern, ist die Versöhnung, oder die Versöhnlichkeit als Gesinnung.
Die Versöhnlichkeit ist das Ende der Lüge.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon onThePath » So 2. Sep 2007, 20:43

Original von Johncom
Das setzt vorraus daß man sich selbst - sowie Weltgeschehen - sowie Gott ... als etwas denkt (oder glaubt) was in Zeit passiert. Wie wirklich ist ´Zeit´ wirklich ? Ohne Frage ist Zeit der 100%ige Messrahmen für diese Welt, aber hat Gott, der Absolute .. der ja wohl völlig von dieser Welt und ihrer Zeit unabhängig ist, es nötig seine Geschöpfe für ihre Spielchen die in der Zeit stattfanden .. zu beurteilen ? Ist das wirklich alles ? Also in der Zeit möglichst gut die Gebote der Überlieferung zu befolgen um dann ´am Ende´ positiv beurteilt zu werden ?



Dabei ist mir eingefallen, daß es kein Spielchen ist, das Urteil Gottes über unser Verhalten.

In gewisser Weise sind wir die Baumeister unseres Schiksals und Gott läßt uns gewähren.
Was wir wählen zählt aber zu den Rubriken für Gott oder gegen Gott.

Was wir da aber im Laufe unseres Lebens an innerem Wesen gebaut haben, das beurteilt Gott.

Oh nein, das ist kein Spielchen, sondern eine Bewährung.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Gideon » So 2. Sep 2007, 20:53

Original von Scardanelli
@Johncom,
Es ist ja schön daß ´Mystik´ eigentlich nicht definiert werden kann.
Ja, genau, und davon wird hier reichlich geboten, von dem Widerwillen, sich zu definieren. Hier laufen ja schon Hekatomben von Mystikern im Forum herum.




Ich gehe nun davon aus, dass du weisst wovon du sprichst :D Oder sollten sich alle diese bei der Nase nehmen?
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Johncom » Mo 3. Sep 2007, 05:54

Original von onThePath
Original von Johncom
Das setzt vorraus daß man sich selbst - sowie Weltgeschehen - sowie Gott ... als etwas denkt (oder glaubt) was in Zeit passiert. Wie wirklich ist ´Zeit´ wirklich ? Ohne Frage ist Zeit der 100%ige Messrahmen für diese Welt, aber hat Gott, der Absolute .. der ja wohl völlig von dieser Welt und ihrer Zeit unabhängig ist, es nötig seine Geschöpfe für ihre Spielchen die in der Zeit stattfanden .. zu beurteilen ? Ist das wirklich alles ? Also in der Zeit möglichst gut die Gebote der Überlieferung zu befolgen um dann ´am Ende´ positiv beurteilt zu werden ?



Dabei ist mir eingefallen, daß es kein Spielchen ist, das Urteil Gottes über unser Verhalten.
In gewisser Weise sind wir die Baumeister unseres Schiksals und Gott läßt uns gewähren.
Was wir wählen zählt aber zu den Rubriken für Gott oder gegen Gott.
Was wir da aber im Laufe unseres Lebens an innerem Wesen gebaut haben, das beurteilt Gott.
Oh nein, das ist kein Spielchen, sondern eine Bewährung.


Hi oTp,

bitte genauer lesen ! Ich hatte das Wort ´Spielchen´ auf das bezogen was die Geschöpfe, also auch wir Menschen hier in diesem Leben machen. Wie wir miteinander umgehen, mit uns selbst, mit den Nachbarn, mit der Umwelt. Aber eigentlich wollte ich darauf hinweisen ob wir überhaupt wissen was Zeit ist. Ob Gott, der Ewige ... wirklich ´zeitliches´ beurteilt.

Gruß
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Johncom » Mo 3. Sep 2007, 06:06

Hallo Scardanelli,
Deine Antworten geben zu denken und danke dafür.

Original von Scardanelli Liebe ist ein Begriff und als dieser ist er abstrakt. Wenn man nichts tun möchte und zugleich alles, dann nimmt man sich die Liebe zur Brust.
Niemand soll lieben, sondern die ausgezeichnete Handlung der Liebe zeigen und die ausgezeichnete Handlung der Liebe ist die Versöhnung und ist es Versöhnung, dann ist sie am Montag nicht verloren gegangen.

Sogar in Römer 13 heisst es ´Bleibt niemand etwas schuldig, nur die Liebe schuldet ihr einander immer´. Immer .... ! Eine indische Mystikerin wurde von einem jungen Amerikaner gefragt ob irgendwas in diesem Universum wirklichen Wert hat, sie antwortete ´Die Liebe´. Was auch Korinther 13 sagt ´Die Liebe vergeht niemals´.

Warum die Liebe herunterrationalisieren auf ´Versöhnung´. Versöhnt sein, das sollte man doch längst, wie kann man sich denn sonst Gott gegenüber auf machen ? Du schreibst danach ´Jesus sagt, bevor du vor Gott trittst, versöhne dich erst mit deinem Nächsten.´ Ja genau. In der englische Übersetzung heißt der Nächste meistens ´der Nachbar´. ´Love Thy Neighbour´ ... In der heutigen psychologisch viel wacheren Zeit wird man wohl nicht umhin können, mit dem Nächsten auch sich selbst einzubeziehen. Also versöhne Dich mit Dir selbst und versöhne Dich mit dem Nächsten. :)

Original von Scardanelli Wenn man von sich sagt, was mir nicht alles ist, das ist mir nichts, dann fängt man erst gar nicht an, sondern ergeht sich in seiner Nichtigkeit.
Stimme voll überein.

Original von Scardanelli Versöhnung bedeutet, der Mensch ist von Natur aus nicht mit seinem Nächsten versöhnt, oder so findet sich jeder Mensch vor. Er findet sich als einer vor, der zuerst mit seinen eigenen Belangen beschäftigt ist, und seine eigenen Belange zu befriedigen, konkretisiert das, was zum Unversöhnlichen führt, denn meine Interessen gehen immer zu Lasten der Interessen meines Nächsten.
Im Christentum wird dies die Erbsünde genannt.
Die Erbsünde ist ein Mysterium, ein kleines Geheimnis. Welches nicht über den Verstand zu knacken ist, denn der Verstand selbst ist diese Erbsünde. Nicht die reine Ratio sondern der Ich-Trieb des Denkens, Sorgens, Wollens ... Und genau da kennen wir nur eine Kraft die das Ich-hafte durchbricht, das ist dann die Liebe. Nicht abstrakte Liebe, wir kennen die Liebe als natürliche Liebe (Eros) und die gleiche Kraft, wenn sie nicht auf eine bestimmte Person bezogen ist, sondern auf all und alles .. wird zu der Über-Liebe von der die meisten ´Mystiker´ berichten.

Original von Scardanelli Dieser Anweisung Jesu wird aber direkt durch das Handeln widersprochen, denn Menschen treten auch dann vor Gott, wenn sie nicht mit ihrem Nächsten versöhnt sind.
Und das ist wohl zu verstehen als eine Art Unreife. Die überwiegende Mehrheit der Mitmenschen hat oft nicht viel Lebenszeit damit verbracht, heilige Texte zu kontemplieren. Soviel Zeit haben ist ja schon Luxus, vielen reicht es kaum für die Butter aufs Brot und die Kinder auf eine gute Schule zu schicken.

Original von Scardanelli Als ich fragte, was Sünde sei, oder nur die Gebote, da wurde es schon mystisch. Was man nicht weiß und was man nicht benennen kann, das weiß man auch nicht, das macht einen nicht heiß.

Da heißt es, du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Ein durchaus moralisches Gebot, aber selbst dieses wird in einem Mysterium gefasst, denn es wird nicht bei seinem Begriff genommen, sondern je vereinzelt. Nach dem Motto, man wolle hier und da diese Unsitte beiseite legen.


Aber hallo, nur das bitte: Mysterium und Mystik haben nur ihre gemeinsame Wortsilbe, sie sind nicht das gleiche.

Die Website credo.de sagt: Das Wort Mystik kommt vom griechischen Verbum »myein« (die Augen schliessen), verwandt damit sind »mystes« (der Eingeweihte) und »mysterion« (das Geheimnis).


Falsches Zeugnis reden ´wider seinen Nächsten´ ist ein wirkliches Übel und kommt wahrscheinlich sehr nahe dem was die Sünde gegen den heiligen Geist benannt wurde. Übles reden an sich ist übel reden (auch) gegen das Heilige, also das was von Gott ist.

Original von Scardanelli Der Grund der Lüge ist die Vereinzelung. Nur aus vereinzelten Interessen kommt die Lüge. Das ist der vollständige Grund, und es gibt keinen weiteren.
Wer seine vereinzelten Interessen abgelegt hat, der kann nicht mehr lügen und der Weg dies zu meistern, ist die Versöhnung, oder die Versöhnlichkeit als Gesinnung.
Die Versöhnlichkeit ist das Ende der Lüge.
Ganz genau. Und die Versöhnlichkeit, also ´die ausgezeichnete Handlung der Liebe´ kann somit als der sicherste Weg benannt werden der zurück zum einen Gott führt.

Gruß

PS: Das Mystik kommt vom griechischen Verbum ´myein´ = die Augen schliessen,
verwandt damit sind ´mystes´ = der Eingeweihte
und ´mysterion´ = das Geheimnis
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » Mo 3. Sep 2007, 08:41

@Johncom,
Die Erbsünde ist ein Mysterium, ein kleines Geheimnis.
Die Realität, welche mit Erbsünde ausgedrückt wird, ist kein Geheimnis, kein Mysterium.

Wenn sie kein Geheimnis ist, dann wird man mit dem Offensichtlichen konfrontiert. Ist sie ein Geheimnis und man sagt von sich, man glaube sie, dann glaubt man nichts und bildet sich drauf noch etwas ein, dass man nichts glaube, was die anderen, die Bösen nicht glaubten und so unterscheide man sich.

Das Resultat ist: ohne sich zu unterscheiden, unterscheide man sich, das nenne ich mystisch und in der Tat Leerheit.
denn der Verstand selbst ist diese Erbsünde. Nicht die reine Ratio sondern der Ich-Trieb des Denkens, Sorgens, Wollens
Die Erbsünde bedient nicht das Ich, sondern den Schein des Ich. Dem Ich gilt alle Liebe, die Kraft der Liebe diene dem Ich, das Ich vollständig zu entwickeln.

Die Liebe steht gegen den Schein, dass ein Mensch das Ich wäre, denn das Ich sind mind. zwei Menschen und diese verbindet die Liebe zu einem. Insofern dient die Liebe dem Ich und löscht es nicht aus, sondern ganz im Gegenteil. Die Liebe bringt das wahre Ich hervor.

Das Ich ist alles, das wahre Ich, Gott ist Ich, Gott ist Person, das allgemeine Ich.

Liebe ist die Verbindung von zwei Getrennten, die füreinander nicht getrennt sind.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Johncom » Di 4. Sep 2007, 06:56



Original von Scardanelli Das Ich ist alles, das wahre Ich, Gott ist Ich, Gott ist Person, das allgemeine Ich.


Nun, dieser Satz ist schon ein Knüller. In früheren Zeiten von einer einflußreichen Person verkündet hätte er zum Brennholz oder Steine sammeln geführt. ´Gott ist Ich´ ... das hörte der Herr Bischoff aber nicht so gerne. :warn:

Und wenn man jetzt in die Aussagen der Mystiker schaut, sieht man da wird nicht viel anderes gesagt als eben daß Gott das eine Ich ist, b.z.w der Ursprung der vielen ´ichs´. Die in ihrem Wesen identisch sind mit dem einen Ich.

Ist Gott auch Person ? Ein zeitgenössischer Denker sagte Nein, denn Persona hieße Maske, also die Person sei die ´scheinbare´ Rolle oder Figur die wir Menschlein hier spielen, die wir irrtümlich für unser wahres Ich halten. Dieser Denker gab dem Wort Individuum den Vorzug, das nicht sichbare in uns sei wesentlich, die ´Person´ aber ... das ist eben unsere Begrenztheit, unser zeitweiliger Irrtum.

Original von Scardanelli Die Liebe steht gegen den Schein, dass ein Mensch das Ich wäre, denn das Ich sind mind. zwei Menschen und diese verbindet die Liebe zu einem. Insofern dient die Liebe dem Ich und löscht es nicht aus, sondern ganz im Gegenteil. Die Liebe bringt das wahre Ich hervor.


Also Du meinst das ´wahre Ich´ .. ja sicher. Richtig ist daß die Liebe zu einem Mitmenschen die Isolation des kleinen ängstlichen Ichs aufhebt, in der Liebe werden die Masken fallen. Aber vermutlich ist die Liebe unter zweien noch nicht die erhabene religiöse Liebe, die zum Nächsten oder zum Nachbarn. Denn der/die Nächste sind die Tausende die jedem im Leben begegnen. Gehst Du eine belebte Strasse entlang streifst Du Hunderte, und all die sind die zu Liebenden während der Stunde dieses Spaziergangs. Diese vielen Menschen ( .. auch Tiere, Pflanzen, Gegenstände) wollen ja nicht unbedingt umarmt werden, aber sie wünschen erkannt und akzeptiert zu werden.

Wenn Du aber des einen wahren Ichs bewusst bist, wirst Du alle Wesen unterwegs segnen .. einfach so und ohne es zu zeigen. Nur weil Du alle als Schöpfungen des einen Gottes siehst, so wie Du selbst, oder ? - Ich meine die Liebe die von Gott kommt ist für alles, eine zweisame Liebe ist nicht ´ungöttlich´ aber wie man sieht wird die über eine brave persönliche Beziehung nicht hinausgehn. (Wobei nichts gegen eine wahrhaftige Ehe gesagt werden soll !)

Original von Scardanelli Die Erbsünde bedient nicht das Ich, sondern den Schein des Ich. Dem Ich gilt alle Liebe, die Kraft der Liebe diene dem Ich, das Ich vollständig zu entwickeln.
Wobei man sich logischerweise noch fragen kann, warum das Ich, das wahre Ich ... noch einer Entwicklung bedarf. Ist sich das Ich sich selbst noch nicht genug ?

Lieben Gruß !
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » Di 4. Sep 2007, 08:37

@Johncom,
Also Du meinst das ´wahre Ich´ .. ja sicher. Richtig ist daß die Liebe zu einem Mitmenschen die Isolation des kleinen ängstlichen Ichs aufhebt, in der Liebe werden die Masken fallen.
In aller Regel wird dann, wenn man einen Begriff gebraucht, immer Wahrheit unterstellt, also wenn jemand das Ich meint, dann ist es überflüssig noch das wahre hinzuzufügen.

Kein einzelner Mensch hat die Möglichkeit, aus sich die Liebe herzustellen. Es gibt keine Operation, mit der dies ein Mensch bewerkstelligen kann.
Wenn sich ein Mensch entschließt, jetzt alle Menschen zu lieben, dann ist noch nicht Liebe, denn ein Mensch ist ganz hilflos.
Jeder einzelne Mensch ist, was er ist, durch einen anderen Menschen. Das ist die Beleidigung die jeder Mensch verkraften muss.
Der Beginn der Erleuchtung des Menschen, um diesen pathetischen Ausdruck zu gebrauchen, ist, dass er verinnerlicht, dass er durch seine Mitmenschen ist.
Alle, was der einzelne Mensch wesentlich ist, ist ihm vermittelt, auch die Sündevergebung. Wahre Sündenvergebung ist für jeden einzelnen Menschen durch seinen Nächsten vermittelt. Wesentlich kann ein Mensch ohne seine Mitmenschen gar nichts tun.
Ist Gott auch Person ? Ein zeitgenössischer Denker sagte Nein, denn Persona hieße Maske, also die Person sei die ´scheinbare´ Rolle oder Figur die wir Menschlein hier spielen, die wir irrtümlich für unser wahres Ich halten.
Sicher ist Gott Person. Ohne Person, keine Bestimmung und ohne Bestimmung das Chaos.
Der Mensch ist eine Person als viele Menschen und damit das nicht ins Chaos übergeht, sind die Vielen in dem einen, in Gott gehalten.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Johncom » Mi 5. Sep 2007, 06:36

Original von Scardanelli
Also Du meinst das ´wahre Ich´ .. ja sicher. Richtig ist daß die Liebe zu einem Mitmenschen die Isolation des kleinen ängstlichen Ichs aufhebt, in der Liebe werden die Masken fallen.
In aller Regel wird dann, wenn man einen Begriff gebraucht, immer Wahrheit unterstellt, also wenn jemand das Ich meint, dann ist es überflüssig noch das wahre hinzuzufügen.


Wenn jemand das Ich meint dann ´meint´ er es, er spricht seine eigene Idee über das Ich aus. Diese Idee über das Ich ist deshalb noch nicht jedermans Wahrheit, gell ? Frage in diesem Forum herum, oder in Deiner Wohngegend und Du wirst verschiedene Ansichten über das Ich hören. Besonders über das ´wahre Ich´ im religiösen oder im philosophischen Sinne. Über das Ich im persönlich-sozialen Aspekt gibt es keinen Zweifel: Klar, ´ich´ bin der Herr Maier. Aber wenn Du mal fallen lässt ´Gott ist Ich´, kann das schon Verwunderung auslösen.

Original von Scardanelli Kein einzelner Mensch hat die Möglichkeit, aus sich die Liebe herzustellen. Es gibt keine Operation, mit der dies ein Mensch bewerkstelligen kann.
Wenn sich ein Mensch entschließt, jetzt alle Menschen zu lieben, dann ist noch nicht Liebe, denn ein Mensch ist ganz hilflos.
Jeder einzelne Mensch ist, was er ist, durch einen anderen Menschen. Das ist die Beleidigung die jeder Mensch verkraften muss.
Der Beginn der Erleuchtung des Menschen, um diesen pathetischen Ausdruck zu gebrauchen, ist, dass er verinnerlicht, dass er durch seine Mitmenschen ist.

Ach diese ´Beleidigung´ muss der Mensch verkraften: Er ist nichts ohne die Natur, ohne die Tiere, die Pflanzen, die Mineralstoffe, die Luft und das Wasser von denen er Leben nimmt, das vergessen wir oft. Aber im Grunde stimme ich Dir zu, jeder Einzelne ist nur ein kleines Glied der ganzen .. ich würd sagen, der ´planetarischen Entwicklung´. Niemand war jemals für sich alleine, alles was wir bekommen, gerade das Geschenk der Liebe und der Einsicht, sollten wir auch als Geschenk belassen, denn nur so bleiben wir vom ´Dämon Stolz´ geschützt. Genau diese Stolz würde wieder das zurücknehmen wozu wir hätten werden können, nämlich zu Liebenden.

Original von Scardanelli Alle, was der einzelne Mensch wesentlich ist, ist ihm vermittelt, auch die Sündevergebung. Wahre Sündenvergebung ist für jeden einzelnen Menschen durch seinen Nächsten vermittelt. Wesentlich kann ein Mensch ohne seine Mitmenschen gar nichts tun.
Hm ... ja. Dann gibt aber auch die Situation in der sich wohl die Mehrheit der Menschen befindet, nämlich man ist umgeben mit Legionen von ´Nächsten´, die einen den ganzen Tag zuquasseln mit hohlem Alltagskram. Und um in der Erkenntis des ´wahre Ichs´ zu wachsen und auch in der wahren Liebe sollte Mensch die Möglichkeit nutzen, sich regelmässig ins stille Kämmerlein zurückzuziehn. Auch der Rückzug ins Kämmerlein ist von der Umwelt ´abgesegnet´.

Ist Gott auch Person ? Ein zeitgenössischer Denker sagte Nein, denn Persona hieße Maske, also die Person sei die ´scheinbare´ Rolle oder Figur die wir Menschlein hier spielen, die wir irrtümlich für unser wahres Ich halten.
Original von Scardanelli Sicher ist Gott Person. Ohne Person, keine Bestimmung und ohne Bestimmung das Chaos.
Der Mensch ist eine Person als viele Menschen und damit das nicht ins Chaos übergeht, sind die Vielen in dem einen, in Gott gehalten.
´Der Mensch ist eine Person als viele Menschen ..´ gut gesagt !! :)

.... Ob Gott selbst wieder Person ist in unserem Sinne, also so wie sich unsere Menschengehirne ´Person´ denken, ist fraglich. Der Christ lernte ´Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen ..´ Das Konzept, Gott als Person zu sehen, anzurufen ... ist ein stimmiger Weg. Andere Wege seien zu respektieren, das kann auch Ausdruck sein von ´Liebe´.

Gruß











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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » Mi 5. Sep 2007, 09:51

@Johncom,
Wenn jemand das Ich meint dann ´meint´ er es, er spricht seine eigene Idee über das Ich aus. Diese Idee über das Ich ist deshalb noch nicht jedermans Wahrheit, gell ?
Das Ich ist etwas Bestimmtes. Was jedermann über das Ich denkt, rührt das, was das Ich ist, nicht. Wenn jemand über das Ich Aussagen macht, dann ist das Ich das Objekt und je nachdem, ob diese Aussagen wahre sind, wird er sich nicht in Widersprüche verfangen. Weil das Ich etwas ganz Bestimmtes ist, ist es nicht möglich, irgendetwas über das Ich zu sagen, will es vernünftig sein. An sich ist es möglich, alle falschen Aussagen über das Ich aufzudecken und damit bloßzustellen.
.... Ob Gott selbst wieder Person ist in unserem Sinne, also so wie sich unsere Menschengehirne ´Person´ denken, ist fraglich. Der Christ lernte ´Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen ..´
Wenn es um Gott gehe, da müsse der Mystiker ran, ist auch eine Art von Bild, weil man etwas ganz Bestimmtes voraussetzt, irgendetwas extrem Elitäres, dass so elitär ist, dass man es sich noch nicht einmal selbst sagen kann. Dabei ist die Vernunft ohne weiteres in der Lage, Gott ganz ohne Bild vorzustellen und zwar sehr bestimmt.

Person ist der Ausdruck für bestimmten Geist, Geist der sich selbst Gegenstand ist. Und generell tritt der Geist in drei Formen auf. Er ist Allgemein, das ist der Vater, er besondert sich, das ist der Sohn und er vereinzelt sich, das ist der Mensch und der konkrete Gott ist, wenn man alle diese drei zusammenfasst, das also organisch macht. Das ist das ganze Geheimnis und dazu braucht niemand einen Mystiker.

Alle meine Argumente in diesem Forum, gründen sich auf dieser Form, die so etwas wie ein Universalschlüssel ist.

Wir haben hier ja eine Gemeinde von Christen, die behaupten, Gott und Mensch, das sind zwei, die nichts gemeinsam haben, das sind sich zwei Fremde. Das ist urkomisch, wenn man dann bedenkt, das Gott Mensch wird, denn das läuft dieser devoten Haltung direkt in die Quere und weil das so ist, werden lauter Widersprüche produziert. Es ist einfach nicht gut möglich, sich irgendetwas über die göttlichen Dinge auszudenken.

Was ich hier schon gesehen haben – in zwei Sätzen werden nicht nur zwei, sondern gleich drei Widersprüche produziert, weil man an bestimmten Zöpfen festhalten will.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » Mi 5. Sep 2007, 10:03

Einer dieser Zöpfe ist z. B. Paulus. Paulus, der ist zuerst als ein Mensch bestimmt und als dieser ist er vereinzelter Mensch. Er gehört also zuerst der Form der Vereinzelung des Geistes an. Das liegt also erst mal vor, das muss Paulus nicht beweisen, denn das ergibt sich aus der Sache selbst.

Dann wird gesagt, Paulus sei mehr als nur Vereinzeltes, Paulus sei die Stimme Gottes. Das muss Paulus beweisen, denn zumindest in der Erscheinung kommt uns Paulus nicht vor, als wenn er Gott wäre.

Es ist wahr, dass Paulus aus dem Stand der Vereinzelung etwas über Gott sagt, über die göttlichen Dinge und ob das jetzt dort hinreicht, diesem gerecht wird, dass muss er beweisen und das ist möglich.

Dagegen ist die Stellung: ich muss Paulus glauben, falsches Bewusstsein, denn Paulus ist vereinzelter Mensch und dem Vereinzelten ist gar nichts zu glauben, denn das Vereinzelte muss beweisen, wobei es gut möglich ist, dass Vereinzeltes tatsächlich beweisen kann, Göttliches vorgestellt zu haben. Es ist möglich, aber es versteht sich nicht von selbst, wie sich von selbst verstanden hat, dass Paulus der Form der Vereinzelung angehört. Dies muss Paulus nicht beweisen.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Johncom » Do 6. Sep 2007, 06:29

Original von Scardanelli
.... Ob Gott selbst wieder Person ist in unserem Sinne, also so wie sich unsere Menschengehirne ´Person´ denken, ist fraglich. Der Christ lernte ´Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen ..´
Wenn es um Gott gehe, da müsse der Mystiker ran, ist auch eine Art von Bild, weil man etwas ganz Bestimmtes voraussetzt, irgendetwas extrem Elitäres, dass so elitär ist, dass man es sich noch nicht einmal selbst sagen kann. Dabei ist die Vernunft ohne weiteres in der Lage, Gott ganz ohne Bild vorzustellen und zwar sehr bestimmt.


Ich würde nie sagen, es ´müssen´ immer Mystiker ran. Für jeden ... Man sollte auch beachten daß Mensche unterschiedlich begabt sind, nicht für jeden ist ´der Weg des Wissens´ der richtige zur Gottannäherung. Im übrigen, viele Mystiker ... wahrscheinlich die meisten, haben das elitäre Getue streng abgewiesen.

Hm .. also die Vernunft. Der Punkt ist doch daß einem die eigene Gotteserkenntnis so logisch erscheint. Man möchte sie verdeutlichen, sie den Menschengenossen weitergeben, aber ? Nach einiger Zeit stellt man fest daß dieses absolut logische Gottbild (wie es für einen selber ist) gar nicht von allen gleichermassen aufgenommen wird, verstanden wird. Warum eigentlich ? Ist es so daß man an ihren Belangen etwas vorbeigeredet hat ?

Ist wohl off-topic jetzt: Ich sah zufällig im Fernsehn den neuen Star der Sinnsucher Szene in einer Talkrunde, Anselm Grün. Der predigt scheinbar erstmal gar nichts, genau weiß ichs nicht da ich noch nichts von ihm gelesen hab. Was mir in den 10 Minuten zuschauen aber auffiel, ist daß er einfach sehr gut zuhört und einen spontanen ´Ich versteh Dich´ - Eindruck vermittelt.

In dieser Zeit sind solche Gespräche mit einem Seelsorger, der zwar nie viel Zeit hat, aber wenn er da ist, dann mit ganzer Aufmerksamkeit für das ´Du´ ... einfach kostbar. Ergo: Weisheit und glasklare Erkenntnis sind das eine, das andere ist daß sich ein Mensch, der im Alltagsleben verstrickt ist, mit seinen Fehlerchen und Nöten angenommen fühlen will, eigentlich Trost sucht. Trost ist wie ein Segen. Ja, vermutlich steht vor allem religiösen Vertehen der Seelentrost, die ´Heilung´. Oder so: Belehrung und Tröstung gehen Hand in Hand.

Und wieder off-topic ... so mag der Zulauf für die asiatische Mystik zu verstehen sein, weil Sinnsucher dort öfters den Heiler und den Lehrer in der einen Person wieder finden ? - Berichtigung: Das ist ja keine fernöstliche Sehnsucht, denn ´unser Jesus´ war ja auch beides, also Heiler/Lehrer in einer Person. Wo er erkannt wurde, breitete sich Tröstung aus .. einfach durch sein Wesen.

Original von Scardanelli Person ist der Ausdruck für bestimmten Geist, Geist der sich selbst Gegenstand ist. Und generell tritt der Geist in drei Formen auf. Er ist Allgemein, das ist der Vater, er besondert sich, das ist der Sohn und er vereinzelt sich, das ist der Mensch und der konkrete Gott ist, wenn man alle diese drei zusammenfasst, das also organisch macht. Das ist das ganze Geheimnis und dazu braucht niemand einen Mystiker.

Alle meine Argumente in diesem Forum, gründen sich auf dieser Form, die so etwas wie ein Universalschlüssel ist.
Respektabel. Das braucht noch etwas bei mir um diesem Lehrbild nachzusinnen, es behutsam aufzuschlüsseln. Dank U well. :)


Original von Scardanelli Wir haben hier ja eine Gemeinde von Christen, die behaupten, Gott und Mensch, das sind zwei, die nichts gemeinsam haben, das sind sich zwei Fremde. Das ist urkomisch ...
Urkomisch ist so einiges. Als ich diese Internet Christengemeinde zum ersten Mal querlas, war ich geschockt von der ganzen Teufelsgläubigkeit. Threads wie ´Kommt die Hühnergrippe vom Satan ?´ Oder gings um Hühneraugen .. ? Aber wie dem auch sei, auch Gemeinde von Christen bestehn aus Individuen, im Kern ist jeder .. auch sogenannte Atheisten, ein Sucher nach dem Ewigen. Jeder kommt zurück zum Vater, jeder zu seiner Zeit. :)

Gruß
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Wolfi » Do 6. Sep 2007, 07:52

Guten Morgen Johncom

Aber wie dem auch sei, auch Gemeinde von Christen bestehn aus Individuen, im Kern ist jeder .. auch sogenannte Atheisten, ein Sucher nach dem Ewigen. Jeder kommt zurück zum Vater, jeder zu seiner Zeit. :)

Jeder ein Sucher nach dem Ewigen?- Ich muss gestehen, dass meine Suche bis anhin nicht auf einen derartigen Horizont ausgerichtet war.
Durch unser Sein beeinflussen wir nicht bloss die Gegenwart, sondern legen damit auch gleichzeitig einen Baustein für die Zukunft (die eigene, wie auch jene von Anderen). Da wir in einer "freien Marktwirtschaft" leben, liegt es an uns, zu schauen und zu entscheiden, was für Bausteine wir hierfür verwenden. Wer nun zugehörig zu einer Religion ist, dem ist es eigentlich untersagt, sich selber auf dem Markt umzusehen. Und schon gar nicht steht im eine freie Entscheidung zu. Denn wer sich über gesteckte Grenzen hinaus wagt, der bricht mit der Gemeinschaft. Und dann?- Wohin mit seinen Sorgen, wohin mit Trauer, Wut und Verzweiflung?- Woher die Hoffnung auf "bessere Zeiten" nehmen?- Wer oder was könnte da ausreichend Alternativen bieten, damit nicht eine grosse Anzahl Menschen plötzlich amok laufen würde?-
Trotzdem scheint einmal mehr in der Menschheitsgeschichte eine grosse Um-/Neuorientierung stattzufinden. Wahrscheinlich kriegt ein Jeder von uns bald mal von der Obrigkeit einen massgeschneiderten Pillen-Cocktail, den wir uns zum Frühstück vor der Web-Cam reinpfeifen dürfen, um dann auch für den Tag "gut" über die Runden zu kommen ...
A propos "Frühstück": Tschüss denn; bis später ...
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » Do 6. Sep 2007, 10:24

@Johncom,
Ich würde nie sagen, es ´müssen´ immer Mystiker ran. Für jeden ... Man sollte auch beachten daß Mensche unterschiedlich begabt sind, nicht für jeden ist ´der Weg des Wissens´ der richtige zur Gottannäherung. Im übrigen, viele Mystiker ... wahrscheinlich die meisten, haben das elitäre Getue streng abgewiesen.
Etwas ist wesentlich elitär oder nur scheinbar. Wenn etwas wesentlich elitär ist, dann spielt es keine Rolle, ob das abwiesen wird oder nicht, denn das ändert nichts am Elitären. Wenn also jemand elitären Inhalt hat, dann ändert auch eine Abweisung daran nichts. Mystik ist an sich elitär.

Der wahre Weg zu Gott darf nicht elitär sein, denn das wäre systematische Prädestination und Prädestination ist an sich unwahr, weil sie den Menschen als unfrei voraussetzt.

Nicht elitär ist dieses, einer lebt es vor und alle sollen so leben indem sie es abschauen. Was hat dieser getan, das muss jeder Mensch tun.

Frei ist der Mensch, wenn er allgemein Gültiges aus eigenem Entschluss tut, und dies, was er tut, muss machbar sein.

Die schönste Erkenntnis ist nutzlos, wenn sie nicht Erkenntnis aller werden kann.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Wolfi » Do 6. Sep 2007, 18:07

@ Scardanelli :

Der wahre Weg zu Gott darf nicht elitär sein, denn das wäre systematische Prädestination und Prädestination ist an sich unwahr, weil sie den Menschen als unfrei voraussetzt.

Nun, gewisse Prädestinationen unterliegen wir aber doch alle?- Sowie wir geboren werden, steht fest, dass wir auch eines Tages wieder sterben werden. Ebenso der ganze Alterungsprozess, der Auf- und Abbau unseres Körpers. In den Genen wächst doch einiges in uns, was dieses oder jenes vorher bestimmt?-

Nicht elitär ist dieses, einer lebt es vor und alle sollen so leben indem sie es abschauen. Was hat dieser getan, das muss jeder Mensch tun.

Nun ja, wenn das ein jeder Mensch tun muss, dann klingt das doch schon wieder irgendwie elitär?- Abschauen ist ja schön und gut, aber wie weit reicht das?- Wie weit bringt das den Einzelnen voran?- Erst durch das eigene Hinzutun, Experimentieren, Erkunden, Erforschen, wird´s doch dann auch zu etwas Speziellem?-

Frei ist der Mensch, wenn er allgemein Gültiges aus eigenem Entschluss tut, und dies, was er tut, muss machbar sein.

Tja, und ob etwas nun machbar ist oder nicht, das weiss man eben oftmals erst, wenn man´s auch probiert hat. Und selbst wenn´s dann in die Hosen ging, vielleicht kommt schon morgen von irgendwo die Lösung für das, was damals zum Scheitern führte ...
Ach ja, von wegen "allgemein gültig": Für die Christgemeinschaft müsste ja eigentlich Allgemeingültigkeit haben, was in der Bibel steht?- Oder ist dem vielleicht nicht so, weil die Kirche ja eben leider diese systematischen Prädestination als Dogma in sich trägt?-

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Das siehst Du so, lieber Scardanelli, das sehe ich so und das sehen auch noch ein paar Andere hier so. Aber leider wehren sich halt viele Menschen gegen gewisse neue Erkenntnisse. Sie machen ihnen Angst, weil sie Angst haben, dadurch Dieses oder Jenes verlieren/preisgeben zu können/müssen. Da fällt mri gerade ein: Weiss Jemand zufällig, wo Josef/A abgeblieben ist?- Tja, Religion hat nun mal mit Mystik zu tun. Und nicht Jeder kommt mit dem Umgang damit gleich gut zurecht ...
Schönen Abend allerseits!
lg, wolfi
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » Do 6. Sep 2007, 22:15

@Wolfi,
mir scheint, du verwechselst Prädestination mit Bestimmung. Die Prädestination ist sozusagen verwilderte Bestimmung, weil sie diesen Begriff anarchisch nimmt, also chaotisch.

Prädestination bedeutet, von außen gelangt Bestimmung nach dem Zufallsprinzip nach innen, wobei die eine Bestimmung im Widerspruch zur andere ist. Das ist chaotisch.

Bestimmung im Falle des Lebens ist dagegen, eine Wahl zu treffen und zwar aus eigenem Antrieb und von außen bedeutet es, die Wahl nicht nach zwei Seiten, sondern nur nach einer zu beeinflussen.

Die Aussage: Gott will, dass alle Menschen gerettet werden, steht im Widerspruch zur Prädestination, denn wenn Gott das eine will, kann er nicht einen Teil, der diesem Willen entspricht, davon ausschließen und das Gegenteil von Rettung verursachen. Damit würde Gott seinen eigenen Willen korrumpieren.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Wolfi » Fr 7. Sep 2007, 04:52

Guten Morgen Scardanelli
Danke für Deinen Hinweis! Ja, ich scheine Prädestination tatsächlich etwas falsch verstanden zu haben.
Als ich jedoch soeben aufgrund Deiner Bemerkung etwas "googeln" ging, stolperte ich tatsächlich über ein Buch "Prädestination durch die Gene". Ob der Schreiber den Begriff auch verwechselt hat, oder ob da tatsächlich eine Prädestination darin gesehen werden kann?-
Du schreibst zwar, bei der Prädestination im Leben werde eine Wahl aus eigenem Antrieb getroffen. Muss dem wirklich so sein?- Reicht es nicht aus, wenn meine Erzeuger eine solche Wahl getroffen haben und mir den entsprechenden Gen-Cocktail zukommen lassen?-
Einen schönen Tag auch!
lg, wolfi
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Johncom » Fr 7. Sep 2007, 06:04

Original von Scardanelli
@Johncom,
Ich würde nie sagen, es ´müssen´ immer Mystiker ran. Für jeden ... Man sollte auch beachten daß Mensche unterschiedlich begabt sind, nicht für jeden ist ´der Weg des Wissens´ der richtige zur Gottannäherung. Im übrigen, viele Mystiker ... wahrscheinlich die meisten, haben das elitäre Getue streng abgewiesen.
Etwas ist wesentlich elitär oder nur scheinbar. Wenn etwas wesentlich elitär ist, dann spielt es keine Rolle, ob das abwiesen wird oder nicht, denn das ändert nichts am Elitären. Wenn also jemand elitären Inhalt hat, dann ändert auch eine Abweisung daran nichts. Mystik ist an sich elitär.

Der wahre Weg zu Gott darf nicht elitär sein, denn das wäre systematische Prädestination und Prädestination ist an sich unwahr, weil sie den Menschen als unfrei voraussetzt.


Machst Du nicht jetzt auch die Trennung zwischen Mensch und Gott ? Du sagst ´der Weg zu Gott´. In diesem Punkt sieht der Mystiker den Menschen als längst ´in´ oder ´bei´ Gott. Für ihn sieht es so aus, als habe der Mensch irgendwann vergessen daß er immer in Gott war, nie getrennt. Mein Bild ist eher daß der Mystiker, der ´Heilige´ oder der Erwachte .... einer der wenigen wirklich erwachsenen ist.

Beispiel: Als Vater oder Mutter beaufsichtigst Du die kleinen Kinder im Sandkasten. Ein Streit aus heiterem Himmel, Dein Kind kommt weinend angelaufen weil ihm der Spielkamerad eine Schippe Sand ins Gesicht geschleudert hat. Du beruhigst erstmal und zeigst Verständnis in der Sprache die Dein Kind versteht. Dein Kind ist noch aufgewühlt und kann sich nicht vorstellen daß der Konflikt in 30 Minuten vergessen ist, spätestens am folgenden Tag. Du weisst es. Du ´überschaust´ das Ganze.

Der Mystiker lernte durch Beobachtung, Meditation was auch immer ... das alles so wie es ist, gut ist und gewollt. Daß Konflikte passieren, aber nur in der Zeit.

Mystik ist elitär aber z.B. bewusstes Christentum, wie es von vielen Forumsteilnehmern beschrieben wird, ist auch elitär. Denn in fast jedem Haushalt steht eine Bibel im Regal, und doch sind es nur etwa 1% der Bevölkerung, die täglich ernsthaft in der Bibel studieren. Jeder kann/könnte das Fernsehn abschalten und sich in die Bibel vertiefen. Und so auch was die sogenannte Mystik betrifft, Autoren wie Eckhart Tolle oder Anselm Grün (falls das Mystiker sind .. ) liegen in vielen Läden aus, aber nur ein bestimmter Teil der Bevölkerung fühlt sich angesprochen. Will nur sagen, ob es Glaube ist oder das ´Wachsen duch mystische Lehren´, die Lernangebote sind überall vorhanden, und entsprechend Neigung und Reife werden sie von Interessierten aufgenommen.

Original von Scardanelli Nicht elitär ist dieses, einer lebt es vor und alle sollen so leben indem sie es abschauen. Was hat dieser getan, das muss jeder Mensch tun.

Frei ist der Mensch, wenn er allgemein Gültiges aus eigenem Entschluss tut, und dies, was er tut, muss machbar sein.

Die schönste Erkenntnis ist nutzlos, wenn sie nicht Erkenntnis aller werden kann.
Und witzigerweise gibt es viel Erkenntnis bei ganz einfache Leuten, die nicht unbedingt in die Kirche gehn oder mystische Bücher lesen. Gerade bei älteren Menschen. Wenn man ihnen Zeit gibt und zuhört geben sie gerne von ihrer Erkenntnis ab.

´Der wahre Weg zu Gott darf nicht elitär sein´ ... Genau, und wer hat das besser demonstriert als Jesus ! :]

Gruß
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Johncom » Fr 7. Sep 2007, 06:21

Hi Wolfi,

welche Obrigkeit sollte uns einen massgeschneiderten Pillen-Cocktail jeden Tag verabreichen ? In der freien Markwirtschaft zählt doch das, was sich jeder selbst zusammenmischt. Aber trotzdem ... interessante Vorstellung.
Original von Wolfi Wer nun zugehörig zu einer Religion ist, dem ist es eigentlich untersagt, sich selber auf dem Markt umzusehen. Und schon gar nicht steht im eine freie Entscheidung zu. Denn wer sich über gesteckte Grenzen hinaus wagt, der bricht mit der Gemeinschaft.

Religionen welche ihren Anhängern Vorschriften machen, ihnen Gewissensschranken anlegen damit ja nicht außerhalb gesucht wird .. solche Religionen müssen wohl ´Sekten´ sein. Kleine Möchtegern-Religionen ?

Hey ich fand Deinen Beitrag lustig. :D Lass Dir Dein Frühstück schmecken und schönen Tag !
Gruß
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Scardanelli » Fr 7. Sep 2007, 08:44

@Wolfi,
bei der Prädestination im Leben werde eine Wahl aus eigenem Antrieb getroffen. Muss dem wirklich so sein?
Ob der Mensch durch seine Gene determiniert ist, ...

Wenn der Mensch, durch seine Gene determiniert ist, bedeutet, auch die Frage, ob er es sei, muss durch seine Gene determiniert sein.

Die Reflexion ist immer und in jedem Fall das Überschreiten der Grenze dessen, was befragt worden ist. Schon das der Mensch fragt, ob er vollständig durch seine Gene determiniert sei, bedingt, dass er es nicht mehr ist. Diese Frage ist nur möglich, wenn der Mensch nicht vollständig durch seine Gene determiniert ist.

Der Mensch ist nicht vollständig durch seine Gene determiniert, denn wenn er es wäre, dann wüsste er es nicht. Vollständig determiniert ist man nur von dem, was man nicht weiß.

Prädestination bedeutet, Gott macht dich entweder zu einem Kind des Lichtes oder zu einem Kind der Finsternis.
Das entspricht aber nicht dem Wesen des Menschen, denn ein Kind der Finsternis kann das reflektieren und ist damit sofort mit einem Bein bei den Kindern des Lichtes.
Die Reflektion: ich bin die Finsternis, ist schon die angebrochene Umkehr.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Nikola » Mi 9. Apr 2008, 19:54

Habe mich gerade erst registriert und würde gerne auch darauf stellung nehmen. :-)

Original von Lamdil

Schwafelst du sie zu mit deinen eigen Vorstellungen von Höllenqualen und anderen vermeintlichen Bedrohungen für Andersgläubige (vielleicht sogar Irrgläubige in deinen Augen)?


Ich halte mich grundsätzlich mit meinen Vorstellung sehr zurück, bei anders wie auch gleichgläubigen Mitmenschen. Zum einen kann ich nicht über etwas sprechen, dass ich selbst nicht erlebt habe und auch keine Vorstellung habe, zum anderen finde ich, muss jeder für sich selbst sein Bild machen oder verstehen.
Für mein Empfinden bin ich nicht von einer Hölle im Klassischem sinne überzeugt. Ausser vielleicht von einer Hölle auf Erden die einen treffen kann, wenn man böses tut. Ich glaube fest daran, dass alles was man tut auch auf einen irgendwann im Leben zurückfällt, ob böses oder gutes. Früher oder später.

Original von Lamdil
Worauf stützt du deinen Glauben, dass ausgerechnet dein Weltverständnis richtiger ist als das deines Nächsten?


Ob mein Verständniss richtig oder falsch ist, dass weiss ich nicht. Geschweige den weiss ich, ob mein Glaube richtiger ist oder nicht.
Grundsätzlich stütze ich mich auf das gelesene und das was mir von meinen Eltern mitgegeben wurde, bzw. versuche ich darauf aufzubauen indem ich meine Erfahrungen und mein Empfinden dazuadiere auf der basis tue niemandem das an was du selbst nicht willst das man dir antut oder eben umgekehrt.

Original von Lamdil
Kalkulierst du die Möglichkeit mit ein, selbst im Irrtum zu sein, oder bist du selbstherrlich genug, dich über jeden Irrtum erhaben zu sehen?


Ich empfinde mein Leben als Lernprozess, eine Chance aus mir einen guten Menschen zu machen, meine Ansichten und Empfindungen können natürlich falsch sein, oder nicht ganz richtig, aber gleichzeitig vertraue ich auf Gott, dass er mir den richtigen Weg zeigen möge, ich meinerseits versuche offen und auch gleichzeitig skeptisch zu bleiben.



Abschliessend möchte ich gerne dazu sagen, dass mein Posting nur meine Empfindungen wiederspiegeln.
Bin wirklich offen für Kritiken und Fragen.

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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Naqual » Do 10. Apr 2008, 19:13

@ Nikolai

Bin wirklich offen für Kritiken und Fragen.


Habe nur keine Kritik und keine Fragen! Könnte Deinen Beitrag einfach insgesamt unterschreiben. :)

Hoffe, Du bleibst länger im Forum und ein eifriger Schreiber!

Grüße
Naqual
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Teodulija » Do 10. Apr 2008, 23:49

Hallo Nikola.

eine frage, bist du Orthodox?

wenn ja, wirst du es nicht leicht haben hier...


(spreche aus erfahrung...)

Hristos voskrese iz smerti, smerti vo smert po plav, Hristovo zivo groblje, zivot darova.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Nikola » Fr 11. Apr 2008, 22:57

@Naqual
Dankeschöön... :)

@Teodulija (Pomoz Bog)

In erster Linie würde ich mich als Christ bezeichnen, von der Konfession, die mir meine Eltern im speziellen meine Mutter "möge Sie in Frieden ruhen" mitgegeben haben, bin ich Orthodox, somit kann ich deine Frage mit ja beantworten.

Ob ich, oder irgend jemand, hier im Forum, oder auch draussen im Leben es schwer hat/haben wird, hängt meiner Meinung nach immer von einem selber ab. Völlig belanglos welcher konfession man/frau ist.

Ab dem Zeitpunkt, an dem ich Probleme auf andere oder anderes Projeziere, drücke ich mich selbst vor der Verantwortung für mein Tun und Handeln.

-Gott ist schuld weil es mir schlecht geht
-Die Kirche ist schuld weil ich meinen Glauben verliere
-Meine Konfession ist schuld weil ich es schwer habe
-Mein Chef ist schuld weil es mir bei der Arbeit nicht gut geht
-Mein sowieso ist schuld weil... usw. usw. usw.

Wenn ich es also hier im Forum, wie du mir prophezeist, es schwer haben werde, dann bin ich überzeugt wird es allein an mir liegen. Und nicht an meiner Konfession.

Meine Erfahrung hat mich bis jetzt geleert, dass wenn ich offen, ohne Hintergedanken, mit Respekt und "Liebe" Menschen begegne, ich dan nie Probleme hatte mit denen.


Fanatiker, Rassisten, Frustrierte, Gewalttätige, usw. gibt es leider überall aber auch mit denen kann man sich unterhalten, wenn man auf sie wie oben beschrieben zugeht. Was zugegeben mir oft schwer fällt, aber dan liegt es wiederum bei mir, dass es nicht klappt und nicht bei denen.

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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Teodulija » So 13. Apr 2008, 13:16

Bog ti pomogo, Bruder.


Ich wollte dich nur darauf afmerksam machen, dass hier rein gar nichts gehalten wird von unserer unveränderter Tradition, ebenso nichts von den Kirchenvätern der ersten Jahrhunderte (die übrigens die Bibel geschrieben haben!).

Darum meinte ich es mit "schwer haben".

Ein bisschen offtopic: In welcher Gemeinde bist du?


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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Nikola » Mo 14. Apr 2008, 21:46

Teodulija

Traditionen, verändert oder unverändert, sind doch nicht Wichtig, ob man jetzt die Bibel auf deutsch, griechisch, lateinisch, oder sonst in einer Sprache liest, ob man die Feiertage nach julianischem oder gregorianischem Kalender feiert, auch nicht.
Jeder zelebriert sein Christentum auf seine eigene Art und Weise, so wie es ihn/sie die eigenen Eltern geleert haben, oder er/sie sich dazu entschieden haben.
Aber am Ende feiern wir doch alle die selben Weinachten, das selbe Ostern, die selbe Auffahrt und Pfingsten, beten die selben Gebete. Der Karfreitag hat doch für alle Christen die selbe traurige Bedeutung.

Das ist es was ich Wichtig finde und nicht die Politischen Entwicklungen die das Christentum gemacht hat.

Vielleicht ist es deine Sichtweise und nicht deine Konfession die dir das Leben hier im PB schwer macht?
Meine das jetzt nicht böse, aber versuch das ganze doch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Lieben Gruss Nikola
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Diener » Mi 16. Apr 2008, 17:03

Hi, hab da mal eine frage.

Steht irgendwo im AT oder im NT das Jesus Gott sei??
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon hyperporea » Mi 16. Apr 2008, 17:06

Original von Diener
Hi, hab da mal eine frage.

Steht irgendwo im AT oder im NT das Jesus Gott sei??


Nein steht nicht. Jesus ist Gottes Sohn.
Bei Hiob steht doch ganz deutlich das Gott mehrere Söhne hat und der Satan ener unter ihnen ist.

grüße Hypo
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Robby » Mi 16. Apr 2008, 17:13

Original von Diener
Hi, hab da mal eine frage.

Steht irgendwo im AT oder im NT das Jesus Gott sei??


Hi Diener

Ob Jesus Gottes Sohn ist oder nicht wird schon in anderen Threads ausgiebig diskutiert, bitte schlage dort nach via Suchfunktion. Hier geht es um das "Christentum und andere Religionen".

Vielen Dank

Lieber Gruss
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Robby » Mi 16. Apr 2008, 17:36

Original von hyperporea
Bei Hiob steht doch ganz deutlich das Gott mehrere Söhne hat und der Satan ener unter ihnen ist.

grüße Hypo


Gehört zwar nicht unbedingt hierhin, aber Satan ist ein gefallener Engel, dessen Werke durch Jesus und sein Opfer am Kreuz zerstört wurden:

1. Johannes 3,8
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre



Lieber Gruss
Robby

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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon SunFox » Mi 16. Apr 2008, 21:58

Original von Diener
Hi, hab da mal eine frage.

Steht irgendwo im AT oder im NT das Jesus Gott sei??


Ja lieber Diener!

Johannes 20,28: "Thomas antwortete und sprach zu Jesus: Mein Herr und mein Gott!"

Jesus hat dem Thomas nicht widersprochen und wäre es anders, dann hätte hier Jesus eine Gotteslästerung zugelassen!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Diener » Mi 16. Apr 2008, 22:27



Nein steht nicht. Jesus ist Gottes Sohn.
Bei Hiob steht doch ganz deutlich das Gott mehrere Söhne hat und der Satan ener unter ihnen ist.

grüße Hypo


Die Islamische Sicht sieht ganz anders aus, so fing das ganze im Islam an.

Als alles vollendet war, sprach Allah zu den Engeln: "Ich will auf der Erde einen Khalifa einsetzen" (den Menschen). Der Mensch sollte auf der Erde regieren und nur Allah verantwortlich sein. Die Engel waren entsetzt. Sie konnten sich denken, dass der Mensch mit seinem freien Willen seine Herrschaft missbrauchen und seine Verantwortung vergessen würde, während sie selbst bedingungslose Diener Allahs waren. Sie fragten: "Willst Du dort wirklich einen einsetzen, der zerstörend wütet und Blut vergießt? Wir aber loben und preisen Dich." Nun haben aber die Engel Einsicht in viele Dinge, doch längst nicht in alle Geheimnisse Allahs. Darum sprach Allah zu ihnen: "Ich habe Wissen über Dinge die Ihr nicht wisst." Aus schwarzem Schlamm erschuf Er den Menschen und erweckte ihn zum Leben und machte von der gleichen Art eine Gefährtin für ihn. Er nannte den Mann Adam und die Frau Hawwa(Eva). Er lehrte den Menschen die Namen und Eigenschaften aller Dinge. Dann stellte Er Adam den Engeln vor und sprach zu ihnen: "Wenn ihr aufrichtig seid, dann nennt mir die Namen der Dinge." Da schämten sich die Engel und erwiderten: "Preis sei Dir, wir haben kein Wissen außer dem, was Du gelehrt hast. Nur Du bist allwissend." Da forderte Allah Adam auf: "Sag´ du ihnen die Namen der Dinge." Das tat Adam, und Allah sprach: "Habe ich euch nicht gesagt, dass ich die Geheimnisse des Himmels und der Erde kenne und weiß, was ihr offen zeigt und was ihr verheimlicht?" Und er befahl den Engeln, sich vor Adam niederzuwerfen. Die Engel gehorchten. Nur Iblis(arab. der Enttäuschte), ein mächtiger Geisterfürst, weigerte sich und sprach: "Vor dem da werde ich mich doch nicht niederwerfen! Ich bin viel besser als er. Ich bin aus Feuer geschaffen und er aus Schlamm!" So eingebildet und hochmütig war er. Und er wollte seinen Hochmut nicht einmal dann aufgeben, als Allah ihn fortschickte und drohte, ihn zu bestrafen. Im Gegenteil, er sprach: "Vor diesem Schlamm-Geschöpf werde ich niemals Achtung haben. Wenn ich ohnehin bestraft werden soll, dann bitte ich nur um Aufschub bis zu einem bestimmten Tag. In der Zwischenzeit werde ich Adam und seinen Nachkommen von allen Seiten auflauern und sie von ihrem Weg abbringen. Hass, Eifersucht, Neid und Gier werde ich ihnen einflüstern, bis sie alle vergessen, wer sie erschaffen hat und was ihre Aufgabe ist, und sich gegenseitig zerstören." Allah sprach zu Iblis: "Fort von hier mit deinem teuflischen Plan! Wenn die Menschen dir nachfolgen, werden sie deine Strafe teilen. Über diejenigen, die mich aufrichtig lieben, wirst du keine Macht haben."

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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Enggi » Sa 19. Apr 2008, 10:48

Original von Diener

Die Islamische Sicht sieht ganz anders aus, so fing das ganze im Islam an.

Als alles vollendet war, ...

[...]

Über diejenigen, die mich aufrichtig lieben, wirst du keine Macht haben."


Hallo Diener,

diese Geschichte gefällt mir irgendwie. Wo steht sie geschrieben?
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon chrystal » Sa 16. Aug 2008, 22:54

Enggi hat geschrieben:
Original von Diener

Die Islamische Sicht sieht ganz anders aus, so fing das ganze im Islam an.

Als alles vollendet war, ...

[...]

Über diejenigen, die mich aufrichtig lieben, wirst du keine Macht haben."


Hallo Diener,

diese Geschichte gefällt mir irgendwie. Wo steht sie geschrieben?


Lieber Enggi,

Geschichten der Propheten aus dem Qur'an; Islamisches Zentrum Hamburg e.V. DIE MOSCHEE
http://www.muslima-aktiv.de/kinder.htm

Nimm lieber den Qur'an dirket zur Hand.
http://www.muslim-markt.de/Bibliothek/h ... -quran.htm

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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Enggi » So 17. Aug 2008, 02:02

chrystal hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:diese Geschichte gefällt mir irgendwie. Wo steht sie geschrieben?


Lieber Enggi,

Geschichten der Propheten aus dem Qur'an; Islamisches Zentrum Hamburg e.V. DIE MOSCHEE
http://www.muslima-aktiv.de/kinder.htm

Nimm lieber den Qur'an dirket zur Hand.
http://www.muslim-markt.de/Bibliothek/h ... -quran.htm

Gruß
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Die erste Website gefällt mir nicht wegen dem Faden der dauernd herumflattert. Den Koran habe ich gedruckt zu Hause.

Ich wollte eigentlich gerne wissen, woher Diener seine Geschichte hat, steht die so im Koran oder steht sie in anderen Moslemschriften?
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon chrystal » So 17. Aug 2008, 11:40

Enggi hat geschrieben:Die erste Website gefällt mir nicht wegen dem Faden der dauernd herumflattert. Den Koran habe ich gedruckt zu Hause.

Ich wollte eigentlich gerne wissen, woher Diener seine Geschichte hat, steht die so im Koran oder steht sie in anderen Moslemschriften?


Diese Geschichte ist eher eine Mischung aus Bibel und Koran und wird u.a. vom Islam-Zentrum Hamburg verbreitet. Sie steht weder so noch anders im Koran. Hier geht es um die Umdeutung der Bibel.
Und dass diese Geschichte dir gefällt, ist Absicht und sollte dir zu denken geben.
Diese Geschichten gehören zur umfangreichen Hadith-Literatur des Islam.

Gruß
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon Enggi » So 17. Aug 2008, 17:46

chrystal hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Diese Geschichte ist eher eine Mischung aus Bibel und Koran und wird u.a. vom Islam-Zentrum Hamburg verbreitet. Sie steht weder so noch anders im Koran. Hier geht es um die Umdeutung der Bibel.
Und dass diese Geschichte dir gefällt, ist Absicht und sollte dir zu denken geben.
Diese Geschichten gehören zur umfangreichen Hadith-Literatur des Islam.

Aha, so ist das! Danke für die Auskunft. Jetzt weiss ich, was davon zu halten ist.
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Re: Christentum und andere Religionen

Beitragvon noah » Mi 20. Aug 2008, 07:29

chrystal hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Die erste Website gefällt mir nicht wegen dem Faden der dauernd herumflattert. Den Koran habe ich gedruckt zu Hause.

Ich wollte eigentlich gerne wissen, woher Diener seine Geschichte hat, steht die so im Koran oder steht sie in anderen Moslemschriften?


Diese Geschichte ist eher eine Mischung aus Bibel und Koran und wird u.a. vom Islam-Zentrum Hamburg verbreitet. Sie steht weder so noch anders im Koran. Hier geht es um die Umdeutung der Bibel.
Und dass diese Geschichte dir gefällt, ist Absicht und sollte dir zu denken geben.
Diese Geschichten gehören zur umfangreichen Hadith-Literatur des Islam.

Gruß
chrystal


Diese Geschichte haben wir in Koran .Was nicht Koran ist ist nicht von Hadithen sondern von Judentum/Christentum genommen.
Leider selbst die Übersetzer sind so tief vom Bibel/Judaismus beeinflusst so dasss sie die Überstezungen auch falsch machen.

zb:
Rasssoul übersetzt den vers 2,30:

30. Und als dein Herr zu den Engeln sprach: "Wahrlich, Ich werde auf
der Erde einen Nachfolger einsetzen", sagten sie: "Willst Du auf ihr
jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo
wir doch Dein Lob preisen und Deine Herrlichkeit rühmen?" Er sagte:
"Wahrlich, Ich weiß, was ihr nicht wisset." (QS. 2:30)

In Koran stehts aber es nicht in Zukunftform,sondern so:
Und als dein Herr zu den Engeln sprach: "Wahrlich, Ich setze auf
der Erde einen Nachfolger ein"
, sagten sie:
....

Es ist dann so zu verstehen dass der Adam nicht der erster mensch war.
Er War Der erster Khailfat,der erster Prophet,der den Namen sprechen konnte.

31. Und Er brachte Adam alle Namen bei, dann brachte Er diese vor
die Engel und sagte: " Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr
wahrhaftig seid!" (QS. 2:31)
32. Sie sprachen: "Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen außer
dem, was Du uns gelehrt hast; wahrlich, Du bist der Allwissende, der
Allweise." (QS. 2:32)
33. Er sprach: "O Adam, nenne ihnen ihre Namen!" Und als er ihnen
ihre Namen nannte, sprach Er: "Habe Ich nicht gesagt, daß Ich das
Verborgene der Himmel und der Erde kenne, und daß Ich kenne, was
ihr offenbart und was ihr verborgen gehalten habt." (QS. 2:33)
34. Und als Wir zu den Engeln sprachen: "Werft euch vor Adam
nieder", da warfen sie sich nieder bis auf Iblis; er weigerte sich und
war hochmütig. Und damit wurde er einer der Ungläubigen. (QS.
2:34)
35. Und Wir sprachen: "O Adam, verweile du und deine Gattin im
Paradies und esset uneingeschränkt von seinen Früchten, wo immer
ihr wollt! Kommt jedoch diesem Baum nicht nahe, sonst würdet ihr zu
den Ungerechten gehören." (QS. 2:35)
36. Doch Satan ließ sie dort straucheln und brachte sie aus dem
Zustand heraus, in dem sie waren. Da sprachen Wir: "Geht (vom
Paradies) hinunter! Der eine von euch sei des anderen Feind. Und ihr
sollt auf der Erde Wohnstätten und Versorgung auf beschränkte Dauer
haben." (QS. 2:36)
37. Da empfing Adam von seinem Herrn Worte, worauf Er ihm
verzieh; wahrlich, Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.
...

Früher waren die Menschen eine einzige Gemeinschaft.

213. Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft. Dann entsandte
Allah die Propheten als Bringer froher Botschaft und als Warner. Und
Er offenbarte ihnen das Buch mit der Wahrheit, um zwischen den ....



33. Wahrlich, Allah erwählte Adam und Noah und das Haus Abraham
und das Haus `Imran vor allen Welten (QS. 3:33)

Zuerst wurde der Mensch erschaffen:
28. Und damals sprach dein Herr zu den Engeln: "lch bin im Begriff,
den Menschen aus trockenem, tönendem Lehm zu erschaffen, aus
schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm.
(QS. 15:28)

Alles Lebndige wurde aus dem Wasser gemacht:
30. Haben die Ungläubigen nicht gesehen, daß die Himmel und die
Erde eine Einheit waren, die Wir dann zerteilten? Und Wir machten
aus dem Wasser alles Lebendige.
Wollen sie denn nicht glauben? (QS.
21:30)


45. Und Allah hat jedes Lebewesen aus Wasser erschaffen. Unter
ihnen sind manche, die auf ihren Bäuchen kriechen, und unter ihnen
sind manche, die auf zwei Beinen gehen, und unter ihnen sind
manche, die sich auf vieren fortbewegen. Allah schafft, was Er will.
Wahrlich, Allah hat Macht über alle Dinge. (QS. 24:45)


In den Versen kommnedes Wort:
“min’el-ma” oder “min ma’in” kann Wasser sein oder seewasser oder irgendein Flüssigkeit bedeuten.



14. wo Er euch doch in (verschiedenen) Phasen erschaffen hat? (QS.
71:14)

Das Wort “Atvâran”,das in in deisem Vers vorkommt,sagt dass es doch eine evolution war.


6. O du Mensch! Was hat dich hinsichtlich deines Ehrwürdigen Herrn
betört (QS. 82:6)
7. Der dich erschuf und dich dann ebenmäßig geformt, und in einer
geraden Gestalt gemacht hat? (QS. 82:7)
8. In solchem Bild, das Er immer wollte, hat Er dich
zusammengesetzt. (QS. 82:8)


Und:
1. Gab es nicht für den Menschen eine Zeit, da er nichts
Nennenswertes war?
(QS. 76:1)
noah
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